{"id":12218,"date":"1989-07-01T19:30:00","date_gmt":"1989-07-01T17:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/die-revolution\/"},"modified":"1989-07-01T12:00:00","modified_gmt":"1989-07-01T10:00:00","slug":"die-revolution","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/100\/publikation\/die-revolution\/","title":{"rendered":"Die Revolution."},"content":{"rendered":"<p>Versuch einer psychologischen Deutung<\/p>\n<p>In: vorg\u00e4nge 100 (4\/1989) S. 73f<\/p>\n<p>Revolutionen pflegen die Zeitgenossen zu faszinieren und lassen die folgenden Generationen mit Stolz auf ihre Geschichte zur\u00fcckblicken. V\u00f6lker, die eine Revolution vorweisen k\u00f6nnen, w\u00e4hnen sich oftmals noch nach Jahrhunderten der Freiheit verpflichtet. Revolutionen sind G\u00fctesiegel f\u00fcr politisches Bewusstsein, das V\u00f6lker \u00fcber die Klassenschranken hinweg zu einen vermag. So hat das franz\u00f6sische und britische Nationalbewusstsein seine Wurzeln auch in den gelungenen Revolutionen, um so mehr, so scheint es, als dabei auch zwei K\u00f6nige \u00fcber die Klinge springen mussten. Auch die Russen sind stolz auf ihre Oktoberrevolution, man t\u00e4usche sich nicht. Sollte es gelingen, Stalin und die Folgen zu beseitigen &#8211; durch eine Revolution von oben? &#8211; wird dies noch deutlicher werden.<\/p>\n<p>Diesbez\u00fcglich haben wir Deutschen nichts vorzuweisen. Es sei die Tragik der Deutschen, spottete Friedrich Nietzsche, dass es ihnen nie gelungen sei, einem K\u00f6nig den Kopf vor die F\u00fc\u00dfe zu legen. Kein Wunder, meinte Lenin, frage doch der wohlerzogene Deutsche erst um Erlaubnis, den Rasen betreten zu d\u00fcrfen, wenn er sich zur revolution\u00e4ren Tat durchgerungen habe.<\/p>\n<p>Nun, ganz so arm stehen wir nicht da. Der Bauernaufstand war eine Revolution, wenn gleich eine gescheiterte. An ihr hat sich &#8211; leider und zu Unrecht &#8211; kein Geschichtsbewusstsein entz\u00fcndet, ein Nationalbewusstsein konnte und sollte sie nicht stiften. Aber vielleicht Klassenbewusstsein? Doch wer in Deutschland auch wollte sich nach dem Verdickt Luthers mit den tumben und rohen Rotten der Bauern identifizieren, die sich wie gequ\u00e4ltes Vieh von den Ketten gerissen und wenig mehr vermocht hatten, als drein zu hauen?<\/p>\n<p>Keine theoretische Fundierung und Legitimierung der Gewalt, wie sie 400 Jahre sp\u00e4ter Lenin vortrug, keine pathetische Pose, keine intellektuelle Billanz, wie 260 Jahre sp\u00e4ter in Frankreich, sieht man von Ullrich von Hutten ab, aber der war ja keiner der ihren. Sogar ihre Anf\u00fchrer mussten sie sich von den Adeligen leihen.<\/p>\n<p>In Deutschland war schwer Revolution machen, weil es an einer zentralen politischen Gewalt fehlte. Die Repression ging nicht von einer Zentralinstanz aus dem Kaisertum aus, sondern teilte sich auf in die zahllosen Subzentren der geistlichen und weltlichen F\u00fcrstent\u00fcmer, wodurch sie eher potenziert wurde. Die Herrschenden waren immer solidarisch und kamen sich gegenseitig rasch zu Hilfe, die Unterdr\u00fcckten und Ausgebeuteten konnten sich \u00fcber die engen Grenzen hinweg nicht organisieren.<\/p>\n<p>Keine gelungenen Revolutionen also, auch der Versuch von 1848 wurde in den Stra\u00dfenk\u00e4mpfen von Berlin, Dresden und Wien zusammengeschossen und 1918 fing die SPD den revolution\u00e4ren Geist auf und domestizierte ihn. Aber doch Revolution\u00e4re von globaler Wirkung: Martin Luther und Karl Marx. Revolutionen werden nicht vom Leidensdruck der Unterdr\u00fcckten und Ausgebeuteten ausgel\u00f6st &#8211; das ist der Irrtum der meisten Revolutionstheorien einschlie\u00dflich der Marxschen, sondern von Ideen und von charismatischen F\u00fchrern.<\/p>\n<p>Das Faszinosum von Revolutionen ist ein mehrfaches. Da ist einmal die Totalit\u00e4t der Gewalt, denn es muss ja ein System gebrochen werden, das mit dem Anspruch auf Legitimit\u00e4t den Staat repr\u00e4sentiert und damit das Gewaltmonopol besitzt, nicht nur das exekutive, legislative und judikative, politische und milit\u00e4rische, sondern auch das soziale, gesellschaftliche und \u00f6konomische. Die Repr\u00e4sentanten das Systems verf\u00fcgen also zun\u00e4chst \u00fcber alle Ressourcen und Hilfsquellen, die Revolution\u00e4re \u00fcber nichts au\u00dfer Hoffnung, Begeisterung, Utopien, Ideen, Verschlagenheit, R\u00fccksichtslosigkeit und Entschlossenheit zur Gewaltanwendung &#8230;<\/p>\n<p>&#8230; und ihren Schuldgef\u00fchlen, denn sie versto\u00dfen nicht nur gegen das geltende Recht und Gesetz, sind also zun\u00e4chst Rechtsbrecher und Kriminelle, sondern auch gegen den von jedem einzelnen verinnerlichten Normenkatalog verfestigt im L1ber-Ich, damit gegen ihr Gewissen. Jeder Revolution\u00e4r steht unter einem Rechtfertigungszwang, der immer moralischer Natur ist. Er legitimiert seine Gewaltanwendung als Akt der Befreiung von sozialer Not oder politischer Willk\u00fcr, als Wiederherstellung von Gerechtigkeit und Menschenw\u00fcrde. Das Herrschende System muss dagegen als moralisch illegitim entlarvt werden, das wenige privilegiert und die Mehrheit unterdr\u00fcckt, seine Repr\u00e4sentanten als Inkarnationen von Unrecht und Unterdr\u00fcckung, als Negationen des Menschlichen, so dass der &#8222;Tyrannenmord&#8220; gerechtfertigt, ja notwendig wird. Die Einspr\u00fcche des Gewissens oder des \u00dcber-Ich werden durch ein Ich-Ideal au\u00dfer Kraft gesetzt, das n\u00fcchternes Kalk\u00fcl in Begeisterung transformiert und dann auch in der Lage ist, nicht nur das Opfer der eigenen Existenz zu bringen, sondern auch das Opfer Unschuldiger hinzunehmen. Der Zweck heiligt die Mittel &#8211; paradoxerweise entscheidet erst der Erfolg einer Revolution \u00fcber die moralische Berechtigung dieses Credos. Goethe, Schiller oder Hegel wollten es nicht akzeptieren angesichts der Str\u00f6me von Blut &#8211; auch unz\u00e4hliger Unschuldiger &#8211; die von der Guillotine auf dem Place de la Concorde flossen.<\/p>\n<p>Revolutionen faszinieren, weil sie an die Stelle der Perspektivlosigkeit eines erstarrten, adaptionsunf\u00e4hig gewordenen Systems eine Utopie setzen und damit Hoffnungen wecken. Die Formulierung &#8222;erstarrtes System&#8220; ist eigentlich eine unzul\u00e4ngliche Metapher, die verdeckt, dass ja weiterhin dynamische gesellschaftliche Prozesse ablaufen, die sich aber staunen und nach innen gerichtet werden. Statt einer Evolution findet eine Involution statt. Die Analogie mit Naturprozessen ist durchaus statthaft, und die Ethologie weist ausdr\u00fccklich auf sie hin: Wenn ein System unter der B\u00fcrde seiner Subsysteme erstarrt, etwa eine Tierart,<\/p>\n<p>&#8222;kann die Selektion nur mehr durch Ausrottung entscheiden&#8220; (Rupert Riedl). Der Verlust an Anpassungsf\u00e4higkeit f\u00fchrt zum Zusammenbruch, wenn der evolution\u00e4re Druck solche fordern sollte.<\/p>\n<p>Den wachsenden Verlust an Evolutiver F\u00e4higkeit gleichen erstarrte politische oder soziale Systeme durch reziprok steigende Repression aus, wird die Distanz zu vor allem wichtigen Gruppen gef\u00e4hrlich, etwa zu den Intellektuellen, gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Schichten, dem Milit\u00e4r, der Arbeiterschaft &#8211; je nach der historischen Situation und der Konstitution des Systems. Es entfremdet sich noch weiter von der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung. Die Basis, aus der heraus es sich regenerieren k\u00f6nnte, schrumpft auf die d\u00fcnne Schicht der Profiteure und Privilegierten zusammen. Je st\u00e4rker die Repression, desto gr\u00f6\u00dfer die Chancen f\u00fcr Utopien und z\u00fcndenden Ideen. Sie finden sogar Anh\u00e4nger unter der das System noch st\u00fctzenden Schicht, wie die vielen Beispiele revolution\u00e4rer Adeliger und Gro\u00dfb\u00fcrger aus der Franz\u00f6sischen und der Oktoberrevolution zeigen. Die Verteidigung des Systems wird halbherzig, dadurch paralysiert es sich selbst. Der wachsenden Aggressionsbereitschaft der Unterdr\u00fcckten entspricht eine schwindende Verteidigungsbereitschaft der systemtragenden Schichten.<\/p>\n<p>Revolutionen entstehen kaum durch spontanen Ausbruch des Leidensdrucks unterdr\u00fcckter Massen. Da sich die Massen nicht selbst organisieren k\u00f6nnen, w\u00e4ren sie auch zu zielgerichteter Aktion unf\u00e4hig. An diesem Dilemma scheiterte der deutsche Bauernaufstand. Es bedarf der ldee als z\u00fcndender Fackel und einer Gruppe entschlossener Aktivisten, die wiederum mindestens einen charismatischen F\u00fchrer hervorbringen muss, der die Verantwortung \u00fcbernimmt und die Massen von ihren Schuldgef\u00fchlen entlastet. Das hat Lenin richtig aus der Geschichte erkannt und selbst danach gehandelt. Erst unter diesen Voraussetzungen ist &#8222;revolution\u00e4res Bewusstsein&#8220; zu vermitteln, d.h. die Aggressionsbereitschaft der Massen zu mobilisieren.<\/p>\n<p>Der Sturz einer herrschenden, erstarrten, repressiv und perspektivlos gewordenen Ordnung scheint \u00fcberdies einem psychischen Bed\u00fcrfnis entgegenzukommen, das Freud in seiner Theorie vom \u00d6dipus-Komplex &#8211; allerdings v\u00f6llig missverst\u00e4ndlich &#8211; gedeutet hat. Ausgehend von dem ontogenetischen Befund, dass der Sohn in der phallischen und sp\u00e4ter noch st\u00e4rker in der genitalen Phase mit dem Vater um die Mutter konkurriert und Todesw\u00fcnsche entwickelt, gleichzeitig allerdings auch Schuldgef\u00fchle, schloss Freud auf eine phylogenetische Tatsache: Die S\u00f6hne rebellieren gegen die V\u00e4ter und &#8222;t\u00f6ten&#8220; sie, indem Sie sie verdr\u00e4ngen. Dort, wo ein \u00dcber-Vater tats\u00e4chlich get\u00f6tet worden sei &#8211; Freuds Urhorden-Modell &#8211; h\u00e4tten ihn die S\u00f6hne aus Schuldgef\u00fchlen und Strafbed\u00fcrfnis allm\u00e4hlich zu einem Gott erhoben und verkehrt.<\/p>\n<p>Neuere psychoanalytische Forschungen (z. B. Michael Balint) kommen zum entgegengesetzten Ergebnis: Erstens trete der \u00d6dipus-Komplex nur in patriarchalisch strukturierten Gesellschaften auf, in denen eine strenge, k\u00f6rper- und lustfeindliche Moral und damit So nahe, dass es die V\u00e4ter sind, die aus Angst vor der jugendlichen Vitalit\u00e4t und &#8211; nach Freud &#8211; gr\u00f6\u00dferen sexuellen Potenz die S\u00f6hne unterdr\u00fccken, wenn n\u00f6tig t\u00f6ten und in Bruderkonflikte treiben. Gehorsamsdruck und Schuldgef\u00fchl der S\u00f6hne seien viel zu stark, um dem Ha\u00df nachzugeben und die V\u00e4ter gewaltsam zu verdr\u00e4ngen oder gar zu t\u00f6ten. Sie mildern statt dessen den Konflikt durch Identifikation, vor\u00fcbergehendem Gehorsam und Unterwerfung, weil ja die Zeit sozusagen f\u00fcr sie arbeitet: Es kommt die Zeit, da sie die V\u00e4ter auf nat\u00fcrliche Weise beerben und sich an ihre Stelle setzen werden. So spielt sich ja im \u00fcbrigen auch Tradition ab. Eine Rebellion der S\u00f6hne gegen die V\u00e4ter &#8211; wie es Freuds \u00d6dipus-Interpretation nahe legt &#8211; w\u00e4re ein sich von Generation zu Generation wiederholender Traditionsabriss, der keine historische Kontinuit\u00e4t zulie\u00dfe.<\/p>\n<p>Sehen wir einmal von dem Modell streng hierarchisierter J\u00e4gergruppen ab, in denen sich der Pal\u00e4oanthropologie und Ethologie zufolge der Prozess der Menschwerdung \u00fcber rund 20 Millionen Jahren hinweg vollzog (und Verhaltensweise bzw. -dispositionen hervorbrachte, die die Evolution im Genom fixierte), so sind es offenkundig die V\u00e4ter, die die S\u00f6hne unterdr\u00fccken, regieren, Hierarchien und vielf\u00e4ltigen Initiationsritualen unterwerfen, in Armeen rekrutieren, asketische Tugenden vorschreiben, den Moralkodex bestimmen, \u00fcber Sanktionen und Gratifikationen entscheiden, das Sexualverhalten au\u00dferhalb und innerhalb ritualisierter Geschlechtsbeziehungen reglementieren, die Politik gestalten, \u00fcber Kriege entscheiden und die S\u00f6hne dann in den Tod jagen. Auf den Schlachtfeldern aber stehen sich Br\u00fcder gegen\u00fcber, gleichaltrige bzw. gleichjunge. Ein \u00dcber-Vater wie General Ludendorff konnte noch 1919 sagen, ein Volk brauche von Zeit zu Zeit den Krieg als &#8222;Jungbrunnen&#8220;, um sich zu regenerieren wie durch einen heilsamen Aderlass. Wenn man Volk durch &#8222;Patriarchat&#8220;, also die Herrschaft der V\u00e4ter ersetzt, so macht dieser Ausspruch Sinn: Kriege regenerieren das Patriarchat, weil sie die Jugend dezimieren und damit das es bedrohende Potentialschw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Das ist der historische Normalzustand, wie er sich im \u00fcbrigen auch im Mythos widerspiegelt. Zahllos sind die Beispiele, in denen die S\u00f6hne von den V\u00e4tern ruiniert wurden: Tantalus, Sisyphus, Herakles, Orpheus, aber auch Kain (dem Gott der Vater willk\u00fcrlich seine Liebe entzieht und ihn so zum M\u00f6rder werden l\u00e4sst, um ihn dann zu strafen), und in der Literatur Don Juan, Hamlet, Carlos usw. Und schlie\u00dflich der Mythos von Christus, &#8222;das Irritierendste, was eine patriarchalische Gesinnung hervorgebracht hat&#8220; (Volker Elis Pilgrim). Der allm\u00e4chtige Vater l\u00e4sst den gehorsamen Sohn einen grausamen Opfertod sterben f\u00fcr Kinder, die sich vers\u00fcndigt haben, nimmt alle gn\u00e4dig wieder auf und verfestigt damit sein Patriarchat. Schon der gedachte Zweifel an ihm ist straf- und beichtw\u00fcrdige S\u00fcnde.<\/p>\n<p>In der Revolution aber wird patriarchalische Herrschaft in Frage gestellt, sie f\u00fchrt zu einer tats\u00e4chlichen &#8222;\u00f6dipalen Situation&#8220;, d.h., die S\u00f6hne t\u00f6ten die V\u00e4ter, die Patriarchen, Monarchen, Hierarchen, die individuellen und kollektiven und die vielen Ersatzv\u00e4ter oder Vater-Instanzen, wie sich in den hierarchischen Spitzen der verschiedenen gesellschaftlichen Strukturen und Subsysteme (Kirche, Milit\u00e4r, Verwaltung, Parteien, Organisationen, Verb\u00e4nden, Wirtschaft und Industrie usw.) repr\u00e4sentieren. Revolutionen sind Aufst\u00e4nde der S\u00f6hne gegen die V\u00e4ter und daher tats\u00e4chlich ein Akt der Befreiung von Unterdr\u00fcckung jedweder Art, in gesellschaftlicher, politischer, milit\u00e4rischer, moralischer, aber auch und nicht zuletzt von unertr\u00e4glich gewordener psychischer Repression.<\/p>\n<p>Nahezu alle Rebellen und Revolution\u00e4re sind von jugendlichem Alter, Marat, St. Just, Danton, Robbespierre in Frankreich, Hecker und Struve in Baden, Villa und Zapata in Mexiko, Lenin und seine Genossen in Russland, die Arbeiter- und Soldatenr\u00e4te in Deutschland, Mao Tsetung in China, Castro und Kuba.Es gibt so gut wie keine Revolution\u00e4re oder Rebellen im &#8222;v\u00e4terlichen&#8220; Alter.<\/p>\n<p>Revolutionen sind daher nicht nur politische Ereignisse, sondern auch psychische Umw\u00e4lzungen, eine Rebellion gegen das Vaterideal, das gleichwohl f\u00fcr die Entwicklung des Individiums entscheidend bleibt, und gegen den verinnerlichten Normen- und Wertekodex. Sie wirken bei den agierenden Individuen schwere, wenngleich unbewusst bleibende Schuldgef\u00fchle, Straf\u00e4ngste, und Strafbed\u00fcrfnisse. Nur so ist es erkl\u00e4rlich weshalb Revolutionen nach Ihrem Erfolg rasch wieder scheitern und ihre &#8222;Kinder fressen&#8220;. Die Gruppe der entschlossenen Aktivisten zerstreitet sich, nachdem sie die Macht erobert hat, die F\u00fchrer beschuldigen sich gegenseitig, die Ziele der Revolution zu verraten und insgeheim, mit dem gest\u00fcrzten System zu sympathisieren. Das sind vordergr\u00fcndige Argumentationen, hinter denen in Wirklichkeit Schuldgef\u00fchle wegen des begangenen Vatermordes stehen. Die Br\u00fcder, unter der Herrschaft der V\u00e4ter sich selbst entfremdet und unkundig in Solidarit\u00e4t, k\u00f6nnen mit sich selbst nichts anfangen. Unbewusst sehnen sie die V\u00e4terherrschaft wieder herbei, indem sie sich gegenseitig umbringen.<\/p>\n<p>So ist es denn f\u00fcr die Gegenbewegung, die &#8222;Konterrevolution&#8220;, ein leichtes, die Revolution\u00e4re zu \u00fcberw\u00e4ltigen und ihnen jene Strafe zuzuf\u00fcgen, die sie als Strafbed\u00fcrfnis vorwegphantasiert hatten. Niemals liege die Macht so hilflos auf der Strasse wie nach Revolutionen; man m\u00fcsse sie nur aufheben, spottete Napoleon, der die Franz\u00f6sische Revolution beerdigte. Auf Revolutionen pflegen Usurpatoren zu folgen: auf die franz\u00f6sische folgte Napoleon, auf die russische Stalin, auf die deutsche Hitler. Stalin k\u00f6nnte man auch als- gar nicht so seltenen- Renegaten aus dem Kreis der Revolution\u00e4re ( der Br\u00fcder )bezeichnen, der wie die Usurpatoren, die Revolution abbricht und faktisch das gest\u00fcrzte Patriarchat wiederherstellt. Renegat wie Usurpator sind Br\u00fcder der Revolution\u00e4re, die sich an die Stelle der gest\u00fcrzten V\u00e4ter setzen, deren Herrschaft &#8211; nunmehr als V\u00e4ter &#8211; wiederherstellten und dar\u00fcber hinaus stabilisieren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu friedlichen Protesten sind Revolutionen daher nicht Negationen des Patriarchats, sondern gewissermassen sein Korrektiv. Feministinnen wundert es nicht, dass an Revolutionen in der Regel nur M\u00e4nner beteiligt sind, weil es sich um einen Konflikt zwischen S\u00f6hnen und V\u00e4tern handelt, um eine Auseinandersetzung innerhalb des Patriarchats und von diesem erst bewirkt. Allerdings w\u00e4re es reizvoll, den psychoanalytischen Pr\u00e4missen zu folgen und die Frage aufzuwerfen, ob sich im Aufstand der S\u00f6hne, in der Revolution, nicht die Sehnsucht nach der Herrschaft der Mutter verbirgt, die der Sohn ja im Laufe seiner Sozialisation gegen seinen Willen und sein Bed\u00fcrfnis versto\u00dfen muss, um ein Mann zu werden, ein &#8222;ganzer Kerl&#8220;, was bedeutet, um die Verhaltensweisen und Tugenden zu \u00fcbernehmen, die die V\u00e4ter als m\u00e4nnliche definieren. Vaterherrschaft ist repressiv und erzeugt auf nahezu allen Ebenen Angst: dem Kind wie dem Erwachsenen in der Familie, im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, gegen\u00fcber Beh\u00f6rden und Obrigkeiten, ja sogar im Verh\u00e4ltnis zwischen Mann und Frau, aber auch Angst wegen Krieg, wegen der Umweltzerst\u00f6rung, wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes. Mutterherrschaft dagegen ist liberal, lustfreundlich und tr\u00f6stend. Daran erinnert sich der Sohn, doch darf er das &#8222;Weibische&#8220; nicht zulassen. Nur in dem Moment, wo er tats\u00e4chlich sich gegen den Vater erhebt, im Moment der Revolution, aber nur in einem rasch vergehenden Moment, findet eine Vers\u00f6hnung zwischen dem (jugendlich) M\u00e4nnlichen und dem Weiblichen statt. (In der Erkl\u00e4rung, weshalb Matriarchate lustfreundlich und liberal sind, konnten sich Psychoanalyse und Ethologie einigen. Eine von mehreren Ursachen ist: Der Mann kann Nachwuchs zeugen und dar\u00fcber hinaus sexuelle Lust aggressiv und mit Gewalt befriedigen, gegen den Willen und ohne R\u00fccksicht auf Empfinden und Bed\u00fcrfnis der Frau. Umgekehrt geht das nicht. Ein Mann, dem &#8211; von Frauen &#8211; Gewalt angedroht wird und der Angst hat, kann sexuell nicht aktiv und somit auch nicht zeugungsf\u00e4hig sein. Daher k\u00f6nnten Frauen ihre Bed\u00fcrfnisse nicht befriedigen, weder ihre sexuellen noch ihren Wunsch nach Kindern, w\u00fcrden also gegen ihre Interessen handeln, wenn ihre Herrschaft repressiv und angstzeugend w\u00e4re), &#8222;Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit&#8220; (korrekter und schon w\u00e4hrend der Revolution moniert: Geschwisterlichkeit) sind &#8211; recht bedacht &#8211; allesamt Losungen und Forderungen, die als gesellschaftliches Ideal aus anthropologischer Sicht nur in Matriarchaten zu verwirklichen w\u00e4ren. Die gesellschaftliche Realit\u00e4t postmoderner, demokratisch verfasster Leistungsgesellschaften entspricht jedenfalls diesem, Ideal nicht, schon gar nicht der Geschwisterlichkeit.<\/p>\n<p>Dennoch w\u00e4re es ein Missverst\u00e4ndnis, den Schluss zu ziehen, Revolutionen blieben folgenlos, weil der Aufstand der S\u00f6hne letztlich doch wieder in das Patriarchat einm\u00fcnde. Die Franz\u00f6sische Revolution hat die lange zuvor geforderten und anderswo z.B. in den Vereinigten Staaten von Amerika auch verwirklichten Menschenrechte und damit die Idee der verfassten Demokratie in den europ\u00e4ischen Geschichtsprozess eingef\u00fchrt. Demokratische Freiheiten und Gleichheit vor dem Gesetz wurden, wie schlecht und recht auch immer, doch Teil auch der Verfassungswirklichkeit. Nur in diesem Rahmen erscheint \u00fcbrigens auch die soziale und rechtliche Gleichstellung der Frau m\u00f6glich, mithin eine Reform patriarchalischer Herrschaft.<\/p>\n<p>Die Oktoberrevolution brachte ins Bewusstsein, dass auch die sozialen Menschenrechte zu beachten seien, sollte es im Zeitalter der zweiten industriellen &#8222;Revolution&#8220; politische und gesellschaftliche Stabilit\u00e4t geben. Insofern war sie f\u00fcr den sozialen &#8222;Fortschritt&#8220; von eminenter Bedeutung, auch als drohende Alternative zu den kapitalistischen Gesellschaftssystemen, unabh\u00e4ngig von dem Schicksal, das sie unter Stalin erlitt. Nur: Am Patriarchat r\u00fcttelten beide Revolutionen nicht, die Emanzipation der Frau &#8211; und damit verbunden die Humanisierung der Gesellschaft &#8211; kann sich augenscheinlich nur evolution\u00e4r vollziehen. Immerhin: F\u00fcr einen Moment hatte es sowohl 1789 als auch 1917 den Anschein gehabt, als w\u00fcrde der Aufstand der S\u00f6hne mit seiner immanent-unbewussten Sehnsucht nach dem M\u00fctterlich Weiblichen auch der Frau mehr Rechte bringen. F\u00fcr einige Jahre herrschte Libertinage, die pr\u00fcden Normen, die den Umgang der beiden Geschlechter reglementiert hatten und die f\u00fcr die Herrschenden freilich nie gegolten haben, lockerten sich betr\u00e4chtlich. Doch mit der bald einsetzenden &#8222;Konterrevolution&#8220; wurde dieser Emanzipationsfunken rasch wieder erstickt.<\/p>\n<p>Wenn die Analyse bisher halbwegs richtig gewesen sein sollte, so muss Gorbatschows Versuch einer Umgestaltung (Perestroika), die der Generalsekret\u00e4r selbst eine &#8222;Revolution von oben&#8220; nannte, als Seltenheit, wenn nicht als Novum in der Geschichte gelten. Denn nicht die S\u00f6hne haben sich gegen ein erstarrtes, wandlungsunf\u00e4higes, kurz vor dem Kollaps stehendes patriarchalisches System erhoben, sondern die V\u00e4ter selbst. Die Zustimmung beweist, dass die S\u00f6hne ihnen folgen. Das Sowjetsystem bis 1985 war an sein Ende gelangt. H\u00e4tte die Stagnation angehalten und die Nomenklatura auf den wachsenden, sich staunenden Druck aus der Bev\u00f6lkerung mit reziproker Repression geantwortet &#8211; was sie tendenziell ja auch tat -, w\u00e4re zweifellos fr\u00fcher oder sp\u00e4ter eine revolution\u00e4re Situation eingetreten. Ihr kam Gorbatschow zuvor, indem er den Hebel dort ansetzte, wo jede revolution\u00e4re Idee einsetzt: bei der Freiheit, bei Glasnost.<\/p>\n<p>Ob Gorbatschows Perestroika eine Revolution ist oder nicht eher doch eine Evolution, mag dahingestellt bleiben. Sollte sie eine Evolution sein, so h\u00e4tte sie einen unsch\u00e4tzbaren Vorteil: Sie vermiede wegen der ihr immanenten Kontinuit\u00e4t die Gefahr einer Konterrevolution. Aus den Erfahrungen der Geschichte ist also die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die Stetigkeit der Evolution einerseits von gr\u00f6\u00dferem Vorteil ist als eine Revolution, andererseits aber aus einem erstarrten, defensiven System heraus ungleich schwieriger, wenn nicht gar unm\u00f6glich in die Wege zu leiten. Die Leistung Gorbatschows und seiner Anh\u00e4nger erscheint in diesem Licht um so staunenswerter. Gerade deshalb, weil es der geschichtlichen Normalit\u00e4t widerspricht, herrschen immer noch Zweifel und Skepsis \u00fcber das Gelingen dieser Re-Evolutionierung eines abgewirtschafteten Systems. Auch die Geschichte der Evolution kennt kein Beispiel daf\u00fcr, da\u00df ein zum Stillstand gekommenes biologisches System wieder evolution\u00e4re Dynamik entwickelt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Evolution hei\u00dft im Verst\u00e4ndnis ihrer auf Darwin sich st\u00fctzenden Theoretiker, da\u00df der vorhersehbare, konstante Gesetzeskanon einer Ordnung eine &#8222;Freiheitsoption&#8220; enth\u00e4lt, der ihn an ver\u00e4nderte Umweltbedingungen anpassen kann, um damit seine Fortexistenz zu sichern. Darauf beruht im \u00fcbrigen auch jede Erfahrung und jede Erkenntnis. Einmal gemachte Erfahrungen, die im Vorbewussten, dem &#8222;ratiomorphen Apparat&#8220; gespeichert werden, m\u00fcssen vorhersagbar sein und anwendbar auf unterschiedlichste Situationen oder Erscheinungen. M\u00fcssten sie jedes mal neu gemacht werden, w\u00e4ren Erkenntnis und Verhaltenssicherheit unm\u00f6glich. Die wichtigen Ausnahmen von der Regel f\u00fchren zu Differenzierung, Vorbehalten, Skepsis, Zweifeln, aber nicht zu Unsicherheit, eher zu Erkenntnisgewinn. Ist ein System vollst\u00e4ndig vorhersehbar und sein Gesetzeskanon unver\u00e4nderlich, so ist es an das Ende seiner Entwicklung angelangt. Ist es dagegen im wesentlichen unvorhersehbar, ohne Gesetzeskanon, so ist es chaotisch und l\u00e4sst keine Orientierung zu. Das gilt im \u00fcbrigen auch f\u00fcr die Bereiche des Geistigen und K\u00fcnstlerischen. Wenn der Gesetzeskanon einer Stilrichtung nicht mehr ver\u00e4nderbar wird, kommt ihre Entwicklung zum Stillstand, sie wird abgel\u00f6st und geht als Stilepoche in die Geschichte ein.<\/p>\n<p>Dieser kleine Schwenk in die Evolutionstheorie und Verhaltensforschung soll die These erh\u00e4rten, dass kapitalistischen, formal demokratisch verfassten Industriestaaten keine Revolution droht. Mehr noch: Es ist sogar unm\u00f6glich, sie in der Bahn einer kontrollierten Evolution zu halten. Das ist zun\u00e4chst ein Paradox.<\/p>\n<p>Moderne, kapitalistisch-demokratische Industriestaaten zeichnen sich durch steten und raschen Wandel aus, der alle Subsysteme erfasst und bisweilen an ihre Mitglieder so hohe Anpassungsforderungen stellt, dass sie die Orientierung verlieren. Alexander Mitscherlich und Konrad Lorenz sind einhellig der Meinung, dass der Mensch diesen Adaptionsanforderungen auf Dauer nicht gewachsen ist. Vor allem der technologische Wandel ver\u00e4ndert nahezu alle Formen der Arbeitsweisen in Produktion und Verwaltung, der Freizeit- und Konsumgewohnheiten, damit auch der Werte- und Normensysteme. Moden und Trends kommen und gehen in rascher Folge. Flexibilit\u00e4t hei\u00dft die Parole, Umschulen, Umdenken. Diese Flexibilit\u00e4t stabilisiert gleichzeitig das System als Ganzes, beispielsweise dadurch, dass es politische Teilhabe aus Mangel an Orientierung und Begreifbarkeit des komplex Er-scheinenden Geschehenes erschwert und so die Individuen in die als \u00fcberschaubar und gestaltbar empfundene Privatsph\u00e4re treibt. Pluralismus, wie vordergr\u00fcndig und alternativlos er in der Substanz auch sein mag, sowie Organisationsvielfalt erm\u00f6glichen Identifikation oder Interessenvertretung und gleichzeitig Absorbtion von Aggressivit\u00e4t nach vorbestimmten Regeln.<\/p>\n<p>Soziale Auseinandersetzungen wie etwa Tarifkonflikte spielen sich in gesetzlichem Rahmen ab, Protestaktionen sind weitgehend legitim und damit kanalisiert. Gruppen, die dennoch in totaler Opposition und Ablehnung zu diesem System stehen, aus ideologischer \u00dcberzeugung oder sozialer Unterprivilegisierung, bleiben auf diese Weise eine. relativ leicht kontrollierbare Minderheit.<\/p>\n<p>Dieser rasche Wandel, der die Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse f\u00fcr den einzelnen unbegreifbar macht, erzeugt eher disziplinierende Angst wegen des Verlustes an Sinnhaftigkeit. Die Funktion des Staates beschr\u00e4nkt sich zunehmend darauf, die Voraussetzungen f\u00fcr hohe Produktivit\u00e4tsraten des \u00f6konomischen Subsystems zu schaffen und im \u00fcbrigen f\u00fcr Schadensbegrenzung zu sorgen und die Konsequenzen zu verwalten. Der Gedanke erscheint absurd, dass beispielsweise die unaufhaltsame Zerst\u00f6rung der Lebensbedingungen durch irreversibel werdende Sch\u00e4digungen der Umwelt zu Revolutionen f\u00fchren k\u00f6nnten. Daf\u00fcr fehlen die psychischen Voraussetzungen.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Der Gesetzeskanon moderner Industriegesellschaften ist aufgebrochen zugunsten der &#8222;Freiheitsoption&#8220;, die \u00fcberwiegt. Das Unvorhersehbare bestimmt die Entwicklung, Erfahrung wird wertlos, mittel- und langfristige Prognose unm\u00f6glich. Damit aber gibt es auch keine evolution\u00e4re Entwicklung mehr.<\/p>\n<p>Denkf\u00e4higkeit und Kulturentwicklung, so sagt die Ethologie, haben den Menschen bef\u00e4higt, die Evolutionsgesetze, die ihn zu dem gemacht haben, was er ist, au\u00dfer Kraft zu setzen. Der Selektionsdruck der Natur wirkt auf die Entwicklung der Art homo sapiens, wie wir uns bescheidenerweise nennen, nicht mehr ein. Wohl aber gibt es Auslese, aber keine nat\u00fcrliche, sondern eine soziale. Der Begriff des &#8222;T\u00fcchtigeren&#8220;, der sich durchgesetzt hat, hat keinen biologischen, sondern einen sozialen Aspekt und ist ein Synonym f\u00fcr Cleverness, R\u00fccksichtslosigkeit, Ellenbogenst\u00e4rke, Durchsetzungsf\u00e4higkeit, Mitleidlosigkeit &#8211; Merkmale f\u00fcr den &#8222;unproduktiven&#8220;, aber gesellschaftlich erfolgreichen Charakter, wie ihn Erich Fromm als &#8222;entstandenen&#8220; Typus moderner Leistungsgesellschaften beschreibt. Die These des Sozialdarwinismus hat viel f\u00fcr sich, und seine Normen werden ja auch &#8222;vererbt&#8220; &#8211; durch Tradierung. Fortentwicklung vollzieht sich nicht mehr in Auseinandersetzung gegen die Natur, sondern gegen den Artgenossen.<\/p>\n<p>Karl Marx konnte diese jeden revolution\u00e4ren Druck absorbierende Flexibilit\u00e4t kapitalistischer Systeme nicht vorhersehen, seine Verelendungstheorie war in sich logisch und methodisch korrekt, eine Fortschreibung des wachsenden Elends des Proletariats bei gleichzeitiger Stagnation der politisch-gesellschaftlichen und technischen Entwicklung, vor allem aber der Produktionsverh\u00e4ltnisse. Unter diesen Pr\u00e4missen war die Revolution eine Notwendigkeit. Dennoch hat die Geschichte sie widerlegt, weil sich die Pr\u00e4missen ver\u00e4nderten. Die Revolution blieb aus, musste ausbleiben, sie war gar nicht m\u00f6glich, au\u00dfer in Russland, aber nicht in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und Frankreich.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, mit dem Unm\u00f6glichwerden von Revolutionen schwindet ein St\u00fcck Hoffnung auf Kurskorrektur.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[],"publikationen":[1049],"class_list":["post-12218","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","publikationen-1049"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Revolution. - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/100\/publikation\/die-revolution\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Revolution. - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Versuch einer psychologischen Deutung In: vorg\u00e4nge 100 (4\/1989) S. 73f Revolutionen pflegen die Zeitgenossen zu faszinieren und lassen die folgenden Generationen mit Stolz auf ihre Geschichte zur\u00fcckblicken. 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