{"id":6945,"date":"2017-03-20T10:06:00","date_gmt":"2017-03-20T09:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/"},"modified":"2021-10-28T18:58:43","modified_gmt":"2021-10-28T16:58:43","slug":"strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/","title":{"rendered":"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern"},"content":{"rendered":"<p><i>Die Gro\u00dfe Koalition hat einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, mit dem t\u00e4tliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Rettungskr\u00e4fte h\u00e4rter bestraft werden sollen als Angriffe auf &#8222;normale B\u00fcrger\/innen&#8220;. Ziel des Entwurfes (BT-Drs. 18\/11161)ist ein st\u00e4rkerer Schutz von Vollstreckungsbeamten und Rettungskr\u00e4ften. Mit der neuen Strafnorm, die sich nicht auf Behinderungen oder Widerst\u00e4nde gegen das Einsatzhandeln sondern auf einen besonderen Schutz dieser Personen bezieht, soll mehr \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab f\u00fcr Polizeivollzugsbeamte und Rettungskr\u00e4fte ausgedr\u00fcckt werden. In einer gemeinsamen Stellungnahme* vom 20.3.2017 kritisieren die f\u00fcnf unterzeichnenden B\u00fcrgerrechtsorganisationen, dass die vorgeschlagene Strafversch\u00e4rfung weder angemessen noch zielf\u00fchrend ist. Die Arbeit von Polizei und Rettungsdiensten werden bereits mehr als ausreichend durch die Vorschriften zum Widerstandshandeln gesch\u00fctzt, ein Sonderstrafrecht zum zus\u00e4tzlichen Schutz der Personen versto\u00dfe zudem gegen den Gleichheitsgrundsatz aus Artikel 3 Grundgesetz.<\/i><\/p>\n<div><span class=\"migrated-image\"><a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-3479 size-medium\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1-450x450.jpg\" alt=\"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um &raquo;Anerkennung und Respekt&laquo; einzufordern \" width=\"450\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1-450x450.jpg 450w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1-337x337.jpg 337w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1-250x250.jpg 250w, https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p class=\"news-single-imgcaption\">\n<\/div>\n<p>Das Gesetz soll ein &rsaquo;Sonderstrafrecht zum Schutz von Polizisten\/-innen&lsaquo; schaffen, das weder erforderlich ist, noch sein angestrebtes Ziel zu erreichen vermag. Die Begr&uuml;ndung des Gesetzes ist h&ouml;chst fragw&uuml;rdig und das Gesetzgebungsverfahren unsachlich. Es handelt sich um reine Symbolpolitik. Das Gesetz ist daher als ungeeignet und verfassungswidrig abzulehnen.<\/p>\n<h5><span id=\"1-geplante-neuregelung-113-114-stgb-e\">1. Geplante Neuregelung &sect;&sect; 113, 114 StGB-E<\/span><\/h5>\n<p>Der Entwurf sieht eine Erh&ouml;hung der Mindeststrafe (auf mindestens 3 Monate Freiheitsstrafe) bei &raquo;t&auml;tlichen Angriffen&laquo; gegen Vollstreckungsbeamte vor. Auf den Bezug zu einer Vollstreckungshandlung soll es nicht mehr ankommen. Weitere Berufsgruppen sollen Vollstreckungsbeamten gleichstehen.<\/p>\n<p>Eine Unterschreitung der Mindeststrafe in sog. minderschweren F&auml;llen ist nicht vorgesehen. Besonders schwere F&auml;lle, die zu einer Mindeststrafe von sechs Monaten Freiheitsstrafe f&uuml;hren, werden dahingehend ausgeweitet, dass bereits das Mitf&uuml;hren eines gef&auml;hrlichen Gegenstandes ohne Verwendungsabsicht gen&uuml;gen soll.<\/p>\n<h5><span id=\"2-kritik-aus-der-justiz-und-vom-rechtsausschuss-des-bundesrats\">2. Kritik aus der Justiz und vom Rechts&shy;aus&shy;schuss des Bundesrats<\/span><\/h5>\n<p>S&auml;mtliche zur Stellungnahme aufgeforderten Berufsverb&auml;nde der Richter\/-innen, Staatsanw&auml;lte\/-innen und Rechtsanw&auml;lte\/-innen &ndash; namentlich der Deutsche Richterbund,(1) die Neue Richtervereinigung (NRV)(2) und der Deutsche Anwaltsverein (DAV)(3) &ndash; sowie zahlreiche Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschafter haben den Gesetzentwurf deutlich kritisiert und als ungeeignet und nicht erforderlich abgelehnt.<\/p>\n<p>Der Rechtsausschuss des Bundesrates hat den Entwurf kritisiert und dem Plenum eine Stellungnahme empfohlen, die u.a. die nachfolgenden Probleme adressiert:(4) Die Neuregelung f&uuml;hre zu Wertungswiderspr&uuml;chen. Die neuen Regeln zum t&auml;tlichen Angriff seien unstimmig, weil hierdurch eine Personengruppe privilegiert werde. Ein Regelungsbed&uuml;rfnis bestehe ohnehin nicht. Aufgrund des Missverh&auml;ltnisses fordert der Rechtsausschuss die Einf&uuml;hrung eines minderschweren Falls. Die Ausweitung des besonders schweren Falls &uuml;berdehne die Strafbarkeit in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise. Es seien praktische Probleme zu bef&uuml;rchten, denn erfahrungsgem&auml;&szlig; sei die Abgrenzung eines gef&auml;hrlichen von einem sonstigen Werkzeug schwierig. Dies gelte ebenfalls f&uuml;r den Nachweis von Vorsatz beim des blo&szlig;en Beisichf&uuml;hren eines gef&auml;hrlichen Gegenstandes, da Widerstandshandlungen oftmals aus einer Affektsituation erwachsen.<\/p>\n<h5><span id=\"3-sonderstrafrecht-zum-schutz-von-polizeibeamten-innen\">3. Sonder&shy;straf&shy;recht zum Schutz von Polizei&shy;be&shy;am&shy;ten&shy;\/-innen<\/span><\/h5>\n<p>Durch das geplante Gesetz w&uuml;rde der Schutzzweck des Widerstands-Tatbestandes ge&auml;ndert. Der &rsaquo;t&auml;tliche Angriff&lsaquo; soll aus dem bisherigen &sect; 113 Abs. 1 StGB (Widerstand) herausgenommen und ein neuer Tatbestand &sect;114 StGB-E (T&auml;tlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte) geschaffen werden. Es soll nicht mehr auf einen Bezug zu einer Diensthandlung ankommen. Gesch&uuml;tztes Rechtsgut w&auml;re dann nicht mehr die staatliche Vollstreckungsma&szlig;nahme, sondern die individuellen Rechtsg&uuml;ter (k&ouml;rperliche Unversehrtheit) der handelnden Person.<\/p>\n<p>T&auml;tliche Angriffe gegen Menschen sind bereits jetzt nach den allgemeinen Strafgesetzen strafbar, sei es als N&ouml;tigung (z.B. Schubsen) oder als versuchte oder vollendete K&ouml;rperverletzung. Laut dem Gesetzentwurf soll nunmehr bei einem Angriff auf die k&ouml;rperliche Unversehrtheit eines Menschen beim Strafrahmen danach unterschieden werden, welcher Berufsgruppe die Person angeh&ouml;rt. Eine derartige Sonderbehandlung verst&ouml;&szlig;t gegen Art. 3 GG. Einen sachlichen Grund f&uuml;r diese Ungleichbehandlung gibt es nicht.<br \/>Ein &rsaquo;t&auml;tlicher Angriff&lsaquo; nach &sect; 114 StGB-E ist eine unmittelbar auf den K&ouml;rper zielende gewaltsame Einwirkung. Zur k&ouml;rperlichen Verletzung muss es nicht kommen, auch nicht zu einer Schmerzzuf&uuml;gung. Eine solche braucht auch nicht gewollt sein,(5) ein Anrempeln w&uuml;rde demnach gen&uuml;gen. Das geplante Sonderrecht f&uuml;r Polizeibeamte\/-innen w&uuml;rde in der Konsequenz in der strafrechtlichen Praxis dazu f&uuml;hren, dass ein Schubser &ndash; ohne jegliche Verletzungsfolge &ndash; gegen eine\/-n Polizeibeamten\/-in mit einer h&ouml;heren Strafandrohung versehen w&auml;re, als ein Faustschlag ins Gesicht mit Verletzungsfolge gegen eine andere, nicht-polizeiliche Person. Der Schubser gegen den\/die Polizeibeamten\/-in w&uuml;rde sogar zu mindestens drei Monaten Freiheitsstrafe f&uuml;hren. W&uuml;rde sich dabei zuf&auml;llig noch ein Brotzeitmesser im Rucksack befinden, ohne Absicht dieses einzusetzen, betr&uuml;ge die Mindeststrafe nach der Neuregelung sechs Monate Freiheitsstrafe. Dieselbe Mindeststrafe &uuml;brigens, wie beim sexuellen Missbrauch von Kindern.<br \/>Eine derartige Sonderbehandlung verst&ouml;&szlig;t gegen den Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 GG). Die eklatanten Wertungswiderspr&uuml;che, insbesondere der Verzicht auf einen &rsaquo;minderschweren Fall&lsaquo; bei geringer Schuld, widersprechen dem Schuldprinzip und damit auch dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG).<\/p>\n<h5><span id=\"4-reine-symbolpolitik\">4. Reine Symbol&shy;po&shy;litik<\/span><\/h5>\n<p>Das geplante Gesetz ist weder geeignet, mehr Schutz durch h&ouml;here Strafdrohungen zu erreichen, noch erforderlich. Das vorhandene Strafrecht reicht aus, um die strafw&uuml;rdigen Verhaltensweisen schuldangemessen zu sanktionieren. Erst 2011 wurde durch eine Gesetzes&auml;nderung der Strafrahmen f&uuml;r &rsaquo;Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte&lsaquo; erh&ouml;ht, ohne dass in der Folge die Auswirkungen der Versch&auml;rfung evaluiert worden w&auml;ren. Strafbarkeitsl&uuml;cken bestehen nicht. Es handelt sich um reine Symbolpolitik.<\/p>\n<p>Mit dem Gesetz soll nach verschiedenen Begr&uuml;ndungen die &raquo;gesellschaftliche Wertsch&auml;tzung&laquo; f&uuml;r Polizeibeamte\/-innen erh&ouml;ht werden.(6) Dabei tr&auml;gt diese Symbolik (&raquo;Signal des Staates&laquo;,(7) &raquo;Zeichen setzen&laquo;) dadurch obrigkeitsstaatliche Z&uuml;ge, dass als Mittel das Strafrecht gew&auml;hlt wird. Das Strafgesetzbuch ist kein Kurznachrichten-Kanal, auf dem &rsaquo;Signale&lsaquo; gesendet werden. Der Gesetzgeber ist vielmehr nur dann befugt ein Strafgesetz einzuf&uuml;hren, wenn dies zum Schutz eines Rechtsguts tats&auml;chlich erforderlich ist.<\/p>\n<h5><span id=\"5-gesetzgeberische-unkultur\">5. Gesetz&shy;ge&shy;be&shy;ri&shy;sche Unkultur<\/span><\/h5>\n<p>Das Gesetzgebungsverfahren wurde in einem h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Tempo durchgef&uuml;hrt &ndash; ohne gr&ouml;&szlig;ere sachliche und gesellschaftliche Debatte. Bei der Frage nach Anlass und Grund des Gesetzes verweist die Bundesregierung auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag, die vier Jahre alt ist. Dort hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: &raquo;Wir verbessern den Schutz von Polizistinnen und Polizisten sowie anderen Einsatzkr&auml;ften bei gewaltt&auml;tigen &Uuml;bergriffen&laquo;.(8) Von einer &Auml;nderung des Strafgesetzbuches ist dort keine Rede. Die SPD lehnte eine &Auml;nderung des Strafgesetzbuches zun&auml;chst (zu Recht) strikt ab; nun tritt sie im v&ouml;lligen Gegensatz dazu als Verfechterin eines Sonderstrafrechts zum Schutz von Polizeibeamten\/-innen auf. Das Gesetz soll nun am Ende der Legislaturperiode &ndash; im laufenden Wahlkampf und hektisch kurz vor der Sommerpause &ndash; von der gro&szlig;en Koalition und gegen den Widerstand der gesamten Opposition verabschiedet werden.<\/p>\n<p>Der Referentenentwurf des BMJV stammt vom 23. Dezember 2016, also von kurz vor Weihnachten. Einige Berufsverb&auml;nde aus der Justiz erhielten (&uuml;ber die Weihnachtsfeiertage) sehr kurze Fristen zur Stellungnahme. Die Stellungnahmen fielen allesamt ablehnend aus (vgl. oben Ziff. 2). Der Referentenentwurf wurde von der Bundesregierung unver&auml;ndert am 8. Februar 2017 als Gesetzentwurf (Drs. 18\/11161) beschlossen und am 14. Februar 2017 vorgelegt. Die 1. Lesung im Bundestag fand bereits am 17. Februar 2017 statt. Obwohl es konkrete Bedenken und Empfehlungen des Rechtsausschusses des Bundesrats gab (vgl. oben Ziff. 2),(9) war der Gesetzentwurf dem Bundesrat im Plenum am 10. M&auml;rz 2017 eine &rsaquo;Debatte&lsaquo; von 4,46 Minuten wert (bestehend aus einem Redebeitrag eines Mitarbeiters des BMJV und der Abstimmung),10 um gegen das Gesetz mehrheitlich &raquo;keine Einw&auml;nde&laquo; zu erheben. Der Gesetzentwurf soll nun am 22. M&auml;rz 2017 im Rechtsausschuss des Bundestages behandelt werden. Bereits am 30. M&auml;rz 2017 soll das Gesetz in Zweiter und Dritter Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Sozusagen ein &rsaquo;3-Monats-Gesetz&lsaquo;.<\/p>\n<h5><span id=\"6-gesetzesbegruendung-hoechst-fragwuerdig\">6. Geset&shy;zes&shy;be&shy;gr&uuml;n&shy;dung h&ouml;chst fragw&uuml;rdig<\/span><\/h5>\n<p>Ausweislich der Gesetzesbegr&uuml;ndung der Bundesregierung soll mit der Versch&auml;rfung des Strafgesetzes nicht etwa eine Erh&ouml;hung der Sicherheit erreicht, sondern &raquo;Anerkennung und Respekt&laquo; f&uuml;r gef&auml;hrliche Eins&auml;tze, f&uuml;r Schichtdienst, Arbeit an Wochenenden und f&uuml;r &Uuml;berstunden von Polizeikr&auml;ften ausgedr&uuml;ckt werden.(11) Ob die Versch&auml;rfung des Strafgesetzes &uuml;berhaupt zu einer St&auml;rkung des Schutzes f&uuml;hren kann, ist f&uuml;r die Bundesregierung ebenfalls ungewiss. Im Gesetzentwurf selbst hei&szlig;t es dazu, dass eine &raquo;profunde Absch&auml;tzung&laquo; &uuml;ber Folgen und Wirkungen des Gesetzes &raquo;nicht m&ouml;glich&laquo; sei.(12) Es geht also gar nicht darum, Polizeibeamtinnen und -beamte besser zu &rsaquo;sch&uuml;tzen&lsaquo;, sondern darum, sie &ndash; rein symbolisch &ndash; zu &rsaquo;sch&auml;tzen&lsaquo;. Der Entwurf wird von der Bundesregierung damit begr&uuml;ndet, Polizeibeamte\/-innen h&auml;tten die Gesetzesversch&auml;rfung &raquo;verdient&laquo;, das sei die Regierung ihnen &raquo;schuldig&laquo;.(13) Letztendlich geht es bei dem Gesetz ausschlie&szlig;lich darum, die Begehrlichkeiten der Polizeigewerkschaften zu befriedigen.<\/p>\n<h5><span id=\"7-desinformationskampagne-der-polizeigewerkschaften\">7. Desin&shy;for&shy;ma&shy;ti&shy;ons&shy;kam&shy;pagne der Polizei&shy;ge&shy;werk&shy;schaften<\/span><\/h5>\n<p>F&uuml;r eine angeblich &rsaquo;st&auml;ndige&lsaquo; und &rsaquo;dramatische&lsaquo; Zunahme von Gewalt gegen Polizeibeamte\/-innen gibt es keine objektiven, belastbaren Belege. Bei der angeblichen &rsaquo;Zunahme der Gewalt&lsaquo; handelt es sich schlicht um eine Behauptung der Polizeigewerkschaften. Vermeintliche &rsaquo;Berichte&lsaquo; zu polizeiinternen Befragungen, die vor allem durch suggestive Fragestellungen auffallen, k&ouml;nnen zunehmende Gewalt ebenso wenig belegen, wie die tendenzi&ouml;s kommentierten &raquo;Lagebilder&laquo; der Innenministerien.(14)<\/p>\n<p>Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist ebenfalls kein zuverl&auml;ssiges Analyseinstrument, weil sie nur das polizeiliche Anzeigeverhalten wiedergibt. &Uuml;bertriebene Zahlen sind daher systemimmanent, weil nicht erfasst wird, wenn ein Verfahren eingestellt wurde oder mit einem Freispruch endete und sich der Vorwurf nicht best&auml;tigt hat. Aber nicht einmal aus der PKS ergibt sich die behauptete &rsaquo;Zunahme&lsaquo;.(15) Tats&auml;chlich ist das Gegenteil der Fall: Die Fall-Zahlen des Delikts &rsaquo;Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte&lsaquo; sind seit 2008 r&uuml;ckl&auml;ufig. Im Jahr 2013 gab es z.B. bundesweit einen R&uuml;ckgang der Fallzahlen von 8,5 Prozent und im 5-Jahresvergleich, ebenfalls bundesweit, sogar einen R&uuml;ckgang von 24 Prozent. Das einzige, was zugenommen hat, ist die Dramatisierung durch die Polizeigewerkschaften.<\/p>\n<h5><span id=\"8-rechtswirklichkeit-des-delikts-widerstand-gegen-vollstreckungsbeamte\">8. Rechts&shy;wirk&shy;lich&shy;keit des Delikts &rsaquo;Widerstand gegen Vollstre&shy;ckungs&shy;be&shy;amte&lsaquo;<\/span><\/h5>\n<p>Die Desinformationskampagne der Polizeigewerkschaften zeichnet dar&uuml;ber hinaus das v&ouml;llig unzutreffende Bild, dass es in hohem Ma&szlig;e v&ouml;llig anlasslose Angriffe auf Polizeibeamte\/-innen g&auml;be, als w&uuml;rden st&auml;ndig B&uuml;rger\/-innen ohne jeglichen Bezug zu einer Vollstreckungsma&szlig;nahme Polizeibeamte\/-innen angreifen. Dies ist v&ouml;llig realit&auml;tsfern. Tats&auml;chlich geht in den allermeisten F&auml;llen von Konflikten zwischen B&uuml;rger\/-innen und der Polizei eine polizeiliche Zwangsma&szlig;nahme (Festnahme, Durchsuchung etc.) voraus, die dann in eine Konfliktsituation mit Eskalationsgeschehen m&uuml;ndet. Die B&uuml;rger\/-innen sind in den allermeisten F&auml;llen nicht autonom in Kontakt mit der Polizei getreten, sondern werden durch ein Eingreifen der Polizei erst in den Kontakt gebracht. In der Realit&auml;t handelt es sich hier meist auf beiden Seiten um eine Stresssituation, wobei das Interaktionsgeschehen und wechselseitige Emotionen den Konflikt hochschaukeln.<\/p>\n<p>Die B&uuml;rger\/-innen treten dabei nicht einer unbewaffneten schutzlosen Person gegen&uuml;ber, sondern in der Regel gesch&uuml;tzten, bewaffneten und ausgebildeten Polizist\/-innen. Neben Schusswaffen f&uuml;hren diese Tonfa-Schlagstock und Pfefferspray mit sich. Sie tragen Einsatzanz&uuml;ge mit Schutzprotektoren und h&auml;ufig auch Helme mit Visier.<br \/>Die Deutungshoheit &uuml;ber solche Situationen liegt schon jetzt bei der Polizei. Wann die Schwelle zum Widerstand &uuml;berschritten ist, entscheiden zun&auml;chst allein die &ndash; selbst betroffenen &ndash; Beamt\/-innen, die die Anzeige erstatten. Beim Delikt &rsaquo;Widerstand&lsaquo; liegt die reale Handlung meist im Bagatellbereich, die tatbestandliche Schwelle des &sect; 113 StGB ist relativ schnell erreicht, etwa durch Sperren bei einer Festnahme, Schieben, Arm-Versteifen, K&ouml;rperdrehung, &rsaquo;Stemmen gegen die Laufrichtung&lsaquo;, Muskeln anspannen, Schubsen etc. Die Polizeibeamt\/-innen sind in diesen Situationen meist die einzigen Beweismittel, vermeintliches Opfer und Zeuge zugleich. Die sonst in solchen Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen angewendeten Grunds&auml;tze, z.B. die besonders kritische W&uuml;rdigung von Belastungsaussagen beim Fehlen &rsaquo;neutraler&lsaquo; Zeugen, kommen meist nicht zur Anwendung &ndash; der Polizeibeamte gilt in den Augen vieler Staatsanwaltschaften und Gerichte als per se objektiv. Diese Deutungsmacht ist vor allem dann problematisch, wenn den Polizeibeamt\/-innen ein eigenes Fehlverhalten (z.B. ungerechtfertigte Gewalt gegen B&uuml;rger\/-innen) vorgeworfen wird. Hier kann das zu der Tendenz f&uuml;hren, eigenes Fehlverhalten zu rechtfertigen oder zu vertuschen und einer Anzeige wegen &rsaquo;K&ouml;rperverletzung im Amt&lsaquo; durch eine eigene Anzeige wegen &rsaquo;Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte&lsaquo; zuvorzukommen.(16)<\/p>\n<h5><span id=\"9-empfehlungen\">9. Empfeh&shy;lungen<\/span><\/h5>\n<p>Das Gesetz ist als ungeeignet und verfassungswidrig abzulehnen.<\/p>\n<p>Der &sect; 113 StGB (Widerstand) wurde urspr&uuml;nglich geschaffen, um staatliche Vollstreckungsma&szlig;nahmen und damit das staatliche Gewaltmonopol zu sch&uuml;tzen, nicht um den ausf&uuml;hrenden &rsaquo;Staatsdiener&lsaquo; zu sch&uuml;tzen. Sonst h&auml;tte man diesen Tatbestand nicht ben&ouml;tigt, weil der Individualschutz der handelnden Personen durch andere Tatbest&auml;nde, n&auml;mlich N&ouml;tigung und K&ouml;rperverletzung, bereits ausreichend gew&auml;hrleistet ist. Da der B&uuml;rger sich zumeist nicht freiwillig in Konfliktsituationen mit Polizeibeamten und -beamtinnen begibt, wurde dieser besonderen Lage im Rahmen des &sect; 113 StGB Rechnung getragen: durch eine geringere H&ouml;chststrafe und erweiterte Irrtumsregeln bei ungerechtfertigten Polizeieins&auml;tzen. Dieses Ziel einer Privilegierung des B&uuml;rgers verkehrt der Gesetzentwurf in sein Gegenteil.<\/p>\n<p>Es g&auml;be viele sinnvolle Ma&szlig;nahmen, wollte man Konfliktlagen zwischen B&uuml;rger\/innen und Polizei vorbeugen und entsch&auml;rfen. Insbesondere w&auml;re es wichtig, unabh&auml;ngige Forschung dar&uuml;ber zu f&ouml;rdern, was zur Eskalation in Konfliktsituationen zwischen Polizeibeamten\/-innen und B&uuml;rgern\/-innen f&uuml;hrt und sich wirklich ernsthaft und sachlich mit der Rechtswirklichkeit des Delikts &rsaquo;Widerstand&lsaquo; auseinanderzusetzen. Um Respekt zu verbessern, ist martialisches Auftreten polizeilicher Kampfeinheiten und der unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock kontraproduktiv. Zudem sollte &uuml;berpr&uuml;ft werden, wo die polizeiliche Schulung und Ausbildung f&uuml;r Stress- und Konfliktsituationen, deeskalierendes Verhalten und eine menschenrechtskonforme und b&uuml;rgerfreundliche Polizeiarbeit verbessert werden k&ouml;nnen. In allererster Linie wird eine transparente und b&uuml;rgerfreundliche Polizei Respekt erzeugen. Hierzu geh&ouml;rt auch das Tragen individueller Kennzeichnung, insbesondere bei geschlossenen Einheiten, was auf Bundesebene und in manchen Bundesl&auml;ndern noch immer abgelehnt wird.<\/p>\n<p><i>* Gemeinsame Stellungnahme im Namen von:<\/i><\/p>\n<ul>\n<li><em>Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein e.V.<\/em><\/li>\n<li><em>Humanistische Union e.V.<\/em><\/li>\n<li><em>Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte<\/em><\/li>\n<li><em>Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie e.V.<\/em><\/li>\n<li><em>Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><i>Autor der Stellungnahme: RA Marco Noli, M&uuml;nchen<\/i><\/p>\n<p><b>Anmerkungen:<\/b><\/p>\n<p>(1) Vgl. <a href=\"http:\/\/www.drb.de\/stellungnahmen\/2017\/schutz-von-vollstreckungsbeamten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.drb.de\/stellungnahmen\/2017\/schutz-von-vollstreckungsbeamten.html<\/a>. Der Deutsche Richterbund ist der gr&ouml;&szlig;te Berufsverband der Richterinnen und Richter, Staatsanw&auml;ltinnen und Staatsanw&auml;lte in Deutschland.<\/p>\n<p>(2) Vgl. <a href=\"https:\/\/www.neuerichter.de\/details\/artikel\/article\/grundsaetzliche-stellungnahme-zum-gesetz-zur-aenderung-des-strafgesetzbuches-507.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.neuerichter.de\/details\/artikel\/article\/grundsaetzliche-stellungnahme-zum-gesetz-zur-aenderung-des-strafgesetzbuches-507.html<\/a>.<\/p>\n<p>(3) Vgl. <a href=\"https:\/\/anwaltverein.de\/de\/newsroom\/sn-5-17-staerkung-des-schutzes-von-vollstreckungsbeamten-und-rettungskraeften\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/anwaltverein.de\/de\/newsroom\/sn-5-17-staerkung-des-schutzes-von-vollstreckungsbeamten-und-rettungskraeften<\/a>.<\/p>\n<p>(4) Vgl. <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2017\/0101-0200\/126-1-17.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2017\/0101-0200\/126-1-17.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1<\/a>.<\/p>\n<p>(5) Vgl. Fischer, StGB, 64. Aufl., &sect; 113 Rn. 27.<\/p>\n<p>(6) Vgl. MdB Dr. Volker Ullrich, BT-Debatte, 1. Lesung, Prot. 18\/219, S. 21951 D.<\/p>\n<p>(7) Vgl. MdB Dr. Jan-Marco Luczak, BT-Debatte, 1. Lesung, Prot. 18\/219, Zwischenruf, S. 21939 C.<\/p>\n<p>(8) Vgl. S. 146 des Koalitionsvertrages der 18. Legislaturperiode vom 16.12.2013.<\/p>\n<p>(9) Vgl. Empfehlungen der Aussch&uuml;sse vom 27.02.2017, <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2017\/0101-0200\/126-1-17.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bundesrat.de\/SharedDocs\/drucksachen\/2017\/0101-0200\/126-1-17.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1<\/a>.<\/p>\n<p>(10) TOP 41 der 954. Sitzung am 10.03.2017.<\/p>\n<p>(11) Vgl. MdB Dr. Stephan Harbarth, BT-Debatte, 1. Lesung, Prot. 18\/219, S. 21941 C.<\/p>\n<p>(12) Vgl. Ziff. VI.2. der Gesetzesbegr&uuml;ndung, BT-Drs. 18\/11161, S. 11.<\/p>\n<p>(13) Vgl. BMJV Heiko Maas, BT-Debatte, 1. Lesung, Prot. 18\/219, S. 21938 B.<\/p>\n<p>(14) Laut &rsaquo;Lagebild Gewalt gegen Polizeibeamte 2011&lsaquo; aus Bayern sind 40 % der &rsaquo;Gewalt&lsaquo; Beleidigungen, nur 30 % betreffen &uuml;berhaupt K&ouml;rperverletzungen, die Mehrheit der F&auml;lle f&auml;llt im Privatbereich an, Demonstrationen: 8 %, Fu&szlig;ball: 3 %. Laut &rsaquo;Lagebild Gewalt gegen Polizeibeamte 2012&lsaquo; aus NRW gab es 15 schwerverletzte Beamte (bei 4,1 Mio. Polizeieins&auml;tzen); Gewalt gegen Polizeibeamte kommt in einem von tausend Eins&auml;tzen vor.<\/p>\n<p>(15) Vgl. Singelnstein\/Puschke, NJW 2011, 3473.<\/p>\n<p>(16) In der Polizeiwissenschaft wird f&uuml;r dieses bekannte Ph&auml;nomen der Begriff &rsaquo;Widerstandsbeamter&lsaquo; verwendet.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":3479,"template":"","categories":[24,40],"tags":[],"class_list":["post-6945","thema","type-thema","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-innere-sicherheit","category-rechtspolitische-gutachten"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Gro\u00dfe Koalition hat einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, mit dem t\u00e4tliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Rettungskr\u00e4fte h\u00e4rter bestraft werden sollen als Angriffe auf &#8222;normale B\u00fcrger\/innen&#8220;. Ziel des Entwurfes (BT-Drs. 18\/11161)ist ein st\u00e4rkerer Schutz von Vollstreckungsbeamten und Rettungskr\u00e4ften. Mit der neuen Strafnorm, die sich nicht auf Behinderungen oder Widerst\u00e4nde gegen das Einsatzhandeln sondern auf [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-10-28T16:58:43+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"600\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"600\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"14\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/\",\"name\":\"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/Logopalette2017-1.jpg\",\"datePublished\":\"2017-03-20T09:06:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-10-28T16:58:43+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/Logopalette2017-1.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/08\\\/Logopalette2017-1.jpg\",\"width\":600,\"height\":600},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Themen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/thema\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Innere Sicherheit\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/innere-sicherheit\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union","og_description":"Die Gro\u00dfe Koalition hat einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, mit dem t\u00e4tliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Rettungskr\u00e4fte h\u00e4rter bestraft werden sollen als Angriffe auf &#8222;normale B\u00fcrger\/innen&#8220;. Ziel des Entwurfes (BT-Drs. 18\/11161)ist ein st\u00e4rkerer Schutz von Vollstreckungsbeamten und Rettungskr\u00e4ften. Mit der neuen Strafnorm, die sich nicht auf Behinderungen oder Widerst\u00e4nde gegen das Einsatzhandeln sondern auf [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-10-28T16:58:43+00:00","og_image":[{"width":600,"height":600,"url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"14\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/","name":"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg","datePublished":"2017-03-20T09:06:00+00:00","dateModified":"2021-10-28T16:58:43+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Logopalette2017-1.jpg","width":600,"height":600},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/strafrecht-ist-nicht-das-richtige-mittel-um-anerkennung-und-respekt-einzufordern\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Themen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Innere Sicherheit","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/innere-sicherheit\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Strafrecht ist nicht das richtige Mittel, um \u00bbAnerkennung und Respekt\u00ab einzufordern"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/thema\/6945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/thema"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/types\/thema"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media\/3479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/media?parent=6945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/categories?post=6945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/custom-json\/wp\/v2\/tags?post=6945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}