{"id":10362,"date":"2008-05-23T04:40:00","date_gmt":"2008-05-23T02:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/ordenstracht-ja-kopftuch-nein-die-missachtung-des-gebots-der-religioes-weltanschaulichen-neutrali\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:14","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:14","slug":"ordenstracht-ja-kopftuch-nein-die-missachtung-des-gebots-der-religioes-weltanschaulichen-neutrali","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/grundrechte-report\/2008\/publikation\/ordenstracht-ja-kopftuch-nein-die-missachtung-des-gebots-der-religioes-weltanschaulichen-neutrali\/","title":{"rendered":"Ordenstracht ja, Kopftuch nein? &#8211; Die Missachtung des Gebots der religi\u00f6s-weltanschaulichen Neutralit\u00e4t wird fortgesetzt"},"content":{"rendered":"<p>Grundrechte-Report 2008, Seite 76<\/p>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht leitet das Gebot der religi&ouml;s-weltanschaulichen Neutralit&auml;t seit Jahrzehnten aus den Art. 4 Absatz 1, Art. 3 Absatz 3, Art. 33 Absatz 3 GG sowie Art. 140 GG mit der &Uuml;bernahme von Art. 136 Absatz 1 und 4 und Art. 137 Absatz 1 Weimarer Reichsverfassung (WRV) ab. Hinzu kommt noch die uneingeschr&auml;nkte Gleichstellung der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften (Art. 137 Absatz 7 WRV &bdquo;Parit&auml;t&ldquo;). Ein starkes Fundament, sollte man meinen. So richtig im Detail definiert wurde das aber bezeichnenderweise noch nie. Es besteht jedoch unter Juristen so gut wie allgemeine theoretische Einigkeit dar&uuml;ber, dass unabh&auml;ngig von Fragen wie offener, hereinnehmender (Schule) oder distanziert-ausschlie&szlig;ender (unmittelbare Aus&uuml;bung von Staatsmacht: Polizei, Justiz) Neutralit&auml;t und von Spezialfragen stets eines unabdingbarer Kern der religi&ouml;s-weltanschaulichen Neutralit&auml;t ist: Immer geht es um Unparteilichkeit, um gleiche Distanz der Organe der &ouml;ffentlichen Hand zu den verschiedenen religi&ouml;s-weltanschaulichen Sinnsystemen. In der Praxis h&auml;lt sich der Staat eher selten daran. Lang ist die Liste der Privilegierungen vor allem der gro&szlig;en Kirchen (massive finanzielle Subventionierung, theologische Lehrst&uuml;hle, religi&ouml;se Symbole, Milit&auml;rgeistliche, christliche Schule, Staat-Kirche-Vertr&auml;ge usw.), ohne dass man da &uuml;ber Neutralit&auml;t nachd&auml;chte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"neutralitaet-nur-beim-kopftuch-eingefordert\">Neutralit&auml;t nur beim Kopftuch einge&shy;for&shy;dert<\/span><\/h2>\n<p>Beim<b> <\/b>islamischen Lehrerinnen-Kopftuch hingegen hat man die Neutralit&auml;t (wie fr&uuml;her schon in Bhagwan-F&auml;llen) rigoros eingefordert. Zur Erinnerung: In seinem Urteil von 2002 hat das Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) erkl&auml;rt, religi&ouml;se und weltanschauliche Einfl&uuml;sse d&uuml;rfe der Staat im &ouml;ffentlichen Schulwesen nicht f&ouml;rdern oder unterst&uuml;tzen, sondern m&uuml;sse sie &bdquo;soweit wie irgend m&ouml;glich ausschalten&ldquo;. Kinder, so damals das Bundesverwaltungsgericht, sind ohne staatliche Parteinahme f&uuml;r christliche Bekenntnisse oder andere religi&ouml;s-weltanschauliche &Uuml;berzeugungen zu unterrichten. Jede religi&ouml;se Einflussnahme durch Lehrer ist zu unterbinden, das islamische Lehrerinnen-Kopftuch als religi&ouml;ses Symbol daher zumindest in Grund- und Hauptschulen nicht erlaubt. Mehrfach hob das Bundesverwaltungsgericht die staatliche Neutralit&auml;t hervor. Das tat das Bundesverfassungsgericht in seinem heftig diskutierten Urteil von 2003 auch, hob aber dasjenige des Bundesverwaltungsgerichts deswegen auf, weil das zust&auml;ndige Bundesland Baden-W&uuml;rttemberg keine gesetzliche Kleiderregelung hatte, sich Lehrer trotz des Neutralit&auml;tsgebots zumindest im Grundsatz auf ihre Religionsfreiheit berufen k&ouml;nnen und s&auml;mtliche Beh&ouml;rden- und Gerichtsinstanzen nichts Nachteiliges &uuml;ber den jahrelang von der Lehrerin erteilten Unterricht hatten sagen k&ouml;nnen, so dass gegen deren Rechts- und Verfassungstreue trotz Kopftuchs keine Bedenken best&uuml;nden.<\/p>\n<p>Jetzt musste man sich in Baden-W&uuml;rttemberg etwas einfallen lassen, hatte doch das Bundesverfassungsgericht es den L&auml;ndern ausdr&uuml;cklich zugestanden, nach m&ouml;glichst genauer Abw&auml;gung vieler Gesichtspunkte Gesetze zu erlassen, die in religi&ouml;ser Hinsicht Kleidung und Verhalten n&auml;her regeln. Es gehe dabei aber, so das Bundesverfassungsgericht, um Lehrkr&auml;fte &bdquo;aller Bekenntnisse&ldquo;. Ausdr&uuml;cklich hie&szlig; es, eine religi&ouml;s restriktive Regelung sei nur zul&auml;ssig, &bdquo;wenn Angeh&ouml;rige unterschiedlicher Religionsgemeinschaften dabei gleich behandelt werden.&ldquo; Ungew&ouml;hnlich rasch verabschiedete Baden-W&uuml;rttemberg am 1. April 2004 eine &Auml;nderung des Schulgesetzes, wonach Lehrer durch keinerlei &bdquo;&auml;u&szlig;ere Bekundungen&ldquo; die politische, religi&ouml;se oder weltanschauliche Neutralit&auml;t auch nur gef&auml;hrden d&uuml;rfen. Dem widerspreche jedoch nicht die Erziehung in der &bdquo;Ehrfurcht vor Gott&ldquo; und &bdquo;im Geiste der christlichen N&auml;chstenliebe&ldquo;, wie es in der Landesverfassung (Art. 12 Absatz 1) hei&szlig;t. &bdquo;Christliche und abendl&auml;ndische Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen&ldquo; st&uuml;nden mit dem gesetzlichen Verhaltensgebot in Einklang. Wenn das kein Christentumsprivileg und neutral sein soll, welchen Sinn hat dann noch die Verwendung der deutschen Sprache?<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"christliche-privilegien-in-baden-wuerttemberg-vor-gericht\">Christliche Privilegien in Baden-W&uuml;rt&shy;tem&shy;berg vor Gericht<\/span><\/h2>\n<p>Un&uuml;berbietbar rasch, n&auml;mlich bereits am 24. Juni 2004, hat das Bundesverwaltungsgericht (derselbe 2. Senat, der zwei Jahre zuvor noch so starke Worte f&uuml;r die Neutralit&auml;t gefunden hatte) entschieden, das Gesetz gehe in Ordnung, wenn man es nur richtig verstehe, und sei angeblich mit dem Kopftuchurteil des Bundesverfassungsgerichts zu vereinbaren. Unter &bdquo;christlich&ldquo; sei stets nur &bdquo;kulturchristlich&ldquo; zu verstehen, dann bestehe &bdquo;strikte Gleichbehandlung&ldquo;. Mit solcher Rabulistik beseitigt man jedes Restvertrauen in die religi&ouml;s-weltanschauliche Neutralit&auml;t. Direkt sagte das Bundesverwaltungsgericht allerdings nicht, Kopft&uuml;cher seien in Baden-W&uuml;rttemberg nicht zul&auml;ssig, christliche Ordenstrachten aber schon. Dabei musste es wissen, dass genau das die erkl&auml;rte Absicht des Gesetzes war, wie sich aus den Gesetzesmaterialien ergibt, und entsprechend ging die Schulverwaltung vor. Korrekt entschied allerdings das Verwaltungsgericht Stuttgart am 7. Juli 2006, auch auf der Basis der neuen Gesetzesregelung gehe es nicht an, einer Lehrerin das Kopftuch zu untersagen, solange Lehrerinnen in Ordenstracht noch unterrichten d&uuml;rfen. Der Baden-W&uuml;rttembergische Verwaltungsgerichtshof (Az. 4 S 516\/07) hat (ohne Not) die Berufung dagegen zugelassen, kurz nachdem der Bayerische Verfassungsgerichtshof die der baden-w&uuml;rttembergische Regelung ebenb&uuml;rtig unklare bayerische Neuregelung vom 23. November 2004 am 15. Januar 2007 (Vf. 11-VII-05) gutgehei&szlig;en hatte. Der Ausgang des baden-w&uuml;rttembergischen Berufungsverfahrens ist (Dezember 2007) noch offen. Eine Initiative der Landtagsfraktion der GR&Uuml;NEN von Baden-W&uuml;rttemberg aus dem Jahr 2006 auf Streichung des &bdquo;Christenprivilegs&ldquo; aus dem Schulgesetz scheiterte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"bayern-sichert-christliche-grundwerte\">Bayern sichert christliche Grundwerte<\/span><\/h2>\n<p>Auch der Bayrische Verfassungsgerichtshof behandelte 2007 die Frage, ob das zu pr&uuml;fende Gesetz die Kopft&uuml;cher islamischer Lehrerinnen stets verbietet und in welchem Verh&auml;ltnis das zur christlichen Ordenstracht oder zu einem demonstrativ getragenen religi&ouml;sen Symbol steht, wie das Gesetz nur ganz abstrakt. Das aber doch so, dass die &Ouml;ffentlichkeit die Entscheidung so verstand: Kopftuch nein, Nonnentracht ja. Eindeutig ist allerdings folgende Aussage des Gerichtshofs: Auch eine religi&ouml;s aussagekr&auml;ftige Lehrerkleidung ist dann nicht zu beanstanden, wenn sie &bdquo;mit den Grundwerten und Erziehungszielen der Verfassung&ldquo; in Einklang steht. Gerade das aber wirft die Frage nach der weltanschaulich-ideologischen Neutralit&auml;t auf. Die sozusagen zwischen den Zeilen des Bayrischen Verfassungsgerichtshofes hervorlugende Nonnentracht ist ja nicht unproblematisch. Als solche ist sie n&auml;mlich durchaus geeignet, einen religi&ouml;sen Einfluss auszu&uuml;ben, zumal wenn (in aller Neutralit&auml;t?) ein Kreuz im Klassenzimmer h&auml;ngt. (Genau das hatte zwar das Bundesverfassungsgericht schon 1995 eindeutig untersagt, aber der bayerische Landtag verf&uuml;gte dennoch per Gesetz, Kreuze m&uuml;ssten zwingend angebracht werden. Nur notfalls seien sie auf Antrag wieder zu beseitigen. Das ist etwas wesentlich anderes. Aber auch dieses Gesetz hat das Bundesverwaltungsgericht, bei inhaltlich erheblich reduzierter Widerspruchsregelung, 1998 formal gehalten, statt es f&uuml;r grundgesetzwidrig zu erkl&auml;ren.) Bei gesetzlicher Regelung der Kleiderfrage muss die christliche Ordenstracht entgegen dem Bayrischen Verfassungsgerichtshof ebenso wie das islamische Kopftuch untersagt werden, denn sie ist mit den Grundwerten der Verfassung keineswegs vereinbar: zu diesen Grundwerten geh&ouml;rt ja gerade auch die religi&ouml;s-weltanschauliche Neutralit&auml;t.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"politik-und-gerichte-missachten-grundgesetz\">Politik und Gerichte missachten Grundgesetz<\/span><\/h2>\n<p>Im Ergebnis ist festzustellen: Bisher hat die Rechtsprechung bei der verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fung der religi&ouml;s-weltanschaulichen Neutralit&auml;t, fast schon einer langen Tradition entsprechend, in der praktischen Konsequenz weitgehend versagt. Neutralit&auml;t bedeutet bei s&auml;mtlichen Fallgestaltungen schlicht Unparteilichkeit gegen&uuml;ber allen religi&ouml;s-weltanschaulichen Richtungen. Angesichts der Neigung der Politiker, gerade in ideologischen Fragen nach ihrem Bauch zu entscheiden, geht es nicht an, dass Gerichte durch unklare oder widerspr&uuml;chliche, wenn nicht gar das Grundgesetz missachtende Argumentation alles andere als zum Rechtsfrieden und zur Rechtssicherheit beitragen. Man braucht sich daher nicht zu wundern, dass mittlerweile anl&auml;sslich der Kopftuchproblematik acht Bundesl&auml;nder gesetzliche Regelungen zum Verhalten und zur Kleidung von Lehrern erlassen haben, in denen aber durchweg die Begriffe Kopftuch wie auch andere damit zusammenh&auml;ngende konkret-klare Begriffe sorgf&auml;ltig vermieden werden. Entgegen der Auffassung der Landesanwaltschaft hat inzwischen auch der hessische Staatsgerichtshof das entsprechende hessische Gesetz mehrheitlich gebilligt. Die Rechtsunsicherheit ist gr&ouml;&szlig;er als zuvor. L&ouml;bliche Ausnahme ist nur die klare und neutralit&auml;tsgerechte Berliner Regelung.<\/p>\n<p>Sinn der landesrechtlichen Bem&uuml;hungen ist es erkennbar nicht lediglich, die Kopft&uuml;cher zu verbieten, sondern vielmehr, dabei die grundgesetzwidrige christliche Dominanz im Schulwesen zu sichern (Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen) oder sie doch in der Schwebe zu lassen &#8211; in aller Neutralit&auml;t? Es mag in manchen Teilen des Bundesgebiets wichtig sein, die (an sich mehrdeutigen) Kopft&uuml;cher wegen ihrer zunehmend islamistischen Bedeutung zu untersagen. Es untergr&auml;bt aber alle Integrationsbem&uuml;hungen, wenn unser Staat dabei nicht seine eigenen Spielregeln einh&auml;lt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h2>\n<p>BVerfGE 108, 282 = NJW 2003, 3111, U. v. 24. 9. 2003 &#8211; 2 BvR 1436\/02 (Islamisches Kopftuch; differenzierende Beurteilung)<\/p>\n<p>BVerwGE 109, 40 = NJW 1999, 3063, 21. 4. 1999 &#8211; 6 C 18\/98: Kruzifix in der Schule (Erhebliche inhaltliche Korrektur zu BayVerfGH NJW 1997, 3157 und zum Bayerischen Kruzifix-Gesetz)<\/p>\n<p>BVerwGE 116, 359 = NJW 2002, 3344, U. v. 4. 7. 2002 &#8211; 2 C 21\/01 (Islamisches Kopftuch I: Generelles Kopftuchverbot bei Lehrerinnen<\/p>\n<p>BVerwGE 121, 140 = NJW 2004, 3581, U. v. 24. 6. 2004 &#8211; 2 C 45\/03 (Islamisches Kopftuch II: gesetzliche Regelung in Ba-W&uuml; rechtm&auml;&szlig;ig; Kopftuchverbot)<\/p>\n<p>BayVerfGH, U. v. 15. 1. 2007 (Vf. 11-VII-05), <a href=\"http:\/\/www.bayern.verfassungsgerichtshof.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bayern.verfassungsgerichtshof.de<\/a><\/p>\n<p>Staatsgerichtshof des Landes Hessen, Urteil vom 10.12.2007 &#8211; P.St 2016<\/p>\n<p>Czermak, Gerhard, Das islamische Kopftuch im rechtlichen und politisch-gesellschaftlichen Zusammenhang. Hinweise zu deutschen Paradoxien, in: <a href=\"http:\/\/fowid.de\/fileadmin\/textarchiv\/Islamisches_Kopftuch_Gerhard_Czermak_TA-2007-3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/fowid.de\/fileadmin\/textarchiv\/Islamisches_Kopftuch_Gerhard_Czermak_TA-2007-3.pdf<\/a><\/p>\n<p>Czermak, Gerhard, Religions- und Weltanschauungsrecht (Lehrbuch), Berlin\/Heidelberg 2008 (&sect; 10 zum Neutralit&auml;tsgebot)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[833,822],"autoren":[229],"publikationen":[1031],"class_list":["post-10362","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-gg-artikel-4","tag-grr-artikel","autoren-gerhard-czermak","publikationen-1031"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ordenstracht ja, Kopftuch nein? - Die Missachtung des Gebots der religi\u00f6s-weltanschaulichen Neutralit\u00e4t wird fortgesetzt - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/grundrechte-report\/2008\/publikation\/ordenstracht-ja-kopftuch-nein-die-missachtung-des-gebots-der-religioes-weltanschaulichen-neutrali\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ordenstracht ja, Kopftuch nein? - Die Missachtung des Gebots der religi\u00f6s-weltanschaulichen Neutralit\u00e4t wird fortgesetzt - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Grundrechte-Report 2008, Seite 76 Das Bundesverfassungsgericht leitet das Gebot der religi&ouml;s-weltanschaulichen Neutralit&auml;t seit Jahrzehnten aus den Art. 4 Absatz 1, Art. 3 Absatz 3, Art. 33 Absatz 3 GG sowie Art. 140 GG mit der &Uuml;bernahme von Art. 136 Absatz 1 und 4 und Art. 137 Absatz 1 Weimarer Reichsverfassung (WRV) ab. 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