{"id":11942,"date":"2005-12-01T13:10:00","date_gmt":"2005-12-01T12:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/jochen-voit-linker-marsch\/"},"modified":"2005-12-01T12:00:00","modified_gmt":"2005-12-01T11:00:00","slug":"jochen-voit-linker-marsch","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/171-172\/publikation\/jochen-voit-linker-marsch\/","title":{"rendered":"Jochen Voit Linker Marsch"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcberlegungen zu einer popkulturellen Generationengeschichte der deutschen Linken<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge Nr. 171\/172 ( Heft 3-4\/2005), S.199-207<\/p>\n<p><i>&#132;Lift up the receiver<br \/>I&#8217;ll make you a believer&#148;<br \/>Depeche Mode<\/i><\/p>\n<p>Damals, kurz vor dem Fall der Mauer, waren mir die Fronten relativ klar: Geschniegelte Jungs mit Benetton-Rucksack h\u00f6rten weichgesp\u00fclte Popmusik und sympathisierten mit der <i>Jungen Union <\/i>&#8211; auf fertig getrimmte Langhaarige standen auf Gitarrenl\u00e4rm und trafen sich im linken Freizeitzentrum. Derart simple Zuordnungen, rechts ist irgendwie brav und links irgendwie aufs\u00e4ssig, schienen hilfreich zu sein und typisch f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen der als &#132;Generation Golf&#148; beschriebenen bundesdeutschen Jugend der 1980er Jahre. Dass sie l\u00e4ngst nicht mehr funktionieren (falls sie es je taten), zeigt ein aktueller Blick in einige l\u00e4ndliche Regionen Deutschlands, wo rechts bis rechtsextrem gepr\u00e4gte Jugendkulturen das ehemals den Linken zuerkannte Aufs\u00e4ssigkeitsmonopol f\u00fcr sich beanspruchen. Politisch eindeutig interpretierbare Zeichen der Popkultur sind offenbar rar geworden. Bereits in den 1990er Jahren mussten linke Pop-Theoretiker ersch\u00fcttert zur Kenntnis nehmen, dass Ausl\u00e4nderwohnheime von Malcolm-X-Baseballkappentr\u00e4gern angez\u00fcndet wurden.[1] Gibt es heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, \u00fcberhaupt noch linke Identit\u00e4t stiftende Ph\u00e4nomene popkultureller Art in Deutschland? Hat es sie \u00fcberhaupt jemals gegeben? Und falls ja: Wie lassen sie sich beschreiben? Die folgenden \u00dcberlegungen werden diese Fragen nicht vollst\u00e4ndig beantworten k\u00f6nnen. Sie sind aber als Anregung gedacht, Antworten zu finden, die weniger auf Klischees als auf kulturund gesellschaftsgeschichtlichen Untersuchungen und Erkenntnissen basieren. Als Historiker und Angeh\u00f6riger derjenigen Unterabteilung der Generation Golf, die aus 68er Elternh\u00e4usern stammt und vielleicht auch deswegen eher zu Gitarrenl\u00e4rm und Freizeitzentrum tendierte, interessiert mich besonders die Rolle der popul\u00e4ren Musik als potenzielle Kreateurin linker Wir-Gef\u00fchle.<\/p>\n<h5><span id=\"politische-linke-und-populaerkultur\">Politische Linke und Popul&auml;r&shy;kultur<\/span><\/h5>\n<p>Die Erkenntnis, dass popul\u00e4rkulturelle Erzeugnisse und Ereignisse, also etwa Romane, Filme, Mode, Popsongs, Comics und Computerspiele samt den dazugeh\u00f6rigen Helden, aber auch Massenveranstaltungen verschiedener Art, sinnstiftende Wirkungen f\u00fcr junge Auditorien entfalten k\u00f6nnen, ist nicht neu. So haben wir es uns l\u00e4ngst angew\u00f6hnt, die Generation der 68er in engem Zusammenhang mit der florierenden Popkultur der 1960er und 70er Jahre zu sehen. Allerdings scheint mir ein brauchbarer kulturgeschichtlicher Ansatz zur Analyse pr\u00e4gender Ph\u00e4nomene der Popul\u00e4rkultur hinsichtlich politischer Generationen bislang zu fehlen. Ein solcher Ansatz m\u00fcsste R\u00fccksicht nehmen auf reale Rezeptionsverh\u00e4ltnisse, auf Aneignungspraktiken, Zuschreibungen und Konnotationen des Publikums, und d\u00fcrfte sich nicht begn\u00fcgen mit in erster Linie von den Produzenten der Popul\u00e4rkultur ausgehenden Beschreibungen. Paradebeispiel f\u00fcr den unreflektierten, weil an Wahrnehmungsmechanismen des Publikums wenig interessierten Umgang mit Popul\u00e4rkultur sind die derzeit beliebten Paperbacks zur Popmusik mit Titeln wie<i> Die besten Songs aller Zeiten und ihre Geschichte <\/i>(z.B. Bruder 2004; Fischer 2005). Die mehr oder weniger unterhaltsamen Anekdoten; die dort erz\u00e4hlt werden, handeln meist von sogenannten Kultsongs; im Vordergrund steht die Produktion der Lieder, nicht die Rezeption, was die Frage, warum und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen und f\u00fcr welche Personengruppen Lieder zu &#132;Kultsongs&#148; werden, freilich offen l\u00e4sst.[2] Auch in aktuellen wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte findet sich erstaunlich wenig Fundiertes \u00fcber die Aneignung popkultureller Ph\u00e4nomene durch spezifische Publika. Genau genommen ist selbst die in unserer Wahrnehmung popkulturell konnotierte Chiffre 1968, &#132;dieses generationelle Gesamtkunstwerk&#148;, bislang fast ausschlie\u00dflich unter politik- und ideengeschichtlichen Aspekten untersucht worden; \u00fcber &#132;die Entstehung einer spezifisch jugendlich gepr\u00e4gten Popkultur, die materiellen Bestimmungsfaktoren und sozialen Reichweiten, ihren Charakter als Konsumfaktor und politisches Medium&#148; gibt es kaum Literatur (Siegfried 2002). Entsprechendes gilt erst recht f\u00fcr \u00e4ltere gesellschaftlich relevante Personengruppen der deutschen Linken wie die Aufbau-Generation in der DDR oder die links bis linksradikal eingestellten Teile der Kriegsjugendgeneration in der Weimarer Republik.<\/p>\n<p>Vieles spricht daf\u00fcr, dass es fruchtbar sein k\u00f6nnte, die deutsche Linke des 20. Jahrhunderts in ihren verschiedenen Auspr\u00e4gungen mit Hilfe eines an popul\u00e4rkulturellen Ph\u00e4nomenen orientierten Zugriffs zu untersuchen &#150; zum Beispiel die Vermutung, dass die Linke, die ihrem Selbstverst\u00e4ndnis nach stets in k\u00e4mpferischer Auseinandersetzung mit restaurativen gesellschaftlichen Kr\u00e4ften stand, ganz besonders angewiesen war auf die Vermittlung linker Wir-Gef\u00fchle insbesondere auch durch die Popul\u00e4rkultur.<\/p>\n<h5><span id=\"drei-generationen-der-deutschen-linken-im-20-jahrhundert\">Drei Genera&shy;ti&shy;onen der deutschen Linken im 20. Jahrhundert<\/span><\/h5>\n<p>Was fehlt, ist ein Ansatz, der Pop und Politik zusammenbringt. Genauer: Der die F\u00e4higkeit der Popul\u00e4rkultur, emotionale Bindungen und politische Einstellungen bei vielen Menschen gleichzeitig zu festigen, ins Licht r\u00fcckt. Meiner Ansicht nach m\u00fcsste ein solcher Ansatz, damit er wissenschaftlich praktikabel ist, mit den zwei folgenden Instrumentarien operieren: erstens mit einer generationengeschichtlichen Perspektive unter Anwendung neuerer, auf den klassischen Arbeiten Karl Mannheims aufbauender, Erkenntnisse und zweitens mit empirischen Untersuchungen zur Wahrnehmung von Popul\u00e4rkultur unter Anwendung der<i> Oral History-Technik<\/i>. Ziel ist es, auf diese Weise zu einer Vergleichbarkeit und letztlich zu einer Gesamtschau unterschiedlicher Generationen der deutschen Linken und ihrer popul\u00e4rkulturellen Ausr\u00fcstung zu gelangen.<\/p>\n<p>Innerhalb der Historikerzunft wird die zugegebenerma\u00dfen schillernde und inflation\u00e4r gebrauchte Kategorie der Generation gelegentlich mit Misstrauen betrachtet (Daniel 2001: 339). Das tut ihrer Tragf\u00e4higkeit gl\u00fccklicherweise keinen Abbruch, wie neuere generationengeschichtliche Studien zeigen (z.B. Reulecke 2003; Sch\u00fcle\/Ahbe\/Gries 2005). Zwar taugt der Generationsbegriff nicht als universales Deutungskonzept, wohl aber als Analysewerkzeug, das zusammen mit konkreten empirischen Befunden einen Erkenntnisgewinn verspricht, den andere Perspektiven so nicht bieten k\u00f6nnen. Grundlegend ist der Gedanke, dass die generationelle Zugeh\u00f6rigkeit einen ebenso wichtigen kulturgeschichtlichen Faktor darstellt wie etwa die Zugeh\u00f6rigkeit zu sozialen Schichten und Milieus oder die ethnische und geschlechtliche Zuordnung. Dieser Gedanke ist untrennbar mit dem Soziologen Karl Mannheim verbunden, der bereits 1928 versucht hat, &#132;das spezifische Miteinander der in der Generationseinheit verbundenen Individuen zu kl\u00e4ren&#148; (Mannheim 1970: 524).[3] Auch der Historiker Ulrich Herbert orientiert sich in seinem k\u00fcrzlich erschienenen Aufsatz zur Generationenfolge in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts an den \u00dcberlegungen Mannheims. Die drei gro\u00dfen politischen Generationen des 20. Jahrhunderts nach Herbert sind &#132;erstens die in dem Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende Geborenen, zweitens die 20er Jahrg\u00e4nge und drittens die 40er Jahrg\u00e4nge &#150; oder in der Sprache der Protagonisten: die Kriegsjugendgeneration, die skeptische Generation und die 68er Generation&#148; (Herbert 2003: 97). Diese Einteilung ist plausibel, wenngleich sie eine Jugendgeneration ausklammert, die f\u00fcr eine Gesamtschau der deutschen Linken unverzichtbar ist: die Aufbau-Generation der DDR, die wesentlich aus Geburtsjahrg\u00e4ngen der sp\u00e4ten 1920er und fr\u00fchen 30er besteht (Ahbe\/Gries 2005). Zwar wurde dieser Personengruppe das Links-Sein vielfach von oben verordnet; sie zu ignorieren hie\u00dfe jedoch die alte Fu\u00dfnotentheorie wiedereinzuf\u00fchren, in der die DDR eher als Betriebsunfall denn als politisch ernst zu nehmendes System galt (Augstein 2005). Mir scheint es daher angebracht, das Herbertsche Modell f\u00fcr den hier zu skizzierenden Ansatz entsprechend zu modifizieren. Im Fokus stehen sollen sich als &#132;links&#148; begreifende Jugendliche in drei deutschen Systemen: Kriegsjugend-, Aufbau-und 68er Generation.<\/p>\n<h5><span id=\"generationalitaet-und-populaerkultur\">Genera&shy;ti&shy;o&shy;na&shy;lit&auml;t und Popul&auml;r&shy;kultur<\/span><\/h5>\n<p>Wenn wir von einer politischen Generation reden, m\u00fcssen wir uns dar\u00fcber klar sein, dass es sich hierbei nur um einen bestimmten Teil einer denselben Jahrg\u00e4ngen angeh\u00f6renden Gro\u00dfgruppe von Personen handelt. Karl Mannheim spricht von Generationseinheit. Voraussetzung daf\u00fcr, dass sich eine solche Generationseinheit bildet, sind laut Mannheim zweierlei: verwandte Geburtsjahrg\u00e4nge (&#132;Generationslagerung&#8220;) und ein gemeinsamer historisch-sozialer Lebensraum inklusive Teilhabe an parallel erlebten Schicksalen, gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen oder Krisen im Jugendalter (&#132;Generationszusammenhang&#8220;). Ber\u00fccksichtigt ist bei Mannheim auch, dass sich im Rahmen des-selben Generationszusammenhangs &#132;mehrere, polar sich bek\u00e4mpfende Generationseinheiten bilden&#148; k\u00f6nnen (Mannheim 1970: 547). Die Entstehung solcher Einheiten, die wir heute politische Generationen nennen, wird durch ein sich pl\u00f6tzlich beschleunigen-des Tempo der gesellschaftlichen Dynamik beg\u00fcnstigt. Verbindend und sinnstiftend kann f\u00fcr die betreffende Personengruppe dabei vielerlei wirken: vom &#132;gepr\u00e4gten Schlagwort bis zum ausgebauten System, von der scheinbar isolierten Geste bis zum gestalteten Kunstwerk&#148; (ebd. 545). All dies scheint mir nach wie vor relevant zu sein und auch zu gelten f\u00fcr die drei gro\u00dfen generationellen Einheiten der deutschen Linken. Es macht also durchaus Sinn, die Linke gewisserma\u00dfen herauszurechnen aus dem Herbertschen Modell und n\u00e4her zu untersuchen. Gleichzeitig soll die bislang zwischen Ost und West getrennte Generationenforschung \u00fcberwunden werden durch eine system\u00fcbergreifende Perspektive. So kann es gelingen, popul\u00e4rkulturelle Ph\u00e4nomene des 20. Jahrhunderts als politisch-emotionale Bedeutungstr\u00e4ger zu erforschen und durch Vergleiche des Rezeptionsverhaltens unterschiedlicher Generationen der deutschen Linken einen Beitrag zur Gesellschaftsgeschichte zu leisten.<\/p>\n<p>Die Frage, wie sich die einzelnen Einheiten nun kommunikativ konstituierten und welchen Beitrag Erscheinungen der Popul\u00e4rkultur hierbei leisteten, muss freilich in historischen Einzeluntersuchungen gekl\u00e4rt werden. Wichtig scheint mir, dass insbesondere in der popul\u00e4ren Musik, um die es mir haupts\u00e4chlich geht, vieles von dem vorhanden war und ist, was Mannheim als verbindend und formend hinsichtlich politischer Generationen betrachtet: &#132;vom gepr\u00e4gten Schlagwort bis zum ausgebauten System, von der scheinbar isolierten Geste bis zum gestalteten Kunstwerk&#148; (ebd.).<\/p>\n<h5><span id=\"popsongs-als-generationenmarker\">Popsongs als Genera&shy;ti&shy;o&shy;nen&shy;marker<\/span><\/h5>\n<p>Popul\u00e4re Musik ist keine Dom\u00e4ne der Linken, das steht fest. Wenngleich in der Weimarer Republik so etwas wie eine eigenst\u00e4ndige deutsche Popul\u00e4rkultur unter Mitwirkung namhafter linker K\u00fcnstler im Entstehen war. Immerhin ist damals, zu Beginn der 1930er Jahre in Berlin, wohl der deutsche Popsong erfunden worden: Als der Operetten-Star Richard Tauber und der &#132;Barrikaden-Tauber&#148; Ernst Busch die Metropole allabendlich mit Ges\u00e4ngen \u00fcber Liebe und Klassenkampf beschallten, entstand Musik, f\u00fcr die sich Menschen dank massenmedialer Verbreitung massenhaft begeistern konnten. Tauber schmetterte Leh\u00e4r, Busch br\u00fcllte Eisler.<\/p>\n<p>Ideologie und Entertainment lagen nah beieinander. Bleibt die Frage nach den Pr\u00e4ferenzen des Publikums. Wof\u00fcr haben sich die Linken mehrheitlich interessiert? Haben sie vielleicht nicht doch den echten Tauber dem Barrikaden-Tauber vorgezogen? H\u00f6rten Linke am liebsten linke Musik? Wenn wirdavon ausgehen, dass musikalische Ph\u00e4nomene als emotionale Verst\u00e4rker bei der Herausbildung politischer Generationen fungierten, m\u00fcssen wir genauer zuh\u00f6ren: nicht nur den Liedern, sondern auch den Leuten, die diese Musik damals zu &#132;ihrer Musik&#148; gemacht haben.<\/p>\n<p>Stellen wir uns drei Musterk\u00f6fferchen vor mit Schellackplatten f\u00fcr die einsame Insel. Oder, zeitgem\u00e4\u00dfer, drei iPod-Flachm\u00e4nner mit Songs f\u00fcr die S-Bahn in der Ewigkeit. Oder, schlicht, drei Listen mit Lieblingsliedern. Stellen wir uns weiter vor, dass diese drei Listen von drei verschiedenen Generationen sich als &#132;links&#148; begreifender Personen zusammengestellt worden sind. Die erste Liste sollen junge Erwachsene in Deutschland um 1930 geschrieben haben, die zweite stammt aus dem Jahr 1950 und die dritte aus der Zeit um 1970. Zus\u00e4tzlich liegen uns Angaben vor, die diese Personen zu den einzelnen Songs und ihren Interpreten gemacht haben. Angaben, die Aufschluss geben \u00fcber Zuschreibungen, Gef\u00fchle und Erlebnisse, die diese Personen mit den Liedern verbinden. Im besten Fall w\u00fcrden es diese Angaben erlauben, drei kulturgeschichtlich bedeutsame Generationenportr\u00e4ts zu zeichnen und dar\u00fcber hinaus Vergleiche zwischen den verschiedenen Generationen anzustellen, also Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Kontinuit\u00e4ten und Br\u00fcche nachzuvollziehen.<\/p>\n<p>Zentrales Element bei diesem Musterkoffer-Ansatz ist die Anwendung der Oral History-Technik. Abgearbeitet, das hei\u00dft: eigentlich erst erstellt werden soll gewisserma\u00dfen ein generationengeschichtlicher Kanon der Popul\u00e4rkultur. Und zwar erstens in einem Quantifizierungsverfahren, bei dem die Frage &#132;Was war relevant?&#148; im Vordergrund steht und zweitens in einem Qualifizierungsverfahren, bei dem es auf die Frage &#132;Warum war es relevant?&#148; ankommt. Einer Analyse der Zeitzeugen-Interviews (sinnvollerweise gef\u00fchrt mit sogenannten Multiplikatoren und Meinungsmachern) k\u00f6nnte dann in der Tat eine Generationen-Analyse und schlie\u00dflich ein Generationen Vergleich folgen.<\/p>\n<p>Beschreibung und Herleitung generationeller Lebensstile &#151; beides lie\u00dfe sich mit Hilfe unseres Musterkoffers leisten. Nebenbei k\u00f6nnte er mit einigen Klischees \u00fcber die popkulturelle Ausr\u00fcstung der deutschen Linken aufr\u00e4umen. Ich vermute beispielsweise, dass im Koffer weit weniger Lieder mit explizit politischen Inhalten enthalten w\u00e4ren als allgemein angenommen. Linke Wir-Gef\u00fchle zu produzieren war eben nicht nur linken Symbolfiguren wie Ernst Busch, Pete Seeger oder Jimi Hendrix vorbehalten. Auch weit weniger nach Revolution und Weltverbesserung Klingendes war unter Umst\u00e4nden in der Lage, der kollektiven Selbstvergewisserung zu dienen und linke Ideologie sinnlich erfahrbar werden zu lassen.<\/p>\n<p>Realisierbar ist ein solcher Versuchsaufbau wie gesagt nur durch das Zusammentragen von Spezialstudien, die konkrete popul\u00e4rkulturelle Ph\u00e4nomene unter generationengeschichtlichen Gesichtspunkten analysieren. W\u00fcnschenswert w\u00e4ren solche Arbeiten, weil sie helfen k\u00f6nnten, sowohl die jeweiligen Pop-Ph\u00e4nomene als auch das Links-Sein differenzierter zu sehen. Was ist eigentlich links? Vielleicht auch ein generationelles Lebensgef\u00fchl, das sich mitunter eher an popul\u00e4rkulturellen Vorlieben als an ideologischen Konzepten festmachen l\u00e4sst.[4]<\/p>\n<h5><span id=\"linke-lieblingslieder\">Linke Lieblings&shy;lie&shy;der?<\/span><\/h5>\n<p>Als deutsche Politiker in den fr\u00fchen 1990er Jahren nach ihren Lieblingssongs gefragt wurden, nannten sie &#150; wenig \u00fcberraschend &#150; zumeist Titel, die in ihrer pers\u00f6nlichen Erinnerung mit angenehmen Erlebnissen verkn\u00fcpft waren.[5] Die beiden gesellschaftsgeschichtlich interessantesten Antworten gaben der damalige Ministerpr\u00e4sident von Niedersachsen, Gerhard Schr\u00f6der und der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz. Schr\u00f6der favorisierte als einer der wenigen ein Lied mit unverhohlen politischer Botschaft: In The Ghetto von Elvis Presley, mit der Begr\u00fcndung, &#132;weil das der beste Song von Elvis ist&#148;. Krenz hingegen nannte das Volkslied Im sch\u00f6nsten Wiesengrunde, das er nach Kriegsende erstmals geh\u00f6rt hatte: &#132;Das war 1948 auf dem zerst\u00f6rten Gendarmenmarkt in Berlin, und das Alexandrow-Ensemble der Sowjetarmee sang es in deutscher Sprache.&#148; Bemerkenswert sind die Antworten weniger wegen der scheinbar zum Ausdruck kommenden kulturellen Differenzen zwischen Ost- und West-Politikern6, sondern erstens weil sie etwas \u00fcber unterschiedliche generationelle Pr\u00e4gungen sich im weitesten Sinn dem linken Spektrum zugeh\u00f6rig f\u00fchlender Menschen verraten und zweitens wegen einer vermeintlichen Spitzfindigkeit: Hier wird angedeutet, dass Ph\u00e4nomene der Popul\u00e4rkultur, Lieder insbesondere, geeignet sein k\u00f6nnen, als politisch-emotionale Bedeutungstr\u00e4ger zu fungieren und zwar unabh\u00e4ngig davon, welche Bedeutungen ihnen urspr\u00fcnglich von ihren Produzenten zugedacht wurden. So besitzt der Popsong mit sozialkritischem Inhalt, den Elvis 1969 erstmals sang, in Schr\u00f6ders Antwort kaum noch eine politische Dimension. Dagegen offenbart das liebliche Volkslied aus dem 19. Jahrhundert durch die von Krenz erz\u00e4hlte Anekdote eine ungeahnte gesellschaftliche Relevanz: In jener speziellen Rezeptionssituation stand das Lied nicht nur f\u00fcr Unterhaltung, es stand gleichzeitig f\u00fcr die guten Absichten der Besatzungsmacht und fungierte als wirksames Instrument der Propaganda. Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass es den meisten der mehr als 35.000 Zuh\u00f6rer dieses Konzerts als Symbol f\u00fcr Frieden und deutsch-russische Vers\u00f6hnung in Erinnerung blieb.<\/p>\n<p>Das Lieblingslieder-Beispiel sagt einiges \u00fcber die pr\u00e4gende Kraft der Popul\u00e4rkultur hinsichtlich politischer Pr\u00e4ferenzen. Welches gesellschaftsgeschichtliche Potenzial tat-s\u00e4chlich in dem Beispiel steckt, k\u00f6nnten allerdings erst rezeptionsorientierte Untersuchungen zu den genannten Liedern und ihren Interpreten zeigen. Anhand von Aussagen m\u00f6glichst zahlreicher (und weniger prominenter) Zeitzeugen lie\u00dfe sich etwa Genaueres \u00fcber den Auftritt des Alexandrow-Ensembles 1948 herausfinden, unterschiedliches Quellenmaterial w\u00e4re zu ber\u00fccksichtigen, und man m\u00fcsste sich die Zahlen der in Ostdeutschland verkauften Schallplatten des Ensembles anschauen. Ergebnis einer solchen Studie k\u00f6nnte beispielsweise sein, und jetzt bewege ich mich im Bereich der Vermutungen, dass dieses Konzert, nennen wir es Gendarmenmarkt-Erlebnis, zu den die Aufbau-Generation der DDR konstituierenden Ph\u00e4nomenen z\u00e4hlte. Dies hielte ich f\u00fcr eine kulturgeschichtlich bedeutsame Erkenntnis.&#132;Roter Wedding&#148; revisited Zur\u00fcck zum Anfang. Eine der Ausgangsfragen war, ob es heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, \u00fcberhaupt noch linke Identit\u00e4t stiftende Ph\u00e4nomene popkultureller Art in Deutschland gibt. Die Antwort lautet: ja, die gibt es. Allerdings hat, so der Pop-Theoretiker und bekennende Linke Diedrich Diederichsen, deren allgemeine &#132;Lesbarkeit stark abgenommen, denn je differenzierter man agieren muss, um sich abzugrenzen, desto weniger Leute kennen das elaborierte Vokabular, zu dem man notgedrungen Zu-flucht nimmt&#148; (Kalle 2005: 29). Soll hei\u00dfen: Das (scheinbar alte) Spiel &#132;Zeig-mirdeine-Plattensammlung-und-ich-sage-dir-wie-links-du-bist&#148; ist kompliziert geworden. Und tats\u00e4chlich stellt sich dieser Punkt als ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal heraus, wenn man heutige sich als links begreifende Jugendliche mit den Angeh\u00f6rigen der drei gro\u00dfen politischen Generationen des 20. Jahrhunderts vergleicht. Von einer Elaboriertheit des popul\u00e4rmusikalischen Vokabulars kann weder bei der Weimarer Kriegsjugend-, noch bei der DDR-Aufbau-Generation und selbst nicht bei den 68ern gesprochen werden. In der Vergangenheit diente den Linken immer auch weithin Bekanntes &#150; Volkslieder, Arbeiterlieder und sogar Popsongs, die es in die Charts geschafft hatten &#150; als Mittel der Identit\u00e4tsstiftung. Vermutlich erst seit dem Ende des Zeitalters der ldeologien besteht die popkulturelle Ausr\u00fcstung der deutschen Linken wesentlich aus Nischenmusik, Nischenfilm und so weiter. Auch deshalb erscheint es reizvoll, eine Generationengeschichte der deutschen Linken anhand pr\u00e4gender popmusikalischer Ph\u00e4nomene zu schreiben: um zu belegen, dass die Annahme, linke \u00dcberzeugungen und popkultureller Mainstream seien schon immer un\u00fcberbr\u00fcckbare Gegens\u00e4tze gewesen, Humbug ist.<\/p>\n<p>Letztlich geht es bei dem von mir beschriebenen Ansatz um \u00e4sthetische und emotionale Priorit\u00e4ten politischer Generationen. Da keine andere Kommunikationsform besser geeignet ist, Emotionen zu wecken, als die popul\u00e4re Musik, idealerweise in Gemeinschaft erlebt oder gesungen, steht sie im Mittelpunkt der \u00dcberlegungen. Gerade bei Jugendlichen ist die Wirkungsm\u00e4chtigkeit popul\u00e4rmusikalischer Ph\u00e4nomene enorm &#150; so k\u00f6nnen Lieder durchaus als politisch-emotionale Sozialisationsagenten fungieren und somit auch als Verst\u00e4rker bei der Herausbildung generationeller Einstellungen und Lebensstile. Drei kommentierte Soundtracks der deutschen Linken zusammenzustellen, k\u00f6nnte uns also helfen, die drei dazugeh\u00f6rigen politischen Generationen besser zu verstehen. H\u00e4rte und Sachlichkeit der Weimarer Linken, Pragmatismus und ma\u00dfvolle Zuversicht der Aufbau-Generation in der DDR, Widerspenstigkeit und Nonkonformismus der 68er &#150; in dieser Art werden wesentliche Kennzeichen und Unterschiede der drei Generationen bislang benannt. Mit Hilfe der Generationen-Soundtracks l\u00e4sst sich \u00fcberpr\u00fcfen, wie sehr sich diese Zuschreibungen in den Geschichten zu den Songs widerspiegeln und welche politischen und emotionalen Eigenschaften und Verblendungen dar\u00fcber hinaus f\u00fcr diese Generationen von Bedeutung waren. Auch welche Gemeinsamkeiten, Durchl\u00e4ssigkeiten und Konstanten es zwischen den generationellen Einheiten \u00fcber Jahrzehnte und \u00fcber politische Systeme hinweg gab, k\u00f6nnen wir auf diese Weise erfahren &#151; \u00dcbernahmen von Musikmaterial aus der ersten Generation sprechen etwa f\u00fcr das Traditionsbewusstsein der deutschen Linken. So gibt es beispielsweise von Ernst Busch gesungene Lieder, die bei allen drei Generationen auf der Liste stehen.<\/p>\n<p>Metallische H\u00e4rte kombiniert mit leicht angejazzter Marschmusik war nicht nur in den fr\u00fchen 1930er Jahren angesagt, linke Gassenhauer wie das Solidarit\u00e4tslied erfreuten sich auch in den fr\u00fchen 1970ern relativ gro\u00dfer Beliebtheit. Dass der Interpret zu dieser Zeit mit Aufs\u00e4ssigkeit l\u00e4ngst nichts mehr im Sinn hatte, spielte f\u00fcr die westdeutschen Besitzer seiner Platten \u00fcbrigens keine Rolle.<\/p>\n<p>[1] Als der amerikanische Rockkritiker und Pophistoriker Greil Marcus 1993 in einem Interview mit diesen Fakten konfrontiert wurde, reagierte er allerdings wenig \u00fcberrascht und berichtete, dass in den USA bereits in den fr\u00fchen 1970er Jahren wei\u00dfe Rassisten sich den gesamten Lebensstil der Hippie-Kultur angeeignet h\u00e4tten: &#132;lange Haare, der gleiche Schmuck, dieselbe Art sich zu kleiden. Und dann die Bilder in der Zeitung: Zwei M\u00e4nner werden verhaftet, weil sie einen Farbigen zu To-de gepr\u00fcgelt haben &#151; und sie sehen aus wie Leute aus Haight Ashbury, deren Auffassung nun definitiv das Gegenteil bezeugen sollte.&#148; (Fricke 1996: 154, 155)<br \/>[2] Interessanter ist da schon der aktuell zu beobachtende Versuch von Magazin-Redakteuren der S\u00fcd-deutschen Zeitung, eine Geschichte der Popmusik in 50 Jahresb\u00e4nden vorzulegen, die zumindest partiell auf die erw\u00e4hnten Punkte R\u00fccksicht nimmt (Oehmke\/Waechter 2005\/2006).<br \/>[3] Mannheim stellt sich in seinem ber\u00fchmten Aufsatz der Aufgabe, das Ph\u00e4nomen des Generationszusammenhangs formalsoziologisch zu erkunden bzw, hierzu einen &#132;Problementwurf herauszuarbeiten&#148;. (Mannheim 1970: 523) Er unterscheidet hierbei zwei Ans\u00e4tze, die er die positivistische und die romantisch-historische Fragestellung nennt. Letztere ist vor allem an Dilthey orientiert, auf den auch folgende Erkenntnis zur\u00fcckgeht (hier in den Worten Mannheims): &#132;Gleichzeitig aufwachsen-de Individuen erfahren in den Jahren der gr\u00f6\u00dften Aufnahmebereitschaft, aber auch sp\u00e4ter dieselben leitenden Einwirkungen sowohl von seiten der sie beeindruckenden intellektuellen Kultur als auch von seiten der gesellschaftlich-politischen Zust\u00e4nde.&#148; (Mannheim 1970: 516)<br \/>[4] Zur Wechselwirkung zwischen Ideologie und Entertainment (bezogen auf die 68er) vgh auch Andreas Christoph Schmidts bemerkenswertem Dokumentarfilm Was war links?. Schmidt stellt hier im \u00dcbrigen verschiedenen Zeitzeugen und Experten die leidige Frage &#132;Was ist links?&#148;, worauf er teils originelle, teils hilflose Antworten erh\u00e4lt: Alles, was dem Marx&#8217;schen Urkommunismus nach-trauert, was ihn &#151; sei es auch auf h\u00f6herer Stufe &#151; wiederhergestellt sehen m\u00f6chte, sagt etwa Ernst Nolte. Ein generationelles Lebensgef\u00fchl, das mit Aufbegehren gegen Autorit\u00e4ten, mit Frech-Sein zu tun hat, sagt Klaus Theweleit. Nicht rechts zu sein, sagt Robert Gernhardt.<br \/>[5] Die damalige Vorsitzende der bayerischen SPD, Renate Schmidt (Petite Fleur von Sidney Bechet) und der bayerische Ministerpr\u00e4sident Edmund Stoiber (I Want To Hold Your Hand von den Beat-]es) begr\u00fcndeten ihre Entscheidung mit der Erinnerung an romantische Gef\u00fchle und das Kennen-lernen des jeweiligen Lebenspartners. Der Bundesminister f\u00fcr Arbeit und Soziales, Norbert Bl\u00fcm<br \/>nannte Nehmt Abschied, Br\u00fcder, ungew\u00df ist alle Wiederkehr, &#132;weil dieses Lied alte Erinnerungen<br \/>an junge Pfadfinderzeiten in mir weckt&#148;. Einige der zw\u00f6lf Befragten gaben auch Lied-immanente Gr\u00fcnde an, wie etwa der Umweltminister von Hessen, Joschka Fischer, der sich f\u00fcr Highway to Hell von AC\/DC entschied, &#132;weil da die Post abgeht&#148; (0V. 1994).<br \/>[6] Wenn man einmal davon absieht, dass sie beide einen sentimentalen Zug haben, k\u00f6nnten die Lieder unterschiedlicher nicht sein &#151; das betrifft vor allem das Image, das mit ihnen verbunden wird. Glamour\u00f6s: In the Ghetto (Mac Davis) war der erste Song, der im Zuge der 1969er Memphis Sessions als Single erschien. Es wurde einer von zahllosen weltweiten Elvis-Hits. Bodenst\u00e4ndig: lm sch\u00f6nsten Wiesengrunde (Wilhelm Ganzhorn\/Friedrich Silcher) entstand um 1850 und ist ein beliebtes Volkslied, das au\u00dferhalb des deutschen Sprachraums kaum bekannt ist.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Ahbe, Thomas\/Gries, Rainer 2005: Gesellschaftsgeschichte als Generationengeschichte. Theoretische und methodische \u00dcberlegungen; in: Sch\u00e4le et al. 2005, S. 475-570<br \/>Augstein, Franziska 2005: Der neue Mythos des 20. Jahrhunderts. Die Bundesrepublik soll gut dastehen, die Erinnerung an die DDR wird abgewickelt: \u00dcber den konzertierten Versuch, die deutsche Geschichte umzuschreiben; in: S\u00fcddeutsche Zeitung vom 4. November, 5. 17<br \/>Bruder, Frank (Hg.) 2004: Pop-Splits. Die besten Songs aller Zeiten und ihre Geschichte, Berlin Daniel, Ute 2001: Kompendium Kulturgeschichte. Theorien, Praxis, Schl\u00fcsselw\u00f6rter, Frankfurt\/Main Fischer, G\u00fcntherlPrescher, Manfred (Hg.) 2005: Lexikon ber\u00fchmter Popsongs. Von &#132;All my love&#148; bis<br \/>&#132;Yesterday&#148;, M\u00fcnchen<br \/>Fricke, Harald\/Gross, Thomas 1996 [1993]: Interview mit Greil Marcus. &#132;Hey DJ, warum spielst Du nicht diese supergute Nigger-Soulmusik?&#148; &#151; Die graue Eminenz der Rockkritik \u00fcber Lippenstiftspuren, Punk, Mode und Macht; in: Kunstforum Bd. 134, S. 152-155<br \/>Herbert, Ulrich 2003: Drei politische Generationen im 20. Jahrhundert; in: Reulecke 2003, S. 95-114 Kalle, Matthias\/Staun, Harald 2005: Interview mit Diedrich Diederichsen. &#132;Ich nenne das immer CDU-Koksen&#148;; in: zitty 26\/2005, S. 28-30<br \/>Mannheim, Karl 1970 [1928]: Zum Problem der Generationen; in: Ders.: Wissenssoziologie, Auswahl aus dem Werk, eingel u. hg. v. Kurt H. Wolff, 2. Aufl. Neuwied-Berlin, S. 509-565<br \/>Oehmke, PhilipplWaechter, Johannes (Hg.) 2005\/2006: SZ-Diskothek. Ein Jahr und seine 20 Songs:<br \/>1955-2005 (50 Bde.), M\u00fcnchen<br \/>(O.V.J 1994: Prost Deutschland. Politiker und ihre Lieblingssongs; in: Spiegel Spezial 02\/1994: Pop &#038; Politik, S. 49<br \/>Reulecke, J\u00fcrgen (Hg.) 2003: Generationalit\u00e4t und Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert, M\u00fcnchen Sch\u00fcle, Annegret\/Ahbe, ThomaslGries, Rainer (Hg.) 2005: Die DDR aus generationengeschichtlicher<br \/>Perspektive. Eine Inventur, Leipzig<br \/>Schmidt, Andreas Christoph (Erstausstrahlung 2003): Was war links? Dokumentarfilm in vier Folgen,<br \/>Produktion: Schmidt &#038; Paetzel Fernsehfilme GmbH, im Auftrag von SWR und SFB<br \/>Siegfried, Detlef 2002: Sammelrezension: Forschungsbericht 1968, in: httpa\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/rezensionen\/id=2327<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2267],"publikationen":[1430],"class_list":["post-11942","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-jochen-voigt","publikationen-171-172"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Jochen Voit Linker Marsch - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/171-172\/publikation\/jochen-voit-linker-marsch\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Jochen Voit Linker Marsch - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u00dcberlegungen zu einer popkulturellen Generationengeschichte der deutschen Linken aus: Vorg\u00e4nge Nr. 171\/172 ( Heft 3-4\/2005), S.199-207 &#132;Lift up the receiverI&#8217;ll make you a believer&#148;Depeche Mode Damals, kurz vor dem Fall der Mauer, waren mir die Fronten relativ klar: Geschniegelte Jungs mit Benetton-Rucksack h\u00f6rten weichgesp\u00fclte Popmusik und sympathisierten mit der Jungen Union &#8211; 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