{"id":12433,"date":"1999-03-15T11:30:00","date_gmt":"1999-03-15T10:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/"},"modified":"1999-03-15T12:00:00","modified_gmt":"1999-03-15T11:00:00","slug":"soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"<p>Beschaffenheit und Perspektiven, aus vorg\u00e4nge Nr. 145 (Heft 1\/1999), S. 83-92<\/p>\n<p><b>Elisabeth Wilson (1993) hat in ihrer Ver\u00f6ffentlichung mit dem Titel &#132;Begegnung mit der Sphinx &#150; Stadtleben, Chaos und Frauen&#148; sehr anschaulich dargestellt, wie sich in amerikanischen und europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten des 19. und 20. Jahrhunderts eine produktive Unordnung &#8218;hinter dem R\u00fccken&#8216; der mehr oder minder geplanten Ordnung der Moderne eingerichtet hat. Selbst aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden und durch verschiedenartigste Mechanismen aus gesellschaftlichen und damit auch urbanen Machtsph\u00e4ren ausgegrenzte Bev\u00f6lkerungsgruppen (Frauen, Fremde, Arme, Kranke oder Alte) fanden und finden in un\u00fcbersichtlichen Stadtstrukturen am ehesten Nischen f\u00fcr eine mehr oder minder selbstbestimmte Lebensgestaltung. Trotz vielf\u00e4ltiger Belastungen durch L\u00e4rm, Abgase, Menschenmassen, Fremdheiten oder Verunsicherungen macht Stadtluft immer noch relativ ,frei&#8216; &#150; etwa von sozialen Kontrollpraktiken oder normativen und \u00f6konomischen Zw\u00e4ngen, die in vormodern gepr\u00e4gten Lebensr\u00e4umen eine tiefergehende Wirkm\u00e4chtigkeit besitzen. Stadt ist immer noch ein vielschichtiger Entdeckungs-, Findungs- und Entwicklungsraum f\u00fcr Subjekte und Materialisierung der von ihnen geschaffenen gesellschaftlichen Strukturen. Stadt b\u00fcndelt auch am Ende des 20. Jahrhunderts \u00f6konomische, politische und sozio-kulturelle Entwicklungsdynamiken der sie konstituierenden Gesellschaft auf jeweils komplexestem Niveau. Vor diesem Hintergrund bleibt sie auch k\u00fcnftig ein ad\u00e4quates Feld der wissenschaftlichen wie allt\u00e4glichen Erforschung und Gestaltung sozialer Beziehungen, die in ihren Besonderheiten sowie Verkn\u00fcpfungen und Wechselwirkungen bestimmte Qualit\u00e4ten des Sozialen in urbanen Lebensr\u00e4umen hervorbringen.<br \/>Erfahrungen mit und das Wissen um die &#132;Ambivalenz der Moderne&#148; (Baumann) haben die Suche nach einer universellen Ordnung f\u00fcr die Stadt des 21. Jahrhunderts nicht obsolet werden lassen; das urbane Chaos fordert den Ordnungswillen der Menschen offenbar stets neu heraus: Mittels sozialen, kulturellen, \u00f6konomischen, politischen und \u00f6kologischen Indikatoren ,basteln&#8216; Fachleute und Laien an Konzepten ,nachhaltiger&#8216;, ,zukunftsf\u00e4higer&#8216; ,\u00fcberschaubarer&#8216;, ,sicherer&#8216;, \u00e4sthetischer Urbanit\u00e4t. Solche virtuellen, gedachten, beschriebenen und inszenierten Stadt-Bilder nehmen mancherorts &#150; wie in der Disney-Stadt &#132;Celebration&#148; im US-amerikanischen Florida &#151; kompakte Gestalt an oder werden &#151; wie die j\u00fcngst von den sogenannten developern propagierten Urban Entertainment Center &#151; in bestehende, zentrale oder periphere Stadtkontexte implantiert. Dabei entstehen &#132;R\u00e4ume, auf die sich nichts mehr reimt, schlecht verklebte Raumteile, und immer der Eindruck, es fehle ein St\u00fcck des Puzzles, damit all das &#151; wieder &#151; einen Sinn bek\u00e4me. Doch wer verlangt von ihnen (den Raumordnern &#151; AdV) allem einen Sinn zu geben&#148;, wenn zeitgen\u00f6ssische Stadtr\u00e4ume immer umfangreicher dem Zweck unterliegen, m\u00f6glichst schnell durchquert zu werden oder die Produktion und Zirkulation von Waren zu beschleunigen? (Maspero 1993: 35f)<br \/>Was geschieht unter diesen Voraussetzungen mit den vorhandenen Sinngehalten des geschichtlich gewachsenen st\u00e4dtischen Chaos? Wo liegen seine Grenzen und Potentiale? An welchen urbanen Orten k\u00f6nnen sich in Zukunft soziale Beziehungen zwischen Menschen und die sie begr\u00fcndenden Sinngebungen entfalten? Wer sind k\u00fcnftig die aktiven und passiven Gestalter sozialer Systeme und Lebenswelten in der (Sub-)Urbanit\u00e4t? Diese Fragen besch\u00e4ftigen uns u.a. im Forschungsprojekt &#132;Die soziale Stadt im 21. Jahrhundert&#148;, das am Arbeitsbereich Stadt- und Regionalsoziologie der TU Hamburg-Harburg im Zeitraum 9\/1996 bis 8\/2000 bearbeitet wird. Erwartungen hinsichtlich einer universellen Definition des Sozialen in der Stadt m\u00fcssen wir dabei entt\u00e4uschen. So wie die Komplexit\u00e4t der Stadt nicht im cartesianischen Sinne durch Definition und Messung ad\u00e4quat erkennbar erscheint (vgl. Peters 1997), sind u.E. auch soziale Lebensverh\u00e4ltnisse im st\u00e4dtischen Raum nicht allein kategorial bestimm- und definierbar. Die in Zahlen abbildbaren Aspekte des Sozialen in der Stadt &#151; wie z.B. Sozialhilfebed\u00fcrftigkeit, Arbeitslosigkeit, Ausl\u00e4nderanteile, Kriminalit\u00e4tsziffern oder Krankheitsdaten &#151; bed\u00fcrfen einer materiellen, qualitativen, prozessualen (biografischen und gesellschaftsgeschichtlichen) sowie strukturellen Kontextualisierung, wenn sie etwas zum Verst\u00e4ndnis des Gewordenseins und der Gestaltbarkeit sozialer Lebensverh\u00e4ltnisse in urbanen R\u00e4umen beitragen sollen. Erste Befunde aus unserer so konzipierten Forschung aufgreifend, entf\u00fchrt der folgende Text LeserInnen auf eine Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsreise, aus der hoffentlich viel Mut und Phantasie zu einer kollektiven Verwirklichung sozialer Utopien f\u00fcr die Stadt des 21. Jahrhunderts hervorgehen.<\/b><\/p>\n<h5><span id=\"wahrnehmung-soziale-bilder-westeuropaeischer-grossstaedte-ende-der-90er-jahre\">Wahrneh&shy;mung: Soziale Bilder westeu&shy;ro&shy;p&auml;&shy;i&shy;scher Gro&szlig;st&auml;dte Ende der 90er Jahre<\/span><\/h5>\n<p>Reisen wir &#151; wie Kevin Lynch (1989) oder Lucius Burckhardt (1995: 150ff.) &#151; mit unseren Sinnen &#151; einschlie\u00dflich des Verstandes als dem sechsten Sinn &#151; durch gro\u00dfst\u00e4dtische urbane Landschaften, entdecken wir ein mehr oder minder komplexes Kaleidoskop unterschiedlichster sozialer Ph\u00e4nomene:<br \/>Luxusschaufenster mit Bettlern davor &#151; Lebensmittell\u00e4den mit bekannten und unbekannten Produkten &#151; Autos, Kleidung, Gastst\u00e4tten, Fahrr\u00e4der, Wohnungen oder B\u00fcros in allen Preisklassen und \u00e4sthetischen Erscheinungsformen &#151; eilige, verweilende, unklare oder unscheinbare menschliche Bewegungen &#151; mehr oder weniger frequentierte \u00f6ffentliche Orte &#151; Nahk\u00e4mpfe an W\u00fchltischen in Ramschl\u00e4den oder bei Sonderverk\u00e4ufen &#151; alte und neue, besser oder schlechter gestaltete gebaute R\u00e4ume sowie Freir\u00e4ume &#151; \u00f6ffentliche Verkehrsmittel mit je besonderer sozialer Nutzung &#151; sprechende, schweigende oder l\u00e4rmende Menschen &#151; offene und versteckte, zuversichtliche und skeptische Blicke &#151; verschiedene Sprachen und Ger\u00fcche &#151; bestimmte Lichtverh\u00e4ltnisse und Farben &#151; vorhandene und fehlende Begr\u00fcnung &#151; Menschen mit Tieren: von Ratten im Hemd \u00fcber Pintscher auf dem Scho\u00df bis zu Vierbeinern unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe als Begleiter oder Nutztieren &#151; Sauberkeit und M\u00fcll &#151; Aufmerksamkeit, Distanz, Flegma, Provokation &#151; Graffities, Plakate, Werbetafeln, Informationen &#151; Temperaturschwankungen &#151; differenzierte Klangwelten &#151; unterschiedlichste K\u00f6rperbilder und K\u00f6rpersprachen-Konformit\u00e4t und Protest gegen\u00fcber b\u00fcrgerlichen Normen und Werten &#151; Zeichen von Ver\u00e4nderung (Baustellen, neue Plakate, Umzugswagen) etc.<br \/>Solche Wahrnehmungen in gro\u00dfst\u00e4dtischen R\u00e4umen, deren Spektrum sich unschwer erweitern lie\u00dfe, beziehen sich auf Spuren sozialer Ph\u00e4nomene oder deren Ausdruck und sind jeweils ,gef\u00e4rbt&#8216; durch die besonderen Kontextualisierungen der an ihnen mittelbar oder unmittelbar beteiligten Menschen. Die Deutung solcher Wahrnehmungen erfolgt zun\u00e4chst subjektiv durch ihre jeweiligen ProduzentInnen und BeobachterInnen. Dabei greifen sie bewu\u00dft oder unbewu\u00dft auf soziale Erfahrungen und Wissensbest\u00e4nde zur\u00fcck, ohne deren Verwendung offenzulegen. Nach Bourdieu (1985: 17) &#132;(impliziert) Wahrnehmung von sozialer Welt einen Konstruktionsakt (&#8230;)&#148;, der &#132;keineswegs eine intellektualistische Theorie der Erkenntnis unterstellt. Die Erfahrung von sozialer Welt und die darin steckende Konstruktionsarbeit vollziehen sich wesentlich in der Praxis, jenseits expliziter Vorstellung und verbalem Ausdruck. (&#8230;) Die Wahrnehmungskategorien resultieren wesentlich aus der Inkorporierung der objektiven Strukturen des sozialen Raums.&#148; Verst\u00e4ndigung \u00fcber die soziale Sinndeutung wahrgenommener sozialer Ph\u00e4nomene im urbanen Raum setzt Kommunikation dar\u00fcber unter Offenlegung und Begr\u00fcndung der jeweils angewandten Deutungsmuster voraus. Erst wenn Wahrnehmungen des Sozialen im Stadtraum schriftlich, m\u00fcndlich oder bildlich ,zur Sprache kommen&#8216; ist ihre intersubjektive Reflexion in einem Proze\u00df der \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Wirklichkeitsgehalte m\u00f6glich. Dabei stellt sich dann meist sehr schnell heraus, inwieweit und in welcher Weise die Wahrnehmung des Sozialen in der Stadt durch Vorerfahrungen und deren jeweilige Rahmenbedingungen vorstrukturiert bzw. selegiert war und damit nur einen Ausschnitt des Gegenstandes erfassen konnte und auf der Basis unterschiedlicher Erfahrungen und Wissenstypen gedeutet wird.<br \/>Gesellschaftspolitisch relevant werden solche Wahrnehmungen des Sozialen in urbanen R\u00e4umen erst, wenn dar\u00fcber \u00f6ffentlich kommuniziert wird. Entstandene Deutungsmuster des Sozialen in der Stadt lassen sich in einem solchen \u00f6ffentlichen Diskurs an der Wirklichkeit analytisch hinsichtlich ihrer Verallgemeinerbarkeit, Genese und Relevanz f\u00fcr die aktuelle und zuk\u00fcnftige Gestaltung der Stadt \u00fcberpr\u00fcfen. Daraus praktische Konsequenzen zu ziehen bleibt Aufgabe politischen Handelns aller zivilgesellschaftlichen, privatwirtschaftlichen und staatlichen Akteure, die bereit sind als B\u00fcrger und Fachleute Verantwortung f\u00fcr St\u00e4dte im 21. Jahrhundert zu \u00fcbernehmen.<br \/>Wahrnehmungsreisen zu unterschiedlichen Facetten des Sozialen in der Stadt sind wichtig, weil sie uns einen Zugang zu unseren jeweiligen subjektiven Werturteilsmustern und -praktiken er\u00f6ffnen, die in jede noch so objektiv konzipierte Analyse des Gegenstandes einflie\u00dfen. Sie machen den normativen Gehalt unserer Beziehungen zum Gegenstand des Sozialen in der Stadt einer Reflexion zug\u00e4nglich, die im Vorfeld jeder Strukturanalyse im Proze\u00df deren Konzeption erfolgen sollte. Dies ist umso wichtiger, weil wir es beim Gegenstand des Sozialen mit einem Problemfeld zu tun haben, in dem jeder Mensch (hoffentlich) \u00fcber Erfahrungen verf\u00fcgt. Da diese aber unterschiedlich kontextualisiert und im Bewu\u00dftsein und Gef\u00fchlshaushalt sedimentiert werden, bieten sie umfangreiche Gelegenheiten zur T\u00e4uschung aufgrund inad\u00e4quater Verallgemeinerung eines m\u00f6glicherweise zu kleinen Erfahrungsschatzes oder aus Scham vor Ver\u00f6ffentlichung des sozialen Erfahrungshintergrundes. Solche selbstgewissen Selbst- oder Fremdt\u00e4uschungen in den Formen des ,sich selbst in die Tasche L\u00fcgens&#8216; oder der ,Vorspiegelung falscher sozialer Tatsachen&#8216; m\u00fcnden in der Regel in emotionale und moralisch-normativ bewertende Diskurse \u00fcber soziale Ph\u00e4nomene in der Stadt. Deren Instrumentalisierung erfolgt vorwiegend im Interesse asozialer \u00f6konomischer oder politischer Machthaber in populistischer Politik und skandalisierender, Emotionen sch\u00fcren der medialer Berichterstattung. Solch unreflektierter Umgang mit sozialen Wahrnehmungen in urbanen Lebensr\u00e4umen verstellt Spielr\u00e4ume f\u00fcr die unverzichtbare theoriegeleitete Strukturanalyse dessen, wozu uns die Wahrnehmung einen Zugang er\u00f6ffnet und worauf sie uns neugierig gemacht hat. Denn der erforderliche Denk-Raum bleibt durch Emotionen und normative Konstrukte besetzt und kann seine analytischen Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Erkl\u00e4rung der wahrgenommenen Gleichzeitigkeit von Ungleichheiten und Widerspr\u00fcchen sowie der Ungleichzeitigkeit der Entwicklung \u00e4hnlicher sozialer Ph\u00e4nomene in unterschiedlichen st\u00e4dtischen Teilr\u00e4umen nicht entfalten.<\/p>\n<h5><span id=\"stadt-gedanken-denkfiguren-und-erklaerungen-des-sozialen-in-der-stadt\">Stadt&shy;-&shy;Ge&shy;dan&shy;ken: Denkfiguren und Erkl&auml;rungen des Sozialen in der Stadt<\/span><\/h5>\n<p>Richard Sennett (1996: 127) beendet seine Gedanken \u00fcber zeitgen\u00f6ssische Ver\u00e4nderungen der Bedeutung st\u00e4dtischer Orte mit einer R\u00fcckbesinnung auf Baudelaire&#8217;s &#132;Definition der Moderne als Erfahrung des Flie\u00dfenden und Fragmentierten&#148;. Deshalb stehen Gemeinwesen auch heute noch vor der Aufgabe, &#132;auf einem Fundament breit gestreuter, dichter, unpers\u00f6nlicher menschlicher Kontakte (&#8230;) einen Weg (zu &#151; AdV) finden, um diese Kontakte dauerhaft zu gestalten&#148; (ebd.). Erwachsene sind nach Sennett dazu f\u00e4hig, &#132;das Leben in seinen unzusammenh\u00e4ngenden Fragmenten zu akzeptieren (&#8230;); aber diese Fragmente m\u00fcssen (&#8230;) ineinander passen und sich irgendwo einf\u00fcgen, an einem Ort, an dem sie \u00fcberdauern k\u00f6nnen&#148; (ebd.).<br \/>Ulrich Beck er\u00f6ffnete &#151; angeregt durch Wassily Kandinsky &#151; einen Vortrag \u00fcber die &#132;offene Stadt&#148; vor ArchitektInnen mit der Gegen\u00fcberstellung der &#132;Stadt des Entweder &#151; Oder&#148; im 19. Jahrhundert und der Suche nach einer &#132;Stadt des Und&#148; im 20. Jahrhundert: &#132;Dort Trennung, Ab- und Eingrenzung, das Verlangen nach Eindeutigkeit, Beherrschbarkeit, Sicherheit und Kontrolle; hier Vielfalt, Differenz, unabschlie\u00dfbare Globalit\u00e4t, die Bejahung von Ambivalenz, Ironie. Die Frage nach der Stadt des Und ist die Frage nach der Stadt in der unabschlie\u00dfbar gewordenen Welt&#8220; (Beck 1994).<br \/>Theodor W. Adorno (1980: 188) bestimmte soziale Qualit\u00e4t in kapitalistischen Industriegesellschaften in seinen &#132;Anmerkungen zum sozialen Konflikt heute&#148; im Spannungsfeld sozialer Integration und Desintegration: Letztere beinhaltet als &#132;die Kehrseite sozialer Integration&#148; den &#132;Zerfall in zentrifugale Partikeln&#148;. &#132;Je r\u00fccksichtsloser sie (die soziale Integration &#150; AdV) das Verschiedene unter sich begr\u00e4bt, desto mehr zersetzt unterirdisch sich das soziale Gef\u00fcge&#148;. Zur Entdeckung, Erkl\u00e4rung und Bew\u00e4ltigung sozialer Desintegration empfiehlt Adorno (1980: 193f) einen pr\u00e4zisen Blick auf soziale Konflikte: &#132;Der Intention auf eine bessere Gesamtverfassung geben soziale Konflikte mehr noch an ihren Narben, dem Ausdruck der Besch\u00e4digten, sich zu erkennen, als an ihren \u00c4u\u00dferungen. Verlangt man darum strenge soziologische Definition dessen, was nun sozialer Konflikt sei, so blockiert man den Zugang zu diesem. Soll Erfahrung wieder gewinnen, was sie vielleicht einmal vermochte und wessen die verwaltete Welt sie enteignet: theoretisch ins Unerfa\u00dfte zu dringen, so m\u00fc\u00dfte sie Umgangsgespr\u00e4che, Haltungen, Gesten und Physiognomien bis ins verschwindend Geringf\u00fcgige hinein entziffern, das Erstarrte und Verstummte zum Sprechen bringen, dessen Nuancen ebenso Spuren von Gewalt sind wie Kassiber m\u00f6glicher Befreiung&#148;.<br \/>Diese Ann\u00e4herung an Erkl\u00e4rungen sozialer Wahrnehmungen in westeurop\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten am Ende des 20. Jahrhunderts f\u00fchrt uns zu Denk-Figuren, deren Genese und Entwicklungsperspektive weiter hinterfragt werden m\u00fcssen. Es geht offenbar um Ordnungsstrukturen, Trennungen, Fragmentierungen, Polarisierungen sowie Chancen ihrer Verkn\u00fcpfung, um die Abl\u00f6sung dichotomischer durch mehrdimensionale, gleich-zeitig wirksame Erkl\u00e4rungen, um Verzicht auf Universalit\u00e4t zugunsten von Vielfalt und um soziale Konflikte als Indikatoren des Scheiterns wie des neu Entdeckens von Freiheitspotentialen in gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen. Vor diesem Hintergrund bleiben in jeder Strukturanalyse des Sozialen in zeitgen\u00f6ssischen urbanen Lebensr\u00e4umen folgende weiterf\u00fchrende Fragen zu beantworten.<br \/>Welche sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Ordnungsmuster behindern in gro\u00dfst\u00e4dtischen Lebensr\u00e4umen in wessen Interesse und unter wessen Regie die Entfaltung von sozialen Beziehungen zwischen den sich mehr und mehr differenzierenden Nutzergruppen urbaner R\u00e4ume?<br \/>Welche sozialen Fragmente finden wir in unserer urbanen Gegenwart in welchen\u00a0Erscheinungsformen und in welchen Vernetzungen vor? Wie genau beobachten wir sie\u00a0zum Zweck einer theoretisch begr\u00fcndeten Erkl\u00e4rung und welche Gestaltungsalternativen \u00a0lassen sich aus verf\u00fcgbaren bzw. erg\u00e4nzungsbed\u00fcrftigen Wissens- und Erfahrungsbest\u00e4nden\u00a0\u00a0\u00a0 ableiten?<br \/>Welche Orte bieten sich in modernen Stadtregionen zur Pflege dauerhafter sozialer Beziehungen und damit wenigstens zur Erhaltung fragmentierter Erfahrungsbest\u00e4nde an?<br \/>Welche Filter und Verst\u00e4rker beinhaltet Stadtentwicklung f\u00fcr je besondere soziale Konflikte?<br \/>Wie lernen wir das Fragmentarische und Widerspr\u00fcchliche als Konstituens der europ\u00e4ischen\u00a0Stadt ertragen und die Potentiale dieser Unordnung f\u00fcr die Gestaltung einer lebendigen\u00a0Urbanit\u00e4t im 21. Jahrhundert nutzen?<br \/>Welche Gestaltungschancen nehmen unterschiedliche Akteure in Stadtregionen im Interesse\u00a0des Ganzen dieser Lebensr\u00e4ume wahr &#150; jenseits einer simplen, an egoistischen\u00a0Einzelninteressen orientierten Verkittung von Einzelteilen an br\u00fcchig gewordenen Stellen?<\/p>\n<p>Da unsere Forschung noch nicht abgeschlossen ist, k\u00f6nnen wir auf diese grundlegenden Fragen noch keine Antworten geben. Die Suche nach manifesten und potentiellen Bestandteilen des Sozialen in zwei von vier untersuchten Hamburger Lebensr\u00e4umen entlang sie chrakterisierender sozialer Konfliktfelder zeigte uns jedoch, da\u00df unser Gegenstand durch komplexe Wirkgef\u00fcge gepr\u00e4gt ist. Er ist mehr als ,Armut` und ,Reichtum`, mehr als ,sozialer Brennpunkt&#8216; oder ,soziales Problem&#8216; und auch mehr als ,Segregation&#8216; oder ,\u00f6konomisches Krisengebiet&#8216;. Die vorliegenden Befunde zu unseren Untersuchungsr\u00e4umen sperren sich gegen\u00fcber einer dichotomischen Kategorisierung: Tiefgreifende soziale Probleme wie z.B. Arbeitslosigkeit, Wohnungsn\u00f6te, Gewalt oder Betriebsschlie\u00dfungen treten an Orten auf, an denen wir auch dynamische Entwicklungspotentiale des Sozialen z.B. in Form von \u00f6ffentlicher Kommunikation, Solidarit\u00e4t, Wohngemeinschaften oder lebendigen Quartiersnetzwerken entdecken konnten. Sie werden teilweise zur Probleml\u00f6sung eingesetzt, entfalten sich aber auch abgeschottet davon in Glasglocken bestimmter Quartierstreffpunkte, Subkulturen oder Gr\u00fcnderzentren, deren Existenz ihrerseits die soziale Entwicklungsdynamik konstruktiv befruchtet. Diese ,Glasglocken&#8216; geben u.a. Anla\u00df zur Regulierung sozialer Probleme durch staatliche und privatwirtschaftliche Akteure und stellen z.T. sogar Ressourcen bereit. Soziale Beziehungen existieren in problematisch wie in unproblematisch bewerteten Handlungsfeldern. Sie entstehen u.a. auch aus Konflikten und werden gleicherma\u00dfen durch sie zerst\u00f6rt. Sie fehlten in unseren Untersuchungsr\u00e4umen nie g\u00e4nzlich, sondern allenfalls zeitweise und stellten sich in vielf\u00e4ltigsten Qualit\u00e4ten dar. Die empirische Forschung best\u00e4tigte uns in der Annahme, dass das Soziale auch in der Stadt am \u00dcbergang zum 21. Jahrhundert nicht alternativ als existent oder fehlend gefa\u00dft werden kann; es handelt sich vielmehr um etwas stets Vorhandenes, solange Stadtr\u00e4ume wenigstens zeitweise von Menschen bev\u00f6lkert werden. Interessant f\u00fcr die Zukunft des sozialen Lebens in urbanen R\u00e4umen ist u.E. die Qualit\u00e4t der sozialen Beziehungen, die Menschen in unterschiedlichsten Begegnungen miteinander aufnehmen und entwickeln. Ob bzw. in welcher Qualit\u00e4t solche sozialen Beziehungen entstehen, ist abh\u00e4ngig von den handelnden Subjekten selbst sowie von der materiell-physischen Beschaffenheit, den institutionellen und normativen Regulationen und \u00e4sthetisch-symbolischen Repr\u00e4sentationen in den R\u00e4umen, in denen sie ihren Alltag vollziehen (vgl. L\u00e4pple 1993, Sturm 1999). Um das Soziale in der Stadt des 21. Jahrhunderts zu beeinflussen, ben\u00f6tigen wir folglich quantitative und qualitative Kenntnisse \u00fcber die Auswirkungen r\u00e4umlicher Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Strukturen auf individuelles und kollektives Handeln in st\u00e4dtischen Lebensr\u00e4umen sowie \u00fcber urbane Praktiken unterschiedlicher Bev\u00f6lkerungsgruppen und deren latente oder manifeste Konfliktpotentiale.<br \/>Dort, wo Menschen in unterschiedlichen Funktionen und mit verschiedensten Ressourcen mit ihrem Dasein urbane Teilr\u00e4ume aktiv oder passiv gestalten, erhalten sie Chancen, Verantwortung f\u00fcr diese Lebensr\u00e4ume und deren Kontexte zu \u00fcbernehmen, weil letztere f\u00fcr ihren Alltag relevant sind. Sie tun dies als Nachbarn, Quartiersbewohner, Unternehmer, Polizeibeamte, Sozialarbeiter, Kneipenbesucher usw. ohne sich dessen zwangsl\u00e4ufig bewu\u00dft zu sein. Ihre urbanen Praktiken erfolgen geplant oder ritualisiert nach der &#132;Logik der Praxis&#148; (Bourdieu 1993: 147ff.), die sich der Logik der aufgekl\u00e4rten Wissenschaft so h\u00e4ufig entzieht. Unsere Neugierde f\u00fcr diesen Teil urbaner Wirklichkeit wird immer wieder belohnt mit der Erkenntnis, da\u00df \u00fcberall dort, wo sich in st\u00e4dtischen Lebensr\u00e4umen noch Menschen als Wohnende, Arbeitende oder Reisende aufhalten, wo sie sich wenigstens zeitweise durch Nutzung verorten und sich dabei die genutzten R\u00e4ume sogar mehr oder weniger aneignen, Soziales in der Stadt lebendig, sichtbar und erforschbar ist. Erkl\u00e4ren l\u00e4\u00dft sich so feststellbare soziale Qualit\u00e4t der Stadt aus den Relevanzstrukturen der R\u00e4ume im Alltagshandeln der sie nutzenden Subjekte. Erosionen des Sozialen treten vor diesem Hintergrund potentiell in solchen st\u00e4dtischen R\u00e4umen auf, deren Benutzbarkeit f\u00fcr unterschiedliche Gruppen von Menschen eingeschr\u00e4nkt ist: Wohnungen mit festgelegten Belegungskriterien, Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze mit zeitlichen, materiellen, normativen oder institutionellen Nutzungsbarrieren, starre \u00d6ffnungs- und Betriebszeiten, monofunktionale Grundrisse, Geb\u00e4udetypen und Freifl\u00e4chen, Preisbarrieren beim Zugang zu Wohnungen, Produkten und\/oder Freizeitst\u00e4tten, \u00f6konomische Monostrukturen mit einseitigen Qualifikationserfordernissen und Entwicklungsperspektiven, kurzfristige und unflexible Renditeerwartungen, Mobilit\u00e4tszw\u00e4nge oder eindimensionale Bildungs- und Kulturlandschaften reduzieren u.a. die soziale Vielfalt potentieller Nutzung von Stadtr\u00e4umen und verringern somit die Potentialit\u00e4t sozialer Beziehungen in ihnen.<br \/>Schwerwiegende und l\u00e4ngerfristig kostentr\u00e4chtige soziale Problemfelder finden wir in St\u00e4dten immer an Orten, deren Benutzbarkeit durch eine oder mehrere der erw\u00e4hnten Strukturbedingungen eingeschr\u00e4nkt ist. In F\u00e4llen der Persistenz solcher sozialen Problemfelder erfolgt in der Regel eine Stigmatisierung dieser Stadtr\u00e4ume als Krisengebiete. Sie hei\u00dfen dann ,sozialer Brennpunkt&#8216;, ,Armutsbek\u00e4mpfungs-, Revitalisierungs &#8211; oder Sanierungsgebiet&#8216;, ,City in der Krise&#8216;, ,Drogenzentrum`, ,Neubaughetto` oder ,ethnische Enklave&#8216; und werden durch diverse Strategien zu ver\u00e4ndern versucht. Interessant dabei ist, da\u00df die Interventionen ob mittels Geld, ordnungspolitischen Zw\u00e4ngen oder neu-en Nutzungskonzepten oft in ihrer praktischen Umsetzung eindimensional bleiben. Aus Beschr\u00e4nkungen erwachsene soziale Probleme werden dann mit beschr\u00e4nkten L\u00f6sungsstrategien bearbeitet. Letztere erweisen sich kaum als strukturell wirksam, oftmals sogar als problemkonservierend oder -versch\u00e4rfend, weil die sozialen Ursachen unangetastet fortbestehen. Die Erscheinungsformen der sozialen Probleme werden meist nur kurzfristig beseitigt oder aus dem je spezifischen Blickwinkel der Problembearbeitung vor Ort in andere Stadtgebiete verdr\u00e4ngt. Strukturell und prozessual unangemessene Problembearbeitung erzeugt ihrerseits wieder neue soziale Probleme, wenn sie das ,bearbeitete` Quartier einseitig stigmatisiert und kaum Anreize f\u00fcr komplexere Nutzungen zu erzeugen vermag. So werden persistente urbane ,Problemkumulationsgebiete` erkennbar, wie dies in Holland hei\u00dft. Und so wird auch verstehbar, warum sich nach langj\u00e4hrigen jeweils einseitigen Interventionen nichts an der Grundstruktur solcher st\u00e4dtischer Gebiete \u00e4ndert. Denn Verzweiflung allein erzeugt weder Kreativit\u00e4t noch Mut zu angemessenen, wenn auch riskanten L\u00f6sungen, sondern &#151; gepaart mit schwindenden finanziellen Interventionsspielr\u00e4umen &#151; allenfalls Legitimation f\u00fcr gewaltf\u00f6rmige Befreiungsversuche, wie sie in j\u00fcngster Vergangenheit in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern praktiziert wurden. Die &#132;Frankfurter Rundschau&#148; ver\u00f6ffentlichte 1994 ein Bild mit durch die Luft fliegenden Wohnblocks mit folgendem Untertext: &#132;Gesprengte Demokratie &#151; 86.000 Tonnen Schutt blieben von der einstmals f\u00fcr ihre Fortschrittlichkeit gelobten Wohnsiedlung ,La Democratie&#8216; in Lyon zur\u00fcck. Mit einer Tonne Dynamit wurden jetzt zehn jeweils 15 Stockwerke hohe Mietsh\u00e4user mit rund 650 Wohnungen zerst\u00f6rt. Beim Bau in den 60er Jahren noch als Musterbeispiel f\u00fcr Komfort und Fortschrittlichkeit gefeiert, war ,La Democratie&#8216; als ein Hort der Kriminalit\u00e4t in Verruf geraten. Au\u00dfer einem Fu\u00dfballfeld gab es keinerlei Sport- und Freizeiteinrichtungen in der riesigen Wohnanlage. Mit der Langeweile stieg die Kriminalit\u00e4t vieler jugendlicher Bewohner. In den 80er Jahren kam es, wie in anderen franz\u00f6sischen St\u00e4dten auch, zu gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Sprengung fand aber nicht ungeteilten Beifall. Unbekannte hatten auf eine Mauer in der N\u00e4he der Siedlung gespr\u00fcht: ,Wer einen Briefkasten zerst\u00f6rt, gilt als Randalierer. Wenn jemend aber 650 Wohnungen zerst\u00f6rt, wird er zum B\u00fcrgermeister und Abgeordneten gemacht.&#148; Im Manchester Stadtteil Hulme wurden schon zweimal, in den 60er und 80er Jahren soziale Probleme zu sprengen versucht &#151; die Zinsen der Kosten sind immer noch nicht bezahlt und ob der etwas komplexere Erneuerungsansatz der 90er Jahre die notwendige strukturelle Breitenwirkung entfaltet, wird abzuwarten sein (vgl. Dettmer\/Kreutz 1999). Was lernen wir aus solchen Beispielen f\u00fcr die Hamburger Quartiere Steilshoop, M\u00fcmmelmannsberg, Kirchdorf-S\u00fcd, Allerm\u00f6he, Billwerder-Ost oder f\u00fcr die neuen suburbanen Stadterweiterungen um Berlin?<\/p>\n<h5><span id=\"handlungsperspektiven\">Handlungsperspektiven<\/span><\/h5>\n<p>Debatten \u00fcber die Verarmung von Institutionen und immer breiteren Bev\u00f6lkerungsgruppen, Kriminalit\u00e4t und Unsicherheit, Verlust von Zukunftsperspektiven und Fremdenfeindlichkeit b\u00fcndeln Erscheinungsformen sozialer Desintegration, ohne da\u00df detailverliebten Fliegenbeinz\u00e4hlern auff\u00e4llt, da\u00df entsprechende Ph\u00e4nomene weder isoliert voneinander auftreten noch als soziale Fragmente der Gegenwart erkl\u00e4rbar sind. Es handelt sich um ein komplexes Erscheinungsb\u00fcndel sozialer Desintegration und Integration in Stadtregionen, das eingebettet ist in einen Wandel von Wertvorstellungen, politischen Institutionen und sozialen Netzwerken, gemeinschaftsorientierter Verantwortlichkeit, Kommunikations- und Kooperationsstrukturen sowie in Unsicherheiten gegen\u00fcber individueller und kollektiver Handlungskompetenz. Dieses viel-schichtige soziale Erscheinungsbild in urbanen R\u00e4umen erfordert integrierte Strategien der Ursachenanalyse auf strukturellen und prozessualen Ebenen, die den r\u00e4umlich je besonderen Verflechtungen dieser Ph\u00e4nomene Rechnung tragen.<br \/>In der Fachliteratur wird dies \u00fcbereinstimmend als Ergebnis des zeitgen\u00f6ssischen Wandels kapitalistischer Industriegesellschaften angesehen. Bereits die Frage, ob dieser Wandel als Modernisierung gelten kann, und was gegebenenfalls deren zentraler, Ver\u00e4nderungen bewirkender Gegenstand ist, erzeugt in der Wissenschaft h\u00e4ufig Streit. W\u00e4hrend die einen ganz global den neuen Typus einer postmodernen Gesellschaft entstehen sehen, wenden andere ihre Aufmerksamkeit Detailph\u00e4nomenen wie Wertewandel, Risiko, Erlebnis oder Information zu und sehen darin den jeweils dominanten Entwicklungsimpuls zeitgen\u00f6ssischer Ver\u00e4nderungen (vgl. Honneth 1994: 7f). Ich teile mit Honneth (1994: 10) die Skepsis gegen\u00fcber solchen &#132;theoretisch desintegrierten soziologischen Zeitdiagnosen&#148;, die ein Reflex auf die gesellschaftliche Entkopplung ihres Untersuchungsobjekts sind. Honneth selbst l\u00f6st dieses Problem mit einer &#132;bruchst\u00fcckhaften kritischen \u00dcberpr\u00fcfung soziologischer Literatur&#148;, die seiner Auffassung zufolge &#132;einen Einblick in zentrale Transformationsprozesse unserer Gesellschaft zu gew\u00e4hren&#148; vermag (ebd.). Seine wissenschaftliche Analyse von Desintegration konzentriert sich auf die &#132;Diagnose der Postmoderne&#148;, &#132;Aspekte der Individualisierung&#148;, &#132;\u00c4sthetisierung der Lebenswelt&#148;, &#132;Wurzeln des Hedonismus&#148;, &#132;Entb\u00fcrokratisierung des Systems&#148;, &#132;Disziplinierung des K\u00f6rpers&#148;, &#132;Formen der Gesellschaftskritik&#148;, &#132;Fragen der Zivilgesellschaft&#148;, &#132;Strukturwandel der Familie&#148; und &#132;Wiederkehr der Armut&#148;. Die Bedeutung solcher Denkans\u00e4tze f\u00fcr die Erkl\u00e4rung sozialer Strukturen in r\u00e4umlichen Transformationsprozessen auf quartierlicher, st\u00e4dtischer, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene bleibt bei Honneth weitgehend undiskutiert, obwohl die un\u00fcbersehbaren r\u00e4umlichen Auswirkungen des gegenw\u00e4rtigen gesellschaftlichen Wandels sowohl die ihn gestalten-den als auch die ihn erleidenden Menschen zum Handeln herausfordern. Dabei wird klar, da\u00df es nicht allein um ideelle Aspekte des sozialen Lebens geht, sondern vor allem um soziale urbane Praktiken, in denen sich soziale Gedanken, Normen und Wertvorstellungen materialisieren. Die Stadt insgesamt kann dabei nicht Subjekt und damit auch nicht Adressat wissenschaftlicher Bem\u00fchungen sein. Sie ist vielmehr der Gegenstand des an Menschen gebundenen wissenschaftlichen und praktischen Handelns, der durch letzteres geformt wird.<br \/>Nach unseren bisherigen Forschungserfahrungen ist ein neuer wissenschaftlicher und alltagspraktischer &#132;Denkstil&#148; des Sozialen in der Stadt in neuen &#132;Denkkollektiven&#148; (Fleck) erforderlich (vgl. Breckner 1999). Es sind nicht mehr allein die sozialwissenschaftliche Armutsforschung, Stadtethnologie, Gesundheits- oder raumbezogene Frauenforschung f\u00fcr die Analyse des Gegenstandes zust\u00e4ndig, die Sozialarbeit, Theologie, Polizei und Justiz f\u00fcr seine praktische Bearbeitung sowie sozio-kulturelle oder statistische Ressorts im politisch-administrativen System und in den Medien f\u00fcr seine mehr oder minder ad\u00e4quate Inszenierung. Der komplexe Gegenstand des Sozialen im Raum erfordert neue wissenschaftliche Kooperationen und paradigmatische Kurskorrekturen.<br \/>Er verlangt ebenso nach einem Abbau der Ber\u00fchrungs\u00e4ngste von WissenschaftlerInnen\u00a0gegen\u00fcber unbequemen urbanen Praktiken wie gleichzeitig einer Aufgeschlossenheit der\u00a0professionellen und b\u00fcrgerschaftlichen sozialen Praxis in der Stadt gegen\u00fcber<br \/>strukturellen Erkl\u00e4rungen ihrer Handlungsfelder und deren Bereitschaft zu konsequenten Handlungsstrategien nach dem jeweiligen Stand des Wissens \u00fcber das Soziale in der Stadt. In Politik, Verwaltung und Medien w\u00e4re ein Verantwortlichkeitsgef\u00fchl <br \/>gegen \u00fcber dem Gegenstand zwingend, das nicht an Legislaturperioden, klientelistischen Verpflichtungen und Auflagenst\u00e4rken oder Zuschauerzahlen seine Grenzen findet. Das <br \/>Soziale in St\u00e4dten ist mehr als Skandal, moralische Klagemauer oder Chance zur politischen Inszenierung. Es ist auch ein Lebenselixier f\u00fcr alle St\u00e4dter und all jene, die Urbanit\u00e4t nur situativ bei Eink\u00e4ufen, Kulturveranstaltungen oder ihren Fluchten \u00fcber Bahnh\u00f6fe und Flugh\u00e4fen in ferne Trauml\u00e4nder goutieren. Allein gesamtgesellschaftliche b\u00fcrgerschaftliche Verantwortlichkeit f\u00fcr Soziales in urbanen und l\u00e4ndlichen Lebensr\u00e4umen<br \/>(vgl. Schmals\/Heinelt 1997) wird uns in die Lage versetzen, einen den Bedingungen des 21. Jahrhunderts angemessenen demokratischen Konsens \u00fcber die Gestaltung auch <br \/>konflikttr\u00e4chtiger sozialer Lebensbedingungen zu finden, der uns von den wenig konstruktiven nostalgischen R\u00fcckblicken auf die europ\u00e4ische Urbanit\u00e4t des 19. Jahrhunderts befreit.<\/p>\n<p><b>Literatur<\/b><\/p>\n<p>Adorno, Theodor W(1968\/1980): Anmerkungen zum sozialen Konflikt heute &#8230;; in: Ders.:\u00a0Gesammelte Schriften, Bd. 8; Frankfurt\/M:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 177-195<br \/>Baumann, Zygmunt (1992): Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit; Hamburg Beck, Ulrich (1994): Die offene Stadt.; in: S\u00fcddeutsche Zeitung vom 2.\/3.7.1994<br \/>Bourdieu, Pierre (1985): Sozialer Raum und &#132;Klassen&#148;. Frankfurt\/Main<br \/>Ders. (1993): Sozialer Sinn. Kritik der theoretischen Vernunft. Frankfurt\/M<br \/>Burckhardt, Lucius (1995): Design = unsichtbar. Ostfildern<br \/>Breckner, Ingrid (1999): Handlungsforschung f\u00fcr eine soziale Stadt: Animosit\u00e4ten und\u00a0Verflechtungen zwischen ,Wissenschaft` und ,Praxis` in urbanen Gestaltungskontexten; in:\u00a0Mirbach, Thomas (Hrsg.): Entw\u00fcrfe f\u00fcr eine soziale Stadt. Amsterdam: 75-84<br \/>Dettmer, Julia\/Kreutz, Stefan (1999) ,&#8230; making it happen &#8230;&#8216; &#151; Stadterneuerung in Manchester\u00a0Ende der 90er Jahre. Diplomarbeit an der TU Hamburg-Harburg\/Fachbereich Stadtplanung.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dortmund (im Erscheinen)<br \/>Fleck, Ludwik (1935\/1980): Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache.\u00a0Frankfurt\/M<br \/>Honneth, Axel (1994): Desintegration. Frankfurt\/M<br \/>L\u00e4pple, Dieter (1993): Thesen zu einem Konzept gesellschaftlicher R\u00e4ume; in: Mayer, J\u00f6rg\u00a0(Hrsg.): Die aufger\u00e4umte Welt. Loccumer Protokolle 74\/92. Loccum: 29-52<br \/>Lynch, Kevin (1965\/1989): Das Bild der Stadt, Braunschweig\/Wiebaden<br \/>Maspero, Francois (1993): Roissy Express. Reise in die Pariser Vorst\u00e4dte. Freiburg<br \/>Peters, Katharina (1997): Die gerech(ne)te Stadt. WZB-paper FSII 97-501. Berlin<br \/>Schmals, Klaus\/Heinelt, Hubert (Hrsg.) (1997): Zivile Gesellschaft. Opladen<br \/>Sennet, Richard (1996): Etwas ist faul in der Stadt; in: Die Alte Stadt, 23.Jg.\/Heft 2:118-127 Sturm, Gabriele (1999): Wege zum Raum. Opladen (im Erscheinen)<br \/>Wilson, Elisabeth (1993): Begegnung mit der Sphinx &#151; Stadtleben, Chaos und Frauen, Basel\/Berlin\/ Boston<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[2472],"publikationen":[1038],"class_list":["post-12433","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-ingrid-breckner","publikationen-vorg-145"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Beschaffenheit und Perspektiven, aus vorg\u00e4nge Nr. 145 (Heft 1\/1999), S. 83-92 Elisabeth Wilson (1993) hat in ihrer Ver\u00f6ffentlichung mit dem Titel &#132;Begegnung mit der Sphinx &#150; Stadtleben, Chaos und Frauen&#148; sehr anschaulich dargestellt, wie sich in amerikanischen und europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten des 19. und 20. Jahrhunderts eine produktive Unordnung &#8218;hinter dem R\u00fccken&#8216; der mehr oder minder [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"1999-03-15T11:00:00+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/publikation\\\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/publikation\\\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\\\/\",\"name\":\"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1999-03-15T10:30:00+00:00\",\"dateModified\":\"1999-03-15T11:00:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/publikation\\\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/publikation\\\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/publikation\\\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 145: City oder Kiez\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-145\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union","og_description":"Beschaffenheit und Perspektiven, aus vorg\u00e4nge Nr. 145 (Heft 1\/1999), S. 83-92 Elisabeth Wilson (1993) hat in ihrer Ver\u00f6ffentlichung mit dem Titel &#132;Begegnung mit der Sphinx &#150; Stadtleben, Chaos und Frauen&#148; sehr anschaulich dargestellt, wie sich in amerikanischen und europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten des 19. und 20. Jahrhunderts eine produktive Unordnung &#8218;hinter dem R\u00fccken&#8216; der mehr oder minder [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"1999-03-15T11:00:00+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"21\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/","name":"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1999-03-15T10:30:00+00:00","dateModified":"1999-03-15T11:00:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/publikation\/soziales-in-der-stadt-des-21-jahrhunderts\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 145: City oder Kiez","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-145\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Soziales in der Stadt des 21. Jahrhunderts"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/12433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=12433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=12433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=12433"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=12433"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=12433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}