{"id":10038,"date":"1998-12-01T18:20:00","date_gmt":"1998-12-01T17:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/auf-neuen-pfaden-humanisten-auf-der-suche-nach-tragfaehigen-konzepten\/"},"modified":"1998-12-01T12:00:00","modified_gmt":"1998-12-01T11:00:00","slug":"auf-neuen-pfaden-humanisten-auf-der-suche-nach-tragfaehigen-konzepten","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/164\/publikation\/auf-neuen-pfaden-humanisten-auf-der-suche-nach-tragfaehigen-konzepten\/","title":{"rendered":"Auf neuen Pfaden &#8211; Humanisten auf der Suche nach tragf\u00e4higen Konzepten"},"content":{"rendered":"<p>Mitteilungen Nr. 164, S. 107-109<\/p>\n<p>Humanistischer Verband Deutschlands (HVD) &#150; die verwandte Bezeichnung l\u00e4\u00dft auf Ber\u00fchrungspunkte zur Humanistischen Union schlie\u00dfen: Tats\u00e4chlich gibt es Kontakte, sei dies in Anh\u00f6rungen zum Ethikunterricht, gemeinsamen Veranstaltungen oder auch \u00fcber paralleles Engagement einiger HumanistInnen in beiden Vereinigungen, wie beispielsweise durch unser im M\u00e4rz 1998 verstorbenes Gr\u00fcndungs- und Beiratsmitglied Prof. Dr. Ossip K. Flechtheim. Im folgenden dokumentieren wir eine Selbstdarstellung des HVD aus der Feder des Berliner Landesvorsitzenden und zugleich verantwortlichen Redakteurs der humanistischen Zeitschrift &#132;diesseits&#147;, Christian John.<br \/>Die Redaktion<\/p>\n<p>Freigeistige und freidenkerische Organisationen haben sich in Deutschland zu lange ausschlie\u00dflich als intellektuelle Bewegungen verstanden &#150; es gab nur wenig Humanismus der unmittelbaren sozialen Tat. Seit gut f\u00fcnf Jahren gibt es den Versuch, es besser zu machen: Geistige Orientierung und Diskurs, dies in Verbindung mit sozialen Dienstleistungen und praktischer Lebenshilfe &#150; dies ist der konzeptionelle Ansatz des 1993 neugegr\u00fcndeten Humanistischen Verbandes.<br \/>Ins Leben riefen den Humanistischen Verband westdeutsche Traditionsverb\u00e4nde wie die Freigeistige Landesgemeinschaft Nordrhein-Westfalen (1859). Aus Ostdeutschland waren die Freien Humanisten Sachsen-Anhalt (1990), der Interessenverband der Konfessionslosen in Brandenburg (1991) mit von der Partie sowie der Berliner Landesverband des Deutschen Freidenker-Verbandes (Sitz Berlin), der auf das Jahr 1905 zur\u00fcckgeht. Sp\u00e4ter schlo\u00df sich auch der Bund f\u00fcr Geistesfreiheit in N\u00fcrnberg (1848) an. Kleinere Landesverb\u00e4nde als Neugr\u00fcndungen gibt es inzwischen in Baden-W\u00fcrttemberg, Hamburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. F\u00fcr die neue bundesweite Organisation galt es einen Namen zu finden, mit dem sich alle identifizieren konnten. Der Blick \u00fcber deutsche Grenzen brachte die L\u00f6sung: Im internationalen Ma\u00dfstab beschreiben viele Konfessionslosenverb\u00e4nde ihre Sicht auf die Welt als &#132;humanistische Lebensauffassung&#147;. Viele englischsprachige Nachschlagewerke und philosophische W\u00f6rterb\u00fccher definieren Humanismus per se als nicht-religi\u00f6se Lebensauffassung. Bei uns in Deutschland ist dies anders &#150; noch.<\/p>\n<h5><span id=\"niederlande-und-norwegen-als-modell\">Niederlande und Norwegen als Modell<\/span><\/h5>\n<p>Pate f\u00fcr die neue Entwicklung stand der Humanistische Verband der Niederlande, der mit vielen Angeboten f\u00fcr konfessionslose Menschen eine Breite erreicht hat, von der deutsche Humanisten nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die norwegischen Humanisten. Wie die Niederl\u00e4nder bieten sie seit Jahrzehnten den Menschen nicht nur &#132;geistiges Futter&#147; an, sondern praktische Lebenshilfe. In Deutschland setzte der Proze\u00df des Nachdenkens dar\u00fcber, wie man &#132;real existierende Konfessionslose&#147; anspricht, erst sehr sp\u00e4t ein. Als Entschuldigung daf\u00fcr mag gelten, da\u00df sich Freidenker und Freireligi\u00f6se in der Nachkriegszeit niemals von ihrer brutalen Zerschlagung durch die Nationalsozialisten erholten. In der sowjetisch besetzten Zone und sp\u00e4ter in der DDR wurde die Gr\u00fcndung von Freidenker-Organisationen bis 1989 gar nicht erst zugelassen. Es gab zwar Freireligi\u00f6se, so in Leipzig und Magdeburg, die allerdings ein eher k\u00fcmmerliches Dasein fristeten. Im Westen h\u00e4ngt der relative Mi\u00dferfolg sicher damit zusammmen, da\u00df die Kirchen als Gegenpol l\u00e4ngst nicht mehr so ein dankbares Feindbild abgaben, aber auch die Verweltlichung der Gesellschaft voranschritt. In den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren zeigte sich zudem, wie sehr die Freidenker Kind eines bestimmten Milieus innerhalb der Arbeiterschaft waren. W\u00e4hrend die Sozialdemokraten 1959 mit ihrem &#132;Godesberger Programm&#147; der Aufl\u00f6sung des Arbeitermilieus und damit neuen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen versuchten, gab es vergleichbare strategische Diskussionen in humanistischen Kreisen nicht. Man d\u00fcmpelte vor sich hin, tat vorsichtshalber nichts und beklagte die stetig nachlassende Resonanz. Erst Anfang der achtziger Jahre begannen erste Diskussionen: Welche Funktionen und Aufgaben m\u00fc\u00dfte unter heutigen gesellschaftlichen Bedingungen ein Verband f\u00fcr Konfessionslose \u00fcbernehmen? Was w\u00e4re sein ideologischer Standort? Die Debatte m\u00fcndete letztendlich in die Gr\u00fcndung des Humanistischen Verbandes. Der Humanistische Verband setzt als einzige Organisation in Deutschland die lebenslaufbezogene Feierkultur der Freidenker und Freireligi\u00f6sen breit fort. An seinen Jugendfeiern nehmen bundesweit fast 11.000 Jugendliche teil, nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch im tiefen Westen in St\u00e4dten wie Dortmund, Wuppertal oder N\u00fcrnberg. Vom Traditionsbegriff der Jugendweihe haben die Humanisten sich allerdings bereits 1989 verabschiedet. Nicht etwa, um sich von dem abzugrenzen, was unter diesem Namen in der DDR stattfand. Man fand einfach den Begriff der Weihe sprachlich antiquiert, meinte auch, er habe zu starke religi\u00f6se Ankl\u00e4nge. Jugendliche feiern mit Unterst\u00fctzung der Humanisten die Tatsache, da\u00df sie erwachsen werden &#150; deshalb also Jugendfeier.<\/p>\n<h5><span id=\"anknuepfen-an-alte-traditionen\">Ankn&uuml;pfen an alte Traditionen<\/span><\/h5>\n<p>Das zweite Standbein der Freidenker und Freireligi\u00f6sen neben der Jugendweihe war stets das Bestattungswesen. Sie unterhielten Unterst\u00fctzungskassen f\u00fcr den Todesfall und machten in Deutschland die Feuerbestattung popul\u00e4r. Diese hat heutzutage ihren spezifisch freidenkerischen Charakter verloren. Im Bestattungswesen konnten die Freidenker in den f\u00fcnziger und sechziger Jahren an alte Traditionen auch deshalb nicht ankn\u00fcpfen, weil das von den Nationalsozialisten beschlagnahmte Versicherungsverm\u00f6gen aus politischen Gr\u00fcnden nicht erstattet oder r\u00fcck\u00fcbertragen wurde. Viele Arbeitergroschen landeten \u00fcber die &#132;Deutsche Bestattungskasse&#147; der NS-Zeit schlie\u00dflich bei der Versicherungsgesellschaft &#132;Ideal&#147;. Die nordrhein-westf\u00e4lischen Humanisten haben eine ganze Reihe von Trauerrednern, ebenso die freien Humanisten Niedersachsen. In Berlin konzentrieren sich die Humanisten auf Bereiche wie Selbsthilfegruppen f\u00fcr trauernde Angeh\u00f6rige und geistigen Beistand f\u00fcr schwerkranke Patienten. \u00dcbergreifendes Ziel der Humanisten ist es, Menschen zu einem w\u00fcrdigen und selbstbestimmten Lebensende zu verhelfen. Ein wichtiges Instrument sind dabei indviduelle Patientenverf\u00fcgungen, bei deren Abfassung geholfen wird. Patientenverf\u00fcgungen sind eine attraktive Dienstleistung, \u00fcber die inzwischen zahlreiche neue Mitglieder (in Berlin j\u00e4hrlich rund 150) zum Humanistischen Verband finden.<\/p>\n<h5><span id=\"humanistischer-verband-als-sammelbecken\">Humanis&shy;ti&shy;scher Verband als Sammel&shy;be&shy;cken<\/span><\/h5>\n<p>Der Humanistische Verband wird in den n\u00e4chsten Jahren immer mehr zum Sammelbecken aller weltlich-humanistischen Kr\u00e4fte in Deutschland werden. Die Mitglieder anderer freigeistiger Verb\u00e4nde blicken mit Interesse auf die Entwicklung, die der Verband seit seiner Gr\u00fcndung vor f\u00fcnf Jahren nimmt. Er ist zwar mit seinen bundesweit 10.000 Mitgliedern immer noch sehr klein, weist im Gegensatz zu allen anderen freigeistigen Verb\u00e4nden aber eine positive Dynamik auf. Immerhin ist es in f\u00fcnf Jahren gelungen, ein kleines Netz von Projekten und humanistischen Serviceleistungen aufzubauen. \u00dcber 600 hauptamtliche Mitarbeiter sind inzwischen bundesweit f\u00fcr den Humanistischen Verband in sozialen Projekten, in Beratungsstellen, in Kindertagesst\u00e4tten oder in Berlin als Lebenskundelehrer t\u00e4tig. Mittelfristig kann der Verband auf die vielen Konfessionslosen setzen, die seine Dienstleistungen in Anspruch nehmen: in sozialen Projekten, in Beratungs- oder Betreuungseinrichtungen. Immer mehr Menschen wissen die lebenslaufbezogene Begleitung durch die Humanisten zu sch\u00e4tzen und sind dankbar f\u00fcr Orientierungshilfe oder den Diskurs \u00fcber ethische Fragen. Wenn es gelingt, auch nur einen kleinen Teil derjenigen organisatorisch zu binden, die schon heute kommen, dann mu\u00df einem um die Zukunft der bereits existierenden Gruppen und Verb\u00e4nde nicht bange sein. Mittel- und langfristig mu\u00df der Humanistische Verband die schwierige Aufgabe meistern, Menschen von seiner Sache zu \u00fcberzeugen, die bisher noch keinen Kontakt mit ihm haben. Um dies zu erreichen, mu\u00df all das abgelegt werden, was dem Humanistischen Verband noch Sektiererisches anhaftet. Noch str\u00e4uben sich manche gegen weltanschauliche und politische Breite und f\u00fchlen sich in einem Nischendasein recht wohl. Oft verbindet sich eine solche Haltung mit einer distanzierten Sicht auf unseren Staat. Dabei ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer Staat, ein Staat, mit dem Humanisten sich identifizieren k\u00f6nnen. Die Zeiten des B\u00fcndnisses Thron und Altar sind l\u00e4ngst vorbei. Humanisten m\u00fcssen heute notwendigerweise aus ihren Grunds\u00e4tzen andere Entscheidungen ableiten als vor 10 oder 20 Jahren. Humanisten begehen einen schweren Fehler, wenn sie sich in fundamentalistischen Posen verkrampfen und jegliche Kooperation mit dem Staat ablehnen. Speziell die Berliner Humanisten haben in den vergangen Jahren de facto begonnen, das Verh\u00e4ltnis von Staat auf der einen und Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften auf der anderen Seite durch ihre Praxis neu zu bestimmen. Sie bieten nunmehr seit 1982 gleichberechtigt neben den Kirchen ihren humanistischen Unterricht Lebenskunde in der Berliner Schule an. Das Fach erfreut sich in Berlin einer enormen Nachfrage. Mittlerweile nehmen an dem freiwilligen Unterricht \u00fcber 20.000 Berliner Sch\u00fcler teil. \u00dcber 350 speziell ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer unterrichten das Fach. Ein Drittel der Lehrkr\u00e4fte ist direkt beim Humanistischen Verband besch\u00e4ftigt. Eltern w\u00fcnschen ganz offentsichtlich eine lebenspraktische, an humanistischen Werten ausgerichtete Moralerziehung f\u00fcr ihre Kinder. Es gibt in Berlin eine Gesetzeslage, die von der anderer Bundesl\u00e4nder abweicht und die es Humanisten erleichtert, in der staatlichen Schule zu arbeiten. Religions- und Weltanschauungsunterricht findet zwar in staatlichen Schulen Zeit und Raum, ist aber ein freiwilliger Unterricht. Den inhaltlichen Rahmen setzt f\u00fcr seinen Unterricht der jeweilige Tr\u00e4ger, der auch die Dienst- und Fachaufsicht \u00fcber die Lehrkr\u00e4fte hat. Ein gro\u00dfer Vorteil ist, da\u00df der Staat 90 Prozent der Personalkosten tr\u00e4gt.<\/p>\n<h5><span id=\"kirchen-und-staat\">Kirchen und Staat<\/span><\/h5>\n<p>Dies alles sind Vorgaben, die auch jemand akzeptieren kann, der sich eine deutliche Trennung von Staat und Kirche w\u00fcnscht. Insofern ist das Berliner Modell eines, f\u00fcr das sich Humanisten bundesweit stark machen sollten. Humanisten sollten in Zukunft deutlich sagen: Trennung von Staat und Kirche hei\u00dft, da\u00df bestimmte gesellschaftliche Aufgaben von den Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften eigenverantwortlich und im wesentlichen ohne staatliche Einmischung wahrgenommen werden. Zum Beispiel in der Schule oder auf dem weiten Feld der sozialen Arbeit. Pflicht des Staates ist es, ein weltanschauliches pluralistisches Konzept zu verfolgen und einen Alleinvertretungsanspruch der Gro\u00dfkirchen zur\u00fcckzuweisen. Gesamtgesellschaftlich ist der Humanistische Verband noch immer ein &#132;Schmuddelkind&#147;. Trotz aller Erfolge und Fortschritte spielen Humanisten in der Zweiten Liga. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, gelingt es bisher fast gar nicht, Politiker oder prominente K\u00fcnstler, Wissenschaftler, Spitzenmanager, Journalisten und Sportler an den Humanistischen Verband zu binden. Noch wird eine Mitgliedschaft von vielen nicht als opportun empfunden, selbst dann nicht, wenn sie mit Kirche und Religion nichts verbindet. Vielfach sieht man den Humanistischen Verband &#150; nicht ganz zu unrecht &#150; als eine kleine Glaubensgemeinschaft von lauter \u00dcberzeugungst\u00e4tern an, als eine Art Ersatzkirche f\u00fcr Atheisten. Bezeichnend ist der Steckbrief, den eine Studie vom typischen Konfessionslosen zeichnet: Der ist jung und ledig, lebt in der Gro\u00dfstadt, hat einen hohen Bildungsstand und arbeitet in qualifizierter Stellung. Inwieweit deckt sich dieses Bild mit der Mitgliederzusammensetzung des Humanistischen Verbandes? Die Antwort lautet: kaum. Hier hilft Public Relation allerdings nur begrenzt weiter. Es geht nicht um die gef\u00e4llige Verpackung des Produkts Humanistischer Verband. Profilierung allein \u00fcber Religionskritik reicht nicht aus. Der Diskurs \u00fcber humanistischen Lebensstil, \u00fcber Formen humanistischer Lebens- und Orientierungshilfe ist mindestens ebenso wichtig. Letztlich mu\u00df der Begriff Humanismus besser ausgef\u00fcllt werden. Die Nagelprobe daf\u00fcr, inwieweit dies gelingt, wird die geplante \u00dcberarbeitung des &#132;Humanistischen Selbstverst\u00e4ndnisses&#147; werden. Die Zeit in Deutschland ist l\u00e4ngst reif f\u00fcr ein &#132;Humanistisches Manifest&#147;.<\/p>\n<p>Christian John<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[],"autoren":[1676],"publikationen":[970],"class_list":["post-10038","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","autoren-christian-john","publikationen-970"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Auf neuen Pfaden - Humanisten auf der Suche nach tragf\u00e4higen Konzepten - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/mitteilungen\/164\/publikation\/auf-neuen-pfaden-humanisten-auf-der-suche-nach-tragfaehigen-konzepten\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Auf neuen Pfaden - Humanisten auf der Suche nach tragf\u00e4higen Konzepten - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mitteilungen Nr. 164, S. 107-109 Humanistischer Verband Deutschlands (HVD) &#150; 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