{"id":9878,"date":"2000-09-01T18:10:00","date_gmt":"2000-09-01T16:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/verpolizeilichung-kontra-buergerrechte\/"},"modified":"2021-08-31T10:13:53","modified_gmt":"2021-08-31T08:13:53","slug":"verpolizeilichung-kontra-buergerrechte","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/publikation\/verpolizeilichung-kontra-buergerrechte\/","title":{"rendered":"Verpolizeilichung kontra B\u00fcrgerrechte"},"content":{"rendered":"<p>HU-Tagungsberichte und -hinweise<\/p>\n<p>Mitteilung Nr. 171, S. 71<\/p>\n<p>Das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie l&auml;dt vom 15. bis 17. September 2000 in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain zu einer Tagung ein, im Martin-Niem&ouml;ller-Haus der Evangelischen Akademie Arnoldshain: &bdquo;Verpolizeilichung der Bundesrepublik Deutschland&ldquo; Polizei und B&uuml;rgerrechte in den St&auml;dten.<\/p>\n<p>Die Polizei ist eine Alltagserscheinung: von der Verkehrskontrolle bis zur Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung und nicht zuletzt der Kontrolle allen potentiell abweichenden Verhaltens. Die &Auml;nderungen, die die Polizeien in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, sind betr&auml;chtlich. Fast durchgehend gehen sie zu Lasten b&uuml;rgerlicher Sicherheit, gerade auch der vor Eingriffen in die eigene Freiheit, zu Lasten der Grund- und Menschenrechte allgemein. Jede B&uuml;rgerin und jeden B&uuml;rger geht polizeiliches Handeln an, selbst und gerade dann, wenn sie dem Anschein nach nie mit der Polizei in Konflikt geraten. Eine enorme Ausdehnung der rechtlichen Kompetenzen der Polizeien ist festzustellen, die immer erneut fragen l&auml;&szlig;t, vor welchen Gefahren die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger eigentlich gesch&uuml;tzt werden sollen. Eine gleichfalls enorme Ausweitung der technischen Mittel ist festzustellen, vor allem im informationstechnologischen Bereich. Deren Einsatz ist rechtlich schon gar nicht mehr zu hegen. Nicht umsonst trifft man nun auf Gesetze, die vor allem polizeilichen Handeln T&uuml;r und Tor &ouml;ffnen. Die Gr&uuml;nde, sich grund- und menschen-rechtlich mit den Polizeien und ihren kommunalen Strategien zu befassen, sind so zahlreich, da&szlig; man von ihrer F&uuml;lle schier erdr&uuml;ckt wird.<br \/>Die Tagung zielt darauf, das Thema Polizei und Menschenrechte wieder st&auml;rker ins b&uuml;rgerrechtliche Visier zu nehmen. Dazu sind kompetente und erfahrene ReferentInnen eingeladen, die in die Tagung einf&uuml;hren und die Arbeitsgruppen begleiten.<\/p>\n<h5>Tagungsprogramm<\/h5>\n<p>Drei Ziele sollten nach Vorstellung der Veranstaltenden mit der Tagung verfolgt werden: Zum ersten sollte ein polizeilicher Bereich genauer durchforstet werden. Als solcher Bereich wurde der Umgang der Polizei mit den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern &bdquo;vor Ort&ldquo; gew&auml;hlt. Als B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger z&auml;hlen selbstverst&auml;ndlich auch alle nicht &bdquo;staats&ldquo;-b&uuml;rgerlichen Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland leben (auch diejenigen, die unmittelbar davon abgehalten werden, in dieselbe zu gelangen). Zum zweiten sollte es im Verlauf der Tagung m&ouml;glichst gelingen, eine Arbeitsgruppe aus der Taufe zu heben, die sich vornimmt, das viel zu gro&szlig;e Polizei-Menschenrechte-Thema Scheibchen f&uuml;r Scheibchen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre zu bearbeiten. Diese AG sollte nach Vorstellung der Veranstaltenden im Rahmen des Komitees arbeiten (m&ouml;glicherweise kommen auch weitere B&uuml;rgerrechtsgruppen hinzu). Drittens sollte sich &ndash; unbeschadet unterschiedlicher Akzentgebungen im einzelnen &ndash; aus dem Diskussionsverlauf und der gemeinsamen (b&uuml;rger)rechtlichen Sorge so viel Schwung ergeben, da&szlig; die Tagung zu einer gemeinsamen Erkl&auml;rung f&uuml;hrt, die Perspektiven f&uuml;r die weitere Arbeit liefert.<\/p>\n<p>Freitag, den 15. September 2000<\/p>\n<p>Anreise bis 18.30 Uhr<\/p>\n<p>19.30 Uhr: Prof. Dr. Roland Roth, Berlin (Komitee): Begr&uuml;&szlig;ung<\/p>\n<p>20.00 Uhr: Prof. Dr. Fritz Sack, Hamburg (HU): Pr&auml;vention als staatliches Sicherheitsversprechen &ndash; Wandlungen des Gewaltmonopols in Deutschland<\/p>\n<p>Samstag, den 16. September 2000<\/p>\n<p>Arbeitsgruppen von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr<\/p>\n<p>AG 1: Neue polizeiliche Befugnisse in der Praxis: (Prof. Dr. Martin Kutscha, Berlin (HU); Martin Herrnkind, BAG Kritische Polizisten)<\/p>\n<p>AG 2: Gemeinde als Ordnungsraum: Kommunale Satzungen und die Verdr&auml;ngung von Randgruppen (Prof. Dr. Wolfgang Hecker, Wiesbaden; Stephan Lanz, spacelab, Berlin\/Frankfurt\/M.)<\/p>\n<p>AG 3: Lokale Sicherheitsstrategien zwischen Pr&auml;vention und Repression (Christine Hohmeyer, Martina Kant, PD Dr. Norbert P&uuml;tter, Institut f&uuml;r B&uuml;rgerrechte\/CILIP, Berlin)<\/p>\n<p>Arbeitsgruppen von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr<\/p>\n<p>AG 4: Privatisierung &ouml;ffentlicher R&auml;ume (Dr. Hubert Beste, Frankfurt)<\/p>\n<p>AG 5: Kontrolltechnologien im &ouml;ffentlichen Raum, insbes. Video&uuml;berwachung (Dr. Detlef Nogala, Freiburg)<\/p>\n<p>AG 6: Kontrolle der Polizei durch die B&uuml;rgerInnen (Polizeidirektor Udo Behrendes\/ Mani Stenner, Bonner Forum B&uuml;rger und Polizei; Danja Sch&ouml;nh&ouml;fer, Antirassismusb&uuml;ro Bremen)<\/p>\n<p>ab 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr Plenumsdiskussion: &uuml;bergeordnete Fragestellungen, b&uuml;rgerrechtliche Perspektiven<\/p>\n<p>ab 20.00 Uhr: ggf. Fortsetzung Plenumsdiskussion<\/p>\n<p>ab 21.00 Uhr: Themenbezogenes Kabarett (angefragt)<\/p>\n<p>Sonntag, den 17. September 2000<\/p>\n<p>8.15 Uhr: Fr&uuml;hst&uuml;ck<\/p>\n<p>9.00 Uhr: N.N., Lokale Sicherheit im Kontext vielf&auml;ltiger Entgrenzungen<\/p>\n<p>10.00 Uhr Aussprache, Plenum und Vorhaben (Erkl&auml;rung, Arbeitsgruppe)<\/p>\n<p>13.00 Uhr Mittagessen und Tagungsende<\/p>\n<p>Anmeldungen und R&uuml;ckfragen bitte an das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie, Sekretariat, K&ouml;ln, Aquinostr. 7-11, 50670 K&ouml;ln (Tel. 0221-97269-30, Fax: -31, e-Mail: <a href=\"mailto:Grundrechtekomitee%40t-online.de\">Grundrechtekomitee@t-online.de<\/a>). Rechtzeitig vor der Tagung werden weitere Informationen versendet.<\/p>\n<p>Die Teilnahmekosten betragen incl. &Uuml;bernachtung und Vollverpfle-gung f&uuml;r zwei Tage 150,- DM (DZ) \/ 180,- DM (EZ). StudentInnen, Arbeitslose und Sozialhilfeempf&auml;ngerInnen bezahlen einen reduzierten Beitrag von 80,- DM (Der erm&auml;&szlig;igte Beitrag wird aus einem Fonds der &bdquo;Gesellschaft Ev. Akademie Arnoldshain e.V.&ldquo;, ausgeglichen. Spenden f&uuml;r diesen Fonds werden erbeten auf das Konto 41 00 522 bei der Ev. Kreditgenossenschaft eG Frankfurt (BLZ 500 605 00) unter dem Stichwort &bdquo;Fonds der Gesellschaft&ldquo;.<\/p>\n<p>Nach Pressemeldung des Komitees f&uuml;r Grundrechte und Demokratie&nbsp; e.V. (Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr, Prof. Dr. Roland Roth, Dirk Vogelskamp)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[24],"tags":[671],"autoren":[],"publikationen":[871],"class_list":["post-9878","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-innere-sicherheit","tag-innere-sicherheit","publikationen-mitteilungen"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Verpolizeilichung kontra B\u00fcrgerrechte - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/publikation\/verpolizeilichung-kontra-buergerrechte\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Verpolizeilichung kontra B\u00fcrgerrechte - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"HU-Tagungsberichte und -hinweise Mitteilung Nr. 171, S. 71 Das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie l&auml;dt vom 15. bis 17. 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