{"id":12471,"date":"1993-12-15T22:00:00","date_gmt":"1993-12-15T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/"},"modified":"1993-12-15T12:00:00","modified_gmt":"1993-12-15T11:00:00","slug":"vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/","title":{"rendered":"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>aus: vorg\u00e4nge Nr. 124 (Heft 4\/1993), S. 1-6<\/p>\n<p>Das Leben richtet sich nicht nach Jahrzehnten. Die &#132;60er Jahre&#148; beginnen f\u00fcr mich 1958. Ich wurde damals 30; hatte nach dem Krieg (in dem ich ein Jahr Luftwaffenhelfer war und nach kurzer Kriegsgefangenschaft auf dem Lande gearbeitet, eine Lehre als Werkzeugmacher absolviert, war in die IG Metall und 1954 in die SPD eingetreten. Ich begann nach einem (von der Studienstiftung unterst\u00fctzten) Jura-Studium in M\u00fcnster\/Westfalen und zus\u00e4tzlichen Studien in anderen Wissenschaften und an anderen Orten (Bristol und Bologna) in M\u00fcnster meine Referendarzeit. Ich arbeitete an einer Dissertation, war Korrekturassistent, nahm am Collegium philosophicum von Joachim Ritter teil und geh\u00f6rte seit meiner R\u00fcckkehr aus Italien 1957 auch dem sozialdemokratischen &#132;Sozialistischen Deutschen Studentenbund&#148; (SDS) an. Das Jahr 1958 f\u00fchrte zu vier Freundschaften, die in den sechziger Jahren zu wichtigen Bezugspunkten meines Lebens wurden: Ich begegnete Ulrike Meinhof und Monika Mitscherlich, Peter von Oertzen und Wolfgang Abendroth.<\/p>\n<p>Ulrike Meinhof kam im Februar 1958 in die M\u00fcnsteraner SDS-Gruppe und warb f\u00fcr den Aufbau einer studentischen Gruppierung gegen die atomare Aufr\u00fcstung. Ich habe nur wenige Menschen kennengelernt, die wie sie f\u00e4hig waren, Menschen so zu politisieren. Auch ich &#150; damals nicht gerade unpolitisch &#150; wurde durch ihren konzentierten politischen Willen (und die Adenauer-Restauration) neu angesto\u00dfen. Doch mich st\u00f6rte im Laufe der Zeit immer mehr ein hartes Entweder-oder. Wir bildeten einen studentischen &#132;Arbeitskreis f\u00fcr ein kernwaffenfreies Deutschland&#148;. Damals entstand an den Universit\u00e4ten eine studentische Anti-Atombewegung. In kurzer Zeit ver\u00e4nderten wir &#150; eine Gruppe von 18 Leuten &#150; das politische Leben der Universit\u00e4t. Ulrike und ich haben Flugbl\u00e4tter und andere politische Texte gemeinsam geschrieben. Wir waren uns sehr nahe. F\u00fcr sie ging es darum: &#132;Was sagen wir einst unseren Kindern, wenn sie uns fragen, was habt ihr damals gegen einen neuen Faschismus getan?&#148; F\u00fcr mich ging es von Anfang an auch darum, da\u00df diese Bewegung nicht von den Parteig\u00e4ngern des DDR-Regimes &#132;verheizt&#148; wurde. Wir haben um den Vorrang der Bewegung gegen\u00fcber solchen Interessen gerungen; als Ulrike kam, war sie das, was man damals &#132;Fellow traveller&#148; nannte, dann stie\u00df sie im Herbst 1958 fest zu dem von mir nicht nur politisch abgelehnten Klaus Rainer R\u00f6hl und der Gruppe um die ost-finanzierte Zeitschrift &#132;konkret&#148; (nach Angaben von R\u00f6hl wurde Ulrike Meinhof sp\u00e4ter Mitglied der illegalen KPD).<\/p>\n<p>Damals war die Einbindung der wenigen Studierenden, die mit der KPD sympathisierten oder mit ihr liiert waren, im Rahmen der besonderen Struktur der kleinen SDS-Gruppen eine Gegebenheit. Einige von ihnen wurden sp\u00e4ter treue SPD-Mitglieder. Nach dem spektakul\u00e4ren Anti-Atomkongress Anfang 1959 in Berlin, der wegen des Begriffs &#132;interimistische Konf\u00f6deration&#8220; zu einem Eklat f\u00fchrte, schalteten sich SPD und Westpolitik der DDR ein. Die studentischen Anti-Atomaussch\u00fcsse und der SDS wurden vor die Frage gestellt: F\u00fcr wen seit ihr? Das hat sie zerrieben. Damals habe ich gelernt: Sowohl SPD als auch KPD f\u00fcrchten jeden unabh\u00e4ngigen Ansatz; beide haben in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen\u00a0Methoden entwickelt, jeden Keim dazu zu zertreten. Im Fr\u00fchjahr 1959 hatte die &#132;konkret&#148; -Gruppe alle Schaltstellen der studentischen Atombewegung besetzt. Doch es ging ihr wie dem K\u00f6nig Midas: Es war nur ein Scheinerfolg, die studentische Anti-Atombewegung verschwand; \u00fcbrig blieb f\u00fcr die &#132;konkret&#148; &#8211; Gruppe nichts als eine Handvoll neuer Leute vermutlich auch mehr Gelder aus der DDR)<\/p>\n<p>Monika Mitscherlich hatte ich im Sommer 1958 m der studentischen Anti-Atombewegung kennengelernt. Wir wurden im Herbst beide in den f\u00fcnfk\u00f6pfigen Bundesvorstand des SDS gew\u00e4hlt. F\u00fcr uns bedeutete das Ende der studentischen Anti Atombewegung Konzentration auf die Arbeit im SDS. Sozialistische Positionen &#151; wie sie damals vor allem Abendroth, von Oertzen und Fritz Lamm vertraten &#151; waren f\u00fcr mich in doppelter Hinsicht wichtig zur Abgrenzung von kommunistischer Politik: Einmal als Alternative zum Stalinismus; zum anderen gegen\u00fcber dem blo\u00dfen &#132;Friedenskampf&#148;, wie ihn die Interessenvertreter der DDR damals im Blick auf die Gr\u00fcndung einer parteipolitischen Alternative (,&#130;Deutsche Friedensunion&#8220;, gegr\u00fcndet 1960) betrieben. Marx und vor allem Rosa Luxemburg, Georg Luk\u00e1cs, Ernst Bloch und die Kritische Theorie gaben ein Fundament m einem nach zwei Seiten gef\u00fchrten Konflikt. Wir hatten die rechten Genossen, die den SDS als ein Sprungbrett f\u00fcr eine Parteikarriere ansahen, aus dem Bundesvorstand des SDS abgew\u00e4hlt. Diese Leute versuchten nun, uns gegen\u00fcber dem Parteivorstand der SPD madig\u00a0zu machen; zugleich gab es im Verband Leute aus dem Umkreis von &#132;konkret&#148; oder der illegalen KPD, die einen Unvereinbarkeitsbeschlu\u00df der SDP gegen\u00fcber dem SDS zu provozieren suchten, um den SDS zueinem Faktor bei der Gr\u00fcndung einer Friedenspartei zu machen.<\/p>\n<p>In dieser Phase wurde f\u00fcr mich die Zusammenarbeit mit Peter von Oertzen und Wolfgang Abendroth wichtig. Beide waren, als ich sie kennenlernte, in der Redaktion des monatlich erscheinenden Bl\u00e4ttchens ,Sozialistische Politik&#8220; (1454-1966) t\u00e4tig. Ich schrieb Beitr\u00e4ge, die meist mit der \u00dcberschrift &#132;Diskussion&#148; versehen wurden. Bald habe ich selbst an Redaktionssitzungen teilgenommen. Diese Sitzungen und die SOPO waren f\u00fcr meine sozialistische Sozialisation von gro\u00dfer Bedeutung. Von Abendroth lernte ich nicht nur den Kampf um Verfassungspositionen, sondern auch die Analyse von Kr\u00e4fte- und Klassenkonstellation; Erich Gerlach vermittelte mir durch seine pr\u00e4gnanten \u00f6konomischen Analysen mehr als alle Lehrb\u00fccher; durch ihn lernte ich auch den mir damals v\u00f6llig unbekannten Anarcho-Syndikalismus kennen. In der Redaktion gelang es vor\u00fcbergehend unterschiedliche sozialistische Positionen zusammenzubringen: revolution\u00e4r denkenden, aber realistischen Reformismus, libert\u00e4ren Anarcho-Syndikalismus und trotzkistischen Internationalismus. Ernest Mandel fand ich damals beeindruckend; dennoch war ich mir bald klar: Vom Trotzkismus kann man lernen; aber das ist nicht mein Weg. Erich Gerlach und Peter von Oertzen machten mich auf Karl Korsch aufmerksam. Orientiert habe ich mich auch an der sozialistischen, aber strikt antistalinistischen Zeitschrift &#132;Funken&#148; (herausgegeben von Fritz Lamm und Fritz Opel). Mit von Oertzen, der sp\u00e4ter in Distanz zu Abendroth ging, gab es f\u00fcr mich und meine Freunde eine sehr enge Zusammenarbeit mit linken Sozialdemokraten in dem der \u00d6ffentlichkeit gegen\u00fcber abgeschirmten &#132;Elzer Kreis&#148; und dann in der Zeitschrift &#132;Arbeitshefte&#148;. In dieser Zeitschrift ging es um die Rolle der Gewerkschaften, um Mitbestimmung und Arbeiterselbstverwaltung. Die Gewerkschaften erschienen uns als eine dritte Ebene. Bald galt ich als ein &#132;Gewerkschaftstheoretiker&#148;.<\/p>\n<p>Wir verstanden den SDS als einen theoretisch fundierten, zugleich politisch eingreifenden Studentenverband. Demokratischer Sozialismus war sowohl eine Alternative gegen\u00fcber Adenauer als auch gegen\u00fcber Ulbricht. Eine linkssozialistische Partei haben weder ich noch die Mehrheit meiner Freunde angestrebt. Wir orientierten uns an der IG Metall. Wir wu\u00dften, die Grenze zu dem, was damals als &#132;demokratische Politik&#148; definiert wurde, verlief am linken Rand der SPD. Im &#132;Initiativ-Ausschu\u00df f\u00fcr die Amnestie und der Verteidiger in politischen Strafsachen&#148; hatte ich erfahren, was nur wenige in der Bundesrepublik wu\u00dften; Bei der Verfolgung von Kommunisten und allen, die man diesen zurechnete, wurden rechtstaatliche Prinzipien schwer verletzt. Eines der pr\u00e4gendsten Erlebnisse in diesem Zusammenhang war das Auftreten und das evangelische Pathos des damaligen Rechtsanwaltes Dieter Posser (Freund von Gustav Heinemann und sp\u00e4ter SPD-Minister in Nordrhein-Westfalen): &#132;Das kann doch nicht rechtens sein!&#148;<\/p>\n<p>In der SPD bleiben, hie\u00df Kr\u00f6ten schlucken. Doch gab es auch erfreuliche Begegnungen, beispielsweise mit Waldemar von Kn\u00f6ringen und Fritz Erler. Wir stellten die Mitarbeiter von &#132;konkret&#148; vor die Alternative entweder SDS oder &#132;konkret&#148;. Ich formulierte den Beschlu\u00df (und die Begr\u00fcndung) \u00fcber eine Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft im SDS und der Mitarbeit in der &#132;konkret&#148;-Gruppe. Im Klima des blinden Antikommunismus sagte ich nicht, ihr betreibt DDR-Politik denn das h\u00e4tte Staatsanw\u00e4lte an den Plan gerufen), sondern &#132;konkret&#148; ist &#132;keine sozialistische Zeitung&#148; und &#132;konkret&#148; hat sich &#132;verbandssch\u00e4digend&#148; verhalten und &#132;einen Keil zwischen SDS und SPD getrieben&#148;. Wer aus diesem Vorstandsbeschlu\u00df keine Konsequenzen zog, wurde aus dem SDS ausgeschlossen. Das bedeutete nicht nur einen harten politischen Eingriff in die meist kleinen SDS-Gruppen, sondern die Ausschaltung der politischen Freunde von Ulrike Meinhof aus der SDS-Arbeit. Das fiel mir schwer. Ulrike Meinhof ging von M\u00fcnster nach Hamburg und meldete sich bei der Hamburger SDS-Gruppe nicht wieder an.<\/p>\n<p>Doch all unsere Bem\u00fchungen um die SPD blieben erfolglos. Als ein &#132;Sozialdemokratischer Hochschulbund&#148; (SHB) gegr\u00fcndet wurde,\u00a0 brach die SPD jeden Kontakt mit uns ab. Das hie\u00df auch, SPD-Mitgliedern, die im SDS waren, wurde vom SPD-Parteivorstand jedes Gespr\u00e4ch verweigert. Dieses Verhalten (wir sprachen damals von einem &#132;Stalinismus von rechts&#148;) hat wesentlich zu unserer Reaktion beigetragen. Nicht zuletzt unter dem Einflu\u00df von Oertzens hatte der F\u00fchrungskreis im SDS beschlossen (es war 1960 am Tage nach der Hochzeit Mitscherlich \/ Seifert), den SDS aufzul\u00f6sen, um unsere SPD-Mitgliedschaft zu behalten. Doch von Herbert Wehner, Helmut Schmidt und anderen wie der letzte Dreck behandelt, verhielten wir uns &#132;existentialistisch&#148; : &#132;Wir brechen uns selbst das R\u00fcckgrat, wenn wir jetzt klein beigeben.&#8220; Beschl\u00fcsse und stundenlange Debatten galten nichts mehr im Augenblick der Entscheidung. Wer unsicher war, wurde fast immer durch die Entschiedenheit von Monika Seifert \u00fcberzeugt. Wir hatten in den Monaten zuvor die Distanzierung der SPD uns gegen\u00fcber genutzt. Viele Studierende waren zu uns gekommen, weil wir jetzt &#132;offiziell&#148; parteiunabh\u00e4ngig waren. Nun fragten noch mehr, wie k\u00f6nnen wir euch unterst\u00fctzen? Wir wu\u00dften, da\u00df wir nicht allein standen. Da waren Soziologen, die zu uns hielten (wie J\u00fcrgen Habermas und Hans Paul Bahrdt), Politologen, die sich unseretwegen aus der SPD ausschlie\u00dfen lie\u00dfen (wie Wolfgang Abendroth) oder aus der Partei austraten (wie Ossip K. Flechtheim), da standen Sozialdemokraten und Gewerkschafter zu uns (wie Walter Hesselbach und Otto Brenner), da erkl\u00e4rten politische Frauen wie Helga Einsele und Carola Stern ihre Solidarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wir brauchten diese Solidarit\u00e4t. Wer von uns halbwegs namhaft war, wurde aus der SPD ausgeschlossen. Das bedeutete nicht nur gesellschaftliche Ausgrenzung, sondern auch hoheitliche Verrufserkl\u00e4rungen (zielend auch auf Beeintr\u00e4chtigung der \u00f6konomischen Existenz). Da tauchte ein Herr beim Rektor der Technischen Hochschule in Darmstadt auf und sagte. &#132;Wissen Sie, wen Professor Gurland als Assistent eingestellt hat?&#148; Der Emigrant Arkadij Gurland, seit seiner Jugend Sozialdemokrat, antwortete: &#132;Ich wei\u00df es, denn Herr Seifert berichtet mir sehr genau \u00fcber seine politische T\u00e4tigkeit.&#148; Da unterrichte jemand Werner Hansen, Mitglied des Bundesvorstandes des DGB; Hansen schrieb daraufhin einen Brief an Walter Fabian, Chefredakteur der &#132;Gewerkschaftlichen Monatshefte&#148;, in dem es hei\u00dft: &#132;Vielleicht d\u00fcrfte Dir nicht bekannt sein, da\u00df J\u00fcrgen Seifert Ende 1961 wegen seiner T\u00e4tigkeit als f\u00fchrender Funktion\u00e4r des SDS ausgeschlossen wurde.&#8220; Walter Fabian, ebenfalls Emigrant, lie\u00df mich weiter schreiben. Meine erste Buchver\u00f6ffentlichung \u00fcber die Notstandsgesetzgebung konnte nur erscheinen, weil der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (wiederum ein Emigrant) durch ein Vorwort f\u00fcr mich eintrat. Auch die Weichenstellungen von Peter von Oertzen f\u00fcr Oskar Negt und mich vor den Ernennungen zum Ordinarius 1970\/71 geh\u00f6ren in diesen Zusammenhang.<\/p>\n<p>Die eigene Aussto\u00dfung hat mich sensibler und f\u00e4hig gemacht, Ausgrenzungen besser entgegenzutreten. Allerdings habe ich fortan jeden politischen DDR-Kontakt vermieden. Die Wunden sind vernarbt, doch gibt es noch immer Situationen, in denen sie aufbrechen. Dann ahne ich, was diejenigen leiden, die solche Solidarit\u00e4t nicht erhalten.<\/p>\n<p>Die Unabh\u00e4ngigkeit gegen\u00fcber der SPD erwies sich als Befreiungsakt. Wir konzentrierten uns nun auf politische Alternativen. Die Sache stand im Vordergrund. Wir schrieben eine Hochschuldenkschrift, die sp\u00e4ter in Teilen von der SPD als Hochschulreform umgesetzt wurde. Wir glaubten, Industriesoziologie in gewerkschaftlicher Arbeit in Richtung Arbeiterselbstverwaltung \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen. Wir entwickelten rechtspolitische Gegenpositionen gegen\u00fcber dem Erosionsproze\u00df der rechtsstaatlichen Demokratie. (u. a. die Aufarbeitung der &#132;Unges\u00fchnten NS-Justiz&#148;, Aktionen in der SPIEGEL-Aff\u00e4re, Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Notstandsgesetzgebung und politische Strafjustiz).\u00a0Wir entdeckten die Psychoanalyse, lasen Wilhelm Reich, Texte der Frankfurter Schule und entwickelten das, was dann zur antiautorit\u00e4ren Bewegung wurde. Wir suchten neue Formen internationaler Solidarit\u00e4t durch Hilfestellung im franz\u00f6sischen Algerien-Krieg (und dann vor allem im Vietnam-Krieg). Wir verstanden uns (in Anlehnung an vergleichbare Ans\u00e4tze in England, Frankreich und den USA) als &#132;Neue Linke&#148;. Wir \u00fcbernahmen von dort neue Aktionsformen. Wir entwickelten &#151; trotz der Finanzprobleme &#151; in der Zeitschrift &#8222;neuen kritik&#148; interessante Diskussionen. Wir konstituierten auf einer anderen Ebene als SPD und KPD eine \u00f6ffentlich anerkannte &#8222;nichtkommunistische Linke&#8220;.<\/p>\n<p>Ich wirkte in Theorie und Praxis mit an der Entstehung einer Protestbewegung, die sp\u00e4ter zum Mythos &#132;1968&#148; wurde. So bin ich nicht nur &#8222;58er&#8220;, sondern auch etwas &#132;68er&#148;. Mein Feld war bald die Auseinandersetzung um die Notstandsgesetze, die im Jahre 1968 ihren H\u00f6hepunkt erreichte. Ich war auch beteiligt an dem, was Monika Seifert (durch die Gr\u00fcndung der Frankfurter Kinderschule 1967) in der antiautorit\u00e4ren Protestbewegung realisierte. Allerdings wollte ich nur noch in Sachen Notstandsgesetze Wortf\u00fchrer sein. Ich hatte Unbehagen gegen\u00fcber der f\u00fcr mich \u00fcberzogenen Sicherheit dieser Protestbewegung.<\/p>\n<p>Der Auseinandersetzung um die Notstandsgesetzgebung habe ich sechs Jahre meines Lebens gewidmet. Heute will man vielfach nicht mehr wahrhaben, in welcher Weise die Pl\u00e4ne zu einer Grundgesetz\u00e4nderung die Demokratie in der Bundesrepublik bedrohten. Ich war t\u00e4tig sowohl als Initiator von Widerstand und Bewegung als auch als Berater auf verschiedenen Ebenen. Das reichte vom SDS zur Theologischen Soziet\u00e4t Baden, von der IG Metall bis zur FDP-Bundestagsfraktion, von Basisbewegungen in Betrieben und Schulen bis zur SPD-Gruppe in der Bundestagsfraktion um Hans Matth\u00f6fer. Ich habe auf zwei Schultern getragen: Verbreiterung des grunds\u00e4tzlichen Neins zur Notstandsgesetzgebung, um auf dieser Basis inhaltliche Ver\u00e4nderungen durchzusetzen. Das war eine Gratwanderung.<\/p>\n<p>Ich ging angesichts der Beschlu\u00dflage\u00a0der Gewerkschaften davon aus, da\u00df es unm\u00f6glich sei, die Notstandsverfassung zu verhindern. F\u00fcr mich kam es seit Ende 1962 darauf an, eine Auffangposition vorzubereiten. Die SPD bejahte die Notstandsverfassung grunds\u00e4tzlich und war damit den Manipulationen der Regierung ausgeliefert; die Gewerkschaften und die anderen Notstandsgegner mu\u00dften auf dem grunds\u00e4tzlichen Nein beharren; dabei versuchte ich, (und wurde dabei unterst\u00fctzt) Giftz\u00e4hne zu ziehen, damit die Sache ungef\u00e4hrlich wurde oder die Promotoren dieser Politik, die Lust an diesem Unternehmen verloren. Das Ergebnis ist bekannt: Auf der verfassungsrechtlichen Ebene haben die &#132;Notstandsgegner&#148;, gesiegt (die Sicherungen haben bis heute gehalten), politisch war es eine Niederlage. Ich habe damals nicht die verfassungsrechtlichen Erfolge betont, sondern die verbliebenen Gefahren.<\/p>\n<p>Das, was ich machte, bezeichnete ich (in Anlehnung an Rudolf von Iherings &#132;Kampf ums Recht&#148;) als &#132;Kampf um Verfassungspositionen&#148;. Es es ging mir darum, die demokratische und rechtsstaatliche Substanz der Verfassung gegen einen neuen Faschismus oder ein autorit\u00e4res\u00a0 System zu verteidigen. Im Unterschied zu Ulrike Meinhof und ihren Freunden habe ich rechtzeitig die Problematik des bei den &#132;konkret&#8220;- Leuten \u00fcblichen Faschismusverdikts erkannt. Dabei hat mir ein Freund geholfen: &#132;Ph\u00e4nomen der sterbenden Zeit. Ich habe in den letzten 20 Minuten gez\u00e4hlt, wie oft du das Wort Faschismus gebraucht hast. Hast Du keine anderen Kategorien? Wann hast du das letzte Buch gelesen?&#148; Der Verfassungskampf gegen autoritative Tendenzen ist in meinen Augen nicht das Ziel von Politik, sondern ist nur ein Ausgangspunkt f\u00fcr Politik, die auf einer anderen Ebene eingreifen mu\u00df.<\/p>\n<p>Ich habe nach 1968 weiterhin versucht, politische Demokratie zu sichern; zun\u00e4chst vor allem durch die Verteidigung pers\u00f6nlicher und politischer Rechte (seit 1968 in der Zeitschrift &#132;kritische Justiz fast\u00a0\u00a0\u00a0 1 1\/2 Jahrzehnte im Vorstand der Humanistischen Union und seit 10 Jahren in der Redaktionsarbeit der &#132;vorg\u00e4nge&#8220;); bei diesen Aktivit\u00e4ten teilweise auch durch Versuche, Demokratie zu erneuern (jetzt besonders in der Vorarbeit f\u00fcr neue L\u00e4nderverfassungen, im\u00a0 &#132;Verfassungskuratorium&#148; und bei der Reform von Polizei und Verfassungsschutz in Niedersachsen).<\/p>\n<p>Nachhaltiger beeinflu\u00dft ist das demokratische Verhalten von Menschen in der Bundesrepublik m\u00f6glicher Weise durch das, was Monika Seifert im Bereich der antiautorit\u00e4ren Erziehung in Gang setzte. Ich dachte zun\u00e4chst, es ginge nur um eine angemessene Erziehung unserer Tochter Anna. Dann erkannte ich, da\u00df die eingerichtete Kindergruppe und das Prinzip &#132;Selbstregulierung&#148; mehr bedeuten, auch mich und autorit\u00e4re Strukturen der Gesellschaft in Frage stellte. Monika Seifert wollte eine Ver\u00e4nderung der Kindergarten und versuchte dies durch sogenannte &#132;Kinderl\u00e4den&#148; zu realisieren, in denen Kinder f\u00e4hig werden sollten,\u00a0 &#132;sich selbst zu regulieren&#148;. Diese Formel war eine Antwort auf die damalige Fremdbestimmung in der Erziehung. Monika Seifert orientierte sich neben Wilhelm Reich vor allem an A. S. Neil. Ihr Ansatz provozierte andere Gruppen, die in der Ersetzung autorit\u00e4rer Erziehung durch eine (doktrinierende)\u00a0 &#132;sozialistische&#148; einen Fortschritt sahen. Auch auf dieser Ebene kippten\u00a0 &#132;Jung-68er&#148; den urspr\u00fcnglichen Ansatz um. Mich hat die &#132;Kinderladenbewegung&#148; ver\u00e4ndert. Doch habe ich auf diesem Gebiet das Schreiben Monika Seifert \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Zur antiautorit\u00e4ren Bewegung geh\u00f6rten die &#132;begrenzte Regelverletzung&#148; und eine spezifische Provokationstechnik, die das Ziel verfolgt\u00a0 (dank einer \u00dcberreaktion der Polizei), Solidarit\u00e4t hervorzurufen. Beide Techniken haben sich in der politischen Auseinandersetzung verselbst\u00e4ndigt. Instrumente zum Beseitigen von Publizit\u00e4tsbarrieren und zum In-Gang-Setzen von massenhaften Aufkl\u00e4rungs- oder Solidarisierungprozessen wurde (in einer &#132;Romantik der Illegalit\u00e4t&#148;) reduziert auf den Gesetzesbruch als kriminellen Akt. Die RAF kam dadurch zu der irrealen Vorstellung, man m\u00fcsse Faschismus provozieren, um dadurch Gegenkr\u00e4fte zu mobilisieren (oder der DDR den Nachweis f\u00fcr Faschismus in der Bundesrepublik zu liefern).<\/p>\n<p>1969 wandte ich mich gegen die ersten Ans\u00e4tze einer neuen &#132;Romantik der Illegalit\u00e4t&#148;. Als Ulrike Meinhof in der Baader-Befreiung verwickelt wurde, war ich erschrocken. Ebenso ging es mir bei den Aktionen der RAF. Die alte Freundschaft von Monika Seifert und mir zu Ulrike Meinhof (die von politischen Meinungsunterschieden absehen konnte) machte uns damals verd\u00e4chtig. Gegen Monika Seifert lief ein Ermittlungsverfahren, das Aufsehen erregte, aber eingestellt wurde. Ich habe Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, wie Hausdurchsuchungen, Observationen, offene Beschattung und \u00e4hnliches auf Betroffene wirken.<\/p>\n<p>Mein Eintreten f\u00fcr den Hannoverschen Psychologie-Kollegen Peter Br\u00fcckner (der 1972 beschuldigte wurde, Ulrike Meinhof beherbergt zu haben) und mein &#132;Pl\u00e4doyer wider die \u00c4chtung des politischen Gegners&#148; wurden nicht verstanden. Der Unterschied zwischen einer von mir abgelehnten &#132;politischen Solidarit\u00e4t&#148; (als Identifizierung) mit der RAF und der von mir ge\u00fcbten Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Opfern von Verstrickung und dem selbstverst\u00e4ndlichen Eintreten f\u00fcr die Errungenschaften des Rechtsstaates auch gegen\u00fcber Gewaltt\u00e4tern wurde damals (von beiden Seiten) nicht erkannt. F\u00fcr die einen war ich ein &#132;Brandstifter der Demokratie&#148; (so ein CDU-Repr\u00e4sentant) oder ein &#132;Sympathisant des Terrorismus&#148; (so ein &#132;Verfassungssch\u00fctzer&#148; in Niedersachsen), f\u00fcr die anderen wurde ich (so ein Flugblatt aus dem Umkreis der RAF) zum &#132;Faschisten Seifert&#148;. Es herrschte Freund-Feind-Denken. Dazu kamen Versuche, Solidarit\u00e4t zu erpressen. Ich habe in diese Zeit unter der (wie ich es dann nannte) &#132;bleiernen Solidarit\u00e4t&#148; gelitten, weil Solidarit\u00e4t dabei damals verheizt, kurz: um ihre produktive Kraft gebracht wurde.<\/p>\n<p>Nicht disziplinarrechtliche Vorermittlungen (wegen einer Solidarit\u00e4tsrede f\u00fcr Br\u00fcckner) haben mich blockiert. Auch neue Ausgrenzungen habe ich ertragen. Gel\u00e4hmt hat mich jedoch die Provokation politischer Freunde, die als &#132;organisierte Selbstbefreiung&#148; definiert wurde, aber (im Widerspruch zu hehren Zielen) Solidarit\u00e4t zum Nutzen der eigenen Politik verrechnete. Es dauerte lange, bevor ich dieses Kalk\u00fcl erkannte und mich befreite.\u00a0<\/p>\n<p>In meiner Sicht sind die Voraussetzungen f\u00fcr ein Ineinandergreifen des Kampfes um Verfassungspositionen und gesellschaftsver\u00e4ndernder Praxis gegenw\u00e4rtig nicht gegeben. Vielleicht liegt das an der zunehmenden Arbeitsteilung, der vorherrschenden Fragmentierung von Politik und dem Unverm\u00f6gen, globale Kapitalbewegungungen, gesellschaftliche Zusammenh\u00e4nge und politische Frontstellungen noch wahrzunehmen. Wenn man mich fragt, ob ich Sozialist bin, sage ich Ja; aber ich kann &#132;Sozialismus&#148; (der in meinen Augen nur weltweit m\u00f6glich ist) heute nur unscharf bestimmen und vermeide deshalb dieses Wort.<\/p>\n<p>Meine T\u00e4tigkeit wird (auch wenn ich dar\u00fcber hinaus will) gegenw\u00e4rtig verengt auf das zwar wichtige, aber nicht ausreichende Eintreten f\u00fcr die Erhaltung der Substanz der Menschen- und B\u00fcrgerrechte.<\/p>\n<p>Meine Biographie zeigt: Es gibt in der alten Bundesrepublik seit Jahrzehnten eine meist nicht wahrgenommene B\u00fcrgerrechtsbewegung. F\u00fcr mich waren das 35 Jahre meist leidenschaftlicher Auseinandersetzung.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[354],"publikationen":[1238],"class_list":["post-12471","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-juergen-seifert","publikationen-124-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"aus: vorg\u00e4nge Nr. 124 (Heft 4\/1993), S. 1-6 Das Leben richtet sich nicht nach Jahrzehnten. Die &#132;60er Jahre&#148; beginnen f\u00fcr mich 1958. Ich wurde damals 30; hatte nach dem Krieg (in dem ich ein Jahr Luftwaffenhelfer war und nach kurzer Kriegsgefangenschaft auf dem Lande gearbeitet, eine Lehre als Werkzeugmacher absolviert, war in die IG Metall [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"16\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/publikation\\\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/publikation\\\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\\\/\",\"name\":\"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1993-12-15T21:00:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/publikation\\\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/publikation\\\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/publikation\\\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 124\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/124-vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union","og_description":"aus: vorg\u00e4nge Nr. 124 (Heft 4\/1993), S. 1-6 Das Leben richtet sich nicht nach Jahrzehnten. Die &#132;60er Jahre&#148; beginnen f\u00fcr mich 1958. Ich wurde damals 30; hatte nach dem Krieg (in dem ich ein Jahr Luftwaffenhelfer war und nach kurzer Kriegsgefangenschaft auf dem Lande gearbeitet, eine Lehre als Werkzeugmacher absolviert, war in die IG Metall [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"16\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/","name":"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1993-12-15T21:00:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/publikation\/vom-58er-zum-68er-ein-biographischer-rueckblick\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 124","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/124-vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Vom \u201e58er\u0094 zum \u201e68er\u0094. Ein biographischer R\u00fcckblick"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/12471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=12471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=12471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=12471"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=12471"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=12471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}