{"id":8062,"date":"2009-04-30T13:24:00","date_gmt":"2009-04-30T11:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/der-vatikan-und-der-holocaust-gestern-und-heute\/"},"modified":"2021-09-04T00:05:04","modified_gmt":"2021-09-03T22:05:04","slug":"der-vatikan-und-der-holocaust-gestern-und-heute","status":"publish","type":"thema","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/der-vatikan-und-der-holocaust-gestern-und-heute\/","title":{"rendered":"Der Vatikan und der Holocaust \u0096 gestern und heute"},"content":{"rendered":"<p><i>Eine Ausstellung der Vatikanischen Museen \u00fcber Papst Pius XII. Aus: Mitteilungen Nr. 204 (1\/2009), S. 14\/15<\/i><\/p>\n<p>Pius XII. gilt seit Rolf Hochhuths anklagendem Theaterst&uuml;ck &bdquo;Der Stellvertreter&ldquo; aus dem Jahre 1963 als der Papst, der zum Holocaust geschwiegen hat. Hochhuths in einer Mischung aus historischem Drama und satirischem Pamphlet auf die B&uuml;hne gebrachte These: der Papst habe nichts gegen die Ermordung der europ&auml;ischen Juden getan, durch sein Schweigen den Holocaust geduldet und sich dadurch gar mit schuldig gemacht an der Vernichtung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung Europas. Kein anderes Theaterst&uuml;ck hatte seit 1945 so f&uuml;r politische Aufregung gesorgt wie Hochhuths &bdquo;Stellvertreter&ldquo;. Seine Thesen fanden weltweit Resonanz, bis in den Deutschen Bundestag reichte die Diskussion &uuml;ber die Rolle der katholischen Kirche bzw. des Papstes im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Es kam zu Reaktionen in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern und zu scharfen Protesten von katholischer Seite. Bis in die Gegenwart hinein erhitzt Hochhuths These die Gem&uuml;ter, noch immer wird Pius in der israelischen Holocaust-Gedenkst&auml;tte Yad Vashem wegen seines angeblichen Schweigens zur Judenverfolgung in einer &bdquo;Halle der Schande&ldquo; dargestellt. Die Kirche verlangt die R&uuml;cknahme dieser von ihr als Diffamierung angesehenen Darstellung &ndash; bisher ergebnislos.<\/p>\n<p>Doch was hat Pius XII., der von 1939 bis 1958 auf dem Heiligen Stuhl sa&szlig;, tats&auml;chlich getan oder nicht getan? W&auml;hrend seiner Zeit als Berliner Nuntius hatte er vor Hitler und dem Nationalsozialismu gewarnt. Als Papst mied er jedoch derart klare Worte gegen die NS-Verbrechen, ein entsprechendes Redemanuskript soll er zerrissen haben. Ihm wird jedoch zugute gehalten, er habe durch Enthaltung Schlimmeres zu verhindern gesucht. Es ist gerade diese Politik der Enthaltung, die ihm nicht nur Hochhuth zum Vorwurf macht. Die im Auftrag des Vatikans erstellte Wanderausstellung &bdquo;Opus Justitiae Pax &ndash; Das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden&ldquo;, die bis zum 7. M&auml;rz 2009 im Charlottenburger Schloss in Berlin zu sehen war, versuchte diese Politik zu verteidigen. Mit der biographischen Ausstellung &uuml;ber Papst Pius XII. will der Vatikan, wie es im Programmtext hei&szlig;t, &bdquo;solide Aufkl&auml;rung ohne Apologetik&ldquo; betreiben und das unverzerrte Lebensbild Eugenio Pacellis, des sp&auml;teren Papst Pius XII. zeigen.<\/p>\n<p>In der Ausstellung wird zun&auml;chst der vorbildliche Lebensweg von Pacelli dargestellt, Schautafeln dokumentieren seine Reisen, in Vitrinen sind wertvolle Pontifikalgew&auml;nder und seine Stola zu sehen, erstmals n&ouml;rdlich der Alpen auch die Tiara und der Bischofsring. &bdquo;F&uuml;r Freunde von Glanz und Gloria wird [&#8230;] etwas geboten&ldquo;, verspricht die Programmank&uuml;ndigung. Auf Schautafel 37 steht jedoch ein Satz, der den apologetischen Ansatz dieser Schau entlarvt: &bdquo;Manchmal haben seine humanit&auml;ren Handlungen Erfolg, ein anderes Mal scheitern sie an den Interessen und gegens&auml;tzlichen Zielen der Kriegsparteien. Aus diesen Gr&uuml;nden, und weil der Zweite Weltkrieg vielleicht keinem anderen Krieg des 20. Jahrhunderts gleicht, ist Papst Pacelli eine der entscheidenden Gestalten des 20. Jahrhunderts.&ldquo; Warum &bdquo;vielleicht&ldquo;? Im Zweiten Weltkrieg haben &uuml;ber 55,5 Millionen Menschen ihr Leben verloren, darunter ca. 27,3 Millionen Zivilisten. Im Rahmen eines beispiellosen, staatlich organisierten Massenmordes wurden &uuml;ber 6 Millionen Juden planm&auml;&szlig;ig ermordet. Warum also &bdquo;vielleicht&#8220;? Zu aller erst stellt das &bdquo;vielleicht&#8220; die Einmaligkeit des Holocaust in Frage, relativiert ihn geradezu. Dar&uuml;ber hinaus ist dieses &bdquo;vielleicht&#8220; eine Rechtfertigung. Es unterstellt, dass Papst Pius XII. das wahre Ausma&szlig; des organisierten Mordens nicht bewu&szlig;t war. Gerade er war jedoch ein ausgewiesener Experte der deutschen Verh&auml;ltnisse, hatte viele Jahre als Nuntius in Berlin gelebt und gearbeitet, war unter seinem Vorg&auml;nger Papst Pius XI. ma&szlig;geblich an den Verhandlungen und dem Vertragsabschluss des 1933 unterzeichneten &bdquo;Reichskonkordats&ldquo; beteiligt, der gegenseitigen staatlichen Anerkennung von Vatikan und Deutschem Reich. Zudem pflegte er mit hohen deutschen W&uuml;rdentr&auml;gern pers&ouml;nliche Freundschaften.<\/p>\n<p>Der letzte Raum der Ausstellung steht unter dem Motto &bdquo;Hier h&ouml;ren Sie das Schweigen des Papstes&#8220;. Neben seiner vor einem Mikrophon plazierten Bronzeb&uuml;ste ert&ouml;nt die Stimme von Pius XII. Es sind die einzigen zwei Stellen zu h&ouml;ren, die sich unmittelbar auf den Holocaust beziehen: aus einer Weihnachtsbotschaft der Kurie von 1942 und aus einer Rede des Papstes an die Kardin&auml;le vom 2. Juni 1943. In der Weihnachtsbotschaft hei&szlig;t es: &bdquo;Dieses Gel&ouml;bnis schuldet die Menschheit den Hunderttausenden, die pers&ouml;nlich schuldlos bisweilen nur um ihrer Volkszugeh&ouml;rigkeit oder Abstammung willen dem Tode geweiht oder einer fortschreitenden Verelendung preisgegeben sind.&#8220; An die Kardin&auml;le gerichtet erkl&auml;rte Pius XII. im Juni 1943: &bdquo;Seid nicht erstaunt, Ehrw&uuml;rdige Br&uuml;der und liebe S&ouml;hne, wenn Wir mit besonders eiliger F&uuml;rsorge auf die Bitten derjenigen antworten, die sich an Uns wenden, die Augen voll von &auml;ngstlichem Flehen, diejenigen, die aufgrund ihrer Nationalit&auml;t oder ihrer Rasse zur Zielscheibe f&uuml;r noch gr&ouml;&szlig;ere Katastrophen und noch heftigere Schmerzen geworden sind und die manchmal sogar, ohne eigenes Verschulden, zur Ausrottung bestimmt sind.&#8220;<\/p>\n<p>In seiner historischen Darstellung &bdquo;Papst Pius XII. und der Zweite Weltkrieg&#8220; schreibt Jesuitenparter Pierre Blet: Pius XII. &bdquo;setzte alle Hebel, &uuml;ber die er verf&uuml;gte, in Bewegung&#8220;, um die Verfolgten zu retten. &bdquo;Er beschr&auml;nkte seine &ouml;ffentlichen Kundgebungen, von denen er sich nichts Gutes erhoffte, auf ein Minimum. Er redete nicht, er handelte.&#8220; Betrachtet man die beiden oben aufgef&uuml;hrten Textstellen, die in der vatikanischen Ausstellung zum Beweis gegen die Hochhuth-Thesen angef&uuml;hrt werden, muss man einr&auml;umen: Nein, der Papst hat nicht geschwiegen! Er &auml;u&szlig;erte sich, jedoch auf eine sehr abstrahierte Art und Weise. Nur die beiden angegebenen Textpassagen sind &uuml;berliefert. In einem Fall handelt es sich um eine an die Kardin&auml;le gerichtete interne &Auml;u&szlig;erung (1943). Die &Auml;u&szlig;erung im anderen Fall, die ver&ouml;ffentlichte Weihnachtsgru&szlig;botschaft, kann wohlwollend noch als &bdquo;zur&uuml;ckhaltend&ldquo; bezeichnet werden. Das grunds&auml;tzliche Problem am Umgang der katholischen Kirche mit dem Mord an den europ&auml;ischen Juden ist jedoch, dass der Heilige Stuhl ganz offensichtlich die Einmaligkeit und die Ungeheuerlichkeit dieses Ereignisses nicht erkannte.<\/p>\n<p>Aber was gehen uns m&ouml;gliche Fehler und Vers&auml;umnisse des Vatikans in der Vergangenheit heute an? Gibt es nicht bereits seit Jahren einen j&uuml;disch-christlichen Dialog? Tats&auml;chlich darf die Ausstellung nicht schlicht als historische Ausstellung &uuml;ber einen ehemaligen Papst verstanden werden. Der Vatikan verfolgt mit ihr eindeutig kirchenpolitische Ziele, die in ihrem Rahmen getroffenen Aussagen sind als politische Stellungnahme der Kirche zu verstehen. Derzeit befindet sich der von Benedikt XVI. gegen alle Proteste betriebene Prozess der Seligsprechung von Pius XII. in der Endphase. Von sieben Ausstellungsr&auml;umen befasst sich ein Raum mit dem Nachweis, dass sich Pius XII. entgegen allen Vorw&uuml;rfen deutlich gegen Holocaust und Nationalsozialismus ge&auml;u&szlig;ert habe. Als Beleg werden aber nur die beiden zitierten Texte herangezogen. Dies n&auml;hrt den Verdacht, dass hier die anstehende Seligsprechung durch die Darstellung eines &bdquo;makellosen Lebensweges&ldquo; vorbereitet werden soll.<\/p>\n<p>Eine solche Seligsprechung ist f&uuml;r den Vatikan zun&auml;chst einmal eine kirchenpolitische, ergo eine innenpolitische Entscheidung. Dass derartige Entscheidungen jedoch immer auch eine au&szlig;enpolitische Dimension haben, scheint vom Vatikan regelm&auml;&szlig;ig ignoriert zu werden. Das illustrierten zuletzt die Auseinandersetzungen um die Wiederaufnahme der erzkonservativen Piusbr&uuml;derschaft in die katholische Kirche und die ungl&uuml;ckliche Aufhebung der Exkommunikation des als Holocaustleugner einschl&auml;gig bekannten Bischofs Williamson. Bereits ein Jahr vorher, im Februar 2008, hatte Benedikt XVI. gegen den ausdr&uuml;cklichen Widerstand der Weltbisch&ouml;fe den alten, tridentinischen Messritus wieder zugelassen. In dieser Sonderform der umstrittenen Karfreitagsf&uuml;rbitte wird indirekt zur &bdquo;Bekehrung&ldquo; der Juden aufgerufen. Die Wiedereinf&uuml;hrung des tridentinischen Me&szlig;ritus kann bereits als Tribut an die Piusbr&uuml;derschaft verstanden werden. Jene Bruderschaft kritisiert die Reinigung liturgischer Texte von antij&uuml;dischen Passagen, genauso wie einige ihrer Vertreter den Holocaust offen leugnen. Bereits im Vorjahr lie&szlig; die Kritik am &bdquo;Entgegenkommen&ldquo; des Papstes nicht lange auf sich warten: Der Papst ginge von der &Uuml;berlegenheit des christlichen Glaubens aus und halte &bdquo;den Dialog mit dem Judentum f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig&ldquo;, monierte etwa Venedigs Oberrabiner Elia Enrico Richetti.<\/p>\n<p>Die Einsch&auml;tzung des Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;, die &bdquo;Kehrtwende&ldquo; bei der Karfreitagsbitte und die Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Williamson lasse vermuten, dass die katholische Kirche &bdquo;ihren alten Antisemitismus nicht v&ouml;llig &uuml;berwunden&ldquo; habe, scheint &uuml;berzogen. Benedikt selbst ist sicherlich kein Antisemit. Seine Kritiker werfen ihm zu Recht vor, in Bezug auf den Holocaust schlicht unsensibel, wenn nicht gar gleichg&uuml;ltig zu sein. Der Kirchendogmatiker Ratzinger stellt auch als Papst die pastorale Sorge um die Einheit der Kirche &uuml;ber alle anderen m&ouml;glichen Implikationen. Kirchenrechtlich ist die Aufhebung der Exkommunikation ein Akt der Vers&ouml;hnung. In diesem Fall hat sich die Kirche mit einer Bruderschaft vers&ouml;hnt, die sich weigert, das zweite vatikanische Konzil anzuerkennen, das allen Menschen die freie Wahl der Religion zugesteht und damit die Grundlage bildet f&uuml;r den interreligi&ouml;sen Dialog. Dass sich die Piusbruderschaft pl&ouml;tzlich von ihren fragw&uuml;rdigen Positionen abwenden k&ouml;nnte, ist mehr als unwahrscheinlich. Stattdessen triumphierte sie bereits am 21. Februar 2009 in der italienischen Tageszeitung &bdquo;Il Giornale&ldquo;, dass sie nun die katholische Kirche in ihrem Sinne aufrollen werde. Es sind &Auml;u&szlig;erungen wie diese, die viele Gl&auml;ubige bef&uuml;rchten lassen, dass sich die Piusbruderschaft in der katholischen Kirche wie ein Trojanisches Pferd auff&uuml;hren werde.<\/p>\n<p>Dass die Aufhebung der Exkommunikation dieser Traditionalisten und die Vers&ouml;hnung der Kirche mit Vertretern derartiger Positionen nur wenige Tage vor dem Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar bekannt gegeben wurde, musste f&uuml;r viele Opfer zwangsl&auml;ufig einer Verh&ouml;hnung ihres Leids gleichkommen. Der Papst muss sich den Vorwurf gefallen lassen, mit Scheuklappen f&uuml;r das Geschehen um ihn herum kirchliche Innenpolitik zu betreiben, und die kirchliche Einheit nach seinem Verst&auml;ndnis ohne R&uuml;cksicht auf Verluste anzustreben. Er nimmt daf&uuml;r nicht nur die Gefahr einer Beendigung des interreligi&ouml;sen Dialogs in Kauf, sondern auch eine Entfremdung der undogmatischen katholischen Basis. Der Jesuit Alfred Delp, ein Mitglied des Kreisauer Kreises im Widerstand gegen Hitler, hat einmal &uuml;ber die Amtsstuben der katholischen Kirche beklagt: &bdquo;Die Kirche ist in der Welt. Zu meinen, man k&ouml;nne sich mit Worten, abstrakten Unterscheidungen und mit Totschweigen des entscheidenden Punktes aus den politischen Kontexten herausbegeben, in den man steht, ist weltfremd.&#8220; Dies gilt f&uuml;r die Reaktion Papst Pius XII. auf den Mord an den europ&auml;ischen Juden, ebenso wie f&uuml;r den amtierenden Papst Benedikt den XVI.<\/p>\n<p><i>Dr. Stephan A. Glienke, <br \/>Research Fellow des Centre for the Study of War, State and Society der University of Exeter und Mitglied des Landesvorstands der Humanistischen Union Niedersachsen<\/i><\/p>\n<p><i>Die Ausstellung &bdquo;OPUS JUSTITIAE PAX &ndash; Das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden&ldquo; ist vom 17. M&auml;rz bis zum 3. Mai 2009 im M&uuml;nchner Karmelitersaal zu besichtigen. Weitere Informationen zur Ausstellung unter: <\/i><a href=\"http:\/\/www.papstpiusxii.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><i>http:\/\/www.papstpiusxii.de\/<\/i><\/a><i>.<\/i><\/p>\n<p><i>Zur Wiederaufnahme der Piusbr&uuml;derschaft durch Papst Benedikt XVI. und der Relativierung der Ergebnisse des II. Vatikanischen Konzils hat die Humanistische Union am 27.1.2009 in einer Pressemitteilung Stellung bezogen: &bdquo;Der Glaube ist teilbar, die Menschenrechte sind es nicht&ldquo;, abrufbar unter www.humanistische-union.de\/presse\/2009\/.<\/i><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-8062","thema","type-thema","status-publish","hentry","category-staat-religion-weltanschauung"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Vatikan und der Holocaust \u0096 gestern und heute - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/thema\/der-vatikan-und-der-holocaust-gestern-und-heute\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Vatikan und der Holocaust \u0096 gestern und heute - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Eine Ausstellung der Vatikanischen Museen \u00fcber Papst Pius XII. 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