{"id":11094,"date":"2007-09-01T23:00:00","date_gmt":"2007-09-01T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:04","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:04","slug":"links-jenseits-der-realitaet","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/","title":{"rendered":"Links, jenseits der Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Wolfgang Abendroths Hoffen auf ein Fortwirken Walter Ulbrichts*<\/p>\n<p>aus : vorg&auml;nge Heft 3\/2007, S.120-127<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"veteranenstreit-regimentsgeschichten-zur-aufstellung-der-68er-gestern-und-heute-sind-unfruchtbar-dies-zeigt-der-streit-ueber-die-echt-falschen-ns-mitgliedschaften-von-grass-wasser-lenz-hildebrandt-gegenstand-dieser-notizen-sind-das-breite-positive-urteil-ueber-wolfgang-abendroth-geschichten-ueber-sein-erstaunliches-anregungspotenzial-im-bezugsfeld-demokratie-arbeiterbewegung-und-klassenspaltung-und-eine-briefkarte-eigentlich-stehen-ein-bericht1-ueber-die-karte-und-die-schroffe-zurueckweisung2-am-anfang-diese-toene-wecken-das-bemuehen-um-verstehen-nicht-um-verstaendnis-unvermeidlich-kommt-es-dabei-zum-rueckblick-auf-intellektuelle-um-1968-sowie-auf-unterlassene-trauerarbeit-altmeyer-2007\">Vetera&shy;nen&shy;streit, Regiments&shy;ge&shy;schichten zur Aufstellung der 68er gestern und heute sind unfrucht&shy;bar. Dies zeigt der Streit &uuml;ber die echt-fal&shy;schen NS-Mit&shy;glied&shy;s&shy;chaften von Grass, Wasser, Lenz, Hilde&shy;brandt. Gegenstand dieser Notizen sind das breite, positive Urteil &uuml;ber Wolfgang Abendroth, Geschichten &uuml;ber sein erstaun&shy;li&shy;ches Anregungs&shy;po&shy;ten&shy;zial im Bezugsfeld Demokratie, Arbei&shy;ter&shy;be&shy;we&shy;gung und Klassen&shy;spal&shy;tung und eine Briefkarte. Eigentlich stehen ein Bericht(1) &uuml;ber die Karte und die schroffe Zur&uuml;ck&shy;wei&shy;sung(2) am Anfang. Diese T&ouml;ne wecken das Bem&uuml;hen um Verstehen (nicht um Verst&auml;ndnis). Unver&shy;meid&shy;lich kommt es dabei zum R&uuml;ckblick auf Intel&shy;lek&shy;tu&shy;elle um 1968 sowie auf unter&shy;las&shy;sene Trauer&shy;a&shy;r&shy;beit (Altmeyer 2007).<\/span><\/h2>\n<p><b>Abendroths Kondolenzkarte und Ulbrichts historische Gr&ouml;&szlig;e<\/b><\/p>\n<p>Dem &#8222;lieben Genossen Norden&#8220; schreibt Abendroth eine zweiseitige, handschriftliche, private Karte aus Anlass des Todes von Walter Ulbricht. Am 2. B. 1973, ein Tag nach dem Tod, &#8222;dr&auml;ngt&#8220; es Abendroth mitzuteilen, er &#8222;und viele alte und junge Genossen, keineswegs nur die Mitglieder von DKP, SDAJ und MSB (Spartakus)&#8220; empfinden und denken das Gleiche wie Albert Norden, der Leiter der Westableitung im ZK der SED ist und seit 1958 dem Politb&uuml;ro angeh&ouml;rt. Vereinnahmt wird der 1967 verstorbene (1928 aus der KPD hinausgeworfene) Heinrich Brandler, dieser habe Ulbricht genauso gesch&auml;tzt und dies &#8222;wenige Tage vor seinem Tode&#8220; &#8222;versichert.&#8220; Ulbricht (30.6.1893 &#8211; 1.8.1973) wird angesprochen als &#8222;einer der Gr&ouml;&szlig;ten aus der Tradition der Arbeiterbewegung&#8220; und ist &#8222;gleichzeitig einer der Gr&ouml;&szlig;ten der Geschichte des deutschen Volkes.&#8220; Abendroth erw&auml;hnt auch Gegens&auml;tze zu Ulbricht, aber dessen ungeheurer historischer Leistung verdanke nicht nur die DDR &#8222;so viel&#8220;, sondern &#8222;auf lange Sicht auch die westdeutsche Arbeiterbewegung und der internationale Sozialismus.&#8220; Der Nachfolgegeneration, der Abendroth (2.5.1906 &#8211; 15.9.1985) angeh&ouml;rt, &#8222;und erst recht den Jungen&#8220; sei Ulbricht &#8222;stets ein Vorbild an Treue zu Humanit&auml;t und Sozialismus und an wissenschaftlicher Konsequenz in der Anwendung des Marxismus&#8220; gewesen, was so bleiben wird. Dieses Fortwirken bekr&auml;ftigt der Schluss, der dies mit der SED, der DDR, der westdeutschen Arbeiterbewegung und jungen Intelligenz sowie der Internationale verbindet.<\/p>\n<p>Dies musste Abendroth nicht schreiben. Selbst wenn (warum?) &#8222;Opportunit&auml;t&#8220; und &#8222;Loyalit&auml;t&#8220; eine Rolle gespielt haben, f&auml;llt die Kondolenz &uuml;berschw&auml;nglich aus. 1973 gibt es den &#8222;Antifaschistischen Schutzwall&#8220; seit 12 Jahren, den Schie&szlig;befehl bei &#8222;Grenzdurchbr&uuml;chen&#8220; ebenfalls, sogar auf Frauen und Kinder; 1962 verblutet Peter Fechter, 1966 werden zwei 10 und 13 Jahre alte Kinder erschossen, viele bekommen die Kugel zu sp&uuml;ren (so Hoffinann, der DDR-Verteidigungsminister, was Krenz nicht wissen will); 1968 wird der Prager Fr&uuml;hling milit&auml;risch erstickt, Vorsitzender des DDR-Verteidigungsrates ist Ulbricht, seit 1953 Generalsekret&auml;r der SED, von 1960 bis 1973 Vorsitzender des DDR-Staatsrats. All dies wusste Abendroth.<\/p>\n<p>Sicher, dies ist die private Karte einer &ouml;ffentlichen Person. Sie wirft ein Problem auf: Respekt gebietet der Widerstand gegen den Faschismus (Moneta: Balzer\/Bock\/Sch&ouml;ler 2001: 210 f.), jedoch k&ouml;nnen politische Aussagen aus dem Widerstand nicht unkritisch akzeptiert werden. Widerstand einerseits, Rezepte und Analysen andererseits bedingen Respekt und Kritik. Hinzukommt die wissenschaftliche Geltung.<\/p>\n<p>Abendroth versteht sich als Geschichtsschreiber der deutschen Arbeiterbewegung und als politischer Soziologe, der praktisch beratend, initiativ, analytisch und deutend t&auml;tig ist (Abendroth 1967: 11 f.). Sind schon Respekt vor dem Widerstandsk&auml;mpfer und Kritik gegen&uuml;ber den Aussagen zur antagonistischen Gesellschaft und politischen Demokratie kompliziert abzuw&auml;gen, so wird dies pers&ouml;nlich zus&auml;tzlich erschwert.<\/p>\n<p>Wie vertr&auml;gt sich die Hymne auf Ulbricht mit dem verbreiteten Urteil(3) &uuml;ber Abendroth, den seine Universit&auml;t Marburg u. a. neben Heidegger, Savigny und Troeltsch als einen ihrer pr&auml;genden Wissenschaftler vorstellt? Ein paar Stimmen aus dem breiten Kanon seien aufgef&uuml;hrt: Abendroth ist moralische Instanz und ein Oppositionspolitiker, der f&uuml;r die breite Interventionsbefugnis des sozialen Rechtsstaats gegen&uuml;ber der Wirtschaft eintritt, was ihn &#8222;zum Hermann Heller der Bundesrepublik&#8220; werden l&auml;sst. Abendroth gilt als unangepasster Marxist im Kalten Krieg oder als intervenierender sozialistischer Intellektueller oder, oft zitiert, als der Partisanenprofessor im Lande der Mitl&auml;ufer. Nie linientreu sei er, ein in der Arbeiterbewegung verwurzelter Intellektueller. Diese positiven Stimmen intoniert ein Reigen von deliberativen Anerkennungsk&auml;mpfern, Antiautorit&auml;ren, traditionellen Altlinken, sozialdemokratischen Verteilungspolitikern und Gewerkschaftern bis zu professoralen Autorit&auml;ten, f&uuml;r die jede Untat von links immer noch ein &#8222;Fehler der besseren Seite&#8220; ist, denn &#8222;die Linke hat nach links keine Grenze&#8220; (F&uuml;lberth).<\/p>\n<p>Wie den Widerstand gegen die Notstandsgesetze 1966\/68, so teilt das Urteil &uuml;ber Abendroth ein breiter demokratisch-linker Bogen. Dieser bricht 1968 bzw. mit der Aufl&ouml;sung des SDS 1969\/70 und &ouml;ffnet tiefe Gr&auml;ben. Im Lichte der jetzt bekannt gewordenen Karte an Norden war es hellsichtig, was auf der IG Metall-Tagung zum 100. Geburtstag Abendroths 2006 ein Redner ausf&uuml;hrte: &#8222;Es war lange ruhig, zu ruhig um Wolfgang Abendroth. Es scheint so, dass jenseits fr&uuml;herer innerlinker Blockaden und Kontroversen nun eine Zeit beginnen k&ouml;nnte, in der in seinem Werk das politisch wie wissenschaftlich Bleibende vom tagespolitisch wie taktisch-politisch gepr&auml;gten &Uuml;berholten getrennt werden kann und muss&#8230;&#8220; (Sch&ouml;ler: Urban\/Buckmiller\/Deppe 2006: 79).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"allgemein-kann-man-sich-irren\">Allgemein: Kann man sich irren?<\/span><\/h2>\n<p>Ja, leicht, schnell! Es sei denn, man ist langweilig und zuverl&auml;ssig, festgelegt, dann merkt man seine Irrt&uuml;mer nicht, ist auf Kritik au&szlig;erhalb des Bezugssystems angewiesen, darf sich nicht in seiner Schule eingraben. Verkn&uuml;pfen wir Freud mit Luhmann, ist das Leben &#8222;zu schwer f&uuml;r uns&#8220; und bedarf der Vereinfachung. Linderung verspricht u. a. Wissenschaft, sie reduziert Komplexit&auml;t. Sie scheidet Neben- und Hauptwiderspr&uuml;che, h&auml;lt an Zielen fest, findet Zweck in der Geschichte, ordnet Details dem Prinzip unter. Es entstehen allerlei Rationalit&auml;t und Konstruktionen. Problematisch wird dies, wenn offene Fragen und neue Erfahrungen verstellt werden. Abstrakt beschreibt dies Abendroth (1967: 11 f.), indem er das Primat der Praxis beleuchtet.<\/p>\n<p>Max Weber sieht im. &#8222;Opfer des Intellekts&#8220; die Kosten, wenn man Offenheit nicht aush&auml;lt. Mit seinem Traditionalismus, der Dominanz der Praxis gegen&uuml;ber theoretischen und methodischen Fragen, der Bindung an den geschichtlichen Gang zum (demokratischen) Sozialismus, der Unterordnung des Einzelnen unter die Arbeiterbewegung(4) (kritisch gegen&uuml;ber ultralinken Hasardeuren) bezahlt Abendroth diese Kosten. Die Kondolenz bezeichnet den Tiefpunkt. Sein Weg dorthin dauert vier Jahre, von 1968 bis 1971, die Festgaben zum 60. und 65. Geburtstag markieren ihn (Maus 1968; BRD-DDR 1971). Die akademische Festschrift zum 60. Geburtstag ist fach&uuml;bergreifend und pluralistisch, sie enth&auml;lt Beitr&auml;ge u.a. von Adorno, Augstein, Bloch, Bracher, Brenner, Flechtheim, Habermas, Herz, Maus, Mayer, Ridder, Scheibert, R. Schmid, Schramm und W. Weber. 1971 dagegen schenken ihm seine Sch&uuml;ler ein politisches Pamphlet. Die DDR bewege sich zur &#8222;sozialistischen Demokratie&#8220;, wogegen die Bundesrepublik &#8222;sich selbst von den Normen b&uuml;rgerlicher Demokratie immer mehr entfernt` ; die DDR dokumentiere &#8222;die &Uuml;berlegenheit des Sozialismus gegen&uuml;ber der kapitalistischen Klassengesellschaft&#8220; (BRD-DDR 1971: bes. 35 ff., 248 ff., 402 ff.). Abendroths eigener Vergleich (1971) wird zugespitzt.<\/p>\n<p>1968 ist Abendroth &#8211; neben u. a. Offe und Reiche &#8211; an der Antwort auf Habermas&#8216; Kritik an &#8222;Linksfaschismus&#8220; und &#8222;Scheinrevolution&#8220; beteiligt. 1968 ist ein kurzer Sommer der Revolte. Es ist ein h&ouml;chst turbulente und ereignisreiche Zeit, man kann glauben, Studenten und Arbeiter seien Bundesgenossen beim Strukturwandel der Bundesrepublik (Abendroth: Die Linke antwortet Habermas 1968: 134).<\/p>\n<p>1968 ist das Jahr einer bewegten Erde, es sind die antiautorit&auml;ren Studenten, die sich als Motor begreifen. Ab 1969\/70 erfolgt die Trennung von Traditionalisten, Antiautorit&auml;ren und Militanten. Dies bekommt beiden Seiten nicht gut, Realit&auml;tsverluste werden gr&ouml;&szlig;er, wechselseitige Korrekturen unterbleiben.<\/p>\n<p>Abendroth ist vom Winter 1950 bis zum Sommer 1972 Professor f&uuml;r wissenschaftliche Politik in Marburg &#8211; zuerst allein. 1960 wird das Fach als Promotionsfach anerkannt. Erst 1961 kommt mit Erich Matthias, einem Historiker der Weimarer Arbeiterbewegung und Parteien, eine zweite Professur hinzu. 1967 bis 1971 besetzt Ernst Otto Czempiel diese Stelle; 1970\/71 erfolgt mit den &Uuml;berleitungen vormaliger Assistenten (auf sog. &#8222;Hessenprofessuren&#8220;) eine Ausweitung des Instituts, die &#8222;Marburger Schule&#8220; entsteht (H&uuml;ttig\/Lutz 1999: 304 ff.; Bock 2007). Vormalige Schwerpunkte werden kanonisiert, Akzente bzw. Denkrichtungen werden verbindlich. Mit der Nachfolge, einer Hausberufung, mit der Besetzungs- und &Uuml;berleitungspolitik in Marburg, mit der Habilitation von Reinhard K&uuml;hnl (1969-71) und mit der zeitgleichen Gr&uuml;ndung der DKP und deren Einzug in die Marburger Stadtverordnetenversammlung (1972) brechen innerlinke Konflikte in schroffer Form auf. Als extremer Gegenpol mag Fritz Vilmars Kampagne (1975) zur Schlie&szlig;ung des Marburger Fachbereich als DKP-&#8222;Parteihochschule&#8220; angesehen werden (Bock: Balzer\/Bock\/Sch&ouml;ler 2001: 235, 240, 242 &pound;, 247 ff., 260 ff.).<\/p>\n<p>Es gibt ab 1969\/70 keine Br&uuml;cken mehr. Abendroth ist\/wird isoliert. Dies ist in seinem Votum f&uuml;r die Arbeiterbewegung angelegt, es ergibt sich aus der Loyalit&auml;t zu seinen Sch&uuml;lern. Er reduziert Komplexit&auml;t zu Gunsten der DDR und der (im September 1968 gegr&uuml;ndeten) DKP und vor allem des MSB Spartakus, der seit 1971 bestehenden Studentenorganisation der DKP. Vor allem j&uuml;ngere Kader sind wichtig, hier sieht Abendroth den Nukleus k&uuml;nftigen Klassenbewusstseins. Es kommt politisch wie politikwissenschaftlich zu &#8222;Realit&auml;tsausblendungen&#8220; (Bock ebda: 263), zu Reduktionen auf arbeiterbewegte, polit&ouml;konomische und optimistisch-demokratische Akzente. (Im Falle der antiautorit&auml;ren Bewegung wird Politik auf den Gegensatz von Staat und Gegengewalt und auf wechselweise sich aufschaukelnde Zirkel von Protest und &#8222;vorbeugendem Machtkampf&#8220; [Krahl 1971: 244] reduziert.)<\/p>\n<p>Dies beginnt vor der Karte von 1973. 1971 wird die Bundesrepublik mit der DDR verglichen und schneidet schlecht ab. Die &#8222;stalinistische Entwicklungsphase&#8220; von SBZ und DDR wirke zwar &#8222;immer noch nach&#8220;, aber die Gesellschaft entwickele sich sozialistisch. Seit 1961 entfalle das Wegengagieren von Spitzenkr&auml;ften, eine &#8222;industrielle Gesellschaft sozialistischen Charakters&#8220; entstehe der sozialistische Rechtsstaat schirme individuelle Freiheitsrechte besser ab, &#8222;quasi-stalinistische Herrschaftsformen&#8220; w&uuml;rden &#8222;immer eindeutiger&#8220; zur&uuml;cktreten. Dies wirke auf die Bundesrepublik ein, die &#8222;antikommunistische Mentalit&auml;t&#8220; l&ouml;se sich auf. Dies schrieb Abendroth (1971: 25 ff.) bereits vor seiner Kondolenzkarte.<\/p>\n<p>Ein politischer wie methodischer Traditionalismus sowie die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung theoretischer Fragen etwa nach der Geltung utopischer Energien, der Erosion sozialmoralischer Milieus und der Ausdifferenzierung von Kapitalverh&auml;ltnissen und der Sozialisation (ver)f&uuml;hren Abendroth zu einer &Uuml;berbewertung der DDR und ihrer Wirkung auf die westdeutsche Intelligenz und Arbeiterbewegung. Der Traditionalismus durchzog zuvor die Bestimmung des demokratischen und sozialen Rechtsstaats (1954)(5) und die Anti-Notstandskampagne (1966\/68). Beides pr&auml;gt Abendroths positive&#8216; Rolle als politischer Jurist im Protestbogen.<\/p>\n<p>1968 zerrei&szlig;t das Band, das zun&auml;chst die politischen Perspektiven der Traditionalisten und der Antiautorit&auml;ren verband. Traditionalisten und Antiautorit&auml;re bzw. Marburg und Frankfurt verstehen sich nicht mehr und finden jeweils neue Sprach- und Politikformen. Vergleicht man z.B. die politische Sozialisation von Abendroth (Diers 2006; Buckmiller\/Perels\/Sch&ouml;ler 2006) und Krahl (1971: 19 ff.) werden diese Unverst&auml;ndnisse offensichtlich. Abendroths praktisch angeleitete Theorie bleibt Adorno fremd und suspekt, sein Votum f&uuml;r die Arbeiterbewegung bringt Gegens&auml;tze zu Marcuse, Habermas und Offe hervor. (Hier ist noch viel zu kl&auml;ren: vgl. Demirovic: Urban\/Buckmiller\/Deppe 2006: 31 ff.; Bock: Balzer\/Bock\/Sch&ouml;ler 2001: 237 f., 243 ff., 247 ff.; Bock 2007).<\/p>\n<p>Hans Manfred Bock (ebda: 260 f.) unterstreicht diesen &Uuml;bergang. Abendroth identifiziere sich nicht kritiklos mit der DDR, meine aber, die mittleren und j&uuml;ngeren Funktion&auml;re von DKP und MSB ebenso wie die Entwicklung der DDR k&ouml;nnten die Verkrustungen der Bundesrepublik demokratisch zum Tanzen zu bringen. So begegnen sich junge Intellektuelle und Arbeiterbewegung. &Auml;nderungen der Politikformen, unkonventionelle Aktivit&auml;ten ebenso wie Erschlaffungen im Kontext eines entwickelten integralen Etatismus (Horkheimer), erschlie&szlig;en sich Abendroth nicht. Pluralismus bzw. &#8222;Klassengleichgewicht&#8220; interpretiert er positiv als sozial-demokratischen Handlungsauftrag. Die Ersch&ouml;pfung von Politik in der Demokratie, was heute resignativ als nach-demokratischer Verdruss diskutiert wird (Arzheimer 2002; Crouch 2004), ist f&uuml;r ihn kein Thema. Die Handlungsperspektiven &ouml;ffnen gute Beziehungen zu den Gewerkschaften und zur Bildungsarbeit. Hieraus ergibt sich f&uuml;r Teile der Enkelgeneration und die Linke heute eine erneute Aktualit&auml;t Abendroths (Urban\/Buckmiller\/Deppe 2006).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"irrealismus6\">(Ir)Realismus?(6)<\/span><\/h2>\n<p>Abendroths Kondolenzkarte erscheint unverst&auml;ndlich, bleibt pers&ouml;nlich unfassbar. Dennoch passt sie in die 1960er Jahre und zum damals durchaus verbreiteten &#8222;Zeitgeist.&#8220; Die Linken, die Studentenbewegung, eine alte Linke, wenige sympathisierende Hochschullehrer, hatten aus heutiger Sicht ein angemessenes Ma&szlig; f&uuml;r politische Realit&auml;t verloren. Wie scharf auch die damaligen Konflikte untereinander waren, von heute aus betrachtet lesen sie sich &#8222;alle&#8220; &uuml;berspannt und besserwisserisch. Die Ausgrenzung im &#8222;CDU-Staat&#8220;, ihre Hassliebe zur SPD l&auml;sst viele Intellektuelle einen politischen Ort fern in Vietnam und in den USA\/SA-SS finden. Davor bewahrt Abendroth sein Traditionalismus. Auch Abendroth teilt jedoch die moralische Selbstgerechtigkeit gegen&uuml;ber einer halb nach- und halb pr&auml;faschistischen Bundesrepublik (Die Linke antwortet Habermas 1968: 138), auch er leidet unter dem Fehlen eines Korrektivs, dem Fehlen einer analytischen, realistisch-demokratischen Sozialwissenschaft und &Ouml;ffentlichkeit. Der verbale Radikalismus jener Jahre ist im Nachhinein schwer zu begreifen. Gewalt (gegen Sachen sowieso) und Guerilla werden verharmlost, Abendroths Spielart ist das hohe Lied auf Ulbricht und die DDR.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"totalizing-theory-und-toleranz\">&bdquo;Totalizing theory&ldquo; und Toleranz<\/span><\/h2>\n<p>1973 habe ich bei Wolfgang Abendroth promoviert mit einer Arbeit zum Verh&auml;ltnis von Nationalsozialismus und Industrie. Die Arbeit ist in Frankfurt im Kreis um Iring Fetscher und seine Mitarbeiter Dieter Senghaas, Gert Sch&auml;fer, Walter Euchner und Gisela Kress entstanden. Es sind pers&ouml;nliche Fragen der Betreuung die dazu f&uuml;hren, dass mehrere Dissertationen aus diesem Umfeld nicht in Frankfurt abgeschlossen werden bzw. &uuml;berhaupt kein Ende finden. Besser als Fetscher fragte Abendroth direkt nach (,Bist Du eigentlich schon promoviert?&#8216;) und &uuml;bernahm F&uuml;rsorge f&uuml;r angehende junge, linke Intellektuelle. Ich kannte Abendroth &#8211; und J&uuml;rgen Seifert &#8211; aus der Anti-Notstandsarbeit am Rande der SPD und der Gewerkschaften (Hennig 2005). Aufgrund seiner Frage lag es nahe, mein Promotionsverfahren bei ihm (und Heinz Maus) abzuschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>Es bedurfte eines Besuchs in Marburg. Abendroth lag schr&auml;g im Stuhl, rauchte permanent, verbrannte sich mit der Zigarette den Finger, fragte mich noch beim Eintreten, was ich vom MSB halte (,Nichts!&#8216; -,Anders als in Frankfurt ist er in Marburg gut&#8216;). Dann sagte er die Begutachtung zu. Mit Betreuung vor dem Gutachten k&ouml;nne ich nicht rechnen. Das war ich gewohnt. Am 27. August 1973 &#8211; kurz nach der Karte &#8211; liegt Abendroths vierseitiges handschriftliches Hauptgutachten vor. Darin wird eine unn&ouml;tige Kapitulation vor anderen Forschungsans&auml;tzen als dem Marxismus als Ursache von Fehlern angesprochen. Man lande bei &#8222;Eklektizismus, Fehlresultaten und falscher Problemstellung.&#8220; Der kritische Rationalismus solle nicht mit dem historischen Materialismus &#8222;vermengt&#8220; werden. Dadurch werde der Widerstand gegen&uuml;ber &#8222;allen Theoremen des ,staatsmonopolistischen Kapitalismus&#8220; verst&auml;ndlich. Dennoch wird die Dissertation (&#8222;wenn auch mit Einschr&auml;nkungen&#8220;) gut bewertet. Heinz Maus urteilt anders, hebt positiv die Kritik an der Arbeiterbewegung hervor. Der dritte Gutachter moniert die &#8222;etwas obskure Verwendung&#8220; des Begriffs Sowjetmarxismus, offensichtlich sei das von Fetscher entlehnt. Differenzen werden deutlich, haben aber keinen Einfluss auf die Note. Ich kann nicht klagen, es ist m&uuml;&szlig;ig zu spekulieren, welchen Abschluss ich ohne Wolfgang Abendroths dringliche Anfangsfrage und ohne seine Ermutigung h&auml;tte.<\/p>\n<p>Abendroths Karte zu Ulbrichts Tod ist eine Seite, eine andere ist seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wenn unzweideutig feststand, dass es sich um eine akademische Angelegenheit, eine Pr&uuml;fung, handelt, dass daraus kein Anspruch in Marburg oder einem sonst wichtigen Ort (wie der gewerkschaftlichen Bundesjugendschule in Oberursel und der Akademie der Arbeit in Frankfurt) folgt, dann war Abendroth jenseits seiner Positionen und Begriffe hilfsbereit, f&uuml;rsorglich und tolerant.<\/p>\n<p>Ein Theoretiker in dem Sinne, wie dies in Frankfurt, nicht nur im Umfeld Adornos, gefordert wurde und nicht nur, aber auch zu den Exerzitien der &#8222;German Ableitungsdiscussion&#8220; f&uuml;hrte, ist Abendroth nie gewesen. Seine Arbeiten waren handfest, bedacht auf Gebrauchswerte und Interessen (weniger als Verdinglichungen und Entfremdungen) bei Gewerkschaften und Parteien, auf eine kritische Sicht des Sozialstaates.<\/p>\n<p>Gegen&uuml;ber dem Verlust politischer Ma&szlig;st&auml;be h&auml;tte Abendroth, der 1973 67 Jahre alt war und eine bewegte, an Unterdr&uuml;ckung reiche Biographie hatte, korrigierend wirken k&ouml;nnen. Das Votum f&uuml;r die Verbindung von Jugend, Intelligenz und Arbeiterbewegung mit Blick auf einen demokratisch bestimmten Sozialstaat war sein Angebot. Korrigiert hat er damit nur solche sozial bewegte Antiautorit&auml;re, die arbeiter- und (arbeiter) jugendbewegt ansprechbar waren. Dies galt f&uuml;r ein Generationsfragment um 1930 (Kl&ouml;nne, Schumann), ansonsten erreichte Abendroth nach 1968 nur einen kleineren Teil des studentischen Protests. Bock (Balzer\/Bock\/Sch&ouml;ler 2001: 282 f., 285) deutet an, Abendroth sei es gelungen, die traditionelle Rekrutierung von Doktoranden zugunsten der Mittelschichten zu durchbrechen, Kinder von Verfolgten des NS-Regimes schienen h&auml;ufiger vertreten zu sein, ebenso h&auml;tten Marburger Doktoranden ein Plus an au&szlig;erakademischen und ein Minus an ausl&auml;ndischen Erfahrungen aufgewiesen.<\/p>\n<p>Solche lokal- bzw. universit&auml;tsspezifischen Sozialisations- und Organisationsbedingen der Studentenbewegung und vor allem ihres Zerfalls in diverse Kleingruppen sind auff&auml;llig. Warum unterschieden sich z.B. Frankfurt, K&ouml;ln, Marburg, M&uuml;nchen, Berlin, Hannover? Marburg blieb &#8211; anders als Frankfurt &#8211; freier von Spontis und RAF. War dies dem besonderen Flair der Marburger Schule geschuldet? Nach Abendroths Emeritierung (1972) erfolgte die &#8222;Verschulung&#8220;, sowohl politisch-publizistisch als auch in der Lehre. Andererseits gab es pers&ouml;nliche Toleranz. Dieser Widerspruch bestimmte Abendroth (mehr als die Marburger Schule).<\/p>\n<p>Abendroth sah 1966 im Grundrechtssystem die Voraussetzung f&uuml;r Demokratie und f&uuml;r die &#8222;Demokratisierung der Sozialordnung.&#8220; Demokratische Kr&auml;fte, so Abendroth (1966: 68, 73, 75), h&auml;tten &#8222;die Pflicht&#8220;, das Grundgesetz zu sch&uuml;tzen. Zwischen diesen Positionen zum Grundgesetz und dem Sozialstaat einerseits und der Trauerkarte und der Interpretation der DDR andererseits tut sich eine inakzeptable Differenz auf. Sie markiert den Regress der traditionellen Linken. In der Bundesrepublik hatten sie niemanden (au&szlig;er Teile der Gewerkschaften), der zuh&ouml;rte oder kooperierte, da wanden sie sich der DDR hinter dem &#8222;antifaschistischen Schutzwall&#8220; zu. Diese Linke hatte Spontis und Kommunarden nichts zu bieten. Aber auch Antiautorit&auml;re verabschiedeten sich von der Bundesrepublik, sie suchten den Sommer der Anarchie, waren mental in China, Vietnam, in der Karibik und bei der s&uuml;damerikanischen Stadtguerilla. Theoretisch wurde &uuml;ber Entfremdung, die Logik der Kapitalanalyse und die Ableitung des Staates n&auml;chtelang nachgedacht.<\/p>\n<p>Vom &#8222;Kampf um Verfassungspositionen&#8220; konnte auf den bewaffneten Kampf gegen den &#8222;Schweinestaat&#8220; kein Einfluss genommen werden. Jedoch auch antiautorit&auml;re Gruppen konnten diese Wende der fr&uuml;hen 1970er Jahre kaum mehr unterbinden (zumal sie Feierabends teilweise selbst in den Terror drifteten). Es ist gut m&ouml;glich, dass Abendroth wegen dieser ultralinken Un&uuml;bersichtlichkeit den Hauptwiderspruch und den etatistischen Ordo -Sozialismus sch&auml;tzte. Das Lob der DDR und der Organisation ist die eine &Uuml;berzeichnung, das Lob der Militanz, der Informalit&auml;t und Spontaneit&auml;t die andere.<\/p>\n<p>Sartre, nahezu gleich alt wie Abendroth, zeichnete sich durch Fehlurteile &uuml;ber politische Gewalt aus. Wie kam es zu solchem Irrealismus? Bei der Beerdigung am 20. 9. 1985 singen zwei Gewerkschaftsch&ouml;re in der Frankfurter Friedhofshalle die &#8222;Internationale&#8220;, daf&uuml;r kann Wolfgang Abendroth nichts. Oder?<\/p>\n<p><b>*<\/b> Dieter Hoffmann und Rudolph Walter danke ich f&uuml;r Kritik. Dies &auml;ndert nichts an meiner Verantwortung.<\/p>\n<p>(1) Nagel 2007; <a href=\"http:\/\/www.bundesarchiv.de\/aktuelles\/aus_dem_archiv\/galerie\/00176\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bundesarchiv.de\/aktuelles\/aus_dem_archiv\/galerie\/00176\/index.html<\/a> mit den Dokumenten.<\/p>\n<p>(2) F&uuml;lberth 2007, einen Tag nach Nagel 2007: &#8222;Von Stasi kein Wort&#8230; nur noch ,Verbindungen zur politischen F&uuml;hrung der DDR&#8216; &#8211; dokumentiert durch ein Beileidsschreiben.&#8220; Zum Inhalt nichts! Nagel ist die &#8222;arme Anne&#8220;: &#8222;Sie wird Professorin werden.&#8220; Vgl. F&uuml;lberth (&#8222;Eine L&uuml;ge &uuml;ber Wolfgang Abendroth&#8220;) in <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=486\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=486<\/a>. Im selben Ton <a href=\"http:\/\/www.pawek.de\/01-06-07.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.pawek.de\/01-06-07.html<\/a>.<\/p>\n<p>(3) Auf Einzelnachweise wird verzichtet. Vgl. Balzer\/Bock\/Sch&ouml;ler 2001; Urban\/Buckmiller\/Deppe 2006.<\/p>\n<p>(4) Thalheimer, so Abendroth, hat sein Leben &#8222;in den Dienst der bewussten Entwicklung von Klassenbewusstsein&#8220; gestellt.<\/p>\n<p>(5) Die Sozialstaatsinterpretation stellt die Sozial- und Wirtschaftsordnung zur Disposition der Gesellschaft, &#8222;die sich im demokratischen Staat selbst bestimmt&#8220; (Abendroth 1967: 116).<\/p>\n<p>(6) Um Fragen des Realismus kreist die Debatte mit Habermas (Die Linke antwortet Habermas 1968: 15, 173 ff.).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h2>\n<p><i>Abendroth, Wolfgang<\/i> 1966: Das Grundgesetz, Pfullingen<\/p>\n<p><i>Abendroth, Wolfgang<\/i> 1967: Antagonistische Gesellschaft und politische Demokratie, Neuwied u. Berlin<\/p>\n<p><i>Abendroth, Wolfgang<\/i> 1971: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik, in: <i>Steffen, Hans<\/i> (Hg.): Die Gesellschaft in der Bundesrepublik. Analysen. Zweiter Teil, G&ouml;ttingen, 105-129<\/p>\n<p><i>Altmeyer, Martin<\/i> 2007: Komplexit&auml;tsreduktion mit Waffe, in: Kommune, Juni\/Juli, 6-9<\/p>\n<p><i>Arzheimer, Kai <\/i>2002: Politikverdrossenheit, Wiesbaden<\/p>\n<p><i>Balzer, Friedrich-Martin Bock, Hans Manfred\/Sch&ouml;ler, Uli <\/i>(Hg.) 2001: Wolfgang Abendroth. Wissenschaftlicher Politiker, Opladen<\/p>\n<p><i>Bock, Hans Manfred <\/i>2007: &#8222;Frankfurter Schule&#8220; und Marburger Schule&#8220;, unver&ouml;ffentl. MS, 41 S.<\/p>\n<p><i>Buckmiller, Michael\/Perels, Joachim\/Sch&ouml;ler, Uli<\/i> (Hg.) 2006: Wolfgang Abendroth. Gesammelte Schriften, Bd 1 (1926-1948), Hannover (vorges. sind 8 Bde)<\/p>\n<p>BRD DDR. Vergleich der Gesellschaftssysteme 1971, K&ouml;ln<\/p>\n<p><i>Crouch, Colin<\/i> 20004: Post-Democracy, Cambridge\/Malden<\/p>\n<p><i>Diers, Andreas<\/i> 2006: Arbeiterbewegung &#8211; Demokratie &#8211; Staat. <i>Wolfgang Abendroth<\/i>. Leben und Werk 1906 &#8211; 1948, Hamburg<\/p>\n<p><i>F&uuml;lberth, Georg<\/i> 2006: Zu Wolfgang Abendroths angeblichen DDR-Kontakten, in: Sozial.Geschichte, Heft 3,78-83<\/p>\n<p><i>F&uuml;lberth, Georg<\/i> 22. 5. 2006: Annahme verweigert, in: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=425\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=425<\/a><\/p>\n<p><i>F&uuml;lberth,&nbsp;Georg<\/i> 24.&nbsp;11.&nbsp;2206:&nbsp;Eine L&uuml;ge &uuml;ber Wolfgang Abendroth,&nbsp;in: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=486\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.linksnet.de\/linkslog\/index.php?itemid=486<\/a><\/p>\n<p><i>F&uuml;lberth, Georg<\/i> 26. 5. 2007: Reisekostenabrechnung des Tages, in: Junge Welt, 8<\/p>\n<p><i>Hennig, Eike<\/i> 2005: J&uuml;rgen Seiferts linke Rechtstheorie, in: Vorg&auml;nge, H. 3-4, 166- 174<\/p>\n<p><i>Horkheimer, Max<\/i> 1942: Autorit&auml;rer Staat, abgedr. In: <i>Dubiel, Helmut\/S&ouml;llner, Alfons<\/i> (Hg.) 1981: Wirtschaft, Recht und Staat im Nationalsozialismus, Frankfurt, 55 &#8211; 79<\/p>\n<p><i>H&uuml;ttig, Christoph\/Raphael, Luth<\/i> 1999: Die &#8222;Marburger Schule(n)&#8220; im Umfeld der westdeutschen Politikwissenschaft 1951 &#8211; 1975, in: <i>Bleek, Wilhelm\/Lietzmann, Hans J.<\/i> (Hg.): Schulen in der deutschen Politikwissenschaft, Opladen, 293 -318<\/p>\n<p><i>Krahl, Hans-J&uuml;rgen<\/i> 1971: Konstitution und Klassenkampf, Frankfurt<\/p>\n<p><i>Maus, Heinz<\/i> (Hg.) 1968: Gesellschaft, Recht und Politik, Neuwied u. Berlin<\/p>\n<p><i>Nagel, Anne Christine <\/i>25. 5. 2007: Ehrt eure gr&ouml;&szlig;ten M&auml;nner, in: FAZ, 35<\/p>\n<p><i>Urban, Hans-J&uuml;rgen\/Buckmiller, Michael\/Deppe, Frank<\/i> (Hg.) 2006: &#8222;Antagonistische Gesellschaft und politische Demokratie&#8220;, Hamburg<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1971],"publikationen":[1223],"class_list":["post-11094","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-elke-hennig","publikationen-3-2007"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wolfgang Abendroths Hoffen auf ein Fortwirken Walter Ulbrichts* aus : vorg&auml;nge Heft 3\/2007, S.120-127 Vetera&shy;nen&shy;streit, Regiments&shy;ge&shy;schichten zur Aufstellung der 68er gestern und heute sind unfrucht&shy;bar. Dies zeigt der Streit &uuml;ber die echt-fal&shy;schen NS-Mit&shy;glied&shy;s&shy;chaften von Grass, Wasser, Lenz, Hilde&shy;brandt. Gegenstand dieser Notizen sind das breite, positive Urteil &uuml;ber Wolfgang Abendroth, Geschichten &uuml;ber sein erstaun&shy;li&shy;ches Anregungs&shy;po&shy;ten&shy;zial im [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-08-30T13:40:04+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/publikation\\\/links-jenseits-der-realitaet\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/publikation\\\/links-jenseits-der-realitaet\\\/\",\"name\":\"Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2007-09-01T21:00:00+00:00\",\"dateModified\":\"2021-08-30T13:40:04+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/publikation\\\/links-jenseits-der-realitaet\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/publikation\\\/links-jenseits-der-realitaet\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/publikation\\\/links-jenseits-der-realitaet\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 3-2007\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/3-2007\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Links, jenseits der Realit\u00e4t\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union","og_description":"Wolfgang Abendroths Hoffen auf ein Fortwirken Walter Ulbrichts* aus : vorg&auml;nge Heft 3\/2007, S.120-127 Vetera&shy;nen&shy;streit, Regiments&shy;ge&shy;schichten zur Aufstellung der 68er gestern und heute sind unfrucht&shy;bar. Dies zeigt der Streit &uuml;ber die echt-fal&shy;schen NS-Mit&shy;glied&shy;s&shy;chaften von Grass, Wasser, Lenz, Hilde&shy;brandt. Gegenstand dieser Notizen sind das breite, positive Urteil &uuml;ber Wolfgang Abendroth, Geschichten &uuml;ber sein erstaun&shy;li&shy;ches Anregungs&shy;po&shy;ten&shy;zial im [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2021-08-30T13:40:04+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"18\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/","name":"Links, jenseits der Realit\u00e4t - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"2007-09-01T21:00:00+00:00","dateModified":"2021-08-30T13:40:04+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/publikation\/links-jenseits-der-realitaet\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 3-2007","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/3-2007\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Links, jenseits der Realit\u00e4t"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/11094","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=11094"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=11094"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=11094"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=11094"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=11094"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}