{"id":11386,"date":"1987-11-30T20:00:00","date_gmt":"1987-11-30T19:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/"},"modified":"1987-11-30T12:00:00","modified_gmt":"1987-11-30T11:00:00","slug":"arbeit-fuer-alle","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/","title":{"rendered":"Arbeit f\u00fcr alle?"},"content":{"rendered":"<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 90 (Heft 90\/1987), S. 8-12<\/p>\n<p>\u00a0\u00bbWas uns bevorsteht, ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige T\u00e4tigkeit, auf die sie sich versteht. Was k\u00f6nnte verh\u00e4ngnisvoller sein?\u00ab &#151; schrieb Hannah Arendt schon im Jahre 1958 in ihrem Buch \u00bbVita activa\u00ab. Ist die Aussicht wirklich verh\u00e4ngnisvoll? Die Arbeit, die uns auszugehen droht ist die Lohnarbeit. \u00bbLeben wir um zu arbeiten, oder ist es umgekehrt: arbeiten wir um zu leben? Leben wir, wenn wir arbeiten und arbeiten wir vielleicht auch, wenn wir leben? Ist Leben.und Arbeiten vereinbar oder gar identisch, ganz oder teilweise, und Arbeiten mit Leben?\u00ab &#151; fragt Bernd Guggenberger, nicht nur rhetorisch.<\/p>\n<p>Der Begriff \u00bbArbeit\u00ab ist schon seit jeher ambivalent. Die Arbeit als ein repetitives Handwerk, immer wiederkehrende M\u00fchsal, war in\u00a0 der griechischen Gesellschaft f\u00fcr die Sklaven bestimmt, die Mu\u00dfe der Oberschicht vorbehalten. Die Mu\u00dfe ist weder mit M\u00fc\u00dfiggang noch mit Faulenzen zu verwechseln; laut Aristoteles ist sie eine anhaltende geistige T\u00e4tigkeit &#151; also nach dem marxistischen Begriff eine \u00bbKopfarbeit\u00ab.<\/p>\n<p>In fast allen Kultursprachen hat Arbeit zwei\u00a0 oder mehrere Bezeichnungen. Das Griechische unterscheidet zwischen ponein und ergazestai, das Lateinische zwischen laborare und facere bzw. fabricare, das Franz\u00f6sische zwischen travailler und ouvrer, das Englische zwischen labour und work, das Deutsche zwischen arbeiten und werken bzw. schaffen. Ihnen lassen sich zwei Grundbedeutungen zuordnen: Arbeit als M\u00fchsal, Qual, Last, Not (ponos) und als Leistung, Werk (ergon) (Guggenberger).<\/p>\n<p>Der Begriff Arbeit birgt also die beiden Momente \u00bbLast\u00ab und \u00bbLust\u00ab, \u00bbM\u00fchsal\u00ab und \u00bbVergn\u00fcgen\u00ab. Die Mehrzahl der Menschen hat immer \u00bbim Schwei\u00dfe ihres Angesichts\u00ab ihr Brot gegessen. Unsere Urahnen, die J\u00e4ger und Sammler, haben die beiden Momente &#151; das repulsive und das vergn\u00fcgliche, das notwendige und das spielerische &#151; das nach Schiller den Menschen erst ganz Mensch werden l\u00e4\u00dft &#151; miterlebt. Man kann ohne Arbeit &#151; oder genauer: ohne Lohnarbeit &#151; leben, aber ohne eine T\u00e4tigkeit kann der Mensch auf Dauer wohl nicht existieren. Arbeiten, Herstellen, Handeln &#151; fa\u00dft Hannah Arendt als \u00bblebendige Arbeit\u00ab zusammen.<\/p>\n<p>Mit der industriellen Produktionsweise begann auch eine zunehmende Trennung des Notwendigen von dem Spielerischen in der Arbeit. Mit der Zerst\u00fcckelung des Arbeitsprozesses &#151; des Taylorismus &#151; nahm das repulsive Moment zu. Der Zweck heiligte nicht nur das Mittel, er war wertbestimmend. Die Zweckhaftigkeit wird umso\u00a0 dr\u00fcckender, je enger und pr\u00e4ziser der Zweck gefa\u00dft ist, der einer T\u00e4tigkeit zugrunde liegt, je definitiver sich damit \u00bbAbweichungen\u00ab verbieten und je rigider sie sanktioniert werden. Paradoxerweise machte die puritanische Arbeitsmoral aus der Not eine Tugend &#151; und damit wurde m\u00f6glicherweise die gewaltigste Revolution der Geschichte eingeleitet: Die Heraufkunft des Kapitalismus als eine Gesellschaftsform, welche sich in allen ihren Schichten der Arbeit \u00f6ffnet, sie zum St\u00fctzpfeiler des gesellschaftlichen Gesamtgeb\u00e4udes erhebt, in denen arbeitsjenseitige G\u00f6tter nicht mehr geduldet werden. Ausgerechnet die niederste Arbeit, am meisten verachtete aller T\u00e4tigkeiten innerhalb der vita activa, hat alles andere verdr\u00e4ngt. Dies gilt f\u00fcr das Marxsche Emanzipations- und Fortschrittsprogramm &#151; die Arbeit wird zum einzigen verl\u00e4\u00dflichen Mittler zuk\u00fcnftiger Emanzipation: Befreiung von der Arbeit durch die Arbeit.<\/p>\n<p>Aus v\u00f6llig unterschiedlichen Motiven und\u00a0 Zielvorstellungen leiteten \u00bblinke\u00ab und \u00bbrechte\u00ab Theoretiker, Marx wie Keynes, ihre Forderung des Rechts auf Arbeit ab. Hier ist nicht der Ort, auf die Unterschiede n\u00e4her einzugehen. Festzuhalten ist die Forderung und der in beiden Denksystemen enthaltene Wachstumsimperativ. Der gesellschaftliche Wert der Arbeit stieg an erster Stelle. Wie erinnerlich, war damit die Bildungsfrage gekoppelt &#151; die allgemeine Schulpflicht war erst durch den Wertewandel und die Erfordernisse der mechanischen und industriellen Produktionsweise \u00fcberhaupt durchf\u00fchrbar. Mit der allgemeinen Schulpflicht war und ist die Erziehung zur Industriosit\u00e4t verbunden: Erziehung zu Flei\u00df, Kraft, Zeit- und Material\u00f6konomie. Diese \u00bbSekund\u00e4rtugenden\u00ab sind auch f\u00fcr andere T\u00e4tigkeiten, f\u00fcr Arbeit im informellen Sektor, f\u00fcr Eigenarbeit unentbehrlich.<\/p>\n<p>\u00bbArbeit f\u00fcr alle\u00ab war und ist ewiger Wunschtraum der Menschheit. Mit dem Beginn der Mechanisierung des Arbeitsprozesses, noch mehr mit der industriellen Produktionsweise &#151; und damit einhergehenden Entwicklung der Lohnarbeit &#151; r\u00fcckte der Traum in weitere Ferne von der Realit\u00e4t. F\u00fcr Marx waren die Produktivkr\u00e4fte die Basis aller gesellschaftlichen Entwicklung. F\u00fcr Keynes war die Vollbesch\u00e4ftigung die unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr das Fortbestehen und die Weiterentwicklung des Kapitalismus. Wie erw\u00e4hnt, die Bildungsfrage &#151; oder genauer,\u00a0\u00a0die Ziele der Bildung &#151; waren und sind imm er noch in den letzten 200 Jahren daran gebunden. Man lernt ja nicht f\u00fcr die Schule, sondern f\u00fcr das Leben, wobei das Leben, das sp\u00e4tere Leben, etwa gleichbedeutend ist mit Beruf &#151; in unserem Fall mit Lohnarbeit. Auch die Drei-Gliederung des Schulwesens ist bekanntlich danach eingeteilt.\u00a0\u00a0Als vorl\u00e4ufig letztes Indiz f\u00fcr diese Koppelung Lohnarbeit &#8211; Bildung darf hier der Anla\u00df zur letzten bildungspolitischen Reform im Westen &#151; auch in der Bundesrepublik &#151; in Erinnerung gerufen werden: der sogenannte Sputnikschock.<\/p>\n<p>Je mehr die industrielle Produktionsweise\u00a0 voranschritt, je mehr der Taylorismus an Gewicht gewann, desto mehr nahm das Spezialistentum, die Trennung des Arbeitsprozesses vom Ergebnis, zwischen hergestellter Ware und Arbeit, kurzum: die Entfremdung zu. Es ging nicht nur die Beziehung zwischen der Lohnarbeit und dem Arbeitsergebnis, dem Produkt, allm\u00e4hlich verloren, die Folgen waren eine Steigerung der Unzufriedenheit der Arbeiterschaft, die sich in mutwilliger Zerst\u00f6rung der Maschinen auslud &#151; hier\u00fcber gibt es eine Reihe von Untersuchungen aus den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren. Diese Erkenntnisse veranla\u00dften Firmen wie Volvo, einige Arbeitsvorg\u00e4nge wieder zusammenzulegen, damit der ldentit\u00e4tskrise der Arbeiter &#151; verursacht durch die Trennung der Arbeit vom Ergebnis &#151; ein wenig abgeholfen werden konnte.<\/p>\n<p>Durch die Trennung der Lohnarbeit vom Ergebnis, durch das Aufkommen des Spezialistentums begann auch das Problem des\u00a0 \u00bbZauberlehrlings\u00ab, die Spezialisten verloren vollends den \u00dcberblick. Es kam noch schlimmer: W\u00e4hrend Goethes \u00bbZauberlehrling\u00ab immerhin &#151; weil \u00fcberschaubar &#151; die Folgen seines Tuns noch rechtzeitig erkennen konnte, f\u00fchlen sich die Spezialisten &#151; Zauberlehrlinge unserer Zeit &#151; nicht verantwortlich f\u00fcr ihr Tun, zum gro\u00dfen Teil, bedingt durch ihre Ausbildung, nicht einmal in der Lage, die Folgen ihres Tuns zu erkennen. Um Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen vorzubeugen, darf ich hier betonen, da\u00df es mir nicht darum geht, den Sozialromantizismus anzupreisen, \u00bbZur\u00fcck zur Natur\u00ab oder \u00bbHeile Welt\u00ab zu predigen. Wohlgemerkt: \u00bbEs geht nicht darum, &#8218;Rationalisierung&#8216; und den durch sie bewirkten Produktivit\u00e4tsfortschritt zu verteufeln. Wo immer der technische Fortschritt von unmenschlichen Arbeiten befreit, ist der Fortschritt zu rechtfertigen. Nur &#151; es steht nirgends geschrieben, da\u00df dieser Produktivit\u00e4tsfortschritt allein dazu dienen kann, noch gewaltigere Produktionsleistungen zu vollbringen mit den hinl\u00e4nglich bekannten Folgeproblemen &#151; u.a. eben auch dem, einen wachsenden G\u00fcterberg aufzubrauchen, der aufgrund der hohen Produktivit\u00e4t in immer k\u00fcrzeren Zeitintervallen zu immer gewaltigeren H\u00f6hen sich auft\u00fcrmt\u00ab (Bernd Guggenberger). Es ist eher ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Entprofessionalisierung der Spezialistenausbildung.\u00a0 \u00bbEntprofessionalisierung hat u.a. ihren Sinn darin, da\u00df sie den Laien soweit professionalisiert, da\u00df er gegen Expertenwissen begr\u00fcndet mi\u00dftrauisch sein kann&#8230; Zunehmende Komplexit\u00e4t erfordert gr\u00f6\u00dfere Spezialisierung, Intensivierung der F\u00e4higkeiten. Erziehung zur Industriosit\u00e4t mu\u00df dementsprechend Ziel der Erziehung bleiben\u00ab (Roland Narr).<\/p>\n<p>Noch einmal zur\u00fcck zu unserem Wunschtraum: Arbeit f\u00fcr alle. Was die Lohnarbeit angeht &#151; auch von regelm\u00e4\u00dfigem, periodischem, schon von Adam Smith beschriebenem Auf- und Abschwung abgesehen &#151; hat es sie nie gegeben. Man hat sich u.a. auch\u00a0 deshalb darauf geeinigt, da\u00df man selbst dann von einer Vollbesch\u00e4ftigung sprechen darf, wenn 2,5% aller Arbeitsf\u00e4higen und -willigen eines Staates arbeitslos bleiben.<\/p>\n<p>Immer in der 200-j\u00e4hrigen Geschichte der industriellen Produktionsweise, wenn es einen gro\u00dfen technischen Innovationsschub gab &#151; und damit einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Produktivit\u00e4tssprung &#151; gab es eine Strukturkrise und eine gro\u00dfe Zahl von Arbeitslosen. Dies geschah seit der Franz\u00f6sischen Revolution etwa viermal, die Wellen kommen etwa alle 50 Jahre:<\/p>\n<p>&#151;\u00a0 die erste Welle dauerte etwa von 1789\/93,\u00a0 mit dem Beginn der Mechanisierung (Dampfmaschine, mechanischer Webstuhl) bis zur 48-er Revolution, mit dem H\u00f6hepunkt um 1815;<\/p>\n<p>&#151;\u00a0 die zweite Periode vom Beginn des Eisen bahnbaus bis etwa zu den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts, mit dem Hoch im Zenit der Gr\u00fcnderjahre 1870\/73;<\/p>\n<p>&#151;\u00a0 die dritte Periode der Elektrifizierung von\u00a0 um 1895 bis zum Zweiten Weltkrieg, mit dem Hoch am Vorabend des Ersten Weltkriegs;<\/p>\n<p>&#151; die vierte Periode der Massenmotorisierung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu dem sogenannten \u00d6lschock 1973.<\/p>\n<p>Da der Kapitalismus immer \u00bbStehauf-M\u00e4nnchen\u00ab spielen und die bisherigen Krisen &#151; wenn auch nicht v\u00f6llig schadlos &#151; \u00fcberwinden konnte, meinen die Bef\u00fcrworter, kann man sich auf die \u00bbsch\u00f6pferische\u00a0 Zerst\u00f6rungskraft\u00ab (Schumpeter) des Systems verlassen, auf die gleiche Weise wird auch die f\u00fcnfte Krise zu \u00fcberwinden sein. Die Krisen\u00fcberwindung ist system- und lebensnotwendig. Die Frage ist nur, ob man mit den gleichen Instrumenten diese Aufgabe bew\u00e4ltigen kann (Huber).<\/p>\n<p>Es gibt einige wesentliche Unterschiede bei\u00a0 der gegenw\u00e4rtigen Krise zu den fr\u00fcheren. Sie ist nicht eine Unterbrechung des Wirtschaftswachstums, sondern dessen Ergebnis. Man mag dar\u00fcber streiten, wie richtig die Prognosen der Club-of-Rome-Studie sind, ob es nicht mehr Ressourcen als die optimistische Annahme der Studie gibt (f\u00fcnfmal mehr als damals bekannt), ob die f\u00fcnf Faktoren &#151; Bev\u00f6lkerung, Ressourcen, Umwelt, Wirtschaftswachstum, Nahrungsmittel &#151; so oder anders zu berechnen seien, ob das Zusammenspiel Wachstum-\u00d6kologie kontraproduktiv sein m\u00fcsse, die Erkenntnis, die uns dennoch bleibt, ist, da\u00df das Wachstum Grenzen hat.<\/p>\n<p>Vollbesch\u00e4ftigung &#151; also die Lohnarbeit &#151;\u00a0 ist wiederum von f\u00fcnf Faktoren abh\u00e4ngig: Erwerbsbev\u00f6lkerung, Wirtschaftswachstum, Produktivit\u00e4t, Arbeitszeit und Personalkosten. Da die Produktivit\u00e4t wieder durch neuere technische Innovationen &#151; wie in den vergangenen vier Wellen &#151; enorm zugenommen hat, das Wirtschaftswachstum hingegen immer deutlicher Grenzen bewu\u00dft macht, ist diese Krise strukturell anders.<\/p>\n<p>Zieht man die Summe aller f\u00fcr gesellschaftlich n\u00fctzliche T\u00e4tigkeiten ben\u00f6tigten Arbeitsstunden, dann zeigt sich, da\u00df sie rasch\u00a0 abnimmt. Die Gesamtheit der neuen, mit der \u00bbinformatorischen Revolution\u00ab verbundene Techniken erlaubt, ein wachsendes Volumen von G\u00fctern und Dienstleistungen in einer abnehmenden Zahl von Arbeitsstunden zu produzieren (Michel Rolant in: \u00bbAbschied vom Proletariat\u00ab). Selbst unter der Annahme, da\u00df in Zukunft weniger als 30 Stunden pro Woche gearbeitet wird, geht man davon aus, da\u00df eine wachsende Zahl der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr Erwerbsarbeit \u00fcberfl\u00fcssig wird. Joseph Huber stellt ein Szenario vor, nachdem in nicht allzu ferner Zukunft 30% der Erwerbsbev\u00f6lkerung (5% Eliten und 25% Mittelstand) gen\u00fcgen werden, um den weiterentwickelten Zustand der Industriestaaten aufrechtzuerhalten. Weitere 30 bis 35% werden f\u00fcr Randbesch\u00e4ftigung n\u00f6tig, etwa die gleiche Zahl wird nicht erwerbst\u00e4tig sein (Huber).<\/p>\n<p>Da die Produktion mit einem kontinuierlichen Wachstum &#151; etwa auf dem heutigen Stand &#151; von der Konsumtion, genauer von der Massenkonsumtion abh\u00e4ngig ist (ansonsten w\u00e4re eine Massenproduktion sinnlos), m\u00fc\u00dfte \u00fcber die Umverteilung des Geldes nachgedacht werden &#151; damit auch die, die ohne Erwerb sind, konsumieren k\u00f6nnen. Die Umverteilung, abgekoppelt von der Lohnarbeit, verhindert andererseits, da\u00df die Masse der Profite gr\u00f6\u00dfer wird als die M\u00f6glichkeiten rentabler Investitionen.<\/p>\n<p>Die Vollbesch\u00e4ftigung als die Voraussetzung\u00a0 zur Entwicklung des Kapitalismus war f\u00fcr Keynes deshalb bedeutend, weil sie mit dem garantierten Masseneinkommen &#151; die Voraussetzung f\u00fcr eine Massenkonsumtion &#151; verbunden ist. Die Diskussion \u00fcber das garantierte Mindesteinkommen ist ein Versuch, die Bindung Besch\u00e4ftigung &#8211; Einkommen zu entkoppeln. Da man nicht mehr von einer Vollbesch\u00e4ftigung ausgehen kann und darf, soll das garantierte Mindesteinkommen die Massenkonsumtion unter eingeschr\u00e4nkten Bedingungen aufrechterhalten. Man kann dies auch \u00fcber Sozialleistungen (Arbeitslosengeld, -hilfe, Sozialhilfe, Wohnungs-, Kindergeld etc.) regulieren. Aber das garantierte Mindesteinkommen ist ein Versuch, die Wiederaneignung des Sozialen zu bewirken. Im \u00fcbrigen ist der Gedanke nicht systemsprengend, sondern systemerhaltend.<\/p>\n<p>Mit der Abnahme der Erwerbst\u00e4tigkeit gewinnt notwendigerweise die Bedeutung der Eigenarbeit, die nicht zwangsl\u00e4ufig gegen\u00a0 das System gerichtet ist. Der informelle Sektor kann nur neben dem formellen Sektor existieren. Der formelle Sektor braucht aber ebenso den informellen, damit jene, die nicht mehr f\u00fcr Erwerbst\u00e4tigkeit ben\u00f6tigt werden, nicht ausgeschlossen sind, oder zynischer formuliert, damit sie konsumf\u00e4hig bleiben. Es geht also nicht darum, \u00bbder Schrumpfung des formellen Sektors mit Hilfe der Entwicklung eines informellen zu begegnen, sondern es geht im wesentlichen darum, gesellschaftliche R\u00e4ume zu schaffen, in denen eine gewisse Autonomie der Erfahrung bleibt.<\/p>\n<p>Vieles von dem, was sich heute als Eigenarbeit, Hobby, Schwarzarbeit, alternative Formen der \u00d6konomie, Aussteigertum etc. darstellt, ist nicht allein aus der Not eines schrumpfenden Arbeitsmarktes geboren, sondern orientiert sich an Inhalt von Arbeit und Spielraum innerhalb desselben. Die\u00a0 \u00bbneue Bewegung\u00ab entsteht aus der Wechselwirkung von formellen und informellen Sektoren, die sich nicht mehr um Verteilungskampf, sondern an der Qualit\u00e4t von Arbeits- und Lebenszusammenhang orientieren (Guggenberger). Da dies in Wechselwirkung geschieht, besteht die Chance, damit auch die viel erhoffte Humanisierung der Arbeitswelt (im formellen Sektor) neu einzul\u00e4uten: Arbeiten, Herstellen und Handeln &#151; vita activa und vita contemplativa zu vereinen.<\/p>\n<p><b>Verweise<\/b><\/p>\n<p>Anders, G\u00fcnther: Die Antiquiertheit des Menschen, Bd. 2, M\u00fcnchen 1984, S. 396ff<br \/>Arendt, Hannah: Vita Activa oder vom t\u00e4tigen Leben, M\u00fcnchen 1985<br \/>Brun, Rudolf (Hg): Erwerb und Eigenarbeit. Dualwirtschaft in der Diskussion, Frankfurt\/M 1985<br \/>Bullmann, Udo \/ Mike Cooley \/ Edgar Einemann: Lokale Besch\u00e4ftigungsinitiativen, Marburg 1986<br \/>Gorz Andre: Abschied vom Proletariat, Reinbek 1983<br \/>Ders.: Wege ins Paradies, Berlin 1983 <br \/>Guggenberger, Bernd: Leben um zu arbeiten? Zur Relativierung des Stellenwerts der Arbeit, in: Brun, R. (Hg): Erwerb und Eigenarbeit a.a.O., S. 11 ff<br \/>Huber, Joseph: Die verlorene Unschuld der \u00d6kologie. Neue Technologie und superindustrielle Entwicklung, Frankfurt\/M 1986<br \/>Klemm, Klaus u. a. (Hg): Bildung f\u00fcr das Jahr 2000. Bilanz der Reform, Zukunft der Schule, hg. von der Max Traeger-Stiftung, Reinbek 1985 <br \/>Meadows, Dennis u. a.: Die Grenzen des Wachstums, Reinbeck 1973<br \/>Narr, Roland: Abkehr von der Erziehung zur \u00bbIndustriosit\u00e4t\u00ab?, in: Jeggle, Utz u. a. (Hg): Volkskultur in der Moderne, Probleme und Perspektiven empirischer Kulturforschung, Reinbek 1986, S. 109 ff<br \/>Opielka, Michael \/ Georg Vobruba (Hg): Das garantierte Grundeinkommen. Entwicklung und Perspektiven einer Forderung, Frankfurt\/M 1986 <br \/>Peccei, Aurelio (Hg): Zukunftschance Lernen. Club-of-Rome-Bericht f\u00fcr die achtziger Jahre, M\u00fcnchen 1980<br \/>Schmidt, Thomas (Hg): Befreiung von falscher Arbeit. Thesen zum garantierten Mindesteinkommen, Berlin 1984<br \/>Sch\u00f6n, Bernhard (Hg): Die Zukunft der sozialen Berufe. Arbeitsmarkt, Ausbildung, Alternativen, Frankfurt\/M 1986<br \/>Stieferle, Rolf Peter: Fortschrittsfeinde? Opposition gegen Technik und Industrie von der Romantik bis zur Gegenwart, M\u00fcnchen 1984<br \/>Villmar, Fritz\/ Brigitte Runge: Auf dem Weg zur Selbsthilfe-Gesellschaft, Essen 1986<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[820,655,667],"autoren":[430],"publikationen":[1260],"class_list":["post-11386","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-arbeitslosigkeit","tag-existenzsicherung","tag-vorgaenge-artikel","autoren-asit-datta","publikationen-90-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: vorg\u00e4nge Nr. 90 (Heft 90\/1987), S. 8-12 \u00a0\u00bbWas uns bevorsteht, ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige T\u00e4tigkeit, auf die sie sich versteht. Was k\u00f6nnte verh\u00e4ngnisvoller sein?\u00ab &#151; schrieb Hannah Arendt schon im Jahre 1958 in ihrem Buch \u00bbVita activa\u00ab. Ist die Aussicht wirklich verh\u00e4ngnisvoll? Die Arbeit, [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/publikation\\\/arbeit-fuer-alle\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/publikation\\\/arbeit-fuer-alle\\\/\",\"name\":\"Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1987-11-30T19:00:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/publikation\\\/arbeit-fuer-alle\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/publikation\\\/arbeit-fuer-alle\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/publikation\\\/arbeit-fuer-alle\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 90\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/90-vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Arbeit f\u00fcr alle?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union","og_description":"aus: vorg\u00e4nge Nr. 90 (Heft 90\/1987), S. 8-12 \u00a0\u00bbWas uns bevorsteht, ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige T\u00e4tigkeit, auf die sie sich versteht. Was k\u00f6nnte verh\u00e4ngnisvoller sein?\u00ab &#151; schrieb Hannah Arendt schon im Jahre 1958 in ihrem Buch \u00bbVita activa\u00ab. Ist die Aussicht wirklich verh\u00e4ngnisvoll? Die Arbeit, [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/","name":"Arbeit f\u00fcr alle? - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1987-11-30T19:00:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/publikation\/arbeit-fuer-alle\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 90","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/90-vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Arbeit f\u00fcr alle?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/11386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=11386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=11386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=11386"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=11386"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=11386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}