{"id":11340,"date":"1976-12-31T21:30:00","date_gmt":"1976-12-31T20:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/stabilisierung-und-destabilisierung-im-suedlichen-afrika\/"},"modified":"1976-12-31T12:00:00","modified_gmt":"1976-12-31T11:00:00","slug":"stabilisierung-und-destabilisierung-im-suedlichen-afrika","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/24-vorgaenge\/publikation\/stabilisierung-und-destabilisierung-im-suedlichen-afrika\/","title":{"rendered":"&#8222;Stabilisierung&#8220; und &#8222;Destabilisierung&#8220; im s\u00fcdlichen Afrika"},"content":{"rendered":"<p>Aus: vorg\u00e4nge Nr.24 (Heft 6\/1976), S.12-14<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt, da diese Zeilen geschrieben wurden, waren die vier bekannten nationalistischen F\u00fchrer jenes afrikanischen Territoriums, das f\u00fcrs erste noch als Rhodesien firmiert, &#132;endlich&#148; am Genfer Konferenzort eingetroffen, war bis zum Beginn der eigentlichen Gespr\u00e4che zwischen Genfer &#132;Inter-Conti&#148; und Palais des Nations um den Inhalt des sogenannten &#132;Kissinger-Planes&#148;, um die Frage, ob dieser denn nun einen &#132;package deal&#148; darstellt, oder aber seine einzelnen Punkte &#132;negotiable&#148; sind, verbal hoch gepokert worden.<br \/>Zum Zeitpunkt, da diese Zeilen gedruckt vorliegen, wird wohl, dazu bedarf es keiner seherischen Gaben, der Guerillakrieg an den Grenzen der abtr\u00fcnnigen britischen Kolonie an Intensit\u00e4t gewonnen haben. Und bis dahin d\u00fcrften im benachbarten S\u00fcdafrika wieder Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von rechtlosen Schwarzen Opfer der wei\u00dfen &#132;law-and-order&#8220;-Kr\u00e4fte geworden sein, d\u00fcrften dieselben widerrechtlich in Namibia stehenden s\u00fcdafrikanischen Polizei- und Armeekr\u00e4fte eine gro\u00dfe Zahl von &#132;Terroristen&#148; ausgeschaltet haben. Die von Bonn in kurzer zeitlicher Abfolge und in getreulicher Imitation des amerikanischen Beispiels herbeigeredeten &#132;friedlichen L\u00f6sungen&#148; f\u00fcr Rhodesien, Namibia und S\u00fcdafrika d\u00fcrften ihrer Verwirklichung wenig n\u00e4her gekommen sein. Nach den amerikanischen Wahlen aber d\u00fcrfte die &#132;Stabilisierung&#148; der Lage im s\u00fcdlichen Afrika, die in Wirklichkeit einer &#132;Destabilisierung&#148; nach s\u00fcdamerikanischem Vorbild gleichkommt, ein gutes St\u00fcck weitergediehen sein. Und dies gleichg\u00fcltig, ob nun Henry Kissinger in einer neuen Administration dienen wird oder nicht. Das &#132;Ritual der Feindbeschw\u00f6rung, dessen Realit\u00e4tsgehalt der Normalb\u00fcrger ebenso wenig nachzupr\u00fcfen vermag wie die Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der diversen Waffensysteme&#148; (Vorg\u00e4nge Nr. 22, S 33), d\u00fcrfte fr\u00f6hliche Umst\u00e4nde gefeiert haben. Und dank der weiterhin &#132;bl\u00fchenden Waffenexporte der Industriestaaten&#148; auch in diese Region d\u00fcrfte das Konfliktpotential in Afrika erneut m\u00e4chtig vergr\u00f6\u00dfert worden sein.<br \/>Glaubt man der Mehrheit der westlichen Presse, dann ist diese pessimistische Sicht der Dinge keineswegs gerechtfertigt, haben sich doch, seit an diesem Orte zuletzt \u00fcber S\u00fcdafrika berichtet wurde ( Vorg\u00e4nge Nr. 23, S 28 ff.), weder die Wei\u00dfen in diesem Teil Afrikas noch die westliche F\u00fchrungsnation &#132;lernunwillig&#148; gezeigt, Vielmehr hatte Henry Kissinger bereits vor den Vorg\u00e4ngen in Soweto realpolitische Lehren aus\u00a0der zunehmenden Effizienz der Guerilla in Rhodesien und Namibia gezogen, war deshalb zu seiner ersten Afrika-Reise aufgebrochen und hatte sein erstes- bayerisches- Rendezvous mit Johannes Vorster arrangiert. Die Vorg\u00e4nge von Soweto, die unmittelbar in die Tage vor diesem Treffen fielen, beschleunigten demnach nur die Lernwilligkeit Vorsters in bezug auf Rhodesien und Namibia, seine Bereitschaft, das Rebellenregime in Salisbury &#132;fallen zulassen&#148;. Nicht nur in den Augen der Mehrheit der westlichen Kommentatoren, sondern auch konservativer afrikanischer Regimes im Umfeld, die R\u00fcckwirkungen revolution\u00e4rer Umw\u00e4lzungen im s\u00fcdlichen Afrika zu f\u00fcrchten haben, hatte Henry Kissinger wieder einmal einen seiner \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfolge davongetragen. F\u00fcr einen so liberalen afrikanischen Kommentator wie Peter Enahoro von der Zeitschrift Af rica aber bleiben &#132;Zweifel bez\u00fcglich der wahren Absichten der USA in jenem Teil Afrikas, selbst wenn Kissinger es geschafft haben sollte, Ian Smith und seine rebellischen Genossen das Licht sehen zu lassen&#148;. <br \/>Die meisten afrikanischen Beobachter k\u00f6nnen nicht verdr\u00e4ngen, da\u00df &#132;Mr K.&#148; das bislang beispiellose amerikanische Engagement in dieser Sache erst dann pers\u00f6nlich an den Tag legte, als die Kubaner und die Sowjets in Angola der Volksfront-Bewegung MPLA massive Hilfe gegen die (sogenannten) &#132;pro-westlichen&#148; Bewegungen FIVLA und UNITA, die mit Hilfe von CIA, S\u00fcdafrikas und konservativer afrikanischer Regimes operierten, hatten zukommen lassen. Ferner waren und sind die Afrikaner \u00fcberzeugt, da\u00df &#132;die Guerilleros in Rhodesien und Namibia den Sieg in absehbarer Zeit auch ohne Kissingers Aktion f\u00fcnf Minuten vor zw\u00f6lf davongetragen h\u00e4tten&#8220;. Und schlie\u00dflich sind Rhodesien und Namibia f\u00fcr Schwarzafrika nur Nebenkriegsschaupl\u00e4tze des eigentlichen Schauplatzes Republik S\u00fcdafrika und des dort in Raten verwirklichten Genozids.<br \/>Die Afrikaner erinnern sich gerade nach Kissingers pl\u00f6tzlichem pers\u00f6nlichen Einsatz im s\u00fcdlichen Afrika daran, da\u00df er noch im Jahre 1972 jenes 1969 erstellte &#132;National Security Memorandum&#148; einsegnete, in dem auf die Verteidigung der amerikanischen und westlichen Interessen im s\u00fcdlichen Afrika durch die Kolonialmacht Portugal sowie die wei\u00dfen Minderheitsregime in Rhodesien und S\u00fcdafrika gesetzt wurde.<br \/>Sie erinnern sich daran, da\u00df derselbe Kissinger sich nie daf\u00fcr verwendete, da\u00df das &#132;Byrd Amendment&#148;, nach dem die USA entgegen den Sanktionsbeschl\u00fcssen der Vereinten Nationen weiterhin Chrom aus Rhodesien importierten, beseitigt wurde. Sie sind deshalb heute davon \u00fcberzeugt, da\u00df der pl\u00f6tzliche Einsatz Washingtons in dieser Weltregion allein aus der Furcht resultiert, dort &#132;ausgeschaltet&#148; zu werden, falls Rhodesien und Namibia unter die F\u00fchrung politischer Bewegungen, die nicht neo-kolonial zu kontrollieren w\u00e4ren, fielen. Die .Afrikaner bef\u00fcrchten nun ihrerseits- und die Art der von Kissinger auf seiner Afrika-Tour gesuchten Kontakte scheint diese Furcht zu best\u00e4tigen-, da\u00df ein Teil von Kissingers Plan darin besteht, die nationalistischen Bewegungen der Region derart zu infiltrieren, da\u00df die sogenannten &#132;gem\u00e4\u00dfigten&#148; Bewegungen nicht wie im angolanischen Falle an die Wand gespielt werden.<\/p>\n<p>Kissingers Rhodesien-Plan wurde bis zur Genfer Konferenz nie im Wortlaut publik gemacht, und das hatte Methode, diente die Auseinandersetzung um garnicht wirklich bekannte Programmpunkte doch bereits der Abkl\u00e4rung, wer von den rhodesischen Nationalisten &#132;moderiert&#148; und somit &#132;akzeptabel&#148; und wer es nicht sei. So konnte er denn auch vier Tage vor Beginn der Konferenz geradezu ke\u00df erkl\u00e4ren, da\u00df sein Plan &#132;keine definitive Formel, sondern nur eine Verhandlungsbasis&#148; sei, somit &#132;alle Teilnehmer an der Konferenz die Wahrheit sagen, wenn sie von meinem Plan reden&#148;.<br \/>Der eigentliche Plan ist also der, bei dem jene 2 Milliarden Dollar im Spiel sind, die ja keineswegs, wie auch offen erkl\u00e4rt wurde, allein dazu dienen, um widerspenstige Wei\u00dfe in Rhodesien auszukaufen, oder in altruistischer Weise der Gerechtigkeit gen\u00fcge zu tun, sondern allein- und auch dies wurde offen erkl\u00e4rt- der &#132;politischen Stabilisierung in Rhodesien am Tage nach der Unabh\u00e4ngigkeit&#148; und der &#132;Sicherung der bedeutenden westlichen Investitionen und der fortgesetzten Zufuhr an strategisch wichtigen Rohstoffen aus Rhodesien&#148; (vgl &#132;Byrd Amendment&#148; und Chrom). Nun kann es den Amerikanern niemand verdenken, da\u00df sie zur Sicherung ihrer globalstrategischen und wirtschaftlichen Interessen derart man\u00f6vrieren. Ohne den abstrusen Schl\u00fcssen Pekings und seiner maoistischen J\u00fcnger in der Bundesrepublik bez\u00fcglich der sozialimperialistischen Man\u00f6ver Moskaus in Angola folgen zu wollen, darf man schlie\u00dfen, da\u00df die Sowjetunion ebenfalls zur Wahrung ihrer Interessen in Afrika Waffen nach Angola lieferte und noch liefert.<br \/>Was Schwarzafrika jedoch ungeachtet dieser Einsicht hinsichtlich der amerikanischen Afrika-Politik so ungleichm\u00e4\u00dfig viel mi\u00dftrauischer macht, ist der allzu offensichtliche Versuch Henry Kissingers, zun\u00e4chst in Rhodesien, aber in Ans\u00e4tzen auch schon in Namibia und in S\u00fcdafrika die sogenannten r\u00e4sonablen Afrikaner von den unvern\u00fcnftigen auseinanderzudividieren. Es ist dieselbe Politik, wie sie in den Wochen vor dem Sondergipfel der Organisation f\u00fcr Afrikanische Einheit (OAU) zu Angola mit Hilfe mehrerer Emiss\u00e4re, die in die prowestlichen afrikanischen Hauptst\u00e4dte entsandt wurden, betrieben wurde, mit relativem Erfolg, wie man wei\u00df, denn damals kam bei der OAU keine Anerkennung der MPLA zustande. Sie wurde dann auf Kissingers Gehei\u00df auf dem Felde zugunsten von UNITA, vor allem aber der FNLA weitergetrieben, obwohl der lokale CIA-Resident im benachbarten Zaire von der FNLA als einem &#132;undisziplinierten, marodierenden Gaunerhaufen&#148; berichtet hatte.<\/p>\n<p>Nun, da in Mozambik und Angola, wenn auch unter gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten, eine Alternative zum weg der Entwicklung zur Unter-Entwicklung in den &#132;pro-westlichen&#148; Neo-Kolonien versucht wird, geht es darum, in Rhodesien, Namibia und S\u00fcdafrika zu retten, was noch zu retten ist. Im rhodesischen Falle scheint das nicht gerade neue Mittel hierf\u00fcr das durch gezielte Ungenauigkeiten und &#132;gepflanzte&#148; Nachrichten bewirkte Auseinanderdividieren der Nationalisten zu sein, aus dem schlie\u00dflich der &#132;gem\u00e4\u00dfigte&#148; Joshua Nkomo als akzeptabler Kandidat hervorzugehen hat. Seine j\u00fcngste verbale Radikalit\u00e4t und sein verbales Flirten mit Moskau k\u00f6nnen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, da\u00df Nkomo, was seine personelle und finanzielle Unterst\u00fctzung angeht, seit Jahren der Mann des Lonrho-Konzerns und anderer westlicher Wirtschaftsinteressen ist. Auch der Bischof Muzorewa hat in den Tagen vor Beginn der Genfer Konferenz erkennen lassen, da\u00df er nach der Unabh\u00e4ngigkeit normale Beziehungen zum s\u00fcdafrikanischen Nachbarn anstreben wird, eine Normalit\u00e4t, die der pure wirtschaftliche \u00dcberlebenswille diktiere.<br \/>Doch selbst nach der Ersetzung des &#132;halsstarrigen&#148; Jan Smith durch ein gem\u00e4\u00dfigtes schwarzes Regime in Salisbury, die Entlassung eines s\u00fcdafrikanischen Geiselstaates Namibia in eine Unabh\u00e4ngigkeit, selbst unter m\u00f6glicher SWAPO-F\u00fchrung, w\u00e4re die Stabilisierung des s\u00fcdlichen Afrika solange nicht gesichert, wie nicht Angola und Mozambik endg\u00fcltig destabilisiert sind.<br \/>In diesem Zusammenhang sind die seit dem vergangenen Jahr st\u00e4ndig auftauchenden Meldungen \u00fcber sowjetische St\u00fctzpunkte und Basen in Angola und Mozambik von besonderer Wichtigkeit. \u00c4hnlich wie im Falle der Insel Diego Garcia im Indischen Ozean sind sie dazu angetan, verst\u00e4rkte westliche Waffenhilfe an &#132;pro-westliche&#148; afrikanische Regimes, ob in Kenia oder Zaire, oder im &#132;Ernstfalle&#148; sogar an S\u00fcdafrika zu rechtfertigen- und dies, obwohl im Falle Diego Garcia, wie amerikanische Senatoren k\u00fcrzlich erkl\u00e4rten, wohl erst Absichten der amerikanischen Milit\u00e4rs, sich den festen &#132;Flugzeugtr\u00e4ger&#148; Diego zuzulegen, die &#132;sowjetische Gefahr&#148; als Menetekel erscheinen lie\u00dfen und, nach Realisierung der Vorhaben, tats\u00e4chlich die Sowjets auf den Plan riefen.<br \/>In diesen Zusammenhang passen auch die immer wieder auftauchenden Meldungen von Pl\u00e4nen zur Schaffung eines s\u00fcdatlantischen Verteidigungspaktes SATO unter Einschlu\u00df von S\u00fcdafrika, Brasilien, Argentinien, der USA sowie einer stillschweigenden Kooperation der NATO. Hier hinein passen die fortgesetzten franz\u00f6sischen Waffenlieferungen an S\u00fcdafrika sowie die k\u00fcrzlichen Enth\u00fcllungen \u00fcber heimliche Waffenlieferungen amerikanischen Firmen an S\u00fcdafrika, nicht zu sprechen von der offenen Lieferung &#132;friedlicher&#148; moderner Technologien aus der Bundesrepublik, die in S\u00fcdafrika umgehend in milit\u00e4rische &#132;Hardware&#148; umgesetzt werden. Und schlie\u00dflich pa\u00dft hier hinein die zunehmende milit\u00e4rische, milit\u00e4rtechnologische und geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen dem Staat der Apartheid, S\u00fcdafrika, und den beiden Stellvertretern westlicher Interessen im Nahen Osten, Israel und Iran.<br \/>Es stimmt, da\u00df die amerikanischen Investitionen in S\u00fcdafrika nur 1 ,2 Prozent aller amerikanischen Auslandsinvestitionen ausmachen, wenn sie auch eine j\u00e4hrliche Rendite von 18 Prozent abwerfen; Wichtiger als die Rolle einer Zentrale der &#132;counterinsurgency&#148; im s\u00fcdlichen Afrika- obwohl auch diese Rolle f\u00fcr Angola und Mozambik weiterbesteht &#8211; ist deshalb S\u00fcdafrikas Rolle als Aufpasser am Kap der Guten Hoffnung.<\/p>\n<p>In einem Rhodesien-Papier f\u00fcr das &#132;Anti-Rassismus-Programm&#148; des Genfer Weltkirchenrates schrieb der Reverend W. Winter k\u00fcrzlich, die im erw\u00e4hnten &#132;National Security Memorandum&#148; des Jahres 1969 enthaltene Annahme, da\u00df Portugal, Rhodesien und S\u00fcdafrika am besten die westlichen Interessen im s\u00fcdlichen Afrika sch\u00fctzten, sei inbezug auf die beiden ersteren, &#132;nicht aber inbezug auf S\u00fcdafrika aufgegeben worden&#148;; &#132;S\u00fcdafrika und seine westlichen Alliierten stimmen deshalb darin \u00fcberein, da\u00df, welche Ver\u00e4nderungen auch immer in Rhodesien eintreten m\u00f6gen, diese nicht dazu f\u00fchren d\u00fcrfen, da\u00df die Machtstruktur im s\u00fcdlichen Afrika ver\u00e4ndert wird&#148;.<br \/>Wenn Kissinger oder Vorster von der Gefahr sowjetischen, kubanischen oder chinesischen Einflusses reden, dann meinen sie die Gefahr einer von den Massen getragenen revolution\u00e4ren Bewegung im s\u00fcdlichen Afrika, wie immer deren Unterst\u00fctzung von au\u00dfen auch aussehen mag. Ihre Aktionen, ob sie nun heimlich auf eine fortgesetzte Unterst\u00fctzung des wei\u00dfen Regimes abzielen oder auf den Versuch, irgendeine neue Alternative zu schaffen, werden darauf gerichtet sein, die Revolution in Zimbabwe zu verhindern.<br \/>Henry Kissinger sprach fr\u00fcher im Jahr davon, da\u00df &#132;Namibia zwar wichtig ist, da\u00df Rhodesien aber den Schl\u00fcssel zum Problem im s\u00fcdlichen Afrika darstellt&#148;. Peter Enahoro, der mit seinem Urteil die Meinung der Mehrheit der politischen F\u00fchrer Afrikas wiedergibt, schrieb dazu: &#132;Henry Kissinger irrt sich. Der Schl\u00fcssel zum Problem des s\u00fcdlichen Afrika ist die Republik S\u00fcdafrika, und solange die USA ihre Afrika-Politik nicht um die Erkenntnis dieser Realit\u00e4t herum organisieren, wird ihre Afrika-Politik weiterhin mit der afrikanischen Sicht der Dinge und afrikanischen Bestrebungen nichts gemein haben.&#148;<br \/>F\u00fcr Rhodesien glaubt Kissinger immerhin die &#132;Verhandlungsbasis&#148;, wenn auch &#132;nicht einen definitiven Plan&#148; geschaffen zu haben. Im Falle S\u00fcdafrika hat er nicht einmal mit der Grundlegung f\u00fcr die Schaffung einer solchen Basis begonnen.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1995],"publikationen":[1313],"class_list":["post-11340","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-gerd-meuer","publikationen-24-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>&quot;Stabilisierung&quot; und &quot;Destabilisierung&quot; im s\u00fcdlichen Afrika - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/24-vorgaenge\/publikation\/stabilisierung-und-destabilisierung-im-suedlichen-afrika\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"&quot;Stabilisierung&quot; 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