{"id":12072,"date":"2017-12-21T11:54:00","date_gmt":"2017-12-21T10:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/ueberschuesse\/"},"modified":"2021-08-30T15:42:43","modified_gmt":"2021-08-30T13:42:43","slug":"ueberschuesse","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/ueberschuesse\/","title":{"rendered":"\u00dcbersch\u00fcsse und Defizite in den Handelsbilanzen zerst\u00f6ren die Eurozone und gef\u00e4hrden die Europ\u00e4ische Union"},"content":{"rendered":"<p>vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 51 &#8211; 68<\/p>\n<p><i>Die &Uuml;bersch&uuml;sse in der Handelsbilanz der deutschen &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; stehen international immer wieder in der Kritik. Der folgende Beitrag erkl&auml;rt, welche &ouml;konomischen, gesellschaftlichen und &ouml;kologischen Probleme mit diesen &Uuml;bersch&uuml;ssen (und den notwendigen Defiziten anderer L&auml;nder) verbunden sind. Rainer Land sieht drei prinzipiellen L&ouml;sungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Aufhebung dieser Ungleichgewichte: der Umbau der W&auml;hrungsunion, die Aufl&ouml;sung der Eurozone oder der Austritt einzelner L&auml;nder aus der W&auml;hrungsunion. Auch wenn derzeit f&uuml;r keine der drei Optionen ausreichend politischer Wille oder &ouml;konomische Handlungsbereitschaft vorhanden sind &ndash; ein &bdquo;weiter so&ldquo; ist kein gangbarer Weg. Der Autor warnt: Wenn die strukturellen Ursachen der &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite nicht beseitigt werden, weiterhin nur Zeit gekauft und Rettungsschirme aufgefaltet werden, dann bestimmen Dauerkrisen oder Finanzcrashs unsere Zukunft, vom ausbleibenden &ouml;kologischen Umbau unserer Wirtschaft ganz zu schweigen. <\/i><\/p>\n<p><b>Teil I: Handelsbilanzdivergenzen &ndash; Ursachen, L&ouml;sungen, Handlungsm&ouml;glichkeiten<\/b><\/p>\n<p>Im Jahr 2017 hat die Eurozone beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) das Vorkrisenniveau (2008) &uuml;berschritten &ndash; nach zehn Jahren. Das deutsche BIP betr&auml;gt 109,82 Prozent, das BIP des Euro-Raums ohne Deutschland 101,95 Prozent (relativ zum 1. Q. 2008). Andr&eacute; K&uuml;hnlenz (2017) spricht von einer gespaltenen Konjunktur:<\/p>\n<p>&bdquo;<i>Solange aber eine Volkswirtschaft sich von einem Konjunktureinbruch lediglich erholt, w&uuml;rde ich nicht von einem Aufschwung sprechen &ndash; der hat erst vor einem Jahr im Rest des Eurolands begonnen. Seitdem stieg die Wirtschaftsleistung [&hellip;] aber nur um magere 1,9%. Deutschland ist diesem Miniaufschwung l&auml;ngst enteilt, auch wenn die Wachstumsraten hierzulande auch nicht berauschend sind.<\/i>&ldquo;<\/p>\n<p>Wenn man auf die Arbeitslosenquoten blickt, ist die gespaltene Entwicklung noch deutlicher zu bemerken. In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit seit Jahren laufend gesunken, von einem kleinen Einbruch in der gro&szlig;en Finanzkrise (2007 bis 2009) abgesehen. Sie ist heute nur noch halb so hoch wie vor der Krise. In der Eurozone ohne Deutschland hatte sie sich hingegen verdoppelt auf &uuml;ber 14 Prozent, ist seitdem nur auf 11 Prozent gesunken, das ist immer noch ein Drittel mehr als vor der Krise. Hinzu kommt eine katastrophale Lage der Jugend: In Griechenland betr&auml;gt die Jugendarbeitslosigkeit (im August 2017) 43 Prozent (2013: 58 Prozent), in Spanien 38 Prozent (2013: 55 Prozent), in Italien 35 Prozent (2014: knapp 43 Prozent) &ndash; und in Deutschland derzeit 6,4 Prozent (Statista 2017 a; vgl. Bundeszentrale 2017). Hier w&auml;chst die n&auml;chste Generation von &Uuml;berfl&uuml;ssigen heran, Menschen, die die Wahl haben zwischen sozialer Degradation, Deprivation, Resignation, einer populistischen Heilslehre, Widerstand, Separatismus oder Terrorismus. Eine derart gespaltene Entwicklung ist keine gute Voraussetzung f&uuml;r eine fortgesetzte europ&auml;ische Integration. Vielmehr untergr&auml;bt sie die Grundlagen des europ&auml;ischen Projekts und gef&auml;hrdet die Zukunft des Kontinents. Was sind die Ursachen?<\/p>\n<p><b>1. &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite in den Handelsbilanzen<\/b><\/p>\n<p>&Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite in den Handelsbilanzen sind das zweitgr&ouml;&szlig;te Problem der Weltwirtschaft (auf das gr&ouml;&szlig;te, den dringend gebotenen &ouml;kologischen Umbau, gehe ich unten ein). Anhaltende und wachsende &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite sind mit komparativen Vorteilen f&uuml;r alle unvereinbar, sie fachen Wirtschaftskriege an und machen langfristig alle zu Verlierern. &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite sind auch die Ursache der Eurokrise, sie zerst&ouml;ren die Grundlage der Euro-W&auml;hrungsunion und gef&auml;hrden die Europ&auml;ische Union.<\/p>\n<p>Betrachten wir in Abbildung 1 die Gr&ouml;&szlig;enordnung der Handelsbilanzdifferenzen und der dadurch &uuml;berwiegend bestimmten Leistungsbilanzen in der Europ&auml;ischen Union (EU) und der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU).<\/p>\n<p>Abbildung 2 zeigt, dass Deutschland, die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Eurozone, einen gewaltigen Leistungsbilanz&uuml;berschuss in H&ouml;he von inzwischen &uuml;ber 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hat, das sind 262 Mrd. Euro. Auch die vergleichsweise kleinen Niederlande haben &Uuml;bersch&uuml;sse in H&ouml;he von bis zu 10 Prozent des BIP, das Volumen betr&auml;gt aber nur 63 Mrd. Euro. Die beiden anderen gro&szlig;en Volkswirtschaften der EU hatten Defizite: Frankreich minus 20 Mrd. Euro (2016), Italien 54 Mrd. (2010), inzwischen aber einen &Uuml;berschuss von 45 Mrd. (2016). Allerdings ist der italienische &Uuml;berschuss nicht Folge wirtschaftlichen Aufstiegs, sondern auf sinkende Importe in einer schweren Krise, auf hohe Arbeitslosigkeit, r&uuml;ckl&auml;ufige Einkommen, r&uuml;ckl&auml;ufige Staatsausgaben und Austerit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren (vgl. Flassbeck 2016a).<\/p>\n<p>Die Defizite von Griechenland, Spanien und Portugal betrugen auf dem H&ouml;hepunkt mehr als 10 Prozent des BIP, der Gr&ouml;&szlig;enordnung nach zwischen 20 und 100 Mrd. EUR. Inzwischen gehen diese Defizite zur&uuml;ck &ndash; aus dem gleichen Grund wie in Italien. Nur die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse steigen weiter. Bis 2012 war die Handelsbilanz der Eurozone ausgeglichen, d.h. die &Uuml;bersch&uuml;sse einiger L&auml;nder entsprachen weitgehend den Defiziten anderer (Abb. 3). Die EU insgesamt hatte Defizite.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"1\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/abb1_handelsbilanzen-eu-2016.jpg\" width=\"297\" height=\"500\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Abb. 1: Europ&auml;ische Union: Handelsbilanzsalden der Mitgliedstaaten im Jahr 2016 (in Milliarden Euro).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"1\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/abb2a_LeistungsbilanzEuro-1.jpg\" width=\"380\" height=\"225\" alt=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"1\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/abb2b_LeistungsbilanzEuro-2.jpg\" width=\"380\" height=\"157\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Abb. 2: Entwicklung der Leistungsbilanzen in Prozent des BIP 1999 bis 2016 f&uuml;r Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Spanien, Zypern, Niederlande und Portugal.<\/p>\n<p>Da die Defizite einiger L&auml;nder der Eurozone seit 2010\/2012 zur&uuml;ckgehen, gleichen sich &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite innerhalb der Eurozone nicht mehr aus. Der Handelsbilanzsaldo der gesamten Eurozone stieg seit der Krise auf inzwischen 271 Mrd. Euro. Die Eurozone ben&ouml;tigt andere L&auml;nder, die bereit sind, sich f&uuml;r Importe aus der Eurozone zu verschulden &ndash; vor allem die USA (vgl. Teil II, Abschnitt 5).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" border=\"1\" src=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/abb3_handelsbilanz-euro2016.jpg\" width=\"380\" height=\"238\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Abb. 3: Handelsbilanzsalden der EU und der Eurozone von 2006 bis 2016 in Mrd. Euro<\/p>\n<h5><span id=\"2-warum-sind-ueberschuesse-und-defizite-ein-problem\">2. Warum sind &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite ein Problem?<\/span><\/h5>\n<p>Wenn ein Land mehr produziert, als es verbraucht (f&uuml;r Konsum plus Investitionen), muss es die Differenz auf dem Weltmarkt absetzen, also mehr exportieren, als es importiert. Dies ist nur m&ouml;glich, wenn eine andere Volkswirtschaft mehr importiert, als sie exportiert, also ein Handelsbilanzdefizit hat. Die Summe aller Defizite und &Uuml;bersch&uuml;sse in der Weltwirtschaft ist immer Null.<\/p>\n<p>Handelsbilanzdefizite und -&uuml;bersch&uuml;sse m&uuml;ssen durch Geld- oder Kapitaltransfers ausgeglichen werden. Wie wir oben sehen, geht es dabei insgesamt um viele hundert Milliarden Euro. Im Defizitland m&uuml;ssen Kredite in H&ouml;he des Import&uuml;berschusses aufgenommen werden, um die Importe zu finanzieren &ndash; oder es werden andere Formen von Schulden gemacht, z.B. Wertpapiere emittiert und &uuml;ber den Finanzmarkt an die Gl&auml;ubiger in den &Uuml;berschussl&auml;ndern verkauft, es wird Verm&ouml;gen ver&auml;u&szlig;ert oder Direktinvestitionen flie&szlig;en ins Land. In den &Uuml;berschussl&auml;ndern wachsen Devisen- und Wertpapierbest&auml;nde und Auslandsverm&ouml;gen. Das &Uuml;berschussland akkumuliert Finanzverm&ouml;gen, das Defizitland akkumuliert Finanzschulden. <br \/>&Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite sind kein Problem, wenn sie sich in mittleren Fristen ausgleichen. Auch Entwicklungshilfe oder Modernisierungsprogramme, die durch Transfers, langfristige Kredite oder Direktinvestitionen finanziert sind, k&ouml;nnen zu Defiziten f&uuml;hren, denen notwendigerweise Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse bei den Geberl&auml;ndern entsprechen. (1)<\/p>\n<p>Viele Wirtschaftswissenschaftler sehen dauerhafte &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite kritisch, weil sie die Weltwirtschaft destabilisieren und Entwicklungsrichtungen der Wirtschaft verzerren. Nicht mehr die Wohlfahrt der Bev&ouml;lkerung oder der &ouml;kologische Umbau stehen im Mittelpunkt, sondern der Gewinn von Wettbewerbsvorteilen gegen andere Volkswirtschaften. &Uuml;ber l&auml;ngere Zeit anhaltende oder gar wachsende &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite verweisen auf grundlegende Konstruktionsfehler in den Wirtschaftssystemen und sind sowohl f&uuml;r die &Uuml;berschussl&auml;nder als auch f&uuml;r die Defizitl&auml;nder langfristig negativ. (2)&nbsp; <br \/>Der Export&uuml;berschuss ist mit einem Abfluss von sachlichen Ressourcen (Rohstoffen, Energie, Arbeit, Verschlei&szlig; von Sachkapital) verbunden, dem kein entsprechender Zufluss sachlicher Ressourcen entspricht. Daf&uuml;r flie&szlig;en Finanzen in das &Uuml;berschussland. Nun k&ouml;nnte man meinen, mit denen k&ouml;nne man auf dem Weltmarkt ja G&uuml;ter kaufen und die abgeflossenen Ressourcen sachlich ersetzen. Ja, das w&auml;re ein ausgewogener Welthandel mit komparativen Vorteilen, denn genau dann g&auml;be es den Export&uuml;berschuss nicht mehr, dem Export w&uuml;rde n&auml;mlich ein etwa gleich hoher Import entsprechen. Genau das aber geschieht nicht. (3) Dem Abfluss von sachlichen Ressourcen entspricht kein gleichwertiger Zufluss anderer Ressourcen, das &Uuml;berschussland verliert sachliche Ressourcen und bekommt Schuldscheine. <br \/>Eine auf Export&uuml;bersch&uuml;sse ausgerichtete Wirtschaftsstruktur f&uuml;hrt dazu, dass die verbrauchten Ressourcen nur teilweise ersetzt werden, Investitionen sich auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit im Au&szlig;enhandel konzentrieren, die Binnenwirtschaft zur&uuml;ckbleibt und die Infrastruktur vernachl&auml;ssigt wird &ndash; wie man in Deutschland auch empirisch beobachten kann.<\/p>\n<p>Export&uuml;bersch&uuml;sse sind mit Einkommensverlusten bei den Masseneinkommen verbunden. Ein Export&uuml;berschuss ist nur m&ouml;glich, wenn die Bev&ouml;lkerungsmehrheit weniger konsumiert als sie produziert, also am Produktivit&auml;tszuwachs nicht oder nur eingeschr&auml;nkt partizipiert. Ein Export&uuml;berschuss ist nur m&ouml;glich, wenn die L&ouml;hne hinter der Produktivit&auml;tsentwicklung zur&uuml;ckbleiben (s. Teil II).(4) <br \/>In einer solchen Situation ist die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r Finanzverm&ouml;gensverluste hoch. Export&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;hren dazu, dass laufend wachsende Best&auml;nde an Wertpapieren oder Devisen entstehen, zwischen verschiedenen Finanzdepots zirkulieren und irrationale Bewegungen auf den Finanzm&auml;rkten anfeuern. Die Verwertung der Finanzanlagen wird zum dominanten Selektionskriterium f&uuml;r wirtschaftliche (und wirtschaftspolitische) Entscheidungen, die Entwicklung der sachlichen Produktionsbedingungen, der Infrastruktur, der Lebensbedingungen, der Konsumstruktur usw. wird zu einem nachgeordneten Kriterium. Daher passt die Orientierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse zum Finanzmarktkapitalismus. <br \/>Exporte, die nicht zu wachsenden Importen f&uuml;hren, sondern in Finanzverm&ouml;gen angelegt werden, sind erheblichen Entwertungsrisiken ausgesetzt. Wertet ein Defizitland seine W&auml;hrung ab oder f&auml;llt der Kurs bestimmter Finanzanlagen, so reduziert sich der Wert des finanzialisierten Auslandsverm&ouml;gens &ndash; entweder schleichend oder abrupt in einer Finanzkrise. Die kumulierten Export&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands von 1999 bis 2015 betragen 2,6 Billionen Dollar, davon sind heute aber statistisch nur noch 1,47 Billionen Dollar Auslandsverm&ouml;gen vorhanden. Knapp 1,2 Billionen Dollar, fast die H&auml;lfte, sind in 15 Jahren durch Entwertung verloren gegangen, vor allem in der gro&szlig;en Finanzkrise und durch Ver&auml;nderung der Wechselkurse. Man kann nicht behaupten, dass sich diese Exporte bzw. diese Art von Wertanlage rentiert h&auml;tte (vgl. Herrmann 2016 und Deutsche Bundesbank 6.10.2017).<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick hat das &Uuml;berschussland einen Vorteil, weil der Export&uuml;berschuss die Arbeitslosigkeit scheinbar reduziert. Allerdings w&uuml;rden Lohnsteigerungen oder Inlandsinvestitionen mindestens den gleichen Effekt haben (5) &ndash; nur dass dabei nicht die virtuellen Finanzverm&ouml;gen, sondern die realen Masseneinkommen steigen, nicht der Export, sondern der Binnenmarkt expandiert sowie der Konsum und die Investitionen steigen. Zudem geht der Export von Arbeitslosigkeit zu Lasten der Arbeitslosigkeit in den Defizitl&auml;ndern. Nur dann, wenn das Defizitland den Einkommensabfluss vollst&auml;ndig durch kreditfinanzierte Mehrausgaben (also zus&auml;tzliche Verschuldung) kompensierte, k&ouml;nnte ein Steigen der Arbeitslosigkeit durch Import&uuml;bersch&uuml;sse vermieden werden. (6) Das aber ist nur den USA m&ouml;glich. Es setzt n&auml;mlich voraus, dass es entweder gen&uuml;gend kreditw&uuml;rdige Privathaushalte gibt (so scheinbar beim Hypothekenboom in den USA vor 2007, der dann zur Finanzkrise gef&uuml;hrt hat, weil die Kreditw&uuml;rdigkeit gefaked war) und\/oder der Staat bei der Erh&ouml;hung der Ausgaben keinen Beschr&auml;nkungen unterliegt. Beides trifft auf andere Defizitl&auml;nder nicht zu, weil sie Handelsbilanzdefizite, also Import&uuml;bersch&uuml;sse, nur sehr beschr&auml;nkt mit ihrer eigenen W&auml;hrung finanzieren k&ouml;nnen. Importe m&uuml;ssen mit Devisen bezahlt werden. Verschulden sich andere Defizitl&auml;nder in Fremdw&auml;hrungen, z.B. durch Kredite in internationalen Reservew&auml;hrungen, werden sie schnell abh&auml;ngig und sitzen irgendwann im Schuldenturm.<\/p>\n<p>Die negativen Folgen f&uuml;r die L&auml;nder mit Handelsbilanzdefiziten sind der Import von Arbeitslosigkeit, eine damit verbundene De-Industrialisierung, Verluste an wirtschaftlicher Dynamik und an Einkommen sowie Probleme, die mit steigenden Schulden, der Abh&auml;ngigkeit von den Finanzm&auml;rkten und im schlimmsten Fall von Gl&auml;ubigern einher gehen: Austerit&auml;t und sogenannte Strukturanpassungsprogramme, die nach allen Erfahrungen in eine tiefe Krise mit anschlie&szlig;ender jahrelanger Depression f&uuml;hren. Dies sind bekanntlich die Folgen in Griechenland, Spanien, Frankreich und anderen Eurol&auml;ndern.<\/p>\n<p>Auch wenn es oberfl&auml;chlich so aussieht, als h&auml;tten &Uuml;berschussl&auml;nder wegen zus&auml;tzlicher Arbeitspl&auml;tze oder Defizitl&auml;nder wegen kreditfinanzierter Importe einen Vorteil &ndash; es gibt diese Vorteile nur kurzfristig. Wenn &uuml;berhaupt gewinnt nur einer auf Kosten des anderen. Es ist bestenfalls ein Nullsummenspiel; in der Regel ein Negativsummenspiel, bei dem beide verlieren. Handelsbilanzdifferenzen untergraben die Kooperationsbereitschaft und die Kooperationsf&auml;higkeit, sie st&uuml;tzen Strategien des Gegeneinanders im Handel. Komparative Vorteile im Handel gibt es nur, wenn alle gewinnen.<\/p>\n<h5><span id=\"3-die-derzeitige-situation-ist-untragbar\">3. Die derzeitige Situation ist untragbar<\/span><\/h5>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"31-weiter-so\">3.1. Weiter so?<\/span><\/h2>\n<p>Wenn es nicht gelingt, die &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite durch Ver&auml;nderungen in der Regulation der W&auml;hrungsunion unter Kontrolle zu bekommen, wird sich die Eurokrise in dauerhafter Depression und s&auml;kularer Stagnation fortsetzen. Werden die &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite nicht abgebaut, wachsen sie gar weiter an, kann es zu einer schweren Krise des Finanzsystems und scharfen Einbr&uuml;chen der wirtschaftlichen Entwicklung in der EU oder in einzelnen Volkswirtschaften kommen. Eine schwere Krise muss aber keine zwangsl&auml;ufige Folge sein. Die M&ouml;glichkeiten, durch staatliche Interventionen oder Rettungspakete schwere Krisen abzuwehren, wurden in den letzten Jahren erheblich erweitert. Allerdings wird damit nur Zeit gekauft, die grundlegenden Ursachen der divergenten Entwicklung bleiben bestehen. <br \/>Bleibt es bei der heute dominanten Kombination eines merkantilistischen Export-&Uuml;berschuss-Regimes mit einem schuldenfinanzierten Defizit-Regime in der EU (und der Weltwirtschaft), bleibt auch die derzeitige falsche (und zudem widerspr&uuml;chliche) Orientierung der wirtschaftlichen Entwicklung bestehen. Sie ist einerseits gerichtet auf die Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen, um Export&uuml;bersch&uuml;sse zu erlangen, und versucht parallel zu begrenzen, dass Import&uuml;bersch&uuml;sse durch Defizite finanziert werden (was nicht zusammenpasst, denn keine &Uuml;bersch&uuml;sse ohne Defizite). Inhaltlich geht diese Orientierung einher mit Begrenzung der Lohnentwicklung, der Masseneinkommen und Austerit&auml;t. Die Folge ist s&auml;kulare Stagnation, eine geringe Innovationsdynamik und geringes Wachstum der Einkommen und der Investitionen (vgl. Hein 2016).<\/p>\n<p>Damit sind wir bei dem eingangs angek&uuml;ndigten gr&ouml;&szlig;ten Problem der heutigen Weltwirtschaft, das eng mit der Fehlorientierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse und Finanzanlagen zusammenh&auml;ngt. Die wirtschaftsgeschichtlich wichtigste Aufgabe der Gegenwart ist der &Uuml;bergang zu einer umweltkompatiblen Produktionsweise in Industrie, Landwirtschaft, Konsum und Infrastrukturen in den n&auml;chsten Jahrzehnten. Eine Fortsetzung der heutigen Trends des Ressourcen- und Umweltverbrauchs wird die Existenzgrundlagen der Menschheit zerst&ouml;ren. Das wichtigste Zeitfenster daf&uuml;r ist durch den Klimawandel gesetzt: Eine Trendwende muss binnen 30 Jahren erreicht werden, eine vollst&auml;ndige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft &bdquo;bis sp&auml;testens 2070, in den wohlhabenden L&auml;ndern bis etwa 2050 [&hellip;]&ldquo; (Messner 2016, vgl. Land 2017a, b und c).<\/p>\n<p>Eine solche Trendwende hin zu einem globalen &ouml;kologischen Umbau der Industrie, der Landwirtschaft, des Konsums und der Infrastruktur durchzusetzen und innerhalb von hundert Jahren abzuschlie&szlig;en, ist aber mit der schwachen Innovationsdynamik des &Uuml;berschuss-Defizit-Finanzmarkt-Kapitalismus nicht zu bew&auml;ltigen. Neben einer h&ouml;heren Dynamik, einem h&ouml;heren Anteil an Innovationen, durch die alte Produkte und Verfahren durch neue abgel&ouml;st werden, geht es vor allem um die inhaltliche Neuorientierung, die Richtung der wirtschaftlichen Entwicklung, die durch entsprechende marktwirtschaftskompatible Selektionsprozesse, aber auch durch juristische Rahmensetzungen (z.B. Umweltrecht, Eigentum, Nutzungsrechte und Reproduktionspflichten f&uuml;r Naturressourcen), politische Entscheidungsverfahren und staatliche Investitionen bestimmt werden. Statt der derzeit dominanten Orientierung der wirtschaftlichen Entwicklung auf Innovationen zur Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit f&uuml;r Exporte durch Reduzierung der Lohnst&uuml;ckkosten w&auml;re eine Orientierung auf absolut sinkenden Ressourcen- und Energieverbrauch und auf Umweltkompatibilit&auml;t der neuen Produkte und Verfahren geboten.<\/p>\n<p>S&auml;kulare Stagnation und die Fehlorientierung der Selektionsprozesse sind die gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse f&uuml;r eine notwendige neue &ouml;kologische Produktionsweise, einen &Ouml;kokapitalismus. Auch die schwache Einkommensentwicklung ist eine Fehlorientierung, selbst wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, dass sinkende Einkommen f&uuml;r die Umwelt besser w&auml;ren. Einkommen, die hinter der sowieso schon schwachen Produktivit&auml;tsdynamik zur&uuml;ckbleiben oder gar sinken, behindern den &ouml;kologischen Umbau. Eine Ver&auml;nderung der Konsummuster ist nur m&ouml;glich, wenn die Disponibilit&auml;t der Einkommensverwendung steigt und die mit dem &ouml;kologischen Umbau verbundenen Wert- und Preissteigerungen f&uuml;r umweltkompatible Produktion von den Konsumenten auch verkraftet werden k&ouml;nnen, und zwar ohne sozialen Abstieg. Die derzeitige Orientierung auf Kostensenkung durch billige Massenprodukte verengt den Spielraum f&uuml;r den Umbau der Konsummuster und f&uuml;hrt in die falsche Richtung. Zudem werden betr&uuml;gerische Praktiken bei der Produktqualit&auml;t, den Umweltparametern und der Verbraucherkennzeichnung herausgefordert. Auch die Verlagerung der Produktion in L&auml;nder mit geringen Umweltstandards passt zu einer Orientierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse.<\/p>\n<p>Kurz: Das gr&ouml;&szlig;te weltwirtschaftliche Problem &ndash; die fehlende Umweltkompatibilit&auml;t der heutigen Produktionsweise und der die Tragf&auml;higkeitsgrenzen der &Ouml;kosysteme &uuml;bersteigende Ressourcenverbrauch &ndash; und das zweitgr&ouml;&szlig;te Problem &ndash; die &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite in den Handelsbilanzen und die damit verbundene Kumulation von Finanzschulden und Finanzverm&ouml;gen anstelle von Entwicklung des Sachverm&ouml;gens &ndash; bedingen und verst&auml;rken sich wechselseitig.<\/p>\n<p>Die damit verbundene Ungleichheit in den L&auml;ndern und die gespaltene Entwicklung zwischen den Volkswirtschaften mit &Uuml;bersch&uuml;ssen (Deutschland vor allem) auf der einen Seite, denen mit Defiziten trotz hoher Produktivit&auml;t (Frankreich, Norditalien) und denen mit Defiziten bei geringerer Produktivit&auml;t (Griechenland, Portugal) zerst&ouml;rt die Grundlage der friedlichen Zusammenarbeit der Nationen in der EU und in der Weltwirtschaft. Die aus Ungleichheit und fehlender wirtschaftlicher Perspektive resultierenden sozialen und politischen Auseinandersetzungen werden Sicherheit und Stabilit&auml;t der Eurozone weiter untergraben. Wenn sich nichts &auml;ndert, wird dieser Euro die EU zerst&ouml;ren.<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"32-wie-kann-die-eurokrise-ueberwunden-werden\">3.2. Wie kann die Eurokrise &uuml;berwunden werden?<\/span><\/h2>\n<p>Grunds&auml;tzlich gibt es drei Vorschl&auml;ge zur &Uuml;berwindung der Eurokrise.<\/p>\n<p>*Ausgleich der Differenzen durch Transfers: Solche Vorschl&auml;ge gibt es von Varoufakis (Galbraith u.a. 2013) und Busch (&bdquo;Europa geht auch solidarisch&ldquo;, Busch u.a. 2016). Auch der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron denkt an ein europ&auml;isches Budget und europ&auml;ische Steuern (Zeit Online 26.09.2017). Ein solches gemeinsames Budget zur Umverteilung zwischen den L&auml;ndern der EU m&uuml;sste sehr gro&szlig; sein. Dabei denke man an die Gr&ouml;&szlig;enordnung der &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite im Bereich von mehreren hundert Milliarden EUR pro Jahr. Daf&uuml;r w&auml;re wiederum a) eine &uuml;ber den Nationalstaaten stehende demokratische Entscheidungsstruktur erforderlich &ndash; jedenfalls wenn man keine rein technokratische Finanzregierung will. Dies erfordert ein von den Nationalstaaten unabh&auml;ngiges Budgetrecht des Europ&auml;ischen Parlaments, mit dem Steuern erhoben und Ausgaben get&auml;tigt werden k&ouml;nnen, die der Gr&ouml;&szlig;enordnung der erforderlichen Umverteilung entsprechen. Und b) erfordert dies technische Verfahren und eine Europ&auml;ische Finanzverwaltung, die die Erhebung europ&auml;ischer Steuern und die Finanzierung der Ausgaben abwickelt. Faktisch w&uuml;rde die Finanzverwaltung der Nationalstaaten auf regionale Befugnisse herabgestuft werden m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>* Etablierung einer koordinierten Lohnregulation der Eurozonen-Staaten und ihrer Tarifparteien, die daf&uuml;r sorgt, dass die nationalen Lohnniveaus den nationalen Produktivit&auml;tsniveaus entsprechen. Dann n&auml;mlich w&uuml;rden Leistungsbilanzungleichgewichte nur tempor&auml;r auftreten und k&ouml;nnten nicht &uuml;ber mehrere Jahre zu Gr&ouml;&szlig;enordnungen anwachsen, die die Funktionsweise des W&auml;hrungssystems substanziell untergraben. &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite entstehen nur, wenn Produktivit&auml;tsdifferenzen nicht durch entsprechende Lohn- und Einkommensdifferenzen kompensiert sind. Eine an der Produktivit&auml;tsentwicklung orientierte Regulation der L&ouml;hne innerhalb der Eurozone w&uuml;rde die wichtigste Ursache der Handelsbilanzdivergenzen beseitigen. Dieser Vorschlag wurde seit Ende der 1990er Jahre immer wieder von Heiner Flassbeck und anderen unterbreitet (u.a. Flassbeck u. Spieker 2001, Flassbeck u.a. 2013).<br \/>Prinzipiell sind beide Vorschl&auml;ge kombinierbar, wobei der entscheidende Effekt durch die Lohnregulation erreicht werden muss. Die Gr&ouml;&szlig;enordnung der Umverteilung, die n&ouml;tig w&auml;re, um &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite vollst&auml;ndig durch Transfers auszugleichen, ist weder politisch durchsetzbar noch w&auml;re dies wirtschaftlich vern&uuml;nftig, solange es sich um selbst&auml;ndige Volkswirtschaften mit differenten Lohnniveaus, unterschiedlichen Sozialsystemen und verschiedener Sprache und Kultur handelt. Aber erg&auml;nzend und vor allem auf Investitionen bezogen k&ouml;nnten Transfers eine wichtige Rolle spielen. Geeignet w&auml;re ein Investitionsprogramm f&uuml;r den &ouml;kologischen Umbau, mit dem neue umweltkompatible Produkte und Verfahren entwickelt und in den Markt eingef&uuml;hrt und der Ressourcenverbrauch gesenkt werden k&ouml;nnten: Kredite f&uuml;r private Unternehmen, &ouml;ffentliche Investitionen, europaweiter Umbau der Infrastruktur, Verkehr, Bildung, Wissenschaft (vgl. Land 2017).<\/p>\n<p>* Die dritte Alternative w&auml;re die Aufl&ouml;sung der Eurozone. Dies hat insbesondere Mitchell (2017) untersucht. Er vergleicht die verschiedenen Varianten des Umbaus und der Aufl&ouml;sung. Seiner Meinung nach ist eine Transferl&ouml;sung weder politisch durchsetzbar noch kulturell tragbar (S. 460 ff): &bdquo;Eine wichtige Voraussetzung f&uuml;r ein effektives W&auml;hrungssystem mit vielen Regierungsebenen ist, dass die B&uuml;rger interregionalen Transfers von Staatsausgaben gegen&uuml;ber tolerant sein m&uuml;ssen [&hellip;]&ldquo; Die bessere L&ouml;sung w&auml;re eine partielle oder vollst&auml;ndige Aufl&ouml;sung der Eurozone:<\/p>\n<ul>\n<li>der Wechselkurs k&ouml;nnte wieder benutzt werden, um Divergenzen in Produktivit&auml;ts- und Lohnentwicklung auszugleichen,<\/li>\n<li>jede Nation w&uuml;rde die Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die eigene W&auml;hrung wiederherstellen und die f&uuml;r die Gestaltung wirtschaftlicher Entwicklung wichtige Kooperation von Zentralbank und Finanzministerium reaktivieren, damit k&ouml;nnte Arbeitslosigkeit &uuml;berwunden werden, die wirtschaftliche Entwicklung und die Einkommen k&ouml;nnten dynamisiert und die Entwicklungsrichtung hin zu einem &ouml;konomischen Umbau gestaltet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&uuml;r eine Aufl&ouml;sung der Eurozone sind verschiedene Szenarien denkbar.<\/p>\n<ul>\n<li>Die beste Variante w&auml;re eine Aufl&ouml;sung durch Wiedereinf&uuml;hrung der nationalen W&auml;hrungen in einem gestalteten und koordinierten Prozess, der vertraglich vereinbart werden m&uuml;sste. Daraus k&ouml;nnte ein neues europ&auml;isches W&auml;hrungssystem mit festen, aber anpassbaren Wechselkursen hervorgehen, eine verbesserte Variante, die die Fehler der 2. Generation des Europ&auml;ischen W&auml;hrungssystems (EWS II) vermeidet. <\/li>\n<li>Eine ebenfalls tragf&auml;hige L&ouml;sung w&auml;re der Austritt einzelner Staaten bei Wiedereinf&uuml;hrung der eigenen nationalen W&auml;hrung. Auch daf&uuml;r w&auml;re eine vertraglich vereinbarte und gesteuerte L&ouml;sung sinnvoll, aber auch der Austritt in eigener Regie w&auml;re machbar. <\/li>\n<li>Die dritte, teuerste und schlechteste L&ouml;sung w&auml;re der Zusammenbruch des Eurosystems in einer schweren Finanzkrise, in der nationale W&auml;hrungssysteme ad hoc neu gegr&uuml;ndet werden m&uuml;ssten. <\/li>\n<\/ul>\n<p>In jedem Fall w&auml;re die Aufl&ouml;sung des Euros mit erheblichen Kosten verbunden, wobei vertraglich geregelte L&ouml;sungen weniger Kosten verursachen als eine Aufl&ouml;sung im Crash. Mitchell meint, dass einige der kommunizierten Kalkulationen die Kosten &uuml;bertreiben. <br \/>&bdquo;Der Kostenaufwand der Krise, der durch sinnlose Sparma&szlig;nahmen noch erh&ouml;ht wurde, ist enorm. Griechenland hat 25 Prozent seiner Wirtschaft eingeb&uuml;&szlig;t, und die Sparpolitik hat eine Generation von jungen Menschen hervorgebracht, die keine Beziehung zur Arbeit hat und heranwachsen wird, ohne je gearbeitet zu haben. Dadurch, dass sie keine Gelegenheiten hat, Erfahrung zu sammeln, wird diese sozial entwurzelte Kohorte extrem benachteiligt. Viele andere WWU-L&auml;nder machen eine &auml;hnliche Erfahrung.<\/p>\n<p>Die Belege in diesem Buch zeigen, dass der Aufwand eines Austritts zwar enorm sein wird, die langfristigen Kosten einer mehr oder weniger permanenten Sparpolitik jedoch noch h&ouml;her sein werden. &hellip; <br \/>Ein geordneter Austritt w&auml;re f&uuml;r jede Nation der bessere Weg. Italien sollte vorangehen, sowohl in Anbetracht seiner Gr&ouml;&szlig;e und relativen Bedeutung in Europa als auch der schlimmen Sch&auml;den, die seine Struktur durch die Sparpolitik davontr&auml;gt.&ldquo; (Mitchell 2017: 572)<\/p>\n<h2 class=\"auto-created\"><span id=\"33-handlungsmoeglichkeiten\">3.3. Handlungs&shy;m&ouml;g&shy;lich&shy;keiten<\/span><\/h2>\n<p>Politisch ist derzeit keiner der m&ouml;glichen Wege aus der Krise der Eurozone bzw. der Krise eines Finanzmarkt-&Uuml;berschuss-Defizit-Kapitalismus denkbar. Weder Transfers in der erforderlichen Gr&ouml;&szlig;enordnung, noch eine l&auml;nder&uuml;bergreifende Lohnregulation sind politisch machbar, auch ein einvernehmlicher Austritt einzelner L&auml;nder oder eine geregelte Aufl&ouml;sung der Eurozone ist nicht vorstellbar.<br \/>Daraus folgt: Es wird auf absehbare Zeit weiter bei der krisenhaften Entwicklung, s&auml;kularer Stagnation, falschen Entwicklungsrichtungen, hoher Arbeitslosigkeit, Ungleichheit und zunehmenden Differenzen zwischen den Eurol&auml;ndern bleiben. Ob eine neue Finanzkrise oder andere wirtschaftliche oder politische Br&uuml;che eine neue Situation schaffen, kann nat&uuml;rlich niemand vorhersagen. &bdquo;Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende!&ldquo; (7)<\/p>\n<p>Handlungsm&ouml;glichkeiten bestehen aber in folgender Weise:<\/p>\n<p>1. Aufkl&auml;rung ist angesagt, vor allem &uuml;ber die Ursachen und Folgen der &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite sowie die Eurokrise. Vor allem m&uuml;sste man versuchen, die falschen und nicht selten von interessierter Seite verbreiteten Diagnosen zu widerlegen: Staatsschuldenkrise, zu hohe L&ouml;hne, zu hohe Staatsdefizite, Gelddrucken usw. Dann w&auml;ren die verheerenden Wirkungen der derzeitigen L&ouml;sungsstrategien &ndash; Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte (es geht um mehr Druck auf die L&ouml;hne), Austerit&auml;t, Sparprogranne &ndash; herauszustellen. Drittens schlie&szlig;lich w&auml;re es n&ouml;tig, ungeschminkt die Wahrheit &uuml;ber die Gefahren der &ouml;kologischen Krise &ouml;ffentlich anzusprechen und klarzumachen, dass dies die zentrale Aufgabe ist, wenn sich die Menschheit in letzter Minute noch retten will. Rettung aber verlangt Investitionen und Neuerungen statt Sparen in der Krise und Abwarten.<\/p>\n<p>2. Dringend erforderlich ist, der verbreiteten Angstmache vor dem Austritt einzelner L&auml;nder aus dem Euro oder der Wiedereinf&uuml;hrung nationaler W&auml;hrungen entgegenzutreten. Diese &bdquo;Drohung&ldquo; dient der Erpressung politischer Bewegungen, Parteien und Regierungen. Nat&uuml;rlich w&auml;ren der Austritt oder die Aufl&ouml;sung mit hohen Kosten verbunden, die aber bei einem einvernehmlichen und geordneten &Uuml;bergang finanzierbar sind. Der Satz &bdquo;F&auml;llt der Euro, f&auml;llt Europa&ldquo; ist falsch. Richtig ist, dass das Eurosystem, so wie es derzeit funktioniert, Europa zerst&ouml;rt. Es muss ver&auml;ndert oder aufgehoben werden, wenn man die friedliche und gedeihliche Zusammenarbeit der europ&auml;ischen Nationen, den sozialen Fortschritt f&uuml;r alle, erhalten will. Die Aufl&ouml;sung der Eurozone ist eine m&ouml;gliche Option und &ndash; entsprechend gestaltet &ndash; nicht notwendig reaktion&auml;r oder katastrophal.<\/p>\n<p>3. Neben einer Debatte &uuml;ber die m&ouml;gliche Aufl&ouml;sung der Eurozone kann und muss nat&uuml;rlich auch &uuml;ber deren Umbau diskutiert werden. Die zentrale Frage ist, ob man sich ein System der gemeinschaftlichen Lohnregulation vorstellen kann und ob die damit verbundenen Probleme, die Unterschiedlichkeit der heute bestehenden nationalen Verfahren der Lohnfindung, l&ouml;sbar sind. Keine Partei in Deutschland hat diese Frage &bdquo;auf dem Schirm&ldquo;. F&uuml;r erg&auml;nzende Transfersysteme bestehen bessere Chancen, weil Linke, SPD und mit Einschr&auml;nkungen auch B&uuml;ndnis 90 Die Gr&uuml;nen sich in diese Richtung bewegen &ndash; allerdings kaum erkennen, um welche Gr&ouml;&szlig;enordnungen es hier geht. Macron hat zwar Ideen, sieht aber bislang nicht, das Transfersysteme ohne eine grundlegende Lohnregulation nicht funktionieren werden.<br \/>&bdquo;Die Eurozone ist also alles andere als eine &bdquo;optimale W&auml;hrungsunion&ldquo; &ndash; das hei&szlig;t aber noch lange nicht, dass der Euro nicht dennoch funktionieren kann.&ldquo; (Priewe 30.01.2017)<\/p>\n<p>Gel&auml;nge der Umbau der Eurozone, w&auml;re dies besser als eine Aufl&ouml;sung; gelingt er aber nicht, w&auml;re ein &bdquo;Weiter so&ldquo; verheerend.<\/p>\n<p><i>Teil II widmet sich den Ursachen der &Uuml;bersch&uuml;ssen bzw. Defiziten in den einzelnen Staaten der Eurozone sowie den m&ouml;glichen Ausgleichsmechanismen. Er erscheint in der folgenden Ausgabe der vorg&auml;nge (Nr. 221, Heft 1\/2018) und kann vorab auf der Webseite der Zeitschrift gelesen werden: <\/i><a href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220\/\"><i>https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/online_artikel\/220\/<\/i><\/a><i>.<\/i><\/p>\n<p><i>RAINER LAND&nbsp;&nbsp; Dr. sc. oec. (Jg. 1952), studierte Philosophie und Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt-Universit&auml;t zu Berlin. Seit 1992 ist er Redakteur der Zeitschrift Berliner Debatte Initial. Seit den 1980er Jahren arbeitet er an &raquo;Bausteinen zu einer evolutorischen Theorie der Moderne&laquo;. Seit 2000 ist er in diversen empirischen und theoretischen Projekten am selbst gegr&uuml;ndeten Th&uuml;nen-Institut e. V. In Bollewick t&auml;tig.<\/i><\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p>Borger, Klaus (2017): Leistungsbilanz: &Uuml;berschuss reduzieren, Deutschland st&auml;rken. In: KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 178 v. 08.08.2017, <a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/PDF\/Download-Center\/Konzernthemen\/Research\/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft\/Fokus-2017\/Fokus-Nr.-178-August-2017-Leistungsbilanz%C3%BCberschuss.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.kfw.de\/PDF\/Download-Center\/Konzernthemen\/Research\/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft\/Fokus-2017\/Fokus-Nr.-178-August-2017-Leistungsbilanz%C3%BCberschuss.pdf<\/a><\/p>\n<p>Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung (2017): Jugendarbeitslosigkeit in Europa. <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/hintergrund-aktuell\/225124\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.bpb.de\/politik\/hintergrund-aktuell\/225124\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa<\/a>.<\/p>\n<p>Busch, Klaus; Axel Troost; Gesine Schwan; Frank Bsirske; Joachim Bischoff; Mechthild Schrooten; Harald Wolf (2016a): Europa geht auch solidarisch! Streitschrift f&uuml;r eine andere Europ&auml;ische Union. Hamburg: VSA-Verlag.<\/p>\n<p>Busch, Klaus; Axel Troost; Gesine Schwan; Frank Bsirske; Joachim Bischoff; Mechthild Schrooten; Harald Wolf (2016b): Antwort auf Martin H&ouml;pners und Heiner Flassbecks Artikel &sbquo;Nutzlose Wechselkursanpassungen?&lsquo;, Makroskop v. 07.12.2016,, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/antwort-auf-martin-hoepners-und-heiner-flassbecks-artikel-nutzlose-wechselkursanpassungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/antwort-auf-martin-hoepners-und-heiner-flassbecks-artikel-nutzlose-wechselkursanpassungen\/<\/a>.<\/p>\n<p>Deutsche Bundesbank(6.10.2017): Deutsches Auslandsverm&ouml;gen legt deutlich zu&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Themen\/2017\/2017_10_06_auslandsvermoegen.html?searchArchive=0&amp;searchIssued=0&amp;sub-mit=Suchen&amp;templateQueryString=auslandsverm%C3%B6gen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Themen\/2017\/2017_10_06_auslandsvermoegen.html?sub-mit=Suchen&amp;searchIssued=0&amp;templateQueryString=auslandsverm%C3%B6gen&amp;searchArchive=0<\/a>.<\/p>\n<p>Dullien, Sebastian; Ulrich Fritsche (2007): Anhaltende Divergenz bei Inflations- und Lohnentwicklung in der Eurozone: Gefahr f&uuml;r die W&auml;hrungsunion? In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 76, 4, S. 56-76.<\/p>\n<p>Europ&auml;ische Union: Jugendarbeitslosenquoten in den Mitgliedsstaaten im August 2017. <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/74795\/umfrage\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/74795\/umfrage\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa\/<\/a>.<\/p>\n<p>Felbermayr, Gabriel (2010): Schadet Deutschlands Exportpolitik den Nachbarn? In: ifo Schnelldienst 63. Jahrgang Nr. 15\/2010, M&uuml;nchen: ifo Institut<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner (1988): Preise, Zins und Wechselkurs. Zur Theorie der offenen Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen. Wirtschaftswissenschaftliche und wirtschaftsrechtliche Untersuchungen 23. T&uuml;bingen: J.C.B. Mohr.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner; Friedrike Spiecker (2001): Lohnstruktur und Besch&auml;ftigung. Gutachten im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung. Berlin: Otto-Brenner-Stiftung<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner; Paul Davidson; James K. Galbraith; Richard Koo; Jayati Ghosh (2013): Handelt jetzt! Das globale Manifest zur Rettung der Wirtschaft. Frankfurt: Westend Verlag, <a href=\"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn%3Anbn%3Ade%3A101%3A1-201304251409\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:101:1-201304251409<\/a>.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner (2015a): Die Eurokrise und die Krise des &ouml;konomischen Urteilsverm&ouml;gens. In: Betrifft JUSTIZ Nr. 124 | Dezember 2015, M&uuml;hltal, S. 165.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner; Costas Lapavitsas (2015b): Nur Deutschland kann den Euro retten: Der letzte Akt beginnt. Frankfurt: Westend Verlag<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner (2016a): Der italienische Patient. Makroskop v. 29.07.2016 und 2.8.2016, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/der-italienische-patient-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/der-italienische-patient-1\/<\/a>.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner (2016b): Ist das Eurosystem &uuml;berwindbar? Eine Replik auf Busch u. a. Makroskop v. 15.12.2016, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/ist-das-eurosystem-ueberwindbar-eine-replik-auf-busch-u\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makroskop.eu\/2016\/12\/ist-das-eurosystem-ueberwindbar-eine-replik-auf-busch-u\/<\/a>.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner u.a. (2017a): Das Schuldenproblem und die europ&auml;ische Krise. Wiesbaden: Makroskop Mediengesellschaft.<\/p>\n<p>Flassbeck, Heiner u.a. (2017b): Markt und Staat neu denken. Wiesbaden: Makroskop Mediengesellschaft.<\/p>\n<p>FOCUS Online (2017): Finanzminister Sch&auml;uble soll Trump Wirtschafts-Nachhilfe geben. FOCUS Online v. 19.04.2017, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/handelsueberschuesse-finanzminister-schaeuble-soll-trump-wirtschafts-nachhilfe-geben_id_6984301.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/handelsueberschuesse-finanzminister-schaeuble-soll-trump-wirtschafts-nachhilfe-geben_id_6984301.html<\/a>.<\/p>\n<p>Fratzscher, Marcel (2017): Handels&uuml;bersch&uuml;sse: Warum die US-Kritik an Deutschland teilweise stimmt&ldquo;. Spiegel Online v. 31.01.2017, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-warum-die-us-kritik-an-deutschland-teilweise-stimmt-a-1132576.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/donald-trump-warum-die-us-kritik-an-deutschland-teilweise-stimmt-a-1132576.html<\/a>.<\/p>\n<p>Galbraith, James K.; Stuart Holland; Yanis Varoufakis (2013): Bescheidener Vorschlag zur L&ouml;sung der Eurokrise. M&uuml;nchen: Kunstmann.<\/p>\n<p>Halevi, Joseph; Nicholas J. Theocarakis; Yanis Varoufakis (2011): Modern Political Economics: Making sense of the post-2008 world. Routledge: Taylor &amp; Francis Ltd.<\/p>\n<p>Hein, Eckhard (2016): S&auml;kulare Stagnation oder Stagnationspolitik? In: Berliner Debatte Initial 27 (2\/2016).<\/p>\n<p>Herrmann, Ulrike (2016): Verluste der deutschen Banken: Auf der Spur des verlorenen Geldes, taz v. 30.10.2016, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/%215348343\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.taz.de\/!5348343\/<\/a>.<\/p>\n<p>H&ouml;pner, Martin (2013): Ein W&auml;hrungsraum und viele Lohnregime. In: dms &ndash; der moderne staat &ndash; Zeitschrift f&uuml;r Public Policy, Recht und Management, 6. Jg., Heft 2\/2013, S. 289-309<\/p>\n<p>H&ouml;pner, Martin; Alexander Spielau (2015): Diskretion&auml;re Wechselkursregime: Erfahrungen aus dem Europ&auml;ischen W&auml;hrungssystem, 1979&ndash;1998. MPIfG Discussion Paper 15\/11, Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung, K&ouml;ln<\/p>\n<p>H&ouml;pner, Martin; Heiner Flassbeck (2016): Nutzlose Wechselkurskorrekturen? Makroskop v. 22.11.2016, <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/nutzlose-wechselkurskorrekturen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/nutzlose-wechselkurskorrekturen\/<\/a>.<\/p>\n<p>H&ouml;pner, Martin (2017): Reformbaustelle W&auml;hrungsunion: Voran in ein EWS II? In: Flassbeck, Heiner u.a., Markt und Staat neu denken. Wiesbaden: Makroskop Mediengesellschaft.<\/p>\n<p>Keynes, J. M. (1980), Closing Speech, Bretton Woods Conferences, July 22, 1944. In: D. E. Moggridge (Hg.), Collected Writings of John Maynard Keynes, Vol. XXVI, Activities 1941 &ndash; 1946; Shaping the Post &#8211; War World, Bretton Woods and Reparations, London. Zitiert nach Varoufakis 2016 Kindle-Positionen 5530-5532.<\/p>\n<p>K&uuml;hnlenz, Andr&eacute; (2017): Eurozone: Eine Konjunktur-Entt&auml;uschung bahnt sich an. In: Makronom-Blog v. 11.10.2017, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/eurozone-eine-konjunktur-enttaeuschung-bahnt-sich-an-23421\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makronom.de\/eurozone-eine-konjunktur-enttaeuschung-bahnt-sich-an-23421<\/a>.<\/p>\n<p>Land, Rainer (2015): 25 Jahre Deutsche Einheit &ndash; Ist das Wirtschafts- und Sozialmodell der vereinigten Bundesrepublik zukunftsf&auml;hig? In: Wirtschaftsdienst. Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftspolitik. Heft 6, Juni 2015, <a href=\"http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Rainer-Land-25-Jahre-Deuitsche-Einheit-korrigiert.-rla-3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Rainer-Land-25-Jahre-Deuitsche-Einheit-korrigiert.-rla-3.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>Land, Rainer (2017a): Der Irrtum der Postwachstumsdebatte (Teil 1, 2 und 3). In: Makroskop v. 04.04.2017, 25.4.2017 und 28.04.2017, <a href=\"http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2017-04-28-der-irrtum-der-postwachstumsdebatte-1-2-3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2017-04-28-der-irrtum-der-postwachstumsdebatte-1-2-3.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>Land, Rainer (2017b): Kapitalismus reloaded. Regime wirtschaftlicher Entwicklung im &Uuml;bergang vom 20. zum 21. Jahrhundert. Skript zu einem Vortrag am 22.4.2017 im Max-Lingner-Haus Berlin, <a href=\"http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2017-03-12-Land_Kapitalismus-reloaded-mit-Bild.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2017-03-12-Land_Kapitalismus-reloaded-mit-Bild.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>Land, Rainer (2017c): Ist &Ouml;kokapitalismus m&ouml;glich? In: Flassbeck, Heiner u.&nbsp;a. Markt und Staat neu denken. Wiesbaden: Makroskop Mediengesellschaft.<\/p>\n<p>Messner, Dirk (2016): Passt das &Ouml;kologische zum Sozialen. &Uuml;berlegungen in turbulenten Zeiten. Festvortrag f&uuml;r Erhard Eppler, Stuttgart 09.12.2016, <a href=\"http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Messner-Festvortrag-f%C3%BCr-Erhard-Eppler.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.rla-texte.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/Messner-Festvortrag-f%C3%BCr-Erhard-Eppler.pdf<\/a>.<\/p>\n<p>Mitchell, William (2017): Dystopie Eurozone: Gruppendenken und Leugnung im gro&szlig;en Stil. Berlin: Lola Books.<\/p>\n<p>Mosler, Warren (2017): Die sieben unschuldigen, aber t&ouml;dlichen Betr&uuml;gereien der Wirtschaftspolitik. Berlin: Lola Books.<\/p>\n<p>Priewe, Jan (2011): Die Weltwirtschaft im Ungleichgewicht: Ursachen, Gefahren, Korrekturen. Wiso-Diskurs Expertisen und Dokumentationen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Bonn: Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung.<\/p>\n<p>Priewe, Jan (2017a): Ist die Eurozone vielleicht doch ein &sbquo;optimaler W&auml;hrungsraum&lsquo;?&ldquo;. Makronom(blog) v. 30.01.2017, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/ist-die-eurozone-vielleicht-doch-ein-optimaler-waehrungsraum-19143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makronom.de\/ist-die-eurozone-vielleicht-doch-ein-optimaler-waehrungsraum-19143<\/a>.<\/p>\n<p>Priewe, Jan (2017b): Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse: Wie das ifo-Institut den neuen deutschen Merkantilismus legitimiert&ldquo;. Makronom (blog) v. 09.08.2017, <a href=\"https:\/\/makronom.de\/leistungsbilanzueberschuesse-wie-das-ifo-institut-den-neuen-deutschen-merkantilismus-legitimiert-22424.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/makronom.de\/leistungsbilanzueberschuesse-wie-das-ifo-institut-den-neuen-deutschen-merkantilismus-legitimiert-22424.<\/a><\/p>\n<p>Scharpf, Fritz W. (2017): Rettet Europa vor dem Euro! In: Berliner Republik v. 14.06.2017, <a href=\"http:\/\/www.brepublik.de\/aktuelleausgabe\/retteteuropavordemeuro\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.brepublik.de\/aktuelleausgabe\/retteteuropavordemeuro<\/a><\/p>\n<p>Scharpf, Fritz W. (ohne Datum): Zur&uuml;ck zu nationalen W&auml;hrungen, Cicero Online. <a href=\"http:\/\/cicero.de\/wirtschaft\/zurueck-zu-nationalen-waehrungen\/47548\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/cicero.de\/wirtschaft\/zurueck-zu-nationalen-waehrungen\/47548<\/a><\/p>\n<p>Schulmeister, Stephan (2012): Mitten in der gro&szlig;en Krise: ein &bdquo;New Deal&ldquo; f&uuml;r Europa. Wiener Vorlesungen im Rathaus, Edition Gesellschaftskritik 7. Wien: Picus Verlag.<\/p>\n<p>Varoufakis, Yanis (2012): Der globale Minotaurus. Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft. Aus dem Engl. von Ursel Sch&auml;fer., M&uuml;nchen: Verlag Antje Kunstmann (Kindle-Version).<\/p>\n<p>Varoufakis, Yanis (2016): Das Euro-Paradox: wie eine andere Geldpolitik Europa wieder zusammenf&uuml;hren kann. &Uuml;bersetzt von Ursel Sch&auml;fer. M&uuml;nchen: Verlag Antje Kunstmann (Kindle-Version).<\/p>\n<p>Varoufakis, Yanis (2017): Die ganze Geschichte: meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment. M&uuml;nchen: Verlag Antje Kunstmann (Kindle-Version).<\/p>\n<p>Zeit Online (2017): Zukunft der EU: Emmanuel Macron fordert Neugr&uuml;ndung der EU&ldquo;. Die Zeit v. 26. September 2017, Abschn. Politik. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-09\/zukunft-eu-emmanuel-macron-rede\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-09\/zukunft-eu-emmanuel-macron-rede<\/a>.<\/p>\n<p><b>Datenquellen:<\/b><\/p>\n<p>Statista 2017: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.statista.com\/<\/a><\/p>\n<p>Daten und Grafiken:<\/p>\n<p>Abb. 1: Europ&auml;ische Union: Handelsbilanzsalden der Mitgliedsstaaten im Jahr 2016 (in Milliarden Euro), <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/252105\/umfrage\/handelsbilanz-der-eu-laender\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/252105\/umfrage\/handelsbilanz-der-eu-laender\/<\/a> (Zugriff: 31.10.2017).<\/p>\n<p>Abb. 2: Daten: Eurostat: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/de\/data\/database\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/de\/data\/database<\/a> (Zugriff: 31.10.2017); eigene Grafiken.<\/p>\n<p>Abb. 3: Europ&auml;ische Union &amp; Euro-Zone: Handelsbilanzsaldo von 2006 bis 2016 (in Milliarden Euro), <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/15640\/umfrage\/handelsbilanz-der-eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/15640\/umfrage\/handelsbilanz-der-eu\/<\/a> (Zugriff: 31.10.2017). <\/p>\n<p><b>Anmerkungen:<\/b><\/p>\n<p>1 Unsch&auml;dlich ist, wenn Kredite, Direktinvestitionen und Transfers keine grunds&auml;tzliche Abh&auml;ngigkeit des Empf&auml;ngers von den Gebern schaffen, die so eingeleitete wirtschaftliche Entwicklung langfristig wieder zu ausgeglichenen Bilanzen f&uuml;hrt und die Finanzierungskonditionen resistent gegen Finanzkrisen und spekulative Attacken der Finanzm&auml;rkte gestaltet sind. Nachholende Entwicklung rechtfertigt mittelfristig anhaltende &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite. Aber nicht selten haben derartige Entwicklungen zu finanziellen Katastrophen gef&uuml;hrt &ndash; endogene Pfade nachholender Entwicklung scheinen erfolgreicher. Man bedenke, dass der gegenw&auml;rtig erfolgreichste Fall nachholender Entwicklung &ndash; China &ndash; zwar mit immensen Direktinvestitionen von Unternehmen aus den USA und anderen entwickelten Industriel&auml;ndern verbunden war, aber die Zufl&uuml;sse der Direktinvestitionen seit Mitte der 1980er Jahre niemals zu einem Handelsbilanzdefizit Chinas gef&uuml;hrt haben. Das chinesische Modell nachholender Entwicklung beruht darauf, die Direktinvestitionen aus den USA und anderen f&uuml;hrenden Industriel&auml;ndern durch Exporte in diese L&auml;nder zu finanzieren, mehr noch: <i>Export&uuml;bersch&uuml;sse <\/i>zu erzielen und gewaltige Finanzreserven in internationalen Devisen und Wertpapieren anzulegen. China ist Empf&auml;nger von Direktinvestitionen, hat aber einen Export&uuml;berschuss. Die USA haben einen Import&uuml;berschuss, sind aber Geber von Direktinvestitionen; ein Land, das Technologie exportiert und Massenprodukte importiert. Deutschland ist Geber von Direktinvestitionen und hat zugleich einen Export&uuml;berschuss. Dies sind drei ganz verschiedene Konstellationen. Die chinesische Strategie, Direktinvestitionen zu empfangen, diese aber nicht durch Verschuldung, sondern durch Export&uuml;bersch&uuml;sse aus einer Gl&auml;ubigerposition heraus zu finanzieren, war und ist sehr erfolgreich. Sie setzt umgekehrt das Interesse von global aufgestellten US-Unternehmen (und anderen westlichen Unternehmen) voraus, China als Produktionsstandort mit vergleichsweise geringen L&ouml;hnen auszunutzen, um dort Waren herzustellen, die f&uuml;r entwickelte L&auml;ndern mit hohen Einkommen vorgesehen sind und dorthin <i>exportiert <\/i>werden sollen, also vor allem in den USA, und die dort durch <i>Defizite<\/i>, Verschuldung von privaten und &ouml;ffentlichen Haushalten, finanziert werden m&uuml;ssen. Die westlichen Unternehmen konnten so (Lohn-)Kosten senken, ihre internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessern und h&ouml;here Gewinne erreichen. Dabei konnte China Konditionen durchsetzen, die den Zugang zu moderner westlicher Technologie erm&ouml;glichten, ohne die Kontrolle &uuml;ber die in China agierenden westlichen Unternehmen zu verlieren (Regeln f&uuml;r Sonderwirtschaftszonen und Joint-Venture). China wurde nie abh&auml;ngig von globalen Finanzm&auml;rkten. Sp&auml;testens seit der Finanzkrise versucht China, dieses Modell exportorientierter nachholender Industrieentwicklung auf eine mehr binnenorientierte Entwicklung umzustellen und schrittweise aus der &Uuml;berschussposition heraus zu kommen, vor allem durch steigende L&ouml;hne und den Umbau der Produktpalette (z.B. erneuerbare Energie, Autos, Konsumg&uuml;ter f&uuml;r den Binnenmarkt). Man wird sehen, welche Probleme dabei auftreten und ob es gelingt. Die Kombination von Direktinvestitionen mit Handelsbilanz<i>defiziten <\/i>(mit Verschuldung also), typisch f&uuml;r einige andere Entwicklungsl&auml;nder, scheint dagegen selten erfolgreich.<\/p>\n<p>2 Vgl.: Flassbeck u.a. 2013, 2015b, 2017a, 2017b, Flassbeck 2015a, 2016b; Priewe 2017a und 2017b, Borger 2017, Fratzscher 2017, anders argumentieren z.B. Felbermayr 2010 und Sch&auml;uble lt. Focus Online v. 19.04.2017.<\/p>\n<p>3 Die Idee, irgendwann in der Zukunft die akkumulierten Finanzmittel einzusetzen, um G&uuml;ter zu kaufen, scheitert in der Regel, weil sie nur umsetzbar w&auml;re, wenn das &Uuml;berschussland zum Defizitland w&uuml;rde, sich also strukturell auf eine importorientierte Industrie- und Konsumstruktur und auf eine Kultur des Entsparens umstellte.<\/p>\n<p>4 Auch eine steigende Sparquote ohne steigende Binneninvestitionen k&ouml;nnte zu Export&uuml;bersch&uuml;ssen f&uuml;hren. In Deutschland aber spielt dies nur eine untergeordnete Rolle, die Sparquote der Haushalte ist bis 1999 gesunken, seither schwankt sie zwischen 9,5 und 10,5 Prozent, erkl&auml;rt also die zur&uuml;ckbleibende Inlandsnachfrage nicht hinreichend.<\/p>\n<p>5 Steigende L&ouml;hne f&uuml;hren im Inland zu einer steigenden Binnennachfrage, daher zu Produktionswachstum und mehr Besch&auml;ftigung.<\/p>\n<p>6 So argumentiert Warren Mosler (2017): &bdquo;Importe sind reale Nutzen, Exporte sind reale Kosten. [&hellip;] Ein Handelsbilanzdefizit erh&ouml;ht in Wirklichkeit unseren realen Lebensstandard. [&hellip;] je h&ouml;her das Handelsbilanzdefizit, desto besser.&ldquo; (S. 72) Dies gilt aber nur f&uuml;r die USA und nur unter zwei Voraussetzungen. Erstens d&uuml;rften die Importe nicht zu einer Reduzierung der eigenen Produktion, zu Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbu&szlig;en f&uuml;hren. Nur wenn die US-Regierung durch entsprechende hohe Budgetdefizite daf&uuml;r sorgen w&uuml;rde, dass die Wirtschaft voll ausgelastet ist und Vollbesch&auml;ftigung gegeben w&auml;re, w&uuml;rden durch Defizit finanzierte Importe einen zus&auml;tzlichen realen Nutzen bringen. Das ist aber nicht der Fall. Tats&auml;chlich haben insbesondere die Republikaner hohe Budgetdefizite verhindert, weshalb der Import&uuml;berschuss faktische Arbeitsplatzverluste zur Folge hat. Und zweitens m&uuml;ssten die &Uuml;berschussl&auml;nder die W&auml;hrung des Defizitlandes bzw. Schuldscheine des Staates und der Banken des Defizitlandes unbeschr&auml;nkt akzeptieren, wie dies nur beim Dollar der Fall ist, vielleicht aber nicht in alle Zukunft. Mit anderen Worten: Sie d&uuml;rfen nicht merken, dass sie durch den Export einen realen Schaden haben, und nicht f&uuml;rchten, der Dollar k&ouml;nnte erheblich an Wert verlieren. Da beides nicht der Fall ist, schadet das Handelsbilanzdefizit nicht nur den &Uuml;berschussl&auml;ndern, sondern auch den USA, zumindest den Arbeitnehmern, der Mittelschicht und den normalen Haushalten. Nur die Banken und Finanzmarktakteure verdienen an der Finanzierung des Defizits.<\/p>\n<p>7 Matrix Revolutions, Lana &amp; Lilly Wachowski (Regie), USA 2003, <a href=\"https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Matrix_Revolutions\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Matrix_Revolutions<\/a><\/p>\n","protected":false},"featured_media":15037,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1787],"publikationen":[1438],"class_list":["post-12072","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-rainer-land","publikationen-220-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>\u00dcbersch\u00fcsse und Defizite in den Handelsbilanzen zerst\u00f6ren die Eurozone und gef\u00e4hrden die Europ\u00e4ische Union - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/220-vorgaenge\/publikation\/ueberschuesse\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u00dcbersch\u00fcsse und Defizite in den Handelsbilanzen zerst\u00f6ren die Eurozone und gef\u00e4hrden die Europ\u00e4ische Union - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"vorg&auml;nge Nr. 220 (Heft 4\/2017), S. 51 &#8211; 68 Die &Uuml;bersch&uuml;sse in der Handelsbilanz der deutschen &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; stehen international immer wieder in der Kritik. 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