{"id":7423,"date":"2008-10-31T15:24:00","date_gmt":"2008-10-31T14:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/dbc64de619\/"},"modified":"2008-10-31T12:00:00","modified_gmt":"2008-10-31T11:00:00","slug":"dbc64de619","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/dbc64de619\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland<\/p>\n<p><b><br \/>Artikel 4<\/b><br \/>(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi\u00f6sen und<br \/>weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.<br \/>(2) Die ungest\u00f6rte Religionsaus\u00fcbung wird gew\u00e4hrleistet.<br \/>(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.<br \/>Das N\u00e4here regelt ein Bundesgesetz.<\/p>\n<p><b>Artikel 140<\/b><br \/>Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der Deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.<\/p>\n<p>Deutsche Verfassung vom 11. August 1919 (&#132;Weimarer Reichsverfassung&#147;)<\/p>\n<p>DRITTER ABSCHNITT: Religion und Religionsgesellschaften<\/p>\n<p><b>Artikel 136<\/b><br \/>(1) Die b\u00fcrgerlichen und staatsb\u00fcrgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Aus\u00fcbung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschr\u00e4nkt.<br \/>(2) Der Genu\u00df b\u00fcrgerlicher und staatsb\u00fcrgerlicher Rechte sowie die Zulassung zu \u00f6ffentlichen \u00c4mtern sind unabh\u00e4ngig von dem religi\u00f6sen Bekenntnis.<br \/>(3) Niemand ist verpflichtet, seine religi\u00f6se \u00dcberzeugung zu offenbaren. Die Beh\u00f6rden haben nur soweit das Recht, nach der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Religionsgesellschaft zu fragen als davon Rechte und Pflichten abh\u00e4ngen oder eine gesetzlich angeordnete statistische Erhebung dies erfordert.<br \/>(4) Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religi\u00f6sen \u00dcbungen oder zur Benutzung einer religi\u00f6sen Eidesform gezwungen werden.<\/p>\n<p><b>Artikel 137<\/b><br \/>(1) Es besteht keine Staatskirche.<br \/>(2) Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgesellschaften wird gew\u00e4hrleistet. Der Zusammenschlu\u00df von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebiets unterliegt keinen Beschr\u00e4nkungen.<br \/>(3) Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbst\u00e4ndig innerhalb der Schranken des f\u00fcr alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre \u00c4mter ohne Mitwirkung des Staates oder der b\u00fcrgerlichen Gemeinde.<br \/>(4) Religionsgesellschaften erwerben die Rechtsf\u00e4higkeit nach den allgemeinen Vorschriften des b\u00fcrgerlichen Rechtes.<br \/>(5) Die Religionsgesellschaften bleiben K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gew\u00e4hren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gew\u00e4hr der Dauer bieten. Schlie\u00dfen sich mehrere derartige \u00f6ffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften zu einem Verbande zusammen, so ist auch dieser Verband eine \u00f6ffentlich-rechtliche K\u00f6rperschaft.<br \/>(6) Die Religionsgesellschaften, welche K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechtes sind, sind berechtigt, auf Grund der b\u00fcrgerlichen Steuerlisten nach Ma\u00dfgabe der landesrechtlichen Bestimmungen Steuern zu erheben.<br \/>(7) Den Religionsgesellschaften werden die Vereinigungen gleichgestellt, die sich die gemeinschaftliche Pflege einer Weltanschauung zur Aufgabe machen.<br \/>(8) Soweit die Durchf\u00fchrung dieser Bestimmungen eine weitere Regelung erfordert, liegt diese der Landesgesetzgebung ob.<\/p>\n<p><b>Artikel 138<\/b><br \/>(1) Die auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften werden durch die Landesgesetzgebung abgel\u00f6st. Die Grunds\u00e4tze hierf\u00fcr stellt das Reich auf.<br \/>(2) Das Eigentum und andere Rechte der Religionsgesellschaften und religi\u00f6sen Vereine an ihren f\u00fcr Kultus-, Unterrichts- und Wohlt\u00e4tigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und sonstigen Verm\u00f6gen werden gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p><b>Artikel 139<\/b><br \/>(1) Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p><b>Artikel 141<br \/><\/b>(1) Soweit das Bed\u00fcrfnis nach Gottesdienst und Seelsorge im Heer, in Krankenh\u00e4usern, Strafanstalten oder sonstigen \u00f6ffentlichen Anstalten besteht, sind die Religionsgesellschaften zur Vornahme religi\u00f6ser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-7423","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-3-berliner-gespraeche"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>- Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/dbc64de619\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"- Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 4(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi\u00f6sen undweltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.(2) Die ungest\u00f6rte Religionsaus\u00fcbung wird gew\u00e4hrleistet.(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.Das N\u00e4here regelt ein Bundesgesetz. 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