{"id":11742,"date":"2012-03-01T11:05:00","date_gmt":"2012-03-01T10:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/rechte-pop-rebellen\/"},"modified":"2021-08-28T23:34:23","modified_gmt":"2021-08-28T21:34:23","slug":"rechte-pop-rebellen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/197-vorgaenge\/publikation\/rechte-pop-rebellen\/","title":{"rendered":"Rechte Pop-Rebellen"},"content":{"rendered":"<p>Einige Anmerkungen zu Modernisierungen in der extremen Rechten<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge 197 (Heft  1\/2012), S.68-76<\/p>\n<h5><span id=\"1-extreme-rechte-in-bewegung\">1. Extreme Rechte in Bewegung<\/span><\/h5>\n<p>Seit Mitte der 1990er Jahre wird &#8222;Rechtsextremismus&#8221; hierzulande unter dem Stichwort der &#8222;Bewegungsf\u00f6rmigkeit&#8221; diskutiert (vgl, exemplarisch Bergmann 1994; Kl\u00e4rner\/ Kohlstruck 2006).[1] Der Begriff verweist auf die Beobachtung, dass dieses Spektrum in den vergangenen gut 20 Jahren eine gewisse personelle Breite und soziale Verankerung erreicht, vor allem jedoch auch eine gr\u00f6\u00dfere Heterogenit\u00e4t entwickelt hat, was das Re-den von der extremen Rechten als einem in Traditionen erstarrten, ideologisch und identit\u00e4r geschlossenen kollektiven Akteur zweifelhaft erscheinen l\u00e4sst. Praktisch resultierten aus diesen Beobachtungen die Abkehr von einer bis dahin vorherrschenden organisations- und ideologiezentrierten Forschungsperspektive und die Hinwendung zur Besch\u00e4ftigung mit politischen und sozialen Praxen und kulturellen Produktionen. Indirekt spiegeln sich in dieser Diagnose die weit reichenden Diffusionen in dem Feld zwischen rechter Jugendkultur und , jugendlichem&#8220; Neonazismus wider. Der Skinhead als Prototyp des konformistisch-rebellierenden rechten Gewaltjugendlichen sowie der Scheiteltr\u00e4ger als idealtypisierter &#8222;Ewiggestriger&#8221; existieren heute meist nur noch als mediale Klischees. An ihre Stelle sind eine Vielzahl jugend- und popul\u00e4rkultureller Referenzgruppen, Stile, Praktiken und Semantiken getreten, aus denen insbesondere der neonazistisch-aktionsorientierte Fl\u00fcgel der Bewegung seine politische Dynamik sch\u00f6pft.<\/p>\n<p>Im Gesamtbild ergibt sich daraus der Topos vom &#8222;Rechtsextremismus neuen Typs&#8221; (Funke 2009: 27). Gesprochen wird von &#8222;modernisierte[n] Antimoderne[n]&#8221; (Kl\u00e4rner\/Virchow 2008: 5548, Schedler 2011), deren Neuartigkeit sich gerade an der spezifischen Verkn\u00fcpfung von antimodernen Ideologien, Affekten und Sehns\u00fcchten und modernen Selbstdarstellungen, Aggregierungen und Praxiskonzepten erweist. Dieser double bind ist f\u00fcr gro\u00dfe Teile der heutigen extremen Rechten charakteristisch. Insbesondere der Neonazismus verherrlicht eine l\u00e4ngst vergangene \u00c4ra, ihm ist seine Vergangenheitsbezogenheit und damit auch ein gewisses Ma\u00df an Kulturkonservatismus eingeschrieben. Was einst war, so die Kernbotschaft, soll bald wieder werden. Klagen \u00fcber Kulturlosigkeit und Sittenverfall und der Ruf nach (transzendenter) Ordnung geh\u00f6-ren zum neonazistischen Standardprogramm. Und doch sind Neonazis selbstverst\u00e4ndlich beeinflusst von der Zeit und der Kultur, in der sie sich bewegen. Ihr Selbstverst\u00e4ndnis, ihre Themen, Inhalte und Ausdrucksformen gleichen sie ab mit dem, was um sie herum geschieht und in ihre Wahrnehmung r\u00fcckt. Manches davon wird aufgegriffen und weiterverarbeitet. Der eigene weltanschauliche Fundus wird vermischt und erg\u00e4nzt mit Splittern dessen, was die Gegenwart bereith\u00e4lt: eine Bricolage (Levi-Strauss) findet statt. Dabei entsteht erwartbarerweise eine Reibung zwischen dem historisch inspirierten Idealbild des Nationalsozialisten und den eingearbeiteten modernen Elementen der Selbstdarstellung und der Distribution von Politik und Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n<p>Wir wollen nach einer kurzen Darstellung der Teilaspekte der Modernisierung an zwei aktuellen Beispielen &#8211; dem Spektrum und Symbolereignis der &#8222;Autonomen Nationalisten&#8221; und den Inszenierungen der &#8222;Unsterblichen&#8221; &#8211; illustrieren, wie solche Prozesse im informell verfassten Neonazismus verlaufen und welche Auskunft sie \u00fcber den Stand und die Richtung der Bewegung geben.<\/p>\n<h5><span id=\"ii-elemente-der-modernisierung\">II. Elemente der Moder&shy;ni&shy;sie&shy;rung<\/span><\/h5>\n<p>Wenn von Modernisierungsleistungen und -prozessen innerhalb der extremen Rechten gesprochen wird, sind Innovationen unterschiedlicher Art und Reichweite gemeint. Sie reichen von strukturellen, \u00fcber handlungspraktische bis hin zu stilistischen Innovationen, lassen sich &#8211; bedingt &#8211; aber auch im programmatischen und ideologischen Bereich erkennen. Dabei handelt es sich um Prozesse, die ungleichzeitig verlaufen und keines-falls das gesamte Spektrum erfassen. Insgesamt entsteht in Folge dieser Entwicklungen nicht nur eine widerspr\u00fcchliche und fragile Einheit. Innovationen sind immer auch als Ergebnis eines zirkul\u00e4ren Zusammenspiels von Strategien und Selbsterzeugungen zu verstehen. Lassen sich Modernisierungen letztlich bis in die Entstehung einer au\u00dferparlamentarischen Rechten in den fr\u00fchen 1970er Jahre zur\u00fcckverfolgen, kennzeichnen drei Aspekte eine qualitativ neue Stufe dieser Entwicklung: zum Ersten die Geschwindigkeit, in der sich Innovationen heute verbreiten, zum Zweiten die zentrale Rolle, die in diesen Prozessen Segmente der Popul\u00e4r- und Jugendkultur spielen, und zum Dritten die fortschreitende Verwebung zwischen kulturellen und politischen Str\u00f6mungen und Feldern der extremen Rechten[2]<\/p>\n<p><i>Strukturelle Innovationen<\/i> betreffen die politische Organisierung innerhalb des Spektrums. Mit dem Modell der informalisierten Kameradschaften reagierte der Neonazismus in der fr\u00fchen 1990er Jahren auf den Druck aus zwei Richtungen. Zum einen entwickelte sich ein Bedarf an verbotsresistenten und weniger sanktionsanf\u00e4lligen Strukturen. Zum anderen wurde nach M\u00f6glichkeiten gesucht, ein pl\u00f6tzlich anwachsen-des, aber von Parteien und Kadergruppen nur schwer zu erreichendes Potenzial an neu-en Anh\u00e4ngern zu integrieren. Gleichzeitig entstanden neue Organisierungsformen auch aus Eigendynamiken heraus. In diesem Prozess traten halb- und informelle Gruppen, Cliquen und Szenen neben klassische (Partei-)Strukturen und verzahnten sich mit ihnen &#8211; auf oft konkurrierende Weise &#8211; sozial und politisch. Im Gesamtbild erscheint die heutige extreme Rechte als ein vergleichsweise (!) enthierarchisiertes und dezentralisiertes Netzwerk miteinander kommunizierender Kreise.<\/p>\n<p>Praktische Innovationen betreffen die Erweiterung der Handlungsrepertoires und Ausdrucksmittel. Ein strategisches Moment dieser strukturellen Umformung und Diffusion bestand im selben Zeitraum darin, auf neuen Ebenen Aktionsf\u00e4higkeit zu erwerben. Auch hier spielte Innovationsdruck insofern eine Rolle, als sich der organisierte Neonazismus herausgefordert sah, neue, attraktive Partizipationsangebote zu schaffen. Die Intensivierung der Demonstrationspolitik stellt hier einen ersten, noch im klassischen Repertoire politischer Praxis verhafteten Integrationsversuch dar (vgl. Virchow 2006). Im weiteren Verlauf wurde die Trias von Aufmarsch, Wahlteilnahme und Gewaltexzess um weitere Praxen erg\u00e4nzt. Darunter fallen neue Formen der (medialen) \u00d6ffentlichkeitsarbeit, des situationsangemessenen Auftretens, der Wortergreifung, der Alltagspr\u00e4senz und die F\u00e4higkeit, diese Formen variierend anzuwenden.<\/p>\n<p>Stilistische Innovationen besitzen ihren Ursprung demgegen\u00fcber in den (protopolitischen) Segmenten einer rechten Jugend-Alltagskultur. Ohne die Diversifizierungen in diesem Feld w\u00e4ren die strukturellen und aktionsbezogenen Diversifizierungen der politischen Praxis kaum m\u00f6glich gewesen (vgl. Langebach\/Raabe 2011). Im Grunde markierte bereits die visuelle Inbesitznahme der Skinhead-Kultur &#8211; in der Bundesrepublik ab ungef\u00e4hr Mitte der 1980er Jahre &#8211; den Beginn faschistischer beziehungsweise neonazistischer &#8222;style politics&#8221; (Mercer 1987). Der Skinhead stand f\u00fcr ein rebellisches Au\u00dfenseitertum in dessen Gestalt die hedonistischen Seiten des Punks und der bewahrende Kult des proletarischen (M\u00e4nner-)K\u00f6rpers zusammenfielen. Seine Attraktivit\u00e4t f\u00fcr rechtsaffine Jugendliche ergab sich &#8211; neben der medialen Pr\u00e4senz &#8211; aus den spezifischen kulturellen Horizonten und den sozialen Bedingungen, unter denen er sich als starke &#8222;Kraft f\u00fcr Deutschland&#8221; (Rechtsrock-Band &#8222;St\u00f6rkraft&#8221; 1991) anbieten konnte und rezipiert wurde. In seinem, sich bereits um die Jahrtausendwende abzeichnenden Abdanken spiegeln sich demgegen\u00fcber die gestiegene soziale Breite und Verankerung rechter Jugendkultur sowie der Generationswechsel, \u00fcber die jeweils neue Impulse, Einfl\u00fcsse und Moden auf wiederum eigendynamische Weise Eingang in rechte Szenen gefunden haben.<\/p>\n<p><i>Programmatische und ideologische Pluralisierung<\/i>. Programmatische Pluralisierung dr\u00fcckt sich aus in der Setzung neuer Themen und in der F\u00e4higkeit, sich in aktuelle Diskurse als politischer Faktor einzubringen. Zum Teil findet diese Pluralisierung ihren Ausdruck auch auf ideologischer Ebene, wenn man darunter die Erg\u00e4nzung, zum Teil die \u00dcberlagerung v\u00f6lkischer, faschistischer und explizit an den Nationalsozialismus an-schlie\u00dfender Theoreme durch ethnopluralistische und kulturalistische Argumentationsmuster versteht. In dieser Pluralisierung spiegelt sich neben taktischen und strategischen Erw\u00e4gungen ebenfalls die soziale und politische Breite der extremen Rechten wider. Neben klassische Gesinnungsgemeinschaften treten zudem Zusammenh\u00e4nge, die nicht mehr in erster Linie \u00fcber eine klar konturierte ideologische Programmatik, sondern \u00fcber Weltbilder, Gestimmtheiten, Orientierungen, kulturelle Selbstentw\u00fcrfe und Alltagsroutinen zusammengehalten werden. Gleichzeitig ist die Orientierung an den klassischen Kernelementen eines v\u00f6lkischen Rassismus und Nationalismus weiterhin konstitutiv und ungebrochen (vgl. Schedler 2011: 28), so dass viele Modernisierungsleistungen vorallem semantischer Art sind. Eine gradlinige Entwicklung l\u00e4sst sich nur in losen Ans\u00e4tzen erkennen. Insbesondere an den informellen Segmenten, die gemeinhin als eher entideologisiert beschrieben werden, l\u00e4sst sich im starken Kontrast zum b\u00fcrgerlich-zivilisierten Auftreten etwa der NPD in j\u00fcngerer Zeit eine deutliche ideologische Versch\u00e4rfung beobachten, die sich in immer expliziteren Anlehnungen an einen &#8222;nationalen Sozialismus&#8221; ausdr\u00fcckt.<\/p>\n<h5><span id=\"iii-modelle-medienbewusster-wirksamkeitsproduktion\">III. Modelle medien&shy;be&shy;wusster Wirksam&shy;keits&shy;pro&shy;duk&shy;tion<\/span><\/h5>\n<p>Insbesondere das Feld des informellen Neonazismus erweist sich dabei als Motor der beschriebenen Entwicklungen. Beispielhaft wollen wir dies an zwei aktuellen Beispielen illustrieren.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"werde-aktiv\">&bdquo;Werde aktiv&rdquo;<\/span><\/h2>\n<p>Zu den j\u00fcngeren und einschneidenden Innovationen im Neonazismus geh\u00f6rt das Ph\u00e4nomen der \u00bbAutonomen Nationalisten\u00ab (AN). Um das Jahr 2002 begannen in Berlin junge Neonazis aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften mit dieser Selbstbezeichnung zu experimentieren. In Graffitis und auf kleinformatigen Flugbl\u00e4ttern wurde eine betont militante \u00c4sthetik verwandt, die sich der englischen Sprache bediente. Neben einem mit einer Sturmhaube maskierten Gesicht stand auf einem der Flugzettel beispielsweise nichts weiter zu lesen als &#8222;C4 for reds! ANB&#8220;.3 Die jungen Berliner Neonazis empfanden das starre Regelwerk und die leeren Rituale der eigenen Bewegung als beengend und hatten sich auf die Suche nach neuen Ausdrucksformen begeben. In ihrer urbanen Lebensumgebung und in der Nachbarschaft der linken autonomen Szene im Friedrichshain war es f\u00fcr sie ein Leichtes, attraktive Inspirationen zu finden. Zur Demonstration der NPD am 1. Mai 2004 in Berlin riefen sie zur Bildung eines &#8222;National Socialist Black Block&#8221;, zu &#8222;Blockaden, Besetzungen, Verweigerungen&#8221; und zu Aktionen &#8222;gegen Infrastrukturen des Kapitals&#8221; auf. Auf diesen Aufruf folgten hitzige Diskussionen um seine Sinnhaftigkeit und schlie\u00dflich ein recht unspektakul\u00e4rer Auftritt bei der eigentlichen Demonstration. Aber die Idee eines &#8222;schwarzen Blocks&#8221; von rechts fand in rasanter Geschwindigkeit Verbreitung. Zun\u00e4chst vor allem im Ruhrgebiet und im weiteren Verlauf bundesweit wurden viele Dutzend Gruppen von Autonomen Nationalisten gegr\u00fcndet. Sie alle einten folgende Merkmale: ein offensives Bekenntnis zum Nationalsozialismus, ein Fokus auf Stra\u00dfen- und Demonstrationspolitik bei gleichzeitigem Desinteresse f\u00fcr die Vertiefung theoretischer Fragen; ein ausgepr\u00e4gter Verbalradikalismus kombiniert mit erh\u00f6hter Gewaltbereitschaft; eine Affinit\u00e4t zu englischsprachigen Slogans und popkulturellen Anleihen; eine Offenheit, Themen und Parolen der radikalen Linken aufzugreifen und abzuwandeln; eine optische Anpassung an linke Autonome, insbesondere an die autonome Antifa. Zum zentralen Medium der Autonomen Nationalisten (AN) wurde das Intemet, \u00fcber das Demonstrationsaufrufe, Textberichte und Videos von den eigenen Auftritten verbreitet und diskutiert werden. Die F\u00fchrung der NPD beobachtete das Anwachsen dieser Str\u00f6mung mit Entsetzen &#8211; dem Ansinnen, ein seri\u00f6ses Image aufzubauen und dar\u00fcber wahlpolitisch zu profitieren, standen die Krawallauftritte der AN im Wege. 2007 versuchte der Parteivorstand einen Abgrenzungsbeschluss durchzusetzen. Die eigene Basis verweigerte allerdings die Gefolgschaft, denn in der lokalen politischen Praxis standen und stehen Angeh\u00f6rige der NPD und der AN zumeist in enger Kooperation.<\/p>\n<p>Einen Input in Fragen der politischen Organisierung und Strategie brachten die Autonomen Nationalisten letztlich nicht ein; strukturell betrachtet sind sie Teil der Szenerie der unter verschiedenen Bezeichnungen auftretenden Freien Kameradschaften. Ihr zentraler Beitrag bestand viel mehr im kulturellen und handlungspraktischen Modernisierungsschub, zu dem sie der extremen Rechten verhalfen. Eine Offenheit f\u00fcr Einfl\u00fcsse aus unterschiedlichen Jugendkulturen wie dem Hardcore (einem Abk\u00f6mmling von Punk) und Hip Hop hielt Einzug, inhaltlich wurde zeitweise mit Themen wie Tierrechte und Veganismus experimentiert, sowie der Parolenfundus aufgepeppt. Das Outfit wurde durch Pal\u00e4stinensert\u00fccher (verstanden als &#8222;ant\u00fcmperialistisches&#8221; Symbol des Kampfes gegen den Zionismus und damit das Judentum) erg\u00e4nzt. Inspiriert vom Stil der jugendlichen Antifa hielt eine Streetwear aus Kapuzenpulli, Baseballm\u00fctze und Turnschuhen Einzug in die Bewegung. Anstelle des Skinhead-Konzerts oder des Lagerfeuerabends trat die &#8222;Action&#8221; bei einer Demonstration als zentrale Ausdrucksform. Als Feindfiguren haben Polizei und Gegendemonstrantinnen dementsprechend an Kontur und Wichtigkeit gewonnen. In ihrem Selbstverst\u00e4ndnis und -bild sind Autonome Nationalisten entschlossene Streetfighter gegen das System, die den &#8222;Black Block&#8221; als Hauptinstrument der eigenen Politik verwenden. &#8222;Die B\u00fcrger&#8221; sind f\u00fcr sie wenn \u00fcberhaupt nur eine nebens\u00e4chliche Zielgruppe und verblendete Objekte der herrschenden M\u00e4chte. Die AN-Politik richtet sich an sich selbst, an die eigene Bewegung und allenfalls noch an solche Jugendliche, die sich f\u00fcr militante Gesten empf\u00e4nglich zeigen.<\/p>\n<p>Mittlerweile, nach ann\u00e4hernd zehn Jahren Existenz, hat das Label Autonome Nationalisten an Neuigkeitswert eingeb\u00fc\u00dft und auch dadurch an Anziehungskraft verloren. Die Gruppen, die sich selbst Autonome Nationalisten nennen, sind bundesweit sp\u00fcrbar weniger geworden. Auch die zu Beginn Z\u00fcge eines Generationenkonflikts tragende Frontstellung gegen die NPD hat sich abgeschw\u00e4cht. In Berlin ist seit 2011 sogar ein profilierter Kopf der Autonomen Nationalisten Vorsitzender des Landesverbandes der Partei geworden. Gewisse Erscheinungsformen der fr\u00fchen Jahre, der Hang zu englischen Parolen etwa, sind wieder aus der Mode gekommen. Gleichwohl: In vielen Stilelementen der Autonomen Nationalisten liegt f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der bundesdeutschen Neonazis weiterhin einiges an Identifikationspotenzial. Das Ph\u00e4nomen ist nicht zu einem Ende gekommen und hat das Erscheinungsbild des bundesdeutschen Neonazismus unab\u00e4nderlich verschoben.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"werde-unsterblich\">&bdquo;Werde unsterblich&rdquo;<\/span><\/h2>\n<p>Die starke Konzentration auf die mediale Inszenierung der eigenen Auftritte zeigt sich auch bei einer weiteren, neueren Erscheinungsform des bundesdeutschen Neonazismus &#8212; allerdings unter einem anderen Vorzeichen. Die AN suchten und suchen w\u00e4hrend und um die Demonstrationen aktiv nach Momenten der Konfrontation. Die &#8222;Unsterblichen&#8221; wiederum setzen alles daran, Konfrontationen zu vermeiden: Sie veranstalten unangemeldete und heimlich organisierte Demonstrationen, um direkte Reaktionen von Polizei und politischen Gegnern von Vornherein unm\u00f6glich zu machen. Beginn der &#8222;Unsterblichen&#8220;-Kampagne und damit der Startschuss f\u00fcr die Etablierung dieser Aktionsform war die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 2011. Im s\u00e4chsischen Bautzen liefen einige hundert Neonazis durch die Stra\u00dfen der Innenstadt. Alle Teilnehmenden waren mit uni-formen wei\u00dfen Masken ausgestattet, die Mehrzahl trug entz\u00fcndete Fackeln mit sich. Auf dem einzigen Transparent, welches die Neonazis mit sich f\u00fchrten, stand die Botschaft: &#8222;Damit die Nachwelt nicht vergisst, dass du Deutscher gewesen bist&#8221;. Man kann davon ausgehen, dass der Fackelaufzug auf die wenigen zuf\u00e4lligen Zaung\u00e4ste bedrohlich gewirkt hat. Genauso werden aber die politische Ausrichtung und noch wahrscheinlicher der Anlass und das Thema der Versammlung f\u00fcr Au\u00dfenstehende undurchschaubar geblieben sein. Entscheidend f\u00fcr die Wirkung war die mediale Nachbereitung. Auf einer eigens eingerichteten Internetseite wurden erl\u00e4uternde Texte und ein selbstgedrehtes Video von dem Auftritt bereitgestellt. Der knapp zweimin\u00fctige Film enth\u00e4lt auf sprachlicher Ebene ebenfalls nur die Botschaft des Leittransparents. \u00c4sthetisch sind die qualitativ hochwertigen Aufnahmen so gestaltet, dass der kurze Auftritt als ein pathosbeladener Triumphzug erscheint. Gro\u00dfen Anteil daran hat der bombastische, emotionalisierende Einsatz der Hintergrundmusik, die dem Soundtrack des Hollywoodstreifens &#8222;Matrix Revolutions&#8221; entnommen ist. Die Gestaltung des Filmberichts l\u00e4dt die Aktion mit epischer Bedeutung auf und mystifiziert die anonym bleibenden Teilnehmenden.<\/p>\n<p>Erst auf der Homepage findet sich in einer knappen, aber deutlichen Erkl\u00e4rung dann auch die Intention der Aktion. Dort wird zwar kein offenes Bekenntnis zum Nationalsozialismus geleistet, aber mit hartem v\u00f6lkischen Duktus gegen die Demokratie gehetzt. Die &#8222;Unsterblichen&#8221; seien, so der Text, ,junge Deutsche, die sich bundesweit auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen zusammenfinden, um auf das Schandwerk der Demokraten aufinerksam zu machen&#8221;. Deren Treiben f\u00fchre &#8222;zum Tod des deutschen Volkes&#8221;, denn sie w\u00fcrden systematisch daf\u00fcr sorgen, dass zu wenig &#8222;deutsche Kinder&#8221; geboren werden. Das deutsche &#8222;genetische Erbe&#8221; sei zudem durch &#8222;Vermischung mit anderen V\u00f6lkern&#8221; bedroht. Das System unterdr\u00fccke jede wahre Opposition &#8212; darum m\u00fcsse man au\u00dferhalb der Demokratie und Parlamente f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung der Verh\u00e4ltnisse k\u00e4mpfen. Der Text endet mit einem Appell: &#8222;Besorg Dir [&#8230;] eine Maske, wie Du sie auf den Bildern und dem Video auf dieser Seite siehst. [&#8230;] Stell Videos der Aktionen ins Internet und sorge so daf\u00fcr, die Unsterblichen \u00fcberall zu verbreiten, damit noch mehr Deutsche endlich wieder unsterblich werden wollen, wie sie es schon \u00fcber Jahrtausende gewesen sind!&#8221; Die mit den Methoden des viralen Marketings angebahnte &#8222;Unsterblichen&#8220;-Kampagne wurde innerhalb des aktionsorientierten Neonazi-Spektrums enthusiastisch aufgenommen. In dutzenden St\u00e4dten wurde das Konzept der unangemeldeten Maskenaufm\u00e4rsche &#8212; in zumeist deutlich kleinerem Ma\u00dfstab &#8212; nachgeahmt und in vielen F\u00e4llen auch mit eigenen Videoberichten nachbereitet. Die initiale Bautzener Aktion entfaltete also tats\u00e4chlich den von den Kampagnen-MacherInnen (das s\u00fcdbrandenburger Neonazi-Netzwerk um die Webseite &#8222;Spreelichter&#8221;) intendierten Vorbildcharakter.<\/p>\n<p>Auch dieser Kreis setzte schlie\u00dflich, dokumentiert in einem unter dem Titel &#8222;Maskenball des Widerstands&#8221; verbreiteten Folgevideo, auf kulturelle Anschl\u00fcsse jenseits einer origin\u00e4r rechten Bilder- und Formensprache. Diese werden allerdings, im Gegensatz zu den AN nicht bei rebellischen Jugendkulturen und politischen Gegnern gesucht, sondern aus der Mitte der Popkultur abgesch\u00f6pft. Im Video pr\u00e4sentieren sich &#8212; wiederum mit wei\u00dfer Maske ausgestattete &#8212;jugendkulturelle &#8222;Normalos&#8221; auf einer Feier. Dieser Maskenball wurde als Benefiz in Reaktion auf eine Serie von Polizeirazzien anl\u00e4sslich eines &#8222;Unsterblichen&#8220;-Aufzugs veranstaltet. Unterlegt ist das insgesamt betont harmlos-gesellige Szenario mit dem Lied einer &#8212; gegen Rechts engagierten &#8212; Pop-Band, dessen Text mit Individualisierung und individueller Wirkungslosigkeit zwei postmoderne Kernthemen verhandelt, sich gleichzeitig aber als geeignet erweist, die Kernbotschaft der &#8222;Unsterblichen&#8221; &#8212; individuelle Wirksamkeit und Gemeinschaft &#8212; zu transportieren. Im Songtext hei\u00dft es: &#8222;Weil die Welt sich so schnell dreht, weil die Zeit so schnell vergeht, kommst du nicht hinterher. Weil die Hektik sich nicht legt, du in der Masse unter-gehst, bist du ein Tropfen im Meer&#8221; &#8212;&#8222;Doch du lebst l\u00e4nger als ein Leben lang, du bist das, womit alles begann&#8221; &#8212;&#8222;Denn du schreibst Geschichte, mit jedem Schritt, mit jedem Wort setzt du sie fort. Du schreibst Geschichte, an jedem Tag, denn jetzt und hier bist du ein Teil von ihr&#8220; .[4]<\/p>\n<p>Eine Vielzahl von Medienberichten, welche die neue Aktionsform diskutierten, ha-ben ihren Teil zur Popularisierung der &#8222;Unsterblichen&#8221; beigetragen. Jedoch d\u00fcrfte, st\u00e4rker noch als im Fall der nicht vollst\u00e4ndig klandestin agierenden Autonomen Nationalis-ten fraglich sein, ob mit diesen Aktionen ein Publikum erreicht werden kann, dass wesentlich \u00fcber den Dunstkreis der eigenen Bewegung und angrenzender Jugendkultu-ren hinausreicht. Die weiterhin andauernde &#8222;Unsterblichen&#8220;-Kampagne kann daneben auch als Reaktion auf antifaschistische Protesterfolge in den letzten Jahren verstanden werden. Nicht nur die europaweit gr\u00f6\u00dfte Demonstration von Neonazis &#8212; der j\u00e4hrliche &#8222;Trauermarsch&#8221; in Dresden &#8212; wurde mehrfach durch Blockadeaktionen verhindert, son-dern auch zahlreiche kleinere, lokal und regional bedeutsame \u00f6ffentliche Auftritte sind durch die zunehmenden Blockaden (und starke polizeiliche Kontrolle) in ihrer Wirkung nach au\u00dfen und auf die Teilnehmenden gemindert. So gesehen verweisen die bedrohli-chen Bilder n\u00e4chtlicher Fackelaufm\u00e4rsche von maskierten Neonazis durchaus auf eine Defensive, auf die mit Innovation reagiert wird. Die Alternative des klandestinen Maskenmarsches wirkt auf die abenteuerfixierten Teile der Bewegung \u00fcberaus attraktiv und erm\u00f6glicht ein Ausweichen vor den Blockaden. Jedoch werden f\u00fcr Interessierte die Zug\u00e4nge zur Bewegung eingeschr\u00e4nkt &#8212; an einem nur intern angek\u00fcndigten Marsch k\u00f6nnen Externe mangels Kenntnis schlichtweg nicht teilnehmen und Kontakt kn\u00fcpfen.<\/p>\n<h5><span id=\"iv-schlussgedanken\">IV. Schluss&shy;ge&shy;danken<\/span><\/h5>\n<p>Beide Beispiele verdeutlichen in unterschiedlicher Weise den hohen Wert, den medien-gest\u00fctzte visuelle Logiken und Praktiken der (Selbst-)Stilisierung in der Politik des bewegungsorientierten Neonazismus mittlerweile besitzen. Die AN k\u00f6nnen dabei als jene Str\u00f6mung bezeichnet werden, in der sich praktische Innovationen und jugendkulturelle Praktiken der Kodierung und Rekodierung von Ausdrucksformen und Stil-Elementen aus anderen Bez\u00fcgen zum ersten Mal in konzentrierter Form verbunden haben und auf<br \/>einen Begriff gebracht wurden. Die AN b\u00fcndelten die kulturellen und politischen Such-bewegungen einer Generation junger Neonazis und deren Abgrenzungsbem\u00fchungen gegen\u00fcber einem traditionalistischen und kulturell limitierten Neonazismus und stellten ein Angebot der Vergemeinschaftung und vor allem der individuell-kollektiven Selbst-stilisierung zur Verf\u00fcgung, das in k\u00fcrzester Zeit Verbreitung fand. Sie stehen letztlich auch f\u00fcr die &#8212; widerspr\u00fcchliche und zeitweise doch gelingende &#8212; Verbindung eifler hochgradig flexibilisierten, manche w\u00fcrden sagen postmodernen Subjektivit\u00e4t, in der Leben als wirkungsbezogene mediengesteuerte und -fixierte Dauerinszenierung und Selbstvermarktung organisiert wird mit dem faschistischen Versprechen der Transzen-denz und einer reinen Gemeinschaft (vgl. auch H\u00e4usler\/Schedler 2011: 311). Inspiriert davon, aber auch parallel dazu fand dieser Prozess der kulturellen \u00d6ffnung und Diversi-fikation &#8212; und des damit verbundenen Kompetenzzuwachses in Bezug auf den Umgang mit Medien und den Gebrauch popkultureller Artefakte &#8212; auch in anderen neonazisti-schen Spektren statt. Die InitiatorInnen der &#8222;Unsterblichen&#8221; k\u00f6nnen in diesem Sinne als Teil einer anderen Str\u00f6mung medienbewusster und der Popul\u00e4rkultur keinesfalls kate-gorisch ablehnend gegen\u00fcberstehender neuer Neonazis verstanden werden.<\/p>\n<p>Die Bilder, die die jeweiligen AkteurInnen von sich entwerfen, unterscheiden sich auf der einen Seite stark voneinander: hier die mit rebellischer Attit\u00fcde als nationalsozialistische Outlaws auftretenden Autonomen Nationalisten, die v\u00f6lkische Positionen mit einem hedonistischen Selbstverwirklichungskult verbinden; dort inhaltlich vergleichsweise traditionell auftretende und hochideologisierte Neonazis, die sich als ein aus der Mitte der Gesellschaft stammender, gleichwohl avantgardistischer wei\u00dfer Widerstand inszenieren, der neben politischer Aktion gleichzeitig auch biologische Reproduktion propagiert. Auf der anderen Seite besitzen beide Modelle neben der ihnen eigenen mythischen \u00dcberh\u00f6hung der Jugend weitere Gemeinsamkeiten. Sie stehen f\u00fcr moderne (das hei\u00dft parteiferne) Formen, sich zu organisieren, die im Sinne von grassrootspolitics ihren Schwerpunkt auf die Erzielung einer kultureller Hegemonie legen. Sie stehen f\u00fcr moderne, das hei\u00dft hier vor allem mediensensible Formen der Herstellung von Pr\u00e4senz. Massenmedien werden nicht allein in einem klassischen Sinne &#8222;benutzt&#8221;, sie werden aktiv verwendet, indem man selbst als Produzent auftritt, auf visual politics und auf virale Verbreitung und mediale Spiegelungs- und Vervielf\u00e4ltigungseffekte der eigenen Inszenierungen setzt (vgl. Ferrell 1995). Sie stehen schlie\u00dflich f\u00fcr eine gewisserma\u00dfen auch modernisierte Verdoppelung des Selbstbildes. Das Ideal des politischen Soldaten und K\u00e4mpfers &#8212; dessen andere Seite immer die Versagung des Genie\u00dfens ist &#8212; verkn\u00fcpft sich nun mit der aus jugendkultureller Sicht historisch neuartigen M\u00f6glich-keit, sich als &#8212; eben nicht ausgegrenzter &#8211; Teil eines popkulturellen Geschehens zu sehen.<\/p>\n<p>[1] Wir pl\u00e4dieren aufgrund seiner administrativen Herkunft und seiner extremismustheoretischen Kon-notation, aber auch aufgrund der inneren Vielf\u00e4ltigkeit des Ph\u00e4nomenbereichs f\u00fcr eine kritische Diskussion des Extremismus-Begriffs (vgl. Forum f\u00fcr kritische Rechtsextremismusforschung 2011). &#8222;Extreme Rechte&#8221; als Begriff zur Gesamtkennzeichnung grenzt sich vom Extremismus-<br \/>76\u00a0vorg\u00e4nge Heft 1\/2012, S. 68&#8211;76<br \/>Begriff insofern ab, als er auf Positionierungen innerhalb des Ph\u00e4nomenbereichs abzielt. Sofern m\u00f6glich verwenden wir im Text ansonsten pr\u00e4zisere Benennungen, insbesondere den Begriff Neonazismus.<br \/>[2] Die Begriffe Jugend und Jugendkultur werden hier nicht allein in einer kohortenspezifischen Weise, sondern im Sinne eines Lebenskonzepts (vgl. etwa Ferc hhoff 2007) verwendet.<br \/>[3] Bei C4 handelt es sich um einen Plastiksprengstoff. Der Slogan geht zur\u00fcck auf die urspr\u00fcnglich aus England stammende und mit der rechten Skinhead-Szene verbundene rechtsterroristische Gruppe &#8222;Combat 18&#8221;, die einen &#8222;fiihrerlosen Widerstand&#8221; propagiert.<br \/>[4] Die Band &#8222;Madsen&#8221;, deren Lied &#8222;Du schreibst Geschichte&#8221; die &#8222;Unsterblichen&#8221; verwendeten, ist als antifaschistische Band bekannt und engagiert sich in der Jugendkampagne &#8222;Kein Bock auf Nazis&#8221;.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h2>\n<p>Bergmann, Werner 1994: Ein Versuch, die extreme Rechte als soziale Bewegung zu beschreiben. In: Ders.\/Erb, Rainer (Hg.): Neonazismus und rechte Subkultur, Berlin, Metropol, S. 183&#8212;209.<br \/>Bergmann, Werner\/Erb, Rainer 1994: Kaderparteien, Bewegung, Szene, kollektive Episode oder was? Probleme der soziologischen Kategorisierung des modernen Rechtsextremismus. In: Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, Nr. 44, S. 26&#8212;34.<br \/>Ferchhoff, Wilfried 2007: Jugend und Jugendkulturen im 21. Jahrhundert. Wiesbaden: VS.<br \/>Ferrell, Jeff 1995: Style Matters. Crime Identity and Social Control. In: Ders.\/Sanders, Clinton R. (ed.): Cultural Criminology, Boston, Northeastern University Press, S. 169-189.<br \/>Forum f\u00fcr kritische Rechtsextremismiusforschung (Hg.) 2011: Ordnung. Macht. Extremismus. Effekte und Alternativen des Extremismus-Modells. Wiesbaden, VS.<br \/>Funke, Hajo 2009: Rechtsextreme Ideologien, strategische Orientierungen und Gewalt. In: Braun, Stephan\/Geisler, Alexander\/Gerster, Martin (Hg.): Strategien der extremen Rechten. Wiesbaden, VS, S.21&#8212;44.<br \/>H\u00e4usler, Alexander\/Schedler, Jan 2011: Neonazismus in Bewegung: Verortung der &#8222;Autonomen Nationalisten&#8221; in der sozialwissenschaftlichen Bewegungsforschung. In: Dies. (Hg.): Autonome Nationalisten. Neonazismus in Bewegung. Wiesbaden, VS, S. 305&#8212;323.<br \/>Kl\u00e4rner, Andreas\/Kohlstruck, Michael(Hg.) 2006: Moderner Rechtsextremismus in Deutschland. Hamburg, Hamburger Edition,<br \/>Kl\u00e4rner, Andreas! Virchow, Fabian 2008: Wie modern ist die heutige extreme Rechte? Einige vorl\u00e4ufige \u00dcberlegungen. In: Rehberg, Karl-Siegbert (Hg.): Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie in Kassel 2006. Frankfurt a. M.\/New York, Campus, S. 5537&#8212;5550.<br \/>Langebach, Martin\/Raabe, Jan 2011: Die Genese einer extrem rechten Jugendkultur. In: Schedler, Jan\/H\u00e4usler, Alexander (Hg.): Autonome Nationalisten. Neonazismus in Bewegung. Wiesbaden, VS, S. 36&#8212;53.<br \/>Mercer, Kobena 1987: Black Hair\/Style Politics. In: New Formations 3, S. 33-54.<br \/>Schedler, Jan 2011: &#8222;Modernisierte Antimoderne&#8221;: Entwicklung des organisierten Neonazismus 1999&#8212;2010. In: Ders.\/H\u00e4usler, Alexander (Hg.): Autonome Nationalisten. Neonazismus in Bewegung. Wiesbaden, VS, S. 17&#8212;35.<br \/>Virchow, Fabian 2006: Dimensionen der \u00bbDemonstrationspolitik\u00ab der extremen Rechten in der Bundesrepublik Deutschland In: Kl\u00e4rner, Andreas\/Kohlstruck, Michael (Hg.): Moderner Rechtsextremismus in Deutschland. Hamburg, Hamburger Edition, S. 68&#8212;101.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2138,2137],"publikationen":[1444],"class_list":["post-11742","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-christoph-schulze","autoren-nils-schuhmacher","publikationen-197-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Rechte Pop-Rebellen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/197-vorgaenge\/publikation\/rechte-pop-rebellen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Rechte Pop-Rebellen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Einige Anmerkungen zu Modernisierungen in der extremen Rechten aus: Vorg\u00e4nge 197 (Heft 1\/2012), S.68-76 1. 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