{"id":11831,"date":"2010-06-01T21:30:00","date_gmt":"2010-06-01T19:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/klimaschutz-erfordert-demokratiewandel\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:48","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:48","slug":"klimaschutz-erfordert-demokratiewandel","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/190-vorgaenge\/publikation\/klimaschutz-erfordert-demokratiewandel\/","title":{"rendered":"Klimaschutz erfordert Demokratiewandel"},"content":{"rendered":"<p>Aus: vorg&auml;nge Nr. 190, Heft 2\/2010, S. 35-43<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<p class=\"bodytext\"><i>F&uuml;r John Schellnhuber, zum 60. Geburtstag <\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p>Wolfgang Harich, der kommunistische Abweichler, hat bereits 1975 die &Ouml;ko-Diktatur, den &#8222;starken, hart durchgreifenden Zuteilungsstaat&#8220; und den &#8222;asketischen Verteilungsstaat&#8220; als einzigen Weg benannt, die bedrohte Biosph&auml;re zu erhalten. Aktuelle Klimaschutz- und Anpassungsprogramme sind weit davon entfernt, aber auch sie haben oft den Geruch des Paternalismus oder Ausnahmeregimes. Haben Demokratien nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, indem sie ihre Freiheit entweder durch &ouml;kologische Katastrophen oder durch &ouml;kologische Ausnahmeregime verlieren?<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"demokratie-audit\">Demokra&shy;tie-Audit <\/span><\/h2>\n<p>Der Klimawandel, der in vielen Belangen eine Heuristik k&uuml;nftiger Verh&auml;ltnisse darstellt (Leggewie\/Welzer 2009, Welzer\/Soeffner\/Giesecke 2010), testet auch die Zukunftsf&auml;higkeit etablierter und neuer Demokratien. Im Westen geht man selbstverst&auml;ndlich davon aus, dass Demokratien im Umweltschutz erfolgreicher agieren als Autokratien, aber bislang ist empirisch nicht eindeutig belegt, ob und wie Demokratiequalit&auml;t und Umweltperformanz zusammenh&auml;ngen (Saretzki 2007). W&uuml;nschenswert ist ein umfassendes Demokratie-Audit (Kaiser\/Seils 2005), das die umwelt- und klimapolitische Leistungsf&auml;higkeit von Wettbewerbs- und Konkordanzdemokratien im angloamerikanischen und zentraleurop&auml;ischen Raum pr&uuml;ft, dabei auch die &#8222;neuen Demokratien&#8220; in Ostmitteleuropa und in den Schwellenl&auml;ndern betrachtet und, da seit 1990 die scharfe Dichotomie zwischen Demokratie und Diktatur gewichen ist, auch Ein-Parteien-Systeme wie die VR China einbezieht, da sie im Bereich der Energieeffizienz neuerdings erstaunlich erfolgreich sind.<\/p>\n<p>Qualit&auml;t und Performanz von Demokratien werden &uuml;blicherweise gemessen a) an ihrem Input, also an der effektiven Beteiligung der B&uuml;rger und der &#8222;Responsivit&auml;t&#8220; der Volksvertreter, und b) an ihrem Output, der politischen Leistungsf&auml;higkeit in Gestalt effektiven und effizienten Handelns der Exekutive, das auch als &#8222;politische Produktivit&auml;t&#8220; bezeichnet wird (Brusis 2008). Gute Klima-Governance besteht in einer deutlichen und nachhaltigen Verringerung der Treibhausgasemissionen durch die Verbreitung nicht-fossiler Energietr&auml;ger, durch Effizienzprogramme und einen ganzen Kranz von Einspareffekten in den drei Hauptverursacherfeldern Mobilit&auml;t, Ern&auml;hrung und Landnutzung. Dieses ehrgeizige Programm erfordert die Mitwirkung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, konventionell via Wahlen, in diesem Fall aber auch &uuml;ber selbst initiierte Verhaltens- und Lebensstil&auml;nderungen.<\/p>\n<p>Klimapolitik setzt spontan auf gesetzlich, regulativ oder &uuml;ber Marktanreize vermittelte Top-Down-Policies. Doch belegen die Widerst&auml;nde, die beispielsweise eine Solarverordnung in der Stadt Marburg oder der qua EU-Regulierung verordnete Ersatz konventioneller Gl&uuml;hbirnen durch Energiesparlampen hervorgerufen hat, die Notwendigkeit, f&uuml;r klimaadministrative Akte nicht nur die ber&uuml;hmte &#8222;Akzeptanz&#8220; anzustreben, sondern auch eine aus Einsicht und &Uuml;berzeugung geborene Mitwirkung kritischer Verbraucher. In &ouml;konomischer Terminologie hei&szlig;t das: den erhofften Ergebnisnutzen (wie Kostenersparnisse und Gewinnaussichten &#8222;gr&uuml;nen Wachstums&#8220;) mit intrinsischem Prozessnutzen zu verbinden (Frey 2006), die in der Mitwirkung an allgemein f&uuml;r gut befundenen Zielen zur Sicherung welt&ouml;ffentlicher Kollektivg&uuml;ter liegen.<\/p>\n<p>Die erw&auml;hnte Responsivit&auml;t liberaler Demokratien kann klimapolitisch ebenso ein Problem sein wie die fehlende Legitimation &#8222;scharfer&#8220; Ma&szlig;nahmen. Deshalb werden &auml;u&szlig;ere Herausforderungen <i>der <\/i>Demokratie neuerdings richtigerweise erg&auml;nzt durch die Betrachtung von Herausforderungen <i>durch die <\/i>Demokratie (Brodocz et. al. 2008, Latour 2008, auch schon Offe\/Guggenberger 1984). Defizite liegen erstens in der globalen Entgrenzung und den Demokratiem&auml;ngeln supra- und transnationaler Regulierung, zweitens im beschr&auml;nkten Zeithorizont, den sich demokratische Politik &uuml;blicherweise gibt. Klimawandel erfordert zum einen ein bisher ungekanntes Ma&szlig; grenz&uuml;berschreitender Kooperation, zum anderen spannt er den politischen Normalbetrieb in ein Zeitkorsett, das auf Grund der schlichten Physik des Klimawandels zunehmend enger wird.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"running-out-of-time\">Running out of time<\/span><\/h2>\n<p>F&uuml;r die Abwendung des gef&auml;hrlichen Klimawandels steht nicht mehr viel Zeit zur Verf&uuml;gung. Binnen ein oder zwei Legislaturperioden m&uuml;ssen <i>alle <\/i>Staaten der Welt jene Ma&szlig;nahmen implementieren, die 2020 ff. greifen m&uuml;ssen, damit bis 2050 (nur ein bis zwei Generationen weiter) jeder Mensch auf der Erde nicht mehr als eine Tonne Kohlendioxid pro Jahr emittiert (zum Vergleich: derzeit st&ouml;&szlig;t im Durchschnitt ein US-Amerikaner j&auml;hrlich ca. 19 t und ein Deutscher ca. 11 t CO2 aus). Gelingt das nicht, werden unsere Nachfahren in einer Vier- oder Mehr-Grad-Welt mit h&ouml;chst unangenehmen Seiten leben m&uuml;ssen (WBGU 2009).<\/p>\n<p>Diese neue Zeitrechnung ist eine Provokation f&uuml;r liberale Gesellschaften, die sich mit &#8222;der Natur&#8220; fertig w&auml;hnten und, trotz aller Katastrophen und R&uuml;ckschl&auml;ge, stets einen nach vorne offenen M&ouml;glichkeitstraum vor sich liegen sahen. Die Figur der Endlichkeit (des wirtschaftlichen Wachstums, der nat&uuml;rlichen Ressourcen, der verf&uuml;gbaren Zeit) dr&auml;ngt das in der Neuzeit auf &#8222;Un-Endlichkeit&#8220; programmierte Selbstbewusstsein ebenso in die Enge wie die im Zyklus von Wahlen verhafteten Politiker. Ihr Zeitrhythmus ist kurzfristig, oft auch kurzatmig auf die jeweilige Legislaturperiode ausgerichtet und durch permanente Wahlk&auml;mpfe und langwierige Inauguralphasen neuer Regierungen weiter verk&uuml;rzt. Wo sich politische Instanzen den Unternehmensrhythmen anpassen, ger&auml;t Politik zus&auml;tzlich in den Sog volatiler Quartalsbilanzen und B&ouml;rsenbarometer; kongenial unterwirft sich der politische Betrieb dem Diktat monatlicher Meinungsumfragen.<\/p>\n<p>Der &#8222;shortermism&#8220; (Giddens 2009) der politischen Aufmerksamkeit kontrastiert auff&auml;llig mit den dilatorischen Methoden der Dissensbearbeitung und Kompromissfindung in politischen Verhandlungsarenen, in denen man schwer l&ouml;sbare Probleme &#8222;auf die lange Bank&#8220; schiebt und auf Zeit spielt. Darunter fallen gerade die gro&szlig;en Reformagenden westlicher Demokratien (demografischer Wandel, Kostenexplosion im Gesundheitswesen, Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung), die in einer Mischung aus kampagnenbezogener Hektik und permanenter Verschiebung traktiert werden. Der performative Widerspruch demokratischer Staatlichkeit (und ein Hauptgrund f&uuml;r den Verfall von Output-Legitimit&auml;t) liegt mithin darin, dass Mega-Probleme durch nerv&ouml;se politische Kommunikation latent gehalten, L&ouml;sungen daf&uuml;r aber <i>ad calendas graecas <\/i>vertagt werden.<\/p>\n<p>Dilatorische Politik ist nicht per se ein &Uuml;bel. Zeitgewinn ist f&uuml;r die Bewahrung von Stabilit&auml;t oftmals erforderlich, und das Ringen darum reagiert auf die Kontingenzen und Risiken moderner Gesellschaften, die ja in der Regel einfache Bescheide und klare Entscheidungen nicht erlauben (G&uuml;nther 2006). Die unaufhebbare Zukunftsunsicherheit wird in Rituale der Konsensfindung und Routinen der Aushandlung &uuml;berf&uuml;hrt. Auf diese Weise geht politische Macht mit Risiken um, denn ebenso wenig wie der Markt verf&uuml;gt sie &uuml;ber eine &#8222;systemeigene Wirkungstechnologie, die es erlaubte, Ressourcen zu dosieren und Fehler zu erkennen&#8220; (Luhmann 2000:433). Wer die dicken Bretter inkrementeller Politik bohren will, muss hin und wieder abwarten und etwas &#8222;aussitzen&#8220;, bis sich die Dinge eventuell von selbst erledigt haben, Interessenlagen sich &auml;ndern, Gem&uuml;ter sich beruhigen, W&auml;hler vergessen oder resignieren. Aufschieben und Abwarten werden im Vertrauen darauf gerechtfertigt, die Wachstumsdynamik kapitalistischer &Ouml;konomien und die sozialstaatliche Inklusion werde &#8222;morgen&#8220; Gelegenheit zur L&ouml;sung von politischen Konflikten bieten, die &#8222;heute&#8220; unl&ouml;sbar scheinen.<\/p>\n<p>So sind liberale Demokratien in einem Dilemma: Dilatorische und inkrementelle Strategien sch&uuml;tzen vor den Illusionen identit&auml;rer Demokratie, die von Rousseau bis Carl Schmitt auf einen demokratiefeindlichen Dezisionismus hinauslaufen. Andererseits stellt die Kombination der &ouml;kologischen mit der fiskalischen Krise die Erbschaft der b&uuml;rgerlichen Revolution mit ihrem Fortschritts- und Wachstumsoptimismus und mit ihrer Politik des Durchwurstelns in Frage. Die Absorption von Unsicherheit und die Entsch&auml;rfung von Konflikten durch Zeitspiel sto&szlig;en an ihre Grenzen, wo sich Risiken, die man glaubte, durch Umverteilung bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen, vor allem beim gef&auml;hrlichen Klimawandel, in basale Gefahren zur&uuml;ckverwandeln. Die ungl&auml;ubige Reaktion der seit den 1990er Jahren gut informierten &Ouml;ffentlichkeit und die Renitenz so genannter Klima-Skeptiker zeugen von der Kr&auml;nkung, die ein ganz auf Zukunftsverzehr ausgelegtes Industriesystem erfahren hat.<\/p>\n<p>Dieses Dilemma ist ein Einfallstor f&uuml;r Demokratieskepsis und autorit&auml;re Fantasien des &#8222;Durchregierens&#8220;. Seit l&auml;ngerem schon werden die &#8222;Grenzen der Mehrheitsdemokratie&#8220; (Offe\/Guggenberger 1984) thematisiert, wonach Mehrheiten nicht guten Gewissens tief greifende und irreversible Entscheidungen f&auml;llen d&uuml;rfen, die a) Populationen au&szlig;erhalb ihrer Grenzen massiv betreffen und b) k&uuml;nftigen Generationen ihre Handlungsfreiheit nehmen. R&auml;umlich wie temporal ist die demokratiepolitisch unhaltbare Kluft zwischen Entscheidungsberechtigten und Entscheidungsbetroffenen (bzw. Autoren und Adressaten von Gesetzgebung und Rechtssprechung) gewachsen. Demonstriert wurde diese Diskrepanz an einem Umwelt- und Energiepolitischen Thema der ersten Stunde, am Ausbau der Kernenergie, weil die Entsorgung nuklearen Abfalls mit langen Halbwertzeiten und unklaren Endlagerst&auml;tten ungeahnte Konsequenzen hat. Heute stellt aber nicht nur die Irreversibilit&auml;t solcher Entscheidungen ein Problem dar, ebenso schwer wiegt die Notwendigkeit ihrer rasanten Beschleunigung &#8211; <i>jetzt <\/i>muss im Blick auf den Klimawandel entschieden werden, was sein &#8222;Umkippen&#8220; in eine Katastrophe in zehn, zwanzig oder hundert Jahren vermeiden soll.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"maengel-globalen-regierens\">M&auml;ngel globalen Regierens<\/span><\/h2>\n<p>Global-r&auml;umlich ist eine weitere Frage, wie sich Demokratien &#8222;nach ihrem Sieg&#8220; 1990 im Rahmen demo-autorit&auml;rer Mischregime wie der <i>Gruppe der 20 <\/i>(G 20) bew&auml;hren, denen als Quasi-Weltregierung die Bearbeitung der Klima- und Finanzkrise &uuml;bertragen sind. W&auml;hrend sich Weltm&auml;rkte und Weltgesellschaft rapide formiert haben, sind kosmopolitische Normierungen und Regulierungen nur tastend und sektoral begrenzt vorangekommen. Die demokratiepolitische Problematik besteht darin, dass herk&ouml;mmliche Government-Entscheidungen nationalstaatlich verfasster Regierungen und Verwaltungen in Netzwerke grenz&uuml;berschreitender Abstimmung, Koordination und Verhandlung aufgehen, diese aber keine erkennbare demokratische Legitimation besitzen. Beteiligt sind in erheblichem Umfang private und semi-staatliche Akteure, die ebenfalls ohne formale Legitimation und Rechenschaftspflicht agieren. In dieser Mehrebenenpolitik wirken systemisch getrennte Steuerungsmechanismen zusammen: autoritative Lenkung durch staatliche Exekutiven und supranationale Governance, Koordinierungsinstanzen an der Schnittstelle privater und &ouml;ffentlicher Akteure (PPP) und korporative Organe, darunter machtvolle Unternehmens- und Bankenkonglomerate.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund hat sich mit der Verabschiedung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) auf dem Rio-Gipfel 1992 und mit dem 2005 in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll eine <i>Global Climate Governance <\/i>entwickelt, die im Verbund mit supranationalstaatlichen Programmen, Organisationen und Protokollen einen <i>Regime Complex <\/i>der internationalen Klimapolitik bilden (Keohane\/Victor 2010). Auch hier fragt sich, wie sich solche hybriden Regime legitimieren lassen beziehungsweise wie sie ohne direkte Rechenschaftspflicht legitimiert werden. Das geschieht nicht auf klassische Weise durch Wahlen und Abstimmungen, und auch, wo supranationale Organe einer parlamentarisch-ministeriellen Teilkontrolle ausgesetzt sind (wie im Fall der Europ&auml;ischen Kommission), bleibt die Rede vom Demokratiedefizit. Ersatzweise treten klimapolitische Gruppen, auch Menschenrechts- und Fl&uuml;chtlingsorganisationen advokatorisch f&uuml;r weltkollektive G&uuml;ter, f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen oder f&uuml;r Gaia auf den Plan, bet&auml;tigen sich vielgliedrige B&uuml;rger- und Verbrauchergruppen und mobilisieren Protestinitiativen (Leggewie 2003).<\/p>\n<p>Wenn die G 8\/G 20 ihre im Juli 2009 beim Gipfel in L&#8217;Aquila eingegangene Verpflichtung umsetzen wollte, die 2-Grad-Leitplanke einzuhalten, setzte das einen immensen Fortschritt freiwilliger globaler Kooperation und kosmopolitischer Mobilisierung voraus. Bis 1990 war das internationale System durch die bipolare Kontrolle zweier &#8222;Superm&auml;chte&#8220;, ferner durch regionale Hegemoniem&auml;chte und einen UN-gest&uuml;tzten, sektoralen oder regionalen Multilateralismus beherrscht (Keohane\/Moravcik\/Macedo 2009). Seither vermochten sich weder die USA als &#8222;einzige verbliebene Supermacht&#8220; durchzusetzen, noch konnte ein von IWF, Weltbank und anderen Bretton Woods-Instanzen im Washington-Konsens formulierte Marktregulierung oder ein generalisierter UN-Multilateralismus die L&uuml;cke zu f&uuml;llen. Das relative Scheitern des &#8222;Klimagipfels&#8220; in Kopenhagen (der freilich das &#8222;Zwei-Grad-Ziel&#8220; noch einmal bekr&auml;ftigt hat) zeugt von diesem Versagen.<\/p>\n<p>Neue Akteure und Konstellation der zwischenstaatlichen Politik sind seither aufgekommen. Als Erweiterung der G 7\/8 ins Leben gerufen wurde das Gremium der G 20, konkret in Reaktion auf die schwere Finanzkrise 1997 in Asien und gerade in diesen Tagen mit dem Auftrag einer nachhaltigen Reform und Kontrolle des Weltfinanzsystems. Die Gruppe der 20 repr&auml;sentiert rund 85 Prozent des Weltsozialproduktes und zwei Drittel der Weltbev&ouml;lkerung. Ihr Aufstieg war unvermeidlich; in einer globalisierten &Ouml;konomie bringen L&auml;nder wie Indien und Brasilien das Gewicht ihrer multinationalen Grossunternehmen ein und L&auml;nder wie China gewaltige W&auml;hrungsreserven. Wird und soll diese &#8222;bunte Truppe&#8220; die neue, aus der Systemkrise geborene Weltregierung sein? Und wie vertragen sich liberale Demokratien westlichen Typs mit Regimen, die zum geringeren Teil Demokratien sind (wie Indien und Indonesien), zum gr&ouml;&szlig;eren Teil aber demo-autorit&auml;re Systeme wie die T&uuml;rkei oder gar keine Demokratien wie Saudi-Arabien?<\/p>\n<p>Zwar haben sich nach dem Wegfall der sozialistischen Alternative vielerorts formale Demokratie und Kapitalismus durchgesetzt, aber der f&uuml;r den nordatlantischen Westen typische Konnex zwischen &ouml;konomischer und politischer Freiheit existiert in vielen G20-L&auml;ndern nicht. Mit der G 20 muss sich die Weltpolitik exemplarisch auf eine Art demo-autorit&auml;res Mischregiment einstellen, in dem liberale Demokraten mit autorit&auml;ren Herrschern ganz unterschiedlicher Couleur zusammenwirken, f&uuml;r die weder das demokratische Ideal noch das marktwirtschaftliche Modell des Westens noch eine Richtschnur sind. Das Gremium ist bisher eher eine Clearingstelle, aus der kein Primus inter pares herausragt, neben einem instabilen Duumvirat der USA und Chinas. Das ist kein geordneter Multilateralismus, sondern eine verschachtelte Struktur, die eher an die Anarchie der Staatenwelt im 19. Jahrhundert erinnert als an eine Matrix globalen Regierens im 21. Jahrhundert.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"was-tun\">Was tun? <\/span><\/h2>\n<p>Die politischen Eliten setzen die gewohnte inkrementelle Politik fort, wo beherzte transformative Schritte notwendig (und auch m&ouml;glich!) w&auml;ren; und sie verharren im nationalstaatlichen Rahmen, wo globale Probleme globale Kooperation nach sich ziehen m&uuml;ssten. Es ist nicht so, dass f&uuml;r die Erfordernisse der Umwelt-, Klima- und Energiepolitik der Instrumentenkasten nicht mehr angemessen w&auml;re, der mit den &#8222;drei G&#8220; best&uuml;ckt ist: Geld (&ouml;konomische Anreizen), Gesetze (politisch-rechtliche Regulierung) und gute Worten (persuasive Programme). F&uuml;r Die Gro&szlig;e Transformation in eine nachhaltige und gerechte Weltgesellschaft und Weltwirtschaft mangelt es nicht an &#8222;Policies&#8220;, die Probleme liegen im politischen Prozess (politics) und in der mangelnden &Uuml;bersetzung normativer Konzepte wie der Zwei-Grad-Leitplanke in ein verbindliches Abkommen (polity).<\/p>\n<p>Anzustreben ist die Weiterentwicklung der Grundrechte (im Sinne von T.H. Marshall 1992) von den b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechten &uuml;ber politische Beteiligungsrechte und soziale Rechte f&uuml;r alle (Voll-)Mitglieder einer staatlich verfassten Gesellschaft in Richtung auf &ouml;kologische Grundrechte oder Staatsziele, wie sie in Art. 20a GG vorgepr&auml;gt sind: &#8222;Der Staat sch&uuml;tzt auch in Verantwortung f&uuml;r die k&uuml;nftigen Generationen die nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Ma&szlig;gabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.&#8220;<\/p>\n<p>Wie k&ouml;nnen unter diesem Signum parlamentarische Demokratien ihr <i>Business as usual <\/i>&uuml;berwinden und die ihnen zugetraute &Uuml;berlegenheit in der Lieferung effektiven Outputs auch angesichts versch&auml;rfter Probleme unter Beweis stellen? Antworten darauf sind nicht leicht zu finden, sie liegen wohl in der Beschleunigung ihrer Prozeduren. Dazu kann man auf drei Ebenen vorgehen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Institutionelle Reformen:<\/strong> Analog zur Geschlechterpolitik ist eine Art Climate Mainstreaming anzuraten, d.h. eine Politik der Dekarbonisierung quer durch alle Ressorts und Klimavertr&auml;glichkeitspr&uuml;fungen bei allen Gesetzesvorhaben. Notwendig sind mehr interministerielle Koordination, Klima-Kabinette und neue Zuschnitte von Ministerialressorts. <\/li>\n<li><strong>Big Push:<\/strong> Nur mit &ouml;ffentlichen Infrastrukturinvestitionen, Marktanreizen f&uuml;r private Verbraucher und der massiven Konzentration von Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Bereich der Erneuerbaren Energien k&ouml;nnen eine klimafreundliche Infrastruktur und &ouml;kologische Re-Urbanisierungsinitiativen weltweit erreicht werden, flankiert durch einen weltweiten und umfassenden Emissionshandel (WBGU 2009). <\/li>\n<li><strong>Europ&auml;isierung und Globalisierung:<\/strong> Es ist angebracht, solche Reformen auf die europ&auml;ische Ebene auszudehnen, zumal sich der Aufbau eines Supersmart-Grid nur europaweit und kontinental&uuml;bergreifend verwirklichen l&auml;sst. Auch ein europ&auml;ischer und mittelfristig globaler Einspeisetarif f&uuml;r erneuerbare Energien w&uuml;rde zur einer effizienten Allokation von Ressourcen f&uuml;hren; es w&uuml;rde dort investiert, wo Photovoltaik-Anlagen sich wirklich lohnen, und nicht dort, wo die h&ouml;chsten staatlichen Subventionen zu beziehen sind. Klimapolitik ist heute Au&szlig;en- und Geopolitik, die, solange globale Abkommen an nationalstaatlichen Souver&auml;nit&auml;tsvorbehalten scheitern, &#8222;von unten&#8220; mit subglobalen Klimaallianzen und Energieverb&uuml;nden fundiert werden und sich der Hilfe internationaler Nicht-Regierungs-Organisationen bedienen kann. (WBGU 2010) <\/li>\n<\/ul>\n<p>&Ouml;kologische Grundrechte, beschleunigte Gesetzgebung, Anreizprogramme und globale Kooperation bed&uuml;rfen ihrerseits einer Legitimationsgrundlage, anders gesagt: einer Demokratisierung der liberalen Demokratie. Dazu sind noch mehr institutionelle Fantasie und politischer Wagemut erforderlich, etwa in folgende Richtungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Deliberative Wissensregime:<\/strong> Was Klimawandel ist, welche Dynamiken und Folgen er haben kann und welche Vorkehrungen man dagegen w&auml;hlen kann, speist sich wesentlich aus dem Sachverstand von Wissenschaftlern in globalen Wissensregimen wie dem <em>Intergovernmental Panel on Climate Change <\/em>(IPCC) und anderen wissenschaftlichen Beratungsgremien. Ihnen mangelt es an Legitimit&auml;t, wo sie als &#8222;Rat der Weisen&#8220; politische Entscheidungen dezisionistisch oder technokratisch informieren; andererseits fehlt oft die sachlich gebotene Beziehung von Beratungsgremien zum effektiven Entscheidungshandeln. Gr&ouml;zinger (1997) hat eine aus Wissenschaftlern besetzte <strong>&#8222;konzeptive Gewalt&#8220;<\/strong> (neben Exekutive, Legislative und Judikative) ins Gespr&auml;ch gebracht, eine eigenst&auml;ndig legitimierte Vorschlagskammer, die kein Bestimmungsrecht hat und nicht als Vetoinstanz auftreten kann, Parlamente und Ministerialb&uuml;rokratien aber unter Begr&uuml;ndungszwang setzt. Wichtig ist, dass sich solche Fachkollegien dem &#8222;Laienverstand&#8220; stellen und auch in hybriden Konstellationen die Kraft des besseren Arguments zur Geltung kommt (B&ouml;schen 2005; Schaal\/Ritzi 2009). <\/li>\n<li>In der Diskussion sind ferner <strong>Wahlrechts- und Abstimmungsmodalit&auml;ten<\/strong>, in denen eine st&auml;rkere Zukunftsorientierung eingebaut ist; ein (problematischer) Vorschlag ist die &Uuml;bertragung von Stimmen auf Eltern von Kindern in der (vermutlich irrigen) Erwartung, dass die mehrfach Stimmberechtigten dann nicht ihre unmittelbaren Gegenwartsinteressen ins Zentrum r&uuml;cken, sondern die Interessen k&uuml;nftiger Generationen (Stiftung 2009). <em>Public goods<\/em> (welt&ouml;ffentliche Kollektivg&uuml;ter) k&ouml;nnen im politischen Alltagsgesch&auml;ft, das in der Regel von organisierten Interessen mit egoistischen Nutzenkalk&uuml;len und kurzfristigem Horizont beherrscht ist, besser Ber&uuml;cksichtigung finden, wenn B&uuml;rgerinitiativen, Nicht-Regierungs-Organisationen und soziale Bewegungen, die &uuml;bergeordnete Ziele vertreten, ein weit reichendes <strong>Konsultationsrecht <\/strong>erhalten. <\/li>\n<li>Schlie&szlig;lich muss man &uuml;ber <strong>Reformen des Parteienwesens <\/strong>nachdenken. Zu konstatieren ist in der B&uuml;rgergesellschaft einerseits die wachsende Entfremdung vom Betrieb der Berufs- und Parteipolitik, anderseits w&auml;chst die Bereitschaft, in umwelt-, energie- und klimapolitischer Hinsicht &#8222;von unten&#8220; t&auml;tig zu werden. Was (trotz des Aufstiegs gr&uuml;ner Parteien) fehlt, ist die ad&auml;quate B&uuml;ndelung und Vertretung auf der parlamentarischen Ebene, worauf die Akteure angewiesen sind, um ein Gef&uuml;hl der Selbstwirksamkeit zu erreichen, disparate Ans&auml;tze zu kommunizieren und sie in ein &uuml;bergreifendes Innovationsszenario einzubauen. Das klassische pluralistische Aggregationsmuster beruhte auf zahlender Mitgliedschaft und privater und\/oder staatlicher Parteienfinanzierung; es ist fraglich, ob es vor allem den Volksparteien gelingen wird, den verstreuten Keimen und Kernen, den fluiden Netzwerken nachhaltigen Wirtschaftens auch ohne feste Mitgliedschaften den notwendigen Entfaltungsraum zu bieten. Anzukn&uuml;pfen w&auml;re hier an bestehende Kommunikationsgemeinschaften, beispielsweise in Arbeitsteams, Berufsvereinigungen, Vereinen, Schulen und dergleichen, die allerdings durch verstreute Massenmedien sehr stark verformt sind. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Die Aussicht eines gef&auml;hrlichen Klimawandels und die Ma&szlig;nahmen der Klimaschutz- und Klimaanpassungspolitik setzen temporal wie r&auml;umlich die Normalform demokratischen Regierens unter Druck. Es besteht aber kein Anlass, die Probleml&ouml;sungsf&auml;higkeit autorit&auml;rer Klimaregime zu preisen. Deren Herausforderung ist eher ein Ansporn f&uuml;r die Modernisierung der Demokratie, &auml;hnlich wie die bis 1990 bestehende Systemkonkurrenz mit den in keiner Hinsicht &uuml;berlegenen realsozialistischen Staaten. Notwendig ist eine erweiterte Legitimationsbasis f&uuml;r lokale, regionale, nationale und supranationale Regime, durch die Verbesserung der Wissensgrundlagen demokratischer Prozeduren, ihre normativ fundierte und durch alternative Lebensstile gest&uuml;tzte Beschleunigung und die Erh&ouml;hung ihrer deliberativen Qualit&auml;ten. Mehr und im Sinne von Benjamin Barber &#8222;dickere&#8220;, nicht weniger Partizipation der B&uuml;rgergesellschaft steht somit auf der Tagesordnung.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Barber, Benjamin <\/i>1994: Starke Demokratie &#8211; &Uuml;ber die Teilhabe am Politischen Berlin<\/p>\n<p><i>Ders. <\/i>1998: A Place for Us: How to Make Society Civil and Democracy Strong. New York<\/p>\n<p><i>B&ouml;schen, Stefan<\/i> 2005 : &#8222;Reflexive Wissenspolitik: Zur Formierung und Strukturierung von Gestaltungs&ouml;ffentlichkeiten.&#8220; In: Bogner, A.\/Torgersen, H. (Hg.): Wozu Experten? Wiesbaden, S. 241263<\/p>\n<p><i>Brodocz, Andr&eacute;\/ Llanque, Marcus\/ Schaal, Gary S.<\/i> <i>(Hg.)<\/i> 2008: Bedrohungen der Demokratie, Wiesbaden<\/p>\n<p><i>Brusis, Martin <\/i>2008: &#8222;Reformf&auml;higkeit messen? Konzeptionelle &Uuml;berlegungen zu einem Reformf&auml;higkeitsindex f&uuml;r OECD-Staaten.&#8220; In: Politische Vierteljahresschrift, Bd. 49, H. 1, S. 92-113<\/p>\n<p><i>Frey, Bruno\/Stutzer Alois <\/i>2002: &#8222;Prozessnutzen in der Demokratie&#8220;. In: Rehbinder\/ Usteri (Hg.), Gl&uuml;ck als Ziel der Rechtspolitik, Bern, 193-209<\/p>\n<p><i>Giddens, Anthony<\/i> 2009: The Politics of Climate Change, Oxford<\/p>\n<p><i>G&uuml;nther, Klaus<\/i> 2006: Politik des Kompromisses. Dissensmanagement in pluralistischen Demokratien, Wiesbaden<\/p>\n<p><i>Harich, Wolfgang<\/i> 1975: Kommunismus ohne Wachstum? Babeuf und der &sbquo;Club of Rome&#8216;, Reinbek<\/p>\n<p><i>Kaiser, Andr&eacute;\/Seils, Eric <\/i>2005: Demokratie-Audits. Zwischenbilanz zu einem neuen Instrument der empirischen Demokratieforschung. In: Politische Vierteljahresschrift Bd. 46, H. 1, S. 133-43<\/p>\n<p><i>Robert O. Keohane\/Stephen Macedo\/Andrew Moravcsik<\/i> 2009: &#8222;Democracy-Enhancing Multilateralism&#8220;. In: International Organization , Bd. 63, H. 1, p. 1-31<\/p>\n<p><i>Keohane, R. O.\/Victor, D. G. <\/i>2010: The Regime Complex for Climate Change. The Harvard Project on International Climate Agreements. Discussion Paper 10-33. Cambridge, MA<\/p>\n<p><i>Latour, Bruno <\/i>2008: Wir sind nie modern gewesen: Versuch einer Symmetrischen Anthropologie, Frankfurt\/Main<\/p>\n<p><i>Leggewie, Claus<\/i> 2003: Die Globalisierung und ihre Gegner, M&uuml;nchen<\/p>\n<p><i>Ders.\/ Welzer Harald<\/i> 2009: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie, Frankfurt am Main<\/p>\n<p><i>Luhmann, Niklas<\/i> 2000: Die Politik der Gesellschaft, Frankfurt\/Main<\/p>\n<p><i>Marshall, Thomas H. <\/i>1992: B&uuml;rgerrechte und soziale Klassen. Zur Soziologie des Wohlfahrtsstaates, Frankfurt am Main<\/p>\n<p><i>Saretzki, Thomas<\/i> 2007: &#8222;Demokratie und Umweltpolitik: Konzeptionelle und methodologische Probleme der makroquantitativ ausgerichteten vergleichenden Umwelt- und Demokratieforschung&#8220;, in: Politische Vierteljahresschrift, Sonderheft 39: &#8222;Politik und Umwelt&#8220;, 409-429<\/p>\n<p><i>Ders.<\/i> 2010: &#8222;Strategie als Herausforderung f&uuml;r die deliberative Demokratietheorie&#8220;, in: J. Raschke\/R. Tils (Hg.): Strategie in der Politikwissenschaft. Konturen eines neuen Forschungsfelds, Wiesbaden, 121-150<\/p>\n<p><i>Schaal, Gary S.\/Ritzi, Claudia<\/i> 2009: Empirische Deliberationsforschung. Max Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung, Working Paper 09\/9. K&ouml;ln<\/p>\n<p><i>Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen <\/i>2009: Generationengerechtigkeit, das Wahlrecht durch Eintragung und weitere Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen, <a href=\"http:\/\/www.generationengerechtigkeit.de\/images\/stories\/Publikationen\/positionspapiere\/pp_kinderrechte.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.generationengerechtigkeit.de\/images\/stories\/Publikationen\/positionspapiere\/pp_kinderrechte.pdf<\/a><\/p>\n<p><i>WBGU <\/i>2009: Kassensturz f&uuml;r den Weltklimavertrag &#8211; Der Budgetansatz, Berlin<\/p>\n<p><i>WBGU <\/i>2010: Klimapolitik nach Kopenhagen: Auf drei Ebenen zum Erfolg, Berlin<\/p>\n<p><i>Welzer, Harald\/ Soeffner, Hans-Georg, Hiesecke, Dana<\/i> 2010: Klimakulturen. Soziale Wirklichkeiten im Klimawandel, Frankfurt am Main<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2202],"publikationen":[2825],"class_list":["post-11831","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-claus-leggewie","publikationen-190-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Klimaschutz erfordert Demokratiewandel - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/190-vorgaenge\/publikation\/klimaschutz-erfordert-demokratiewandel\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Klimaschutz erfordert Demokratiewandel - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: vorg&auml;nge Nr. 190, Heft 2\/2010, S. 35-43 F&uuml;r John Schellnhuber, zum 60. 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