{"id":11203,"date":"1988-01-15T20:50:00","date_gmt":"1988-01-15T19:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/"},"modified":"1988-01-15T12:00:00","modified_gmt":"1988-01-15T11:00:00","slug":"volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/","title":{"rendered":"Volksz\u00e4hlung von innen"},"content":{"rendered":"<p>Oder: Der Bericht eines Volksz\u00e4hlungsopfers<\/p>\n<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 91 (Heft 1\/1988), S. 75-83<\/p>\n<p>Noch immer ist viel von der Volksz\u00e4hlung zu lesen; manches von den Kritikern, mehr noch aber die Jubelberichte und Erfolgsmeldungen der Offiziellen da oben. Nichts allerdings erf\u00e4hrt man dar\u00fcber, was in den Erhebungsstellen landauf, landab wirklich abgelaufen ist. Aber jetzt hat sich doch einer gefunden, der davon berichten will, wie die Volksz\u00e4hlung in der Erhebungsstelle seiner Stadt verlaufen ist.<\/p>\n<p>Aber bevor wir die Nase direkt in eine Erhebungsstelle stecken, zun\u00e4chst ein paar Worte zur Einsch\u00e4tzung der Volksz\u00e4hlung durch die Kommunen &#151;auch der Verwaltungsspitzen. Wer in die Presse schaut, k\u00f6nnte meinen, die Verwaltungsoberen und B\u00fcrgermeister seien hellauf begeistert. Glaubt ihnen kein Wort! In Wirklichkeit sind ihnen die ganzen Statistiken und Erhebungen einfach nur l\u00e4stig &#151; sie kosten Arbeit und Geld und bringen den Kommunen nichts. Bezeichnend f\u00fcr den Wert aller Erhebungen ist, da\u00df die meisten im Agrarbereich laufen &#151; Viehz\u00e4hlungen vom Zuchtbullen bis zum letzten Legehuhn, Erhebungen \u00fcber die Bodennutzung usw.; oft auch noch j\u00e4hrlich &#151; und da\u00df gerade in diesem Bereich analog zu der anwachsenden Datenflut auch die Probleme zunehmen, statt gel\u00f6st zu werden.<\/p>\n<p>Wenn nun von den Oberfunktion\u00e4ren der kommunalen Spitzenverb\u00e4nde immer wieder beteuert wird, die Daten der Volksz\u00e4hlung w\u00fcrden dringendst ben\u00f6tigt, um in den Gemeinden und St\u00e4dten endlich bedarfsgerecht Kinderg\u00e4rten, Schulen, Stra\u00dfen und \u00e4hnliches planen zu k\u00f6nnen, so ist dies blanker Unsinn: Es wird in der ganzen Bundesrepublik nicht eine Gemeinde oder Stadt geben, in der die Verwaltung nicht genau dar\u00fcber unterrichtet ist, in welchem Orts- oder Stadtteil welche Bev\u00f6lkerungsgruppen mit welchen Kinderzahlen leben usw. Die ganzen Stellungnahmen und Aufrufe der kommunalen Funktion\u00e4re sind reine Gef\u00e4lligkeitsaussagen auf Bestellung des Innenministers.<\/p>\n<p>So wurde auch bei uns in einer Besprechung von den Verwaltungschefs offen eingestanden, da\u00df f\u00fcr sie die ganzen zu sammelnden Daten der Volksz\u00e4hlung v\u00f6llig uninteressant seien &#151; mit einer gro\u00dfen Ausnahme! Und das ist die amtliche Einwohnerzahl, die f\u00fcr die einzelne Stadt oder Gemeinde am Ende der Volksz\u00e4hlung rauskommt. Diese wird n\u00e4mlich durch sie neu festgestellt. Und f\u00fcr die Kommunen handelt es sich hierbei nicht nur um eine statistische Zahl, sondern sie l\u00e4\u00dft sich in klingender M\u00fcnze aufwiegen, weil die Zuweisungen im Rahmen der Finanzausgleiche sich nach eben dieser amtlichen Einwohnerzahl richten. Und alle Kommunen sind nat\u00fcrlich \u00fcberzeugt, in Wirklichkeit mehr Einwohner zu haben als derzeit amtlich anerkannt. In Bonn hingegen glaubt man, die bisherige amtliche Bev\u00f6lkerungszahl sei in Wirklichkeit zu hoch angesetzt. Wie diese Rechnung nach Abschlu\u00df der Auswertung der Volksz\u00e4hlung einmal aufgehen soll, wei\u00df ich nicht. Auf jeden Fall hat diese eher finanztechnische Seite bei der Durchf\u00fchrung der Volksz\u00e4hlung in den Kommunen eine bedeutende Rolle gespielt, und manch scheinbar unsinniges Tun wird erst hierdurch verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Jetzt zum Ablauf der Z\u00e4hlung selbst. Und zwar in einer Kleinstadt unter 20 000 Einwohner (Stand vor der Volksz\u00e4hlung), mitten in der Provinz. Die erste frohe Botschaft, zum 25.5. 1987 werde eine Volksz\u00e4hlung stattfinden und auch wir w\u00e4ren wieder dabei, ereilte uns bereits Ende 1985. Die Kollegen, die sich erst 1983 \u00fcber den Abbruch der Volksz\u00e4hlung gefreut hatten, waren dar\u00fcber wenig begeistert (ich selbst hatte zu diesem Zeitpunkt noch nichts mit der Volksz\u00e4hlung zu tun). Zun\u00e4chst kam nur das \u00dcbliche, Reklame halt. Aber im Laufe des Jahres 1986 wurde es schon konkreter, und uns wurde deutlich, da\u00df diese Volksz\u00e4hlung viel arbeitsaufwendiger werden w\u00fcrde als die 1983 geplante. Damals waren die ganzen Vorbereitungen ein-schlie\u00dflich Vorerhebung (\u00fcbrigens bis zur Z\u00e4hlerschulung!) so nebenbei im Ordnungs- und Meldeamt mitgemacht worden. Abschottung und Datenschutz waren damals noch nicht vorgesehen. Das Meldeamt war jetzt entt\u00e4uscht, da\u00df es keinen Abgleich mit dem Melderegister mehr geben sollte (\u00bbSo bringt uns doch die ganze Z\u00e4hlung nichts\u00ab), w\u00e4hrend unter den Finanzleuten eher euphorische Stimmung herrschte, denn der Meldeabgleich k\u00f6nnte ja auch die Einwohnerzahl verringern.<\/p>\n<p>Nach den Sommerferien 1986 wurde dann das Personal f\u00fcr die Volksz\u00e4hlung bestellt, also zun\u00e4chst der Erhebungsstellenleiter mitsamt seinem Vertreter. Keines der beiden Opfer dieser Personalplanung war bei uns davon begeistert, aber man kann sich kaum dagegen wehren, will man seinen krisensicheren Beh\u00f6rdenjob behalten. Ein getrennter Raum f\u00fcr die Erhebungsstelle existierte noch nicht. Es war ja auch noch nichts weiter zu tun, und die so zu neuen W\u00fcrden Gekommenen verblieben zun\u00e4chst an ihren bisherigen Arbeitspl\u00e4tzen. Aber geschult werden mu\u00dfte das neue Personal nat\u00fcrlich. Da gab es nun zwei Arten von Schulungen. Zum einen die vom Statistischen Landesamt ausgerichtete: Hier wurde vor allem der technische Ablauf erl\u00e4utert &#151; mit dem Ziel, den Computern das Datenfutter m\u00f6glichst mundgerecht pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich ging&#8217;s auch gegen die b\u00f6sen Chaoten, die die ach so wichtige Z\u00e4hlung sabotieren wollten. Aber das w\u00e4ren ja eh nur wenige, und mit denen werde man schon fertig.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem fanden Schulungen der kommunalen Verwaltungsschule statt. Der dortige Referent stammte selbst aus der Kommunalverwaltung (einer gro\u00dfen mit eigenem statistischen Amt). Zu Anfang stellte dieser erst einmal klar, da\u00df die Ausbilder vom Statistischen Landesamt ja auch viel Unsinn erz\u00e4hlen w\u00fcrden. Ansonsten waren besonders die Tips interessant, wie m\u00f6glichst viele Einwohner zu z\u00e4hlen sind. Zum einen sollten alle noch gemeldeten Personen ber\u00fccksichtigt werden. F\u00fcr den Fall, da\u00df diese Personen unter der angeblichen Adresse tats\u00e4chlich nicht mehr aufzufinden seien (z.B. weil sie dort schon lange nicht mehr wohnen), sollte der Z\u00e4hler sie als \u00bbl\u00e4ngere Zeit ortsabwesend\u00ab auflisten &#151; wegen der sp\u00e4teren Ersatzerfassung. Dazu seien auch alle noch nicht Gemeldeten zu erfassen, die ihm zuf\u00e4llig \u00fcber den Weg laufen sollten &#151; und seien es am 25. Mai zuf\u00e4llig mit ihrem Wohnwagen im Ort anwesende Gleisarbeiter. Alle wenn m\u00f6glich mit Hauptwohnsitz, denn jeder zus\u00e4tzliche Einwohner bringt der Stadt ja zus\u00e4tzliches Geld. Aller Voraussicht nach wird die Bev\u00f6lkerung der BRD am 25.5.1987 sprunghaft um eine Million angestiegen sein.<\/p>\n<p>Derart geschult konnten wir jetzt daran gehen, das Volk zu z\u00e4hlen. Das hei\u00dft, zun\u00e4chst einmal nahmen wir uns die H\u00fctten und Pal\u00e4ste des Volkes vor. Geb\u00e4udevorerhebung nennt man sowas. Anhand von vorhandenen Listen wurde allen Geb\u00e4udeeigent\u00fcmern ein Geb\u00e4udebogen zugeschickt. Allerdings nat\u00fcrlich nur jenen, die in den Listen erfa\u00dft waren. Wer aus irgendeinem Grund nicht drin stand, wurde eben nicht befragt, und niemand vermi\u00dfte seine Angaben. Insoweit sind in diesem Bereich die Daten nach der Volksz\u00e4hlung auch nicht genauer als die schon zuvor bekannten.<\/p>\n<p>Verschickt wurden die Geb\u00e4udefrageb\u00f6gen noch vom Rathaus aus, zur Entgegennahme der Antworten zogen wir in die inzwischen eingerichtete Erhebungsstelle um. Alles sch\u00f6n abgeschottet &#151; gem\u00e4\u00df der Vorschrift. Dort konnten wir die ausgef\u00fcllten Geb\u00e4udeb\u00f6gen in Empfang nehmen. Inzwischen war es Anfang 1987. Zun\u00e4chst kamen die B\u00f6gen haufenweise, dann nur noch sto\u00dfweise, und, nachdem rund\u00a050% der B\u00f6gen zur\u00fcck waren, kam fast nichts mehr. Die andere H\u00e4lfte der Hauseigent\u00fcmer wollte wohl nicht so recht. Dann mu\u00dften sie eben durch eine Mahnung motiviert werden &#151; nat\u00fcrlich mit Hinweis auf die Verpflichtung und leicht drohendem Unterton. Danach kamen noch an die 40% der B\u00f6gen, die restlichen 10%, mit Ausnahme einiger weniger, die noch Monate sp\u00e4ter eintrudelten, blieben verschollen. Es war \u00fcbrigens ausdr\u00fccklich bestimmt worden, da\u00df bei der Geb\u00e4udevorerhebung keine Zwangsmittel verh\u00e4ngt werde sollten &#151; zwecks Hebung der Akzeptanz.<\/p>\n<p>Das Programm bei dieser Vorerhebung war recht bescheiden, es waren nur f\u00fcnf einfache Fragen zu beantworten. Da\u00df da jemand etwas falsch macht, konnten wir uns kaum vorstellen. Aber wir hatten nicht mit der Phantasie der B\u00fcrger gerechnet. Die meisten B\u00f6gen waren wohl richtig ausgef\u00fcllt, aber daneben gab es haufenweise B\u00f6gen mit den zum Teil merkw\u00fcrdigsten Fehlern. Da waren statt der vorgesehenen Striche ausf\u00fchrliche Erl\u00e4uterungen zu finden, statt des urspr\u00fcnglichen Baujahrs wurden gleich mehrere zur Auswahl angegeben, und die Frage nach sozialen Wohnungsbaumitteln wurde meist garnicht beantwortet &#151; wahrscheinlich wu\u00dften die derzeitigen Eigent\u00fcmer einfach nicht, wie der Bau des Hauses einmal finanziert worden war. Die meisten Fehler aber fanden sich bei der Frage \u00bbHandelt es sich bei dem Geb\u00e4ude um ein Wohnheim?\u00ab. Dies sollte nur angestrichen werden, wenn es sich z.B. um ein Altersheim handelt. Es haben dann aber sehr viele Leute, die sich in ihrem Haus eben recht heimisch f\u00fchlen, diese Frage bejaht. Das statistische Landesamt hat deshalb sp\u00e4ter auf die Berichtigung dieser falschen Antworten durch die Erhebungsstelle verzichtet; daf\u00fcr sollte, wenn es sich wirklich um ein Wohnheim handelt, \u00bbstimmt\u00ab daneben geschrieben werden.<\/p>\n<p>Unsere n\u00e4chste Arbeit, die schon parallel zur Geb\u00e4udeerhebung in Angriff genommen wurde, war die Werbung der Z\u00e4hler. Keine leichte Aufgabe, immerhin w\u00fcrden wir \u00fcber 100 Z\u00e4hler ben\u00f6tigen und sollten wir sie nicht zusammenbringen, w\u00fcrde die ganze Z\u00e4hlung im Sand verlaufen. Zwang sollte dabei m\u00f6glichst nicht angewendet werden, obwohl er vom Gesetzgeber vorgesehen war. Aber das w\u00e4re doch Wahnsinn gewesen, denn wir waren letztlich auf eine gute Kooperation der Z\u00e4hler angewiesen. Und die gibt&#8217;s nur freiwillig oder gar nicht. Woher aber die Leute nehmen? Zuerst haben wir auf jene zur\u00fcckgegriffen, die schon 1983 z\u00e4hlen wollten. Immerhin hatten wir damals die komplette Z\u00e4hlermannschaft zusammengetrommelt. Uns war nat\u00fcrlich klar, da\u00df nicht mehr alle bereit sein w\u00fcrden, und es hat auch nur etwa ein Drittel von ihnen die Z\u00e4hlerbestellung angenommen. Weiter hatten wir die M\u00f6glichkeit, von allen umliegenden Beh\u00f6rden Listen mit Namen und Anschriften ihrer ortsans\u00e4ssigen Mitarbeiter zu verlangen, und von dieser M\u00f6glichkeit haben wir auch flei\u00dfig Gebrauch gemacht. Wenn auch manchmal unwillig, waren die Beh\u00f6rden doch letztlich verpflichtet, unserer Bitte nachzukommen. Einem Personalsachbearbeiter war dabei wohl besonders unwohl, denn er bat uns telefonisch, wir m\u00f6chten doch seinen Kollegen nicht verraten, da\u00df er uns die Anschriften gegeben h\u00e4tte. Haben wir dann auch nicht gemacht.<\/p>\n<p>Nur ausgerechnet der Bundeswehrverwaltung ist es gelungen, sich zu dr\u00fccken. Zun\u00e4chst teilte sie auf unser Schreiben hin mit, nach einer \u00dcbereinkunft zwischen Verteidigungsminister und Statistischem Bundesamt br\u00e4uchte sie keine Namen und Anschriften mitzuteilen. Und, als ob sie uns an der Nase herumf\u00fchren wollte, f\u00fcgte sie hinzu, von ihren Mitarbeitern m\u00fc\u00dften soundsoviel Beamte, Angestellte und Arbeiter in unserer Stadt wohnen. Damit konnten wir nat\u00fcrlich garnichts anfangen, aber wir wollten nun nicht gerade die, die selbst j\u00e4hrlich soviele unschuldige junge M\u00e4nner zu unfreiwilligem Frondienst pressen, ungeschoren davon kommen lassen. Darum haben wir uns umgehend beim Statistischen Landesamt beschwert; und siehe da, die vom Bund hatten uns nur die halbe Wahrheit erz\u00e4hlt. Sie mu\u00dften uns zwar nicht alle Mitarbeiter bekanntgeben, aber daf\u00fcr auf Anforderung eine bestimmte Anzahl von Z\u00e4hlern namentlich mitteilen. Wir haben dann auch gleich eine bestimmte Anzahl angefordert, trafen aber neuerlich auf eine Mauer des Schweigens. Auf Anfrage hie\u00df es, freiwillig wolle ja keiner, und bevor man zwangsverpflichten k\u00f6nne, m\u00fc\u00dften erst Schwierigkeiten mit dem Personalrat gekl\u00e4rt werden. Da wir aber mit der Z\u00e4hlung nicht solange warten konnten, gelang es ihnen dann doch, sich erfolgreich zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Aus den Beh\u00f6rdenlisten haben wir schlie\u00dflich nach und nach die ben\u00f6tigten Z\u00e4hler bestellt, bis die erforderliche Zahl erreicht war und auch noch eine kleine Reserve blieb (meist die, die lieber nicht wollten bzw. nur, wenn&#8217;s unbedingt sein mu\u00df). \u00dcberw\u00e4ltigend war die Resonanz auf unsere Bestellung dabei nicht, und wir hatten hunderte von Schreiben zu verschicken. Dabei hatten wir in dem Schreiben noch ganz geschickt zun\u00e4chst die Bestellung zum Z\u00e4hler ausgesprochen, dann auf die Verpflichtung jedes B\u00fcrgers zur Annahme des Ehrenamts hingewiesen und erst ganz zum Schlu\u00df um schriftliche Annahme der Bestellung gebeten, so da\u00df viele geglaubt haben werden, sie m\u00fc\u00dften z\u00e4hlen. Es meldeten sich nat\u00fcrlich auch Freiwillige, bei uns so etwa ein F\u00fcnftel, und die Z\u00e4hlerentsch\u00e4digung stellte z.B. f\u00fcr Sch\u00fcler und Arbeitslose durchaus einen gewissen Anreiz dar. Die Entsch\u00e4digung war \u00fcbrigens gestaffelt, neben einem Grundbetrag je nach Gr\u00f6\u00dfe des Bezirks gab&#8217;s noch eine \u00bbErfolgspr\u00e4mie\u00ab f\u00fcr jeden vom Z\u00e4hler ausgef\u00fcllt wieder mitgebrachten Bogen, da uns die Postversender sicher mehr Arbeit bereiten w\u00fcrden. In manchen St\u00e4dten und Gemeinden kam noch ein \u00bbKopfgeld\u00ab f\u00fcr jeden neu entdeckten Einwohner hinzu. Ich m\u00f6chte nicht wissen, wieviele \u00bbpotemkinsche Einwohner\u00ab da manch ein Z\u00e4hler \u00bbentdeckt\u00ab hat.<\/p>\n<p>Nachdem wir so alle Z\u00e4hler beisammen hatten (auf die Gruppe der Lehrer, die ja bekanntlich f\u00fcr praktische Arbeiten nicht so gut zu gebrauchen ist, hatten wir zum Gl\u00fcck nicht zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen), konnten wir darangehen, die Z\u00e4hler zu schulen und ihnen ihre Z\u00e4hlunterlagen zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Die Z\u00e4hierschulungen bestanden haupts\u00e4chlich darin, den Z\u00e4hlern das Ausf\u00fcllen der verschiedenen Erhebungsunterlagen und Listen zu erkl\u00e4ren. Daneben gab es einige Verhaltenshinweise &#151; z.B. bei Verweigerern: La\u00dft Euch nicht auf Diskussionen ein, weist kurz auf die Verpflichtung hin und zieht Eures Wegs (auch war uns nicht besonders daran gelegen, da\u00df die Z\u00e4hler in Diskussionen vielleicht die wildesten Ansichten vertreten, die dann auf uns zur\u00fcckfallen), und es wurde auf die verschiedenen Abgabem\u00f6glichkeiten hingewiesen. Zum Schlu\u00df kam &#151; damit auch alle dablieben &#151; die Z\u00e4hlerentsch\u00e4digung. Sp\u00e4testens hier h\u00f6rten wieder alle zu. Vorher war die Aufmerksamkeit bei vielen aber nicht sehr gro\u00df, wie wir schnell feststellen konnten.<\/p>\n<p>Gleich nachdem die Z\u00e4hler mit ihrem Karton losgezogen waren &#151; f\u00fcr \u00bbZ\u00e4hlerkoffer\u00ab hatten wir kein Geld, und in eine Mappe wie noch 1983 pa\u00dfte der ganze Papierkram nicht &#151; stand bei uns das Telefon nicht mehr still. St\u00e4ndig gab es R\u00fcckfragen der Z\u00e4hler, oft nach den einfachsten Dingen. Aber schlimmer waren die Beschwerden der Gez\u00e4hlten. Da gab es z.B. einige Z\u00e4hler, die wollten einfach keine Umschl\u00e4ge f\u00fcr den Postversand rausr\u00fccken, sondern die ausgef\u00fcllten B\u00f6gen unbedingt selbst wieder mitnehmen &#8211; das brachte ja auch mehr Geld. Ein anderer stand, eh man sich versah, unaufgefordert mitten in der Wohnung. Und ein besonders schlauer Z\u00e4hler erz\u00e4hlte \u00fcberall, eigentlich sei er ja gar kein Z\u00e4hler, sondern seine Frau, er w\u00fcrde sie nur vertreten. Das stimmte zwar nicht, seine Frau war wohl zun\u00e4chst angeschrieben worden, da sie aber zeitlich nicht konnte, hatte er sich angeboten und war auch ordentlich zum Z\u00e4hler bestellt worden. Aber bei den Leuten in seinem Bezirk rief dies doch einige Verwirrung hervor. Auf jeden Fall mu\u00dften wir schon einige Tage nach Beginn der Z\u00e4hlung in einem Rundschreiben nochmals auf einige wichtige Verhaltensregeln hinweisen, wor\u00fcber dann wieder die Z\u00e4hler beleidigt waren, die meinten, sie h\u00e4tten doch alles korrekt erledigt.<\/p>\n<p>\u00c4rger gab es auch mit dem Z\u00e4hlereinsatz in der Nachbarschaft. Wir hatten zwar darauf geachtet, da\u00df die Z\u00e4hler nicht im eigenen Bezirk wohnen, wollten aber auch zu lange Anfahrtswege vermeiden. Und so kam es dann doch zu Beschwerden, weil die Z\u00e4hler manchmal peinlich nahe an ihrem Bezirk wohnten. Meistens konnten die Beschwerden mit vielen Worten und unter Hinweis auf den Postversand abgewendet werden. Wo nicht, tauchten sie halt sp\u00e4ter in Widerspr\u00fcchen wieder auf. In einem Bezirk war es uns gar tats\u00e4chlich passiert, da\u00df der Z\u00e4hler mitten in seinem Bezirk wohnte. In letzter Minute konnten wir die betreffende Stra\u00dfe noch rausnehmen und einem anderen Z\u00e4hler \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Nachdem die Z\u00e4hlung vor Ort mit kleinen Pannen gelaufen war, kamen die Unterlagen so nach und nach zur Erhebungsstelle zur\u00fcck. Die meisten Z\u00e4hler hatten ihre Aufgabe ja so einigerma\u00dfen erledigt, aber neben einigen wirklich sehr gut bearbeiteten Bezirken gab es mindestens genauso viele, die man glatt vergessen konnte: in einige h\u00e4tten wir sogleich einen neuen Z\u00e4hler schicken k\u00f6nnen. Dort mu\u00dfte die Adressenliste anhand der vorhandenen Meldelisten v\u00f6llig neu rekonstruiert werden, die Fehlenden wurden erst mal als Postversender angenommen. Auf die Vollst\u00e4ndigkeit der Antworten hatte nur ein Teil der Z\u00e4hler geachtet, so da\u00df viele B\u00f6gen so l\u00fcckenhaft beantwortet waren, wie wir es eigentlich nur beim Postversand erwartet h\u00e4tten. Von der M\u00f6glichkeit der Postr\u00fccksendung hatten im Durchschnitt 20% Gebrauch gemacht, allerdings mit sehr gro\u00dfen Unterschieden zwischen den einzelnen Bezirken. Einige brachten fast alle B\u00f6gen mit zur\u00fcck (vielleicht mit Hinweis auf die sonst entgehende Entsch\u00e4digung), ein anderer dagegen nur eine Handvoll, der Rest sollte mit der Post kommen. Bereits die Annahme der B\u00f6gen verweigert hatten nur wenige, denen sie dann mit der Post zugeschickt wurden\u00a0&#151; nat\u00fcrlich unter Hinweis auf m\u00f6gliche Zwangs- und Bu\u00dfgelder. Da\u00df die Z\u00e4hlung nur mit Druck durchgesetzt werden konnte, hatten wir auch schon gemerkt.<\/p>\n<p>Der Postr\u00fccklauf brachte uns zwar in der ersten Zeit Berge von Volksz\u00e4hlungsumschl\u00e4gen und viel Arbeit, aber trotzdem waren nach Ablauf der Frist nur etwas mehr als die H\u00e4lfte der B\u00f6gen eingegangen. Es waren Hunderte von Mahnungen zu schreiben, nat\u00fcrlich wieder mit dem entsprechenden Nach-Druck. In den folgenden Wochen gingen wiederum eine ganze Menge B\u00f6gen ein, trotzdem mu\u00dften sp\u00e4ter noch einige Hundert Heranziehungsbescheide erlassen werden.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst zu den B\u00f6gen, die uns schon vorlagen. Bereits bei den B\u00f6gen, die die Z\u00e4hler wieder mit zur\u00fcckgebracht hatten, fehlte so einiges. Offenbar hatten auch viele Z\u00e4hler nicht genau verstanden, wer wann welche Fragen zu beantworten hatte. So gab es Bezirke, in denen bei Sch\u00fclern fast durchg\u00e4ngig die Schule nicht angegeben war. Weiter fehlten h\u00e4ufig: die Gr\u00f6\u00dfe der Wohnung (wu\u00dften wahrscheinlich viele wirklich nicht), die H\u00f6he der Miete (wollte man wahrscheinlich nicht angeben), die Arbeitsst\u00e4tte und der Beruf. All diese unvollst\u00e4ndigen B\u00f6gen h\u00e4tten wir durch R\u00fcckfragen erg\u00e4nzen m\u00fcssen. Bei Tausenden von Nachfragen ein sehr zeitaufwendiges Verfahren, zun\u00e4chst ein telefonischer Versuch und dann vielleicht auch noch schriftlich. Wir haben es uns deshalb etwas einfacher gemacht: Gr\u00f6\u00dfe und Ausstattung der Wohnung, Miete und Baujahr haben wir halt nach der \u00d6rtlichkeit gesch\u00e4tzt (besser gesagt: geraten, da wir die \u00d6rtlichkeit meist nicht kannten). Die Schulangabe haben wir nach den Schuleinzugsbereichen erg\u00e4nzt, Beruf und Berufsausbildung nach dem Arbeitgeber erraten. Religion war im Zweifelsfall immer evangelisch; weil sowieso rund 90% der Bev\u00f6lkerung bei uns evangelisch sind, wird die Trefferquote dabei recht hoch gewesen sein. Und wer fast gar nichts ausgef\u00fcllt hat, den macht man halt arbeitslos, dann entfallen n\u00e4mlich die meisten Folgefragen. Nur in einigen F\u00e4llen, z.B, bei fehlenden Arbeitsst\u00e4tten, war nachzufragen. Aber selbst dies war immer noch ein ziemlicher Arbeitsaufwand bei der Menge.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Durcharbeitung der B\u00f6gen wurde deutlich, da\u00df sich in den B\u00f6gen wahrscheinlich eine Unzahl von Fehlern verstecken. Teils wurden sie wohl aus Unwillen gegen\u00fcber der Volksz\u00e4hlung oder Mi\u00dftrauen gegen\u00fcber dem Staat gemacht (so ergab sich aus privaten Gespr\u00e4chen immer wieder, da\u00df die meisten trotz gegenteiliger Beteuerung fest davon \u00fcberzeugt sind, da\u00df sich z.B. das Finanzamt der Daten bedienen wird), teils aber auch dadurch, da\u00df man mit der komplizierten Fragestellung nicht klarkam. Und wer die B\u00f6gen sowieso nur widerwillig ausf\u00fcllt, macht sich kaum die M\u00fche, auch noch alles klein-, kursiv- und quergedruckte im Bogen zu lesen oder seine Wohnfl\u00e4che genau auszumessen. Deutlich wurden die Fehler z.B. bei den Wohnblocks. Obwohl dort alle Wohnungen die gleiche Gr\u00f6\u00dfe haben und alle Mieten \u00e4hnlich hoch sein m\u00fc\u00dften, gab es bei zehn Wohnungen acht verschiedene Angaben. Auch war auff\u00e4llig, da\u00df es kaum Wohnungen gab, die mit sozialen Mitteln gef\u00f6rdert wurden, obwohl die meisten Neubauten ohne diese kaum gebaut werden k\u00f6nnen. Hier wird wohl auch ein gewisses Mi\u00dftrauen mitgespielt haben. Insgesamt wird wohl in mindestens der H\u00e4lfte aller B\u00f6gen mindestens ein Fehler stecken. Eine weitere Fehlerquote mag bei uns darin liegen, da\u00df wir zwar alle nach Jahresbeginn neu angemeldeten Einwohner in die Listen eingearbeitet haben, die Aufstellung der bis zum Stichtag noch weggezogenen B\u00fcrger aber leider verlegt wurde und diese deshalb nicht gestrichen werden konnten. Und wen der Z\u00e4hler am Stichtag nicht antraf, der mu\u00dfte halt als l\u00e4ngere Zeit ortsabwesend ersatzerfa\u00dft werden. Dies mag zwar manchmal zu Fehlern f\u00fchren, aber wenigstens wirkt es sich auf unsere amtliche Einwohnerzahl sp\u00e4ter nicht negativ aus.<\/p>\n<p>Eine Boykottinitiative &#151; offiziell Volksz\u00e4hlungsinitiative &#151; existierte nat\u00fcrlich auch bei uns. Ihre \u00f6ffentlichen Veranstaltungen hatten durchaus regen Zulauf &#151; die erste Veranstaltung, allerdings noch von einer Partei organisiert, fand sogar in einem st\u00e4dtischen Raum statt. Da immer sorgf\u00e4ltig darauf geachtet wurde, die Veranstaltungen als Informationsveranstaltungen zur Volksz\u00e4hlung zu bezeichnen, gab es keinen Ansatzpunkt f\u00fcr ein staatliches Einschreiten gegen die Initiative, und sie konnte ihre Veranstaltungen und Treffs sogar in der Presse &#151; zumindest in einem Teil derselben &#151; bekanntgeben. Aber trotz des guten Zulaufs bei den Veranstaltungen blieb bei den regelm\u00e4\u00dfigen Treffs nur ein relativ kleiner Kreis von Aktiven. Dabei wird in der Bev\u00f6lkerung die Mehrheit der Volksz\u00e4hlung eher ablehnend gegen\u00fcberstehen. Aber da man gegen \u00bbdie da oben eh nichts ausrichten\u00ab kann, haben halt die meisten ihren Bogen ausgef\u00fcllt &#151; sp\u00e4testens nach der ersten Mahnung. Und der Heranziehungsbescheid mit Anordnung eines Zwangsgeldes hat den Kreis der Hartn\u00e4ckigen weiter stark dezimiert.<\/p>\n<p>Widerspr\u00fcche wurden nur relativ wenige erhoben, zumal der Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs beim Verwaltungsgericht immer pauschal abgelehnt wurde und auch noch Kosten von 50 DM einbrachte. Bei der Festsetzung des Zwangsgeldes gaben wiederum etliche auf, und als der Vollstreckungsbeamte vor der T\u00fcr stand und das Zwangsgeld kassieren wollte, gab es kaum noch einen, der weiter boykottierte. Ist ja auch nicht das Wahre, die Volksz\u00e4hlung noch mitzufinanzieren. Erfolgreicher waren da die Wenigen, die sich der Z\u00e4hlung durch geschicktes Umziehen oder Untertauchen entzogen haben.<\/p>\n<p>Was ist jetzt bei der ganzen Volksz\u00e4hlung bei uns rausgekommen? Nun, zun\u00e4chst ist die Volksz\u00e4hlung relativ reibungslos verlaufen. Es gab zwar kleine Pannen, aber von gro\u00dfen Problemen &#151; zuwenig Z\u00e4hler, Ausfall von Z\u00e4hlern w\u00e4hrend der Z\u00e4hlung usw. &#151; blieben wir verschont. Und mit einigem Druck konnten letztlich ca. 99% der B\u00f6gen eingesammelt werden. So wird es in den meisten Kleinst\u00e4dten und Landgemeinden sein. Bestimmte Tricks &#151; T\u00fcrschilder auswechseln, sich f\u00fcr jemand anders ausgeben usw. &#151; laufen eben nicht, wo jeder jeden kennt. In den gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten wird es sicherlich anders aussehen. Schon in einer benachbarten Gro\u00dfstadt &#151; so ganz gro\u00df ist die noch garnicht &#151; sind die Kollegen bereits beim R\u00fccklauf der B\u00f6gen v\u00f6llig untergegangen und fangen jetzt, wo wir schon abgeliefert haben, erst richtig mit der Sichtung an. Aber der reibungslose technische Ablauf sagt nat\u00fcrlich noch nichts \u00fcber den Wert und die Verl\u00e4\u00dflichkeit der gesammelten Daten. Schon die Fehlerquote, die wir bei uns annehmen, wird viele Daten v\u00f6llig wertlos machen. So kann man die Angaben zur Wohnungsgr\u00f6\u00dfe und Mieth\u00f6he getrost in den Schornstein schreiben, und auch bei den Daten zum Erwerbsleben (s.o.) wird die Fehlerquote enorm sein. Und die manchmal etwas willk\u00fcrliche Erg\u00e4nzung der B\u00f6gen, zu der man, wenn st\u00e4ndig auf Einhaltung des Abgabetermins gedrungen wird, ja schon gezwungen ist, tr\u00e4gt auch nicht gerade zur Genauigkeit bei. Vollends zum Flop wird die ganze Volksz\u00e4hlung aber durch das Bestreben aller Kommunen, m\u00f6glichst viele Einwohner zu z\u00e4hlen. Das Doppeltz\u00e4hlen von Einwohnern wurde ja geradezu angestrebt, und wo regelrechte Kopfpr\u00e4mien f\u00fcr jeden Neuentdeckten ausgesetzt werden, wird auch so mancher Phantomeinwohner mitgez\u00e4hlt worden sein. So werden wohl die Gro\u00dfst\u00e4dte, die angeblich sowieso mit Einwohnerverlusten rechnen m\u00fc\u00dften, die Spitzenreiter sein. Wenn da insgesamt nicht eine Million Surplus-Einwohner rauskommen, mogeln die da oben beim Zusammenz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Fazit: Ein Millionenschwindel aus Gr\u00fcnden der Staatsr\u00e4son!<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1990],"publikationen":[1307],"class_list":["post-11203","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-graf-zahl","publikationen-91-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Oder: Der Bericht eines Volksz\u00e4hlungsopfers aus: vorg\u00e4nge Nr. 91 (Heft 1\/1988), S. 75-83 Noch immer ist viel von der Volksz\u00e4hlung zu lesen; manches von den Kritikern, mehr noch aber die Jubelberichte und Erfolgsmeldungen der Offiziellen da oben. Nichts allerdings erf\u00e4hrt man dar\u00fcber, was in den Erhebungsstellen landauf, landab wirklich abgelaufen ist. Aber jetzt hat sich [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"20\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/publikation\\\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/publikation\\\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\\\/\",\"name\":\"Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1988-01-15T19:50:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/publikation\\\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/publikation\\\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/publikation\\\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 91: Digitale Demokratie\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/91-vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Volksz\u00e4hlung von innen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union","og_description":"Oder: Der Bericht eines Volksz\u00e4hlungsopfers aus: vorg\u00e4nge Nr. 91 (Heft 1\/1988), S. 75-83 Noch immer ist viel von der Volksz\u00e4hlung zu lesen; manches von den Kritikern, mehr noch aber die Jubelberichte und Erfolgsmeldungen der Offiziellen da oben. Nichts allerdings erf\u00e4hrt man dar\u00fcber, was in den Erhebungsstellen landauf, landab wirklich abgelaufen ist. Aber jetzt hat sich [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"20\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/","name":"Volksz\u00e4hlung von innen - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1988-01-15T19:50:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/publikation\/volkszaehlung-von-innen-oder-der-bericht-eines-volkszaehlungsopfers\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 91: Digitale Demokratie","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/91-vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Volksz\u00e4hlung von innen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/11203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=11203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=11203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=11203"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=11203"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=11203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}