{"id":2911,"count":0,"description":"<p>27.10.1997<\/p><h1>Rede der Preistr&auml;gerin Gerti Kiermeier<\/h1><p>Liebe Freunde, liebe Freundinnen,\n<\/p>\n<p>Ich habe mich total gefreut &uuml;ber diesen Preis. Nicht weil ich eine Auszeichnung erhalte und vielleicht mein Name in der Zeitung steht. Nein, aber es bedeutet, da&szlig; ich es noch andere Organisationen und Personen gibt, die &auml;hnliche Vorstellungen haben vom Zusammenleben der Menschen&nbsp; - jetzt und in Zukunft. Es bedeutet, da&szlig; wir ein St&uuml;ck des Weges schon zusammen gegangen sind oder noch gehen werden. Es bedeutet Solidarit&auml;t. Und ich habe in den vergangenen acht Jahren, die dieses Verfahren nun schon dauert, sehr deutlich erfahren wie notwendig diese war. \n<\/p>\n<p>Ziemlich genau vor acht Jahren haben etwa 10 Leute der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) nach intensiven Vorbereitungen und Diskussionen beschlossen, etwas dagegen zu setzen, wenn die Bundeswehr wieder einmal versucht auf der Gregor-Racing-Show&nbsp; - einer Auto- und Motorradausstellung in der Olympiahalle - mit ihren Informationen &uuml;ber technische Einsatzm&ouml;glichkeiten bei der Armee dar&uuml;ber hinwegzut&auml;uschen, warum es eine Armee gibt und was im Krieg passiert. <br>Die DFG-VK ist eine &uuml;ber 100 Jahre alte pazifistische Organisation, deren Grundsatzerkl&auml;rung lautet: \"Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterst&uuml;tzen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.\" Neben der Beratung von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren ist ein Schwerpunkt die Abschaffung der Armee.\n<\/p>\n<p>Bei der Aktion damals spannten zwei Leute (eine davon war ich) ein Transparent mit der Aufschrift \"Soldaten sind potentielle M&ouml;rder\/ Kriegsdienstverweigerer\" vor dem Bundeswehr-Informationsstand auf. Die anderen verteilten Flugbl&auml;tter mit dem Titel \"Es ist so sch&ouml;n Soldaten zu sein\" mit Darstellungen von Waffen und die dadurch verletzten oder get&ouml;teten Menschen. Damit wollten wir belegen, wieso wir zu dieser radikalen Aussage kommen. <br>Dies brachte uns einen stundenlangen Aufenthalt mit erkennungsdienstlicher Behandlung bei der Polizei ein, Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und den beiden Transparenttr&auml;gerInnen eine Beleidigungsanzeige. Praktisch hatte sich das so ausgewirkt, da&szlig; etwa alle Jahre einmal eine Gerichtsverhandlung stattfand, in denen wir erst zu 30 Tagess&auml;tzen, dann zu 15 Tagess&auml;tzen verurteilt wurden. Da ich nach der rechtskr&auml;ftigen Verurteilung 1991 die Angelegenheit &uuml;ber das Verfassungsgericht kl&auml;ren wollte, habe ich, um keine Schuld dieser Meinungs&auml;u&szlig;erung anzuerkennen, auch nicht bezahlt. Daraufhin hatte ich die etwa halbj&auml;hrlichen Besuche der Polizei in meinem Haus, die mich ersatzweise f&uuml;r die Geldstrafe ins Gef&auml;ngnis bringen sollten.<br>Zuf&auml;llig war ich nie zuhause. Und es kam Bewegung in die Sache; denn es gab die erste Verfassungsgerichtsentscheidung in einem &auml;hnlichen Fall, so da&szlig; der Staatsanwalt einlenkte und das Ganze ruhen lie&szlig;. Inzwischen ist meine damalige Verfassungsbeschwerde entschieden, der Fall ans Amtsgericht zur&uuml;ckverwiesen und ich letztendlich verwarnt worden auf zwei Jahre mit Bew&auml;hrung. Jetzt liegt meine zweite Beschwerde in Karlsruhe, da ich einen Freispruch will. \n<\/p>\n<p>Aber das ist noch nicht alles. Diese Transparentaktion hat inzwischen 9.000,-- DM gekostet. Das Erfreuliche dabei ist, da&szlig; dieses Geld von vielen Einzelpersonen und Gruppen aufgebracht wurde. Daf&uuml;r m&ouml;chte ich mich hier auch noch einmal ganz herzlich bedanken. Denn letztendlich kommen die Rechnungen zu mir. \n<\/p>\n<p>Nicht vergessen werden darf die Kriminalisierung, die einem passiert. Mein Arbeitgeber entschied z.B. eine Einstellung erst, nachdem er Einblick in meine Akten hatte.&nbsp; \n<\/p>\n<p>Und manchmal &uuml;berkam mich Ohnmacht. Wo ich oft aufgeben wollte, das war am Ende der Gerichtsverhandlungen. Ich hatte mich mit Freunden und meinem Rechtsanwalt Frank Niepel intensiv vorbereitet, habe mir jedes Wort &uuml;berlegt, damit der Richter es nur ja nicht mi&szlig;verstehen kann, habe in bis zu sechsst&uuml;ndigen Verhandlungen erkl&auml;rt, begr&uuml;ndet, belegt, um dann bei der Urteilsbegr&uuml;ndung feststellen zu m&uuml;ssen, da&szlig; mir die Worte im Munde umgedreht wurden und der Richter nichts verstanden haben wollte.\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Warum habe ich es trotzdem gemacht?<\/b>\n<\/p>\n<p>Das was ich t&auml;glich erlebe oder sehe &uuml;ber das Zusammenleben oder Nichtzusammenleben der Menschen in den verschiedenen L&auml;ndern der Welt, ist nicht das, was ich mir w&uuml;nsche: Wir leben in einer ungerechten Weltwirtschaft, Kriege werden gef&uuml;hrt oder vorbereitet, st&auml;ndig werden Fl&uuml;chtlinge produziert und keiner will sie haben,&nbsp; Minderheiten sind nicht vorgesehen, es sei denn als S&uuml;ndenbock, Nationalismus scheint die L&ouml;sung zu sein...usw.\n<\/p>\n<p>Das Ganze ist ein Kreislauf, in dem Krieg eine wichtige Rolle spielt. Deshalb will ich etwas tun gegen Krieg und Kriegsvorbereitung, wozu auch R&uuml;stungsproduktion, R&uuml;stungsexport, die Armee mit ihren Soldaten und ihrem totalit&auml;ren System und politische Entscheidungen geh&ouml;ren. \n<\/p>\n<p>Ausgef&uuml;hrt aber werden Kriege von den Soldaten. Sie ben&uuml;tzen die Waffen. Soldaten werden ausgebildet zum T&ouml;ten, Kaputtmachen, Zerst&ouml;ren. \n<\/p>\n<p>Und wenn sie mal was anderes tun (Brunnen graben, Essen verteilen, Sands&auml;cke f&uuml;r &Uuml;berschwemmungen schleppen ...) dann ist es, \n<\/p>\n<p>* weil sie grad schon mal da sind,<br>* weil ausgebildete Killer, Zerst&ouml;rer, T&ouml;ter - und das sind f&uuml;r mich M&ouml;rder -&nbsp; als Lebensretter, als Notwendigkeit legitimiert werden sollen,<br>* weil es nichts anderes gibt als Soldaten oder nichts anderes vorgesehen ist.\n<\/p>\n<p>Aber Soldaten sind keine Brunnenbauer, Mediatoren, Sands&auml;ckeschlepper, freundliche Onkels, die Kinder tragen... Dazu braucht es keine Soldaten!\n<\/p>\n<p><b>Wer sich Soldaten h&auml;lt, bereitet Kriege vor!<\/b>\n<\/p>\n<p>Nun sagen mir viele Wehrpflichtige oder Soldaten, da&szlig; sie im sogenannten. Ernstfall auch gar nicht t&ouml;ten werden, weil sie es genauso ein Verbrechen finden wie ich. Und ich kann ihnen nur antworten aus den Erfahrungen der Geschichte und aus den vielen Erfahrungen mit Deserteuren, da&szlig; es auch mit dem besten Vorsatz leider meist nicht mehr m&ouml;glich ist, NEIN zu sagen oder zu gehen.\n<\/p>\n<p>Deshalb will ich den Menschen heute sagen, macht all` das nicht mit und sagt heute NEIN. Macht die Kriegsvorbereitung nicht mit. La&szlig;t Euch von dem totalit&auml;ren System der Armee nicht entm&uuml;ndigen!\n<\/p>\n<p>Dies ist der eine inhaltliche Grund. Der andere ist das &Uuml;ben oder N&uuml;tzen von Zivilcourage. Wie oft haben wir von unseren Eltern und Gro&szlig;eltern geh&ouml;rt, da&szlig; es zu gef&auml;hrlich oder nicht m&ouml;glich war, dem Naziregime Einhalt zu gebieten. Das mag sein, aber vielleicht, weil es zu sp&auml;t war und weil die Menschen nie gelernt haben, etwas anderes als die letzte M&ouml;glichkeit der Waffen entgegenzusetzen.\n<\/p>\n<p>Ich will nicht warten, bis es wieder zu sp&auml;t ist. Wenn ich sehe, wie unser Land sich in diese Richtung entwickelt, dann will ich heute etwas dagegen tun - denn trotz aller Kriminalisierung ist es m&ouml;glich, diesen Entwicklungen zu widerstehen - selbst innerhalb unseres Rechtssystems. Es w&auml;re schon viel gewonnen, wenn die Menschen mindestens um die ihnen zustehenden Rechte k&auml;mpfen w&uuml;rden. \n<\/p>\n<p>Zus&auml;tzlich wird es auch ab und zu notwendig, Gesetze zu &uuml;bertreten; n&auml;mlich dann wenn etwas mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbar ist&nbsp; (z.B. wenn ein Wald besetzt wird, um eine Wahnsinnsanlage wie die WAA zu verhindern; oder Fl&uuml;chtlinge zu verstecken, wenn ihnen durch Abschiebung&nbsp; Folter, Tod, Gefahr f&uuml;r Leib und Leben droht ...). \n<\/p>\n<p>Denn nicht Legalit&auml;t ist das Wichtigste sondern Legitimit&auml;t und die ist leider nicht immer Grundlage unserer Gesetze. \n<\/p>\n<p><br><b>Dank und Wunsch f&uuml;r die Zukunft<\/b>\n<\/p>\n<p>Ich habe viel an Unterst&uuml;tzung in den vergangenen Jahren erfahren. Ich m&ouml;chte mich daf&uuml;r bedanken, weil ich wei&szlig; wie dringend notwendig dies war. Auch ich hatte manchmal Zweifel, ob ich das so alles durchstehe.\n<\/p>\n<p>Es waren insbesondere<br>- meine MitbewohnerInnen, die meine Hoch und Tiefs am n&auml;chsten miterlebten,&nbsp;die die Polizei- und Gerichtsvollzieherbesuche ab- oder&nbsp;<br>mitbekamen, <br>- meine ArbeitskollegInnen beim Ambulanten Dienst und in den Fl&uuml;chtlings unterk&uuml;nften, die es mir z.B. erm&ouml;glicht h&auml;tten, kurzfristig zwei Wochen Urlaub f&uuml;r&nbsp;den Gef&auml;ngnisaufenthalt zu nehmen,<br>- es waren und sind die Mitglieder der DFG-VK, die mit mir diskutierten, um das&nbsp;Thema weiter an die &Ouml;ffentlichkeit zu bringen, und die mit&nbsp; mir neue Aktionsformen &uuml;berlegten, die nicht gleich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; wieder kriminalisierten <br>- es ist mein Anwalt Frank Niepel, der sich mit mir Tage und N&auml;chte zur intensiven&nbsp;Vorbereitung der Verhandlungen um die Ohren geschlagen&nbsp;hat,&nbsp;<br>- es ist die Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abr&uuml;stung, deren Mitglieder mir insbesondere durch ihre eigenen Knasterfahrungen viel Mut gemacht und Angst genommen haben, <br>- und ganz viele andere Menschen mehr, die mich ermutigt haben, weiterzumachen&nbsp;und nicht aufzugeben!\n<\/p>\n<p><br>Ich danke jedem und jeder von Euch nochmals ganz herzlich!\n<\/p>\n<p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich auch meinen besonderen Dank an die Humanistische Union richten, vor allem daf&uuml;r, da&szlig; sie den Mut hatte mit der diesj&auml;hrigen Preisverleihung einem Thema &Ouml;ffentlichkeit zu verleihen, das momentan \"out\" ist. Krieg ist salonf&auml;hig geworden. Friedensarbeit scheint f&uuml;r viele bedeutungslos zu sein, obwohl die Welt nicht friedlicher geworden ist. Es wird wieder einmal gewartet, bis es zu sp&auml;t ist. \n<\/p>\n<p>Mein Wunsch f&uuml;r die Zukunft w&auml;re, da&szlig; noch viel mehr Menschen aufrecht gehen w&uuml;rden; denn es hat sich nichts verbessert:\n<\/p>\n<p>- statt Abschaffung der Bundeswehr soll sie weltweit in Kriegen mitmischen<br>- statt ins soziale Netz wird weiter in zerst&ouml;rende R&uuml;stung investiert<br>- statt mitproduzierte Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen, werden die Grenzen dicht gemacht f&uuml;r <br>&nbsp; ein ausl&auml;nderfreies Europa\n<\/p>\n<p><b>Widerstand ist n&ouml;tig und dazu braucht es einen aufrechten Gang!<\/b>\n<\/p>\n<p>Auch ich m&ouml;chte mich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiter aufrecht gehen und rufe deshalb mit der bundesweiten Kampagne \"Kein Mensch ist illegal\" dazu auf, MigrantInnen bei der Ein- und Weiterreise zu unterst&uuml;tzen, MigrantInnen Arbeit und Papiere zu verschaffen, MigrantInnen medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles &Uuml;berleben zu gew&auml;hrleisten. (Weitere Infos und den kompletten Aufruf gibt`s am Infostand.) \n<\/p>\n<p>Und ich m&ouml;chte mit ein paar S&auml;tzen von Elie Wiesel enden, die gesagt hat:<br>\"Ihr sollt wissen, da&szlig; kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen k&ouml;nnen sch&ouml;n sein oder noch sch&ouml;ner. Sie k&ouml;nnen gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?\"\n<\/p>\n<p>Danke.<br><\/p>","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/","name":"Rede der Preistr\u00e4gerin Gerti Kiermeier","slug":"rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier","taxonomy":"category","parent":2650,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rede der Preistr\u00e4gerin Gerti Kiermeier Archive - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rede der Preistr\u00e4gerin Gerti Kiermeier Archive - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"27.10.1997 Rede der Preistr&auml;gerin Gerti Kiermeier Liebe Freunde, liebe Freundinnen, Ich habe mich total gefreut &uuml;ber diesen Preis. 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Da ich nach der rechtskr&auml;ftigen Verurteilung 1991 die Angelegenheit &uuml;ber das Verfassungsgericht kl&auml;ren wollte, habe ich, um keine Schuld dieser Meinungs&auml;u&szlig;erung anzuerkennen, auch nicht bezahlt. Daraufhin hatte ich die etwa halbj&auml;hrlichen Besuche der Polizei in meinem Haus, die mich ersatzweise f&uuml;r die Geldstrafe ins Gef&auml;ngnis bringen sollten.Zuf&auml;llig war ich nie zuhause. Und es kam Bewegung in die Sache; denn es gab die erste Verfassungsgerichtsentscheidung in einem &auml;hnlichen Fall, so da&szlig; der Staatsanwalt einlenkte und das Ganze ruhen lie&szlig;. Inzwischen ist meine damalige Verfassungsbeschwerde entschieden, der Fall ans Amtsgericht zur&uuml;ckverwiesen und ich letztendlich verwarnt worden auf zwei Jahre mit Bew&auml;hrung. Jetzt liegt meine zweite Beschwerde in Karlsruhe, da ich einen Freispruch will. Aber das ist noch nicht alles. Diese Transparentaktion hat inzwischen 9.000,&#8211; DM gekostet. 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(Weitere Infos und den kompletten Aufruf gibt`s am Infostand.) Und ich m&ouml;chte mit ein paar S&auml;tzen von Elie Wiesel enden, die gesagt hat:&#8222;Ihr sollt wissen, da&szlig; kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen k&ouml;nnen sch&ouml;n sein oder noch sch&ouml;ner. Sie k&ouml;nnen gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? 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Nicht weil ich eine Auszeichnung erhalte und vielleicht mein Name in der Zeitung steht. Nein, aber es bedeutet, da&szlig; ich es noch andere Organisationen und Personen gibt, die &auml;hnliche Vorstellungen haben vom Zusammenleben der Menschen&nbsp; &#8211; jetzt und in Zukunft. Es bedeutet, da&szlig; wir ein St&uuml;ck des Weges schon zusammen gegangen sind oder noch gehen werden. Es bedeutet Solidarit&auml;t. Und ich habe in den vergangenen acht Jahren, die dieses Verfahren nun schon dauert, sehr deutlich erfahren wie notwendig diese war. Ziemlich genau vor acht Jahren haben etwa 10 Leute der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft &#8211; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) nach intensiven Vorbereitungen und Diskussionen beschlossen, etwas dagegen zu setzen, wenn die Bundeswehr wieder einmal versucht auf der Gregor-Racing-Show&nbsp; &#8211; einer Auto- und Motorradausstellung in der Olympiahalle &#8211; mit ihren Informationen &uuml;ber technische Einsatzm&ouml;glichkeiten bei der Armee dar&uuml;ber hinwegzut&auml;uschen, warum es eine Armee gibt und was im Krieg passiert. Die DFG-VK ist eine &uuml;ber 100 Jahre alte pazifistische Organisation, deren Grundsatzerkl&auml;rung lautet: &#8222;Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterst&uuml;tzen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuarbeiten.&#8220; Neben der Beratung von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren ist ein Schwerpunkt die Abschaffung der Armee. Bei der Aktion damals spannten zwei Leute (eine davon war ich) ein Transparent mit der Aufschrift &#8222;Soldaten sind potentielle M&ouml;rder\/ Kriegsdienstverweigerer&#8220; vor dem Bundeswehr-Informationsstand auf. Die anderen verteilten Flugbl&auml;tter mit dem Titel &#8222;Es ist so sch&ouml;n Soldaten zu sein&#8220; mit Darstellungen von Waffen und die dadurch verletzten oder get&ouml;teten Menschen. Damit wollten wir belegen, wieso wir zu dieser radikalen Aussage kommen. Dies brachte uns einen stundenlangen Aufenthalt mit erkennungsdienstlicher Behandlung bei der Polizei ein, Anzeigen wegen Hausfriedensbruch und den beiden Transparenttr&auml;gerInnen eine Beleidigungsanzeige. Praktisch hatte sich das so ausgewirkt, da&szlig; etwa alle Jahre einmal eine Gerichtsverhandlung stattfand, in denen wir erst zu 30 Tagess&auml;tzen, dann zu 15 Tagess&auml;tzen verurteilt wurden. Da ich nach der rechtskr&auml;ftigen Verurteilung 1991 die Angelegenheit &uuml;ber das Verfassungsgericht kl&auml;ren wollte, habe ich, um keine Schuld dieser Meinungs&auml;u&szlig;erung anzuerkennen, auch nicht bezahlt. Daraufhin hatte ich die etwa halbj&auml;hrlichen Besuche der Polizei in meinem Haus, die mich ersatzweise f&uuml;r die Geldstrafe ins Gef&auml;ngnis bringen sollten.Zuf&auml;llig war ich nie zuhause. Und es kam Bewegung in die Sache; denn es gab die erste Verfassungsgerichtsentscheidung in einem &auml;hnlichen Fall, so da&szlig; der Staatsanwalt einlenkte und das Ganze ruhen lie&szlig;. Inzwischen ist meine damalige Verfassungsbeschwerde entschieden, der Fall ans Amtsgericht zur&uuml;ckverwiesen und ich letztendlich verwarnt worden auf zwei Jahre mit Bew&auml;hrung. Jetzt liegt meine zweite Beschwerde in Karlsruhe, da ich einen Freispruch will. Aber das ist noch nicht alles. Diese Transparentaktion hat inzwischen 9.000,&#8211; DM gekostet. Das Erfreuliche dabei ist, da&szlig; dieses Geld von vielen Einzelpersonen und Gruppen aufgebracht wurde. Daf&uuml;r m&ouml;chte ich mich hier auch noch einmal ganz herzlich bedanken. Denn letztendlich kommen die Rechnungen zu mir. Nicht vergessen werden darf die Kriminalisierung, die einem passiert. Mein Arbeitgeber entschied z.B. eine Einstellung erst, nachdem er Einblick in meine Akten hatte.&nbsp; Und manchmal &uuml;berkam mich Ohnmacht. Wo ich oft aufgeben wollte, das war am Ende der Gerichtsverhandlungen. Ich hatte mich mit Freunden und meinem Rechtsanwalt Frank Niepel intensiv vorbereitet, habe mir jedes Wort &uuml;berlegt, damit der Richter es nur ja nicht mi&szlig;verstehen kann, habe in bis zu sechsst&uuml;ndigen Verhandlungen erkl&auml;rt, begr&uuml;ndet, belegt, um dann bei der Urteilsbegr&uuml;ndung feststellen zu m&uuml;ssen, da&szlig; mir die Worte im Munde umgedreht wurden und der Richter nichts verstanden haben wollte. &nbsp; Warum habe ich es trotzdem gemacht? Das was ich t&auml;glich erlebe oder sehe &uuml;ber das Zusammenleben oder Nichtzusammenleben der Menschen in den verschiedenen L&auml;ndern der Welt, ist nicht das, was ich mir w&uuml;nsche: Wir leben in einer ungerechten Weltwirtschaft, Kriege werden gef&uuml;hrt oder vorbereitet, st&auml;ndig werden Fl&uuml;chtlinge produziert und keiner will sie haben,&nbsp; Minderheiten sind nicht vorgesehen, es sei denn als S&uuml;ndenbock, Nationalismus scheint die L&ouml;sung zu sein&#8230;usw. Das Ganze ist ein Kreislauf, in dem Krieg eine wichtige Rolle spielt. Deshalb will ich etwas tun gegen Krieg und Kriegsvorbereitung, wozu auch R&uuml;stungsproduktion, R&uuml;stungsexport, die Armee mit ihren Soldaten und ihrem totalit&auml;ren System und politische Entscheidungen geh&ouml;ren. Ausgef&uuml;hrt aber werden Kriege von den Soldaten. Sie ben&uuml;tzen die Waffen. Soldaten werden ausgebildet zum T&ouml;ten, Kaputtmachen, Zerst&ouml;ren. Und wenn sie mal was anderes tun (Brunnen graben, Essen verteilen, Sands&auml;cke f&uuml;r &Uuml;berschwemmungen schleppen &#8230;) dann ist es, * weil sie grad schon mal da sind,* weil ausgebildete Killer, Zerst&ouml;rer, T&ouml;ter &#8211; und das sind f&uuml;r mich M&ouml;rder &#8211;&nbsp; als Lebensretter, als Notwendigkeit legitimiert werden sollen,* weil es nichts anderes gibt als Soldaten oder nichts anderes vorgesehen ist. Aber Soldaten sind keine Brunnenbauer, Mediatoren, Sands&auml;ckeschlepper, freundliche Onkels, die Kinder tragen&#8230; Dazu braucht es keine Soldaten! Wer sich Soldaten h&auml;lt, bereitet Kriege vor! Nun sagen mir viele Wehrpflichtige oder Soldaten, da&szlig; sie im sogenannten. Ernstfall auch gar nicht t&ouml;ten werden, weil sie es genauso ein Verbrechen finden wie ich. Und ich kann ihnen nur antworten aus den Erfahrungen der Geschichte und aus den vielen Erfahrungen mit Deserteuren, da&szlig; es auch mit dem besten Vorsatz leider meist nicht mehr m&ouml;glich ist, NEIN zu sagen oder zu gehen. Deshalb will ich den Menschen heute sagen, macht all` das nicht mit und sagt heute NEIN. Macht die Kriegsvorbereitung nicht mit. La&szlig;t Euch von dem totalit&auml;ren System der Armee nicht entm&uuml;ndigen! Dies ist der eine inhaltliche Grund. Der andere ist das &Uuml;ben oder N&uuml;tzen von Zivilcourage. Wie oft haben wir von unseren Eltern und Gro&szlig;eltern geh&ouml;rt, da&szlig; es zu gef&auml;hrlich oder nicht m&ouml;glich war, dem Naziregime Einhalt zu gebieten. Das mag sein, aber vielleicht, weil es zu sp&auml;t war und weil die Menschen nie gelernt haben, etwas anderes als die letzte M&ouml;glichkeit der Waffen entgegenzusetzen. Ich will nicht warten, bis es wieder zu sp&auml;t ist. Wenn ich sehe, wie unser Land sich in diese Richtung entwickelt, dann will ich heute etwas dagegen tun &#8211; denn trotz aller Kriminalisierung ist es m&ouml;glich, diesen Entwicklungen zu widerstehen &#8211; selbst innerhalb unseres Rechtssystems. Es w&auml;re schon viel gewonnen, wenn die Menschen mindestens um die ihnen zustehenden Rechte k&auml;mpfen w&uuml;rden. Zus&auml;tzlich wird es auch ab und zu notwendig, Gesetze zu &uuml;bertreten; n&auml;mlich dann wenn etwas mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbar ist&nbsp; (z.B. wenn ein Wald besetzt wird, um eine Wahnsinnsanlage wie die WAA zu verhindern; oder Fl&uuml;chtlinge zu verstecken, wenn ihnen durch Abschiebung&nbsp; Folter, Tod, Gefahr f&uuml;r Leib und Leben droht &#8230;). Denn nicht Legalit&auml;t ist das Wichtigste sondern Legitimit&auml;t und die ist leider nicht immer Grundlage unserer Gesetze. Dank und Wunsch f&uuml;r die Zukunft Ich habe viel an Unterst&uuml;tzung in den vergangenen Jahren erfahren. Ich m&ouml;chte mich daf&uuml;r bedanken, weil ich wei&szlig; wie dringend notwendig dies war. Auch ich hatte manchmal Zweifel, ob ich das so alles durchstehe. Es waren insbesondere&#8211; meine MitbewohnerInnen, die meine Hoch und Tiefs am n&auml;chsten miterlebten,&nbsp;die die Polizei- und Gerichtsvollzieherbesuche ab- oder&nbsp;mitbekamen, &#8211; meine ArbeitskollegInnen beim Ambulanten Dienst und in den Fl&uuml;chtlings unterk&uuml;nften, die es mir z.B. erm&ouml;glicht h&auml;tten, kurzfristig zwei Wochen Urlaub f&uuml;r&nbsp;den Gef&auml;ngnisaufenthalt zu nehmen,&#8211; es waren und sind die Mitglieder der DFG-VK, die mit mir diskutierten, um das&nbsp;Thema weiter an die &Ouml;ffentlichkeit zu bringen, und die mit&nbsp; mir neue Aktionsformen &uuml;berlegten, die nicht gleich&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; wieder kriminalisierten &#8211; es ist mein Anwalt Frank Niepel, der sich mit mir Tage und N&auml;chte zur intensiven&nbsp;Vorbereitung der Verhandlungen um die Ohren geschlagen&nbsp;hat,&nbsp;&#8211; es ist die Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abr&uuml;stung, deren Mitglieder mir insbesondere durch ihre eigenen Knasterfahrungen viel Mut gemacht und Angst genommen haben, &#8211; und ganz viele andere Menschen mehr, die mich ermutigt haben, weiterzumachen&nbsp;und nicht aufzugeben! Ich danke jedem und jeder von Euch nochmals ganz herzlich! An dieser Stelle m&ouml;chte ich auch meinen besonderen Dank an die Humanistische Union richten, vor allem daf&uuml;r, da&szlig; sie den Mut hatte mit der diesj&auml;hrigen Preisverleihung einem Thema &Ouml;ffentlichkeit zu verleihen, das momentan &#8222;out&#8220; ist. Krieg ist salonf&auml;hig geworden. Friedensarbeit scheint f&uuml;r viele bedeutungslos zu sein, obwohl die Welt nicht friedlicher geworden ist. Es wird wieder einmal gewartet, bis es zu sp&auml;t ist. Mein Wunsch f&uuml;r die Zukunft w&auml;re, da&szlig; noch viel mehr Menschen aufrecht gehen w&uuml;rden; denn es hat sich nichts verbessert: &#8211; statt Abschaffung der Bundeswehr soll sie weltweit in Kriegen mitmischen&#8211; statt ins soziale Netz wird weiter in zerst&ouml;rende R&uuml;stung investiert&#8211; statt mitproduzierte Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen, werden die Grenzen dicht gemacht f&uuml;r &nbsp; ein ausl&auml;nderfreies Europa Widerstand ist n&ouml;tig und dazu braucht es einen aufrechten Gang! Auch ich m&ouml;chte mich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiter aufrecht gehen und rufe deshalb mit der bundesweiten Kampagne &#8222;Kein Mensch ist illegal&#8220; dazu auf, MigrantInnen bei der Ein- und Weiterreise zu unterst&uuml;tzen, MigrantInnen Arbeit und Papiere zu verschaffen, MigrantInnen medizinische Versorgung, Schule und Ausbildung, Unterkunft und materielles &Uuml;berleben zu gew&auml;hrleisten. (Weitere Infos und den kompletten Aufruf gibt`s am Infostand.) Und ich m&ouml;chte mit ein paar S&auml;tzen von Elie Wiesel enden, die gesagt hat:&#8222;Ihr sollt wissen, da&szlig; kein Mensch illegal ist. Das ist ein Widerspruch in sich. Menschen k&ouml;nnen sch&ouml;n sein oder noch sch&ouml;ner. Sie k&ouml;nnen gerecht sein oder ungerecht. Aber illegal? Wie kann ein Mensch illegal sein?&#8220; Danke.","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/","name":"Rede der Preistr\u00e4gerin Gerti Kiermeier Archive - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/rede-der-preistraegerin-gerti-kiermeier\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Veranstaltungen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"B\u00fcrgerrechtspreise","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Aufrechter Gang","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"1997","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/veranstaltungen\/buergerrechtspreise\/aufrechter-gang\/1997\/"},{"@type":"ListItem","position":5,"name":"Rede der Preistr\u00e4gerin Gerti Kiermeier"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/2911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/2650"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=2911"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=2911"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation?categories=2911"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=2911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}