{"id":11835,"date":"2010-06-01T19:33:00","date_gmt":"2010-06-01T17:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/gleich-gleicher-ungleich\/"},"modified":"2021-08-30T15:40:49","modified_gmt":"2021-08-30T13:40:49","slug":"gleich-gleicher-ungleich","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/190-vorgaenge\/publikation\/gleich-gleicher-ungleich\/","title":{"rendered":"Gleich &#8211; gleicher &#8211; ungleich?"},"content":{"rendered":"<p>Feministische Perspektiven auf die Krise der Demokratie;<\/p>\n<p>aus: vorg&auml;nge Nr. 190, Heft 2\/2010, S. 73-81<\/p>\n<p>Im Zentrum feministischer Analysen zu Erosionstendenzen der Demokratie stehen weder die Konsequenzen der Globalisierung noch der massenmediale Wandel oder die &Ouml;konomisierung bzw. Postdemokratisierung moderner Gesellschaften. Aus feministischer Perspektive liegt die Wurzel vieler demokratischer Probleme tiefer: Sie resultieren aus einem unterkomplexen Gleichheitsverst&auml;ndnis, das Eingang in eine Vielzahl politischer Institutionen und Entscheidungsverfahren gefunden hat und das die Funktionalit&auml;t und Stabilit&auml;t moderner Demokratie zunehmend gef&auml;hrdet, da es die gleiche Integration aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in den politischen Prozess erschwert.<\/p>\n<p>Das in diesem Kontext von vielen Feministinnen kritisierte &#8222;einfache&#8220; Gleichheitsverst&auml;ndnis[1] kommt heute nur noch selten so klar zum Ausdruck wie in den Worten der amerikanischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung: &#8222;We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal[&#8230;]&#8220;. Es pr&auml;gt jedoch zweifelsohne (und in vielerlei Hinsicht auch aus gutem Grund) jegliche Form moderner Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Entscheidungsformen. Nach Ansicht feministischer Autorinnen geht die Annahme der Gleichheit aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in modernen Gesellschaften heute weit &uuml;ber die Anerkennung gleicher Rechte und Pflichten hinaus &#8211; und damit zu weit. Die mangelnde Ber&uuml;cksichtigung, teilweise sogar theoretische Leugnung, der grundlegenden Verschiedenheit der Menschen im Kontext politischer Einfluss- und Entscheidungsm&ouml;glichkeiten sei nicht mehr nur Ausdruck der Rechtsgleichheit aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, sondern f&uuml;hre auch zur Diskriminierung von Differenz. Diese diskriminierenden Elemente des modernen Gleichheitsverst&auml;ndnisses seien zwar kein neues Merkmal demokratischen Handelns am Beginn des 21. Jahrhunderts &#8211; sie w&uuml;rden durch Pluralisierungs- und Modernisierungsprozesse jedoch in ihrer Bedeutung verst&auml;rkt.<\/p>\n<p>&#8222;Equality [is] conceived as sameness&#8220;, kritisiert entsprechend Iris Marion Young (Young 1989: 250). Das emanzipatorische Streben nach der politischen Gleichheit aller B&uuml;rger (und sp&auml;ter auch B&uuml;rgerinnen) sei in der modernen Staatstheorie und politischen Praxis in einem schleichenden Prozess zunehmend mit dem Ideal des Gleichseins verwoben worden. Heute bestehe ein impliziter, aber nicht notwendiger Zusammenhang zwischen den Idealen der Inklusion und Partizipation aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, ihrer Gleichbehandlung und der Annahme der Generalisierbarkeit ihrer Interessen. Wer &ouml;ffentlich agiere, solle von seiner individuellen und kulturell gepr&auml;gten Lebenssituation abstrahieren und einen allgemeinen Standpunkt einnehmen, der alle partikularen Perspektiven und Erfahrungen transzendiere. &#8222;But such an impartial general perspective is a myth&#8220;, urteilt Young mit dem Verweis auf die Pr&auml;gekraft und Vielfalt von Identit&auml;ten und identit&auml;tsstiftenden Gruppen in modernen Gesellschaften (Young 1989: 257; vgl. auch Young 1987).<\/p>\n<p>Der R&uuml;ckzug vieler B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aus dem politischen Leben, die Politikverdrossenheit und damit verbundenen Responsivit&auml;tsprobleme moderner Demokratien k&ouml;nnen aus feministischer Perspektive also als Reaktionen auf politische Institutionen und Entscheidungsmechanismen, deren universalistisches Gleichheitsverst&auml;ndnis in immer st&auml;rkerem Kontrast zu den sich pluralisierenden Lebensweisen stehen, interpretiert werden.[2] W&auml;hrend lange Zeit vor allem Frauen trotz der rechtlichen Gleichstellung Zur&uuml;ckhaltung gegen&uuml;ber dem demokratischen Leben ge&uuml;bt haben, wirken sich die subtilen Ausgrenzungsmechanismen der &#8222;einfachen&#8220; Gleichheit in pluralistischen Gesellschaften auch auf die politische Situation vieler M&auml;nner aus. Wenn B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht den Eindruck haben, in ihrer (vorpolitischen) Verschiedenheit[3] anerkannt und ber&uuml;cksichtigt zu werden, dann ziehen sie sich aus dem politischen Prozess zur&uuml;ck &#8211; sofern in diesem nicht gerade die gruppenspezifischen Interessen verhandelt werden. Diese Entwicklung wurde in den letzten Jahren angesichts der schwindenden Bedeutung von Klassenunterschieden im &#8222;postsozialistischen Zeitalter&#8220; und dem wachsenden Einfluss pluralistischer Identit&auml;ten verst&auml;rkt sichtbar (vgl. Pateman 2001: 10f.).<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser These erscheint die Rekonzeptionalisierung von Gleichheit und Ungleichheit aus feministischer Perspektive als eine Existenzbedingung moderner Demokratien. Im Folgenden werden zwei Ans&auml;tze vorgestellt, wie ein modernes Gleichheitsverst&auml;ndnis aussehen k&ouml;nnte.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"differenzierte-gleichheit\">Diffe&shy;ren&shy;zierte Gleichheit<\/span><\/h2>\n<p>Nicht nur Feministinnen haben differenzierte Gleichheitsbegriffe ausgearbeitet. Schon Mitte des 20. Jahrhunderts &#8211; also rund zwei Jahrzehnte vor der Ver&ouml;ffentlichung der ersten gleichheitskritischen Arbeiten der Neuen Frauenbewegung[4] &#8211; legte der britische Soziologe Thomas Marshall (1992 [1947]) in seinen Studien zum &#8222;demokratischen Wohlfahrtskapitalismus&#8220; die einflussreiche Unterscheidung zwischen dem rechtlichen, dem politischen und dem sozialen Gleichheitsaspekt vor, wobei die drei Begriffsdimensionen der Gleichheit aus heutiger Perspektive auch mit dem demokratischen Selbstverst&auml;ndnis einer politischen Gemeinschaft in Verbindung gebracht und als in einem interdependenten Spannungsverh&auml;ltnis zueinander stehend rekonstruiert werden k&ouml;nnen (vgl. Schwinn 2001). Der rechtliche Aspekt der Gleichheit bezieht sich dabei auf das f&uuml;r moderne Gesellschaften zentrale Ideal der gleichen Rechte und Rechtsprechung f&uuml;r alle Gesellschaftsmitglieder. Politische Gleichheit hingegen kommt nicht nur durch gleiche Beteiligungsrechte zum Ausdruck, sondern besteht, wenn de facto alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gleicherma&szlig;en die Herrschaftsordnung bestimmen, kontrollieren und legitimieren. Der soziale Aspekt der Gleichheit bezieht sich bei Marshall auf die angemessene Verteilung sozialer und materialer G&uuml;ter und F&auml;higkeiten als Bedingung f&uuml;r politisches Handeln in einer Gesellschaft (Schwinn 2001: 218f.).<\/p>\n<p>Auch wenn Feministinnen nur selten explizit zwischen diesen drei Gleichheitsaspekten differenzieren, pr&auml;gt eine entsprechende oder &auml;hnliche Unterscheidung ihre Argumentationen doch immer dann, wenn sie auf das Ungen&uuml;gen gleicher Rechte zur Erreichung politischer Gleichstellung verweisen (z.B. Fraser 2001). Dass die formale Anerkennung von Frauen als vollwertige Mitglieder demokratischer Gemeinschaften bislang nicht ausgereicht hat, um ihnen gleiche Lebenschancen und politische Teilhabe wie den m&auml;nnlichen B&uuml;rgern zu sichern, ist dabei unumstritten. Noch immer haben auch politische Institutionen nach Ansicht der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Feministinnen ein Geschlecht und tragen zur (Re-)Produktion geschlechtsspezifischer Rollen und Verhaltensmuster bei (Sauer 2001: 52; vgl. auch Holland-Cunz 1999: 128f.). In dieser Situation liegt nicht nur ein zentrales Gerechtigkeitsdefizit moderner Gesellschaften begr&uuml;ndet (Young 1990), sie stellt angesichts der Integrationsprobleme moderner Gesellschaften auch zunehmend ein funktionales Problem dar.<\/p>\n<p>So viel Einigkeit unter Feministinnen &uuml;ber diese Annahmen und Beobachtungen besteht, so unterschiedlich sind die theoretischen Konsequenzen, die sie daraus ziehen. W&auml;hrend die so genannten &#8222;gleichheitsorientierten&#8220; Wissenschaftlerinnen davon &uuml;berzeugt sind, dass Geschlechtsunterschiede in der gesellschaftlichen Praxis letztendlich keine Rolle spielen und lediglich tempor&auml;re F&ouml;rderungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Frauen ergriffen werden m&uuml;ssten, fordern &#8222;Differenztheoretikerinnen&#8220; die dauerhafte und institutionalisierte Ber&uuml;cksichtigung der Verschiedenheit von M&auml;nnern und Frauen im demokratischen politischen Prozess (vgl. Fraser 2001: 67; Holland-Cunz 1999: 123f.; Kreisky 2004). Beide Perspektiven sollen im Folgenden beispielhaft anhand der gleichheitskritischen Arbeiten von Anne Phillips und Iris Marion Young beleuchtet werden.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ungleichheit-aufgrund-fehlender-rollenmuster-die-gleichheitstheoretische-position\">Ungleich&shy;heit aufgrund fehlender Rollen&shy;muster &ndash; die gleich&shy;heits&shy;the&shy;o&shy;re&shy;ti&shy;sche Position <\/span><\/h2>\n<p>Mit ihrem Pl&auml;doyer f&uuml;r &#8222;faire Repr&auml;sentation&#8220; machte die britische Politikwissenschaftlerin Anne Phillips in den 1980er Jahren auf Gerechtigkeitsprobleme in den westlichen Demokratien aufmerksam. Phillips kritisierte vor allem die mangelnde Inklusivit&auml;t des demokratischen Prozesses in westlichen Gesellschaften als ein gleichheitstheoretisches Problem. Nicht nur die Interessen von Frauen k&auml;men in der politischen Entscheidungsfindung nicht angemessen zum Ausdruck, sondern auch Minderheitspositionen f&auml;nden h&auml;ufig zu wenig politische Beachtung. Dieser de facto Ausschluss von Teilen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bzw. ihrer Interessen sei nicht die Konsequenz rechtlicher Exklusionen, sondern resultiere aus gewohnheitsm&auml;&szlig;igen Denk- und Diskussionsmustern und der ungleichen Repr&auml;sentation verschiedener Bev&ouml;lkerungsgruppen in den Entscheidungsgremien. Gleichheit bzw. Ungleichheit sind hier also das Resultat von gleicher bzw. ungleicher Sichtbarkeit im und Einflussnahme auf den politischen Prozess.<\/p>\n<p>Um die Pluralit&auml;t moderner Gesellschaften angemessen im demokratischen Prozess abzubilden, m&uuml;sste die Vielfalt der Meinungen und Lebensformen (auch wenn sie in keinem direkten Bezug zur politischen Entscheidungsfindung stehen) st&auml;rkeren Eingang in die politischen Institutionen finden. Daher pl&auml;diert Phillips (wie auch viele andere differenztheoretische Autorinnen (vgl. Kreisky 2009: 29f.)) f&uuml;r eine vor&uuml;bergehende &#8211; bis zur Beseitigung der ungleichen Einflussm&ouml;glichkeiten andauernde &#8211; quotierte Besetzung repr&auml;sentativer Gremien. Frauen und andere gesellschaftliche Gruppen sollen nicht nur gem&auml;&szlig; ihrer ideologischen Positionierung, sondern auch proportional zu ihrer zahlenm&auml;&szlig;igen Relevanz in den Parlamenten vertreten sein. Neben der bereits existierenden &#8222;Politik der Ideen&#8220;, also dem institutionalisierten Ausdruck inhaltlicher Positionen, die &uuml;ber Wahlk&auml;mpfe vermittelt werden und die wesentlich entlang der Parteilinien verlaufen, fordert sie einer &#8222;Politik der Pr&auml;senz&#8220; in den Parlamenten und in anderen Repr&auml;sentationsgremien. Diese &#8222;zweite Dimension politischer Repr&auml;sentation&#8220; sei heute notwendig, da die historisch gewachsene Verortung von Parteien auf dem Rechts-Links-Spektrum die Interessen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht mehr zufrieden stellend widerspiegeln k&ouml;nne (Phillips 1995: 42).<\/p>\n<p>Phillips will durch die quotierte Repr&auml;sentation die Gerechtigkeit repr&auml;sentativer demokratischer Systeme auf der symbolischen Ebene st&auml;rken und somit mittelfristig zur Revitalisierung der Demokratie beitragen (Phillips 2001: 237f.). &#8222;Because the modern age makes identity more problematic (much less taken for granted), it also makes recognition far more important to people&#8217;s well-being; and if your way of life is not recognized as of equal value with others, this will be experienced as a form of oppression&#8220; (Phillips 1995: 40). Dabei ist sie sich im Klaren dar&uuml;ber, dass die zum Bev&ouml;lkerungsanteil einer Gruppe proportionale Repr&auml;sentation nur in Bezug auf einige wenige Merkmale verwirklicht werden kann. Eine faire Auswahl der Quotierungsmerkmale, die die jeweiligen Gleichheitsdefizite ausgleiche, h&auml;lt sie jedoch f&uuml;r m&ouml;glich. Allerdings m&uuml;sse f&uuml;r jeden Staat spezifisch analysiert und ausgehandelt werden, welche Gruppen diese politischen Sonderrechte erhalten sollen (Phillips 1995: 469f.).<\/p>\n<p>Bef&uuml;rchtungen, wonach Quotierungen zu einer &Uuml;berpolitisierung von Gruppendifferenzen (statt zu gesellschaftlicher Integration), zu der &uuml;berm&auml;&szlig;igen Ber&uuml;cksichtigung von Partialinteressen und zur Erosion fundamentaler Repr&auml;sentationsprinzipien f&uuml;hren k&ouml;nne, antizipiert Phillips. Solche negativen Konsequenzen ihres &#8222;fairen Repr&auml;sentationsmodells&#8220; will sie durch die Betonung der ideen- und nicht gruppengeleiteten Entscheidungsfindung ausschlie&szlig;en. Nur weil sie gruppenspezifisch ausgew&auml;hlt wurden, k&ouml;nnten und m&uuml;ssten die Repr&auml;sentanten laut Phillips keine homogenen oder statischen Gruppeninteressen vertreten (Phillips 1995: 167). Frauen m&uuml;ssten also bei Abstimmungen nicht zwingend die Interessen der Mehrheit der Frauen vertreten &#8211; ihre Anwesenheit allein gen&uuml;ge schon zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit.<\/p>\n<p>Die quotierte Repr&auml;sentation ohne gruppenspezifische Mandate ist f&uuml;r Phillips also der Schl&uuml;ssel zu einer gerechteren Gesellschaft ohne das Manko ungleicher Einflussm&ouml;glichkeiten einzelner Bev&ouml;lkerungsgruppen. Ihre implizite These, wonach die mangelnde Artikulation verschiedener Interessen und Lebensperspektiven das wesentliche Gerechtigkeitsproblem in modernen Demokratien ist und die &Uuml;berzeugung, dass dieses durch blo&szlig;e Pr&auml;senz verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in den politischen Entscheidungsgremien gel&ouml;st werden k&ouml;nne, ist jedoch umstritten. Viele Feministinnen teilen zwar Phillips Repr&auml;sentationskritik, bem&auml;ngeln sie aber als zu zaghaft und fordern eine st&auml;rkere Abkehr von liberalen Repr&auml;sentationsmodellen und dem Ideal der universalen Gleichheit (vgl. Holland-Cunz 1998: 98). Sie halten demokratietheoretische &Uuml;berlegungen wie diejenige von Iris Marion Young f&uuml;r zielf&uuml;hrender, die eine weit reichende Umorganisation der politischen &Ouml;ffentlichkeit und eine St&auml;rkung der Partizipationsm&ouml;glichkeiten in modernen Demokratien vorsehen.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"ungleichheit-durch-unterdrueckung-die-differenztheoretische-position\">Ungleich&shy;heit durch Unter&shy;dr&uuml;&shy;ckung &ndash; die diffe&shy;renz&shy;the&shy;o&shy;re&shy;ti&shy;sche Position <\/span><\/h2>\n<p>Auch Iris Marion Young fordert Sonderrechte f&uuml;r diskriminierte Gruppen: &#8222;[&#8230;] where differences in capacities, culture, values and behavioral styles exist among groups, strict adherence to a principle of equal treatment tends to perpetuate oppression or disadvantage. The inclusion and participation of everyone in social and political institutions therefore sometimes requires the articulation of special rights that attend to group differences in order to undermine oppression and disadvantage&#8220; (Young 1989: 251). Allerdings strebt sie nicht in erster Linie Quoten in repr&auml;sentativen Organen, sondern eine umfassende Gleichheit des Zugangs zu der politischen &Ouml;ffentlichkeit an, da dieser besonders stark durch die unterschiedliche Pr&auml;senz und Anerkennung der formal gleichberechtigten Gesellschaftsmitglieder verzerrt sei.<\/p>\n<p>Young schlie&szlig;t damit an die &Ouml;ffentlichkeitskritik von Carole Pateman (1988; 1989) an, die anhand einer ideengeschichtlichen Analyse des Kontraktualismus die in den Gesellschaftsvertr&auml;gen vorgesehene Trennung zwischen der &ouml;ffentlichen und der privaten Sph&auml;re als zentrale Ursache f&uuml;r die bis in moderne Gesellschaften fortwirkende Diskriminierung von Frauen identitifiziert. &#8222;The dichotomy between the private and the public is central to almost two centuries of feminist writing and political struggle; it is, ultimately, what the feminist movement is about&#8220; (Pateman 1989: 118). Durch den politischen Nichteingriff in den privaten Raum werde das Andauern der Unterdr&uuml;ckung der Frauen erm&ouml;glicht und zugleich durch die geschlechtsneutrale Beschreibung der &ouml;ffentlichen Strukturen, die traditionell m&auml;nnlich dominiert sind, verschleiert.<\/p>\n<p>In &#8222;Justice and the Politics of Difference&#8220; (1990) pr&auml;zisiert Young diese Analyse der subtilen Unterdr&uuml;ckungsmechanismen, die das Fortbestehen von Ungleichheit zwischen den Mitgliedern verschiedener sozialer Gruppen trotz ihrer rechtlichen Gleichstellung erm&ouml;glichen. Sie unterscheidet dabei zwischen &#8222;five faces of oppression&#8220;, unter denen vor allem viele Frauen gleich in mehrfacher Hinsicht zu leiden h&auml;tten (Young 1990: 48ff.): &ouml;konomische Ausbeutung, die Ausgrenzung einzelner Menschen oder Gruppen aus dem gesellschaftlichen Leben, Machtlosigkeit, kulturimperalistische Praktiken und willk&uuml;rliche Gewalt. Formalisierte Unparteilichkeit (in der Terminologie Marshalls: die ausschlie&szlig;liche Beachtung des rechtlichen Aspekts der Gleichheit) k&ouml;nne angesichts der h&auml;ufig subtil wirkenden Unterdr&uuml;ckungsmechanismen nicht zu einer gerechten Gesellschaft f&uuml;hren, da dann die Werte und Interessen der zun&auml;chst privilegierten Gruppen als Standards gesetzt w&uuml;rden, deren Anspr&uuml;che aus kulturellen, geschlechtlichen, &ouml;konomischen oder sozialen Gr&uuml;nden nicht alle B&uuml;rger und Gruppen erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Die Gleichbehandlung aller Gesellschaftsmitglieder f&uuml;hre somit zu einer Verfestigung bestehender Ungleichheiten. An die Stelle des bislang in der politischen Theorie dominanten &#8222;ideal of assimiliation&#8220; m&uuml;sse deshalb das &#8222;ideal of diversity&#8220; (Young 1990: 158) treten, wonach Gruppendifferenzen im politischen Prozess anerkannt und in diesen eingespeist werden.<\/p>\n<p>Um das &#8222;Ideal der Vielfalt&#8220; umsetzen zu k&ouml;nnen, will Young die Vertretung einzelner Bev&ouml;lkerungsgruppen und ihrer Interessen verbessern. Dabei strebt sie keine proportionale Repr&auml;sentation an, sondern will &uuml;ber eine partizipationsorientiertere Gestaltung des demokratischen Systems, z. B. durch die Einf&uuml;hrung von Nachbarschaftsversammlungen wie auch Benjamin Barber (1984) sie fordert, die Perspektiven bislang unterdr&uuml;ckter Gruppen st&auml;rker in den &ouml;ffentlichen Prozess einspeisen: &#8222;This principle of group representation, finally does not necessarily imply proportional representation [&#8230;]. With the principle I argue for here, however, I am concerned with the representation of group experience, perspectives, interests. Proportional representation of group members may sometimes be too little or too much to accomplish that aim.&#8220; (Young 1990: 187)<\/p>\n<p>Zur Realisierung einer angemessenen &#8222;Gruppenrepr&auml;sentationen&#8220; fordert sie eine Reihe von Ma&szlig;nahmen: So sollen die Mitglieder der unterdr&uuml;ckten Gruppen, u. a. durch &ouml;ffentliche Gelder, darin unterst&uuml;tzt werden, sich selbst politisch zu organisieren. Sie sollen in demokratischen Foren zusammentreffen, strittige Fragen diskutieren, Stellungnahmen formulieren und sie in Nachbarschaftsversammlungen vorstellen. Zudem sollen benachteiligte Gruppen Vetomacht in Hinblick auf politische Ma&szlig;nahmen erhalten, die sie direkt betreffen. Beispielsweise k&ouml;nnte demnach keine Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch im Parlament verabschiedet werden, der die weiblichen Mitglieder nicht zugestimmt haben (Young 1990: 184).<\/p>\n<p>Young fokussiert in ihren theoretischen Analysen also auf die sozialen und politischen Gleichheitsaspekte &#8211; wobei sie zwischen diesen meist nicht explizit unterscheidet. Eine inklusive politische &Ouml;ffentlichkeit, die durch konventionelle und unkonventionelle Partizipationsformen gebildet wird, ist in ihrem Werk eine notwendige Bedingung f&uuml;r eine gerechte Gesellschaft (vgl. Young 2001). Zu Wort kommen in dieser &Ouml;ffentlichkeit <br \/>&#8211; und das ist in Bezug auf die Frage nach dem Bezugspunkt politischer Gleichheit bedeutungsvoll &#8211; vor allem die &Auml;u&szlig;erungen identit&auml;rer Gruppen. Die Gruppe tritt also bei Young partiell an jene Stellen, an denen in anderen Theorien die Rede vom Individuum ist. Diese Ersetzung bildet f&uuml;r die Autorin eine Br&uuml;cke, mit deren Hilfe das Dilemma zwischen dem Pl&auml;doyer f&uuml;r die Anerkennung von Differenz bei gleichzeitiger Ablehnung ungleicher Machtverh&auml;ltnisse zwischen verschiedenen Teilen der Gesellschaft in Bezug auf ihren politischen Einfluss &uuml;berwunden werden soll. So sind Gruppen bei Young als identit&auml;re Gemeinschaften und nicht als Interessensverb&auml;nde definiert. Durch ihren Zusammenschluss und das gemeinsame Handeln in der &Ouml;ffentlichkeit k&ouml;nnen differierende Identit&auml;ten gleichberechtigt in den &ouml;ffentlichen Diskurs eingehen, ohne dass bef&uuml;rchtet werden m&uuml;sse (hier wird Youngs Anbindung an die deliberative Demokratietheorie deutlich), dass die Anerkennung der Gruppendifferenzen ungerechte Ergebnisverzerrungen zur Folge hat.<\/p>\n<p>Gerechte Gleichheit ist f&uuml;r Young also im Gegensatz zu Phillips nicht das Resultat einer proportionalen Repr&auml;sentation verschiedener Bev&ouml;lkerungsgruppen, sondern die gelungene Verbindung rechtlicher und sozialer Aspekte vor dem Hintergrund des Ma&szlig;stabes des gleichen politischen Einflusses aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger einer Gemeinschaft. Von einem &#8222;einfachen&#8220; demokratischen Gleichheitsverst&auml;ndnis unterscheidet sich diese Perspektive durch eine weit reichende, institutionalisierte St&auml;rkung gesellschaftlicher Gruppen, deren Stimmen bislang zu wenig Gewicht im politischen Diskussions- und Entscheidungsprozess haben &#8211; vor allem jenseits der gew&auml;hlten Entscheidungsgremien.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"fazit\">Fazit <\/span><\/h2>\n<p>Vor dem Hintergrund der grundlegenden Kritik an den ungleichen Einflussm&ouml;glichkeiten vieler B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in modernen Demokratien ist es aus feministischer Perspektive kaum verwunderlich, dass immer mehr Menschen auf die Nutzung anspruchsvoller politischer Partizipationsformen verzichten und vielleicht sogar als politikverdrossen gelten m&ouml;gen, w&auml;hrend zugleich die Wertsch&auml;tzung der Demokratie als Staatsidee auf hohem Niveau verbleibt (vgl. Westle\/Niedermayer 2009; Huth 2004). Die Partizipationsenthaltung und andere &#8222;Erosionsprozesse&#8220; der Demokratie, die seit einigen Jahren in der Politikwissenschaft intensiv diskutiert werden, k&ouml;nnen demnach im Wortsinne als Verschlei&szlig;-oder Abtragungsprozesse verstanden werden &#8211; die zu Tage bringen, mit welchen Defiziten die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Bezug auf die faktische Gleichstellung aller B&uuml;rger im politischen Entscheidungsprozess behaftet sind.<\/p>\n<p>Beim Nachdenken &uuml;ber m&ouml;gliche Ursachen der demokratischen Krise und Reaktionsm&ouml;glichkeiten darauf ist feministische Literatur angesichts der darin enthaltenen Reflexionen &uuml;ber (Un-)Gleichheit als normative und praktische Erfolgsbedingung demokratischen Handelns also durchaus lesenswert. So scheint sich das Problem der mangelnden Gleichheit wie ein roter Faden beispielsweise durch alle vier Arten von &#8222;Bedrohungen der Demokratie&#8220; zu ziehen, die Brodocz, Llanque und Schaal (2008) in ihrem gleichnamigen Sammelband identifizieren. Die darin diskutieren Risiken der &#8222;Entgrenzungen&#8220;, &#8222;Leistungsgrenzen&#8220;, &#8222;funktionalen Selbstblockaden&#8220; und &#8222;normativen Selbst&uuml;berforderungen&#8220; der Demokratie stehen allesamt in enger Verbindung zu Fragen der gleichen Anerkennung, gleichen Einflussnahme und gleichen Beteiligung aller Adressatinnen und -adressaten politischer Entscheidungen (vgl. Brodocz et al. 2008a: 16ff.). Die Arbeiten sowohl gleichheits- als auch differenztheoretisch argumentierender Autorinnen, die in diesem Aufsatz beispielhaft anhand der zentralen Aussagen von Anne Phillips und Iris Marion Young dargestellt wurden, k&ouml;nnen auch angesichts der scheinbar &#8222;&uuml;berlebenswichtigen Weltprobleme&#8220; wichtige Denkanst&ouml;&szlig;e geben (Holland-Cunz 1999: 121). Feministische Theoriebildung ist also entgegen aller anders lautenden Rufe am Beginn des 21. Jahrhunderts ganz und gar nicht marginal geworden.<\/p>\n<p>Dass die Diskussion &uuml;ber Gleichheit und Differenz dabei noch l&auml;ngst nicht zu einem befriedigenden Ende gekommen ist, zeigt die vielf&auml;ltige Kritik, die an den Arbeiten von Phillips und Young ge&uuml;bt wurde (vgl. Ritzi 2010). So warnt beispielsweise Nancy Fraser eindringlich vor einer &#8222;Pattsituation&#8220; bzw. &#8222;theoretischen Sackgasse&#8220;, die aus einer &uuml;bertriebenen Polarisierung von Gleichheit und Differenz zu resultieren drohe (Fraser 2001: 73ff.). Statt einseitig f&uuml;r oder gegen die Anerkennung der Verschiedenheit von Lebensentw&uuml;rfen, Einstellungen und kulturellen Werten in modernen Gesellschaften zu pl&auml;dieren, verweist sie auf die Bedeutung einer kritischen Theorie der Anerkennung, die die Differenz auf den Pr&uuml;fstand ihrer Konsequenzen f&uuml;r die soziale Gerechtigkeit stellt und somit an Fragen der &ouml;konomischen (Un-)Gleichheit r&uuml;ckbindet.<\/p>\n<p>Unabh&auml;ngig davon, wie man Frasers Theorie der Anerkennung oder die Arbeiten von Young, Pateman und Phillips im Einzelnen bewertet, spielt der Begriff der Gleichheit eine Schl&uuml;sselrolle in der Analyse der &#8222;Erosionstendenzen&#8220; moderner Demokratien &#8211; und er sollte dies auch in Bezug auf Gegenma&szlig;nahmen zu diesen Entwicklungsprozessen tun.<\/p>\n<p>[1] Im Kontext feministischer Arbeiten entspricht die Terminologie &#8222;einfache&#8220; bzw. &#8222;komplexe&#8220; Gleichheit nicht den gleichlautenden Begrifflichkeiten von Michael Walzer (1983). Stattdessen wird die politische Nichtbeachtung von Differenz als (zu) &#8222;einfache Gleichheit&#8220; kritisiert und entsprechende Gegenkonzepte werden z. T. als Vorstellungen &#8222;komplexer&#8220; bzw. &#8222;differenzierter&#8220; Gleichheit bezeichnet.<\/p>\n<p>[2] So spricht beispielsweise die Tatsache, dass Frauen trotz der formalen Gleichstellung noch immer in schw&auml;cherem Umfang politisch partizipieren als M&auml;nner daf&uuml;r, dass sie sich trotz der hohen Wertsch&auml;tzung der Demokratie weniger mit den demokratischen Institutionen identifizieren k&ouml;nnen als es bei M&auml;nnern der Fall ist (vgl. f&uuml;r empirische Daten zur Partizipationsintensit&auml;t den ersten Gender-Datenreport des Bundesministeriums f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Cornelie&szlig;en 2005)).<\/p>\n<p>[3] Die Pluralisierung politischer Einstellungen steht naturgem&auml;&szlig; in einem engen Verh&auml;ltnis zu den demokratischen Entscheidungsprozessen und f&uuml;hrt folglich nicht zur Entpolitisierung der betroffenen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.<\/p>\n<p>[4] Die &#8222;Entdeckung&#8220; des Feminismus wird h&auml;ufig auf das sp&auml;te 18. Jahrhundert datiert, als beispielsweise Olympe de Gouges eine &#8222;Erkl&auml;rung der Rechte der Frau und B&uuml;rgerin&#8220; (1791) publizierte. Nach der Durchsetzung der Rechtsgleichheit von Frauen und M&auml;nnern wurde nach dem Beginn des 20. Jahrhunderts viele Jahre lang kaum feministische Theoriebildung betrieben. Aus diesem Grund wird die feministische Bewegung, die in den 1960er Jahren entstand, h&auml;ufig als &#8222;Neue Frauenbewegung&#8220; bezeichnet (f&uuml;r einen metatheoretischen &Uuml;berblick vgl. Holland-Cunz 1998: 19 ff.).<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"literatur\">Literatur <\/span><\/h2>\n<p><i>Barber, B.<\/i> 1984: Strong Democracy: Participatory Politics for A New Age. Berkeley, University of California Press<\/p>\n<p><i>Brodocz, A.\/ Llanque, M.\/ Schaal, G. S. <\/i>2008 (Hrsg.): Bedrohungen der Demokratie. Wiesbaden, VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften<\/p>\n<p><i>Brodocz, A.\/ Llanque, M.\/ Schaal, G. S. <\/i>2008a: Demokratie im Angesicht ihrer Bedrohungen. In: dies. (Hrsg.): Bedrohungen der Demokratie. Wiesbaden, VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften, S. 11-26<\/p>\n<p><i>Cornelie&szlig;en, W.<\/i> (Hrsg.) 2005: Gender-Datenreport. 1. Datenreport zur Gleichstellung von Frauen und M&auml;nnern in der Bundesrepublik Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Internet verf&uuml;gbar unter <a href=\"http:\/\/www.bmfsfj.de\/Publikationen\/genderreport\/root.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bmfsfj.de\/Publikationen\/genderreport\/root.html<\/a>, zugegriffen am 12. April 2010<\/p>\n<p><i>Fraser, N. <\/i>2001: Die halbierte Gerechtigkeit. Frankfurt a. M., Suhrkamp<\/p>\n<p><i>Holland-Cunz, B. <\/i>1998: Feministische Demokratietheorie. Thesen zu einem Projekt. Opladen, Leske &amp; Budrich<\/p>\n<p><i>Holland-Cunz, B.<\/i> 1997: &#8222;Gender Gap&#8220; in der Demokratie. Feministische politische Theorie und die Frage der Repr&auml;sentation. In: Spiegel der Forschung 14(2), S. 2-7<\/p>\n<p><i>Huth, I. <\/i>2004: Politische Verdrossenheit. Erscheinungen und Ursachen als Herausforderungen f&uuml;r das politische System und die politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert. M&uuml;nster, Lit Verlag<\/p>\n<p><i>Kreisky, E. <\/i>2004: Geschlecht als politische und politikwissenschaftliche Kategorie. In: Rosenberger, S. K.\/ Sauer, B. (Hrsg.): Politikwissenschaft und Geschlecht. Wien, Facultas, S. 23-43<\/p>\n<p><i>Marshall, T. H.<\/i> 1992: B&uuml;rgerrechte und soziale Klassen. Zur Soziologie des Wohlfahrtsstaates, Frankfurt a.M.\/ New York, Campus<\/p>\n<p><i>Pateman, C. <\/i>1988: The Sexual Contract. Stanford, Stanford University Press<\/p>\n<p><i>Pateman, C. <\/i>1989: The disorder of women: democracy, feminism, and political theory. Stanford, Stanford University Press<\/p>\n<p><i>Phillips, A. <\/i>1995: The Politics of Presence. Political Representation of Gender, Ethnicity, and Race. Oxford \/ New York, Oxford University Press<\/p>\n<p><i>Phillips, A. <\/i>2001: Feminism and Politics. Oxford \/ New York, Oxford University Press<\/p>\n<p><i>Ritzi, C. <\/i>2010: Gerechtigkeit durch (Un-) Gleichheit? Feministische Demokratietheorie als Kritik an der &sbquo;einfachen&#8216; Gleichheit. In: Lembcke, O.\/ Ritzi, C.\/ Schaal, G. S. (Hrsg.): Zeitgen&ouml;ssische normative Demokratietheorien. Wiesbaden: VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften, i. E.<\/p>\n<p><i>Sauer, B.<\/i> 2001: Die Asche des Souver&auml;ns. Staat und Demokratie in der Geschlechterdebatte. Frankfurt a. M.\/New York, Campus<\/p>\n<p><i>Schwinn, T.<\/i> 2001: Staatliche Ordnung und moderne Sozialintegration. In: K&ouml;lner Zeitschrift f&uuml;r Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 53 (2), S. 211-232<\/p>\n<p><i>Young, I. M.<\/i> 1987: Impartiality and the Civic Public: Some Implications of Feminist Critiques of Moral and Political Theory. In: Cornell, D.\/ Benhabib, S. (Hrsg.): Feminism as Critique. Cambridge: Cambridge University Press, S. 56-76<\/p>\n<p><i>Young, I. M. <\/i>1989: Polity and Group Difference. A Critique of the Ideal of Universal Citizenship. In: Ethics 99 (2), S. 250-274<\/p>\n<p><i>Young, I. M.<\/i> 1990: Justice and the Politics of Difference. Princeton, Princeton University Press<\/p>\n<p><i>Walzer, M.<\/i> 1983: Spheres of Justice. A Defense of Pluralism and Equality. New York, Basic Books<\/p>\n<p><i>Westle, B.\/ Niedermayer, O.<\/i> 2009: Orientierungen gegen&uuml;ber der Demokratie. In: K&uuml;hnel, S.\/ Niedermayer, O.\/ Westle, B. (Hrsg.): W&auml;hler in Deutschland. Sozialer und politischer Wandel, Gender und Wahlverhalten. Wiesbaden, VS Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften, S. 11-29<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2206],"publikationen":[2825],"class_list":["post-11835","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-claudia-ritzi","publikationen-190-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gleich - gleicher - ungleich? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/190-vorgaenge\/publikation\/gleich-gleicher-ungleich\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gleich - gleicher - ungleich? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Feministische Perspektiven auf die Krise der Demokratie; aus: vorg&auml;nge Nr. 190, Heft 2\/2010, S. 73-81 Im Zentrum feministischer Analysen zu Erosionstendenzen der Demokratie stehen weder die Konsequenzen der Globalisierung noch der massenmediale Wandel oder die &Ouml;konomisierung bzw. 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