{"id":2640,"count":0,"description":"Hauptgeb&auml;ude, Raum 2014a\n\nDer Staat weitet seine Eingriffsbefugnisse stetig aus. &Uuml;berwachung und Kontrolle finden zunehmend im &#132;Vorfeld\" einer Gefahr oder Straftat statt und betreffen eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Anzahl von Personen. Damit sollen Risiken erkannt und gebannt werden, lange bevor tats&auml;chlich etwas passiert. In dem Forum soll der Frage nachgegangen werden, wie das Konzept der Pr&auml;vention konkret aussieht und welche neuen Formen von &Uuml;berwachung und Eingriffen damit verbunden sind. Was sind die gesellschaftlichen Hintergr&uuml;nde der Aufl&ouml;sung rechtsstaatlicher Begrenzungen staatlichen Handelns? Was sind die gesellschaftlichen Folgen und was k&ouml;nnen Ansatzpunkte f&uuml;r eine b&uuml;rgerrechtliche Intervention sein?\n\nReferenten: <i>Dr. Leon Hempel<\/i> (Technische Universit&auml;t Berlin), <i>Prof. Dr. Norbert P&uuml;tter<\/i> (Institut f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Polizei\/CILIP), <i>Dr. Fredrik Roggan<\/i> (Rechtsanwalt), <i>Tobias Singelnstein<\/i> (Freie Universit&auml;t, Berlin)\n\nModeration: <i>Peer Stolle<\/i> (Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein)\n\nHauptgeb&auml;ude, Raum 2014b\n\nNicht zuletzt seit dem G 8-Gipfel haben DemonstrantInnen den Eindruck, die grundrechtlich verb&uuml;rgte Versammlungsfreiheit werde nur nach Belieben polizeilicher F&uuml;hrungsst&auml;be anerkannt. Demonstrierende Menschen m&uuml;ssen sich identifizieren lassen, erhalten keinen Zugang zum Versammlungsort oder zu einer anwaltlichen Vertretung. Welchen Stellenwert haben die liberalen Grunds&auml;tze des Brokdorf-Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts heute noch? Wie l&auml;sst sich ein Missbrauch polizeilicher Befugnisse im Umfeld von Gro&szlig;demonstrationen verhindern? Wie kann erreicht werden, dass die Polizei ihrer lang vernachl&auml;ssigten Aufgabe nachkommt, die Versammlungsfreiheit zu sch&uuml;tzen?\n\nReferenten: <i>Prof. Dr. Martin Kutscha<\/i> (FH f&uuml;r Verwaltung und Rechtspflege Berlin), <i>Michael Pl&ouml;se<\/i> (Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen)\n\nJuristische Fakult&auml;t, Raum 139a\n\nMit Hilfe eines missbr&auml;uchlich konstruierten Sicherheitsbegriffs werden zunehmend Art und Umfang der Inlandseins&auml;tze von Polizei und Bundeswehr z.B. beim G8-Gipfel in Heiligenddamm 2007 definiert. Einsatzszenarien beziehen milit&auml;rische Mittel ein und verwischen die verfassungsrechtlich zugewiesene Aufgabenteilung. Die problematische Wirkung zunehmender Militarisierung l&auml;sst sich an verschiedenen Formen zivil-milit&auml;rischer Zusammenarbeit belegen &#150; vom Katastrophenschutz im Inland bis zu Kooperationen bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr.\n\nReferenten: <i>Dr. Ute Finckh-Kr&auml;mer<\/i> (Bund f&uuml;r Soziale Verteidigung, Gustav Heinemann-Initiative), <i>Prof. Dr. Rosemarie Will<\/i> (Humboldt Universit&auml;t, Berlin)\n\nJuristische Fakult&auml;t, Raum 140\/142\n\nIn Zeiten des Neoliberalismus ist es um die Grundrechte abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter und derjenigen, die von staatlichen Sozialleistungen abh&auml;ngig sind, schlecht bestellt. Wesentliche grundrechtliche Freiheiten (Pers&ouml;nlichkeitsschutz, Datenschutz, Freiz&uuml;gigkeit) wurden f&uuml;r Empf&auml;nger von ALG II faktisch abgeschafft, sie sind gegen&uuml;ber den &Auml;mtern bereits &#132;gl&auml;serne Menschen\". Aber auch die Grundrechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sind angesichts einer nach wie vor herrschenden Massenarbeitslosigkeit und zunehmender prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in den Betrieben in Gefahr. Inwieweit k&ouml;nnen Arbeitnehmer noch f&uuml;r ihre Rechte eintreten? Sind Arbeitgeber &uuml;berhaupt noch bereit, die kollektiven Interessenvertretungen (Gewerkschaften, Betriebs- und Personalr&auml;te) zu akzeptieren?\n\nReferenten: <i>Dr. Detlef Hensche<\/i> (Rechtsanwalt), <i>Udo Geiger <\/i>(Richter am Sozialgericht, Berlin)\n\nJuristische Fakult&auml;t, Raum 144\n\nGegen&uuml;ber Migrant\/innen und Fl&uuml;chtlingen werden die Grundrechte oft schneller und tiefgreifender als f&uuml;r andere B&uuml;rger beschnitten. Sie sehen sich in vielen Situationen der Gefahr einer Freiheitsentziehung ausgesetzt, die M&ouml;glichkeiten zur Inhaftierung von Asylsuchenden wurden erst im letzten Jahr wieder ausgeweitet. Auch der Anspruch auf den Schutz ihrer pers&ouml;nlichen Daten ist f&uuml;r MigrantInnen und Fl&uuml;chtlinge seit Jahren massiv eingeschr&auml;nkt. Die Erfassung biometrischer Daten und zentrale Melderegister f&uuml;r Asylsuchende wie Visa-AntragstellerInnen sind nur zwei Beispiele daf&uuml;r, dass sicherheitspolitische Eingriffe in die Grundrechte von Nichtdeutschen schnell zum T&uuml;r&ouml;ffner werden k&ouml;nnen und alle B&uuml;rgerInnen betreffen.\n\nReferenten: <i>S&ouml;nke Hilbrans <\/i>(Rechtsanwalt), <i>Marei Pelzer <\/i>(Pro Asyl), <i>Dr. Ruth Weinzierl<\/i> (Deutsches Institut f&uuml;r Menschenrechte, angefr.)\n\nModeration: <i>Berenice B&ouml;hlo<\/i> (Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein)\n\nHauptgeb&auml;ude, Raum 3088\n\nSeit den 1990er Jahren l&auml;sst sich ein massiver Umbau der Sicherheitsarchitektur in Deutschland beobachten. Kompetenzen werden von den L&auml;ndern auf die Bundesebene verlagert, die Zentralisierung der Sicherheitspolitik schreitet voran. Die verschiedensten Sicherheitsinstitutionen tauschen nicht mehr nur Daten aus, ihre urspr&uuml;ngliche Aufgabentrennung wird immer mehr verwischt. Sie entziehen sich damit zunehmend einer rechtsstaatlichen Kontrolle. Das Forum beleuchtet Aspekte und Hintergr&uuml;nde dieser Entwicklung. In ihm soll diskutiert werden, wie sich hierdurch die Rolle des Staates &auml;ndert und was dies f&uuml;r den einzelnen B&uuml;rger bedeutet.\n\nReferenten: <i>Gabriele Heinecke<\/i> (Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein), <i>Dr. Rolf G&ouml;ssner <\/i>(Rechtsanwalt und Publizist, Bremen), <i>Volker Eick<\/i> (Freie Universit&auml;t, Berlin)\n\nModeration: <i>Prof. Dr. J&ouml;rg Arnold<\/i> (Max-Planck-Institut f&uuml;r ausl&auml;ndisches und internationales Strafrecht, Freiburg)","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/nach-jahren\/2008\/buergerrechts-kongress\/foren\/","name":"Foren","slug":"foren","taxonomy":"category","parent":2638,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Foren Archive - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/nach-jahren\/2008\/buergerrechts-kongress\/foren\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Foren Archive - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Hauptgeb&auml;ude, Raum 2014a Der Staat weitet seine Eingriffsbefugnisse stetig aus. &Uuml;berwachung und Kontrolle finden zunehmend im &#132;Vorfeld&#8220; einer Gefahr oder Straftat statt und betreffen eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Anzahl von Personen. 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Referenten: Dr. Leon Hempel (Technische Universit&auml;t Berlin), Prof. Dr. Norbert P&uuml;tter (Institut f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Polizei\/CILIP), Dr. Fredrik Roggan (Rechtsanwalt), Tobias Singelnstein (Freie Universit&auml;t, Berlin) Moderation: Peer Stolle (Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein) Hauptgeb&auml;ude, Raum 2014b Nicht zuletzt seit dem G 8-Gipfel haben DemonstrantInnen den Eindruck, die grundrechtlich verb&uuml;rgte Versammlungsfreiheit werde nur nach Belieben polizeilicher F&uuml;hrungsst&auml;be anerkannt. Demonstrierende Menschen m&uuml;ssen sich identifizieren lassen, erhalten keinen Zugang zum Versammlungsort oder zu einer anwaltlichen Vertretung. Welchen Stellenwert haben die liberalen Grunds&auml;tze des Brokdorf-Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts heute noch? Wie l&auml;sst sich ein Missbrauch polizeilicher Befugnisse im Umfeld von Gro&szlig;demonstrationen verhindern? Wie kann erreicht werden, dass die Polizei ihrer lang vernachl&auml;ssigten Aufgabe nachkommt, die Versammlungsfreiheit zu sch&uuml;tzen? Referenten: Prof. Dr. Martin Kutscha (FH f&uuml;r Verwaltung und Rechtspflege Berlin), Michael Pl&ouml;se (Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen) Juristische Fakult&auml;t, Raum 139a Mit Hilfe eines missbr&auml;uchlich konstruierten Sicherheitsbegriffs werden zunehmend Art und Umfang der Inlandseins&auml;tze von Polizei und Bundeswehr z.B. beim G8-Gipfel in Heiligenddamm 2007 definiert. Einsatzszenarien beziehen milit&auml;rische Mittel ein und verwischen die verfassungsrechtlich zugewiesene Aufgabenteilung. Die problematische Wirkung zunehmender Militarisierung l&auml;sst sich an verschiedenen Formen zivil-milit&auml;rischer Zusammenarbeit belegen &#150; vom Katastrophenschutz im Inland bis zu Kooperationen bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr. Referenten: Dr. Ute Finckh-Kr&auml;mer (Bund f&uuml;r Soziale Verteidigung, Gustav Heinemann-Initiative), Prof. Dr. Rosemarie Will (Humboldt Universit&auml;t, Berlin) Juristische Fakult&auml;t, Raum 140\/142 In Zeiten des Neoliberalismus ist es um die Grundrechte abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter und derjenigen, die von staatlichen Sozialleistungen abh&auml;ngig sind, schlecht bestellt. Wesentliche grundrechtliche Freiheiten (Pers&ouml;nlichkeitsschutz, Datenschutz, Freiz&uuml;gigkeit) wurden f&uuml;r Empf&auml;nger von ALG II faktisch abgeschafft, sie sind gegen&uuml;ber den &Auml;mtern bereits &#132;gl&auml;serne Menschen&#8220;. Aber auch die Grundrechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sind angesichts einer nach wie vor herrschenden Massenarbeitslosigkeit und zunehmender prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in den Betrieben in Gefahr. Inwieweit k&ouml;nnen Arbeitnehmer noch f&uuml;r ihre Rechte eintreten? 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Wie kann erreicht werden, dass die Polizei ihrer lang vernachl&auml;ssigten Aufgabe nachkommt, die Versammlungsfreiheit zu sch&uuml;tzen? Referenten: Prof. Dr. Martin Kutscha (FH f&uuml;r Verwaltung und Rechtspflege Berlin), Michael Pl&ouml;se (Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen) Juristische Fakult&auml;t, Raum 139a Mit Hilfe eines missbr&auml;uchlich konstruierten Sicherheitsbegriffs werden zunehmend Art und Umfang der Inlandseins&auml;tze von Polizei und Bundeswehr z.B. beim G8-Gipfel in Heiligenddamm 2007 definiert. Einsatzszenarien beziehen milit&auml;rische Mittel ein und verwischen die verfassungsrechtlich zugewiesene Aufgabenteilung. Die problematische Wirkung zunehmender Militarisierung l&auml;sst sich an verschiedenen Formen zivil-milit&auml;rischer Zusammenarbeit belegen &#150; vom Katastrophenschutz im Inland bis zu Kooperationen bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr. Referenten: Dr. Ute Finckh-Kr&auml;mer (Bund f&uuml;r Soziale Verteidigung, Gustav Heinemann-Initiative), Prof. Dr. Rosemarie Will (Humboldt Universit&auml;t, Berlin) Juristische Fakult&auml;t, Raum 140\/142 In Zeiten des Neoliberalismus ist es um die Grundrechte abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter und derjenigen, die von staatlichen Sozialleistungen abh&auml;ngig sind, schlecht bestellt. Wesentliche grundrechtliche Freiheiten (Pers&ouml;nlichkeitsschutz, Datenschutz, Freiz&uuml;gigkeit) wurden f&uuml;r Empf&auml;nger von ALG II faktisch abgeschafft, sie sind gegen&uuml;ber den &Auml;mtern bereits &#132;gl&auml;serne Menschen&#8220;. Aber auch die Grundrechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten sind angesichts einer nach wie vor herrschenden Massenarbeitslosigkeit und zunehmender prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in den Betrieben in Gefahr. Inwieweit k&ouml;nnen Arbeitnehmer noch f&uuml;r ihre Rechte eintreten? 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