{"id":19344,"date":"2024-05-24T13:03:00","date_gmt":"2024-05-24T11:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=19344"},"modified":"2026-03-20T15:04:49","modified_gmt":"2026-03-20T14:04:49","slug":"inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/","title":{"rendered":"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\"><em>Dass Identit\u00e4tspolitik nicht nur Abspaltung voneinander oder Fanatismus bedeutet, sondern auch zur Emanzipation dienen kann, zeigt Wolfram Grams in seinem Beitrag. Er beleuchtet die (inzwischen identit\u00e4tspolitisch gewendeten) Prinzipien der Inklusion und der Identit\u00e4t in Bezug auf Bildungsprozesse in Deutschland. Dabei konzentriert er sich auf das Beispiel der Emanzipation behinderter Menschen und beschreibt deren Identit\u00e4tspolitik und Selbsterm\u00e4chtigung. Diese wird aber nur durch den Blick auf die lange Zeit ihrer Diskriminierung bis zur Vernichtung behinderter Menschen durch die faschistische Politik der Ausmerze verst\u00e4ndlich.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Dem Diktum von Karl Marx, \u201eda\u00df der wirkliche geistige Reichtum des Individuums ganz von dem Reichtum seiner wirklichen Beziehungen abh\u00e4ngt [\u2026],\u201c (Marx\/Engels 1973 [1845\/46]: 37) stimmen heute Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen h\u00e4ufig zu (beispielsweise Leggewie 1999; Prengel 2018; Bregman 2020; Junger 2017). In der Lebenswirklichkeit vieler Menschen zeigt sich jedoch eher eine ausgepr\u00e4gte Armut an \u201ewirklichen Beziehungen\u201c. Jean-Jacques Rousseau zufolge sind wir beispielsweise tats\u00e4chlich nur dann freie Menschen, wenn wir f\u00e4hig sind, uns mit anderen Menschen zusammenzuschlie\u00dfen und gemeinsam in der Vielfalt des Zusammenschlusses der Vielen die Bedingungen festlegen, auf deren Grundlage wir zusammenleben wollen, anstatt sich im Kampf um Anerkennung in Egoismus, Gier und Wettbewerb zu fl\u00fcchten (Rousseau [1762] 1978). Das Ideal einer solchen humanistischen Ordnung der Gleichheit und Solidarit\u00e4t in der Aufkl\u00e4rung wurde aber durch den einsetzenden (auch aus der Aufkl\u00e4rung stammenden) Wirtschaftsliberalismus fundamental konterkariert. Er schuf den egoistischen <i>homo oeconomicus<\/i>. Die j\u00fcngere Herausbildung des Neoliberalismus schlie\u00dflich radikalisierte und brutalisierte den bereits im Wirtschaftsliberalismus angelegten <i>homo oeconomicus<\/i> abermals: Der von Bed\u00fcrfnissen geleitete Mensch, der seine Bed\u00fcrfnisse durch Tauschhandel befriedigen solle, wird nun abgel\u00f6st vom Subjekt als Unternehmer seiner selbst (Foucault 2014), der auf dem Markt anbietet, was er hat, und daf\u00fcr vielleicht bekommt, was er braucht. Ob dieser Mensch produziert, konsumiert oder verkauft, er investiert zwingend in sich selbst, um so seine eigene Befriedigung zu produzieren. Es ist nun tats\u00e4chlich der Wettbewerb zwischen Vereinzelten und nicht die \u201eKooperation\u201c, die den Austausch strukturiert.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">W\u00e4hrend der Wirtschaftsliberalismus den Subalternen noch die Chance der Solidarit\u00e4t erm\u00f6glichte, mit dem Ziel der gemeinsamen kooperativen Gestaltung zumindest eines Teils ihrer \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse, bleibt dem Subjekt als Klein-Unternehmer nur die Konkurrenz. Wer in dem sich so herausbildenden Wettbewerb nur G\u00fcter und Arbeitskraft \u201eminderer G\u00fcte\u201c anzubieten hat, erlebt \u2013 neben der damit verbundenen \u00f6konomischen Armut \u2013 Ausgrenzung und den Verlust sozialer Anerkennung und wird damit von einer Vielzahl sozialer G\u00fcter ausgeschlossen. Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird eingeschr\u00e4nkt und prim\u00e4r \u00f6konomisch definiert.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Menschen mit Behinderungen, Frauen, People of Color und viele andere gesellschaftliche Gruppen erleben diesen sozialen Ausschluss konkret. Es ist dieser Ausschluss, die Isolation von der gesellschaftlichen Teilhabe, die K\u00e4mpfe um Identit\u00e4t der Betroffenen erforderlich macht. Seit der Herausbildung der kapitalistischen Gesellschaft belegt der Kampf der arbeitenden Menschen um bessere Lebensbedingungen dies zuv\u00f6rderst. Die organisierte Bewegung der Arbeiter*innen ist auch der Kampf f\u00fcr die Teilhabe am Leben und an den G\u00fctern, die diese Menschen selbst produzieren. Im Rahmen der damit zusammenh\u00e4ngenden sozialen Auseinandersetzungen bildete die Klasse der Arbeitenden eine eigene Kultur und eine spezifische Identit\u00e4t aus. Neben einer F\u00fclle wissenschaftlicher Literatur (Hobsbawm 1998) arbeiteten dies \u00e4u\u00dferst differenziert besonders Alfredo Bauer (2012) und Johannes R. Becher (1977) aus unterschiedlichen Perspektiven in Romanform heraus.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Emanzipationskampf der organisierten Arbeiter*innen war zugleich ein Kampf um eine eigenst\u00e4ndige Identit\u00e4t. Dies ist die kulturelle Dimension des Kampfes der Klasse um politische und \u00f6konomische Partizipation. (Susemichel\/Kastner 2022) Diese Position teilt Georg Auernheimer. Er charakterisiert in seinem Buch <i>Identit\u00e4t und Identit\u00e4tspolitik<\/i> die Identit\u00e4t als soziales Konstrukt als eine Erfindung der kapitalistischen Moderne. Auernheimer weist schl\u00fcssig nach, dass auch die Entwicklung des Nationalstaates und damit der nationalen Zugeh\u00f6rigkeit an die Entwicklung des Kapitalismus gekoppelt ist. (Auernheimer 2020b) An dieses Projekt nationaler Zugeh\u00f6rigkeit und Identit\u00e4t kn\u00fcpfen rechte Kr\u00e4fte an. Bei ihren Versuchen, die nationalstaatlichen Strukturen und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten auf fr\u00fche Gesellschaften zu \u00fcbertragen, sie somit als etwas Ewiges und Naturgegebenes darzustellen, blenden sie nicht umsonst \u00f6konomische und soziale Entwicklungen aus. Identit\u00e4t kann im Rahmen der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft auf Nationalit\u00e4t und damit auf Staatszugeh\u00f6rigkeit beruhen, aber auch auf sozialem Status, Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Klasse, sexueller Orientierung, religi\u00f6sem Bekenntnis oder auch kultureller Pr\u00e4gung. (Auernheimer 2020a) Die Entgegensetzung von kultureller Differenz und sozialer Ungleichheit wird gegenw\u00e4rtig bewusst gesch\u00fcrt. Auf diese Weise wird ein Gegensatz geschaffen, der implizit ausschlie\u00dft, dass soziale Ungleichheit auch durch Identit\u00e4tspolitik bek\u00e4mpft werden kann. (Susemichel\/Kastner 2022) Der mit Fug und Recht als Faschist zu bezeichnende Bj\u00f6rn H\u00f6cke verdeutlichte dies im Sommerinterview des Mitteldeutschen Rundfunks mit seinen explizit v\u00f6lkischen Positionen zu einer \u201egesunden Schule\u201c. Er tat dies in der Tradition v\u00f6lkischer Ideologie, als \u201ekrank\u201c auszuschlie\u00dfen, was als anders deklariert wird. (S\u00e4nger 2023)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Identit\u00e4tspolitik aber war und ist auch ein nicht zu untersch\u00e4tzendes politisches Mittel der Emanzipation marginalisierter und diskriminierter Gruppen, die im gl\u00fccklichen Fall im Verlauf ihrer identit\u00e4tspolitischen Befassung eine eigene gesellschaftliche und auch individuelle Identit\u00e4t entwickeln, auf deren Grundlage dann ein solidarisches Miteinander und gegenseitige Hilfe m\u00f6glich werden. Organisierter Widerstand solcher Minderheiten kann zu ihrer Gleichstellung und zur Integration in die b\u00fcrgerliche Mehrheitsgesellschaft f\u00fchren, aber auch in deren Abkapselung m\u00fcnden, so sie nicht die Solidarit\u00e4t mit anderen ebenfalls marginalisierten Gruppen suchen. Um dem Missverst\u00e4ndnis vorzubeugen, das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Selbstbestimmung und Antidiskriminierung einerseits und Ausgrenzung und Abspaltung auf kultureller Ebene andererseits nicht wahrzunehmen, setze ich den Fokus in den weiteren Darlegungen auf den Zusammenhang der Komponenten. Dabei verwende ich also das Konzept der <i>Identit\u00e4tspolitik<\/i> als positiven Begriff.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Folgenden m\u00f6chte ich auch deshalb diesen Vorgang am Beispiel der Emanzipation behinderter Menschen durch deren Identit\u00e4tspolitik beschreiben, die aber nur durch den Blick auf die lange Zeit ihrer Diskriminierung bis zur Vernichtung behinderter Menschen durch die faschistische Politik der Ausmerze verst\u00e4ndlich wird (Schmidt 1983; Becker 2020; Grams 2009; Grode 1987, 1994).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"angriffe-auf-das-recht-auf-leben\">Angriffe auf das Recht auf Leben<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der Jurist Karl Binding und der Psychiater Alfred Hoche machten im Jahre 1918 mit einem Buch Furore, in dem sie die T\u00f6tung behinderter und psychisch kranker Menschen forderten: \u201eDie Anstalten, die der Idiotenpflege dienen, werden anderen Zwecken entzogen; [&#8230;] es ist eine peinliche Vorstellung, da\u00df ganze Generationen von Pflegern neben diesen leeren Menschenh\u00fclsen dahinaltern\u201c (Binding\/Hoche 2018: 55). Beide schufen eine der Grundlagen f\u00fcr die industrielle Ermordung Behinderter und Kranker im deutschen Faschismus (Schepker 2022; Levi 2013). Binding und Hoche jedoch waren nicht der Ausgangspunkt f\u00fcr die Diskriminierung behinderter Menschen, sie waren nur eine weitere Etappe, der Faschismus ein furchtbarer H\u00f6hepunkt. Gleichwohl setzte sich die Ausgrenzung und Isolation fort. Einen mit Binding und Hoche durchaus vergleichbaren erneuten Vorsto\u00df in utilitaristischer Manier unternahm der australische Ethiker Peter Singer 70 Jahre sp\u00e4ter in den 1980er und 1990er Jahren: Er vertrat die Position, dass die Summe des Gl\u00fccks einer Familie ohne ein behindertes Kind gr\u00f6\u00dfer sei als mit einem. Ob dessen sei es eine Option, das behinderte Kind zu t\u00f6ten. \u201eSofern der Tod eines gesch\u00e4digten S\u00e4uglings zur Geburt eines anderen Kindes mit besseren Aussichten auf ein gl\u00fccklicheres Leben f\u00fchrt, ist die Gesamtsumme des Gl\u00fccks gr\u00f6\u00dfer, wenn der behinderte S\u00e4ugling get\u00f6tet wird\u201c (Singer 1984: 183). Besonders pointiert hat Singer seine Ansicht in einem gemeinsam mit Helga Kuhse verfassten Buch formuliert: \u201eWe think that some infants with severe disabilities should be killed.\u201c F\u00fcr die deutsche Ausgabe haben Autor und Autorin den Satz ein wenig relativiert: \u201eWir sind der Meinung, dass es unter bestimmten Umst\u00e4nden ethisch gerechtfertigt ist, das Leben mancher schwerstbehinderter Neugeborener zu beenden\u201c (Kuhse\/Singer 1993: 25).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auch in den Folgejahren erfolgen Angriffe auf das Lebensrecht behinderter Menschen: Der einer gewissen Affinit\u00e4t zu Singer nicht nur verd\u00e4chtige Reinhard Merkel schreibt in seiner Habilitationsschrift, dass der Schutz des Rechts auf das Leben mit dem Schutz des blo\u00dfen biologischen \u00dcberlebens verwechselt werden w\u00fcrde. Das Recht auf Leben wird von Merkel auf das Recht auf ein Leben mit der F\u00e4higkeit, Lebensinteressen zu haben, reduziert. Er h\u00e4lt deshalb im Jahre 2001 am Begriff des \u201eUnwerten Lebens\u201c fest. Der Wert eines Lebens k\u00f6nne nur nach seiner zu erwartenden Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t aus der Innenperspektive des \u201eleidenden\u201c Kindes heraus beurteilt werden. Aus dieser Sicht sei die T\u00f6tung schwerstbehinderter S\u00e4uglinge nicht nur geboten, sondern geradezu Pflicht. (Merkel 2001)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die dieser Position innewohnende Anma\u00dfung, die Innenperspektive des behinderten Kindes einnehmen zu k\u00f6nnen, ist evident. Die darin erkennbare T\u00f6tungsabsicht macht den Zynismus deutlich. Behinderten Menschen wird das Mensch-Sein abgesprochen. Sie werden zu Nicht-Menschen, zu Objekten erkl\u00e4rt, mit denen nach Gutd\u00fcnken verfahren werden darf. Die Kontinuit\u00e4t dieses Denkens zu NS-Traditionen ist deutlich.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die philosophische Debatte um den Begriff der <i>Person<\/i> kann hier nicht ausgebreitet werden. Ich verweise stattdessen auf den Nachweis von Wolfgang Jantzen, dass jeder biologische Mensch eine Person ist. Jeder Mensch besitzt als spezifisches Gattungsmerkmal die Eigenschaft Person zu sein. \u201ePerson ist damit jenes soziale Verh\u00e4ltnis, das den Menschen erst zum Menschen macht, und dessen Aberkennung f\u00fcr ihn t\u00f6dlich ist\u201c (Jantzen 1996: 45).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Angesichts dieser Gefahr \u2013 der Aberkennung ihres Rechtes auf Leben \u2013 formierten sich behinderte Menschen zunehmend als identit\u00e4tspolitische soziale Bewegung (Christoph 1983; Sierck 1985, 2013). Es bildete sich die \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c, den diffamierenden Begriff des Kr\u00fcppels aufgreifend, wird er zum Identifikationsbegriff. Eine soziale Kraft formierte sich.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Als Singer mit seinen Positionen an die \u00d6ffentlichkeit trat, lie\u00dfen es Menschen mit Behinderungen nicht mehr unwidersprochen zu, ihr Lebensrecht infrage zu stellen. Unter der Losung \u201eUnser Lebensrecht ist nicht diskutierbar!\u201c formierten sich Aktionsb\u00fcndnisse, die Vortr\u00e4ge Singers in Dortmund und in Marburg verhinderten (Siebert 1999). Mit der aktuellen Diskussion um Cancel Culture vergleichbar erfolgte der Aufschrei prompt (Anst\u00f6tz 1995). Die Meinungsfreiheit schien besonders jenen gef\u00e4hrdet, die mit den Positionen Singers \u00fcbereinstimmten, so der Sonderp\u00e4dagoge Christoph Anst\u00f6tz. Er \u201e[\u2026] hatte mit seiner Ethik-Grammatik (dass ein Kind sein Lebensrecht erst innerhalb der ersten Lebenswochen erwerben muss) nicht nur Feinde. Er verstand sich als Verfechter des Rationalen gegen die Gef\u00fchlsdramaturgie\u201c (Weirauch 2013: 197).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Irrationale Gef\u00fchlsdramaturgie sei demgegen\u00fcber \u2013 Anst\u00f6tz folgend \u2013 die vehemente Verteidigung des Selbstbestimmungsrechts und des Lebens behinderter Menschen, wie auch deren Angst um ihr Leben angesichts der historischen Erfahrungen im deutschen Faschismus und ihrer Erfahrungen angesichts der Ausgrenzungen und des weiterhin feststellbaren Utilitarismus. \u201eDas fast selbstverst\u00e4ndliche Verhindern von Kr\u00fcppel-Elend betrifft auch uns lebende Kr\u00fcppel. Ich lebe dennoch sehr intensiv und erschrecke bei dem Gedanken, dass es eine wachsende Bereitschaft gibt, so etwas wie mich von Anfang an zu verhindern [\u2026]\u201c (Christoph 1983: 35).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"behinderung-und-arbeit\">Behinderung und Arbeit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Franz Christoph, ein Exponent der \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c, deutet damit eine schreckliche Kontinuit\u00e4t des Umgangs mit behinderten Menschen an. Diese Kontinuit\u00e4t der Betrachtung einer Menschengruppe als unwert paart sich mit der utilitaristischen Haltung gegen\u00fcber behinderten Menschen auf dem Marktplatz, auf dem die Ware Arbeitskraft gehandelt wird. Wolfgang Jantzen (1974) kreierte hierf\u00fcr den zutreffenden Begriff der Arbeitskraft behinderter Menschen als <i>Arbeitskraft minderer G\u00fcte<\/i>. Die mit dem Label \u201ebehindert\u201c versehene Ich-AG handelt sich auf dem Markt nur schlecht unter den versch\u00e4rften Bedingungen des <i>homo oeconomicus<\/i> unter neoliberaler Pr\u00e4misse. (vgl. auch Brown 2015) Im Feld der <i>homini oeconomici<\/i> schwinden Wert und Ansehen, W\u00fcrde und Dignit\u00e4t mit dem Verlust der \u00f6konomischen Wertigkeit.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In diesem Dilemma bewegen sich behinderte Menschen und die \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c als identit\u00e4tspolitische soziale Bewegung, die zudem \u00e4u\u00dferst heterogen ist. Unter den Bedingungen der Verwertbarkeit der Ware Arbeitskraft werden Menschen an ihrem \u201eWert\u201c im Sinne ihrer Verwertbarkeit gemessen.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"inklusion-und-bildung\">Inklusion und Bildung<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">In diesem Spannungsfeld befinden sich die Interessen der betroffenen Menschen und ihren in der \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c organisierten politisch handelnden Teilen. Ihre berechtigten Forderungen nach Inklusion, nach gemeinsamer Beschulung behinderter und nichtbehinderter Kinder, der Aufl\u00f6sung isolierender Gro\u00dfeinrichtungen, nach Integration auch in den \u201eErsten Arbeitsmarkt\u201c steht bei letzterem in der Regel ein vulg\u00e4res Profitstreben entgegen, das sich darin Bahn bricht, ob sich die Besch\u00e4ftigung behinderter Menschen rentiert. Unternehmer*innen entrichten eher die vom Gesetzgeber geforderte Ausgleichsabgabe bei Nichtbesch\u00e4ftigung von Menschen mit Behinderungen, als sie nicht hinl\u00e4nglich rentabel zu besch\u00e4ftigen. \u201eDie magere Bilanz der Bu\u00dfgeldfestsetzungen nach \u00a7 238 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX ist daher nicht ein Zeichen daf\u00fcr, dass sich die Verfolgung der T\u00e4ter nicht lohnt, sondern ein Zeichen daf\u00fcr, dass kein politischer Wille an einer effektiven Verfolgung besteht\u201c (D\u00fcwell 2023).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nicht zuletzt ob dieser Einsch\u00e4tzung des ehemaligen Vorsitzenden Richters am Bundesarbeitsgericht kann als Gemeinplatz betrachtet werden, Behinderung als soziale Konstruktion aufzufassen. Deshalb definierte Jantzen bereits 1973 <i>Behinderung<\/i>. Sie k\u00f6nne<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201e[\u2026] nicht als naturw\u00fcchsig entstandenes Ph\u00e4nomen betrachtet werden. Sie wird sichtbar und damit als Behinderung erst existent, wenn Merkmale und Merkmalskomplexe eines Individuums aufgrund sozialer Interaktion und Kommunikation in Bezug gesetzt werden zu gesellschaftlichen Minimalvorstellungen \u00fcber individuelle und soziale F\u00e4higkeiten. Indem festgestellt wird, dass ein Individuum aufgrund seiner Merkmalsauspr\u00e4gung diesen Vorstellungen nicht entspricht, wird Behinderung offensichtlich, sie existiert als sozialer Gegenstand erst von diesem Augenblick an.\u201c (Jantzen [1973] 1987: 18)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Mehrere jahrzehntelang andauernde Auseinandersetzungen um Integration und Deinstitutionalisierung durch Eltern behinderter Kinder, durch die sich formierende politische Bewegung Behinderter selbst, durch engagierte Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen haben sp\u00e4testens nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 zu neuen gesellschaftlichen Formen des Lebens von und dadurch mit behinderten Menschen gef\u00fchrt. Damit einhergehend und mit dem Sichtbarwerden behinderter Menschen im Alltag hat sich der Begriff der <i>Inklusion<\/i> zu einer quasireligi\u00f6sen Metapher verwandelt. Fr\u00fcher bek\u00e4mpft, wird sie nun von den engagiertesten Vertreter*innen des Ausgrenzens Behinderter genutzt. Wer noch vor 40 Jahren von Integration sprach, wurde von der Mehrheit der in Psychiatrie, Heil- und Sonderp\u00e4dagogik Verantwortlichen zum \u201eGottseibeiuns\u201c erkl\u00e4rt. Heute hingegen wird die Inklusion von den hier genannten als sakrosankt erkl\u00e4rt. \u201eBehinderung beim Namen zu nennen, gilt hier bereits als Diskriminierung\u201c (Jantzen 2018: 7).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Inklusion, durch die UN-Behindertenrechtskonvention in den Status eines Menschenrechtes erhoben, wird anders als noch vor wenigen Jahrzehnten nicht mehr offen bek\u00e4mpft, stattdessen wird das Label <i>Inklusion<\/i> auch f\u00fcr subtile Be-Sonderung verwendet. So befinden sich viele F\u00f6rderschulen in privater Tr\u00e4gerschaft, h\u00e4ufig im Besitz der Kirchen oder von Sozialverb\u00e4nden und Stiftungen auf eintr\u00e4gliche Weise getragen. \u201eAlle Privatschulen finanzieren sich auch \u00fcber Pro-Kopf-Zuweisungen pro Kind. Die Inklusion behinderter Sch\u00fcler in allgemeine Schulen k\u00f6nnte den Exodus behinderter Kinder zur Folge haben und damit den Privatschulen durch eine Abstimmung mit den F\u00fc\u00dfen die finanzielle Grundlage entziehen\u201c (Wocken 2010: 25). Auch die Interessen der Lehrer*innenverb\u00e4nde sind eindeutig. Jene, die der Dreigliedrigkeit des Schulwesens das Wort reden, unterminieren die Integration behinderter Menschen in die Regelschule \u2013 zuv\u00f6rderst der Philologenverband. Sein Festhalten am Fortbestand des Gymnasiums sichert den sozialen Ausschluss spezifischer Gruppen behinderter Kinder und Jugendlicher. (Thielecke 2022; M\u00e4ngel 2010)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auf \u00e4u\u00dferst subtile Weise setzt sich jedoch eine Gegnerschaft zur Inklusion \u00fcber perfide Formen des Ableismus durch. Ableismus bezeichnet jene Form der Diskriminierung, bei der Menschen Benachteiligungen und Vorbehalten ausgesetzt sind, denen bestimmte F\u00e4higkeiten (<i>ability<\/i>) nicht zugetraut werden. (Campbell 2009; Aguayo-Krauthausen 2023) Auch aus diesem Grund darf Behinderung als soziale Konstruktion begriffen werden. (Jantzen 1987: 18) Die Betrachtung des N\u00e4chsten unter dem Gesichtspunkt normativ geltender F\u00e4higkeitsanspr\u00fcche bedeutet den Ausschluss all jener, die dem nicht gerecht werden k\u00f6nnen. Demnach sind Menschen nicht behindert, sondern werden an der Aneignung des sozialen Erbes gehindert, an der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben behindert. Im Zuge einer drastischen Bewertung des Ableismus bezeichnet ihn deshalb die Behindertenp\u00e4dagogin Simone Danz (2017: 286) gar als \u201eF\u00e4higkeitsfaschismus\u201c. Ungeachtet einer hier wenig differenzierten Verwendung des Faschismusbegriffs wird die tiefe Unmenschlichkeit des Ableismus erkennbar, der sozialen Ausschluss und Isolation bewirkt, wie auch die massenhafte Vernichtung menschlichen Lebens im deutschen Faschismus Heterogenit\u00e4t und Diversit\u00e4t vernichtete. (Boysen\/Friebel 2023)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Gleichwohl ist der Ableismus tief in die gesellschaftlichen Strukturen und ihre Institutionen eingewoben. Die Institution Schule basiert darauf und bewirkt zugleich einen Lernfaktor, der ableistisches Denken (und F\u00fchlen) zur zweiten Natur der Menschen werden l\u00e4sst. Die Institution Schule passt Kinder an die von ihr vorgegebenen F\u00e4higkeitsanforderungen an. Damit ist sie eine Institution des sozialen Ausschlusses.<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eIn der inklusiven P\u00e4dagogik ist die Anpassung der Schule an die Sch\u00fcler Programm. Der Sch\u00fcler ist gleichsam die Konstante, die Schule die Variable. Die Gegenreden aus dem Lager der separierenden P\u00e4dagogik folgen genau der entgegengesetzten Programmatik. Es gibt ein feststehendes System von Schulformen, in das die verschiedenen Sch\u00fcler einsortiert werden m\u00fcssen. F\u00fcr die \u201abegabungsgerechte&#8216; Schule werden die passenden Sch\u00fcler gesucht. Das System Schule steht unver\u00e4nderlich fest, die zu l\u00f6sende Aufgabe ist die Auswahl (\u201aSelektion\u2018) der richtigen Sch\u00fcler.\u201c (Wocken 2010: 26)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die deutsche Schule ist eine Schule der Aussonderung, zu der auch die vielen tausend Kinder geh\u00f6ren, die wegen nicht erbrachter Leistungen, was ihnen allein angelastet wird, aus ihren sozialen Bezugsgruppen herausgerissen werden, wenn sie ein Schuljahr in einer neuen Schulklasse wiederholen m\u00fcssen. Oder die Kinder, die j\u00e4hrlich aus dem gleichen Grund \u201eabgeschult\u201c und \u201eniedriger\u201c eingestuft werden. Sie m\u00fcssen in eine andere Schulform wechseln. Dies sind zumeist die Kinder, die wegen ihrer sozialen Lage ohnehin schwierigere Ausgangsbedingungen zu verkraften haben.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Inklusion aber bedeutet den radikalen Abschied von der bisherigen P\u00e4dagogik der Aussonderung. Inklusion verlangt als reale Utopie daher den Abschied von jeder Form des Ableismus. Inklusion bedeutet auch und gerade die Begr\u00fcndung gemeinsamen Lernens in wechselseitiger Infragestellung aller im Lernprozess Handelnden. In der Konsequenz bedeutet dies eine P\u00e4dagogik der Befreiung, wie der brasilianische P\u00e4dagoge Paulo Freire (1979; 1980) sie beschrieb. Er pl\u00e4diert f\u00fcr eine P\u00e4dagogik des Dialogs, der gleichberechtigten Begegnung von Menschen. Weil Dialog diese Form der gleichberechtigten Begegnung zwischen Menschen ist, die die Welt benennen, darf keine Situation entstehen, in der einige Menschen auf Kosten anderer die Welt benennen. Der Dialog entgleist, wenn er zu einem Instrument zur Beherrschung von Menschen wird. Der Dialog zielt auf die Beherrschung der Welt durch die im Dialog Befindlichen (Freire 1979). Nur auf diese Weise hilft die p\u00e4dagogische Praxis dem Menschen bei der Herausbildung seiner Identit\u00e4t. Im Zentrum einer inklusiven P\u00e4dagogik steht ein v\u00f6lliges Neudenken von Didaktik, ist doch die gegenw\u00e4rtige Praxis gepr\u00e4gt von dem sie beherrschenden Erzieher, der das Subjekt des Prozesses ist. Das f\u00fchrt bei den zu Erziehenden zum Objektstatus und zur mechanischen Memorierung des erz\u00e4hlten Inhalts, den sie einem Gef\u00e4\u00df gleich aufgenommen haben. Je f\u00fcgsamer sich die Gef\u00e4\u00dfe f\u00fcllen lassen, desto besser werden sie bewertet. Dies ist eine Ursache f\u00fcr die h\u00e4ufige Ineffizienz nachhaltigen Lernens in der Schule. Als eine Grundvoraussetzung f\u00fcr diese P\u00e4dagogik h\u00e4lt Georg Feuser fest: \u201eDer selbst von Lehrern in Integrationsklassen kaum zu vollziehende Sprung ins kalte Wasser ist es, den Unterricht ausgehend von dem Sch\u00fcler mit dem niedrigsten Entwicklungsniveau zu planen, d.h. ihn f\u00fcr diesen zu planen und dann bis in die Bereiche seiner wissenschaftlichen Fassung hinein auszudifferenzieren\u201c (Feuser 1989: 40). Feuser deutet damit die enorme Differenziertheit einer inklusiven Didaktik an, deren Ziel es ist, allen Lernenden zu erm\u00f6glichen, auf ihrem jeweils h\u00f6chsten Entwicklungsniveau an einem gemeinsamen Gegenstand zu lernen (M\u00fcller 2018; Kornmann 2022).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine solche Vorgehensweise w\u00fcrde bedeuten, die Ausgeschlossenen nicht in das alte System einzuschlie\u00dfen, sondern sie als Gleiche partizipieren zu lassen. Damit w\u00e4re ein Ziel der Inklusion nicht die Inklusion selbst, sondern die Transformation der Bildungsinstitutionen, in denen Bildung \u2013 Wolfgang Klafki zufolge \u2013 als ein Prozess verstanden wird, der auf Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarisierungsf\u00e4higkeit zielt. Bildung ereignet sich dann im Medium des Allgemeinen und gruppiert sich um die lebensbedeutsamen \u201eSchl\u00fcsselthemen\u201c menschlichen Lebens, wie Liebe und Sexualit\u00e4t, Krieg und Frieden, Technikentwicklung und ihre Folgen, Erhaltung der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen der Menschen oder ihre Zerst\u00f6rung. Alle diese Fragen sind f\u00fcr Lernende jeden Alters und Entwicklungsstandes prinzipiell zug\u00e4nglich, wenn ihren je spezifischen Entwicklungsbesonderheiten und individuellen Voraussetzungen entsprochen wird. (Manske\/Obuchova 2004)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Entsprechend ist Bildung die Entwicklung auf h\u00f6heres Niveau und auf h\u00f6herem Niveau, (Klafki 1991) ist Bildung die Aneignung der Welt. Das findet auf allen individuellen Entwicklungsebenen statt, auf der des S\u00e4uglings wie der forschender Intellektueller. Jeder Entwicklungsebene gemeinsam ist jedoch, dass sie der Entwicklung auf ein n\u00e4chstes Niveau bedarf. An der Entwicklung dauerhaft gehindert zu werden, l\u00f6st tiefste Krisen aus. Die Aneignung der Welt als psychischer Prozess erfordert auf jeder Entwicklungsstufe gleicherma\u00dfen Energie und Ausdauer und ist deshalb in h\u00f6chstem Ma\u00dfe zu achten. Lernentwicklungsstufen zu missachten, ist ob dessen t\u00f6richt, aber ableistische Praxis. F\u00fcr eine erfolgreiche p\u00e4dagogische und Bildungspraxis ist Ableismus kontraproduktiv. Er diffamiert die Lernenden und l\u00f6st das Gef\u00fchl der Unf\u00e4higkeit aus. Gleichwohl wirkt der Ableismus wie die Last des Sisyphos: Die Emotionen als die niedrigsten, \u00e4ltesten und prim\u00e4ren Systeme, zugleich aber als die h\u00f6chsten und am sp\u00e4testen entwickelten, in ihrer Ausbildung nur dem Menschen eigenen Systeme, \u00f6ffnen und schlie\u00dfen sein Gehirn. (Jantzen 2020; Vygotskij 2001) Sozialer Ausschluss, Isolation, Diffamierung, jede Form der Dem\u00fctigung und Angst f\u00fchren zu Emotionen, die eine \u00d6ffnung des Gehirns f\u00fcr Neues erschweren. Diese \u00d6ffnung aber ist unerl\u00e4sslich, um den Lernenden die Sache zu erschlie\u00dfen und die Sache den Lernenden. (Klafki 1964)<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"fazit\">Fazit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Es konnte nachgewiesen werden, wie stark behinderte Menschen in ihren Bildungsprozessen behindert werden oder auch, dass sie behindert sind, weil sie behindert werden. Mit der Herausbildung einer identit\u00e4tspolitischen Bewegung behinderter Menschen \u2013 der \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c \u2013 erfolgte erstmals eine kollektive Emanzipationsinitiative. Dieser selbstbewusste Befreiungsakt wurde unterst\u00fctzt durch die Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention, durch vielf\u00e4ltige Initiativen im Bildungs- und Wissenschaftsbetrieb, gleichzeitig aber auch torpediert durch menschenverachtende Positionen, wie sie sich in den Publikationen von Singer, Anst\u00f6tz und Kuhse manifestierten, aber auch in der \u201eBioethikkonvention\u201c, die medizinische Forschung an nichteinwilligungsf\u00e4higen Menschen vorsah (K\u00f6bsell 1999). Derartige Tendenzen setzen sich angesichts der Debatte um die Regelung der Triage fort, die behinderte Menschen benachteiligen k\u00f6nnte (Arnold 2023; Arnold et al. 2022).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die identit\u00e4tspolitischen Auseinandersetzungen behinderter Menschen, die von Frauen, von Menschen mit internationaler Geschichte, von Muslimen, Menschen differenzierten Geschlechts, solchen verschiedener sexueller Orientierungen und anderen Gruppen mehr haben alle das Bestreben gemeinsam, ihren gesellschaftlichen Ausschluss, ihre Marginalisierung zu beenden und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu k\u00f6nnen. Die Formierung als identit\u00e4tspolitische Emanzipationsbewegung setzt ein politisches Klima voraus, in dem die Unterdr\u00fcckung der je betroffenen Gruppe aufh\u00f6rt hegemonial zu sein. Die Gruppe kann sich bei noch vorhandener r\u00fcckw\u00e4rtsgewandter Gegenwehr \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern. Die Geschichte der Frauenbewegung belegt dies eindrucksvoll. Ebenso die \u00dcberschneidungen verschiedener identit\u00e4tspolitischer sozialer Bewegungen, wie die der Frauen- und der \u201eKr\u00fcppelbewegung\u201c, als behinderte Frauen eindrucksvoll und selbstbewusst ihre gesellschaftliche Dysfunktionalit\u00e4t beschrieben.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a> (Boll\/Eckert 1986)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Emanzipationsprozesse marginalisierter gesellschaftlicher Gruppen dienen zugleich einer \u00fcber die Gruppe hinausgehenden Humanisierung der Gesellschaft. Ihre \u201eIntegration\u201c bedeutet, dass der Anteil der Menschen w\u00e4chst, die teilhaben k\u00f6nnen und wollen und dass der Anteil der Menschen w\u00e4chst, die ihre Interessen selbstbewusst \u00e4u\u00dfern. In dem Ma\u00dfe, in dem dies gelingt, w\u00e4chst zugleich das Konfliktpotenzial einer Gesellschaft, was zu begr\u00fc\u00dfen ist, da nun Konflikte um soziale und \u00f6konomische Ressourcen ausgehandelt werden k\u00f6nnen, was zum Abbau sozialer Privilegien f\u00fchren kann. Im Gefolge dessen werden kulturelle Dominanzverh\u00e4ltnisse und Deutungshoheiten neu ausgehandelt. Der Erfolg einer solchen Strategie kann an einer Reihe deutscher Gro\u00dfst\u00e4dte beobachtet werden. Dort wird, anders als in l\u00e4ndlichen Regionen besonders im Ostteil der Republik, in wenigen Jahren die Anzahl der Kinder mit internationaler Geschichte dominieren. Wo in Ermangelung von Menschen mit internationalem Hintergrund kein Aushandlungsprozess m\u00f6glich ist, sind die Ressentiments ungleich gr\u00f6\u00dfer als dies etwa in Bremen, Berlin und Hamburg der Fall ist. (El-Mafaalani 2019) Vergleichbare Prozesse sind in inklusiven Schulen zu beobachten: Seitens der behinderten Sch\u00fcler*innen wachsen Zuversicht und Selbstbewusstsein, auf der Seite der nichtbehinderten Kinder und Jugendlichen werden Vorurteile abgebaut, Solidarit\u00e4t und Zugewandtheit wachsen (Vaudlet 2001). Die Herstellung gemeinsamer Lebens- und Lernumfelder dient der Erweiterung der Entwicklungsm\u00f6glichkeiten aller.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In diesem Sinne bieten solche identit\u00e4tspolitischen Bewegungen, die nicht auf Abspaltung beharren, sondern f\u00fcr eine inklusive Gemeinschaft einstehen, einen bedeutsamen Beitrag f\u00fcr den Demokratisierungsprozess einer Gesellschaft. Die Bearbeitung und der Kampf um die L\u00f6sung sozialer Fragen \u2013 wie Klasseninteressen \u2013 sind von eminenter Bedeutung f\u00fcr alle Menschen. Die sich hier entwickelnde Solidarit\u00e4t darf sich nicht auf die Solidarit\u00e4t unter Gleichen beschr\u00e4nken. Ziel einer sich dergestalt entwickelnden Kultur ist gerade die Solidarit\u00e4t mit den Menschen, mit denen man nicht das Milieu, das Geschlecht oder die Hautfarbe teilt. Solidarit\u00e4t kann auf einem ethischen Verst\u00e4ndnis gr\u00fcnden, das Rassismus und Dominanz gegen\u00fcber anderen Menschen eine Absage erteilt. (Susemichel\/Kastner 2022: 37)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ein Disput \u00fcber die Relevanz der Klassenauseinandersetzung, um die Soziale Frage versus \u2013 anderen \u2013 Identit\u00e4tspolitiken, ist ob dessen obsolet: Identit\u00e4tspolitik dient dem Humanisierungs- und Demokratisierungsprozess einer Gesellschaft, wenn sie der Emanzipation derer dient, die ihre je spezifischen sozialen und kulturellen Interessen vertreten. Identit\u00e4re Politik in einem r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten nationalistischen Interesse hingegen dient immer dem Zweck, von emanzipatorischen Bestrebungen der Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen abzulenken, wie dies die behindertenfeindlichen und ausgrenzenden Aussagen aus den Reihen Rechtsextremer belegen.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Dr. <\/strong><strong class=\"western\">Wolfram Grams<\/strong> ist Oberstudiendirektor a. D. Er hat Sozialp\u00e4dagogik, Politik und Philosophie in Hildesheim, Hannover und Marburg studiert und bei Reinhard K\u00fchnl mit einer Arbeit zur Kontinuit\u00e4t nazistischer Eliten im Bildungswesen von BRD und DDR promoviert. Er war langj\u00e4hrig als Lehrbeauftragter an Hochschulen, in der \u00f6ffentlichen Verwaltung und in der gewerkschaftlichen Arbeit. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4ge zur Allgemeinen P\u00e4dagogik, Sozialarbeit, Schule und Bildungspolitik. Langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit als Direktor beruflicher Schulen mit dem Schwerpunkt Sozialp\u00e4dagogik. Grams ist stellvertretender Vorsitzender der Humanistischen Union und Mitglied der Redaktion der <b>vor<\/b>g\u00e4nge.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\"><em>Aguayo-Krauthausen, Ra\u00fal<\/em> 2023: Wer Inklusion will, findet einen Weg. Wer sie nicht will, findet Ausreden, Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Anst\u00f6tz, Christoph<\/em> (Hrsg.) 1995: Peter Singer in Deutschland. Zur Gef\u00e4hrdung der Diskussionsfreiheit in der Wissenschaft; eine kommentierte Dokumentation, Frankfurt am Main\/Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arnold, J\u00f6rg<\/em> 2023: Endstation \u201eTriage\u201c bei Menschen mit Behinderungen? In: <em>Zeitschrift f\u00fcr Disability Studies ZDS<\/em>, H. 1, S. 1\u201317.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arnold, J\u00f6rg et al.<\/em> 2022: Endstation Triage? Gefahren der Priorisierung f\u00fcr die Menschenrechte, in: <em>vorg\u00e4nge. Zeitschrift f\u00fcr B\u00fcrgerrechte und Gesellschaftspolitik<\/em>, Nr. 237\/238 = Jg. 61, H. 1-2, S. 183\u2013188.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Auernheimer, Georg<\/em> 2020a: Identit\u00e4t in der Ideologie der Neuen Rechten, in: <em>Forum Wissenschaft<\/em>, Jg. 37, H. 4, S. 57\u201361.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Auernheimer, Georg<\/em> 2020b: Identit\u00e4t und Identit\u00e4tspolitik, K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Bauer, Alfredo<\/em> 2012: Die Vorg\u00e4nger. Romanzyklus, Wien.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Becher, Johannes R.<\/em> 1977: Abschied, Leipzig.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Becker, Heinz<\/em> 2020: Die gro\u00dfe Welt und die kleine Paula. Eine Geschichte der Behinderung.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Binding, Karl\/Hoche, Alfred<\/em> (Hrsg.) 2018: Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Ma\u00df und ihre Form. Zweite Auflage, Leipzig.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Boll, Silke\/Eckert, Barbara<\/em> (Hrsg.) 1986: Geschlecht: behindert, besonderes Merkmal: Frau. Ein Buch von behinderten Frauen. 2. Auflage, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Boysen, Wibke\/Friebel, Harry<\/em> 2023: Gas und Gift, in: <em>Der Freitag<\/em> vom 27.07.2023, S. 11.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Bregman, Rutger<\/em> 2020: Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit, 4. Auflage, Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Brown, Wendy<\/em> 2015: Die schleichende Revolution. Wie der Neoliberalismus die Demokratie zerst\u00f6rt, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Campbell, Fiona Kumari<\/em> 2009: Contours of ableism. The production of disability and abledness, Basingstoke.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Christoph, Franz<\/em> 1983: Kr\u00fcppelschl\u00e4ge. Gegen die Gewalt der Menschlichkeit, Reinbek.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Danz, Simone<\/em> 2017: Menschenw\u00fcrde &#8211; Menschenrecht \u2013 Ableismus, in: <em>Behindertenp\u00e4dagogik<\/em>, Jg. 56; H. 3, S. 283\u2013292.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>D\u00fcwell, Franz Josef<\/em> 2023: Schriftliche Stellungnahme zur \u00f6ffentlichen Anh\u00f6rung von Sachverst\u00e4ndigen in Berlin am 27. M\u00e4rz 2023 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung, Entwurf eines Gesetzes zur F\u00f6rderung eines inklusiven Arbeitsmarkts 20\/5664. Ausschussdrucksache 20(11)320. Hrsg. v. Deutscher Bundestag. Deutscher Bundestag, Ausschuss f\u00fcr Arbeit und Soziales, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>El-Mafaalani, Aladin<\/em> 2019: Alle an einen Tisch. Zwischen Teilhabe und Diskriminierung, in: <em>Aus Politik und Zeitgeschichte,<\/em> H. 9-11, S. 41\u201345.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Feuser, Georg <\/em>1989: Allgemeine integrative P\u00e4dagogik und entwicklungslogische Didaktik, in: <em>Behindertenp\u00e4dagogik<\/em>, Jg. 28, H. 1, S. 4\u201348.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Foucault, Michel <\/em>2014: Die Geburt der Biopolitik. Vorlesung am Coll\u00e8ge de France, 1978 &#8211; 1979, 3. Auflage, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Freire, Paulo<\/em> 1979: P\u00e4dagogik der Unterdr\u00fcckten. Bildung als Praxis der Freiheit, Reinbek.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Grams, Florian<\/em> 2009: Vom Erbgesundheitsgericht \u00fcber die Tiergartenstra\u00dfe zu Peter Singer; Eine nicht mehr unwidersprochene Entwicklung. Die bundesdeutsche Eugenikdebatte im Spiegel der Kr\u00fcppelbewegung, in: Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): <em>Justiz und Erbgesundheit. Zwangssterilisation, Stigmatisierung, Entrechtung: \u201eDas Gesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses\u201c in der Rechtsprechung der Erbgesundheitsgerichte 1934-1945 und seine Folgen f\u00fcr die Betroffenen bis in die Gegenwart<\/em>. Unter Mitarbeit von Helia-Verena Daubach. Recklinghausen: Justizakademie des Landes NRW, S. 161\u2013171.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Grode, Walter<\/em> 1987: Die \u201eSonderbehandlung 14f13\u201c in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches. Ein Beitrag zur Dynamik faschistischer Vernichtungspolitik. Zugl.: Hannover, Univ., Diss., 1986. Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Grode, Walter<\/em> 1994: Nationalsozialistische Moderne. Rassenideologische Modernisierung durch Abtrennung und Zerst\u00f6rung gesellschaftlicher Peripherien, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hobsbawm, Eric J.<\/em> 1998: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, 5. Auflage, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Jantzen, Wolfgang<\/em> 1974: Sozialisation und Behinderung. Studien zu sozialwissenschaftlichen Grundfragen der Behindertenp\u00e4dagogik, Gie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Jantzen, Wolfgang<\/em> 1987: Allgemeine Behindertenp\u00e4dagogik, Bd. 1: Sozialwissenschaftliche und psychologische Grundlagen, Weinheim.<\/p>\n<p align=\"justify\">Jantzen, Wolfgang 1996: A Down\u2019s is a person! Zum Verh\u00e4ltnis von Allgemeinem und Differenz in Philosophie und P\u00e4dagogik, in: <em>Vierteljahresschrift f\u00fcr Heilp\u00e4dagogik und ihre Nachbargebiete (VHN)<\/em>, Jg. 35, H. 1, S. 32\u201346.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Jantzen, Wolfgang<\/em> 2018: Inklusion und Dekolonisierung als Prinzipien jeglicher P\u00e4dagogik. P\u00e4dagogik bei Geistiger Behinderung \u2013 Professionalit\u00e4t und Professionalisierung im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit. 40. Konferenz der Lehrenden der Geistigbehindertenp\u00e4dagogik an wissenschaftlichen Hochschulen in deutschsprachigen L\u00e4ndern. Universit\u00e4t Rostock. Rostock, 31.05.2018.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Jantzen, Wolfgang<\/em> 2020: Seele, Sinn und Emotionen. Essays zu Grundfragen der Humanwissenschaften, Gie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Junger, Sebastian<\/em> 2017: Tribe. Das verlorene Wissen um Gemeinschaft und Menschlichkeit, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Klafki, Wolfgang<\/em> 1964: Das p\u00e4dagogische Problem des Elementaren und die Theorie der kategorialen Bildung. 3.\/4. Auflage, Weinheim\/Bergstr.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Klafki, Wolfgang<\/em> 1991: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik, Weinheim.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>K\u00f6bsell, Swantje<\/em> 1999: Mogelpackung &#8211; die \u201aBioethik-Konvention\u2018 des Europarates und ihre Bedeutung f\u00fcr Menschen mit Behinderungen, in: <em>Behindertenp\u00e4dagogik<\/em>, Jg. 38, H. 1, S. 85\u201396.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Kornmann, Reimer<\/em> 2022: \u201eEine Schule f\u00fcr Alle\u201c, in: Grams, Florian\/Hoffmann, Ilka (Hrsg.): <em>\u201eSich vor niemandem b\u00fccken \u2013 h\u00f6chstens um ihm aufzuhelfen\u201c. Zum Gedenken an Wolfgang Jantzen,<\/em>\u00a0Berlin, S. 39\u201353.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Kuhse, Helga\/Singer, Peter<\/em> 1993: Mu\u00df dieses Kind am Leben bleiben? Das Problem schwerstgesch\u00e4digter Neugeborener. Von der Autorin und dem Autor \u00fcberarbeitete und erweiterte deutsche Ausgabe, Erlangen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Leggewie, Claus<\/em> 1999: Die multikulturelle Gesellschaft. \u201eKulturele Vielfalt statt kulturelle Einfalt\u201c, in: Pongs, Armin (Hrsg.): <em>In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? Gesellschaftskonzepte im Vergleich<\/em>, M\u00fcnchen, S. 147\u2013167.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Levi, Primo<\/em> 2013: Ist das ein Mensch? Ein autobiographischer Bericht, 4. Auflage, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>M\u00e4ngel, Annett<\/em> 2010: St\u00e4ndische Schule. Fortw\u00e4hrende Ungleichheit durch das gegliederte Schulsystem, in: M\u00fcller-Heidelberg, Till et al. (Hrsg.): <em>Grundrechte-Report 2010<\/em>, Frankfurt am Main, S. 73\u201377.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Manske, Christel\/Obuchova, Ludmilla Filipovna<\/em> 2004: Entwicklungsorientierter Lese- und Schreibunterricht f\u00fcr alle Kinder. Die nichtlineare Didaktik nach Vygotskij. Weinheim\/Basel.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Marx, Karl; Engels, Friedrich<\/em> 1973 [1845\/46]: Werke, Bd. 3., 4. Auflage, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Merkel, Reinhard<\/em> 2001: Fr\u00fcheuthanasie. Rechtsethische und strafrechtliche Grundlagen \u00e4rztlicher Entscheidungen \u00fcber Leben und Tod in der Neonatalmedizin. Zugl.: Frankfurt (Main), Univ., Habil.-Schr., 1997, Baden-Baden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>M\u00fcller, Frank J.<\/em> 2018: Blick zur\u00fcck nach vorn &#8211; WegbereiterInnen der Inklusion. Unter Mitarbeit von Hans Eberwein, Wolfgang Jantzen, Reimer Kornmann, Rainer Maikowski, Ulf Preuss-Lausitz, Helmut Reiser et al., Gie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Prengel, Annedore<\/em> 2018: P\u00e4dagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in Interkultureller, Feministischer und Integrativer P\u00e4dagogik. 4. Auflage, Wiesbaden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rousseau, Jean-Jaques<\/em> 1978 [1762]: Der Gesellschaftsvertrag, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>S\u00e4nger, Lars<\/em> 2023: Faktencheck: H\u00f6cke und die \u201eGleichschaltung\u201c der Bildungspolitik, in: Mitteldeutscher Rundfunk vom 09.08.2023. Online verf\u00fcgbar unter: <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mdr-thueringen-journal\/mdr-thueringen-sommerinterviews-2023-bjoern-hoecke-afd\/mdr-fernsehen\/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MS80MDk4NDYtMzkwMjgz\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mdr-thueringen-journal\/mdr-thueringen-sommerinterviews-2023-bjoern-hoecke-afd\/mdr-fernsehen\/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MS80MDk4NDYtMzkwMjgz<\/a> (zuletzt gepr\u00fcft am 29.08.2023).<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schepker, Klaus <\/em>2022: Euthanasie &#8211; Kinder- und Jugendpsychiatrie in der NS-Zeit &#8211; gegen das Vergessen, aus der Geschichte lernen, in: Die Verb\u00e4nde im Kontaktgespr\u00e4ch Psychiatrie (Hrsg.): <em>Gegen das Vergessen \u2013 Aus der Geschichte lernen. Dokumentation der Begleitveranstaltung zum Gedenken an die Dokumentation der Begleitveranstaltung zum Gedenken an die Opfer von Patientenmorden und Zwangssterilisation zur Zeit des Nationalsozialismus vom 02.09.2022 in Berlin<\/em>. Unter Mitarbeit von J\u00f6rg Holke. Berlin, 02.09.2022, S. 14\u201322.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schmidt, Gerhard <\/em>1983: Selektion in der Heilanstalt. 1939 \u2013 1945, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Siebert, Annerose<\/em> 1999: Wahn der Vollkommenheit? Bioethikkonvention, Euthanasie und Menschenbild, M\u00fcnster.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sierck, Udo<\/em> 1985: Das Risiko, nichtbehinderte Eltern zu bekommen, in: <em>Behindertenp\u00e4dagogik<\/em>, Jg. 24, H. 3, S. 310\u2013316.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sierck, Udo <\/em>2013: Budenzauber Inklusion. Unter Mitarbeit von Nati Radtke, Neu-Ulm.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Singer, Peter<\/em> 1984: Praktische Ethik. Stuttgart.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Susemichel, Lea\/Kastner, Jens<\/em> 2022: Linke Identit\u00e4tspolitiken, in: <em>Forum Wissenschaft,<\/em> Jg. 39, H. 1, S. 35\u201339.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Thielecke, Astrid<\/em> 2022: Berufswunsch: \u201e\u2026 irgendwas mit Kindern\u201c? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr das gymnasiale Lehramt, in: <em>Gymnasium in Niedersachsen, Zeitschrift des Philologenverbandes<\/em>, H. 9, S. 10\u201311.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Vaudlet, Werner <\/em>(Hrsg.) 2001: Das gro\u00dfe Nashornbuch, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Vygotskij, Lev Semjenovic<\/em> 2001: Das Problem des geistigen Zur\u00fcckbleibens, in: Jantzen, Wolfgang (Hrsg.): <em>Jeder Mensch kann lernen. Perspektiven einer kulturhistorischen (Behinderten-)P\u00e4dagogik<\/em>, Neuwied, S. 135\u2013163.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Weirauch, Angelika<\/em> 2013: \u00dcber die Lebenskunst. Frauen mit Behinderungen gestalten ihr Leben. Dresden, Technische Universit\u00e4t Dresden, Diss., 2013. S\u00e4chsische Landesbibliothek- Staats- und Universitaetsbibliothek Dresden, Dresden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Wocken, Hans <\/em>2010: \u00dcber Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, H. 24, S. 25\u201331.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen:<\/span><\/h3>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a>Vgl. auch zur Intersektionalit\u00e4t den Beitrag von Philip Dingeldey in diesem Heft.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a>Deutschlandfunk am 13.08.2023, Nach H\u00f6cke-\u00c4u\u00dferungen zu Inklusion &#8211; AfD-Haltung zu Menschen mit Behinderungen in Schulen l\u00f6st weitere Besorgnis aus (deutschlandfunk.de), Stand: 26.02.2024<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[5,47],"tags":[3076,3075,653,3540,3528,3072,3077,3575,3300,680,3576,681,667],"autoren":[1488],"publikationen":[3527],"class_list":["post-19344","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-bildung","category-lebensweisen-pluralismus","tag-ableismus","tag-behinderung","tag-bildung","tag-identitaet","tag-identitaetspolitik","tag-inklusion","tag-kapitalismus","tag-menschen-mit-behinderung","tag-neoliberalismus","tag-pluralismus","tag-recht-auf-bildung","tag-rechtspolitik","tag-vorgaenge-artikel","autoren-wolfram-grams","publikationen-vorg-244"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Dass Identit\u00e4tspolitik nicht nur Abspaltung voneinander oder Fanatismus bedeutet, sondern auch zur Emanzipation dienen kann, zeigt Wolfram Grams in seinem Beitrag. Er beleuchtet die (inzwischen identit\u00e4tspolitisch gewendeten) Prinzipien der Inklusion und der Identit\u00e4t in Bezug auf Bildungsprozesse in Deutschland. Dabei konzentriert er sich auf das Beispiel der Emanzipation behinderter Menschen und beschreibt deren Identit\u00e4tspolitik und [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-20T14:04:49+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"28\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/publikation\\\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/publikation\\\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\\\/\",\"name\":\"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2024-05-24T11:03:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-20T14:04:49+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/publikation\\\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/publikation\\\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/publikation\\\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 244: Identit\u00e4tspolitik zwischen Selbstbestimmung und Abspaltung\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-244\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union","og_description":"Dass Identit\u00e4tspolitik nicht nur Abspaltung voneinander oder Fanatismus bedeutet, sondern auch zur Emanzipation dienen kann, zeigt Wolfram Grams in seinem Beitrag. Er beleuchtet die (inzwischen identit\u00e4tspolitisch gewendeten) Prinzipien der Inklusion und der Identit\u00e4t in Bezug auf Bildungsprozesse in Deutschland. Dabei konzentriert er sich auf das Beispiel der Emanzipation behinderter Menschen und beschreibt deren Identit\u00e4tspolitik und [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2026-03-20T14:04:49+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"28\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/","name":"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"2024-05-24T11:03:00+00:00","dateModified":"2026-03-20T14:04:49+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/publikation\/inklusion-bildung-identitaet-inklusive-bildungsprozesse-als-werkzeug-zur-herausbildung-einer-menschlichen-identitaet\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 244: Identit\u00e4tspolitik zwischen Selbstbestimmung und Abspaltung","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-244\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Inklusion \u2013 Bildung \u2013 Identit\u00e4t: Inklusive Bildungsprozesse als Werkzeug zur Herausbildung einer menschlichen Identit\u00e4t"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation\/19344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media?parent=19344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories?post=19344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/tags?post=19344"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/autoren?post=19344"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikationen?post=19344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}