{"id":11088,"date":"2007-09-01T23:25:00","date_gmt":"2007-09-01T21:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/umweltmigration-oder-klimaflucht\/"},"modified":"2021-08-24T21:50:25","modified_gmt":"2021-08-24T19:50:25","slug":"umweltmigration-oder-klimaflucht","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/umweltmigration-oder-klimaflucht\/","title":{"rendered":"Umweltmigration oder Klimaflucht?"},"content":{"rendered":"<p>Globale Erw\u00e4rmung und Migrationsprozesse<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Heft 3\/2007, S.62-70<\/p>\n<p>Es ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte, dass Umweltver\u00e4nderungen Menschen dazu veranlasst haben, ihre Heimat zu verlassen (Diamond 2005). Als am 24. November 2005 die Regierung von Papua Neuguinea entschied, die Einwohner der Carteret-Inseln des S\u00fcdpazifik zu evakuieren, war dies jedoch nicht nur eine Kapitulation vor den steigenden Fluten des Meeres. Mit der Umsiedlung der Einwohner auf eine einhundert Kilometer entfernte Inselgruppe hatten damit auch die ersten 980 Klimafl\u00fcchtlinge Eingang in die \u00f6ffentliche Debatte gefunden.<\/p>\n<p>Aber wo f\u00e4ngt Klimaflucht als Zwangsmigration an und wo h\u00f6rt Migration auf, bei der der Umweltwandel eine gewichtige Rolle, wenn auch nicht die einzige, gespielt haben mag? Ist eine Hausbesitzerin auf der Elbinsel in Hitzacker im reichen Deutschland, die aus Angst vor den sich h\u00e4ufenden Hochwassern der Elbe nach S\u00fcdbayern zieht, genauso Fl\u00fcchtling wie ein afrikanischer Nomade, der mit seiner Viehherde in der von D\u00fcrre geplagten Sahelzone kein Auskommen mehr hat und sich nach Europa auf den Weg macht? Ist der Tuvaluer, der nach Neuseeland flieht, bevor seine Ernte den Fluten zum Opfer f\u00e4llt, noch Migrant oder schon Fl\u00fcchtling? Und ist die Chinesin, f\u00fcr die sich die Landwirtschaft in Zentralchina wegen des zunehmenden Wassermangels nicht mehr lohnt, und die es auf der Suche nach Arbeit nach Shanghai zieht, Wirtschafts-, Umwelt-, oder Klimafl\u00fcchtling?<\/p>\n<p>Diese Fragen machen deutlich, dass die Untersuchung von Umweltmigration und Klimaflucht mit gro\u00dfen Herausforderungen konfrontiert ist. Globale Aussagen \u00fcber die Dimensionen des Problems sind kaum m\u00f6glich. Denn offiziell gibt es nach der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention und den asylpolitischen Bestimmungen der OECD-Staaten als Fluchtgrund nur die Verfolgung durch andere Menschen aus politischen, ethnischen oder religi\u00f6sen Gr\u00fcnden, nicht aber den \u00f6kologischen Zwang. Als Fl\u00fcchtling wird zudem nur erfasst, wer internationale Grenzen \u00fcberschreitet, sonst gilt er als &#8222;Vertriebener&#8220;. W\u00e4hrend der UNHCR in der aktuellen Statistik fast 10 Mio. Fl\u00fcchtlinge und 13 Mio. Vertriebene z\u00e4hlt (UNHCR 2007), gibt es bis heute \u00fcber die Zahl der Umweltmigranten und Klimafl\u00fcchtlinge nur grobe Sch\u00e4tzungen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist nahezu unbestritten, dass die globale Erw\u00e4rmung durch den anthropogen verursachten Anstieg der Treibhausgasemissionen Realit\u00e4t ist und enorme Konsequenzen f\u00fcr das Leben auf unserem Planeten haben wird (IPCC 2007). Selbst wenn jetzt rasche und weit reichende Schritte zur Emissionsreduktion eingeleitet w\u00fcrden, w\u00e4re eine gef\u00e4hrliche Ver\u00e4nderung des Klimas, die bei 2\u00b0Celsius angesiedelt wird, nur knapp zu verhindern. Bei ungebremstem Anstieg der Emissionen stehen uns bis zum Ende dieses Jahrhunderts mindestens 4\u00b0Celsius Erw\u00e4rmung bevor. Nach neuesten Erkenntnissen, die auch sog. positive R\u00fcckkoppelungseffekte, wie z.B. das rasant voranschreitende Abschmelzen von Gletschern und das Entweichen von Methan aus dem ehemaligen Permafrostboden, ber\u00fccksichtigen, drohen uns sogar schon bis zur Mitte des Jahrhunderts Temperaturerh\u00f6hungen von 2 bis 5\u00b0Celsius (Stern 2007: 12).<\/p>\n<p>Eine solche St\u00f6rung des Klimas bleibt nicht ohne Folgen: Niederschl\u00e4ge nehmen zu, mehr Wasser verdunstet &#8211; der globale Wasserhaushalt kommt aus dem Gleichgewicht und versch\u00e4rft die globale Wasserkrise. Extreme Wetterereignisse wie St\u00fcrme und ungew\u00f6hnliche Regenperioden gewinnen an H\u00e4ufigkeit. Steigende Meeresspiegel bedrohen die K\u00fcsten mit \u00dcberschwemmungen. All diese Ver\u00e4nderungen haben Einfluss auf menschliche Gesellschaften und bedrohen das Leben auf unserem Planeten.<\/p>\n<p>Paradoxerweise wird die Hauptlast auf den Schultern der armen Staaten und Bev\u00f6lkerungsteile der Welt liegen. Denn noch immer kommen drei Viertel der globalen CO2-Emissionen aus den Industriel\u00e4ndern, in denen nur ein Viertel der Weltbev\u00f6lkerung lebt (Latif 2007: 61). Unter den Folgen werden aber als erstes und besonders stark diejenigen zu leiden haben, die nur wenig oder kaum zu den Ursachen beigetragen haben und die sich kaum sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Der Klimawandel ist eine dramatische Botschaft f\u00fcr die Industriel\u00e4nder, f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder ist er eine Hiobsbotschaft.<\/p>\n<p>Wir skizzieren im Folgenden den Forschungsstand zum Thema Umweltmigration und Klimaflucht und argumentieren, dass Klimaflucht dann von Umweltmigration zu unterscheiden ist, wenn das Element des Zwangs klar erkennbar wird und Betroffenheit hoch sowie Anpassungsf\u00e4higkeit gering sind. Ausgehend von dem Oberbegriff des &#8222;Umweltfl\u00fcchtlings&#8220; unterscheiden wir einerseits zwischen Flucht und Migration und andererseits zwischen Flucht wegen Klimaver\u00e4nderungen und aus anderen Gr\u00fcnden. Im Lichte der Titelfrage w\u00e4re es im Sinne eines analytischen Kontinuums mithin angemessener, von Umweltmigration <i>und<\/i> Klimaflucht zu sprechen, nicht von Umweltmigration <i>oder<\/i> Klimaflucht. Wir zeigen anschlie\u00dfend an einigen &#8222;hot spots&#8220; der globalen Erw\u00e4rmung, wie die umwelt- bzw. klimainduzierte Migration bereits heute sichtbar ist &#8211; nicht nur in den Entwicklungsl\u00e4ndern. Abschlie\u00dfend diskutieren wir einige rechtliche und politische Konsequenzen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"zum-stand-der-diskussion-ueber-umweltmigration-und-klimaflucht\">Zum Stand der Diskussion &uuml;ber Umwelt&shy;mi&shy;gra&shy;tion und Klimaflucht<\/span><\/h2>\n<p>Der Begriff des Umweltfl\u00fcchtlings ist durch einen Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in die \u00f6ffentliche Debatte eingef\u00fchrt worden. Als Umweltfl\u00fcchtlinge gelten &#8222;solche Menschen, die aufgrund von merklicher Umweltzerst\u00f6rung, die ihre Existenz gef\u00e4hrdet und ernsthaft ihre Lebensqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigt, gezwungen sind, zeitweilig oder dauerhaft ihren nat\u00fcrlichen Lebensraum zu verlassen&#8220; (El-Hinnawi 1985: 4). Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Definition jedoch nicht hinreichend trennscharf. Wenn Umweltfl\u00fcchtlinge bereits solche Menschen sind, die aufgrund von Einschr\u00e4nkungen in der Lebensqualit\u00e4t fliehen, kann kaum noch sinnvoll zwischen Umweltfl\u00fcchtlingen und anderen Migrationsgr\u00fcnden unterschieden werden. Der Begriff des Umweltfl\u00fcchtlings ist daher in den beiden vergangenen Jahrzehnten zum Gegen-stand einer lebhaften wissenschaftlichen Debatte geworden.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite stehen diejenigen, die in Anlehnung an den UNEP-Bericht eine sehr weite Definition verwenden. Sie kommen folglich auf eine hohe Zahl von Umweltfl\u00fcchtlingen. Der \u00d6konom und Umweltforscher Norman Myers von der Oxford University nahm bereits f\u00fcr das Jahr 1995 an, dass es mehr Umweltfl\u00fcchtlinge (25 Mio.) als &#8222;normale&#8220; Fl\u00fcchtlinge (22 Mio.) gegeben habe. Bis zum Jahr 2010 k\u00f6nnte sich diese Zahl verdoppeln und bis zur Mitte des Jahrhunderts sogar auf 200 Mio. Menschen anwachsen (Myers 1997; ders. 2001). Vermutlich in Ermangelung anderer Daten haben sich diese Zahlensch\u00e4tzungen bei anderen Organisationen wie dem IPCC, UNEP oder der United Nations University durchgesetzt. Was Flucht infolge von Klimaver\u00e4nderungen angeht, sch\u00e4tzt Myers eine resultierende Fl\u00fcchtlingszahl von 150 Mio. Menschen bis zur Mitte des Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Problematisch an dieser Herangehensweise ist jedoch der sehr unspezifische Begriff von Umweltfl\u00fcchtlingen. So suggeriert beispielsweise Myers Definition, dass Umweltver\u00e4nderungen immer den entscheidenden Einfluss h\u00e4tten und unterscheidet dementsprechend nicht zwischen Umwelt als unmittelbar intervenierender Variable und als Hintergrundvariable (Suhrke 1994: 478). Zudem werden Migration und Flucht vermischt.<\/p>\n<p>Es verwundert daher nicht, dass das Konzept der Umweltfl\u00fcchtlinge fundamentaler Kritik ausgesetzt ist, die sich in einer anderen Extremposition niederschl\u00e4gt, ma\u00dfgeblich vertreten vom Geographen Richard Black: Die Annahme von Umweltver\u00e4nderungen als &#8222;haupts\u00e4chlicher Ursache von erzwungener Vertreibung [ist] nicht hilfreich, intellektuell unseri\u00f6s und unter praktischen Bedingungen unn\u00f6tig&#8220; (Black 2001: 1). Auch wenn Umweltbedingungen unzweifelhaft Einfluss auf Wanderungsbewegungen haben, lie\u00dfen sich Umweltver\u00e4nderungen nicht als erkl\u00e4rende Variable gegen\u00fcber anderen Variablen wie Konflikten, Armut etc, isolieren. Den Umweltfl\u00fcchtling <i>an sich<\/i> gebe es somit nicht. Black argumentiert u. a. mit den steigenden Meeresspiegeln infolge des Klimawandels (Black 2001: 7-8): So sei bisher nicht nachgewiesen worden, dass steigende Meeresspiegel zu dauerhafter und weit entfernter Flucht gef\u00fchrt h\u00e4tten. Schlie\u00dflich w\u00fcrden steigende Meeresspiegel nicht zwingend zu Flucht f\u00fchren. Denkbar w\u00e4ren auch alternative Anpassungsma\u00dfnahmen wie Fr\u00fchwarnsysteme, Deichbau oder Versicherungen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Skeptiker zurecht darauf verweisen, dass Umwelt nur in wenigen F\u00e4llen der einzige Migrationsgrund ist und die kausalen Zusammenh\u00e4nge daher genau untersucht werden m\u00fcssen, tendiert ihre fundamentale Kritik der Umweltfl\u00fcchtlingsforschung dazu, den Einfluss von Umwelt auf Migration zu untersch\u00e4tzen. Dies wird gerade an dem zweiten Punkt von Black deutlich: Nat\u00fcrlich gibt es immer auch Alternativen zur Migration. Doch diese sind in der Regel kostspielig und erfordern Ressourcen, die bei den Betroffenen oft nicht vorhanden sind. Es w\u00e4re jedoch widersinnig, diese Migranten dann als &#8222;Armutsfl\u00fcchtlinge&#8220; oder &#8222;Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge&#8220; zu bezeichnen, weil sie nicht die erforderlichen Ressourcen zur Anpassung an Umweltver\u00e4nderungen haben. Denn gerade diese Umweltver\u00e4nderungen sind schlie\u00dflich das ausl\u00f6sende Moment f\u00fcr die Flucht. Hinzu kommt, dass angesichts von ganzen Inselstaaten, die bei fortgesetzt steigenden Meeresspiegeln nicht l\u00e4nger existieren werden, in vielen F\u00e4llen solche Anpassungsma\u00dfnahmen gar nicht mehr m\u00f6glich sein werden. Wo kein Land mehr ist, helfen weder Versicherungen noch Fr\u00fchwarnsysteme. Wenn die BewohnerInnen dieser Inselstaaten zur Emigration gezwungen sind, dann sind sie ohne Zweifel Umweltfl\u00fcchtlinge.<\/p>\n<p>Im Folgenden soll eine komplexe Herangehensweise entwickelt werden, die zwischen Migration und Flucht unterscheidet und das Zusammenspiel mit dem \u00f6konomischen und sozialen Kontext ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"migration-flucht-und-andere-variablen\">Migration, Flucht und andere Variablen<\/span><\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst gilt es zwischen Migration und Flucht zu unterscheiden. Allgemein ist unter Migration jede dauerhafte Ver\u00e4nderung des Wohnsitzes zu verstehen, sei es grenz\u00fcberschreitend (= internationale Migration) oder national (= Binnenmigration). Hiervon zu unterscheiden ist Fluchtmigration. Unter Fl\u00fcchtlingen versteht man in den Sozialwissenschaften &#8211; sieht man einmal von der sehr engen Definition des internationalen Rechts ab &#8211; solche Menschen, die zur permanenten oder zeitweiligen Abwanderung gezwungen werden, d. h. ihre Bewegung ist <i>unfreiwillig <\/i>(Suhrke 1994: 482).<\/p>\n<p>Schon fr\u00fch ist in der Migrationstheorie zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Migration unterschieden worden. Diese Unterscheidung ist in der Realit\u00e4t jedoch schwierig durchzuf\u00fchren, denn Freiwilligkeit ist ein recht dehnbarer Begriff. Jede Bewegung ist ein St\u00fcck weit freiwillig, es sei denn, es findet eine regelrechte Deportation statt. Im Umkehrschluss kann auch die &#8222;stumme Macht der Verh\u00e4ltnisse&#8220; derma\u00dfen zwingend sein, dass eine scheinbar freiwillige Emigration im Endeffekt doch alternativlos ist. Hinzu kommt, dass sich verschlechternde Lebensbedingungen von einigen Menschen oft fr\u00fchzeitig antizipiert werden. Wenn diese Menschen dann emigrieren, um der Vertreibung zuvorzukommen, ist unklar, ob diese freiwillig oder unfreiwillig genannt werden soll. Der \u00dcbergang zwischen den Kategorien ist letztendlich flie\u00dfend. Daher scheint es sinnvoll, Migration auf einem Kontinuum anzuordnen, welches von freiwilliger Migration, die allein auf dem freien Willen der Betroffenen basiert, bis hin zu voll-st\u00e4ndig erzwungener Migration reicht, bei der den potentiellen Migranten ansonsten der Tod droht (Hugo 1996: 107). Bezogen auf Migration aufgrund von Umweltver\u00e4nderungen, ergibt sich ein Kontinuum, welches vom Zwang zur Freiwilligkeit reicht und dabei Umweltfl\u00fcchtlinge, von Umweltver\u00e4nderungen getriebene Migranten und freiwillige Migranten enth\u00e4lt (Bates 2002: 468). Bezieht man weiterhin ein, dass gewisse Umweltver\u00e4nderungen, die sp\u00e4ter zu Flucht f\u00fchren, antizipiert werden, und dass auch andere Faktoren mit Umweltver\u00e4nderungen interagieren, ergibt sich ein noch breiteres Spektrum.<\/p>\n<p>Betrachtet man die Auswirkungen, die die globale Erw\u00e4rmung mit sich bringt, er\u00f6ffnen sich vier Ursachenarten, die Menschen zu Flucht oder Migration treiben:<\/p>\n<ul>\n<li>Umweltver\u00e4nderungen, die eindeutig dem Klimawandel zuzuordnen sind (z.B. gestiegene Meeresspiegel)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Bestehende Umweltprobleme, die durch den Klimawandel verst\u00e4rkt werden (z.B. Wassermangel)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Armut und Unterentwicklung, die durch den Klimawandel verst\u00e4rkt werden (z.B. schlechte wirtschaftliche Perspektiven)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Konflikte und Kriege in Folge von Umweltver\u00e4nderungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um zu verstehen, wann Umweltver\u00e4nderungen zu Flucht und Migration f\u00fchren, muss auch der soziale und \u00f6konomische Kontext betrachtet werden. Als Modell f\u00fcr die Erkl\u00e4rung von Umweltflucht ist vorgeschlagen worden, zwischen Ausgangsbedingungen, dem ausl\u00f6senden Ereignis und beg\u00fcnstigenden\/hemmenden Faktoren zu unterscheiden (Hugo 1996). Die Ausgangsbedingungen wie Bev\u00f6lkerungszahlen, geographische Lage, Art der Umweltnutzung und Wohlstand haben demnach ma\u00dfgeblichen Einfluss darauf, wie sich die ausl\u00f6senden Ereignisse (Erdbeben, \u00dcberflutungen, trockenheitsbedingte Ernteausf\u00e4lle) auf Migrations- oder Fluchtbedingungen auswirken. Beg\u00fcnstigende Faktoren, wie soziale Netzwerke in anderen Teilen des Landes oder der Welt, oder hemmende Faktoren, wie z.B. schlechte Reisebedingungen (hohe Kosten, Gefahren etc.), beeinflussen zus\u00e4tzlich die Frage, ob es zu Migration oder Flucht kommt.<\/p>\n<p>Dieses allgemein f\u00fcr Umweltflucht verwendete Analyseraster erm\u00f6glicht den Anschluss an die Klimaforschung. Die hier bezeichneten Ausgangsbedingungen \u00e4hneln dem Begriff der Verwundbarkeit. Diese beschreibt n\u00e4mlich, wie stark die Klimaver\u00e4nderungen auf die Menschen durchschlagen. Eine hohe Verwundbarkeit bedeutet, dass sowohl die Sensibilit\u00e4t und Exposition gegen\u00fcber Klimaver\u00e4nderungen sehr hoch als auch die Anpassungsf\u00e4higkeiten besonders gering sind. Wenn es unter solchen Bedingungen zu gravierenden Folgen klimatischer Ver\u00e4nderungen kommt, bleibt mangels anderer Anpassungsstrategien als einziger Ausweg die Flucht. M. a. W.: Wenn die Verwundbarkeit einer Gemeinschaft besonders hoch ist, kommt es bei entsprechenden Klimaver\u00e4nderungen zu Flucht. Unterhalb dieser Schwelle steigt der Migrationsdruck mit wachsender Verwundbarkeit. Um Klimaflucht zu verstehen, bedarf es also einer gr\u00fcndlichen kausalen Analyse, die auf vier Indikatoren abstellen muss:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie sind die \u00f6konomischen und sozialen Rahmenbedingungen?<\/li>\n<li>Welcher Art sind die zu erwartenden Umweltver\u00e4nderungen? Inwiefern treffen sie auf bereits existierende Umweltprobleme?<\/li>\n<li>Wie hoch ist die Verwundbarkeit des betroffenen Gebietes gegen\u00fcber Klimaver\u00e4nderungen?<\/li>\n<li>Welche alternativen Anpassungsstrategien bestehen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erst nach Betrachtung dieser Faktoren kann entschieden werden, inwiefern mit Migration oder Flucht zu rechnen ist. Gleichwohl bleibt der Eindruck bestehen, dass es eine Grauzone gibt, in der sich die verschiedenen Ursachen der Flucht nicht klar voneinander abgrenzen lassen.<\/p>\n<p>Trotz der berechtigten Kritik am bisherigen wissenschaftlichen Gehalt der Besch\u00e4ftigung mit dem Problem und trotz des bisherigen weitgehenden Negierens des Ph\u00e4nomens durch offizielle Statistiken und internationale Konventionen, zeigen einige der sog. &#8222;hot spots&#8220; der globalen Erw\u00e4rmung neben den schon erw\u00e4hnten insularen Kleinstaaten &#8211; Mali als Beispiel f\u00fcr extreme Trockenheit im Sahel, Bangladesh als mehrfaches Opfer des Klimawandels und die Folgen des Hurrikans Katrina f\u00fcr die Stadt New Orleans in der entwickelten Welt -, wie sehr Umweltmigration und Klimaflucht bereits heute Realit\u00e4t geworden sind.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"hot-spots-der-globalen-erwaermung-und-umweltfluechtlinge\">&bdquo;Hot spots&ldquo; der globalen Erw&auml;rmung und Umwelt&shy;fl&uuml;cht&shy;linge<\/span><\/h2>\n<p>Der Sahelstaat Mali ist ein Beispiel, wie bestehende Umweltprobleme, wie extreme D\u00fcrre und Desertifikation, durch den Klimawandel versch\u00e4rft werden und mit zur Konflikteskalation zwischen Nomaden und sesshaften Bauern &#8211; der Tuareg-Konflikt der 1990er Jahre &#8211; beitragen k\u00f6nnen, die f\u00fcr weite Teile der Sahelzone in Afrika typisch ist und aktuell u. a. im sudanesichen Darfur beobachtet werden kann.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Teile der Landesfl\u00e4che Malis geh\u00f6ren zur Sahara und der W\u00fcstenrandzone Sahel. Gerade der Norden des Landes ist extrem trocken, mit j\u00e4hrlichen Niederschlagsmengen von nur etwa 100 mm (zum Vergleich: Deutschland hat etwa 700 mm pro Jahr). In manchen Jahren f\u00e4llt auch gar kein Regen. Schon heute ist Mali Opfer des Klimawandels wie kaum ein anderes Land auf der Erde. Die Niederschlagsmenge im 30-Jahres-Durchschnitt hat sich zwischen 1931-60 und 1968-1997 in der gesamten Sahelzone um zwanzig bis vierzig Prozent verringert.<\/p>\n<p>Die zunehmende Trockenheit trifft dabei auf eine wirtschaftliche und soziale Situation, die ohnehin schon die Verw\u00fcstung des Landes vorantreibt. Der wasserintensive Baumwolleanbau, das hohe Bev\u00f6lkerungswachstum und die Rodung der W\u00e4lder f\u00fchren zur Desertifikation der fruchtbaren B\u00f6den. Dies wird durch das sich wandelnde Klima weiter versch\u00e4rft. Die schleichende Verw\u00fcstung der trockenen Gebiete f\u00fchrt zu einer wachsenden Binnenmigration in den S\u00fcden des Landes: Zwischen 1987 und 2007 ist die Hauptstadt Bamako von 800.000 auf 1,8 Mio. Einwohner angewachsen, was selbst angesichts des hohen Bev\u00f6lkerungswachstums eine enorme Steigerung ist. Insgesamt ist seit 1965 ein Sechstel der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung Malis in die St\u00e4dte gezogen.<\/p>\n<p>Der Befund ist eindeutig: Das ver\u00e4nderte Klima f\u00fchrt zu einer Zunahme extremer D\u00fcrreperioden, in deren Folge es zu gr\u00f6\u00dferen Fluchtbewegungen in den S\u00fcden des Landes kommt und ganze Landstriche im Norden verlassen werden. Zus\u00e4tzlich f\u00fchrt die zunehmende Trockenheit in den noch fruchtbaren Landstrichen zur schleichenden Desertifikation. Landwirtschaft wird unm\u00f6glich, es bleibt allein die Abwanderung in die St\u00e4dte des S\u00fcdens oder die Migration \u00fcber die Landesgrenzen, bevorzugt in die ehemalige Kolonialmacht Frankreich. Mali ist damit ein Beispiel, wie bereits bestehende Umweltprobleme durch den Klimawandel weiter versch\u00e4rft werden und zu pl\u00f6tzlicher (Binnen-)Migration und Flucht f\u00fchren k\u00f6nnen. F\u00fcr die Zukunft wird sich dieser Problemdruck weiter versch\u00e4rfen: Die Prognosen aller renommierten Klimamodelle sagen f\u00fcr Mali einstimmig voraus, dass es dort noch hei\u00dfer und trockener werden wird.<\/p>\n<p>Das s\u00fcdasiatische Bangladesh wird in der \u00d6ffentlichkeit oft als Paradebeispiel genannt, um die dramatischen Folgen des Klimawandels zu verdeutlichen. Der Staat liegt an einem der gr\u00f6\u00dften Flussdeltas der Welt. Es ist gekennzeichnet von hoher Bev\u00f6lkerungsdichte und Armut. Das Land wird gleich mehrfach von den Folgen der globalen Erw\u00e4rmung direkt betroffen.<\/p>\n<p>Die H\u00e4ufigkeit und Schwere von \u00dcberschwemmungen wird zunehmen. Bereits die Flut von 1998 machte etwa 1 Mio. Menschen heimatlos. Schon wenige Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 2004, folgte die n\u00e4chste noch st\u00e4rkere. Hilfsorganisationen gehen von etwa 30 Mio. Menschen aus, die zeitweilig von ihren angestammten Wohnsitzen fliehen und durch Hilfslieferungen versorgt werden mussten. Zwar kehrte ein Teil davon wieder in seine Heimat zur\u00fcck. Doch f\u00fcr viele war die Existenz zerst\u00f6rt, so dass die R\u00fcckkehr versperrt blieb. F\u00fcr die Zukunft gilt als ausgemacht, dass die Niederschlagsmenge in S\u00fcdostasien bis 2030 um etwa 15 Prozent steigen wird.<\/p>\n<p>Zweitens wird auch der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels unweigerlich zu Flucht f\u00fchren. Denn ein Gro\u00dfteil der Landesfl\u00e4che Bangladeschs liegt nur unwesentlich \u00fcber dem Meeresspiegel. Einer Studie der Weltbank zufolge l\u00e4gen bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 95 cm, der bis zum Ende des Jahrhunderts durchaus im Bereich des M\u00f6glichen liegt, etwa 18 Prozent der Landesfl\u00e4che unter Wasser. Die momentan dort lebenden 35 Mio. Bangladeschis w\u00e4ren gezwungen, ins Landesinnere zu fliehen, was angesichts der jetzt schon hohen Bev\u00f6lkerungsdichte zu sozialen Problemen f\u00fchren und ein erhebliches Entwicklungshindernis darstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Drittens wird sich die H\u00e4ufigkeit und Schwere von tropischen St\u00fcrmen \u00fcber Bangladesh erh\u00f6hen. Durch Sturmfluten w\u00e4re auch hier mit vermehrter Flucht zu rechnen. Beispielsweise hat ein schwerer Zyklon im Mai 1997 kurzzeitig 1,5 Mio. Menschen obdachlos gemacht.<\/p>\n<p>Es erscheint geradezu paradox, wenn gleichzeitig f\u00fcr den Westen des Landes verst\u00e4rkt Trockenheit prognostiziert wird. Landwirtschaft wird dort aufgrund von Wassermangel zunehmend schwieriger werden. Dieser Umstand wiegt umso schwerer, als diese Region als Hauptr\u00fcckzugsraum f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge vor den steigenden Meeresspiegeln und \u00dcberflutungen gesehen werden muss. Die Entwicklungschancen f\u00fcr die Menschen in dieser Region werden sich massiv verschlechtern. Insgesamt erscheint es also nachvollziehbar, wenn f\u00fcr Bangladesh im Jahre 2050 etwa 26 Mio. Klimafl\u00fcchtlinge prognostiziert werden.<\/p>\n<p>Der Klimawandel f\u00fchrt aber nicht nur in den L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens zu Flucht und Migration. Dies zeigt sich besonders eindr\u00fccklich am Beispiel des Hurrikans Katrina. Dieser bis dahin st\u00e4rkste Sturm seit Beginn der Aufzeichnungen fiel Ende August 2005 \u00fcber die US-amerikanische Golfk\u00fcste her.<\/p>\n<p>Katrina l\u00f6ste in den USA die gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingswelle seit 150 Jahren aus. Mehr als eine Million Menschen wurden innerhalb von vierzehn Tagen in alle Teile der USA evakuiert. Es war, als h\u00e4tten sich die gesamten Fl\u00fcchtlingsbewegungen des amerikanischen B\u00fcrgerkriegs in zwei Wochen abgespielt. Noch zwei Jahre nach der Katastrophe sind 250.000 Menschen nicht in die Katastrophenregion zur\u00fcckgekehrt. Insgesamt zeigt sich eine klare Spaltung entlang der Grenzen Hautfarbe und wirtschaftliche Situation. Dies verdeutlicht, dass auch in den Industriel\u00e4ndern die \u00c4rmsten am ehesten von den Folgen der globalen Erw\u00e4rmung getroffen und zur Flucht gezwungen sein k\u00f6nnten. Auch der relativ hohe sozio\u00f6konomische Entwicklungsstand eines Landes garantiert somit l\u00e4ngst nicht allen Menschen Schutz vor dem Klimawandel, wenn die Regierungen sich als unf\u00e4hig und\/oder unwillig erweisen, allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu helfen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"rechtliche-und-politische-konsequenzen\">Rechtliche und politische Konse&shy;quenzen<\/span><\/h2>\n<p>Das letztgenannte Beispiel weist klar auf die human agency bei der Bew\u00e4ltigung des Problems hin. Die Folgen des Klimawandels k\u00f6nnen durch ethnische Konflikte, die extrem ungleiche Verteilung von Land und\/oder Wasser sowie durch das (Fehl-) Verhalten von Regierungen und \u00f6ffentlichen Institutionen bei Pr\u00e4vention und Krisenmanagement dramatisch an Brisanz gewinnen.<\/p>\n<p>Jenseits des definitorischen Streits \u00fcber Umweltmigration und\/oder Klimaflucht, der keineswegs bereits als abgeschlossen gelten kann, verdeutlicht die Tatsache, dass gegenw\u00e4rtig rund 200 Mio. Menschen in den K\u00fcstengebieten leben, die nur bis zu einem Meter \u00fcber dem Meeresspiegel liegen, dass sich hier ein dramatisches Problem aufbaut. W\u00e4hrend die Nordseeanrainer gro\u00dfe Summen in die Befestigung und Erh\u00f6hung der Deiche investieren, bleibt den meisten Bewohnern der niedrig gelegenen K\u00fcstenregionen in den Entwicklungsl\u00e4ndern nur die Flucht. Wenn diese Menschen in vielen F\u00e4llen im wahrsten Sinne des Wortes &#8222;staatenlos&#8220; geworden sein werden, wird niemand mehr argumentieren k\u00f6nnen, dass es sich hier um Armuts- oder Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge handeln w\u00fcrde. Das schlie\u00dft die notwendige Erweiterung des Asylrechts und der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention um \u00f6kologische Fluchtgr\u00fcnde ein, auch wenn sich bisher noch fast alle Staaten dagegen wehren.<\/p>\n<p>Selbst wenn es nicht zum Massenansturm auf die Wohlstandsstaaten des Nordens kommen muss, weil den meisten Menschen in den Entwicklungsl\u00e4ndern die Ressourcen fehlen, um diesen beschwerlichen und gefahrvollen Weg zu wagen, so werden die schon bestehende Armut und das Massenelend durch die globale Erw\u00e4rmung in den Entwicklungsl\u00e4ndern weiter versch\u00e4rft &#8211; allen hehren Millenniumszielen zum Trotz.<\/p>\n<p>Die Erh\u00f6hung von Grenzz\u00e4unen, die Steigerung der Milit\u00e4rausgaben f\u00fcr die Kontrolle der Gew\u00e4sser an der S\u00fcdflanke der EU oder die Exterritorialisierung der Migrationspolitik mit &#8222;Begr\u00fc\u00dfungszentren&#8220; in Nordafrika und R\u00fcckf\u00fchrungsabkommen mit allen potentiellen Fluchtl\u00e4ndern werden das Problem nicht l\u00f6sen, sondern stellen nur den vergeblichen Versuch dar, die Verantwortlichkeiten zu negieren und die Symptome zu verdr\u00e4ngen. Neben der moralischen Verpflichtung, sich mit den weltweiten Folgen auseinander zu setzen, die \u00fcber 250 Jahre fossil gepr\u00e4gte Industrialisierung hervorgerufen haben, muss es auch politisch darum gehen, sich finanziell und technologisch f\u00fcr die Folgen der globalen Erw\u00e4rmung in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens verantwortlich zu f\u00fchlen. Denn ohne die umfassende Energiewende in den OECD-Staaten und ohne ein umfassendes Folgeabkommen f\u00fcr das Kyoto-Protokoll nach 2012, bei dem auch die Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder in die gemeinsame, wenngleich differenzierte Verantwortung f\u00fcr das \u00dcberleben aller einbezogen werden und langfristig jedem Menschen gleiche Emissionsrechte zugebilligt werden, d\u00fcrfte das Klima vollends au\u00dfer Kontrolle geraten.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h2>\n<p><i>Bates, Diane C.<\/i> 2002: Environmental Refugees? Classifying Human Migration Caused by Environmental Change, in: Population and Environment, Jg. 23, H. 5, S. 465-477.<br \/><i><\/i><\/p>\n<p><i>Black, Richard <\/i>2001: Environmental Refugees: Myth or Reality? New Issues in Refugee Research, Working Paper No. 34, 0.0.: UNHCR.<br \/>Diamond, Jarred 2005: Collapse. How Societies Choose to Fail or to Succeed, New York<br \/><i><\/i><\/p>\n<p><i>El-Hinnawi, Essam<\/i> 1985: Environmental Refugees, Nairobi.<br \/><i>Hugo, Graeme<\/i> 1996: Environmental Concerns and International Migration, in: International Migration Review, Jg. 30, H. 1, S. 105-131.<\/p>\n<p><i>IPPC, Intergovernmental Panel on Climate Change<\/i> 2007: Climate Change 2007, Genf.<br \/><i><\/i><\/p>\n<p><i>Jakobeit, Cord und Methmann, Chris<\/i> 2007: Klimafl\u00fcchtlinge. Die verleugnete Katastrophe. Studie im Auftrag von Greenpeace, Hamburg.<\/p>\n<p><i>Latif, Mojib<\/i> 2007: Bringen wir das Klima aus dem Takt? Hintergr\u00fcnde und Prognosen, Frankfurt\/Main<br \/><i><\/i><\/p>\n<p><i>Myers, Norman<\/i> 1997: Environmental Refugees, in: Population and Environment, Jg. 19, H. 2, S. 167-182.<\/p>\n<p><i>Myers, Norman<\/i> 2001: Environmental Refugees. A Growing Phenomenon of the 21st Century, in: <i>Philosophical Transaction of the Royal Society: Biological Sciences,<\/i> Jg. 357, H. 1420, S. 609-613.<\/p>\n<p><i>Stern, Nicholas<\/i> 2007: The Economics of Climate Change. The Stern Review, Cambridge.<br \/><i><\/i><\/p>\n<p><i>Suhrke, Astri <\/i>1994: Environmental Degradation and Population Flows, in: <i>Journal of International Affairs<\/i>, Jg. 47, H. 2, S. 473-496.<\/p>\n<p><i>UNHCR, United Nations High Commissioner for Refugees<\/i> 2007: Auf einen Blick, Genf\/Berlin.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1966,1965],"publikationen":[1223],"class_list":["post-11088","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-chris-methmann","autoren-cord-jakobeit","publikationen-3-2007"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Umweltmigration oder Klimaflucht? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/umweltmigration-oder-klimaflucht\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Umweltmigration oder Klimaflucht? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Globale Erw\u00e4rmung und Migrationsprozesse aus: vorg\u00e4nge Heft 3\/2007, S.62-70 Es ist eine Konstante der Menschheitsgeschichte, dass Umweltver\u00e4nderungen Menschen dazu veranlasst haben, ihre Heimat zu verlassen (Diamond 2005). 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