{"id":11071,"date":"2007-12-01T21:00:00","date_gmt":"2007-12-01T20:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/linker-populismus-ein-fremdkoerper-im-deutschen-parteiensystem\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:09","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:09","slug":"linker-populismus-ein-fremdkoerper-im-deutschen-parteiensystem","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/180-vorgaenge\/publikation\/linker-populismus-ein-fremdkoerper-im-deutschen-parteiensystem\/","title":{"rendered":"Linker Populismus &#8211; ein Fremdk\u00f6rper im deutschen Parteiensystem"},"content":{"rendered":"<p>Aus: vorg&auml;nge Nr.180, Heft 4\/2007, S. 43-52<\/p>\n<p><b>I.<\/b><\/p>\n<p>Die Erkenntnis, dass sich die Sprache der Politik gern mehrdeutiger Begriffe bedient, ist nicht neu. Sie weicht den denotativen Kern von Wortbedeutungen auf, setzt auf das konnotative Umfeld, auf emotional suggestive Dehnbarkeit und Vereinfachung. Handlungsleitende Vereinfachungen funktionieren in der Regel nach einem dualen Prinzip: Wir\/die Anderen, Freund\/Feind, verfassungstreue\/verfassungswidrige Kr&auml;fte. Bis 1989 lie&szlig; sich die Welt nach diesem bin&auml;ren Code interpretieren. Hier die &#8222;freie Welt&#8220;, dort der Totalitarismus, hier Demokratie, dort Diktatur.<\/p>\n<p>Diese nach &#8222;gut&#8220; und &#8222;b&ouml;se&#8220; &uuml;bersichtlich geordnete Welt brach nach 1989 zusammen. Innenpolitisch war die Klassenspaltung schon l&auml;nger erodiert. Die CDU verstand sich von Beginn an als klassen&uuml;bergreifende Volkspartei und mit dem Godesberger Programm von 1959 vollzog auch die SPD den Wandel von der Klassen- zur Volkspartei. An die Stelle des Dualismus trat ein Pluralismus von Wertorientierungen, Lebenslagen und Milieus, die Ausdifferenzierung von Lebensformen sowie zunehmend deren ethnische &Uuml;berformung durch die Immigration. Der Sozialstaat, lange die Basis f&uuml;r den Erfolg der Volksparteien, gilt angesichts des demographischen Wandels, der Massenarbeitslosigkeit und der neoliberalen Deregulierungspolitik nicht l&auml;nger als unumst&ouml;&szlig;liche Errungenschaft, sondern als Dauerbaustelle eines &#8222;Umbaus&#8220;.<\/p>\n<p>Wo aber sind innenpolitisch die &#8222;Feinde&#8220; geblieben? In den 1990er Jahren formierten sich in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern Bewegungen, die nicht kurzerhand als rechtsextrem oder neofaschistisch eingestuft werden konnten. Dazu unterschieden sie sich in Zielsetzung und Auftreten zu sehr von den ultra-nationalistischen, gewaltbereiten Kr&auml;ften am rechten Rand. Dies und der zwischen Provokation und Entertainment schillernde Habitus ihrer Wortf&uuml;hrer trug ihnen die Bezeichnung &#8222;Rechtspopulismus&#8220; ein.<\/p>\n<p>Im linken Spektrum waren nach 1989 die Begriffe Sozialismus oder Kommunismus, zusammen mit den Regimen, die sie als Selbstbezeichnung gew&auml;hlt hatten, nicht nur politisch diskreditiert. Auch in theoretischer Hinsicht erschienen sie als Relikte der industriekapitalistischen Klassengesellschaft. W&auml;hrend sich die westlichen Gesellschaften von der Industrie- zur Wissensgesellschaft entwickelten und der terti&auml;re Sektor den sekund&auml;ren &uuml;berrundete, wurde das an der Arbeiterklasse, an Verstaatlichung, Planwirtschaft und Einparteienherrschaft ausgerichtete (real-)sozialistische Projekt von der Geschichte &uuml;berholt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ii\">II. <\/span><\/h2>\n<p>In dieser ideologisch diffusen Zeit fehlt es an einem Sammelbegriff f&uuml;r die am rechten und linken Rand angesiedelten politischen Kr&auml;fte. Hier scheint die Erkl&auml;rung f&uuml;r die ebenso rasche wie inflation&auml;re Verbreitung des Begriffs Populismus zu liegen. Populismus, ein auch unter Wissenschaftlern umstrittener Begriff, bot sich mit seiner Schwammigkeit geradezu an, um in der politischen Semantik die Rolle des Platzhalters f&uuml;r das nicht mehr eindeutig Benennbare einzunehmen.<\/p>\n<p>Mit der medial verst&auml;rkten Karriere des Begriffs Populismus war der Dualismus von Wir\/die Anderen wiederhergestellt, aber in einer ausufernden Mehrdeutigkeit, die der sozialen Diffusion und ideologischen Un&uuml;bersichtlichkeit entspricht. Populismus ist der polyseme Joker in einem politischen Spiel, in dem es scheinbar nur noch auf Inszenierung, Darstellung und kommunikationstechnische Vermittlung des Politischen ankommt. Konnte Kleist noch darauf vertrauen, dass sich &#8222;die allm&auml;hliche Verfertigung der Gedanken&#8220; durch assoziatives Reden einstelle, l&auml;sst sich am Beispiel des Populismusbegriffs das Gegenteil demonstrieren: die allm&auml;hliche Verfertigung von Gemeinpl&auml;tzen durch erkenntnisfreies Gerede.<\/p>\n<p>Die referenzielle Vieldeutigkeit des Populismusbegriffs bringt es mit sich, dass er zunehmend semantisch zerdehnt wird und als Kompositum auftritt: als Medienpopulismus, Cyberpopulismus, Steuerungspopulismus, gar als Technikpopulismus. So lautet die kritisch gemeinte These von Manfred Mai: &#8222;Die einstige Technokratie der Experten wird mehr und mehr zum Technikpopulismus der Konsumentenb&uuml;rger.&#8220; (Mai, 2007:1141) Wer konsumiert, verh&auml;lt sich eo ipso &#8222;populistisch&#8220;. Im &ouml;ffentlichen Diskurs bedeutet Populismus so gut wie alles &#8211; und damit nichts, kann doch der blo&szlig;e Hinweis auf die verbesserte Arbeitslosenstatistik unter Kanzlerin Merkel schon &#8222;populistisch&#8220; genannt werden. (Vgl. Keil, 2007:17) Wer vom &#8222;Turbo&#8220;- oder &#8222;Rambokapitalismus&#8220; mit seinen entfesselten Finanzm&auml;rkten spricht, gilt als Populist. Wer dagegen, wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt, den &#8222;Raubtierkapitalismus&#8220; anprangert, handelt als besonnener elder statesman.<\/p>\n<p>Zugleich fungiert Populismus als ideologisches Polysem, das sich der Zuschreibung &#8222;sozialistisch&#8220; oder &#8222;faschistisch&#8220; entzieht. In Peru wurden der Politiker Alberto Fujimori und sein Gegner Hullanta Omala gleicherma&szlig;en als Populisten bezeichnet. In Venezuela gilt die Politik des Hugo Chavez als populistisch, aber auch das politische System vor seinem Machtantritt. (Vgl. Sanjuan, 2007) Bei so viel terminologischer Unsch&auml;rfe verwundert es nicht, dass Populismus bereits als Synonym f&uuml;r Fundamentalismus auftritt. &Uuml;ber Willy Brandt schreibt der Journalist Gunter Hofmann: &#8222;Er war kein Populist. Zeitgeistig ja, Fundamentalismus nein!&#8220; (Hofmann, 2007:2) Andr&eacute; Brie, einer der Theoretiker der PDS, die selbst das Epitheton &#8222;populistisch&#8220; auf sich zieht, nennt die Kritik am Vorgehen der s&uuml;dkoreanischen Regierung anl&auml;sslich der Befreiung der Taliban-Geiseln &#8222;populistisch&#8220;, was so viel wie unehrlich oder heuchlerisch bedeuten soll. (Brie, 2007:2) Aber warum benennt Brie den Sachverhalt nicht so? Weil &#8222;populistisch&#8220; sich durch einen semantischen Mehrwert auszeichnet: Erstens als moralisch diskreditierende Allzweckwaffe, zweitens als Signalwort f&uuml;r vorzeigbare politische Gesinnung und drittens als Projektion der eigenen simplifizierenden Vorgehensweise auf den vermeintlichen Gegner. &#8222;Der Populismus-Vorwurf kann selbst populistisch sein, ein demagogischer Ersatz f&uuml;r Argumente.&#8220; (Dahrendorf, 2007:1)<\/p>\n<p>Ist Populismus also nur ein semantischer Platzhalter f&uuml;r die inhaltlich nicht mehr benennbaren Kr&auml;fte an den linken und rechten R&auml;ndern? Die Analyse wird dadurch erschwert, dass populistisch genannte Str&ouml;mungen in Europa bisher nur als Protestbewegungen in Erscheinung getreten sind. Sie lodern als Strohfeuer auf, gelangen nicht &uuml;ber die Bewegungsphase hinaus, verblassen rasch und gehen als Unterstr&ouml;mung in gr&ouml;&szlig;ere politische Formationen ein. Mit ihnen ist man bisher in Europa bestens fertig geworden. Zugleich aber avanciert &#8222;Populismus&#8220; zu einem diskursiven Versatzst&uuml;ck &#8211; als Gespenst, als Attrappe, als diffuser Grenzmarkierer, nicht zuletzt als Indikator f&uuml;r die Verluderung der politischen Sprache.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iii\">III. <\/span><\/h2>\n<p>Populistische Bewegungen sind das Kind einer gest&ouml;rten Kommunikation zwischen den politischen Repr&auml;sentanten (den Eliten) und jenen, die sich nicht mehr repr&auml;sentiert f&uuml;hlen. Der Kampf von Populisten richtet sich gegen elit&auml;re Abschottungstendenzen der politischen Akteure und ihre Absprachenpolitik. Je nachdem, wie stark solche Bewegungen in der anarchistischen Tradition verwurzelt sind, wenden sie sich entweder grunds&auml;tzlich gegen das Prinzip der politischen Repr&auml;sentation, gegen Parteien und Parlamente, oder sie streben in abgemilderter Form eine Erg&auml;nzung der repr&auml;sentativen Demokratie durch direktdemokratische Elemente an. Dagegen haben populistische Bewegungen nie die Eigentumsfrage gestellt. Dies und ihre Einstellung zum Staat unterscheidet sie grundlegend von der etatistischen Linken, dem Kommunismus ebenso wie der Sozialdemokratie. Rechtspopulistische Bewegungen sind daher in der Regel &#8211; und so sind sie in den 1990er Jahren in Europa aufgetreten &#8211; libert&auml;r oder anarchokapitalistisch. Die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung des Staates in seiner Auspr&auml;gung als Wohlfahrts- und Sozialstaat war ihr oberstes Ziel. <br \/>Linkspopulistische Richtungen dagegen, angefangen beim Anarchosyndikalismus &uuml;ber die &#8222;neuen sozialen Bewegungen&#8220; seit den 1970er Jahren, dem britischen Associationalism (Paul Hirst) bis hin zu den NGOs und anderen Formen au&szlig;erparlamentarischer Bewegungen spielen im linken Spektrum die Rolle der Protestanten zur Zeit der Reformation. Die Mediatisierung des politischen Willens durch eine der Priesterkaste funktional &auml;quivalente Funktion&auml;rs- und Intellektuellenschicht wird abgelehnt. Es z&auml;hlt allein der Glaube an die reinigende Kraft der Institutionen- und Elitenkritik und an die Selbstorganisation in akephalen R&auml;ten, Kommunen, Gemeinschaften oder F&ouml;derationen. Selbsthilfe, Selbstbestimmung, die Hoffnung auf spontan sich formierende Zentren von Protest und Subversion in einem pluralisierten Kosmos au&szlig;ergouvernementaler Gegenkr&auml;fte ist die Antwort der radikalen linken Populisten (Hardt\/Negri) auf die Entstehung diffuser sozialer Gruppen wie dem Prekariat. (Vgl. Priester, 2005) Daneben gibt es, vor allem im angels&auml;chsischen Bereich, linksliberale, gr&uuml;n-alternative Varianten mit teilweise lebensweltlich-konservativen Auspr&auml;gungen. Der New Populism in den USA der 1970er Jahre, der britische Associationalism sind hier zu nennen, die bei aller Theorieabstinenz doch gemeinsame Ziehv&auml;ter haben: John Stuart Mill mit seinem sozialen Liberalismus, Proudhon mit seinem Mutualismus, keinesfalls aber Marx. Wo &uuml;berhaupt von einem linken Populismus die Rede sein kann, geht er auf die proudhonistische Tradition zur&uuml;ck und machte in den 1970er Jahren Anleihen bei Foucault. In seiner radikalen Variante beruft er sich auf Sorel, in der gem&auml;&szlig;igten auf Franz Oppenheimer mit seiner Theorie von der &#8222;Gewerbsstadt&#8220; als Gegenpol zum Staat.<\/p>\n<p><b>IV.<\/b><\/p>\n<p>Populistische Bewegungen haben Konjunktur, wenn sich der Ort der Demokratie auf Wahlprofessionalit&auml;t, Elitenkartelle und Absprachenpolitik verengt, wenn die Distanz zwischen Zivilgesellschaft und Parteienstaat w&auml;chst, wenn das Binnenleben der Mitgliederparteien erstarrt und sie sich von Mittlern zwischen Gesellschaft und Staat zu Quasi-Staatsorganen entwickeln. In Deutschland fanden sich linkspopulistische Elemente weitaus eher in der Fr&uuml;hphase der Gr&uuml;nen, der einstigen Anti-Parteien-Partei, als bei der Linkspartei. Gerade sie zieht im &ouml;ffentlichen Diskurs aber die Bezeichnung &#8222;populistisch&#8220; auf sich, was vor allem mit der Rolle, dem Auftreten und dem politischen Werdegang Oskar Lafontaines zu tun hat. Verletzungen und Entt&auml;uschungen bedingen auf Seiten der SPD eine geradezu neurotische Fixierung auf diesen Renegaten, dem Verrat, Profilierungs- und Geltungssucht, Egozentrik und Rachegel&uuml;ste nachgesagt werden, was stimmen mag, aber der Personalisierung in der Politik weiteren Vorschub leistet.<\/p>\n<p>Das analytische Defizit der SPD zeigt sich bei der Suche nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r Wahlniederlagen, Mitgliederschwund, Protest und Unmut angesichts der Agendapolitik. Denn wo die politische Strategie nicht zur Disposition steht, kann die Ursache f&uuml;r die Krise nur im Bereich der Vermittlungstechniken liegen. Man habe die von Schr&ouml;der initiierte Wende zur Politik der Agenda 2010 nicht richtig &#8222;kommuniziert&#8220;, weder die Parteimitglieder noch das Wahlvolk rechtzeitig und hinreichend auf die Notwendigkeit dieses Wandels vorbereitet; hinter verschlossenen T&uuml;ren sei diese Politik autokratisch beschlossen und &#8222;von oben&#8220; durchgesetzt worden. &#8222;Der r&uuml;cksichtslose Umgang (der Parteif&uuml;hrung, K.P.) mit der Partei nach der &#8222;Vogel friss oder stirb&#8220;-Devise ist wohl singul&auml;r f&uuml;r die SPD-Nachkriegsgeschichte.&#8220; (Wiesendahl, 2004:24) Ist aber weder die &#8222;personalisierte Entscheidungszentralisierung&#8220; (Wiesendahl) noch deren Ergebnis urs&auml;chlich f&uuml;r die Parteikrise, sondern nur eine unzureichende &#8222;Inszenierung des Politischen&#8220;, da verspricht folglich auch nur eine technisch noch professionellere Regie Aussicht auf Erfolg. Dazu der Parteienforscher Franz Walter: &#8222;Wenn sich alles technisch l&ouml;sen l&auml;sst, dann wird die Politik im Grunde &uuml;berfl&uuml;ssig. Aus dieser Perspektive schrumpfen die Parteien und mit ihnen die Parlamente auf Repr&auml;sentanten zwangsl&auml;ufig egoistischer Partikularinteressen.&#8220; (Walter, 2002:187)<\/p>\n<p><b>V. <\/b><\/p>\n<p>Seit die SPD als linke Volkspartei sich auf die &#8222;neue Mitte&#8220; zu bewegt und mit der Agendapolitik viele W&auml;hler und Parteimitglieder verloren oder verst&ouml;rt hat, zeichnet sich am linken Rand ein Vakuum ab, das die Linkspartei zu besetzen trachtet. Haben in den 1990er Jahren Rechtspopulisten die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, so scheint nun mit den Wahlerfolgen der Linkspartei die Stunde des Linkspopulismus zu schlagen.<\/p>\n<p>Ist die Linkspartei aber tats&auml;chlich populistisch zu nennen? Zweifel sind angebracht, denn hier wiederholt eine sozialistische Partei der Nach-Wende-Zeit noch einmal den Revisionismusstreit vom Ende des 19. Jahrhunderts. Die vielen Marx- und Engels-Zitate in ihren programmatischen Texten k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass zum wiederholten Male in der Geschichte der Linken der Versuch unternommen wird, dem Machbarkeitspragmatismus Vorrang einzur&auml;umen und von der Systemalternative zum innersystemischen Korrektiv abzuschmelzen. Mit anderen Worten: Die Linkspartei ist dabei, sich zu sozialdemokratisieren. Was die SPD an W&auml;hlern, Anh&auml;ngern und Zielsetzungen &#8222;links liegen&#8220; l&auml;sst, okkupieren ihre Konkurrenten mit dem Versprechen, die besseren und eigentlichen Sozialdemokraten zu sein. Ob ihnen das gelingen wird, steht noch dahin, denn neben dem 1. Mai der Arbeiterklasse gilt es, auch den Christopher-Street-Day in den linken Festtagskalender einzubeziehen. Die angestrebte Identit&auml;t der Linkspartei zwischen demokratischem Sozialismus und B&uuml;rgerrechtspartei, zwischen Malochern oder Arbeitslosen und schwulen oder lesbischen Bewegungen verlangt mehr als nur verbal-kosmetische Elastizit&auml;t. Nimmt man dazu noch die aparten Ansichten von Christa M&uuml;ller zur Familienpolitik, zeigt sich eine complexio oppositorum von geschlechterpolitischem Konservatismus und b&uuml;rgerschaftlichem Freisinn, auch von materialistischer und postmaterialistischer Wertorientierung, die schon der SPD zu schaffen machte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"vi\">VI. <\/span><\/h2>\n<p>Schaut man sich zwei programmatische Grundlagentexte der Linkspartei an, zeigt sich, dass es sich hier nicht um Populismus handelt (anders dagegen Hartleb, 2004) sondern um den Wiederbelebungsversuch einer sozialdemokratischen Politik vor &#8222;Bad Godesberg&#8220;. Die Linkspartei steht weder in der Tradition Mills oder Proudhons noch richtet sie ihren Kampf gegen Eliten, Technokraten, Gro&szlig;b&uuml;rokratien oder Gewerkschaften. Werden direktdemokratische Elemente eingefordert, dann in Form von Plebisziten, nicht als R&auml;tedemokratie. &Uuml;berdies bleiben sie nachrangig gegen&uuml;ber der &#8222;sozialen Frage&#8220;, die durch staatlich induzierte Nachfragepolitik und Staatsverschuldung wieder auf das Niveau des keynesianischen Wohlfahrtsstaates angehoben werden soll.<\/p>\n<p>Als &#8222;bekennender demokratischer Sozialist&#8220; beruft sich Gregor Gysi auf den Marxismus, begreift aber den Sozialismus eher als Weg denn als Ziel. &#8222;Er ist der best&auml;ndige Versuch, Entfremdungspotenziale der &ouml;konomischen Moderne zu lokalisieren und zu neutralisieren.&#8220; (Gysi, 2007:313) Angestrebt wird die R&uuml;ckkehr zu einer Politik der staatlichen Daseinsvorsorge, ein Begriff, der bezeichnenderweise nicht aus dem linken Begriffsarsenal stammt, sondern von dem konservativen Staatsrechtler Ernst Forsthoff gepr&auml;gt wurde, &uuml;brigens 1937! Die Neoliberalen, so Gysi, &#8222;werfen uns eine im Grunde genommen konservative Politik vor, weil wir zur&uuml;ck in keynesianische Zeiten wollten. Ja, das wollen wir auch (&#8230;).&#8220; (Ibid.:324) Die Instrumente lauten: Ankurbelung des Binnenmarktes durch Hochlohnpolitik und St&auml;rkung der Massenkaufkraft, Re-Regulierung. Dagegen ist die Eigentumsfrage f&uuml;r den &#8222;modernen&#8220; Sozialismus sekund&auml;r gegen&uuml;ber der gesellschaftlichen Kontrolle. Eine &#8222;faire, chancengleiche Marktwirtschaft&#8220; wird als Sph&auml;re au&szlig;erhalb der &#8222;&ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge&#8220; akzeptiert. &#8222;Es handelt sich eigentlich um sozialdemokratische, nicht sozialistische Politik, die die Linke einfordern muss, weil sich die SPD entsozialdemokratisiert hat.&#8220; (Ibid.) Im Kampf gegen die &#8222;Kolonisierung der Lebenswelt&#8220; (Habermas) durch M&auml;rkte oder B&uuml;rokratien (Ibid.:325) wird der &#8222;dritte Weg&#8220;[1] zwischen b&uuml;rokratisch gesteuertem Staatssozialismus und neo-liberalem Staatsabbau verfolgt, um die &#8222;emanzipativen Errungenschaften der b&uuml;rgerlichen &Auml;ra&#8220; zu bewahren und ihre &#8222;desastr&ouml;sen Momente&#8220; zu &uuml;berwinden. &#8222;Das entspricht wohl ungef&auml;hr dem, was Marx sich unter einer sozialistischen Gesellschaft vorgestellt hat.&#8220; (Ibid.:327) Die Bes&auml;nftigungsformel &#8222;wohl ungef&auml;hr&#8220;, angereichert mit Anrufungen von Hegel, Marx, Engels, Luxemburg bis Gramsci, suggeriert eine offensive &#8222;Transformation&#8220;, wo es sich eher um die Verteidigung lebensweltlicher Sph&auml;ren jenseits und au&szlig;erhalb des &#8222;Systems&#8220; handelt: Marx auf den Lippen, Habermas im Sinn. Dagegen erinnert nichts an das sozialliberale oder anarchistische Credo genuiner Linkspopulisten. Selbstt&auml;tigkeit oder gar Eigenverantwortung fasst Gysi nur mit spitzen Fingern an, untergrabe die &#8222;so genannte Eigenverantwortung&#8220; (Ibid.:319) doch die Gleichheit aller als moralische Person.[2]<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"vii\">VII. <\/span><\/h2>\n<p>Im Programm der Linkspartei, PDS vom Oktober 2003 werden dagegen deutlich kapitalismuskritischere T&ouml;ne angeschlagen. Die Vorherrschaft der Kapitalverwertungsinteressen soll nicht nur abgeschw&auml;cht, sondern &uuml;berwunden und die ihnen zu Grunde liegenden Macht- und Eigentumsverh&auml;ltnisse sollen ver&auml;ndert werden. Gemeinwirtschaft und genossenschaftliches Eigentum, gesellschaftliche Kontrolle und demokratische Mitbestimmung durch &#8222;gewerkschaftliche Gegenmacht&#8220; und &#8222;sozialstaatliche Regulierung&#8220; sind das Gegengift gegen die &#8222;Diktatur des Geldes&#8220;, den &#8222;Terror der &Ouml;konomie&#8220; und die Dominanz der Kapitalverwertungsinteressen. Man stutzt, sind doch &#8222;Diktatur des Geldes&#8220; und &#8222;Terror der &Ouml;konomie&#8220; ohne Zweifel populistische Schlagworte, die, ob aus theoretischer Nachl&auml;ssigkeit oder aus Kalk&uuml;l, in postmodernem Bricolage neben dem marxistischen Vokabular auftreten. Dass die &Ouml;konomie zum Reich der Notwendigkeit geh&ouml;rt, scheint ebenso wenig in Erinnerung zu sein wie die Tatsache, dass nicht das &#8222;Geld&#8220;, sondern das Kapital als Mehrwert heckender Wert im Zentrum des Marxschen Werkes steht. Beckmesserei, mag man einwenden, aber man kann nicht Marx ohne die &#8222;blauen B&auml;nde&#8220; anrufen, es sei denn als Familienpatriarchen zur Pflege blo&szlig;er Erinnerungskultur.<\/p>\n<p>Forciertes Bem&uuml;hen um Modernit&auml;t, das wird auch die Linkspartei lernen m&uuml;ssen, hat einen Preis. Er lautet Inkoh&auml;renz. So hei&szlig;t es in Kap. III, 7: &#8222;Die PDS rechnet mit der Ausweitung der Kulturwirtschaft und erkennt die demokratisierenden Tendenzen der industriellen Massenproduktion kultureller G&uuml;ter und Dienste.&#8220; Der Markt der von Adorno perhorreszierten &#8222;Kulturindustrie&#8220; m&uuml;sse lediglich &#8222;im Interesse der Allgemeinheit&#8220; eingeschr&auml;nkt und reguliert werden. In einem linken Programm zu lesen, dass die industriell betriebene kulturelle Massenproduktion, die doch nicht exterritorial zur &#8222;Diktatur des Geldes&#8220; steht, demokratisierend wirke, ist zumindest originell. Dass diese demokratisierende Wirkung hingegen wieder &#8222;eingeschr&auml;nkt und reguliert&#8220; werden m&uuml;sse, zeigt die Grenzen des Bekenntnisses zu b&uuml;rgerschaftlicher Liberalit&auml;t. Auch werden die Verfasser des Programms ihre Gr&uuml;nde gehabt haben, warum sie eigens betonen, der demokratische Sozialismus sei &#8222;eine diesseitige Bewegung auf ein diesseitiges Ziel hin&#8220; (Kap I, 2). K&ouml;nnte man doch ohne diese Versicherung auf die Idee kommen, die Partei stehe noch in einer chiliastisch-messianischen Tradition.<\/p>\n<p>Zwischen dem neoliberalen &#8222;Verschwinden des Staates&#8220; und der aktuellen Renaissance der &#8222;Staatsbed&uuml;rftigkeit&#8220; (Forsthoff) werden unterschiedliche Staatszielmodelle diskutiert. Die Linkspartei orientiert sich dabei mit gro&szlig;em Steuerungsoptimismus, den Populisten, rechte wie linke, immer abgelehnt haben, an der Leitidee des vorsorgenden Staates.[3] In dessen Zentrum stehen Arbeitnehmer, Gewerkschaftsmacht und Sozialpartnerschaft. Zeichnet sich Populismus gerade durch eine Pluralisierung der gesellschaftlichen Beziehungen einschlie&szlig;lich der M&ouml;glichkeiten zur politischen Partizipation aus, so tut sich die Linkspartei mit der Pluralisierung der Angebote f&uuml;r die Ware Arbeitskraft noch schwer.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"viii\">VIII. <\/span><\/h2>\n<p>Der Parteienforscher Joachim Raschke konstatiert, die gesellschaftliche Entwurzelung der Parteien schreite voran. Sie seien zu &#8222;marktorientierten Gro&szlig;parteien&#8220; mit den Begleiterscheinungen der Professionalisierung, der Instrumentalisierung staatlicher Ressourcen und des Bedeutungsgewinns der mediatisierten &Ouml;ffentlichkeit geworden. Staatliche Verankerung und Patronage ersetzten die gesellschaftliche Verwurzelung der Parteien. Parteienverdrossenheit, diffuses Missbehagen und Misstrauen gegen&uuml;ber den Parteien seien die Folge. Dies bilde einen g&uuml;nstigen N&auml;hrboden f&uuml;r populistische Interventionen als Aufstand der Mitte oder als Rechtspopulismus zum Nachteil der Linken. Aber, so Raschke: &#8222;Einen erfolgreichen Links-Populismus gab und gibt es weder in Deutschland noch in Europa.&#8220; (Raschke, 2001:19)<\/p>\n<p>Populismus n&auml;hrt sich von der Kritik am &#8222;Establishment&#8220;, was von weitaus geringerer Reichweite als der Kampf gegen Kapitalverwertungsinteressen ist. Diese Kritik wird getragen von dem Wunsch, Demokratie anders als durch Parteien zu organisieren. Im Linkspopulismus artikuliert er sich in euphorischen Erwartungen an NGOs und andere vor- oder antistaatliche Organisationen. Indessen ist zu beobachten, dass sich heute Staat und Gesellschaft immer weniger als getrennte Sph&auml;ren gegen&uuml;berstehen. Vermittelt &uuml;ber Netzwerke, durchdringen sie sich vielmehr zunehmend und entziehen sich &ouml;ffentlicher Kontrolle. Linkspopulistischer Protest st&ouml;&szlig;t damit an seine Grenzen, zumal er das ohnehin geschw&auml;chte Parlament zus&auml;tzlich desavouiert. Wo aber der (National-) Staat fluide wird und sich Regierungshandeln als governance in einer Grauzone zwischen privat und &ouml;ffentlich anonymisiert, da wachsen auf der Gegenseite die Verdachtsmomente f&uuml;r anonyme Verschw&ouml;rungen. Nach dem Ende der ideologischen Gro&szlig;erz&auml;hlungen kursieren Ideologeme in kleiner M&uuml;nze weiter oder sie verdichten sich zu Mythen. &#8222;Populismus&#8220; ist das ideologische Kleingeld, die verschw&ouml;rungstheoretische Welterkl&auml;rung bereits der Mythos.<\/p>\n<p>Bisher hatten linkspopulistische Autonomiebestrebungen gegen&uuml;ber Parteien und Parlamenten in Europa, besonders in Deutschland mit seiner staatsmetaphysischen Tradition und der von der Linkspartei wieder belebten Hoffnung auf eine &#8222;Veredelung des Staates&#8220; (Hermann Heller), kaum eine Basis. Man mag das bedauern, aber nicht zu sehr. L&auml;sst sich doch anhand historischer F&auml;lle und aktuell am Beispiel der Regierung Chavez in Venezuela zeigen, dass populistisch genannte Bewegungen, einmal an der Macht, Z&uuml;ge ausbilden, die ich &#8222;f&uuml;hrerzentrierten Massenklientelismus&#8220; genannt habe (Vgl. Priester, 2007): Autokratischer F&uuml;hrerkult, Patronage, Instrumentalisierung des Staates als Pfr&uuml;nde f&uuml;r verdiente Regimeanh&auml;nger bis hin zur Einschr&auml;nkung elementarer b&uuml;rgerlicher Rechte, zugleich die Erkaufung von Massenloyalit&auml;t durch Donationen an die politische Klientel. Beruht der Sozialstaat auf einem bestimmten B&uuml;rgerstatus und einem Rechtsanspruch auf sozialstaatliche Leistungen, so beruht Klientelismus auf einem personalen Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis und jederzeit revozierbaren Gunstbezeugungen. F&uuml;r Venezuela konstatiert Sanjuan zudem, dass Formen der partizipativen Demokratie durchaus mit Personalisierung der Politik und autorit&auml;ren Strukturen einhergehen k&ouml;nnen und Entwicklungen f&ouml;rdern, die auf irritierende Weise eher an Faschismus als an Sozialismus erinnern, n&auml;mlich Herausbildung parastaatlicher Organisationen au&szlig;erhalb der &ouml;ffentlichen Kontrolle, Filzokratie, Korruption, Ineffizienz, Ausweitung b&uuml;rokratischer Apparate und ein alles &uuml;berw&ouml;lbender F&uuml;hrerkult als rein politische Synthese eines unaufgel&ouml;sten &ouml;konomischen Widerspruchs, der da lautet: &#8222;gewinnorientierter Sozialismus&#8220;. (Vgl. Sanjuan, 2007)<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ix\">IX. <\/span><\/h2>\n<p>Der Erfolg des von den europ&auml;ischen Sozialdemokratien erk&auml;mpften Sozialstaates beruht auf der Verbindung von Sozialismus, Rechtsstaatsliberalismus und Aufkl&auml;rung. Diese Legierung ist in au&szlig;ereurop&auml;ischen L&auml;ndern selten gelungen, und die dort populistisch genannten Bewegungen sind ein stets problematisches Surrogat dieses genuin europ&auml;ischen Weges. Dagegen ist die heute fast unisono populistisch genannte Linkspartei von populistischen Traditionen so weit entfernt wie Marx von Proudhon. Sie setzt auf den keynesianischen Wohlfahrtsstaat und eine starke Gewerkschaftsmacht, was im Populismus, auch in seinen linken Auspr&auml;gungen, nie ein positiver Bezugspunkt war. Wer nur die staatliche Daseinsvorsorge im Blick hat, ist aber auch von Marx weit entfernt und verharrt im Banne eines linken Etatismus.<\/p>\n<p>Populismus als Ausdruck eines politischen G&auml;rungsprozesses ist immer ambivalent. Er ist, was sich am deutlichsten f&uuml;r die USA zeigen l&auml;sst, einerseits der Versuch der Selbsterziehung und Selbstorganisation des &#8222;Volkes&#8220; von Objekten der Politik zu partizipierenden Subjekten. Zugleich war und ist er aber auch ein Humus f&uuml;r Ressentiments, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Verschw&ouml;rungstheorien. Linke Bewegungen, die sich an die bildungsferneren sozialen Segmente wenden, m&uuml;ssen mit diesen Einstellungssyndromen rechnen. Und sie m&uuml;ssen sich fragen lassen, ob sie ihnen um kurzfristiger Erfolge willen nachgeben wollen oder die ethnisch &uuml;berformten Widerspr&uuml;che als soziale erkennbar machen.<\/p>\n<p>[1] Der hier gemeinte &#8222;dritte Weg&#8220; ist selbstredend nicht der von Giddens und Blair proklamierte, sondern der von Bernstein, Hilferding oder Otto Bauer angestrebte.<\/p>\n<p>[2] Man kann die grunds&auml;tzliche moralische Gleichheit aller als Person durchaus, wie es auch in der katholischen Soziallehre geschieht, mit sozialer Gerechtigkeit gleichsetzen. Hier beginnen aber erst die moralphilosophischen Probleme, was denn unter sozialer Gerechtigkeit zu verstehen sei und ob sie nicht auch mit Eigenverantwortung einhergehen k&ouml;nne. Gysi versteht darunter lediglich das derzeit kursierende Schlagwort f&uuml;r Sozialstaatsabbau und setzt dagegen auf staatliche Daseinsvorsorge.<\/p>\n<p>[3] (Vor-)sorgender Staat wird als Gegenbegriff zum nur noch &#8222;gew&auml;hrleistenden&#8220; Staat verstanden, den die SPD der Sache nach favorisiert, gleichwohl aber den Begriff &#8222;vorsorgend&#8220; auch f&uuml;r sich reklamiert.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Brie, Andr&eacute;<\/i>, Schrecken der Ehrlichkeit, in: Freitag, 14.9.2007.<\/p>\n<p><i>Dahrendarf, Ralf<\/i>, Acht Anmerkungen zum Populismus, in: Transit, H. 25, 2003, zit. nach <a href=\"http:\/\/www.euro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.euro<\/a> zine.com (26.9.2007).<\/p>\n<p><i>Gysi, Gregor<\/i>, Ende der Geschichte? &Uuml;ber die Chancen eines modernen Sozialismus, in: UTOPIEkreativ, H. 198, April 2007.<\/p>\n<p><i>Hartleb, Florian<\/i>, Rechts- und Linkspopulismus, Wiesbaden 2004.<\/p>\n<p><i>Hofmann, Gunter<\/i>, Wem geh&ouml;rt Willy?, in: Die Zeit, Nr. 47, 6.9.2007.<\/p>\n<p>K<i>eil, Christopher,<\/i> Eine leichte Abfahrt, in: SZ, Nr. 215, 18.9.2007.<\/p>\n<p><i>Mai, Manfred,<\/i> Der neue Technikpopulismus: Technokratie oder Demokratie?, in: Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik, H. 9, 2007.<\/p>\n<p><i>Priester, Karin<\/i>, Populismus. Historische und aktuelle Erscheinungsformen, Frankfurt\/M.\/New York 2007.<\/p>\n<p><i>Priester, Karin<\/i>, Messianischer Populismus von links? Anmerkungen zu dem Werk Empire von Michael Hardt und Antonio Negri, in: Seim, Roland (Hg.): Mein Milieu meisterte mich nicht. Festschrift f&uuml;r Horst Herrmann, M&uuml;nster 2005.<\/p>\n<p>Das Programm der Linkspartei. PDS, beschlossen am 26.10.2003 in Chemnitz, <a href=\"http:\/\/archiv2007.sozialisten.de\/partei\/dokumente\/programm\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/archiv2007.sozialisten.de\/partei\/dokumente\/programm\/index.htm<\/a> (13.7.2007).<\/p>\n<p><i>Raschke, Joachim<\/i>, Die Zukunft der Volksparteien erkl&auml;rt sich aus ihrer Vergangenheit. Minimalismus und Konflikte in der Zivilgesellschaft, in: Machnig, Matthias\/Bartels, Hans-Peter (Hg.): Der rasende Tanker. Analysen und Konzepte zur Modernisierung der sozialdemokratischen Organisation, G&ouml;ttingen 2001.<\/p>\n<p><i>Sanjuan, Ana Mar&iacute;a<\/i>, Venezuela &#8211; die symbolische und die wahre Revolution, in: Le Monde Diplomatique, dt. Ausgabe, September 2007.<\/p>\n<p><i>Walter, Franz<\/i>, Politik in Zeiten der neuen Mitte. Essays, Frankfurt\/M. 2002.<\/p>\n<p><i>Wiesendahl, Elmar<\/i>, Parteien und die Politik der Zumutungen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 40, 27.9.2004.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1878],"publikationen":[2817],"class_list":["post-11071","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-karin-priester","publikationen-180-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Linker Populismus - ein Fremdk\u00f6rper im deutschen Parteiensystem - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/180-vorgaenge\/publikation\/linker-populismus-ein-fremdkoerper-im-deutschen-parteiensystem\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Linker Populismus - ein Fremdk\u00f6rper im deutschen Parteiensystem - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: vorg&auml;nge Nr.180, Heft 4\/2007, S. 43-52 I. 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