{"id":11049,"date":"2008-06-01T13:00:00","date_gmt":"2008-06-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/a-generation-to-end-all-generations-1\/"},"modified":"2021-08-24T21:51:44","modified_gmt":"2021-08-24T19:51:44","slug":"a-generation-to-end-all-generations-1","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/182-vorgaenge\/publikation\/a-generation-to-end-all-generations-1\/","title":{"rendered":"A Generation to end all generations [1]"},"content":{"rendered":"<p>Zur Entmythologisierung des Generationenlabels &#8222;89er&#8220;,<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 182, Heft 2\/2008, S. 139-147<\/p>\n<p>Aus einer empirischen Erhebung mit Protagonisten der 89er-Generation liegt mir diese Interviewpassage vor[2].<\/p>\n<p><i>Auf Dauer merkt man schon, also wenn man jetzt in der Oberstufe war, zu meinem Zeitpunkt war gerade die Wende 89 und danach ins Studium ging, war man im Studium immer mit anderen Generationen konfrontiert, also z.B. mit den 68ern oder also in meinem Fall Literaturwissenschaft, war ich da noch mit der Flakhelfergeneration konfrontiert und mit der Gruppe 47. Das waren alles Momente, wo mir ganz stark vermittelt wurde, hier gab es eine bestimmte Generation, die sich \u00fcber ein bestimmtes gemeinsames Erlebnis definiert. Und implizit war da drin, wir haben eigentlich so richtig gar nichts. Wir sind nicht definiert. Wenn ich dann \u00fcberlegt habe, was sind wir, wusste ich`s nicht. Wahrscheinlich kann man doch den Anfang eines solchen Bewusstseins nicht erst, [&#8230;] bei den 89ern, sondern erst danach bei Florian Illies, Generation Golf, dass da in irgendeiner Form die gemeinsame Erfahrungsgrundlage dargestellt war, wo man dachte: Ja OK, das ist tats\u00e4chlich etwas, was ich teile. Nat\u00fcrlich manche Sachen auch nicht, aber ja ich verstehe, dass Samstag Nachmittag in der Badewanne liegen mit einem Playmobilschiff und sich auf Wetten dass freuen tats\u00e4chlich Definitionsgrundlage meiner Sozialisation auch ist. <\/i>(Literaturwissenschaftler Jahrgang 1971)<\/p>\n<p>So etwas h\u00f6rt man \u00f6fter, in Alltagsgespr\u00e4chen nicht unbedingt in dieser Ausf\u00fchrlichkeit. Es wird die Frage er\u00f6rtert, ob angesichts der m\u00e4chtigen Vorbildgenerationen des 20. Jahrhunderts &#8211; hier treten vor allem die 68er hervor &#8211; vom Auftreten einer neuen Generationen gesprochen werden kann. Am Beispiel der obigen Passage expliziert sich, im Gegensatz zur Entwicklungszeit der genannten \u00fcberm\u00e4chtiger Vorbilder, eher eine Generation, die durch nichts hervorsticht &#8211; &#8222;wir haben eigentlich gar nichts&#8220;. In der Popkultur wird nur noch recycelt, historische Gro\u00dfereignisse, die pr\u00e4gend sein k\u00f6nnen, sind ausgeblieben, hier spricht h\u00f6chstens ein Vertreter der \u00b4lost generation\u00b4, die durch einen Wohlfahrtsstaat gepr\u00e4gt wurde, der nach und nach seine Ideale zur\u00fcckschrauben musste. Erstmalig wird dies f\u00fcr die ab 1955 Geborenen diagnostiziert (Becker 1989: 80ff.)[3]. Deutlich wird hier der Wunsch, einer Generation anzugeh\u00f6ren, gleichzeitig bleibt unklar, wie diese Generation aussehen k\u00f6nnte. Abhilfe schafft die Lekt\u00fcre des Essays <i>Generation Golf <\/i>(Illies 2000). Anstatt eines pr\u00e4genden Erlebnisses wird hier die Pr\u00e4gung durch Medien- und Konsumerfahrungen in den Vordergrund gestellt und als identit\u00e4tsstiftend betont. Dagegen k\u00f6nnte man argumentieren, dass obige Interviewpassage eher Ausdruck einer <i>Identit\u00e4tsschrumpfung <\/i>ist, in der alles beliebig bleibt. Offen bleibt die Frage, ob diese Generationenrhetorik wirklich \u00fcberzeugt. Kann man in so einem Fall von einer Generation sprechen?<\/p>\n<p>Im &#8222;Erinnerungsjahr&#8220; 2008 wird diese Frage an j\u00fcngere Generationen erneut gestellt. Die Achtundsechziger werden relativ einstimmig als letzte politische Generation der Bundesrepublik gesehen. In diesem Zusammenhang kann die Frage gestellt werden, ob der Generationenbegriff auch weiterhin sinnvoll verwendet werden kann. In den 90er Jahren wurde intensiv \u00fcber eine neue politische Generation debattiert, die die Bundesrepublik nachhaltig ver\u00e4ndern sollte. Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie machte dieses Label einer gr\u00f6\u00dferen Leserschaft bekannt (vgl. Leggewie 1995), allerdings kann aktuell nicht mehr von einer Debatte \u00fcber die 89er die Rede sein. In meinem Beitrag diskutiere ich drei theoretische Ans\u00e4tze, mit denen die beschriebene Generationen-Rhetorik erkl\u00e4rt werden kann. Ich werde diese Generationendebatte als den Versuch der Bildung einer strategischen Gruppe und auch als generationelle Lagerung im Sinne Karl Mannheims (Mannheim 1964 [1928]) interpretieren. Nahe liegend ist zudem die Interpretation dieser Rhetorik als mediale Gelegenheitsstruktur.<\/p>\n<p>Die Fragestellung, ob heute noch von Generationen die Rede sein kann, werde ich vor allem am Beispiel der 89er diskutieren, auf eine eigenst\u00e4ndige Empirie \u00fcber die 68er-Generation verzichte ich in diesem Text, da die 68er in ihren wesentlichen Z\u00fcgen der Leserschaft pr\u00e4sent sein d\u00fcrften[4]. Es ist vor allem auf den explorativen Charakter meiner Befunde \u00fcber die 89er hinzuweisen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"89-68-eine-dichotomisierung-der-gesellschaft\">89\/ 68 &ndash; eine Dicho&shy;to&shy;mi&shy;sie&shy;rung der Gesell&shy;schaft <\/span><\/h2>\n<p>In der Generationendebatte f\u00e4llt besonders die Dichotomie zwischen 68 und 89 auf. Interessant ist an diesem zahlenmytischen Spiel, dass die 68 auf den &#8222;Kopf gestellt&#8220; wird. Sowohl 1968 wie auch 1989 sind Zeichen, die signalisieren, wie sich die Welt ver\u00e4ndert hat. 68 steht f\u00fcr versteinerte Verh\u00e4ltnisse, die &#8222;zum Tanzen gebracht&#8220; werden sollen, w\u00e4hrend ab 1989 die gesellschaftliche Beschleunigung als unkontrollierbar gilt. Klaus Theweleit kommt ganz im Sinne dieser Zahlenmythologie anl\u00e4sslich des 18. Geburtstags der 68er Generation zu dem Schluss, was 1968 die Liebe war, ist 1986 der Tod (Theweleit 1991: 267). Freie Liebe ist in Zeiten von AIDS kein Erfolgsmodell. Hartmut Rosa fragt sich, ob das Auftreten einer &#8222;Techno-Generation&#8220; einen Wandel im Umgang mit Beschleunigung darstellt. W\u00e4hrend vorhergegangene politische oder soziale Bewegungen auf Verlangsamung gesetzt haben, wird hier ein anderer Umgang mit diesen Dynamiken ge\u00fcbt (Rosa 2005: 154f.). Michael Corsten kommt zu \u00e4hnlichen Ergebnissen, wenn er die Jahrg\u00e4nge 1966-72 als eine inversive Generation bezeichnet. Damit meint er nicht nur eine Umwidmung des links stehenden Geistes nach rechts, sondern ein Vermeiden eindeutiger Positionen. Die Revolte wird <i>cool<\/i>, im Gegensatz zur <i>hei\u00dfen <\/i>68er-Revolte (Corsten 2001: 500ff.). 1989 wird als Ende des Rheinischen Kapitalismus angesehen, w\u00e4hrend jetzt ein ungebremster Kapitalismus vorherrscht usw. Kurz: Vermittelt wird eine Botschaft des &#8222;nicht mehr&#8220;; bisherige Kategorien (z.B. &#8222;links\/rechts&#8220;) k\u00f6nnen das Leben nicht mehr beschreiben und erkl\u00e4ren. Die Kategorie &#8222;Generation&#8220; wird genutzt, um gerade ihre Abl\u00f6sung (bzw. Aufl\u00f6sung) zu diagnostizieren. L\u00e4sst sich die Erkenntnis einer fortschreitenden Ver\u00e4nderung der Welt mit einem Generationenlabel erkl\u00e4ren? Die <i>Abgrenzungskategorie <\/i>&#8222;Generation&#8220; wird zu einer <i>Abl\u00f6sungs<\/i>kategorie, sie dient vor allem dazu, dieses &#8222;nicht mehr&#8220; mangels kategorischer Alternativen zu beschreiben. Hier l\u00e4sst sich eine <i>Mythologisierung <\/i>erkennen: Neben dem historischen Datum der 89er-Z\u00e4sur greift dieses &#8222;nicht mehr&#8220; auf andere Lebensbereiche \u00fcber. Entlang dieser Z\u00e4sur lassen sich weitere Br\u00fcche finden, besser: hineininterpretieren. Sie l\u00e4sst sich auf andere Lebensbereiche \u00fcbertragen: Krankheiten, Technik, soziale Sicherheit, es l\u00e4sst sich eine Mythologisierung der 80er Jahre erkennen: Bezeichnet man 1989 als das Ende der westlichen Welt, wie sie bis dahin war, unterschl\u00e4gt diese Rhetorik, dass diese Welt damals bereits im Zerfall begriffen war.<\/p>\n<p>Gemeinsam ist allen Diagnosen der Befund der Beschleunigung. Beinhaltet dieser schon eine Abl\u00f6sung der Kategorie Generation? Hartmut Rosa spricht in seinem Buch \u00fcber Beschleunigung von einer Gegenwartsschrumpfung, Wissensbest\u00e4nde bekommen mit steigender Beschleunigung eine geringere Halbwertszeit. W\u00e4hrend in der klassischen Moderne Generation eine Kategorie des sozialen Wandels war &#8211; z.B. kennzeichnet die klassische Moderne eine lebenslange Berufswahl, postmoderne, flexible Biographien sind dagegen durch einen &#8222;<i>intragenerationellen <\/i>Besch\u00e4ftigungsstrukturwandel und Arbeitskr\u00e4fteaustausch gekennzeichnet.&#8220; (Rosa 2006: 184 (Hervorhebung im Original)). Die Folge dieser Gegenwartsschrumpfung ist eine Identit\u00e4tsschrumpfung (Ebd.).<\/p>\n<p>Bevor ich die genannten drei Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze diskutiere, werde ich die soziale Situation darstellen, in der die Protagonisten der &#8222;89er-Generation&#8220; aufgewachsen sind. Diese Situation werde ich in Anschluss an Befunde der Jugendsoziologie als eine Krise des okzidentalen Rationalismus kennzeichnen. Im Anschluss werde ich sie als eine strategische Gruppe, sowie als generationelle Lagerung diskutieren.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"krise-des-okzidentalen-rationalismus\">Krise des Okziden&shy;talen Ratio&shy;na&shy;lismus <\/span><\/h2>\n<p>Helmut Fend bezeichnet in Anlehnung an Max Webers Rationalismuskonzept die gegenw\u00e4rtige Krise als eine Krise des okzidentalen Rationalismus. Unsere Gesellschaftsordnung kann Probleme, die sie selbst hervorbringt, nicht l\u00f6sen. Als typische Beispiele nennt Fend Umweltzerst\u00f6rung, Wettr\u00fcsten, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Probleme. Als ein wesentliches Motiv kommt ferner die Erkenntnis dazu, dass ein hochwertiges Bildungszertifikat keinen reibungslosen \u00dcbergang in das Besch\u00e4ftigungssystem leisten kann (Fend 1988: 169)[5]. Klaus Hurrelmann merkt zum erschwerten Eintritt in den Arbeitsmarkt an, dieser Generation werde das Gef\u00fchl gegeben, bei ihr handele es sich um eine \u00fcberfl\u00fcssige Generation (Hurrelmann 2006: 222). Seit den 70er Jahren ist eine pr\u00e4gende Erfahrung, dass j\u00fcngere Generationen nicht mehr besser situiert sein werden sind als ihre Eltern-Generation bzw. schlechter[6]. Analytisch ist zwischen diesen Erfahrungswelten klar zu trennen. Zu kl\u00e4ren ist die Frage, wie diese Generationenrhetoriken miteinander zusammenh\u00e4ngen. Analytisch ist die Diagnose der Krise des Wohlfahrtsstaates von der Rhetorik einer historischen Z\u00e4sur klar zu trennen, da &#8211; wie bereits dargelegt &#8211; diese bereits eine Erfahrung der &#8222;alten&#8220; Bundesrepublik vor 1989 war. Es bestehen Verkn\u00fcpfungen zwischen diesen beiden Erlebniswelten, die zu benennen sind. Wie sie zusammenh\u00e4ngen, muss weitere Forschung kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Hartmut Rosa diagnostiziert den Sozialstaat als einen &#8222;Bremser&#8220; der Sp\u00e4tmoderne, der mit den gesellschaftlichen Beschleunigungsprozessen nicht mehr mithalten kann (Rosa 2006: S. 324). F\u00fcr die Zeit um das Jahr 1989 nennt er drei Prozesse, die der Beschleunigung zu durchschlagender Wirkung verholfen haben. Zun\u00e4chst der Zusammenbruch der DDR und des Sowjetregimes, als zweiten Prozess die Digitalisierung durch Entwicklung virtueller Datennetze und der Weiterentwicklung des Satellitenfernsehens und als dritten Prozess die flexible und postfordistische Produktionsweise (Rosa 2006: 336). Speziell in Deutschland &#8211; hier fiel 1989-91 der Systemumbruch mit einem Elitenwechsel zusammen &#8211; ist eine Folge der historischen Z\u00e4sur die Fr\u00fchverrentung auf dem DDR-Arbeitsmarkt, was zu einer zus\u00e4tzlichen Belastung der Rentenkassen gef\u00fchrt hat, ebenso wie die Eingliederung der DDR-Rentner in die westdeutsche Rentenkasse. Eine andere Folge des mit dem Systemwechsels verbundenen Elitenwechsels liegt in den besonderen Besch\u00e4ftigungschancen der Wendeeliten im Wiedervereinigungsprozess. Die historische Z\u00e4sur hat die wohlfahrtsstaatliche Krise f\u00fcr einen Zeitraum \u00fcberdeckt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"strategische-gruppe\">Strate&shy;gi&shy;sche Gruppe <\/span><\/h2>\n<p>In Krisen oder Umbruchszeiten bilden sich proto-Klassen heraus, die im Kampf um Ressourcen kollektive Handlungsstrategien entwickeln, um sich einen Anteil an den G\u00fctern der Gesellschaft anzueignen. Diese Gruppenbildung ist als eine Reaktion auf ver\u00e4nderte Lebensumst\u00e4nde zu begreifen. Das Initialziel einer strategischen Gruppe ist Wachstum zwecks Steigerung politischer Einflussm\u00f6glichkeiten und Lebenschancen im objektiven Klasseninteresse dieser Gruppe zu nutzen (Ewers u.a. 1983:2). Wie sich eine solche strategische Gruppe gestaltet, ist abh\u00e4ngig von den darin engagierten Akteuren &#8211; im Fall von Freiberuflern oder Arbeitnehmern sind es h\u00f6here L\u00f6hne oder Honorare. Das politische Interesse einer strategischen Gruppe kann im skizzierten Fall in der Regulierung des prek\u00e4ren Arbeitsmarktes sowie einer generationengerechten Politik[7] gesehen werden.<\/p>\n<p>Die Bildung einer strategischen Gruppe h\u00e4ngt als zweites von der Regierungsform des jeweiligen Staates ab. In einer parlamentarischen Demokratie ist der nahe liegende Schritt, Einfluss auf das Partei- und Verbandswesen zu nehmen. Als einen Versuch eine strategische Gruppe zu bilden kann die Gruppe der 89er bei den Gr\u00fcnen interpretiert werden. 1997 wurden in einem Positionspapier Inhalte festgelegt, die f\u00fcr den (wahrscheinlichen) Fall eines Rot-Gr\u00fcnen Wahlsieges umgesetzt werden sollten. Das Start21-Papier wurde in der Frankfurter Rundschau ver\u00f6ffentlicht und in einem Neunundachtziger Buch dokumentiert (vgl. Wagner 1989). Als ein wesentliches Motiv sticht die Begrenzung der Staatsverschuldung hervor, einige Forderungen scheinen dagegen durch den Zeitgeist der 90er Jahre gepr\u00e4gt zu sein, etwa die Forderung, die Rentenversicherung an den Kapitalmarkt zu bringen.[8]<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"generationelle-lagerung\">Genera&shy;ti&shy;o&shy;nelle Lagerung <\/span><\/h2>\n<p>Klassisch ist nach wie vor Karl Mannheims Generationenkonzeption mit der Trias von Generationenlagerung, Generationenzusammenhang und Generationeneinheiten (Mannheim 1964 [1928]). Die Generationenlagerung umfasst benachbarte Geburtsjahrg\u00e4nge. Bei der Frage nach den 89ern f\u00e4llt auf, dass sich vor allem die zwischen 1968 und 1971 Geborenen so bezeichnen.<\/p>\n<p>Karl Mannheim spricht analog zur Weberschen Klassenlagerung von einer Generationenlage. Max Weber diskutiert die Klassenlage analog zur Marktlage, jede Klassenlage ist demnach mit bestimmten <i>Chancen <\/i>verbunden. Diese Chancen oder Handlungsspielr\u00e4ume nennt Karl Mannheim den <i>Generationenzusammenhang<\/i>, das gemeinsame Schicksal einer Generation. Neben den historischen Gro\u00dfereignissen wie Krieg, Revolution oder Inflation k\u00f6nnen auch ein besonderer Arbeitsk\u00e4ftebedarf oder Prekarisierung ein solches Generationenschicksal ausmachen. Aus diesem gemeinsamen Schicksal kann eine Elite hervortreten, die ein politisches Bewusstsein aus dieser Situation entwickelt. Dieser Deutungsanspruch kann auch von dem der &#8222;breiten Masse&#8220; abweichen. Au\u00dfer den &#8222;Eliten&#8220; gibt es viele Altersgenossen, die davon nichts wissen oder wissen wollen (Becker 1989: 83).<\/p>\n<p>Wenden wir uns nach diesem theoretischen Exkurs wiederum der Frage nach den 89ern zu: Es lassen sich drei Gruppen identifizieren, die besondere Pr\u00e4gungen oder Handlungschancen in der Wendezeit erfahren haben.<\/p>\n<p>1. Besonders privilegierte Handlungschancen hatten die zum Zeitpunkt der Wende 30-bis 40-J\u00e4hrigen. Der Wiedervereinigungsprozess war von einem gleichzeitigen System- und Elitenwechsel gekennzeichnet. Der ostdeutsche Transformationsprozess war dadurch gekennzeichnet, dass verstrickte Personen nicht bei der Besetzung wesentlicher Positionen ber\u00fccksichtigt werden mussten. Darin lag ein wesentlicher Unterschied zu anderen ehemaligen Ostblockstaaten. Der Bedarf an F\u00fchrungspersonal konnte durch Absolventen der geburtenstarken westdeutschen Jahrg\u00e4nge gedeckt werden. Berufliche Handlungschancen ergaben sich f\u00fcr Juristen, die vor allem in der Ministerialb\u00fcrokratie und als Richter Verwendung fanden[9], aber auch f\u00fcr Journalisten, die im expandierenden privaten Rundfunk sowie in den neu gegr\u00fcndeten ostdeutschen Anstalten des \u00f6ffentlichen Rundfunks eine Anstellung fanden. Diese Absolventenkohorte hat Erwerbsbiographien vorzuweisen, die sich von den weiter oben geschilderten deutlich unterscheiden. Die besonders hervorstechenden und au\u00dfergew\u00f6hnlichen beruflichen Handlungschancen haben diese Probleme &#8222;\u00fcberdeckt.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr die folgende Alterskohorte wurden diese Chancen begrenzt: Durch das jugendliche Alter der Stelleninhaber ergaben sich f\u00fcr diese Generation keine au\u00dfergew\u00f6hnlichen Besch\u00e4ftigungschancen. Dies ist eine Parallele zur 68er-Generation, sie konnten im expandierenden \u00f6ffentlichen Dienst auf gute Besch\u00e4ftigungschancen hoffen, f\u00fcr die nachfolgenden Jahrg\u00e4nge war dieser Arbeitsmarkt ebenfalls verschlossen (Bude 1995: 29). Die Jahrg\u00e4nge, die durch eine Thematisierung als 89er hervorgetreten sind, waren zu jung, um von diesen verbesserten Handlungschancen profitieren zu k\u00f6nnen. Insgesamt sind die Pr\u00e4gungen jedoch \u00e4hnlich. Erinnert sei an die Vermutung Henk A. Beckers, die nach 1970 Geborenen seien eine Fortsetzung der &#8222;lost-generation&#8220; des Wohlfahrtsstaates (Becker 1989: 87).<\/p>\n<p>2. Diejenigen, die zum Zeitpunkt der Wende in Westdeutschland noch im Studium oder in der Schule waren, haben prek\u00e4rere, dennoch beachtliche Karrieren vorzuweisen. Aus diesen Jahrg\u00e4ngen &#8211; insbesondere die Jahrg\u00e4nge 1968-1971 &#8211; stammt die Selbstthematisierung als Neunundachtziger in der Politik, z.B. bei den hessischen Gr\u00fcnen, aber auch im Medienbereich. Die z.T. prek\u00e4ren \u00dcberg\u00e4nge von der Ausbildung in die Berufst\u00e4tigkeit wirken im Vergleich zu den zehn Jahre \u00c4lteren eher entbehrungsreich, obwohl ihnen diese Situation aus der Zeit vor der Wende bekannt gewesen sein m\u00fcsste. F\u00fcr sie wirkt sich der Verwendungsstau besonders stark aus.<\/p>\n<p>Der eigentliche Erfahrungsraum dieser Generation sind die 80er Jahre in der Bundesrepublik. Die Bundesrepublik baute ihren Status vom &#8222;Provisorium&#8220; hin zum &#8222;souver\u00e4nen Staat&#8220; aus, ein Prozess, der durch den Fall der Mauer im Nachhinein best\u00e4tigt wurde. Aus dieser Gruppe geht die Selbstthematisierung als 89er hervor, es ist der Versuch, ein Label f\u00fcr sich zu vereinnahmen. Obwohl die Thematisierung als 89er aus diesen Jahrg\u00e4ngen stammt, bleibt dieses Label jedoch f\u00fcr die &#8222;breite Masse&#8220; dieser Jahrg\u00e4nge uninteressant.<\/p>\n<p>3. Die Wendesch\u00fcler, die &#8222;abgekl\u00e4rten Skeptiker&#8220; (Lehmann\/Stutz 2007). Von dieser Gruppe ist bislang keine Selbstthematisierung als 89er zu erkennen &#8211; au\u00dfer bei denjenigen, die eine Karriere in der Politik oder im Medienbereich ins Auge gefasst haben -, was insofern erstaunlich ist, da sie im Vergleich zu ihren Altersgenossen im Westen die Umbrucherfahrung deutlich st\u00e4rker wahrgenommen haben. Das Interesse dieser Gruppe ist das m\u00f6glichst reibungslose Einsickern in die westdeutsche Gesellschaft. Im Gegensatz zu ihren westdeutschen Altersgenossen haben sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange Ausbildungszeiten, denn sie haben einen relativ gro\u00dfen Selbstverwirklichungsanspruch.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ausblick\">Ausblick <\/span><\/h2>\n<p>Das politische Problem der Generation beginnt dort, wo eine Generation aufh\u00f6rt (Neckel 1993: 166). Das ist der Stand nach 68. Es bleibt unklar, ob und wo neue Generationen zu verorten sind. Die 68er sind von den Jahrg\u00e4ngen relativ gut eingrenzbar und als Tr\u00e4ger einer politischen Bewegung zu identifizieren (vgl. Bude 1995). Die Frage nach einer 89er-Generation stellt sich schwieriger dar: Kennzeichen moderner Gesellschaften ist die soziale Konstruktion von Erfahrung. Bestimmte Erfahrungen werden zu Erinnerungen, wenn es diskursiv ausgehandelte Wegmarken gibt, an denen man diese verorten kann. Ein Austausch \u00fcber Erfahrungen ist immer auch ein Austausch \u00fcber gesellschaftliche Konventionen, wie erinnert werden sollte (Schachtel 1949). Stellt man sich die Gesellschaft als Blick auf den nachts durch die Stra\u00dfen fahrenden Verkehr vor, sind die gemeinsamen Erinnerungen die Kreuzungen, Ampeln, Verkehrszeichen etc. Bei der Frage nach den 89ern k\u00f6nnen wir drei verschiedene Wegmarken ausmachen und an jeder dieser Wegmarken sind unterschiedliche Wendungen denkbar. F\u00fcr die 89er ist es noch unklar, ob und auf welche dieser Wegmarken sich das kollektive Ged\u00e4chtnis dieser Generation einigen wird. Ist es die Erfahrung der westdeutschen 80er Jahre, mit Playmobil und &#8222;Wetten dass&#8230;?&#8220;, oder sind es Erfahrungen der Wendezeit &#8211; die Aufbruchstimmung der Wendeeliten oder die Desillusionierung ihrer ostdeutschen Altersgenossen? Auch die Prekarisierung der Arbeitswelt als gemeinsamer Erfahrungshorizont \u00fcberzeugt wenig, da gerade die Wendeeliten erstaunliche Karrieren vorzuweisen haben &#8211; im Gegensatz zu der Generation der heutigen Absolventen. An dieser Komplexit\u00e4t der sozialen Realit\u00e4t sind die Versuche dieses Label Mitte der 90er zu vereinnahmen gescheitert, Leggewies Versuch die 89er zu portraitieren ist Ausdruck dieses Problems. In einem Interview wurden die Ereignisse um das Jahr 1989 als ein Stein beschrieben, der auf dem Boden der Erinnerung liegt, aber nicht aufgehoben wird. Dieser Stein wird nicht aufgehoben, weil keine diskursive Einigkeit dar\u00fcber besteht, wie diese Erinnerung verarbeitet werden kann. Was bleibt, ist die Erinnerung an diese Zeit im Sinne einer &#8222;community of affect&#8220;. Der britische Soziologe Dick Hebdige beschreibt als community of affect kurzlebige Mobilisierungswellen, die sich kurzfristig bilden (Hebdige 1994).<\/p>\n<p>Am Label 89er scheitert vor allem die Selbstthematisierung der westdeutschen Jahrg\u00e4nge 1968-1971, denn bei ihnen ist oftmals kein biographsicher Bezug zum Jahr 1989 zu erkennen. Auch die oftmals angestrengte Hilfskonstruktion im Sinne einer Posthistorie \u00fcberzeugt wenig. Es wurde vorgeschlagen, das Label der 89er zugunsten der Bezeichnung <i>generation precaire <\/i>zu verwerfen, denn dieses sei n\u00e4her an der tats\u00e4chlichen Erfahrungswelt dieser Jahrg\u00e4nge (B\u00fcrgel 2007). Das w\u00fcrde allerdings nur auf einen Teilbereich dieser Gruppe zutreffen.<\/p>\n<p>Es stellt sich die Frage, ob der Generationenbegriff \u00fcberhaupt n\u00fctzlich ist oder ob man ihn angesichts der Inflation immer weniger \u00fcberzeugender Generationenlabels ganz verwerfen sollte. Wenn der Anspruch an den Generationenbegriff ist, eine komplexer werdende Realit\u00e4t auf eine einfache und griffige Formel zu bringen, ist der Begriff der Generation sicher nicht angemessen. Im Gegenteil kann gefragt werden, ob dieser Wunsch einer Etikettierung der Realit\u00e4t entspricht. Die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts kann als Geschichte von Generationenkonflikten gelesen werden. Die prominenteste Etikettierung bleibt mit dem Jahr 68 verbunden. M\u00f6glicherweise erschwert gerade dies den Blick auf eine neue Generation.<\/p>\n<p>[1] Den Titel meines Beitrages habe ich aus einem Artikel von Caspar Maase ausgeborgt, in dem er den Verlust des analytischen Potentials des Generationenbegriffes angesichts seiner inflation\u00e4ren Entwicklung kritisiert (Maase 2005:227).<\/p>\n<p>[2] F\u00fcr mein Promotionsvorhaben wurden zwischen 2006 und 2008 teilstandartisierte qualitative Interviews mit &#8222;Protagonisten&#8220; der 89er Generation gef\u00fchrt. Sie wurden von mir angesprochen, weil sie sich bereits als 89er selbst dargestellt haben. Die Selbstthematisierung als 89er war Bedingung um eine Person ins Sample aufzunehmen.<\/p>\n<p>[3] Becker nimmt zun\u00e4chst keine Abgrenzungen zu den j\u00fcngeren vor. F\u00fcr uns ist jedoch interessant, dass er f\u00fcr die ab 1970 geborenen eine Ver\u00e4nderung innerhalb dieser `lost-generation\u00b4 diagnostiziert. (Becker 1989: 86f.) Diese Vermutzung wird durch aktuelle empirische Ergebnisse weitgehend best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>[4] Vgl. hierzu z.B. Bude 1995 und Theweleit 1998.<\/p>\n<p>[5] Die Diagnose der Unregierbarkeit der Gegenwartsgesellschaften ist ein bekanntes Motiv in der soziologischen Zeitdiagnose. (vgl. Baumann 2000).<\/p>\n<p>[6] Empirisch wurde diese Wahrnehmung unter anderem von Geoffrey Paulin und Brian Riordan (Paulin; Riordan 1998) f\u00fcr die USA best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>[7] Zum Begriff der Generationengerechtigkeit vgl. Butterwege 2006.<\/p>\n<p>[8] Dieses Papier wurde in einer durch den B\u00f6rsengang der Telekom beeinflussten B\u00f6rseneuphorie geschrieben. Heute ist z.B. der Anteil den Wertpapiere z.B. an privaten Zusatzrenten haben k\u00f6nnen strikt begrenzt.<\/p>\n<p>[9] Das Durchschnittsalter der Richter in Sachsen war 1994 34 Jahre. (Pannen 1994) Hier ergaben sich auch Chancen f\u00fcr Juristen, die bei normalem Bedarf mit ihrer Examensnote nie auf einer Richterstelle gekommen w\u00e4ren.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Bauman, Zygmunt <\/i>(2000): Vereint in Verschiedenheit. In: Berghold, Josef; Menasse, Elisabeth; Ottomeyer, Klaus (Hg.): Trennlinien. Imagination des Fremden und Konstruktion des Eigenen. Klagenfurt, S. 25-46.<\/p>\n<p><i>Becker, Henk A.<\/i> (1989): Generationen, Handlungsspielr\u00e4ume und Generationenpolitik. In: Weymann, Ansgar: Handlungsspielr\u00e4ume. Stuttgart, S. 76-89.<\/p>\n<p><i>Bude, Heinz<\/i> (1995): Das Altern einer Generation. Die Jahrg\u00e4nge 1938-48. Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>B\u00fcrgel, Tanja<\/i> (2007): Die 89er als Generation &#8211; gibt es sie wirklich? Zur Historisierung eines Generationen-Labels. In: <i>Generationengerechtigkeit! <\/i>2\/2007, S. 4-8.<\/p>\n<p><i>Butterwege, Christoph <\/i>(2006): Generationengerechtigkeit -Zukunftsverpflichtung oder Kampfbegriff? In: <i>Berliner Debatte Initial,<\/i> Jg. 17, H. 3, S. 47-58.<\/p>\n<p><i>Corsten, Michael <\/i>(2001): &#8222;Generationenzusammenh\u00e4nge&#8220; der Bundesrepublik Deutschland. In: Almendiger, Jutta (Hrsg.): Gute Gesellschaft? Verhandlungen des 30. Kongresses der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie in K\u00f6ln 2000. Teil A. Opladen. S. 477-518.<\/p>\n<p><i>Evers; Hans-Dieter; Anhut, Raimund; Buchholt, Helmut <\/i>(1983): Makrosoziologische Analyse gesellschaftlicher Entwicklung: Strategische Gruppen in S\u00fcdostasien. Working Paper Universit\u00e4t Bielefeld, Fakult\u00e4t f\u00fcr Soziologie. Bielefeld.<\/p>\n<p><i>Fend, Helmut<\/i> (1988): Sozialgeschichte des Auswachsens. Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>Hebdige, Dick <\/i>(1994): After the masses. In: Dirks, N.B. (Hrsg.): Culture\/Power\/History: A Reader in Contemporary Critical Theory. Princeton. S. 222-235.<\/p>\n<p><i>Hurrelmann, Klaus<\/i> (2006): Einf\u00fchrung in die Sozialisationstheorie. Bern u. Weinheim<\/p>\n<p><i>Illies, Florian<\/i> (2000): Generation Golf. Eine Inspektion. Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>Leggewie, Claus <\/i>(1995): Die 89er. Portrait einer Generation. Hamburg<\/p>\n<p><i>Pannen, Stephan <\/i>(1994): Wir Mauerkinder. Eine Generation bricht auf. Weinheim.<\/p>\n<p><i>Lehmann, Antje; Stutz, R\u00fcdiger <\/i>(2007): &#8222;Abgekl\u00e4rte&#8220; Skeptiker: Zum Erfahrungsabgleich und Selbstverst\u00e4ndnis der 90er-Jahre-Jugend in Ostdeutschland. Vortrag auf der Tagung: &#8222;Eine g\u00e9n\u00e9ration pr\u00e9caire im Osten? Die Verunsicherung und Selbstdeutungen von Jugendlichen nach dem Systemumbruch&#8220; Sonderforschungsbereich 580 &#8222;Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Diskontinuit\u00e4t, Tradition und Strukturbildung&#8220; Jena, 17.12. 2007.<\/p>\n<p><i>Maase, Kaspar <\/i>(2005): Farbige Bescheidenheit. Anmerkungen zum postheroischen Generationenverst\u00e4ndnis. In: Jureit, Ulrike; Wildt, Michael (Hrsg.): Generationen. Zur Relevanz einen wissenschaftlichen Grundbegriffs. Hamburg. 220-242.<\/p>\n<p><i>Neckel, Sieghard<\/i> (1993): Die Macht der Unterscheidung. Beutez\u00fcge durch den Modernen Alltag. Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>Paulin, Geoffrey; Riordan, Brian <\/i>(1998): Making it on their own: The baby boom meets Generation X. In: <i>Monthly labour review<\/i>. February 1998, S. 10-21.<\/p>\n<p><i>Rosa, Hartmut<\/i> (2005) Beschleunigung. Die Ver\u00e4nderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>Theweleit, Klaus <\/i>(1991): Buch der K\u00f6nige. Band 1: Orpheus und Euridike. Zweiter Versuch im Schreiben ungebetener Biographien Basel; Frankfurt\/M.<\/p>\n<p><i>Theweleit, Klaus <\/i>(1998): Ghosts. Drei leicht inkorrekte Vortr\u00e4ge. Frankfurt\/M; Basel.<\/p>\n<p><i>Wagner, Mathias<\/i> (1998): Start in den Staat des 21. Jahrhunderts. F\u00fcr einen neuen Generationenvertrag. In: Die 68er. -Warum wir Jungen sie nicht mehr brauchen. SRzG (Hg.), Freiburg i.Br.: S. 55-90.<\/p>\n<p><i>Wiedemann, Karsten <\/i>(2008): 1968 und die j\u00fcngere Generation. In: <i>Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte <\/i>2\/2008, S. 52-55.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1933],"publikationen":[1221],"class_list":["post-11049","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-martin-gloger","publikationen-182-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>A Generation to end all generations [1] - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/182-vorgaenge\/publikation\/a-generation-to-end-all-generations-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"A Generation to end all generations [1] - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zur Entmythologisierung des Generationenlabels &#8222;89er&#8220;, aus: vorg\u00e4nge Nr. 182, Heft 2\/2008, S. 139-147 Aus einer empirischen Erhebung mit Protagonisten der 89er-Generation liegt mir diese Interviewpassage vor[2]. 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