{"id":12406,"date":"2004-03-02T17:00:00","date_gmt":"2004-03-02T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/die-soziale-stadt-stadterneuerung-als-lernprozess\/"},"modified":"2004-03-02T12:00:00","modified_gmt":"2004-03-02T11:00:00","slug":"die-soziale-stadt-stadterneuerung-als-lernprozess","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/die-soziale-stadt-stadterneuerung-als-lernprozess\/","title":{"rendered":"\u201eDie Soziale Stadt\u0094 &#8211; Stadterneuerung als Lernprozess?"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber Versuche der selbstreflexiven Erneuerung eines Politikfeldes[1]<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge Nr. 165 ( Heft 1\/2004), S.61-69<\/p>\n<h5><span id=\"-1-einleitung\">\u00a0<\/p>\n<h5><span id=\"-1-einleitung\">1. Einleitung<\/span><\/h5>\n<\/h5>\n<p>Ende 1999 reagierte eine Gemeinschaftsinitiative von Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden auf neue st\u00e4dtische Erscheinungsformen von Armut und Ausgrenzung. Das Bund-L\u00e4nder-Programm &#132;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf &#8211; die Soziale Stadt&#148; umfasst inzwischen \u00fcber dreihundert st\u00e4dtische Gebiete in mehr als zweihundert Gemeinden, in denen neue Ans\u00e4tze einer sozialorientierten Stadterneuerung erprobt werden.<\/p>\n<p>An das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; kn\u00fcpfen sich verschiedene Erwartungen. Prim\u00e4r soll es der Abw\u00e4rtsdynamik von Stadtquartieren entgegenwirken, die in das soziale und wirtschaftliche Abseits zu fallen drohen. Neben diesem Gebiets-Ziel verfolgt das Programm jedoch auch ein Policy-Ziel: Es soll dort die bisherigen politisch-administrativen Muster der Problembew\u00e4ltigung ver\u00e4ndern, wo bisher das bisherige Instrumentarium der Stadterneuerung zu kurz griff. Damit strebt es neue Formen der Governance an: Die Umsetzung ist als\u00a0 Verbundaufgabe mehrerer staatlicher Ebenen und Fachressorts sowie privater Akteure angelegt. Die Entwicklungspotenziale der Gebiete sollen nicht allein \u00fcber eine Politik der Umverteilung, sondern vor allem \u00fcber Kooperation zwischen staatlichen und privaten Akteuren gef\u00f6rdert werden. Die Programme zielen auf ausgew\u00e4hlte Gebiete, in denen sich die gravierendsten Probleme, aber auch m\u00f6gliche Potenziale zu ihrer L\u00f6sung finden.<\/p>\n<p>Bisher war das Gesch\u00e4ft der Stadterneuerung im Wesentlichen der materielle Umbau der St\u00e4dte; nunmehr soll die Politik der Stadterneuerung selbst modernisiert werden &#151; Franke et al. (2002) sprechen in diesem Zusammenhang sogar von &#132;Stadtpolitikerneuerung&#148;. Der folgende Beitrag will diesem Aspekt der Selbst-Transformation eines Steuerungsinstrumentes nachgehen. Denn bisherige Erfahrungen mit dem Programm lassen Suchbewegungen erkennen, in denen die Vorgaben aus der Konzeptionsphase des Prozesses allm\u00e4hlich in eine ver\u00e4nderte Praxis \u00fcbersetzt werden. Absicht dieses Beitrages ist es, die Bedingungen zu identifizieren, unter denen diese Umsteuerungen stattfinden. Wie steht es um die Chancen zu einer Selbsterneuerung der Stadterneuerung? Wie &#150; also \u00fcber welche Mechanismen &#150; wird dieser Prozess in Gang gesetzt und am Laufen gehalten? Derartige Fragen werden heute zunehmend in Begriffen des Lernens gestellt. Inwieweit l\u00e4sst sich die Erneuerung der Stadterneuerung also als Lernprozess beschreiben?<\/p>\n<h5><span id=\"ii-lernen-in-regulativen-arrangements\">II. Lernen in regulativen Arran&shy;ge&shy;ments<\/span><\/h5>\n<p>Das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; ist Teil der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung des Bundes. F\u00fcr die Stadtplanung ist diese seit \u00fcber drei Jahrzehnten finanziell wie rechtlich das ma\u00dfgebliche Instrument der Stadterneuerung. Historisch ist die Disziplin Stadtplanung &#150; und exemplarisch gerade ihr Praxisfeld Stadterneuerung &#150; Ergebnis von Lernprozessen, bei der Inhalte, Kontexte und Instanzen des Lernens nachgewiesen werden k\u00f6nnen (Jessen 1997); allein die letzten drei\u00dfig Jahre der Stadterneuerung zeigen deren Anpassungsf\u00e4higkeit (Walther 2003; 2004). Welche Anleihen zur Erkl\u00e4rung solcher Umsteuerungen lassen sich machen?<\/p>\n<p>Der Versuch, selbstreflexive Umsteuerungen in Kategorien von Lernprozessen zu fassen, ist l\u00e4ngst nicht mehr nur Sache von Lernpsychologie und Erziehungswissenschaften. Der Reorganisationsdruck in vielen gesellschaftlichen Bereichen r\u00fcckt Fragen nach der Lernf\u00e4higkeit von Organisationen in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses verschiedener Disziplinen. Unterschiedliche Diskurse in Betriebswirtschaft, Management-Studies und Politikwissenschaft, die von Netzwerken \u00fcber die Organisationssoziologie bis zur neueren Planungstheorie reichen, thematisieren Lernprozesse. Noch wenig gekl\u00e4rt ist dabei der Zusammenhang, in dem Individuen, Institutionen und Professionen lernen und ob der Lernbegriff \u00fcberhaupt auf Politik (&#132;Policy learning&#8220;), Organisationen (&#132;Organisational Learning&#8220;\/Learning Organisations&#8220;) und Netzwerke bezogen werden kann. Bleibt der Begriff des Lernens vielleicht auf die individuelle Verarbeitung und Wahrnehmung von einzelnen Akteuren beschr\u00e4nkt? Dann w\u00e4re nicht vom Lernen der Professionen, Organisationen und Politik zu sprechen, das eigene Qualit\u00e4ten h\u00e4tte &#150; etwa eine spezifische &#132;Intelligenz von Institutionen&#148; (Gualini 2001). Viel-mehr ginge es dann nur um lernende Akteure in ihrem jeweiligen Kontext: in ihren Biografien, in professionellen Handlungsfeldern, und in Organisationen.<\/p>\n<p>Ohne diese konzeptionellen Fragen hier entscheiden zu k\u00f6nnen, bieten Stadterneuerung und speziell das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; Anschauungsmaterial, wie und unter welchen Bedingungen in der Stadterneuerung Lernprozesse stattfinden und wie sie angesto\u00dfen und auf Dauer gestellt werden k\u00f6nnen. Dazu einige Stichworte:<\/p>\n<h5><span id=\"die-pfadabhaengigkeit-des-lernens\">Die Pfadab&shy;h&auml;n&shy;gig&shy;keit des Lernens<\/span><\/h5>\n<p>Lernprozesse in der Stadterneuerung finden unter spezifischen institutionellen Umst\u00e4nden statt. Sie sichern Kontinuit\u00e4t, leiten aber auch Br\u00fcche ein. Die gerichtete Diskontinuit\u00e4t als Ver\u00e4nderung von Pr\u00e4missen, Regeln und Routinen gr\u00fcndete im Politikfeld Stadterneuerung paradoxerweise auf der Kontinuit\u00e4t der institutionellen Bedingungen, unter denen neue Deutungsmuster sich ver\u00e4ndernd durchsetzen konnten. In der Stadterneuerung war dies bisher der finanz-, verfassungs- und verwaltungsrechtliche Hintergrund der Investitionshilfen des Bundes (in Gestalt der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung nach \u00a7 104 (a) GG und das besondere St\u00e4dtebaurecht \u00a7 164).<br \/>Das institutionelle Ger\u00fcst blieb bis heute weitgehend gleich. Neu am Bund-L\u00e4nder-Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; ist jedoch, dass die St\u00e4dtebauf\u00f6rderung des Bundes um den Appell erg\u00e4nzt wird, andere Finanzierungsquellen, F\u00f6rdergegenst\u00e4nde und Organisationsformen zuzuschalten, um den Wirkungsgrad der Ma\u00dfnahmen zu erh\u00f6hen. Vor allem aber bot das Regelwerk des St\u00e4dtebaus mit seinem zeitlich, sachlich und r\u00e4umlich begrenztem Sonderrecht das willkommene Bett f\u00fcr den Gebietsansatz (&#132;Area Base&#8220;), um den Mitteleinsatz und Eingriffe in Eigentum auf eigens per Satzung ausgewiesene Gebiete zu konzentrieren. So konnte der neue Ansatz in altem Gewande auftreten. Oder in einem anderen Bild gesprochen: das Programm &#132;Soziale Stadt&#148; f\u00fcllte neuen Wein in alte Schl\u00e4uche.<\/p>\n<h5><span id=\"regulative-arrangements-150-mehrebenenpolitik-foederalismus-und-staedtische-regime\">Regulative Arran&shy;ge&shy;ments &#150; Mehre&shy;be&shy;nen&shy;po&shy;litik, F&ouml;dera&shy;lismus und st&auml;dtische Regime<\/span><\/h5>\n<p>Lernprozesse bei Mehrebenenpolitik vollziehen sich durch Abstimmung und Interessenabgleich. In der Bundesrepublik wurde das f\u00f6deralistische Mehrebenen-Gef\u00fcge \u00fcber Jahrzehnte als politisch vorteilhaftes System von checks und balances betrachtet. Mittlerweile gilt es vielen hingegen als Erblast einer zu dichten Politikverflechtung. Die Stadterneuerung, die seit 1970 mit den Gemeinschaftsaufgaben gem\u00e4\u00df \u00a7 104 (a) GG eine der wenigen M\u00f6glichkeiten nutzt, die sich verfassungsrechtlich bieten, um Bundesmittel direkt an die Gemeinden &#150; unter L\u00e4nderbeteiligung &#150; weiterzureichen, ist Teil der Mehrebenen-Politik und Gegenstand &#132;vertikaler&#148; Abstimmung zwischen Bund und L\u00e4ndern, die ihre operative Grundlage j\u00e4hrlich neu verhandeln. Das Ergebnis ist die &#132;Verwaltungsverordnung St\u00e4dtebauf\u00f6rderung&#148; (VV).<\/p>\n<p>Mit der geringer werdenden Verteilungsmasse hat sich auch die Art des Arrangements ge\u00e4ndert &#150; mehr Handlungskoordination, weniger distributive Politik. In den 1970er Jahren war Stadterneuerung vor allem ein gestaltungsm\u00e4chtiges Mittel der Umverteilung. Seitdem ging das F\u00f6rdervolumen des Bundes drastisch zur\u00fcck (BBR 2002). Allein der Stadtumbau Ost als letzte S\u00e4ule der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung setzte wieder mehr Mittel ein, die sich allerdings nicht an den anf\u00e4nglichen Gr\u00f6\u00dfenordnungen messen k\u00f6nnen. Heute entscheidet indessen weniger die Quantit\u00e4t einer Mittel verteilenden Politik als vielmehr die Qualit\u00e4t der Koordination des Handelns verschiedenster Akteure, die sie als Ertrag in Aussicht stellt: Sie ist lediglich mit einem Minimum an finanziellen Anreizen ausgestattet, damit sie \u00fcberhaupt greifen kann.<\/p>\n<p>Als Teil eines regulativen Arrangements lie\u00dfe sich das Programm wie ein Ansto\u00df zu neuen Formen der Governance interpretieren, weil es die alten Handlungspr\u00e4missen, Institutionen, Wahrnehmungen und Probleml\u00f6sungsroutinen &#132;perforiert&#148; &#150; also schw\u00e4cht (Mayer 1995: 233). Oder indem es andererseits positive, neue Handlungspr\u00e4missen und neue institutionelle Chancen er\u00f6ffnet &#150; also st\u00e4rkt. Man k\u00f6nnte in diesem Sinn nach Konstellationen von Institutionen, Akteuren und Normen suchen, welche lokale &#132;Ver\u00e4nderungskoalitionen&#148; vor Ort (etwa im Sinne eines &#132;local capacity building&#148;) erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>So w\u00fcrde das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; tats\u00e4chlich zum Geburtshelfer von Innovation und zu einer m\u00f6glichen Quelle von Selbsterneuerung werden, wenn der verengte stadtpolitische Handlungsspielraum als Voraussetzung f\u00fcr kreative (also nicht nur reaktive) Anpassungsleistungen interpretiert wird &#151; in schwacher Form als metropolitan organizing capacity (vgl, van den Berg et. a1.1997) und in starker Form von Painter\/Goodwin (2000) als local regulatory capacity (vgl. G\u00fcntner 2000).<\/p>\n<h5><span id=\"die-ambiguitaet-der-programmvorgaben\">Die Ambiguit&auml;t der Programm&shy;vor&shy;gaben<\/span><\/h5>\n<p>Als Mehrebenen- und Mehrzielprogramme sind Strategien sozialer Stadtentwicklung meist ein Patchwork unterschiedlicher F\u00f6rderlogiken und Fachpolitiken. Weil sich ihre Mittel nicht umstandslos ihren Zielen f\u00fcgen, werden sie als in sich widerspr\u00fcchlich eingesch\u00e4tzt (vgl. Moulaert 2000; Walther\/G\u00fcntner 2002). Dies gilt besonders f\u00fcr das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148;. Seine Logik investiver Interventionen nach Art. 104 (a) GG steht im Gegensatz zu seinen sozial transformierenden Intentionen. Rechtlich wie politisch erzeugt es dadurch Ambiguit\u00e4t &#151; als Basis verschiedener Auslegungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Rechtlich stehen dem erkl\u00e4rten Ziel der direkten Beeinflussung der sozialen Verh\u00e4ltnisse die begrenzten M\u00f6glichkeiten eines Instrumentariums gegen\u00fcber, das lediglich indirekte Einflussnahme erlaubt. Die St\u00e4dtebauf\u00f6rderung ist vor allem Investition in Sachen &#151; in Stra\u00dfen, Gehwege, Geb\u00e4ude der sozialen Infrastruktur wie Kinder- oder Jugendfreizeitst\u00e4tten, nicht jedoch in deren Personal. Sie eignet sich wenig, soziale Ziele bzw, die im Gebiet Ans\u00e4ssigen direkt zu erreichen (vgl. Siebel 1985: 160). Das neue Programm soll aber auch Klientele erreichen, also direkt auf soziale Sachverhalte wie Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Suchtverhalten, Gewalt gegen Menschen und Sachen einwirken. Daf\u00fcr ist es von Haus aus jedoch nicht ausgestattet. Es fordert lediglich die Gemeinden auf, entsprechende Finanzierungsquellen und Ma\u00dfnahmen selbst zu erschlie\u00dfen. Soziale, personenbezogene und wirtschaftliche Interventionen sollen nun gleichrangig sein. Dieser Appell k\u00f6nnte suggerieren, dass die strukturellen Grenzen der bisherigen Praxis nicht mehr gelten. Doch sie bestehen weiterhin.<\/p>\n<p>Politisch schwankt das Programm zwischen hoheitlich-hierarchischer und kooperativ-egalit\u00e4rer Steuerung. Ihren hoheitlich-verfiigenden Charakter hat auch die Stadterneuerung l\u00e4ngst aus funktionalen Gr\u00fcnden durch kooperatives und koordinierendes Handelns erg\u00e4nzt (vgl. Selle 1996), seitdem etwa deutlich wurde, dass sich die Investitionsbereitschaft von Hauseigent\u00fcmern in der Mietermodernisierung nicht verordnen l\u00e4sst. Aus Steuerungsobjekten wurden so Steuerungssubjekte. Inzwischen gilt nicht nur f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer und Betriebsinhaber: Endogene Potenziale in den Quartieren, die das Programm f\u00f6rdern soll, k\u00f6nnen nicht durch exogene Vorgaben entfaltet werden. Mit der &#132;Sozialen Stadt&#148; wird nun auch diese Ambiguit\u00e4t von (vertikaler) Ressourcenvergabe und -kontrolle einerseits und (horizontaler) Koordination andererseits zum Programm. Denn hoheitliche Rahmensetzungen bleiben einerseits bestehen. Zweckbezogene Mittel m\u00fcssen zugewiesen und kontrolliert, r\u00e4umliches und sachliches Sonderrecht f\u00fcr deren Verwendung muss geschaffen werden, so z.B, mit der Gebietsabgrenzung. Andererseits ist die planende Verwaltung nur eine Akteurin unter mehreren, der mit anderen an der L\u00f6sung einer gesellschaftspolitischen Aufgabe beteiligt und auf die spezifischen Ressourcen der anderen angewiesen ist.<\/p>\n<h5><span id=\"ambivalenz-des-handelns-151-innovationsdynamik-durch-institutionell-abgesicherte-irritation\">Ambivalenz des Handelns &#151; Innova&shy;ti&shy;ons&shy;dy&shy;namik durch insti&shy;tu&shy;ti&shy;o&shy;nell abgesi&shy;cherte Irritation<\/span><\/h5>\n<p>K\u00f6nnen professionelle Akteure der Stadtplanung und der sozialen Berufe unter solchen widerspr\u00fcchlichen Handlungsvorgaben lernen? Oder verwirren ambivalente Auslegungen und f\u00fchren zu einer inkonsistenten Praxis? Im Zusammenhang einer regulativen Politik, die vor allem Problemdefinitionen und Deutungen richtigen Handelns mobilisieren muss, scheinen uneindeutige Handlungsvorgaben durchaus auch produktive Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Denn erst sie lassen neue Deutungen zu &#151; auch solche, die in Widerspruch zu bisherigen Problemdefinitionen und L\u00f6sungen stehen. Ambivalente Handlungsvorgaben werden zu einer wichtigen kognitiven Komponente, weil sie neue Ans\u00e4tze bef\u00f6rdern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Organisationssoziologie, Managementtheorie oder kulturtheoretische Untersuchungen hybrider Kulturen widmen sich seit einiger Zeit den produktiven Folgen von uneindeutigen, ambivalenten Handlungsvoraussetzungen. Sie k\u00f6nnen zeigen, dass im Umgang mit Differenz und mit Widerspr\u00fcchen eher eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr Innovationen liegen. Nicht deren Beseitigung, sondern ihr Fortbestehen und ihre produktiven Wirkungen stehen deswegen im Zentrum der iJberlegungen. Verbindet man diesen Gedanken mit netzwerktheoretischen Ans\u00e4tzen zu &#132;organisationalen Netzwerken&#148; (DiMaggio\/Powell 1991), die solche Irritationen institutionell absichern k\u00f6nnen, dann ergibt sich eine ver\u00e4nderte Perspektive. Erst eine solch institutionell abgest\u00fctzte Irritation bietet neue institutionelle Bearbeitungschancen und damit Chancen f\u00fcr Ver\u00e4nderung. Im Anreizcharakter f\u00fcr &#132;dritte Wege&#148; (vgl. Maclennan 2002) l\u00e4ge ihre St\u00e4rke. Deswegen liegt es nahe, solche \u00dcberlegungen auf das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; zu beziehen. Die Ambitionen des Programms m\u00fcssen deswegen nicht an seinen Ambivalenzen scheitern. Sie machen vielmehr das Gegenteil m\u00f6glich: Zweideutige Ansagen er\u00f6ffnen erste Schritte zur Durchsetzung neuer Richtungen.<\/p>\n<p>&#132;Symbolischer Mehrwert&#148;&#151; wie neue Interpretationen entstehen k\u00f6nnen Individuelle Lernprozesse sind symbolisch vermittelt. Neuere politikwissenschaftliche Ans\u00e4tze des Politikwandels setzen seit der &#132;kognitiven Wende&#148; Anfang der 90er Jahre verst\u00e4rkt auf die Wirkungsmacht von Ideen und Wissen, Deutungen, kurz: auf symbolisch vermittelte, kognitive Ursachen. Symbole wirken durch ihren Bedeutungs\u00fcberschuss. Anders als Zeichen sind Symbole nicht eindeutig. Die vielen Unsch\u00e4rfen und Uneindeutigkeiten des Programms &#132;Die Soziale Stadt&#148; bieten Ansatzpunkte f\u00fcr unterschiedliche Auslegungen: In Mehrzielprogrammen erzeugen sie gleichsam einen symbolischen Mehrwert, weil sie mehrere Deutungen zulassen. Bedeutungs\u00fcbersch\u00fcsse leisten Interpretationen Vorschub, die \u00fcber die unmittelbar bekannten Sachverhalte hinaus gehen. Auch divergierende Interessen und Interpretationen k\u00f6nnen sich auf dieselbe Grundlage berufen. In der so er\u00f6ffneten Auseinandersetzung um Deutungen wird der symbolische Mehrwert kapitalisiert.<\/p>\n<p>Bundesl\u00e4nder wie Baden-W\u00fcrttemberg w\u00fcnschten zwar bei den Verhandlungen um die erste Verwaltungsverordnung St\u00e4dtebauf\u00f6rderung 1999 eine finanzielle Aufstockung der Mittel, nicht jedoch ein qualitativ neues Programmelement; andere L\u00e4nder st\u00fctzten vor allem den neuartigen Ansatz der funktionalen Integration und Mittelb\u00fcndelung. F\u00fcr die Kommunen, die nahezu die gesamte Ausgestaltungslast des neuen Programms tragen, ist der Deutungskampf erst recht folgenreich, weil vor Ort die Politik der &#132;Sozialen Stadt&#148; erst Gestalt annimmt. Zwischen den Bundesl\u00e4ndern ist aktuell die Auseinandersetzung um die wechselseitige Deckungsf\u00e4higkeit der Haushaltsmittel der St\u00e4dtebauf\u00f6rderungsmittel erneut entbrannt und damit \u00fcber die Deutungshoheit, worin das Spezifikum der einzelnen Programms\u00e4ulen besteht &#151; bisher hat das Programm noch einen eigenen Ansatz, die Mittel sind damit nicht \u00fcbertragbar.<\/p>\n<h5><span id=\"iii-fazit-irritation-und-innovation\">III. Fazit: Irritation und Innovation<\/span><\/h5>\n<p>In den neuen, widerspr\u00fcchlichen Prozesselementen zwischen institutioneller Kontinuit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t in der Stadterneuerung liegen weder nur Beschr\u00e4nkungen oder negative Handlungspr\u00e4missen f\u00fcr planerisches Handeln, noch blo\u00dfe Widerspr\u00fcche symbolischer Politik oder allein blo\u00dfe Restriktionen, die das Handeln prim\u00e4r einengten. Das Programm &#132;Die Soziale Stadt&#148; setzt mit seinen mehrdeutigen Signalen auch positive Handlungspr\u00e4missen, die sich als \u00d6ffnung f\u00fcr neue Probleml\u00f6sungen deuten lassen. Zur Umsetzung der Ziele des Programms stehen gleichzeitig alte (aber nicht mehr angemessene) und neue (aber noch nicht bew\u00e4hrte) L\u00f6sungswege offen. Das ist die zwiesp\u00e4ltige Ausgangslage, die das Programm f\u00fcr kommunales Handeln erzeugt. Und es ist die Ausgangslage und Material f\u00fcr Lernprozesse.<\/p>\n<p>Der Programmabschnitt &#132;Die Soziale Stadt&#148; der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung scheint so erstmalig in der Stadtplanung eine explizit soziale Orientierung zu erm\u00f6glichen, um den Herausforderungen einer Stadtentwicklung des sozialen Ausgleichs mit einem ver\u00e4nderten Instrumentarium zu begegnen. Sie wird allerdings erst &#132;am laufenden Motor&#148; (Klaus Selle), im Experimentiermodus und in Suchprozessen entwickelt. Gegenstand der Betrachtung waren die Bedingungen und Ursachen, unter denen sich diese Anpassungsprozesse als Prozesse reflexiver Umsteuerung vollzogen.<\/p>\n<p>Die Ursachen daf\u00fcr, dass Lernprozesse innerhalb und mit der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung m\u00f6glich sind, liegen weniger in ihrer Finanzausstattung. Mit Bordmitteln allein vermag das Programm nur wenig von dem realisieren, was es beansprucht; es hat prim\u00e4r &#132;Appellcharakter&#148; (Heidede Becker). Im Kern ist der Programmteil &#132;Die Soziale Stadt&#148; der Stadterneuerung ein prim\u00e4r regulatives Politikmodell. Es soll neue Formen der Handlungskoordination erm\u00f6glichen, kann sie aber selbst weder vorschreiben noch erzwingen. Die Umst\u00e4nde, unter denen neue Formen der Stadterneuerung entwickelt und erprobt werden, sind zun\u00e4chst eher von Unsch\u00e4rfe und Unbestimmtheit gepr\u00e4gt. Paradoxerweise geh\u00f6ren sie zum regulativen Kern, der erst die Entwicklung neuer Modelle der Handlungskoordination erm\u00f6glicht. Mit einiger Plausibilit\u00e4t kann man die Elemente von Ambiguit\u00e4t und Ambivalenz, von Deutungs- und Aushandlungserfordernisse als. Elemente von Lernprozessen bezeichnen: Die Akteure lassen sich auf das Spiel riskanter Deutungen ein, nehmen neue Wege und Irritationen wie Wagnisse auf sich.<\/p>\n<p>Im Handlungsfeld der sozialen Stadterneuerung finden reflexive Umsteuerungen statt, wo ungleiche, z.T. einander ausschlie\u00dfende Ordnungen oder Handlungslogiken koexistieren, und wo widerstreitende oder einander scheinbar ausschlie\u00dfende Elemente verkn\u00fcpft werden (m\u00fcssen). Es geht dabei weniger um das traditionelle, inkrementale &#132;Verbesserungslernen&#148;, d.h. um die kontinuierliche Anpassung von Wahrnehmung und Handeln an sich wandelnde Bedingungen (Lernen erster Ordnung). Vielmehr werden hier die bisherigen Handlungspr\u00e4missen korrigiert (Lernen zweiter Ordnung, &#132;double loop&#148;) und vor allem reflexive Lernprozesse &#132;dritter Ordnung&#148; erzeugt, in denen Akteure oder Akteurssysteme die Pr\u00e4missen ihres eigenen Handelns selbst zum Gegenstand machen.<\/p>\n<p>Die Parallelen zwischen der Diskussion \u00fcber Lernprozesse und dem Beispiel der &#132;Erneuerung der Stadterneuerung&#148; liegen, auf eine knappe Formel gebracht, in einer Serie von Paradoxien. Lernprozesse in einem emergenten Politikfeld wie dem der &#132;Sozialen Stadt&#148;, so scheint es, sind immer doppelt, also an jeweils zwei Pole gleichzeitig gebunden:<\/p>\n<p>Zeitlich m\u00fcssen Lernprozesse Kontinuit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t vermitteln: Sie bauen auf den Fortbestand bisher g\u00fcltiger Normen, Regeln und Wahrnehmungen ebenso wie auch auf den (partiellen, gezielten) Bruch mit ihnen. Lernprozesse sind also in ihrer institutionellen Gebundenheit sowohl pfadabh\u00e4ngig als auch ungebunden als Sprung in der Evolution zu beschreiben;Sozial sind sie sowohl an die Einsicht und Verhaltens\u00e4nderung individueller Akteure als auch an den kollektiven, institutionell gesicherten Austausch mit anderen gebunden. Lernprozesse sind also Ergebnisse sozialen Lernens;<\/p>\n<p>Symbolisch speisen sie sich sowohl aus eindeutigen als auch an mehrdeutigen Sachverhalten; Lernprozesse sind dort m\u00f6glich, wo die Voraussetzungen und der Um-gang mit entsprechend ambiguen (sprich mehrdeutigen) Interpretationsangeboten und ambivalenten (sprich mehrwertigen) Interpretationsleistungen vorliegen;<\/p>\n<p>Kognitiv setzen sie die Parallelit\u00e4t von Au\u00dfen- und Binnenperspektive voraus: Sie kn\u00fcpfen sowohl an die Binnensicht der Akteure als auch an die Betrachterperspektive von au\u00dfen an; dies gibt dem mimetischen, nachahmenden Lernen \u00fcber &#132;gute Beispiele&#148; eine andere, grundlegendere Bedeutung; regulative Politik setzt damit besonders auf die kognitive Dimension: sie muss die Eigenschaften ausbilden, symbolisch anderes Denken und Handeln auch mit begrenzten finanziellen Ressourcen zu mobilisieren, Rechtlich liegen sie im Spannungsfeld zwischen der Gestaltungsmacht, die materiellen Verf\u00fcgungsrechten folgt und derjenigen, die sich aus Deutungen richtigen Handelns in diesen regulativen Arrangements ergibt. Die Deutungsk\u00e4mpfe liegen zwischen widerstreitenden politischen Interessenordnungen, in denen das politisch gewichtigere Argument, und jenen Bereichen des Handelns, in denen das bessere fachliche Argument z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ambiguit\u00e4t und Ambivalenzen des Programms &#132;Die soziale Stadt&#148; stellen die Akteure vor erhebliche Herausforderungen. Diese sind nicht Ausweis seiner gelungenen Konstruktion &#151; und erst Recht kein Garant f\u00fcr ein Gelingen des Prozesses. Praktiker irritiert die Unbestimmtheit der Programmvorgaben. Auch politisch ist das Programm unw\u00e4gbar. Die Programmkonstruktion beinhaltet immer auch die M\u00f6glichkeit des weiter-sowie-bisher: B\u00fcndnisse der Beharrung sind mindestens genauso m\u00f6glich wie das Entstehen von Ver\u00e4nderungskoalitionen. Auch die positiven Konnotationen des Lernbegriffs werden nicht automatisch eingel\u00f6st. Denn weder die hoheitlichen Ma\u00dfgaben eines Regelwerkes oder ein Finanzierungs-F\u00fcllhorn noch planende Verwaltungen allein k\u00f6nnen dieses Gelingen aus sich heraus erzeugen. Aber ihre widerspr\u00fcchlichen Vorgaben schaffen immer mehr Anl\u00e4sse, diese Voraussetzungen zum Thema einer ver\u00e4nderten Praxis zu machen: Sie k\u00f6nnen auch als produktive Irritation und damit ebenso als Geburts- und Innovationshelfer gesehen werden: Innovation und Lernen nicht trotz, sondern wegen der Ambivalenzen eines Programms.<\/p>\n<p>[1] Die hier vorgetragenen \u00dcberlegungen werden in einen ausf\u00fchrlicheren Kontext gestellt in meinem Beitrag: &#132;Die Soziale Stadt &#151; Lernprozesse in der Stadterneuerung? Das Programm &#132;Soziale Stadt&#148; zwischen Wandel und Kontinuit\u00e4t der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung&#148;; in: Altrock, U. et al. (Hg.) Planungsrundschau (1\/2004). Ursula Stein und Simon G\u00fcntner verdanke ich erg\u00e4nzende Hinweise.<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Becker, Heidede\/Franke, Thomas\/L\u00f6hr, Rolf-Peter\/R\u00f6sner Verena 2002: Drei Jahre Programm Soziale Stadt &#151; eine ermutigende Zwischenbilanz, Deutsches Institut f\u00fcr Urbanistik, Berlin<br \/>Braun, Dietmar 2001: Diskurse zur staatlichen Steuerung. \u00dcbersicht und Bilanz; in: Burth, Hans-Peter\/G\u00f6rlitz, Axel (Hg.): Politische Steuerung in Theorie und Praxis. Schriften zur Rechtspolitologie, Bd,12, Baden-Baden, 5.101-132<br \/>Bundesamt f\u00fcr Bauwesen und Raumordnung (BBR) 2002: Themenheft St\u00e4dtebauf\u00f6rderung, Informationen zur Raumentwicklung, Bonn-Bad Godesberg<br \/>DiMaggio, Paul\/Powell, Walter W. 1991: The iron cage revisited; in: Dies. (Hg.): The New Institutionalism in Organizational Analysis, Chicago, S. 63-83<br \/>Deutsches Institut f\u00fcr Urbanistik (Hg.) 2003: Strategien f\u00fcr die Soziale Stadt. Erfahrungen und Perspektiven &#151; Umsetzung des Bund-L\u00e4nder-Programms &#132;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf&#151; die Soziale Stadt&#148;, Berlin<br \/>Franke, Thomas\/L\u00f6hr, Rolf-Peter\/Sander, Robert 2000: &#132;Soziale Stadt &#151; Stadterneuerungspolitik als Stadtpolitikerneuerung&#148;; in: Archiv f\u00fcr Kommunalwissenschaften, Heft I112000, S. 243-268<br \/>Gualini, Enrico 2001: Planning and the intelligence of institutions. Interactive approaches to territorial<br \/>policy-making between institutional design and institution-building. Aldershot, Burlington u.a.<br \/>G\u00fcntner, Simon 2000: The Dynamics of Urban Regime Formation in Port Cities. MS-Dissertation, Cardiff: Universit\u00e4t Wales<br \/>Jessen, Johann 1997: Stadtplanung &#151; eine lernende Disziplin?; in: Die alte Stadt, Heft 1<br \/>Maclennan, Duncan 2002: Changing Neighbourhood Regeneraton in Britain; in: Walther, Uwe-Jens<br \/>(Hg.): Soziale Stadt &#151; Zwischenbilanzen. Ein Programm auf dem Weg in die Soziale Stadt?, Opla-<br \/>den, S. 279-249<br \/>Mayer, Margit 1995: Urban Governance in the Post-Fordist City; in: Healey, Patsy\/Cameron,<br \/>Stuart\/Graham, Stephen\/Madani-Pour, A. (Hg.): The New Urban Context, London 1995, S. 231-249 Moulaert, Frank 2000: Globalization and Integrated Area Development in European Cities, Oxford Painter, Joel Goodwin M. 2000: Local Governance after Fordism: A Regulationist Perspective; in:<br \/>Stoker\/G. (Hg.):1&#8217;he New Politics of British Local Governance, London, S. 33-53<br \/>Seile, Klaus 1996: Von der B\u00fcrgerbeteiligung zur Kooperation und zur\u00fcck; in: Planung und Kommunikation, Wiesbaden\/Berlin, S. 61-78<br \/>Siebel, Walter 1985: Baugesetzgebung aus soziologischer Perspektive; in: RaumPlanung 30, S. 160-163<br \/>van den Berg, Leo\/van den Meer, Jan\/Otgaar Alexander 1997: Metropolitan Organizing Capacity; Experiences with Organizing Major Projects in European Cities, Aldershot<br \/>Verwaltungsvereinbarung (VV) \u00fcber die Gew\u00e4hrung von Finanzhilfen des Bundes an die L\u00e4nder nach<br \/>Artikel 104a Absatz 4 des Grundgesetzes zur F\u00f6rderung st\u00e4dtebaulicher Ma\u00dfnahmen, 1999-2003 Walther, Uwe-Jens 2003: Innovation trotz Ambivalenz; in: vhw Nachrichten 2\/2003 (Mai)<br \/>Walther, Uwe-Jens 2004: Irritation und Innovation: Stadterneuerung als Lernprozess?; in: Greiffenhagen, Sylvia\/Neller, Katja (Hg.): Praxis ohne Theorie? Wissenschaftliche Diskurse zum Bund-L\u00e4nder-Programm &#132;Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf&#151; Die Soziale Stadt&#148;, Opladen<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2459],"publikationen":[1464],"class_list":["post-12406","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-uwe-jens-walther","publikationen-vorg-165"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>\u201eDie Soziale Stadt\u0094 - Stadterneuerung als Lernprozess? - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/die-soziale-stadt-stadterneuerung-als-lernprozess\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u201eDie Soziale Stadt\u0094 - Stadterneuerung als Lernprozess? - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u00dcber Versuche der selbstreflexiven Erneuerung eines Politikfeldes[1] aus: Vorg\u00e4nge Nr. 165 ( Heft 1\/2004), S.61-69 \u00a0 1. 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