{"id":20461,"date":"2026-03-19T12:13:49","date_gmt":"2026-03-19T11:13:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=20461"},"modified":"2026-03-19T12:13:49","modified_gmt":"2026-03-19T11:13:49","slug":"gaza-und-voelkerrecht","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/gaza-und-voelkerrecht\/","title":{"rendered":"Gaza und V\u00f6lkerrecht"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Die Hamas gilt zumindest in der Vorstellung der westlichen Regierungen und ihrer Medien als Terrororganisation, da ihr Ziel die Vernichtung Israels sei, und das nicht erst seit dem 7. Oktober 2023. Sie verfolge dieses Ziel seit ihrer Gr\u00fcndung im Jahr 1987 unmittelbar nach der ersten Intifada mit Terroranschl\u00e4gen und illegaler Gewalt. Auch in der internationalen \u00d6ffentlichkeit hat sich dieses Bild einer Terrororganisation verfestigt, jenseits von Recht und Gesetz. Ihre Verfolgung und Vernichtung bis auf den letzten Mann sei daher das Gebot der Verteidigung und des \u00dcberlebens des Staates Israel.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Noch h\u00e4lt die Euphorie \u00fcber die ersten Schritte auf dem langen Weg zu einem endg\u00fcltigen Frieden an. Der Austausch der israelischen Geiseln und eines Teils der pal\u00e4stinensischen Gefangenen ist vollzogen. Nun ist die dringendste Aufgabe die Versorgung der in Gaza zusammengepferchten Pal\u00e4stinenser. Doch dann wartet die wohl komplizierteste Aufgabe, die im Trump-Plan offengeblieben ist: der vollst\u00e4ndige R\u00fcckzug der israelischen Armee aus dem Gaza-Streifen und die Wiederherstellung seiner Souver\u00e4nit\u00e4t, die er f\u00fcr nur kurze Zeit im Jahr 2005\/2006 gehabt hat, als Scharon Armee und Siedler aus dem Streifen herausgezogen hatte.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Wir kennen diese Stigmatisierung aus den Zeiten des antikolonialen Kampfes der 1960er und 1970er Jahre, als sich die Befreiungsbewegungen vorwiegend in Afrika und Asien gegen die koloniale Herrschaft mit allen ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln zur Wehr setzten und schlie\u00dflich gewannen \u2013 und dies nicht nur auf dem Kriegsschauplatz, sondern schlie\u00dflich auch in der UNO. Ob ANC (African National Congress, S\u00fcdafrika), SWAPO (South West Africa People\u2019s Organisation, S\u00fcd-West Afrika), MPLA (Movimento Popular de Libertacao de Angola), Frelimo (Frente de Libertacao de Mocambique), FLN (Front de Liberation National, Algerien) oder PLO (Palestine Liberation Organisation): Sie alle wurden in der westlichen Staatenwelt, noch lange nach ihrer Anerkennung in der UNO als Befreiungsbewegungen, als Terrororganisationen diskriminiert. Das endete erst mit der \u00dcbernahme der Macht in den befreiten Staaten und dem Wechsel ihrer F\u00fchrer aus dem Versteck in die Regierung. Wie schnell die alten Kolonialm\u00e4chte bereit sind, ihre Einsch\u00e4tzung von Terror auf Partner umzuwandeln, zeigt die internationale Anerkennung, die jetzt dem syrischen Pr\u00e4sidenten Ahmed Al Scharaa zuteilwird. Zuvor war er der F\u00fchrer der Rebellenorganisation Hara\u2019at Tahir asch-Scham (HTS) in der nordwestlichen Provinz Idlib, von wo aus er den Sturz der Regierung von Assad in Damaskus organisierte. Die HTS als Nachfolgeorganisation der terroristischen Al Nusrafront wurde als Terrororganisation, ihr F\u00fchrer Al Scharaa als Terrorist eingestuft.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nur noch wenige Territorien befinden sich unter fremder, kolonialer Besetzung, die von einer nationalen Bewegung auch mit Mitteln der Gewalt bek\u00e4mpft wird, wie etwa in der Westsahara der Kampf der Frente Polisario \u2013 oder auch in Gaza der Kampf der Hamas, nachdem sich die PLO auf eine Art Kooperation mit der Besatzungsmacht zur\u00fcckgezogen hat. Die Frage stellt sich also, welchen v\u00f6lkerrechtlichen Status die Hamas (harakat almuqawama al-islamya) hat. K\u00f6nnen sich ihre K\u00e4mpfer zum Beispiel auf den Kombattantenstatus gem\u00e4\u00df Art. 35ff. Erstes Zusatzprotokoll (ZPI) von 1977 berufen, oder sind es schlicht Terroristen, die mit dem nationalen Strafrecht Israels verfolgt und abgeurteilt werden k\u00f6nnen?<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"die-hamas\">Die Hamas<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Dazu zun\u00e4chst einige Fakten. Wie bereits erw\u00e4hnt, spielt die Feststellung, die Hamas wolle den Staat Israel vernichten, eine zentrale Rolle f\u00fcr ihre Qualifizierung als Terrororganisation. In ihrer Charta von 1988 waren in der Tat neben der Befreiung Pal\u00e4stinas die Vernichtung Israels, die Ablehnung der Zwei-Staaten-L\u00f6sung und das Bekenntnis zu einem muslimischen Staat und zum Jihad die zentralen Aussagen, verbunden mit antisemitischen Passagen. Als ein j\u00fcdischer Siedler im Jahr 1994 29 pal\u00e4stinensische Muslime in der Abraham-Moschee in Hebron t\u00f6tete, setzte die Hamas Selbstmordattent\u00e4ter gegen Zivilisten ein. Sie festigte damit ihren Ruf als Terrororganisation, da der Angriff auf Zivilpersonen absolut verboten ist und ein Kriegsverbrechen darstellt (vgl. Art. 8 R\u00f6misches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs vom 17.07.1998). Mit der Freilassung eines ihrer Gr\u00fcnder und prominentesten F\u00fchrers, Ahmad Yasin, im Jahr 1997 durch einen Gefangenenaustausch aus der israelischen Haft, gab sie diese Form des Kampfes auf und m\u00e4\u00dfigte ihre Strategie. Bereits im Wahlkampf 2005\/06 nach dem R\u00fcckzug der Siedler und der israelischen Armee aus Gaza, lie\u00df die F\u00fchrung der Hamas erkennen, dass sie mit der Zwei-Staaten-L\u00f6sung einverstanden sei, wenn Israel die Gr\u00fcne Linie als ihre Staatsgrenze und die Souver\u00e4nit\u00e4t eines pal\u00e4stinensischen Staates anerkenne. Dieses Bekenntnis wurde dann in der neuen Charta der Hamas von 2017<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a> ausdr\u00fccklich festgehalten. Seitdem hat die Hamas bis in die Gegenwart immer wieder behauptet, dass ihr Kampf ausschlie\u00dflich die Befreiung von der israelischen Besatzung erreichen wolle (Baumgarten 2024: 6).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"das-recht-auf-selbstbestimmung\">Das Recht auf Selbst&shy;be&shy;stim&shy;mung<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">V\u00f6lkerrechtliche Basis dieses Kampfes ist dementsprechend das Recht auf Selbstbestimmung der V\u00f6lker, welches in der UNO-Charta nur unauff\u00e4llig an einer Stelle erw\u00e4hnt wird (Art. 1 Ziff. 2 UN-Charta). Doch schon auf der Konferenz der blockfreien Staaten 1955 in Bandung wurde es eingefordert, und in den Befreiungsk\u00e4mpfen gegen die koloniale Herrschaft in den 1960ern und 1970ern gewann es zunehmend an Bedeutung zur Legitimierung des bewaffneten Kampfes. 1960 machte die UN-Generalversammlung in ihrer ber\u00fchmten Resolution 1514 (XV) <i>\u00dcber die Gew\u00e4hrung der Unabh\u00e4ngigkeit an die kolonialen L\u00e4nder und V\u00f6lker<\/i><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>iii<\/sup><\/a> das Recht auf Selbstbestimmung zur zentralen Grundlage der Befreiung von kolonialer Unterdr\u00fcckung und Fremdherrschaft. Die Resolution wurde mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit der Staaten bei nur wenigen Stimmenthaltungen aus dem Kreis der alten Kolonialm\u00e4chte angenommen. Unter Bezug auf diese Resolution wurde das Selbstbestimmungsrecht 1966 in die jeweiligen Artikel 1 der beiden Internationalen Pakte \u00fcber b\u00fcrgerliche und politische sowie \u00fcber wirtschaftliche, soziale, und kulturelle Rechte aufgenommen und somit auch als individuelles Menschenrecht anerkannt. Nachdem das Selbstbestimmungsrecht wenige Jahre sp\u00e4ter in der sogenannten <i>Prinzipiendeklaration<\/i><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>iv<\/sup><\/a> auch von den alten Kolonialstaaten ohne Widerspruch akzeptiert wurde, gibt es keine Zweifel mehr an der Verbindlichkeit des Selbstbestimmungsrechts als Gewohnheitsrecht.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"die-frage-der-gewalt\">Die Frage der Gewalt<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Damit war allerdings noch nicht gekl\u00e4rt, mit welchen Mitteln, friedlich oder auch mit Gewalt, das Recht ausge\u00fcbt werden durfte. Die in jenen Jahren heftigen Befreiungsk\u00e4mpfe insbesondere in Afrika und Asien und das sich allm\u00e4hlich ver\u00e4ndernde Stimmenverh\u00e4ltnis in der Generalversammlung zugunsten der Staaten des S\u00fcdens und Ostens, zwang die Versammlung schlie\u00dflich doch, die Realit\u00e4t anzuerkennen, und die Gewalt als Mittel des Kampfes um Selbstbestimmung und Unabh\u00e4ngigkeit zu akzeptieren. In mehreren Resolutionen wurde den K\u00e4mpfern der Kombattantenstatus zuerkannt, und der antikoloniale Befreiungskampf kann somit nicht mehr mit dem Begriff der (verbotenen) Aggression illegalisiert werden.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>v<\/sup><\/a> Damit ist der Befreiungskampf allerdings nicht von den Regeln des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts befreit. Der absolute Schutz von Zivilisten und zahlreiche Einschr\u00e4nkungen der Kriegsf\u00fchrung gelten auch f\u00fcr sie. Die historische Erfahrung zeigt allerdings, dass in den Befreiungsk\u00e4mpfen immer wieder zum Mittel des Terrors gegriffen wurde \u2013 und zwar auf beiden Seiten. Das delegitimiert allerdings noch nicht den Befreiungskampf und nimmt ihm seine v\u00f6lkerrechtliche Rechtfertigung, es sei denn, der Terror nimmt \u00fcberhand und bestimmt Charakter und Ziel der Kampfhandlungen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Es ist trotz aller Bem\u00fchungen nie gelungen, eine Definition des Terrors vertraglich zu vereinbaren. Das lag vor allem darin, dass jede Partei versuchte, ihren Gegner in die Definition aufzunehmen. So wollten die alten Kolonialm\u00e4chte die Befreiungsbewegungen und ihren Kampf unter die Definition bringen, die Befreiungsbewegungen wiederum den Staatsterrorismus. Einigkeit scheint jedoch dar\u00fcber zu bestehen, dass es bei der Unterscheidung nicht auf die Mittel und Methoden der Kriegsf\u00fchrung ankommt, sondern auf die Ziele und Motive, wie es eine AD-Hoc-Kommission der UNO formulierte:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>\u201eV\u00f6lker, die darum k\u00e4mpfen, sich von fremder Unterdr\u00fcckung und Ausbeutung zu befreien, haben das Recht, alle ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel einzusetzen, auch Gewalt. Es wurde betont, dass der Ausschuss nicht alle Gewaltakte auf internationaler Ebene, unabh\u00e4ngig von ihrem Zweck und ihren Motiven, unter den allgemeinen Begriff des internationalen Terrorismus fassen sollte; Handlungen, die von B\u00fcrgern von Staaten begangen werden, die sich im Kriegszustand befinden und die sich dem Angreifer in den besetzten Gebieten widersetzen oder f\u00fcr ihre nationale Befreiung k\u00e4mpften, k\u00f6nnen nicht als Akte des internationalen Terrorismus betrachtet werden; Handlungen jedoch, die von einem einzelnen Staat gegen Menschen mit dem Ziel durchgef\u00fchrt wurden, ihre nationalen Befreiungsbewegungen auszul\u00f6schen und den Widerstand gegen die Besatzer zu brechen, sind wahre Manifestationen des internationalen Terrorismus im weitesten Sinne.\u201c (UN.DOC. 6\/418, S. 7 vom 02.11.1972)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>vi<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \" align=\"left\"><span id=\"befreiungsbewegung\">Befreiungsbewegung<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Seit dem Angriff Israels auf Gaza im Jahr 2014 (Operation Protective Edge) hat der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Untersuchungen \u00fcber die Kriegsf\u00fchrung sowohl Israels als auch der Hamas aufgenommen. Mit seinen Haftbefehlen vom 21. November 2024 gegen den israelischen Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu, den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant sowie den Hamas-F\u00fchrer Mohammed Diab Ibrahim Al-Masri (Mohammed Deif) wirft er den Beschuldigten vor, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem \u00dcberfall auf die israelische Zivilbev\u00f6lkerung seit dem 7. Oktober 2023 begangen zu haben. Die Hamas wird hier juristisch auf die gleiche Stufe wie die israelische Armee (IDF) gestellt. Das hat auf israelischer Seite zwar f\u00fcr Emp\u00f6rung gesorgt, ist jedoch juristisch vollkommen korrekt. Denn unabh\u00e4ngig von ihrer Religion und ihrem Gesellschaftsverst\u00e4ndnis ist die Hamas als eine Befreiungsbewegung des pal\u00e4stinensischen Volkes \u2013 sie hatte 2006 die gesamtpal\u00e4stinensischen Wahlen gewonnen &#8211; berechtigt, auch Gewalt gegen die Besatzungsmacht zur Befreiung ihres Territoriums anzuwenden. Am 19. Juli 2024 hatte der Internationale Gerichtshof (IGH) in einem Gutachten<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>vii<\/sup><\/a> noch einmal best\u00e4tigt, dass Israel das Selbstbestimmungsrecht der Pal\u00e4stinenser verletzt und die Besatzung durch Israel von Anfang an (1967) rechtswidrig ist. Der Widerstand dagegen ist daher gerechtfertigt.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Allerdings wird dieses Recht, wie bereits betont, durch die Vorschriften des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts auf die Gewalt ausschlie\u00dflich gegen Kombattanten, das hei\u00dft israelisches Milit\u00e4r und Milit\u00e4reinrichtungen, beschr\u00e4nkt. Selbstmordattentate und Angriffe gegen Siedler im Westjordanland sind genauso verboten wie die Angriffe am 7. Oktober 2023 auf Zivilisten in den Kibbuzim oder dem Rave-Festival. Sie sind Kriegsverbrechen, die verfolgt werden m\u00fcssen. Das stellt jedoch den Ausbruch aus dem Gazastreifen, den Durchbruch durch die Absperrung, die \u00dcberwindung der Grenze und den Angriff auf Teile der israelischen Armee und ihre milit\u00e4rischen Einrichtungen nicht unter Terrorverdacht und nimmt ihnen nicht die v\u00f6lkerrechtliche Legitimit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dieses Ergebnis mag dem \u00f6ffentlichen Verst\u00e4ndnis vollkommen widersprechen. Wenig hilfreich ist auch, dass gerade der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Erdogan, der die kurdische Bewegung PKK immer noch als Terrororganisation verfolgt, die Hamas als Befreiungsbewegung anerkennt. Dennoch m\u00fcssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die internationale Entwicklung des V\u00f6lkerrechts hier bereits weiter ist als das in der deutschen Staatsr\u00e4son gefangene \u00f6ffentliche Bewusstsein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Prof. Dr. Norman Paech<\/strong> geb. 1938, war von 1975 bis 1982 als Professor f\u00fcr Politische Wissenschaft in der Juristenausbildung der Universit\u00e4t Hamburg und von 1982 bis 2003 f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht an der Hochschule f\u00fcr Wirtschaft und Politik in Hamburg t\u00e4tig. Als MdB von 2005 bis 2009 war er Au\u00dfenpolitischer Sprecher der LINKEN. Paech ist unter anderem im Wissenschaftlichen Beirat von IALANA und IPPNW sowie attac.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\"><em>Baumgarten, Helga<\/em> 2024: Warum der 7. Oktober? Der US-Journalist Jeremy Scahill hat Mitglieder der Pal\u00e4stinenserorganisation Hamas befragt, in: <em>Junge Welt<\/em> vom 30.07.2024, S. 6, https\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480546.nahostkonflikt-warum-der-7-oktober.html.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>Baumgarten, Helga\/Paech, Norman<\/em> 2025: V\u00f6lkermord in Gaza, Wien.<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<h3 class=\"\"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen<\/span><\/h3>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a>Vgl. zum Folgenden auch Baumgarten\/Paech 2025: 170ff.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a><a href=\"https:\/\/www.middleeasteye.net\/news\/hamas-2017-document-full\">https:\/\/www.middleeasteye.net\/news\/hamas-2017-document-full<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii <\/a>UNGV Res. 1514 (XV) vom 14.12.1960, 89+, 0-, 9.\/. (<a href=\"https:\/\/www.un.org\/german\/de\">https:\/\/www.un.org\/german\/de<\/a>).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv <\/a>UNGV Res. 2625 (XXV) vom 24.10.1970, <i>Erkl\u00e4rung \u00fcber Grunds\u00e4tze des V\u00f6lkerrechts betreffend freundschaftliche Be-ziehungen und Zusammenarbeit zwischen den Staaten im Einklang mit der Charta der Vereinten Nationen <\/i>(<a href=\"https:\/\/www.un.org\/depts\/german\/gv-early\/ar2625.pdf\">https:\/\/www.un.org\/depts\/german\/gv-early\/ar2625.pdf<\/a>).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v <\/a>Zum Beispiel UNGV-Res. 3103 (XXVIII) vom 12.12.1973 (<a href=\"https:\/\/digitallibrary.un-or\/record\/191382?=pdf\">https:\/\/digitallibrary.un-or\/record\/191382?=pdf<\/a>) 8nd UNGV-Res. 3314 (XXIX) vom 14.12.1974 (<a href=\"https:\/\/www.un.org\/depts\/german\/gv-early\/ar3314_neu.pdf\">https:\/\/www.un.org\/depts\/german\/gv-early\/ar3314_neu.pdf<\/a>).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi <\/a><a href=\"https:\/\/documents\/un-org\/doc\/undoc\/gen^\/n72\/204\/67pdf\/n7220467.pdf2.\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/documents\/un-org\/doc\/undoc\/gen^\/n72\/204\/67pdf\/n7220467.pdf2.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">vii<\/a>I GH-Gutachten vom 19.07.2024, <a href=\"https:\/\/www.icj-cij.org\/sites\/default\/files\/case-related\/186\/186-20240719-adv-01-00-en.pdf\">https:\/\/www.icj-cij.org\/sites\/default\/files\/case-related\/186\/186-20240719-adv-01-00-en.pdf<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[37],"tags":[],"autoren":[393],"publikationen":[4546],"class_list":["post-20461","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-europa-internationales","autoren-norman-paech","publikationen-vorg-253"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gaza und V\u00f6lkerrecht - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-253\/publikation\/gaza-und-voelkerrecht\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gaza und V\u00f6lkerrecht - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Hamas gilt zumindest in der Vorstellung der westlichen Regierungen und ihrer Medien als Terrororganisation, da ihr Ziel die Vernichtung Israels sei, und das nicht erst seit dem 7. 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