{"id":12409,"date":"2004-03-02T14:30:00","date_gmt":"2004-03-02T13:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/stadtwerke-fuer-heute-und-morgen\/"},"modified":"2004-03-02T12:00:00","modified_gmt":"2004-03-02T11:00:00","slug":"stadtwerke-fuer-heute-und-morgen","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/stadtwerke-fuer-heute-und-morgen\/","title":{"rendered":"Stadtwerke f\u00fcr heute und morgen"},"content":{"rendered":"<p>Ein aktueller Literaturbericht<\/p>\n<p>aus: Vorg\u00e4nge Nr. 165 ( Heft 1\/2004), S. 107-111<\/p>\n<p>Seit 7.000 Jahren gibt es St\u00e4dte. Kaum eine menschliche Organisationsform hat sich historisch als derart dauerhaft erwiesen; nur die Familie vermag da (noch) zu konkurrieren. Wer wissen m\u00f6chte, wie nunmehr die Stadt der Gegenwart beschaffen ist, der greife zu einem soeben erschienenen ausgezeichneten Sammelband:<\/p>\n<p><i>Walter Siebe! (Hg.): <\/i>Die europ\u00e4ische Stadt, Suhrkamp: Frankfurt\/Main 2004, 479 S., ISBN 3-518-12323-8; 14, &#8211; Euro<\/p>\n<p>Konzipiert als Gabe zum 60. Geburtstag des Berliner Stadtsoziologen Hartmut H\u00e4u\u00dfermann, bietet der Band ein breit angelegtes Panorama der deutschen und internationalen Forschung zur europ\u00e4ischen Stadt, das gegenw\u00e4rtig konkurrenzlos ist. Man vermag unschwer zu erahnen, was f\u00fcr eine konzeptionelle Leistung hinter diesen achtunggebietenden 500 Seiten steckt. Das Themenfeld umfasst, nach einer profunden Einleitung durch den Herausgeber, zahllose Aspekte; Armut, Schrumpfende St\u00e4dte, kommunale Selbstverwaltung, Immigration und Integration seien genannt. Rolf Lindner geht der Frage nach, weshalb Georg Simmels klassische Betrachtung Die Gro\u00dfst\u00e4dte und das Geistes-leben auch nach hundert Jahren ihre intellektuelle Ausstrahlung nicht verloren hat. Claus Offe verfolgt in einer Draufsicht den Umgang mit Armut in St\u00e4dten \u00fcber die Jahr-hunderte hinweg. Aber auch Texte \u00fcber die Rolle des Internets in st\u00e4dtischen Arbeitsstrukturen, \u00fcber den Wandel in St. Petersburg, Konflikte um Moscheebau und Hochh\u00e4user sowie Texte \u00fcber Urbanit\u00e4tstheoriennder das Auftauchen der globalen Stadt finden sich hier.<\/p>\n<p>Seit drei\u00dfig Jahren begleitet die Zeitschrift Die alte Stadt den Wandel im komunalen Bereich, auch nach dem j\u00fcngst erfolgten Verlagswechsel:<\/p>\n<p>Die alte Stadt. Viertel Jahreszeitschrift f\u00fcr Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmal-pflege und Stadtentwicklung. Hg. von der Arbeitsgemeinschaft Die Alte Stadt, Franz Steinerz Wiesbaden 1973ff., vier Ausgaben j\u00e4hrlich mit je 88 S., ISSN 0170-9364; 19,&#151;Euro pro<\/p>\n<p>Den Schwerpunkt bildeten fr\u00fcher Themen, die vor allem St\u00e4dte mit historischer Bausubstanz betrafen. Mittlerweile haben sich jedoch inhaltliche Weiterungen ergeben. So widmete sich Heft 1\/2003 dem Verh\u00e4ltnis von Stadt und Universit\u00e4ten. Stadt mit Sicherheit hie\u00df der hochinteressante Themenschwerpunkt von Heft 3\/2003: Katja Veil und Uwe-Jens Walther untersuchten dort neue \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen in den Innenst\u00e4dten Gro\u00dfbritanniens, Ingrid Breckner und Klaus Sessar gingen in einem Gespr\u00e4ch dem Ph\u00e4nomen wachsender Kriminalit\u00e4tsfurcht nach; in ihrem Beitrag besch\u00e4ftigt sich Breckner mit den Wahrnehmungen von Unsicherheit in den St\u00e4dten der Gegenwart.<br \/>Kann die Stadt in einer Welt zunehmender Konkurrenz und \u00f6konomischer Dominanz noch den sozialen Ausgleich organisieren? Dieser Frage widmet sich der Sammelband<\/p>\n<p>Uwe-Jens Walther (Hg.): Soziale Stadt &#151; Zwischenbilanzen. Ein Programm auf dem Weg zur Sozialen Stadt?, Leske + Budrich: Opladen 2002, 275 S., ISBN 3-8100-3592-0; 19,90 Euro<\/p>\n<p>Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf&#151; die soziale Stadt: so hei\u00dft ein. gemeinsames Programm von Bund, L\u00e4ndern und Gemeinden, das seit 1999 gesellschaftlichen Verwerfungen in St\u00e4dten entgegenarbeiten will. Der Band zieht erste Zwischenbilanzen und markiert st\u00e4dtische Problemfelder. Er informiert sowohl \u00fcber deutsche als auch europ\u00e4ische Fallbeispiele: Die Ursachen der Armutskonzentration in Berlin werden hier ebenso analysiert wie Ausbildungsperspektiven f\u00fcr Jugendliche im Hamburger Stadtteil Lurup (Altopa) oder die Rolle freier Tr\u00e4ger in der Besch\u00e4ftigungspolitik. \u00dcber st\u00e4dtische Armut und Ausgrenzungsmechanismen (Martin Kronauer) oder die Quartiers\u00f6ffentlichkeit im Berliner Bezirk Neuk\u00f6lln, beschrieben anhand von qualitativen Interviews, kann man hier ebenfalls etwas erfahren. Hervorzuheben sind die durchweg gelungenen Fotografien, die die einzelnen Beitr\u00e4ge begleiten<br \/>Werden die Kommunen vor Ort zu blo\u00dfen Erf\u00fcllungsgehilfen bundesstaatlicher Gesetzgebung degradiert, deren direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sie schmerzhaft zu sp\u00fcren bekommen? Helfen neue Allianzen dabei, die Arbeitslosigkeit zu bek\u00e4mpfen? Kommunale B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit sollten dabei zusammenwirken. \u00dcber zwei Jahre hinweg wurde deren Wirken in Wuppertal und Essen untersucht und die Ergebnisse zusammengefasst:<\/p>\n<p><i>Leo Ki\u00dfler\/Elke Wiechmann (Hgg.): <\/i>Die Zukunft der Arbeit in den St\u00e4dten. Kommunale B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit aus Akteurs und Forschungssicht, Nomos: Baden-Baden 2003, 153 S., ISBN 3-8329-0262-7; 29, &#8211; Euro<\/p>\n<p>Gewerkschafter, Stadtdirektoren, Personalr\u00e4te und Wissenschaftler, u.a. vom Wissenschaftszentrum Berlin, ziehen hier in 14 Beitr\u00e4gen ihre Bilanz. So werden u.a. Umfragen unter den \u00f6rtlichen Besch\u00e4ftigten ausgewertet, die zeigen, wie gering der Bekanntheitsgrad ist und wie diffus die Vorstellungen sind, die sich Arbeiter und Angestellte von B\u00fcndnissen f\u00fcr Arbeit machen. Die Ergebnisse erscheinen am Ende ebenso simpel wie ambivalent: Es h\u00e4ngt vielfach von den Akteuren vor Ort ab, ob kommunale B\u00fcndnisse f\u00fcr Arbeit Erfolg haben.<\/p>\n<p>Auswege aus der Krise bietet neben organisatorisch-administrativen Ver\u00e4nderungen vor allem der mentale Einstellungswandel in den St\u00e4dten selbst. Daf\u00fcr darf man sich nicht auf die Bundes- oder Landespolitik fixieren, sondern muss M\u00f6glichkeiten in den Kommunen mobilisieren, wof\u00fcr in dem Band von Heike Liebmann\/Tobias Robischon (Hgg.): St\u00e4dtische Kreativit\u00e4t &#8211; Potenzial f\u00fcr den Stadtumbau, Institut f\u00fcr Regionalentwicklung und Strukturplanung\/Schaler-Stiftung: Erkner\/Darmstadt 2003, 244 S., ISBN 3-932736-10-9; 13,- Euro<br \/>in 23 Beitr\u00e4gen einige \u00fcberzeugende Beispiele angef\u00fchrt werden. Westeurop\u00e4ische St\u00e4dte wie Bilbao, Karlskrona oder Newcastle werden mit ihren Krisenbew\u00e4ltigungsstrategien portr\u00e4tiert, die Verwaltungsmodernisierung im niederl\u00e4ndischen Tilburg vorgestellt. In vielen Beitr\u00e4gen steht die \u00dcbertragbarkeit auf st\u00e4dtische Regionen in Ostdeutschland im Mittelpunkt. Wichtig ist hierbei die Rolle kreativer Eliten vor Ort, die durch ihr Engagement den daniederliegenden Kommunen Selbstvertrauen einfl\u00f6\u00dfen k\u00f6nnen &#8211; eng angebunden an \u00f6rtliche Forschungseinrichtungen und Universit\u00e4ten, wie das Beispiel Jena zeigt. Sichtbar wird, dass die Schrumpfung der St\u00e4dte keine Sackgasse sein muss, sondern es auch unter ver\u00e4nderten Bedingungen chancenreiche Entwicklungsm\u00f6glichkeiten gibt.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Botschaften vermitteln die Fallstudien in folgendem ausgezeichneten Sammelband:<\/p>\n<p><i>Christine HannemannlSigrun KabischlChristine Weiske (Hgg.): <\/i>Neue L\u00e4nder &#8211; neue Sitten? Transformationsprozesse in St\u00e4dten und Regionen Ostdeutschlands, Schelzky&#038;Jeep: Berlin 2002, 267 S., ISBN 3-89541-159-0; 16,80 Euro<\/p>\n<p>Die Autorinnen und Autoren konzentrieren sich auf Ostdeutschland: Milieudifferenzierungen in Leipziger Stadtteilen, die Stadtimages von Chemnitz, die Unterschiede in den Reaktionen auf Immobilienrestitution in Berlin, der Leipziger &#132;Mietermarkt&#148;, die verschiedenen M\u00f6glichkeiten, auf Wohnungsleerstand zu reagieren, B\u00fcrgerbeteiligung vor Ort und viele andere Themen werden in zw\u00f6lf Beitr\u00e4gen behandelt. Und auch die viel-diskutierte Frage nach den Ost-West-Unterschieden in der Identit\u00e4tsfrage bleibt nicht unbeantwortet: Anhand von Chemnitz und N\u00fcrnberg zeigt G\u00f6tz Lechner, wie den &#132;Ichlingen&#148; (West) durch den rasanten Lebensstilwandel im Osten die eigene Fragilit\u00e4t und Br\u00fcchigkeit bestimmter Muster und Verhaltensweisen vorgef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Baukultur hie\u00df das Stichwort einer Veranstaltungsreihe der Brandenburgischen Landeszentrale f\u00fcr Politische Bildung:<\/p>\n<p><i>Renate Fritz-Haendeler\/B\u00e4rbel M\u00f6ller (Hg.): <\/i>Politikfeld Baukultur. \u00dcber Stadtumbaufragen und den Zusammenhang von Lebensqualit\u00e4t und Stadtgestalt, Brandenburgische Landeszentrale f\u00fcr Politische Bildung: Potsdam 2003, 120 S., ISBN 3-932502-34-5; kostenlos<br \/>In dem sehr ansprechenden, mit gelungenen Fotografien ausgestatteten Band wird ein &#132;polyphones Kammerkonzert&#148; (so die Herausgeberin Fritz-Haendeler) orchestriert. \u00c4sthetische Fragen dominieren unterschwellig viele Beitr\u00e4ge: die R\u00fcckbau- und Schrumpfungsdiskussionen sollen durch diese neue Perspektive erg\u00e4nzt werden. Der Architekturkritiker Wolfgang Kil fordert gleichwohl eine &#132;R\u00fcckbaukultur&#148;, bei der Betroffene des Umbruchs in den St\u00e4dten einen &#132;Abschied von der Wachstumswelt&#148; sch\u00f6pferisch machen k\u00f6nnen &#150; warum nicht auch auf Abrisspartys in Volksfeststimmung, mit W\u00fcrstchenbuden und Musik? Landschaftsplaner, Architekten und Ingenieure machen sich hier Gedanken: Br\u00fccken als ein symbolisches Zeichen von Baukultur kann der Leser mit neuen Augen sehen, ein Fallbeispiel berichtet von erfolgreicher Kooperation in der &#132;Schrumpfungsplanung&#148; zwischen Gemeinden in Vorpommern.<\/p>\n<p>Seit 2001 werden in der Essener Kokerei Zollverein\/Zeitgen\u00f6ssische Kunst und Kritik die potenziellen und realen Wechselwirkungen zwischen Bildender Kunst und Gesellschaftspolitik untersucht. Das Jahresprojekt 2003 Die offene Stadt: Anwendungsmodelle umriss das Feld aktueller k\u00fcnstlerischer und diskursiver Einmischung und den damit verbundenen Wandel der Kunst im \u00f6ffentlichen Raum, die seit den 1990er Jahren verst\u00e4rkt und direkt in den Strukturen und Medien des sozialen Feldes agiert. Der deutsch-englische Reader<br \/><i>Marius Babias\/Florian Waldvogel (Hg.): <\/i>Die offene Stadt\/The open City, Kokerei Zollverein\/Zeitgen\u00f6ssische Kunst und Kritik\/Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur: K\u00f6ln 2003, 224 S., ISBN 3-935783-10-8; 15,- Euro<\/p>\n<p>dokumentiert und reflektiert Anwendungsmodelle von Bildender Kunst, Netzkultur, Politik und Medien in einer neuen Kunstpraxis, die sich mit \u00d6ffentlichkeit und ihren Entstehungs- und Wirkungsweisen auseinandersetzt: Martin Conrads sinnt u.a. dar\u00fcber nach, wie man den Netzaktivismus auf die Stra\u00dfe tragen kann, und Florian Waldvogel verfolgt eine &#132;visuelle Grammatik des Widerstands&#148;, die Aneignung, Entwendung, Parodie und Verfremdung von Medienereignissen und -kampagnen im Stadtraum betreibt.<\/p>\n<p>&#132;Stadt Masse Frau Hure&#148;: In einer brillanten Dissertation, die zudem mit Genuss zu lesen ist, geht Susanne Frank den Imagenationen von Weiblichkeit nach, die im Laufe der letzten Jahrhunderte mit dem Begriff &#132;Stadt&#148; verkn\u00fcpft wurden &#8211; und die auf vielf\u00e4ltige Weise planerische Realit\u00e4t wurden<\/p>\n<p>Susanne Frank: Stadtplanung im Geschlechterkampf. Stadt und Geschlecht in der Gro\u00dfstadtentwicklung des 19. und 20. Jahrhunderts, Leske + Budrich: Opladen 2003, 379 S., ISBN 3-8100-3853-9; 35,- Euro<\/p>\n<p>Erfolgreich verkn\u00fcpft sie soziologische, kulturwissenschaftliche und literaturtheoretische Modelle zu einem neuartigen Blick auf die Geschichte der Stadt. Zwar wird dem Leser ein wenig schwindelig, wenn die Autorin in allen m\u00f6glichen weiblichkeitsfixierten \u00c4u\u00dferungen von Architekten und Planern die &#132;Krise der urbanen M\u00e4nnlichkeit&#148; zu erkennen glaubt: Denn auch bei M\u00e4nnern anderer Berufsgruppen &#150; ob nun im Labor, in der Waffenschmiede oder im Autobau &#8211; l\u00e4sst sich in deren weiblichen Zuschreibungen f\u00fcr ihre Gegenst\u00e4nde jener &#132;wild wuchernde Phantasiendschungel&#148; erkennen &#8211; was vielleicht auf eine generelle Krise der M\u00e4nnlichkeit seit Jahrtausenden verweisen mag. In jedem Falle ist es bestechend, wie Frank franz\u00f6sische, britische, deutsche und nordamerikanische Gro\u00dfst\u00e4dte in den \u00fcbergreifenden Geschlechterzusammenhang bringt, den sie mit einer F\u00fclle an Literaturbeispielen anschaulich zu belegen vermag: Kanalisationsbau und Prostitutionsbek\u00e4mpfung im 19. Jahrhundert sind hier zwei Seiten der Geschlechtermedaille. Baron Haussetann, Le Corbusier und Lewis Mumford mit ihren planerischen Visionen sind ebenfalls vor der Analysecouch der Autorin nicht sicher &#150; alles in allem eine bahnbrechende Studie f\u00fcr die Stadtsoziologie.<\/p>\n<p>Phantasien und ihre Gestaltwerdung beherrschen auch die beiden abschlie\u00dfenden B\u00e4nde, in denen den abseitigen R\u00e4umen der modernen St\u00e4dte nachgesp\u00fcrt wird:<\/p>\n<p>Jochen Becker\/Stephan Lanz (Hgg.): Space\/\/Troubles. Jenseits des Guten Regierens: Schattenglobalisierung, Gewaltkonflikte und st\u00e4dtisches Leben, b_books: Berlin 2003, 231 S., ISBN 3-933557-51-8; 12,- Euro<\/p>\n<p>Jochen Becker u.a. (Hgg.): Learning from*. St\u00e4dte von Welt, Phantasmen der Zivilgesellschaft, informelle Organisation, Neue Gesellschaft f\u00fcr Bildende Kunst: Berlin 2003, 245 S., ISBN 3-926796-86-3; 14,- Euro<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte der Welt, die hier ihren schaurig inszenierten Auftritt in Texten internationaler Autoren, aber auch in der umfassenden, \u00e4u\u00dferst gelungenen Bebilderung und Gestaltung haben, sind alles andere als bl\u00fchende Landschaften: z.B. Kampala, Lagos, Medellin, Sarajevo. &#132;Kreativit\u00e4t&#148; ist hier untrennbar mit Gewalt gekoppelt: &#132;Urbane Ordnungen jenseits des Guten Regierens&#148; hei\u00dft es treffend in der Unterzeile eines Beitrags. Der Krieg f\u00e4llt in die St\u00e4dte ein, Warlords beherrschen weite Teile von Dritte-Weltmegacities, angesichts des Chaos hilflose Hilfsorganisationen &#8211; solche Berichte und Bilder wecken Zweifel an der Zukunft des europ\u00e4ischen Stadtmodells in einer globalisierten Welt. &#132;Dirty realism&#148; verschr\u00e4nkt in beiden B\u00e4nden die Perspektiven des immer noch reichen Nordens mit den st\u00e4dtischen Zonen ohne Hoffnung im S\u00fcden. Paradoxer-weise sind es die Energien, die im \u00dcberlebenskampf des Einzelnen freigesetzt werden, die vielleicht ein Hoffnungszeichen sein k\u00f6nnen. Es w\u00e4re gut, wenn der europ\u00e4ische Blick &#8211; schon aus Eigeninteresse &#8211; wieder mehr auf diese scheinbar randst\u00e4ndigen Prozesse in gar nicht sehr fernen Gegenden gerichtet w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[589],"publikationen":[1464],"class_list":["post-12409","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-alexander-cammann","publikationen-vorg-165"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Stadtwerke f\u00fcr heute und morgen - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-165\/publikation\/stadtwerke-fuer-heute-und-morgen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Stadtwerke f\u00fcr heute und morgen - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ein aktueller Literaturbericht aus: Vorg\u00e4nge Nr. 165 ( Heft 1\/2004), S. 107-111 Seit 7.000 Jahren gibt es St\u00e4dte. 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