{"id":11817,"date":"2010-09-01T23:00:00","date_gmt":"2010-09-01T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/der-arbeitsmarkt-der-zukunft\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:54","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:54","slug":"der-arbeitsmarkt-der-zukunft","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/der-arbeitsmarkt-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Der Arbeitsmarkt der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Trends und Perspektiven,<\/p>\n<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 191, Heft 3\/2010, S. 4-17<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"i-einfuehrung\">I. Einf&uuml;hrung<\/span><\/h2>\n<p>Die Diskussion um die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes pendelt in den letzten Jahren zwischen Extremen. W&auml;hrend nach dem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit auf &uuml;ber f&uuml;nf Millionen Menschen im Jahr 2005 und auch im Verlauf der mittlerweile wieder ausklingenden Wirtschaftskrise Massenarbeitslosigkeit und die Abkopplung ganzer Bev&ouml;lkerungsschichten vom Erwerbsleben bef&uuml;rchtet wurden, r&uuml;ckten im vergangenen Aufschwung die Schlagw&ouml;rter <i>Vollbesch&auml;ftigung <\/i>und <i>Fachkr&auml;ftemangel <\/i>in den Vordergrund. Wenn die wirtschaftliche Erholung weiter voranschreitet und sich die Erwartungen f&uuml;r den Arbeitsmarkt erf&uuml;llen, wird sich die Diskussion in den n&auml;chsten Jahren voraussichtlich wieder verst&auml;rkt in diese Richtung verlagern.<\/p>\n<p>Was ist f&uuml;r die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes zu erwarten? Um sich dieser Frage zu n&auml;hern, ist es sinnvoll, einen Schritt zur&uuml;ckzutreten und sich die langfristigen Entwicklungen auf der Angebots-und der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes zu vergegenw&auml;rtigen. Aus dem Grad der Passung beider Marktseiten lassen sich die Zukunftsperspektiven des deutschen Arbeitsmarktes ablesen. Dabei wird deutlich, dass sich Deutschland auf einem Pfad zu einem zweigeteilten Arbeitsmarkt bewegt. Beide Seiten, der eines relativ stabilen Kernarbeitsmarktes und der eines relativ flexiblen Randarbeitsmarktes, sollen n&auml;her beleuchtet werden: zun&auml;chst die Herausforderungen, die sich aus einem absehbaren Fachkr&auml;ftemangel ergeben, dann die Probleme wettbewerbsschw&auml;cherer Arbeitnehmer mit der Gefahr (dauerhafter) Arbeitslosigkeit und der zunehmenden Unsicherheit atypischer Erwerbsformen oder niedrig bezahlter Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ii-langfristige-trends-auf-angebots-und-nachfrageseite\">II. Langfris&shy;tige Trends auf Angebots&shy;-und Nachfra&shy;ge&shy;seite <\/span><\/h2>\n<p>Arbeit ist kein Gut wie jedes andere. Dies ergibt sich schon daraus, dass die Arbeitskraft untrennbar mit dem Menschen verbunden ist. Arbeit dient nicht nur dem Einkommenserwerb als Voraussetzung f&uuml;r den pers&ouml;nlichen Konsum, sondern bestimmt auch das Selbstwertgef&uuml;hl und den gesellschaftlichen Status. Schlie&szlig;lich besitzt die Erwerbst&auml;tigkeit h&auml;ufig einen Wert an sich, dient der Selbstverwirklichung und erf&uuml;llt damit die Eigenschaften eines Konsumguts. Die in der &Ouml;konomik traditionell verwendete Arbeitsleidhypothese wird den vielf&auml;ltigen Dimensionen der Erwerbsarbeit daher nicht ganz gerecht.<\/p>\n<p>Aus der besonderen Bedeutung der Erwerbsarbeit ergibt sich umgekehrt, dass Arbeitslosigkeit nicht nur mit einem niedrigeren Einkommen, sondern auch mit einem gesellschaftlichen Statusverlust sowie einer geringeren Selbstachtung verbunden ist. Hieraus l&auml;sst sich eine Nachfrage nach formalen Institutionen zur Absicherung der Arbeitsverh&auml;ltnisse ableiten. Diese beziehen sich einerseits auf die Stabilit&auml;t der bestehenden Arbeitsverh&auml;ltnisse (K&uuml;ndigungsschutz oder aktuell die Regelungen zur Kurzarbeit) und andererseits auf die finanzielle Absicherung im Falle der Arbeitslosigkeit.<\/p>\n<p>Wegen der Besonderheiten des Gutes Arbeit spielen auf dem Arbeitsmarkt soziale Normen insbesondere in Form von Gerechtigkeits&uuml;berlegungen eine wichtige Rolle. Formale Institutionen und Arbeitsmarktbedingungen wie L&ouml;hne und Arbeitszeiten, die Ausgestaltung der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung oder die Regulierung von Erwerbsformen werden im Lichte dieser Normen beurteilt. Aus dem Zusammenspiel der formalen und informellen Regeln leitet sich das individuelle Verhalten auf dem Arbeitsmarkt ab. &Auml;hnliches gilt auch f&uuml;r die betriebliche Arbeitsbeziehung. Arbeitsvertr&auml;ge sind unvollst&auml;ndig, weil Leistung und Gegenleistung nicht abschlie&szlig;end zu regeln sind. Informationsasymmetrien bieten Arbeitnehmern zudem einen gewissen Gestaltungsspielraum bei der Leistungserbringung. Die Effizienz meist auf Dauer angelegter Arbeitsbeziehungen l&auml;sst sich daher nicht allein durch Kontrolle und Sanktionen erh&ouml;hen, sondern wird auch &uuml;ber Reziprozit&auml;tsnormen im Sinne eines &#8222;Wie Du mir, so ich Dir&#8220; geregelt (Dietz 2006). Trotzdem ist wie auf anderen M&auml;rkten das Verh&auml;ltnis von Angebot und Nachfrage entscheidend f&uuml;r das gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktergebnis. Daher sollen im Folgenden langfristige Trends bei Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage beleuchtet werden.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iia-nachfrageseite\">II.a. Nachfra&shy;ge&shy;seite <\/span><\/h2>\n<p>F&uuml;r den k&uuml;nftigen Bedarf an Arbeitskr&auml;ften ist die l&auml;ngerfristige wirtschaftliche Entwicklung zentral. Deutschland ist ein Hochtechnologie-, Hochqualifikation- und Hochlohnland und wird es auch bleiben. Durch den im Zuge der Globalisierung wachsenden internationalen Wettbewerb wird es darauf ankommen, sich auf den Weltm&auml;rkten zu behaupten und neue Potenziale zu erschlie&szlig;en. Das in Deutschland traditionell starke Verarbeitende Gewerbe ist durch seine Exportorientierung ein wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung.<\/p>\n<p>Unabh&auml;ngig davon wird die Besch&auml;ftigung im Dienstleistungssektor weiter zulegen. Bislang resultierte ein Teil der sektoralen Besch&auml;ftigungsumschichtung auch aus der Auslagerung produktionsnaher Dienstleistungen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft darf daher nicht als De-Industrialisierung gedeutet werden. Vielmehr d&uuml;rfte auch das k&uuml;nftige Verh&auml;ltnis von Industrie und Dienstleistungen durch Komplementarit&auml;t und nicht durch Substitution gekennzeichnet sein (Fuchs\/Zika 2010). Zwar wird der technische Fortschritt der Industrie weitere M&ouml;glichkeiten der Rationalisierung er&ouml;ffnen und somit dort zu einem geringeren Arbeitseinsatz f&uuml;hren. Dennoch ist zu erwarten, dass die Bruttowertsch&ouml;pfung im Verarbeitenden Gewerbe auch in Zukunft &uuml;berdurchschnittlich w&auml;chst.<\/p>\n<p>L&auml;ngerfristige Projektionen des Arbeitskr&auml;ftebedarfs gehen davon aus, dass die Erwerbst&auml;tigkeit bei einem Trendwachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent bis zur Mitte der Dekade noch um einige Hunderttausend zulegen k&ouml;nnte (Fuchs\/Zika 2010). Danach setzt eine Phase der Stagnation ein, die zu Beginn des n&auml;chsten Jahrzehnts in einen R&uuml;ckgang des Arbeitskr&auml;ftebedarfs m&uuml;ndet. Eine wichtige Rolle spielt dabei die demographische Entwicklung, denn eine r&uuml;ckl&auml;ufige und alternde Bev&ouml;lkerung sorgt f&uuml;r Engp&auml;sse am Arbeitsmarkt, die vermutlich zu Lohnsteigerungen und damit zu einer sinkenden Besch&auml;ftigungsintensit&auml;t des Wirtschaftswachstums f&uuml;hren werden.<\/p>\n<p>Bedeutsame Verschiebungen des Arbeitskr&auml;ftebedarfs wird es aber nicht nur in sektoraler Hinsicht geben, sondern auch in Bezug auf die Zusammensetzung der Arbeitskr&auml;ftenachfrage nach Qualifikationen. Der Trend zur H&ouml;herqualifizierung betrifft nicht nur das Verarbeitende Gewerbe. Auch bei den unternehmensbezogenen Diensten und in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales wird ein hohes Ma&szlig; an Wissen und Kompetenz verlangt. Prognosen gehen davon aus, dass der Bedarf an Akademikern weiter steigt, die Nachfrage nach Absolventen des dualen Systems in etwa gleich bleibt und Geringqualifizierte weniger gefragt sein werden (Helmrich\/Zika 2010).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iib-angebotsseite\">II.b. Angebots&shy;seite<\/span><\/h2>\n<p>F&uuml;r die Entwicklung des k&uuml;nftigen Arbeitskr&auml;fteangebots, also die Zahl der verf&uuml;gbaren Arbeitskr&auml;fte (&#8222;Erwerbspersonenpotenzial&#8220;) sind drei Faktoren ma&szlig;geblich: die Demographie, die Arbeitsmarktbeteiligung der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter und der Saldo aus Zu-und Abwanderungen. Das Erwerbspersonenpotenzial ist in den Jahren nach der Vereinigung noch kr&auml;ftig gestiegen, w&auml;hrend es sich am aktuellen Rand nach unten entwickelt. Zudem sieht sich Deutschland bereits seit einigen Jahren einer Alterung der Gesellschaft gegen&uuml;ber. Damit werden die j&uuml;ngeren, in den Arbeitsmarkt nachr&uuml;ckenden Kohorten immer weniger in der Lage sein, die &auml;lteren, aus dem Arbeitsmarkt ausscheidenden Kohorten zahlenm&auml;&szlig;ig zu ersetzen. In den neunziger Jahren wurde dieser demographische Effekt noch durch Migration und die st&auml;rkere Arbeitsmarktpartizipation von Frauen &uuml;berkompensiert. Diese Zeiten sind aber vorbei. Inzwischen dominiert der demographisch bedingte R&uuml;ckgang die Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials.<\/p>\n<p>Projektionen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) ergeben, dass das Erwerbspersonenpotenzial von knapp 45 Mio. in 2008 auf knapp 43 Mio. in 2020 sinken wird. In 2025 l&auml;ge es dann noch bei 41,1 Mio. und damit nicht mehr weit entfernt von der Zahl der projizierten Erwerbst&auml;tigkeit (Abb. 1).<\/p>\n<p>XXXXXX Grafik<br \/>Abbildung 1: Arbeitsmarktbilanz 1995 bis 2025*<\/p>\n<p>Diese Entwicklung von Arbeitskr&auml;fteangebot und -nachfrage sollte indes nicht zu dem voreiligen Schluss f&uuml;hren, dass der Bundesrepublik die Vollbesch&auml;ftigung in den Scho&szlig; fallen wird. Zwar ergibt sich aus den Modellrechnungen ein starker R&uuml;ckgang der Unterbesch&auml;ftigung aus Arbeitslosigkeit und Stiller Reserve auf rund ein Viertel des heutigen Niveaus. Eine solche rein rechnerische Verbesserung setzt aber voraus, dass der projizierte Arbeitskr&auml;ftebedarf auch in seiner Struktur gedeckt werden kann und es nicht zu gravierenden Stellenbesetzungsproblemen kommt. Dies scheint jedoch sehr fraglich zu sein. So steigen die Qualifikationsanforderungen der Unternehmen bei gleichzeitiger Bildungsstagnation. Weiterhin w&auml;chst der Ersatzbedarf f&uuml;r die demn&auml;chst ausscheidenden Kohorten, die eine gute Qualifikationsstruktur aufweisen. Die schw&auml;cher nachr&uuml;ckenden j&uuml;ngeren Kohorten versorgen den Arbeitsmarkt damit immer weniger mit &#8222;neuem Humankapital&#8220;, sodass qualitative Engp&auml;sse zu erwarten sind. Im Ergebnis k&ouml;nnte es also zu einer &Uuml;bernachfrage bei gut qualifizierten Arbeitskr&auml;ften kommen, wohingegen sich die Situation der Geringqualifizierten weiter verschlechtert. Ein zunehmender Fachkr&auml;ftemangel st&uuml;nde also einer sich verfestigenden Arbeitslosigkeit gegen&uuml;ber. Diesen Szenarien widmen wir uns in den folgenden Abschnitten.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iii-stabile-arbeitsbeziehungen-in-zeiten-eines-erhoehten-fachkraeftebedarfs\">III. Stabile Arbeits&shy;be&shy;zie&shy;hungen in Zeiten eines erh&ouml;hten Fachkr&auml;f&shy;te&shy;be&shy;darfs <\/span><\/h2>\n<p>Im letzten Aufschwung wurden die Folgen des Zusammenspiels aus demographischer Entwicklung und dem st&auml;rker werdenden qualifikationsspezifischen Mismatch auf dem Arbeitsmarkt bereits sp&uuml;rbar. Obwohl noch nicht von einem fl&auml;chendeckenden Fachkr&auml;ftemangel gesprochen werden konnte, klagten Betriebe &uuml;ber Rekrutierungsprobleme, und die Diskussion um die volkswirtschaftlichen Sch&auml;den eines solchen Ungleichgewichts gewann an Fahrt.[1]<\/p>\n<p>Die Konsequenzen dieser Entwicklung lassen sich in der mittlerweile wohl hinter uns liegenden Wirtschaftskrise beobachten. F&uuml;hrt man sich den starken Einbruch des Bruttoinlandsprodukts vor Augen, so ist der deutsche Arbeitsmarkt nahezu unbeschadet aus der Krise hervorgegangen. Hinter den relativ milden Ver&auml;nderungen auf aggregierter Ebene verbergen sich jedoch starke Ver&auml;nderungen der Arbeitszeit und der Arbeitsproduktivit&auml;t (Fuchs et al. 2010). Der Einbruch der Wirtschaftsleistung wurde also in erster Linie auf der betrieblichen Ebene &uuml;ber Anpassungen der gearbeiteten Stunden oder &uuml;ber einen R&uuml;ckgang der Produktivit&auml;t abgefedert, w&auml;hrend auf Entlassungen soweit wie m&ouml;glich verzichtet wurde. Eine Voraussetzung hierf&uuml;r ist die Existenz entsprechender Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Hier sind neben der Kurzarbeit und der unterst&uuml;tzenden Rolle der Sozialpartner bei der flexiblen Anpassung von Arbeitszeiten vor allem innerbetriebliche Innovationen wie der verst&auml;rkte Einsatz von Arbeitszeitkonten zu nennen. Letztere erm&ouml;glichen eine intertempor&auml;re Verschiebung der Arbeitszeiten im Konjunkturzyklus bei einem stabilen Arbeitseinkommen. Die im Aufschwung angesparte Arbeitszeit wird also in Zeiten mangelnder Nachfrage abgebaut.<\/p>\n<p>Die internen Anpassungen gingen auch mit einem R&uuml;ckgang der Arbeitsproduktivit&auml;t pro Stunde einher (Dietz et al. 2010). Dies deutet darauf hin, dass Betriebe mehr Arbeitskr&auml;fte gehalten haben, als die Nachfrage nach G&uuml;tern-und Dienstleistungen n&ouml;tig gemacht h&auml;tte. Die St&auml;rkung der internen Flexibilit&auml;t und das damit verbundene Arbeitskr&auml;ftehorten k&ouml;nnen als Reflex auf die bereits dargestellten l&auml;ngerfristigen Trends gewertet werden. Die Betriebe sind sich bewusst, dass die Kosten der Neueinstellung von qualifizierten Mitarbeitern in einem solchen Umfeld steigen.<\/p>\n<p>F&uuml;r den starken Einsatz der internen Flexibilit&auml;t spielt auch eine Rolle, dass es sich in Deutschland nicht um eine strukturelle Krise handelte, sondern um einen kr&auml;ftigen Nachfrageschock, der in erster Linie international wettbewerbsf&auml;hige Betriebe mit einer starken finanziellen Basis traf. Diesen Unternehmen war es m&ouml;glich, die direkten Kosten des Arbeitskr&auml;ftehortens zu tragen.[2] Zudem handelte es sich bei den von der Krise betroffenen Branchen wie der Metall- und Elektroindustrie oder dem Maschinenbau gerade um jene, die im vorangehenden Aufschwung &uuml;ber Rekrutierungsprobleme klagten (M&ouml;ller 2010). Diese noch frische Erfahrung d&uuml;rfte ebenfalls dazu beigetragen haben, dass interne Anpassungen Entlassungen vorgezogen wurden.<\/p>\n<p>Alles in allem l&auml;sst sich aus den langfristigen Trends und den aktuellen Entwicklungen schlie&szlig;en, dass f&uuml;r die oberen Qualifikationsebenen der Kernbelegschaften zuk&uuml;nftig kaum gravierende Besch&auml;ftigungsprobleme zu erwarten sind. Allerdings wird sich der Wettbewerb um die besten K&ouml;pfe weiter versch&auml;rfen (Fuchs\/Zika 2010). Die Unternehmen sind gefordert, neue Personalreserven zu erschlie&szlig;en oder bestehendes Personal weiterzuentwickeln. F&uuml;r die Politik geht es darum, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Betriebe in ihren Bem&uuml;hungen unterst&uuml;tzt werden. Dies gilt in erster Linie f&uuml;r bildungspolitische Anstrengungen, die l&auml;ngerfristiger Natur sind und den Arbeitsmarkt zun&auml;chst nur mittelbar betreffen. Dabei sollte das Augenmerk vor allem auf die Unterst&uuml;tzung &#8222;bildungsschwacher Schichten&#8220; sowie Jugendliche mit schlechter Arbeitsmarktperspektive gelenkt werden.<\/p>\n<p>Qualifizierung und Weiterbildung spielt jedoch auch f&uuml;r Arbeitslose und Besch&auml;ftigte eine entscheidende Rolle. Mit Blick auf die Besch&auml;ftigungsperspektiven von Arbeitslosen zeigen Studien, dass betriebsnahe Trainingsma&szlig;nahmen relativ gute Erfolgschancen aufweisen (Kopf\/Wolff 2009). Doch auch zeitaufw&auml;ndigere Weiterbildungsma&szlig;nahmen sind sinnvoll, wenn eine grunds&auml;tzliche berufliche Umorientierung n&ouml;tig erscheint. Auch hier sollten Ma&szlig;nahmen so weit wie m&ouml;glich an den betrieblichen Bedarfen ausgerichtet werden. Die Verbesserung der Besch&auml;ftigungschancen stellt sich bei solchen Ma&szlig;nahmen in der Regel erst nach einer etwas l&auml;ngeren Frist ein.[3]<\/p>\n<p>Beim lebenslangen Lernen im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung besteht in Deutschland Luft nach oben (Leber\/M&ouml;ller 2009). Auch wenn die Verantwortung hierf&uuml;r in erster Linie bei Arbeitnehmern und Betrieben liegt, kann der Staat Hilfestellung leisten. Dies gilt vor allem f&uuml;r kleinere und mittlere Betriebe mit geringeren Ressourcen f&uuml;r Weiterbildungsma&szlig;nahmen. Eine zu geringe Weiterbildungsbeteiligung weisen besonders Geringqualifizierte und &Auml;ltere auf, f&uuml;r deren Unterst&uuml;tzung bereits Programme wie WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und besch&auml;ftigter &Auml;lterer im Unternehmen) implementiert wurden (Lott\/Spitznagel 2010).<\/p>\n<p>&Auml;ltere haben nicht nur Aufholbedarf in der betrieblichen Weiterbildung, sondern trotz einer positiven Entwicklung in den letzten zehn Jahren noch immer eine relativ geringe Erwerbsbeteiligung (Arlt et al. 2009). Mit Blick auf die Alterung und die Schrumpfung des Erwerbspersonenpotenzials schlummern genau hier die Personalreserven, die von den Betrieben mittelfristig zur Deckung ihres Fachkr&auml;ftebedarfs ben&ouml;tigt werden. Die Politik hat in den letzten Jahren einige richtige Weichen f&uuml;r eine l&auml;ngere Erwerbsbeteiligung gestellt. Hierzu geh&ouml;rt unter anderem die Entscheidung, fr&uuml;hzeitige &Uuml;berg&auml;nge aus Erwerbst&auml;tigkeit in den Ruhestand nicht mehr &uuml;ber die Altersteilzeit zu f&ouml;rdern. Entscheidend d&uuml;rfte aber sein, dass das betriebliche Arbeitsumfeld geeignet ist, die verl&auml;ngerte Lebensarbeitszeit gesund und produktiv zu gestalten. Altersspezifische Regelungen sind in den Betrieben aber noch immer die Ausnahme (Bellmann et al. 2007).<\/p>\n<p>Weitere Personalreserven bestehen bei der Besch&auml;ftigung von Frauen. Da sich ihre Erwerbsbeteiligung bereits deutlich erh&ouml;ht hat, geht es vor allem um die Steigerung des Arbeitsvolumens. So ist Teilzeitarbeit noch immer eine Frauendom&auml;ne: Im Dezember 2009 arbeiteten mehr als ein Drittel der sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigten Frauen Teilzeit, w&auml;hrend der Teilzeitanteil der M&auml;nner bei nur knapp 6 Prozent lag (Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 2010). Zwar unterst&uuml;tzt Teilzeitarbeit in einem gewissen Ma&szlig; die Vereinbarkeit von Beruf und Familie &#8211; h&auml;ufig fehlen jedoch die M&ouml;glichkeiten, an der bestehenden Aufteilung etwas zugunsten einer Arbeitszeitausweitung zu &auml;ndern. Insbesondere zus&auml;tzliche Angebote zur Ganztags-oder Nachmittagsbetreuung von Kindern k&ouml;nnten dazu f&uuml;hren, dass Frauen sich f&uuml;r l&auml;ngere Arbeitszeiten entscheiden. Auch bessere Wiedereinstiegsbedingungen nach einer (familienbedingten) Erwerbspause sind geeignet, die Erwerbsbeteiligung von Frauen weiter zu st&auml;rken und die vorhandenen Qualifikationen besser zu nutzen.<\/p>\n<p>Neben der Aussch&ouml;pfung bestehender Personalreserven ist &uuml;ber die Gewinnung qualifizierter Arbeitnehmer aus dem Ausland nachzudenken. Aktuell gelingt eine bedarfsgerechte Zuwanderung kaum. Die durchschnittliche Qualifikation der Zuwanderer liegt nicht nur niedriger als in Deutschland, sondern auch unterhalb der Ursprungsl&auml;nder (Br&uuml;cker\/Ringer 2008). Hier k&ouml;nnte man durch eine gezielte Zuwanderungspolitik Abhilfe schaffen, die nicht auf spezifische T&auml;tigkeitsprofile setzt, sondern sich am allgemeinen Ausbildungsniveau orientiert und damit langfristig ein breites T&auml;tigkeitsspektrum erm&ouml;glicht. Eine solche Politik ber&uuml;hrt die Zuwanderung aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden nicht, sondern ist komplement&auml;r dazu zu sehen. Zudem ist darauf zu achten, dass sie mit einer entsprechenden Integrationspolitik verbunden wird, um die Zuwanderung positiv in der Gesellschaft zu verankern.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iv-schlechtere-aussichten-fuer-geringqualifizierte\">IV. Schlechtere Aussichten f&uuml;r Gering&shy;qua&shy;li&shy;fi&shy;zierte <\/span><\/h2>\n<p>Bei Menschen mit geringeren Qualifikationen oder anderweitigen Besch&auml;ftigungshemmnissen bestehen von Grund auf andere Probleme als in dem im Abschnitt III geschilderten Segment. Hier sind die Herausforderungen in der Arbeitsmarktintegration und der Stabilisierung der Besch&auml;ftigungsbeziehung zu sehen.<\/p>\n<p>Auch in diesem Zusammenhang sind in Deutschland Fortschritte zu vermelden. Im besch&auml;ftigungsfreundlichen Aufschwung der Jahre 2005 bis 2008 mit seinem starken Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung gelang es erstmals seit langer Zeit, strukturelle Arbeitslosigkeit abzubauen. Neben der seit einigen Jahren ausge&uuml;bten Lohnzur&uuml;ckhaltung, die die Konkurrenzf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb gest&auml;rkt hat, haben die Arbeitsmarktreformen der vergangenen Jahre einen wichtigen Anteil an dieser Entwicklung. Die &#8222;Hartz-Reformen&#8220; der Jahre 2002 bis 2005 brachten eine teilweise Abkehr von der Statusorientierung der Arbeitslosenunterst&uuml;tzung. Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I wurde gesenkt und durch die Zusammenf&uuml;hrung von (statusorientierter) Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum bed&uuml;rftigkeitsorientierten Arbeitslosengeld II stiegen die finanziellen Einbu&szlig;en bei l&auml;nger andauernder Arbeitslosigkeit. Das Aktivierungsparadigma des F&ouml;rderns und Forderns betont die Eigenverantwortung des Einzelnen bei der Arbeitssuche &#8211; der Bestandsschutz mit Blick auf Lohn und Qualifikation wurde abgeschafft. Die Deregulierung tempor&auml;rer Erwerbsformen erh&ouml;hte die Flexibilit&auml;t am Arbeitsmarkt weiter. Alles in allem verst&auml;rkten die Reformen den Druck auf Arbeitslose, auch einen Job anzunehmen, der nicht in jeder Hinsicht den eigenen Vorstellungen entspricht.<\/p>\n<p>Aktuelle Untersuchungen zeigen eine bessere Vermittlungseffizienz des Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren (Gartner\/Klinger 2010; Fahr\/Sunde 2009). Die Qualit&auml;t des Matching-Prozesses kann mit Hilfe der Beveridge-Kurve analysiert werden. Sie bildet offene Stellen und Arbeitslose ab und gibt Aufschluss &uuml;ber die Anpassungsf&auml;higkeit des Arbeitsmarktes und die Effizienz der vermittelnden Institutionen. Je weiter entfernt der Datenpunkt vom Ursprung liegt, desto weniger gut finden Angebot und Nachfrage zusammen. Mit abnehmender Konjunktur wandert man auf der Beveridge-Kurve von links oben nach rechts unten, weil es im Abschwung mehr Arbeitslose und weniger offene Stellen gibt. Eine Verschiebung der Beveridge-Kurve zeigt an, dass sich die Matching-Effizienz des Arbeitsmarktes ver&auml;ndert. So hatte sich die Beveridge-Kurve nach au&szlig;en verschoben. In den vergangenen Jahren ist eine R&uuml;ckverschiebung der Kurve zu beobachten, was in Teilen auf die Hartz-Reformen zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden kann (Abb. 2).<\/p>\n<p>XXXXX Grafik<br \/>Abbildung 2: Beveridge-Kurve f&uuml;r Deutschland &#8211; Januar 1992 bis Januar 2010<\/p>\n<p>Die erh&ouml;hte Matching-Effizienz, die Verbesserung der Eingliederungschancen von Langzeitarbeitslosen und der R&uuml;ckgang der strukturellen Arbeitslosigkeit kann jedoch nicht dar&uuml;ber hinweg t&auml;uschen, dass Erwerbst&auml;tigkeit in diesem Arbeitsmarktsegment mit einer h&ouml;heren Unsicherheit verbunden ist. Auf zwei l&auml;ngerfristige Tendenzen wollen wir in den folgenden Abschnitten eingehen: die zunehmende Bedeutung atypischer Erwerbsformen und den wachsenden Niedriglohnsektor.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"iva-normalarbeitsverhaeltnis-und-atypische-erwerbsformen\">IV.a. Norma&shy;l&shy;a&shy;r&shy;beits&shy;ver&shy;h&auml;ltnis und atypische Erwerbs&shy;formen <\/span><\/h2>\n<p>In den letzten beiden Dekaden hat sich die Erwerbslandschaft ver&auml;ndert. Normalarbeitsverh&auml;ltnisse &#8211; definiert als abh&auml;ngige, sozialversicherungspflichtige und unbefristete Vollzeitbesch&auml;ftigung &#8211; haben relativ an Bedeutung verloren. Die Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind vielf&auml;ltig. Zun&auml;chst setzen personalpolitische Dispositionen der Betriebe gerade bei den Randbelegschaften immer mehr auf die Flexibilit&auml;t des Faktors Arbeit. Aber auch die Pr&auml;ferenzen der Arbeitnehmer wirken auf die Zusammensetzung der Erwerbst&auml;tigkeit. Ein Beispiel hierf&uuml;r ist die zunehmende Abl&ouml;sung des Modells des m&auml;nnlichen Alleinern&auml;hrers, wonach in Familien ausschlie&szlig;lich die M&auml;nner f&uuml;r die Erwerbsarbeit zust&auml;ndig sind. Die zunehmende Arbeitsmarktpartizipation von Frauen geht vor allem mit einer st&auml;rkeren Teilzeitbesch&auml;ftigung einher. Zudem nehmen rechtliche Regelungen Einfluss auf den Wandel der Erwerbsformen. So haben die &#8222;Hartz-Reformen&#8220; eine Deregulierung der Leiharbeit bewirkt und deren Zunahme beg&uuml;nstigt. Schlie&szlig;lich ist die Lage von Wirtschaft und Arbeitsmarkt eine wichtige Einflussgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r die Besch&auml;ftigungsqualit&auml;t. So sind Arbeitnehmer in schwierigen Zeiten eher bereit, Risiken auf sich zu nehmen und Zugest&auml;ndnisse gegen&uuml;ber ebenfalls unter wirtschaftlichem Druck agierenden Unternehmen zu machen. Nachhaltige Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt beg&uuml;nstigen unfreiwillige Teilzeitarbeit, tempor&auml;re Besch&auml;ftigung, niedrig entlohnte T&auml;tigkeiten oder auch Existenzgr&uuml;ndungen aus (drohender) Arbeitslosigkeit. Im letzten Jahrzehnt wuchsen Teilzeitarbeit und Minijobs, befristete Besch&auml;ftigung, Selbst&auml;ndigkeit und allen voran die Leiharbeit st&auml;rker als die Zahl der Erwerbst&auml;tigen insgesamt.<\/p>\n<p>Eine Beurteilung atypischer Besch&auml;ftigungsformen ist nicht einfach, weil sie sehr heterogen wirken und f&uuml;r die Betroffenen nicht nur mit Risiken, sondern auch mit Chancen verbunden sein k&ouml;nnen (Dietz\/Walwei 2007). Sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit entspricht h&auml;ufig den Bed&uuml;rfnissen der &uuml;berwiegend weiblichen Besch&auml;ftigten nach Vereinbarkeit von Familienaufgaben und Erwerbst&auml;tigkeit. Mit Blick auf den drohenden Fachkr&auml;ftemangel k&ouml;nnen genau an dieser Stelle noch erhebliche Personalreserven erschlossen werden, wenn durch die fr&uuml;hkindliche und schulische Betreuung bessere Rahmenbedingungen f&uuml;r die Erwerbst&auml;tigkeit von Familien geschaffen w&uuml;rden. Etwas anders stellt sich die Situation bei den Mini-Jobs dar. Ihre steuerliche Beg&uuml;nstigung kommt nicht nur bed&uuml;rftigen Personen zugute &#8211; vielmehr profitieren h&auml;ufig Personen, die kein Besch&auml;ftigungsproblem aufweisen (RWI et al. 2005). Mini-Jobs sind nur selten ein Sprungbrett f&uuml;r Arbeitslose in eine herk&ouml;mmliche Besch&auml;ftigung. Daher gibt es kaum gute Gr&uuml;nde, diese Besch&auml;ftigungsform weiter durch &ouml;ffentliche Mittel zu f&ouml;rdern.<\/p>\n<p>Tempor&auml;re Erwerbsformen wie befristete Besch&auml;ftigung oder Leiharbeit &uuml;bernehmen dagegen eine ganz andere Funktion. Befristete Besch&auml;ftigung hat sich zu einer fast &#8222;normalen&#8220; Form der Einstellung entwickelt. Fast 50 Prozent aller Neu Rekrutierten wurden in 2009 befristet eingestellt (Hohendanner 2010). Da die &Uuml;bernahmequoten &auml;hnlich hoch sind, kann diese Besch&auml;ftigungsform Arbeitnehmern den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und Betrieben die Personalauswahl vereinfachen. Dagegen dient die Leiharbeit viel st&auml;rker als flexible, ad-hoc abrufbare und &uuml;berbetriebliche Personalreserve. Die Besch&auml;ftigungsverluste der Leiharbeit in der j&uuml;ngsten Wirtschaftskrise haben gezeigt, wie stark diese Erwerbsform auf die Konjunktur reagiert. F&uuml;r viele Menschen ist Leiharbeit jedoch die bessere Alternative zur Arbeitslosigkeit, auch wenn sie noch zu selten eine Br&uuml;cke in regul&auml;re Besch&auml;ftigung darstellt (Lehmer\/Ziegler 2010).<\/p>\n<p>Grunds&auml;tzlich erlauben atypische Erwerbsformen eine breitere Teilhabe auch Geringqualifizierter am Arbeitsmarkt. Gerade Arbeitslosen aus der Grundsicherung gelingt der Eintritt in das Erwerbsleben h&auml;ufig &uuml;ber atypische Erwerbsformen (Achatz\/Trappmann 2009). Daher kann es angesichts der noch immer hohen Sockelarbeitslosigkeit nicht um eine massive Re-Regulierung gehen, sondern um eine die Flexibilit&auml;t gestaltende und damit zukunftsweisende Rolle des Staates. Hier sind fr&uuml;hzeitige Investitionen in Bildung sowie eine kontinuierliche Verbesserung der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit durch eine m&ouml;glichst gute Ausbildung und eine systematische Weiterbildung zu nennen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ivb-ausweitung-des-niedriglohnsektors\">IV.b. Ausweitung des Niedrig&shy;lohn&shy;sek&shy;tors <\/span><\/h2>\n<p>Neben den atypischen Erwerbsformen steht der wachsende Niedriglohnsektor besonders im Fokus der &ouml;ffentlichen Debatte. Nach internationalen Standards gilt eine Besch&auml;ftigung als niedrig entlohnt, wenn der Verdienst unter zwei Dritteln des Medianlohns liegt. F&uuml;r 2008 weisen Kalina\/Weinkopf (2010) aus, dass etwa 20 Prozent der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Deutschland unterhalb der Niedriglohnschwelle von 9,06 Euro arbeiten. Dabei ist ein gewisser Zusammenhang zwischen atypischer Besch&auml;ftigung und geringer Entlohnung zu beobachten. Insbesondere bei &#8222;Mini-Jobbern&#8220; (rund 80 Prozent) und Leiharbeitern (gut zwei Drittel) sind Niedrigl&ouml;hne h&auml;ufig anzutreffen. Doch auch ein Normalarbeitsverh&auml;ltnis sch&uuml;tzt nicht vor geringen L&ouml;hnen. Etwa 11 Prozent fielen 2006 unter die Niedriglohnschwelle. In der Gruppe der vollzeitbesch&auml;ftigten Geringverdiener sind deutlich mehr Frauen, j&uuml;ngere Arbeitnehmer, Personen mit Migrationshintergrund sowie Mitarbeiter von kleinen Betrieben zu finden (Statistisches Bundesamt 2009).<\/p>\n<p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Entwicklung sind vielf&auml;ltig. Zu nennen sind die r&uuml;ckl&auml;ufige Tarifbindung, der Wandel der Erwerbsformen, der sektorale Strukturwandel und auch die in Folge der Arbeitsmarktreformen gestiegene Konzessionsbereitschaft der Arbeitslosen. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene spricht vieles daf&uuml;r, dass eine wachsende Zahl von Niedriglohnt&auml;tigkeiten Besch&auml;ftigungsgewinne nach sich zieht, denn es erscheint unrealistisch, dass sie in G&auml;nze substituierbar w&auml;ren. Eine Aufw&auml;rtsmobilit&auml;t von Niedriglohnbesch&auml;ftigten zeigt sich auf der Mikroebene jedoch nur bedingt. So konnte lediglich jeder achte Geringverdiener von 1998\/1999 sechs Jahre sp&auml;ter die Geringverdienerschwelle &uuml;berschreiten (Schank et al. 2008). Rund jeder Dritte war im Jahr 2005 noch immer als Vollzeitbesch&auml;ftigter im Niedriglohnbereich t&auml;tig. W&auml;hrend j&uuml;ngere und besser ausgebildete Geringverdiener deutlich &ouml;fter das Niedriglohnsegment verlassen konnten, schaffen Frauen, &Auml;ltere und Geringqualifizierte dies seltener.<\/p>\n<p>Eine spezielle Gruppe im Niedriglohnbereich sind die &#8222;Aufstocker&#8220;. Dabei handelt es sich um Personen, die Leistungen nach dem SGB II (&#8222;Hartz IV&#8220;) beziehen und gleichzeitig einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen. Im September 2009 gab es fast 1,4 Mio. solche erwerbst&auml;tigen Hilfebed&uuml;rftigen. Lediglich jeder f&uuml;nfte war vollzeitbesch&auml;ftigt.<\/p>\n<p>Auch wenn nicht jeder Aufstocker im Niedriglohnsegment t&auml;tig ist, sind geringe L&ouml;hne bei diesen Personen h&auml;ufig anzutreffen. Ihr durchschnittlicher Stundenlohn betrug 2006\/2007 etwa 7 Euro in Westdeutschland und 6 Euro in Ostdeutschland (Dietz et al. 2009). Hieraus wird zweierlei deutlich. Zum einen ist es aufgrund niedriger Stundenl&ouml;hne gerade f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Haushalte mit Kindern besonders schwer, die Bed&uuml;rftigkeit zu beenden. Denn vielfach sind fehlende Schulabschl&uuml;sse oder berufliche Qualifikationen die wesentliche Ursache f&uuml;r das geringe Lohnpotential der Menschen. Bei den teilzeitbesch&auml;ftigten Aufstockern scheitert die h&ouml;here Erwerbst&auml;tigkeit dagegen vielfach auch an der fehlenden betrieblichen Nachfrage, an gesundheitlichen Problemen, mangelnder Kinderbetreuungsm&ouml;glichkeiten oder der Pflegebed&uuml;rftigkeit eines Familienmitglieds.<\/p>\n<p>Als eine Antwort auf die zunehmende Niedriglohnbesch&auml;ftigung wird h&auml;ufig ein gesetzlicher Mindestlohn ins Spiel gebracht. Seine Einf&uuml;hrung w&uuml;rde eindeutig die Einkommensposition der betroffenen Personen verbessern. Er setzt jedoch gegens&auml;tzliche Wirkungsmechanismen in Gang: Wegen der Erh&ouml;hung der Arbeitskosten reduzieren Unternehmen bei Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns die Nachfrage nach Besch&auml;ftigung &#8211; damit gehen Arbeitspl&auml;tze verloren und insbesondere Besch&auml;ftigte mit geringer Produktivit&auml;t w&uuml;rden noch schwieriger Zugang zum Arbeitsmarkt finden. Ein Mindestlohn kann aber auch zu positiven Besch&auml;ftigungsimpulsen f&uuml;hren, wenn h&ouml;here Lohnangebote eine schnellere Besetzung offener Stellen mit sich bringen. Die Frage nach den tats&auml;chlichen Auswirkungen eines Mindestlohns ist also empirisch zu beantworten. Die Konsequenzen werden stark von der H&ouml;he des Mindestlohns abh&auml;ngen (M&ouml;ller\/K&ouml;nig 2008). Moderate Mindestl&ouml;hne im Sinne einer Lohnuntergrenze k&ouml;nnten ein Mittel zur Begrenzung von &#8222;working poor&#8220; sein. Dagegen w&uuml;rden zu hohe Mindestl&ouml;hne den Arbeitsmarkt gerade f&uuml;r diejenigen versperren, die es ohnehin schwer haben, einen Job zu finden.<\/p>\n<p>Doch selbst wenn moderate Mindestl&ouml;hne von 6 oder 6,50 Euro allgemein gelten w&uuml;rden, g&auml;be es noch immer erwerbst&auml;tige Hilfebed&uuml;rftige. Um diese Personen zu unterst&uuml;tzen, w&auml;re &uuml;ber niedrigere Steuern und Abgaben f&uuml;r Geringverdiener nachzudenken. Noch wichtiger ist aber die F&ouml;rderung der Aufw&auml;rtsmobilit&auml;t von Menschen im Niedriglohnbereich. Ansatzpunkte hierf&uuml;r liefern bspw. Besch&auml;ftigungsbegleitende Formen der Qualifizierung. Nicht zu untersch&auml;tzen sind schlie&szlig;lich gezielte Vermittlungsaktivit&auml;ten f&uuml;r den Personenkreis, denn Untersuchungen zeigen, dass sich Betriebswechsel generell als M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen Aufstieg erweisen (Schank et al. 2008).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"v-fazit\">V. Fazit <\/span><\/h2>\n<p>Die &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber die Lage am deutschen Arbeitsmarkt wird stark durch kurzfristige konjunkturelle Entwicklungen getrieben. Doch auch diese eher zyklisch auftretenden Themen werden letztendlich durch l&auml;ngerfristige Arbeitsmarkttrends bestimmt. F&uuml;r die Arbeitsmarktpolitik ergeben sich zwei Str&auml;nge mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Um l&auml;ngerfristig international konkurrenzf&auml;hig sein zu k&ouml;nnen und die Voraussetzung f&uuml;r ein stabiles Wachstum zu schaffen, ben&ouml;tigt man eine Orientierung auf eine h&ouml;here Erwerbsbeteiligung und gute Bildungsabschl&uuml;sse. Es sind daher die Voraussetzungen daf&uuml;r zu schaffen, dass bestehende und potentielle Personalreserven bei &Auml;lteren und Frauen oder durch gezielte Einwanderung erschlossen werden k&ouml;nnen. F&uuml;r Personen im oberen Qualifikationssegment d&uuml;rften die Arbeitsmarktperspektiven in einem solchen Umfeld g&uuml;nstig sein.<\/p>\n<p>Der zweite Strang ber&uuml;hrt st&auml;rker die Felder der Arbeitsmarkt-und Sozialpolitik, denn man muss sich auch in Zukunft den wettbewerbsschwachen Personen zuwenden, um dauerhafte, strukturelle Arbeitslosigkeit zu verringern. Auch hier sind Bildungsanstrengungen mittel-bis langfristig der Schl&uuml;ssel zum Erfolg, denn die Statistiken belegen, dass die Arbeitsmarktchancen ganz entscheidend von der Qualifikation der Menschen abh&auml;ngen (Reinberg\/Hummel 2009).<\/p>\n<p>Der Wandel der Erwerbsformen und der wachsende Niedriglohnsektor haben die Arbeitsmarktentwicklung in der j&uuml;ngeren Vergangenheit positiv beeinflusst. Der Preis hierf&uuml;r sind Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, die mit st&auml;rkerer Unsicherheit behaftet sind, immer wieder durch Perioden der Arbeitslosigkeit unterbrochen werden oder deren Einkommen durch staatliche Zusch&uuml;sse aufgestockt werden muss. Dies sind Entwicklungen, die politischen Handlungsbedarf erkennen lassen. Es muss aber bezweifelt werden, ob neue Regulierungen unter dem Slogan &#8222;mehr gute Arbeit&#8220; erfolgreich sein werden. Denn zwischen den Zielen &#8222;guter&#8220; Arbeit und einer breiteren Teilhabe am Arbeitsmarkt, die auch durch atypische Erwerbsformen und niedrig entlohnte Besch&auml;ftigung erreicht wird, besteht ein Zielkonflikt.<\/p>\n<p>Sicherlich kommt eine stabile, gut bezahlte Vollzeitbesch&auml;ftigung der Vorstellung von &#8222;guter Arbeit&#8220; n&auml;her als ein atypisches oder niedrig entlohntes Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis. Doch auch scheinbar &#8222;gute&#8220; Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse k&ouml;nnen durch Freisetzung beendet werden, und &#8222;weniger gute&#8220; Arbeit kann eine Br&uuml;cke zu &#8222;guter&#8220; Arbeit schlagen. Die Arbeitsmarktsituation ist also nicht ausreichend durch die Alternativen &#8222;guter&#8220; oder &#8222;schlechter&#8220; Arbeit beschrieben. Als weiterer Status tritt die Arbeitslosigkeit hinzu. Und diese wird f&uuml;r viele Betroffenen die schlechteste Variante darstellen. So zeigen Untersuchungen, dass arbeitslose Sozialhilfeempf&auml;nger mit ihrem Leben deutlich unzufriedener waren als alle anderen Arbeitsmarktgruppen &#8211; auch als vollzeitbesch&auml;ftigte Niedriglohnempf&auml;nger (Koch et al. 2005). Es muss also darum gehen, der zunehmenden Flexibilisierung dort gesetzlich zu begegnen, wo man Grenzen als &uuml;berschritten ansieht. Solche F&auml;lle k&ouml;nnten die Umwandlung von Normalarbeitsverh&auml;ltnissen in schlechter bezahlte Leiharbeit bei gleicher T&auml;tigkeit oder aber sehr niedrige L&ouml;hne sein.<\/p>\n<p>Grunds&auml;tzlich ist die gerade f&uuml;r wettbewerbsschw&auml;chere Arbeitslose gewonnene Durchl&auml;ssigkeit aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbst&auml;tigkeit zu erhalten. In diese Richtung weisen auch die Hartz-Reformen, die stark auf die (Wieder-)Aufnahme von Arbeit ausgerichtet sind. Erg&auml;nzend sollten die Br&uuml;cken an der zweiten Schwelle ausgebaut und stabilisiert werden. Denn atypische und gering entlohnte Besch&auml;ftigung w&auml;ren als weniger problematisch einzustufen, wenn Aufstiegsmobilit&auml;t nicht die Ausnahme sondern die Regel w&auml;re. Das setzt allerdings voraus, dass sich die dort Besch&auml;ftigten auf ihren Positionen bew&auml;hren k&ouml;nnen und perspektivisch intelligente Modelle einer berufsbegleitenden Qualifizierung mit anerkannten Zertifikaten zur Verf&uuml;gung stehen.<\/p>\n<p>Doch auch hier muss man realistisch sein. Obwohl die Arbeitsmotivation in der Regel hoch ist, besitzen nicht alle Erwerbspersonen die F&auml;higkeiten, einen solchen Aufstieg zu realisieren. F&uuml;r viele bildungsschwache Personen w&auml;re es bereits ein Erfolg, den Arbeitsmarkt (wieder) zu erreichen und dort f&uuml;r eine gewisse Zeit verbleiben zu k&ouml;nnen. F&uuml;r den Personenkreis der Geringverdiener sind daher Modelle zu entwickeln, durch die der Abstand zwischen Brutto-und Nettoeinkommen gesenkt werden kann, damit die Arbeitskosten gering bleiben und Arbeitnehmer zus&auml;tzliche Arbeitsanreize durch ein h&ouml;heres Nettoeinkommen erhalten.<\/p>\n<p>Alles in allem sind die langfristigen Trends in Wirtschaft und Arbeitsmarkt zwar unumkehrbar, aber ihre Folgen sind politisch gestaltbar. In der Arbeitsmarktpolitik und auch der Arbeitsmarktforschung wird also auch in Zukunft kein Mangel an spannenden Fragestellungen und kontroversen Diskussion herrschen.<\/p>\n<p>[1] Vgl. bspw. die Materialsammlung zum Fachkr&auml;ftebedarf unter <a href=\"http:\/\/infosys.iab.de\/infoplattform\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/infosys.iab.de\/infoplattform\/<\/a> thema.asp.<\/p>\n<p>[2] Bei den Arbeitszeitkonten fallen die vollen Arbeitskosten weiter an. Auch Kurzarbeit ist f&uuml;r Betriebe nicht kostenlos. Bach\/Spitznagel (2009) sch&auml;tzen,<\/p>\n<p>dass bei einem Arbeitsausfall durch Kurzarbeit bis zu 35 Prozent der &uuml;blichen Arbeitskosten bei den Betrieben verbleiben.<\/p>\n<p>[3] Siehe die &Uuml;bersicht bei Bernhard et al. (2009).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Achatz, J.\/Trappmann, M. <\/i>(2009): Befragung von Arbeitslosengeld-II-Beziehern: Wege aus der Grundsicherung. IAB-Kurzbericht, Nr. 28.<\/p>\n<p><i>Bach, H.-U.\/Spitznagel, E.<\/i> (2009): Kurzarbeit: Betriebe zahlen mit &#8211; und haben was davon. IAB-Kurzbericht, Nr. 17.<\/p>\n<p><i>Bellmann, L.\/Kistler, E.; Wahse, J. <\/i>(2007): Demographischer Wandel: Betriebe m&uuml;ssen sich auf alternde Belegschaften einstellen. IAB-Kurzbericht, Nr. 21.<\/p>\n<p><i>Bernhard, S.\/Hohmeyer, K.; Jozwiak, E.\/Koch, S.\/Kruppe, Th.\/Stephan, G.\/Wolff, J. <\/i>(2009): Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und ihre Wirkungen. In: M&ouml;ller, J.; Walwei, U. (Hrsg.), Handbuch Arbeitsmarkt 2009, S. 149-201.<\/p>\n<p><i>Br&uuml;cker, H.\/Ringer, S. <\/i>(2008): Ausl&auml;nder in Deutschland: Vergleichsweise schlecht qualifiziert. IAB-Kurzbericht, Nr. 1.<\/p>\n<p><i>Dietz, M. <\/i>(2006): Der Arbeitsmarkt in institutionentheoretischer Perspektive, Stuttgart.<\/p>\n<p><i>Dietz, M.\/M&uuml;ller, G.\/Trappmann, M. <\/i>(2009): Bedarfsgemeinschaften im SGB II: Warum Aufstocker trotz Arbeit bed&uuml;rftig bleiben. IAB-Kurzbericht, Nr. 2.<\/p>\n<p><i>Dietz, M.\/Stops, M.\/Walwei, U. <\/i>(2010): Safeguarding Jobs through Labor Hoarding in Germany, in: Applied Economic Quarterly 61, Supplement, S. 125-149.<\/p>\n<p><i>Dietz, M.\/Walwei, U.<\/i> (2007): Besch&auml;ftigungswirkungen des Wandels der Erwerbsformen. In: Keller, B.; Seifert, H. (Hrsg.), Atypische Besch&auml;ftigung. Flexibilisierung und soziale Risiken, Berlin, S. 165-184.<\/p>\n<p><i>Fahr, R.; Sunde, U.<\/i> (2009): Did the Hartz Reforms speed-up the matching process? A macro-evaluation using empirical matching functions. In: German Economic Review (10) 3, S. 284-316.<\/p>\n<p><i>Fuchs, J.\/Zika, G.<\/i> (2010): Arbeitsmarktbilanz bis 2025: Demografie gibt die Richtung vor. IAB-Kurzbericht, Nr. 12.<\/p>\n<p><i>Fuchs, J.\/Hummel, M.; Klinger, S.\/Spitznagel, E.\/Wanger, S.\/Zika, G.<\/i> (2010): Prognose 2010\/2011: Der Arbeitsmarkt schlie&szlig;t an den vorherigen Aufschwung an. IAB-Kurzbericht, Nr. 18.<\/p>\n<p><i>Gartner, H.\/Klinger, S.<\/i> (2010): Verbesserte Institutionen st&uuml;tzten den Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise, Wirtschaftdienst 90, Heft 10 (im Erscheinen).<\/p>\n<p><i>Helmrich, R.\/Zika, G.<\/i> (Hrsg.) (2010): Beruf und Qualifikation in der Zukunft. BIBB-IAB-Modellrechnungen zu den Entwicklungen in Berufsfeldern und Qualifikationen bis 2025, Bielefeld.<\/p>\n<p><i>Hohendanner, Chr.<\/i> (2010): Befristete Arbeitsvertr&auml;ge zwischen Auf-und Abschwung: Unsichere Zeiten, unsichere Vertr&auml;ge? IAB-Kurzbericht, Nr. 14.<\/p>\n<p><i>Kalina, Th.\/Weinkopf C.<\/i> (2010): Niedriglohnbesch&auml;ftigung 2008: Stagnation auf hohem Niveau &#8211; Lohnspektrum franst nach unten aus. IAQ-Report, Nr.6<\/p>\n<p><i>Koch, S.\/Stephan, G.\/Walwei, U. <\/i>(2005): Workfare: M&ouml;glichkeiten und Grenzen. In: Zeitschrift f&uuml;r ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2, S. 419-440.<\/p>\n<p><i>Kopf, E.\/Wolff, J.<\/i> (2009): Die Wirkung von Trainingsma&szlig;nahmen f&uuml;r ALG-II-Bezieher: Auf den Inhalt kommt es an. IAB-Kurzbericht, Nr. 23.<\/p>\n<p><i>M&ouml;ller, J.\/K&ouml;nig, M.<\/i> (2008): Mindestlohneffekte des Entsendegesetzes? Eine Mikrodatenanalyse f&uuml;r die deutsche Bauwirtschaft. In: Zeitschrift f&uuml;r ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 2\/3, S. 327-346.<\/p>\n<p><i>Leber, U.\/M&ouml;ller, I. <\/i>(2008): Weiterbildungsbeteiligung ausgew&auml;hlter Personengruppen. In: Schmollers Jahrbuch 128 (2008), S. 405-429.<\/p>\n<p><i>Lehmer, F.\/Ziegler, K. <\/i>(2010): Br&uuml;ckenfunktion der Leiharbeit: Zumindest ein schmaler Steg. IAB-Kurzbericht, Nr. 13.<\/p>\n<p><i>Lott, M.\/Spitznagel, E.<\/i> (2010): Pr&auml;ventive Arbeitsmarktpolitik: Impulse f&uuml;r die berufliche Weiterbildung im Betrieb. IAB-Kurzbericht, Nr. 11.<\/p>\n<p><i>Reinberg, A.\/Hummel, M. <\/i>(2007): Schwierige Fortschreibung: Der Trend bleibt &#8211; Geringqualifizierte sind h&auml;ufiger arbeitslos. IAB-Kurzbericht, Nr. 18.<\/p>\n<p><i>RWI\/ISG\/IWH\/GISA\/Burda, M. <\/i>(2005): Evaluation der Ma&szlig;nahmen zur Umsetzung der Vorschl&auml;ge der Hartz-Kommission, Modul 1f: Verbesserung der besch&auml;ftigungspolitischen Rahmenbedingungen und der Makrowirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik.<\/p>\n<p><i>Schank, Th.\/Schnabel, C.\/Stephani, J. <\/i>(2009): Geringverdiener: Wem und wie gelingt der Aufstieg? In: Jahrb&uuml;cher f&uuml;r National&ouml;konomie und Statistik, Bd. 229, H. 5, S. 584-614.<\/p>\n<p><i>Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/i> (2010): Analyse des Arbeitsmarktes f&uuml;r Frauen und M&auml;nner, August 2010.<\/p>\n<p><i>Statistisches Bundesamt <\/i>(2009): Niedrigeinkommen und Erwerbst&auml;tigkeit.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2190,2191],"publikationen":[2826],"class_list":["post-11817","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-martin-dietz","autoren-ulrich-walwei","publikationen-191-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Arbeitsmarkt der Zukunft - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/191-vorgaenge\/publikation\/der-arbeitsmarkt-der-zukunft\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Arbeitsmarkt der Zukunft - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Trends und Perspektiven, aus: vorg&auml;nge Nr. 191, Heft 3\/2010, S. 4-17 I. 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