{"id":20452,"date":"2026-03-19T11:41:01","date_gmt":"2026-03-19T10:41:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=20452"},"modified":"2026-03-19T11:45:01","modified_gmt":"2026-03-19T10:45:01","slug":"von-diskursiver-zu-politischer-macht-eine-analyse-der-digitalen-kampagne-gegen-verfassungsrichterkandidatin-frauke-brosius-gersdorf","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/von-diskursiver-zu-politischer-macht-eine-analyse-der-digitalen-kampagne-gegen-verfassungsrichterkandidatin-frauke-brosius-gersdorf\/","title":{"rendered":"Von diskursiver zu politischer Macht \u2013 Eine Analyse der digitalen Kampagne gegen Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Absage der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht im Juli 2025 stellt weit mehr als eine gescheiterte Personalentscheidung im politischen Tagesgesch\u00e4ft Berlins dar. Sie markiert vielmehr eine fundamentale Z\u00e4sur in der deutschen Parlamentsgeschichte und der Besetzung h\u00f6chster Staats\u00e4mter. Das dokumentiert eine signifikante Verschiebung im Machtgef\u00fcge zwischen parlamentarischen Institutionen und digital organisierten \u00d6ffentlichkeiten.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die erfolgreiche Diskurs- und Entscheidungsbeeinflussung im Fall Brosius-Gersdorf durch eine au\u00dferparlamentarische, digitale Kampagne aus dem rechtsalternativen medialen Spektrum ist ein Exempel f\u00fcr die Verschiebung von \u00f6ffentlichen Diskursen nach rechts. Der Erfolg der Kampagne zeigt den \u00dcbergang von einer diskursiven zu einer politischen Macht, die in der Lage ist, nicht mehr nur die Deutungshoheit im digitalen Raum zu erlangen, sondern Debatten bis ins Parlament hinein zu formen und auf politische Entscheidungsprozesse einzuwirken.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Diese Form der digitalen Mobilisierung auf Basis von Verzerrungen und Desinformation sowie der kombinierte Einsatz von medialer Macht, Plattformstrukturen und rechten Netzwerken \u2013 flankiert von parlamentarischer Unterst\u00fctzung durch die AfD \u2013 stellt damit potenziell die erste Evidenz f\u00fcr eine langfristige Ver\u00e4nderung von politischen Kampagnen in Deutschland dar. Dabei zeigt sich eine zunehmende Politisierung von Entscheidungsprozessen, die bisher im Diskurs gr\u00f6\u00dftenteils als unpolitisch und technisch wahrgenommen wurden. Dies ist eine Entwicklung, wie wir sie ansonsten prim\u00e4r in den USA sehen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Kampagne liefert zudem einen empirischen Beleg f\u00fcr zentrale theoretische Konzepte des digitalen Strukturwandels. Sie illustriert J\u00fcrgen Habermas\u2019 These der Fragmentierung in digitale Halb\u00f6ffentlichkeiten, denen infolge der algorithmischen Personalisierung von Inhalten und der Erosion der traditionellen Gatekeeper-Funktion des Journalismus der gemeinsame Bezugspunkt fehlt (Habermas 2022). Ebenso manifestiert sich hier Bernhard P\u00f6rksens Diagnose vom \u00dcbergang von der Mediendemokratie zur Emp\u00f6rungsdemokratie: Digitale Aufmerksamkeit wird f\u00e4lschlicherweise mit gesellschaftlicher Relevanz verwechselt. Die \u201evernetzten Vielen\u201c agieren dabei als eine \u201ef\u00fcnfte Gewalt\u201c des digitalen Zeitalters, die im Zusammenspiel mit der traditionellen vierten Gewalt der Medien neue Machtdynamiken entfaltet und Gegen\u00f6ffentlichkeiten erschafft (P\u00f6rksen 2015).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"die-transformation-der-richterwahl-zum-politikum\">Die Trans&shy;for&shy;ma&shy;tion der Richterwahl zum Politikum<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Das Bundesverfassungsgericht genie\u00dft im Vergleich zu anderen staatlichen Institutionen hohes Vertrauen in der deutschen Bev\u00f6lkerung (Petersen 2025). Verfassungsrichter*innen werden in Deutschland je zur H\u00e4lfte vom Bundestag und vom Bundesrat gew\u00e4hlt, wobei in beiden Gremien eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Diese hohe H\u00fcrde zwingt die Parteien zum Konsens, fachliche Qualifikationen stehen im Vordergrund und etwaige Bedenken werden bereits vor der Nominierung adressiert und ausger\u00e4umt. Im Jahr 2015 wurde \u00a7 6 BVerfGG infolge eines fraktions\u00fcbergreifenden Gesetzentwurfs aus demokratiepolitischen Erw\u00e4gungen ge\u00e4ndert, um die Richterwahl aus dem Wahlausschuss in das Plenum zu verlagern und so die Legitimation des Gerichts per Wahl zu st\u00e4rken (G\u00e4rditz 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Parteipolitische Widerst\u00e4nde haben zwar auch in der Vergangenheit zum R\u00fcckzug von Kandidat*innen gef\u00fchrt \u2013 so beispielsweise bei dem von der Union vorgeschlagenen Robert Seegm\u00fcller, dessen Nominierung im Richterwahlausschuss des Deutschen Bundestages im Januar 2025 wegen Bedenken der Gr\u00fcnen abgesagt wurde (Amos 2025). Hier zeigt sich jedoch der deutliche Unterschied zu den Abl\u00e4ufen im Sommer 2025: W\u00e4hrend die L\u00f6sung des Falles Seegm\u00fcller im internen parlamentarischen Verfahren geschah, wurde die Causa Brosius-Gersdorf vor dem Hintergrund einer externen Druckkulisse entschieden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Frauke Brosius-Gersdorf, eine in Fachkreisen hoch angesehene Juristin (Beck\/ Huster\/Thiele 2025), war auf Vorschlag der SPD als Nachfolgerin f\u00fcr die ausscheidende Richterin Doris K\u00f6nig f\u00fcr den Ersten Senat in Karlsruhe vorgesehen, wie am 30. Juni 2025 bekannt wurde (Rath 2025). F\u00fcr diese Rolle wurde sie am 7. Juli vom Richterwahlausschuss mit der notwendigen Mehrheit nominiert (Deutscher Bundestag Drucksache 21\/784 vom 07.07.2025). Folgen h\u00e4tte somit am 11. Juli eigentlich nur noch die Routineabstimmung im Bundestag, wozu es jedoch nicht mehr kam. Was in den knapp zwei Wochen zwischen Bekanntwerden, konsensualer Nominierung bis hin zur Absage der Wahl aufgrund von Bedenken der Unionsfraktion passierte, stellt einen in dieser Form bisher einmaligen Prozess im bundesdeutschen Parlamentarismus dar.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"genese-einer-kampagne\">Genese einer Kampagne<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der Diskurs \u00fcber die Wahl von Brosius-Gersdorf und die kommunikative Eskalationskurve, von initialer Themensetzung \u00fcber massive Amplifikation bis hin zu totaler Delegitimierung kurz vor der geplanten Wahl am 11. Juli, waren von einem breiten Portfolio an Kampagnenmerkmalen gepr\u00e4gt (vgl. auch R\u00f6ttger\/Ecklebe 2024).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Insbesondere die \u201ealternativen Medien\u201c, die sich selbst als Korrektiv gegen die \u00f6ffentlich-rechtlichen und \u201eMainstream\u201c-Medien verstehen, wirkten hierbei als initial treibende Kraft. Der erste Beitrag aus diesem \u201ealternativen\u201c Medienspektrum wurde am 1. Juli vom rechtslibert\u00e4ren Medium Apollo News ver\u00f6ffentlicht und b\u00fcndelte die rechtlichen Positionen Brosius-Gersdorfs auf wenige kulturkampff\u00e4hige Themen (polisphere 2025). In seiner X-Replik auf den Beitrag brachte NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt (2025b) mit dem Ausruf \u201eMuss verhindert werden!\u201c das Ziel der Kampagne auf den Punkt. Weitere rechtspopulistische Online-Portale griffen das Thema auf, verst\u00e4rkten die Aufmerksamkeit und setzten ein klares Framing. Allein NIUS ver\u00f6ffentlichte innerhalb von zehn Tagen \u00fcber 20 Artikel. Durch Wordings wie \u201eRichterin des Grauens\u201c und Anspielungen auf Verschw\u00f6rungserz\u00e4hlungen wie die vermeintlich geplante \u00dcbernahme des Verfassungsgerichts durch linksextreme Kr\u00e4fte verschob sich das Narrativ so von \u201elinks\u201c zu \u201egef\u00e4hrlich\u201c (vgl. Reichelt 2025a; Hauke 2025). Aufgrund der massiven Verbreitung von Plagiatvorw\u00fcrfen weniger als 24 Stunden vor der Wahl blieb keine Zeit f\u00fcr eine faktische Widerlegung. Die Unionsfraktion reagierte mit der Absage der Abstimmung und begr\u00fcndete dies im Bundestagsplenum damit, dass nicht mehr vollst\u00e4ndig gegeben sei, dass die Kandidatin \u201e\u00fcber jeden fachlichen Zweifel erhaben\u201c sei (Amos 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Unsere quantitative Analyse der Narrative im X-Diskurs zu Brosius-Gersdorf (01.07.2025\u201311.07.2025; n = 41.084) zeigt, dass sich die Kampagne inhaltlich durch eine hohe Flexibilit\u00e4t in der Verbreitung verschiedener Narrative auszeichnet. Zu Beginn ging es verst\u00e4rkt um die Darstellung von Brosius-Gersdorf als \u201eundemokratisch\u201c in Bezug zu ihren \u00c4u\u00dferungen \u00fcber ein m\u00f6gliches AfD-Verbotsverfahren. Diese Darstellung wurde zugleich mit weiteren \u201eextremen\u201d Positionen kombiniert, um ein Bild von ihr als linksextreme Aktivistin zu zeichnen: Brosius-Gersdorf sei <i>f\u00fcr<\/i> die Impfpflicht, <i>f\u00fcr<\/i> das Gendern des Grundgesetzes, <i>f\u00fcr<\/i> das AfD-Verbot und nicht zuletzt <i>f\u00fcr<\/i> eine Liberalisierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen. Diese Labels verfingen zun\u00e4chst prim\u00e4r in der aktiven Nutzerschaft aus den rechten Kernnetzwerken und der AfD-Anh\u00e4ngerschaft. (polisphere 2025)<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Schnell wurde jedoch deutlich, dass vor allem das Thema Abtreibung ein weitaus gr\u00f6\u00dferes Emp\u00f6rungs- und Mobilisierungspotenzial im konservativ-christlichen Milieu der CDU\/CSU erzielen kann. Die Rhetorik und Schwerpunktsetzung der Kampagne wurde daraufhin angepasst: Aus Brosius-Gersdorfs liberaler Haltung zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen und ihrer verfassungsrechtlichen Abw\u00e4gung von Schutzpflichten zwischen Mutter und Embryo wurde binnen weniger Tweetschleifen der falsche Vorwurf konstruiert, sie fordere eine \u201eAbtreibung bis zum 9. Monat\u201c und sei eine \u201eLebensfeindin\u201d. Diese Verf\u00e4lschung, Simplifizierung und Emotionalisierung dienten dazu, konservative Politiker*innen wie auch christliche Fundamentalist*innen zu aktivieren. Erg\u00e4nzt wurden diese emotionalen Triggerthemen in den letzten 24 Stunden vor der Wahl um die Plagiatsvorw\u00fcrfe, die zur finalen Delegitimierung der Person und gleichzeitigen Legitimierung der Begr\u00fcndung einer \u201eUnw\u00e4hlbarkeit\u201c beitragen konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"791\" class=\"aligncenter size-full wp-image-20451\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Schimmele-1-e1773916352669.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\"><i>Abb. 1: Kommunikationsvolumen zu ausgew\u00e4hlten Themen rund um den Wahlvorschlag von Dr. Frauke Brosius-Gersdorf f\u00fcr das Bundesverfassungsgericht in Beitr\u00e4gen (n = 41.084) auf X (vormals Twitter) im Analysezeitraum 01.07.2025-11.07.2025. Die Visualisierung zeigt das gestapelte Kommunikationsvolumen auf Stundenbasis aggregiert.<\/i><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\" align=\"justify\"><i>* Das Thema \u201eIdeologie\u201c umfasst das Kommunikationsvolumen zu den Worten Frauenquote, Kopftuch, Gendern, sowie die Bezeichnung von Prof. Dr. Brosius-Gersdorf als linksradikale Aktivistin.<\/i><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\" align=\"justify\">Dabei zeichneten sich die Berichterstattung in den alternativen Medien wie auch der Social-Media-Diskurs durch eine Vermischung von tats\u00e4chlich belegbaren Zuschreibungen, bewussten Falschinterpretationen und Verzerrungen bis hin zu offenen L\u00fcgen \u00fcber Brosius-Gersdorf aus. Durch den Fokus insbesondere auf Frauenrechte war dies in Teilen gepr\u00e4gt durch ein misogynes Framing (Schmidt 2025). Komplexe juristische Positionen wurden zudem auf Schlagworte reduziert und rechtliche Abhandlungen als Meinungen oder Forderungen verunglimpft. Clickbaiting-Titel pr\u00e4sentierten Vermutungen ohne unmittelbare Evidenz als brisante Enth\u00fcllung und suggerierten zwingenden Handlungsbedarf f\u00fcr die CDU\/CSU.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"das-oekosystem-der-gegenoeffentlichkeit\">Das &Ouml;kosystem der Gegen&shy;&ouml;f&shy;fent&shy;lich&shy;keit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der Erfolg der Kampagne war kein Zufall, sondern muss vor dem Hintergrund jahrelang strategisch aufgebauter rechter Strukturen und Netzwerke betrachtet werden. Gezielt wurden in den vergangenen Jahren eine Gegen\u00f6ffentlichkeit und ein eigenes Social-Media- und Medienuniversum geschaffen, in dem extrem rechte Erz\u00e4hlungen nicht auf Widerspruch sto\u00dfen und vielfach amplifiziert werden (M\u00fcller\/ Freudenthaler 2022). Eine Orchestrierung von zentraler Stelle ist auf Grundlage digitaler Diskurs- und Spurendaten in diesem Fall weder feststellbar noch war sie f\u00fcr die Kampagne notwendig. Stattdessen gab es ein organisches Aufgreifen von Themen, die von unterschiedlichen signifikanten Stellen im Netzwerk gesetzt und dann fortw\u00e4hrend kuratiert, reproduziert und verbreitet wurden.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zu den zentralen Akteuren geh\u00f6rten neben Apollo News und NIUS auch weitere rechtsalternative bis rechtsextreme Medien wie Tichys Einblick, Junge Freiheit, AUF1 oder das Compact Magazin. Diese agierten dabei h\u00e4ufig in einer Doppelrolle. Sowohl in Medienartikeln auf externen Webseiten als auch durch eigene Social-Media-Beitr\u00e4ge der Schl\u00fcsselakteure aus Ressortleitungen oder der Chefredaktion beteiligten sie sich an der Kampagne. Mit Blick auf die meist geteilten Links im X-Diskurs zeigt sich, dass die alternativen Medien so vor allem anf\u00e4nglich zwischen dem 1. und 4. Juli 2025 die Quellenlandschaft dominierten (polisphere 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In enger Wechselwirkung mit der publizistischen Ebene agiert grunds\u00e4tzlich eine hochaktive Nutzerschaft aus dem rechtsextremen und verschw\u00f6rungsideologischen Spektrum, welche das Internet seit Jahren als strategischen Raum zur Mobilisierung, Vernetzung und Radikalisierung nutzt. Das Netzwerk ist auf verschiedenen Plattformen, in Online-Foren und Messenger-Diensten aktiv (Heft et al. 2021). Es besteht aus einer Vielzahl unterschiedlich reichweitenstarker Akteure, von anonymen Accounts bis hin zu Influencer*innen und Popkulturfiguren (Berendsen\/Schnabel 2024). Ein Teil des Netzwerkes wird auch als AfD-Vorfeld bezeichnet, da es in besonders hoher Frequenz parteiunterst\u00fctzende Inhalte selbst produziert oder Inhalte offizieller Partei-Accounts weiterverbreitet (vgl. Fielitz et al. 2024).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Fall Brosius-Gersdorf gab es explizite Aufforderungen zur Mobilisierung dieser Nutzerschaft von offiziellen Accounts einzelner AfD-Politiker*innen (etwa M\u00fcnzenmaier 2025). Eine manuelle qualitative Klassifikation der 100 einflussreichsten X-Akteure im relevanten Diskurs (auf Basis von \u201eRetweets\u201c) zeigt au\u00dferdem, dass zwei Drittel zur AfD (zehn) oder ihrem Vorfeld (58) geh\u00f6ren. Hervorzuheben ist dabei Beatrix von Storch als zentrale Akteurin mit den meisten \u201eRetweets\u201c im relevanten Zeitraum (polisphere 2025). Aus den Interaktionen des Vorfelds und reichweitenstarker Einzelakteure l\u00e4sst sich auch abzeichnen, wie schnell die rechtswissenschaftlichen Arbeiten von Brosius-Gersdorf zu Schwangerschaftsabbr\u00fcchen verzerrt, zugespitzt und zu Falschbehauptungen formuliert wurden. W\u00e4hrend es etwa im Artikel von Apollo News vom 1. Juli noch abstrakt hei\u00dft, dass ihre Position zu \u00a7 218 StGB der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts widerspreche (Roland 2025), finden sich bereits in den Antworten unter der Replik von Reichelt Formulierungen wie \u201eAbtreibung bis kurz vor der Geburt\u201c (vgl. Kommentare bei Reichelt 2025b). Beitr\u00e4ge, etwa von der Werteunion (2025) und von Storch (2025), aktivierten weitere Teile des Vorfelds und Abtreibungsgegner*innen am Abend des 2. Juli mit Formulierungen wie \u201eMenschenw\u00fcrde des Embryos erst ab Geburt voll gegeben\u201c und \u201eLebensfeindin\u201c.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zu jenen Abtreibungsgegner*innen geh\u00f6ren Organisationen wie Aktion SOS Leben, 1000plus oder Aktion Lebensrecht f\u00fcr alle (ALfA). Mit Bezeichnungen wie \u201eUltra-Linke und Abtreibungsaktivistin\u201c griffen sie die Kampagnennarrative auf und erh\u00f6hten den kommunikativen Druck durch Briefe an Abgeordnete, E-Mails und eigene Beitr\u00e4ge (Hecht 2025). Ein zentrales Element der Kampagne war die Petition mit dem Titel <i>Nein zu Abtreibungsaktivisten im Bundesverfassungsgericht \u2013 Nein zu Brosius-Gersdorf!<\/i> auf der erzkatholischen Anti-Choice-Plattform CitizenGO. Mit Aufrufen zur Unterschrift ist die Petition der meistgeteilte Link im relevanten X-Diskurs und wurde auch auf anderen digitalen Plattformen massiv verbreitet. So sammelte die Petition im Kampagnenzeitraum \u00fcber 100.000 Unterschriften (Hecht 2025; Spinrath et al. 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Gegensatz zum fragmentierten System liberaler Medien, die sich gegenseitig widersprechen, agiert dieses rechte \u00d6kosystem gr\u00f6\u00dftenteils koh\u00e4rent und verst\u00e4rkt sich gegenseitig. Ein entscheidendes Erkl\u00e4rungsmuster f\u00fcr diese Dynamik liefert das Konzept des <i>Propaganda Feedback Loop<\/i>, entwickelt mit Blick auf die US-Medienlandschaft vor den Pr\u00e4sidentschaftswahlen 2016 (Benkler\/Faris\/Roberts 2018). Dabei wird unterschieden zwischen einem \u201eReality-Check-Ecosystem\u201c aus traditionellen Medien und Wissenschaft, in dem Falschbehauptungen korrigiert und sanktioniert werden, und einem \u201ePropaganda-Ecosystem\u201c. In diesem f\u00fchren Falschbehauptungen und extreme Positionen nicht zu Kritik, sondern zu gegenseitiger Best\u00e4tigung und Identit\u00e4tsstiftung. Im Falle der Kampagne gegen Brosius-Gersdorf wurden so ebenfalls Themen und Narrative gesetzt, die von anderen Akteuren des rechten \u00d6kosystems aufgegriffen wurden. Medien zitierten sich gegenseitig und validierten Aussagen durch schiere Wiederholung, unterst\u00fctzt durch Likes und Shares aus der Community. Gleichzeitig findet in diesem geschlossenen Kreislauf eine Immunisierung gegen jeglichen Widerspruch von au\u00dfen statt. Gegenargumente und Richtigstellungen werden als verzweifelte Angriffe des \u201eMainstreams\u201c gewertet und st\u00e4rken den Zusammenhalt der Gruppe.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"gezielte-nutzung-von-plattformlogiken\">Gezielte Nutzung von Platt&shy;form&shy;lo&shy;giken<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die digitalen Informationsr\u00e4ume sind Austragungsort und strukturgebendes Element zugleich. Plattformen nehmen eine zentrale Rolle in der Organisation von gesellschaftspolitischen Prozessen ein; ihre Ausgestaltung beeinflusst \u00f6ffentliche Diskurse und Meinungsbildungsprozesse (Cobbe 2021; Gillespie 2018). So st\u00fctzen sich auch verschiedene Instrumente der Kampagne auf zentrale Plattformmechanismen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auf der Plattform TikTok fanden sich neben den Mobilisierungsaufrufen aus dem AfD-Vorfeld auch KI-gest\u00fctzte Inhalte im Stil von Nachrichtenmeldungen, wenn auch diese nur eine vergleichsweise geringe Reichweite erzielten. Im Zeitraum der Kampagne wurden au\u00dferdem Suchvorschl\u00e4ge wie \u201eAbtreibung bis 9. Monat\u201c auf der Plattform angezeigt. Obwohl politische Werbung auf TikTok verboten ist (TikTok 2025), wurden Anti-Brosius-Gersdorf-Beitr\u00e4ge als Werbung geschaltet und so in ihrer Reichweite verst\u00e4rkt. Ebenso wurden auf den Meta-Plattformen (Facebook, Instagram und Threads) Werbeanzeigen zur Wahlverhinderung geschaltet (polisphere 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Traditionell galt Twitter\/X als wichtigste Plattform f\u00fcr politischen und gesellschaftlichen Diskurs. Interaktions- und Textdaten der Plattform sind daher zentraler Grundstein f\u00fcr die Forschung zu politischer Kommunikation oder zu Polarisierungsmechanismen in sozialen Netzwerken gewesen (Enli\/Skogerb\u00f8 2013; Garimella\/ Weber 2017). Seit der \u00dcbernahme durch Elon Musk im Jahr 2022, der Umbenennung in X und Ver\u00e4nderungen der Inhaltsmoderation sowie Plattformrichtlinien ist die Pr\u00e4senz von Desinformation, gewaltverherrlichenden und rechtsextremen Inhalten deutlich gestiegen (Hickey et al. 2025). Seither hat sich der Fokus auf andere Plattformen verschoben, besonders TikTok steht im Zentrum der Bem\u00fchungen politischer Akteure um Sichtbarkeit und Deutungshoheit. Im Vergleich des Kommunikationsvolumens zum Thema sticht X jedoch weiterhin als zentraler digitaler Diskursraum heraus.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine Netzwerkanalyse zum X-Diskurs \u00fcber Brosius-Gersdorf zeigt, dass sich die Kommunikation in zwei sich stark rezipierende Pole geteilt hat: Neben dem Kampagnenkern aus rechtsalternativen Medienakteuren, AfD-Accounts und Vorfeld findet sich in der Verteidigung von Brosius-Gersdorf eine deutlich weniger reichweitenstarke Gruppe von Akteuren aus der organisierten Zivilgesellschaft und dem linken Parteienspektrum. Mit Blick auf Interaktionen und zentrale Akteure im Diskurs f\u00e4llt auf, wie stark sich der kommunikative Druck der Kampagne auf die Union als prim\u00e4re Projektionsfl\u00e4che konzentrierte. X-Accounts der CDU\/CSU und von einzelnen Politikern wie Markus S\u00f6der und Friedrich Merz (letzterer auch \u00fcber den offiziellen Bundeskanzler-Account) wurden massiv in Beitr\u00e4gen aus dem Kampagnennetzwerk erw\u00e4hnt (Mentions). Gleichzeitig wurden jegliche, teils wochenalte X-Beitr\u00e4ge der Unions-Akteure mit Antworten geflutet, die sich auf Brosius-Gersdorf bezogen und zur Verhinderung der Kandidatin aufriefen. Kombiniert wurde diese \u00dcberexposition mit den halbautomatischen E-Mails aus dem Netzwerk der Abtreibungsgegner, von denen der Organisation 1000plus zufolge \u00fcber 37.000 St\u00fcck an Unionabgeordnete gesendet worden sind (Spinrath et al. 2025). Bernhard P\u00f6rksen (2015) spricht in solchen F\u00e4llen von einer \u201ef\u00fcnften Gewalt\u201c, den vernetzten Vielen, die Politik \u00fcber digitale Protestformen mitsteuern. Im Gegensatz dazu steht die Abwesenheit der SPD im Diskurs. Obwohl es die SPD war, die Brosius-Gersdorf vorgeschlagen hatte, spielten weder sie noch ihre Einzel-Accounts eine Rolle \u2013 in der eigenen Kommunikation wie auch als Projektionsfl\u00e4che.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"anschlussfaehigkeit-als-erfolgsfaktor\">Anschluss&shy;f&auml;&shy;hig&shy;keit als Erfolgs&shy;faktor<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Kampagne war das Verhalten der konservativen Akteure und etablierten Medien au\u00dferhalb des Kerndiskurses, die \u2013 gewollt oder ungewollt \u2013 als Verst\u00e4rker der rechten Narrative fungierten. So war dank eines erfolgreichen rechten Agenda-Settings auch der Diskurs in Qualit\u00e4tsmedien gepr\u00e4gt von einem in Teilen grundlegend irref\u00fchrenden, negativen Framing. Insbesondere die Welt, aber auch die FAZ und die NZZ waren hier pr\u00e4sent (Gutschi 2025). Die negativen Narrative wurden durch die Berichterstattung \u00fcber eine \u201eumstrittene\u201c und \u201epolarisierende\u201c Kandidatin validiert, wodurch ein False Balancing erzielt werden konnte und haltlose Diffamierungen als legitime Kritik eingeordnet wurden (vgl. Klenner 2025; Handelsblatt 2025). Grunds\u00e4tzlich befinden sich traditionelle Medien in einer schwierigen Lage: Mit dem starken Bedeutungszuwachs von \u201ealternativen Medien\u201c, aber auch Plattformen wie TikTok, sind traditionelle Medien zunehmend gezwungen, die Geschwindigkeit ihrer Berichterstattung zu erh\u00f6hen. Auch Zuspitzungen helfen im Verteilungskampf um Aufmerksamkeit, der von den Plattform-Algorithmen geschaffen und aufrechterhalten wird.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Besonders deutlich wurden die Ausweitung des Diskurses und die Wirkung der Kampagne bis tief in konservative Kreise durch \u00c4u\u00dferungen von Kirchenvertreter*innen zur Richterwahl. So setzte Bambergs Erzbischof G\u00f6ssl mit seiner Beschreibung von einem \u201eAbgrund der Intoleranz und Menschenverachtung\u201c in Bezug auf die Positionen von Brosius-Gersdorf nicht nur ein deutliches Zeichen in Richtung der Unionsfraktion, sondern brachte auch den alternativen Medien neue Legitimation und einen glaubw\u00fcrdigen Bezugspunkt f\u00fcr ihre Berichterstattung (G\u00fctling 2025).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">W\u00e4hrend ernsthafte Zweifel von CDU\/CSU-Abgeordneten an der Eignung von Brosius-Gersdorf sicherlich nicht ausschlie\u00dflich einer Kampagne zuzuordnen sind, zielte die Kampagne taktisch pr\u00e4zise auf die innere Logik dieser Parteien. Indem Themen adressiert wurden, die zum konservativen Markenkern geh\u00f6ren, wurde die Entscheidung zum moralischen Test und Ma\u00dfstab christlicher Werte stilisiert. Besonders das Bekenntnis zum \u201eLebensschutz\u201c eignete sich hierf\u00fcr. Abgeordnete wie Saskia Ludwig (CDU) \u00fcbernahmen auf dieser Basis das Framing der \u201eUnw\u00e4hlbarkeit\u201c von Brosius-Gersdorf \u00f6ffentlich und warben im Schulterschluss mit den \u201ealternativen Medien\u201c gegen die eigene Parteilinie (Rzepka 2025). Die Angst vor dem vermeintlichen Zorn der eigenen konservativen Basis wog so schwerer als die Loyalit\u00e4t zur parlamentarischen Absprache mit dem Koalitionspartner. Genau diese Angst gr\u00fcndete jedoch darauf, dass die Lautst\u00e4rke der digitalen Minderheit als repr\u00e4sentative Mehrheitsstimme der W\u00e4hlerschaft verstanden wurde \u2013 und entsprechend dieser Lautst\u00e4rke wurden Entscheidungen getroffen.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"implikationen-fuer-demokratie-und-debattenkultur\">Impli&shy;ka&shy;ti&shy;onen f&uuml;r Demokratie und Debat&shy;ten&shy;kultur<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Kampagne gegen Brosius-Gersdorf ist sp\u00e4testens mit dem R\u00fcckzug der Kandidatin zu einer Blaupause f\u00fcr Beeinflussungsversuche von parlamentarischen Entscheidungen in Deutschland geworden. Dies erlaubt drei zentrale Ableitungen f\u00fcr die demokratische Debattenkultur:<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\" align=\"justify\">Es besteht die Gefahr, dass \u00e4hnliche Personalfragen k\u00fcnftig ebenfalls solch einer Stimmungsmache ausgesetzt sein werden. Es zeigt sich einerseits eine Politisierung der Justiz und von gewissen Entscheidungen, die nach US-amerikanischem Vorbild als Kulturkampf umgedeutet werden. Andererseits kann dies zu einer erzwungenen Entpolitisierung der Kandidat*innen f\u00fchren, da nur noch Personen ohne wahrgenommenes Profil und Angriffsfl\u00e4che in Betracht gezogen werden. Gleichzeitig wirft es die Frage auf, wer k\u00fcnftig noch dazu bereit ist, sich diesem potenziellen Druck auszusetzen und inwiefern hierdurch Personen aus der politischen Arena herausgedr\u00e4ngt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\" align=\"justify\">Der Prozess unterstreicht die Notwendigkeit f\u00fcr mehr Resilienz gegen\u00fcber digitaler Stimmungsmache und Einflussnahme. Der Fall hat veranschaulicht, dass die Kombination von polarisierenden Themen und digitaler Mobilisierung in der Lage ist, den Diskurs nach rechts zu verschieben und die sogenannte Brandmauer zu durchl\u00f6chern. Dass die anf\u00e4nglichen Versuche einer Mobilisierung gegen die zweite SPD-Kandidatin, Ann-Katrin Kaufhold, nicht erfolgreich waren, d\u00fcrfte mitunter an den fehlenden emotionalisierenden Ankn\u00fcpfungspunkten ans konservative Spektrum gelegen haben. Daneben kann ein gestiegenes Bewusstsein f\u00fcr Kampagnenelemente und gezielte Beeinflussungsversuche sowohl auf politischer als auch auf medialer Ebene die Widerstandsf\u00e4higkeit st\u00e4rken.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\" align=\"justify\">Die Kampagne verdeutlicht, wie die Grenze zwischen seri\u00f6sem Journalismus und Meinungsmache weiter verwischt wird. In dieser Sph\u00e4re werden Desinformation, Verzerrungen und Emotionalisierungen legitimiert und die eigentliche Gatekeeper-Funktion der Medien neu verhandelt. Insbesondere konservativen etablierten Medien kommt hier mit Blick auf die Legitimierung der Diskursverschiebung nach rechts eine kritische Rolle zu. \u00dcbergreifend besteht das Ziel der alternativen Medien darin, eine neue mediale \u00d6ffentlichkeit zu schaffen. Sie verstehen sich als Gegenentwurf zum \u201eMainstream\u201d, stellen sich jedoch gleichzeitig als Stimme des Volkes dar und verfolgen in diesem Sinne das Ziel, der neue Mainstream zu werden. Diese Fragmentierung der \u00d6ffentlichkeit, bei der Teile der Gesellschaft sich aus teils v\u00f6llig diametralen Informationsquellen bedienen, wird perspektivisch nur zunehmen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Causa Brosius-Gersdorf muss daher als Warnung verstanden werden. Sie zeigt: Wer die digitale \u00d6ffentlichkeit beherrscht, kann zunehmend die parlamentarische Agenda beeinflussen. Mit algorithmisch amplifizierter Lautst\u00e4rke wird auf die Delegitimierung der demokratischen Institutionen abgezielt. Gleichzeitig verst\u00e4rken Kampagnen dieser Art den ohnehin polarisierten und aufgeheizten gesellschaftlichen Diskurs noch weiter. Der Bedeutungszuwachs digitaler Netzwerke und Plattformen bietet neue M\u00f6glichkeiten zur Verschiebung von Diskursr\u00e4umen, die von rechten \u201eAlternativmedien\u201c genutzt werden, um den journalistischen Mainstream und b\u00fcrgerliche Parteien zu pr\u00e4gen. Eine wehrhafte Demokratie muss aber in der Lage sein, der strategischen Instrumentalisierung der eigenen diskursiven Infrastruktur entgegenzuwirken und eine faktenbasierte politische Debatte zu schaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Hannah Schimmele<\/strong> verantwortet bei polisphere den Bereich Desinformation und analysiert Diskurse und strategische Einflussnahme im digitalen Raum. Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle von Desinformation, Demokratie und Sicherheit, der gezielten Nutzung von Informationsmanipulationen durch autokratische, illiberale Akteure sowie deren Auswirkungen auf demokratische Gesellschaften und Diskurse.<\/em><\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Ri<\/strong><strong class=\"western\">chard Schwenn<\/strong> ist Computational Social Scientist und leitet seit 2024 den Bereich Datenanalyse &amp; K\u00fcnstliche Intelligenz bei polisphere. Sein Fokus liegt auf der Entwicklung und Anwendung computergest\u00fctzter Methoden zur Sammlung, Analyse und Visualisierung digitaler Diskurs- und Netzwerkdaten. Inhaltlich besch\u00e4ftigt sich Schwenn mit der Integrit\u00e4t und Ausgestaltung digitaler Informationsr\u00e4ume sowie dem Einfluss von KI, Desinformation und Verschw\u00f6rungsnarrativen auf politische Kommunikation und gesellschaftliche Diskurse.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\"><em>Amos, Maximilian<\/em> 2025: Richterwahl abgesagt: Droht eine \u201eSupreme-Court-isierung\u201c des BVerfG?, in: <em>beck-aktuell<\/em> vom 11.07.2025, <a href=\"https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/bverfg-richterwahl-abgesagt-brosius-gersdorf-abtreibung-plagiat\">https:\/\/rsw.beck.de\/aktuell\/daily\/meldung\/detail\/bverfg-richterwahl-abgesagt-brosius-gersdorf-abtreibung-plagiat<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Beck, Susanne\/Huster, Stefan\/Thiele, Alexander<\/em> 2025: Stellungnahme zur Causa \u201eFrauke Brosius-Gersdorf.\u201c, in: <em>Verfassungsblog <\/em>vom 14.07.2025: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/stellungnahme-zur-causa-frauke-brosius-gersdorf\/\">https:\/\/verfassungsblog.de\/stellungnahme-zur-causa-frauke-brosius-gersdorf\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Benkler, Yochai\/Faris, Robert\/Roberts, Hal<\/em> 2018: The Propaganda Feedback Loop, in: Dies. (Hrsg.): <em>Network Propaganda: Manipulation, Disinformation, and Radicalization in American Politics<\/em>, Oxford, S. 75\u2013100, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/oso\/9780190923624.003.0003\">https:\/\/doi.org\/10.1093\/oso\/9780190923624.003.0003<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Berendsen, Eva\/Schnabel, Deborah<\/em> 2024: Das TikTok-Universum der (extremen) Rechten &#8211; Trends, Strategien und \u00c4sthetik in der Social Media-Kommunikation, Frankfurt am Main, <a href=\"https:\/\/www.bs-anne-frank.de\/mediathek\/publikationen\/das-tiktok-universum-der-extremen-rechten\">https:\/\/www.bs-anne-frank.de\/mediathek\/publikationen\/das-tiktok-universum-der-extremen-rechten<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Cobbe, Jennifer <\/em>2021: Algorithmic Censorship by Social Platforms: Power and Resistance, in: <em>Philosophy &amp; Technology<\/em>, Jg. 34, H. 4, S. 739\u2013766, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s13347-020-00429-0\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/s13347-020-00429-0<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Enli, Gunn Sara\/Skogerb\u00f8, Eli<\/em> 2013: Personalized Campaigns in Party-Centred Politics: Twitter and Facebook as arenas for political communication, in: <em>Information, Communication &amp; Society<\/em>, Jg. 16, H. 5, S. 757\u2013774.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Fielitz, Maik\/Sick, Harald\/Schmidt, Michael\/Donner, Christian<\/em> 2024: Social-Media-Partei AfD? Digitale Landtagswahlk\u00e4mpfe im Vergleich, Frankfurt am Main, <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/fileadmin\/user_data\/stiftung\/02_Wissenschaftsportal\/03_Publikationen\/AP73_LTW_AfD_WEB.pdf\">https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/fileadmin\/user_data\/stiftung\/02_Wissenschaftsportal\/03_Publikationen\/AP73_LTW_AfD_WEB.pdf<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>G\u00e4rditz, Klaus Ferdinand<\/em> 2025: Parlamentskultur und Bundesverfassungsrichterwahl, in: <em>Verfassungsblog <\/em>vom 15.07.2025, <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/bundesverfassungsrichterwahl-frauke-brosius-gersdorf-wahlverfahren\/\">https:\/\/verfassungsblog.de\/bundesverfassungsrichterwahl-frauke-brosius-gersdorf-wahlverfahren\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Garimella, Venkata Rama Kiran\/Weber, Ingmar<\/em> 2017: A Long-Term Analysis of Polarization on Twitter, in: P<em>roceedings of the International AAAI Conference on Web and Social Media<\/em>, Jg. 11, H. 1, S. 528\u2013531, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1609\/icwsm.v11i1.14918\">https:\/\/doi.org\/10.1609\/icwsm.v11i1.14918<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Gillespie, Tarleton<\/em> 2018: Custodians of the Internet: Platforms, Content Moderation, and the Hidden Decisions That Shape Social Media, New Haven, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.12987\/9780300235029\">https:\/\/doi.org\/10.12987\/9780300235029<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Gutschi, Andrea<\/em> 2025: Mediale Kampagne gegen Juristin: Wie aus Diffamierung eine Debatte wird, in: <em>Kobuk<\/em> vom 18.07.2025, <a href=\"https:\/\/kobuk.at\/2025\/07\/mediale-kampagne-gegen-juristin-wie-aus-diffamierung-eine-debatte-wird\/\">https:\/\/kobuk.at\/2025\/07\/mediale-kampagne-gegen-juristin-wie-aus-diffamierung-eine-debatte-wird\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>G\u00fctling, Thorsten <\/em>2025: \u201eHexenjagd\u201c: \u00c4rger nach politischer Predigt von Erzbischof G\u00f6ssl, in: <em>BR24<\/em> vom 14.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/hexenjagd-aerger-nach-politischer-predigt-von-erzbischof-goessl,Uqvxvno\">https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/hexenjagd-aerger-nach-politischer-predigt-von-erzbischof-goessl,Uqvxvno<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Habermas, J\u00fcrgen<\/em> 2022: Ein neuer Strukturwandel der \u00d6ffentlichkeit und die deliberative Politik, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Handelsblatt <\/em>2025: Verfassungsgericht: SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf trotz Kritik nominiert, in: <em>Handelsblatt <\/em>vom 08.07.2025: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/verfassungsgericht-spd-kandidatin-brosius-gersdorf-trotz-kritik-nominiert\/100140008.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/verfassungsgericht-spd-kandidatin-brosius-gersdorf-trotz-kritik-nominiert\/100140008.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hauke, Frank<\/em> 2025: Die neue Jurist*innen-NGO namens Bundesverfassungsgericht, in: <em>Junge Freiheit<\/em> vom 08.07.2025, <a href=\"https:\/\/jungefreiheit.de\/debatte\/kommentar\/2025\/die-neue-juristinnen-ngo-namens-bundesverfassungsgericht\/\">https:\/\/jungefreiheit.de\/debatte\/kommentar\/2025\/die-neue-juristinnen-ngo-namens-bundesverfassungsgericht\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hecht, Patricia <\/em>2025: Rechte Hetze gegen Brosius-Gersdorf: Der lange vorbereitete Feldzug der FundamentalistInnen, in: <em>taz <\/em>vom 14.07.2025, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rechte-Hetze-gegen-Brosius-Gersdorf\/!6097369\/\">https:\/\/taz.de\/Rechte-Hetze-gegen-Brosius-Gersdorf\/!6097369\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Heft, Annett\/K\u00fcpfer, Curd\/Mayerh\u00f6ffer, Eva\/Reinhardt, Susanne<\/em> 2021: Toward a Transnational Information Ecology on the Right? Hyperlink Networking among Right-Wing Digital News Sites in Europe and the United States, in: <em>The International Journal of Press\/Politics<\/em>, Jg. 26, H. 2, S. 484\u2013504, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/1940161220963670\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/1940161220963670<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Hickey, Daniel\/Fessler, Daniel M. T.\/Lerman, Kristina\/Burghardt, Keith<\/em> 2025: X under Musk\u2019s leadership: Substantial hate and no reduction in inauthentic activity, in: <em>PLOS ONE<\/em>, Jg. 20, H. 2, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0313293\">https:\/\/doi.org\/10.1371\/journal.pone.0313293<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Klenner, Stephan<\/em> 2025: Verfassungsrichterwahl: So stark polarisiert Frauke Brosius-Gersdorf mit ihren Positionen, in: <em>FAZ <\/em>vom 08.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/einspruch\/verfassungsrichterwahl-so-stark-polarisiert-frauke-brosius-gersdorf-mit-ihren-positionen-110579613.html\">https:\/\/www.faz.net\/einspruch\/verfassungsrichterwahl-so-stark-polarisiert-frauke-brosius-gersdorf-mit-ihren-positionen-110579613.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>M\u00fcller, Philipp\/Freudenthaler, Rainer<\/em> 2022: Right-Wing, Populist, Controlled by Foreign Powers? Topic Diversification and Partisanship in the Content Structures of German-Language Alternative Media, in: <em>Digital Journalism<\/em>, Jg. 10, H. 8, S. 1363\u20131386, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1080\/21670811.2022.2058972\">https:\/\/doi.org\/10.1080\/21670811.2022.2058972<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>M\u00fcnzenmaier, Sebastian<\/em> 2025: Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin verhindern! In: <em>TikTok <\/em>vom 08.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/@muenzenmaier\/video\/7524597446916230422?is_from_\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.tiktok.com\/@muenzenmaier\/video\/7524597446916230422?is_from_<\/a> webapp=1&amp;web_id=7459095440295527958.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Petersen, Thomas<\/em> 2025: Allensbach-Umfrage: Weniger Deutsche vertrauen dem Bundesverfassungsgericht, in: <em>FAZ<\/em> vom 11.12.2025, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/allensbach-umfrage-weniger-deutsche-vertrauen-dem-bundesverfassungsgericht-110800824.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/allensbach-umfrage-weniger-deutsche-vertrauen-dem-bundesverfassungsgericht-110800824.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>polisphere <\/em>2025: Die Causa Brosius-Gersdorf, in: <em>polisphere <\/em>vom 05.08.2025,<a href=\"https:\/\/polisphere.eu\/aktuelles\/die-causa-brosius-gersdorf\"> https:\/\/polisphere.eu\/aktuelles\/die-causa-brosius-gersdorf<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>P\u00f6rksen, Bernhard <\/em>2015: Trolle, Emp\u00f6rungsjunkies und kluge K\u00f6pfe &#8211; Die f\u00fcnfte Gewalt des digitalen Zeitalters, in: <em>Cicero <\/em>vom 17.04.2015, <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/trolle-empoerungsjunkies-und-kluge-koepfe-die-fuenfte-gewalt-des-digitalen\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/trolle-empoerungsjunkies-und-kluge-koepfe-die-fuenfte-gewalt-des-digitalen<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rath, Christian<\/em> 2025: Das sind die Kandidaten f\u00fcr die Verfassungsrichter-Wahlen: Dreier-Paket f\u00fcr Karlsruhe, in: <em>LTO <\/em>vom 30.06.2025, <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/justiz\/j\/verfassungsrichter-wahlen-im-bundestag-bverfg-union-spd-linke-spinner-brosius-gersdorf-kaufhold\">https:\/\/www.lto.de\/recht\/justiz\/j\/verfassungsrichter-wahlen-im-bundestag-bverfg-union-spd-linke-spinner-brosius-gersdorf-kaufhold<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Reichelt, Julian<\/em> 2025a: Abtreibung bis zum 9. Monat: Merz und die Richterin des Grauens, in: <em>NIUS<\/em> vom 10.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.nius.de\/kommentar\/news\/abtreibung-bis-zum-9-monat-merz-und-die-richterin-des-grauens\">https:\/\/www.nius.de\/kommentar\/news\/abtreibung-bis-zum-9-monat-merz-und-die-richterin-des-grauens<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Reichelt, Julian<\/em> 2025b: Muss verhindert werden! In: <em>X<\/em> vom 01.07.2025, <a href=\"https:\/\/x.com\/jreichelt\/status\/1940028693587362125\">https:\/\/x.com\/jreichelt\/status\/1940028693587362125<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Roland, Max<\/em> 2025: Impfpflicht, Grundgesetz gendern, AfD verbieten \u2013 daf\u00fcr steht die Kandidatin f\u00fcr das Verfassungsgericht, in: <em>Apollo News<\/em> vom 01.07.2025, <a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/impfpflicht-grundgesetz-gendern-afd-verbieten-dafuer-steht-die-kandidatin-fuer-das-verfassungsgericht\/\">https:\/\/apollo-news.net\/impfpflicht-grundgesetz-gendern-afd-verbieten-dafuer-steht-die-kandidatin-fuer-das-verfassungsgericht\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>R\u00f6ttger, Ulrike\/Ecklebe, Sarah<\/em> 2024: Kampagnenkommunikation, in: Szyszka, P.\/Fr\u00f6hlich, R.\/R\u00f6ttger, U. (Hrsg.): <em>Handbuch der Public Relations: Wissenschaftliche Grundlagen des beruflichen Handelns<\/em>, Wiesbaden, S. 979\u2013997, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-28034-5_55\">https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-658-28034-5_55<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Rzepka, Dominik<\/em> 2025: Richterwahl im Bundestag gescheitert: Der Schaden ist immens, in: <em>ZDFheute<\/em> vom 11.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/bundestag-richterwahl-absetzung-spahn-merz-brosius-100.html\">https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/bundestag-richterwahl-absetzung-spahn-merz-brosius-100.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Schmidt, Marie<\/em> 2025: Der Fall Frauke Brosius-Gersdorf: Ein Drehbuch namens Backlash, in: <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> vom 18.07.2025, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/backlash-deutschland-frauke-brosius-gersdorf-frauenrechte-bundesverfassungsgericht-li.3284565\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/backlash-deutschland-frauke-brosius-gersdorf-frauenrechte-bundesverfassungsgericht-li.3284565<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Spinrath, Andreas\/Uebelacker, Till\/Rothe, Charlotte\/Wagner, Jonas<\/em> 2025: Der Fall Brosius-Gersdorf: Sieg der Glaubenskrieger? In: <em>WDR MONITOR\/Das Erste<\/em> vom 14.08.2025, <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/der-fall-brosius-gersdorf-sieg-der-glaubenskrieger-100.html\">https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/der-fall-brosius-gersdorf-sieg-der-glaubenskrieger-100.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Storch, Beatrix von<\/em> 2025: Die CDU denkt dar\u00fcber nach (!!!) Frauke Brosius-Gersdorf ins Bundesverfassungsgericht &#8230;, in: <em>X<\/em> vom 02.07.2025, <a href=\"https:\/\/x.com\/Beatrix_vStorch\/status\/1940493660887363913\">https:\/\/x.com\/Beatrix_vStorch\/status\/1940493660887363913<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>TikTok<\/em> 2025: Politik, Regierungsbeh\u00f6rden und Wahlen | TikTok Werberichtlinien, in: <em>TikTok Hilfebereich f\u00fcr Unternehmen<\/em>, <a href=\"https:\/\/ads.tiktok.com\/help\/article\/tiktok-ads-policy-politics-government-and-elections\/?lang=de\">https:\/\/ads.tiktok.com\/help\/article\/tiktok-ads-policy-politics-government-and-elections\/?lang=de<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>WerteUnion<\/em> 2025: Die Jura-Professorin #Frauke_Brosius_Gersdorf lehrt an der Universit\u00e4t Potsdam. &#8230;, in: <em>X<\/em> vom 02.07.2025: <a href=\"https:\/\/x.com\/WerteUnion\/status\/1940333592518824202\">https:\/\/x.com\/WerteUnion\/status\/1940333592518824202<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":20423,"template":"","categories":[8,2972,2949,2939,47,16],"tags":[],"autoren":[4560],"publikationen":[4546],"class_list":["post-20452","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-bioethik","category-bundesverfassungsgericht","category-corona","category-coronakriste-und-grundrechte","category-lebensweisen-pluralismus","category-rechtspolitik","autoren-hannah-schimmele-richard-schwenn","publikationen-vorg-253"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Von diskursiver zu politischer Macht \u2013 Eine Analyse der digitalen Kampagne gegen Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/von-diskursiver-zu-politischer-macht-eine-analyse-der-digitalen-kampagne-gegen-verfassungsrichterkandidatin-frauke-brosius-gersdorf\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von diskursiver zu politischer Macht \u2013 Eine Analyse der digitalen Kampagne gegen Verfassungsrichterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Absage der Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht im Juli 2025 stellt weit mehr als eine gescheiterte Personalentscheidung im politischen Tagesgesch\u00e4ft Berlins dar. 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