{"id":7195,"date":"1976-04-17T19:00:00","date_gmt":"1976-04-17T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gleichheit-der-menschen-in-juedisch-christlicher-ueberlieferung\/"},"modified":"2021-09-04T00:03:48","modified_gmt":"2021-09-03T22:03:48","slug":"gleichheit-der-menschen-in-juedisch-christlicher-ueberlieferung","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gleichheit-der-menschen-in-juedisch-christlicher-ueberlieferung\/","title":{"rendered":"Gleichheit der Menschen in j\u00fcdisch-christlicher \u00dcberlieferung"},"content":{"rendered":"<p><i>aus vorg\u00e4nge Nr. 20 (Heft 2\/1976), S. 67-74<\/i><\/p>\n<p><b>Ungleichheit: horizental oder vertikal?<\/b><\/p>\n<p>Die faktische Ungleichheit der Menschen ist die Erm\u00f6glichung ihrer \u00f6konomischen, politischen und rechtlichen Ungleichheit &#8211; das liegt auf der Hand. Aber die Erm\u00f6glichung ist noch nicht eine Begr\u00fcndung und Rechtfertigung. Ungleichheit k\u00f6nnte horizontal, im Neben- und Miteinander von unterschiedenen Menschen, bestehen. Da\u00df sie vertikal sich realisiert, in \u00dcber- und Unterordnung, in ungleicher Aneignung der G\u00fcter und Arbeitsprodukte, das bedarf der Legitimation durch eine Ideologie, die auch die am unteren Ende der Vertikalen Stehenden mit der hierarchischen Konsequenz aus der faktischen Ungleichheit einverstanden sein l\u00e4\u00dft oder wenigstens nicht-widerst\u00e4ndig macht.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-altorientalische-koenigsideologie\">Die altori&shy;en&shy;ta&shy;li&shy;sche K&ouml;nigs&shy;ideo&shy;logie <\/span><\/h2>\n<p>Die K\u00f6nigsideologie der orientalischen Antike, also \u00c4gyptens, der mesopotamischen Gro\u00dfstaaten und ihrer kleineren Vorg\u00e4nger, erreichte das mit einer Abstammungsmythologie: die Ungleichheit beruht auf ungleicher Abstammung; die einen (die wenigen) stammen von oben, von den oberen M\u00e4chten (den G\u00f6ttern, der Sonne), die anderen (die meisten) von unten, von der Erde. Der K\u00f6nig als inkarnierter (Sonnen-)Gott besa\u00df absolute Autorit\u00e4t und Macht; er personifizierte die Gesamtheit des Volkes und war dessen religi\u00f6ser Vermittler zu den G\u00f6ttern kraft seiner ontologischen Qualit\u00e4t als Abk\u00f6mmling von oben. Ob diese Ideologie in den orientalischen Despotien \u00fcberall und zu allen Zeiten gleichm\u00e4\u00dfig gelehrt wurde, ist strittig; da\u00df sie vorhanden war als st\u00e4rkster Ausdruck der Ungleichheit zwischen dem K\u00f6nig samt seiner Sippe und den \u00fcbrigen und damit die Devotion vor dem K\u00f6nig bestimmte, d\u00fcrfte sicher sein.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"das-volk-israel\">Das Volk Israel<\/span><\/h2>\n<p>Ein kleines Volk inmitten der so gepr\u00e4gten Umwelt hat sich gegen diese h\u00f6chst eindrucksvolle, mit magischen und astrologischen Argumenten gest\u00fctzte Anschauung verschlossen: das Volk Israel. Es hat jahrhundertelang versucht, ohne K\u00f6nig auszukommen; charismatische F\u00fchrer in Notzeiten gen\u00fcgten ihm. Als es schlie\u00dflich seine Hemmungen \u00fcberwand und sich einen K\u00f6nig w\u00e4hlte, sprach es von ihm in eigenartig n\u00fcchterner Weise. Die alttestamentlichen Berichte vom israelitischen K\u00f6nigtum betonen, da\u00df bei Saul wie bei David das Volk das K\u00f6nig-machende Subjekt war; sie lassen keinen Zweifel \u00fcber den profanen Charakter dieser Institution. Der K\u00f6nig ist Mensch und nichts als Mensch. Daran \u00e4ndert weder<br \/>seine Salbung etwas noch die kultische Funktion, die er auszu\u00fcben hat. Er ist ein fehlbarer Mensch &#8211; vom Gott Israels mit Dienstverpflichtungen gegen\u00fcber Gott und Volk beauftragt, deren Verletzung ihm g\u00f6ttliche Verwerfung zuziehen kann. Am deutlichsten wird das an der h\u00e4ufigen und sehr scharfen prophetischen Kritik an. verschiedenen K\u00f6nigen und an der Rechtfertigung der Revolution gegen den Salomo-Sohn Rehabeam (1).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-gleichheit-aller-menschen-im-alten-testament\">Die Gleichheit aller Menschen im Alten Testament<\/span><\/h2>\n<p>Die dahinterstehende Grundauffassung von der prinzipiellen Gleichheit aller Menschen hat das Alte Testament durch eine k\u00fchne Umfunktionierung eines Ausdrucks aus jener K\u00f6nigsideologie offengelegt. Dieser Ideologie galt der K\u00f6nig als das Ebenbild der Gottheit unter den Menschen. Der erste Sch\u00f6pfungsbericht, entstanden w\u00e4hrend des babylonischen Exils im Umkreis dieser imponierenden Ideologie, nivelliert den Unterschied zwischen dem K\u00f6nig und den Erdgeborenen, indem er jeden Menschen &#8211; und zwar ausdr\u00fccklich Mann und Frau &#8211; zum Ebenbilde Gottes erschaffen sein l\u00e4\u00dft. Der achte Psalm unterstreicht das, indem er anstelle des Gott-K\u00f6nigs den Menschen schlechthin von Gott unmittelbar unter die \u00fcberirdischen Machtwesen gestellt sein l\u00e4\u00dft: &#8222;Du machst ihn wenig geringer als himmlische Wesen, und mit Ehre und Hoheit kr\u00f6nst du ihn. Du setzest ihn zum Herrscher \u00fcber deiner H\u00e4nde Werk&#8221; (Vers 6&#8211;7). &#8222;Mensch &#8211; das klingt gro\u00df!&#8221; &#8211; der Satz, den Maxim Gorki im Nachtasyl einen verwahrlosten Alten sprechen l\u00e4\u00dft, wiederholt dies (2).<br \/>Die grunds\u00e4tzliche, gesch\u00f6pfliche Gleichheit aller Menschen beschreibt der zweite Sch\u00f6pfungsbericht (1 Mose 2,4 ff) im Gegenzug zu dieser hohen Bestimmung zum Ebenbilde Gottes als die Gleichheit der Staubgeborenen: der Mensch ist Erde, aus einem Erdenklo\u00df geformt und wie alle anderen Lebewesen (vgl Psalm 104,29 f) durch Gottes Odem ins Leben gebracht; dann freilich wird auch hier die hohe Sonderbestimmung des Menschen erw\u00e4hnt durch die Bemerkung, da\u00df er in den Garten Eden gesetzt sei, um ihn &#8222;zu bebauen und zu bewahren&#8221; (wonach auch die Erm\u00e4chtigung, sich die Erde &#8222;untertan zu machen&#8221;, im ersten Sch\u00f6pfungsbericht zu verstehen ist!).<br \/>In Israels Geschichte hat es dann gesellschaftliche Ungleichheit der Menschen genug gegeben &#8211; wie \u00fcberall: Herren und Sklaven, Reiche und Arme, Klassengegens\u00e4tze, Zur\u00fccksetzung der Frauen. Aber immer blieb diese \u00dcberlieferung von der gesch\u00f6pflichen Gleichheit der Menschen ein Stachel gegen die eingerissene Ungleichheit und wirkte mildernd auf das Los der Sklaven und Ausl\u00e4nder, gab dem Erw\u00e4hlungsbewu\u00dftsein die Richtung eines heilsamen Dienstes Israels f\u00fcr alle V\u00f6lker und lie\u00df nie &#8211; wie anderw\u00e4rts in der antiken Sklavenhaltergesellschaft &#8211; eine metaphysische Rechtfertigung der Sklaverei oder einer absoluten K\u00f6nigsherrschaft zu (3).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"das-urchristentum\">Das Urchris&shy;tentum<\/span><\/h2>\n<p>Das Urchristentum greift die Gleichheitsproklamation des israelitischen Glaubens auf und beantwortet sie mit radikaler Praktizierung. F\u00fcr das Verhalten Jesu ist dies grundlegend. Besonders signifikant daf\u00fcr sind die Frauen in seiner Umgebung &#8212; ein unm\u00f6gliches Verhalten f\u00fcr einen Rabbi! &#8211; und die Festm\u00e4hler mit Prostituierten, Bettlern und Landesverr\u00e4tern, die allen Ausgeschlossenen die offene T\u00fcr zum Reiche Gottes symbolisieren und den &#8222;Gesunden&#8221; der Gesellschaft sagen sollen, nicht ihre Distanzierung von den &#8222;Kranken&#8221; der Gesellschaft sei die gottwohlgef\u00e4llige Haltung, sondern allein ihr helfendes Dasein f\u00fcr diese Kranken (Matth 9,12). Der nach\u00f6sterlichen Gemeinde ist die universale Bedeutung der Botschaft und der Person Jesu eine zentrale Erkenntnis.<br \/>Paulus hat das Verdienst, dies am tiefsten durchdacht und gegen alle Trennungen innerhalb der Menschheitsfamilie zur Geltung gebracht zu haben: Alle ohne Unterschied (R\u00f6m 3,23) sind nicht mehr das, wozu sie von Gott geschaffen wurden; alle bed\u00fcrfen in ihrem Abstand vom sinnvollen Leben einer neuen, grundlegenden g\u00f6ttlichen Hilfe; f\u00fcr alle hat Gott in Christus sich aufgeopfert, &#8222;auf da\u00df er sich aller erbarme&#8221; (R\u00f6m 11,32). Die Gleichheit aller Menschen bekommt hier ihre tiefstm\u00f6gliche Begr\u00fcndung: nicht nur in der gemeinsamen Zugeh\u00f6rigkeit zur gleichen biologischen Spezies besteht sie, auch nicht nur auf Grund einer Anordnung des Sch\u00f6pfers. Die Gleichheit der Menschen gr\u00fcndet entscheidend darin, da\u00df der Sch\u00f6pfer in der Menschwerdung, in dem Menschen Jesus sich ihnen allen und sie alle sich gleichgemacht hat &#8212; auch und gerade die an der untersten Stufe der Gesellschaft, da er sich den Sklaven gleichstellte (Phil 2,6 ff): indem er sich allen zum Bruder macht, macht er sie alle untereinander zu Br\u00fcdern.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-gleichheit-aller-im-leben-der-gemeinde\">Die Gleichheit aller im Leben der Gemeinde<\/span><\/h2>\n<p>Der bedingungslose Universalismus dieses &#8222;alle&#8221; durchzieht das paulinische Denken mehr, als es die immer wieder der g\u00f6ttlichen Liebe Bedingungen setzende Theologie der christlichen Konfessionen wahrhaben wollte. Praktisch bedeutete dies die Relativierung aller Trennungen zu abbauw\u00fcrdigen, allenfalls nur noch vorl\u00e4ufig hinzunehmenden, und die Bestreitung der Legitimit\u00e4t irgendwelcher Privilegien auf der Basis von nat\u00fcrlichen Unterschieden der Beschaffenheit, der Volkszugeh\u00f6rigkeit und des Geschlechts. Im Leben der Gemeinden soll die Gleichheit aller konsequent praktiziert werden. &#8222;Hier gibt es nicht Jude noch Hellene, nicht Sklave noch Freier, nicht m\u00e4nnlich oder weiblich, sondern ihr seid einer im Christus Jesus&#8221; (Gal 3,28) ist das Programmwort f\u00fcr das praktische Gemeinschaftsleben dieser kleinen Gruppen inmitten der vielfachen Zerrissenheiten der antiken Gesellschaften. Zwischen Juden und Nicht-Juden ist der &#8222;Zaun&#8221; weg (Eph 2,11 ff), Frauen und Sklaven sind gleichberechtigt mit M\u00e4nnern und Freien (4). Die Urchristenheit ist sich bewu\u00dft, mit solcher Lebensweise den urspr\u00fcnglichen Sch\u00f6pfungswillen Gottes, das Leben im k\u00fcnftigen Reiche Gottes antizipierend, den Trennungsdeformationen der Gesellschaft entgegenzusetzen. Sie erkennt und bezeugt in ihrer Praxis Gottes Willen als einen Willen der &#8222;Freiheit, Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit&#8221; aller Menschen (5).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"anpassung-und-spiritualisierung\">Anpassung und Spiri&shy;tu&shy;a&shy;li&shy;sie&shy;rung<\/span><\/h2>\n<p>Das dauerte nur einen Augenblick. Schon die vorkonstantinische Christenheit, erst recht die Kirche nach der Erhebung des Christentums zur Reichsreligion hat sich dem Druck der bestehenden gesellschaftlichen Ungleichheiten angepa\u00dft und diese legitimiert. Zwar ist &#8212; \u00e4hnlich wie in Israel &#8212; die urspr\u00fcngliche Gleichheitsproklamation nicht vergessen, sondern weiter gelehrt worden; sie hat auch moderierend auf die Trennungsverh\u00e4ltnisse gewirkt &#8212; weiterhin war jeder Mensch Adressat der evangelischen Botschaft, potentieller Empf\u00e4nger der g\u00f6ttlichen Gnade durch die Mittel der Verk\u00fcndigung und der Sakramente und Gegenstand christlicher Caritas &#8212;, aber das hat Rassismus, Sklavenhandel, Frauenunterdr\u00fcckung und Ausbeutung nicht verhindert, und zwar deswegen nicht, weil infolge jener Anpassung die &#8222;Gleichheit vor Gott&#8221; spiritualisiert, d.h. religi\u00f6s auf den Bereich des Glaubens, des Kultus und des Jenseits beschr\u00e4nkt, aber nicht mehr f\u00fcr das praktische Gemeinschaftsleben als Gleichheit unter den Menschen geltend gemacht wurde.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"luther-gleichheit-in-der-kirche\">Luther: Gleichheit in der Kirche<\/span><\/h2>\n<p>Zum Ausgleich dieses Widerspruchs, zur Legitimation der bestehenden diesseitigen Ungleichheit bedurfte es theologischer Theorien, auf deren Produktion die Theologen aller Jahrhunderte sich gut verstanden. Ein hervorragendes Beispiel daf\u00fcr ist Martin Luther, gerade weil er die evangelische Gleichheitsproklamation ernster genommen hat als die mittelalterliche Feudalkirche und damit trotz seiner Grenzen einen Platz in der europ\u00e4ischen Freiheitsgeschichte sich gesichert hat. Ihm wurde der Widerspruch zwischen der urchristlichen Botschaft und der kirchlichen Wirklichkeit deutlich, und er entschied sich f\u00fcr eine konsequente Bestreitung aller hierarchischen Ungleichheit in der Kirche. Antip\u00e4pstlich, antihierarchisch, antiklerikal lehrt er das &#8222;allgemeine Priestertum&#8221; aller Gl\u00e4ubigen, hebt den \u00fcberkommenen Unterschied zwischen Laien und Klerus als Versto\u00df gegen den christlichen Glauben auf und statuiert, da\u00df alle Christen gleich sind und ein gleiches, gemeinsames &#8222;Amt&#8221; haben: ihren Glauben in Wort und Tat zu bezeugen, so da\u00df die verschiedenen &#8222;\u00c4mter&#8221; in der Kirche nur den Charakter von Dienstfunktionen an diesem einen Amt haben. Denn Christus &#8222;kann und will in seiner Kirche kein Haupt noch Herrschaft leiden noch dulden, da\u00df ein Mensch h\u00f6her und besser sein wolle als der andere&#8220; (6).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"luther-ungleichheit-in-der-welt\">Luther: Ungleich&shy;heit in der &bdquo;Welt&ldquo;<\/span><\/h2>\n<p>Kein Wunder, da\u00df einige seiner Zeitgenossen, darunter die Bauern, auf den Gedanken kamen, wenn von der bisherigen Parallelit\u00e4t der zwei hierarchischen Systeme, des religi\u00f6sen und des gesellschaftlichen, das eine auf den Grundsatz der Gleichheit gebracht werde, k\u00f6nne auch das andere davon nicht unber\u00fchrt bleiben. Luther sah mit Schrecken diese m\u00f6gliche Konsequenz und hat sie mit einer scharfen, immer neu wiederholten Unterscheidung von &#8222;Christi Reich&#8221; (= Kirche) und Weltreich zur\u00fcckgewiesen &#8212; sieht man genau hin, mit blo\u00dfen Behauptungen \u00fcber die Empirie: was in der Kirche m\u00f6glich sei, sei in der &#8222;Welt&#8221; nicht m\u00f6glich, und damit basta. Gegen den dritten der zw\u00f6lf Artikel der Bauernschaft von 1525, der die Aufhebung der Leibeigenschaft forderte, schreibt er: &#8222;Es will dieser Artikel alle Menschen gleich machen, &#8230; welches unm\u00f6glich ist. Denn weltlich Reich kann nicht stehen, wo nicht Ungleichheit ist in Personen, da\u00df etliche frei sein, etliche gefangen, etliche Herrn, etliche Untertan&#8220; 7 &#8212; und kurz und b\u00fcndig: &#8222;Die Leibeigenschaft ist nicht wider das christliche Wesen, und wer es sagt, der l\u00fcgt&#8220; (8).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"theologische-legimitierung-der-gesellschaftlichen-ungleichheit\">Theolo&shy;gi&shy;sche Legimi&shy;tie&shy;rung der gesell&shy;schaft&shy;li&shy;chen Ungleich&shy;heit<\/span><\/h2>\n<p>Dabei ist charakteristisch, wie die verschiedensten Ungleichheiten &#8212; die biologischen, physischen, intellektuellen und die gesellschaftlichen &#8212; durcheinandergemengt werden mit dem einen Ziel, die letzteren, die abschaffbaren, den ersteren, den unabschaffbaren, gleichzusetzen und durch diese zu legitimieren: &#8222;Unterschied kann man nicht entbehren; es mu\u00df einer gelehrt, klug, Regent, Herr sein, k\u00f6nnen nicht alle gleich sein, das ist wahr. Die Ungleichheit mu\u00df stehen. Ein Mann ist st\u00e4rker denn ein Weib, ein Junges ist sch\u00f6ner denn ein Altes; ein Alter kl\u00fcger denn ein Junger&#8220; (9). Wie hier Theologie zur Rechtfertigungsideologie des Bestehenden wird, ist mit H\u00e4nden zu greifen, schon an den Inkonsequenzen und Widerspr\u00fcchen. Weder erkl\u00e4rt Luther, wieso in der Kirche m\u00f6glich sein soll, was in der Welt unm\u00f6glich ist (was ihm die Altgl\u00e4ubigen damals nat\u00fcrlich sofort entgegengehalten haben), noch l\u00e4\u00dft er uns wissen, wieso seine Behauptung, Gott habe diese gesellschaftlichen Unterschiede (die &#8222;St\u00e4nde&#8221;) &#8222;geschaffen&#8221;, auf besseren F\u00fc\u00dfen stehe als die katholische Behauptung, Gott habe auch die Unterschiede der kirchlichen Hierarchie angeordnet. Ignoriert wird der Unterschied zwischen gesellschaftlich notwendiger Arbeitsteilung und der Teilung in unterschiedliche Aneignungsformen der irdischen G\u00fcter. Das Amt des F\u00fcrsten wird mit sch\u00f6nen, auch f\u00fcr heutige Machthaber beherzigenswerten Worten in seiner Dienstfunktion begr\u00fcndet (10), aber Luther vergi\u00dft dabei, da\u00df er das gleiche bei den kirchlichen \u00c4mtern gesagt hat; sind diese als Dienste zu verstehen, die keinen Anspruch auf Besitz- und Herrschaftsprivilegien geben, wieso dann nicht ebenso die weltlichen \u00c4mter? Da\u00df bei diesen noch die Verwaltung der gesellschaftlichen Gewalt (Polizei, Milit\u00e4r) als Unterschied zu den kirchlichen hinzukommt, hat Luther (gegen die damalige kirchliche Sonder-Justiz und die geistlichen Territorialf\u00fcrsten) mit Recht hervorgehoben; aber auch mit der Gewaltverwaltung lassen sich die Privilegien nicht begr\u00fcnden.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"luthers-verhaengnisvolles-vermaechtnis\">Luthers verh&auml;ng&shy;nis&shy;volles Verm&auml;chtnis<\/span><\/h2>\n<p>Auf Luther wird deshalb so ausf\u00fchrlich eingegangen, weil seine Theorie der Unterscheidung der Gleichheit im religi\u00f6sen und der Ungleichheit im profanen Bereich im deutschen Protestantismus bis heute bestimmend blieb, und weil sie zeigt, wie eine gro\u00dfartige Erkenntnis von emanzipatorischer Bedeutung um ihre Wirkung gebracht werden kann, wenn ihre gesellschaftlichen Konsequenzen geleugnet werden. Luther ist zuerst \u00fcberw\u00e4ltigt von seiner herrlichen Erkenntnis, tr\u00e4gt sie r\u00fccksichtslos, ja, revolution\u00e4r vor gegen die kirchliche Ordnung, die ein so wichtiger und ideologisch tragender Teil der Gesellschaftsordnung war &#8211;, und bekommt durch das Auftreten &#8222;linker&#8221; reformatorischer Gruppen (der sogenannten &#8222;T\u00e4ufer&#8221;) und besonders durch den Schock des Bauernkrieges einen solchen Schrecken vor den weltlichen Konsequenzen seiner Erkenntnis, da\u00df er nur noch bem\u00fcht ist, die Ungleichheiten der &#8222;weltlichen Ordnung&#8221; vor diesen Konsequenzen abzuschirmen. Die evangelische Freiheit und Gleichheit mu\u00df gesellschaftlich folgenlos bleiben: das ist sein verh\u00e4ngnisvolles Verm\u00e4chtnis.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"hierarchische-ordnung-in-der-lutherischen-kirche\">Hiera&shy;r&shy;chi&shy;sche Ordnung in der Luthe&shy;ri&shy;schen Kirche<\/span><\/h2>\n<p>Da die Kirche aber nicht im Himmel, sondern auf Erden ist, konnte es nicht anders sein als da\u00df, sobald sich die neue Glaubensgleichheit nicht offensiv gegen die gesellschaftlichen Ungleichheiten wendete, diese auf die kirchliche Gleichheitsproklamation entstellend zur\u00fcckwirkten: die hierarchische Ordnung der Kirche war auch im lutherischen Bereich nur theologisch, nicht aber praktisch gebrochen; eine Kirche ohne herrschaftliche Machtpositionen, mit demokratischen Formen und wirklicher Gleichberechtigung aller Glieder blieb ein Traum, der erst nach 1918, nach der Trennung von Kirche und Staat, reale irdische Gestalt anzunehmen wenigstens begann, und zwar unter dem Einflu\u00df demokratischer Str\u00f6mungen, die von der lutherischen Seite (mit abnehmendem Erfolg) bek\u00e4mpft wurden im Namen des nach Luther angeblich von Gott selbst angeordneten, statischen Unterschieds der beiden Reiche.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ideologische-rechtfertigung-der-privilegiengesellschaft\">Ideolo&shy;gi&shy;sche Recht&shy;fer&shy;ti&shy;gung der Privi&shy;le&shy;gien&shy;ge&shy;sell&shy;schaft<\/span><\/h2>\n<p>Die urspr\u00fcngliche biblische Gleichheitsproklamation kann also nur entweder offensiv und gesellschaftskritisch aufgerichtet werden &#8211; oder sie wird so aufgel\u00f6st, wie es bei Luther exemplarisch zu sehen ist: statt der gesch\u00f6pflichen Gleichheit, die jenen biblischen Texten wichtig ist, wird ihm unversehens die gesch\u00f6pfliche Ungleichheit wichtig zur Legitimation der gesellschaftlichen Ungleichheit (11). Insofern ist jene anfangs erw\u00e4hnte orientalische K\u00f6nigsideologie nur der sch\u00e4rfste Ausdruck einer \u00fcbereinstimmenden Grundideologie, die zur Bek\u00e4mpfung des Zieles einer egalit\u00e4ren Gesellschaft n\u00f6tig ist: die hierarchische Privilegiengesellschaft sei allein der Realit\u00e4t gem\u00e4\u00df, weil diese Realit\u00e4t nach dem Willen Gottes, der Natur, des Schicksals (oder welche letzte Instanz man daf\u00fcr anf\u00fchren will) aus Ungleichheit besteht, an der jeder Egalitarismus scheitern werde. Ob amerikanische Anthropologen die Neger als sp\u00e4tere Produkte der Entwicklung von den Hominiden zum Homosapiens und deshalb mit geringerer Intelligenz begabt ansehen &#8211; oder ob bei uns Bildungspolitiker den Klassencharakter der dreistufigen Ausbildung mit Berufung auf die nat\u00fcrlichen Begabungsstufen rechtfertigen: dies alles sind nur verschleierte Abwandlungen der Denkweise, die in jener K\u00f6nigsideologie zum Ausdruck kommt und gegen die die biblische Gleichheitsproklamation den sch\u00e4rfsten Protest darstellt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"gleichheit-nicht-unterschiedslosigkeit\">Gleichheit &ndash; nicht Unter&shy;schieds&shy;lo&shy;sig&shy;keit<\/span><\/h2>\n<p>Was aber hei\u00dft hier &#8222;Gleichheit&#8221;? Nat\u00fcrlich nicht die absurde Behauptung: alle Menschen seien gleich, d.h. ohne Unterschiede. Im Gegenteil, die Ungleichheit der Individuen wie der ethnischen Gruppen, der beiden Geschlechter wie der vielen Kulturen ist der Reichtum des Menschseins, und zu ihm geh\u00f6rt auch die Ungleichheit nicht nur der Arten, sondern auch der Stufen von Begabung und Ausr\u00fcstung f\u00fcr den Lebenskampf, also von Stufen der Intelligenz, der K\u00f6rperkraft, der Gesundheit usw. Gerade diese Stufen-Ungleichheit von Starken und Schwachen macht uns aufeinander angewiesen, und sie verspricht uns den Reichtum des Lebens gerade dann, wenn wir nach dem erw\u00e4hnten Worte Jesu unsere (physische, moralische usw.) Gesundheit und Kraft in den Dienst des Kranken und Schw\u00e4cheren stellen.<br \/>Die Gleichheit, um die es sich in unserem Zusammenhang handelt, bezieht sich gerade auf diese Ungleichheit. Sie besagt als Grundsatz der j\u00fcdisch-christlichen \u00dcberlieferung: jeder, der Menschenantlitz tr\u00e4gt, ist in gleicher Weise von Gott geliebt und vor Gott verantwortlich (12); er hat deshalb in gleicher Weise ein Recht zu leben, nicht nur zu vegetieren, sondern wirklich zu leben, sich zu entfalten und sich seines Daseins zu freuen; er hat damit in gleicher Weise Anspruch auf unsere Hilfe zu solchem Leben und ist in gleicher Weise aufgefordert, durch Einsatz seiner besonderen M\u00f6glichkeiten in der Hilfe f\u00fcr andere den Reichtum seines Lebens zu finden.<br \/>Das hat die christliche Kirche von jeher gut gepredigt. Indem sie aber selbst mit dem Gesellschaftssystem ungleicher Privilegien verflochten war und ihre Predigt auf das Individuelle beschr\u00e4nkt hat, statt sie in einem solchen System gesellschaftskritisch werden zu lassen, hat sie ihrer Predigt die gesellschaftsver\u00e4ndernde Kraft geraubt und durch theologische Theorien, wie z.B. die lutherische, die Privilegiengesellschaft vor diesem Sprengstoff ihrer eigenen Verk\u00fcndigung bewahrt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"die-gleichheitsproklamation-herausforderung-unserer-phantasie\">Die Gleich&shy;heits&shy;pro&shy;kla&shy;ma&shy;tion: Heraus&shy;for&shy;de&shy;rung unserer Phantasie<\/span><\/h2>\n<p>Die Folge davon ist die Beschr\u00e4nkung der Phantasie. Luthers Behauptungen von der Unm\u00f6glichkeit des Abbaus der gesellschaftlichen Ungleichheiten sind alle durch die seitherige Entwicklung widerlegt. Die Gleichheitsproklamation ist eine Herausforderung unserer Phantasie: eine egalit\u00e4re Gesellschaft zun\u00e4chst einmal uns vorzustellen, zu w\u00fcnschen, also als Utopie zu entwerfen, dann diese aber nicht im Jenseits des Wunschtraumes zu lassen, sondern als Kriterium f\u00fcr die Beurteilung unserer Verh\u00e4ltnisse einzusetzen, die Hindernisse der Realisierung n\u00fcchtern und genau zu analysieren und die abschaffbaren Hindernisse (historisch gewordene Besitz- und Leistungsprivilegien) von den nicht-abschaffbaren (Arbeitsteilung, Begabungsverschiedenheit, eingewurzelte Neigung, aus den verschiedenen Begabungen pers\u00f6nliche Vorteile zu ziehen und auf Kosten der anderen zu leben &#8212; biblisch &#8222;S\u00fcnde&#8221; genannt) zu unterscheiden, die Auswirkung der letzteren auf die Gestaltung der gesellschaftlichen Ordnung soweit wie m\u00f6glich zu beschr\u00e4nken und die Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte f\u00fcr die Ann\u00e4herung an das Ziel auszun\u00fctzen. Es wird vermutlich immer nur eine Ann\u00e4herung sein, st\u00e4ndig gef\u00e4hrdet durch die Wirkung der nicht-abschaffbaren Hindernisse. Aber wer Phantasie genug hat, unter den allseitigen Deformationen der Ungleichheitsgesellschaft zu leiden, der wird nicht nur im pers\u00f6nlichen Leben die Gleichheit des Lebensrechtes seiner Mitmenschen ernst nehmen, sondern mit dem Ziel ihrer gesellschaftlichen Realisierung sich an die politische Arbeit machen.<\/p>\n<p>Verweise:<\/p>\n<p>1 Vgl Martin Noth, &#8222;Gott, K\u00f6nig, Volk im Alten Testament&#8221;, in: Gesammelte Studien zum Alten Testament, M\u00fcnchen 1957, 188&#8212;229.<br \/>2 Hans J. Kraus (Die Psalmen, I, Neukirchen 1960, 73) stellt dagegen die &#8222;zwei Grundz\u00fcge&#8221; der altorientalischen Anthropologie: &#8222;1. Mensch im Vollsinne ist allein der K\u00f6nig&#8230; 2. Der Einzelmensch tritt hinter dem K\u00f6nig v\u00f6llig zur\u00fcck.&#8221;<br \/>3 Noth, aa0, 213: &#8222;Dieses Wissen aber lie\u00df eine Auffassung vom K\u00f6nigtum als einem Element einer zeitlos g\u00fcltigen g\u00f6ttlichen Weltordnung schwerlich zu.&#8221;<br \/>4 &#8222;Das Weib schweige in der Gemeinde&#8221; hat Paulus nie geschrieben. Die Verse 1 Kor 14, 34&#8212;36 sind nach \u00fcberwiegender Ansicht der heutigen neutestamentlichen Wissenschaft die Glosse eines sp\u00e4teren Abschreibers. Da\u00df allerdings diese Glosse f\u00fcr n\u00f6tig gehalten wurde und dann in den Text hineinglitt und als apostolische Anordnung weiterwirkte, ist bezeichnend f\u00fcr die offenbar bald nach Paulus einsetzende Entwicklung.<br \/>5 &#8222;Im Grunde genommen ist das Verstehen des anderen schon in die Welt gekommen durch das Christentum, durch jene Lehre, welche bei den unerh\u00f6rtesten Verschiedenheiten der St\u00e4nde, bei dem unerh\u00f6rtesten Abstand des Machtkreises der einzelnen Individuen in der antiken Welt, bei diesen ungeheuren Gegens\u00e4tzen des Zeitalters der Sklaverei gepredigt hat die gleiche Gotteskindschaft aller Menschen, die also eine revolution\u00e4re Gleichheitsvorstellung in die Menschen gepflanzt hat &#8212; durch das Christentum, das diesen Satz aufgestellt hat als Zeichen, da\u00df, welche Gegens\u00e4tze die Gesellschaft im einzelnen auch immer zerrei\u00dfen m\u00f6gen, die Gemeinsamkeit des Menschlichen alles andere \u00fcberwinde.&#8220; Karl Renner, zitiert bei: Ludwig Reichhold, Christentum &#8212;Gesellschaft&#8212;Sozialismus, Wien 1969, S 5.<br \/>6 Erlanger Ausgabe der Werke Luthers (EA) 44,2. Ich zitiere die EA nach der Zitierung von Friedrich Lezius in seinem Aufsatz &#8222;Gleichheit und Ungleichheit. Aphorismen zur Theologie und Staatsanschauung Luthers&#8221;, in: Greifswalder Studien (Festschrift f\u00fcr Hermann Cremer), G\u00fctersloh 1895, 285&#8212;326. &#8212; Lezius (1859&#8212;1927) war ein konservativer baltischer Theologe, der 1914 die ausschweifendsten Annektionsziele f\u00fcr den Ersten Weltkrieg zu Papier gebracht hat; er findet sich mit Luther in der patriarchalischen Ablehnung der Demokratie.<br \/>7 EA 24, 282.<br \/>8 EA 35, 233.<br \/>9 EA 20 II, 293; vgl EA 1, 204: &#8222;Ein F\u00fcrst ist eine andere Person denn ein Prediger, eine Magd eine andere Person denn ihre Frau, ein Schulmeister eine andere Person denn ein B\u00fcrgermeister&#8230; Solche Ungleichheit mu\u00df bleiben.&#8221; &#8212; EA 1, 199: &#8222;F\u00fcr die Welt mu\u00df die Ungleichheit bleiben, da\u00df der Vater mehr sei denn der Sohn; der Herr mehr denn der Knecht; da\u00df ein K\u00f6nig und F\u00fcrst mehr sei denn seine Untertanen. Das will Gott also haben, der hat die St\u00e4nde also geordnet und geschaffen. Wer da wollte eine Gleichheit machen, da\u00df der Knecht soviel gelten sollte als sein Herr, die Magd soviel Gewalt haben als ihre Frau, ein Bauer soviel als sein F\u00fcrst, der w\u00fcrde ein sehr l\u00f6bliches Regiment anrichten, wie man an den aufr\u00fchrerischen Bauern gesehen hat.&#8221; &#8212; EA 4, 294: &#8222;Item, da soll der Herr im Hause mehr G\u00fcter haben denn sein Knecht, und mu\u00df doch der Knecht mehr arbeiten denn der Herr. Solche Ungleichheit mu\u00df in der Welt Reich sein und bleiben.&#8221;<br \/>10 Vgl EA 1,328: &#8222;K\u00f6nige und F\u00fcrst&#8230; wollen sie Christen sein, so m\u00fcssen sie auch ihren Untertanen die F\u00fc\u00dfe waschen. Denn Gott hat sie in solchen hohen Stand nicht gesetzt, da\u00df sie allein ihre Pracht f\u00fchren, ihre Wollust suchen und tun sollen, was sie gel\u00fcstet, sondern mit allen Gaben, die sie haben, sollen sie ihren Untertanen dienen.&#8221;<br \/>11 Vgl dazu den guten \u00dcberblick bei Helmut Brackert, Bauernkrieg und Literatur, Ed Suhrkamp 782, 1975, Kap II.<br \/>12 Im Gegensatz dazu der Hochmut des Zivilisationsmenschen in dem Wort von Ernest Renan: &#8222;Ich sehe nicht die Notwendigkeit, da\u00df ein Papua unsterblich sein soll.&#8221; Der liberale B\u00fcrger reicht\u00a0 seinen rassistischen Hochmut weiter an Hitler, der in seiner Kulturrede auf dem N\u00fcrnberger Reichsparteitag 1938 sagte, der Unterschied der niederen Menschenrassen zu den h\u00f6heren sei gr\u00f6\u00dfer als ihr Unterschied zu den Affen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-7195","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-sozialpolitik"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gleichheit der Menschen in j\u00fcdisch-christlicher \u00dcberlieferung - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/gleichheit-der-menschen-in-juedisch-christlicher-ueberlieferung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gleichheit der Menschen in j\u00fcdisch-christlicher \u00dcberlieferung - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus vorg\u00e4nge Nr. 20 (Heft 2\/1976), S. 67-74 Ungleichheit: horizental oder vertikal? 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