{"id":10963,"date":"2009-09-01T20:00:00","date_gmt":"2009-09-01T18:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/ostdeutsche-identitaetsprofile\/"},"modified":"2021-08-24T21:52:52","modified_gmt":"2021-08-24T19:52:52","slug":"ostdeutsche-identitaetsprofile","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/187-vorgaenge\/publikation\/ostdeutsche-identitaetsprofile\/","title":{"rendered":"Ostdeutsche &#8222;Identit\u00e4tsprofile&#8220;?"},"content":{"rendered":"<p>Spuren sozial-historischer Abgrenzungsmechanismen in ostdeutschen Biographien<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 187, Heft 3\/2009, S. 57-65<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"i-einleitung\">I. Einleitung<\/span><\/h2>\n<p>Die folgenden \u00dcberlegungen sind ein Nebenprodukt der von der Volkswagen-Stiftung gef\u00f6rderten international vergleichenden Studie zur Mentalit\u00e4tsentwicklung in einer mittelosteurop\u00e4ischen Grenzregion (Euroregion Nei\u00dfe), an der ein polnisches Team der Universit\u00e4t Wroclaw[1], ein Team der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Prag[2], und ein Team der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen[3] mitgearbeitet haben.[4] Eines der provokantesten Ergebnisse ist zweifellos die Beobachtung, dass explizite Fremdheitskonstruktionen, sogar offene und subtile Rassismen, wenn man so will: &#8222;negative Identit\u00e4tsmerkmale&#8220;, im deutschen Datenmaterial deutlich h\u00e4ufiger auftauchen als im Material der polnischen und tschechischen KollegInnen. Die Erkl\u00e4rung dieses Ph\u00e4nomens steht bei den nachfolgenden \u00dcberlegungen im Mittelpunkt. Sind diese Beobachtungen eine legitime Basis, von der Existenz eines typisch ostdeutschen &#8222;Identit\u00e4tsprofils&#8220; auszugehen, pointierter noch: von der empirischen Nachweisbarkeit einer &#8222;ostdeutschen Identit\u00e4t&#8220;?<\/p>\n<p>Vermutlich w\u00e4re diese Erwartung absurd. Soziale und \u00f6konomische Modernisierungs- und Differenzierungsprozesse, Migration und Mobilit\u00e4t haben in den vergangenen beiden Dekaden die ostdeutsche Gesellschaft derart massiv ver\u00e4ndert, dass plakative &#8222;Universalismen&#8220; die Situation auf dem Gebiet der ehemaligen DDR empirisch nicht angemessen beschreiben k\u00f6nnten. Und doch scheint es Parameter zu geben, die sich in den Biographien der betroffenen Gesellschaftsmitglieder niedergeschlagen haben und in den untersuchten drei postsozialistischen Teilgesellschaften unterschiedliche &#8222;Muster&#8220; erkennbar werden lassen, die zumindest Hinweise auf ein &#8222;ostdeutsches Identit\u00e4tsprofil&#8220; nicht v\u00f6llig ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Das Untersuchungsdesign der Studie war intergenerational angelegt. Innerhalb eines Familienverbandes wurde mit dem Instrument des narrativen Interviews jeweils die Biographie eines Gro\u00dfelternteils und eines Enkels\/einer Enkelin erhoben. Dieses Setting garantierte Einsichten in innerfamiliale Traditionsbildungen. Die deutsche Stichprobe (bezogen auf die Vergleichsregion Oberlausitz) umfasste insgesamt 86 ProbandInnen aus allen relevanten sozialen Milieus[5]. Auswahlprinzip war ein theoretisches Sampling unter Ber\u00fccksichtigung systematischer Fallkontrastierungen (vgl. Strauss 1991; Alheit\/Bast-Haider\/Drauschke 2004).<\/p>\n<p>Der konzeptionelle Ansatz der Untersuchung geht von einer figurationssoziologischen Beobachtung aus, die wir Norbert Elias verdanken: dass n\u00e4mlich die Entwicklung moderner Gesellschaften durch eine drastische Verringerung der so genannten &#8222;Formalit\u00e4ts-Informalit\u00e4ts-Spanne&#8220; gekennzeichnet sei (vgl. Elias 1989, 33ff). W\u00e4hrend vormoderne Gesellschaften typischerweise charakterisiert sind &#8222;durch die Gleichzeitigkeit einer Formalit\u00e4t im Verkehr von sozial \u00fcber- und untergeordneten Menschen, die an zeremonieller H\u00e4rte jede entsprechende Formalit\u00e4t unserer Tage weit \u00fcbertrifft, und einer Informalit\u00e4t innerhalb der eigenen Gruppe, die ebenfalls weit \u00fcber das hinausgeht, was gegenw\u00e4rtig im geselligen Verkehr von relativ gleichgestellten Menschen m\u00f6glich ist&#8220; (Elias 1989, 41), gilt f\u00fcr moderne Sozialgebilde, dass sie durch einen bemerkenswerten Informalisierungsprozess gepr\u00e4gt werden. Zu seinen Merkmalen geh\u00f6ren erh\u00f6hte Prosperit\u00e4t und Einkommenszuw\u00e4chse aller gesellschaftlichen Gruppen, eine Ver\u00e4nderung der Machtbalance zwischen &#8222;Etablierten&#8220; und &#8222;Au\u00dfenseitern&#8220;, die Verringerung spezifischer &#8222;Machtdifferenziale&#8220; (z.B. zwischen M\u00e4nnern und Frauen, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Regierenden und Regierten), aber auch die Verunsicherungen, die das Einebnen der konventionellen Hierarchien mit sich bringt (vgl. Elias 1989, 33-38). Symptomatischerweise l\u00e4sst sich genau diese Beobachtung f\u00fcr die DDR-Phase &#8211; auch im Vergleich zu den Entwicklungen in Polen und vor allem in Tschechien &#8211; nicht machen.<\/p>\n<p>Dies hat nun Entwicklungsdefizite zur Folge, die sich auch auf die Konstruktion des Eigenen und Fremden auswirken, wenn man so will, zumindest auf Umrisse einer Art &#8222;Ostidentit\u00e4t&#8220;. Die nachfolgenden \u00dcberlegungen werden vor allem drei Modernisierungs- und Informalisierungsdefekte der DDR-Gesellschaft ausf\u00fchrlicher beschreiben, die zumindest Fragmente solcher defensiven Identit\u00e4tskonstruktionen in ostdeutschen Biographien nach der Wende andeuten:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\">&#8211; eine gewisse &#8222;intergenerationale Modernisierungsresistenz&#8220;, <br \/>&#8211; ein DDR-typischer &#8222;egalit\u00e4rer Habitus&#8220; und <br \/>&#8211; ein &#8222;innnerfamili\u00e4res Tradierungsmilieu&#8220; f\u00fcr subtil rassistische Einstellungen.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ii-die-dominanz-persistenter-generationskonstellationen\">II. Die Dominanz &bdquo;persis&shy;tenter&ldquo; Genera&shy;ti&shy;ons&shy;kon&shy;stel&shy;la&shy;ti&shy;onen <\/span><\/h2>\n<p>Es erscheint erstaunlich, aber durchaus plausibel, dass gerade die DDR-Gesellschaft strukturell &#8222;vormodernen&#8220; Gesellschaften \u00e4hnlicher ist als informalisierten politischen Demokratien des 20. Jahrhunderts. Auch darin unterscheidet sich die DDR von Entwicklungen in der Volksrepublik Polen oder in der CSSR (vgl. ausf\u00fchrlicher Alheit\/Szlachcicowa\/Zich 2006, 517ff). Der extrem formalisierte Staatsapparat wird regiert durch eine &#8222;quasi-feudale&#8220; Funktion\u00e4rsaristokratie, die allenfalls durch fragw\u00fcrdige Akklamationsrituale legitimiert ist (vgl. ausf\u00fchrlich Alheit 1993; Alheit\/Bast- Haider\/Drauschke 2004). Im &#8222;Subraum&#8220; gesellschaftlicher Alltagsbeziehungen ist Bewegung und Entwicklung nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Das &#8222;freie Spiel der Kr\u00e4fte&#8220;, die Konfrontation alter und neuer sozialer Milieus, ihre Ver\u00e4nderung und Abl\u00f6sung, wird durch rigide \u00f6ffentliche Kontrollen einged\u00e4mmt und blockiert. D.h. die Spanne zwischen &#8222;Formalit\u00e4t&#8220; und &#8222;Informalit\u00e4t&#8220; im Sinne des Elias&#8217;schen Modells gleicht quasi-vormodernen Bedingungen.<\/p>\n<p>Unsere Studie hat &#8211; was die Beziehung der Gro\u00dfelterngeneration zu den Enkeln angeht &#8211; drei Konfigurationen deutlich identifizieren k\u00f6nnen: eine Konstellation, die wir &#8222;Persistenz-Typus&#8220; nennen (vgl. Alheit\/Bast-Haider\/Drauschke 2004) und die auf ein erstaunliches Beharrungsverm\u00f6gen des jeweiligen sozialen Habitus oder Status \u00fcber die Generationsgrenzen hinweg verweist, eine &#8222;Modernisierungs-Konstellation&#8220;, die vor allem mit intergenerationalen Bildungsaufstiegen verkn\u00fcpft ist, und einen &#8222;Bruch-Typus&#8220;, der auf eine un\u00fcbersehbare Statusdistanz zwischen erster und dritter Generation aufmerksam macht und gew\u00f6hnlich mit drastischen sozialen Abstiegen einhergeht.<\/p>\n<p>W\u00fcrde man in der alten Bundesrepublik eine vergleichbare Generationenbefragung unternehmen, wie wir dies in der Oberlausitz getan haben, m\u00fcsste vermutlich die gro\u00dfe Mehrzahl der Interviewtandems dem &#8222;Modernisierungs&#8220; &#8211; Typus zugeordnet werden. Die Sozialstruktur der westlichen Bundesrepublik hat sich n\u00e4mlich seit dem Zweiten Weltkrieg dramatisch ver\u00e4ndert. Und die interessanteste Beobachtung dabei ist, dass sich nicht eigentlich die quantitativen Relationen der gro\u00dfen Straten &#8211; Oberschichten, Mittelschichten und Unterschichten &#8211; nennenswert verschieben, sondern dass gleichsam innerhalb der Straten erstaunliche Ausdifferenzierungsprozesse zu beobachten sind (vgl. stellvertretend Vester et al. 1993; Alheit 1994). So nehmen die klassischen Milieus, etwa das konservative gehobene Milieu, das kleinb\u00fcrgerliche Milieu oder das traditionelle Arbeitermilieu, allein zwischen 1980 und 1990 um durchschnittlich 25% ab (vgl. Vester et al. 1993, 16).<\/p>\n<p>Skizze: Ungef\u00e4hres Verteilungsprofil der Typen im qualitativen Sample <br \/>XXXXXX Grafik<\/p>\n<p>Zugleich aber bilden sich seit Ende der 1960er Jahre und beschleunigt seit Beginn der 1980er Jahre gro\u00dfe neue Milieus wie das aufstiegsorientierte Milieu in den Siebzigern oder das der postmodernen Hedonisten in den 1990er Jahren. Auch interessante kleinere Milieus &#8211; wie das alternative Milieu, das traditionslose und das neue Arbeitermilieu &#8211; entstehen neu. Gemeinsam ist diesen neuen Milieus, dass sie nicht die gro\u00dfen Ungleichheitsrelationen ver\u00e4ndern, sondern eine horizontale Bewegung im sozialen Raum (vgl. Bourdieu 1987) in Gang setzen, wenn man so will: eine &#8222;\u00d6ffnung&#8220; in Richtung des kulturellen Pols des sozialen Feldes (vgl. Alheit 1994, 237ff). Diese \u00d6ffnung hat im Wesentlichen mit Bildungsaufstiegen zu tun, die nun auch konventionell bildungsfernere soziale Schichten erreichen. Die Gesamtentwicklung hat eine Modernisierung des sozialen Raums zur Folge, die individuelle Modernisierungsprozesse voraussetzt.<\/p>\n<p>Betrachten wir nun das Material, das wir in Ostdeutschland erhoben haben, zeigt sich ein geradezu kontr\u00e4rer Befund. Ohne den Anschein erwecken zu wollen, quantitative Befunde zu suggerieren, m\u00fcssen ca. zwei Drittel unserer Interviewtandems relativ eindeutig dem &#8222;Persistenz&#8220; &#8211; Typus subsumiert werden, je ein knappes Zehntel verteilen sich auf &#8222;Modernisierungs&#8220;- und &#8222;Bruch&#8220; -Typus bzw. sind nicht eindeutig zuzuordnen (s. Skizze).<\/p>\n<p>Was bedeutet dieses Ph\u00e4nomen? Zun\u00e4chst ist festzuhalten, dass der &#8222;Persistenz&#8220; Typus kein Milieuprofil hat. Er verteilt sich auf alle von uns untersuchte Milieus. Die Beobachtung, dass zwischen Gro\u00dfeltern- und Enkelgeneration in Ostdeutschland eine \u00fcberraschende Habitus Persistenz besteht, bezieht sich &#8211; was das untersuchte Feld angeht &#8211; auf alle Gesellschaftsschichten. Wenn dieses Ph\u00e4nomen, wie wir plausibel vermuten, nun nicht nur breit gestreut ist, sondern au\u00dferdem auch noch als Massenerscheinung betrachtet werden muss, dann bedeutet dies, dass sich der soziale Raum eben nicht &#8222;modernisiert&#8220; hat wie in der westlichen Bundesrepublik, sondern in seiner inneren Dynamik blockiert war (und ist). Wir sprechen deshalb &#8211; und das ist die &#8222;Kernkategorie&#8220; unserer Entdeckungen &#8211; von einer intergenerationalen Modernisierungsresistenz.<\/p>\n<p>Dieser Soziologismus muss n\u00e4her erl\u00e4utert werden, damit deutlich wird, welche lebenspraktischen Dimensionen er ber\u00fchrt. &#8222;Resistenz&#8220; ist zweifellos eine bestimmte Aktivit\u00e4t, die gesellschaftliche Energien bindet. Wenn gro\u00dfe Gruppen der Bev\u00f6lkerung moderner Gesellschaften sich gleichsam aktiv weigern, ihre soziale Situation zu ver\u00e4ndern, und diese &#8222;Botschaft&#8220; auch an die Folgegeneration weiter vermitteln, muss es daf\u00fcr einsichtige Gr\u00fcnde geben. Plausibel ist die Persistenzkonstellation zweifellos bei gesellschaftlichen Eliten. Sie geben sinnvollerweise die Routinen und Strategien des Prestigegewinns bzw. der Prestigesicherung an nachfolgende Generationen weiter und stabilisieren dabei ihre Position. Verst\u00e4ndlich mag er noch bei marginalisierten Gruppen sein, die mit einer gewissen Tr\u00e4gheit der eigenen Ambitionen und der Gen\u00fcgsamkeit der Erwartungen einen Schutz vor h\u00e4ufig erlebten Entt\u00e4uschungen und der Erfahrung weiterer Deklassierung aufbauen. Auch diese Haltung hat sozial nachvollziehbare Persistenzeffekte. Wenn dagegen selbst die breite Mitte der Bev\u00f6lkerung vergleichbare intergenerationale Reproduktionsstrategien w\u00e4hlt, entsteht ein Sonderfall, der erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist.<\/p>\n<p>Mit genau diesem Sonderfall haben wir es in der Gesellschaft der ehemaligen DDR zu tun. Und das Erstaunliche bleibt, dass dieses Persistenzverhalten offensichtlich nicht mit dem Zusammenbruch der DDR abrupt beendet ist, sondern auch mehr als eine Dekade nach der &#8222;Wende&#8220; noch beobachtet werden kann. Rein analytisch betrachtet entsteht dabei eine Art &#8222;St\u00e4ndegesellschaft&#8220; ohne St\u00e4nde. Denn die Reproduktionsbasis des Persistenzph\u00e4nomens ist zumeist schmaler als in vormodernen Gesellschaften: kleine Traditionsrahmen, ethnische oder religi\u00f6se Besonderheiten, Betriebe, regionale Spezifit\u00e4ten, gew\u00f6hnlich aber nur der mehr oder minder gro\u00dfe familiale Kontext. Diese gleichsam &#8222;moderne&#8220; st\u00e4ndische Mentalit\u00e4t, die, die Grenzen zwischen den &#8222;St\u00e4nden&#8220; unsichtbarer macht als in vormodernen Gesellschaften, setzt &#8211; wie alle St\u00e4ndegesellschaften &#8211; auf Besitzstandswahrung. Dabei geht es keineswegs nur um \u00f6konomische Besitzst\u00e4nde, sondern zumeist um Vergemeinschaftung Traditionen, also um &#8222;kulturelle Kapitale&#8220;. Die sorbische Minderheit ist daf\u00fcr ein Beleg.<\/p>\n<p>Moderne &#8222;St\u00e4nde&#8220; freilich entstehen, wo die Formalit\u00e4ts-Informalit\u00e4ts-Spanne k\u00fcnstlich ausgedehnt wird. Dann werden kleine soziale Einheiten, deren Bestand bedroht ist, gezwungen, ihre Reproduktionsstrategien zu konzentrieren, ihre innere Koh\u00e4renz zu st\u00e4rken und Energien nicht auf Ver\u00e4nderung und Modernisierung zu verschwenden. Wirklich erstaunlich ist, dass dieses Verhalten eben auch auf die Arbeitermilieus der ehemaligen DDR zutrifft (vgl. Alheit et al. 1999, Bd. 2). Sie profitierten ja zumindest symbolisch am meisten vom neuen System (nach 1945). Aber gerade sie wurden auch zu intergenerationalem Persistenzverhalten gezwungen, um ihre berechtigten Besitzst\u00e4nde zu wahren (vgl. dazu Alheit\/Haack 2004, bes. 431ff).<\/p>\n<p>Im Transformationsprozess ist diese Mentalit\u00e4t nun zumal f\u00fcr die Arbeiter kontraproduktiv. Ihr klassisches Terrain ist drastisch reduziert, und die symbolischen Widerstandsformen von damals sind entwertet. Die Mentalit\u00e4ten freilich scheinen langlebiger zu sein. Sie haben sich noch keineswegs den neuen Bedingungen angepasst. Und die den &#8222;quasi-st\u00e4ndischen&#8220; Widerstandsformen komplement\u00e4ren &#8222;quasi-feudalen&#8220; Rahmenbedingungen m\u00f6gen heute der Enkelgeneration nicht wesentlich anders vorkommen als die staatssozialistische Willk\u00fcr von damals den Gro\u00dfeltern. Intergenerationale Modernisierungsresistenz hat also durchaus plausible historische und soziale Gr\u00fcnde. Dass die Majorit\u00e4t der von uns Befragten diesem Typus zuneigt, best\u00e4tigt die figurationssoziologischen Vor\u00fcberlegungen.<\/p>\n<p>Symbolische Besitzstandswahrung im kulturellen Nahbereich ist &#8211; konsequenterweise &#8211; mit Abgrenzungsstrategien verbunden. Und solche Strategien werden umso rigider, je mehr die Besitzst\u00e4nde gef\u00e4hrdet sind. Hier erg\u00e4nzen sich die sozialen und \u00f6konomischen Risikolagen der Nach-Wende-Situation mit den einge\u00fcbten Abgrenzungsmustern und bilden eine prek\u00e4re Melange nicht nur k\u00fcnstlicher Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Art aufgen\u00f6tigter &#8222;Schicksalsgemeinschaft&#8220;, sondern &#8211; problematischer noch &#8211; zu potenzieller Fremdenfeindlichkeit.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iii-nachwirkungen-des-egalitaeren-habitus\">III. Nachwir&shy;kungen des &bdquo;egalit&auml;ren Habitus&ldquo; <\/span><\/h2>\n<p>Wolfgang Engler, der in seiner Studie \u00fcber &#8222;Die Ostdeutschen&#8220; (1999) den Begriff der &#8222;arbeiterlichen Gesellschaft&#8220; von Elias entlehnt hat, setzt ihn in Beziehung mit einer kollektiven Befindlichkeit nach dem Zusammenbruch des Faschismus: einer doppelten Scham gleichsam &#8211; wie die Westdeutschen einer Nation von Verlierern anzugeh\u00f6ren und, als Ostdeutsche, in eine neue Nation von Verlierern einzum\u00fcnden. &#8222;Diese Schmach galt es zu tilgen. Arbeiten, um auch moralisch zu gesunden, hie\u00df die Devise&#8220; (ebd., 27\/28).<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich wurde die DDR eine &#8222;Arbeitsgesellschaft&#8220; fast im metaphysischen Sinn. \u00dcber Arbeit definierte sich der Alltag. Die heroische Arbeit pr\u00e4gte das politische Leitbild. Und Arbeit war auch Sujet der bildenden Kunst, der Literatur, des Theaters. Freilich, die konkreten Arbeitserfahrungen waren fatal: \u00fcberall Fehlplanungen, immer wieder Desorganisation, erm\u00fcdende und widersinnige Verhandlungen um L\u00f6hne und Normen (vgl. ausf\u00fchrlich Alheit et al. 1999, Bd. 1, 573ff). Engler res\u00fcmiert ganz zutreffend: &#8222;Da die Rationalisierung der heroisch \u00fcberspannten Arbeitspraxis jedoch auf Dauer nicht gelang, die Metaphysik der Arbeit andererseits nicht wiederzubeleben war, endete das Unternehmen in der Auszehrung jeglicher Arbeitsmotivation.&#8220; (1999, 28)<\/p>\n<p>Allerdings, ein mentalit\u00e4res Grundmuster dieser entmythologisierten Arbeitsgesellschaft setzt sich fest und wird zur kollektiven Identit\u00e4t der DDR-B\u00fcrger: die Standardisierung des Lebens, die Egalit\u00e4t der sozialen Reproduktion. Die &#8222;arbeiterliche&#8220; Gesellschaft, wie immer unproduktiv sie vor sich hin wirtschaftet, ist eine Gesellschaft der Gleichen. Und Gleichheit war keineswegs nur eine Ideologie der Herrschenden. Die Herstellung egalit\u00e4rer Strukturen im Alltag, der Kleidung, des Auftretens, des Gespr\u00e4chs war ein interaktiver Prozess. Dieser Prozess lie\u00df Exposition nicht zu, verp\u00f6nte das Besondere, Au\u00dfergew\u00f6hnliche, stie\u00df auch das Fremde ab, wenn es sich dem Egalit\u00e4tssog widersetzte. Der sympathische Zug dieses egalit\u00e4ren Habitus, die Akzeptanz des &#8222;anderen Gleichen&#8220;, hat eine dunkle Seite: die kollektive Ausgrenzung des Anderen, Widerspenstigen, Eigensinnigen.<\/p>\n<p>Der DDR-Alltag hat einen Aspekt der systemischen Formierung verinnerlicht und zur eigenen Sache gemacht: die Konformit\u00e4t &#8211; keineswegs als ideologische Konformit\u00e4t, sondern als eine Egalisierung des kollektiven Habitus. Und auch diese mentale Disposition ist &#8222;modernisierungsresistent&#8220; und sorgt f\u00fcr das \u00dcberdauern des ostdeutschen &#8222;Subraums&#8220; auch nach der Wiedervereinigung. Denn nun machen alle nicht nur die Erfahrung der \u00dcberschichtung durch westdeutsche Eliten, sondern zus\u00e4tzlich noch die erzwungene Bekanntschaft mit Habituszumutungen, die den verinnerlichten egalit\u00e4ren Habitus notorisch entwerten. Dieses Gef\u00fchl f\u00fchrt nicht nur zu kollektiven Kr\u00e4nkungen, es f\u00f6rdert auch das Bed\u00fcrfnis nach kollektiven Abgrenzungen gegen alles Fremde, von dem &#8222;das Westdeutsche&#8220; nur einen Aspekt darstellt. Fragmente dieser Identit\u00e4tskonstruktion finden sich durchaus in der Enkelgeneration der von uns untersuchten Biographen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iv-die-lange-dauer-subtil-reaktionaerer-rassistischer-orientierungen\">IV. Die &bdquo;lange Dauer&ldquo; subtil reakti&shy;o&shy;n&auml;rer, rassis&shy;ti&shy;scher Orien&shy;tie&shy;rungen <\/span><\/h2>\n<p>Diese mentalit\u00e4re Disposition verbindet sich nun mit einem in den biographischen Erz\u00e4hlungen der Gro\u00dfeltern nachweisbaren Fundus an reaktion\u00e4ren und rassistischen Einstellungen, der uns \u00fcberrascht hat. Das Entscheidende waren dabei nicht einmal die Inhalte selbst (Erfahrungen aus Hitlerjugend und Bund Deutscher M\u00e4del, aus Waffen-SS und Wehrmacht), viel erstaunlicher war der Modus der narrativen Pr\u00e4sentation dieser Inhalte: Nur in wenigen F\u00e4llen wurden die eigenen Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus kritisch reflektiert. Die Spontaneit\u00e4t und in gewissen Sinn sogar &#8222;Schamlosigkeit&#8220;, mit der an Erlebnisse aus der Nazizeit oder aus dem Krieg angeschlossen wurde, erschienen uns symptomatisch. Offensichtlich hat es neben dem staatlich verordneten Antifaschismus, der sich in der Regel ja auf den kommunistischen Widerstand reduzierte, keinen \u00f6ffentlichen Diskurs \u00fcber den Nationalsozialismus gegeben, der Betroffene zur Problematisierung ihrer pers\u00f6nlichen Verstrickungen in das Nazi-Regime zwang. Im Gegenteil: es scheint, als habe der politisch motivierte Aufruf, sich als B\u00fcrger eines antifaschistischen Staates zu begreifen, eine Art \u00e4u\u00dferlicher Entlastung f\u00fcr alle Menschen in Ostdeutschland bewirkt, die umgekehrt alle Freiheit lie\u00df, privat an die Erfahrungen und Einstellungen anzukn\u00fcpfen, die der nationalsozialistische Alltag mit sich brachte. D.h. wir haben einigen Grund zu der Vermutung, dass die ostdeutsche Gesellschaft \u00fcber einen nicht thematisierten und schon gar nicht diskreditierten Wissensfundus an rechtsextremen und rassistischen Vorurteilen verf\u00fcgt, der in den familialen Tradierungsprozess eingegangen ist.<\/p>\n<p>Verkn\u00fcpft man diese Beobachtung mit der Entdeckung der weit verbreiteten Persistenzkonstellation (s. o.), liegt der Schluss nahe, dass auch in der Enkelgeneration ein Teil dieses Fundus pr\u00e4sent ist &#8211; zumindest aber, dass bei den gerade in unserem Forschungsfeld h\u00e4ufig auftretenden rechtsextremen Ausschreitungen auf Bagatellisierungsbereitschaft, wenn nicht sogar auf Akzeptanz im sozialen Umfeld gez\u00e4hlt werden kann. Die Hypothese, dass der Verbreitungs- und der Intensit\u00e4tsgrad rechtsextremer Aktivit\u00e4ten in unserem Untersuchungsfeld eine entscheidende Ursache in der Langlebigkeit bestimmter affiner Einstellungen und in der Geradlinigkeit ihrer Tradierungen habe, kann durchaus Plausibilit\u00e4t f\u00fcr sich beanspruchen. Die Abwehr des Fremden hat also tiefe historische Wurzeln und geh\u00f6rt zu den Symptomen, die man dem Typus &#8222;ostdeutsche Identit\u00e4tsprofile&#8220; zuschreiben k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"v-knappes-fazit\">V. Knappes Fazit <\/span><\/h2>\n<p>Ganz gewiss sind die vorgestellten Ergebnisse tempor\u00e4re Befunde. Selbst die empirisch entdeckten Typen lassen zum Erhebungszeitraum bereits Dynamiken erkennen, konkreter: vermutbare Entwicklungen, die sich bei inner- bzw. intertypischen Vergleichen nahe legen. Und da zeigen sich erwartungsgem\u00e4\u00df die deutlichsten Ver\u00e4nderungstrends bei dem dominanten &#8222;Persistenz-&#8220; Typus.<\/p>\n<p>Wir beobachten einmal eine vorsichtige \u00d6ffnung der Persistenzkonstellation hin zur Modernisierung (vgl. Alheit\/Bast-Haider\/Drauschke 2004, 141ff, 319f). Die Enkelgeneration h\u00e4lt an den Werten und Orientierungen der Gro\u00dfelterngeneration fest. Durch den sozialen Wandel nach der Wiedervereinigung sind jedoch insbesondere im Bereich der Bildungs- und Berufskarrieren Zw\u00e4nge und M\u00f6glichkeiten entstanden, die eine Art sanften Modernisierungsdruck erzeugen. Symptomatisch ist allerdings, dass solche vorsichtigen Modernisierungstrends &#8211; sozialstrukturell betrachtet &#8211; nur am oberen Rand des &#8222;Persistenz Clusters&#8220; beobachtet werden k\u00f6nnen, das sich im \u00dcbrigen auf den gesamten sozialen Raum verteilt. D.h. diese \u00d6ffnung scheint zumindest kulturelles und soziales Kapital vorauszusetzen.<\/p>\n<p>Am unteren sozialen Rand des &#8222;Clusters&#8220; entsteht offensichtlich ein gegenl\u00e4ufiges Risiko. Hier scheint die Gefahr zu bestehen, dass der in den Vorgenerationen erworbene &#8222;Besitzstand&#8220; an sozialem, kulturellem, auch \u00f6konomischem Kapital aufgrund der ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen von der Enkelgeneration nicht gehalten werden kann. Das Risiko eines sozialen Bruchs ist hier nicht auszuschlie\u00dfen (vgl. Alheit\/Bast- Haider\/Drauschke 2004, 229f).<\/p>\n<p>Aber auch beim &#8222;Modernisierungs- Cluster&#8220; lassen sich Differenzierungen beobachten. Und auch hier spielen die sozialen Ressourcen eine entscheidende Rolle. W\u00e4hrend Modernisierungskonstellationen im mittleren und oberen Bereich des sozialen Raums ein &#8222;pro-aktives Profil&#8220; zeigen &#8211; die Angeh\u00f6rigen der Enkelgeneration verstehen sich als Akteure des innerfamili\u00e4ren Modernisierungsprozesses -, reagieren Betroffene am unteren Rand des &#8222;Clusters&#8220; eher defensiv. Sie sind h\u00e4ufig Opfer einer erzwungenen Modernisierung, die durchaus auch vom Scheitern bedroht sein kann. Auch bei dieser Konstellation ist das Risiko des intergenerationalen Bruchs nicht ausgeschlossen (vgl. Alheit\/Bast-Haider\/Drauschke 2004, 278ff).<\/p>\n<p>Bei einer un\u00fcbersehbaren Persistenz des mentalen Gesamtgef\u00fcges sind also durchaus Ver\u00e4nderungstendenzen erkennbar, die auf einen allm\u00e4hlichen Wandel der ostdeutschen Gesellschaft hinweisen. Die Konzentration auf eine problematische Region &#8211; eben die Oberlausitz &#8211; l\u00e4sst pauschalisierende Verallgemeinerungen ohnehin nicht zu. In den Metropolen Dresden oder Leipzig mag die Situation deutlich anders aussehen. Dennoch bleiben die entdeckten Rahmenparameter wichtige Hinweise auf sozialhistorisch bedingte Ressourcen f\u00fcr charakteristische &#8222;Identit\u00e4tsprofile&#8220; im Osten Deutschlands. Eine pauschale &#8222;ostdeutsche Identit\u00e4t&#8220; freilich ist auch f\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung empirisch eher unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>[1] Unter Leitung von Prof. Dr. Zbigniew Kurcz und Dr. Irena Szlachcicowa, Wroclaw.<\/p>\n<p>[2] Unter Leitung von Prof. Dr. Franti&#353;ek Zich, Prag.<\/p>\n<p>[3] Unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Peter Alheit, G\u00f6ttingen (Gesamtleitung).<\/p>\n<p>[4] Die mehrschichtigen Ergebnisse dieser Forschungen sind in einer umfangreichen Ver\u00f6ffentlichung (Alheit\/Szlachcicowa\/Zich 2006) und f\u00fcr den deutschen Part gesondert zug\u00e4nglich (Alheit\/Bast- Haider\/Drauschke 2004).<\/p>\n<p>[5] Orientierend waren dabei die von SINUS f\u00fcr die neuen L\u00e4nder leicht abgewandelten Milieukonstellationen der sich wandelnden Milieus in Westdeutschland (vgl. Becker\/Becker\/Ruhland 1992; Vester et al. 1995). Die Gesamtstichprobe umfasste mehr als 300 Interviews in den drei Teilsamples.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Alheit, Peter <\/i>(1993): Le &#8222;syndrome allemand&#8220;. Probl\u00e8mes structurels de la &#8222;r\u00e9unification culturelle&#8220;, in: Revue Suisse de Sociologie, Vol. 19, 365-387.<\/p>\n<p><i>Alheit, Peter<\/i> (1994): Zivile Kultur: Verlust und Wiederaneignung der Moderne, Frankfurt am Main, New York.<\/p>\n<p><i>Alheit, Peter, Hanna Haack, Heinz-Gerd Hofschen, Renate Meyer-Braun<\/i> (1999): Gebrochene Modernisierung &#8211; Der langsame Wandel proletarischer Milieus. Eine empirische Vergleichsstudie ost- und westdeutscher Arbeitermilieus in den 1950er Jahren, 2 B\u00e4nde, Bremen.<\/p>\n<p><i>Alheit, Peter, Hanna Haack <\/i>(2004): Die vergessene &#8222;Autonomie&#8220; der Arbeiter. Eine Studie zum fr\u00fchen Scheitern der DDR am Beispiel der Neptunwerft, Berlin.<\/p>\n<p><i>Alheit, Peter, Kerstin Bast-Haider, Petra Drauschke<\/i> (2004): Die z\u00f6gernde Ankunft im Westen. Biographien und Mentalit\u00e4ten in Ostdeutschland, Frankfurt am Main, New York.<\/p>\n<p><i>Alheit, Peter, Irena Szlachcicowa, Franti&#353;ek Zich<\/i> (2006): Biographien im Grenzraum. Eine Untersuchung in der Euroregion Nei\u00dfe, Dresden.<\/p>\n<p><i>Becker, Ulrich, Becker, Heinz, Ruhland, Walter<\/i> (1992): Zwischen Angst und Aufbruch. Das Lebensgef\u00fchl der Deutschen in Ost und West nach der Wiedervereinigung, D\u00fcsseldorf, Wien, New York, Moskau.<\/p>\n<p><i>Bourdieu, Pierre <\/i>(1987): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p><i>Elias, Norbert<\/i> (1989): Studien \u00fcber die Deutschen: Machtk\u00e4mpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p><i>Engler, Wolfgang<\/i> (1999): Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land, Berlin.<\/p>\n<p><i>Strauss, Anselm L. <\/i>(1991): Grundlagen qualitativer Sozialforschung. Datenanalyse und Theoriebildung in der empirischen soziologischen Forschung, M\u00fcnchen.<\/p>\n<p><i>Vester, Michael et al. <\/i>(1993): Soziale Milieus im gesellschaftlichen Strukturwandel: Zwischen Integration und Ausgrenzung, K\u00f6ln.<\/p>\n<p><i>Vester, Michael et al. <\/i>(1995): Soziale Milieus in Ostdeutschland, K\u00f6ln.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1860],"publikationen":[2822],"class_list":["post-10963","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-peter-alheit","publikationen-187-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ostdeutsche &quot;Identit\u00e4tsprofile&quot;? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/187-vorgaenge\/publikation\/ostdeutsche-identitaetsprofile\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Ostdeutsche &quot;Identit\u00e4tsprofile&quot;? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Spuren sozial-historischer Abgrenzungsmechanismen in ostdeutschen Biographien aus: vorg\u00e4nge Nr. 187, Heft 3\/2009, S. 57-65 I. 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