{"id":11733,"date":"2012-06-01T19:30:00","date_gmt":"2012-06-01T17:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/kinderkrankheiten-einer-fuenfjaehrigen\/"},"modified":"2021-08-30T15:41:22","modified_gmt":"2021-08-30T13:41:22","slug":"kinderkrankheiten-einer-fuenfjaehrigen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/2-2012-vorgaenge\/publikation\/kinderkrankheiten-einer-fuenfjaehrigen\/","title":{"rendered":"Kinderkrankheiten einer F\u00fcnfj\u00e4hrigen"},"content":{"rendered":"<p>Zur Krise der Partei &#8222;Die Linke*<\/p>\n<p>aus vorg&auml;nge Heft 2\/2012,S.114-121<\/p>\n<p>Im Juni dieses Jahres wurde DIE LINKE. f&uuml;nf Jahre alt. F&uuml;r gew&ouml;hnlich sind solche Daten Anlass f&uuml;r Feierlichkeiten, Gru&szlig;worte und Reden mit R&uuml;ckblicken, Vorausschauen sowie Anekdoten aus der Anfangszeit. Zum Feiern war der Linkspartei freilich dieser Tage nicht zumute.<\/p>\n<p>Erst einige Wochen zuvor wurde sie aus dem Landtag in Nordrhein-Westfalen herausgew&auml;hlt. Dies war nicht nur ein herber Schlag ins Kontor, weil Wahlen in NRW gemeinhin als Test f&uuml;r die Bundestagswahl verstanden werden. Sondern das bev&ouml;lkerungsreichste Bundesland hat zudem insbesondere f&uuml;r DIE LINKE eine hohe Symbolkraft. Nach der f&uuml;r Rot gr&uuml;n gescheiterten Landtagswahl im Mai 2005 rief der damalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der Neuwahlen aus und bot damit Oskar Lafontaine die Gelegenheit, der WASG das Angebot zu unterbreiten, als Spitzenkandidat zur Verf&uuml;gung zu stehen, falls diese sich mit der PDS auf einen gemeinsamen Wahlantritt verst&auml;ndigen w&uuml;rde. Mit der Bundestagswahl 2005 begann f&uuml;r dieses Parteienb&uuml;ndnis, das sich zwei Jahre sp&auml;ter zu einer Partei zusammenschloss, eine Erfolgsgeschichte, die lange Zeit unaufhaltbar schien.<\/p>\n<p>Damit war es sp&auml;testens seit Beginn des vergangenen Jahres vorerst vorbei. Wichtige Wahlziele wurden nicht erreicht, der organisatorischen Fusion folgte bislang kein Zusammenwachsen zu einer einheitlichen Organisationsstruktur. Stattdessen bek&auml;mpfen sich einzelne Gruppen, wie Gregor Gysi auf dem G&ouml;ttinger Parteitag ausf&uuml;hrte, innerparteilich bis hin zum Hass. Die Worte mit denen er den Zustand der Bundestagsfraktion beschrieb, d&uuml;rften in ihrer Offenheit ohne Beispiel in der bundesdeutschen Parteienlandschaft sein. R&uuml;ckblickend muss die Amtszeit der beiden Vorsitzenden Klaus Ernst und Gesine L&ouml;tzsch als zwei verlorene Jahre betrachtet werden, in denen sich die Partei zwar ein Programm gegeben hat, doch ansonsten nicht viel zu Wege brachte.<\/p>\n<p>Grund also, der Linkspartei das Totengl&ouml;ckchen zu l&auml;uten, wie dies viele Medien im Vorfeld des Bundesparteitags am ersten Juni-Wochenende taten? Keineswegs. Mit der Wahl der beiden neuen Vorsitzenden hat die Partei etwas Tritt gefasst, nachdem sie bereits tief in den Abgrund geschaut hatte. Das ist noch nicht viel, doch es k&ouml;nnte der erneute Beweis daf&uuml;r sein, dass Totgesagte l&auml;nger leben. Was nicht zuletzt die PDS seit mehr als zwanzig Jahren dem insbesondere westdeutsch gepr&auml;gten politischen Beobachter zeigt.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"neuordnung-des-parteiensystems-diesseits-der-union\">Neuordnung des Partei&shy;en&shy;sys&shy;tems &bdquo;diesseits der Union&ldquo;<\/span><\/h2>\n<p>Bei der Suche nach Erkl&auml;rungen f&uuml;r die ins Gegenteil gekehrte Erfolgskurve der Linkspartei wird f&uuml;r gew&ouml;hnlich darauf verwiesen, dass es ihr naturgem&auml;&szlig; schwerer falle, als linke Kraft wahrgenommen zu werden, seitdem sich mit ihr SPD und Gr&uuml;ne die Oppositionsb&auml;nke im Bundestag teilen. Dies ist zweifellos richtig und dennoch nur die halbe Wahrheit. Denn deutlich wird, dass DIE LINKE. ihr strategisches Verh&auml;ltnis zu SPD und Gr&uuml;nen nicht gekl&auml;rt hat und damit letztlich sich selbst die Antwort auf die Frage schuldig bleibt, wohin sie will und mit wem. Diese zu finden, erfordert die Untiefen linker Befindlichkeiten, Irrt&uuml;mer und Hoffnungen auszuloten.<\/p>\n<p>Die Entstehung der Linkspartei entsprang zwar einem <i>window of opportunity<\/i>. Dennoch war sie ein Projekt, dessen Ziel in der parteipolitischen Neuordnung <i>diesseits der Union <\/i>bestand, wie Willy Brandt dieses Spektrum einmal beschrieben hat. Die Voraussetzungen daf&uuml;r waren 2005 g&uuml;nstig. Die Schr&ouml;der-SPD befand sich in einer neoliberalen Sackgasse. Von den Gewerkschaften ungeliebt wie selten zuvor, waren auf der &ouml;rtlichen und betrieblichen Ebene die tektonischen Verschiebungen weg von der SPD mit H&auml;nden zu greifen und die Gr&uuml;nen hatten &uuml;ber die Regierungszeit ihren linken Fl&uuml;gel bis auf die politisch selbst&auml;ndige Kreuzberger Einheit Str&ouml;bele ebenfalls marginalisiert. Rot-gr&uuml;n hatte abgewirtschaftet.<\/p>\n<p>Ein organisatorisches Auffangbecken f&uuml;r entt&auml;uschte sozialdemokratische und gr&uuml;ne W&auml;hler- und Mitgliedschaft zu schaffen, konnte freilich nur erfolgreich gelingen, wenn zwei Voraussetzungen erf&uuml;llt waren: (1) es mussten alle linken Potenziale mobilisiert werden, die vorstellbar waren, auch unter der Voraussetzung, dass damit jahrzehntelange Konkurrenzen und Widerspr&uuml;che ausgetragen werden m&uuml;ssten. Und (2) es bedurfte der PDS, ihres Milieus, vor allem aber ihrer Logistik, ihrer Verankerung und &ouml;rtlichen Strukturen, ihres Geldes (Lorenz 2007: 293).<\/p>\n<p>F&uuml;r die PDS erf&uuml;llte sich mit der Parteifusion ein lang gehegter Wunsch. Seit 1990 hatte sie erfolglos an ihrem Projekt <i>&#8222;Westausdehnung&#8220;<\/i> gearbeitet, ohne einen sichtbaren Erfolg zu verzeichnen, sieht man von vereinzelten kommunalen Ausnahmeergebnissen ab, die zumeist lokalen Ursachen entsprangen (Meuche-M&auml;ker 2006: 123). Nun ergab sich endlich die M&ouml;glichkeit einer fl&auml;chendeckenden Ausdehnung im gesamten Bundesgebiet. Die in der PDS f&uuml;r gew&ouml;hnlich eine absolute Minderheit stellenden Vertreter der Kommunistischen Plattform versprachen sich von der Fusion einen Einflusszuwachs durch die hinzukommenden radikalen Linken. F&uuml;r viele ostdeutsche Mitglieder war die Fusion mit einer Partei, an deren Spitze der vormalige SPD-Vorsitzende Lafontaine stand, &#8211; bei aller Skepsis gegen&uuml;ber &#8222;denen von dr&uuml;ben&#8220; &#8211; eine psychologische Genugtuung gegen&uuml;ber der SPD, die 1990 entschieden hatte, keine SED-Mitglieder aufzunehmen. Erneut war man ein St&uuml;ck mehr &#8222;angekommen&#8220;. Zudem bot die Fusion mit der WASG der von absinkendem W&auml;hlerzuspruch, &Uuml;beralterung und abnehmender Mitgliedschaft geplagten PDS (vgl. Hoff 2003) eine ebenso unerwartete wie dringend erforderliche Frischzellenkur.<\/p>\n<p>Obwohl aus den genannten Gr&uuml;nden unverzichtbar, war die PDS in den Augen der WASG-Fusionsstrategen ein potenzielles politisches Hindernis f&uuml;r die Mobilisierung sowohl der radikalen wie auch der gewerkschaftlichen Linken. W&auml;hrend Erstere die PDS aufgrund ihrer an gesellschaftlicher Transformation orientierten Strategie als systemangepasst ansahen, be&auml;ugten Letztere sie kritisch aufgrund ihrer SED-Herkunft, ihrer Verankerung im de-industrialisierten, f&uuml;r Gewerkschaften schwierigen Ostdeutschland, und weil sie den Habitus der PDS-Politiker mit ihren westdeutsch-sozialdemokratischen Augen als &#8222;rechtssozialdemokratisch&#8220; fehlinterpretierten.<\/p>\n<p>Diese Skepsis bis Ablehnung, welche der gewerkschaftlich orientierte Fl&uuml;gels gegen&uuml;ber dem PDS-Spektrum zeigte, ist in ihrer Wirkung auf dieses nicht zu untersch&auml;tzen. Denn im pragmatischen Reformlager der PDS versprach man sich gerade von den Ex-SPD-Gewerkschaftern einige Unterst&uuml;tzung gegen&uuml;ber den hinzugekommenen radikalen Linken, verf&uuml;gten sie doch &uuml;ber organisatorische Erfahrungen und einen vergleichbaren Pragmatismus im politischen Alltag. Wer betriebliche Kompromisse aushandeln m&uuml;sse, so die Logik, w&uuml;rde naturgem&auml;&szlig; auch Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Kompromisse haben, die PDS-Vertreter t&auml;glich in den Kommunen Ostdeutschlands aushandelten. &Uuml;ber Regierungsbeteiligungen und andere Streitthemen der PDS m&uuml;sse also vermutlich weniger debattiert werden.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"strategisches-dilemma-organisatorische-defizite\">Strate&shy;gi&shy;sches Dilemma, organi&shy;sa&shy;to&shy;ri&shy;sche Defizite<\/span><\/h2>\n<p>Jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne, der ihn sch&uuml;tzt. Und solange wie die SPD in der Gro&szlig;en Koalition zwischen CDU und LINKEN zerrieben werden konnte, fielen die Missverst&auml;ndnisse im Gr&uuml;ndungsprozess sowie die Nachteile dieser fragilen Ausgangslage zun&auml;chst nicht ins Gewicht. Erst mit der Bildung der schwarz-gelben Koalition 2009, der diskontinuierlichen aber stetigen R&uuml;ckbesinnung der SPD auf ihre linken Positionen sowie einer Verschiebung des gesellschaftlichen Diskurses, weg von den Kernthemen der Linkspartei, wurden die von Beginn an bestehenden Haarrisse auch nach au&szlig;en hin sicht- und sp&uuml;rbar. Mit Folgen f&uuml;r DIE LINKE, was am Verh&auml;ltnis zur SPD sowie an der W&auml;hlerschaft der Linkspartei verdeutlicht werden soll.<\/p>\n<p>Ohne SPD kein Politikwechsel in Deutschland lautet eine einfache Formel, der sich auch DIE LINKE. nicht entziehen kann, obwohl sie dies gern w&uuml;rde. Mit der Annahme, durch die Bildung der Linkspartei eine Neuordnung des Parteiensystems diesseits der Union herbeizuf&uuml;hren, verband sich zugleich die Vorstellung, dass gegen die Linkspartei k&uuml;nftig keine Regierung mehr gebildet werden k&ouml;nne. Dies hat sich zwischenzeitlich als Irrtum herausgestellt, was jedoch keinen Einfluss auf das Verh&auml;ltnis beider Parteien zueinander hatte. Es wird vermutlich in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte nicht viele Beispiele daf&uuml;r geben, wie zwei Parteien, die beide im Bundestag die Oppositionsbank dr&uuml;cken, so unbarmherzig und kompromisslos wenn nicht gegeneinander, so doch aneinander vorbei arbeiten. Die SPD weigert sich beharrlich, gemeinsame Parlamentsinitiativen mit der Linkspartei auf den Weg zu bringen, w&auml;hrend die Vertreter des Lafontaine-Fl&uuml;gels in derselben, die Vergehen der Sozialdemokratie anprangern, als w&auml;re die SPD noch in der Bundesregierung: Hartz IV, Afghanistan-Krieg, Rente mit 67 u. a. m. Da rot-rot-gr&uuml;n seit der Bundestagswahl 2009 &#8211; erstmals seit 1998 &#8211; keine rechnerische Mehrheit gegen&uuml;ber Union und FDP aufweist, mag dieser Umgang auf Bundesebene zwar skurril und unn&ouml;tig sein, doch richtet er materiell keinen Schaden an.<\/p>\n<p>Auf L&auml;nderebene sieht dies ganz anders aus. Zwar gei&szlig;elt DIE LINKE. auch hier, in zwischen Ost und West sehr unterschiedlicher Tonalit&auml;t, die SPD f&uuml;r ihre Vergehen auf Bundesebene als Teil des neoliberalen Establishments, unterbreitet aber gleichzeitig ernsthafte Angebote zur Regierungskooperation. Die SPD hingegen verfolgt auf L&auml;nderebene eine Strategie, die darauf setzt, DIE LINKE. durch das Fernhalten von Regierungsbeteiligungen zu isolieren, an der Durchsetzung linker Gestaltungspolitik zu hindern, um sie so in die Bedeutungslosigkeit zu treiben. Auf diesem Wege will sie ehemals sozialdemokratische W&auml;hlerschichten entweder zur&uuml;ckzugewinnen oder zumindest von der Wahl der Linkspartei abhalten. Dort, wo DIE LINKE in Ostdeutschland st&auml;rker ist als die SPD, in Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen, wird eine Regierungsbeteiligung mit der Linkspartei unter Verweis darauf, dass DIE LINKE. keinen Ministerpr&auml;sidenten stellen d&uuml;rfe, abgelehnt, w&auml;hrend die Juniorpartner-Rolle in Baden-W&uuml;rttemberg gegen&uuml;ber den Gr&uuml;nen akzeptiert wird. Doch selbst dort, wo sie den Ministerpr&auml;sidenten stellen k&ouml;nnte, wie z.B. im Saarland verzichtet sie statt dessen darauf und verhilft der Union zu einem ungerechtfertigten Einfluss in der L&auml;nderkammer, obwohl bereits im Herbst des vergangenen Jahres durch die Bildung von rot-rot-gr&uuml;nen Regierungen eine Bundesratsmehrheit gegen Schwarz-gelb m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Dieser Umgang seitens der SPD wiederum best&auml;rkt diejenigen Kr&auml;fte in der Linkspartei, die von jeher der Meinung sind, dass es nur noch zwei Lager im Parteiensystem g&auml;be: Das Lager der neoliberalen Mainstream-Parteien und DIE LINKE, als einzige antineoliberale Partei, die im &Uuml;brigen in der Bewegung mehr Durchsetzungsf&auml;higkeit h&auml;tte, als in Regierungszw&auml;ngen.<\/p>\n<p>Die Wirkung auf den pragmatischen Reformerfl&uuml;gel ist verheerend. Dieser ger&auml;t unter Druck von den bewegungsfixierten radikalen Linken in der eigenen Partei und muss in seinem Bestreben, durch politische B&uuml;ndnisse Gestaltungsoptionen zu er&ouml;ffnen, stetig Entt&auml;uschungserfahrungen ansammeln. Wahlniederlagen wie in Berlin, wo nach zehn Jahren rot-roter Landesregierung keine Mehrheit zur Fortsetzung dieses B&uuml;ndnisses zustande kam, verst&auml;rken diese Entwicklung noch.<\/p>\n<p>Die W&auml;hlerschaft der Linkspartei stammt aus vielen sozialen Schichten. Auf der gesellschaftlichen Oben-Unten-Skala ordneten sich bei der Bundestagswahl 2009 25 Prozent bis 30 Prozent der LINKEN-W&auml;hlerschaft unten ein, rund die H&auml;lfte in der gesellschaftlichen Mitte und ein knappes Viertel oben. Gefragt nach ihrer Selbsteinstufung auf der politischen Links-Rechts-Skala sieht sich eine deutliche Mehrheit politisch links ein knappes Drittel verortet sich politisch in der Mitte und ein Zehntel rechts.<\/p>\n<p>Diese Angaben sind nicht streng repr&auml;sentativ, gleichwohl im Kern typisch, f&uuml;r Gro&szlig;st&auml;dte im Westen mehr, f&uuml;r manche Regionen im Osten weniger: Die Mehrheit der linken W&auml;hlerinnen und W&auml;hler sieht sich in der sozialen Mitte, knapp zwei Drittel sehen sich links. Mit einer politisch-strategischen Orientierung allein und vornehmlich auf Erwerbslose und (prek&auml;re) Niedrig-Entlohnte w&auml;re kaum dauerhaft ein Parlamentseinzug m&ouml;glich. Umgekehrt droht ohne sie die Linkspartei &uuml;berfl&uuml;ssig zu werden.<\/p>\n<p>Die Kunst der politischen Strategie- und Positionsbildung sowie der Ausstrahlung nach innen und au&szlig;en besteht darin, dieser Vielschichtigkeit Rechnung zu tragen. Wo dies dauerhaft nicht der Fall ist, droht der Kontakt zu den entsprechenden sozialen Schichten fl&uuml;chtig zu bleiben oder gar&#8216; verloren zu gehen. Die Klammer, mit der sich DIE LINKE ihrer heterogenen W&auml;hlerschaft versichern k&ouml;nnte, m&uuml;sste lauten: Die Partei steht entschieden auf der Seite der Rechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten gegen Unternehmer und Kapital. Sie stellt dabei die Interessen von Erwerbslosen und niedrigentlohnten Prek&auml;ren, mehrheitlich Frauen, in das Zentrum ihrer Politik. Sie ist sich folglich der Trennung der Arbeitswelt in eine Kernarbeiterschaft, prek&auml;re Randbelegschaften, Leiharbeiter etc. bewusst und sucht, &#8222;die Hierarchisierung sozialer Interessen und Positionen entlang ihrer Stellung im Kapitalverwertungsprozess politisch zu verdoppeln. Ein zentraler Bezugspunkt solch politisch-praktisch werdender Klassensolidarit&auml;t sind die &ouml;ffentlichen Einrichtungen, die Verteidigung gemeinschaftlicher L&ouml;sungen gegen die private Selektion entlang der Kaufmacht des Geldes.&#8220; (Kahrs 2011: 17)<\/p>\n<p>Mit einem solchen strategischen Kompass k&ouml;nnte DIE LINKE f&uuml;r unterschiedliche soziale Schichten w&auml;hlbar bleiben: soziale Gerechtigkeit, Solidarit&auml;t, kollektive und kooperative L&ouml;sungen. &#8222;Wenn es gelingt, immer wieder politische Konfrontationslinien entlang solcher Themen zu er&ouml;ffnen, die die eigene Anh&auml;ngerschaft zusammenf&uuml;hrt und sie nicht entlang ihrer unterschiedlichen politischen und sozialen Selbsteinstufungen auseinandertreibt, k&ouml;nnen auch die unterschiedlichen Einstellungen in der eigenen W&auml;hler\/-innenschaft zu Fragen wie Atomkraft, Einwanderung, Innere Sicherheit weniger ,neutralisiert` als vielmehr konzeptionell im Sinne radikaler Reformpolitik fruchtbar gemacht werden.&#8220; (Kahrs 2011: 17) Dies ist der Linkspartei bislang nicht gelungen, was unter anderem daran liegt, das die Partei eine glaubw&uuml;rdige erweiterte Durchsetzungsstrategie nicht entwickelt hat.<\/p>\n<p>Das Verh&auml;ltnis der linken Anh&auml;ngerschaft zum politischen System ist ebenfalls nicht homogen. Im Gegenteil, es erwachsen aus den Unterschieden zum Teil widerspr&uuml;chliche Anforderungen an das strategische Agieren der Partei. Die erste und gr&ouml;&szlig;te Herausforderung liegt darin, dass die W&auml;hlerschaft, auch oder gerade die der Linkspartei, die Wahlen gewichtet: Bundestagswahlen sind wichtig, mit deutlichem Abstand folgen Landtagswahlen, am Ende stehen Kommunal- und Europawahlen. Diese Gewichtung hat etwas mit der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit zu tun, die den jeweiligen Ebenen zuteil wird. Und sie hat etwas zu tun mit den Erwartungen in die Folgen dieser Wahlen f&uuml;r die eigene Lebenslage. Grunds&auml;tzlich gibt es Nichtw&auml;hler\/-innen in allen sozialen Schichten und unter Anh&auml;ngern aller Parteien. Aber in den vergangenen zehn Jahren bekam der Anstieg der Wahlabstinenz einen erkennbaren sozialen Klassencharakter: Vor allem die sozial Schwachen blieben verst&auml;rkt den Wahlurnen fern. F&uuml;r linke Politik erw&auml;chst daraus das tief greifende Problem, wie sie Mehrheiten f&uuml;r eine sozial gerechte Politik auch auf kommunaler Ebene resp. auf Landesebene gegen einen Trend mobilisieren kann, wenn die, f&uuml;r die sich vor allem etwas verbessern soll, gar nicht mehr w&auml;hlen gehen.<\/p>\n<p>Betrachtet man nun noch die unterschiedliche Einstellung zu Parteien und zum politischen System, zeigen sich drei Gruppen:<\/p>\n<ol>\n<li>die politisch-inhaltlichen W&auml;hler\/innen: Sie entscheiden sich f&uuml;r eine Partei aufgrund politischer und programmatischer Inhalte und identifizieren sich mit der Partei &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum (Wieder- und Stammw&auml;hler);<\/li>\n<li>die politisch-taktischen W&auml;hler\/innen: Sie haben f&uuml;r ihre Entscheidung vor allem taktische Gr&uuml;nde (Denkzettel, erwartete Konstellationen usw.). F&uuml;r sie ver&auml;ndert sich der taktische Wert der Linkspartei von Wahl zu Wahl;<\/li>\n<li>die politisch entt&auml;uschten W&auml;hler\/innen: Sie kommen von anderen Parteien und liegen mit der Politik, dem politischen System, der politischen Klasse grunds&auml;tzlich &uuml;ber Kreuz. DIE LINKE zu w&auml;hlen, ist f&uuml;r sie der (oftmals letzte) Versuch, im politischen System repr&auml;sentiert zu sein.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei der Bundestagswahl 2009 waren diese drei Gruppen ann&auml;hernd gleich gro&szlig;. Bei Landtagswahlen schmilzt die dritte Gruppe grunds&auml;tzlich.<\/p>\n<p>Hinzu kommt nun bei einzelnen Wahlen, die Entt&auml;uschung dar&uuml;ber, dass sich auch durch die Wahl der Linkspartei keine Verbesserungen ergeben haben, weshalb kein Sinn darin gesehen wird, dies noch einmal zu tun. In Baden-W&uuml;rttemberg z. B. gingen vor allem die taktischen W&auml;hler\/innen zu den Gr&uuml;nen. Sie wollten, dass der Wechsel von Mappus zu Kretschmann und f&uuml;r systemimmanente Reformen nicht an 4,8 Prozent f&uuml;r DIE LINKE scheitert. Wo in Hessen und Nordrhein-Westfalen noch &uuml;berzeugend argumentiert werden konnte &#8211; dass mit der Linkspartei ein Politikwechsel erst m&ouml;glich w&uuml;rde -, entstand in Baden-W&uuml;rttemberg die Bef&uuml;rchtung, die CDU k&ouml;nnte es nach 50 Jahren doch noch einmal schaffen und das Zeitfenster des Wechsels w&uuml;rde sich erneut f&uuml;r lange Zeit schlie&szlig;en.<\/p>\n<p>Glaubw&uuml;rdigkeit und Bindung in der W&auml;hlerschaft gehen verloren, wenn Wahlversprechen offensichtlich verraten werden &#8211; aber auch, wenn es bei leeren Versprechungen und grunds&auml;tzlichen Forderungen bleibt und der Eindruck des Maulheldentums entsteht. Durchsetzungsstrategien haben nicht notwendig etwas mit Regierungsbeteiligungen zu tun, aber mit der Erfahrung, dass LINKE auch &#8222;etwas f&uuml;r uns regeln&#8220; k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Und auch die dritte Gruppe in der W&auml;hler\/-innenschaft stellt Anforderungen. Sie versammelt sich nicht auf Dauer hinter konkreten Kampagnen-Forderungen (Mindest-lohn, Hartz IV, Rente mit 67), sie verlangt f&uuml;r dauerhafte Identifikation mehr. Dabei geht es vordergr&uuml;ndig weder um &#8222;breiter&#8220; angelegte Themen noch um eine &#8222;sch&auml;rfere&#8220; Profilierung. Mit Bezug auf Chantal Mouffe geht es vielmehr darum, dass die Menschen mehr als Interessenvertretung erwarten. Gew&uuml;nscht sind vielmehr kollektive Identit&auml;ten, die Br&uuml;cken zwischen den verschiedenen W&auml;hlergruppen schlagen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Als Gesamtpartei hat DIE LINKE, zusammengefasst die Wahl zwischen zwei Entwicklungswegen. Zum einen, sich darauf auszurichten, das vorhandene W&auml;hlerpotenzial jeweils optimal auszusch&ouml;pfen. Dann w&uuml;rden mittelfristig wieder bundesweite Bestergebnisse von 13 bis 15 Prozent erreichen werden. In Koalitionen bliebe sie f&uuml;r gew&ouml;hnlich der kleinere Partner. Alternativ k&ouml;nnte sie versuchen, bundesweit das W&auml;hlerpotenzial und damit die Akzeptanz bei den Anh&auml;ngern anderer Parteien auszuweiten, um h&ouml;here Stimmenanteile zu erzielen und in Koalitionen auch als st&auml;rkerer Partner akzeptiert zu werden. Eine Aussicht f&uuml;r Teile Ostdeutschlands. Dieser Weg zur Volkspartei ist aus nachvollziehbaren Gr&uuml;nden in den meisten westlichen L&auml;ndern keine strategische Alternative, weil dann der &#8222;Au&szlig;enseiterstatus&#8220;, anders als die anderen zu sein, der DIE LINKE. f&uuml;r viele erst w&auml;hlbar macht. Umgekehrt blockiert die strategische Entscheidung f&uuml;r die &#8222;Au&szlig;enseiter&#8220;-Rolle einzelne Landesverb&auml;nde. Denn die Mehrheit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern m&ouml;chte Au&szlig;enseitern eben nicht die Verantwortung f&uuml;r das Land &uuml;berlassen, einer 20 bis 30 Prozent-Daueropposition schmilzt hingegen die W&auml;hlerbasis weg, wie bei der bayerischen SPD zu besichtigen ist. Insoweit haben beide Wege gute Argumente f&uuml;r sich.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"berg-und-talfahrt-kein-novum-fuer-die-linkspartei\">Berg- und Talfahrt &ndash; kein Novum f&uuml;r die Linkspartei<\/span><\/h2>\n<p>Entscheidend f&uuml;r DIE LINKE. d&uuml;rfte sein, ob sie nach dem G&ouml;ttinger Parteitag, dem eine monatelange kr&auml;ftezehrende Personaldebatte vorausging, mit der neuen Parteif&uuml;hrung in der Lage ist, diese strategischen Defizite aufzul&ouml;sen und die Partei organisatorisch zu stabilisieren. Zudem steht DIE LINKE im Osten weiterhin vor dem Problemen einer aus Altersgr&uuml;nden negativen Mitgliederbilanz und den damit verbundenen Verlusten hinsichtlich Einnahmen und organisatorischer Fl&auml;chenverankerung und im Westen muss sie die Aufl&ouml;sung ganzer Orts- und kommunaler Parlamentsstrukturen stoppen. Interne Zahlen aus Nordrhein-Westfalen zufolge soll zwischenzeitlich ein Viertel der urspr&uuml;nglichen Kommunalfraktionen der Linkspartei nicht mehr existent sein. Aus dem Saarland wird &auml;hnliches berichtet.<\/p>\n<p>Stockender Parteiaufbau, mangelhafte innerparteiliche Debattenkultur, die nur &#8222;richtig&#8220; oder &#8222;falsch&#8220;, &#8222;schwarz&#8220; oder &#8222;wei&szlig;&#8220; kennt, aber nicht die Graut&ouml;ne des Lebens wahrhaben will, die mit dem Gr&uuml;ndungsgeschenk der sozialen und politischen Vielfalt nichts anzufangen wei&szlig;, liegen in der Verantwortung der Parteif&uuml;hrung. An ihrem Vorbild &#8211; ob sie offen debattieren und nachvollziehbare L&ouml;sungen von Konflikten und Problemen anbieten &#8211; orientieren sich auch Haltung und Habitus der Basisorganisationen &#8211; oder eben nicht. Die unterschiedlichen politischen und sozialen Erfahrungen und Sichtweisen auf die Probleme im Land, die mit der Vereinigung von WASG und PDS zusammenfanden, wurden schon fr&uuml;h als mangelnder Geschlossenheit gebrandmarkt, statt sie als Chancen zur politischen Weiterentwicklung und sozialen Verankerung in m&ouml;glichst vielen Alltagswelten zu begreifen.<\/p>\n<p>Es spricht manches daf&uuml;r, dass die beiden neuen Vorsitzenden in der Lage ist, den Wert einer pluralen Linken, der von Klaus Ernst und Gesine L&ouml;tzsch weder wirklich verstanden noch genutzt wurde, besser zu erkennen. Der westdeutsche Gewerkschafter Bernd Riexinger geh&ouml;rte nie der SPD an, Katja Kipping konnte schon aus Altersgr&uuml;nden nicht mehr SED-Mitglied sein. Mit 34 Jahren schaut sie bereits auf dreizehn Parlamentsjahre im Landtag und im Bundestag zur&uuml;ck, w&auml;hrend er &uuml;ber eine jahrzehntelange Gewerkschaftsverankerung verf&uuml;gt. Beide verstehen sich eher als undogmatische Linke und sind jeweils ausgezeichnet vernetzt im Spannungsfeld zwischen Partei, Gewerkschaft und sozialen Bewegungen. Das gibt ihnen den Spielraum, die unterschiedlichen Spektren innerhalb der Partei bedienen zu k&ouml;nnen. Der Zeitraum bis zur Bundestagswahl 2013 ist freilich knapp und in wenigen Monaten steht mit der Landtagswahl in Niedersachsen die erste Bew&auml;hrungsprobe an.<\/p>\n<p>Gleichwohl ist es sinnvoll, daran zu erinnern, dass Wahlniederlagen, auch Niederlagenserien, die in der Geschichte sowohl der FDP als auch der Gr&uuml;nen zu finden sind, nicht zwangsl&auml;ufig das Ende kleinerer oder mittlerer Parteien bedeuten m&uuml;ssen, sondern die Schattenseiten der den Niederlagen vorhergehenden Serien gro&szlig;er Wahlerfolge sind. Der Volksmund kennt daf&uuml;r den Spruch: &#8222;Wer hoch steigt, wird tief fallen&#8220;.<\/p>\n<p>So wie Gr&uuml;ne und FDP im Osten aufgrund amorpher Verankerung kein Abonnement auf eine Mitgliedschaft im Landtag haben, kann auch DIE LINKE beim bisherigen Stand ihres Parteiaufbaus und ihrer lokalen Verankerung, nicht davon ausgehen, jedes westdeutsche Landesparlament wieder erobern zu k&ouml;nnen. Das ist &#8222;zwar durchaus unerfreulich und weist auch auf ein strategisches Versagen der Partei in der Vereinigungspolitik hin&#8220; (Horst 2001: 851), ist jedoch keineswegs mit dem Niedergang der Partei selbst gleichzusetzen. Daf&uuml;r mag es m&ouml;glicherweise Indizien geben, doch ist das Ausscheiden aus ein oder zwei Landtagen daf&uuml;r kein hinreichendes Kriterium.<\/p>\n<p>Seit 1990 haben insgesamt 90 Landtagswahlen, einschlie&szlig;lich der am 13. Mai 2012 in NRW stattgefunden. Die Gr&uuml;nen erreichten bei 71 Landtagswahlen &uuml;ber 5 Prozent der Stimmen und zogen in den Landtag ein. Die Liberalen konnten bei 52 von 88 Landtagswahlen auf ein Ergebnis von mehr als 5 Prozent verweisen. DIE LINKE, inkl. PDS, konnte bislang immerhin 44 der 89 Landtagswahlen erfolgreich bestreiten &#8211; und dies obwohl sie bis 2006 allein auf das Elektorat in Ostdeutschland angewiesen war und erst mit der PDS-WASG-Fusion zur LINKEN das Elektorat in den westdeutschen L&auml;ndern erschlossen werden konnte. Der Verlust von Landtagsfraktionen, insbesondere wenn es sich dabei um einen Trend handelt, ist ein deutliches Zeichen einer Krise und jede Partei ist gut beraten, die Krisensymptome ernst zu nehmen und gegenzusteuern. Wird der Kurswechsel vermieden, ist ein Schiffbruch hochwahrscheinlich.<\/p>\n<p>*Der vorliegende Text basiert in Teilen auf den gemeinsam mit Horst Kahrs, Referent f&uuml;r Sozialstrukturanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, publizierten Themenausgaben der von uns herausgegeben Wahlnachtberichte (<a href=\"http:\/\/wahlanalysen.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/wahlanalysen.wordpress.com<\/a>) zur Partei DIE LINKE. Ich bedanke mich f&uuml;r die Erlaubnis, einige seiner &Uuml;berlegungen mit verwenden zu d&uuml;rfen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h2>\n<p><i>Hoff, Benjamin-Immanuel<\/i> 2003: Jahre der Entscheidung. Wenn die PDS &uuml;berleben will, muss sie ihren Gebrauchswert neu definieren, in: Vorg&auml;nge &#8211; Zeitschrift f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Gesellschaftspolitik, Jg. 42. H. 1, S. 56-59.<\/p>\n<p><i>Horst, Patrick<\/i> 2001: Totgesagte leben l&auml;nger, manchmal lange. Zu den &Uuml;berlebenschancen der Gr&uuml;nen vor dem koalitionspolitischen Erfahrungshintergrund der FDP, in: Zeitschrift f&uuml;r Parlamentsfragen (ZParl), H. 4, S. 841-860.<\/p>\n<p><i>Kahrs, Horst<\/i> 2011: Was tun? Was tun, in: Kahrs, Horst\/Hoff, Benjamin-Immanuel: Die Ergebnisse der Abgeordnetenhauswahl vom 18. September 2011. Wahlnachtbericht und erste Analyse, abrufbar auf: <a href=\"http:\/\/wahlanalysen.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/wahlanalysen.wordpress.com<\/a>.<\/p>\n<p><i>Lorenz, Robert<\/i> 2007: Techniker der &#8222;kalten Fusion&#8220;. Das F&uuml;hrungspersonal der Linkspartei, in: Tim Spier et al. (Hrsg.): Die Linkspartei. Zeitgem&auml;&szlig;e Idee oder B&uuml;ndnis ohne Zukunft, Wiesbaden, S. 275-324.<\/p>\n<p><i>Meuche-M&auml;ker, Meinhard<\/i> 2006: Die PDS im Westen, in: Brie, Michael, Hildebrandt, Cornelia (Hrsg.): Parteien und Bewegungen. Die Linke im Aufbruch, Berlin, S. 123-133.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2132],"publikationen":[2865],"class_list":["post-11733","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-benjamin-immanuel-hoff","publikationen-2-2012-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Kinderkrankheiten einer F\u00fcnfj\u00e4hrigen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/2-2012-vorgaenge\/publikation\/kinderkrankheiten-einer-fuenfjaehrigen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Kinderkrankheiten einer F\u00fcnfj\u00e4hrigen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zur Krise der Partei &#8222;Die Linke* aus vorg&auml;nge Heft 2\/2012,S.114-121 Im Juni dieses Jahres wurde DIE LINKE. f&uuml;nf Jahre alt. 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