{"id":9466,"date":"2006-12-14T22:50:00","date_gmt":"2006-12-14T21:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/ich-habe-den-eindruck-dass-wir-beginnen-die-massstaebe-zu-verlieren\/"},"modified":"2021-08-31T10:14:10","modified_gmt":"2021-08-31T08:14:10","slug":"ich-habe-den-eindruck-dass-wir-beginnen-die-massstaebe-zu-verlieren","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/195\/publikation\/ich-habe-den-eindruck-dass-wir-beginnen-die-massstaebe-zu-verlieren\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich habe den Eindruck, dass wir beginnen, die Ma\u00dfst\u00e4be zu verlieren.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Festliche Verleihung des Fritz-Bauer-Preises 2006 an Dr. Burkhard Hirsch<\/p>\n<p>Mitteilungen Nr. 195, S. 20-21<\/p>\n<div><span class=\"migrated-image\"><a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp13_01.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4287 size-medium\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp13_01.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp13_01.jpg 500w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp13_01-430x337.jpg 430w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"news-single-imgcaption\">\n<p><span class=\"migrated-image\"><a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4288 size-medium\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-357x450.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-357x450.jpg 357w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-595x750.jpg 595w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-768x969.jpg 768w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-1218x1536.jpg 1218w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-476x600.jpg 476w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-267x337.jpg 267w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/fbp4-rotated.jpg 1344w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"news-single-imgcaption\">\n<\/div>\n<p>Etwa 130 G&auml;ste waren der Einladung gefolgt, die am 16. September eine festliche Preisverleihung im Freiburger Konzerthaus versprach. Den Abend er&ouml;ffnete Udo Kau&szlig; als Gastgeber, nicht ohne die Anwesenden auf die kulturpolitischen Ambivalenzen des Ortes aufmerksam zu machen. Das Freiburger Konzerthaus, als kommerzieller Veranstaltungsort eine Bedrohung vieler kleinerer B&uuml;hnen und Schaupl&auml;tze Freiburgs, sei normalerweise nicht der Hort kritischer Kultur. Das dennoch so viele kritische Geister auch aus dem Freiburger Umfeld erschienen seien, m&uuml;sse der Prominenz des Preistr&auml;gers zuzurechnen sein. Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch ein Trio um Mike Schweizer begr&uuml;&szlig;ten Rosemarie Will (f&uuml;r die Humanistische Union) und Rolf Bernd (f&uuml;r die Friedrich Naumann- Stiftung).<\/p>\n<h5 align=\"left\">Laudatio von Heribert Prantl<\/h5>\n<p>Die Laudatio er&ouml;ffnete mit einer Lehrstunde in Sachen politischer Tierkunde: Heribert Prantl erl&auml;uterte den versammelten Zuh&ouml;rern mit einer Beschreibung aus Brehms Tierleben die Richtungswechsel der FDP anhand der wechselnden Hautfarben eines Cham&auml;leons. Innerhalb der wechselhaften Geschichte der Partei, die sich nur schwer zwischen liberalem Gewissen, verl&auml;sslichem Regierungspartner und neoliberalem Marktf&uuml;hrer entscheiden k&ouml;nne, steche Burkhard Hirsch mit seinen antizyklischen Positionen hervor. Dies habe ihn manchmal &ndash; wie in den Zeiten der Kohl-Regierung &ndash; fast zu einem Einzelk&auml;mpfer innerhalb seiner Partei werden lassen. Burkhard Hirsch zeichne aber &ndash; neben seiner Beharrlichkeit &ndash; auch eine urliberale Gelassenheit aus, die dem streitbaren Geist oft nicht zugetraut werde. Heribert Prantl w&uuml;rdigte ausf&uuml;hrlich den politischen Werdegang Burkhard Hirschs, wobei er besonders die rechtspolitische Bedeutung der beiden von ihm vorbereiteten Verfassungsbeschwerden hervorhob. Sie repr&auml;sentierten die Summe von Hirschs rechtspolitischem Denken. Das Urteil zum Gro&szlig;en Lauschangriff habe nicht nur zu einem besseren Schutz des Kernbereichs privater Lebensf&uuml;hrung gef&uuml;hrt, sondern auch gezeigt, dass die angeblich unumg&auml;ngliche &Uuml;berwachung keineswegs so zwingend war, wie immer versichert wurde: &bdquo;&Uuml;ber das Juristische hinaus entlarven das Urteil und das Verfahren, auf dem es fusst, die Hysterie der Politik. Alle ma&szlig;geblichen politischen Kr&auml;fte im Land hatten 15 Jahre lang so getan, als hingen Sein und Nicht-Sein des Staates vom Gro&szlig;en Lauschangriff ab. Der Gro&szlig;e Lauschangriff war zum Synonym f&uuml;r Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung geworden. Wer ihm nicht zustimmte, galt als n&uuml;tzlicher Idiot des Verbrechens. So wurde auch Burkhard Hirsch in und au&szlig;erhalb seiner Partei betrachtet. Die Beweisaufnahme vor dem Bundesverfassungsgericht und das nachfolgende Urteil zum Gro&szlig;en Lauschangriff waren seine Rehabilitation. Das Urteil war eine Art Gro&szlig;es Bundesverdienstkreuz, verliehen im Namen des Volkes vom h&ouml;chsten deutschen Gericht an Burkhard Hirsch.&ldquo; Das Verm&auml;chtnis Fritz Bauers, der die Voraussetzungen f&uuml;r eine strafrechtliche Aufarbeitung des NS-Regimes vielen Anfeindungen und Verleumdungen zum Trotze schuf, sei bei Burkhard Hirsch gut aufgehoben.<\/p>\n<h5 align=\"left\">Aus der Rede des Preis&shy;tr&auml;&shy;gers<\/h5>\n<p>&bdquo;Es ist mir nicht nur eine Ehre, ich freue mich richtig, diesen Preis bekommen zu haben. Diesen Preis, benannt nach Fritz Bauer, von der Humanistischen Union als einer B&uuml;rgerbewegung, die ich f&uuml;r die wichtigste in unserem Land halte.&ldquo; Mit diesen Worten er&ouml;ffnete Burkhard Hirsch seine Dankesrede. In Antwort auf die Laudatio betonteer, dass er sein Eintreten f&uuml;r die B&uuml;rgerrechte weniger als einen Kampf gegen die FDP, sondern als einen Kampf gegen den herrschenden Zeitgeist gef&uuml;hrt habe, einen &bdquo;Zeitgeist, der viele Menschen immer mehr bedr&auml;ngt und &uuml;berw&auml;ltigt hat.&ldquo; Dann ging der Preistr&auml;ger auf seine (geistigen) Verbindungen zu Fritz Bauer ein. Eine erste Gemeinsamkeit ergebe sich in der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Burkhard Hirsch schilderte seine pers&ouml;nlichen Erfahrungen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, als aus den Mitl&auml;ufern von gestern pl&ouml;tzlich Helden des Widerstands gegen das Hitler-Regime wurden. An Fritz Bauer habe ihn dessen Gegenwartsbezug fasziniert: Bauer ging es nicht nur um die &#8222;Bew&auml;ltigung der Vergangenheit&ldquo;, sondern auch um die Frage, wie aus historischen Erfahrungen die Kraft f&uuml;r eine k&uuml;nftige &#8222;<i>Humanit&auml;t der Rechtsordnung<\/i>&#8220; zu gewinnen sei. Burkhard Hirsch lie&szlig; keinen Zweifeldaran, dass f&uuml;r ihn die schonungslose Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit notwendiger Bestandteil der demokratischen Kultur sei. Aus diesem Grund beunruhige ihn auch die zunehmende Popularit&auml;t rechtsradikaler Gruppen, speziell in Ostdeutschland. &bdquo;<i>Mich beunruhigt, dass die dortigen deutschen Hassprediger den Eindruck haben, den tats&auml;chlichen, wirklichen, heimlichen Volkswillen darzustellen. &#8230; Mich beunruhigt, dass die &ouml;rtlichen kommunalen W&uuml;rdentr&auml;ger diese Vorg&auml;nge verniedlichen oder &auml;ngstlich hinnehmen.<\/i>&ldquo; Die Bem&uuml;hungen auf Bundes- und L&auml;nderebene, dagegen vorzugehen, seien bisher nicht &uuml;berzeugend erkennbar. Damit leitete der Preistr&auml;ger zu einem zweiten Ber&uuml;hrungspunkt mit Fritz Bauer &uuml;ber: den Bem&uuml;hungen um eine Humanit&auml;t der Rechtsordnung. &bdquo;Wir haben &ndash; und das sieht man aus den Grundrechte-Reporten der Humanistischen Union seit vielen Jahren ja sehr viel besser als aus den Verfassungsschutzberichten des Amtes &ndash; &#8230; in den letzten 25 Jahren durch immer h&ouml;here Strafandrohungen und Praxen polizeilicher Eingriffsrechte einen schleichenden Umbau unseres Straf- und Strafverfahrensrechtes in ein pr&auml;ventiv- polizeiliches &Uuml;berwachungsrecht erlebt: Den fast vollst&auml;ndigen Abbau des Asylrechts, die Schleifung des Fernmeldegeheimnisses, den dreisten Zugriff des Staates auf den Kernbereich privater Lebensbeziehungen, auf das Gespr&auml;ch unter vier Augen&#8230;&ldquo; Diese Entwicklung f&uuml;hre nicht in die Zukunft, sondern zur&uuml;ck in die Vergangenheit. So befinde sich die Polizeigesetzgebung mit der Einf&uuml;hrung der Schleierfahndung, das hei&szlig;t der polizeilichen Jedermann-Kontrolle, auf dem Stand des preu&szlig;ischen Polizeirechts von 1850 &ndash; damals allerdings erforderten solche Eingriffe die vorherige Ausrufung des Belagerungszustandes. Das Problem eines schwindenden rechtsstaatlichen Ma&szlig;stabes verdeutlichte Burkhard Hirsch anhand der zunehmenden Ausweitung polizeilicher Vorfeld- Beobachtungen. Polizeiliche Ermittlungen setzten l&auml;ngst nicht mehr erst ein, wenn jemand eine Tat begangen habe. Die Frage, was aber alles zum Vorfeld eines Handelnden geh&ouml;re, sei schier grenzenlos &ndash; letztlich beginne sein Vorfeld mit seiner Geburt. Manchmal entstehe der Eindruck, die Polizei solle bereits t&auml;tig werden, wenn sie &#8222;b&ouml;se Gedanken vermuten&ldquo; k&ouml;nne. Welche Ausw&uuml;chse dieser Sicherheitswahn hervorbringen kann, hat Hirsch mehrfach in den Anh&ouml;rungen zu seinen Verfassungsbeschwerden vor dem Karlsruher Gericht erleben m&uuml;ssen. Wenn etwa Sachverst&auml;ndige des BKA darauf bestehen, auch das Schlafzimmer abh&ouml;ren zu d&uuml;rfen (schlie&szlig;lich werde ja gerade da die Wahrheit gesagt), oder Piloten der Bundeswehr nat&uuml;rlich einem Befehl zum Abschuss einer Passagiermaschine Folge leisten w&uuml;rden (&#8222;Man muss dem System vertrauen und schulde ihm Gehorsam.&ldquo;), weist dies auf einen rapiden Abbau unserer Rechtskultur hin. &#8222;Da wird die Freiheit zu einer Gefahr, vor der man in der Sicherheit Zuflucht sucht.&ldquo; Das derartige Tendenzen in der juristischen Fachdiskussion wissenschaftlich vertieft w&uuml;rden, verschlimmere die Sache nur noch. Als Beispiele hierf&uuml;r nannte Hirsch das angebliche &bdquo;Recht auf Sicherheit&ldquo; (Isensee), die Einf&uuml;hrung eines Feindstrafrechts (Jacobs) und die Debatten um rechtsstaatlich abgesicherte Folterverh&ouml;re. Eine Humanisierung der Rechtsordnung dagegen k&ouml;nne nur gelingen, wenn den immer neuen technischen &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten auch menschliche F&auml;higkeiten beigebracht w&uuml;rden. Datenschutz stelle in dieser Hinsicht nichts anderes als eine Humanisierung von &Uuml;berwachungstechnik dar: <i>&bdquo;Also L&ouml;schungsfristen, weil man vergessen k&ouml;nnen muss. Zweckbindungen, weil niemand au&szlig;er Gott allwissend sein soll. &Uuml;bermittlungsschranken, weil hemmungslose Tratscherei jedes Vertrauen zerst&ouml;rt. Schutz des Kernbereichs privater Lebenssph&auml;re, weil man die T&uuml;r hinter sich zumachen und jemandem beichten k&ouml;nnen muss &ndash; auch, wenn man nicht Katholik ist.<\/i>&ldquo; Zum Abschluss seiner Rede zitierte Burkhard Hirsch aus einem Aufruf der Humanistischen Union von 1978, der auch heute noch g&uuml;ltig sei: <i>&bdquo;Man bek&auml;mpft die <\/i><i>Feinde des Rechtsstaates nicht mit dessen Abbau, und manverteidigt die Freiheit nicht mit deren Einschr&auml;nkung.&ldquo;<\/i><\/p>\n<p>Nach der &Uuml;berreichung des Fritz-Bauer-Preises, der traditionell aus einer Plakette mit einem eingravierten Zitat des Namensgebers besteht, hatte der stellvertretende Bundesvorsitzende Fredrik Roggan noch eine &Uuml;berraschung f&uuml;r den Preistr&auml;ger parat: Zu Ehren des Preistr&auml;gers ist im Berliner Wissenschaftsverlag eine Festschrift <i>&#8222;Mit Recht f&uuml;r Menschenw&uuml;rde und Verfassungsstaat&#8220;<\/i> erschienen, deren erstes Exemplar an Burkhard Hirsch &uuml;berreicht wurde. Der Sammelband vereint die Referenten der diesj&auml;hrigen Tagung zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Au&szlig;erdem w&uuml;rdigen darin zahlreiche Weggef&auml;hrten Hirschs dessen b&uuml;rgerrechtliches Engagement. Mit ihnen gemeinsam gab es beim anschlie&szlig;enden Empfang im Foyer des Konzerthauses reichlich Gelegenheit, sich &uuml;ber die n&auml;chsten Vorhaben auszutauschen.<\/p>\n<p>Sven L&uuml;ders<\/p>\n<p><i>Ausz&uuml;ge aus der Laudatio, die Rede des Preistr&auml;gers und weitere Informationen zum H&ouml;ren und Lesen finden sich im Internet: <a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/fritz_bauer_preis\/\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/www.humanistische-union.de\/fritz_bauer_preis\/<\/a> <\/i><\/p>\n<p>Die Festschrift f&uuml;r Burkhard Hirsch ist beim Berliner Wissenschaftsverlag erschienen: Roggan, Fredrik (Hrsg.), Mit Recht f&uuml;r Menschenw&uuml;rde und Verfassungsstaat. Festgabe f&uuml;r Dr. Burkhard Hirsch. Berlin ISBN: 3- 8305-1224-4 (Preis: 59,00 &euro;)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":4287,"template":"","categories":[],"tags":[695],"autoren":[139],"publikationen":[918],"class_list":["post-9466","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tag-veranstaltungen-berichte","autoren-sven-lueders","publikationen-918"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>&quot;Ich habe den Eindruck, dass wir beginnen, die Ma\u00dfst\u00e4be zu verlieren.&quot; - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/195\/publikation\/ich-habe-den-eindruck-dass-wir-beginnen-die-massstaebe-zu-verlieren\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"&quot;Ich habe den Eindruck, dass wir beginnen, die Ma\u00dfst\u00e4be zu verlieren.&quot; - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Festliche Verleihung des Fritz-Bauer-Preises 2006 an Dr. Burkhard Hirsch Mitteilungen Nr. 195, S. 20-21 Etwa 130 G&auml;ste waren der Einladung gefolgt, die am 16. 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