{"id":79,"count":0,"description":"Ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz f&uuml;r die Bundesrepublik\n\nhrsg. von der Humanistischen Union e.V., M&uuml;nchen 1978Verantwortlich:&nbsp;Heide Hering in Zusammenarbeit mit Gerd Hirschauer und Helga Killinger\n\nV. Bereich: Werbung und Medien\n\nDie in Werbung und Medien auftretende Diskriminierung ist Zusammenfassung, Konzentration und Abbild der Diskriminierung in allen Lebensbereichen. Werbung ist nicht Selbstzweck, sondern dient den Interessen verschiedener Gruppen. Die Abh&auml;ngigkeit und Steuerung der Werbung durch Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Politik ist offenbar. Unbestreitbar ist auch ihr Einflu&szlig; auf Bewu&szlig;tsein und Unterbewu&szlig;tsein von Kindern und Erwachsenen - eben weil sie ausschlie&szlig;lich angewendet wird, um Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen zu bewegen.\n\nDoch neben dem eigentlichen Werbeziel wird hier von Fachleuten wesentlich mehr vermittelt. In Werbung und Medien erfolgt Diskriminierung dadurch, da&szlig; Rollen und Funktionen bestimmten Geschlechtern zugeschrieben und durch st&auml;ndige Wiederholung zum Klischee verfestigt werden. Die Einengung und Festlegung der Interessen und Aufgaben der Frau auf Funktionen und Gegenst&auml;nde, die im &ouml;ffentlichen Leben keinen wesentlichen Platz einnehmen, f&uuml;hrt dazu, da&szlig; auch die Frau dort kaum in Aktion tritt.\n\nWas in der Werbung knapp, karikiert, &uuml;berspitzt dargestellt wird, kann in Spielfilmen, Krimis, Nachrichten, Sportsendungen usw. in allen Variationen mehr oder weniger beabsichtigt, r&uuml;cksichtsvoll oder direkt ins Bild gesetzt werden.\n\nDirekte Diskriminierung zeigt sich in der\n\n&middot; Festlegung der Frau bzw. ihrem Mi&szlig;brauch als Fachidioten-Hausfrau und Sexualobjekt:\n\n- als Dienerin von Mann und Kindern, die auf x-beliebige Klagen ihrer Lieben nur mit schlechtem Gewissen und sofortiger Besserung zu reagieren hat (W&auml;sche, Nahrungsmittel),\n\n- als sexuelles oder emotionales Spielzeug zur Selbstbest&auml;tigung des Mannes,\n\n- als technisch v&ouml;llig unbedarftes Wesen, das h&ouml;chstens kinderleichte Bedienung zustande bringt;\n\n&middot; Verdr&auml;ngung fast Verbannung aus dem &ouml;ffentlichen und politischen Leben:\n\n- Frauen sind grunds&auml;tzlich unterrepr&auml;sentiert in Diskussionen, auf Podien u.&auml;.,\n\n-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fachfrauen werden stereotyp aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Nahrungsmittel, bestenfalls Medizin gew&auml;hlt. Indirekte Diskriminierung zeigt sich in den verschiedensten Formen, z. B.:\n\n- durch die Anrede der Frauen mit ihrem Vornamen, w&auml;hrend die M&auml;nner als Herren bezeichnet werden,\n\n- die st&auml;ndige Zuarbeiterinnen-Rolle der Frauen, wenn z. B. Journalisten mit Politikern diskutieren und Kaffee gereicht wird,\n\n- Stellenangebote, in denen einer &#132;netten, jungen Kollegin&#148; z. B. ein angenehmes Betriebsklima geboten wird.\n\nSelbst politische Parteien werben mit der bekannten Methode: Sie haben zwar &#132;die besseren M&auml;nner&#148;, aber auch einen Busen - wenn auch nur als dekorative Textunterlage. Da&szlig; bisher kein Protest gegen diese Praktiken laut geworden ist, liegt wohl zum gro&szlig;en Teil daran, da&szlig; sie in der breiten &Ouml;ffentlichkeit nicht gen&uuml;gend registriert werden und dabei erhebliche organisatorische und rechtliche Schwierigkeiten zu bew&auml;ltigen sind.\n\n<b><i>Werbung<\/i> <\/b>\n\n- Geschlechtsspezifische Ausrichtungen sind nur erlaubt, wenn sie direkt vom Produkt hergeleitet werden k&ouml;nnen;\n\n<b><i>Medien <\/i><\/b>\n\n&Ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten dienen dazu, die Gesellschaft zu repr&auml;sentieren. Daraus folgt eine parit&auml;tische Besetzung von Kontrollgremien bei Funk und Fernsehen.\n\n<b><i>Stelleninserate<\/i><\/b>\n\nSie sollen geschlechtsneutral abgefa&szlig;t sein, die Rubriken &#132;m&auml;nnlich&#148;, &#132;weiblich&#148; entfallen. F&uuml;r Berufsbezeichnungen werden grunds&auml;tzlich die neutralen oder m&auml;nnlichen Formen gew&auml;hlt (damit entfallen Bezeichnungen wie B&uuml;rogehilfin, Di&auml;tassistentin). Die Durchsetzung dieser Forderungen soll von einer Kommission kontrolliert und unterst&uuml;tzt werden. Quotierung wird f&uuml;r alle Kommissionen und Gremien mit Repr&auml;sentationscharakter gefordert, das gilt insbesondere f&uuml;r politische, &ouml;ffentlich-rechtliche, beh&ouml;rdliche Einrichtungen.\n\n<b><i>Begleitende Ma&szlig;nahmen<\/i><\/b>\n\n-&nbsp;Positivwerbung f&uuml;r die Idee der Gleichberechtigung, verbunden mit der Entlarvung von Vorurteilen und Ermutigung durch Darstellung von neuen Lebensformen;\n\n- Umbesetzung und St&auml;rkung von Institutionen wie Werberat, Presserat, Rundfunkaufsichtsgremien;\n\n- Zulassung von direkten Aktionen gegen diskriminierende Werbung, speziell &ouml;ffentlichen Aufrufen zu gezieltem Kaufboykott gegen Firmen und Produkte.\n\nGleichzeitig ist es notwendig, im allgemeinen Sprachgebrauch geschlechtsneutrale Formulierungen zu w&auml;hlen, um auch hier die Quasi-Selbstverst&auml;ndlichkeit der m&auml;nnlichen F&uuml;hrungsrolle abzubauen.","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/","name":"Forderungen: Medien","slug":"forderungen-medien","taxonomy":"category","parent":60,"meta":[],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz f&uuml;r die Bundesrepublik hrsg. von der Humanistischen Union e.V., M&uuml;nchen 1978Verantwortlich:&nbsp;Heide Hering in Zusammenarbeit mit Gerd Hirschauer und Helga Killinger V. Bereich: Werbung und Medien Die in Werbung und Medien auftretende Diskriminierung ist Zusammenfassung, Konzentration und Abbild der Diskriminierung in allen Lebensbereichen. Werbung ist nicht Selbstzweck, sondern dient den Interessen verschiedener Gruppen. Die Abh&auml;ngigkeit und Steuerung der Werbung durch Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Politik ist offenbar. Unbestreitbar ist auch ihr Einflu&szlig; auf Bewu&szlig;tsein und Unterbewu&szlig;tsein von Kindern und Erwachsenen &#8211; eben weil sie ausschlie&szlig;lich angewendet wird, um Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen zu bewegen. Doch neben dem eigentlichen Werbeziel wird hier von Fachleuten wesentlich mehr vermittelt. In Werbung und Medien erfolgt Diskriminierung dadurch, da&szlig; Rollen und Funktionen bestimmten Geschlechtern zugeschrieben und durch st&auml;ndige Wiederholung zum Klischee verfestigt werden. Die Einengung und Festlegung der Interessen und Aufgaben der Frau auf Funktionen und Gegenst&auml;nde, die im &ouml;ffentlichen Leben keinen wesentlichen Platz einnehmen, f&uuml;hrt dazu, da&szlig; auch die Frau dort kaum in Aktion tritt. Was in der Werbung knapp, karikiert, &uuml;berspitzt dargestellt wird, kann in Spielfilmen, Krimis, Nachrichten, Sportsendungen usw. in allen Variationen mehr oder weniger beabsichtigt, r&uuml;cksichtsvoll oder direkt ins Bild gesetzt werden. Direkte Diskriminierung zeigt sich in der &middot; Festlegung der Frau bzw. ihrem Mi&szlig;brauch als Fachidioten-Hausfrau und Sexualobjekt: &#8211; als Dienerin von Mann und Kindern, die auf x-beliebige Klagen ihrer Lieben nur mit schlechtem Gewissen und sofortiger Besserung zu reagieren hat (W&auml;sche, Nahrungsmittel), &#8211; als sexuelles oder emotionales Spielzeug zur Selbstbest&auml;tigung des Mannes, &#8211; als technisch v&ouml;llig unbedarftes Wesen, das h&ouml;chstens kinderleichte Bedienung zustande bringt; &middot; Verdr&auml;ngung fast Verbannung aus dem &ouml;ffentlichen und politischen Leben: &#8211; Frauen sind grunds&auml;tzlich unterrepr&auml;sentiert in Diskussionen, auf Podien u.&auml;., &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fachfrauen werden stereotyp aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Nahrungsmittel, bestenfalls Medizin gew&auml;hlt. Indirekte Diskriminierung zeigt sich in den verschiedensten Formen, z. B.: &#8211; durch die Anrede der Frauen mit ihrem Vornamen, w&auml;hrend die M&auml;nner als Herren bezeichnet werden, &#8211; die st&auml;ndige Zuarbeiterinnen-Rolle der Frauen, wenn z. B. Journalisten mit Politikern diskutieren und Kaffee gereicht wird, &#8211; Stellenangebote, in denen einer &#132;netten, jungen Kollegin&#148; z. B. ein angenehmes Betriebsklima geboten wird. Selbst politische Parteien werben mit der bekannten Methode: Sie haben zwar &#132;die besseren M&auml;nner&#148;, aber auch einen Busen &#8211; wenn auch nur als dekorative Textunterlage. Da&szlig; bisher kein Protest gegen diese Praktiken laut geworden ist, liegt wohl zum gro&szlig;en Teil daran, da&szlig; sie in der breiten &Ouml;ffentlichkeit nicht gen&uuml;gend registriert werden und dabei erhebliche organisatorische und rechtliche Schwierigkeiten zu bew&auml;ltigen sind. Werbung &#8211; Geschlechtsspezifische Ausrichtungen sind nur erlaubt, wenn sie direkt vom Produkt hergeleitet werden k&ouml;nnen; Medien &Ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten dienen dazu, die Gesellschaft zu repr&auml;sentieren. Daraus folgt eine parit&auml;tische Besetzung von Kontrollgremien bei Funk und Fernsehen. Stelleninserate Sie sollen geschlechtsneutral abgefa&szlig;t sein, die Rubriken &#132;m&auml;nnlich&#148;, &#132;weiblich&#148; entfallen. F&uuml;r Berufsbezeichnungen werden grunds&auml;tzlich die neutralen oder m&auml;nnlichen Formen gew&auml;hlt (damit entfallen Bezeichnungen wie B&uuml;rogehilfin, Di&auml;tassistentin). Die Durchsetzung dieser Forderungen soll von einer Kommission kontrolliert und unterst&uuml;tzt werden. Quotierung wird f&uuml;r alle Kommissionen und Gremien mit Repr&auml;sentationscharakter gefordert, das gilt insbesondere f&uuml;r politische, &ouml;ffentlich-rechtliche, beh&ouml;rdliche Einrichtungen. Begleitende Ma&szlig;nahmen &#8211;&nbsp;Positivwerbung f&uuml;r die Idee der Gleichberechtigung, verbunden mit der Entlarvung von Vorurteilen und Ermutigung durch Darstellung von neuen Lebensformen; &#8211; Umbesetzung und St&auml;rkung von Institutionen wie Werberat, Presserat, Rundfunkaufsichtsgremien; &#8211; Zulassung von direkten Aktionen gegen diskriminierende Werbung, speziell &ouml;ffentlichen Aufrufen zu gezieltem Kaufboykott gegen Firmen und Produkte. Gleichzeitig ist es notwendig, im allgemeinen Sprachgebrauch geschlechtsneutrale Formulierungen zu w&auml;hlen, um auch hier die Quasi-Selbstverst&auml;ndlichkeit der m&auml;nnlichen F&uuml;hrungsrolle abzubauen.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/anti-diskriminierungs-gesetz\\\/forderungen-medien\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/anti-diskriminierungs-gesetz\\\/forderungen-medien\\\/\",\"name\":\"Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/anti-diskriminierungs-gesetz\\\/forderungen-medien\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/anti-diskriminierungs-gesetz\\\/forderungen-medien\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Lebensweisen \\\/ Pluralismus\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Brosch\u00fcre: Anti-Diskriminierungs-Gesetz\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/themen\\\/lebensweisen-pluralismus\\\/anti-diskriminierungs-gesetz\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Forderungen: Medien\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union","og_description":"Ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz f&uuml;r die Bundesrepublik hrsg. von der Humanistischen Union e.V., M&uuml;nchen 1978Verantwortlich:&nbsp;Heide Hering in Zusammenarbeit mit Gerd Hirschauer und Helga Killinger V. Bereich: Werbung und Medien Die in Werbung und Medien auftretende Diskriminierung ist Zusammenfassung, Konzentration und Abbild der Diskriminierung in allen Lebensbereichen. Werbung ist nicht Selbstzweck, sondern dient den Interessen verschiedener Gruppen. Die Abh&auml;ngigkeit und Steuerung der Werbung durch Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Politik ist offenbar. Unbestreitbar ist auch ihr Einflu&szlig; auf Bewu&szlig;tsein und Unterbewu&szlig;tsein von Kindern und Erwachsenen &#8211; eben weil sie ausschlie&szlig;lich angewendet wird, um Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen zu bewegen. Doch neben dem eigentlichen Werbeziel wird hier von Fachleuten wesentlich mehr vermittelt. In Werbung und Medien erfolgt Diskriminierung dadurch, da&szlig; Rollen und Funktionen bestimmten Geschlechtern zugeschrieben und durch st&auml;ndige Wiederholung zum Klischee verfestigt werden. Die Einengung und Festlegung der Interessen und Aufgaben der Frau auf Funktionen und Gegenst&auml;nde, die im &ouml;ffentlichen Leben keinen wesentlichen Platz einnehmen, f&uuml;hrt dazu, da&szlig; auch die Frau dort kaum in Aktion tritt. Was in der Werbung knapp, karikiert, &uuml;berspitzt dargestellt wird, kann in Spielfilmen, Krimis, Nachrichten, Sportsendungen usw. in allen Variationen mehr oder weniger beabsichtigt, r&uuml;cksichtsvoll oder direkt ins Bild gesetzt werden. Direkte Diskriminierung zeigt sich in der &middot; Festlegung der Frau bzw. ihrem Mi&szlig;brauch als Fachidioten-Hausfrau und Sexualobjekt: &#8211; als Dienerin von Mann und Kindern, die auf x-beliebige Klagen ihrer Lieben nur mit schlechtem Gewissen und sofortiger Besserung zu reagieren hat (W&auml;sche, Nahrungsmittel), &#8211; als sexuelles oder emotionales Spielzeug zur Selbstbest&auml;tigung des Mannes, &#8211; als technisch v&ouml;llig unbedarftes Wesen, das h&ouml;chstens kinderleichte Bedienung zustande bringt; &middot; Verdr&auml;ngung fast Verbannung aus dem &ouml;ffentlichen und politischen Leben: &#8211; Frauen sind grunds&auml;tzlich unterrepr&auml;sentiert in Diskussionen, auf Podien u.&auml;., &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fachfrauen werden stereotyp aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Nahrungsmittel, bestenfalls Medizin gew&auml;hlt. Indirekte Diskriminierung zeigt sich in den verschiedensten Formen, z. B.: &#8211; durch die Anrede der Frauen mit ihrem Vornamen, w&auml;hrend die M&auml;nner als Herren bezeichnet werden, &#8211; die st&auml;ndige Zuarbeiterinnen-Rolle der Frauen, wenn z. B. Journalisten mit Politikern diskutieren und Kaffee gereicht wird, &#8211; Stellenangebote, in denen einer &#132;netten, jungen Kollegin&#148; z. B. ein angenehmes Betriebsklima geboten wird. Selbst politische Parteien werben mit der bekannten Methode: Sie haben zwar &#132;die besseren M&auml;nner&#148;, aber auch einen Busen &#8211; wenn auch nur als dekorative Textunterlage. Da&szlig; bisher kein Protest gegen diese Praktiken laut geworden ist, liegt wohl zum gro&szlig;en Teil daran, da&szlig; sie in der breiten &Ouml;ffentlichkeit nicht gen&uuml;gend registriert werden und dabei erhebliche organisatorische und rechtliche Schwierigkeiten zu bew&auml;ltigen sind. Werbung &#8211; Geschlechtsspezifische Ausrichtungen sind nur erlaubt, wenn sie direkt vom Produkt hergeleitet werden k&ouml;nnen; Medien &Ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten dienen dazu, die Gesellschaft zu repr&auml;sentieren. Daraus folgt eine parit&auml;tische Besetzung von Kontrollgremien bei Funk und Fernsehen. Stelleninserate Sie sollen geschlechtsneutral abgefa&szlig;t sein, die Rubriken &#132;m&auml;nnlich&#148;, &#132;weiblich&#148; entfallen. F&uuml;r Berufsbezeichnungen werden grunds&auml;tzlich die neutralen oder m&auml;nnlichen Formen gew&auml;hlt (damit entfallen Bezeichnungen wie B&uuml;rogehilfin, Di&auml;tassistentin). Die Durchsetzung dieser Forderungen soll von einer Kommission kontrolliert und unterst&uuml;tzt werden. Quotierung wird f&uuml;r alle Kommissionen und Gremien mit Repr&auml;sentationscharakter gefordert, das gilt insbesondere f&uuml;r politische, &ouml;ffentlich-rechtliche, beh&ouml;rdliche Einrichtungen. Begleitende Ma&szlig;nahmen &#8211;&nbsp;Positivwerbung f&uuml;r die Idee der Gleichberechtigung, verbunden mit der Entlarvung von Vorurteilen und Ermutigung durch Darstellung von neuen Lebensformen; &#8211; Umbesetzung und St&auml;rkung von Institutionen wie Werberat, Presserat, Rundfunkaufsichtsgremien; &#8211; Zulassung von direkten Aktionen gegen diskriminierende Werbung, speziell &ouml;ffentlichen Aufrufen zu gezieltem Kaufboykott gegen Firmen und Produkte. Gleichzeitig ist es notwendig, im allgemeinen Sprachgebrauch geschlechtsneutrale Formulierungen zu w&auml;hlen, um auch hier die Quasi-Selbstverst&auml;ndlichkeit der m&auml;nnlichen F&uuml;hrungsrolle abzubauen.","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"CollectionPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/","name":"Forderungen: Medien Archive - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/forderungen-medien\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Lebensweisen \/ Pluralismus","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Brosch\u00fcre: Anti-Diskriminierungs-Gesetz","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/lebensweisen-pluralismus\/anti-diskriminierungs-gesetz\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Forderungen: Medien"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/79","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/taxonomies\/category"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories\/60"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/presse?categories=79"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/termin?categories=79"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation?categories=79"},{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/thema?categories=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}