{"id":11955,"date":"2005-06-01T21:20:00","date_gmt":"2005-06-01T19:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/bourdieu-und-luhmann-als-theoretiker-der-buergerlichen-gesellschaft\/"},"modified":"2005-06-01T12:00:00","modified_gmt":"2005-06-01T10:00:00","slug":"bourdieu-und-luhmann-als-theoretiker-der-buergerlichen-gesellschaft","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/170-vorgaenge\/publikation\/bourdieu-und-luhmann-als-theoretiker-der-buergerlichen-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Bourdieu und Luhmann als Theoretiker der \u201eb\u00fcrgerlichen Gesellschaft\u0094"},"content":{"rendered":"<p>aus: Vorg\u00e4nge Nr.170 ( Heft\/2\/2005 ), S.53-60<\/p>\n<p><i>Pierre Bourdieu und Niklas Luhmann sind moderne Klassiker der Soziologie. Seit 30 Jahren gelten ihre soziologischen Theorien als subtile Selbstbeschreibungen der &#132;modernen&#148; Gesellschaft: Bourdieus Diagnose stratifikatorischer Distinktionen durch \u00f6konomisches, kulturelles und soziales Kapital, Luhmanns Analyse funktional aasdifferenzierter Teilsysteme wie Wirtschaft, Wissenschaft, Recht, Politik etc. Beobachtet man beide Theorien oder Beobachtungssprachen vergleichend, verwandeln sie sich in einen raffinierten Selbstausdruck der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; &#8211; nach deren Kontingenterfahrung im 20. Jahrhundert. Diese innere Wahlverwandtschaft zwischen Bourdieu und Luhmann und beider zur &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts l\u00e4sst sich sowohl in beider Theorieanlage wie in der Erinnerung an den geschichtlichen Entstehungs- und Rezeptionszusammenhang dieser soziologischen Theorien zeigen. Den neueren Versuchen des Theorienvergleichs von Bourdieu und Luhmann (Nassehi\/Nollmann 2004) entgeht diese Pointe, weil sie beide Theorien immer auf die moderne Gesellschaft allgemein beziehen, nicht aber auf die b\u00fcrgerliche Moderne nach ihrer Kontingenzerfahrung, d.h. der Erfahrung der M\u00f6glichkeit anti- und nicht b\u00fcrgerlicher Gesellschaften der Moderne.<\/i><\/p>\n<p>Dieser Gedankengang soll hier in drei Schritten entfaltet werden: Zun\u00e4chst geht es um einen internen Vergleich beider soziologischer Theorien, dann um die Beobachtung beider von einer dritten Theorie aus &#8211; n\u00e4mlich der der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; &#150; und abschlie\u00dfend um die These, inwiefern es sich bei Bourdieu und Luhmann um eine soziologische Doppelbeobachtung der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; nach&#8216; ihrer Kontingenterfahrung handelt, mithin also nach der Erfahrung, als Gesellschaftsformation in der Moderne wohl <i>m\u00f6glich<\/i>, aber nicht <i>notwendig<\/i> zu sein.<\/p>\n<h5><span id=\"bourdieu-und-luhmann-theorienvergleich-anhand-ihrer-theoriekonstruktion\">Bourdieu und Luhmann: Theori&shy;en&shy;ver&shy;gleich anhand ihrer Theorie&shy;kon&shy;struk&shy;tion<\/span><\/h5>\n<p>Der theorievergleichende Blick gilt zun\u00e4chst der Theoriekonstruktion, der Architektur der Theorien. Wie sind die Theorien gemacht? Dabei fallen theorietechnische Divergenzen, aber auch Konvergenzen der soziologischen Theorien von Bourdieu und Luhmann auf. Die Divergenz im Aufbau der Theorien erscheint offensichtlich. Sozialtheoretisch ist Bourdieus soziologischer Ansatz eher akteursorientiert &#150; die Verh\u00e4ltnisse werden von Menschen gemacht &#150;, Luhmanns systemorientiert &#150; die Verh\u00e4ltnisse laufen eher von selbst. Gesellschaftstheoretisch beschreibt Bourdieu die Gegenwartsgesellschaft vertikal, stratifikatorisch, als Produktion von Klassifikation und Klassen (Bourdieu 1982), Luhmann hingegen horizontal, differenzierungstheoretisch, als Ensemble funktional differenzierter Teilsysteme (Luhmann 1984).<\/p>\n<p>Die Unterschiede sind also klar. Neben diesen Unterschieden fallen in der Theoriearchitektur dennoch charakteristische Gemeinsamkeiten auf &#150; zwei Gemeinsamkeiten, die vor dem Hintergrund anderer Theorieoptionen konturscharf werden.<\/p>\n<ol>\n<li>\n<p>Hinsichtlich der grundbegrifflichen Erschlie\u00dfung des Sozialen, der Sozialtheorie, arbeiten beide soziologische Theorien mit <em>Korrelatkategorien<\/em>: F\u00fcr soziale Realit\u00e4t setzt Bourdieu eine Korrelation zwischen &#132;Feld&#148; und &#132;Habitus&#148;, Luhmann zwischen &#132;System&#148; und &#132;Umwelt&#148;.\u00a0Die erste theorietechnische Parallele besteht also zwischen den Begriffspaaren &#132;Habitus-Feld&#148; und &#132;Umwelt-System&#148;. Man muss also die Begriffspaare parallel in der richtigen Reihenfolge lesen: &#132;Habitus&#148; verh\u00e4lt sich zu &#132;Feld&#148; wie &#132;Umwelt&#148; zu &#132;System&#148;. Beide Begriffspaare ersetzen den Dualismus von &#132;Individuen&#148; und &#132;Gesellschaft&#148;, von &#132;Subjektivismus&#148; und &#132;Objektivismus&#148;. Bei Bourdieu wird auf den ersten Blick klar, dass es sich bei &#132;Habitus&#148; und &#132;Feld&#148; um die theoriekonstitutive Formulierung einer Verschr\u00e4nkung zwischen Individuum und Gesellschaft handelt, bei Luhmanns Korrelatbegriffen &#132;Umwelt&#148; und &#132;System&#148; auf den zweiten, wenn man sich klar macht, dass zur &#132;Umwelt&#148; &#132;sozialer Systeme&#148; prominent &#132;Individuen&#148; oder &#132;psychische Systeme&#148; geh\u00f6ren. Zwar geh\u00f6rt auch anderes zur &#132;Umwelt&#148; sozialer Systeme (v.a. andere soziale Systeme), aber basal und prominent doch &#132;psychische Systeme&#148;, die in ihrer &#132;Unergr\u00fcndlichkeit&#148; (Komplexit\u00e4t und Kontingenz) paradigmatisch daf\u00fcr stehen, dass die Komplexit\u00e4t der &#132;Umwelt&#148; immer gr\u00f6\u00dfer ist als die des jeweiligen &#132;sozialen Systems&#148;, das auf diese Umwelt (aus &#132;psychischen Systemen&#148;) bezogen ist. &#132;Soziale Systeme entstehen [&#8230;] daraus, dass psychische Systeme einander in die Quere kommen&#148; (Schimank 2002). Zwischen den individuellen Seelen in ihrer f\u00fcreinander uneinholbaren Komplexit\u00e4t und f\u00fcreinander unfassbaren Unergr\u00fcndlichkeit &#150; der &#132;doppelten Kontingenz&#148; &#150; bilden sich eigendynamisch &#132;Erwartungserwartungen&#148; als Kern &#132;sozialer Systeme&#148;, aus deren Blick die einzelnen psychischen Systeme in ihrer Unergr\u00fcndlichkeit nun zur &#132;Umwelt&#148; des Sozialen geh\u00f6ren. <\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die erste Theoriekonvergenz von Bourdieu und Luhmann besteht also darin, dass mit den Begriffspaaren &#132;Habitus\/Feld&#148; und &#132;Umwelt\/System&#148; grundlegend Verschr\u00e4nkungen von Individuum und Gesellschaft angesetzt werden. Man verfehlt diese Gemeinsamkeit, wenn man sagt, Bourdieu habe eine &#132;Habitustheorie&#148;, Luhmann eine &#132;Systemtheorie&#148; entwickelt. Pr\u00e4zise gesprochen ist Bourdieus Theorie eine ,Feld-Habitus`-Theorie, Luhmanns Theorie eine ,System-Umwelt`-Theorie. In dieser Gemeinsamkeit unterscheiden sich beide Theorien von anderen soziologischen Theorien, die entweder bei den existentialen oder rationalen Kalk\u00fclen der Individuen ansetzen (aus denen Sozialit\u00e4t generiert wird) oder auf der anderen Seite bei der Gesellschaft als einer objektiven Kraft (in der die Individuen eingeschlossen sind), die sich dialektisch eigenst\u00e4ndig entfaltet oder sich szientifisch als Sache ausz\u00e4hlen l\u00e4sst. In dieser grundlegenden Theoriearchitektur liegt die Gemeinsamkeit in der Sozialtheorie beider soziologischer Theorien.Die zweite Gemeinsamkeit der Theoriearchitektur wird in der <em>Gesellschaftstheorie<\/em> sichtbar. Beide soziologische Theorien arbeiten jeweils mit der &#132;Nichtaufeinanderr\u00fcckf\u00fchrbarkeit&#148; der ausschlaggebenden &#132;Gr\u00f6\u00dfen&#148;, die sie ins Spiel setzen, um Gesellschaft und damit moderne Gesellschaft zu beschreiben. Das betrifft die &#132;Kapitalsorten&#148; bei Bourdieu, die nicht auf einander r\u00fcckf\u00fchrbar sind; &#132;\u00f6konomisches Kapital&#148;, &#132;soziales Kapital&#148;, &#132;kulturelles Kapital&#148; folgen ihrer je eigenen Logik. Das betrifft die funktional ausdifferenzierten Teilsysteme (Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Kunst etc.) der Gesellschaft, speziell die symbolisch generalisierten Kommunikationsmedien bei Luhmann, die in ihren Logiken nicht auseinander abgeleitet werden k\u00f6nnen. &#132;Kapitalsorten&#148; und &#132;symbolisch generalisierte Kommunikationsmedien&#148; sind Gr\u00f6\u00dfen, die je mit-einander verglichen werden (als &#132;Kapital&#148;, als &#132;Kommunikationsmedium&#8220;), ineinander \u00fcbersetzt, aber nicht auseinander hergeleitet werden. Hinsichtlich dieser &#132;Gr\u00f6\u00dfen&#148; (Kapitalsorten oder Kommunikationsmedien) kennen beide Theorien kein &#132;prim\u00e4r&#148; und &#132;sekund\u00e4r&#148;, kein Verh\u00e4ltnis von &#132;Basis&#148; und &#132;\u00dcberbau&#148;. Von ihrem Konstruktionsprinzip her kennen beide Ans\u00e4tze keine Hierarchie dieser &#132;Gr\u00f6\u00dfen&#148;, kein Primat einer Gr\u00f6\u00dfe. Sie betonen die Gleichurspr\u00fcnglichkeit, die Parataxe der Gr\u00f6\u00dfen und die \u00dcbersetzungsarbeit zwischen ihnen als das Zentrum der Gesellschaft und damit der Gesellschaftsanalyse. Das ist vor allem deutlich festzuhalten f\u00fcr die Theorie von Bourdieu, der mit der \u00dcbertragung des Kapitalbegriffs auf die Felder des Sozialen und des Kulturellen jede Basis-\u00dcberbau-Architektur sprengt. Diese theoriearchitektonische Gemeinsamkeit wird kontrastscharf gegen\u00fcber einem anderen Theorietypus, z.B, der Kritischen Theorie der Gesellschaft, die im Kern als &#132;politische \u00d6konomie&#148; arbeitet, indem sie ein Hierarchieverh\u00e4ltnis von &#132;Gr\u00f6\u00dfen&#148; ansetzt: Ist in der &#132;kapitalistischen Gesellschaft&#148; das \u00f6konomische Teilsystem oder eben das &#132;\u00f6konomische Kapital&#148; die ausschlaggebende Gr\u00f6\u00dfe, so nach &#150; von der neomarxistischen Krisentheorie erwarteter &#150; vollzogener Transformation der Gesellschaft das politische Teilsystem oder das soziale Kapital. Die Gemeinsamkeit von Bourdieu und Luhmann liegt gesellschaftstheoretisch darin, dass sie &#150; im Unter-schied zu hierarchisch gebauten Gesellschaftstheorien &#150; von der parataktischen Architektur ihrer Theorien her eine solche Diagnostik nicht liefern k\u00f6nnen oder liefern wollen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<h5><span id=\"im-blick-der-132buergerlichen-gesellschaft148-theorieproduktion-und-theorierezeption\">Im Blick der &#132;b&uuml;rger&shy;li&shy;chen Gesell&shy;schaft&#148;: Theorie&shy;pro&shy;duk&shy;tion und Theorie&shy;re&shy;zep&shy;tion<\/span><\/h5>\n<p>Einen Schritt weiter geht der theorievergleichende Blick auf die Theorieproduktion und die Theorierezeption. Warum kam es wann zur Produktion und Rezeption dieser offen-sichtlich verschiedenen und in zwei Konstruktionsprinzipien der Theoriearchitektur doch charakteristisch \u00e4hnlichen soziologischen Theorien? Genauer gefragt: Warum haben sich Bourdieus und Luhmanns Konzepte seit den 1970er Jahren des 20. Jahrhunderts nahezu parallel (unabh\u00e4ngig voneinander) entwickelt und warum fanden sie &#150; noch wichtiger &#150; in der Soziologie im letzten Vierteljahrhundert als einschl\u00e4gige, angemessene Selbstbeschreibungen der Gegenwartsgesellschaft parallel Resonanz, wurden rezipiert und akzeptiert?<\/p>\n<p>Um das zu kl\u00e4ren, braucht man einen dritten Ort der Beobachtung. Sozialtheoretisch braucht man immer einen dritten Punkt der Beobachtung, die Figur des Dritten, um Kognitionen und Kommunikationen zwischen zweien auf Konvergenzen und Divergenzen hin zu beobachten, auch bei Theorieperspektiven. Daher sollen nunmehr beide Theorien in ihrer konvergierenden Theorieproduktion und Theorierezeption von der Realkategorie &#132;b\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148; aus beobachtet werden. Denn Bourdieus und Luhmanns Theorien lassen sich von ihrer im Kern gemeinsamen Architektur her als soziologische Doppelbeobachtung der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft nach ihrer Kontingenzerfahrung deuten.<\/p>\n<p>Das sieht nur auf den ersten Blick \u00fcberraschend aus. Denn es l\u00e4sst sich kaum bezweifeln, dass die Gegenwartsgesellschaft seit der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ein transnationaler Zusammenhang b\u00fcrgerlicher Vergesellschaftung ist. Die Kategorie &#132;B\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148; meint hier nicht &#132;Zivilgesellschaft&#148; oder eine neuerdings einsetzende sogenannte &#132;Verb\u00fcrgerlichung&#148;, sondern eher &#132;Civil-commercial Society&#148;. Es scheint sinnvoll, im Begriff der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; diagnostisch den angels\u00e4chsischen Begriff Civil Society, der immer die Struktur der politischen Selbstverwaltung der Verh\u00e4ltnisse akzentuiert, und die deutsche Begriffstradition, die die \u00f6konomischen Strukturen der Commercial Society, des Kapitalismus betont, zusammenzuziehen und noch zus\u00e4tzlich durch das Moment der Kultur, das im Bildungsb\u00fcrgertum mit angesprochen ist, anzureichern, ohne diese drei &#132;Gr\u00f6\u00dfen&#148; der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft aufeinander zu reduzieren (Fischer 2004a, 2004b). Aus der Perspektive einer historischen Soziologie ist es evident, dass gegenw\u00e4rtig wie nie zuvor Strukturen und Praktiken der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft inmitten der Massengesellschaft dominant sind und in der Weltgesellschaft tendenziell implementiert werden. Man braucht nur an die etablierten Privateigentumsverh\u00e4ltnisse, die b\u00fcrgerlichen Gerichtsverfahren (die auch in den Massenmedien einge\u00fcbt werden), transnational operierende Gerichtsh\u00f6fe oder die Durchsetzung der modernen bildenden Kunst als kulturelles Distinktionsmerkmal in der Massengesellschaft zu denken, um plausibel machen, dass in der Gegenwartsgesellschaft inmitten der Massenkultur Strukturen und Akteursgruppen der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; dominieren und einen transnationalen Verbund bilden, der mindestens die EU und Nordamerika als Gro\u00dfr\u00e4ume, Gro\u00dfmachtr\u00e4ume b\u00fcrgerlicher Vergesellschaftung umfasst. Ebenso evident ist, dass es sich bei dieser b\u00fcrgerlichen Gesellschaft nicht um eine geschichtsphilosophische Notwendigkeit handelt, sondern dass der Kategorie die Kontingenz und Vernichtungserfahrung im 20. Jahrhundert eingeschrieben ist. Zu dieser Erfahrung geh\u00f6rt der Verlust von Privateigentumsstrukturen, von Rechtsstaatsverfahren, von Strukturen \u00fcberraschungsoffener \u00d6ffentlichkeit und vieles andere. Seit 1917, seit 1933 und auch nach 1945 bis 1989 geh\u00f6rte zur Erfahrung der Strukturen und Akteure b\u00fcrgerlicher Gesellschaft ihr &#132;Nichtmehrseink\u00f6nnen&#148; mitten in der Moderne. Es gab pl\u00f6tzlich ganz andere Modernen, in denen es mit Privateigentumsstrukturen und einer Bourgeoisie, mit Rechtsstaatsstrukturen und selbstoperierenden Vereinen\/Assoziationenl&#132;Netzwerken&#8220;, mit einer kritisch-riskierenden Kultur und dem entsprechenden Bildungsb\u00fcrgertum weitgehend vorbei war. Soziologisch gesehen hat sich am Ende des 20. Jahrhunderts geschichtlich so etwas wie ein wechselseitiges Anerkennungsverh\u00e4ltnis zwischen Bourgeoisie, Citoyen- oder Vereinsb\u00fcrgertum und kritischem Bildungsb\u00fcrgertum eingespielt &#150; Akteursgruppen, die hin-sichtlich ihrer Formation nicht aufeinander zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen und die historisch das immer in sich heterogene &#132;B\u00fcrgertum&#148; bildeten. Es existiert also ein Akzeptanzverh\u00e4ltnis sich gegenseitig voraussetzender, nicht aufeinander r\u00fcckf\u00fchrbarer Strukturfelder: Kapital\u00f6konomie, Rechtsstaatsverh\u00e4ltnisse, kritisch-kreative \u00d6ffentlichkeit. Die Kategorie &#132;B\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148; ist ein Korrelatbegriff, der Strukturen und Akteure in der Kategorie aufeinander bezieht &#151; eben die Strukturprinzipien b\u00fcrgerlicher Vergesellschaftung und ein &#132;B\u00fcrgertum&#148;, das diesen Strukturen entsprechend zuzurechnen ist.<\/p>\n<h5><span id=\"bourdieu-und-luhmann-soziologische-doppelbeobachtung-der-buergerlichen-gesellschaft\">Bourdieu und Luhmann: sozio&shy;lo&shy;gi&shy;sche Doppel&shy;be&shy;ob&shy;ach&shy;tung der b&uuml;rger&shy;li&shy;chen Gesell&shy;schaft<\/span><\/h5>\n<p><i>1. Theorieproduktion und -rezeption nach den Kontingenzerfahrungen der b\u00fcrgerlichen Welt<\/i><\/p>\n<p>Beobachtet man Bourdieus und Luhmanns soziologische Theorieproduktion und die Rezeption dieser Theorien von dieser Kategorie der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; aus, dann wird plausibel, warum beide mit ihrer gemeinsamen Theoriearchitektur als soziologische Theorien parallel aufsteigen, auff\u00e4llig und akzeptiert werden.<\/p>\n<p>Die <i>Theorieproduktion<\/i> beider ist nicht der &#132;Moderne&#148; generell zuzurechnen, nicht pauschal als Selbstbeobachtung und -beschreibung der Moderne zu rekonstruieren. Bourdieus und Luhmanns Theorieproduktion vollzog sich in einem spezifischen Erfahrungs- und Erwartungsraum zwischen 1970 und 2000 in Europa: in der Europ\u00e4ischen Union, in der sich in dieser Zeit ein transnationaler Gro\u00dfraum b\u00fcrgerlicher Vergesellschaftung ausbildete. Beide Theorien bilden sich in den Kernstaaten dieses b\u00fcrgerlichen Gro\u00dfraumes, in Frankreich und in der Bundesrepublik; nationale Traditionen der B\u00fcrgertumsgeschichte \u00fcbersetzen sich dabei in die Bildungsgeschichte der Theorievarianten.<\/p>\n<p>Die Theorieproduktion bei beiden ist gepr\u00e4gt von der Kontingenzerfahrung b\u00fcrgerlicher Gesellschaft, d.h. von der Erfahrung, dass es auch andere, &#132;antib\u00fcrgerliche&#148; Strukturen und Akteure moderner Gesellschaften gab. &#132;B\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148; erwies sich als eine m\u00f6gliche, aber zugleich nicht notwendig als die Gesellschaftsformation der Moderne. Beide Theoretiker geh\u00f6ren einer Generation an, deren Kindheit von einer nationalsozialistisch formierten Moderne &#150; sowohl in Deutschland wie im besetzten Frankreich &#150; beherrscht wird; beide produzieren ihre soziologischen Theorien vor dem Hintergrund des Kalten Krieges, die von der Dauerpr\u00e4senz der ebenfalls nicht-b\u00fcrgerlichen Gesellschaftsmoderne des &#132;Sowjetsystems&#148; bestimmt ist.<\/p>\n<p>Beobachtet man die <i>Theorierezeption <\/i>beider Konzepte, so kann man sagen, dass sich die Rezipienten von Bourdieu oder von Luhmann dar\u00fcber aufkl\u00e4ren lassen, dass ei-ne soziologisch verfremdende Beschreibung der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; zwar deren Kritik, nicht notwendig aber deren Ende oder Transformation bedeuten muss. In dieser Rezeption unterscheiden sich beide Theorien kontrastscharf von der Kritischen Theorie bzw. neomarxistischen Kritik der Gesellschaft im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts, die einen &#132;Sp\u00e4tkapitalismus&#148; diagnostizierten und eine Transzendenz der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft auf eine andere Moderne hin theorieimmanent erwarteten. Nat\u00fcrlich sind Bourdieus und Luhmanns Theorien als soziologische Theorien so formuliert, dass sie auch f\u00fcr andere soziale historische Kontexte analytisch benutzbar sind und mit kognitivem Gewinn kommunizierbar sind. Aber &#151; so meine These &#151; im Kern hat die Theorieproduktion und -rezeption als Selbstthematisierung ihrer Gegenwartsgesellschaften funktioniert. Bourdieus und Luhmanns Soziologien sind von der Theoriearchitektur her komplement\u00e4re und konvergierende Selbstbeschreibungs- und Selbststeuerungstheorien der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft der <i>Gegenwart<\/i> nach ihrer Kontingenzerfahrung. Sie sind theoretischer Ausdruck der sich ihrer selbst gegenw\u00e4rtigen &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148;.<\/p>\n<p><i>2. Soziologische Reformulierungen der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft<\/i><\/p>\n<p>Bourdieus und Luhmanns Theorieproduktionen verm\u00f6gen der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; genaue Diagnosen zu stellen, weil sie <i>soziologische<\/i> Reformulierungen des Ph\u00e4nomens sind. Das ist f\u00fcr das Ph\u00e4nomen &#132;b\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148;, das bisher eine vertragstheoretische bzw, geschichtsphilosophische Selbstthematisierung kannte, neu. In dieser Hinsicht gewinnen die zwei Gemeinsamkeiten der Theoriearchitektur, die sozialtheoretische und die <i>gesellschaftstheoretische<\/i>, ihre diagnostische Kraft.<\/p>\n<p>Die <i>sozialtheoretischen <\/i>Formeln von ,Habitus-Feld` bzw. ,Umwelt-System` konzeptualisieren eine Verschr\u00e4nkung von Individuum und Gesellschaft. Individuum und Gesellschaft, Akteure und Strukturen, sind damit in ein Entsprechungsverh\u00e4ltnis gebracht, in ein wechselseitiges Voraussetzungsverh\u00e4ltnis, so dass nicht das eine Moment das andere ,verzehrt`. Vor dem Hintergrund der Selbstthematisierungsgeschichte b\u00fcrgerlicher Vergesellschaftung bedeutet das, dass nun soziologisch die &#132;Autonomie&#148; des Individuums als eine durchg\u00e4ngig vermittelte verstanden und rekonstruiert wird, w\u00e4hrend umgekehrt die &#132;Strukturen&#148; als auf die Potentialit\u00e4t der Subjektivit\u00e4t angewiesen pr\u00e4sentiert werden. Damit operiert die soziologische Reformulierung der &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; grunds\u00e4tzlich anders als eine klassische vertragstheoretische Beschreibung (Hobbes, Locke, Rousseau), in der die Gesellschaft durch die autonomen Individuen gestiftet wird, und anders als eine geschichtsphilosophische Beschreibung, die das durch eine Selbstbewegung der Geschichte (Produktivkr\u00e4fte und Produktionsverh\u00e4ltnisse) hervorgebrachte B\u00fcrgertum (Marx) als Agent des Geschichtsprozesses erschlie\u00dft und es dabei beobachtet, wie es auf Grund der Widerspr\u00fcche seiner Hervorbringungen von der Geschichte auch wieder abger\u00e4umt und notwendig durch eine andere Konstellation substituiert wird. Durch die Verschr\u00e4nkungsformeln ,Habitus-Feld` und ,Umwelt-System` wird also b\u00fcrgerliche Gesellschaft soziologisch beschreibbar.<\/p>\n<p>Die auff\u00e4llige Verschiedenheit beider Formeln l\u00e4sst sich vielleicht mit den nationalen B\u00fcrgertumstraditionen erkl\u00e4ren, die den Anschauungshintergrund f\u00fcr die abstrakten Kategorienpaare bilden. ,Habitus-Feld` setzt den Schwerpunkt auf die k\u00f6rperlich einge\u00fcbte, zur dauerhaften Erscheinung gebrachte Koexistenz von psychischen und sozialen Systemen und verweist damit auf eine franz\u00f6sische B\u00fcrgertumstradition, in der das zur Erscheinung gelangende Individuum, in einer Haltung und in einem Bild auf Repr\u00e4sentation angelegte Subjekt prominent ist. ,Umwelt-System` setzt den Schwerpunkt hinge-gen auf die &#132;tangentiale Existenz&#148; (Uwe Schimank 2002) von psychischem und sozialem System. Erwartungsmobil und gewitzt windet sich das Subjekt (das zur Umwelt geh\u00f6rt) zwischen den verschiedenen sozialen Teilsystemen, ohne dass das psychische System in seiner M\u00f6glichkeitsoffenheit von den sozialen Systemen wirklich ersch\u00f6pft werden kann. Das entspricht eher der deutschen B\u00fcrgertumstradition einer kultivierten &#132;Innerlichkeit&#148;, der Reserve und dem Refugium gegen\u00fcber den Zumutungen der &#132;Rolle&#148;.<\/p>\n<p>Beide Theorien gelangen jedenfalls im sozialtheoretischen Grundansatz zu einer soziologischen Reformulierung der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft, die sie gesellschaftstheoretisch ausarbeiten. Gesellschaftstheoretisch ist f\u00fcr beide Theorien charakteristisch, dass beide Ans\u00e4tze gleich urspr\u00fcngliche und damit gleichrangige Gr\u00f6\u00dfen der Gesellschaft auszeichnen. Innerhalb der ,Habitus-Feld`-Korrelation reflektieren sie parataktisch, also gleich urspr\u00fcnglich, Aktionsfelder (Bourgeoisie [\u00f6konomisches Kapital], soziale Netzwerke [soziales Kapital], wissenschaftlich und kulturell Gebildete [kulturelles Kapital]); innerhalb der ,Umwelt-System`-Korrelation reflektieren sie gleichrangig angeordnete Teilsysteme (geldgesteuerte \u00d6konomie, Rechtssystem, Wissenschaft und Kunst etc.), ohne dass diese Gr\u00f6\u00dfen aufeinander reduziert w\u00fcrden. Obwohl Bourdieu mit dem Kapitalbegriff operiert, schreibt seine soziologische Theorie vom Ansatz her der Wirtschaft gerade keinen Primat zu (auch wenn manche Interventionen Bourdieus als \u00f6ffentlicher Intellektueller anders klangen); vom Kapitalbegriff her sind Kultur und soziale Beziehungen als gleich urspr\u00fcngliche Gr\u00f6\u00dfen zu begreifen. Indem die distinktionstheoretische Beschreibung Akteure beschreibt, die sich st\u00e4ndig erneut in sozialen Feldern zu einer Klassengesellschaft subtil klassifizieren, \u00f6ffnet sie den Blick f\u00fcr die Aufstiegs- und Abstiegsprozesse, f\u00fcr die Exklusionen und Inklusionen einer &#132;b\u00fcrgerlichen Gesellschaft&#148; &#151; ohne dass das mit einer Transformationschance des ganzen Gef\u00fcges in der Theorie ausgezeichnet w\u00fcrde. Damit bef\u00f6rdert Bourdieus Beschreibung die kritische Wahrnehmung des ,Elends der Welt&#8216;, der sozialen Ungleichheit und der K\u00e4mpfe in der Gesellschaft. Er setzt den Dauerverdacht der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft gegen sich selbst fort, ohne dass ein Punkt, ein &#132;soziales Feld&#148;, eine Akteursgruppe oder eine Kapitalsorte in der Theorie genannt w\u00fcrde, von dem\/der aus das Ganze zu transzendieren w\u00e4re.<\/p>\n<p>Indem die systemtheoretische Beschreibung [1] das Funktionieren der funktionalen Ausdifferenzierung der Teilsysteme ohne F\u00fchrungssystem demonstriert, belehrt sie im funktionalen Nachweis der Strukturen (Wirtschaftssystem, Rechts- und politisches System, Kunst, Wissenschaft) \u00fcber eine auf Dauer gestellte b\u00fcrgerliche Gesellschaft in der Moderne. Funktionale Ausdifferenzierungen sind von Konflikten getragen, aber diese Konflikte k\u00f6nnen wiederum funktional sein. Beide soziologischen Theorien haben kritisches Potential dann, wenn sie \u00dcberdehnungen eines Teilsystems, einer Kapitalsorte beobachten. Aber wegen der von der Theorie her behaupteten grunds\u00e4tzlichen Gleichurspr\u00fcnglichkeit der ausschlaggebenden Gr\u00f6\u00dfen gibt es keinen Punkt, von dem aus das Ganze gekippt oder transformiert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><i>3. Soziologische Theorien als &#132;gepflegte Semantik&#148; eines neuen Bildungsb\u00fcrgertums<\/i><\/p>\n<p>Die drei Rekonstruktionen der Gemeinsamkeit &#151; die der theorieinternen Architektur, die Beobachtbarkeit der Theorien von einem dritten Ort aus, den sie, drittens, soziologisch zur Sprache bringen &#151; lassen schlie\u00dflich eine weitere Gemeinsamkeit von Bourdieu und Luhmann beobachten: Beide soziologische Theorien offerieren eine Pr\u00e4mie auf kulturelles Differenzierungsverm\u00f6gen, egal ob im Fall sozialer Ungleichheit oder funktionaler Differenzierung. Sie bieten ihren Rezipienten, den Soziologen, die Chance zu &#132;gebildeten&#148;, reflexiven Biographien inmitten komplexer Verh\u00e4ltnisse. Ob Kapitalsorten-Verschiedenheit oder Verschiedenheit symbolisch generalisierter Kommunikationsmedien: Immer geht es entlang einer &#132;gepflegten Semantik&#148; beider soziologischer Theorien um die Ein\u00fcbung in die Beherrschung differenter Codierungen, die auf keinen Fall verwechselt werden sollten, um von einer Kapitalsorte zur anderen oder von einem symbolisch generalisierten Kommunikationsmedium bzw. Teilsystem in das n\u00e4chste \u00fcberzugehen. Die Einheit des Verschiedenen in seiner Verschiedenheit aufzuweisen ist grunds\u00e4tzlich eine bildungsb\u00fcrgerliche Leistung. In der Fortsetzung dieser Bildungsleistungen sind beide soziologische Theorien nicht zuletzt Selbststeuerungs- und Verst\u00e4ndigungssemantiken eines neuen Bildungsb\u00fcrgertums.<\/p>\n<p>[1] Luhmanns Systemtheorie vermeidet systematisch den Begriff &#132;b\u00fcrgerliche Gesellschaft&#148;, weil er innerhalb seines westdeutschen Zeithorizontes deckungsgleich war mit einer Gesellschaftstheorie &#132;kapitalistischer Gesellschaft&#148; vom Standpunkt einer politischen \u00d6konomie. Seine Systemtheorie funktional ausdifferenzierter Teilsysteme der Moderne aIs soziologische Theorie der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft zu lesen, liegt allerdings wegen seiner dezidierten Auseinandersetzung mit der &#132;Gesellschaftskonzeption des Marxismus-Leninismus&#148; bzw. der neomarxistischen Soziologie nahe (vgl. Luhmann 1968).<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Bourdieu, Pierre 1982: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt\/Main<br \/>Fischer, Joachim 2004a: B\u00fcrgerliche Gesellschaft. Zur historischen Soziologie der Gegenwartsgesellschaft; in: Clemens Albrecht (Hg.), Die b\u00fcrgerliche Kultur und ihre Avantgarden, W\u00fcrzburg, S. 97-118<br \/>Fischer, Joachim 2004b: Warenwerbung und Warentest oder Poetismus und Rationalismus. Komplement\u00e4re Sozialmechanismen in der b\u00fcrgerlichen Massenkultur; in: Kai-Uwe Hellmann\/Dominik Schrage (Hg.), Konsum der Werbung. Zur Produktion und Rezeption von Sinn in der kommerziellen Kultur, Wiesbaden, S. 49-62<br \/>Luhmann, Niklas 1968: Gesellschaft; in: Sowjetsystem und Demokratische Gesellschaft. Eine vergleichende Enzyklop\u00e4die, Bd. II, Freiburg\/Basel\/Berlin, Sp. 959-972<br \/>Luhmann, Niklas 1984: Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie, Frankfurt\/Main<br \/>Nassehi, Armin\/Gerd Nollmann (Hg.) 2004: Bourdieu und Luhmann. Ein Theorienvergleich. Frankfurt\/Main<br \/>Schimank, Uwe 2002: ,Gespielter Konsens&#8216;: Fluchtburg des Menschen in Luhmanns Sozialtheorie (Vortrag auf der Tagung Niklas Luhmann und die Kulturtheorie an der Universit\u00e4t L\u00fcneburg 6.-8.12.2002; Ms.)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2273],"publikationen":[1446],"class_list":["post-11955","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-joachim-fischer","publikationen-170-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Bourdieu und Luhmann als Theoretiker der \u201eb\u00fcrgerlichen Gesellschaft\u0094 - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/170-vorgaenge\/publikation\/bourdieu-und-luhmann-als-theoretiker-der-buergerlichen-gesellschaft\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bourdieu und Luhmann als Theoretiker der \u201eb\u00fcrgerlichen Gesellschaft\u0094 - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: Vorg\u00e4nge Nr.170 ( Heft\/2\/2005 ), S.53-60 Pierre Bourdieu und Niklas Luhmann sind moderne Klassiker der Soziologie. 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