{"id":12002,"date":"2004-09-20T18:30:00","date_gmt":"2004-09-20T16:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/wie-ist-soziale-ordnung-moeglich\/"},"modified":"2004-09-20T12:00:00","modified_gmt":"2004-09-20T10:00:00","slug":"wie-ist-soziale-ordnung-moeglich","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/167-vorgaenge\/publikation\/wie-ist-soziale-ordnung-moeglich\/","title":{"rendered":"Wie ist soziale Ordnung m\u00f6glich?"},"content":{"rendered":"<p>T\u00e4uschung und Gewalt bei Machiavelli<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge  Nr. 167 ( Heft 3\/2004 ), S. 47-55<\/p>\n<p><i>Die Frage, wie soziale Ordnung m\u00f6glich ist, durchzieht un\u00fcbersehbar Machiavellis politische Schriften. Das klassische staatstheoretische Problem, wie Staaten gegr\u00fcndet und wie sie erhalten werden, gibt dieser Frage ihre Form. Mit ihr beginnen in gewisser Hinsicht die Discorsi (verf. 1513-19, ed. 1531), denn von den neuen Ordnungen (ordini nuovi) ist bereits im ersten Satz des ersten Vorworts die Rede. Diese Vordergr\u00fcndigkeit, die dadurch bekr\u00e4ftigt wird, dass Machiavelli sie mit der Geneinwohlverpflichtung der Politik und dem Risiko der Innovation &#8211; politischer Einrichtungen, der Entdeckung unbekannter Meere und L\u00e4nder, des Textes der Discorsi &#8211; verkn\u00fcpft, verweist auf die Bedeutung, die der Frage nach der sozialen Ordnung in Machiavellis politischen Schriften zukommt.<\/i><\/p>\n<p>Die <i>Istorie fiorentine<\/i> (verf. 1520-25), Machiavellis Geschichten von Florenz bis zum Tod Lorenzos des Pr\u00e4chtigen 1492, beginnen mit der Kritik vorangegangener Historiographien, weil diese das Entstehen von politischer Unordnung und innenpolitischer Gewalt nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnten. Das erste Buch der Istorie setzt mit der Zerst\u00f6rung der nachahmenswerten politischen Ordnung par excellence ein, dem Untergang des R\u00f6mischen Reichs. Auch die anderen B\u00fccher beginnen jeweils mit einem ordnungspolitischen Problem: dem Wechsel von Ordnung und Unordnung, innen- oder au\u00dfenpolitischer Gewalt, Gesetz oder Ortsgr\u00fcndung.<i> Die Florentiner Geschichten <\/i>sind ein Versuch, die Geschichte der politischen Instabilit\u00e4t des Stadtstaates Florenz nicht nur zu beschreiben, sondern zu erkl\u00e4ren. Die Frage, weshalb Florenz so h\u00e4ufig seine Regierungsform gewechselt hat, leitet auch Machiavellis Verfassungsdenkschrift <i>Discorso delle cosefiorentine dopo la morte di Lorenzo de Medici il giovane<\/i> (verf.1520121) ein.<\/p>\n<p><i>Il Principe <\/i>(verf. 1513-16, ed. 1532, indiziert 1559) hingegen, so stellt es Machiavelli in der Widmung dar, ist eine Er\u00f6rterung der F\u00fcrstenherrschaft, gegliedert nach den Typen dieser Herrschaftsform und den Bedingungen f\u00fcr deren Gr\u00fcndung, Erhalt und Erweiterung. Der neue F\u00fcrst (principe nuovo) ist demnach nicht das alleinige Thema des Traktats, auch wenn er die Perspektive steuert. Dem neuen Principe und quasimonarchischen Herrscher, wie er in der Politik der Renaissance in Italien auftrat, hat Machiavelli seine Herrschernovelle La Vita di Castruccio Castracani gewidmet (verf. 1520) (Hoeges 1998: 51ff.).&#8216; Machiavellis Castruccio, der wie die F\u00fcrsten des Principe Gewalt und T\u00e4uschung gebraucht, verk\u00f6rpert eine politisch-milit\u00e4rische Tatkraft (virt\u00fc), deren Abwesenheit in der Gegenwart Machiavelli in <i>Dell `arte della guerra <\/i>(verf. 1520, ed.1521) beklagt.<\/p>\n<p>Die Erfahrung, auf die sich Machiavelli beruft, intensiviert und radikalisiert die klassische Fragestellung.[2] Entscheidend ist, dass Machiavelli stabile und erfolgreiche politische Ordnungen f\u00fcr unwahrscheinlich, aber m\u00f6glich h\u00e4lt; sie sind eher eine Ausnahme als die Regel. Daher r\u00fchrt sein besonderes Interesse an exemplarischen Modi und ,dramatischen` Momenten von Ordnungsgr\u00fcndung und Dekadenz, an Aufstieg und Fall. Vor allem jedoch sind Gr\u00fcndung, Krisis und Sturz, aber auch geringere Ver\u00e4nderungen politischer Herrschaft durchsetzt mit einer Gewalt, die sich zu &#150; auch f\u00fcr Renaissanceverh\u00e4ltnisse &#150; au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gewalttaten steigern konnte. Einen Eindruck davon vermitteln die politischen Morde Cesare Borgias in Sinigaglia, die Machiavelli zum exemplum der Allianz von Gewalt und T\u00e4uschung stilisierte.[3] Das politische Italien billigte im \u00fcbrigen die Ermordung der rebellischen S\u00f6ldnerf\u00fchrer und bezeichnete sie als bellissimo inganno, als sch\u00f6nste T\u00e4uschung. Isabella d&#8217;Este, die Herrin von Mantua, vermachte Cesare deswegen hundert Masken.<\/p>\n<p>Ob man die von Machiavelli beschriebenen gewaltt\u00e4tigen Gr\u00fcndungen, Machtwechsel und Usurpationen, die K\u00e4mpfe, Krisen und Kriege nun als heroischen Ursprung oder Ausnahmezustand einsch\u00e4tzt, als sozialen Unfrieden oder als \u00dcbergang von einer Ordnungsweise in die andere: Alle diese Prozesse entziehen dem geltenden Recht zumindest zeitweilig seine Autorit\u00e4t und den moralischen Normen die Autorit\u00e4t des Rechts. Dass Machiavelli hierbei die Fragilit\u00e4t rechtlicher Beziehungen zwischen &#150; wie auch immer verfassten &#150; Staaten konstatiert, mag wenig \u00fcberraschen. An Rechtfertigungsgr\u00fcnden wird es nicht fehlen, wenn der Krieg nur gewollt wird, hei\u00dft es bei Machiavelli mehrfach. Machiavelli gab wenig auf den Wert der Vertr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Dagegen betont Machiavelli die Diskontinuit\u00e4t rechtsetzender und rechtserhaltender Gewalt (Benjamin 1977) in ihrer Abh\u00e4ngigkeit von machtpolitischen Konstellationen. Machiavelli formuliert, dass bei &#132;den Handlungen der Menschen, zumal bei denen der F\u00fcrsten, derentwegen man kein Gericht anrufen kann, [&#8230;] auf den Enderfolg&#148; gesehen wird und nicht auf Tugend (Princ. XVIII; Machiavelli 1986a: 138ff.). Dies verdeutlicht schlagartig die Schwierigkeit, moralische Kriterien auf Situationen anzuwenden, in denen das Recht willk\u00fcrlich, d.h, gewaltsam gesetzt wird. Zumal wenn man wie Machiavelli davon ausgeht, dass moralische Unterscheidungen erst innerhalb einer politischen Ordnung wirksam werden. Diese Annahme untermauern die Discorsi mit einer wenig beachteten Ursprungserz\u00e4hlung der Moral, die diese aus dem Primat der Selbstbehauptung hervorgehen l\u00e4sst. Die &#132;verschiedenen Regierungsformen sind durch Zufall entstanden; am Anfang der Welt, als es noch wenig Menschen gab, lebten diese zerstreut, \u00e4hnlich den wilden Tieren. Als sich sp\u00e4ter das Menschengeschlecht vermehrte, schlossen sie sich zusammen und begannen, um sich besser verteidigen zu k\u00f6nnen, den st\u00e4rksten und beherztesten unter ihnen herauszustellen, machten ihn zu ihrem F\u00fchrer und gehorchten ihm. Daraus entstand der Begriff von ehrenvoll und gut im Gegensatz zu verderblich und b\u00f6se&#148; (Discorsi I, 2; Machiavelli 1977: 13).<\/p>\n<h5><span id=\"taeuschung-und-gewalt\">T&auml;uschung und Gewalt<\/span><\/h5>\n<p>\u00dcber die konkreten Formen politischer T\u00e4uschung &#150; Kriegslist, Vertragsbruch, Verschw\u00f6rung, Betrug und Intrige, h\u00e4ufig mit t\u00f6dlichen Folgen f\u00fcr die Akteure &#150; hinaus, konzipiert Machiavelli die politische T\u00e4uschung gewisserma\u00dfen als Intelligence eines nat\u00fcrlichen Machtstrebens. &#132;Gewalt&#148; und &#132;T\u00e4uschung&#148; treten denn auch derart geh\u00e4uft in Machiavellis politischen Schriften als Begriffspaar auf, dass man auch jenseits des 18. Kapitel des Principe, das wegen seiner Rechtfertigung der politischen T\u00e4uschung ber\u00fchmt und ber\u00fcchtigt wurde, von einem systematischen Zusammenhang sprechen muss. In den Istorie fiorentine ist das Begriffspaar soweit konventionalisiert, dass es wie ein g\u00e4ngiger Topos der politischen Rhetorik behandelt wird. Es findet sich in beinahe jedem der acht B\u00fccher und wird im siebenten Buch in die Darstellung der politischen Rede eingebunden. Machiavelli referiert eine Rede Piero d&#8217;Medicis an die Florentiner Ratsversammlung, in der davor gewarnt wird, dass Venedig mit Gewalt<i> (forza)<\/i> und T\u00e4uschung (inganno) versuchen k\u00f6nnte, Mailand gegen Florenz aufzubringen. T\u00e4uschung und Waffengewalt dienen an anderer Stelle den Florentiner Exilanten als Vorwurfsfigur: Im Stil der Reden antiker Historiographen beklagen sich die Vertriebenen beim Dogen in Venedig, dass die Medici &#132;an tyrannisches Herrschen gewohnt, mit Trug <i>(inganno) <\/i>die Waffen ergriffen, mit Trug <i>(inganno) <\/i>sie entwaffnet, mit Trug (<i>inganno) <\/i>sie aus der Vaterstadt vertrieben&#148; h\u00e4tten (Istorie fior. VII; Machiavelli 1986b: 451).<\/p>\n<p>Machiavelli unterscheidet nicht systematisch zwischen legitimen und illegitimen, legalen und illegalen T\u00e4uschungen, sondern behandelt sie in macht analytischer Perspektive als Mittel f\u00fcr Machterwerb, Machterhalt und Machtsteigerung. Diese Sichtweise verdankt sich der mit dem Niedergang der kaiserlich-p\u00e4pstlichen Universalmonarchie und der Krise der feudalen Verpflichtungsverh\u00e4ltnisse gegebenen M\u00f6glichkeit, neue F\u00fcrstenherrschaften (principati nuovi) &#132;mit eigenen Waffen und durch Tatkraft<i> (virtute)&#148; <\/i>oder &#132;mit fremden Waffen und durch Gl\u00fcck <i>(fortuna<\/i>) zu errichten&#148; (Princ. VI, VII; Machiavelli 1986a: VI, 40f.; VII, 48f.). Diese Befreiung von legitimen und legalen Traditionen gestattete es Machiavelli, die klassische Fragestellung nach Gr\u00fcndung und Er-halt politischer Ordnung bis zu einem Punkt zu radikalisieren, an dem der Zusammenhang von T\u00e4uschung und Gewalt als ein ebenso destruktiver wie konstruktiver Modus politischer Macht in den Blick kam &#150; jenseits normativer Vorgaben. N\u00f6tig war jedoch eine Abkehr von der Tradition humanistischer F\u00fcrstenspiegel und philosophischer Idealstaaten, der &#132;blo\u00dfen Vorstellung&#148; von Republiken und F\u00fcrstenstaaten, die &#132;nie jemand gesehen oder tats\u00e4chlich gekannt hat&#148; (Princ. XV; Machiavelli 1986a: 119; Skinner 2001: 51-74), damit die verdeckte Tradition des Strategemdenkens in den politischen Diskurs wieder einziehen konnte.<\/p>\n<h5><span id=\"eine-politische-strategemlehre\">Eine politische Strate&shy;gem&shy;lehre<\/span><\/h5>\n<p>Die Tradition listigen Denkens und strategematischen Handelns (von Senger 1999), die die Machiavelli-Rezeption notorisch ausblendet, bestenfalls dem rhetorischen Einfluss zuschreibt, ist jedoch im Gesamtzusammenhang Machiavell&#8217;scher Texte kaum zu \u00fcbersehen. Neben der &#132;Erfahrung&#148; der m\u00f6rderischen Listigkeit Cesare Borgias, die Machiavelli nachhaltig besch\u00e4ftigte, und zahlreichen anderen Beispielen in den Schriften, zitiert Machiavelli in Dell&#8217;arte della guerra ausgiebig Frontins (30-104 n. Chr.) Strategemata, ein sp\u00e4tr\u00f6misches Kompendium der Kriegslisten. Dies ist insofern von Bedeutung, weil die Rezeption antiker Kriegslist den Sinn f\u00fcr ein strategisches Wissen sch\u00e4rfen konnte, dass die Faktoren Zeit, Wissen und Wahrnehmung vorrangig ber\u00fccksichtigt und nicht selten im Krieg &#151; wie man seit Homer wei\u00df &#151; \u00fcber Erfolg oder Misserfolg, Sieg oder Niederlage entscheidet.<\/p>\n<p>Zum Kriegswissen geh\u00f6rt von jeher ein Geheimhaltungs- und T\u00e4uschungswissen, das im unsicheren Handlungsraum des Krieges besondere Spielr\u00e4ume er\u00f6ffnet. Zu seinen Aufgaben geh\u00f6rt es, kriegsrelevante Informationen zu beschaffen und zu sichern und dar\u00fcber hinaus falsche Informationen zu verbreiten. Informationen k\u00f6nnen nach Machiavelli\/Frontin durch Diplomaten, Aufkl\u00e4rer, Agenten, Gefangene und, mit gebotener Vorsicht, von \u00dcberl\u00e4ufern beschafft werden. Geheimhaltung sichert relevante Informationen; T\u00e4uschung kann Wissen generieren und zur Desinformation des Feindes dienen. Vorsichtsma\u00dfnahmen, um feindliche Spionage und Kriegslisten aufzudecken, sind immer notwendig. Der Einsatz von Geheimhaltung und T\u00e4uschung hilft Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse einzusch\u00e4tzen, eigene Kr\u00e4fte effizient einzusetzen und den Gegner zu zwingen, seine Kr\u00e4fte ineffektiv zu verbrauchen. Geheimhaltung und T\u00e4uschung erleichtern es, Zeit und Raum zu beherrschen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Abl\u00e4ufe sowohl beschleunigen als auch verlangsamen, Handlungen provozieren, ver- und behindern. Sie k\u00f6nnen Asymmetrien hervorrufen, die es erleichtern, den Feind zu \u00fcberw\u00e4ltigen. Dar\u00fcber hin-aus lassen sich Geheimhaltung und T\u00e4uschung als Mittel symbolischer Politik einsetzen, um Autorit\u00e4t und Vertrauen zu gewinnen oder zu zerst\u00f6ren. Kurzum: Geheimhaltung und T\u00e4uschung sind der M\u00f6glichkeit nach effizienzsteigernde Faktoren, die &#151; wenn man die genannten Strategien formal betrachtet &#151; auch und gerade im politischen Machtkampf eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Dieses Geheimhaltungs- und T\u00e4uschungswissen, das heute Sache von Geheim- und Nachrichtendiensten und Public-Relations-Managern ist, hatte schon vor der Zeit des Sekret\u00e4rs Machiavelli Einzug in die Sekretariate der Republiken, F\u00fcrstenstaaten und Monarchien gehalten. Spanien etwa hatte 1483 die Suprema gegr\u00fcndet, eine geheime Polizei- und Gerichtsbeh\u00f6rde des Staates mit weitreichenden \u00dcberwachungs- und Kontrollaufgaben. Auch machten Kryptographie und Kryptoanalyse, die speziellen Techniken zur Ver- und Entschl\u00fcsselung von Nachrichten, seit dem 15. Jahrhundert sprunghafte Fortschritte (Singh 2001: 44ff., 65f.). Machiavelli reflektiert diesen Zusammenhang nicht, erw\u00e4hnt jedoch in den Florentiner Geschichten, dass die Republik Florenz &#132;allerorten aufmerksame Kundschafter (esploratori) zum Auffangen der Brieftr\u00e4ger und zum Entdecken von Komplotten&#148; unterhielt. Er erw\u00e4hnt auch, dass Briefe abgefangen wurden, die in &#132;ungewohnten Charakteren (non consueti carrateri) geschrieben&#148; waren und deren Sinn &#132;auf solche Weise verworren war, dass man ihn nicht deutlich zu machen vermochte&#148; (Istorie fior. V; Machiavelli 1986b: 334). Die Briefe waren demnach verschl\u00fcsselt und konnten durch die Florentiner Beh\u00f6rden nicht entziffert werden.<\/p>\n<p>Das strategemische Wissen, das in der antiken Kriegskunst bereitlag, fiel bei Machiavelli auf fruchtbaren Boden. Dessen Kern, milit\u00e4risch-politische Effizienz, ber\u00fchrt Machiavellis zentrale politische Fragen nach Gr\u00fcndung, Erhalt und Erweiterung politischer Macht. Dar\u00fcber hinaus ist es Machiavellis Konzept eines nat\u00fcrlichen Selbsterhaltungs- und Machtstrebens verwandt. Ebenso besitzt die Behandlung von Zeit, Wissen und Wahrnehmung als strategische Gr\u00f6\u00dfen im Kriegswissen eine N\u00e4he zu Machiavellis Relationierung von Tatkraft (virt\u00fc), Kontingenz (fortuna) und Ansehen (reputazione).<\/p>\n<h5><span id=\"taeuschung-als-tugend\">T&auml;uschung als Tugend<\/span><\/h5>\n<p>Der Verzicht auf teleologisch vorg\u00e4ngigen Sinn zwingt Machiavelli dazu, dass politische Handeln, dessen normative Komponente unter dem Namen Tugend lief, der Relation von Zweck und Mittel zu unterstellen. Das Erfahrungskonzept der &#132;Ersetzbarkeit unterschiedlicher, ja gegens\u00e4tzlicher Mittel f\u00fcr einen identischen Zweck&#148; (Pfeiffer 1993: 145) unterh\u00f6hlt das humanistische Tugendsystem, weil dieses die Relation von Mitteln und Zwecken allzu statisch auffasste. Werden die Einzeltugenden zudem widerstreitend, zeit- und wahrnehmungsabh\u00e4ngig gedacht, dann ist ein System gleichbleibender Tugenden nicht zu halten. Die insofern instabilen Tugenden bezieht Machiavelli auf eine instabile Wirklichkeit, f\u00fcr deren Zuf\u00e4lligkeit und Unberechenbarkeit fortuna steht. Die Kunst des (politischen) Handelns kann dann nur darin bestehen, die zu Handlungsmaximen geschrumpften Tugenden gelegentlich mit den stets wechselnden Zeitumst\u00e4nden abzugleichen. Mit der Zeitkonzeption von unverf\u00fcgbarerfortuna (Gl\u00fcck) und sich bietender occasio (Gelegenheit) bezieht sich Machiavelli auf den antiken kairos (entscheidender Augen-blick), eine Vorstellung, &#132;die immer schon ,besonders in der Sph\u00e4re des Agonalen (Wettkampf und Krieg) beheimatet&#8216; war. Er geh\u00f6rt jener Sph\u00e4re an, in der sich f\u00fcr Machiavelli politisches Handeln, in dem es immer um Machtpositionen geht und das immer seine Voraussetzungen in milit\u00e4rischer St\u00e4rke hat, allemal vollzieht&#148; (Pfeiffer 1993:151).<\/p>\n<p>Die Konstanz der menschlichen Natur, die Machiavelli voraussetzt, erzeugt jedoch bei stets wechselnden Zeitumst\u00e4nden (fortuna), die dynamischen Machtkonfigurationen entsprechen, einen Anpassungsdruck (necessit\u00e4, ,Notwendigkeit`), der es nahelegt, die einzelnen Tugenden je nach Gelegenheit zu simulieren, zumindest jedoch Laster zu verbergen, zu dissimulieren. Es entsteht gewisserma\u00dfen ein Zwang zur Dissimulation und Simulation. Geheimhaltung und T\u00e4uschung springen dort ein, wo die naturhaften Verm\u00f6gen des Handelnden versagen. Das Geheimhaltungs- und T\u00e4uschungsverm\u00f6gen geht ein in die Klugheit und wird Bestandteil der Tatkraft (virt\u00fc). Da ein F\u00fcrst weder alle Tugenden &#132;besitzen noch vollst\u00e4ndig verwirklichen kann&#148; und zudem &#132;manche Eigenschaft, die den Anschein der Tugend hat, bei ihrer Verwirklichung seinen Untergang herbeif\u00fchrt&#8220;, jedoch &#132;manch andere, die den Anschein des Lasters hat, ihm bei ihrer Verwirklichung zu Sicherheit und Wohlbefinden verhilft&#148; (Princ. XV; Machiavelli 1986a: 121), gen\u00fcgt der Schein &#150; vorausgesetzt, er hat Erfolg.<\/p>\n<p>Da die Handlungen der Tugendhaftigkeit zudem dargestellt und wahrgenommen werden m\u00fcssen, \u00f6ffnet sich ein Spielraum zwischen Aktion und Repr\u00e4sentation. Er gestattet es, die nur abstrakten Tugenden mit konkreten Handlungen zu vermitteln, die notwendig im Sinn des Machterhalts aus kontingenten Umst\u00e4nden folgen. Die Differenz von Aktion und Repr\u00e4sentation, die eine zeitliche und eine symbolische Seite hat, erm\u00f6glicht es, den ,Schein` der T\u00e4uschung (den Fuchs) hinter dem ,Schein` der Repr\u00e4sentation (dem Ansehen des L\u00f6wen) zu verbergen. Kontrolliert wird diese Differenz nur durch den Erfolg und die \u00f6ffentliche Meinung.<\/p>\n<p>Die Rolle der \u00f6ffentlichen Meinung (opinione) sollte man in Machiavellis Machtanalytik jedoch nicht untersch\u00e4tzen. Ihre Bedeutung liegt in der Abh\u00e4ngigkeit der politischen Macht vom Ansehen (reputazione), die mit den Begriffen Ruf (fama) und Ruhm (gloria) untermauert wird. Das &#132;Ansehen&#148; bei Machiavelli entspricht in etwa dem, was man sp\u00e4ter mit dem Begriff der Autorit\u00e4t ausdr\u00fccken wollte. Die Abh\u00e4ngigkeit des Ansehens von der Meinung bindet die Macht an das moralische Urteil, das \u00fcber sie gef\u00e4llt wird. Daf\u00fcr liefern die Tugendkataloge den Ma\u00dfstab. Da die Tugenden widerspr\u00fcchlich sind, mag der Schein zeitweilig einspringen. Unumg\u00e4nglich f\u00fcr den Gewinn von Ansehen ist jedoch politisch-milit\u00e4rischer Erfolg. Er verschafft Sicherheit. Sicherheit sorgt f\u00fcr Vertrauen, insofern sich der Machthaber an seine eigenen Gesetze h\u00e4lt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Herrschaft das B\u00f6se ausschlie\u00dfen sollte. Alles h\u00e4ngt vom richtigen Moment, der Entschlossenheit und dem Erfolg des Handelns ab. Der Handlungserfolg wirkt sich auf das Ansehen und das Ansehen auf den Handlungsspielraum aus. Das Ansehen behandelt Machiavelli demnach als komplexes Verh\u00e4ltnis von Macht und Vertrauen, das nicht mehr nur hierarchisch und monokausal gedacht wird, sondern ein r\u00fcckbez\u00fcgliches Moment enth\u00e4lt. Das schiebt dem Machiavellismus einen Riegel vor, denn R\u00fccksichtslosigkeit ist konsequent nur ohne R\u00fcckbez\u00fcglichkeit denkbar.<\/p>\n<h5><span id=\"taeuschung-und-staatsraeson\">T&auml;uschung und Staatsr&auml;son<\/span><\/h5>\n<p>Machiavellis Bewertung der politischen T\u00e4uschung f\u00e4llt nicht so eindimensional aus, wie es der Antimachiavellismus von Kardinal Pole bis zu den Simpsons suggeriert (Lutz 1991; The Simpsons 1994; Schweska 2004).4 Im f\u00fcnften Buch der Florentiner Geschichten etwa soll die &#132;Beschreibung der Ereignisse [&#8230;] dieser verderbten Welt nicht kriegerische Tapferkeit, nicht Feldherrntalent, noch Vaterlandsliebe des B\u00fcrgers&#148; berichten, sondern der Leser &#132;erfahren, mit welchem Trug (inganni), mit welchen Listen (astuzie) und K\u00fcnsten, F\u00fcrsten, Krieger, Lenker von Freistaaten umgingen, um jenen Ruf zu bewahren, den sie ohne ihr Verdienst erworben hatten&#148; (Machiavelli 1986b: 287). T\u00e4uschung kompensiert hier den Mangel an Tatkraft in einer Zeit des Niedergangs. Und dennoch birst die italienische Geschichte der Istorie vor Beispielen, in denen sich die Allianz aus L\u00f6we und Fuchs, aus milit\u00e4rischer St\u00e4rke und politischer T\u00e4uschung, gegen diejenigen durchsetzt, &#132;welche auf die Redlichkeit (lealt\u00e4)&#148; bauen, wie es Machiavelli im Principe ausdr\u00fcckt (Princ. XVIII; Machiavelli 1986a: 134f.).<\/p>\n<p>Jedoch h\u00e4ufig scheitert auch das. Die Allianz aus T\u00e4uschung und Gewalt mag die virt\u00fc kr\u00e4ftigen, eine Garantie auf dauerhaften Erfolg im Kampf mit fortuna ist sie nicht. Gute Gesetze, gutes Milit\u00e4r und staatsb\u00fcrgerlicher Patriotismus verm\u00f6gen mehr als die virt\u00fc des Einzelnen, sei er noch so skrupellos und gerissen. Notwendig aber kann das B\u00f6-se auch f\u00fcr den Staat werden: &#132;Wo es um das Wohl und Wehe des Vaterlandes geht, darf man nicht \u00fcberlegen, ob es recht oder unrecht, mild oder grausam, l\u00f6blich oder sch\u00e4ndlich ist. Man muss vielmehr jede R\u00fccksicht beiseite lassen und darf nur die Ma\u00dfnahmen ergreifen, die ihm Leben und Freiheit retten&#148; (Disc. III, 41; Machiavelli 1977: 395). Das ist, so lie\u00dfe sich zuspitzen, die Geburt der Staatsr\u00e4son aus Gewalt und T\u00e4uschung.<\/p>\n<p>Machiavelli bestreitet nicht, dass betr\u00fcgerische T\u00e4uschung (fraude) sch\u00e4ndlich ist; nur im Krieg z\u00e4hlt T\u00e4uschung so viel wie St\u00e4rke. Darauf &#132;beruht eigentlich jede Kriegskunst&#148; (Disc. III, 40; Machiavelli 1977: 393). Wort- und Vertragsbr\u00fcche sind abzulehnen. Sie verschaffen keinen Ruhm, auch wenn man dadurch Land und Herrschaft, z.B. neue F\u00fcrstenherrschaften erwerben kann. Der Verweis auf den Ruhm ist ein wenig merkw\u00fcrdig, denn ber\u00fchmt werden auch Tyrannen und Verbrecher, wie Machiavelli anderen Orts sagt. Auch unterwirft Machiavelli die Wort- und Vertragstreue einer Einschr\u00e4nkung, denn &#132;erzwungene Versprechen, die den Staat betreffen, werden, sobald der Zwang aufh\u00f6rt, immer gebrochen, ohne dass der Vertragsbruch eine Schande w\u00e4re&#148;. Der n\u00e4chste Schritt annulliert geradezu den Wert von Vertr\u00e4gen, denn F\u00fcrsten (principi) halten sich generell nicht an Versprechen und brechen die Vertr\u00e4ge, &#132;sobald die Beweg-gr\u00fcnde wegfallen, die sie zum Abschlu\u00df veranlasst haben&#148; (Disc. III, 42; Machiavelli 1977: 395f.). Gro\u00dfe M\u00e4nner &#132;nennen Schande das Verlieren, nicht aber den Gewinn durch Trug (inganno)&#148; (Istor. fior. VI; Machiavelli 1986b: 378f.). Das wirkt, als m\u00fcsse sich Machiavelli selbst an seinen Vorsatz erinnern, Tatsachen &#151; das wirkliche Wesen der Dinge &#151; und nicht Einbildungen zu beschreiben. Zur Erl\u00e4uterung seiner sprunghaften Wendung verweist Machiavelli auf das 18. Kapitel des F\u00fcrsten. Dort schreibt er, dass zahl-lose Beispiele aus seiner Zeit zeigen, &#132;wie viel Friedensvertr\u00e4ge und wie viel Versprechungen durch die Treulosigkeit der F\u00fcrsten wertlos und nichtig geworden sind; und wer es am besten verstanden hat, von der Fuchsnatur Gebrauch zu machen, hat es am besten getroffen&#148; (Princ. XVIII; Machiavelli 1986a: 136f.).<\/p>\n<p>Doch die Fuchsnatur muss man zu verbergen wissen. Wer ein gro\u00dfer Mann werden will, der muss ein gran simulatore e dissimulatore (Princ. XVIII; Machiavelli 1986a: 136f.), ein gro\u00dfer L\u00fcgner und Heuchler sein. Gewalt und T\u00e4uschung, so lehrt es Machiavellis &#132;Anthropologie der Selbsterhaltung&#148; (Helmut Pfeiffer), ist der sozialen Ordnung inh\u00e4rent. Gute Gesetze und eine gute Regierung k\u00f6nnen Gewalt und T\u00e4uschung eind\u00e4mmen, indem sie Gewalt und T\u00e4uschung ma\u00dfvoll gebrauchen &#151; eben dies ist Staatsr\u00e4son.<\/p>\n<p>Bei allen Provokationen Machiavellis sollte man den kleinen Angestellten nicht \u00fcbersehen, den sein Biograph Prezzolini beschrieben hat, den Sekret\u00e4r, der jeden Tag die Dienstbotentreppe benutzte und als Diplomat sich mit der Arroganz der M\u00e4chtigen herumschlagen musste. In Old Nicks Bemerkung, man m\u00fcsse &#132;dem Volk angeh\u00f6ren, um das Wesen der F\u00fcrsten recht zu erkennen&#8220; (Machiavelli 1996a: 7), liegt eine Hintergr\u00fcndigkeit, die man oft nicht zur Kenntnis genommen hat. Das unbestreitbare Vergn\u00fcgen Machiavellis an den Paradoxien der Moral, den Aporien des Rechts und den Maskeraden der Politik ist begleitet vom b\u00f6sen Blick des Volks auf die Zumutung einer notwendigen Regierung.<\/p>\n<p>[1] Den Terminus &#132;Herrschernovelle&#148; zur Charakterisierung der Vita stammt von Dirk Hoeges. Auf die R\u00fcckbindung der Argumentation an einzelne Stellen aus Machiavellis Texten habe ich aus Platz-gr\u00fcnden verzichtet. Castruccio Castracani (1281-1328), F\u00fcrst von Lucca und Pisa, war ein erfolgreicher Feldherr, den Machiavelli auch in den Istorie fiorentine schildert. Machiavelli stilisiert den historischen Castruccio zum principe nuovo, der ohne adelige Abstammung aus eigener Kraft zur Herrschaft gelangt.<br \/>[2] Brief vom 4.12.1497: Alles &#132;was man auf dieser WeIt besitzt, erkennt man durch Erfahrung&#148; (Machiavelli 1925, Bd. 5: 323). Vgl. Princ. Kap. XVIII.<br \/>[3] Cesare Borgia (1476-1507), der Sohn Papst Alexanders VI., war der Generalkapit\u00e4n der p\u00e4pstlichen Truppen. Er eroberte f\u00fcr das Papsttum eine Reihe von Herrschaften in der Romagna. Alexander machte Cesare daraufhin zum Herzog der Romagna. Im Herbst des Jahres 1502 rebellierten seine Hauptleute Vitelli, da Fermo und Orsini. Cesare Borgia lie\u00df sie nach der Vers\u00f6hnung in Sinigaglia gefangennehmen und t\u00f6ten. Machiavelli, der von Oktober 1502 bis Januar 1503 als Gesandter der Republik Florenz beim Borgia war und damit relativ dicht an den Ereignissen, beschreibt und interpretiert diese in den Legazione, den Gesandtschaftsberichten an die Signoria, die Regierung von Florenz (Machiavelli 1990: 380ff.), sowie in der Descrizione del modo tenuto del Duca Valentino nello ammazzare Vitellozo Vitelli, Oliveretto da Fermo, il Signor Pagolo e il Duca di Gravina Orsini (&#132;Beschreibung der Art, wie der Herzog von Valentinois Vitellozzo Vitelli, Ohverotto da Fermo, den Signor Paolo Orsini und den Herzog von Gravina Orsini gefangennahm und t\u00f6tete&#8220;), geschrieben um das Jahr 1504 (Machiavelli 1990: 375ff.). Er kommt noch einmal im 7. Kapitel des Principe auf die Ereignisse zur\u00fcck.<br \/>[4] Kardinal Reginald Pole (1500-1558), p\u00e4pstlicher Legat, er\u00f6ffnete mit seiner Apologia ad Carolum V. (1539) den Reigen des Antimachiavellismus, in dem er die zentralen Stichworte der D\u00e4monisierung lieferte. In der Folge Sideshow Bob Roberts der 6. Staffel (2F02, Erstsendung 9.10.1994) der beliebten amerikanischen Cartoon-Fernsehserie The Simpsons gibt Sideshow Bob den skrupellosen Politiker, der \u00fcber Dunkelm\u00e4nner und mittels Wahlf\u00e4lschung an die Macht kommen will. Er wird des Wahlbetrugs \u00fcberf\u00fchrt und spricht vor Gericht von einer &#132;work of Machiavellian art&#148;.<\/p>\n<p>Literatur<\/p>\n<p>Benjamin, Walter 1977 [1921]: Zur Kritik der Gewalt; in: Ders.: Gesammelte Schriften, hg. v. Rolf Tiedemann u. Hermann Schweppenh\u00e4user, Bd. II,1, Frankfurt\/Main, S.179-203<br \/>Frontinus, Sextus Julius 1963: Kriegslisten, lat. u. dt., hg, u. \u00fcbers. v. Gerhard Bendz, Berlin<br \/>Hoeges, Dirk 1998: Zur \u00c4sthetik der Macht. Machiavellis &#132;neuer F\u00fcrst&#148; &#151; eine Herrschernovelle. Von &#132;Castruccio Castracani&#148; zu &#132;II principe&#148;; in: Niccol\u00f6 Machiavelli: Das Leben Castruccio Castracanis aus Lucca, \u00fcbers, u. hg. v. Dirk Hoeges, M\u00fcnchen, S. 43-74<br \/>Lutz, Heinrich 1961: Ragione di Stato und christliche Staatsethik im 16. Jahrhundert, M\u00fcnster Machiavelli, Niccolo 1833: S\u00e4mmtliche Werke, 8 Bde., hg. u, \u00fcbers. v. Johhannes Ziegler, Karlsruhe Machiavelli, Niccol\u00f6 1925: Gesammelte Schriften, 5 Bde., hg. v. Hanns Floerke, \u00fcbers. v. Johannes<br \/>Ziegler u. Franz Nikolaus Baur, M\u00fcnchen<br \/>Machiavelli, Niccol\u00f6 1977: Discorsi. Gedanken \u00fcber Politik und Staatsf\u00fchrung, hg. u. \u00fcbers. v. Rudolf Zorn, 2., verb. Aufl., Stuttgart<br \/>Machiavelli, Niccol\u00f6 1986a: Il Principe\/ Der F\u00fcrst, ital. u. dt&#132; hg. u. \u00fcbers. v. Philipp Rippel, Stuttgart Machiavelli, Niccol\u00f6 1986b: Geschichte von Florenz, hg. v. Kurt Kluxen, \u00fcbers, v. Alfred v. Reumont, Z\u00fcrich<br \/>Machiavelli, Niccol\u00f6 1986c: Opere, a cura di Rinaldo Rinaldi, Alessandro Montevecchi et al., Torino Machiavelli, Niccol\u00f6 1990: Politische Schriften, hg. v. Herfried M\u00fcnkler, \u00fcbers. v. Johannes Ziegler u. Franz Nikolaus Baur, rev, v. Herfried M\u00fcnkler, Frankfurt\/Main<br \/>Machiavelli, Niccol\u00f6 2001 ff.: Edizione nazionale delle Opere di Niccol\u00f6 Machiavelli, ed. Jean-Jacques Marchand, Rinaldo Rinaldi et al., Roma<br \/>M\u00fcnkler, Herfried 1991: Analytiker der Macht: Nietzsche, Machiavelli, Thukydides; in: Michael Th. Greven (Hg.): Macht in der Demokratie, Baden-Baden, S. 9-44<br \/>Pfeiffer, Helmut 1993: Machiavellis Anthropologie der Selbsterhaltung und ihre Schreibart. Das Beispiel der &#132;Ghiribizzi&#148;; in: Walter Haug\/Burghart Wachinger (Hg.): Innovation und Originalit\u00e4t, T\u00fcbingen, S.133-161<br \/>Prezzolini, Giuseppe 1929: Das Leben Niccol\u00f6 Machiavellis, \u00fcbers. v. Theodor L\u00fccke, Dresden Schweska, Marc 2004: Wahrheit und L\u00fcge als Ideologie. Das Beispiel des Machiavellismus; in: Steffen<br \/>Greschonig\/Christine Sing (Hg.): Ideologien zwischen L\u00fcge und Wahrheitsanspruch, Wiesbaden (i.<br \/>E.)<br \/>Senger, Harro von (Hg.) 1999: Die List, Frankfurt\/Main<br \/>Singh, Simon 2001: Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschl\u00fcsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet, \u00fcbers. v. Klaus Fritz, M\u00fcnchen<br \/>Skinner, Quentin 2001: Machiavelli, \u00fcbers. v. Martin Suhr, Hamburg<br \/>[The Simpsons] Oahley, Bill\/Weinstein, Josh 1994: Sideshow Bob Roberts, The Simpsons Folge 2F02, Erstsend. 09.10.1994<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2306],"publikationen":[1086],"class_list":["post-12002","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-marc-schweska","publikationen-167-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie ist soziale Ordnung m\u00f6glich? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/167-vorgaenge\/publikation\/wie-ist-soziale-ordnung-moeglich\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Wie ist soziale Ordnung m\u00f6glich? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"T\u00e4uschung und Gewalt bei Machiavelli aus: Vorg\u00e4nge Nr. 167 ( Heft 3\/2004 ), S. 47-55 Die Frage, wie soziale Ordnung m\u00f6glich ist, durchzieht un\u00fcbersehbar Machiavellis politische Schriften. 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