{"id":12129,"date":"1997-06-30T08:30:00","date_gmt":"1997-06-30T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/"},"modified":"1997-06-30T12:00:00","modified_gmt":"1997-06-30T10:00:00","slug":"der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/","title":{"rendered":"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens"},"content":{"rendered":"<p>Aus: vorg\u00e4nge Nr. 138 (Heft 2\/1997), S. 84-89<\/p>\n<p>Kaum eine Aufforderung hat der Mensch so gr\u00fcndlich und so verh\u00e4ngnisvoll befolgt wie diese alttestamentarische, von Priestern oder Schriftgelehrten eines eben erst se\u00dfhaft gewordenen Nomadenvolkes aufgeschriebene und Gott dem Sch\u00f6pfer in den Mund gelegte: &#8222;Machet Euch die Erde untertan&#8220;. Nicht nur die israelitischen Priester legitimierten diesen totalen Herrschaftsanspruch mit der Tatsache, da\u00df der Mensch denken konnte, Verstand, ja offenbar Vernunft besa\u00df, also Bewu\u00dftsein, die h\u00f6chste Stufe des Seins, wie sp\u00e4ter die Philosophen annehmen sollten. Die Selbsteinsch\u00e4tzung als h\u00f6chstentwickeltes Wesen d\u00fcrfte sich fr\u00fch, schon mit Beginn des erwachenden Bewu\u00dftseins, entwickelt haben. Sie enth\u00e4lt bereits das erste anthropozentrische Werturteil: Die Natur kennt nur Unterschiede in der Komplexit\u00e4t. Der Mensch ist das komplexeste Lebewesen. Die unter dem Druck der evolutiven Selektionsbedingungen stetig zunehmende Komplexit\u00e4t beispielsweise seines Gehirns schlug irgendwann bei einem der Vormenschen endg\u00fcltig von Quantit\u00e4t (Zahl der Neuronen und Synapsen, der Nervenverbindungen) in Qualit\u00e4t um: Bewu\u00dftsein (wobei nach Konrad Lorenz eine &#8222;Fulguration&#8220; angenommen werden mu\u00df: wenn zwei Eigenschaften aufeinandertreffen, erzeugen sie eine dritte, die ihnen nicht angelegt, jedenfalls nicht zu vermuten war).<\/p>\n<p>Die am komplexesten organisierte Art aber ernannte sich zur qualitativen besten, zur &#8222;Krone der Sch\u00f6pfung&#8220;, gar zum Ziel und Zweck der Evolution: Nichts trug mehr dazu bei, das Wesen und die Wirkungsweise der Evolution st\u00e4rker zu verkennen und gr\u00fcndlicher mi\u00dfzuverstehen, denn die Natur und ihre Evolution wirken eben nicht teleologisch, auf einen Endzweck hin, homo sapiens genannt. Um es anthropozentrisch, aber diesmal korrekt zu formulieren: Ihr sind alle Arten gleich wichtig und gleich wertvoll. Vor allem aber sind alle Arten Teil des vom menschlichen Hirn kaum zu begreifenden komplexen Netzes der Natur. Angenommen, der Ozonschild in der Stratosph\u00e4re w\u00fcrde weiter durch menschliches Einwirken so stark abgebaut, da\u00df die ultraviolette Strahlung die Augen der Insekten ver\u00e4tzte und viele der Arten dar\u00fcber hinaus dadurch unfruchtbar machte: Alle insektenfressenden Vogelarten gingen in k\u00fcrzester Zeit ebenfalls ein. Da aber Insekten wieder Bakterien entweder vertilgen oder ihnen Lebensbedingungen verschaffen, tragen sie entscheidend zum Wachstum der Pflanzen, ja zur Existenz vieler Pflanzenarten bei (die im \u00fcbrigen durch ultraviolette Strahlung direkt betroffen werden k\u00f6nnen, etwa indem sich ihr Wachstum verlangsamt, was tats\u00e4chlich geschieht). Ein riesiger Teil des Netzes der Natur w\u00fcrde wie mit gerissenen Laufmaschen zerst\u00f6rt, die Existenz letztlich des Menschen mit unabsehbaren Folgen betroffen.<\/p>\n<p>An klassischen Caesarenwahn schlie\u00dflich erinnert die Selbstqualifikation des Menschen als &#8222;Ebenbild Gottes&#8220;. Dabei hat sich mannigfache Ern\u00fcchterung eingestellt. Evolutionstheoretiker und -biologen sowie Hirnphysiologen staunen zwar \u00fcber die ungeheure Komplexit\u00e4t des menschlichen Gehirns aber sie erkennen auch seine Defizite: Die Nervenverbindungen zwischen Stamm- und Kleinhirn, dem Limbischen System und dem Neocortex, dem Sitz des Denkverm\u00f6gens und offenbar auch des Bewu\u00dftseins, sind zu schwach, so da\u00df, mit anderen Worten, das Denken und auch das Handeln keineswegs immer von Rationalit\u00e4t und Vernunft gesteuert werden. Die archaischen, unbewu\u00dft bleibenden, auch in der Emotion nicht immer sichtbar werdenden Antriebsimpulse, die wir mit dem Tier gemeinsam haben &#8211; das Hirn eines Krokodils entspricht in der Struktur etwa dem menschlichen Stammhirn &#8211; brechen sich zu h\u00e4ufig Bahn, vom Denken oft im nachhinein als vern\u00fcnftig legitimiert (was wiederum dazu f\u00fchrt, da\u00df der Begriff der Vernunft kaum objektiviert und definierbar wird, sondern bestenfalls ein &#8222;historischer&#8220; Begriff bleibt). Das hirnphysiologe Defizit birgt nicht nur eine n\u00fcchterne biologisch-medizinische Erkenntnis, sondern auch einen zutiefst theologischen und philosophischen Gedanken: Die Evolution des Menschen ist l\u00e4ngst noch nicht abgeschlossen, der &#8222;sechste Tag&#8220; der biblischen Sch\u00f6pfungsgeschichte h\u00e4lt unvermindert an. Allerdings, betonen die Evolutionstheoretiker, versucht sich nicht mehr Gott am Menschen, sondern der Mensch bestimmt selbst die Bedingungen &#8211; und wahrscheinlich auch das Tempo &#8211; seiner eigenen Evolution; er hat sich aus der Evolution der Natur ausgeklinkt, seine Evolution wird weitgehend von der seiner Zivilisation, also von der kulturellen Evolution, bestimmt. Das Ergebnis ist nicht absehbar. Dabei ist wiederum an vielfache Skepsis zu erinnern, was die Selbsteinsch\u00e4tzung des Menschen betrifft: Die prinzipielle, nie mehr aus der Welt zu schaffende F\u00e4higkeit, den Planeten &#8222;mit einem Schlag&#8220; durch Atomwaffen zu zerst\u00f6ren oder durch Fortsetzung einer lebensgef\u00e4hrdenden Wirtschaftsweise allm\u00e4hlich in ein menschenfeindliches Raumschiff zu verwandeln, tragen neben der schier grenzenlosen Aggressivit\u00e4t des homo sapiens und der von ihm geschaffenen Soziet\u00e4ten nicht eben dazu bei, die Evolution des Menschen durch den Menschen euphorisch als Weg zu einer Ebenbildlichkeit Gottes &#8211; als Metapher f\u00fcr Vollendung verstanden &#8211; zu bewerten.<\/p>\n<p>Dabei ist ein Ph\u00e4nomen zu beobachten: Solange der Mensch sich die Welt und die Natur mit Kosmogonien erkl\u00e4ren mu\u00dfte, konnte er sich einen gewissen Respekt vor ihnen bewahren. Naturzerst\u00f6rungen, einschlie\u00dflich der Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten, geschahen aus Unkenntnis der biologischen, chemischen, meteorologischen oder physikalischen Zusammenh\u00e4nge. Und der Umgang mit dem Tier mag zwar ebenfalls brutal gewesen sein, aber er entpers\u00f6nlichte es nicht zu einer blo\u00dfen abstrakten Ressource, wie sie beispielsweise in dem Terminus &#8222;Fleischproduktion&#8220; zum Ausdruck kommt. Je st\u00e4rker andererseits die Wissenschaft die Geheimnisse des Lebens und der Natur entschleiert, dabei aber deren mirakul\u00f6se, synergetische, schier grenzenlose Komplexheit im Makro- wie im Mikrokosmos wenn nicht begreifbar, so doch ahnbar werden l\u00e4\u00dft, desto geringer werden gleichzeitig ihre Faszination f\u00fcr den Menschen. Das Wissen \u00fcber die Wunder der Welt scheint sich atomisiert als Expertenwissen aufzuteilen, es ist nicht Gegenstand einer breiteren Kommunikation etwa unter Intellektuellen oder Bildungseliten, die es gar nicht mehr gibt. Die Vermittlung naturwissenschaftlicher Kenntnisse geschieht heute ja auch nicht unter dem Aspekt, Ehrfurcht vor dem Leben oder der Natur insgesamt zu wecken, sondern um sie in Techniken und Verfahren umzusetzen, die Natur zum Zwecke \u00f6konomischer Ausbeutung und einer gesteigerten, gleichzeitig effizienteren Produktion in eine Ressource zu verwandeln (Fleischproduktion, Gentechnik). Daher tritt das fatale Paradox auf, da\u00df der Kenntnisstand des modernen Menschen \u00fcber die Wunderhaftigkeit der Welt einschlie\u00dflich des Lebens nicht nennenswert h\u00f6her ist als in fr\u00fcheren Zeiten, da\u00df aber das Wissen darum, diese Wunderhaftigkeit lasse sich von Experten erkl\u00e4ren und zum gro\u00dfen Teil durch Zahlen, Daten, Fakten ausdr\u00fccken, den Schleier des Geheimnisvollen zerst\u00f6rt, der den Menschen fr\u00fcher zu einer etwas dem\u00fctigeren und bescheideneren Selbsteinsch\u00e4tzung veranla\u00dfte. Analytisches, zergliederndes Denken ist gefragt, nicht synthetisches, auch wenn ein Gro\u00dfteil der heutigen Philosophie in \u00dcbereinstimmung mit der dem Umweltschutz verpflichteten Naturwissenschaft synthetisches Denken fordert. Platon und Goethe, l\u00e4ngst megaout, lassen gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Zwei Umst\u00e4nde haben die Jahrtausende w\u00e4hrende Lebenspartnerschaft zwischen Tier und Mensch in den heutigen Industriel\u00e4ndern zerst\u00f6rt und das Tier zu einem Rohstoff degradiert: Die Verst\u00e4dterung &#8211; der Begriff Urbanisierung ist wegen seines kulturellen und damit humanit\u00e4ren Assoziationsgehalts fehl am Platze &#8211; sowie die Technifizierung und Spezialisierung der Landwirtschaft. Die Distanz zur Natur und ihren Gesch\u00f6pfen ist gewachsen, die Sph\u00e4re der Kultur und der Zivilisation sind dem modernen Menschen &#8222;zur zweiten Natur&#8220; geworden, w\u00e4hrend die erste, die Bio-Sph\u00e4re, zum Ressourcenlieferanten gemacht wurde, der Luft und Wasser ebenso preiswert bereitzustellen hat wie Tiere. Nicht einmal Krankheit, Altern und Tod werden, wie Umfragen ergeben haben, in den St\u00e4dten mit der Bio-Sph\u00e4re in Verbindung gebracht, sondern werden als noch nicht gel\u00f6ste Probleme, als Defizite der Kultur-Sph\u00e4re angesehen. Da ist nur folgerichtig, da\u00df der Umweltschutzgedanke nur dann eine relative Wirkung entfalten kann, wenn die Zerst\u00f6rung der Umwelt als Bedrohung einzelner Funktionen und Sektoren jener &#8222;zweiten Natur&#8220; vermittelt wird. Alle anderen Begr\u00fcndungen, ethische Argumente eingeschlossen, zeitigen nur geringe Konsequenzen. Nicht zu vermitteln ist aber bereits die realit\u00e4tsangemessene Totalit\u00e4t dieser Bedrohung, die sich in dem plastischen Bild ausdr\u00fccken l\u00e4\u00dft, da\u00df sie sich die beiden Sph\u00e4ren auf Kollisionskurs befinden und es dabei keinen Zweifel geben kann, welche diesen Crash \u00fcberleben wird.<\/p>\n<p>Technifizierung und Spezialisierung der Landwirtschaft erm\u00f6glichen eine vollst\u00e4ndige Abstrahierung vom Tier als lebendigem Wesen, als Mitgesch\u00f6pf. In der KostenNutzen-Rechnung taucht es nur als Rohstoff auf, mit dem ein bestimmter Nutzen zu erzielen ist, \u00fcbrigens nicht nur als Nahrungsmittel (nachdem es seine Funktionen &#8211; Nutzen &#8211; als Arbeitskraft, W\u00e4chter oder Fortbewegungsmittel l\u00e4ngst verloren hat): &#8222;Stoffe&#8220; eines Rindes etwa finden sich in rund 200 chemischen Produkten. In den sogenannten Weltreligionen des Christentums und des Islams findet sich kaum ein Wort, das sich des Tieres als eines Mitgesch\u00f6pfes ann\u00e4hme. Ein tierliebender Geistlicher wie Franziskus von Assisi hat in dieser Hinsicht keine Tradition begr\u00fcnden k\u00f6nnen, seine kirchengeschichtliche Wirkung beruht auf seinem Ideal der Askese und der Armut als reformatorische Faktoren. Auch der Philosoph Artur Schopenhauer wird gemeinhin nicht als leidenschaftlicher Anwalt f\u00fcr das Tier antizipiert. Eine seiner Thesen &#8211; die durchaus nicht sonderlich originell ist, sondern &#8222;franziskanisch&#8220; anmutet &#8211; da\u00df das Empfinden von Schmerz das Tier mit dem Menschen verbinde, k\u00f6nnte und m\u00fc\u00dfte auch heute Grundlage f\u00fcr die Beziehung des Menschen zum Tier sein. Sie schl\u00f6sse Massentierhaltung aus, lie\u00dfe das Gesp\u00fcr f\u00fcr das Barbarische, Inhumane, Entw\u00fcrdigende, Skandal\u00f6se dieser Art von &#8222;Fleischproduktion&#8220; sensibler werden. Eugen Drewermann sieht auf der Linie mit Schopenhauer, im Umgang mit dem Tier auch einen, wom\u00f6glich den wichtigsten Gradmesser f\u00fcr die Art, wie der Mensch mit seinesgleichen umgeht. Achtung vor dem Leben ist ebensowenig teilbar wie seine Mi\u00dfachtung.<\/p>\n<p>Dieser Gleichsetzung ist, ph\u00e4nomenologisch betrachtet, kaum zu widersprechen. Wer beispielsweise eine Legebatterie von innen gesehen hat, wird ob der hier praktizierten, ganz konkreten Brutalit\u00e4t entsetzt sein. Als hessischer Sozialminister hatte sich der jetzige SPD-Fraktionschef Armin Claus eine Novellierung des Tierschutzgesetzes auf die Fahnen geschrieben, um unter anderem diese Barbarei abzustellen, an der Millionen von Verbrauchern tagt\u00e4glich kenntnis- und gedankenlos &#8211; und wohl auch mit bewu\u00dft zugedr\u00fcckten Augen &#8211; teilhaben. Auch wer die infernalische Rohheit erlebt hat, unter der Schweine in Massen-,,Produktion&#8220; gehalten werden, beginnt sich vor dem Artgenossen Mensch zu f\u00fcrchten, sofern ihm ein gewisses Ma\u00df an Sensibilit\u00e4t nicht fremd ist.<\/p>\n<p>Drewermanns Gleichsetzung, auch sie keineswegs originell, l\u00e4\u00dft einerseits Raum f\u00fcr Emotionalit\u00e4t, die unverzichtbar ist, f\u00fchrt aber andererseits von ihr weg, hin zu einer anthropologischen Aussage von ungeheuerem Gewicht. Die Brutalit\u00e4t des Artgenossen Mensch gegen\u00fcber dem Artgenossen Mensch wird ja nun t\u00e4glich erbracht, durch Beispiele aus dem kleinen Alltag bis hin zu den gro\u00dfen Beispielen eines V\u00f6lkerschlachtens. Diese Gleichsetzung macht die Hypothese einiger Anthropologen und Evolutionstheoretiker plausibler, da\u00df die T\u00f6tung des Artgenossen ein wesentliches Moment f\u00fcr die Herausbildung des Denkens, f\u00fcr die Intelligenz- und Bewu\u00dftseinsentwicklung gewesen sei. Ein Tier t\u00f6tet den Gruppengenossen nicht, wenn dieser die artgem\u00e4\u00dfe Demutsgeste zeigt. Es t\u00f6tet aber auch den gruppenfremden Artgenossen nicht, wenn dieser die Reviergrenzen respektiert. Diese instinktiven T\u00f6tungshemmungen fehlen dem Menschen. Es leuchtet somit ein, da\u00df der Vormensch und auch der homo sapiens und dann der homo sapiens sapiens sich selbst gegen\u00fcber die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung gewesen sind, also auf sich selbst als Art den st\u00e4rksten Selektionsdruck ausge\u00fcbt haben, dieser Gefahr zu begegnen: Durch Erfindung besserer Waffen und durch Planung der wirksameren Strategie, also List und Schl\u00e4ue. Auch wenn \u00fcber diese genetische Pr\u00e4disposition (nicht, wie es von den entsprechenden Sozialisationstheorien immer wieder mi\u00dfverstanden wird: Determination) letztlich die Sozialisation entscheidet, die individuelle wie die kollektiv-gesellschaftliche: Den Proze\u00df der Menschwerdung begleitete die Angst, zu einem erheblichen Ausma\u00df die Angst des Menschen vor Seinesgleichen.<\/p>\n<p>Einem Christen m\u00fc\u00dften die Haare zu Berge stehen: Der Mensch wurde zum &#8222;Ebenbild Gottes&#8220; auch und nicht zuletzt durch seine jederzeit aktivierbare Bereitschaft, den Artgenossen zu t\u00f6ten. Und gewisserma\u00dfen probehandelnd konnte er das T\u00f6ten immer am Tier \u00fcben. Ein Tier zu t\u00f6ten und das T\u00f6ten eines Menschen sind so verschieden nicht, und der zuckende, blutende Leib eines Tieres unterscheidet sich von dem eines Menschen ebenfalls nur wenig.<\/p>\n<p>Leo Tolstoi hat dies an sich selbst erfahren. Augenzeugen berichten, wie er bei der Jagd in Ekstase geriet und sich an den Qualen des verendenen Tieres weidete. Das Sterben eines lebendigen Organismus bereitete ihm Lust. Aber Tolstoi sp\u00fcrte diese Gefahr, die aus seinem Es kam und ihn zu entwurzeln drohte. Daher fanatisierte er buchst\u00e4blich sein \u00dcber-Ich. Und eines der Ergebnisse dieser Anstrengung, das offenkundig aggressive B\u00f6se in sich niederzuhalten, war die unsterbliche &#8222;Rede wider den Krieg&#8220; &#8211; ein Dokument, auf das sich alle Pazifisten berufen als Ausdruck gelebter Humanit\u00e4t, als Zeugnis f\u00fcr die genuine Friedfertigkeit des Menschen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wirken zwei Umst\u00e4nde makaber: Einmal der durchaus nicht nur sentimentale Gebrauch &#8211; letztlich Mi\u00dfbrauch &#8211; des Tieres als Seelenfreund, Tr\u00f6ster und quasi Liebesobjekt. Umfragen haben ergeben, da\u00df hunderttausende vorwiegend alter und\/oder alleinstehender Menschen sich ein Haustier halten, Hund oder Katze, Wellensittich oder Meerschweinchen, weil sie von ihren Artgenossen entt\u00e4uscht sind, von denen sie keinerlei Zuwendungen erfahren k\u00f6nnen, keine Anh\u00e4nglichkeit, keine Treue, keine N\u00e4he, keine Zuverl\u00e4ssigkeit. Das Tier als Menschenersatz, ohne den die Zahl der Selbstmorde drastisch anstiege! Das entt\u00e4uschte emotionale Bed\u00fcrfnis von Menschen, das sich sich dem Tier zuwendet, mi\u00dfachtet aber im allgemeinen eine artgerechte Haltung, biegt das Tier vielmehr mit Gewalt auf ein m\u00f6glichst menschen\u00e4hnliches Wesen zurecht. In den meisten F\u00e4llen mu\u00df von Tierqu\u00e4lerei gesprochen werden, wenn diese gleichwohl nicht mit der Barbarei der Massentierhaltung verglichen werden kann.<\/p>\n<p>Aber noch makabrer ist die intensive, ethisch durchaus hochstehende Diskussion angesichts der M\u00f6glichkeiten und Gefahren der Gentechnik. Zu Recht werden der auf dieser Technologie beruhenden medizinischen Forschung der &#8222;Mi\u00dfbrauch&#8220; etwa menschlicher F\u00f6ten untersagt, auch wenn diese nur wenige Tage alt sind und daher keinen Schmerz empf\u00e4nden. Doch wenn gleichzeitig diese Debatte den Verbrauch von vielen Millionen Tieren, die durchaus Schmerz f\u00fchlen, teilweise intensiver als ein Mensch, nicht einbezieht und problematisiert wird der reklamierte ethische Anspruch fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Diese anthropozentrierte Ethik-Debatte hat ja noch nicht einmal bewirkt, da\u00df das Tierschutzgesetz so novelliert wird, um die \u00fcbelsten Ausw\u00fcchse der Massentierhaltung und auch des Transportes von Tieren zu mildern. Von einer entsprechenden Initiative im Rahmen der Europ\u00e4ischen Union kann gleichfalls nicht ernsthaft die Rede sein.<\/p>\n<p>Da der Mensch keinen Herrn \u00fcber sich hat &#8211; genauer: Kein noch komplexeres Lebewesen, da ihn beherrschte so wie er das Tier &#8211; bleibt nur der Selbstappell der einzigen Art mit Denkverm\u00f6gen, Bewu\u00dftsein und potentieller Vernuftf\u00e4higkeit an seine Verantwortung f\u00fcr die Mitgesch\u00f6pfe. Auch Verantwortung ist nicht teilbar, etwa in hohe Verantwortung f\u00fcr die eigene Art und geringe Verantwortung f\u00fcr die Mitgesch\u00f6pfe. Diese Verantwortung k\u00f6nnte im \u00fcbrigen keine sentimentale F\u00fcrsorge f\u00fcr das Tier sein, sondern m\u00fc\u00dfte realistisch und n\u00fcchtern als Versuch gewertet werden, menschliche Barbarei und Brutalit\u00e4t zu \u00fcberwinden, einen Beitrag f\u00fcr die Menschwerdung zu leisten, die ja noch immer im Gange ist. Es geht darum, den Menschen vor sich selbst zu sch\u00fctzen, indem er sich des Tieres annimmt. So mu\u00df er es ja nicht wie Franz von Assisi oder ein Indianer als Geschwister ansehen und vor der T\u00f6tung um Verzeihung bitten.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfbeispiel: Der homo sapiens sapiens hat 98,4 Prozent der Gene mit dem Schimpansen gemeinsam. Der genetische Unterschied von 1,4 Prozent entscheidet mithin \u00fcber die Selbsteinsch\u00e4tzung als &#8222;Krone der Sch\u00f6pfung&#8220; bzw. &#8222;Ebenbild Gottes&#8220; oder die Einordnung als Tier. Um Arthur Koestler, den verzweifelten Zweifler am Menschen, zu widerlegen, der den Menschen aufgrund dieses 1,4-Prozent-Unterschiedes als &#8222;Irrl\u00e4ufer der Natur&#8220; bezeichnete, mu\u00df gefragt werden, was der Schimpanse nicht kann: Er kann zwar Artgenossen t\u00f6ten, aber nur, wenn sie Reviergrenzen \u00fcberschreiten und damit ein \u00fcbergeordnetes Prinzip der Evolution verletzten, n\u00e4mlich die Respektierung von Nahrungsressourcen. Er kann weder Artgenossen sonst noch ein Tier qu\u00e4len, er kann nicht aus Lust t\u00f6ten; er kann sich seine Nahrungsgrundlage nicht zerst\u00f6ren, er kann nicht andere Arten ausrotten. Den Schimpansen, den Affen, das Tier sch\u00fctzt die Natur durch instinktiven Zwang. Den Menschen hat sie mit 1,4 Prozent genetischen Unterschied in die Freiheit des Bewu\u00dftseins gesto\u00dfen. In dieser Freiheit wird er umkommen, wenn er diese Freiheit nicht durch eine umfassende Ethik der Verantwortung f\u00fcr die gesamte Sch\u00f6pfung ersetzt.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2365],"publikationen":[1045],"class_list":["post-12129","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-anton-andreas-guha","publikationen-vorg-138"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: vorg\u00e4nge Nr. 138 (Heft 2\/1997), S. 84-89 Kaum eine Aufforderung hat der Mensch so gr\u00fcndlich und so verh\u00e4ngnisvoll befolgt wie diese alttestamentarische, von Priestern oder Schriftgelehrten eines eben erst se\u00dfhaft gewordenen Nomadenvolkes aufgeschriebene und Gott dem Sch\u00f6pfer in den Mund gelegte: &#8222;Machet Euch die Erde untertan&#8220;. Nicht nur die israelitischen Priester legitimierten diesen totalen [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"1997-06-30T10:00:00+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/publikation\\\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/publikation\\\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\\\/\",\"name\":\"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1997-06-30T06:30:00+00:00\",\"dateModified\":\"1997-06-30T10:00:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/publikation\\\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/publikation\\\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/publikation\\\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 138: Sterben und Tod\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-138\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union","og_description":"Aus: vorg\u00e4nge Nr. 138 (Heft 2\/1997), S. 84-89 Kaum eine Aufforderung hat der Mensch so gr\u00fcndlich und so verh\u00e4ngnisvoll befolgt wie diese alttestamentarische, von Priestern oder Schriftgelehrten eines eben erst se\u00dfhaft gewordenen Nomadenvolkes aufgeschriebene und Gott dem Sch\u00f6pfer in den Mund gelegte: &#8222;Machet Euch die Erde untertan&#8220;. Nicht nur die israelitischen Priester legitimierten diesen totalen [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"1997-06-30T10:00:00+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"13\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/","name":"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1997-06-30T06:30:00+00:00","dateModified":"1997-06-30T10:00:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/publikation\/der-mensch-und-das-tier-oder-die-missachtung-des-lebens\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 138: Sterben und Tod","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-138\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Der Mensch und das Tier oder die Mi\u00dfachtung des Lebens"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/12129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=12129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=12129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=12129"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=12129"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=12129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}