{"id":11673,"date":"2013-07-24T23:50:00","date_gmt":"2013-07-24T21:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/wie-der-verfassungsschutz-am-nsu-debakel-waechst\/"},"modified":"2021-08-30T15:41:38","modified_gmt":"2021-08-30T13:41:38","slug":"wie-der-verfassungsschutz-am-nsu-debakel-waechst","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/201-202\/publikation\/wie-der-verfassungsschutz-am-nsu-debakel-waechst\/","title":{"rendered":"Wie der Verfassungsschutz am NSU-Debakel w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 201\/202 (1\/2-2013), S. 4-11<\/p>\n<p>Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den skandal&ouml;sen Praktiken, Verfehlungen und Verstrickungen des<\/p>\n<p>Verfassungsschutzes nach dem NSU-Skandal? Fehlanzeige! Statt die bisherige Arbeitsweise auch nur ansatzweise in<\/p>\n<p>Frage zu stellen, wurden umgehend Forderungen f&uuml;r weitere Befugnisse, noch mehr Datensammlung und -austausch, noch<\/p>\n<p>mehr unkontrollierte Zusammenarbeit erhoben &#8211; und zum Teil schon umgesetzt. Eric T&ouml;pfer erl&auml;utert, wie schnell sich<\/p>\n<p>die deutsche Sicherheitsb&uuml;rokratie auf die Post-NSU-Situation eingestellt hat, und wie wenig demokratische<\/p>\n<p>Steuerung und Kontrolle stattfindet.<\/p>\n<p>Rauch und Staub &uuml;ber den Tr&uuml;mmern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Eisenach und Zwickau hatten sich<\/p>\n<p>kaum gelegt, da waren die Krokodilstr&auml;nen der deutschen Sicherheitsb&uuml;rokratie schon wieder getrocknet. Nicht einmal<\/p>\n<p>drei Wochen, nachdem das NSU-Debakel anfing, offenbar zu werden, erkl&auml;rte Heinz Fromm, damals noch Pr&auml;sident des<\/p>\n<p>Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV), am 21.&nbsp;November 2011 im Bundestag: &#8222;Wir haben allen Anlass, sozusagen in<\/p>\n<p>uns zu gehen&#8220;, um dann &uuml;berraschend fortzufahren: &#8222;und sehr schnell &#8211; sehr schnell etwas zu tun, damit sich etwas<\/p>\n<p>verbessert.&#8220; (1) W&auml;hrend &uuml;ber die Einrichtung parlamentarischer Untersuchungsaussch&uuml;sse noch gestritten wurde und<\/p>\n<p>das ganze Ausma&szlig; der Geschichte nicht einmal ansatzweise bekannt war, wussten jene, die sich angesichts des<\/p>\n<p>offensichtlichen Versagens ihrer Beh&ouml;rden zerknirscht und nachdenklich gaben, schon, was zu tun sei. Die<\/p>\n<p>Marschrichtung hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich mit einem 10-Punkte-Plan bereits vorgegeben.<br \/>Danach ging es Schlag auf Schlag: Am 6.&nbsp;Dezember 2011 wird die Koordinierungsrichtlinie f&uuml;r die Zusammenarbeit der<\/p>\n<p>Verfassungsschutz&auml;mter um einen Paragrafen zur Beobachtung des &#8222;gewaltbereiten Rechtsextremismus&#8220; erg&auml;nzt. Am<\/p>\n<p>16.&nbsp;Dezember er&ouml;ffnet Friedrich das Gemeinsame Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus (GAR) mit etwa 130<\/p>\n<p>Mitarbeitern von Polizei und Geheimdiensten. Am 20.&nbsp;Januar 2012 legt die Bundesregierung ihren Entwurf f&uuml;r ein<\/p>\n<p>Gesetz zur Verbesserung der Bek&auml;mpfung des Rechtsextremismus vor, das Ende August in Kraft tritt. Sein Kern ist die<\/p>\n<p>Errichtung einer Rechtsextremismus-Datei (RED) von Polizei und Geheimdiensten. Am 8.&nbsp;Februar wird mit der Bund-<\/p>\n<p>L&auml;nder-Kommission Rechtsterrorismus (BLKR) ein vierk&ouml;pfiges Gremium installiert, um die &#8222;Zusammenarbeit zwischen<\/p>\n<p>den Sicherheitsbeh&ouml;rden der L&auml;nder und den Bundesbeh&ouml;rden insbesondere bei der Bek&auml;mpfung des gewaltbereiten<\/p>\n<p>Extremismus zu analysieren und zu bewerten&#8220; und &#8222;Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine weitere Verbesserung der Zusammenarbeit der<\/p>\n<p>Sicherheitsbeh&ouml;rden [zu] unterbreiten&#8220; (2). Anfang Juni nimmt die St&auml;ndige Konferenz der Innenminister und &#8211;<\/p>\n<p>senatoren der L&auml;nder (IMK) auf ihrer Fr&uuml;hjahrssitzung den ersten Zwischenbericht der BLKR zur Kenntnis und<\/p>\n<p>beauftragt ihre Arbeitskreise II (Innere Sicherheit) und IV (Verfassungsschutz) mit der Pr&uuml;fung und Umsetzung der<\/p>\n<p>darin skizzierten Ma&szlig;nahmen. Ende August kommt die IMK zu einem Arbeitstreffen in Berlin zusammen und einigt sich<\/p>\n<p>auf Eckpunkte f&uuml;r eine &#8222;Neuausrichtung des Verfassungsschutzes&#8220;. Sechs Tage sp&auml;ter beginnt beim Bundesamt f&uuml;r<\/p>\n<p>Verfassungsschutz in K&ouml;ln ein Projekt zur Reform der Beh&ouml;rde. Am 19.&nbsp;September geht die Rechtsextremismus-Datei in<\/p>\n<p>Betrieb. Am 15.&nbsp;November gibt Innenminister Friedrich die Gr&uuml;ndung eines Gemeinsamen Extremismus- und<\/p>\n<p>Terrorismusabwehrzentrums (GETZ) bekannt, in dem das GAR aufgehen soll. Drei Wochen sp&auml;ter findet in Rostock das<\/p>\n<p>Herbsttreffen der IMK statt, auf dem umfangreiche Beschl&uuml;sse zur Zukunft des Verfassungsschutzes und seiner<\/p>\n<p>Zusammenarbeit mit der Polizei verabschiedet werden. Nach einer kurzen Weihnachtspause billigt das<\/p>\n<p>Bundesinnenministerium am 1.&nbsp;Februar 2013 das Reformkonzept der BfV-Projektgruppe, und am 22.&nbsp;Februar informiert<\/p>\n<p>Amtspr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en auf einer Dienstversammlung seine Mitarbeiter und die Presse &uuml;ber den Start der<\/p>\n<p>Umsetzung. Ende Mai 2013 nehmen schlie&szlig;lich die IMK und das Bundeskabinett den Abschlussbericht der BLKR, der den<\/p>\n<p>Verfassungsschutz f&uuml;r unverzichtbar erkl&auml;rt, wohlwollend zur Kenntnis.(3)<br \/>Im Wesentlichen geht es bei den gesch&auml;ftigen Aktivit&auml;ten um drei Dinge: <br \/>1. eine St&auml;rkung des Verbundes der Inlandsgeheimdienste,<br \/>2. den Ausbau des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz als Zentralstelle,<br \/>3. die weitere Vernetzung von Polizei und Inlandsgeheimdiensten.<br \/>Freie Fahrt f&uuml;rs &#8222;Wissensnetz&#8220;<br \/>&#8222;Die Innenminister und &#8211;senatoren der L&auml;nder setzen sich f&uuml;r die St&auml;rkung der im Grundgesetz verankerten<\/p>\n<p>Zentralstellenfunktion des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz ein, ohne dadurch origin&auml;re L&auml;nderkompetenzen<\/p>\n<p>einzuschr&auml;nken&#8220;, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung zum Arbeitstreffen der IMK in Berlin im August 2012. (4) Es geht<\/p>\n<p>also um mehr Macht f&uuml;r den Bund, die den L&auml;ndern nicht wehtun darf. Konkretisiert wurden die Pl&auml;ne auf der<\/p>\n<p>Herbstkonferenz im Dezember. Zum einen soll der Informationsfluss im Verbund der Dienste gef&ouml;rdert werden. Geplant<\/p>\n<p>ist die &Auml;nderung von &sect; 5 Abs.&nbsp;1 des Bundesverfassungsschutzgesetzes (BVerfSchG), das eine obligatorische<\/p>\n<p>&Uuml;bermittlung von Informationen der Landesbeh&ouml;rden f&uuml;r Verfassungsschutz an andere Inlandsdienste bislang nur<\/p>\n<p>vorsieht, &#8222;soweit es f&uuml;r deren Aufgabenerf&uuml;llung erforderlich ist&#8220;. Durch eine Streichung dieses Halbsatzes, so ist<\/p>\n<p>nun geplant, soll zuk&uuml;nftig das Kriterium der Erforderlichkeit einer Informations&uuml;bermittlung entfallen, so dass<\/p>\n<p>dem weitgehend zweckfreien Flottieren von Daten insbesondere im geheimdienstlichen Informationsverbund NADIS (5)<\/p>\n<p>der Weg geebnet w&auml;re. <br \/>Zum anderen m&ouml;chte man endlich die lange geplante erweiterte Nutzung von NADIS durch eine &Auml;nderung von &sect;&nbsp;6<\/p>\n<p>BVerfSchG &#8222;f&uuml;r alle Aufgaben des Verfassungsschutzes&#8220; absichern. (6) War NADIS lange weitgehend als Indexdatei zur<\/p>\n<p>Identifizierung von Personen und dem Auffinden dazugeh&ouml;riger Akten konzipiert, wird seit 2005 eine Modernisierung<\/p>\n<p>des Systems als NADIS WN (&#8222;WissensNetz&#8220;) vorangetrieben, die neue Nutzungsm&ouml;glichkeiten von der Volltextrecherche<\/p>\n<p>bis zur grafisch aufbereiteten Analyse sozialer Netzwerke er&ouml;ffnet. Bislang begrenzte &sect;&nbsp;6 Satz 8 BVerfSchG das<\/p>\n<p>F&uuml;hren gemeinsamer Dateien, die mehr als biographische Grunddaten und Aktenfundstellen erlauben, auf Zwecke der<\/p>\n<p>Spionageabwehr und der &Uuml;berwachung gewaltbereiter &#8222;Bestrebungen&#8220;. Personen aufgrund ihrer blo&szlig;en Gesinnung in<\/p>\n<p>komplexeren Informationssystemen des Verbundes der Inlandsgeheimdienste zu erfassen, wurde erst durch das Gesetz<\/p>\n<p>zur Verbesserung der Bek&auml;mpfung des Rechtsextremismus erm&ouml;glicht, das neben der Errichtung der Rechtsextremismus-<\/p>\n<p>Datei auch die Novelle von &sect; 6 BVerfSchG verf&uuml;gte, um &#8222;rechtsextremistische Bestrebungen&#8220; durch das F&uuml;hren von<\/p>\n<p>&#8222;Textdateien&#8220; u.a.m. aufzukl&auml;ren.<br \/>Vor diesem Hintergrund wird verst&auml;ndlich, warum die eigentlich mit dem Thema Rechtsterrorismus befasste BLKR bei<\/p>\n<p>der Vorstellung ihres 2. Zwischenberichts im November 2012 bedauerte, dass eine umfassende Informierung des<\/p>\n<p>Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz &uuml;ber die &#8222;Bereiche Links- und Ausl&auml;nderextremismus&#8220; nicht gegeben sei und die<\/p>\n<p>Landesbeh&ouml;rden verpflichten m&ouml;chte, Informationen &#8222;aus allen Ph&auml;nomenbereichen&#8220; an das Bundesamt zu &uuml;bermitteln.(7)<\/p>\n<p>Nur wenige Tage zuvor hatten die Innenstaatssekret&auml;re aus Bund und L&auml;ndern NADIS WN mit einer &#8222;positiven<\/p>\n<p>Zwischenbilanz&#8220; gefeiert, nachdem das System bereits am 24.&nbsp;Juni 2012 seinen Betrieb aufgenommen hatte. Angek&uuml;ndigt<\/p>\n<p>wurde die &#8222;schrittweise Erweiterung [&#8230;] mit zus&auml;tzlichen fachlichen Funktionen&#8220; (8).<br \/>Der Schatten K&ouml;lns wird l&auml;nger<br \/>Als Spinne im Netz der erwarteten Informationsrevolution sehen die Innenminister das Bundesamt f&uuml;r<\/p>\n<p>Verfassungsschutz. So soll nicht nur sichergestellt werden, dass zuk&uuml;nftig alle von den Diensten der L&auml;nder<\/p>\n<p>erhobenen Informationen der Zentralstelle in K&ouml;ln zug&auml;nglich gemacht werden, sondern auch, dass das Amt die<\/p>\n<p>Strippen zieht. Hatte schon die &Auml;nderung der Koordinierungsrichtlinie f&uuml;r die Zusammenarbeit der Dienste im<\/p>\n<p>Dezember 2011 das Bundesamt untergesetzlich erm&auml;chtigt, &#8211; analog zur Spionageabwehr und Beobachtung des<\/p>\n<p>islamistischen Terrorismus &#8211; zentral alle Erkenntnisse im Bereich des gewaltbereiten Rechtsextremismus auszuwerten,<\/p>\n<p>soll nun das Bundesamt &#8222;unbeschadet der Auswertungsverpflichtung der L&auml;nder&#8220; die &#8222;zentrale Auswertung aller<\/p>\n<p>Informationen&#8220; &uuml;bernehmen und die Landesbeh&ouml;rden &#8222;unverz&uuml;glich &uuml;ber alle relevanten Informationen, Ausk&uuml;nfte,<\/p>\n<p>Nachrichten und Unterlagen sowie die Ergebnisse seiner Auswertung&#8220; informieren. (9)<br \/>Geplant ist, dass Bund und L&auml;nder bei ihrer Ausforschung &#8211; koordiniert durch K&ouml;ln &#8211; &#8222;st&auml;rker arbeitsteilig&#8220;<\/p>\n<p>vorgehen. Obwohl vage bleibt, was das genau hei&szlig;en soll, scheint sich das Bundesamt auf das geheime Ausspionieren<\/p>\n<p>&#8222;gewaltorientierter&#8220; Gruppen und Personen konzentrieren zu wollen, w&auml;hrend sich die L&auml;nder eher auf die mehr oder<\/p>\n<p>weniger offene Gesinnungsschn&uuml;ffelei gegen&uuml;ber sogenannten legalistischen Strukturen beschr&auml;nken. Zudem strebt das<\/p>\n<p>BfV an, k&uuml;nftig eigenm&auml;chtiger in den L&auml;ndern agieren zu k&ouml;nnen. Obwohl die Rechtsauffassungen &uuml;ber die<\/p>\n<p>entsprechenden Kompetenzen des BfV unter Verfassungssch&uuml;tzern auseinandergehen, scheint es bis dato vorherrschende<\/p>\n<p>Praxis zu sein, dass politische Aktivit&auml;ten mit nur lokaler Reichweite von den L&auml;nderdiensten bespitzelt werden.<\/p>\n<p>Nun aber w&uuml;nscht sich das Bundesministerium des Innern sogar ein &#8222;Selbsteintrittsrecht&#8220; &#8211; mindestens aber ein<\/p>\n<p>&#8222;Initiativrecht&#8220; &#8211; f&uuml;r seinen Geheimdienst zur eigenst&auml;ndigen &Uuml;berwachung von &#8222;gewaltorientierten Bestrebungen&#8220;,<\/p>\n<p>auch wenn diese nicht &uuml;berregional aktiv sind. Gro&szlig;z&uuml;gig wird angeboten, Verbindungsbeamte in die L&auml;nder zu<\/p>\n<p>entsenden und die Spionageabwehr &#8211; soweit sie nicht (mehr) von den L&auml;ndern wahrgenommen wird &#8211; in K&ouml;ln zu b&uuml;ndeln.<br \/>Was vordergr&uuml;ndig aussieht wie ein Befreiungsschlag, der durch einen klaren Zuschnitt von&nbsp; Zust&auml;ndigkeiten<\/p>\n<p>Effizienz verspricht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als zutiefst f&ouml;deraler Kompromiss: F&uuml;r die durch eine<\/p>\n<p>&Auml;nderung von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 BVerfSchG geplante Koordinierungskompetenz f&uuml;r das BfV soll &#8211; wie auch sonst beim<\/p>\n<p>T&auml;tigwerden des Bundesamtes in den L&auml;ndern &#8211; das &#8222;Benehmen&#8220; derselben notwendig sein. B&uuml;rokratische Rivalit&auml;ten<\/p>\n<p>d&uuml;rften somit auch weiterhin die Praxis pr&auml;gen. Wenn die Innenminister zus&auml;tzlich feststellen, &#8222;dass die [&#8230;]<\/p>\n<p>st&auml;rkere Ausrichtung des Einsatzes nachrichtendienstlicher Mittel auf gewaltorientierte Bestrebungen\/Personen nicht<\/p>\n<p>zu einer unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Einschr&auml;nkung der Beobachtung legalistischer Strukturen f&uuml;hren darf&#8220; und auch BfV-Chef<\/p>\n<p>Hans-Georg Maa&szlig;en betont, &#8222;legalistische Organisationen weiter im Blick [zu] behalten&#8220;, wird klar, dass jeder<\/p>\n<p>Dienst sich alle Optionen offen halten m&ouml;chte. Daran wird wohl auch die neue Richtlinie f&uuml;r die Zusammenarbeit im<\/p>\n<p>Verfassungsschutzverbund nichts &auml;ndern, die Anfang 2013 die 20 Jahre alte Koordinierungsrichtlinie abgel&ouml;st hat.<br \/>Das BfV profitiert aber insofern, als dass mit der angek&uuml;ndigten Novellierung des Bundesverfassungsschutzgesetzes<\/p>\n<p>die eine oder andere &#8222;herrschende Meinung&#8220; seiner Advokaten in Stein gemei&szlig;elt werden wird. Widerst&auml;nde gegen die<\/p>\n<p>schleichende Entgrenzung seiner Arbeit aus den L&auml;ndern werden sich so k&uuml;nftig leichter in die Schranken weisen<\/p>\n<p>lassen.<\/p>\n<p>Gest&auml;rkt wird das Bundesamt somit insbesondere gegen&uuml;ber Verfassungsschutzbeh&ouml;rden, die nicht willens oder<\/p>\n<p>f&auml;hig sind, den Priorit&auml;ten des Bundes zu folgen. Denkbar ist es daher, dass das BfV in den finanzschwachen L&auml;ndern<\/p>\n<p>mit kleinen Geheimdiensten in nicht allzu ferner Zukunft einen Gro&szlig;teil des operativen Gesch&auml;fts &uuml;bernehmen k&ouml;nnte,<\/p>\n<p>w&auml;hrend es gegen&uuml;ber politisch eigenwilligen und gr&ouml;&szlig;eren &#8222;Partnern&#8220; gezielt seine eigene Agenda verfolgen kann.<br \/>Im Rahmen der BfV-Reform sollen nun hausintern die Informationsbeschaffung und -auswertung (noch) enger verzahnt<\/p>\n<p>werden. Mag das k&uuml;rzere Wege und weniger abstrakte Analysen bedeuten, birgt es doch ebenso das Risiko einer<\/p>\n<p>unkontrollierten Eigendynamik der f&uuml;r die jeweiligen &#8222;Ph&auml;nomenbereiche&#8220; zust&auml;ndigen Abteilungen. Mit dem Verlust<\/p>\n<p>des kritischen Blicks auf die eigenen &#8222;Produkte&#8220; droht au&szlig;erdem die routinem&auml;&szlig;ige Reproduktion von Weltsichten und<\/p>\n<p>Feindbildern. Ob die angek&uuml;ndigte Einrichtung einer &#8222;Querdenker-Gruppe&#8220; (10) den b&uuml;rokratischen Starrsinn in einer<\/p>\n<p>Beh&ouml;rde mit mehr als 2.700 Mitarbeitern zu durchbrechen vermag, ist daher mindestens zweifelhaft.<br \/>Countdown f&uuml;rs Trennungsgebot?<br \/>Neben der St&auml;rkung des Verfassungsschutzverbundes steht aber auch dessen engere Vernetzung mit dem polizeilichen<\/p>\n<p>Staatsschutz auf der Tagesordnung. Nachdem sp&auml;testens mit dem Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) und der<\/p>\n<p>Antiterrordatei (ATD) 2004 bzw. 2007 bereits dauerhafte Strukturen f&uuml;r die informationelle Zusammenarbeit von<\/p>\n<p>Polizei und Geheimdiensten eingerichtet wurden, f&uuml;hrt Innenminister Friedrich die Vorarbeiten seiner Vorg&auml;nger<\/p>\n<p>nahtlos weiter. Mit der Er&ouml;ffnung des GAR nur f&uuml;nf Wochen nach Beginn der Aufdeckung des NSU wurde eine weitere<\/p>\n<p>Schnittstelle f&uuml;r 39 Beh&ouml;rden errichtet. Im Gegensatz zum GTAZ mit einem eigenen Standort in Berlin, ist das GAR<\/p>\n<p>allerdings kein &#8222;Zentrum&#8220;, sondern mit zwei Standorten &#8211; einer beim BKA-Staatsschutz in Meckenheim und einer beim<\/p>\n<p>BfV in K&ouml;ln &#8211; eher ein bipolarer St&ouml;rfall.<br \/>Gleichwohl finden im &#8222;Plenum&#8220; mindestens zweimal w&ouml;chentlich gemeinsame Lagebesprechungen von Polizei und Diensten<\/p>\n<p>statt. Wenn man den Berichten der Bundesregierung glauben darf, hei&szlig;t das in der Praxis, dass jeden Dienstagmorgen<\/p>\n<p>die meisten der jeweils etwa 50 Staats- bzw. Verfassungssch&uuml;tzer von BKA bzw. BfV sowie ihre Kollegen aus den<\/p>\n<p>Landeskriminal&auml;mtern und -verfassungsschutzbeh&ouml;rden abwechselnd ihre Reise zu einem der beiden 40 Autominuten<\/p>\n<p>auseinander liegenden Standorte antreten, um dort f&uuml;r drei Tage vor Ort zu sein. Am Donnerstagabend geht es dann<\/p>\n<p>wieder zur&uuml;ck zur Heimatdienststelle. (11) Entsprechend sollen bei BKA und BfV Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die ausw&auml;rtigen<\/p>\n<p>Kollegen eingerichtet worden sein: mit Mobile Office und gemeinsamer Mittagskantine gegen den Rechtsterrorismus. <br \/>Nachdem der Bund Deutscher Kriminalbeamter kaum drei Wochen nach Er&ouml;ffnung des GAR demonstrativ gefragt hatte, wo<\/p>\n<p>eigentlich das Gemeinsame Abwehrzentrum Links bleibe, (12) war es wenig &uuml;berraschend, als Innenminister Friedrichs<\/p>\n<p>im November 2012 dann dem GAR das Gemeinsame Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) &uuml;berst&uuml;lpte und die<\/p>\n<p>Zust&auml;ndigkeit um die Bereiche &#8222;Ausl&auml;nderextremismus&nbsp;\/ Ausl&auml;nderterrorismus, Linksextremismus&nbsp;\/&nbsp;Linksterrorismus und<\/p>\n<p>Spionage \/ Proliferation&#8220; erweiterte. Au&szlig;er, dass mit Zollkriminalamt und den Bundes&auml;mtern f&uuml;r Migration und<\/p>\n<p>Fl&uuml;chtlinge sowie f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle drei weitere Beh&ouml;rden beteiligt sind, &auml;nderte sich an der<\/p>\n<p>Struktur nichts Wesentliches. (13) Es bleibt beim Wanderzirkus zwischen dem BKA in Meckenheim und dem<\/p>\n<p>Verfassungsschutz in K&ouml;ln, nur dass die Schar der pendelnden Beamten anwachsen d&uuml;rfte. Angesichts dieser<\/p>\n<p>Perspektive war es nur konsequent, dass der f&uuml;r den Verfassungsschutz zust&auml;ndige IMK-Arbeitskreis drei Tage vor der<\/p>\n<p>Er&ouml;ffnung des GETZ wechselseitige Hospitationen und Personalrotationen zwischen Polizei und dem Verbund der<\/p>\n<p>Inlandsgeheimdienste anregte. (14) <br \/>Unter den Innenministern favorisiert eine Mehrheit die Zusammenfassung der verschiedenen Zentren unter einem Dach.<\/p>\n<p>Vorgeschlagen wurde auf der IMK-Herbsttagung 2012 die Erweiterung des GTAZ in Berlin zu einem<\/p>\n<p>&#8222;ph&auml;nomen&uuml;bergreifenden Zentrum&#8220;, da so &#8222;Synergieeffekte insbesondere in technischen und methodischen Fragen und<\/p>\n<p>[&#8230;] eine ressourcenschonende Anbindung der Landesbeh&ouml;rden&#8220; erm&ouml;glicht werde. Noch allerdings st&ouml;&szlig;t der Vorsto&szlig; auf<\/p>\n<p>den Widerstand des Bundesinnenministeriums &#8211; ein wesentlicher Grund d&uuml;rften die Beharrungskr&auml;fte bei BKA und BfV<\/p>\n<p>sein, wo auch nur Andeutungen von &#8222;Umzug&#8220; in der Vergangenheit die Belegschaft auf die Barrikaden brachte. Und so<\/p>\n<p>bleibt es vorerst bei der Absichtserkl&auml;rung, zur &#8222;Abstimmung gemeinsamer Konzepte und Ma&szlig;nahmen sowie der engeren<\/p>\n<p>organisatorischen und auch pers&ouml;nlichen Vernetzung&#8220; die Pr&auml;senz fester Verbindungsbeamter sicherzustellen. (15)<br \/>Beschwichtigt werden Kritiker einer solcherart &#8222;vernetzten Sicherheit&#8220; regelm&auml;&szlig;ig damit, dass alles beim Alten<\/p>\n<p>bleibe. Denn auch in den neuen Zentren w&uuml;rde nur nach den bestehenden &Uuml;bermittlungsvorschriften des jeweiligen<\/p>\n<p>Fachrechts gehandelt. Das mag stimmen, ist allerdings angesichts der weit reichenden M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den<\/p>\n<p>&#8222;fakultativen&#8220; Datenaustausch wenig ermutigend. So d&uuml;rfen die Staatssch&uuml;tzer der Polizei nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 BVerfSchG<\/p>\n<p>&#8222;alle anderen ihnen bekanntgewordenen Informationen einschlie&szlig;lich personenbezogener Daten&#8220; an den<\/p>\n<p>Verfassungsschutz &uuml;bermitteln, wenn sie &uuml;berzeugt sind, dass diese Informationen irgendwie zur Erf&uuml;llung seiner<\/p>\n<p>Aufgaben erforderlich sind. Umgekehrt kann der Verfassungsschutz nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 BVerfSchG Personendaten auch dann<\/p>\n<p>an die Polizei &uuml;bermitteln, wenn er meint, dass diese &#8222;f&uuml;r Zwecke der &ouml;ffentlichen Sicherheit ben&ouml;tigt&#8220; werden.<\/p>\n<p>Wenn mit den &#8222;Abwehrzentren&#8220; die Distanz zwischen den Beteiligten sowohl r&auml;umlich als auch mental schwindet und<\/p>\n<p>Lagebilder und Bedrohungsanalysen konvergieren, dann hei&szlig;t das mittelfristig &#8222;Anything goes!&#8220; im weiten Feld<\/p>\n<p>zwischen geheimdienstlichem Schutz der &#8222;freiheitlich demokratischen Grundordnung&#8220; und polizeilicher<\/p>\n<p>Gefahrenvorsorge. Sp&auml;testens dann droht in den gemischten Arbeitsgruppen der &#8222;Abwehrzentren&#8220; zur Abstimmung<\/p>\n<p>operativer Ma&szlig;nahmen die &#8222;Befugnisleihe&#8220;: Amtshilfe der Geheimdienste, um ihnen rechtlich verwehrte Formen der<\/p>\n<p>Datenerhebung f&uuml;r die Polizei durchzusetzen und umgekehrt. <br \/>Die wachsende Verschr&auml;nkung von geheimdienstlicher mit polizeilicher Arbeit scheint nun selbst dem<\/p>\n<p>Bundesverfassungsgericht unheimlich geworden zu sein. Mit seinem Urteil zum Antiterrordateigesetz (ATDG) vom<\/p>\n<p>24.&nbsp;April 2013 deklariert es erstmals explizit ein grunds&auml;tzliches &#8222;informationelles Trennungsprinzip&#8220;, das nur in<\/p>\n<p>Ausnahmef&auml;llen durchbrochen werden d&uuml;rfe. (16) Zwar kassiert das Gericht nur Details der ATD und erkl&auml;rte sie in<\/p>\n<p>ihren &#8222;Grundstrukturen&#8220; f&uuml;r verfassungskonform, da sie nicht der unmittelbaren Aufgabenwahrnehmung durch die<\/p>\n<p>jeweilige Beh&ouml;rden diene, sondern nur der Informationsanbahnung: &#8222;Das Antiterrordateigesetz st&uuml;tzt sich damit<\/p>\n<p>ma&szlig;geblich auf die fachrechtlichen Grundlagen f&uuml;r Daten&uuml;bermittlungen und bezieht daraus rechtsstaatliche Grenzen.&#8220;<\/p>\n<p>Allerdings stellen die Verfassungsrichter die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eben dieser &Uuml;bermittlungsvorschriften deutlich<\/p>\n<p>in Frage, wenn sie im gleichen Atemzug notieren: &#8222;Diese m&uuml;ssen dann freilich ihrerseits den verfassungsrechtlichen<\/p>\n<p>Anforderungen gen&uuml;gen und k&ouml;nnen sich jedenfalls f&uuml;r Daten&uuml;bermittlungen zwischen den Nachrichtendiensten und der<\/p>\n<p>Polizei nicht mit vergleichbar niederschwelligen Voraussetzungen wie der Erforderlichkeit f&uuml;r die<\/p>\n<p>Aufgabenwahrnehmung oder der Wahrung der &ouml;ffentlichen Sicherheit begn&uuml;gen.&#8220; (17)<br \/>In die Mitte der Gesellschaft<br \/>Ob der Gesetzgeber nun dem zaghaften Appell Karlsruhes folgen wird und jenseits kosmetischer Korrekturen an den<\/p>\n<p>Gesetzen zu ATD und RED auch die &Uuml;berpr&uuml;fung der &#8222;Daten&uuml;bermittlungsvorschriften einzelner Sicherheitsbeh&ouml;rden f&uuml;r<\/p>\n<p>angezeigt h&auml;lt&#8220; (18), wird sich zeigen.<br \/>Die St&auml;rkung des Verfassungsschutzes wird es nicht zur&uuml;ckdrehen. Noch bevor die parlamentarischen<\/p>\n<p>Untersuchungsaussch&uuml;sse ihre Abschlussberichte vorgelegt haben, steht fest, dass er &#8211; allen R&uuml;cktritten von<\/p>\n<p>Beh&ouml;rdenleitern zum Trotz &#8211; der eigentliche Gewinner des NSU-Skandals ist. Nicht einmal ansatzweise haben<\/p>\n<p>Innenminister und Bund-L&auml;nder-Kommission gepr&uuml;ft, wie Verst&ouml;&szlig;e von Verfassungssch&uuml;tzern gegen bereits bestehende<\/p>\n<p>&Uuml;bermittlungspflichten zu verhindern w&auml;ren. Ebenso wenig wurde ernsthaft der Frage nachgegangen, ob die sch&uuml;tzende<\/p>\n<p>Hand &uuml;ber V-Leuten nicht eventuell eine strafrechtlich relevante Nichtanzeige von Straftaten bedeutete. Stattdessen<\/p>\n<p>stand f&uuml;r die Verantwortlichen von Anfang an fest, dass das BfV mehr Macht brauche, der Informationsfluss breiter<\/p>\n<p>werden m&uuml;sse, aber V-Leute auch weiterhin um jeden Preis zu sch&uuml;tzen seien. Die Informationsblockaden werden sich<\/p>\n<p>aber weder durch den Vorschlag der BLKR aufl&ouml;sen, Konfliktf&auml;lle zwischen Quellenschutz und der Verfolgung von<\/p>\n<p>Straftaten k&uuml;nftig nach dem Prinzip der &#8222;praktischen Konkordanz&#8220; zu entscheiden, (19) noch durch die zentrale V-<\/p>\n<p>Leute-Datei, die die Innenminister angek&uuml;ndigt haben. (20) Wer soll die rechtswissenschaftlichen Abw&auml;gungen im<\/p>\n<p>geheimdienstlichen Alltagsgesch&auml;ft kompetent vornehmen? Und welche Transparenz ist von V-Leute-F&uuml;hrern zu erwarten,<\/p>\n<p>wenn den &#8222;Partnern&#8220; im Rahmen der neuen Datei auch Informationen &uuml;ber &#8222;frequentierte&#8220; Beobachtungsziele zug&auml;nglich<\/p>\n<p>gemacht werden sollen?<br \/>Kontrollfreie R&auml;ume beim Verfassungsschutz d&uuml;rfe es nicht geben, bemerkt die BLKR zu Recht. Doch das einzige, was<\/p>\n<p>ihr dazu einfiel, war die St&auml;rkung der Innenrevision. Gegen&uuml;ber den parlamentarischen Kontrollgremien sehen die<\/p>\n<p>Innenminister den Verfassungsschutz in einer &#8222;Bringschuld&#8220;. Fortan soll er &#8211; H&ouml;rt, h&ouml;rt! &#8211; eigeninitiativ und<\/p>\n<p>anlassunabh&auml;ngig &uuml;ber seine Arbeit berichten. Mit solchen Placebos will der Inlandsgeheimdienst das verlorene<\/p>\n<p>Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen und sich als &#8222;Dienstleister in der Mitte der Gesellschaft&#8220; platzieren. (21) Angesichts der<\/p>\n<p>Ank&uuml;ndigung, dass er hierzu auch st&auml;rker in den Bereichen Pr&auml;vention und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit aktiv sein will, ist<\/p>\n<p>nun zu erwarten, dass die &#8222;Vergeheimdienstlichung&#8220; nicht nur in den unsichtbaren Bereichen der &#8222;Arcana Imperii&#8220;,<\/p>\n<p>der Geheimpolitik selbst, voranschreitet, sondern auch ganz offen in Gestalt von &#8222;Bildungsarbeit&#8220; an Schulen und<\/p>\n<p>Jugendcomics a la Andi (siehe den Beitrag von Pohner in diesem Heft).<\/p>\n<p>Anmerkungen<\/p>\n<p>1 Zit. in H. Busch: Aktionismus statt Aufkl&auml;rung. Der neue staatliche &#8222;Kampf gegen Rechts&#8220;, in: B&uuml;rgerrechte &amp; Polizei\/CILIP, Heft 99 (2\/2011), S. 41-49 (41).<\/p>\n<p>2 Bundesministerium des Innern: Friedrich stellt Bund-L&auml;nder-Regierungskommission Rechtsterrorismus vor, Nachricht v. 8.2.2012.<\/p>\n<p>3 Sammlung der zur Ver&ouml;ffentlichung freigegebenen Beschl&uuml;sse der 197. Sitzung der St&auml;ndigen Konferenz der Innenminister und &#8211;senatoren der L&auml;nder vom 23.\/24.5.2013 in Hannover. Beschluss zu TOP 4, S. 7 und Bundesministerium des Innern: Klares Ja zum Verfassungsschutz, Pressemitteilung v. 29.5.2013.<\/p>\n<p>4 Arbeitstreffen der Innenminister und -senatoren von Bund und L&auml;ndern &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Ausrichtung des Verfassungsschutzes in der Bundesrepublik und den Bundesl&auml;ndern, Pressemitteilung Nr. 126 des Ministerium f&uuml;r Inneres und Sport Mecklenburg Vorpommern v. 28.8.2012.<\/p>\n<p>5 NADIS steht f&uuml;r Nachrichtendienstliches Informationssystem.<\/p>\n<p>6 Sammlung der zur Ver&ouml;ffentlichung freigegebenen Beschl&uuml;sse der 196. Sitzung der St&auml;ndigen Konferenz der Innenminister und &#8211;senatoren der L&auml;nder vom 5.-7.12.2012 in Rostock-Warnem&uuml;nde. Beschluss zu TOP 15 &#8222;Neuausrichtung des Verfassungsschutzes&#8220;, S. 20-25.<\/p>\n<p>7 2. Zwischenbericht der Bund-L&auml;nder Expertenkommission Rechtsterrorismus v. 27.11.2012, S.10f. Vgl auch Abschlussbericht der Bund-L&auml;nder-Kommission Rechtsterrorismus v. 30.4.2013, S. 203ff.<\/p>\n<p>8 IMK-Vorkonferenz zieht positive Zwischenbilanz f&uuml;r NADIS WN, Pressemitteilung Nr. 168 des Ministeriums f&uuml;r Inneres und Sport Mecklenburg Vorpommern v. 20.11.2012.<\/p>\n<p>9 Beschluss Nr. 15 der 196. IMK-Sitzung, Fn. 5, S. 21.<\/p>\n<p>10 Verfassungsschutz holt sich &#8222;Querdenker&#8220; ins Haus, in: S&uuml;ddeutsche Zeitung v. 23.\/24.2.2013, S. 6.<\/p>\n<p>11 BT-Drs. 17\/10585 v. 31.8.2012, S. 5f. und Handout des BMI zum GAR v. 16.12.2011, abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/<\/a> Kurzmeldungen\/gar_handout.pdf?__blob=publicationFile.<\/p>\n<p>12 BDK: Gemeinsames Abwehrzentrum Rechts (GAR) eingerichtet &#8211; Wo bleibt eigentlich das Gemeinsame Abwehrzentrum Links? 10.1.2012, abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.bdk.de\/der-bdk\/aktuelles\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bdk.de\/der-bdk\/aktuelles\/<\/a> der-kommentar\/gemeinsames-abwehrzentrum-rechts-gar-eingerichtet-2013-wo-bleibt-eigentlich-das-gemeinsame-abwehrzentrum-links.<\/p>\n<p>13 Presseinformation des BfV zum Start des GETZ v. 15.11.2012, abrufbar unter <a href=\"http:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Themen\/Sicherheit\/Extremismus\/getz.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Themen\/Sicherheit\/Extremismus\/getz.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>14 Beschlussniederschrift &uuml;ber die 85. Sitzung des Arbeitskreises IV &#8222;Verfassungsschutz&#8220; der St&auml;ndigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der L&auml;nder am 12.\/13.11.12 in Hilden, S. 6.<\/p>\n<p>15 Beschluss zu TOP 24 der 196. IMK-Sitzung v. 5.-7.12.2012, Fn. 5, S. 36f.<\/p>\n<p>16 1 BvR 1215\/07 v. 24.04.2013.<\/p>\n<p>17 Ebd., Rn. 126.<\/p>\n<p>18 Ebd., Rn. 232.<\/p>\n<p>19 2. Zwischenbericht der BLKR v. 27.11.2012, S.21f.<\/p>\n<p>20 Beschluss zu TOP 15 der 196. IMK-Sitzung, Fn. 5, S. 22.<\/p>\n<p>21 Ebd., S. 20.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[704,667],"autoren":[155],"publikationen":[1435],"class_list":["post-11673","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-geheimdienste-bfv","tag-vorgaenge-artikel","autoren-eric-toepfer","publikationen-201-202"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie der Verfassungsschutz am NSU-Debakel w\u00e4chst - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/201-202\/publikation\/wie-der-verfassungsschutz-am-nsu-debakel-waechst\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wie der Verfassungsschutz am NSU-Debakel w\u00e4chst - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: vorg&auml;nge Nr. 201\/202 (1\/2-2013), S. 4-11 Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den skandal&ouml;sen Praktiken, Verfehlungen und Verstrickungen des Verfassungsschutzes nach dem NSU-Skandal? 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