{"id":10872,"date":"2017-08-17T12:30:00","date_gmt":"2017-08-17T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/perspektivenwechsel-nicht-mehr-krieg-fuehren-sondern-gerechten-frieden-schaffen\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:29","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:29","slug":"perspektivenwechsel-nicht-mehr-krieg-fuehren-sondern-gerechten-frieden-schaffen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/218\/publikation\/perspektivenwechsel-nicht-mehr-krieg-fuehren-sondern-gerechten-frieden-schaffen\/","title":{"rendered":"Perspektivenwechsel: Nicht mehr \u201eKrieg\u201c f\u00fchren, sondern \u201egerechten Frieden\u201c schaffen"},"content":{"rendered":"<p>in: vorg&auml;nge Nr. 218 (Heft 2\/2017), S. 91-99<\/p>\n<p><i>Die moraltheologische Lehre vom &#8222;gerechten Krieg&#8220; sollte einst helfen, das unbegrenzte T&ouml;ten einzugrenzen, indem Voraussetzungen f&uuml;r einen nach g&ouml;ttlichen Ma&szlig;st&auml;ben akzeptablen Krieg benannt wurden. Wesentliche Merkmale des &#8222;gerechten Krieges&#8220; waren die Rechtsverletzung (der Anlass) sowie die hehren Absichten (das Ziel) des Krieges. Nicht erst die j&uuml;ngere Geschichte zeigt, dass sich beides f&uuml;r nahezu jeden Krieg erkl&auml;ren l&auml;sst; die zivilisierende Wirkung des &#8222;gerechten Krieges&#8220; ist angesichts des gro&szlig;en propagandistischen Aufwands, der heute jeden milit&auml;rischen Konflikt begleitet, l&auml;ngst verpufft. Ulrich Frey skizziert deshalb die&nbsp; theologische Entwicklung der Idee eines &#8222;gerechten Friedens&#8220; als alternativer Logik f&uuml;r eine Friedenspolitik.<\/i><\/p>\n<p>Ein Perspektivenwechsel steht an. Historisch, politisch und ethisch ist es an der Zeit, zur Begrenzung und Rechtfertigung milit&auml;rischen Handelns nicht mehr in den Kategorien des gerechten Krieges (<i>bellum iustum<\/i>), sondern in solchen des gerechten Friedens zu denken und zu handeln. Wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor (<i>si vis pacem para pacem<\/i>) ist die Forderung und zugleich Anleitung zum Perspektivenwechsel.<\/p>\n<h5><span id=\"zur-lehre-vom-gerechten-krieg\">Zur Lehre vom gerechten Krieg<\/span><\/h5>\n<p>Die Lehre vom gerechten Krieg, entwickelt im Wesentlichen vom Kirchenvater Augustinus (354 &#8211; 430 n.&nbsp;Chr.) und dem mittelalterlichen Scholastiker Thomas von Aquin (ca. 1225 &#8211; 1274), war auf den Vorrang des Friedens und die Vermeidung von Krieg gerichtet. Augustinus n&auml;herte sich dem Denken im Sinne eines gerechten Krieges in seinem Werk De civitate Dei. Krieg und Frieden sind f&uuml;r Augustinus sozialpolitische und metaphysische Gegens&auml;tze. Augustinus unterscheidet das Recht zum Kriege (ius ad bellum) und das Recht im Kriege (ius in bello). Kriterien zur Rechtfertigung von Krieg sind nach Augustinus die legitima potestas, das Kriegsrecht des Souver&auml;ns, die iusta causa, die g&ouml;ttliche Autorit&auml;t und eine Rechtsverletzung. Ein Krieg, der von Gott befohlen wird, ist gerecht. Krieg ist aber nur das letzte Mittel (ultima ratio) und bedarf der recta intentio, des Ziels des Friedens gegen Rachsucht, Habgier und Lust an Grausamkeit (Looney 2016: 227 ff.). Thomas von Aquin griff in seiner Summa theologiae zur&uuml;ck auf die seit Augustinus ma&szlig;gebliche christlich-moraltheologische Position zum Krieg und auf die wieder entdeckte Moralphilosophie und naturrechtliche und politische Theorie des Aristoteles. Auf die Frage &#8222;Ist Kriegf&uuml;hrung immer S&uuml;nde?&#8220; fordert Thomas das Vorhandensein dreier Kriterien: auctoritas principis (Autorit&auml;t des F&uuml;rsten), eine causa iusta (gerechten Grund) und eine recta intentio (rechte Intention) (Fuchs 2016: 239ff.).<\/p>\n<p>Seit Augustinus und Thomas hat sich die Lehre vom gerechten Krieg zu einer Vielfalt der Lehren vom rechtm&auml;&szlig;igen Krieg entwickelt. Seine Kriterien sind von F&uuml;rsten, von demokratischen und nicht demokratischen Regierungen im Namen ihrer V&ouml;lker sowie von Diktatoren vielfach missbraucht worden. Der Westf&auml;lische Frieden von 1648 begr&uuml;ndete die Souver&auml;nit&auml;t der Staaten und damit der F&uuml;rsten. Sie f&uuml;hrten qua legitima auctoritas Kriege nach Belieben zur &#8222;Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln&#8220; (Clausewitz). Wolfram Wette (1971: 193) stellt fest, dass &#8222;im gesamten 19. Jahrhundert und bis in den Ersten Weltkrieg hinein der Krieg als legitimes Mittel der Staatenpolitik galt. Dabei war es gleichg&uuml;ltig, ob es sich um einen Angriffs- oder Verteidigungskrieg handelte.&#8220;<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf&uuml;r ist die Haltung der SPD zum Beginn des 1. Weltkrieges 1914. Die SPD trieb tendenziell eine Politik der Gewaltlosigkeit, ebenso wie die II. Sozialistische Internationale (1889 &#8211; 1914). So argumentierte die SPD 1871 gegen die Annexion von Elsass-Lothringen. Aber sie folgte am 4. August 1914 dem Appell Kaiser Wilhelms II. (&#8222;Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche!&#8220;) und stimmte einhellig den vom Kaiser und der Regierung geforderten Kriegskrediten zu. &#8222;Jetzt stehen wir vor der ehernen Tatsache des Krieges. F&uuml;r unser Volk und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem Sieg des russischen Despotismus viel, wenn nicht alles auf dem Spiel&#8220; (Traub 2013: S. 2f.). Erst der katastrophale Verlauf des Krieges mit Hunger im Reich und Niederlagen an der Front bewirkte unter Soldaten und Arbeitern die Revolution 1918 mit Forderungen nach Frieden, Republik und Sozialismus.<\/p>\n<p>Die deutschen evangelischen Kirchen waren zum Ende des 19. und zu Beginn des 20.&nbsp;Jahrhunderts in einem B&uuml;ndnis von &#8222;Thron und Altar&#8220; in gro&szlig;er N&auml;he zum Staat gefangen. Einen tiefen Einblick in die Stimmungslage zu Krieg und Frieden in den Kirchen zu Beginn des 1. Weltkrieges gew&auml;hrte der 1912 als Leutnant zur See in die kaiserliche Marine eingetretene Martin Niem&ouml;ller, der sp&auml;tere Kirchenpr&auml;sident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im &#8222;Gespr&auml;ch zur Person&#8220; mit G&uuml;nter Gaus sagte Niem&ouml;ller: &#8222;In meinem Elternhaus herrschten die beiden Dogmen, die in jener Zeit in der christlichen Kirche, besonders in den evangelischen Kirchen in Deutschland, ganz allgemein galten, n&auml;mlich &#8218;Ein guter Christ ist ein guter Staatsb&uuml;rger&#8216; und &#8218;Ein guter Christ ist ein guter Soldat&#8216;. Das waren unbestrittene Dogmen, hinter die man nicht guckte und von denen man nicht die Frage stellte, ob sie eigentlich zu Recht best&uuml;nden. Und diese beiden Grunds&auml;tze sind in meinem Leben erst sehr sp&auml;t &uuml;berhaupt ins Wanken gekommen. Aber inzwischen sind sie f&uuml;r mich als Theologen seit vielen Jahren &uuml;berwunden.&#8220; (Perels 2016: 248).<\/p>\n<h5><span id=\"zur-genese-des-leitbildes-vom-gerechten-frieden\">Zur Genese des Leitbildes vom &bdquo;gerechten Frieden&ldquo;<\/span><\/h5>\n<p>Gegen das B&uuml;ndnis von Thron und Altar engagierte sich vor Beginn des 1. Weltkrieges der in der deutsch-britischen &ouml;kumenischen Friedensarbeit aktive Pfarrer Friedrich Siegmund-Schultze. In seinem Aufsatz &#8222;Religion und Friede&#8220; schrieb er 1910: &#8222;Das Christentum kann den organisierten Massenmord nicht heilig sprechen, sondern muss erkl&auml;ren, dass Kriegf&uuml;hren gegen den Willen Jesu ist&#8220;. Das war damals &#8222;eine unerh&ouml;rte Kampfansage gegen den zumeist ungepr&uuml;ft hingenommenen Militarismus&#8220; (Gressel 1990: 150). Siegmund-Schultze organisierte die Weltkirchenkonferenz vom 1.-3.8.1914 in Konstanz, auf der der Weltbund f&uuml;r Freundschaftsarbeit der Kirchen und der pazifistische Internationale Vers&ouml;hnungsbund gegr&uuml;ndet wurden, allerdings unterbrochen und in den Hintergrund gedr&auml;ngt von den deutschen Kriegserkl&auml;rungen am 1. und 3. August 1914 an Russland und Frankreich.<\/p>\n<p>Einen langfristig wirksamen Ansto&szlig; f&uuml;r das Leitbild des gerechten Friedens gab Dietrich Bonhoeffer angesichts des drohenden 2. Weltkrieges in seiner prophetischen Morgenandacht in Fan&oslash;\/D&auml;nemark am 28. August 1934 zum Psalm 85: &#8222;[&#8230;] Es gibt keinen Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden, ist das eine gro&szlig;e Wagnis und l&auml;sst sich nie und nimmer sichern. [&#8230;] Sicherheit fordern hei&szlig;t Misstrauen haben, und dieses Misstrauen gebiert wiederum Krieg. [&#8230;] Friede hei&szlig;t, sich g&auml;nzlich ausliefern dem Gebot Gottes, keine Sicherung zu wollen. [&#8230;] Wer ruft zum Frieden, dass die Welt es h&ouml;rt, zu h&ouml;ren gezwungen ist? [&#8230;] Der einzelne Christ kann das nicht. [&#8230;] Die einzelne Kirche kann auch wohl zeugen und leiden &#8211; ach, wenn sie es nur t&auml;te -, aber auch sie wird erdr&uuml;ckt von der Gewalt des Hasses. Nur das eine gro&szlig;e &ouml;kumenische Konzil der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, dass die Welt z&auml;hneknirschend das Wort um Frieden vernehmen muss und dass die V&ouml;lker froh werden, weil diese Kirche Christi ihren S&ouml;hnen im Namen Christi die Waffen aus der Hand nimmt und ihnen den Krieg verbietet und den Frieden Christi ausruft &uuml;ber die rasende Welt&#8220; (Raiser et al. 2013: 194).<\/p>\n<p>Die Entwicklung vom &#8222;gerechten Krieg&#8220; zum &#8222;gerechten Frieden&#8220; vollzog sich theologisch-&ouml;kumenisch in christlichen Kirchen, christlichen Initiativen und Gruppen, fand Unterst&uuml;tzung aber auch in s&auml;kularen Institutionen, Initiativen und Gruppen. Im 1. Weltkrieg starben ca. 17 Millionen Menschen, im 2. Weltkrieg zwischen 50 und 56&nbsp;Millionen Menschen durch direkte Kriegseinwirkung, bis zu 80 Millionen einschlie&szlig;lich der Toten durch Verbrechen und Kriegswirkungen. Diese ungeheure Zahl von menschlichen Opfern und die unbeschreiblichen Verw&uuml;stungen von L&auml;ndern, Kultur und Zivilisation disqualifizierte jede Rechtfertigung von Krieg. Leider ohne durchschlagenden politischen Erfolg bildeten sich unter dem weiten Rubrum &#8222;Pazifismus&#8220; im 20. Jahrhundert &Uuml;berzeugungen, Forderungen und Bewegungen Einzelner und von Gruppen gegen Militarismus und Nationalismus. Der Krieg sollte ge&auml;chtet werden. Statt in Kategorien des Krieges sollte in solchen des Friedens gedacht und gehandelt werden. Der &Ouml;kumenische Rat der Kirchen (&Ouml;RK) beschloss gleich bei der Gr&uuml;ndung in seiner 1. Vollversammlung in Amsterdam 1948 unter dem bezeichnenden Motto &#8222;Die Unordnung der Welt und Gottes Heilsplan&#8220;: &#8222;Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein&#8220;, er sei &#8222;S&uuml;nde wider Gott und eine Entw&uuml;rdigung der Menschen&#8220; (&Ouml;RK 1948: 260f.). Das von Bonhoeffer geforderte Konzil hat aus kirchenrechtlichen und anderen Gr&uuml;nden nie stattgefunden, wohl aber hat Bonhoeffer den &#8222;konziliaren Prozess gegenseitiger Verpflichtung f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Sch&ouml;pfung&#8220; vorbereitet. Er wurde auf Initiative der Delegation der DDR-Kirchen bei der VI. Vollversammlung des &Ouml;RK 1983 in Vancouver ausgerufen. Die Kirchen sollten &#8222;auf allen Ebenen &#8211; Gemeinden, Di&ouml;zesen und Synoden, Netzwerke christlicher Gruppen und Basisgemeinschaften &#8211; zusammen mit dem &Ouml;RK in einem konziliaren Prozess zu einem Bund zusammenfinden&nbsp;&#8230;&#8220; (Raiser et al. 2013: 195). Es folgten als weitere Etappen auf dem &ouml;kumenischen Weg die Dekade zur &Uuml;berwindung von Gewalt 2001 &#8211; 2010, die Internationale &ouml;kumenische Friedenskonvokation (I&ouml;FK) 2011 in Kingston\/Jamaika sowie die X. Vollversammlung des &Ouml;RK 2013 in Busan\/ Republik Korea.<\/p>\n<p>Einen betr&auml;chtlichen innovatorischen Anteil an der kirchlich-theologischen Profilierung des gerechten Friedens hatten und haben nicht die protestantischen Kirchen, die r&ouml;misch-katholische Kirche oder die orthodoxen Kirchen, sondern die protestantischen &#8222;historischen&#8220; Friedenskirchen der Mennoniten, der Church of the Brethren und der Qu&auml;ker (Gesellschaft der Freunde). Das grundlegende theologische friedensethische Argument der Friedenskirchen ist, &#8222;dass Gewaltfreiheit nicht schlicht als eine Option des ethischen Handelns gesehen&#8220; wird, &#8222;sondern vielmehr als eine einzu&uuml;bende Haltung im gesamten Leben&#8220; gilt, weil sie den Kern des christlichen Bekenntnisses erst glaubw&uuml;rdig macht. In einer Konferenz in den USA legten erstmals 1935 Vertreter der Mennoniten, der Church of the Brethren und der Qu&auml;ker die drei &#8222;Principles of Christian Peace and Patriotism&#8220; der historischen Friedenskirchen fest: &#8222;1. Jede der Konfessionen ist weltweit engagiert, in der Hilfe f&uuml;r Kriegsopfer und in der F&ouml;rderung internationaler Verst&auml;ndigung. 2. Jede betont die nationale Grenzen &uuml;berschreitende Qualit&auml;t der christlichen Gemeinschaft. 3. Jede hat in ihrer Geschichte gelehrt, dass Christen nicht dazu berufen sind, sich an Kriegen zu beteiligen, selbst wenn dies von ihren jeweiligen Regierungen verlangt werde&#8220; (Enns 2016: 362f.).<\/p>\n<p>Das v&ouml;lkerrechtliche Pendant zur theologischen Entwicklung ist das allgemeine v&ouml;lkerrechtliche Gewaltverbot der Vereinten Nationen. Die Charta der Vereinten Nationen, in Kraft getreten am 24.10.1945, spricht es in Art. 2 Absatz 4 ChVN aus und damit auch die &Auml;chtung des Krieges. Die Charta begr&uuml;ndet ein weltweites System kollektiver Sicherheit, an dem der V&ouml;lkerbund 1919 gescheitert war: &#8222;Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh&auml;ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.&#8220; Gefordert wird stattdessen: &#8222;Alle Mitglieder legen ihre internationalen Streitigkeiten durch friedliche Mittel so bei, dass der Weltfriede, die internationale Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gef&auml;hrdet werden&#8220; (Art. 2 Abs. 3 ChVN). Das allgemeine Gewaltverbot gilt nur f&uuml;r Gewalt zwischen Staaten mit drei Ausnahmen: kollektive Ma&szlig;nahmen gegen einen Friedensst&ouml;rer auf der Grundlage des Kapitels VII (Art. 42), das Selbstverteidigungsrecht gegen einen bewaffneten Angriff (Art. 51) und Ma&szlig;nahmen gegen ehemalige Feindstaaten (Art. 53 und Art. 107). V&ouml;lkerrechtliche Probleme ergeben sich aus der Tatsache, dass gegenw&auml;rtig kaum mehr Kriege zwischen Staaten stattfinden, sondern Gewalt in B&uuml;rgerkriegen und &#8222;nicht-internationalen Konflikten&#8220; angewandt wird.<\/p>\n<h5><span id=\"zum-verstaendnis-des-leitbildes-des-gerechten-friedens\">Zum Verst&auml;ndnis des Leitbildes des &bdquo;gerechten Friedens&ldquo;<\/span><\/h5>\n<p>Welches ist der Perspektivenwechsel durch das Leitbild des gerechten Friedens? Das Leitbild des gerechten Friedens bleibt nicht in einer Anti-Kriegs-Position stecken, sondern &ouml;ffnet Blick und Weg in eine prima ratio der Gewaltfreiheit zur Transformation von Konflikten. Der gerechte Friede macht den gerechten Krieg obsolet (Raiser et al. 2013, S. 12, Nr. 23). Es gilt: &#8222;Wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor&#8220; (si vis pacem para pacem).<\/p>\n<p>Das neue Leitbild ist im Wesentlichen &ouml;kumenisch &#8211; also f&uuml;r den gesamten Erdkreis &#8211; au&szlig;er in der Orthodoxie und in der anglikanischen Kirche als ein spirituell begr&uuml;ndetes Konzept zum Friedensschaffen akzeptiert. Erstmals forderte die &Ouml;kumenische Versammlung Dresden &#8211; Magdeburg &#8211; Dresden in der DDR 1989 unter der &Uuml;berschrift &#8222;Umkehr zum Schalom als dem Frieden der V&ouml;lker&#8220; die Entwicklung einer &#8222;Lehre vom gerechten Frieden&#8220; anstelle der Lehre vom gerechten Krieg: &#8222;Mit der notwendigen &Uuml;berwindung der Institution des Krieges kommt auch die Lehre vom gerechten Krieg, durch welche die Kirchen den Krieg zu humanisieren hofften, an ein Ende. Daher muss schon jetzt eine Lehre vom gerechten Frieden entwickelt werden, die zugleich theologisch begr&uuml;ndet und dialogoffen auf allgemein menschliche Werte bezogen ist. Dies im Dialog mit Andersglaubenden und Nichtglaubenden zu erarbeiten, ist eine langfristige &ouml;kumenische Aufgabe der Kirchen&#8220; (Werkner 2016: 381).<\/p>\n<p>Die deutschen Bisch&ouml;fe entfalteten den gerechten Frieden in ihrem Wort vom September 2000 (Sekretariat der deutschen Bisch&ouml;fe 2000: Nr. 162ff.), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zuletzt in der Friedensdenkschrift &#8222;Aus Gottes Frieden leben &#8211; f&uuml;r gerechten Frieden sorgen&#8220; (2007). Darin wird der gerechte Friede vergleichbar mit dem Wort der deutschen Bisch&ouml;fe definiert: &#8222;Die biblische Sicht st&uuml;tzt ein prozessuales Konzept des Friedens. Friede ist kein Zustand (weder der blo&szlig;en Abwesenheit von Krieg noch der Stillstellung aller Konflikte), sondern ein gesellschaftlicher Prozess abnehmender Gewalt und zunehmender Gerechtigkeit &#8211; letztere verstanden als politische und soziale Gerechtigkeit, d.h. als normatives Prinzip gesellschaftlicher Institutionen. Friedensf&ouml;rdernde Prozesse sind dadurch charakterisiert, dass sie in innerstaatlicher wie in zwischenstaatlicher Hinsicht auf die Vermeidung von Gewaltanwendung, die F&ouml;rderung von Freiheit und kultureller Vielfalt sowie auf den Abbau von Not gerichtet sind. Friede ersch&ouml;pft sich nicht in der Abwesenheit von Gewalt, sondern hat ein Zusammenleben in Gerechtigkeit zum Ziel. In diesem Sinn bezeichnet ein gerechter Friede die Zielperspektive politischer Ethik&#8220; (Rat der Evangelischen Kirche 2007: Nr. 80).<\/p>\n<p>Im Aufruf &#8222;Gerechter Friede&#8220; des &Ouml;kumenischen Rates der Kirchen zur Internationalen &ouml;kumenischen Friedenskonvokation in Kingston\/Jamaika hei&szlig;t es &auml;hnlich: &#8222;Im Bewu&szlig;tsein der Grenzen von Sprache und Verstehen schlagen wir vor, gerechten Frieden als einen kollektiven und dynamischen, doch zugleich fest verankerten Proze&szlig; zu verstehen, der darauf ausgerichtet ist, da&szlig; Menschen frei von Angst und Not leben k&ouml;nnen, da&szlig; sie Feindschaft, Diskriminierung und Unterdr&uuml;ckung &uuml;berwinden und die Voraussetzungen schaffen k&ouml;nnen f&uuml;r gerechte Beziehungen, die den Erfahrungen der am st&auml;rksten Gef&auml;hrdeten Vorrang einr&auml;umen und die Integrit&auml;t der Sch&ouml;pfung achten&#8220; (Raiser et al. 2013: 9). Die X. Vollversammlung des &Ouml;RK 2013 in Busan rief in ihrer &#8222;Erkl&auml;rung &uuml;ber den Weg des Gerechten Friedens&#8220; zu einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens auf: &#8222;Der gerechte Friede ist ein Weg, der ausgerichtet ist auf Gottes Heilsplan f&uuml;r die Menschheit und die ganze Sch&ouml;pfung. Er wurzelt im Selbstverst&auml;ndnis der Kirchen, in der Hoffnung auf spirituelle Transformation und dem Aufruf, nach Gerechtigkeit und Frieden f&uuml;r alle zu streben. Es ist eine Reise, zu der wir alle eingeladen sind, um mit unserem Leben Zeugnis abzulegen&#8220; (Link et al. 2014: 398ff.). Die Botschaft der Internationalen &ouml;kumenischen Friedenskonvokation in Kingston\/Jamaika 2011 konkretisiert das Leitbild vom gerechten Frieden mit vier Dimensionen (Raiser et al. 2013: 243ff.). Der Pilgerweg f&uuml;hrt zu &#8222;Schmerzpunkten&#8220; und &#8222;Kraftorten&#8220; in vier allt&auml;glichen Kontexten:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\">a) Frieden in der Gemeinschaft &#8211; damit alle Menschen frei von Angst leben k&ouml;nnen\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">b) Frieden mit der Erde &#8211; damit Leben erhalten bleibt\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">c) Frieden in der Wirtschaft &#8211; damit alle in W&uuml;rde leben k&ouml;nnen\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">d) Frieden zwischen den V&ouml;lkern &#8211; damit Menschenleben gesch&uuml;tzt werden (Link et al. 2014: 398ff.).<\/p>\n<\/blockquote>\n<h5><span id=\"was-bedeutet-das-in-der-gesellschaftlichen-und-politischen-praxis\">Was bedeutet das in der gesell&shy;schaft&shy;li&shy;chen und politischen Praxis?<\/span><\/h5>\n<p>Exemplarisch deutlich zu machen ist dies in der Dimension &#8222;Frieden zwischen den V&ouml;lkern&#8220; am Beispiel der Schutzpflicht (Responsibility to Protect, R2P), die eine noch andauernde Kontroverse zwischen dem Grundsatz der staatlichen Souver&auml;nit&auml;t vs. dem Schutz des einzelnen Menschen und der Menschenrechte ausgel&ouml;st hat.<\/p>\n<p>Das Konzept der Schutzpflicht entwickelte die Internationale Kommission &uuml;ber Intervention und Staatensouver&auml;nit&auml;t im Jahre 2001 zur Abwendung von Katastrophen wie dem V&ouml;lkermord in Ruanda 1994 mit drei Pflichten: Pr&auml;vention gegen schwerste Menschenrechtsverletzungen, Reaktion mit milit&auml;rischer Gewalt und Wiederaufbau (Konfliktnachsorge). In der friedensethischen Debatte steht die Pflicht zur milit&auml;rischen Reaktion (ultima ratio) leider unverdient im Vordergrund. Der Weltgipfel der Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen billigte 2005 die Anwendung von Gewalt durch den Sicherheitsrat nach Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen im Rahmen der R2P zum Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung &#8222;im Einzelfall und in Zusammenarbeit mit den zust&auml;ndigen regionalen Organisationen [&#8230;], um ihre Bev&ouml;lkerung vor V&ouml;lkermord, Kriegsverbrechen, ethnischer S&auml;uberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu sch&uuml;tzen, falls friedliche Mittel sich als unzureichend erweisen und die nationalen Beh&ouml;rden offenkundig dabei versagen&#8220; (DGVN 2005: 32f.). Die IX. Vollversammlung des &Ouml;RK 2006 in Porto Alegre nahm die Erkl&auml;rung der Schutzpflicht zugunsten gef&auml;hrdeter Bev&ouml;lkerungsgruppen unter Betonung ausdr&uuml;cklich der prim&auml;ren Pflicht zur Pr&auml;vention an (Wilkens 2006: 334ff. ). In der politischen und wissenschaftlichen Debatte bleibt die R2P als neue v&ouml;lkerrechtliche Norm zum Schutz von Menschenrechten gegen staatlich ausge&uuml;bte Souver&auml;nit&auml;t in der Perspektive des gerechten Friedens heftig umstritten (Kriegslegitimation, Nichthandeln und unzureichendes Handeln, mangelnde Glaubw&uuml;rdigkeit vieler Staaten, Verk&uuml;rzung auf Milit&auml;rinterventionen, Kluft zwischen moralischem Anspruch und unzureichender Operationalisierung, Kriterien f&uuml;r React-Ma&szlig;nahmen, Spannung zwischen kurzfristiger Gro&szlig;gefahrenabwehr und Bek&auml;mpfung der Konfliktursachen (Nachtwei 2012.) In der Tat hat die westliche milit&auml;rische Koalition im Krieg gegen das Libyen Gaddafis 2011 die R2P nicht zum Schutz der Bev&ouml;lkerung, sondern zum Regimewechsel missbraucht.<\/p>\n<p>Um die ultima ratio milit&auml;rischer Gewalt im Gef&uuml;ge der R2P zu &uuml;berwinden, ist das Konzept des Just Policing, des gerechten polizeilichen Handelns, Gegenstand des Nachdenkens &uuml;ber die Verminderung von staatlicher Gewalt im Rahmen &#8222;eines breiten Spektrums wirtschaftlicher, sozialer, politischer und diplomatischer Anstrengungen&#8220; (Wilkens 2006: 340) geworden. Werkner (2016a: 881ff.) beurteilt das Konzept wegen des mangelnden Gewaltmonopols der Vereinten Nationen und einer &#8222;unvollst&auml;ndigen&#8220; Weltinnenpolitik kritisch, Enns (2016: 371ff.) aus friedensethischen Gr&uuml;nden positiv.<\/p>\n<p>Andere bedeutsame Aufgaben zur Herstellung eines gerechten Friedens sind beispielsweise<\/p>\n<ul>\n<li>die konventionelle und atomare Abr&uuml;stung<\/li>\n<li>das Verbot von R&uuml;stungsexporten, insbesondere von Kleinwaffen und Munition<\/li>\n<li>die F&ouml;rderung von Rechtsstaatlichkeit und guter Regierungsf&uuml;hrung, Vermeidung\/ Verhinderung von &#8218;gescheiterten Staaten&#8216; und &#8218;unregierbaren R&auml;umen&#8216;.<\/li>\n<li>die Forderung nach &#8222;Vorrang f&uuml;r zivil&#8220; in der nationalen und europ&auml;ischen Politik<\/li>\n<li>die Unterst&uuml;tzung der Arbeit der Vereinten Nationen<\/li>\n<li>den Frieden in all seinen Dimensionen und aktuellen Erscheinungen incl. Gerechtigkeit und Sch&ouml;pfung\/Klima verstehen lernen, nicht nur als Gewalt zwischen Staaten. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Leitbild des gerechten Friedens findet seine s&auml;kulare Entsprechung in der verfassungsrechtlichen Parallelwertung in dem vom Bundesverfassungsrichter und mehrfachen Pr&auml;sidenten des Deutschen Evangelischen Kirchentages Helmut Simon entwickelte &#8222;Friedensgebot des Grundgesetzes&#8220; (Deiseroth 2010: 103 ff.). Es kommt zum Ausdruck in der Pr&auml;ambel (&#8222;dem Frieden der Welt zu dienen&#8220;), in Art. 1 Abs. 2 (Bekenntnis zu Menschenrechten), Art. 9 Abs. 2 (Verbot von Vereinigungen), Art. 20 Abs. 1, 2 (Demokratiegebot), Art. 20 Abs. 3 (Bindung an Recht und Gesetz), Art. 23 (Mitwirkung an europ&auml;ischer Einigung), Art. 24 Abs. 1 (&Uuml;bertragung von Hoheitsrechten auf zwischenstaatliche Einrichtungen), Art. 24 Abs. 2 (Einordnung in ein System &#8222;gegenseitiger kollektiver Sicherheit&#8220;), Art. 24 Abs. 3 (Unterwerfung unter internationale Gerichtsbarkeit), Art. 25 (Bindung an allgemeine Regeln des V&ouml;lkerrechts), Art. 26 Abs. 1 Satz 1 (Verbot des Angriffskrieges), Art. 26 Abs. 1 Satz 2 (P&ouml;nalisierung des Angriffskrieges), Art. 26 Abs. 2 (Genehmigungspflicht bestimmter Kriegswaffen).<\/p>\n<p><b>ULRICH&nbsp;FREY<\/b><i>&nbsp;&nbsp; Jahrgang 1937, Assessor iur., Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Aktionsgemeinschaft Dienst f&uuml;r den Frieden 1972 &#8211; 2000, aktiv in der kirchlichen Friedensarbeit, publiziert zu Friedensethik und Friedenspolitik.<\/i><\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p>Deiseroth, Dieter 2010: Das Friedensgebot des Grundgesetzes &#8211; Anspruch und Wirklichkeit nach sechzig Jahren; in: vorg&auml;nge Nr. 189, Heft 1\/2010, S. 103-112.<\/p>\n<p>DGVN, Deutsche Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen 2005: Weltkonferenz &uuml;ber Menschenrechte von 1993, <a href=\"http:\/\/menschenrechte-durchsetzen.dgvn.de\/index.php?id=1698\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/menschenrechte-durchsetzen.dgvn.de\/index.php?id=1698<\/a> (Zugriff 17.8.2016)<\/p>\n<p>Enns, Fernando 2016: Der gerechte Frieden in den Friedenskirchen; in: Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling (Hrsg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden: Springer SV, S.&nbsp;361-376.<\/p>\n<p>Fuchs, Marco J. 2016: Die Lehre vom gerechten Krieg im Mittelalter: Thomas von Aquin; in: Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling (Hrsg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden: Springer SV, S. 239-249.<\/p>\n<p>Gressel, Hans 1990: Friedrich Siegmund-Schultze &#8211; ein Pionier der christlichen Friedensbewegung; in: Gr&uuml;nberg Wolfgang (Hrsg.), Friedrich Siegmund-Schultze. Friedenskirche, Kaffeeklappe und &ouml;kumenische Vision. Texte 1910 &#8211; 1969. M&uuml;nchen: Kaiser, S. 150-167.<\/p>\n<p>James, William 1910: The Moral Equivalent of War. International Conciliation Nr. 24. New York, <a href=\"http:\/\/www.constitution.org\/wj\/meow.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.constitution.org\/wj\/meow.htm<\/a> (Zugriff 19.2.2017)<\/p>\n<p>Link, Hans-Georg\/Heller, Dagmar\/Raiser, Konrad\/Rudolph, Barbara (Hrsg.) 2014: Busan 2013. Offizieller Bericht der Zehnten Vollversammlung des &Ouml;kumenischen Rates der Kirchen. Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden. Leipzig, Paderborn: Evangelische Verlagsanstalt, Bonifatius<\/p>\n<p>Looney, Aaron 2016: Die Lehre vom gerechten Krieg im fr&uuml;hen Christentum: Augustinus; in: Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling (Hrsg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden: Springer SV, S. 225-235.<\/p>\n<p>&Ouml;RK &Ouml;kumenischer Rat der Kirchen Studienkommission (Hrsg.)1948: Die Unordnung der Welt und Gottes Heilsplan. Band IV. T&uuml;bingen: Furche-Verlag und Stuttgart: Evangelisches Verlagswerk<\/p>\n<p>Nachtwei, Winfried 2012: Internationale Schutzverantwortung \/ Responsibility to Protect (Prevent, Assist, React): Herausforderung auch f&uuml;r deutsche Sicherheits- und Friedenspolitik, <a href=\"http:\/\/nachtwei.de\/index.php?aid=1145&amp;catid=99&amp;func=display&amp;module=articles\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/nachtwei.de\/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=99&amp;aid=1145<\/a> (Zugriff 2.9.2016)<\/p>\n<p>Perels, Joachim 2016 (Hrsg.): Martin Niem&ouml;ller. Gewissen vor Staatsraison. Ausgew&auml;hlte Schriften. Mit einem Nachwort von Martin St&ouml;hr. G&ouml;ttingen: Wallstein Verlag<\/p>\n<p>Raiser, Konrad und Schmitthenner, Ulrich (Hrsg.) 2013: Gerechter Friede. Ein &ouml;kumenischer Aufruf zum Gerechten Frieden. Begleitdokument des &Ouml;kumenischen Rates der Kirchen. Mit Anhang. 2. Auflage. M&uuml;nster: LIT-Verlag<\/p>\n<p>Rat der Evangelischen Kirche 2007: Aus Gottes Frieden leben &#8211; f&uuml;r gerechten Frieden sorgen, G&uuml;tersloh: G&uuml;tersloher Verlagshaus <br \/>Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.) 2000: Gerechter Friede, Bonn<\/p>\n<p>Traub Rainer 2013: Kriegskredite 1914. Der S&uuml;ndenfall der SPD, Der Spiegel v. 24. September 2013, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/spd-im-ersten-weltkrieg-wie-es-zur-kriegskredite-zustimmung-kam-a-976886.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/spd-im-ersten-weltkrieg-wie-es-zur-kriegskredite-zustimmung-kam-a-976886.html<\/a> (Zugriff 20.2.2017)<\/p>\n<p>Werkner, Ines-Jacqueline 2016: Der gerechte Frieden im &ouml;kumenischen Diskurs; in: Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling (Hrsg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden: Springer SV, S. 377&#8211;392.<\/p>\n<p>Werkner, Ines-Jacqueline 2016a: Just Policing: ein neues Paradigma?; in: Ines-Jacqueline Werkner und Klaus Ebeling (Hrsg.), Handbuch Friedensethik, Wiesbaden: Springer SV, S.&nbsp;881-891.<\/p>\n<p>Wette, Wolfram 1971: Kriegstheorien Deutscher Sozialisten. Stuttgart: Kohlhammer<\/p>\n<p>Wilkens, Klaus (Hrsg.) 1999: Gemeinsam auf dem Weg. Offizieller Bericht der Achten Vollversammlung des &Ouml;kumenischen Rates der Kirchen Harare 1998. Frankfurt\/Main: Lembeck<\/p>\n<p>Wilkens, Klaus (Hrsg.) 2007: In deiner Gnade, Gott, verwandle die Welt. Porto Alegre 2006. Neunte Vollversammlung des &Ouml;kumenischen Rates der Kirchen. Frankfurt\/Main: Lembeck<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[6],"tags":[678,667],"autoren":[161],"publikationen":[1089],"class_list":["post-10872","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-frieden","tag-frieden","tag-vorgaenge-artikel","autoren-ulrich-frey","publikationen-1089"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Perspektivenwechsel: Nicht mehr \u201eKrieg\u201c f\u00fchren, sondern \u201egerechten Frieden\u201c schaffen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/218\/publikation\/perspektivenwechsel-nicht-mehr-krieg-fuehren-sondern-gerechten-frieden-schaffen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Perspektivenwechsel: Nicht mehr \u201eKrieg\u201c f\u00fchren, sondern \u201egerechten Frieden\u201c schaffen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"in: vorg&auml;nge Nr. 218 (Heft 2\/2017), S. 91-99 Die moraltheologische Lehre vom &#8222;gerechten Krieg&#8220; sollte einst helfen, das unbegrenzte T&ouml;ten einzugrenzen, indem Voraussetzungen f&uuml;r einen nach g&ouml;ttlichen Ma&szlig;st&auml;ben akzeptablen Krieg benannt wurden. 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