{"id":11073,"date":"2007-12-01T20:00:00","date_gmt":"2007-12-01T19:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/konsens-statt-konflikt\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:10","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:10","slug":"konsens-statt-konflikt","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/180-vorgaenge\/publikation\/konsens-statt-konflikt\/","title":{"rendered":"Konsens statt Konflikt"},"content":{"rendered":"<p>Das sozialdemokratische &#8222;Netzwerk junger Abgeordneter Berlin&#8220;,<\/p>\n<p>Aus: vorg&auml;nge Nr.180, Heft 4\/2007, S. 67-75<\/p>\n<p>Kaum eine bundesdeutsche Partei wird so sehr mit den Krisensymptomen des Typus Volkspartei in Verbindung gebracht wie die SPD. Und tats&auml;chlich hat die deutsche Sozialdemokratie in der vergangenen Dekade nicht nur einen beeindruckenden Mitgliederschwund, offenkundige Ver&auml;nderungen in der W&auml;hlerstruktur und programmatischinhaltliche Kurswechsel erfahren. Nein, auch das politische Personal, die F&uuml;hrungspersonen in Exekutive und an der Spitze der Partei wechselten, besonders deutlich nach dem Ende des rot-gr&uuml;nen Regierungsb&uuml;ndnisses 2005. Kaum eine Gruppierung innerhalb der SPD hat diesen personellen Wechsel so sehr gefordert wie das &#8222;Netzwerk junger Abgeordneter Berlin&#8220; &#8211; und kaum eine Gruppe hat so sehr davon profitiert. Denn mittlerweile sind zahlreiche &#8222;Netzwerker&#8220; in zum Teil prominenten F&uuml;hrungspositionen der Partei und des Regierungsapparates angekommen: Mit Hubertus Heil hat ein &#8222;Netzwerker&#8220; die Position des Generalsekret&auml;rs inne, Kerstin Griese und Sebastian Edathy sind Ausschussvorsitzende im Bundestag, Ute Vogt und Christoph Matschie Landesparteivorsitzende &#8211; und diese Liste lie&szlig;e sich noch um Einige erweitern. Kurzum: Bei der Frage nach dem sozialdemokratischen F&uuml;hrungsnachwuchs, nach der zuk&uuml;nftigen inhaltlichen, organisatorischen und personellen Ausrichtung der SPD ist ein Blick auf das &#8222;Netzwerk Berlin&#8220; und die darin organisierten Politiker notwendig.<\/p>\n<p>Vorab zur Genese: Das &#8222;Netzwerk junger Abgeordneter Berlin&#8220; wurde als eine Gruppierung junger Bundestagsabgeordneter &#8211; und damit lediglich als Fl&uuml;gel innerhalb der Bundestagsfraktion &#8211; zu Beginn des Jahres 1999 von den Abgeordneten Hubertus Heil (und dessen Mitarbeiter J&uuml;rgen Neumeyer), Hans-Peter Bartels und Kurt Bodewig gegr&uuml;ndet. Ausschlaggebend waren die Erfahrungen mehrer j&uuml;ngerer MdBs, die entweder 1998 oder in der vorausgegangenen Legislaturperiode in den Bundestag eingezogen waren: Wie &uuml;blich, hatten sie Versammlungen und Treffen des Seeheimer Kreises und der Parlamentarischen Linken besucht, sahen sich von diesen jedoch kaum angesprochen: Waren ihnen die einen zu kanzlertreu, zu wenig an grunds&auml;tzlichen Diskussionen interessiert und kulturell fremd, empfanden sie die Debatten der anderen als eingefahren, starr-hierarchisch und im Denken der achtziger Jahre verhaftet. Nirgends f&uuml;hlten sie sich als politischer Nachwuchs so recht willkommen. Aus eben diesem Grund wurde das &#8222;Netzwerk&#8220; dezidiert als offener Diskussionszusammenhang der Nach-68erGeneration gegr&uuml;ndet (vgl. Netzwerk Berlin 2007). Es sollte ein Ort sein, an dem jenseits eingefahrener Diskussionsmuster und -hierarchien, fern der herk&ouml;mmlichen Kategorien von rechts und links Politik ersonnen und gemacht werden konnte (vgl. Bartels 2001). Die Organisationsformen waren denkbar einfach: Eine offizielle F&uuml;hrungsstruktur im Sinne eines Vorstands oder Sprechers existierte nicht, Entscheidungen wurden im Konsens und nach Anh&ouml;rung aller getroffen. Jeden Donnerstagabend in den Sitzungswochen des Bundestages wurde ein Gast geladen, der zu einem vereinbarten Thema vor &#8222;Netzwerkern&#8220; und einer interessierten &Ouml;ffentlichkeit referierte und anschlie&szlig;end mit dem Publikum diskutierte. Dar&uuml;ber hinaus entstanden einige politische Papiere, doch blieben diese Beitr&auml;ge zur (partei)politischen Debatte zun&auml;chst eher sporadisch, schienen keinem langfristigen Konzept zu folgen.<\/p>\n<p>Sowohl in organisatorischer als auch in machtstrategischer Hinsicht stellte die Bundestagswahl 2002 einen Einschnitt in der Entwicklung des &#8222;Netzwerks&#8220; dar. Zun&auml;chst vergr&ouml;&szlig;erte die Gruppe sich &#8211; auch aufgrund intensiver und professioneller Werbung &#8211; rein nominell; aktuell umfasst sie 48 Abgeordnete. Mit dieser quantitativen Ver&auml;nderung ging auch eine qualitative einher. Zum einen richtete das &#8222;Netzwerk&#8220; ein gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes B&uuml;ro ein, dessen Leiter seitdem J&uuml;rgen Neumeyer ist, und welches als organisatorische Zentrale fungiert. Zum anderen gab sich die Gruppierung eine auch nach au&szlig;en sichtbare F&uuml;hrungsspitze durch die Wahl eines zuerst sechsk&ouml;pfigen Sprecherkreises, seit 2005 durch eine Doppelspitze. In programmatisch-strategischer Hinsicht mischte sich das &#8222;Netzwerk&#8220; im Herbst 2003 &#8211; f&uuml;r Au&szlig;enstehende &uuml;berraschend &#8211; in die Debatte um ein neues Grundsatzprogramm mit einem eigenen Programmbeitrag ein (vgl. &#8222;Netzwerk Berlin&#8220; 2005).<\/p>\n<p>Obwohl &#8211; oder vielleicht gerade weil &#8211; das &#8222;Netzwerk&#8220; den multiplen Anspruch proklamierte, als &#8222;Nach-68er-Zusammenhang&#8220; sowohl die nach Lebensalter j&uuml;ngeren Sozialdemokraten als auch einen differenten politischen Stil und andere Inhalte zu vertreten, wurde massiv Kritik ge&uuml;bt. Die im &#8222;Netzwerk&#8220; versammelten Politiker seien quasi Empork&ouml;mmlinge im politischen Gesch&auml;ft, lediglich auf Posten und Positionen aus, ohne eigene Inhalte, und &uuml;berhaupt sei nicht zu erkennen, wof&uuml;r sie denn nun st&uuml;nden, was das &#8222;Andere&#8220; sei (vgl. bspw. Staud 2003). Doch so ganz stimmt diese Beurteilung nicht. Gut acht Jahre nach Gr&uuml;ndung des &#8222;Netzwerks&#8220; sind sehr wohl einige markante Eigenschaften dieser Politikergeneration &#8211; die zugleich eine Str&ouml;mung innerhalb der Partei ist &#8211; auszumachen.<\/p>\n<p>Auch wenn die meisten der &#8222;Netzwerker&#8220; ihren vierzigsten Geburtstag bereits hinter sich haben, sind sie mit Geburtsjahrg&auml;ngen, die in der &uuml;berwiegenden Mehrheit zwischen 1960 und 1976 liegen, gegen&uuml;ber den so genannten 68ern und &#8222;Enkeln&#8220; in der deutschen Sozialdemokratie eine j&uuml;ngere, nachfolgende Generation. Sie wurden in einer anderen historischen und kulturellen Umwelt sozialisiert, durch differente Fakten, Ereignisse, Diskussionen und Prozesse gepr&auml;gt.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst: Die Jugend der meisten im &#8222;Netzwerk&#8220; engagierten Politiker f&auml;llt in die auslaufenden siebziger und beginnenden achtziger Jahre und damit in die Hochzeit der Neuen Sozialen Bewegungen in der BRD. So berichtet denn auch die &uuml;berwiegende Mehrheit der (westdeutschen) &#8222;Netzwerker&#8220; von ersten politischen Erfahrungen im Umkreis und Themenfeld dieser Bewegungen[1] &#8211; sei es, dass sie sich gegen eine M&uuml;lldeponie oder ein geplantes Atomm&uuml;llendlager engagierten oder an Friedensdemonstrationen gegen den NATO-Doppelbeschluss teilnahmen. Dementsprechend sind ihnen die Themen und Wert&uuml;berzeugungen jener Zeit wohl vertraut, ja, sie haben sie sich gr&ouml;&szlig;tenteils selbstverst&auml;ndlich zu Eigen gemacht.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur parteiinternen Vorg&auml;ngergeneration, den von Schr&ouml;der, Scharping oder Wieczorek-Zeul repr&auml;sentierten &#8222;Enkeln&#8220;, mussten sie sich Zielvorstellungen wie Umweltschutz oder Ausdehnung der partizipatorischen Rechte nicht erst durch &#8211; innere und &auml;u&szlig;ere &#8211; Konflikte erk&auml;mpfen und schmerzhaft in das Thementableau der Mutterpartei integrieren, sondern sie waren von Beginn an integrativer Bestandteil ihrer Sozialisation. Interessant ist in diesem Zusammenhang, warum die damals jugendlichen &#8222;Netzwerker&#8220; dann doch die SPD statt der frisch entstandenen &#8222;Gr&uuml;nen&#8220; als Ort ihres parteipolitischen Engagements w&auml;hlten, zumal sie mit dieser Entscheidung in ihrer Generation eindeutig eine Minorit&auml;t darstellten (Fischer et al. 1985:26 f.).[2] Die vorgebrachten Argumente zielen sowohl auf eine habituell-kulturelle als auch auf eine programmatisch-inhaltliche Ebene: Zum einen, so wird in Interviews deutlich, seien die Gr&uuml;nen den jungen &#8222;Netzwerkern&#8220; zu &#8222;unordentlich&#8220;, &#8222;unorganisiert&#8220; und &#8222;chaotisch&#8220; gewesen; verglichen damit sei es bei den Sozialdemokraten &#8222;geordneter&#8220; und &#8222;strukturierter&#8220; zugegangen. Zum anderen habe bei den sich neu formierenden Gr&uuml;nen inhaltlich das &#8222;soziale&#8220; Element gefehlt, welches wiederum bei der SPD durch die Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit vertreten gewesen sei. Hier wird bereits fr&uuml;h ein Wesensmerkmal jener Politikerkohorten erkennbar: Ihnen ist das Unberechenbare und Spontane eher unangenehm, wenn nicht gar fremd. Auch deshalb wirken ihr politisches Handeln und Auftreten manchmal so bieder, brav und gesetzt.<\/p>\n<p>Die genannte Pr&auml;disposition wurde im Verlauf der weiteren Parteisozialisation durch mehrere Faktoren verst&auml;rkt. Zun&auml;chst engagierten sich die Gr&uuml;ndungsmitglieder und Hauptakteure des &#8222;Netzwerks&#8220; in den achtziger bis hinein in die neunziger Jahre in der sozialdemokratischen Jugendorganisation, den Jungsozialisten, zumeist gar auf bundespolitischer Ebene.[3] Hier erlebten sie die tiefe Krise des Parteinachwuchses (vgl. L&ouml;sche et al. 1992:280 ff). W&auml;hrend um die Jusos herum Debatten um Atomkraftwerke, NATO-Doppelbeschluss, Umweltschutz und letztendlich den Zusammenbruch der DDR und die Wiedervereinigung tobten, widmete sie sich intern leidenschaftlich theoretischabgehobenen und realit&auml;tsfernen Diskussionen zur &Uuml;berwindung des Kapitalismus (vgl. Oberpriller 2004:288 ff.). Die verschiedenen Str&ouml;mungen aus &#8222;Stamokaps&#8220;, &#8222;Refos&#8220; und &#8222;Undogs&#8220; stritten erbittert um die Deutungshoheit innerhalb des Jugendverbands, feilten bis sp&auml;t nachts am Klein-Klein von Tagesordnungsantr&auml;gen und detaillierten Positionspapieren, f&uuml;r die sich au&szlig;erhalb des Verbands kaum jemand interessierte. &#8222;Netzwerker&#8220; empfanden diese Diskussionskultur nicht nur als kaum ertr&auml;glich, sondern auch als schlichtweg nicht zielf&uuml;hrend und setzen sich zumeist f&uuml;r eine reformorientierte Politik ein. Damit wurde nicht nur der Grundstein f&uuml;r die stets beschworene &#8222;pragmatische&#8220; Herangehensweise an Politik und &Uuml;berwindung der Rechts-Links-Dichotomie gelegt. Sondern es entstanden auch soziale Beziehungen, die durch die Minorit&auml;tsposition von &#8222;Netzwerkern&#8220; bei den Jusos gest&auml;rkt wurden und Jahre sp&auml;ter in die Gr&uuml;ndung des &#8222;Netzwerks&#8220; m&uuml;ndeten.<\/p>\n<p>Des Weiteren erlebten &#8222;Netzwerker&#8220; in den neunziger Jahren den &#8222;Kampf der &#8222;Enkel&#8220; (Walter 2002:220), die Selbstdemontage der eigenen Partei durch ihre f&uuml;hrenden Vertreter. Aufgrund des F&uuml;hrungsstreits einer ganzen Generation, welcher allzu oft &ouml;ffentlich &uuml;ber die Medien ausgetragen wurde, wechselten in rascher Folge die Parteivorsitzenden, und die inhaltlich-programmatische Diskussion erlahmte. &#8222;Netzwerker&#8220; empfanden all dies zumeist als zerm&uuml;rbend, unangenehm und als der eigenen Partei schadend. Sie zogen aus dem Verhalten ihrer Vorg&auml;nger in mehrfacher Hinsicht Lehren: In der &ouml;ffentlichen Parteikritik sind sie verglichen mit den &#8222;Enkeln&#8220; zur&uuml;ckhaltend, was ihnen von diesen oftmals als &Auml;ngstlichkeit, fehlende Aufm&uuml;pfigkeit und mangelndes Heroentum vorgehalten wurde (vgl. bspw. Degerich 2003). Dar&uuml;ber hinaus halten sie ihr Privatleben soweit es geht unter Verschluss. Statt vielfach publizierter privater Aufnahmen ist von manchen Vertretern dieser jungen Generation noch nicht einmal der Lebenspartner bekannt. Zudem versuchen sie, einen intragenerationellen Zusammenhang zu schaffen4, da sie nicht nur das Verhalten und die Streitkultur ihrer Vorg&auml;nger als falsch empfanden, sondern, so sagen sie selbst, auch zu wenige seien, um sich gegenseitig zu destruieren (vgl. auch Knaup 2007).<\/p>\n<p>Doch noch in anderer Hinsicht hinterlie&szlig;en die &#8222;Enkel&#8220; und ihre Politik Spuren bei den &#8222;Netzwerkern&#8220;. Letztere waren aufgrund ihrer politischen Sozialisation mit der Zielvorstellung einer bundesweiten rot-gr&uuml;nen Koalition aufgewachsen, deren Zustandekommen 1998 zumeist durch den Einzug in den Bundestag auch einen pers&ouml;nlichen, nicht selten &uuml;berraschenden Karrieresprung bedeutete. Aber genau in jenem Augenblick der individuellen und parteipolitischen Euphorie erlebten &#8222;Netzwerker&#8220; eine aus ihrer Sicht herbe Entt&auml;uschung. Denn entgegen ihrer Erwartungen war die damalige sozialdemokratische F&uuml;hrungsschicht kaum auf die Macht&uuml;bernahme vorbereitet, lagen im wahrsten Sinne des Wortes keine Gesetzesentw&uuml;rfe in der Schublade, die die jahrelang gepriesenen Ziele in operationalisierter Form zur Umsetzung gebracht h&auml;tten (vgl. allgemein Egle et. al. 2003). Stattdessen erlebten die hoch motivierten Jungpolitiker eine Art D&eacute;j&agrave;-Vu: Zwischen dem Parteivorsitzendem und dem Kanzler entfachte sich ein Machtkampf, der letztlich zur Demission Lafontaines f&uuml;hrte. F&uuml;r die hoffnungsvoll in den Bundestag eingezogenen Nachwuchspolitiker musste dies ein geradezu traumatisches Ereignis gewesen sein, aus dem sie einmal mehr die Lehre zogen, Politik m&uuml;sse sachorientiert, m&ouml;glichst wenig pers&ouml;nlich oder gar pers&ouml;nlich verletzend, in gewisser Weise auch geordnet und bar jeglicher chaotischer F&uuml;hrungs- und Richtungsk&auml;mpfe verlaufen.<\/p>\n<p>Dem bereits mehrfach erw&auml;hnten &#8222;Pragmatismus&#8220;, diesem von &#8222;Netzwerkern&#8220; selbst als zentral erachteten Wesensmerkmal, entspricht auch die Zusammensetzung der Gruppierung. Neben der beschriebenen Juso-Sozialisation existieren &#8211; verallgemeinert &#8211; drei weitere Beweggr&uuml;nde, die zur Zugeh&ouml;rigkeit im &#8222;Netzwerk&#8220; f&uuml;hrten. Erstens rekrutiert sich stets ein recht gro&szlig;er Kreis aus &#8222;Neu-Abgeordneten&#8220; und damit aus Personen, die in der jeweiligen Wahlperiode neu in den Bundestag gew&auml;hlt wurden. F&uuml;r sie sind die flachen Hierarchien, das &#8222;jugendliche&#8220; Alter der &#8222;Netzwerker&#8220; und nicht zuletzt der Anspruch, auch inhaltlich jenseits eingefahrener Rechts-Links-Muster zu diskutieren, ausschlaggebend gewesen. Zweitens begr&uuml;ndet eine Gruppe von Kommunalpolitikern ihre Sympathie f&uuml;r das &#8222;Netzwerk&#8220; damit, dass auf kommunalpolitischer Ebene (partei)ideologische Grenzen h&auml;ufig verwischten und ein an zielgerichteter Umsetzung orientierter Politikstil notwendig sei, der seine Entsprechung am ehesten im &#8222;Netzwerk&#8220; finde. Zum Dritten existiert eine Reihe ostdeutscher Politiker, die aufgrund der spezifischen Vergangenheit ihres Landesteils ideologisch aufgeladenen Diskussionen und Problemzug&auml;ngen skeptisch gegen&uuml;ber steht. Hinzu kommt, dass sie zumeist die althergebrachten Grabenk&auml;mpfe zwischen rechts und links, deren Argumentationsmuster und Rollenverteilungen nicht nachvollziehen k&ouml;nnen, da ihnen die Erfahrung bundesrepublikanischer SPD-Geschichte und das Hineinwachsen in deren Tradierungen fehlt. Insgesamt aber &auml;u&szlig;ert sich der &#8222;Pragmatismus&#8220; des &#8222;Netzwerks&#8220; eben auch in der Heterogenit&auml;t seiner Zusammensetzung, denn nicht wenige Mitglieder sind zugleich Mitglied der Parlamentarischen Linken oder des Seeheimer Kreises.<\/p>\n<p>Zugleich jedoch ist es Anspruch des &#8222;Netzwerks&#8220;, sich von Seeheimern und Partei-oder Parlamentarischer Linker abzugrenzen, eine dritte Str&ouml;mung der Partei darzustellen. Dabei ist nicht immer offensichtlich, wo und wie die Grenzziehungen verlaufen, was der Gruppierung nicht selten den Vorwurf der Beliebigkeit eingebracht hat. Dennoch sind einige Unterschiede wohl verallgemeinerbar, wobei es sich um ein Konglomerat sachlich-inhaltlich und kulturell-generationell bedingter Argumente handelt. So grenzt sich das &#8222;Netzwerk&#8220; von beiden bislang bestehenden Parteifl&uuml;geln ab, indem es politische Diskussionen nicht von vornherein durch eine ideologisch gefilterte Wahrnehmung f&uuml;hren m&ouml;chte. Bei der Behandlung eines Problems soll kein Argument diskreditiert werden k&ouml;nnen, weil es einer &#8222;linken&#8220; oder &#8222;rechten&#8220; sozialdemokratischen Tradition entspricht. Nichtsdestotrotz k&ouml;nnen die ex post gewonnenen &Uuml;berzeugungen des &#8222;Netzwerks&#8220; nat&uuml;rlich h&auml;ufig sehr wohl in ein Rechts-Links-Schema eingeordnet werden.[5] Doch muss hier zum einen stark nach Themenfeldern differenziert werden, zum anderen sind die Diskussionen &#8211; darin besteht in den Berichten von &#8222;Netzwerkern&#8220; Einigkeit &#8211; nicht von Beginn an durch ein ideologisches Korsett determiniert. Darin liegt das &#8222;Unideologische&#8220; und &#8222;Pragmatische&#8220; dieser Politikergeneration, das Schw&auml;che und St&auml;rke zugleich ist, und sich konsequent aus ihrer politischen Sozialisation erkl&auml;rt.<\/p>\n<p>Dabei ist die Kritik ebenso popul&auml;r wie bekannt: Diese Politikergeneration besitze kein Normenger&uuml;st mehr und werde deshalb in ihren Entscheidungen unberechenbar, beliebig, ununterscheidbar und angreifbar (vgl. beispielsweise Soldt 2005). Und in der Tat ist es auff&auml;llig, wie oft bereits als gro&szlig;es Talent gelobte Nachwuchspolitiker entt&auml;uschten: Als Ministerpr&auml;sidentenkandidaten konnten sich bislang weder Christoph Matschie in Th&uuml;ringen noch Ute Vogt in Baden-W&uuml;rttemberg durchsetzen; Nina Hauer musste ihre Position als Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin bereits nach kurzer Zeit wieder r&auml;umen, und Matthias Platzeck blieb gerade einmal ein knappes halbes Jahr im Amt des Parteivorsitzenden. Sicherlich lagen im Einzelfall nachvollziehbare und teils unterschiedliche Gr&uuml;nde vor, dennoch ist das Muster des Misserfolgs erkennbar. Dar&uuml;ber hinaus l&auml;sst das politische Handeln der &#8222;Netzwerker&#8220; insgesamt teils den Eindruck entstehen, als erschreckten sie vor der eigenen Courage. Papiere sind h&auml;ufig derart konsensorientiert, dass kaum mehr eine griffige Position erkennbar ist. Und wenn doch einmal etwas Ansto&szlig; erregt, wird oft versucht, die Provokation herunterzuspielen oder mit Schrecken der angerichtete Schaden betrachtet.[6]<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz kann es auch ein Vorzug sein, Probleml&ouml;sungen wertfrei zu diskutieren und &#8211; auch dies ist ein Wesenselement des politischen Stils im &#8222;Netzwerk&#8220; &#8211; auf umfangreichen Sachverstand au&szlig;erhalb der politischen Sph&auml;re zur&uuml;ckzugreifen. &#8222;Netzwerker&#8220; sind h&auml;ufig sehr gute Fachpolitiker, was eben auch dem wertfreien Zugang zu politischen Problemlagen geschuldet ist. Dar&uuml;ber hinaus ist die Konzentration auf ein oder zumindest wenige Themen ebenso Resultat ihrer politischen Laufbahn: Als MdBs unterliegen sie sowohl klaren Ressortzuteilungen als auch einem raschen und &#8211; durch den gesetzgeberischen Prozess bedingt &#8211; kleinteiligen Tagesgesch&auml;ft. Hinzu kommt, dass sich beispielsweise die Position des Staatssekret&auml;rs, in die einige &#8222;Netzwerker&#8220; im Laufe ihres Werdegangs schl&uuml;pften, wenig zur freien inhaltlichen Positionierung oder gar zur Ausbildung eines Generalistentums eignet, ist ein Staatssekret&auml;r doch klar dem jeweiligen Minister unterstellt und an die offizielle inhaltliche Ausrichtung des Ministeriums gebunden. Auch an dieser Stelle der Karriereverl&auml;ufe besteht ein wesentlicher Unterschied zur Vorg&auml;ngergeneration der &#8222;Enkel&#8220;, die ihren politischen Weg weitestgehend &uuml;ber die Landesparteien beschritten und eine Reihe von Ministerpr&auml;sidenten hervorgebracht hatten. Im Gegensatz dazu waren &#8222;Netzwerker&#8220; zumeist bereits in jungen Jahren als Abgeordnete auf Bundesebene t&auml;tig. W&auml;hrend der erstgenannte Karriereweg quasi einen Blick &#8222;von au&szlig;en&#8220; auf die Bundespartei erlaubt und eher zu politischen &#8222;Generalisten&#8220; f&uuml;hrt, ist im zweiten Fall ein temporeiches und stark themenfokussiertes Arbeiten notwendig.<\/p>\n<p>Auch der h&auml;ufig als bieder kritisierte Habitus dieser Politikergruppierung l&auml;sst sich aus ihrem Werdegang heraus deuten. Denn zum einen wurden &#8222;Netzwerker&#8220; auf Grund der ewigen Jugendlichkeit der &#8222;Enkel&#8220; zu fr&uuml;h gealterten Jungen. Da die Rolle der &#8222;jugendlichen Rebellen&#8220; auch noch im Alter von sechzig Jahren von den &#8222;Enkeln&#8220; besetzt wurde, blieb den nachwachsenden Kohorten kaum etwas anderes, au&szlig;er einer gewissen Altbackenheit als sozial-habituelle Nische, um sich von ihren Vorg&auml;ngern zu unterscheiden. Zudem fiel, wie bereits erw&auml;hnt, bei der Gro&szlig;zahl der &#8222;Netzwerker&#8220; die &Uuml;bernahme der Regierungsverantwortung auf Bundesebene durch die SPD zusammen mit einem ganz individuellen Karriereschub. Ihre politische Rolle war so quasi von einem sehr fr&uuml;hen Zeitpunkt an &#8211; mit der &Uuml;bernahme des Abgeordnetenmandats &#8211; eine staatstragende, die sie umso lieber erf&uuml;llten, als sie sich mit ihren bisherigen politischen Vorstellungen, einer rot-gr&uuml;nen Bundeskoalition, deckte. Demgegen&uuml;ber konnten sich viele der &#8222;Enkelgeneration&#8220; wesentlich besser aus ihrer Position in den L&auml;ndern heraus, die teilweise gar der politischen Peripherie gleich kam, als unorthodoxe Heroen gegen&uuml;ber ihrer Mutterpartei gerieren. W&auml;hrend viele der &#8222;Enkel&#8220;-Generation also <i>gegen <\/i>die eigene Partei aufstiegen, taten &#8222;Netzwerker&#8220; dies <i>mit <\/i>ihr. Aber noch einmal: Selbst wenn &#8222;Netzwerkern&#8220; diese M&ouml;glichkeit, diese Position im politischen System, offen st&uuml;nde, w&uuml;rden sie vermutlich kaum derart provokant gegen&uuml;ber der eigenen Partei auftreten, da sie es auf Grund der Erfahrungen mit den &#8222;Enkeln&#8220; nicht goutieren.<\/p>\n<p>Ein weiteres Merkmal der Diskussionskultur der &#8222;Netzwerker&#8220;, das einen Grenzstein zur Vorg&auml;ngergeneration bildet, besteht in dem Bem&uuml;hen, Entscheidungsprozesse mit gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glicher Transparenz herbeizuf&uuml;hren und Beschl&uuml;sse in maximaler Eintracht zu treffen.[7] W&auml;hrend der politische Stil der &#8222;Enkel&#8220;-Generation mit dem Motiv des &#8222;Konflikts&#8220; bezeichnet werden k&ouml;nnte, trifft f&uuml;r die hier betrachtete j&uuml;ngere Generation eher das Motiv des &#8222;Konsens&#8220; zu. Damit korrespondiert zum einen das Bestreben, Entscheidungsstrukturen m&ouml;glichst flach zu halten oder gar nicht erst zu installieren. Zum anderen spiegelt das Verh&auml;ltnis zu &Ouml;ffentlichkeit einmal mehr dieses Motiv: An vielen inhaltlichen Diskussionen des &#8222;Netzwerks&#8220; beteiligen sich nicht nur &#8211; teilweise gar weniger &#8211; die Politiker und Abgeordneten selbst, sondern auch Repr&auml;sentanten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Ganz augenscheinlich wird diese Diskussionskultur durch die vom &#8222;Netzwerk&#8220; herausgegebenen Zeitschrift &#8222;Berliner Republik&#8220; gespiegelt. Denn hier wird der Anspruch des &#8222;offenen Diskussionszusammenhangs&#8220; par excellence umgesetzt, vermischt sich die politische mit der kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Sph&auml;re, zeigt sich die gesamte inhaltliche Bandbreite der Gruppierung. Sicherlich existieren auch im &#8222;Netzwerk&#8220; inoffizielle F&uuml;hrungsstrukturen, die nicht selten im Widerspruch zur proklamierten Offenheit stehen und zu Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe f&uuml;hren k&ouml;nnen. Dennoch kann es als ein Erkennungszeichen des politischen Stils dieser Generation angesehen werden, m&ouml;glichst wenig hierarchisch zu f&uuml;hren und Politik konsensorientiert zu gestalten.<\/p>\n<p>Neben dem Bereich des politischen Stils unterscheidet sich die durch das &#8222;Netzwerk&#8220; repr&auml;sentierte Generation jedoch auch durch die von ihnen vertretenen Inhalte von ihren Vorg&auml;ngern. Es wurde bereits deutlich gemacht, in welcher Weise der Probleml&ouml;sungsprozess differiert. Daneben sind nicht nur die inhaltlichen Antworten auf politisch-gesellschaftliche Probleme teils andere, auch die Problemlagen an sich und die Rangfolge der Themenpr&auml;ferenzen unterscheiden sich. Auf die beiden letztgenannten Punkte soll an dieser Stelle kurz eingegangen werden. Dabei sind die politischen Herausforderungen selbstverst&auml;ndlich andere als die, mit denen sich eine &auml;ltere Politikergeneration konfrontiert sah. Schlagw&ouml;rter wie Globalisierung oder internationaler Terrorismus verdeutlichen dies symbolisch.<\/p>\n<p>Inhaltliche Schwerpunkte des &#8222;Netzwerks&#8220; liegen im Bereich Familien- und Bildungspolitik, wobei die Gruppierung sehr deutlich darauf hinweist, dass diese Bereiche ihrer Auffassung nach integriert diskutiert und gestaltet werden m&uuml;ssten. Hinzu kommen die Arbeits- und Wirtschaftspolitik, das Thema Haushaltskonsolidierung sowie generell &ouml;ffentliche Finanzen. In diesen Gewichtungen spiegelt sich das Engagement einiger &#8222;Netzwerker&#8220; mit ihren jeweiligen fachpolitischen Ausrichtungen &#8211; parallel zu ihrer Mitgliedschaft in Fachaussch&uuml;ssen des Bundestages &#8211; wieder. Demgegen&uuml;ber sind Bereiche wie Umweltpolitik, Au&szlig;en-, Sicherheits- und Entwicklungshilfepolitik eher schwach ausgearbeitet. &Uuml;bergreifend ist den vom &#8222;Netzwerk&#8220; vertretenen Inhalten das Grundprinzip der &#8222;Generationengerechtigkeit&#8220; oder &#8222;Nachhaltigkeit&#8220; zu Eigen, was sich einmal mehr aus der politischen Sozialisation heraus begr&uuml;nden l&auml;sst. Zwar war das Hauptziel des Engagements vieler &#8222;Netzwerker&#8220; w&auml;hrend ihrer Jugendzeit im Bereich der Neuen Sozialen Bewegungen das des Umweltschutzes, doch d&uuml;rfte der zu Grunde liegende Gedanke der &#8222;Nachhaltigkeit&#8220; quasi generalisiert und auf andere politische Bereiche &uuml;bertragen worden sein. In Konfrontation mit den rot-gr&uuml;nen Regierungsjahren hat sich dieses Leitmotiv vermutlich noch verst&auml;rkt; aufgrund des desastr&ouml;sen Zustands der &ouml;ffentlichen Haushalte zu Beginn der rot-gr&uuml;nen Regierungsperiode erkl&auml;rt sich f&uuml;r &#8222;Netzwerker&#8220; beispielsweise das Ziel der Haushaltskonsolidierung durch das Prinzip der Generationengerechtigkeit. Auch die Vorstellung des &#8222;vorsorgenden Sozialstaats&#8220; entspricht diesem Grundsatz.<\/p>\n<p>Insgesamt ist auff&auml;llig, dass viele politisch-inhaltlich Forderungen des &#8222;Netzwerks&#8220; in den letzten Jahren entweder bereits realisiert oder aber auf die politische Tagesordnung gesetzt wurden &#8211; und das nicht erst, seitdem Hubertus Heil Generalsekret&auml;r und das &#8222;Netzwerk&#8220; generell in f&uuml;hrenden Positionen von Partei und Fraktion vertreten ist. So sind beispielsweise in der Agenda 2010 Grund&uuml;berlegungen des &#8222;Netzwerks&#8220; zur Umstrukturierung des Arbeitsmarktes enthalten. Auch die Forderung einer B&uuml;rgerversicherung im Gesundheitssystem wurde bereits einige Zeit in der Gruppierung diskutiert, bevor sie zum offiziellen sozialdemokratischen Standpunkt wurde. Ebenso verh&auml;lt es sich mit der Forderung nach einem Ausbau der fr&uuml;hkindlichen Betreuung, der Ausweitung der Ganztagsschule oder des kostenlosen Kindergartenjahres: Vieles, was unter Rot-Gr&uuml;n umgesetzt oder doch zumindest thematisiert wurde, war Gegenstand von &#8222;Netzwerk&#8220; -Diskussionen gewesen. Darin zeichnet sich ein Dilemma dieser Politiker-Generation, die so stark mit der vorhergehenden zusammen h&auml;ngt: Denn durch die &#8222;Enkel&#8220; in der Sozialdemokratie, durch die so genannten 68er wurden sie sozialisiert, von diesen versuchten sie sich inhaltlich und politisch-kulturell abzugrenzen, diese beteiligten sie lange nicht richtig an den Entscheidungsprozessen der Partei. Nun aber, im Moment der Verantwortungs&uuml;bernahme, wurde die &#8222;Generation Netzwerk&#8220; in seiner Modernit&auml;t von der pragmatischen Wende der &#8222;Enkel&#8220; eingeholt.<\/p>\n<p>[1] Im Rahmen des Dissertationsprojekts der Autorin wurden leitfadengest&uuml;tzte qualitative Interviews mit &#8222;Netzwerkern&#8220; gef&uuml;hrt, die sich an den Themenbereichen Sozialisation und politischer Werdegang, Verh&auml;ltnis zum und Engagement im &#8222;Netzwerk&#8220; und Generationenbegriff und -zugeh&ouml;rigkeit orientierten und entsprechend dieser Kategorien ausgewertet wurden.<\/p>\n<p>[2] Jugendliche zu Beginn der 1980er-Jahre polarisierten sich zwischen Anh&auml;ngern oder Parteiangeh&ouml;rigen der Gr&uuml;nen oder der Unionsparteien. Der SPD neigten die wenigstens Jugendlichen zu, sie blieb in den Zuschreibungen merkw&uuml;rdig konturlos.<\/p>\n<p>[3] Exemplarisch k&ouml;nnen Kerstin Griese, Nina Hauer oder Christian Lange genannt werden.<\/p>\n<p>[4] Auch wenn durchaus strittig ist, inwieweit ihnen dies gelingt.<\/p>\n<p>[5] So sind die sozialstaatlichen Konzeptionen des &#8222;Netzwerks&#8220; durchaus n&auml;her an denen des Seeheimer Kreises, w&auml;hrend in umweltpolitischen Fragen Schnittmengen mit der Parlamentarischen und Parteilinken bestehen.<\/p>\n<p>[6] Als Beispiel m&ouml;gen etwa die Reaktionen von einigen &#8222;Netzwerkern&#8220; auf die Kritik an ihrem Programmimpuls oder die Vorg&auml;nge um die Besetzung der Generalsekret&auml;rsposition im Herbst 2005 durch Nahles \/ Wasserh&ouml;vel \/ Heil gelten.<\/p>\n<p>[7] Dieses Merkmal ist es auch, welches das &#8222;Netzwerk&#8220; gerade f&uuml;r Neuank&ouml;mmlinge im Bundestag oder allgemein im politischen Prozess so attraktiv macht. Allerdings bleibt skeptisch abzuwarten, wie sich diese Vorgehensweise mit dem Wachstumsstreben und Machtanspruch der Gruppierung vertr&auml;gt.<\/p>\n<p><b>Literatur <\/b><\/p>\n<p><i>Bartels, Hans-Peter<\/i>: So weit. Zwei Jahre Netzwerk &#8211; eine Zwischenbilanz, in: Berliner Republik 2001, Jg. 2, H. 1, S. 27-30.<\/p>\n<p><i>Degerich, Markus<\/i>: Sigi Pop und die Lego-Gang, in: <i>Spiegel-Online<\/i>, 07.11.2003.<\/p>\n<p><i>Egle, Christoph\/Ostheim, Tobias\/Zohlnh&ouml;fer, Reimut (Hg.): <\/i>Das rot-gr&uuml;ne Projekt. Eine Bilanz der Regierung Schr&ouml;der 1998-2002, Wiesbaden 2003.<\/p>\n<p><i>Fischer, Arthur\/Fuchs, Werner\/Zinnecker, J&uuml;rgen<\/i>: Einleitung, in: Jugendwerk der Deutschen Shell (Hg.) 1985: Jugendliche und Erwachsene &acute;85, Bd.1: Biografien &#8211; Orientierungsmuster &#8211; Perspektiven, Leverkusen, S. 9-32.<\/p>\n<p><i>Knaup, Horand<\/i> 2007: Unter Kannibalen, in: <i>Der Spiegel<\/i>, Heft 46.<\/p>\n<p><i>L&ouml;sche, Peter\/Walter, Franz<\/i>: Die SPD. Klassenpartei &#8211; Volkspartei &#8211; Quotenpartei. Zur Entwicklung der deutschen Sozialdemokratie von Weimar bis zur deutschen Vereinigung, Darmstadt 1992.<\/p>\n<p><i>Netzwerk Berlin<\/i>: Das Netzwerk Berlin &#8211; Die neue SPD, <a href=\"http:\/\/www.netzwerkberlin.de\/index.php?site\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.netzwerkberlin.de\/index.php?site<\/a>=+ Selbstdarstellung (zuletzt aufgerufen am 05.12.2007). <br \/><i>Netzwerk Berlin\/Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.)<\/i>: Impulse. F&uuml;r ein neues Grundsatzprogramm der SPD &#8211; Die neue SPD: Menschen st&auml;rken &#8211; Wege &ouml;ffnen, Bonn 2003.<\/p>\n<p><i>Oberpriller, Martin<\/i>: Jungsozialisten. Parteijugend zwischen Anpassung und Opposition, Bonn 2004.<\/p>\n<p><i>Soldt, R&uuml;diger<\/i>: Platzecks junge Garde, in:<i> Frankfurter Allgemeine <\/i><i>Sonntagszeitung, <\/i>06.11. 2005.<\/p>\n<p><i>Staud, Toralf<\/i>: Die windelweichen Urenkel, in: Die Zeit, 06.11.2003.<\/p>\n<p><i>Walter, Franz<\/i>: Die SPD: vom Proletariat zur Neuen Mitte, Berlin 2002.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1952],"publikationen":[2817],"class_list":["post-11073","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-daniela-forkmann","publikationen-180-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Konsens statt Konflikt - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/180-vorgaenge\/publikation\/konsens-statt-konflikt\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Konsens statt Konflikt - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das sozialdemokratische &#8222;Netzwerk junger Abgeordneter Berlin&#8220;, Aus: vorg&auml;nge Nr.180, Heft 4\/2007, S. 67-75 Kaum eine bundesdeutsche Partei wird so sehr mit den Krisensymptomen des Typus Volkspartei in Verbindung gebracht wie die SPD. 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