{"id":8593,"date":"2018-08-01T22:00:00","date_gmt":"2018-08-01T20:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/"},"modified":"2021-08-24T21:57:04","modified_gmt":"2021-08-24T19:57:04","slug":"das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/","title":{"rendered":"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur"},"content":{"rendered":"<p>in: vorg\u00e4nge Nr. 223 (3\/2018), S. 115-129<\/p>\n<p><i>Der Breitensport ebenso wie die sportlichen Gro\u00dfereignisse wurden im Nationalsozialismus vielfach f\u00fcr faschistische Zwecke in Anspruch genommen. Wie vielen anderen Institutionen fiel es den Sportverb\u00e4nden in der Nachkriegs\u00e4ra schwer, sich mit diesem Erbe kritisch auseinander zu setzen. Hans Joachim Teichler skizziert die verschiedenen Phasen der Erinnerung und des Aufarbeitens der NS-Bez\u00fcge im deutschen Sport. <\/i><\/p>\n<p>Im &#8222;kollektiven Ged\u00e4chtnis&#8220; der deutschen Mehrheitsbev\u00f6lkerung geh\u00f6rt der Sport zu den positiv besetzten Erinnerungen an die NS-Zeit. Das hat Alexander von Plato, der sich in seinem Hagener Institut f\u00fcr Geschichte und Biographie intensiv damit besch\u00e4ftigt, wie historische Erfahrungen verarbeitet werden, erst vor kurzem best\u00e4tigt.[1] &#8222;Man&#8220; erinnert sich an die Erfolge der Silberpfeile, die K\u00e4mpfe von Max Schmeling, an die Erfolge bei den Olympischen Spielen, an die Siegesserie von Schalke 04 und die eigene Punktzahl im F\u00fchrerzehnkampf der HJ. Weithin vergessen ist die Zerschlagung des Arbeitersports und das Verbot der konfessionellen Sportorganisationen. Insofern existierte auch kaum ein \u00f6ffentlicher Druck, sich mit der Geschichte des Sports im Nationalsozialismus zu befassen. Dass die Attraktivit\u00e4t des Sports in HJ und BdM h\u00f6here Bindungskr\u00e4fte als die NS-Ideologie bei den Jugendlichen erzielte, erkannten schon die Gew\u00e4hrsleute der geheimen Berichte aus dem Reich f\u00fcr die Exil-SPD (Teichler 1997). Dass es sich aber bei der Erh\u00f6hung der Sportstundenzahl an den Schulen auf f\u00fcnf Stunden w\u00f6chentlich sowie bei der Attraktivit\u00e4t und Faszination der technischen Sportarten in den Eliteschulen um eine hochgradig instrumentalisierte Moderne handelte, haben nur wenige erkannt.<\/p>\n<p>Die verbale und praktische Radikalisierung des Sportwesens, die sukzessive Aush\u00f6hlung des Verbands- und Vereinswesens, um dessen Erbe sich noch im Krieg KdF und SA stritten (Luh 2005), blieb den praktizierenden Sportlern oftmals verborgen. Bez\u00fcglich ihrer j\u00fcdischen Sportkameraden verhielten sich die Sportler nicht anders als das Gros der Bev\u00f6lkerung. Manche begr\u00fc\u00dften ihren Ausschluss, die Mehrheit schaute weg und nur wenige versuchten zu helfen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"beginn-der-wissenschaftlichen-aufarbeitung\">Beginn der wissen&shy;schaft&shy;li&shy;chen Aufar&shy;b&shy;ei&shy;tung<\/span><\/h2>\n<p>Die entsprechenden wissenschaftlichen Ergebnisse, die, beginnend mit Hajo Bernetts Arbeiten 1966 und 1971, eine gro\u00dfe Affinit\u00e4t des b\u00fcrgerlichen Sports zur NS-Diktatur belegten und die M\u00e4r der Gleichschaltung widerlegten, wurden vom organisierten Sport nicht oder nur z\u00f6gernd zur Kenntnis genommen. Heute wei\u00df man, dass 1933 ein unw\u00fcrdiger Wettlauf zwischen Turnen und Sport um die Gunst der neuen Machthaber einsetzte und dass der fast \u00fcberall erfolgte Ausschluss der j\u00fcdischen Sportler und Sportlerinnen aus den b\u00fcrgerlichen Sportvereinen im Jahr 1933 ohne gesetzliche Vorgaben erfolgte.[2]<\/p>\n<p>In den Akten der Berliner Turnerschaft Korporation, die d. Verf. Mitte der 1970er Jahre im Bundesarchiv Koblenz als Erster auswertete, kann man die damit verbundene Trag\u00f6die f\u00fcr die ausgeschlossenen j\u00fcdischen Vereinsmitglieder, zu denen auch der Olympiasieger von 1896 und Turnfestsieger Alfred Flatow (vgl. Bernett 1987) geh\u00f6rte, nachlesen und nachempfinden. Zahlreiche prominente j\u00fcdische Sportler, wie z.B. der Davis-Cup-Spieler Daniel Prenn, emigrierten. Andere, wie der Turnolympiasieger Alfred Flatow oder die Leichtathletik-Weltrekordlerin Lilli Henoch, blieben und wurden Opfer des Holocaust. Als in Berlin unter hohen b\u00fcrokratischen H\u00fcrden der Alliierten 1947 wieder Antr\u00e4ge f\u00fcr die &#8222;Zulassung f\u00fcr nichtpolitische Organisationen&#8220; gestellt werden konnten, stand der letzte NS-Vereinsf\u00fchrer der Berliner Turnerschaft Korporation, um bei unserem Vereinsbeispiel zu bleiben, nicht auf der Liste, man hielt ihn f\u00fcr zu belastet. Das hinderte ihn 1950 nicht (als die alliierten Kontrollen weggefallen waren), erfolgreich f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaft im Landesverband zu kandidieren.<\/p>\n<p>Wie ging der deutsche Sport, dessen Funktion\u00e4re die Umwandlung des Deutschen Reichsbundes f\u00fcr Leibes\u00fcbungen in den Nationalsozialistischen Reichsbund f\u00fcr Leibes\u00fcbungen (NSRL) im Jahr 1938 unisono als politische Aufwertung begr\u00fc\u00dft hatten, nach 1945 mit seinem braunen Erbe um?<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"phasen-des-erinnerungsverhaltens\">Phasen des Erinne&shy;rungs&shy;ver&shy;hal&shy;tens<\/span><\/h2>\n<p>Die verschiedenen Phasen des Erinnerungsverhaltens (von Erinnerungs-Kultur kann hier nicht die Rede sein) beginnen mit einer kollektiven Verdr\u00e4ngung und Erinnerungsverweigerung.<\/p>\n<p>Carl Diem, Organisator der Olympischen Spiele 1936 und altgedienter Sportfunktion\u00e4r seit der Kaiserzeit, hatte noch im M\u00e4rz 1945 die Jugend zur soldatischen Pflichterf\u00fcllung aufgerufen[3] und in den ersten Kriegsjahren dem Reichssportf\u00fchrer als kommissarischer Leiter der Auslandsabteilung gedient. Diem nahm nach dem 8. Mai 1945 seine internationalen Kontakte wieder auf und stellte sich dem Hauptsportamt Berlin als einziges Nicht-Parteimitglied der Sportf\u00fchrung zum Wiederaufbau der Sportlehrerausbildung zur Verf\u00fcgung. Er wurde wenig sp\u00e4ter Rektor der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln und nebenberuflicher Sportreferent der Bundesregierung. Er und sp\u00e4ter zun\u00e4chst auch seine Nachlassverwalter sahen seine Rolle im Nationalsozialismus ausschlie\u00dflich auf olympische \u00c4mter begrenzt.<\/p>\n<p>Hermann Altrock, seit 1925 der erste deutsche Sportprofessor, legte in Leipzig am 1. Juni 1945 eine Denkschrift vor, in der er den Sport als Mittel zur Steigerung der Volksgesundheit und Leistungsbereitschaft sowie als &#8222;Sicherheitsventil zur Ableitung \u00fcbersch\u00fcssiger Kr\u00e4fte zur Verh\u00fctung von politischen Infektionen&#8220; anpries. Nur zwei Jahre zuvor hatte er noch die &#8222;Ausbildung der hohen Rasse nordischer Pr\u00e4gung&#8220; als Ziel der &#8222;Erziehung vom Leibe her&#8220; propagiert (Teichler 2005b). Trotz NSDAP- und SA-Mitgliedschaft sah er sich als Opfer des Regimes und begann einen regen Briefwechsel mit Diem, der ihm sp\u00e4ter einen erfolgreichen Persilschein ausstellte.<\/p>\n<p>Gepr\u00e4gt waren die ersten Nachkriegsjahre jedoch durch die \u00fcberall feststellbaren Bem\u00fchungen, den praktischen Sportbetrieb wiederaufzunehmen. Obwohl das NSDAP-Verbot auch alle im NSRL organisierten Sportvereine einschloss, entwickelte sich in den Westzonen &#8211; meist unter dem Deckmantel des kommunalen Sports &#8211; recht schnell wieder ein Sportbetrieb, der sich auf den Kern der alten Vereine und Verb\u00e4nde st\u00fctzte, wenngleich diese offiziell noch nicht wieder zugelassen worden waren.<\/p>\n<p>1946 gr\u00fcndeten sich, wie in Bayern und Hessen, die ersten Landessportb\u00fcnde, meist mit ehemaligen unbelasteten Arbeitersportlern an der Spitze, die glaubten, dass die F\u00fchrung der neuen demokratischen Sportbewegung nach der engen Liaison des b\u00fcrgerlichen Sports mit der NS-Bewegung ihnen automatisch zufallen w\u00fcrde. Dies erwies sich aber schnell als Irrglaube: In den Verb\u00e4nden &#8211; vor allem im Fu\u00dfball &#8211; dominierten mit Ausnahme weniger besonders belasteter Funktion\u00e4re die alten Verbandsvertreter, die ihre Aktivit\u00e4ten im Dritten Reich nunmehr als unpolitisch und rein sportfachlich darstellten. W\u00e4hrend die ehemaligen Arbeitersportler eine \u00fcberfachliche, regionale Organisationsform des Sports anstrebten, beharrten die b\u00fcrgerlichen Funktion\u00e4re auf dem Fachverbandsprinzip. Von 1946 bis 1950 dauerte der Streit zwischen dem regionalen und dem verbandsfachlichen Sportorganisationsprinzip an, bis ein Kompromiss f\u00fcr die Gr\u00fcndung des Deutschen Sport Bundes gefunden wurde. Bei den Wahlen f\u00fcr die F\u00fchrung des DSB im Dezember 1950 dominierten die b\u00fcrgerlichen Vertreter der Fachverb\u00e4nde, so dass es erst des Verzichts des Leichtathletikpr\u00e4sidenten Max Danz bedurfte, um mit Oskar Drees auch einen Vertreter des Arbeitersports in die F\u00fchrung zu w\u00e4hlen (vgl. Nitsch 1990). Das Nationale Olympische Komitee (NOK)\u00a0 hatte sich unter der Federf\u00fchrung Diems und des Herzogs von Mecklenburg schon 1949 wiedergegr\u00fcndet (vgl. L\u00e4mmer 1999). Diem gr\u00fcndete 1947 die Sporthochschule in K\u00f6ln, Altrock wurde 1948 an das Institut f\u00fcr Leibes\u00fcbungen der Universit\u00e4t Frankfurt berufen und zum Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Institutsdirektoren gew\u00e4hlt, die mit Ausnahme von Diem alle NSDAP-Mitglieder gewesen waren (Teichler 2005a). Die mahnenden Stimmen von Emigranten, wie dem Sportreferenten der SPD, Heinrich Sorg, oder des j\u00fcdischen Sportjournalisten Willy Meisl, die sich gegen diese personelle Kontinuit\u00e4t aussprachen, wurden als politische Einmischungen in den &#8222;unpolitischen Sport&#8220; zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-langen-1950er-jahre\">Die langen 1950er Jahre<\/span><\/h2>\n<p>Die personelle Kontinuit\u00e4t zwischen dem bundesdeutschen Sport der 1950er Jahre und dem NS-Regime war keine Erfindung der DDR, die sich diese propagandistische Chance zur Verunglimpfung des gesamten bundesdeutschen Sports nat\u00fcrlich nicht entgehen lie\u00df: Die prominentesten Beispiele sind Karl Ritter von Halt, der als SA-Oberf\u00fchrer, Mitglied des Freundeskreises Reichsf\u00fchrer SS und als letzter kommissarischer Reichssportf\u00fchrer zum Chef des westdeutschen NOK gew\u00e4hlt wurde und die deutsche Mannschaft als <i>Chef de Mission <\/i>1952 nach Helsinki f\u00fchrte.[4] Selbst enge Mitstreiter, wie Ritter von Lex, in der NS-Zeit Sportreferent im Innenministerium und in den 1950er Jahren dort Staatssekret\u00e4r, bescheinigten ihm eine im Laufe der 12 Jahre sich verst\u00e4rkende braune Gesinnung. Dann muss nat\u00fcrlich Guido von Mengden genannt werden, der als h\u00f6chster Hauptamtlicher des NS-Sports unter Reichssportf\u00fchrer Hans von Tschammer und Osten ein gl\u00fchender NS-Propagandist war, nach dem Krieg in der Baufirma des DFB-Pr\u00e4sidenten Peco Bauwens untertauchte, kurzfristig unter dem Pseudonym &#8222;Till van Rhyn&#8220; publizierte und in den 1950er Jahren wieder h\u00f6chster Hauptamtlicher im bundesdeutschen Sport wurde (Bernett 1976). Auf Carl Diem wurde schon hingewiesen. Hermann Altrock wurde &#8211; wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; 1948 zum Chef der Arbeitsgemeinschaft der Institutsdirektoren gew\u00e4hlt, das war die erste sportwissenschaftliche Vereinigung der Bundesrepublik.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die DDR das Sportsystem des Nationalsozialismus kopierte (Betriebssportgemeinschaften nach dem Muster der NS-Organisation Kraft durch Freude, Kinder- und Jugendsport zun\u00e4chst im Rahmen von Jungen Pionieren und FDJ wie bei HJ und BdM und eine von der Partei gef\u00fchrte Sportorganisation; s. Teichler 2006), hatte der Westen das Personal \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Die neugewonnene \u00f6konomische Prosperit\u00e4t und politische Stabilit\u00e4t st\u00e4rkte im Westen gerade die Kr\u00e4fte, die am wenigsten an einer Beleuchtung ihrer NS-Vergangenheit interessiert waren. Neben dem politischen Establishment war auch ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung an einer konsequenten Aufarbeitung der NS-Zeit wenig interessiert. Die materiellen Entbehrungen und psychologischen \u00dcberforderungen durch die Kriegs- und Nachkriegszeit hatten bei vielen zu dem alleinigen Wunsch nach &#8222;Ruhe, Ordnung und Wohlstand&#8220; gef\u00fchrt. Die NS-Zeit war also ein ungeliebtes Thema und wurde bewusst oder unbewusst tabuisiert und verdr\u00e4ngt. Im Bereich der bundesdeutschen Sportwissenschaft sorgte schon die pers\u00f6nliche Verstrickung f\u00fcr Verschweigen und Verniedlichung.<\/p>\n<p>Nach Moshe Zimmermann[5] gibt es in der Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts einen wesentlichen Unterschied. W\u00e4hrend bei der Erinnerung an die NS-Zeit zu Anfang die Erinnerungen der Opfer den Erinnerungsdiskurs pr\u00e4gten und die T\u00e4ter zun\u00e4chst schwiegen, scheint aus seiner Sicht nach der Friedlichen Revolution und dem Ende der DDR die umgekehrte Tendenz vorzuherrschen. Zumindest der erste Teil der Aussage trifft f\u00fcr den Sport nicht zu. Die ersten schriftlichen Aussagen zum Sport im Nationalsozialismus stammen von Carl Diem und Guido von Mengden (letzterer sogar im Jahrbuch des DSB von 1955). Erst Geschichte machen, dann besch\u00f6nigen oder verf\u00e4lschen &#8211; mehr kann man zu diesen apologetischen Arbeiten aus historischer Sicht nicht sagen.<\/p>\n<p>Die &#8222;Mauer des Schweigens&#8220; &#8211; so eine zeitgen\u00f6ssische Rezension &#8211; wurde erst mit der Pionierarbeit von Hajo Bernett aus dem Jahr 1966 &#8222;NS-Leibeserziehung &#8211; eine Dokumentation ihrer Theorie und Organisation&#8220; durchbrochen.[6] Bernetts Arbeitsergebnisse wurden zwar in der sich gerade konstituierenden Sportwissenschaft zur Kenntnis genommen &#8211; von der j\u00fcngeren Generation, indem sie sich Dissertationsthemen zum Sport im Nationalsozialismus suchte und von der \u00e4lteren Generation, indem sie ihre zeitgen\u00f6ssischen NS-Dissertationen heimlich aus den Institutsbibliotheken zu entfernen suchte &#8211; nicht aber im organisierten Sport. Der konzentrierte sich auf seine Gegenwartsaufgaben, auf die bevorstehenden Olympischen Spiele 1972 und die Fu\u00dfballweltmeisterschaft 1974. Wieder erleichterten die \u00fcber das Ziel hinausschie\u00dfenden polemischen Attacken der DDR im Vorfeld der Olympischen Spiele in M\u00fcnchen die Abwehr der nun auch von der j\u00fcngeren Generation geforderten Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Der &#8222;gesinnungsethische Rigorismus&#8220;, mit dem die damalige studentische Generation ihre Forderungen vortrug, provozierte bei der \u00e4lteren Generation allerdings eher Abwehrreaktionen als Einsicht oder Einlenken. Immerhin nahm das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 1972 Abstand vom urspr\u00fcnglichen Vorhaben, eine Stra\u00dfe im Olympischen Dorf nach Carl Diem zu benennen. Dagegen benannte man eine Stra\u00dfe nach Helene Mayer, der j\u00fcdischen Olympiasiegerin von 1928 und Silbermedaillengewinnerin von 1936. Die in den USA lebende Florettfechterin war vom deutschen und amerikanischen NOK bedr\u00e4ngt worden, 1936 an den Spielen in Berlin teilzunehmen (Braun 2009). Die Anh\u00e4nger der Protestbewegung in den USA (Juden, Gewerkschaftler, Kirchen und Demokraten) erwarteten von ihr das Gegenteil. Letztlich siegten ihr sportlicher Ehrgeiz und das Heimweh nach Deutschland. Die Tochter eines j\u00fcdischen Offenbacher Arztes und einer nichtj\u00fcdischen Mutter spielte 1936 eine ungl\u00fcckliche Rolle als &#8222;Alibij\u00fcdin&#8220;, obgleich sie nach j\u00fcdischen Religions-Gesetzen nicht als J\u00fcdin galt. Mit ihrer Teilnahme konnte die Reichssportf\u00fchrung den j\u00fcdischen Protesten gegen die Olympischen Spiele in den USA entgegentreten (vgl. Teichler 1989). Auf den naheliegenden Gedanken, auch eine Stra\u00dfe nach der unter fadenscheinigen Gr\u00fcnden ausgebooteten deutschen Hochsprungrekordlerin Gretel Bergmann zu benennen, die im Gegensatz zu Helene Mayer &#8222;Vollj\u00fcdin&#8220; war und f\u00fcr den Sportbund &#8222;Schild&#8220; des Reichsbundes j\u00fcdischer Frontsoldaten antrat, kam man 1972 nicht, obwohl die Sportgeschichtsschreibung den besch\u00e4menden Vorgang ihrer Nichtnominierung bereits publiziert hatte. Es sollte bis 1995 dauern, bis man in Berlin eine Halle nach ihr benannte. 1996 akzeptierte Gretel Bergmann (heute Margaret Lambert) die Einladung des deutschen NOK als Ehrengast nach Atlanta. Inzwischen hat sie ihre Erinnerungen in einer beeindruckenden Autobiographie (Bergmann 2003) beschrieben. Und seit 2014 liegt die ehemalige Villa des Reichssportf\u00fchrers Hans von Tschammer und Osten im ehemaligen Reichssportfeld (heute Olympiapark) am &#8222;Gretel-Bergmann-Weg&#8220;. Die F\u00fchrung des Deutschen Leichtathletikverbandes gratulierte ihr pers\u00f6nlich in New York zum 100. Geburtstag.<\/p>\n<p>Wie lange es dauert, bis sich sportgeschichtliche Erkenntnis in verbandspolitischem Handeln niederschl\u00e4gt, zeigte sich auch bei dem bereits erw\u00e4hnten Alfred Flatow, der 1933 aus seinem Verein und dann als Jude sukzessiv aus der deutschen Gesellschaft ausgeschlossen wurde und 1942 im KZ Theresienstadt umkam (Bernett 1987). Meine Archivrecherche von 1976 wurde 1978 von Hajo Bernett in seinem Buch &#8222;Der j\u00fcdische Sport im nationalsozialistischen Deutschland&#8220; publiziert, aber weder Verein noch Verband reagierten. Es bedurfte massiver Interventionen seitens der Sportgeschichte &#8211; u.a. mit Hilfe der damaligen Bundestagspr\u00e4sidentin Annemarie Renger, die als Tochter des f\u00fchrenden Arbeitersportfunktion\u00e4rs Fritz Wildung eine besondere Beziehung zur Sportvergangenheit hatte &#8211; bis der Deutsche Turnerbund (DTB) zur Erkenntnis kam, dass man sich auch diesem Teil der deutschen und eigenen Geschichte stellen sollte. Inzwischen hatte Richard von Weizs\u00e4cker 1985 seine Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes gehalten und der 50. Jahrestag des Novemberpogroms von 1938 stand bevor. In diesem erinnerungstr\u00e4chtigen Umfeld beschloss der DTB 1987 zur Erinnerung an die Cousins Stephan und Alfred Flatow &#8211; auch Ersterer war Olympiasieger von 1896 und KZ-Opfer &#8211; eine Flatow-Medaille f\u00fcr den besten Mehrkampfturner zu verleihen. Eine vorbildliche Brosch\u00fcre des DTB erl\u00e4utert inzwischen die Hinter- und Beweggr\u00fcnde dieser seit 1988 verliehenen Ehrung (Pfister &amp; Steins 2005). Als 1973 in Stuttgart &#8211; 40 Jahre nach Hitlers Auftritt beim Stuttgarter Turnfest 1933 &#8211; wieder ein Turnfest stattfand, hatte man sich noch jeglicher R\u00fcckbesinnung verweigert.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-grosse-distanz-als-gemeinsamkeit\">Die gro&szlig;e Distanz als Gemein&shy;sam&shy;keit<\/span><\/h2>\n<p>Das Erinnerungsverhalten des organisierten Sports auf Verbandsebene kann daher in der R\u00fcckschau kaum als &#8222;Erinnerungskultur&#8220; beschrieben werden. Erst mit gro\u00dfem zeitlichen Abstand zu den Erkenntnissen der Sportgeschichte und in der Regel erst nach dem Ausscheiden bzw. dem Tod der beteiligten Akteure oder Zeitzeugen stellte man sich der Vergangenheit. Und dass auch erst unter Druck der Stimmen einer kritischen \u00d6ffentlichkeit. Manche Verb\u00e4nde erwiesen sich auch als taub. So muss es Walter Jens nach seinem Referat vor dem DFB-Bundestag im Jahr 1975 vorgekommen sein. Noch 1999 meinte er, er k\u00f6nne das Referat, in dem er die fehlende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des DFB angeprangert hatte, unver\u00e4ndert noch einmal halten. W\u00e4hrend der Deutsche Ruderverband 1986 und der Deutsche Leichtathletikverband 1998 ihre Festschriften von renommierten Sporthistorikern schreiben lie\u00dfen (Ueberhorst und Bernett), setzte der Deutsche Fu\u00dfballbund 2000 auf Fachjournalisten, welche dann auch prompt im Kapitel \u00fcber die NS-Zeit die sportliche Entwicklung des Fu\u00dfballs beschrieben, die politische Dimension der Verstrickung in das NS-System aber nur vage andeuteten. Auf die nun verst\u00e4rkt einsetzende Kritik reagierte der DFB, indem er ein Forschungsprojekt zum DFB in der Zeit des Nationalsozialismus finanzierte, wobei er die Vergabe und Auswahl des Historikers dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands \u00fcberlie\u00df. Die Wahl fiel auf Nils Havemann, der seine Studie im Stile einer Unternehmensgeschichte verbandsgeschichtlich und biografieorientiert anlegte und dabei ideologische Schnittmengen vernachl\u00e4ssigte oder sogar abstritt. Havemann (2005) konzentrierte sich auf das Verbandsinteresse, l\u00e4stige Konkurrenz anderer Sportverb\u00e4nde zu beseitigen, wirtschaftliche Vorteile zu erlangen und sah eher fu\u00dfballerischen Pragmatismus als Motiv f\u00fcr das schnelle Arrangement des DFB und seiner Vereine mit den neuen Machthabern. Dies stie\u00df auf heftige Kritik einer Reihe von Sporthistorikern (Peiffer, Schulze-Marmeling, Dwertmann) bzw. Politologen (Heinrich), welche auf die ideologische N\u00e4he und T\u00e4terverstrickung einzelner Akteure hinwiesen und eine Art &#8222;Anti-Havemann&#8220;[7] vorlegten (Schulze-Marmeling &amp; Peiffer 2008). Nach ihrer Lesart habe sich der ideologisch vorgepr\u00e4gte Fu\u00dfball selbst radikalisiert.<\/p>\n<p>Die inzwischen zahlreich vorliegenden Vereinsstudien (BVB Dortmund, 1. FC Kaiserlautern, Hertha Berlin, Schalke 04, St. Pauli, Bayern M\u00fcnchen, Eintracht Frankfurt) haben zwar unterschiedliche wissenschaftliche Qualit\u00e4t, zeigen aber ein differenzierteres Bild. Unterhalb der politisch-propagandistischen Vorgaben der Reichssportf\u00fchrung und des Fachamtes, meist mit prominenten NS-Gefolgsleuten in der Vereinsspitze, versuchten die Vereine an ihren Traditionen festzuhalten und ihre fu\u00dfballerischen Alltagsroutinen fortzusetzen. Hier ist wohl eher der Linie von Marschik und Herzog (Herzog &amp; Bode 2008) zu folgen, die darauf hinweisen, dass sich die Sportler und Vereine in vorauseilendem Gehorsam mit dem Regime arrangierten, &#8222;um ihr sportliches Refugium nicht zu gef\u00e4hrden&#8220;, oder um ihrem Verein Vorteile zu verschaffen. Marschik sieht im Fu\u00dfball einen Nischenbereich, &#8222;der politisch neutrale Ablenkung, eskapistische Zerstreuung und narkotisches Abschalten erm\u00f6glicht&#8220; (Marschik 1998: 314). Es waren vor allem die oberen Sportfunktion\u00e4re, die im Kampf um Ressourcen, Gratifikationen und gesellschaftliche Reputation bem\u00fcht waren, Sporterfolge dem politischen System zuzuschreiben. Dies galt nicht nur f\u00fcr den Fu\u00dfball, sondern f\u00fcr den Sport in der Zeit des Nationalsozialismus insgesamt. Den Sportlern und dem Sportpublikum dieser Jahre ging es daher eher um Momente des Vergessens, der Alltagsentr\u00fccktheit, der Entspannung und Spannung. Gerade diese Flucht ins Private, in die Nische des Sports, erleichterte dessen politische Instrumentalisierung, die im Krieg ihren H\u00f6hepunkt fand (Teichler 1991: 372). Diese Theorie eines sportlichen Kerns unterhalb einer braunen ideologischen H\u00fclle, sollte aber nicht dazu genutzt werden, die ideologische Anschlussbereitschaft und antidemokratische Vorpr\u00e4gung der Mehrheit der DFB-F\u00fchrung vor und nach 1933 auszublenden.<\/p>\n<p>Inzwischen geh\u00f6rt es fast zum guten Ton, dass gro\u00dfe Traditionsvereine des Fu\u00dfballs ihre Zeit im Nationalsozialismus begutachten lassen. Der DFB entschloss sich nach der Publikation der Havemann-Studie in die Offensive zu gehen und stiftete 2005 den Julius-Hirsch-Preis zur Erinnerung an den in Auschwitz ermordeten j\u00fcdischen Nationalspieler und im Gedenken an die zahlreichen j\u00fcdischen DFB-Mitglieder, die nach 1933 diskriminiert wurden. So unterst\u00fctzte die DFB-Kulturstiftung nicht nur den Band &#8222;Fu\u00dfball in der Zeit des Nationalsozialismus&#8220; (Herzog &amp; Bode 2008), sondern auch die Skulpturenausstellung &#8222;Zwischen Erfolg und Verfolgung&#8220; (Felsberg 2015) vor dem Berliner Hauptbahnhof mit j\u00fcdischen Spitzensportlern anl\u00e4sslich der &#8222;European Maccabi Games 2015&#8220;.[8] Auffallend ist wieder die gro\u00dfe zeitliche Diskrepanz zu 1945. Nach 60 Jahren war man sich offenkundig sicher, keinen der in der NS-Zeit aktiven Funktion\u00e4re mehr zu desavouieren. Diese Vermutung gr\u00fcndet sich auch auf die Tatsache, dass der DFB-Pr\u00e4sident Theo Zwanziger im Jahr 2008 die Finanzierung eines Forschungsprojekts des Arbeitsbereiches Zeitgeschichte des Sports der Universit\u00e4t Potsdam \u00fcber den DDR-Fu\u00dfball, welches bereits mit dem Nordostdeutschen Fu\u00dfballverband und der Kulturstiftung des DFB abgesprochen war, mit der Begr\u00fcndung stoppte, wenn man den DDR-Fu\u00dfball mit dem biographischen Ansatz Havemanns aufarbeiten w\u00fcrde, m\u00fcsse man die politische Verstrickung zahlreicher noch aktiver DFB-Funktion\u00e4re im Osten mit dem SED-System offenlegen. Angesichts ihrer guten Arbeit und ihrer Leistung bei der Vereinigung der Fu\u00dfballverb\u00e4nde k\u00f6nne man diese Leistungstr\u00e4ger aber nicht desavouieren. Selbst der Versuch, das Forschungsprojekt zun\u00e4chst auf die Phase von 1945-1966 zu begrenzen, scheiterte an dem Unwillen Zwanzigers, sich der politischen und sportlichen Geschichte des Fu\u00dfballs in der zweiten deutschen Diktatur des 20. Jahrhunderts zeitnah zu n\u00e4hern.[9]<\/p>\n<p>Das Gemeinsame an der sportlichen Erinnerungskultur ist &#8211; wie bereits mehrfach erw\u00e4hnt &#8211; der gro\u00dfe zeitliche Abstand des Erinnerns zur NS-Zeit. So reagierte der Deutsche Alpenverein, dessen Vorg\u00e4ngerorganisation &#8211; der Deutsche und \u00d6sterreichische Alpenverein (DuOeAV) &#8211; schon in den 1920er Jahren v\u00f6lkisch-antisemitisch gepr\u00e4gt war, erst nach der fundierten Dissertation Amst\u00e4dters aus dem Jahr 1996 (Amst\u00e4dter 1996), welche die enge Verbindung von Alpinismus und Nationalsozialismus offenlegte. Im Jahr 1999 beschloss der DAV an den H\u00fctten der ehemaligen j\u00fcdischen Alpenvereine (2003) und im Alpinen Museum (2001) eine Plakette &#8222;Gegen Intoleranz und Hass&#8220; anzubringen. Inzwischen haben die drei Nachfolgevereine des DuOeAV, der Deutsche Alpenverein, der \u00d6sterreichische Alpenverein und der Alpenverein S\u00fcdtirol gemeinsam eine eigenfinanzierte Untersuchung \u00fcber die Zeit von 1918 bis 1945 herausgebracht, welche neben den sportlichen und touristischen Leistungen auch detailliert die deutschnationale, v\u00f6lkische und antisemitische Ausrichtung des DuOeAV bis in die einzelnen Sektionen hinein thematisiert.[10] Grundlage dieser vorz\u00fcglichen Aufarbeitung der eigenen Geschichte waren die inzwischen geordneten und \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen alpinen Bibliotheken und Archive in Innsbruck und M\u00fcnchen. \u00c4hnliches hat die Dachorganisation des deutschen Sports, der Deutsche Olympische Sportbund, nicht vorzuweisen. Nur das Nationale Olympische Komitee (NOK) hat aus Anlass seines hundertj\u00e4hrigen Bestehens 1999 eine chronologisch geordnete Aufsatzsammlung vorgelegt, die auch ein NS-Kapitel enth\u00e4lt (Bernett &amp; Teichler 1999). Der DOSB dagegen hat sich seiner historischen Wurzeln entledigt, indem er im Jahr 2007 die drei Namensplaketten bzw. Preise, die nach Diem, Wildung und Wolker benannt waren, sponsorengerecht umgetauft hat. Dabei stand Diem sowohl f\u00fcr die b\u00fcrgerliche Sportbewegung, deren Generalsekret\u00e4r er in der Weimarer Republik war, als auch f\u00fcr die Sportwissenschaft, die er als Leiter der Deutschen Hochschule f\u00fcr Leibes\u00fcbungen in Berlin und als Rektor der Deutschen Sporthochschule in K\u00f6ln ma\u00dfgeblich beeinflusst hatte. Wildung, der ehemalige Generalsekret\u00e4r der Zentralkommission f\u00fcr Arbeitersport und K\u00f6rperpflege, repr\u00e4sentierte den Arbeitersport, Wolker, F\u00fchrungskraft in der katholischen Sportorganisation und Mitbegr\u00fcnder des DSB, den konfessionell gebundenen Sport.[11]<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der immer wieder aufflackernden Diskussion um Carl Diem, dem seine militaristischen Schriften und Reden aus der NS-Zeit vorgehalten wurden, verzichtete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) 2007 damit stillschweigend und ohne \u00f6ffentliche Debatte auf drei seiner personengebundenen Preise bzw. Plaketten, obwohl eine von ihm in Auftrag gegebene Diem-Biographie noch nicht fertig gestellt war.[12] Deren Ergebnis f\u00fchrte dann dazu, dass in mehreren St\u00e4dten Carl Diem-Stra\u00dfen umbenannt wurden und eine erneute Debatte um Carl Diem aufflammte.[13] Inzwischen wird Carl Diem aufgrund antij\u00fcdischer \u00c4u\u00dferungen in privaten Korrespondenzen vor 1933 sogar zum Antisemiten stilisiert (Sch\u00e4fer 2009). Dass er an seinen j\u00fcdischen Freunden und Kollegen in der NS-Zeit festhielt und sich nie, auch in der NS-Zeit, wo es ihm zugute gekommen w\u00e4re, \u00f6ffentlich antisemitisch ge\u00e4u\u00dfert hat, wird dabei \u00fcbersehen (Kr\u00fcger, 2012b). Als einzige namensgebundene Auszeichnung des DOSB, die F\u00fchrungspersonal vor 1945 tangiert, existiert noch das Hermann-Altrock-Stipendium, in Erinnerung an den ersten deutschen Sportprofessor (Leipzig 1925). Dass dieser im Gegensatz zum Nicht-Parteimitglied Diem Mitglied der NSDAP (1933) und der SA (1937) war, scheint niemanden zu st\u00f6ren. Die Reizfigur bleibt Carl Diem.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"sport-und-kriegshelden\">Sport- und Kriegs&shy;helden<\/span><\/h2>\n<p>Dabei g\u00e4be es weitere Gr\u00fcnde, die Erinnerungskultur im deutschen Sport zu hinterfragen. Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) z.B. erinnert mit dem Hanns-Braun-Preis f\u00fcr verdiente Ehrenamtliche und mit dem Rudolf-Harbig-Preis f\u00fcr verdiente Aktive an zwei Weltklasse-Mittelstreckler aus der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Der erste war als Fliegerheld im Ersten, der zweite als Infanterist im Zweiten Weltkrieg gefallen. Das Modell &#8222;m\u00e4nnlicher Sportler-Soldat-Held&#8220; war zumindest bei Hanns Braun ausschlaggebend, als 1934 mitten im Aufbau der neuen Luftwaffe das Gedenken einsetzte. Der Konstellation &#8222;weiblich-j\u00fcdisch-Opfer des NS-Regimes&#8220; &#8211; zu gedenken, z.B. an Lilli Henoch, 10fache deutsche Leichtathletik-Meisterin, vierfache Weltrekordlerin der 1920er Jahre (Berliner SC), 1942 ermordet in Riga &#8211; geschieht hingegen seitens des DLV nur z\u00f6gerlich (Ehlert 2009). Henochs Aufnahme in die fiktive, virtuelle &#8222;Hall of Fame&#8220; der deutschen Leichtathletik erscheint nur als eine schwache Geste. Dass der BSC seit 2004 sein j\u00e4hrliches Frauensportfest nach Lilli Henoch benannt hat, ist eine r\u00fchmliche Ausnahme in der deutschen Vereinslandschaft. In der &#8222;Hall of Fame&#8220; der Stiftung deutsche Sporthilfe, die vom DOSB und dem Verband deutscher Sportjournalisten unterst\u00fctzt wird, und somit einen offizi\u00f6sen Anstrich bekommt, ist Lilli Henoch (noch) nicht vertreten. An der ohne erkennbare fachwissenschaftliche Begleitung zusammengestellten Liste toter und lebender Sporthelden ist mit guten Gr\u00fcnden scharfe Kritik ge\u00e4u\u00dfert worden.[14]<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"wie-kommt-der-deutsche-sport-aus-diesem-erinnerungsdilemma-heraus\">Wie kommt der deutsche Sport aus diesem Erinne&shy;rungs&shy;di&shy;lemma heraus?<\/span><\/h2>\n<p>Nur, indem er die NS-Vergangenheit schonungslos und offensiv angeht, wie es die deutschen Banken und Automobilkonzerne mit ihren Forschungsauftr\u00e4gen in den 1980er Jahren &#8211; sp\u00e4t, aber nicht zu sp\u00e4t &#8211; vorgemacht haben. So hat der FC Bayern im Jahr 2017 beim Institut f\u00fcr Zeitgeschichte M\u00fcnchen einen Forschungsauftrag \u00fcber den FC Bayern in der NS-Zeit in Auftrag gegeben. Ausgel\u00f6st haben dies neuere Forschungen zum FC Bayern, dem Herzog (ders. 2016) anhand der Vereinsregisterakten drei (!) Arierparagraphen 1935 und 1940 nachweist und somit die bislang kolportierte Darstellung des FC Bayern als &#8222;Heldengeschichte&#8220; und &#8222;Hort der Widerst\u00e4ndigkeit&#8220; widerlegte.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die aus Anlass der Fu\u00dfball-WM 2006 erfolgte historische Kommentierung des Olympiastadions in Berlin, des Reichssportfeldes und die Dauerausstellung unter der Langemarckhalle in Berlin, zu der Bund und Stadt Berlin Mittel freigemacht haben, und die unter fachwissenschaftlicher Begleitung vom Deutschen Historischen Museum erarbeitet wurde (Rother 2006). Hier wurden allerdings staatliche Mittel und keine des Sports eingesetzt.<\/p>\n<p>Erfreulich ist die Entwicklung bei den meisten Vereinsfestschriften, besonders dort, wo es eine Beratungsleistung durch die Landessportb\u00fcnde gibt, wie es in Baden-W\u00fcrttemberg und seit langem in Niedersachsen der Fall ist. Diese Art von sportgeschichtlicher Beratungsleistung sollte \u00fcberall eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die spezifischen zwischenmenschlichen Bindungskr\u00e4fte im Sport, die ihn f\u00fcr viele so liebenswert und attraktiv machen, sind f\u00fcr eine kritisch-historische Aufarbeitung seiner Geschichte nicht immer g\u00fcnstig. Eine falsch verstandene Solidarit\u00e4t mit fr\u00fcheren Funktionstr\u00e4gern oder Sportlern, die sich zum Aush\u00e4ngeschild einer Diktatur haben machen lassen, verst\u00e4rkt die Tendenz des Ausblendens, Wegsehens, des Unter-den-Teppich-Kehrens. Dies gilt auch f\u00fcr die Aufarbeitung des Sports in der ehemaligen DDR. Die Verweigerung der &#8222;Gauck-Anfrage&#8220; durch ganze Verb\u00e4nde bzw. Disziplingruppen nach 1990 spricht ihrerseits B\u00e4nde. Wie insgesamt der ostdeutsche Sport sich nur ungern der Vergangenheitsaufarbeitung stellt: sportliche Nostalgieshows und Traditionsmannschaften sind gern gesehen, kritisch nachfragende Wissenschaftler eher nicht. Lieber vergibt man &#8211; wie z.B. in Frankfurt\/Oder &#8211; ABM-Mittel zur Aufarbeitung des lokalen DDR-Sports an ehemalige DDR-Journalisten, als dass man den im eigenen Land angesiedelten Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports einschaltet oder beteiligt.<\/p>\n<p>Der Versuch des inzwischen abgewickelten Potsdamer Arbeitsbereichs f\u00fcr Zeitgeschichte des Sports aus Anlass des 15. Jubil\u00e4ums der deutschen Sporteinheit Erinnerungskonferenzen einzuberufen, weil die damals 60- bis 70j\u00e4hrigen Zeitzeugen, die diese nicht immer konfliktfreie Vereinigung gestaltet haben, wegzusterben drohen, stie\u00df im Sport &#8211; insbesondere bei den ostdeutschen Landessportb\u00fcnden &#8211; auf relativ wenig Gegenliebe.[15] Nur die beiden Dachverb\u00e4nde (DSB und NOK) steuerten f\u00fcr eine von der Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung finanzierte Veranstaltung einen kleinen Obolus bei. Der Berliner Landessportbund wollte erst den 25. Jahrestag festlich begehen. Dann &#8222;st\u00f6ren&#8220; die Zeitzeugen nicht mehr, weil sie dann in der Regel aus Altersgr\u00fcnden nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ausblick\">Ausblick<\/span><\/h2>\n<p>Moshe Zimmermann hat, wie oben schon einmal erw\u00e4hnt, auf die unterschiedlichen Aufarbeitungsphasen der beiden deutschen Diktaturen hingewiesen. W\u00e4hrend bei der Erinnerung an die NS-Diktatur die T\u00e4ter zun\u00e4chst schwiegen und die Opfer den Erinnerungsdiskurs bestimmten, erschien ihm nach dem Fall der DDR die umgekehrte Tendenz zu \u00fcberwiegen. Das flei\u00dfige Publizieren der Akteure und Aktivisten aus f\u00fchrenden Kreisen des Deutschen Turn- und Sportbundes und der fr\u00fcheren DDR-Sportwissenschaft mit ihrer ostalgischen Tendenz[16] und strukturellen Fehlinformationen[17] ist solange kein Problem, solange eine kritische Sportgeschichtsschreibung vorhanden ist, die auch die strukturellen Schattenseiten und pers\u00f6nlichen Opferperspektiven des DDR-Sports mit ber\u00fccksichtigt und entgegenhalten kann. Da aber auch die Potsdamer Professur f\u00fcr Zeitgeschichte des Sports seit dem Ausscheiden ihres Stelleninhabers am 31. September 2011 nicht wiederbesetzt wurde, gibt es an keinem der ostdeutschen Institute der universit\u00e4ren Sportlehrerausbildung mehr eine mit Forschungskapazit\u00e4ten ausgestattete professorale Sportgeschichtsstelle. Die Folgen f\u00fcr die &#8222;Erinnerungskultur des Sports&#8220; sowie f\u00fcr die Aufarbeitung des Sports in der zweiten deutschen Diktatur kann sich jeder ausmalen.<\/p>\n<p><b>PROF. DR. HANS JOACHIM TEICHLER\u00a0<\/b><i>\u00a0 studierte Sport- und Sozialwissenschaften an der Universit\u00e4t Bonn. Er promovierte 1990 an der Universit\u00e4t Bochum mit einer Arbeit zur Internationalen Sportpolitik im Dritten Reich; anschlie\u00dfend war er bis 1993 Sportreferent der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1994 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2011 war er Professor f\u00fcr Zeitgeschichte des Sports im Institut f\u00fcr Sportwissenschaft der Universit\u00e4t Potsdam. Arbeitsschwerpunkte: Arbeitersport, die Sportpolitik im Dritten Reich und in der DDR sowie die Erinnerungskultur im deutschen Sport.<\/i><\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur-auswahl\">Literatur (Auswahl)<\/span><\/h2>\n<p>Amst\u00e4dter, R. (1996). Der Alpinismus. Kultur &#8211; Organisation &#8211; Politik. Wien: WUV-Univ.-Verl.<\/p>\n<p>Aus einem Referat von Reinhard Apel vom 28. April 1984 in der F\u00fchrungs- und Verwaltungsakademie in Berlin. (1987). <i>Sozial- und Zeitgeschichte des Sports<\/i>, 1(1), S. 105.<\/p>\n<p>Bahro, B. (2009a). &#8222;Den Verbandsvereinen wird ferner empfohlen, ihren j\u00fcdischen Mitgliedern das Ausscheiden nahe zu legen&#8220; &#8211; der Umgang Berliner Sportvereine mit j\u00fcdischen Mitgliedern im Jahr 1933. In B. Bahro, J. Braun &amp; H.J. Teichler (Hrsg.), <i>Vergessene Rekorde &#8211; J\u00fcdische Leichtathletinnen vor und nach 1933<\/i>. Berlin: vbb, S.\u00a0100-108.<\/p>\n<p>Bahro, B. (2009b). &#8222;Kleine Inseln in einem Meer von Vergessen&#8220; &#8211; Sp\u00e4tes und schwieriges Erinnern an die NS-Vergangenheit in Sportvereinen. In B. Bahro, J. Braun &amp; H.J. Teichler (Hrsg.), <i>Vergessene Rekorde &#8211; J\u00fcdische Leichtathletinnen vor und nach 1933<\/i>. Berlin: vbb, S.\u00a0182-189.<\/p>\n<p>Becker, F. (2009-2011). <i>Den Sport gestalten &#8211; Carl Diems Leben (1882-1962), 4. Bde<\/i>. Duisburg: Univ.-Verl. Rhein-Ruhr.<\/p>\n<p>Benz, W. (2011). Einleitung: Der Streit um Carl Diem. <i>Zeitschrift f\u00fcr Geschichtswissenschaft<\/i>, 59(3), S.\u00a0197-200.<\/p>\n<p>Bergmann, G. (2003). <i>&#8222;Ich war die gro\u00dfe j\u00fcdische Hoffnung&#8220;. Erinnerungen einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sportlerin<\/i>. Karlsruhe: Braun.<\/p>\n<p>Bernett, H. (1976). <i>Guido von Mengden, Generalstabschef des deutschen Sports<\/i>. Berlin u.a.: Bartels und Wernitz.<\/p>\n<p>Bernett, H. (1978). <i>Der j\u00fcdische Sport im nationalsozialistischen Deutschland 1933-1938<\/i>. Schorndorf: Hofmann.<\/p>\n<p>Bernett, H. (1987). Alfred Flatow &#8211; Vom Olympiasieger zum Reichsfeind. <i>Sozial- und Zeitgeschichte des Sports,<\/i> 1(2), S. 94-102.<\/p>\n<p>Bernett, H. &amp; Teichler, H.J. (1999). Olympia unter dem Hakenkreuz. In Nationales\u00a0Olympisches\u00a0Komitee\u00a0f\u00fcr\u00a0Deutschland (Hrsg.), <i>Deutschland in der olympischen Bewegung. Eine Zwischenbilanz<\/i>, S. 127-171.<\/p>\n<p>Braun, J. (2009). Helene Mayer. Eine j\u00fcdische Sportlerin in Deutschland. In T. Bauer, E. Kraus, C. Kuller &amp; W. S\u00fc\u00df (Hrsg.), <i>Gesichter der Zeitgeschichte. Deutsche Lebensl\u00e4ufe im 20. Jahrhundert<\/i>. M\u00fcnchen: Oldenbourg, S. 85-102.<\/p>\n<p>Buss, W. (1986). Hajo Bernett und die Entwicklung einer Zeitgeschichte des Sports. In G. Spitzer &amp; D. Schmidt (Hrsg.), <i>Sport zwischen Eigenst\u00e4ndigkeit und Fremdbestimmung. P\u00e4dagogische und historische Beitr\u00e4ge aus der Sportwissenschaft (= Festschrift f\u00fcr Hajo Bernett)<\/i>. Schorndorf, S.\u00a0263-277.<\/p>\n<p>Deutscher\u00a0Alpenverein, \u00d6sterreichischer\u00a0Alpenverein &amp; Alpenverein\u00a0S\u00fcdtirol (Hrsg.). (2011). <i>Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918-1945<\/i>. K\u00f6ln u.a.: B\u00f6hlau.<\/p>\n<p>Dwertmann, H. (1997). Die Rolle Carl Diems im nationalsozialistischen Regime. <i>Sozial- und Zeitgeschichte des Sports<\/i>, 11(1), S. 7-47.<\/p>\n<p>Ehlert, M.-H. (2009). Lilli Henoch. In B. Bahro, J. Braun &amp; H.-J. Teichler (Hrsg.), <i>Vergessene Rekorde &#8211; J\u00fcdische Leichtathletinnen vor und nach 1933 <\/i>(Band 2010). Berlin: vbb, S.\u00a065-76.<\/p>\n<p>Felsberg, S. (Hrsg.). (2015). <i>Jewish allstars. Deutsche Sportidole zwischen Erfolg und Verfolgung. <\/i>Berlin: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung.<\/p>\n<p>Heimerzheim, P. (1999). <i>Karl Ritter von Halt &#8211; Leben zwischen Sport und Politik<\/i>. Sankt Augustin: Academia-Verl.<\/p>\n<p>Herzog, M. (2009). Fu\u00dfballsport in der Zeit des Nationalsozialismus: Quellen &#8211; Methoden &#8211; Erkenntnisinteressen. In A. Bruns &amp; W. Buss (Hrsg.), <i>Sportgeschichte erforschen und vermitteln. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportgeschichte vom 19.-21. Juni 2008 in G\u00f6ttingen.<\/i> Hamburg: Czwalina, S. 51-64.<\/p>\n<p>Herzog, M. (Hrsg.). (2016). <i>Die &#8222;Gleichschaltung&#8220; des Fu\u00dfballsports im nationalsozialistischen Deutschland<\/i>. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer.<\/p>\n<p>Herzog, M. &amp; Bode, A. (Hrsg.). (2008). <i>Fu\u00dfball zur Zeit des Nationalsozialismus. Alltag &#8211; Medien &#8211; K\u00fcnste &#8211; Stars<\/i>. Stuttgart: Kohlhammer.<\/p>\n<p>Jarausch, K.H. &amp; Sabrow, M. (Hrsg.). (2002). <i>Verletztes Ged\u00e4chtnis. Erinnerungskultur und Zeitgeschichte im Konflikt.<\/i> Frankfurt am Main u.a.: Campus-Verl.<\/p>\n<p>Kr\u00fcger, M. (2012a). &#8222;Ged\u00e4chtnis&#8220; und &#8222;Hall of Fame des deutschen Sports&#8220; &#8211; Elemente einer medialen Erinnerungskultur des deutschen Sports. In M. Kr\u00fcger (Hrsg.), <i>Erinnerungskultur im Sport. Vom kritischen Umgang mit Carl Diem, Sepp Herberger und anderen Gr\u00f6\u00dfen des deutschen Sports.<\/i> Berlin u.a.: LIT, S. 137-149.<\/p>\n<p>Kr\u00fcger, M. (Hrsg.). (2012b). <i>Erinnerungskultur im Sport. Vom kritischen Umgang mit Carl Diem, Sepp Herberger und anderen Gr\u00f6\u00dfen des deutschen Sports<\/i>. Berlin u.a.: LIT.<\/p>\n<p>L\u00e4mmer, M. (Hrsg.). (1999). <i>Deutschland in der Olympischen Bewegung: eine Zwischenbilanz<\/i>. Frankfurt\/M.: Nationales Olympisches Komitee f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p>Luh, A. (2005). Auf dem Weg zu einem nationalsozialistischen Sportsystem. Vom Vereinssport zum parteigebundenen Sport. <i>Stadion, 31<\/i>(2), S. 181-198.<\/p>\n<p>Marschik, M. (1998). <i>Vom Nutzen der Unterhaltung: der Wiener Fu\u00dfball in der NS-Zeit zwischen Vereinnahmung und Resistenz<\/i>. Wien: Turia u. Kant.<\/p>\n<p>Nitsch, F. (1990). Der Tag von Hannover. Die Gr\u00fcndung des DSB im Hodler-Saal. In O. Grupe &amp; H. Becker (Hrsg.), <i>Die Gr\u00fcnderjahre des Deutschen Sportbundes. Wege aus der Not zur Einheit<\/i>. Schorndorf: Hofmann, S. 65-69.<\/p>\n<p>Pfister, G. &amp; Steins, G. (2005). <i>Die Flatow-Medaille in Erinnerung an Alfred Flatow und Gustav-Felix Flatow<\/i>. Frankfurt\/M.: Deutscher Turnerbund.<\/p>\n<p>Rother, R. (Hrsg.). (2006). <i>Geschichtsort Olympiagel\u00e4nde 1909 &#8211; 1936 &#8211; 2006<\/i>. Berlin.<\/p>\n<p>Sch\u00e4fer, R. (2009). Carl Diem. In W. Benz (Hrsg.), <i>Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart ; Bd. 2.1: Personen. A &#8211; K. <\/i>Berlin: de Gruyter Saur, S.\u00a0171-173.<\/p>\n<p>Schulze-Marmeling, D. &amp; Peiffer, L. (Hrsg.). (2008). <i>Hakenkreuz und rundes Leder. Fu\u00dfball im Nationalsozialismus<\/i>. G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>Steins, G. (2009). Historische Entsorgung. DOSB-Pr\u00e4sidium will Ludwig-Wolker-, Fritz-Wildung- und Carl-Diem-Preis ersetzen. <i>DAGS-Magazin<\/i>(1), S. 59\/60.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (1989). Zum Ausschluss der deutschen Juden von den Olympischen Spielen 1936. <i>Stadion, 15<\/i>(1), S. 45-64.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (1991). <i>Internationale Sportpolitik im Dritten Reich.<\/i> Schorndorf: K. Hofmann.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (1996). Die Rolle Carl Diems in der Zeit und im zeitlichen Umfeld des NS-Regimes. <i>Sozial- und Zeitgeschichte des Sports, 10<\/i>(3), S. 56-79.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (1997). Sport unter der Herrschaft der Ideologie: Sport im Nationalsozialismus (H. Bernett, Trans.). In I. Diekmann &amp; H.J. Teichler (Hrsg.), <i>K\u00f6rper, Kultur und Ideologie. Sport und Zeitgeist im 19. und 20. Jahrhundert<\/i>. Bodenheim b. Mainz: Philo, S.\u00a098-118.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (1999). Sportpolitik 1989\/1990. In H.J. Teichler &amp; K. Reinartz (Hrsg.), <i>Das Leistungssportsystem der DDR in den 80er Jahren und im Proze\u00df der Wende<\/i>. Schorndorf: Hofmann, S.\u00a0405-594.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (2005a). Altrock und Diem &#8211; zwei vergleichbare Biographien. <i>BIOS, 18<\/i>(2), S.\u00a0191-198.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (2005b). Hermann Altrock in der NS-Zeit. <i>Sportwissenschaft, 35<\/i>(4), S.\u00a0375-402.<\/p>\n<p>Teichler, H.J. (2006). Sport unter der F\u00fchrung der Partei &#8211; Die fr\u00fchen sportpolitischen Weichenstellungen der SED. In J. Braun &amp; H.J. Teichler (Hrsg.), <i>Sportstadt Berlin im Kalten Krieg. Prestigek\u00e4mpfe und Systemwettstreit.<\/i> Berlin, S. 20-65.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen:<\/span><\/h2>\n<p>1. Referat im Juli 2005 auf einer Tagung des Forschungsprojektes &#8222;Leben und Werk Carl Diems&#8220; in M\u00fcnster. Die meisten Referate dieser Tagung sind ver\u00f6ffentlicht in BIOS, Zeitschrift f\u00fcr Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen, 18 (2005), 2.<\/p>\n<p>2. Vgl. Bernett (1978) als auch Bahro (2009a) und (Bahro (2009b).<\/p>\n<p>3. Vgl. das Sonderheft &#8222;Mythos Carl Diem&#8220; (&#8222;Aus einem Referat von Reinhard Apel vom 28. April 1984 in der F\u00fchrungs- und Verwaltungsakademie in Berlin&#8220;, 1987). Stellvertretend f\u00fcr die Diem- Debatte s. (Teichler (1996) und (Dwertmann (1997); zum Gutachten H. J. Teichlers und zur Stellungnahme der Expertenkommission s. ebd.<\/p>\n<p>4. Einen ersten biographischen Versuch mit immer noch leicht apologetischer Tendenz legte Heimerzheim (1999) vor.<\/p>\n<p>5. Vgl. auch Jarausch &amp; Sabrow (2002).<\/p>\n<p>6. Bernett war bei Kriegsende 24 Jahre alt und empfand ein hohes Ma\u00df pers\u00f6nlicher Betroffenheit &#8211; war aber noch zu jung gewesen, um pers\u00f6nliche Verantwortung f\u00fcr die damaligen Zust\u00e4nde tragen bzw. abarbeiten zu m\u00fcssen. Gleichzeitig hatte er sich schon vor 1966 eine hohe wissenschaftliche Reputation erarbeitet, vgl. Buss (1986).<\/p>\n<p>7. Diese Bezeichnung stammt von Herzog, der 2008 eine pointierte Skizze dieses &#8222;Fu\u00dfballhistorikerstreits&#8220; verfasste (Herzog 2009); vgl. auch (Herzog &amp; Bode (2008).<\/p>\n<p>8. Diese Ausstellung wurde gemeinsam vom Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V., der Universit\u00e4t Hannover und der Universit\u00e4t Potsdam erarbeitet.<\/p>\n<p>9. Das Forschungsprojekt zum DDR-Fu\u00dfball hatte es bereits bis zur Pr\u00e4sidiumsvorlage im DFB gebracht. Die Ablehnungsbegr\u00fcndung erfolgte m\u00fcndlich (Gespr\u00e4ch zwischen Dr. Theo Zwanziger und Prof. Dr. Hans Joachim Teichler in Leipzig im September 2008).<\/p>\n<p>10. Deutscher Alpenverein, \u00d6sterreichischer Alpenverein &amp; Alpenverein S\u00fcdtirol, 2011.<\/p>\n<p>11. Vgl. dazu die genauen Angaben bei Steins (2009), S. 59: &#8222;Anl\u00e4sslich des 70. Geburtstages von Carl Diem stiftete der DSB bereits am 24.6.1952 in Form der Carl-Diem-Plakette eine personenbezogene Auszeichnung, die seit 1953 f\u00fcr hervorragende sportwissenschaftliche sowie sportmedizinische Arbeiten verliehen wurde. Diesem Wissenschaftspreis stellte der DSB 1980 die Ludwig-Wolker-Plakette und die Fritz-Wildung-Plakette an die Seite, so dass nunmehr der DSB drei sehr unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeiten f\u00fcr ihr au\u00dfergew\u00f6hnliches und vorbildhaftes Wirken w\u00e4hrend der DSB-Gr\u00fcndung \u00f6ffentlich sichtbar und wiederholend w\u00fcrdigte. Mit der Ludwig-Wolker-Plakette wurden Pers\u00f6nlichkeiten ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise f\u00fcr das Ethos und die Menschenw\u00fcrde im Sport eingesetzt haben. Zugleich erinnerte man damit an einen bedeutenden Repr\u00e4sentanten der konfessionellen Sportbewegung. Mit der Fritz-Wildung-Plakette erinnerte der DSB an die Arbeiter-Sportbewegung als eine der Wurzeln, aus der er 1950 entstanden ist. Mit der Plakette wurden Vereine oder Verb\u00e4nde ausgezeichnet, die ein vorbildliches Modell der sozialen Hilfe im oder durch den Sport aufgebaut haben.&#8220;<\/p>\n<p>12. Becker (2009-2011); Auftraggeber der Studie waren die Deutsche Sporthochschule K\u00f6ln und der DOSB, finanziert wurde sie von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.<\/p>\n<p>13. Vgl. dazu auch Kr\u00fcger (2012b); eine kontr\u00e4re Auffassung vertritt Benz (2011).<\/p>\n<p>14. Deutliche Kritik \u00fcbt Kr\u00fcger (2012a).<\/p>\n<p>15. Nur der LSB Brandenburg veranstaltete eine Erinnerungskonferenz, allerdings ohne aktive Beteiligung von Fachhistorikern.<\/p>\n<p>16. Das trifft besonders auf die vom ehemaligen Sportchef des &#8222;Neuen Deutschland&#8220; herausgegebenen &#8222;Beitr\u00e4ge zur Sportgeschichte&#8220; (Spotless-Verlag Berlin) zu und abgestuft auch auf die von Karsten Schumann und Ronny Garcia seit 2002 hrsg. Schriftenreihe &#8222;Sport, Leistung, Pers\u00f6nlichkeit&#8220; (GNN-Verlag Schkeuditz).<\/p>\n<p>17. So nennt der DTSB-Vizepr\u00e4sident z.B. f\u00fcr 1988 die Zahl von insgesamt 4.661 Trainern f\u00fcr den DTSB (vgl. Thomas K\u00f6hler (2010), Zwei Seiten einer Medaille. Thomas K\u00f6hler erinnert sich. Berlin: Neues Leben, S. 185). Er unterschl\u00e4gt dabei aber die ca. 3.000 Trainer, die in der SV Dynamo oder in der SV Vorw\u00e4rts arbeiteten und auf der Gehaltsliste des MfS oder der Armee standen. Au\u00dferdem waren 1989 allein im &#8222;zivilen&#8220; DTSB schon 4.808 Trainert\u00e4tig (vgl. Teichler 1999, S. 468).<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1532],"publikationen":[880],"class_list":["post-8593","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-hans-joachim-teichler","publikationen-880"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"in: vorg\u00e4nge Nr. 223 (3\/2018), S. 115-129 Der Breitensport ebenso wie die sportlichen Gro\u00dfereignisse wurden im Nationalsozialismus vielfach f\u00fcr faschistische Zwecke in Anspruch genommen. Wie vielen anderen Institutionen fiel es den Sportverb\u00e4nden in der Nachkriegs\u00e4ra schwer, sich mit diesem Erbe kritisch auseinander zu setzen. Hans Joachim Teichler skizziert die verschiedenen Phasen der Erinnerung und des [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-24T19:57:04+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"30\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/publikation\\\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/publikation\\\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\\\/\",\"name\":\"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2018-08-01T20:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-24T19:57:04+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/publikation\\\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/publikation\\\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/publikation\\\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 223: Sport und Politik\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/223\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union","og_description":"in: vorg\u00e4nge Nr. 223 (3\/2018), S. 115-129 Der Breitensport ebenso wie die sportlichen Gro\u00dfereignisse wurden im Nationalsozialismus vielfach f\u00fcr faschistische Zwecke in Anspruch genommen. Wie vielen anderen Institutionen fiel es den Sportverb\u00e4nden in der Nachkriegs\u00e4ra schwer, sich mit diesem Erbe kritisch auseinander zu setzen. Hans Joachim Teichler skizziert die verschiedenen Phasen der Erinnerung und des [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-08-24T19:57:04+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"30\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/","name":"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"2018-08-01T20:00:00+00:00","dateModified":"2021-08-24T19:57:04+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/publikation\/das-spaete-erinnern-an-die-rolle-des-sports-in-der-ns-diktatur-1\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 223: Sport und Politik","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/223\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Das sp\u00e4te Erinnern an die Rolle des Sports in der NS-Diktatur"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation\/8593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media?parent=8593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories?post=8593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/tags?post=8593"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/autoren?post=8593"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/publikationen?post=8593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}