{"id":17949,"date":"2022-04-27T16:22:39","date_gmt":"2022-04-27T14:22:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/zum-umgang-mit-beruflich-pflegenden-in-der-corona-pandemie-und-zur-forderung-des-neudenkens-einer-pandemieethik-copy\/"},"modified":"2023-06-14T15:41:35","modified_gmt":"2023-06-14T13:41:35","slug":"zum-umgang-mit-beruflich-pflegenden-in-der-corona-pandemie-und-zur-forderung-des-neudenkens-einer-pandemieethik-copy","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/235-vorgaenge\/publikation\/zum-umgang-mit-beruflich-pflegenden-in-der-corona-pandemie-und-zur-forderung-des-neudenkens-einer-pandemieethik-copy\/","title":{"rendered":"Zum Umgang mit beruflich Pflegenden in der Corona-Pandemie und zur Forderung des Neudenkens einer Pandemieethik"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\">Die pandemiebedingt ansteigenden Patient*innenzahlen und l\u00e4ngere intensivmedizinische Behandlungen haben unser Gesundheitssystem schnell an den Rand seiner Funktionsf\u00e4higkeit gef\u00fchrt. Dessen Leistungsf\u00e4higkeit ist jedoch weniger von der Zahl verf\u00fcgbarer Beatmungsger\u00e4te oder freier Betten abh\u00e4ngig, sondern vor allem vom medizinischen und pflegerischen Personal. Wie dessen ohnehin hohe Arbeitsbelastung unter der Pandemie weiter zugenommen hat, wie wenig dabei auf gesundheitliche Risiken f\u00fcr die Pflegenden geachtet wurde und welche Anerkennung ihnen bis heute verwehrt wird, kommentiert Monja Sch\u00fcnemann, die selbst in der Pflege arbeitet, im folgenden Beitrag.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Krieg, Krisen und Krankenpflege verbindet ihre gemeinsame Historizit\u00e4t. Es waren immer Zeiten der Not, in denen Pflege, die sonst allt\u00e4glich schien, besonders sichtbar wurde, und mit diesen Ph\u00e4nomenen wurden immer schon extreme Anforderungen an die Pflege <i>per se <\/i>gestellt. In Homers Odyssee war es die Pflegerin Eurykleia, die gemeinsam mit dem heimgekehrten Odysseus den Kampf um das K\u00f6nigreich ausfechten musste, w\u00e4hrend K\u00f6nigin Penelope den Schlaf der Privilegierten schlief.<sup id=\"cite-ref-0\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-0\">[1]<\/a><\/sup> Dass insbesondere in Zeiten einer Pandemie die Chancen auf das eigene \u00dcberleben signifikant sinken, wenn niemand da ist, der die Kranken pflegt, ist keine Erkenntnis unserer Zeit. Schon als der Schwarze Tod w\u00fctete, beklagten die Chronisten der Pest, dass die Angst der Leute vor dem eigenen Erkranken sie davon abhielt, durch Pflege das \u00dcberleben der Erkrankten zu erm\u00f6glichen. So berichtete der Notar Gabriele de Mussis (1280-1356) aus Piacenza: \u201e<i>Und w\u00e4hrend ein Erkrankter so furchtbar litt, stie\u00df er Klagerufe aus: \u2018Kommt, meine Verwandten und Nachbarn, reicht mir einen Tropfen Wasser, ich habe Durst. Ich lebe noch! Habt keine Angst! Vielleicht werde ich weiterleben! Fasst mich an, ber\u00fchrt doch meinen elenden K\u00f6rper!\u2018<\/i>\u201c<sup id=\"cite-ref-1\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-1\">[2]<\/a><\/sup> Und schon Boccaccio wusste, dass es darauf ankam, dass diejenigen, die die Pflege aus\u00fcbten, geschult in ihr sein mussten. \u201e<i>Deshalb blieb f\u00fcr die unz\u00e4hlige Menge von M\u00e4nnern und Frauen, die erkrankt waren, keine andere Hilfe als das Mitleid der Freunde, von denen es freilich wenige gab [\u2026] Und die, welche es taten, waren M\u00e4nner und Frauen von grobem Sinn und meist in einem solchen Dienst unerfahren. Sie machten nichts anderes, als den Kranken darzureichen, was sie verlangten und zuzusehen, wie sie starben.<\/i>\u201c<sup id=\"cite-ref-2\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-2\">[3]<\/a><\/sup> Diejenigen, freilich, die die Pflege in der Pest versahen, starben fast immer selbst.<sup id=\"cite-ref-3\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-3\">[4]<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">So verwundert es nicht, dass in der Corona-Pandemie die Aufmerksamkeit schnell auf der mittlerweile professionellen Pflege lag und sich Kriegssprache in die Berichte \u00fcber Pflege mischte. Von <i>Coronahelden<\/i> war die Rede und von der <i>Coronafront<\/i>. Das Heldennarrativ verband so implizit die Aufforderung an die beruflich Pflegenden, sich aufzuopfern und tugendhaft ihre Einsatzbereitschaft am Mitmenschen aufzubieten. <sup id=\"cite-ref-4\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-4\">[5]<\/a><\/sup> Dass damit jedoch ein R\u00fcckgriff auf das 19. und fr\u00fche 20. Jahrhundert erfolgte, in dem man das Normativ aufstellte, Pflege habe sich willig f\u00fcr das Wohl der anderen zu opfern und auf die eigenen Rechte als Arbeitnehmer zu verzichten, war denjenigen, die es nutzten, nicht pr\u00e4sent.<sup id=\"cite-ref-5\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-5\">[6]<\/a><\/sup> Ebenso wenig die Tatsache, dass die Profis kein Interesse daran hatten, ihr Leben als Helden der Pandemie zu beenden, und l\u00e4ngst im postheroischen Zeitalter angekommen waren. <sup id=\"cite-ref-6\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-6\">[7]<\/a><\/sup>Dass Gotteslohn, Klatschen vom Balkon und Heilsversprechen keinen akzeptablen Lohn f\u00fcr die harte und gef\u00e4hrliche Arbeit darstellten \u2013 allein die Branche der Altenpflege war mit 14,8 Millionen \u00dcberstunden in die Pandemie gestartet, davon 5,8 Millionen unbezahlt und unabgegolten<sup id=\"cite-ref-7\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-7\">[8]<\/a><\/sup>\u2013, interessierte die Politik wenig, die schnell utilitaristisch auf die Berufsgruppe blickte und nach ihr griff; wenn nicht freiwillig, dann doch mit Gewalt. Von Zwangsrekrutierungen derer, die schon lange den Beruf wegen der schlechten Arbeitsbedingungen aufgegeben hatten, war schnell die Rede, um den Bedarf zu decken,<sup id=\"cite-ref-8\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-8\">[9]<\/a><\/sup> ebenso von Zwangsimpfungen. Und der jetzige Gesundheitsminister Bayerns verstieg sich gar zu der Aussage, <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Gentium Book Basic;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">\u201e<\/span><\/span><\/span><\/span><i>Vergelt\u2019s Gott<\/i><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Gentium Book Basic;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">\u201c<\/span><\/span><\/span><\/span> sei auch keine schlechte W\u00e4hrung.<sup id=\"cite-ref-9\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-9\">[10]<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Feld der beruflich Pflegenden liegt die Majorit\u00e4t bei den Frauen. 83% in der Altenpflege und 80% in der Krankenpflege, <sup id=\"cite-ref-10\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-10\">[11]<\/a><\/sup>unber\u00fccksichtigt dabei sind die gesch\u00e4tzten 300.000 Pflegenden aus Osteuropa, die in der Grauzone der 24\/7 Pflege t\u00e4tig sind<sup id=\"cite-ref-11\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-11\">[12]<\/a><\/sup>. Es besteht kein Zweifel, der symbolische K\u00f6rper der Pflege ist weiblich. <sup id=\"cite-ref-12\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-12\">[13]<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Und wenn Bodo Ramelow auf Twitter zu den Risiken der Pflegenden twitterte, 80% der infizierten Menschen [aus der Pflege] w\u00fcrden leichte oder keine Symptome haben,<sup id=\"cite-ref-13\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-13\">[14]<\/a><\/sup> dann stellt sich die Frage, ob einem Politiker die \u00fcbrigen 20%, deren Leid und deren Tod, gleichg\u00fcltig bleiben d\u00fcrfte. 270 Leben beruflich Pflegender hat die Pandemie bislang in Deutschland gekostet, unbeachtet von Medien oder der \u00d6ffentlichkeit, 161.184 beruflich Pflegende infizierten sich.<sup id=\"cite-ref-14\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-14\">[15]<\/a><\/sup> Welche Folgen das f\u00fcr die Einzelnen hat, ob sich Long-Covid-Symptome zeigen oder die Lebensqualit\u00e4t und Erwerbsf\u00e4higkeit der Profis noch eingeschr\u00e4nkt sein wird, liegt noch immer im Dunkeln der Berichterstattung.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Angesichts dieser Zahlen besteht kein Zweifel: mit der Gesundheit und dem Leben derer, die dazu verdammt wurden, das Land zu retten, wurde r\u00fccksichtslos umgegangen und das Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit und Arbeitsschutz f\u00f6rmlich ausgesetzt. Es ben\u00f6tigt eine Pandemieethik, aus der ganz klar hervorgeht, dass ein Leben, n\u00e4mlich das der Pflegenden, nicht weniger wert sein darf als das derjenigen, die gepflegt werden. So gab es lange keine Masken und keine Infektionsschutzkleidung f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten, die teilweise ihre Masken daheim selbst ausbacken mussten. Und nicht nur das. Auch in den gesetzlichen Regelungen zum Infektionsschutz klafft eine gef\u00e4hrliche L\u00fccke, die es zu schlie\u00dfen gilt. Das Robert-Koch-Institut gibt Empfehlungen aus, die auf H\u00e4ndedesinfektion und die pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung setzen, doch schon vor der Pandemie war klar, dass unter den bestehenden Bedingungen in den Einrichtungen gar keine Zeit zum H\u00e4nde-Desinfizieren ist. <sup id=\"cite-ref-15\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-15\">[16]<\/a><\/sup><br \/>\nDie Beschaffung der Schutzausr\u00fcstung (Handschuhe, Kittel, Masken) ist in den Technischen Regeln f\u00fcr Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) geregelt.<sup id=\"cite-ref-16\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-16\">[17]<\/a><\/sup> Diese Regeln besagen, dass die Auswahl der Ausr\u00fcstung auf der Grundlage der Gef\u00e4hrdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber zu erfolgen habe. Das ist perfide, denn die Privatisierung der Gesundheitsbetriebe sieht die Gewinnmaximierung vor, und w\u00e4hrend die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Krankenhaushygiene, die unabh\u00e4ngig von den TRBA ist, schon im Normalfall den Einsatz von Schutzkitteln nach DIN EN 14126 vorsieht und f\u00fcr den Einsatz bei schweren Infektionen Schutzoveralls empfiehlt, ist der Einsatz von DIN-Material in den TRBA nicht geregelt. Wie kann es sein, dass die Standards der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Krankenhaushygiene sich nicht in den TRBA wiederfinden? Gerade die Eignung von Schutzkitteln aber ist durch den Arbeitnehmer, dessen einzige Pflicht es ist, das bereitgestellte Material zu tragen, nicht zu durchblicken. An den Farben l\u00e4sst sich die Eignung nicht erkennen, sondern die Nummer der einzelnen Materialien und der jeweiligen Firmen w\u00e4re zu pr\u00fcfen, wenn sich der einzelne Arbeitnehmer in Sicherheit wissen will. Konkret bedeutet das, dass es zwar DIN-Normen f\u00fcr Schutzkittel gibt, doch niemand verpflichtet den Betrieb, diese zu w\u00e4hlen. Das Entsetzen, das Pflegende in den ersten Wellen ergriff, als sie feststellten, dass die Schutzausr\u00fcstung unzureichend bis nicht vorhanden ist, teilten sie auf Twitter unter dem Hashtag <i>#keinIsomaterialf\u00fcrCorona<\/i>. In den bildaffinen sozialen Medien fanden sich Bilder von Mitarbeitenden, die diesen Umstand fotografisch dokumentierten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wem das noch nicht reicht, der sei daran erinnert, dass das Bundesgesundheitsministerium medizinisch untaugliche Masken an Einrichtungen lieferte, sie dort quasi verklappte und sich darauf zur\u00fcckzog, es habe sich bei diesen \u201e<i>Masken-Hilfspaketen<\/i>\u201c um \u201e<i>eiserne Reserven<\/i>\u201c gehandelt.<sup id=\"cite-ref-17\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-17\">[18]<\/a><\/sup> Nicht nur das. W\u00e4hrend es bislang v\u00f6llig unklar, weil medial nicht aufgearbeitet ist, ob und wenn, in welcher H\u00f6he das Leben der beruflich Pflegenden gegen\u00fcber den Hinterbliebenen wenigstens monet\u00e4r abgesichert ist, verdienten Politiker an sogenannten <i>Maskendeals <\/i>Millionen. Diejenigen also, die gew\u00e4hlt waren, um die Daseinsvorsorge zu sichern, bereicherten sich haltlos, w\u00e4hrend diejenigen, die unter diesen Bedingungen arbeiteten, und eben zumeist Frauen sind, ihr Leben lie\u00dfen und das mittlerweile regredierte und h\u00f6hnisch anmutende Heldennarrativ unsichtbar erf\u00fcllten. Es ist nicht bekannt, dass Betten seitens der Tr\u00e4ger gesperrt wurden, wenn die Pflegenden unter unzureichenden Schutzma\u00dfnahmen h\u00e4tten arbeiten m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auch Ma\u00dfnahmen der Pr\u00e4vention, die andere L\u00e4nder sofort initiierten, um ihre Mitarbeitenden im Gesundheitswesen vor dem Posttraumatischen Belastungssyndrom (PTBS) und anderen mentalen Erkrankungen zu sch\u00fctzen, waren hier nicht einmal der Erw\u00e4hnung wert. Obwohl die Branche seit Jahren die Listen der mentalen Krankheiten wie Depression, Burnout, Coolout und Ersch\u00f6pfung anf\u00fchrt, sahen sich weder Betreiber noch die Regierung gen\u00f6tigt, einfachste Ma\u00dfnahmen gegen die sogenannte <i>Moralische Verletzung<\/i> (einem Transfer aus dem milit\u00e4rischen Bereich, der in England etabliert wurde) auch nur anzusprechen.<sup id=\"cite-ref-18\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-18\">[19]<\/a><\/sup> Im Gegenteil, die ersch\u00f6pften Mitarbeitenden sollten sich in ihrer Freizeit dann noch selbst reflektieren und aktiv auf die wenigen Hotlines zugehen. Ein Ding der Unm\u00f6glichkeit, wenn man am Rande der Kraft ist.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Unsichtbarkeit der Pflegenden geht gesellschaftlich bis hin zur Verdinglichung und somit zur Entmenschlichung. Die Frage, die sich in den Pandemiewellen immer wieder stellte: Wie viele freie Intensivbetten stehen zur Verf\u00fcgung? Dass es aber allein mit dem Bereitstellen eines Bettes im DIVI-Register nicht getan ist, wenn niemand da ist, der pflegt, beatmet und betreut, geht bei der Frage v\u00f6llig unter. Die Pflegenden werden so zur Bettenkapazit\u00e4t, zum Ding. Nur so war es m\u00f6glich, dass es \u00fcberhaupt der Rede wert ist, die Frage zu stellen, was denn genau ein Corona-Inten\u00adsiv\u00adbett \u00fcberhaupt sei, als der Verdacht der Schummelei bei der Meldung von Intensivbetten seitens der Kliniken aufkam.<sup id=\"cite-ref-19\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-19\">[20]<\/a><\/sup> Das liegt auch daran, dass es sich die Bundesregierung mit der Aussetzung der PPuG, der Pflegepersonaluntergrenzen, sehr einfach gemacht hat. Diese Personaluntergrenzen regeln die Mindestbesetzung, also die <i>Nurse-Patient-Ratio<\/i>.<sup id=\"cite-ref-20\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-20\">[21]<\/a><\/sup> Nirgends ist sie in Europa und den USA schon ohne Pandemie so schlecht wie in Deutschland, wo auf einer peripheren Station 13 Patient*innen auf eine*n beruflich Pflegende*n kommen (USA: 5,3 Patienten).<sup id=\"cite-ref-21\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-21\">[22]<\/a><\/sup> Nun, in der Pandemie, als es besonders in den Intensivpflegebereichen (Normal: 1:2) bei den hochgradig instabilen COVID-Patienten darauf angekommen w\u00e4re, exzellente Pflege zu sichern, wurden also diese Grenzen ausgesetzt und &#8211; <i>en plus<\/i> &#8211; das Arbeitszeitgesetz ausgesetzt. Nicht nur konnten und mussten Pflegende also noch mehr zu Pflegende betreuen, bei denen es um nichts weniger als das Leben ging, sondern auch das Anderthalbfache der Arbeitszeit, also zw\u00f6lfst\u00fcndige Schichten leisten.<sup id=\"cite-ref-22\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-22\">[23]<\/a><\/sup> Diese Umst\u00e4nde bildeten dann das sogenannte stabile und tragf\u00e4hige Gesundheitssystem ab, obwohl es alles andere markiert als das. Mit dem eleganten <i>Wording<\/i> und Handeln spielte die Regierung nicht allein mit dem Leben und der Gesundheit der Pflegenden, sondern auch mit dem Leben der B\u00fcrger. W\u00e4hrend man n\u00e4mlich hierzulande allein das vorhandene oder nicht-vorhandene Bett als Ma\u00dfstab setzt, ist in der akademisierten Pflege der anderen L\u00e4nder in Studien l\u00e4ngst erwiesen, dass die <i>Nurse-Patient-Ratio<\/i> f\u00fcr ein \u00dcberleben von Kranken der einzig tragf\u00e4hige Marker ist und die Sterblichkeit signifikant steigt, je niedriger die personelle Ausstattung ist.<sup id=\"cite-ref-23\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-23\">[24]<\/a><\/sup> Das nochmalige Erh\u00f6hen der Patientenzahlen pro Pflegendem war also definitiv nicht dem \u00dcberleben der instabilen Patienten mit COVID auf den Intensivstationen oder gar dem Verlauf der Hospitalisierung dienlich. Diesen Akkord zahlten beruflich Pflegende mit ihrer Kraft, ihrer mentalen Gesundheit und mit ihrem Leben.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Frage, die sich unsere Gesellschaft stellen lassen muss: Ist es ethisch vertretbar, Menschen einen Beruf lernen zu lassen, der ihnen eine ganzheitliche Pflege von Pflegebed\u00fcrftigen verspricht, der einen therapeutischen Ansatz verspricht und der nicht nur im Alltag, sondern besonders in Extremsituationen, trotz allen medizinischen Fortschritts, nicht den besonderen Fokus darauf legt, diejenigen, die uns sch\u00fctzen sollen, zuerst zu sch\u00fctzen, damit sie uns sch\u00fctzen k\u00f6nnen? Die Frage ist besonders prek\u00e4r, weil Pflegende eben keinen Querschnitt der Gesellschaft abbilden, sondern in der Mehrheit Frauen sind, von denen eine zumeist m\u00e4nnliche Politik erwartet, dass sie sich und ihr Leben opfern. Der rote Faden, der sich durch die Pandemie zieht, zeigt deutlich, dass mit der abwertenden Haltung gegen\u00fcber weiblichen Pflegenden doch eine misogyne Haltung gegen Frauen einhergeht. Die ist mit einer Gesellschaft, die betont, dass es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern g\u00e4be, nicht in Einklang zu bringen. Wie kann es sein, dass sich Politiker an der Not der Pflegenden, die keine Schutzausr\u00fcstung haben, monet\u00e4r bereichern, w\u00e4hrend sie gleichzeitig auf jenseitigen Lohn, den Gotteslohn, der schon immer der Lohn der Pflegenden gewesen ist, verweisen und nicht verstehen wollen, dass die intrinsische Motivation schon seit einhundert Jahren von der Berufung zum Beruf verlagert wurde, der selbstverst\u00e4ndlich Schutz, Verg\u00fctung und Arbeitnehmerrechte beinhaltet \u2013 von den Grundrechten ganz abgesehen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dabei sind es auch auf dem pflegepolitischen Sektor noch viel zu oft m\u00e4nnliche Protagonisten, die den \u00fcberwiegend weiblichen Mitarbeitenden der beruflichen Pflege die Richtung weisen wollen und eine B\u00fchne daf\u00fcr bekommen, ungeachtet dessen, dass sie nicht die pflegerische Realit\u00e4t der geschlechtsspezifischen Verteilung darstellen. Gerade n\u00e4mlich, als die sonst von der Politik links liegengelassene Berufsgruppe sich in der Pandemie ihrer Systemrelevanz bewusst wurde und auf Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen pochen wollte, mehrten sich Artikel, die das als \u201ePolemik\u201c abtaten und darauf pochten, erst sei die Pandemie zu bew\u00e4ltigen, dann werde die Zeit kommen, in der \u201e<i>wir geh\u00f6rt werden<\/i>\u201c. Die Branche solle zeigen, was sie leisten k\u00f6nne, das sei ihre Chance.<sup id=\"cite-ref-24\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-24\">[25]<\/a><\/sup> Ausgerechnet die Branche, die seit Dekaden mit Millionen unabgegoltener \u00dcberstunden, Schichtdienst und einer Verantwortung f\u00fcr Leib und Leben unter den schlechtesten Personalbedingungen in Europa auskommen muss, sollte sich beweisen. Das scheint zynisch. Und so sei hier nur angemerkt, dass der Autor des zitierten Artikels zeitgleich ein Aufruf f\u00fcr seine Mitarbeitenden verfasste, in dem es hie\u00df, die Mitarbeitenden seiner Klinik sollten unbedingt ihren Dienst versehen, das Krankenhauspersonal sei f\u00fcr die Gesundheitsversorgung der Bev\u00f6lkerung verantwortlich, Probleme bei der Kinderbetreuung sollten deshalb nicht von Klinikmitarbeitenden, sondern von Familienangeh\u00f6rigen ausge\u00fcbt werden, die selbst nicht in Gesundheitsberufen arbeiten w\u00fcrden.<sup id=\"cite-ref-25\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-25\">[26]<\/a><\/sup> Es gen\u00fcgt nun nicht mehr das Heilsversprechen, der Gotteslohn, pflegerisch t\u00e4tige Eltern sollen nun ihre Kinder dem Beruf opfern, sie vernachl\u00e4ssigen. Dass Eltern ebenso verantwortlich f\u00fcr das Wohl der eigenen Kinder sein k\u00f6nnten und Pflegende neben der beruflichen Rolle auch eine Vielzahl anderer sozialer Rollen innehaben, scheint v\u00f6llig an der F\u00fchrungsebene und der Politik vorbeigegangen zu sein. Die unsichtbaren und auf Bettenkapazit\u00e4ten reduzierten Arbeitnehmenden sollten sich ihrer Rolle der Elternschaft entledigen, damit die Pandemie l\u00e4uft. Eine Forderung, die ebenso ein R\u00fcckgriff auf das 19. Jahrhundert ist, als Pflegende noch unverheiratet und\/oder in kl\u00f6sterlicher Gemeinschaft pflegten, damit sie ihre weibliche Seite wenigstens am Kranken durch den Liebesdienst erf\u00fcllen konnten.<sup id=\"cite-ref-26\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-26\">[27]<\/a><\/sup> Was das mit Kindern beruflich Pflegender macht, die eh unter dem Schichtdienst ihrer Eltern leiden, wird bislang nicht hinterfragt. Nicht hinterfragt ist auch, was es mit Pflegenden macht, die durch die mittelalterlichen Horenzeiten, zu denen auch heute noch die Schicht beginnt, sowieso schon auf Kinderbetreuungszeiten jenseits jeder p\u00e4dagogischen Vorstellung angewiesen sind, wenn nun statt acht Stunden zw\u00f6lf Stunden Dienst angesetzt werden und dazu noch Kitas und Schulen geschlossen haben. Dass es in der Pandemie einer moralischen Verletzung gleichkommt, wenn Pflegende einerseits Corona-Patient*innen behandeln sollen, gleichzeitig aber erleben, wie massenhafte Demos, die die Pandemie leugnen, durch die St\u00e4dte ziehen und eben diesen Pflegenden dann verwehrt wird, ihre eigenen Kinder zu sch\u00fctzen, liegt auf der Hand.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nirgends zeigt sich die Doppelmoral der auf die Pflege angewiesenen Gesellschaft so deutlich wie bei der Frage, wann, ob und wie Pfleger*innen f\u00fcr ihre Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen k\u00e4mpfen sollen. W\u00e4hrend es klar ist, dass ein besserer Personalschl\u00fcssel wichtig und richtig f\u00fcr ein qualitatives <i>Outcome<\/i> der Patienten ist, tun wir so, als w\u00fcrde Pflege Arbeitskampf f\u00fcr sich und nicht f\u00fcr die betreiben, die sie betreut und pflegt. Auf der einen Seite wird die Frage, wann denn mit besseren Bedingungen in der Pflege zu rechnen sei, mit der Bemerkung abgetan, die Berufsgruppe streike ja nicht, so k\u00f6nne sich ja nichts \u00e4ndern.<sup id=\"cite-ref-27\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-27\">[28]<\/a><\/sup> Auf der anderen Seite unterschl\u00e4gt das Arbeitsgericht Berlin, wenn es Streiks wie den am 8. und 9. Juli 2021 geplanten mit der Begr\u00fcndung untersagt, dass ohne Notdienstvereinbarung Gefahren f\u00fcr Leib und Leben der Patient*innen nicht ausgeschlossen werden k\u00f6nnten,<sup id=\"cite-ref-28\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-28\">[29]<\/a><\/sup> dass es nicht der Streik ist, sondern die Normalbedingungen, die Leib und Leben der Patient*innen und der Mitarbeitenden gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">\u201e<i>Was nichts kostet, ist nichts wert.<\/i>\u201c Die Maxime l\u00e4sst sich als Gleichung auch auf beruflich Pflegende in der Pandemie \u00fcbertragen. Was uns nichts wert ist, kostet nichts. So kam der versprochene Coronabonus, der gewiss die Strapazen der Infektionswellen weder mental noch monet\u00e4r ausgleicht, bei vielen nicht nur nicht an. Konfrontiert sahen sich viele Pflegende, die den Bonus erhielten, nun auch mit der Tatsache, dass es nichts war mit der angeblichen Steuerfreiheit der Pr\u00e4mien. Die Pr\u00e4mien von 2020 und 2021 werden addiert, der Steuerfreibetrag erh\u00f6ht sich hingegen nicht.<sup id=\"cite-ref-29\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-29\">[30]<\/a><\/sup> Wem das nicht genug war und wer auf die kleinen Goodies der privatwirtschaftlich betriebenen Ketten angewiesen war, war dabei keinesfalls besser dran. So verschickte der Konzern Asklepios an 50.000 seiner Mitarbeitenden <i>Fake<\/i>-Gutscheine des Online-Riesens Amazon, die sich als Phishing-Simulation herausstellten.<sup id=\"cite-ref-30\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-30\">[31]<\/a><\/sup> Unvergessen auch, wie auf den R\u00fccken der Pflegenden Symbolpolitik betrieben wurde. Dabei standen keinesfalls die Pflegenden im Vordergrund, sondern billigste Pseudo-Wertsch\u00e4tzung, bei der sich die Politik in den Vordergrund derer dr\u00e4ngelte, die sie gerade so verh\u00f6hnte. Legend\u00e4r dabei ist der Lavendelbusch geworden, den Malu Dreyer den Coronahelden der gesamten Universit\u00e4tsklinik Mainz widmete \u2013 und den die Mitarbeitenden in einer n\u00e4chtlichen Aktion wieder ausgruben und vor den Landtag zur\u00fcckwarfen. Auch Dosenwurst und vegetarischer Brotaufstrich wurde eifrig verteilt, um schwer arbeitenden Menschen angebliche Wertsch\u00e4tzung entgegenzubringen.<sup id=\"cite-ref-31\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-31\">[32]<\/a><\/sup> Er ist eben billig, der weibliche Liebesdienst der Pflegenden, den man in Deutschland einfach nicht als Profession mit professionellen Bed\u00fcrfnissen und Rechten wahrnehmen will, im Wortsinn \u201e<i>ums Verrecken nicht<\/i>\u201c. Und das trotz des Bewusstseins, dass der Kipppunkt f\u00fcr das Erreichen eines stabilen Gesundheitssystems f\u00fcr die Zukunft l\u00e4ngst \u00fcberschritten wurde. Bis 2021 fehlten laut Statistischem Bundesamt 112.000 beruflich Pflegende, die die Bed\u00fcrfnisse der Gesellschaft bez\u00fcglich pflegerischer Versorgung auf allen Ebenen decken k\u00f6nnten \u2013 wohlbemerkt auf dem geschilderten niedrigen Niveau und keinesfalls auf einem, das den modernen Anforderungen an einen Personalschl\u00fcssel mit einem guten <i>Outcome<\/i> f\u00fcr Patient*innen nachk\u00e4me!<sup id=\"cite-ref-32\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-32\">[33]<\/a><\/sup>Eine Studie der Vereinigung der Pflegenden in Bayern ergab, dass wir durch den Personalnotstand in eine humanit\u00e4re Katastrophe laufen.<sup id=\"cite-ref-33\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-33\">[34]<\/a><\/sup>\u00a0 So viel Ignoranz gegen\u00fcber einem Gemeinwesen, das bedingt durch Klimawandel und Globalisierung sicher nicht die letzte Pandemie durchgemacht hat, k\u00f6nnen wir uns nicht leisten. Beratung diesbez\u00fcglich ist auf der politischen Ebene nicht gew\u00fcnscht. Die vermeintlich beruflich Pflegenden haben keinen Sitz in den Krisengremien, wie die Pr\u00e4sidentin des Pflegerats, Frau Vogler, zurecht bem\u00e4ngelte. <sup id=\"cite-ref-34\" class=\"reference\"><a href=\"#cite-note-34\">[35]<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Was zu tun ist, um eine Pandemie nicht nur auf dem R\u00fccken einer geschundenen Berufsgruppe auszutragen, die heute wie schon seit der Antike im Alltag unsichtbar gemacht und marginalisiert wird, liegt auf der Hand. Zuerst m\u00fcsste unsere Gesellschaft sich eingestehen, dass sie in der Pandemie ein riesiges Defizit mit dem Wert weiblichen Lebens gezeigt hat, dass sie nicht bereit war, es mit den gebotenen Mitteln zu sch\u00fctzen oder den Einsatz ungesch\u00fctzter Pflegender zu untersagen. Der Orientierung an der \u201eBettenkapazit\u00e4t\u201c muss eine Absage erteilt werden, damit Pflegende nicht ungesch\u00fctzt einer t\u00f6dlichen Krankheit ausgesetzt werden. Es ist unabdingbar, dass schleunigst, nicht nur in der Pandemie, die Gefahren mentaler Krankheiten, die dem Berufsfeld Pflege schon au\u00dferhalb der Pandemie innewohnen, abgewendet werden k\u00f6nnen, damit Menschen von Menschen versorgt werden, die selbst gesund und nicht selbst psychiatrische Patienten am Limit sind. Vor dem Einzug in das (um nun auch einmal Kriegssprache zu nutzen) Amphitheater der Corona-Gladiatoren ist zu kl\u00e4ren, wie die besonderen Leistungen, die eine Gesellschaft von ihren Pflegenden erwartet, abgegolten werden, wie ihre Leben versichert sind. Es muss selbstverst\u00e4ndlich sein, dass ein Mitarbeitender, der sich mit einer pandemischen Erkrankung infiziert, nicht durch Berufsunf\u00e4higkeit monet\u00e4r nach dem Ereignis schlechter gestellt ist als vorher. Die Kinderbetreuung ist abzusichern und\/oder die Kapazit\u00e4ten darauf auszurichten, dass Pflegende ebenso Eltern sind wie diejenigen Mitarbeitenden in den Verwaltungen. Der Beruf der Eltern, der sie so fordert, darf nicht zur Belastung f\u00fcr die Kinder beruflich Pflegender werden. Wir m\u00fcssen verstehen lernen, dass wir die Qualit\u00e4t der Versorgung nicht nach Dinglichkeit, sondern nach Menschlichkeit ausrichten m\u00fcssen und dass ein Bett als Material nichts f\u00fcr uns tut, wenn niemand da ist, der denjenigen, der in ihm liegt, fachgerecht betreut. Frauen sind kein Ding! Das <i>Wording<\/i> der Dinglichkeit zu stoppen kann dabei helfen, Pflegende als das wahrzunehmen, was sie sind: arbeitende Menschen, die weit \u00fcber vorstellbare Grenzen hinaus gegangen sind. Utilitaristische Sichtweisen, die auf den zumeist weiblichen K\u00f6rper zugreifen und ihm durch Unterlassen Gewalt antun oder ihm Schaden zuf\u00fcgen, werden sich in das kollektive Ged\u00e4chtnis einbrennen und keinesfalls dazu beitragen, dass k\u00fcnftig junge Menschen diesen Beruf ergreifen wollen. Es muss ein Umdenken stattfinden, damit Menschen verstehen, dass es nicht die Pflegenden sind, die f\u00fcr <i>ihre <\/i>besseren Arbeitsbedingungen streiken m\u00fcssen, sondern dass <i>wir <\/i>uns f\u00fcr eine menschenw\u00fcrdige <i>Nurse-Patient-Ratio<\/i> einsetzen m\u00fcssen, wenn wir unsere Versorgungssituation verbessern m\u00f6chten. Die beruflich Pflegenden schulden uns nichts. Sie m\u00fcssen keinesfalls in eine eingebildete Vorleistung gehen, die wir dann honorieren. Sie sind jahrelang unhonoriert in Vorleistung gegangen; In einer Pandemie, in der es eklatante L\u00fccken bei der Sicherstellung ihres Schutzes gab! Vielleicht, das m\u00fcssen wir uns immer vor Augen halten, weil es zumeist Frauen sind, deren Leistungen wir als altruistisch framen, damit wir uns der Verantwortung nicht stellen m\u00fcssen, die wir als Gesellschaft f\u00fcr diejenigen tragen, die unsere Daseinsf\u00fcrsorge durchsetzen. Frauen, auf deren R\u00fccken in Deutschland eine Pandemie ausgetragen wurde, in der alle maximale medizinisch-pflegerische Sicherheit einforderten, ohne sie aber den Pflegenden selbst zu bieten. Sie sind tot und nichts bringt sie wieder. Jede andere Haltung, das Ignorieren der Tatsache, dass mit dem Pflegeberuf, von dem wir alle abh\u00e4ngen, ein feministisches Problem einhergeht, weil wir diesen Beruf in uralten Paradigmen fesseln, steht nah am <i>Femizid<\/i>, wenn wir uns dieser Tatsache nicht stellen. Eine Pandemieethik ist demnach unabdingbar, denn wer Kriegssprache mit der des Helfens aus Tradition heraus verflicht, der muss eine Pandemieethik zur Verf\u00fcgung stellen, wie er selbstverst\u00e4ndlich auch eine Kriegsethik zur Verf\u00fcgung stellt. <i>Healthcare is a Humans Right<\/i>. Aber gerade das schlie\u00dft ein, dass Mitarbeitende des Gesundheitswesens diejenigen sind, die wir zuvorderst sch\u00fctzen m\u00fcssen. Eine Gesellschaft im 21. Jahrhundert <i>muss <\/i>weiter sein als eine mittelalterliche Gesellschaft zu Zeiten des Schwarzen Todes, als man den Tod der Pflegenden bedauernd hinnahm. Der Schlaf der Privilegierten, wie ihn Penelope schlafen konnte, w\u00e4hrend die Pflegende k\u00e4mpfte, muss in einer Demokratie der Vergangenheit angeh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><strong class=\"western\">Monja Katja Sch\u00fcnemann<\/strong> Jahrgang 1970, ist Fachpflegekraft f\u00fcr Leitungsaufgaben, Historikerin, Publizistin. Langj\u00e4hrige Lehrbeauftragte der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin der mittelalterlichen (Medizin)Geschichte mit zahlreiche Artikelver\u00f6ffentlichungen. Sie engagiert sich im Bereich der Gesundheitspolitik, insbesondere f\u00fcr professionelle Pflege, ist Pr\u00e4sidentin des Europ\u00e4ischen Pflegerats e.V.<\/p>\n<h4>Anmerkungen<\/h4>\n<ol class=\"references\">\n<li id=\"cite-note-0\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-0\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Homer: Odyssee, \u00fcbers. von J. Vo\u00df, K\u00f6ln 2018, S. 847f.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-1\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-1\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Gabriele de Mussis: Ystoria de morbo sive mortalitate quae fuit anno Domini 1348, ed. Bergdolt: 50 Quellen zur Pest, Heidelberg 1989, S. 19<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-2\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-2\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Bocaccio: Il Decamerone, ed. Bergodlt, S. 49.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-3\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-3\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Gabriele de Mussis: Ystoria, S. 23.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-4\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-4\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Zu Heldeneigenschaften vgl. Heinrich Beck; Hermann Reichert, Heinrich Tiefenbach: Held, Heldendichtung und Heldensage\u201c, in: Dieter Geuenich\/Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 14, Berlin\/NY 1999, S. 260-282.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-5\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-5\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Vgl. Monja Sch\u00fcnemann: \u201e\u201aIhr Herz ist ihr Tarifvertrag gewesen [\u2026]\u2018. Kirchliche Personalpolitik f\u00fcr Krankenschwestern in der Zeitschrift \u201aKrankendienst\u2018 1920-1930, in: Geschichte der Pflege 1 (2017), S. 27-38.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-6\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-6\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Nina Halberg et al.: \u201cWe are not heroes. The flipside of the hero narrative admist the COVID-19-pandemic: A Danish hospital ethnography\u201d, in: JAN 77.5 (2021), S. 2429-2436.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-7\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-7\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Phillipo Sandmann: Millionen \u00dcberstunden werden nicht bezahlt, in: n-tv.de 20. April 2021.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-8\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-8\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">N.N: \u201eNiedersachsen nimmt Abstand von Pl\u00e4nen zur Zwangsrekrutierung\u201c, in: \u00c4rzteblatt 4. Juni 2020 (<a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/113519\/Niedersachsen-nimmt-Abstand-von-Plaenen-zur-Zwangsrekrutierung\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/113519\/Niedersachsen-nimmt-Abstand-von-Plaenen-zur-Zwangsrekrutierung<\/a>)<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-9\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-9\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Monja Sch\u00fcnemann: \u201eWei\u00dfe Wut\u201c, in: Die Zeit Nr. 3\/2021 v. 13.1.2021 (<a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/03\/impfpflicht-pflegekraefte-corona-gesundheitssystem-markus-soeder\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.zeit.de\/2021\/03\/impfpflicht-pflegekraefte-corona-gesundheitssystem-markus-soeder<\/a>).<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-10\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-10\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Rainer Radtke: Verteilung sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigter in der Pflege in Deutschland 2020, (<a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1029877\/umfrage\/verteilung-von-pflegekraefte-in-deutschland-nach-pflegeart-und-geschlecht\/\" rel=\"nofollow\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1029877\/umfrage\/verteilung-von-pflegekraefte-in-deutschland-nach-pflegeart-und-geschlecht\/<\/a>)<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-11\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-11\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/web-wissen\/gutgepflegt\/article216632515\/300-000-osteuropaeische-Pflegekraefte-in-deutschen-Haushalten.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.morgenpost.de\/web-wissen\/gutgepflegt\/article216632515\/300-000-osteuropaeische-Pflegekraefte-in-deutschen-Haushalten.html<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-12\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-12\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Zur Zwei-K\u00f6rper-Theorie vgl. Ernst Kantorowicz: The King\u2019s two Bodies. A Study in Medieval Political Theory, Princeton 1957.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-13\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-13\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Monja Sch\u00fcnemann, Wei\u00dfe Wut, S. 11; der Tweet wurde mittlerweile gel\u00f6scht.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-14\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-14\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">RKI: Lagebericht vom 09.07.2021.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-15\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-15\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/gesundheit\/++co++65ebc8c2-97b6-11e7-8546-525400b665de\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.verdi.de\/themen\/gesundheit\/++co++65ebc8c2-97b6-11e7-8546-525400b665de<\/a><\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-16\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-16\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">TRBA, 4.2.6.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-17\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-17\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Hannah Decke: \u201eFFP2-Masken der Regierung \u201euntauglich\u201c? AWO mit Warnung \u2013 Bund reagiert auf Vorw\u00fcrfe, 16.12.2020 (<a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.wa.de\/nordrhein-westfalen\/ffp2-masken-pflegeheime-awo-warnung-bundesregierung-westfalen-dortmund-jens-spahn-90131583.html?fbclid=IwAR0eGAaiMF8NKyDVxvOyizu69lKXdKlREx3ZdOOX349oVGNZkVs-lJN6tTc\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.wa.de\/nordrhein-westfalen\/ffp2-masken-pflegeheime-awo-warnung-bundesregierung-westfalen-dortmund-jens-spahn-90131583.html?fbclid=IwAR0eGAaiMF8NKyDVxvOyizu69lKXdKlREx3ZdOOX349oVGNZkVs-lJN6tTc<\/a>)<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-18\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-18\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">N. Greenberg: Managing mental health challenges faced by healthcare workers during covid-19 pandemic, in: BMJ 368 (2020); Silke J\u00e4ger: \u201eDer wahre Grund, warum Pflegekr\u00e4fte aufgeben\u201c, in: Krautreporter v. 4.5.2021 nahm darin Bezug auf meinen Blog, in dem ich das Problem thematisiert hatte.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-19\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-19\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-intensivbetten-bundesrechnungshof-divi-100.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-intensivbetten-bundesrechnungshof-divi-100.html<\/a> .<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-20\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-20\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/personaluntergrenzen.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/personaluntergrenzen.html<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-21\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-21\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/de.statista.com\/infografik\/16676\/patientenzahl-pro-pflegekraft-im-internationalen-vergleich\/\" rel=\"nofollow\">https:\/\/de.statista.com\/infografik\/16676\/patientenzahl-pro-pflegekraft-im-internationalen-vergleich\/<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-22\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-22\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.dgbrechtsschutz.de\/recht\/arbeitsrecht\/arbeitszeit\/themen\/beitrag\/ansicht\/arbeitszeit\/wegen-corona-bundesarbeitsminister-erlaubt-arbeitstage-von-bis-zu-zwoelf-stunden\/details\/anzeige\/\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.dgbrechtsschutz.de\/recht\/arbeitsrecht\/arbeitszeit\/themen\/beitrag\/ansicht\/arbeitszeit\/wegen-corona-bundesarbeitsminister-erlaubt-arbeitstage-von-bis-zu-zwoelf-stunden\/details\/anzeige\/<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-23\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-23\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Matthew D. McHugh et al.: \u201cEffects of nurse-to-patient-ratio legislation on nurse staffing and patient mortality, readmissions, and length of stay: a prospective study in a panel of hospitals\u201d, in: The Lancet 397 (2021), S. 1905-1913.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-24\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-24\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Arne Evers: Schluss mit der Polemik \u2013 oder: Pflege nach Corona, in: Bibliomed Manager, 23.03.2020.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-25\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-25\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Der in der Klinik ausgehangene Hinweis liegt als Fotografie vor.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-26\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-26\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Monja Sch\u00fcnemann, Ihr Herz ist ihr Tarifvertrag gewesen; grunds\u00e4tzlich zu Frauen im Pflegeberuf vgl. Claudia Bischof-Wanner: Frauen in der Krankenpflege, Frankfurt a.M, 1984.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-27\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-27\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Karsten Polke-Majewski: \u201eDann streikt doch endlich\u201c, in: Die Zeit 28.02.2018 (<a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.zeit.de\/\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.zeit.de\/<\/a> arbeit\/2018-02\/krankenpflege-krankenhaeuser-ueberlastung-arbeitsbedingungen).<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-28\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-28\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">AZ. ArbGer Berlin 17 Ga 7033\/21.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-29\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-29\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Dietrich Mittler: \u201eSteuer auf Corona-Pr\u00e4mie,\u201c in: S\u00fcddeutsche online, 09.Juli 2021.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-30\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-30\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.kreiszeitung.de\/deutschland\/asklepios-veraeppelt-mitarbeiter-und-stellt-fake-gutschein-von-amazon-aus-zr-90854002.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.kreiszeitung.de\/deutschland\/asklepios-veraeppelt-mitarbeiter-und-stellt-fake-gutschein-von-amazon-aus-zr-90854002.html<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-31\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-31\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\"><a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/wir-fuehlen-uns-beleidigt-warum-corona-helden-in-der-pflege-so-grossen-frust-schieben,corona-altenpflege-krankenpflege-100.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/wir-fuehlen-uns-beleidigt-warum-corona-helden-in-der-pflege-so-grossen-frust-schieben,corona-altenpflege-krankenpflege-100.html<\/a>; <a target=\"_blank\"href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/frankfurt\/frankfurt-aktuell\/sie-halfen-corona-patienten-dosenwurst-als-dankeschoen-fuer-pflegekraefte-72527506.bild.html\" rel=\"nofollow\">https:\/\/www.bild.de\/regional\/frankfurt\/frankfurt-aktuell\/sie-halfen-corona-patienten-dosenwurst-als-dankeschoen-fuer-pflegekraefte-72527506.bild.html<\/a>.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-32\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-32\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">iHolger Buxel: \u201eKrankenh\u00e4user. Was Pflegekr\u00e4fte unzufrieden macht\u201c, in: \u00c4rzteblatt, 108.17 (2011), S. A946-48.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-33\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-33\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">Vgl. VdP Bayern: Monitoring Pflegepersonalbedarf Bayern 2020, M\u00fcnchen 2020.<\/span><\/li>\n<li id=\"cite-note-34\"><span class=\"cite-backlink\"><a href=\"#cite-ref-34\">\u2191<\/a><\/span><span class=\"reference-text\">DPR: Krisenbew\u00e4ltigung nur noch mit der Profession Pflege, in: Altenpflege-online.de, 12. Juli 2021.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[2949],"tags":[],"autoren":[2989],"publikationen":[2986],"class_list":["post-17949","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-corona","autoren-monja-katja-schuenemann","publikationen-235-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zum Umgang mit beruflich Pflegenden in der Corona-Pandemie und zur Forderung des Neudenkens einer Pandemieethik - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/235-vorgaenge\/publikation\/zum-umgang-mit-beruflich-pflegenden-in-der-corona-pandemie-und-zur-forderung-des-neudenkens-einer-pandemieethik-copy\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zum Umgang mit beruflich Pflegenden in der Corona-Pandemie und zur Forderung des Neudenkens einer Pandemieethik - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die pandemiebedingt ansteigenden Patient*innenzahlen und l\u00e4ngere intensivmedizinische Behandlungen haben unser Gesundheitssystem schnell an den Rand seiner Funktionsf\u00e4higkeit gef\u00fchrt. 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