{"id":12407,"date":"2004-03-02T16:30:00","date_gmt":"2004-03-02T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/staedtische-kreativitaet\/"},"modified":"2004-03-02T12:00:00","modified_gmt":"2004-03-02T11:00:00","slug":"staedtische-kreativitaet","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/staedtische-kreativitaet\/","title":{"rendered":"St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Neue Strategien f\u00fcr den kommunalen Wandel<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge 165 ( Heft<\/p>\n<p>Demographische und wirtschaftliche Schrumpfungs- oder\u00a0<\/p>\n<p>Stagnationsprozesse, \u00fcberregionale Abwanderungen, anhaltende Suburbanisierungstendenzensnwie ein erheblicher Wohnungsleerstand kennzeichnen seit einigen Jahren viele St\u00e4dte und Gemeinden in den neuen L\u00e4ndern. Die Kommunen reagieren darauf, indem sie ihre mittel- und langfristigen Entwicklungsziele \u00fcberpr\u00fcfen und &#150; je nach der \u00f6rtlichen Situation und den vorausschaubaren Entwicklungsverl\u00e4ufen &#8211; strukturell neue, integrierte Konzepte erarbeiten. Sie konzentrieren sich dabei &#8211; unterst\u00fctzt durch entsprechende F\u00f6rderprogramme &#8211; vor allem auf die zweifellos dr\u00e4ngenden st\u00e4dtebaulichen und. wohnungswirtschaftlichen Probleme des Stadtumbaus. Es wird also an den Symptomen der Schrumpfungs- und Leerstandsentwicklung angesetzt. Dabei wird es vielfach vers\u00e4umt, nach den grundlegenden Ursachen und Entwicklungen zu fragen. Manche Autoren sind der Auffassung, dass hierdurch eine Auseinandersetzung \u00fcber unser bisheriges Wachstumsmodell des ,Schneller &#8211; h\u00f6her &#150;weiter` vermieden wird, das sich m\u00f6glicherweise grundlegend \u00fcberlebt habe (u.a. Bohne 2003; Grymer 2003). Dies erfordere wahrscheinlich ein viel radikaleres Umdenken, als es uns bereits heute der aktuelle Stadtumbau abverlangt. Doch wie tiefgreifend die Strukturkrise auch sein mag: In jedem Fall sind in gro\u00dfem Umfang Innovationen und Kreativit\u00e4t notwendig, um sowohl in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht neue Perspektiven f\u00fcr die ostdeutschen St\u00e4dte zu entwickeln.<\/p>\n<p>Gleichzeitig aber sind Stagnation und Schrumpfung oft verbunden mit Erscheinungen wie L\u00e4hmung, Resignation und Selbstzweifel. Der Verlust an Einwohnern gilt als sichtbares Zeichen f\u00fcr eine wirtschaftliche und kulturelle Abw\u00e4rtsentwicklung. Karl-Dieter Keim spricht hier in Anlehnung an Lepsius (1965) von einem &#132;System der sozialen Stagnation&#148; (Keim 2003: 15). Er verweist darauf, dass kognitive Probleme mit zu dem Syndrom gerechnet werden m\u00fcssen, welches die derzeitige Krise in der Entwicklung von St\u00e4dten Ostdeutschlands (aber nicht nur dort) ausmacht. Kognitive Probleme, die gepr\u00e4gt sind durch eine staatlich ausgerichtete Versorgungsmentalit\u00e4t, die Beibehaltung kultureller und sozialer Traditionen sowie die Erfahrungen mit pers\u00f6nlichen Entt\u00e4uschungen und Beeintr\u00e4chtigungen, f\u00fchren dazu, dass Resignation und kulturelle Abschirmung im Alltagshandeln leicht die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Voraussetzungen f\u00fcr eine erfolgversprechende neue Positionsbestimmung der St\u00e4dte sowie eine auch f\u00fcr die Bewohner akzeptable Entwicklung sind unter diesen Bedingungen ein &#132;neues Denken&#148; und die Entwicklung einer interaktiv angelegten st\u00e4dtischen Kreativit\u00e4t als zentrales Arbeitsprinzip in den Kommunen. Kreatives Handeln fu\u00dft dabei auf einer erweiterten st\u00e4dtischen Kommunikation und Kooperation. Es wird m\u00f6glich durch die Zusammenf\u00fchrung von und Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem \u00f6ffentlichen, privaten und freiwilligen Sektor und die Verst\u00e4ndigung auf gemeinsame strategische Ziele. Ein solches Kreativit\u00e4tskonzept, dass offen ist f\u00fcr neue Impulse und unkonventionelles Handeln, kann M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnen, gerade die strukturell bedingten Stagnationsmerkmale zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<h5><span id=\"wie-entsteht-staedtische-kreativitaet\">Wie entsteht st&auml;dtische Kreati&shy;vi&shy;t&auml;t?<\/span><\/h5>\n<p>Welche Faktoren sind verantwortlich, um ein Klima zu schaffen, dass die Herausbildung latent vorhandener st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t beg\u00fcnstigt? Bei einer Antwort kann der Blick \u00fcber den deutschen Tellerrand hinaus helfen. Denn Trends massiver Strukturbr\u00fcche und zur\u00fcckgehender Bev\u00f6lkerungszahlen finden sich durchaus auch in West- und S\u00fcdeuropa oder Nordamerika. In den n\u00f6rdlichen Industriest\u00e4dten Englands (Liverpool, Manchester, Huddersfield), im US-amerikanischen sogenannten rustbelt mit Detroit, oder anderen einst den industriellen Fortschritt markierenden Regionen zeigt bzw. zeigte sich ein \u00e4hnliches Bild.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen aus unterschiedlichen St\u00e4dten belegen, dass es f\u00fcr die Entfaltung st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t einige wesentliche Voraussetzungen oder Ausl\u00f6ser gibt (vgl. u.a. Wood 2003: 30\u00a3; Liebmann\/Robischon 2003b):<\/p>\n<p><i>a) Bewusstmachen einer Krise<\/i><\/p>\n<p>in politischer oder wirtschaftlicher Zusammenbruch hinterl\u00e4sst Freir\u00e4ume, in denen vor-her aussichtslose Ideen Wurzeln schlagen k\u00f6nnen. Problemkonstellationen in Krisensituationen schw\u00e4chen die argumentative Position von Akteuren, die an traditionellen Denk-und L\u00f6sungsmustern festhalten. Krisen erleichtern es dadurch, neue Wege zu gehen. Sie bieten einen Anlass, herk\u00f6mmliche Handlungswege und altbew\u00e4hrte Routinen zu verlassen. Allerdings ist das blo\u00dfe Vorhandensein einer Krisensituationen noch keine Garantie f\u00fcr das Entstehen von Kreativit\u00e4t. Hierzu bedarf es weiterer Voraussetzungen. Zudem k\u00f6nnen Krisensituation kreatives Handeln auch erheblich erschweren. In ostdeutschen St\u00e4dten wird diese Gefahr besonders wegen des geringen finanziellen Handlungsspielraums der Kommunen gesehen. Die wenigen vorhandenen Mittel werden vielfach angesichts des Erfolgsdrucks nur f\u00fcr absolut sicher erscheinende, bew\u00e4hrte Vorhaben und eben nicht f\u00fcr &#132;kreative Experimente&#148; eingesetzt, die eventuell auch Misserfolge bringen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><i>b) Ressourcen f\u00fcr die Entwicklung der St\u00e4dte erkennen<\/i><br \/>Die Zusammenf\u00fchrung \u00f6ffentlicher, privater und freiwilliger Sektoren sowie leistungsf\u00e4higer lokaler Akteure und die Verst\u00e4ndigung auf gemeinsame strategische Ziele erm\u00f6glichen die Entfaltung von st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t. Potenzielle Ressourcen f\u00fcr die Entwicklung von St\u00e4dten k\u00f6nnen dann in einem wesentlich breiteren Bereich gesehen werden, als dies \u00fcblicherweise der Fall ist. So k\u00f6nnen bspw. Standortvorteile, die Pr\u00e4senz von Unternehmen und Organisationen mit Know-how, die Verf\u00fcgbarkeit von Forschungsinstitutionen ebenso wie mentale Aspekte &#150; die Zuversicht der B\u00fcrger, die Bilder und Wahrnehmungen \u00fcber Platz-Qualit\u00e4ten, Potenziale der Stadtgeschichte und st\u00e4dtischer Traditionen bzw. Werte als Ansatzpunkte erkannt werden (Landry 2000).<\/p>\n<p>Diese auf den ersten Blick selbstverst\u00e4ndlich klingende Erkenntnis erh\u00e4lt ihre besondere Relevanz, betrachtet man die in den letzten Jahren von den ostdeutschen Kommunen erarbeiteten Stadtentwicklungskonzepte. Dabei zeigt sich, dass in der Regel nur die Akteursgruppen in Stadtentwicklungsprozesse eingebunden werden, die f\u00fcr die Umsetzung von konkreten Stadtum- bzw.<\/p>\n<p>Stadtr\u00fcckbauma\u00dfnahmen unerl\u00e4sslich sind (Wohnungsunternehmen, Stadtwerke etc.). Akteure au\u00dferhalb des unmittelbaren T\u00e4tigkeitsbereiches ,Stadtumbau` hingegen (z.B. aus dem Wissens- und Bildungsbereich) werden bisher kaum wahrgenommen, vorhandene endogene Potenziale in \u00dcberlegungen zur Stadtentwicklung zu wenig einbezogen.<\/p>\n<p><i>c) Governance und organisatorische Kapazit\u00e4t<\/i><br \/>Schwach ausgepr\u00e4gte lokale Kommunikationskulturen und kooperationshemmende Rahmenbedingungen in der \u00f6ffentlichen Verwaltung setzen der Entfaltung von Kreativit\u00e4t in der Kommune enge Grenzen. Doch ohne einen effektiven institutionellen Rahmen wird keine Stadt in der Lage sein, ihre kreativen Ideen in Handlungen umzusetzen. Wenn jedoch festgefahrene Strukturen von einer kooperativen Orientierung an der L\u00f6sung von Sachproblemen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen, sind Voraussetzungen f\u00fcr eine zukunftsorientierte Politik auf kommunaler Ebene gegeben. Eine klare Arbeitsteilung zwischen Kommunalpolitik und Verwaltung f\u00f6rdert zugleich kreatives Handeln und den verantwortlichen Umgang mit offenen Ergebnissen. Das kreative Potenzial der Kommunalverwaltung kann z.B, durch \u00c4mter\u00fcbergreifende Zusammenarbeit in Projekten, eine gezielte Ausdehnung des Akteursspektrums in der Stadtentwicklung oder die Einbeziehung externen Know-hows entwickelt werden.<\/p>\n<p>Ein ver\u00e4ndertes Rollenverst\u00e4ndnis der lokalen politisch-administrativen Systeme schlie\u00dft auch eine andere Sichtweise der Erwartungen und Leistungsf\u00e4higkeit der B\u00fcrger ein. Auf dieser Basis kann nach Wegen gesucht werden, wie die lokalen Akteure und Interessengruppen zusammenwirken und durch neue Formen der Kooperation &#132;Synergien&#148; hervorbringen k\u00f6nnen, mit denen bei geringerem Aufwand mehr Wirkung erzielt wird.<\/p>\n<p><i>d) Einfl\u00fcsse von au\u00dfen<\/i><br \/>Manche St\u00e4dte sind so sehr in ihren eigenen Problemen verstrickt, dass sie klar auf der Hand liegende L\u00f6sungen gar nicht mehr wahrnehmen k\u00f6nnen. Dies kann dann durch einen Beobachter von au\u00dfen oder durch die Einbeziehung eines externen Beraters geleistet werden. Auf einer anderen Ebene kann das Hinzukommen einer neuen Gruppe von<br \/>Heike Liebmann\/Tobias Robischon: St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t\u00a073<br \/>Menschen, beispielsweise einer ethnischen Minderheit, ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine neue Form der Regeneration einer Stadt werden. Einfl\u00fcsse von au\u00dfen erm\u00f6glichen so externe Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die interne Dynamik.<\/p>\n<p><i>e) Neue Fehlerkultur<\/i><br \/>Will man die bisher ausgetretenen Wege verlassen, bedarf es eines ver\u00e4nderten Umgangs mit Fehlern und Fehlentwicklungen. Bislang will man zu oft noch in Projekten und Planungen mit ungeheurem Vorab-Aufwand Risiken und Unsicherheiten vermeiden. In die perfekte Planung und Fehlervermeidung, in das Bedenken und Ber\u00fccksichtigen aller Eventualit\u00e4ten wird soviel Kraft und Aufmerksamkeit investiert, dass h\u00e4ufig der Eindruck entsteht, es ginge gar nicht mehr darum, etwas positiv zu schaffen. Mit einer solchen Haltung ist eine kreative Stadtentwicklung nicht vereinbar (Grymer 2003).<\/p>\n<h5><span id=\"freiraeume-fuer-kreative-experimente\">Freir&auml;ume f&uuml;r kreative Experimente<\/span><\/h5>\n<p>Kreatives Handeln braucht Mut zum kalkulierten Risiko. Die bewusste Ver\u00e4nderung nicht mehr ad\u00e4quater Handlungsmuster setzt zumeist voraus, mit Routinen zu brechen. Damit sich in der Stadtentwicklung kreatives Handeln entfalten kann, ist die &#132;Kultivierung des Experiments&#148; notwendig &#150; also die Bereitschaft, kalkulierte Risiken einzugehen, verbunden mit einem verantwortungsvollen Umgang mit offenen Ergebnissen.<\/p>\n<p>Nicht jede Neuerung ist mit Risiken verbunden. Doch die Bereitschaft, Risiken ein-zugehen, ist eine wesentliche Grundlage daf\u00fcr, dass neue, kreative Ideen entwickelt und erprobt werden k\u00f6nnen. Zur Risikobereitschaft z\u00e4hlt auch, die M\u00f6glichkeit des Scheiterns zu akzeptieren. Dies verlangt von Organisationskulturen, in denen Misserfolge totgeschwiegen oder sch\u00f6ngeredet werden, erhebliche Umstellungen. Der Mut, Neues zu wagen, verlangt aber nicht danach, willk\u00fcrlich herumzuprobieren. Notwendig ist ein experimentelles Vorgehen, also begrenzte und beobachtete Versuche. Erst die n\u00fcchterne Auswertung erfolgreicher wie gescheiterter Versuche erlaubt ein Organisationslernen. In aller Regel wird es der Entwicklung neuer Verfahren f\u00fcr die Beobachtung und Auswertung solcher Versuche bed\u00fcrfen.<\/p>\n<p><i>g) Best practice benchmarking<\/i><br \/>Der ehrgeizige Wettbewerb zwischen Gruppen oder Individuen, sowie Leistungsvergleiche (Best practice benchmarking) als Strategie, sich mit vergleichbaren St\u00e4dten zu messen und Innovationen durch Wettbewerb und Lernen von Vorbildern vor-anzutreiben, f\u00f6rdern die Entwicklung st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p><i>h) Projekte, Beteiligung und Ideenpools<\/i><br \/>Wenn Freir\u00e4ume f\u00fcr b\u00fcrgerschaftliche Beteiligung geschaffen werden und ein Klima entsteht, in dem der Meinungsstreit und die Bildung von Netzwerken gef\u00f6rdert werden, beg\u00fcnstigt dies die Herausbildung einer st\u00e4dtischen Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ein wesentliches Instrument sind in diesem Zusammenhang gemeinsame Projekte. In Projekten k\u00f6nnen neue Arbeitsweisen erprobt und Akteursnetzwerke aufgebaut werden. Der gemeinsame Erfolg kann negative Grundstimmungen umkehren. Nachhaltige Wirkungen k\u00f6nnen Projekte aber nur erzielen, wenn sie mit klaren strategischen Zielsetzungen verbunden werden. Projekte erzeugen Aufmerksamkeit und l\u00f6sen Mobilisierungseffekte aus. Damit verbindet sich die Hoffnung auf eine Katalysator-Wirkung: Die Ausstrahlung des Projekts hat Effekte auf die Standortqualit\u00e4t und das Image und gibt Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr weitere Innovationen Dritter. Oft mobilisiert die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit zahlreiche Akteure derart, dass Projekte eine Eigendynamik entfalten. Diese von der \u00f6ffentlichen Aufmerksamkeit gesteuerte Dynamik wird damit selbst zu einer wesentlichen Triebkraft f\u00fcr Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>Zu st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t z\u00e4hlen demnach nicht nur der Kontext, in dem Innovationen entstehen und Fu\u00df fassen k\u00f6nnen, sondern auch die institutionellen F\u00e4higkeiten, aus Ideen Taten werden lassen. Beide Aspekte st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t k\u00f6nnen durch bestimmte Methoden und Instrumente gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<h5><span id=\"das-britische-fallbeispiel-huddersfield\">Das britische Fallbei&shy;spiel Hudders&shy;field&lsquo;<\/span><\/h5>\n<p>Wir stellen an dieser Stelle beispielhaft einen Kreislauf urbaner Kreativit\u00e4t vor, wie er f\u00fcr die nordenglische Stadt Huddersfield entwickelt wurde. Huddersfield, eine typische durch die industrielle Revolution hervorgebrachte Stadt, geriet Mitte der 1980er Jahre in eine ernste Krise, als die meisten Textilfabriken und Kohlegruben in der Stadt bzw, der Region geschlossen wurden. Ab Mitte der 1990er Jahre erhielt Huddersfield den Status eines URBAN-Pilotprojektes und nutzte dieses zur Umsetzung einer eigenen Creative<br \/>Town Initiative.<\/p>\n<p>Der Kreislauf urbaner Kreativit\u00e4t ist sowohl ein theoretisches Konzept als auch ein dynamisches Instrument, mit dem &#132;erneuerbare urbane Energie&#148; erzeugt und eine Stadt damit &#132;angetrieben&#148; wird. Das Kreislaufkonzept geht von der \u00dcberzeugung aus, dass Kreativit\u00e4t f\u00fcr die Entwicklung einer Stadt nutzbar gemacht werden kann &#150; und dass Kreativit\u00e4t andererseits auch vergeudet werden kann, wenn sie nicht auf eine intelligente Art und Weise strategisch gelenkt wird. Das Konzept erkennt an, dass Kreativit\u00e4t in vielen verschiedenen Formen, mit Hilfe verschiedener Mittel und in unterschiedlichen Phasen eines Entwicklungsprozesses zutage treten kann, und dass sie auf viele verschiedene Arten und durch viele verschiedene Handelnde ihren Ausdruck finden kann.<\/p>\n<h5><span id=\"der-kreislauf-besteht-aus-fuenf-phasen\">Der Kreislauf besteht aus f&uuml;nf Phasen: <\/span><\/h5>\n<h5><span id=\"1-die-faehigkeit-staerken-ideen-hervorzubringen\">1. Die F&auml;higkeit st&auml;rken, Ideen hervor&shy;zu&shy;bringen<\/span><\/h5>\n<p>Wie entstehen neue Ideen und Einsichten, innovative Gesch\u00e4ftsmodelle, k\u00fcnstlerische Sch\u00f6pfungen, Erfindungen, neuartige Dienstleistungen? Gibt es in der Stadt gen\u00fcgend Menschen, die in neuen Bahnen denken? Nimmt irgend jemand Notiz von ihnen? Gibt es M\u00f6glichkeiten, mehr Menschen dazu anzuregen, \u00f6fter und mehr ldeen zu haben? Ziel dieser Phase ist es, das Niveau der in der Stadt gef\u00fchrten Debatte anzuheben und den Kreis der daran beteiligten Personen auszuweiten. Es geht darum, mehr Leute dazu bringen, Fragen zu stellen: &#132;Warum ist die Stadt so, wie sie ist &#150; warum kann sie nicht anders sein?&#148; und &#132;Warum ist mein Leben so, wie es ist &#150; warum kann es nicht anders sein?&#148; Erreicht werden kann dies durch ein erweitertes Angebot von Veranstaltungen, Ausstellungen, Debatten und Vortr\u00e4gen, die daf\u00fcr sorgen, dass Bewohner einer Stadt die M\u00f6glichkeit haben, Orte zu besuchen, die ihnen neue Anregungen geben k\u00f6nnen. In Huddersfield wurde dazu ein &#132;Forum der Kreativit\u00e4t&#148; gegr\u00fcndet. Mit Hilfe der ortsans\u00e4ssigen Theatergruppe Proper Job wurden Hunderte vor allem junge und zumeist arbeitslose Einwohner in einen Trainingsprozess mit dem Titel The Lab eingebunden, der ihren Horizont erweiterte und dazu f\u00fchrte, dass eine gro\u00dfe Gruppe von Menschen zur aktiven Teilnahme am kreativen Prozess fand. Einen weiteren Baustein bildete ein &#132;Millenniums-Wettbewerb&#148;, bei dem die Einwohner aufgerufen waren, sich bis zum Ende des Jahres 2000 mit 2000 neuen Ideen und st\u00e4dtischen Innovationen zu beteiligen.<\/p>\n<h5><span id=\"2-ideen-verwirklichen\">2. Ideen verwirk&shy;li&shy;chen<\/span><\/h5>\n<p>Kreative Ideen sind eine Sache, aber seine Rechnungen kann damit noch niemand bezahlen. Wie k\u00f6nnen wir sicherstellen, dass mehr Menschen die M\u00f6glichkeit bekommen, ihre Ideen auszutesten und in Form neuer Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen in die Praxis umzusetzen? Welche Unterst\u00fctzung und Ermutigung brauchen sie in Form von Geld, Ratschl\u00e4gen, Ausr\u00fcstungen &#150; und was geschieht, wenn sie scheitern und noch einmal von vorn anfangen m\u00fcssen? In Huddersfield wurden sogenannte &#132;Treibhaus-&#148; und &#132;Inkubator-&#8222;Programme ins Leben gerufen, in deren Rahmen Menschen mit Ideen, Menschen mit Erfahrung und Menschen mit Geld zusammengef\u00fchrt wurden. Personen mit modellhaften Ideen wurden kleine Stipendien und Darlehen zur Verf\u00fcgung gestellt (wobei die Betonung auf &#132;klein&#148; liegt), neu gegr\u00fcndete Unternehmen konnten B\u00fcror\u00e4ume kosten-frei nutzen. Organisiert wurde ein &#132;Beratungsprogramm f\u00fcr Erfinder&#148; sowie eine Initiative, in deren Rahmen erfahrene Unternehmer als Mentoren f\u00fcr neu gegr\u00fcndete Firmen agierten. Weiterhin wurde ein &#132;Unternehmerprogramm&#148; f\u00fcr Schulen entwickelt, in dem die Sch\u00fcler lernen konnten, wie man ein Unternehmen f\u00fchrt.<\/p>\n<h5><span id=\"3-netzwerke-aufbauen-ideen-verbreiten\">3. Netzwerke aufbauen, Ideen verbreiten<\/span><\/h5>\n<p>In jeder Stadt gibt es viele Leute, die ihre Ideen verwirklichen &#150; aber wird die Stadt dadurch zu einem kreativen Gemeinwesen? Viel gr\u00f6\u00dfere Werte k\u00f6nnen geschaffen werden, wenn Menschen beginnen, zusammenzuarbeiten und ihre Kreativit\u00e4t und ihre Ressourcen miteinander zu teilen. Welche Mechanismen k\u00f6nnen Menschen und Organisationen dabei helfen, sich so zu verhalten? In Huddersfield wurde in einem Audit-Verfahren erstmals erfasst, wie viele Unternehmen an kreativen Aktivit\u00e4ten teilnahmen. Auf dieser Basis wurde eine Kontakt-Datenbank aufgebaut, um Informationen und Wissen auszutauschen. Realisiert wurden regelm\u00e4\u00dfige &#132;Netzwerk-Veranstaltungen&#148;, auf denen kreative Unternehmer Gleichgesinnte treffen konnten.<\/p>\n<h5><span id=\"4-plattformen-zur-herstellung-schaffen\">4. Plattformen zur Herstellung schaffen<\/span><\/h5>\n<p>An einem bestimmten Punkt angelangt, ben\u00f6tigen kreative Menschen und Organisationen Orte, an denen sie die Produkte, Dienstleistungen oder Kunstformen, die Ausdruck ihrer Kreativit\u00e4t sind, erstellen k\u00f6nnen. Dies umfasst die gesamte materielle und virtuelle Infrastruktur einschlie\u00dflich der Gesch\u00e4ftszentren, Produktionsst\u00e4tten, Studios, Galerien oder Websites, die die geeigneten Eigenschaften und Merkmale aufweisen und zu einem fairen Preis verf\u00fcgbar sein m\u00fcssen. Mit der Bereitstellung entsprechender R\u00e4ume kann Kreativit\u00e4t dann auch im Stadtbild tats\u00e4chlich sichtbar werden.<\/p>\n<h5><span id=\"publikum-gewinnen-maerkte-aufbauen\">Publikum gewinnen, M&auml;rkte aufbauen<\/span><\/h5>\n<p>Zu guter Letzt: Ideen, Produkte, Erfahrungen und Dienstleistungen haben keinen Wert, wenn sie nicht irgendwer irgendwo benutzen oder kaufen will. Hat die Stadt M\u00f6glichkeiten, ihre Ideen und Produkte so zu pr\u00e4sentieren, dass dies andere Menschen erreicht und anzieht? Und kann sie das Publikum oder den Markt auf einem akzeptablen Niveau versorgen? Damit sich die Ideen so weit wie m\u00f6glich verbreiten, wurde in Huddersfield viel in das Training von Marketing- und Vertriebsmethoden, und in Informationsverbreitung durch Websites und Publikationen, Ausstellungen und Vortr\u00e4ge investiert.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen aus Huddersfield zeigen: Wenn ein Publikum oder ein Markt mit Ideen und Produkten erreicht und zufriedengestellt wird, dann erzeugt dies eine Dynamik, die nicht nur den kreativen Prozess der vorhergehenden Phasen belohnt, sondern auch neues Ideenpotenzial kr\u00e4ftig anschiebt. So entsteht ein Kreislauf urbaner Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Doch wenn es so einfach zu sein scheint, Kreativit\u00e4t in einer Stadt zu entwickeln: Warum gelingt es oft nicht? Eine Ursache besteht sicher darin, dass Kommunen sich auf einzelne Phasen des Kreislaufs konzentrieren und andere dabei au\u00dfer acht lassen. So sind in vielen ostdeutschen St\u00e4dten in den letzten zehn Jahren Innovationsparks, Gr\u00fcnderzentren usw. errichtet worden. Doch wenn es parallel dazu nicht gelingt, ein Milieu zu schaffen, das die Menschen dabei unterst\u00fctzt, Ideen zu entwickeln und diese mit an-deren zu teilen, dann werden die vorhandenen &#132;Plattformen&#148; ungen\u00fcgend genutzt oder weitgehend mit alten oder \u00fcberholten Aktivit\u00e4ten befasst sein. In gleicher Weise kann eine Stadt zwar voller Bars und Caf\u00e9s sowie reichlich ausgestatteten Forschungseinrichtungen sein, in denen die Menschen eine Menge neuer Ideen hervorbringen &#151; wenn die Stadt jedoch nicht f\u00e4hig ist, diese Ideen in Dinge zu verwandeln, die sie vermarkten und verkaufen kann, so wird sie nicht in der Lage sein, ihre kreativen Menschen zu belohnen &#151; und diese entscheiden sich dann m\u00f6glicherweise zur Abwanderung.<\/p>\n<h5><span id=\"132staedtische-kreativitaet148-in-ostdeutschland\">&#132;St&auml;dtische Kreati&shy;vi&shy;t&auml;t&#148; in Ostdeut&shy;sch&shy;land?<\/span><\/h5>\n<p>Es besteht die begr\u00fcndete Hoffnung, dass durch die F\u00f6rderung st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t die notwendigen neuen Ans\u00e4tze zur Regeneration schrumpfender St\u00e4dte in Ostdeutschland gefunden werden k\u00f6nnen. Allerdings ist Kreativit\u00e4t nur ein Mittel, um L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zu finden, nicht bereits die L\u00f6sung selbst.<\/p>\n<p>Projekte zur Entwicklung st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t k\u00f6nnen aber vermutlich nicht ohne weiteres in den laufenden Stadtumbauprozess integriert werden; dies ist auf unterschiedliche Ausrichtung der Verfahren und ihre grundlegende Planungsphilosophie zur\u00fcckzuf\u00fchren, Den auf den Integrierten Stadtentwicklungskonzepten beruhenden kommunalen Umbauprogrammen liegt zumeist die Philosophie des umfassenden Masterplans zugrunde, der als abgestimmtes integrales Gesamtkunstwerk entwickelt wird und gleicherma\u00dfen st\u00e4dtebauliche, wohnungswirtschaftliche und infrastrukturtechnische Aspekte der Wegnahme \u00fcberfl\u00fcssiger Wohnungen regelt. Diese Vorgehensweise ist dort sehr erfolgreich, wo eine \u00fcberschaubare Zahl (ver-)handlungsf\u00e4higer Akteure das Geschehen bestimmt, und ger\u00e4t dort an seine Grenzen, wo die Zahl der Akteure zu gro\u00df ist bzw, es ihnen an Artikulationsf\u00e4higkeit mangelt (z.B. die privaten Einzeleigent\u00fcmer in einem Altbauquartier). Die M\u00f6glichkeiten der Beteiligung und Aktivierung einer gr\u00f6\u00dferen Zahl unterschiedlicher Akteure sind in diesem Kontext bisher offenbar weder erfolgversprechend noch w\u00e4ren sie einer z\u00fcgigen Marktbereinigung dienlich.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t aber setzt an einem anderen Punkt an. Hier geht es nicht um die Anpassung eines zu gro\u00df gewordenen baulichen Kleides an eine ver\u00e4nderte, kleinere Nachfrage. Vielmehr geht es hier um grunds\u00e4tzliche Fragen der st\u00e4dtischen Regeneration im Kontext des Stadtumbaus. Es gilt, eine neue Politik der St\u00e4dte und neue Perspektiven f\u00fcr die Stadtentwicklung in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller wie auch baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht zu entwickeln. Dazu m\u00fcssen die St\u00e4dte bereit sein, sich &#151; wie z.B, in der Initiative Stadt 2030 des BMBF angeregt (vgl, den Beitrag von Stephanie Bock\/Bettina Reimann in diesem Heft) &#151; auf deutlich breiterer Basis mit den Zukunftschancen ihrer jeweiligen Stadt auseinander zu setzen. Dies geschieht bisher noch in zu geringem Ma\u00dfe &#151; deshalb werden vorhandene Ans\u00e4tze st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t bisher noch kaum wahrgenommen. Letztlich werden die St\u00e4dte angesichts der komplexen Problemlage beide Ans\u00e4tze miteinander verschr\u00e4nken m\u00fcssen. Dies bedeutet, die bauliche Anpassung des Bestandes mit der Regenerierung der Kommunen durch F\u00f6rderung von Kreativit\u00e4t und Innovation zu verbinden. Nur so entstehen in den St\u00e4dten Lebensbedingungen, die eine weitere Abwanderung von Bev\u00f6lkerung und damit die immer neue Produktion von Leerstand stoppen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#132;St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t&#148; ist ein noch junges Konzept f\u00fcr erfolgversprechende Handlungsstrategien zur Regenerierung schrumpfender St\u00e4dte, das deren strukturelle, institutionelle und mentale Voraussetzungen einbezieht. Kreativit\u00e4t verschafft noch keine L\u00f6sung f\u00fcr die st\u00e4dtischen Probleme, aber sie liefert den Entscheidungstr\u00e4gern ein neues, breiteres Ideenspektrum, mit dem sie arbeiten k\u00f6nnen. Dazu bedarf es einer Politik, die mit geeigneten flankierenden Ma\u00dfnahmen die Wahrscheinlichkeit der Entfaltung von kreativen Milieus im politischen, unternehmerischen und sozialen Bereich erh\u00f6ht. Als Schl\u00fcsselelemente einer solchen Strategie gelten neue Lernkonzepte, eine bestimmte Netzwerkarchitektur und die regionale Selbstregulation.<\/p>\n<p>Unter den Bedingungen abnehmender Steuerungs- und Handlungsf\u00e4higkeit auf kommunaler Ebene werden Kreativit\u00e4t, Innovations- und Lernf\u00e4higkeit zu Schl\u00fcsselfaktoren st\u00e4dtischer Entwicklung. Die Kommunen m\u00fcssen danach streben, wirtschaftlichen Ideenreichtum mit einer nachhaltigen Entwicklung und der St\u00e4rkung des st\u00e4dtischen Gemeinwesens zu vereinen, um ihre Stadtentwicklung voranzutreiben. Lebensqualit\u00e4t in St\u00e4dten wird dabei zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsinstrument werden.<\/p>\n<p><b>* <\/b>Der Beitrag ist eine \u00fcberarbeitete Fassung des Textes Innovation, Kreativit\u00e4t und Lernprozesse &#150; gelingt so der Stadtumbau?, der in Heft 1\/2004 der Planungsrundschau erschienen ist.<br \/>1 Dieser Abschnitt st\u00fctzt sich auf eine Pr\u00e4sentation von Phil Wood auf dem gemeinsamen Symposium des Institut f\u00fcr Regionalentwicklung und Strukturplanung und der Schader-Stiftung St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#150; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau am 10. September 2003 in Erkner sowie Wood 2003.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Bohne, Rainer, 2003: Planung ohne Tabus; in: Planerin 2\/2003, S. 31-33<br \/>Grymer, Herbert, 2003: Stadtentwicklung trotz Schrumpfung? Einige Bemerkungen \u00fcber die mentalen Hemmnisse st\u00e4dtischer Kreativit\u00e4t; in: Liebmann, Heike\/Robischon, Tobias (Hg.): St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#151; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau, Erkner\/Darmstadt, S. 184-195<br \/>Hall, Peter, 1998: Cities in Civilisation, London<br \/>Keim, Karl-Dieter 2003: Zur Notwendigkeit kreativer Arbeitsformen bei der Stadtentwicklung; in: Liebmann, Heike\/Robischon, Tobias (Hg.): St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#151; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau, Erkner\/Darmstadt, S. 14-25<br \/>Landry, Charles, 2000: The Creative City: A Toolkit for Urban Innovators, London<br \/>Lepsius, Rainer M., 1965: Immobilismus: das System der sozialen Stagnation in S\u00fcditalien; in: Jahrb\u00fccher f\u00fcr National\u00f6konomie und Statistik, Bd. 177, S. 304-342<br \/>Liebmann, Heike\/Robischon, Tobias 2003: St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t: Ein Potenzial f\u00fcr den Umgang mit Schrumpfungsprozessen; in: Dies. (Hg.): St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#151; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau, Erkner\/Darmstadt, S. 6-13<br \/>Wood, Phil 2003: The cycle of Urban Creativity &#151; Der Kreislauf urbaner Kreativit\u00e4t; in: Lieb-mann, Heike\/Robischon, Tobias (Hg.): St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#151; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau, Erkner\/Darmstadt, S. 26-38<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2460,2461],"publikationen":[1464],"class_list":["post-12407","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-heike-liebmann","autoren-tobias-robischon","publikationen-vorg-165"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/staedtische-kreativitaet\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Neue Strategien f\u00fcr den kommunalen Wandel aus: Vorg\u00e4nge 165 ( Heft Demographische und wirtschaftliche Schrumpfungs- oder\u00a0 Stagnationsprozesse, \u00fcberregionale Abwanderungen, anhaltende Suburbanisierungstendenzensnwie ein erheblicher Wohnungsleerstand kennzeichnen seit einigen Jahren viele St\u00e4dte und Gemeinden in den neuen L\u00e4ndern. 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