{"id":20182,"date":"2025-09-17T12:26:40","date_gmt":"2025-09-17T10:26:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=20182"},"modified":"2025-09-17T12:26:40","modified_gmt":"2025-09-17T10:26:40","slug":"deutsch-deutsche-blicke-auf-den-faschismus-zwischen-erkenntnis-und-abwehrender-geschichtspolitik","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-250\/publikation\/deutsch-deutsche-blicke-auf-den-faschismus-zwischen-erkenntnis-und-abwehrender-geschichtspolitik\/","title":{"rendered":"Deutsch-deutsche Blicke auf den Faschismus zwischen Erkenntnis und abwehrender Geschichtspolitik"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-absatz-ohne-western\">2025 begingen die Deutschen den Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zum 34. Mal gemeinsam. Der R\u00fcckblick auf die gemeinsame deutsche Geschichte jedoch erfolgte geteilt. In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der jungen DDR galt der 8. Mai von Anbeginn als Tag der Befreiung. Er wurde als Feiertag begangen. (Hurrelbrink 2006; Rahr\/Sergijenko 2020) Die westdeutsche Republik ben\u00f6tigte 40 Jahre, bis sie nicht umhinkam, diesen Tag ebenfalls als Tag der Befreiung zu deklarieren. Als Katalysator wirkte die Rede des Bundespr\u00e4sidenten Richard von Weizs\u00e4cker im Bundestag. Drei Jahrzehnte nach Weizs\u00e4ckers Rede jedoch bezeichnet ein Spitzenfunktion\u00e4r einer im Bundestag vertretenen rechtsextremen Partei den Hitlerfaschismus als \u201eVogelschiss der Geschichte\u201c und schwadroniert vom Stolz auf die Soldaten der Wehrmacht. Der F\u00fchrer des v\u00f6lkischen Fl\u00fcgels seiner Partei tut es ihm vielfach nach, und die Vorsitzende dieser Partei erkl\u00e4rt Hitler zum Kommunisten. (Ratzsch et al. 2025).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"kontinuitaeten-und-diskontinuitaeten\">Konti&shy;nu&shy;i&shy;t&auml;ten und Diskon&shy;ti&shy;nu&shy;i&shy;t&auml;ten<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Als Repr\u00e4sentanten Westdeutschlands seien die Sozialdemokraten Willy Brandt und Herbert Wehner genannt \u2013 der eine Heimkehrer aus dem schwedischen, der andere aus dem sowjetischen Exil. Es waren aber auch Heinrich L\u00fcbke und Hans Filbinger. Der eine forderte KZ-H\u00e4ftlinge als Arbeitssklaven an, (Wagner 2001) der andere sprach als \u201efurchtbarer Jurist\u201c noch 1945 Urteile als Marinerichter im Sinne des Nazi-Staates. (Haase 1996)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Repr\u00e4sentanten der DDR waren unter anderem Horst Sindermann, der die Konzentrationslager Mauthausen und Sachsenhausen \u00fcberlebte (P\u00e4tzold et al. 2000) und dem die Wortkreation des \u201eantifaschistischen Schutzwalls\u201c nachgesagt wird, sowie Klaus Gysi, der nach der Internierung in Frankreich untertauchen konnte, um w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges f\u00fcr die KPD in den antifaschistischen Widerstand nach Deutschland zu gehen \u2013 und sich angesichts seiner j\u00fcdischen Biographie dabei besonderer Gefahren aussetzte. (K\u00f6nig 2005) Diese exemplarisch genannten Biografien sprechen f\u00fcr eine Besonderheit der \u00f6stlichen Republik: Sie repr\u00e4sentierte trotz politischer Widerspr\u00fcche das \u201eandere Deutschland\u201c. Und damit wirkte sie als Magnet f\u00fcr viele Menschen aus dem Exil: Stefan Heym, Ernst Bloch, Bertolt Brecht, aber auch Fred und Maxie Wander, die beide das ideologische Syndrom, das tief verwurzelte faschistische Denken in \u00d6sterreich, nicht ertrugen. (Wander 2009)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Es schien, als w\u00fcrde der Osten Deutschlands nach der Befreiung zum Sammelbecken f\u00fcr die Menschen aus Exil und Widerstand, der Westen hingegen zum Schonraum f\u00fcr ehemalige Nazis und Kriegsverbrecher. Tats\u00e4chlich aber standen h\u00fcben wie dr\u00fcben jene, die das Neue zu gestalten trachteten, vor einer Bev\u00f6lkerung, die nicht nur tief verstrickt war in den NS-Staat, sondern zugleich von dessen Rassismus, Antisemitismus und menschenverachtendem Weltbild gepr\u00e4gt war. Mit dieser Bev\u00f6lkerung war kein Staat zu machen, kein b\u00fcrgerlich-demokratischer und allemal kein sozialistischer. Gleichwohl war ohne sie auch kein Staat zu machen!<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Erhebliche Bedeutung kam deshalb den Funktions- und Machteliten zu, die zentrale gesellschaftliche Bereiche in den beiden neuen deutschen Staaten bestimmten und damit auch, auf welchen Traditionen das Neue aufgebaut wurde.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auf dem Gebiet der sp\u00e4teren DDR dominierten die politischen Kr\u00e4fte, die aus Widerstand und Exil zielgerichtet in den Osten Deutschlands gingen, wie Heym (1990) das in seiner Autobiographie mit den daran gekoppelten Widerspr\u00fcchen differenziert darlegt. In der britischen Zone wurde versucht, auf sozialdemokratische Kr\u00e4fte zur\u00fcckzugreifen. In der US-amerikanischen Zone kooperierte man mit den beiden gro\u00dfen Kirchen. Das sp\u00fclte auch besonders politisch Belastete wieder in hohe und h\u00f6chste Positionen. (Billstein 1984; Giefer\/Giefer 1991: 92ff.)<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"der-antifaschismus-war-vielfaeltig-und-doch-konsensual\">Der Antifa&shy;schismus war vielf&auml;ltig und doch konsensual<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die antifaschistischen Kr\u00e4fte rekurrierten in ihrem Geschichtsbild auf Positionen, wie sie in Widerstand und Exil entwickelt wurden. Diese allerdings waren \u2013 wie der Widerstand gegen den Hitlerfaschismus \u2013 heterogen. Politische Gruppierungen, die sich vor der Macht\u00fcbergabe an die NSDAP noch bek\u00e4mpften, waren ab Januar 1933 zur Kooperation gen\u00f6tigt und kultivierten ihre Solidarit\u00e4t sp\u00e4testens in den illegalen Lagerkomitees in den Konzentrationslagern (Adler 1960). Hier, wie auch im Exil und in der antifaschistischen Kulturszene, artikulierte sich indes eine spezifische Sicht auf den deutschen Faschismus und seine Ursachen, die Heinrich Mann ([1944-1946] 1975: 8) wie folgt zum Ausdruck brachte:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eIm Felde besiegt. [&#8230;] Das n\u00e4chste Mal werden wir besser r\u00fcsten, sprechen einige der neuesten deutschen Gefangenen. So aber Gott will, werden sie nichts zu r\u00fcsten haben. Keine R\u00fcstungsfabrikanten mehr, besonders nie nie wieder die Herrschaften, die sich die Industrie nannten. Hiermit beginnt die deutsche Erziehung, wenn nach Erziehung gefragt wird.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine solche Sichtweise, das Interesse des Kapitals als urs\u00e4chlich f\u00fcr Krieg und faschistische Herrschaft zu begreifen, durchzog den christlichen und den sozialdemokratischen Widerstand (SPD 1989), das westeurop\u00e4ische Exil (Oppenheimer 1984), den kommunistischen Widerstand (Dimitroff 1935), aber desgleichen den j\u00fcdischen Widerstand gegen die Naziherrschaft (Schoeps 1997).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diesen Konsens der antifaschistischen Kr\u00e4fte artikulierte Max Horkheimer ([1939] 1988: 308f.) mit den Worten: \u201eWer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.\u201c Hinter diese Position zur\u00fcckzufallen ben\u00f6tigte nach dem 8. Mai 1945 und dem bald einsetzenden Kalten Krieg Zeit und eine rechte Geschichtspolitik (Steinbach 2012). Noch 1947 war angesichts dieses breiten Konsenses die CDU gen\u00f6tigt, ihrem Wirtschaftsprogramm eine explizit antikapitalistische Diktion zu geben: \u201eDas kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden.\u201c (Zonenausschuss der CDU f\u00fcr die britische Zone 1947: 3)<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"der-konsens-des-widerstandes\">Der Konsens des Wider&shy;standes<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Mann und Horkheimer haben den Minimalkonsens zur Erkl\u00e4rung der Ursachen des deutschen Faschismus durch das andere Deutschland benannt. Demzufolge handelt es sich beim System des deutschen Faschismus um ein B\u00fcndnis und vielfach einen Kompromiss zwischen der NSDAP und den F\u00fchrungsschichten der deutschen Industrie, den Banken und den gesellschaftlichen Funktionseliten. Man stimmte \u00fcberein bei der Zerschlagung der Arbeiterbewegung und ihrer Organisationen, zur Einf\u00fchrung eines Systems der Reglementierung der Belegschaften in den Betrieben, kurz, einer Eliminierung der gesellschaftlichen Organisationen der arbeitenden Menschen. Das lag im vitalen Interesse der Kapitalseite.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die hierin erkennbare politische und wissenschaftliche Position fand sich bereits bei August Thalheimer ([1930] 1979) und Otto Bauer ([1936] 1979). Elemente dieses Denkens sind mit der von Georgi Dimitroff auf dem siebten Weltkongress der Kommunistischen Internationale 1935 vertretenen Analyse an mehreren Stellen kompatibel. Letztere sollte in der sp\u00e4teren DDR bestimmend werden f\u00fcr die Interpretation der Ursachen der faschistischen Herrschaft.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dimitroffs Rede wird zumeist als fr\u00fches Definitionsmerkmal des Faschismus im offiziellen Geschichtsbild der DDR betrachtet. Dabei wird seine Position aber auf die Aussage reduziert, der Faschismus an der Macht sei die \u201edie offene, terroristische Diktatur der reaktion\u00e4rsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals\u201c (Dimitroff 1935: 6f.). Jedoch warnt er auch eindringlich, man d\u00fcrfe sich \u201eden Machtantritt des Faschismus nicht so simpel [&#8230;] vorstellen, als ob irgendein Komitee des Finanzkapitals den Beschluss fa\u00dft, an diesem und diesem Tage die faschistische Diktatur aufzurichten\u201c (Dimitroff 1935: 9). Wie Thalheimer hebt er die Notwendigkeit einer faschistischen Massenbasis hervor, die erst die konkrete Umsetzung des Interesses der Kapitalseite m\u00f6glich mache. Allerdings bewertete Dimitroff die faschistische Massenbasis als weniger bedeutungsvoll und betonte prim\u00e4r das Kapitalinteresse an einer faschistischen Herrschaft. Den Gedanken der Bedeutung der Massenbasis verfolgt mit einer anders gelagerten Diktion auch Theodor W. Adorno, wenn er in seinen Studien zum autorit\u00e4ren Charakter von einer \u201eUntersuchung zum potentiell faschistischen Individuum\u201c spricht (Adorno [1950] 1976: 1). Die darin enthaltene Erkenntnis war auch Dimitroff (1935) nicht fern, wenn er erkennt, dass die Naziideologie offenbar hegemonial geworden ist. Gleichwohl verkennt er auf fatale Weise die Bedeutung der faschistischen Massenbewegung und weicht hier von den Analysen der zeitgen\u00f6ssischen Autor*innen ab. Clara Zetkin ([1923] 2023: 4f.) betrachtet dies in ihrer Analyse des italienischen Faschismus wesentlich differenzierter, wenn sie die soziale Struktur der faschistischen Massenbasis hervorhebt, die proletarisch und kleinb\u00fcrgerlich beeinflusst sei (Sch\u00fctrumpf 2023). Dadurch exkulpierte Zetkin keinen der Beteiligten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Alle zeitgen\u00f6ssischen Versuche, die Ursachen des deutschen Faschismus auszumachen, auch die psychoanalytisch konnotierten (Reich [1933] 2020), waren Analysen der historischen Prozesse, die mit ziselierten Differenzierungen den Faschismus in einer bestimmten Periode in fast allen kapitalistischen Staaten ausmachten. Mit ihm verbunden waren \u2013 so die \u00fcbereinstimmenden Positionen \u2013 soziale Bewegungen, die gemeinsame Merkmale aufwiesen: Ihrer sozialen Herkunft nach rekrutieren sie sich zumeist aus den b\u00fcrgerlichen Mittelschichten, die von Krise und sozialem Abstieg bedroht waren. Ideologisch waren sie durch extremen Nationalismus, Antimarxismus, Autoritarismus und Militarismus gekennzeichnet. Rassismus und Antisemitismus waren kennzeichnend und ein scheinbar antikapitalistisches und pseudosozialistisches Auftreten. Die Organisationsstruktur faschistischer Bewegungen wurde als militaristisch und vom F\u00fchrerprinzip durchdrungen beschrieben. Die politische Sto\u00dfrichtung richtete sich prim\u00e4r gegen die Arbeiterbewegung, mit dem Ziel ihrer terroristischen Zerschlagung. Der soziale Kern des Inhalts des Herrschaftssystems des Faschismus war die vollst\u00e4ndige Unterwerfung der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten unter das Kommando der Besitzer der Produktionsmittel. Tendenziell erfolgte \u2013 so die Beschreibung \u2013 die Verschmelzung der F\u00fchrungsgruppen von Industrie, Finanzkapital, Milit\u00e4r und hoher Beamtenschaft mit den F\u00fchrungsgruppen der faschistischen Partei zu einer neuen oligarchischen F\u00fchrungsschicht (K\u00fchnl 2014: 97).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Mit dem Einsetzen des Kalten Krieges schwand die Analyse des deutschen Faschismus und damit der Diskurs um seine Ursachen zugunsten einer interessengeleiteten Geschichtspolitik (Frei 1997). Zuvor, in den ersten zwei Jahren nach der Befreiung vom Faschismus, schien das politische Klima in Westdeutschland so desolat, wie zu vielen Hoffnungen berechtigt. Die Erfahrungen der Menschen mit dem Faschismus hatten zwischen den verschiedensten politischen und weltanschaulichen Positionen Br\u00fccken gebaut, die zu dem gemeinsamen Ziel h\u00e4tten f\u00fchren k\u00f6nnen, eine faschistische Entwicklung k\u00fcnftig unm\u00f6glich zu machen.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"personelle-kontinuitaeten-und-diskontinuitaeten\">Personelle Konti&shy;nu&shy;i&shy;t&auml;ten und Diskon&shy;ti&shy;nu&shy;i&shy;t&auml;ten<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Erste Br\u00fcche eines so erkennbaren Konsenses waren in den Westzonen bereits mit dem Beginn des Jahres 1946 beobachtbar (Badst\u00fcbner\/Thomas 1979). Die erfolgten Massenentlassungen von politisch Belasteten blieben nun aus, die politische Katharsis endete, als die Entnazifizierung den deutschen Aussch\u00fcssen \u00fcbergeben wurde und im Mai 1948 die britische Besatzungsbeh\u00f6rde die Entlassung auch belasteter Personen verbot (Bauer 1947; Raiser 1947). Im Ergebnis darf f\u00fcr Westdeutschland von einer Renazifizierung gesprochen werden (Friedl\u00e4nder 1947). Hinzu kam, dass durch die Aufnahme des Art. 131 ins Grundgesetz und die dazu erlassenen Ausf\u00fchrungsbestimmungen Bund, L\u00e4nder und Kommunen verpflichtet wurden, 20 Prozent ihrer Personalmittel f\u00fcr den Personenkreis aufzuwenden, der gerade wegen seiner fatalen politischen Vergangenheit aus dem Dienst entlassen worden war. Durch den Zustrom von in der DDR Entlassenen oder nach Westdeutschland geflohenen Beamten waren nun in der jungen BRD mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder im \u00f6ffentlichen Dienst besch\u00e4ftigt als vor dem 8. Mai 1945. (Kr\u00fcger 1982) Diese Rehabilitation der T\u00e4ter, gepaart mit den umfangreichen tempor\u00e4ren Entlassungsma\u00dfnahmen unmittelbar nach dem Mai 1945 hinterlie\u00dfen nicht nur bei den Betroffenen die \u00dcberzeugung von der moralischen Richtigkeit ihres Tuns vor dem 8. Mai. Dieser Konnex blieb f\u00fcr viele Jahre bestimmend f\u00fcr die Haltung breiter Kreise der westdeutschen Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der j\u00fcngsten deutschen Geschichte.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zwar hatten sich die alliierten Besatzungsm\u00e4chte auf einen gemeinsamen Modus der Entnazifizierung geeinigt, die politische Realit\u00e4t in den Besatzungszonen unterschied sich jedoch. Auch innerhalb der SBZ erfolgten keine einheitlichen Vorgehensweisen. Da die sowjetischen Stellen die Ausf\u00fchrung in die H\u00e4nde der Antifaschistischen Aussch\u00fcsse legten, entstanden die ersten Ausf\u00fchrungsbestimmungen zur Entnazifizierung in der SBZ im Sommer 1945 auf der Ebene der Bezirke, in denen nach unterschiedlichen Kriterien entlassen wurde, zumeist aber nach pr\u00e4zisen, in den Bezirken entstandenen Listen mit Funktionen im NS-Statt und in der NSDAP und ihren Gliederungen. Gleichwohl blieb die Vorgehensweise uneinheitlich. (Sareik 1964)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In offiziellen Verlautbarungen wurde in der DDR von einer vollst\u00e4ndigen S\u00e4uberung des \u00f6ffentlichen Lebens von ehemaligen Nazis gesprochen. Gleichwohl konnte davon angesichts der Verflechtung gr\u00f6\u00dfter Teile der deutschen Bev\u00f6lkerung in die nazistische Ideologie keine Rede sein. Dem entsprach der Befehl Nummer 201 vom 16. August 1947 der Sowjetischen Milit\u00e4radministration in Deutschland (SMAD): Er traf die Unterscheidung zwischen Kriegsverbrechern und nominellen ehemaligen Mitgliedern der NSDAP. Der letztgenannten Gruppe wurde das aktive und passive Wahlrecht zuerkannt. Eine noch weitergehende Ma\u00dfnahme war der Befehl Nummer 35 der SMAD vom April 1948, als die Entnazifizierungen in der SBZ zum Abschluss gebracht werden sollten. Dies galt allerdings nur f\u00fcr den Kreis der vorher als nominelle ehemalige NSDAP-Mitglieder eingestuften Personen, nicht f\u00fcr jene, die der aktiven Teilnahme an der faschistischen Politik, an Kriegsverbrechen und an Verbrechen gegen die Menschlichkeit f\u00fcr schuldig befunden worden waren. (Mattedi 1966)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Ergebnis gab es weder dr\u00fcben noch h\u00fcben eine personelle Erneuerung des \u00f6ffentlichen Lebens, was angesichts der Verstrickung der Deutschen in ihre eigene Geschichte auch unm\u00f6glich war. Im Westen jedoch war es zu umfangreichen Rehabilitationen auch extrem Belasteter gekommen und einer personellen Re-Nazifizierung der Funktions- und Machteliten. Von ihnen war die junge DDR befreit worden. Das Bildungswesen als bedeutsamer Bereich der Vermittlung eines Bildes \u2013 auch \u00fcber die j\u00fcngste deutsche Geschichte \u2013 war zwar nicht, wie behauptet, im Osten vollst\u00e4ndig erneuert worden, wohl aber durch die \u201eNeulehrerausbildung\u201c um mehr als 60 Prozent \u201everj\u00fcngt\u201c worden (Sareik 1964). Trotzdem erfolgten kritische Diskussionen angesichts der politischen Haltung auch und sogar dieses Teiles der Lehrenden zur Geschichte des deutschen Faschismus. (Syniawa 1961)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dieser Erneuerungsprozess blieb im Westen nahezu vollst\u00e4ndig aus und wurde dort, wo Ans\u00e4tze daf\u00fcr existierten, bald eingeebnet (Wulff 1964). In der Folge der widerspr\u00fcchlichen Prozesse der Entnazifizierung in Westdeutschland darf von einer anf\u00e4nglich fl\u00e4chendeckenden Bestrafung gesprochen werden. Besonders in der US-Zone wurde von \u201eThe German Mind\u201c ausgegangen, der Kollektivschuld aller (sic!) Deutschen, die in einem unmenschlichen Autoritarismus verhaftet seien. Der Bestrafung durch Entlassung folgte die Wiedereinstellung auch hoch belasteter Nazis zuungunsten derer, die nach der Befreiung als Unbelastete provisorisch eingestellt worden waren. Das entlastete jene moralisch, die Schuld auf sich geladen hatten. Hier ist eine Ursache f\u00fcr das Diktum der Mitscherlichs f\u00fcr die \u201eUnf\u00e4higkeit zu trauern\u201c zu suchen (Mitscherlich\/Mitscherlich 1968). In der Folge waren die Nachkriegszeit und die 1950er Jahre durch das Beschweigen gekennzeichnet. An die Stelle der Trauer traten \u00dcberlegungen der Revanche. So wurde 1951 auf Gehei\u00df Konrad Adenauers eine Historikerkommission einberufen, die sich mit der Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten mit dem Ziel befasste, den Alliierten eine Denkschrift vorzulegen, die das erlittene Leid der Deutschen dokumentieren sollte. (Siebeck 2013)<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"zwischen-erkenntnis-und-abwehrender-geschichtspolitik\">Zwischen Erkenntnis und abwehrender Geschichts&shy;po&shy;litik<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Es folgte eine Phase der Befassung, auch ausgel\u00f6st durch den ersten Frankfurter Auschwitzprozess (1963-1965). Sie findet bis in die 1980er Jahre statt. Ihr folgte die dritte Phase des vermehrten Gedenkens der Opfer des faschistischen Terrors (Rhein 2024). Jetzt sind auch explizit marxistische Reflexionen der Geschichte des deutschen Faschismus in Westdeutschland m\u00f6glich (Abendroth\/Griepenburg 1979; Opitz 1984; K\u00fchnl 1985). Zeitgleich erfolgte eine Gegenbewegung, als Ernst Nolte mit seiner These vom kausalen Nexus zwischen den Verbrechen Stalins in der Sowjetunion und dem Holocaust den Historikerstreit ausl\u00f6ste. Am 24. Juli 1980 schrieb Nolte in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Gulags in der Sowjetunion seien das faktische Prius vor Auschwitz gewesen (Nolte 1986). Der \u201eRassenmord\u201c der Faschisten sei aus Furcht vor dem \u00e4lteren \u201eKlassenmord\u201c durch die Bolschewiki entstanden. Nolte ([1987] 1989) vertiefte dies in seinem Buch <i>Der europ\u00e4ische B\u00fcrgerkrieg 1917-1945<\/i>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diesem Werk Noltes ging am 5. Mai 1985 die Kranzniederlegung von US-Pr\u00e4sident Ronald Reagan und Bundeskanzler Helmut Kohl auf der Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tte Bitburg voraus. Dieser symbolische Akt der Verbundenheit der USA mit der Bundesrepublik fand vermutlich zielgerichtet an diesem Ort statt, wo keine US-Soldaten begraben liegen, sich aber viele Gr\u00e4ber von SS-Soldaten befinden. Elie Wiesel bat die Bundesregierung inst\u00e4ndig um die Wahl eines anderen Ortes. \u201eDieser Platz ist nicht Ihr Platz, Ihr Platz ist bei den Opfern der SS\u201c (zit. nach Habermas 1985). Die Kranzniederlegung in Bitburg galt als Beleg f\u00fcr eine Geschichtspolitik, die den Versuch unternahm, einen Schlussstrich unter die deutsche Geschichte zu ziehen, um zu einer Normalit\u00e4t zu gelangen, die Reagan in seiner Rede auch \u00f6konomisch begr\u00fcndete, als er von einem Neuerwachen der Freiheit sprach, das er auf die Bundesrepublik bezog und in gleicher Weise auf \u201edie neuen Demokratien S\u00fcdamerikas&#8220;, mit ihren \u201ewieder erworbenen wirtschaftlichen Freiheiten\u201c. Der faschistische Putsch im Chile Pinochets lag erst wenige Jahre zur\u00fcck. (Schimmeck 2025: 09.05 Uhr)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dieser Versuch der Normalisierung der Jahre des Naziterrors fiel auf fruchtbaren Boden in erheblichen Teilen der westdeutschen Bev\u00f6lkerung. Die Presseberichterstattung bez\u00fcglich Bitburgs und besonders die darauf reagierenden Leser*innen ist erhellend. Durchgehend ist massive Abwehr erkennbar:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eAls ehemaliger Angeh\u00f6riger der Waffen-SS [gezogen], wehre ich mich dagegen, von den heutigen Meinungsmachern und Umerziehern als Verbrecher mit der politischen SS in einen Topf geworfen zu werden. Wir haben genau so wie die Wehrmacht getreu unserem Eid f\u00fcr Volk und Vaterland gek\u00e4mpft. Will man nach 40 Jahren noch die Toten entnazifizieren?\u201c (H\u00fcbsch-Faust 1988: 1335)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Abwehrreaktion, keinerlei Schuld anzuerkennen, entsprach der Exkulpation der Westdeutschen, die sich auf der Grundlage der hegemonialen Totalitarismusdoktrin als Opfer eines totalit\u00e4ren Systems inszenieren konnten, in dessen Herrschaftsgef\u00fcge die Anpassung und das Mit-Tun der Deutschen durch Terror und Gewalt erzwungen wurde. So konnten sich die T\u00e4ter*innen als Opfer stilisieren. Zugleich diente die Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus dazu, Denkmuster, wie den vor 1945 erworbenen Antikommunismus beizubehalten, was der psychischen und gesellschaftlichen Stabilit\u00e4t diente, konnte er doch im Kalten Krieg in Stellung gegen die Gesellschaften des Staatssozialismus gebracht werden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Anders als in der wissenschaftlichen Diskussion blieben die Schulen neben differenzierten Beispielen (Mickel et al. 1993: 288ff.) in einigen Bundesl\u00e4ndern bis zum heutigen Zeitpunkt der Totalitarismusdoktrin verpflichtet (K\u00fchnl\/Assling 1973: 204; Rhein 2019: 86ff.). Das gilt ebenso f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Diskurs (Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanit\u00e4re Hilfe der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion 2020). An keiner Stelle wurden differenzierte Einlassungen zum komplex diskutierten Totalitarismusbegriff (vgl. Arendt [1955] 2001; Popper [1945] 2003) ins Feld gef\u00fchrt. Er wurde nurmehr in vulg\u00e4rer Vereinfachung instrumentalisiert.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In der DDR bestand eine weitgehende Kontinuit\u00e4t der Thesen Dimitroffs. Das galt besonders f\u00fcr die Bearbeitung des Themas in den Schulen (Nimtz 1976: 145ff.). Gleichwohl galt die Haltung von Wilhelm Pieck fort, die er am 19. Juli 1945 auf einer Kundgebung der KPD zum gesellschaftlichen Neubeginn formulierte: \u201eOhne diese Erkenntnis \u00fcber seine Mitschuld und Mitverantwortung wird unser Volk nicht die ernsten Lehren aus dieser Katastrophe ziehen [\u2026] und sich nicht den Platz in der Gemeinschaft der anderen V\u00f6lker erobern.\u201c (Zur Geschichte der marxistisch-leninistischen Philosophie in der DDR 1979: 117) Anders hingegen argumentierten Georg Klaus und Manfred Buhr (1972: 364): Die \u201e[\u2026] Niederlage des Faschismus war nicht eine Niederlage des vom Faschismus unterjochten deutschen Volkes, sondern [\u2026] ein Sieg f\u00fcr die deutsche Arbeiterklasse, die zu keiner Zeit eine St\u00fctze des deutschen Faschismus gewesen ist.\u201c In der popul\u00e4ren vielb\u00e4ndigen Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung aber wird die faschistische Massenbasis und damit die Schuld der deutschen Bev\u00f6lkerung deutlich formuliert, wenn der eklektizistischen Ideologie der Nazis breiter Raum einger\u00e4umt und betont wird, wie dies der erfolgreichen \u201eIrref\u00fchrung der Volksmassen\u201c gedient habe (Institut f\u00fcr Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED 1968: 27). Noch deutlicher wurde dieser Gedanke vom Historiker Wolfgang Ruge formuliert, der in erkennbarer N\u00e4he zu Thalheimer den B\u00fcndnischarakter zwischen faschistischer Partei und Finanzkapital anspricht und die Notwendigkeit einer Massenbasis f\u00fcr die erfolgreiche Macht\u00fcbergabe an die NSDAP betont (Ruge 1978: 348-351). Die faschistische Massenbasis wurde von namhaften Historikern der DDR vielfach herausgearbeitet. (P\u00e4tzold\/Wei\u00dfbecker 1981: 108ff.)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dieser Betrachtung entspricht neben vielen anderen Beispielen der Film von Konrad Wolf <i>Ich war 19<\/i>. Mitnichten werden die Deutschen des Jahres 1945 als resistent gegen\u00fcber der Naziideologie beschrieben, sondern erfahren jeweils starke Differenzierungen in ihren Biographien und Haltungen. Durch die episodische Struktur des Films werden tiefe Einblicke bei anhaltender Perspektive eines Ich-Erz\u00e4hlers m\u00f6glich. Zudem deutet der Film historische Sachverhalte an, wie \u00dcbergriffe von Sowjetsoldaten gegen\u00fcber der deutschen Zivilbev\u00f6lkerung, die in der Geschichtsschreibung der DDR tabuisiert waren. Was Film und Geschichtsschreibung der DDR jedoch herausarbeiteten, war das fatale Mitl\u00e4ufertum gro\u00dfer Teile der deutschen Bev\u00f6lkerung, die damit erkennbare Schuld der Deutschen und die Existenz einer faschistischen Massenbasis als Voraussetzung f\u00fcr den Machtgewinn und -erhalt des Faschismus.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Deutlich wird, wie in der DDR an ein Bild \u00fcber den Faschismus angekn\u00fcpft wird, das auf antifaschistische Traditionen verweist. Dabei war gleichwohl eine Tendenz zu Vereinfachungen erkennbar, indem die Position von Dimitroff perpetuiert wurde. Dies gilt jedoch <i>nicht<\/i> f\u00fcr den wissenschaftlichen Diskurs.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ein solches Ankn\u00fcpfen an Traditionen des Antifaschismus, des Widerstandes und des Exils war in Westdeutschland nur unmittelbar nach der Befreiung erkennbar. In dem von der Social-Media-Plattform X \u00fcbertragenen Gespr\u00e4ch zwischen Elon Musk und der AfD-Vorsitzenden, in dem letztere Hitler als Kommunisten bezeichnet, wird mittels dieser abstrus anmutenden Position zugleich eine Kontinuit\u00e4t in der bundesdeutschen Geschichtsbetrachtung deutlich. Die im Folgenden gew\u00e4hlten Zitate zu einer unterstellten \u00c4quivalenz von KPD und NSDAP aus Materialien f\u00fcr die Schulen m\u00f6ge dies verdeutlichen: \u201eIn einem f\u00fcr fr\u00fchere und heutige Zeiten unvorstellbaren Ma\u00dfe wurden die politischen K\u00e4mpfe auf der Stra\u00dfe ausgetragen. [&#8230;] Am radikalsten waren die Nationalsozialisten und die Kommunisten. Sie hatten auch die gr\u00f6\u00dften Verluste. Beiden Parteien ging es vor allem um die Zerst\u00f6rung der bestehenden Ordnung.\u201c (Tenbrock 1966: 108) KPD und NSDAP, als ungleiche Br\u00fcder ins Feld gef\u00fchrt, waren getragen vom \u201eVernichtungswillen. [\u2026] In den Parlamenten arbeiteten die beiden Parteien [\u2026] eng zusammen, um durch die Addition ihrer Stimmen, durch Obstruktion oder einfach durch Entfachung von Tumulten jede konstruktive Arbeit zu verhindern\u201c (Nationalsozialismus 1978: 13).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eingedenk dieser an westdeutschen Schulen vertretenen Positionen nimmt es nicht Wunder, wenn die Glaubenss\u00e4tze einer Alice Weidel auf fruchtbaren Boden fallen. Eine Kontinuit\u00e4tslinie ist nicht zu leugnen. Wer von dieser Diffusion offizi\u00f6ser Geschichtsbetrachtung wei\u00df und die an Dimitrioff orientierte Faschismusbetrachtung in der DDR verunglimpft, dem darf mit Fug und Recht der Versuch unterstellt werden, laut nach dem Dieb zu rufen, auch wenn es in der Tat komplexere und differenziertere Interpretationen des deutschen Faschismus seitens antifaschistischer Traditionslinien gibt.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Angesichts der Themenstellung wurde im vorliegenden Aufsatz die Reflexion der Geschichte des deutschen Faschismus in den Blick genommen, nicht die Auswirkungen dieser Reflexion auf aktuelles gesellschaftliches Geschehen. Sind Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze f\u00fcr Ethnozentrismus, rechte Gewalt und eine Tendenz vieler Deutscher, eine rechtsextreme Partei zu w\u00e4hlen, auch in der Diffusion dominierender Geschichtsbilder zu suchen? Antworten bietet hier ein Aufsatz von J\u00f6rg Arnold (2020). Zumindest erm\u00f6glichen Geschichtsbilder, die systemische Ursachen zum Beispiel von rechter Gewalt ausklammern, einen Umgang mit rechter Gewalt, der sie zu unpolitischer Gewalt erkl\u00e4rt und eine un\u00fcbersehbare F\u00fclle immer gleicher rassistischer Vorf\u00e4lle zu Einzelf\u00e4llen herabw\u00fcrdigt, denen keine ernste gesellschaftliche Gefahr zugrunde liege.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Geschichtsbilder aus Ost wie aus West tendierten zu fatalen Vereinfachungen. Die intensivere Zur-Kenntnisnahme der klugen Einlassungen einer Zetkin h\u00e4tte in der DDR geholfen. Die Bezugnahme auf eine auf d\u00fcmmliche Weise vereinfachte Totalitarismusdoktrin im Westen war der durchschaubare Versuch des Kaschierens der \u00f6konomischen Strukturen, die eine faschistische Herrschaft beg\u00fcnstigen. Die aktuelle historische Entwicklung macht diese Gefahr virulent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Dr. <\/strong><strong class=\"western\">Wolfram Grams<\/strong> ist Oberstudiendirektor a. D. Er hat Sozialp\u00e4dagogik, Politik und Philosophie in Hildesheim, Hannover und Marburg studiert und bei Reinhard K\u00fchnl mit einer Arbeit zur Kontinuit\u00e4t nazistischer Eliten im Bildungswesen von BRD und DDR promoviert. Er war langj\u00e4hrig als Lehrbeauftragter an Hochschulen, in der \u00f6ffentlichen Verwaltung und in der gewerkschaftlichen Arbeit. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4ge zur Allgemeinen P\u00e4dagogik, Sozialarbeit, Schule und Bildungspolitik. Langj\u00e4hrige T\u00e4tigkeit als Direktor beruflicher Schulen mit dem Schwerpunkt Sozialp\u00e4dagogik. Grams ist stellvertretender Vorsitzender der Humanistischen Union und Mitglied der Redaktion der <b>vor<\/b>g\u00e4nge.<\/em><\/p>\n<p class=\"v-zwischen\u00fcberschrift-2-western\">\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\"><em>Abendroth, Wolfgang\/Griepenburg, R\u00fcdiger<\/em> (Hrsg.) 1979: Faschismus und Kapitalismus. Theorien \u00fcber die sozialen Urspr\u00fcnge und die Funktion des Faschismus, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Adler, H. S.<\/em> 1960: Selbstverwaltung und Widerstand in den Konzentrationslagern der SS, in: <em>Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte<\/em>, Jg. 8, H. 3, S. 221\u2013236.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Adorno, Theodor W.<\/em> [1950] 1976: Studien zum autorit\u00e4ren Charakter, 2. Aufl., Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanit\u00e4re Hilfe der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion<\/em> 2020: Menschenrechte und Freiheit gegen totalit\u00e4re Bedrohung verteidigen. Internationaler Tag der Menschenrechte, Berlin, <a href=\"https:\/\/www.cducsu.de\/presse\/pressemitteilungen\/menschenrechte-und-freiheit-gegen-totalitaere-bedrohung-verteidigen\">https:\/\/www.cducsu.de\/presse\/pressemitteilungen\/menschenrechte-und-freiheit-gegen-totalitaere-bedrohung-verteidigen<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Arendt, Hannah<\/em> [1955] 2001: Elemente und Urspr\u00fcnge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus, 8. Aufl., M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Badst\u00fcbner, Rolf\/Thomas, Siegfried<\/em> 1979: Entstehung und Entwicklung der BRD 1945-1955. Restauration und Spaltung. 2. Aufl., K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Bauer, Leo<\/em> 1947: Entnazifizierung \u2013 Renazifizierung, in: <em>Wissen und Tat<\/em>, H. 12\/13, S. 2\u20139.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Bauer, Otto<\/em> [1936] 1979: Der Faschismus, in: Abendroth, Wolfgang\/Griepenburg, R\u00fcdiger (Hrsg.): <em>Faschismus und Kapitalismus. Theorien \u00fcber die sozialen Urspr\u00fcnge und die Funktion des Faschismus<\/em>, Frankfurt am Main, S. 143\u2013168.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Billstein, Reinhold<\/em> 1984: Neubeginn ohne Neuordnung. Dokumente und Materialien zur politischen Weichenstellung in den Westzonen nach 1945. 2. Aufl., K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Dimitroff, Georgi<\/em> 1935: Arbeiterklasse gegen Faschismus. Bericht erstattet am 2. Auf. 1935 zum 2. Punkt der Tagesordnung des Kongresses: Die Offensive des Faschismus und die Aufgaben der Kommunistischen Internationale im Kampf f\u00fcr die Einheit der Arbeiterklasse gegen Faschismus, Moskau, Leningrad.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Frei, Norbert <\/em>1997: Vergangenheitspolitik. Die Anf\u00e4nge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit, 2. Aufl., M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Friedl\u00e4nder, Ernst <\/em>1947: Renazifizierung, in: <em>Die Zeit<\/em>, Nr. 14, S. 1.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Giefer, Rena\/Giefer, Thomas<\/em> 1991: Die Rattenlinie. Fluchtwege der Nazis; eine Dokumentation, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Haase, Norbert <\/em>1996: \u201eGefahr f\u00fcr die Manneszucht\u201c. Verweigerung und Widerstand im Spiegel der Sprucht\u00e4tigkeit von Marinegerichten in Wilhelmshaven (1939 \u2013 1945), Hannover.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Habermas, J\u00fcrgen<\/em> 1985: Die Entsorgung der Vergangenheit, in: <em>Die Zeit<\/em> vom 17.05.1985.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Horkheimer, Max<\/em> [1939] 1988: Die Juden und Europa, in: Ders.: <em>Gesammelte Werke<\/em>, Bd. 4., Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>H\u00fcbsch-Faust, Monika<\/em> 1988: Schlussstrich-Mentalit\u00e4t. Bitburg, Waldheim und H\u00f6fer oder: \u00dcber den Umgang mit Vergangenheit, in: <em>Bl\u00e4tter f\u00fcr deutsche und internationale Politik<\/em>, Nr. 11, S. 1330-1340.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hurrelbrink, Peter<\/em> 2006: Befreiung als Prozess. Die kollektiv-offizielle Erinnerung an den 8. Mai 1945 in der Bundesrepublik, der DDR und im vereinten Deutschland, in: Schwan, Gesine\/Holzer, Jerzy\/Lavabre, Marie-Claire\/Schwelling, Birgit (Hrsg.): <em>Demokratische politische Identit\u00e4t. Deutschland, Polen und Frankreich im Vergleich<\/em>, Wiesbaden, S. 71\u2013119.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Institut f\u00fcr Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED<\/em> (Hrsg.) 1968: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung in 15 Kapiteln. Kapitel IX: Periode von Herbst 1929 bis Januar 1933, Berlin\/DDR.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Popper, Karl R.<\/em> [1945] 2003: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Bd. 2: Falsche Propheten &#8211; Hegel, Marx und die Folgen, 8. Aufl., T\u00fcbingen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>K\u00f6nig, Jens<\/em> 2005: Gregor Gysi. Eine Biographie, 2. Aufl., Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Kr\u00fcger, Wolfgang<\/em> 1982: Entnazifiziert! Zur Praxis der politischen S\u00e4uberung in Nordrhein-Westfalen, Wuppertal.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>K\u00fchnl, Reinhard<\/em> 1985: Die Weimarer Republik. Errichtung, Machtstruktur und Zerst\u00f6rung einer Demokratie, Reinbek bei Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>K\u00fchnl, Reinhard<\/em> 2014: Faschismustheorien. Ein Leitfaden, 2., bearb. Neuaufl., Heilbronn.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>K\u00fchnl, Reinhard\/Assling, Reinhard<\/em> (Hrsg.) 1973: Geschichte und Ideologie. Kritische Analyse bundesdeutscher Geschichtsb\u00fccher, Reinbek bei Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mann, Heinrich<\/em> [1944-1946] 1975: \u00dcber Schuld und Erziehung, in: <em>Freies Deutschland<\/em> (Reprint Leipzig).<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mattedi, Norbert<\/em> 1966: Gr\u00fcndung und Entwicklung der Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945-1949, Bonn.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mickel, Wolfgang W.\/Wa\u00dfong, Eckart\/Henning, Bernd<\/em> (Hrsg.) 1993: Politik f\u00fcr berufliche Schulen. Arbeits- und Lernbuch f\u00fcr den politisch-zeitgeschichtlichen Unterricht, 2. Aufl., Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Mitscherlich, Alexander\/Mitscherlich, Margarete<\/em> 1968: Die Unf\u00e4higkeit zu trauern. Grundlagen kollektiven Verhaltens, M\u00fcnchen\/Z\u00fcrich.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nationalsozialismus 1978 (Neudruck), in: <em>Informationen zur Politischen Bildung<\/em>, Nr. 123\/126\/127.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nimtz, Walter<\/em> (Hrsg.) 1976: Geschichte. Lehrbuch f\u00fcr Klasse 9, 7. Aufl., Berlin\/DDR.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nolte, Ernst<\/em> 1986: War nicht der \u201aArchipel Gulag\u2018 urspr\u00fcnglicher als Auschwitz? In: <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/em> vom 06.06.1986.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Nolte, Ernst<\/em> [1987] 1989: Der europ\u00e4ische B\u00fcrgerkrieg 1917 &#8211; 1945. Nationalsozialismus und Bolschewismus. 4. Aufl., Frankfurt am Main\/Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Opitz, Reinhard<\/em> 1984: Faschismus und Neofaschismus, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Oppenheimer, Max<\/em> 1984: Erziehung im Exil. Die Freie Deutsche Hochschule in Gro\u00dfbritannien, in: <em>Informationen, Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945 e. V.<\/em>, H. 1, S. 6\u20137.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>P\u00e4tzold, Kurt\/Wei\u00dfbecker, Manfred<\/em> 1981: Geschichte der NSDAP 1920 \u2013 1945, K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>P\u00e4tzold, Kurt\/Weissbecker, Manfred\/K\u00fchnl, Reinhard\/Schwarz, Erika <\/em>(Hrsg.) 2000: Rassismus, Faschismus, Antifaschismus. Forschungen und Betrachtungen gewidmet Kurt P\u00e4tzold zum 70. Geburtstag, K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rahr, Alexander\/Sergijenko, Wladimir<\/em> (Hrsg.) 2020: Der 8. Mai. Geschichte eines Tages, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Raiser, Ludwig<\/em> 1947: Entnazifizierung. Politische S\u00e4uberung oder Bestrafung, in: G\u00f6ttinger Universit\u00e4tszeitung, H. 3.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Ratzsch, J\u00f6rg\/Venohr, Stella\/Schmitt-Roschmann, Verena<\/em> 2025: Merkel war \u201eerste gr\u00fcne Kanzlerin\u201c. Im Online-Gespr\u00e4ch mit Musk rechnet AfD-Spitzenkandidatin Weidel mit der ehemaligen Bundeskanzlerin ab, in: <em>Weser Kurier<\/em> vom 10.01.2025, S. 4.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Reich, Wilhelm<\/em> [1933] 2020: Massenpsychologie des Faschismus. Der Originaltext von 1933, Gie\u00dfen\/Baden-Baden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rhein, Katharina<\/em> 2019: Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft. Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen f\u00fcr die P\u00e4dagogik, Weinheim.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rhein, Katharina<\/em> 2024: Erziehung nach Auschwitz heute. Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderung f\u00fcr eine kritische Bildungsarbeit, in: Hawel, Marcus\/Kalmring, Stefan (Hrsg.): <em>(Ohn-)Macht \u00fcberwinden! Politische Bildung in einer zerrissenen Gesellschaft<\/em>, Berlin, S. 135\u2013157.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Ruge, Wolfgang <\/em>1978: Deutschland von 1917-1933. Von der Gro\u00dfen Sozialistischen Oktoberrevolution bis zum Ende der Weimarer Republik, 3. Aufl., Berlin\/DDR.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sareik, Ruth<\/em> 1964: Die Demokratisierung des Grundschulwesens in der Provinz Sachsen vom Mai 1945 bis zum Erla\u00df des Schulgesetzes im Mai 1946, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schimmeck, Tom<\/em> 2025: Gedenken und Kr\u00e4nze an einem Friedhof auch f\u00fcr SS-Soldaten, in: <em>Deutschlandfunk<\/em> vom 05.05.2025, 09:05 Uhr, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bitburg-kontroverse-waffen-ss-1985-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bitburg-kontroverse-waffen-ss-1985-100.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schoeps, Julius<\/em> 1997: Gab es einen j\u00fcdischen Widerstand? Abwehrstrategien gegen Hitler und den NS-Terror, in: <em>Stiftung 20. Juli 1944<\/em> vom 18.07.1997, <a href=\"https:\/\/stiftung-20-juli-cms.clients.fabian.mu\/storage\/uploads\/2018\/02\/28\/5a96f0e92d1371997_schoeps.pdf\">https:\/\/stiftung-20-juli-cms.clients.fabian.mu\/storage\/uploads\/2018\/02\/28\/5a96f0e92d1371997_schoeps.pdf<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sch\u00fctrumpf, J\u00f6rn <\/em>2023: Clara Zetkin \u2013 die erste Analytikerin des Faschismus, in: <em>Rosa-Luxemburg-Stiftung<\/em> vom 13.06.2023,<a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/50572\/clara-zetkin-die-erste-analytikerin-des-faschismus\"> https:\/\/www.rosalux.de\/news\/id\/50572\/clara-zetkin-die-erste-analytikerin-des-faschismus<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Siebeck, Cornelia<\/em> 2013: \u201eIn ihrer kulturellen \u00dcberlieferung wird eine Gesellschaft sichtbar\u201c? Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Assmannschen Ged\u00e4chtnisparadigma, in: Lehmann, Ren\u00e9\/\u00d6chsner, Florian\/Sebald\/Gerd (Hrsg.): <em>Formen und Funktionen sozialen Erinnerns. Sozial- und kulturwissenschaftliche Analysen<\/em>, Wiesbaden, S. 65\u201390.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Sozialdemokratische Partei Deutschlands<\/em> 1989: Deutschland-Berichte der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (Sopade) 1934-1940. Dritter Jahrgang 1936., 7. Aufl. 7 Bde., Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Steinbach, Peter <\/em>2012: Geschichte im politischen Kampf. Wie historische Argumente die \u00f6ffentliche Meinung manipulieren, Bonn.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Syniawa, Alois<\/em> 1961: Der Kampf der deutschen Arbeiterklasse und ihrer revolution\u00e4ren Partei bei der Durchf\u00fchrung der demokratischen Schulreform im Land Brandenburg in den Jahren 1945 \u2013 1949, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Tenbrock, Robert Hermann<\/em> 1966: Europa und die Welt. Das 20. Jahrhundert, Ausg. B., Paderborn\/ Hannover.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Thalheimer, August<\/em> [1930] 1979: \u00dcber den Faschismus, in: Abendroth, Wolfgang\/Griepenburg, R\u00fcdiger (Hrsg.): <em>Faschismus und Kapitalismus. Theorien \u00fcber die sozialen Urspr\u00fcnge und die Funktion des Faschismus<\/em>, Frankfurt am Main, S. 19\u201338.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Wagner, Jens-Christian <\/em>2001: Massengrab an der Raketenrampe. Historiker Jens-Christian Wagner \u00fcber Heinrich L\u00fcbkes Rolle beim Einsatz von KZ-H\u00e4ftlingen in Peenem\u00fcnde, in: <em>Der Spiegel<\/em>, Nr. 22, S. 218.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Wander, Fred<\/em> 2009: Das gute Leben oder von der Fr\u00f6hlichkeit im Schrecken. Erinnerungen, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Wulff, Hinrich<\/em> 1964: Im Jahrf\u00fcnft der Zeitschwelle. 1945 &#8211; 1950. Sachliches und Pers\u00f6nliches aus schweren Jahren bremischer Schulgeschichte, Bremen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Zetkin, Clara<\/em> [1923] 2023: Der Kampf gegen den Faschismus Bericht auf dem Erweitertenplenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen lnternationale (20. Juni 1923. Bericht auf dem Erweiterten Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen lnternationale), in: <em>Marxistische Bl\u00e4tter<\/em>, H. 2, Beilage, S. 1\u201313.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Zonenausschuss der CDU f\u00fcr die britische Zone<\/em> 1947: CDU \u00fcberwindet Kapitalismus und Marxismus. Das Ahlener Wirtschafts- und Sozialprogramm der CDU und die grundlegenden Antr\u00e4ge der CDU im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Ahlen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zur Geschichte der marxistisch-leninistischen Philosophie in der DDR. Von 1945 bis Anfang der sechziger Jahre, Bd. 3, 1979, 3 Bde., Berlin.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":20143,"template":"","categories":[21,6,47,2982,16],"tags":[3343,691,3584,3249,3023,682,4310,3466,4363,3077,3507,710,681,3806,4362,667,3508],"autoren":[1488],"publikationen":[4298],"class_list":["post-20182","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratisierung","category-frieden","category-lebensweisen-pluralismus","category-neonazis","category-rechtspolitik","tag-antifaschismus","tag-asyl-migration","tag-brd","tag-ddr","tag-demokratie","tag-demokratisierung","tag-erinnerungskultur","tag-faschismus","tag-hufeisentheorie","tag-kapitalismus","tag-nationalsozialismus","tag-rechtsextremismus","tag-rechtspolitik","tag-totalitarismus","tag-totalitarismusdoktrin","tag-vorgaenge-artikel","tag-zweiter-weltkrieg","autoren-wolfram-grams","publikationen-vorg-250"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Deutsch-deutsche Blicke auf den Faschismus zwischen Erkenntnis und abwehrender Geschichtspolitik - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-250\/publikation\/deutsch-deutsche-blicke-auf-den-faschismus-zwischen-erkenntnis-und-abwehrender-geschichtspolitik\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Deutsch-deutsche Blicke auf den Faschismus zwischen Erkenntnis und abwehrender Geschichtspolitik - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"2025 begingen die Deutschen den Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zum 34. 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