{"id":12022,"date":"2004-06-16T16:20:00","date_gmt":"2004-06-16T14:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/weniger-staat-mehr-buergerschaftliches-kapital\/"},"modified":"2004-06-16T12:00:00","modified_gmt":"2004-06-16T10:00:00","slug":"weniger-staat-mehr-buergerschaftliches-kapital","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/166-vorgaenge\/publikation\/weniger-staat-mehr-buergerschaftliches-kapital\/","title":{"rendered":"Weniger Staat, mehr b\u00fcrgerschaftliches Kapital?"},"content":{"rendered":"<p>Anmerkungen zum sozialwissenschaftlichen Social-Capital-Ansatz<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge Nr. 166 ( Heft 2\/2004 ), S. 82-90<\/p>\n<p>Das Konzept von Social Capital bzw. Sozial-kapital ist in den letzten zehn Jahren intensiv diskutiert worden. Die Debatte beschr\u00e4nkte sich dabei nicht auf die Sozialwissenschaften, sondern erfasste auch den politischen und gesellschaftlichen Diskurs \u00fcber die Frage, wie zivilgesellschaftliches Engagement gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt werden kann. Vor dem Hintergrund von pessimistischen Gesellschaftsdiagnosen, die erodierende soziale Bindungen und nachlassendes politisches Engagement bei den B\u00fcrgern in vielen westlichen Demokratien konstatieren, ruht auf dem Social-Capital-Konzept die Hoffnung, man habe mit der systematischen F\u00f6rderung des in einer Gesellschaft vorhandenen Sozialkapitals einen Hebel in der Hand, um Verfallserscheinungen zu bek\u00e4mpfen und Gemeinschaftlichkeit und zivil-gesellschaftliches Engagement zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die Popularit\u00e4t des Social-Capital-Ansatzes im politischen Diskurs erkl\u00e4rt sich zum Teil daraus, dass er nicht jenseits ideologischer Str\u00f6mungen verortet ist, sondern politisch je spezifisch nutzbar ist (vgl. Foley\/Edwards 1997). Alle politischen Lager stehen Social Capital positiv gegen\u00fcber &#8211; wenn auch aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden. Dies zeigt sich daran, welche unterschiedlichen Hoffnungen mit dem Begriff verbunden sind: Er soll zu-n\u00e4chst einmal zwischen Gemeinschaft und Individualismus vermitteln und so die vermeintlich strikte Opposition von Kommunitarismus und Liberalismus \u00fcberwinden helfen. Dar\u00fcber hinaus sollen Social-Capital-Theorien aber auch die beiden antagonistischen Gesellschaftsbereiche Markt und Staat miteinander verbinden (vgl. Little 2002) &#8211; mehr Sozialkapital in der Zivilgesellschaft w\u00fcrde dann auch zu einer besseren \u00f6konomischen Leistungsf\u00e4higkeit und einer h\u00f6heren demokratischen Performanz f\u00fchren (vgl. Putnam 1993). In Zeiten nachlassender \u00f6konomischer Prosperit\u00e4t soll Social Capital zudem die individuellen Risiken, die sich aus sinkenden sozialstaatlichen Leistungen ergeben, abfedern. Die B\u00fcrger unterst\u00fctzen sich wechselseitig aus Solidarit\u00e4t und nehmen dem Staat so Aufgaben ab. Argumentativ kann man auf das Konzept aus so unterschiedlichen ideologischen Positionen wie der wirtschaftsliberal-individualistischen und der sozialstaatlich-kommunitaristischen zugreifen, ohne dabei Widerspr\u00fcche zu provozieren.<\/p>\n<p>Die steile Karriere des Konzepts innerhalb der Sozialwissenschaften ist \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden geschuldet: So kann Social Capital sowohl handlungs-, system- wie auch netzwerktheoretisch konzeptionalisiert werden. Die Auspr\u00e4gung des Ansatzes kann eher deskriptiven Charakter haben wie bei Coleman (1990) odereher normativ gef\u00e4rbt sein wie bei Putnam (1993, 2000). Die Pluralit\u00e4t der skizzierten ideologischen Str\u00f6mungen und der sozialwissenschaftlichen Konzeptionalisierungen muss jedoch skeptisch stimmen: Ein Konzept, dass alles erkl\u00e4ren soll und mit allem kompatibel ist, erkl\u00e4rt zumeist nur sehr wenig. Zehn Jahre, nach dem Putnam 1993 Social Capital in die Politikwissenschaft eingef\u00fchrt und seine beispiellose Karriere begr\u00fcndet hat, scheint es Zeit f\u00fcr eine kritische Bestandsaufnahme &#150; denn nur wenn eindeutig gekl\u00e4rt ist, wie Social Capital konzeptionell gefasst wird, was genau sich hinter diesem Konzept verbirgt, kann sei-ne Leistungsf\u00e4higkeit und Erkl\u00e4rungskraft angemessen bewertet werden. Erst dann kann mit aller gebotenen Vorsicht festgestellt werden, ob der Social-Capital-Ansatz die normativen Hoffnungen erf\u00fcllen kann, die im zivilgesellschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Diskurs damit verbunden werden &#8211; oder ob das Ganze nur leere Rhetorik ist, die mehr verkl\u00e4rt als erhellt.<\/p>\n<h5><span id=\"social-capital-herkunft-des-begriffs-und-definitionen\">Social Capital &ndash; Herkunft des Begriffs und Defini&shy;ti&shy;onen<\/span><\/h5>\n<p>Die Social-Capital-Debatte zeichnet sich durch eine grundlegende Ambivalenz aus. Auf der einen Seite steht die zunehmende Popularit\u00e4t dieses Ansatzes, die sich in einer wahren Flut an Publikationen manifestiert.2 Auf der anderen Seite wird die Karriere des Konzepts seit seinen Anf\u00e4ngen von kritischen Stimmen begleitet, die gravierende konzeptionelle Fehler identifizierten (vgl. u.a. Foley\/Edwards 1999, Cohen 1999 und Tarrow 1996). Hinzu kommt, dass selbst die Verfechter des Social-Capital-Ansatzes zugeben m\u00fcssen, dass ihre theoretischen Annahmen nur selten durch empirische Analysen gest\u00fctzt werden (vgl. Newton 1997, 1999). Die Grunddisposition, welche die Mainstream-Debatte auszeichnet, ist jedoch positiv: Es wird davon ausgegangen, dass die diagnostizierten konzeptionellen Fehler und empirischen Unstimmigkeiten aufgel\u00f6st wer-den k\u00f6nnen &#8211; sei es durch konzeptionelle Ver\u00e4nderungen des Ansatzes oder durch pr\u00e4zisierte Fragen in empirischen Surveys (vgl. Stolle 2002).<\/p>\n<p>Diese positive Grundhaltung erscheint je-doch zweifelhaft &#8211; und damit auch die Hoffnung, durch kleinere, eher kosmetische, Ver\u00e4nderungen die grundlegenden Probleme des Social-Capital-Ansatzes l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Zwar sind die analysierten gesellschaftlichen und politischen Ph\u00e4nomene hoch relevant &#150; was sich nicht zuletzt durch die Rezeption des Konzepts im politischen Diskurs zeigt. Doch ist die von seinen Verfechtern in Anschlag gebrachte hohe Analyse- und Erkl\u00e4rungskraft tr\u00fcgerisch, da sie aus der Kornfundierung von Theorien und Konzeptualisierungen resultiert, die inkompatibel und partiell sogar widerspr\u00fcchlich sind. So argumentiert Cohen (1999: 220), dass &#132;the use male of the concept of social Capital is at fault [,..] [o]bscuring more than it Illuminates&#148;. Bertolini and Bravo (2001: 1) kommen zu der Einsch\u00e4tzung, dass die &#132;complexity and the multiple standpoints from which it [Social Capital; G.S.] has been used make it ambiguous at times and, always, difficult to control.&#148; Die Ambivalenzen und Probleme in der Debatte resultieren partiell aus den divergierenden Definitionen der drei zeitgen\u00f6ssisch einflussreichsten Social-Capital-Konzeptualisierungen von James S. Coleman (1988, 1990), Robert D. Putnam (1993, 1995, 2000) und Pierre Bourdieu (1972, 1992).<\/p>\n<p>Obwohl der Terminus Social Capital bereits in den 1960er Jahren gebraucht wurde (vgl. Haug 1997), ist dessen damalige Verwendung f\u00fcr die heute Diskussion irrelevant.3 Zumindest f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kontext &#8211; den Coleman (1988) in seiner Darstellung geflissentlich ignoriert &#8211; kann der Beginn 1971 mit Bourdieu angesetzt werden, auch wenn dessen Einfluss auf die internationale Diskussion unbedeutend war. Bourdieu definierte soziales Kapital als eine von drei Kapitalsorten, die haupts\u00e4chlich individuell besessen werde. Soziales Kapital ist ihm zufolge die &#132;sum of Gesellschaftstheorie the resources [&#8230;] that accrue to an individual or group by virtue of possessing durable network of more or less institutionalized relationships of mutual acquaintance and recognition&#8220; (Bourdieu 1992: 119).<\/p>\n<p>Mit seinem Standardwerk Foundations of Social Theory hat James S. Coleman (1990) das Konzept autoritativ in die Soziologie ein-gef\u00fchrt (vgl. f\u00fcr einen \u00dcberblick Portes 1998). Er identifizierte die Defizite des von ihm selbst vertretenen handlungstheoretischen Individualismus und erwartete, dass das Social-Capital-Konzept die M\u00f6glichkeit biete, &#132;social structure&#148; in das Rational-Choice-Paradigma zu integrieren. Im Unterschied zu klassischen Rational-Choice-Konzepten ist Social Capital nicht innerhalb eines rationalen Akteurs verortet, sondern befindet sich in &#132;the structure of relations between persons and among persons, and is lodged neither in individuals nor in physical implements of pr\u00f6ductions&#148; (Coleman 1990: 302-303). Es ist f\u00fcr Coleman ein Medium, um die Wahrscheinlichkeit von Kooperation unter nutzenmaximierenden und potenziell unbekannten Akteuren zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Robert D. Putnam f\u00fchrte das Konzept 1993 in die breitere politikwissenschaftliche Diskussion mit dem Ziel ein zu erkl\u00e4ren, &#132;how to make democracy work&#148; und initiierte damit eine breite und intensive Debatte \u00fcber die sozialen und kulturellen Voraussetzungen dieser Regierungsform. Putnam (1995: 664-665) definiert Social Capital als &#132;features of social life-networks, norms, and trust &#150; that enable participants to act together more effectively to pursue shared objectives. [&#8230;] Social capital in short refers to social connections and the attendant norms and tmst&#148;. Insofern gilt auch Putnams Erkenntnisinteresse der Frage, unter welchen Bedingungen die Kooperation der B\u00fcrger in der Gesellschaft wahrscheinlich ist. Im Vergleich zu Coleman nimmt er jedoch drei zentrale Ver\u00e4nderungen vor: Erstens ist das Konzept nicht mehr deskriptiv, sondern normativ. Zweitens stehen nicht mehr rationale Akteure, sondern (republikanische) B\u00fcrger im Zentrum der Theorie. Daher geht es auch, drittens, nicht mehr prim\u00e4r um die Analyse der Kooperationswahrscheinlichkeit auf horizontaler Ebene unabh\u00e4ngig von der flankierenden gesellschaftlichen Grundstruktur, sondern spezifisch um die positiven Effekte von horizontaler Kooperation f\u00fcr die demokratische Performanz, d.h., um die Intensit\u00e4t, mit der faktisch demokratische Ideale realisiert werden.<\/p>\n<h5><span id=\"konzeptionelle-missverstaendnisse\">Konzep&shy;ti&shy;o&shy;nelle Missver&shy;st&auml;nd&shy;nisse<\/span><\/h5>\n<p>Die Frage, warum und in welchen gesellschaftlichen, sozialen und politischen Kontexten B\u00fcrger miteinander kooperieren, besitzt innerhalb der politischen Theorie und Ideengeschichte eine lange intellektuelle Tradition. Das initiierende Motiv der politischen Theorie in der Moderne ist der von Thomas Hobbes im Leviathan aufgegriffene Problemkreis, wie Kooperation und kollektives Handeln auf Dauer sicher gestellt werden k\u00f6nnen. Die Social-Capital-Debatte k\u00f6nnte auf diese klassischen Vorarbeiten zur\u00fcckgreifen. Dies ist jedoch \u00fcberraschenderweise nicht der Fall. Die meisten Social-Capital-Konzepte begn\u00fcgen sich mit ein oder zwei auratischen Zitaten von Alexis de Tocqueville. Social Capital ist eindeutig untertheoretisiert &#150; zumindest in den g\u00e4ngigen Analysen der Politikwissenschaft.4 Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr diesen \u00fcberraschenden Sachverhalt ergibt sich aus der Tatsache, dass die empirische Forschung kaum durch theoretische Vorarbeiten angeleitet wurde, sondern Theorie und empirische Analysen coevoluierten .[5] Im schlechtesten Fall reagierte die Theorie nur auf widersprechende empirische Analysen, was in Empiriegeleitete Theoriebildung einm\u00fcndete.<\/p>\n<p>Ein grundlegendes Problem besteht auch darin, dass Social Capital in einer Vielzahl von Studien als eine erkenntnistheoretische Grundkategorie (epistemological primitive) verstanden wird. So diskutiert Wong Kwok-Fu (2001: 2) unterschiedliche Ans\u00e4tze von Social Capital unter der \u00dcberschrift &#132;nature of socialcapital&#148; &#150; so als ob Sozialkapital auf jeden Fall da sei, und man es nur finden m\u00fcsse. Andere Autoren verstehen Social Capital im Sinne von Connolly als ein &#132;essentially contested concept&#148; &#150; was \u00fcberrascht, da keine der konstitutiven Komponenten von Social Capital allein in die Kategorie &#132;erkenntnistheoretische Grundkategorie&#148; f\u00e4llt. Betrachtet man die Definition von Putnam (&#132;features of social lifenetworks, norms, and trust&#8220;), stellt sich die Frage, worin die Essenz von Netzwerken besteht. Analoges gilt f\u00fcr Vertrauen: So argumentiert Hardin (2002), dass Vertrauen selbst ein zusammengesetztes analytisches Konzept ist und Gleiches daher auch f\u00fcr Social Capital gelten muss. Es sollte also Abstand genommen werden von der Vorstellung, dass eine &#132;nature of social capital&#148; existiert. Zugleich kann die Suche nach einer &#132;wahren&#148; Definition von Social Capital aufgegeben und durch die gewinnbringendere nach einer &#132;angemessenen&#148; substituiert werden. Die Qualit\u00e4tskriterien ergeben sich hierbei aus den empirischen Ph\u00e4nomenen, die mit Hilfe des Konzepts analysiert werden sollen.<\/p>\n<p>Daraus folgt, dass eine Reihe von konzeptionellen Grundentscheidungen getroffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die grundlegende Frage, die nach wie vor unbeantwortet ist, betrifft den Status von Social Capital: Soll es abh\u00e4ngige oder unabh\u00e4ngige Variable im Forschungsprozess sein? Wie schnell diese beiden grundverschiedenen analytischen Perspektiven konfundieren, zeigt sich bei Putnam (1993), aber auch bei Boix\/Posner (1998). Ein zentrales Ergebnis von Putnams Studie besteht darin, dass die Existenz und die H\u00f6he von Social Capital die demokratische Performanz eines politischen Systems nachhaltig beeinflusst. Social Capital fungiert hier als unabh\u00e4ngige Variable. In der-selben Studie unternimmt Putnam jedoch auch den Versuch zu erkl\u00e4ren, wie Social Capital entsteht, wodurch es zur abh\u00e4ngigen Variable wird. Die Konfundierung dieser beiden Perspektiven schw\u00e4cht die analytische Sch\u00e4rfe der Studie &#150; und aller anderen, die in \u00e4hnlicher Weise vorgehen &#150; deutlich (vgl. Levi 1996 und Tarrow 1996).<\/p>\n<p>Dabei sind beide analytischen Positionen berechtigt, da sowohl die Frage nach den Ressourcen von Social Capital als auch nach seinen politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen relevant ist. Beides, Quellen wie Konsequenzen, kann auf drei Ebenen &#150; Mikro-, Meso- und Makroebene &#150; analysiert werden. Diese drei Ebenen werden, obwohl der zeitgen\u00f6ssischen Forschung wohlbekannt, analytisch h\u00e4ufig nicht sauber getrennt. Studien auf der Makroebene zielen in der Regel auf die Erkl\u00e4rung der demokratischen Performanz eines politischen Systems. Analysen auf der Mesoebene konzentrieren sich zumeist auf Assoziationen (also Kleingruppen, Vereine, b\u00fcrgerschaftliche Zusammenschl\u00fcsse und Netzwerke), w\u00e4hrend Mikroebenenarbeiten individu-&#8218; eile Werte und Normen in den Fokus nehmen (vgl. Brehm\/Rahn 1997). Die drei Ebenen stehen ohne Zweifel in kausalen Beziehungen zu-einander: So erh\u00f6hen spezifische internalisierte Werte und Normen die Wahrscheinlichkeit, dass ein B\u00fcrger sich in Assoziationen beteiligt, w\u00e4hrend die Dichte des assoziativen Netzwerkes grosso modo die demokratische Performanz erh\u00f6ht.[6] Nichtsdestotrotz kann nicht unbesehen davon ausgegangen werden, dass Social Capital auf allen drei Analyseebenen gleich &#132;funktioniert&#148;. Vielmehr ist es notwendig, die Logiken der jeweiligen Ebenen klar zu identifizieren.<\/p>\n<p>Eine weitere grundlegende konzeptionelle Entscheidung betrifft die Frage, wie die Vorstellung von &#132;Kapital&#148; konzeptualisiert wird. Foley und Edwards (1999: 141) argumentieren, dass die Wasserscheide in der zeitgen\u00f6ssischen Literatur zwischen jenen verl\u00e4uft, &#132;who operationalize the concept principally in terms of norms, values and attitudes and those who choose a more social structural operationalization, invoking social networks, organizations and linkages,&#148; Die erste Operationalisierung findet sich v.a. in der politikwissenschaftlichen Forschung, die damit einem eher gegenst\u00e4ndlichen Verst\u00e4ndnis von Kapital anh\u00e4ngt, w\u00e4hrend die soziologische Forschung eher der Vorstellung folgt, dass das Kapital ei-ne Eigenschaft von Netzwerken ist und daher nicht individuell besessen werden kann. Decker (2001: 18) spitzt diese \u00dcberlegung sogar noch zu, wenn er argumentiert, dass Social Capital &#132;[&#8230;] is never an object of pure private ownership&#148;.<\/p>\n<h5><span id=\"social-capital-und-vertrauen\">Social Capital und Vertrauen<\/span><\/h5>\n<p>Die wichtigste Komponente von Social Capital ist Vertrauen. Die Relevanz von Vertrauen resultiert aus dem grundlegenden Erkenntnisinteresse dieses Ansatzes: Wie ist Kooperation unter den B\u00fcrgern m\u00f6glich? Generell wird da-von ausgegangen, dass Vertrauen die Kooperation zwischen den B\u00fcrgern bef\u00f6rdert. Gerade aufgrund dieser normativ w\u00fcnschenswerten Effekte beunruhigt die empirische Diagnose, dass Vertrauen in vielen westlichen Demokratien eine in Aufl\u00f6sung begriffene soziale Ressource ist (vgl. Putnam\/Pharr 2000).<\/p>\n<p>Die sozialwissenschaftliche Vertrauensforschung differenziert zwischen spezifischem und generalisiertem Vertrauen. Spezifisches Vertrauen resultiert aus der pers\u00f6nlichen Kenntnis zwischen (zumindest) zwei Personen. Das zwischen ihnen etablierte Vertrauensverh\u00e4ltnis kann nicht auf andere transferiert oder um andere Personen erweitert werden. Obwohl viele Autoren spezifisches Vertrauen als die grundlegende Form von Vertrauen ansehen, auf der andere Formen aufbauen, ist es auf der gesellschaftlichen Ebene doch nicht die Wichtigste. Von zentraler Bedeutung ist hier generalisiertes Vertrauen, das von Stolle (2002: 403) definiert wird als &#132;abstract preparedness to trust others and to engage in actions with others&#148;. Generalisiertes Vertrauen bedeutet also, auch jenen zu vertrauen, die uns fremd sind. Auf der gesellschaftlichen Ebene ist generalisiertes Vertrauen deshalb relevant, weil nur diese Form Kooperation unter sich sonst fremden B\u00fcrger erm\u00f6glicht. Diese Formvon generalisiertem Vertrauen ist f\u00fcr den Social-Capital-Ansatz von zentraler Bedeutung.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck gehen diese \u00dcberlegungen auf Alexis de Tocqueville. Der argumentierte, dass der zentrale Mechanismus zur Erzeugung generalisierten Vertrauens regelm\u00e4\u00dfige soziale Interaktion sei, wobei insbesondere die Mitgliedschaft in freiwilligen Assoziationen die Ausbildung von Vertrauen bef\u00f6rdere: &#132;The claim is that in areas with stronger, dense, horizontal, and more cross-cutting networks, there is a spillover from the membership in organizations to the development of cooperative values and norms that citizen develop&#148; (Stolle 2001: 11).<\/p>\n<p>Dieses zentrale Argument des Social-Capital-Ansatzes erhebt zwei problematische GeItungsbehauptungen, eine theoretische und eine empirische. Zun\u00e4chst soll der empirischen These nachgegangen werden, dass die Mitgliedschaft in freiwilligen Assoziationen die Ausbildung von generalisiertem Vertrauen nachhaltig bef\u00f6rdert. In seiner Italien-Studie hat Putnam (1993) argumentiert, dass die Ausbildung von generalisiertem Vertrauen und Reziprozit\u00e4tsnormen von allen Formen frei-williger Assoziationen gleicherma\u00dfen bef\u00f6rdert wird. Relativ schnell konnte jedoch empirisch gezeigt werden, dass dies nicht f\u00fcr alle Assoziationen gleicherma\u00dfen zutrifft (Stolle\/Rochon 1998, 1999). Die wichtigsten Vertreter des Social-Capital-Ansatzes haben daher den Fokus auf freiwillige Assoziationen beschr\u00e4nkt, die im weiteren Sinne des Wortes in der politischen Sph\u00e4re verankert sind.[7] Empirisch konnte zumindest die These best\u00e4tigt werden, dass hinsichtlich des Niveaus an generalisiertem Vertrauen eine signifikante Differenz zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern von freiwilligen Assoziationen in der politischen Sph\u00e4re besteht. Der kausale Mechanismus hinter dieser Differenz ist jedoch theoretisch umstritten, da zwei Erkl\u00e4rungsmodelle denkbar sind: Auf der einen Seite kann die These vertreten werden, dass die Mitgliedschaft in Assoziationen die Ausbildung von kooperativen Werten und Normen bef\u00f6rdert, und zwar unabh\u00e4ngig von dem Ausgangsniveau an generalisiertem Vertrauen des jeweiligen Mitglieds. Auf der anderen Seite steht die These, dass die Mitgliedschaft in Assoziationen dem bereits bestehenden Niveau an Vertrauen nichts hinzuf\u00fcgt, vielmehr k\u00f6nnen die Unterschiede im Vertrauen durch Selbstselektionseffekte erkl\u00e4rt werden: Nur solche B\u00fcrger engagieren sich in Assoziationen, die bereits zuvor ein hohes Vertrauensniveau aufwiesen.<\/p>\n<p>Marc Hooghe (2001) hat in einer Reihe von bemerkenswerten Artikeln versucht, die Kausalit\u00e4tsbeziehung mit Hilfe von Methoden der &#132;social psychological school&#148; n\u00e4her zu bestimmen. Den aktuellen Forschungsstand innerhalb des Ansatzes fasst er folgenderma\u00dfen zusammen: &#132;Within this social psychological line of research, we do not find a single indication that interaction within groups would lead to the strengthening of generalized trust or other socially desired attitudes.&#148; (Hooghe 2001: 23). Diese, f\u00fcr den Social-Capital-Ansatz \u00fcberaus problematischen, Ergebnisse modifiziert Hooghe auf Basis eigener empirischer Studien marginal. Sie zeigen, dass die Mitgliedschaft in freiwilligen Assoziationen zwar nicht zur Ausbildung neuer pro-kooperativer Einstellungen und Werte f\u00fchrt, dass jedoch bestehende pro-soziale Einstellungen deutlich gest\u00e4rkt werden. Werden diese Ergebnisse von Hooghe durch zuk\u00fcnftige empirische Analysen best\u00e4tigt, wird die zentrale empirische Geltungsbehauptung des Ansatzes unglaubw\u00fcrdig. Daraus w\u00fcrden auch deutliche \u00c4nderungen im politischen Diskurs f\u00fcr den durch Social Capital inspirierten Ma\u00dfnahmenkatalog resultieren, da eine St\u00e4rkung des zivilgesellschaftlichen Engagements qua Assoziationen vor allem den Einfluss jener st\u00e4rken w\u00fcrde, die bereits politisch aktiv sind und so-mit die Spaltung zwischen politisch Aktiven und politisch Apathischen nur voran triebe. Innerhalb der Social-Capital-Debatte wird die hier artikulierte Kritik in der Regel mit dem Hinweis auf die Qualit\u00e4t der zur Verf\u00fcgung stehenden empirischen Daten gekontert: Die empirischen gestellten Fragen korrespondieren nicht mit den theoretischen Konstrukten. Diese Replik trifft auf viele empirische Studien zu, verstellt jedoch den Blick auf das Argument, dass es im Kern nicht um eine Frage der Qualit\u00e4t der Daten geht, sondern um die Qualit\u00e4t des theoretischen Konstrukts.<\/p>\n<p>Die widerspr\u00fcchlichen empirischen Ergebnisse resultieren aus der \u00fcberaus problematischen konzeptionellen Grundentscheidung, das Konzept des generalisierten Vertrauens ins Zentrum des Assoziations-Arguments zu stellen. Die Definition von Stolle (2002: 403) kann dies verdeutlichen: &#132;Generalized attitudes of trust extend beyond the boundaries of face-toface interaction and incorporate people who are not personally known. They are indicated by an abstract preparedness to trust others and to engage in actions with others.&#148; Das grundlegende konzeptionelle Problem dieser Definition besteht darin, dass Vertrauen als eine zweistellige Relation begriffen wird: Ego vertraut Alter. Es ist jedoch schlicht naiv zu glauben, dass Ego Alter in Bezug auf alle zuk\u00fcnftigen, kontingenten Handlungen vertraut. Vielleicht vertraut Ego darauf, dass sein Arbeitskollege alle jobrelevanten Informationen an ihn weiterleitet, ob-wohl er nicht darauf vertraut, dass sein Kollege am n\u00e4chsten Tag das Geld zur\u00fcck zahlt, das er ihm heute f\u00fcr das Mittagessen geliehen hat. Das grunds\u00e4tzliche Argument lautet, dass wir in &#132;normalen&#148; lebensweltlichen Situationen weder allen Fremden prinzipiell, noch jenen, die wir kennen, in allen Bereichen des Lebens vertrauen. Vertrauen setzt ein Mindestma\u00df an Kenntnis des Anderen voraus (Hardin 2002). Eine sinnvolle Definition von Vertrauen sollte jedoch immer davon ausgehen, dass eine Vertrauensbeziehung durch eine dreistellige Relation gekennzeichnet ist (Hardin 2002, Schaal 2004). Ego vertraut Alter, dass X. Die Tatsache, dass wir nicht generell, sondern in Bezug auf etwas Spezielles vertrauen, muss konzeptionell st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden.[8]<\/p>\n<h5><span id=\"ueberzogene-hoffnungen\">&Uuml;berzogene Hoffnungen?<\/span><\/h5>\n<p>Die mit Social Capital verbundenen weitreichenden Hoffnungen kontrastieren auf irritierende Weise mit den konzeptionellen Ambivalenzen, die keineswegs trivial sind. Hierzu geh\u00f6rt die fragw\u00fcrdige Fokussierung auf generalisiertes Vertrauen als Indikator und Erscheinungsform pro-kooperativer Einstellungen ebenso wie die Nutzung von Social Capital als abh\u00e4ngige und unabh\u00e4ngige Variable in denselben Studien. Angesichts der Vehemenz, mit der Kritik am Konzept von Social Capital artikuliert wird (vgl. u.a. Foley\/Edwards 1999), verwundert die Karriere des Konzepts in academia und den zeitgen\u00f6ssischen politischen Diskursen. \u00dcber die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr kann an dieser Stelle nur spekuliert werden. Es erscheint jedoch wahrscheinlich, dass Social Capital eine Sehnsucht befriedigt, die durch die Hyperfragmentierung in den Sozialwissenschaften hervorgerufen wird: jene nach einem Integrationskonzept, das die zentrifugalen Ans\u00e4tze wieder zusammenf\u00fchrt. Politisch spiegelt sich in der Wertsch\u00e4tzung des Konzepts sicherlich auch die Sehnsucht nach sozial integrierten Gemeinschaften im Zeitalter beschleunigten Pluralismus und gesellschaftlicher Diversifikation wieder. Vor allem wird hier der Wunsch nach irgendeinem signifikanten theoretischen Konzept, das sich auf die viel beschworene B\u00fcrgergesellschaft anwenden l\u00e4sst, befriedigt. Problematisch an diesem Wunsch ist jedoch, dass jene Gesangsgruppen und Ch\u00f6re, in denen Social Capital produziert wird, noch immer in der gepflegten Sprache des (wei\u00dfen) Mittelstandes singen. Genau jene Assoziationen, in denen Social Capital &#132;produziert&#148; werden soll, tendieren somit dazu, selbst soziale Ausgrenzungsmechanismen zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die genannten Kritikpunkte f\u00fchren dazu, dass zumindest drei konzeptuelle Pr\u00e4zisierungen vorgenommen werden sollten. Hierzu geh\u00f6rt erstens, dass der Social-Capital-Ansatz so weiterentwickelt werden muss, dass er \u00fcberdie Mikro-, Meso- und Makroebene konzeptionell konsistent bleibt. Zweitens erscheint es notwendig, sich von der gegenst\u00e4ndlichen Vorstellung von &#132;Kapital&#148; zu trennen, um die intersubjektive Dimension der analysierten Ph\u00e4nomene st\u00e4rker in den Blick nehmen zu k\u00f6nnen. Eine Hoffnung ruht hier sowohl empirisch wie auch theoretisch auf Netzwerkanalysen (vgl. Fuhse 2002). Schlie\u00dflich sollte von dem zweistelligen Konzept generalisierten Vertrauens (&#132;ich vertraue dir&#8220;) Abstand genommen werden und auf einen analytisch und lebensweltlich sinnvolleren dreistelligen Vertrauensbegriff (&#132;ich vertraue dir in Bezug auf X&#8220;) umgestellt werden. Im Zuge dieser Umstellung findet auch die wichtige Differenzierung zwischen Vertrauen und Vertrauensw\u00fcrdigkeit ihren konzeptionellen Ort (vgl. Schaal 2004).<\/p>\n<p>Es sollte also nicht nur \u00fcber die Ergebnisse der vielf\u00e4ltigen empirischen Studien diskutiert werden. Gegenw\u00e4rtig muss die Diskussion einen Schritt fr\u00fcher &#151; bei den theoretischen und konzeptionellen Grundlagen &#151; ansetzen. Vermutlich wird sich so mittelfristig die Auffassung durchsetzen, das Social Capital kein distinktes, klar umrissenes analytisches Konzept ist, sondern ein grobes Label, \u00e4hnlich dem Begriff der Politischen Kultur, das sensibel f\u00fcr die zu analysierenden gesellschaftlichen Ph\u00e4nomene konzeptualisiert werden muss. Bis da-hin sollten die auf Social Capital gerichteten Hoffnungen akademisch wie gesellschaftlich nicht zu hoch geh\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>[1] Bezeichnet wird mit dem Begriff Social Capital die Intensit\u00e4t und Qualit\u00e4t von (sozialen) Netzwerken und pro-kooperativen Einstellungen in einer Gesellschaft.<br \/>[2] Vgl. Haug 1997 und Stolle 2001 f\u00fcr einen \u00dcberblick \u00fcber den Forschungsstand sowie die konkurrierenden Ans\u00e4tze innerhalb des Social Capital Paradigmas.<br \/>[3] Die ideengeschichtlichen Urspr\u00fcnge des Social Capital Ansatzes reichen, wie Farr (2004) erst j\u00fcngst im Rahmen einer &#132;conceptual history&#148; gezeigt hat, vermutlich sogar noch weiter zur\u00fcck. Er vertritt die These, dass zwei wichtige intellektuelle Quellen dieses Ansatzes die Arbeiten von John Dewey und Lydia Hanifan sind.<br \/>[4] Anders verh\u00e4lt es sich in der Soziologie, die auf den komplexen und konzeptionell anspruchsvollen Grundlagenarbeiten Colemans aufbauen konnte.<br \/>[5] &#132;Making Democracy Work&#148; ist ohne jeden Zweifel ein bahnbrechendes Werk, dessen innovativer Gehalt nicht in Zweifel gezogen werden soll. Doch eines ist es sicherlich nicht: Ausdruck einer intensiven Diskussion der theoretischen Grundlagen einer Zivilgesellschaft. \u00c4hnlich argumentiert auch Tarrow 1996.<br \/>[6] Eine sehr detaillierte theoretische Analyse des demokratischen Potenzials von verschiedenen Typen von Assoziationen nimmt Warren 2001 vor.<br \/>[7] Die oben bereits kritisierte Tendenz zur Empirie geleiteten Theoriebildung zeigt sich in diesem Punkt besonders deutlich.<br \/>[8] Offe 1999 argumentiert zwar, dass die Rolle des Staatsb\u00fcrgers das zuk\u00fcnftige Handeln unserer &#132;fellow citizens&#148; soweit restringiert, dass wir ihnen ein Mindestma\u00df an basalem Vertrauen entgegen bringen k\u00f6nnen. Gleich-wohl l\u00e4sst auch die Staatsb\u00fcrgerrolle so viel Handlungsspielraum offen, dass generalisiertes Vertrauen immer noch unangemessen erscheint. Vgl. f\u00fcr eine Kritik an dieser Konzeption Fuhse\/Schaal 2004.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Boix, Carles\/Posner, Daniel 1998: Social Capital: Explaining Its Origins and Effects on Government Performance; in: British Journal of Political Science, 28. Jg., Heft 4, S. 686-695<br \/>Bourdieu, Pierre\/Wacquant, Loi&#8217;c 1992: An Introduction to Reflexive Sociology, Chicago<br \/>Brehm, John\/Rahn, Wendy 1997: Individual Level Evidence for the Causes and Consequences of Social Capital; in: American Journal of Political Science, 41. Jg., Heft 3, S. 949-1023<br \/>Cohen, Jean 1999: Trust, Voluntary Association<br \/>and Workable Democracy: The Contemporary American Discourse of Civil Society; in:<br \/>Warren, Mark E. (Ed.): Democracy and<br \/>Trust, Cambridge, S. 208-248Coleman, James S. 1988: Social Capital in the<br \/>Creation of Human Capital; in: American<br \/>Journal of Sociology, Vol. 94, S. 95-120 Coleman, James S. 1990: Foundations of Social<br \/>Theory, Cambridge<br \/>Dekker, Paul 2001: Social Capital of Individuals: Relational Asset or Personal Quality? Unv. MS<br \/>Farr, James 2004: Social Capital: A Conceptual History; in: Political Theory, 32 Jg., Heft 1, 5. 6-33.<br \/>Foley, Michael W\/Edwards, Bob 1997: Escape from Politics? Social Theory and the Social Capital Debate; in: American Behavioral Scientist, 40. Jg., Heft 6, S. 550-561<br \/>Foley, Michael W.\/Edwards, Bob 1998: Beyond Tocqueville: Civil Society and Social Capital in Comparative Perspective; in: American Behavioral Scientist, 42. Jg., Heft 1, S. 5-20<br \/>Foley, Michael W.\/Edwards, Bob 1999: Is It Time to Disinvest in Social Capital?; in: Journal of Public Policy, 19. Jg., Heft 2, S. 141-173<br \/>Fuhse, Jan A. 2002: Kann ich Dir vertrauen? Strukturbildung in dyadischen Sozialbeziehungen; in: \u00d6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr Politikwissenschaft, 31. Jg., Heft 4, S. 427-450<br \/>Fuhse, Jan A.\/Schaal, Gary S. 2004: Politische Institutionen und die Generalisierung von Vertrauen; in: Geis, AnnalStrecker, David (Hg.): Blockaden staatlicher Politik. Sozial-wissenschaftliche Analysen im Anschluss an Claus Offe, Wiesbaden (i.E.)<br \/>Hardin, Russell 2002: Trust and Trustworthiness, New York<br \/>Haug, Sonja 1997: Soziales Kapital. Ein kritischer \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen Forschungsstand. MZES Arbeitspapiere, Arbeitsbereich II\/Nr. 15<br \/>Hooghe, Marc 2001: Value congruence within voluntary associations. A social psychological extension of social capital theory, unv. 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MS.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1956],"publikationen":[2811],"class_list":["post-12022","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-gary-s-schaal","publikationen-166-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Weniger Staat, mehr b\u00fcrgerschaftliches Kapital? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/166-vorgaenge\/publikation\/weniger-staat-mehr-buergerschaftliches-kapital\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Weniger Staat, mehr b\u00fcrgerschaftliches Kapital? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Anmerkungen zum sozialwissenschaftlichen Social-Capital-Ansatz aus: Vorg\u00e4nge Nr. 166 ( Heft 2\/2004 ), S. 82-90 Das Konzept von Social Capital bzw. 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