{"id":11775,"date":"2011-09-01T09:00:00","date_gmt":"2011-09-01T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/wenn-zeitungen-stiften-gehen\/"},"modified":"2011-09-01T12:00:00","modified_gmt":"2011-09-01T10:00:00","slug":"wenn-zeitungen-stiften-gehen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/195-vorgaenge\/publikation\/wenn-zeitungen-stiften-gehen\/","title":{"rendered":"Wenn Zeitungen stiften gehen"},"content":{"rendered":"<p>aus: Vorg\u00e4nge 195 ( Heft 3\/2011), S.131-134<\/p>\n<p>Essay<\/p>\n<p>Theophraste Renaudot, der Herausgeber der ersten franz\u00f6sischen Zeitung &#132;La Gazette&#148;, gilt nicht nur als einer der Begr\u00fcnder des modernen Journalismus. Er war auch ein bedeutender Philanthrop. Obwohl er vor \u00fcber 350 Jahren starb, sind seine Ideen hochaktuell. Denn auch wenn die Zeiten, als Einsparrunden, Entlassungen und die Einstellung ganzer Zeitungen an der Tagesordnung waren, vorerst vorbei zu sein scheinen, ist die Medienkrise nicht ausgestanden. Schlie\u00dflich war nur ein Teil ihrer Probleme konjunkturell bedingt, Resultat der Wirtschaftskrise. Der andere ist und bleibt strukturell. Die philanthropische F\u00f6rderung von hochwertigem Journalismus, wie sie in den USA seit L\u00e4ngerem praktiziert wird, k\u00f6nnte daher auch hierzulande zu einem Modell der Zukunft werden.<\/p>\n<p>Der US-Wissenschaftler Philip Meyer prognostizierte vor wenigen Jahren in seinem Aufsehen erregendem Buch &#132;The Vanishing Newspaper&#148;, dass die letzte Papierzeitung um das Jahr 2040 von der Druckwalze laufen k\u00f6nnte &#8211; nicht einmal 400 Jahre nach Erscheinen der ersten Tageszeitungen. Wurde diese Prognose noch vor wenigen Jahren als absurd abgetan, sind sich die Experten heute sicher, dass wir journalistische Inhalte schon in wenigen Jahren \u00fcberwiegend in digitaler Form und \u00fcber elektronische Ger\u00e4te wie PCs, iPads oder Smartphones rezipieren werden. Das Jahr 2010 markierte in dieses Hinsicht eine medien\u00f6konomische Z\u00e4sur. Im aktuellen &#132;State of the News Media Report&#148;, einer jedes Jahr vom Pew Research Center durchgef\u00fchrten Analyse zur Lage des Journalismus, schlug das Internet erstmals die Zeitungen als wichtigste Nachrichten-quelle der Amerikaner. Die Auflagenzahlen der Tageszeitungen sind seit Jahren r\u00fcck-l\u00e4ufig, das Durchschnittsalter der Leser steigt: &#132;Zeitungsleser sind auf dem Weg zurr Friedhof. Die Nicht-Zeitungsleser verlassen gerade das College&#148;, sagt der amerikanische Finanzinvestor und Gro\u00dfspender Warren Buffet, der seit 1973 an der Washington Post beteiligt ist. Zudem floss letztes Jahr, ebenfalls eine Premiere, mehr Geld in Onlinewerbung als in Zeitungsanzeigen. Problematisch ist, dass diese Mittel \u00fcberwiegend bei Internet-Aggregatoren wie Google landen und nicht mehr der Finanzierung des journalistischen Angebots zugute kommen. In den letzten vier Jahren verzeichneten US-Zeitungen bei den Werbeeinnahmen Verluste von 48 Prozent.<\/p>\n<p>In diesen Tatsachen manifestiert sich auch die Herausforderung, der sich der deutsche Journalismus stellen muss. Vor allem dem Printjournalismus bricht das Gesch\u00e4ftsmodell weg. Zwar erreichen einige Zeitungen, ihre Online-Ausgaben eingerechnet, mehr Leser als je zuvor. Doch geht die Zahl derjenigen, die f\u00fcr Zeitungsjournalismus in gedruckter oder digitaler Form bereit sind zu zahlen, tendenziell zur\u00fcck. Und die dramatischen Verluste im Einzelverkauf und im Anzeigengesch\u00e4ft, wie sie auch deutsche Zeitungsh\u00e4user verzeichnen mussten, konnten bisher nicht durch zus\u00e4tzliche Ein-nahmen im Netz ausgeglichen werden. Die Konsequenz ist klar und gibt keinen Anlass zum Optimismus: Das gro\u00dfe Sterben der Tageszeitungen steht uns noch bevor &#151; und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks, denn bei allen Unterschieden zwischen den beiden Medienm\u00e4rkten ist der Auflagenverfall in den USA und Deutschland auf gleichem Niveau. Heute gelten mit der seit Langem schw\u00e4chelnden Frankfurter Rundschau und der unter der Kreditlast ihres Eigent\u00fcmers \u00e4chzenden S\u00fcddeutschen Zeitung zwei \u00fcberregionale Qualit\u00e4tsbl\u00e4tter als angeschlagen. Dass der Mantelteil der FR k\u00fcnftig in der Redaktion der zum gleichen Verlagshaus geh\u00f6renden Berliner Zeitung entstehen soll, zeigt, wie ernst die Lage ist. Die f\u00fcr die publizistische Versorgung besonders wichtigen Regionalzeitungen, in ihren Verbreitungsgebieten h\u00e4ufig Monopolisten, sehen sich massiven Sparvorgaben ihrer Verleger ausgesetzt. Der Trend, Redaktionen zusammenzulegen oder auszulagern, h\u00e4lt an. Der Qualit\u00e4t kann das nicht gut tun, f\u00fcr solide Recherche und investigativen Journalismus bleibt immer weniger Geld.<\/p>\n<p>Insbesondere in den USA sind in den vergangenen Jahren Initiativen entstanden, die versuchen, dem Marktversagen etwas entgegenzusetzen. Die dieses Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Recherche-Plattform &#132;Pro Publica&#148; und nicht zuletzt Wikileaks haben auch bei uns eine Debatte dar\u00fcber in Gang gebracht, ob es neben privatwirtschaftlichen und \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien, anderer, nicht-kommerzieller, philanthropischer Organisationsformen bedarf Vollkommen neu sind solche Konstruktionen nicht: Schon lange steckt hinter einer gro\u00dfen deutschen Tageszeitung ein kluger, aber wenig transparenter Stiftungs-Kopf, wird die &#132;taz&#148; stilecht von Genossen getragen, sind auf lokaler Ebene Blogs wie &#132;Regensburg Digital&#148; oder &#132;Ruhrbarone&#148; entstanden. Bekannt sind diese Modelle kaum &#151; was bedauerlich ist, geht es doch um die kommunikative Infrastruktur unseres freiheitlichen Gemeinwesens.<\/p>\n<p>Insbesondere Stiftungen k\u00f6nnten eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der F\u00f6rderung einer freien Presse spielen. Zwar haben nur sehr wenige von ihnen ein solches Ziel in ihrer Satzung verankert (laut einer Untersuchung des Instituts Active Philanthropy nicht ein-mal 0,5 Prozent), doch findet sich die F\u00f6rderung der Demokratie in sehr vielen Zielbestimmungen &#151; und um das demokratische Tafelsilber geht es schlie\u00dflich. Bislang k\u00fcmmern sich Stiftungen vor allem um die Ausbildung von Journalisten. Hinzu kommen Preise, oftmals mit erheblichem Marketingaufwand, aber kaum je mit Preisgeldern aus-gestattet, die einem Journalisten eine investigative Recherche \u00fcber l\u00e4ngere Zeit finanzierten. Daneben sich jedoch noch einige andere M\u00f6glichkeiten denkbar, wie Medien m\u00e4zenatisch gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen. Die g\u00fcnstigste Variante sind die schon erw\u00e4hnten Blogs, die spendenfinanziert beispielsweise die lokale Berichterstattung beleben, in-dem sie sich st\u00e4rker Hintergr\u00fcndigem widmen (was die Lokalpresse h\u00e4ufig nicht mehr tut). Solche Projekte k\u00f6nnen als eine Art Scharnier zwischen Zivilgesellschaft und professionellem Journalismus fungieren, sichern letzterem Anschlussf\u00e4higkeit und Bodenhaftung, und f\u00f6rdern gleichzeitig Medienkompetenz, indem sie die B\u00fcrger in die journalistische Produktion einbinden.<\/p>\n<p>Die ebenfalls schon genannte amerikanische &#132;Pro Publica&#148; ist wie &#132;spot.us&#148; ein allerdings millionenschweres Beispiel, wie sich philanthropisch gef\u00f6rderter Journalismus Themen annimmt, die von den kommerziellen Medien aufgrund des hohen Rechercheaufwands oder zu erwartender Prozesskosten links liegen gelassen werden. Solche Projekte k\u00f6nnen zudem als Innovationstreiber fungieren und neue, unter Umst\u00e4nden teure Arbeitsweisen wie Datenjournalismus, die Sammlung, Analyse und Ver\u00f6ffentlichung komplexer Daten, f\u00f6rdern. Nach dieser ldee agiert heute schon die Knight-Foundation in den USA. Sie f\u00f6rdert kleine viel versprechende Start-Ups, die ohne eine Anschubfinanzierung nicht entst\u00fcnden. Auf lokaler regionaler Ebene, die nach der Medienkrise in gro\u00dfen Teilen journalistisch unterversorgt sind, entstehen dadurch onlinebasierte Nachrichtenwebseiten, die \u00fcber Themen aus der Region berichten wie die Voice of San Diego, MinnPost und Texas Tribune. Diese Non-Profit-Projekte finanzieren sich zum Teil aus F\u00f6rdergeldern gro\u00dfer Stiftungen, sie greifen aber auch auf Unterst\u00fctzerkreise zahlungsbereiter Leser zur\u00fcck. Ein anderer Weg tut sich auf, wenn etablierten Medien privates Kapital jenseits manch verlegerischer Renditeerwartung in prozentual zweistelliger H\u00f6he zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Schlie\u00dflich, zugegebenerma\u00dfen das teuerste Modell, k\u00f6nnten etablierte Medien durch privates (Stiftungs-)Kapital von wirtschaftlichen Zw\u00e4ngen und Renditeerwartungen befreit oder gar in Non-Profit-Institutionen um-gebaut werden. Neben Steuervorteilen k\u00f6nnte dies wiederum den Zugang zu F\u00f6rdermitteln vereinfachen und die Einwerbung von Spenden erleichtern.<\/p>\n<p>Trotzdem gilt, dass journalistische Non-Profit-Organisationen kein Allheilmittel sind. Das Modell er\u00f6ffnet aber Chancen &#8211; als Lieferant von publizistischen Inhalten, insbesondere aber als Qualit\u00e4tsgarant und Innovationstreiber. Zweifelsohne sind solche Ideen ungew\u00f6hnlich, und es bleiben viele offene Fragen: Grundlegende, wie die nach der \u00dcbertragbarkeit von zivilgesellschaftlichen Ideen und Modellen aus den kulturell in dieser Hinsicht so anders verfassten USA nach Deutschland, und sehr konkrete Fragen vor allem hinsichtlich der juristischen Konstruktion und der Compliance. Mag auch der kurz vor der Bundestagswahl 2009 von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ins Gespr\u00e4ch gebrachte Vorschlag eines Stiftungsmodells f\u00fcr die von Kundenschwund bedrohte Deutsche Presse Agentur (dpa) eher in der Rubrik &#132;Kurioses&#148; verbucht worden sein, sind gleichwohl selbst sehr viel kleinere L\u00f6sungen rechtlich nicht einfach umzusetzen. Thematisiert werden m\u00fcssen genauso marktwirtschaftlich unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen. Den Bedenken, dass philanthropisch gef\u00f6rderte Medien zu Marktverzerrungen und Kannibalisierungseffekten f\u00fchrten, l\u00e4sst sich jedoch entgegenhalten, dass es sich meist um journalistische Formen, um aufw\u00e4ndige Recherchen, um das Streben nach besonderen Qualit\u00e4t handeln wird, in die kaum mehr ein Verleger investiert, der ausschlie\u00dflich unternehmerisch handelt. Trotz ihrer Ewigkeitskonstruktion werden Stiftungen eher in der Unterst\u00fctzung von innovativen und finanziell risikobehafteten Formen von Journalismus ihre Aufgabe finden und nur in Ausnahmen in der Konservierung des Bestehenden, im langfristigen Erhalt von Medien. Die meisten Stifter und ihre Organisationen sind ihrem Selbstverst\u00e4ndnis nach nun einmal Anstifter.<\/p>\n<p>Dazu kommt die Ressourcenfrage, die ebenfalls n\u00fcchterner Betrachtung bedarf. Obwohl der Sektor boomt, kann kaum eine deutsche Stiftung \u00fcber wirklich \u00fcber gro\u00dfe Mittel verf\u00fcgen &#150; bei \u00fcber 70 Prozent von ihnen betr\u00e4gt der Kapitalstock unter einer Millionen Euro, die aussch\u00fcttbaren Ertr\u00e4ge sind entsprechend gering. Umso wichtiger sind Kooperationen, die im Falle der Journalismusf\u00f6rderung auch positive Effekte in Bezug auf die Governance haben d\u00fcrften. An den Strukturen und Entscheidungsprozessen journalistisch aktiver Stiftungen wird sich letztlich die Glaubw\u00fcrdigkeit &#8211; und damit letzlich die Tragf\u00e4higkeit &#150; entsprechender Modelle entscheiden. Denn bei Medien und Journalismus handelt es sind nicht um irgendein Produkt oder irgendeine Industrie, sondern sie sind nach Isaiah Berlin zentraler Teil unserer &#132;allgemeinen Erfahrungsstruktur&#148;, Kommunikationsmittel und Bindeglied moderner Gesellschaften. Sie stiften Sinn und Orientierung und entscheiden dar\u00fcber, in welchem Ausma\u00df es uns gelingt, unsere Welt zu begreifen &#150; oder eben nicht. F\u00fcr potentielle Philanthropen liegt just hierin, in der Tatsache, dass der Erhalt von Meinungsvielfalt auch in gedruckter Form zu den genuinen Aufgaben des Gemeinwohls geh\u00f6rt, ein zentrales Argument, Kapital daf\u00fcr auf-zubringen. Doch gerade weil st\u00e4rker als bei jedem anderen Engagement die Verwendung vor allem gro\u00dfer Spenden und die Beweggr\u00fcnde der Spender hinterfragt werden w\u00fcrden, bekommen M\u00e4zene die Chance, einmal exemplarisch die &#132;reine Lehre&#148; vorzumachen. Sie m\u00fcssten sich jedes Einflusses auf die redaktionelle Arbeit enthalten; sie d\u00fcrfen &#150; au\u00dfer dem guten Gef\u00fchl einer sinnstiftender Investition und der daraus er-wachsenden Anerkennung &#150; keinerlei Eigeninteressen mit ihrer Gabe verbinden. Zudem bedarf es vollkommener Transparenz. Leider ist weder die noch die Unabh\u00e4ngigkeit von wirtschaftlichen Interessen im Stiftungssektor selbstverst\u00e4ndlich, wie einige prominente Beispiele zeigen. Im medialen Kontext wird noch genauer hingeschaut werden &#150; allerdings w\u00fcrden in der Folge Ruhm und Ehre umso gr\u00f6\u00dfer sein, je unabh\u00e4ngiger das Medium ist. In dieser Kategorie kann selbst die vielgelobte &#132;Pro Publica&#148; noch zulegen: Die Spender, Herbert und Marion Sandler, haben zur Auflage gemacht, dass sie niemals Gegenstand von Recherchen der Plattform werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Trotz der mehr als 300-j\u00e4hrigen Geschichte der Zeitung ist das Konzept des professionellen, \u00fcberparteilichen, unabh\u00e4ngigen Journalismus historisch betrachtet relativ neu und, was noch wichtiger ist, kann nicht einfach als gegeben betrachtet werden. Auch hei\u00dft die Tatsache, dass Journalismus im Sinne einer funktionsf\u00e4higen \u00d6ffentlichkeit notwendig ist, nicht, dass er \u00fcberlebt. Journalismus in der digitalen Moderne wird seine gesellschaftliche Funktion, Akzeptanz und damit auch \u00f6konomische Tragf\u00e4higkeit in dem Ma\u00dfe bewahren, indem er es schafft, sich den gesellschaftlichen und technologischen Realit\u00e4ten des 21. Jahrhunderts entsprechend neu auszurichten. Stiftungen k\u00f6nnen hier eine komplement\u00e4re, vitalisierende Rolle spielen. Der eingangs genannte Monsieur Renaudot, eigentlich von Beruf Arzt, wurde \u00fcbrigens nicht wegen der von ihm gegr\u00fcndeten Zeitung als Philanthrop ger\u00fchmt, sondern ob seines Engagements f\u00fcr die \u00c4rmsten der Gesellschaft. Dennoch erschien seine Gazette ganze 284 Jahre lang.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2163,2164],"publikationen":[1445],"class_list":["post-11775","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-knut-bergmann","autoren-leonard-novy","publikationen-195-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wenn Zeitungen stiften gehen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/195-vorgaenge\/publikation\/wenn-zeitungen-stiften-gehen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wenn Zeitungen stiften gehen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: Vorg\u00e4nge 195 ( Heft 3\/2011), S.131-134 Essay Theophraste Renaudot, der Herausgeber der ersten franz\u00f6sischen Zeitung &#132;La Gazette&#148;, gilt nicht nur als einer der Begr\u00fcnder des modernen Journalismus. 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