{"id":12596,"date":"1970-01-01T16:26:00","date_gmt":"1970-01-01T15:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/"},"modified":"1970-01-01T12:00:00","modified_gmt":"1970-01-01T11:00:00","slug":"von-der-sauberen-leinwand-front","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/","title":{"rendered":"Von der \u201eSauberen-Leinwand&#8220;-Front"},"content":{"rendered":"<p>Aus: vorg\u00e4nge Heft 7\/1965, S. 316-318<\/p>\n<p>(<i>vg<\/i>) Der Gesetzentwurf des CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. <i>Adolf S\u00fcsterhenn <\/i>(s. vg 6\/65, 245 f, 259 ff), mit dem Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst an die &#132;allgemeine sittliche Ordnung&#8220; gebunden werden sollen, ist zwar in diesem Bundestag nicht mehr behandelt worden, aber die CDU\/ CSU-Bundestagsfraktion billigte am 29. Juni mit gro\u00dfer Mehrheit eine Erkl\u00e4rung des Fraktionsvorstandes, in der die Entschlossenheit der Fraktion bekr\u00e4ftigt wird, im n\u00e4chsten Bundestag &#132;die Pr\u00fcfung und Beratung aller Aspekte dieses Problems&#8220; fortzusetzen und eine erneute Vorlage einzubringen. Es sei lediglich angesichts der Zeitnot des Bundestags eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Behandlung dieser &#132;ernsten, unser Volk bewegenden Fragen&#8220; nicht mehr m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Inzwischen aber haben sich, vor allem auf evangelischer Seite, die Distanzierungen von S\u00fcsterhenns Initiative gemehrt. Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Pr\u00e4ses <i>Scharf<\/i>, wandte sich in seiner Berliner Pfingstpredigt zwar erneut gegen eine &#132;Verwilderung der Sitten&#8220;. In Erl\u00e4uterung des in der evangelischen Kirche selbst sehr umstrittenen Wortes zum Bu\u00df- und Bettag 1964, das der Rat der EKD herausgegeben hatte und das mit seiner Formulierung: &#132;Die Zeichen moralischer Entartung in unserem \u00f6ffentlichen und privaten Leben mehren sich in erschreckender Weise&#8230; Wir sind in der Gefahr, unter die Diktatur der Unanst\u00e4ndigkeit zu geraten&#8220; S\u00fcsterhenn ein wesentliches Begr\u00fcndungsmotiv f\u00fcr seinen Gesetzesantrag geliefert hatte, f\u00fchrte Scharf aus, die Kirche w\u00fcnsche auch keine &#132;Diktatur der Anst\u00e4ndigkeit&#8220;. Das, was sie als gut bezeichne, wolle sie weder mit Gewalt noch mit den Mitteln staatlicher Gesetzgebung durchsetzen.<\/p>\n<p>Sie m\u00fcsse lediglich &#132;S\u00fcnde pr\u00e4zise als S\u00fcnde bezeichnen&#8220;: Vierzehn Tage sp\u00e4ter, am 20. Juni, stellte der gesamte Rat der EKD unter Leitung von Scharf auf einer Sitzung in Berlin fest, er w\u00fcnsche keine den freiheitlichen Grunds\u00e4tzen der Verfassung widersprechende Einschr\u00e4nkung der Meinungs\u00e4u\u00dferung und des Kunstschaffens. Der Rat r\u00e4umt jedoch ein, das Vorhaben der Abgeordneten, durch eine \u00c4nderung des Grundgesetzes die sittliche Bindung des Kunstschaffens zu unterstreichen, sei Ausdruck einer notwendigen Verantwortungsbereitschaft. Anerkennung zollt der Rat der EKD auch den Aktionen &#132;Saubere Leinwand&#8220; und &#132;Sorge um Deutschland&#8220; zur Bek\u00e4mpfung sittlicher Verfallserscheinungen. Mit Vertretern der Aktionen will der Rat &#132;kl\u00e4rende Gespr\u00e4che&#8220; f\u00fchren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dieser Erkl\u00e4rung des Rats der EKD distanziert sich die evangelische Publizistik allerdings immer deutlicher von diesen Aktionen. Entgegen Meldungen, er begr\u00fc\u00dfe diese Aktionen, stellte Oberkirchenrat Dr. <i>Hermann Gerber<\/i>, der Filmbeauftragte der EKD, inzwischen richtig, er habe zwar in einem Vortrag in Fulda unterstrichen, da\u00df es jedem Bundesb\u00fcrger freistehe, gegen kulturpolitische Entwicklungen und Erscheinungen, die er f\u00fcr unerfreulich halte, \u00f6ffentlich zu protestieren, er habe aber ernste Bedenken gegen die Methoden und die plakative Ausdrucksweise der genannten Aktionen erhoben.<\/p>\n<p>Mit der evangelischen Sonderaktion &#132;Sorge um Deutschland&#8220;, die von der evangelischen Marienschwesternschaft Darmstadt ausgeht und die Sympathie einer Reihe evangelischer Bisch\u00f6fe und Pr\u00e4sides gefunden hat, befa\u00dft sich speziell das <i>Sonntagsblatt<\/i>, das von Landesbischof <i>Lilje<\/i> herausgegeben wird, unter dem Titel &#132;Sorge um die Besorgten&#8220;. Diese Darmst\u00e4dter Aktion hatte in ihrem Aufruf folgende Sorgen formuliert:<\/p>\n<p>&#132;Wir alle sind heute von Gewalten bedroht, deren Gef\u00e4hrlichkeit nur schwer zu durchschauen ist. Eine Flut d\u00e4monischer Kr\u00e4fte \u00fcberschwemmt unser Volk. Unz\u00e4hlige werden zum hemmungslosen Lebensgenu\u00df und Ausleben ihrer Triebe verlockt. (Es folgt der Hinweis auf Filme usw.) Damit werden verderbliche Leitbilder f\u00fcr Millionen von Menschen geformt. Bis in unsere christlichen Familien und Gemeinden hinein ist bereits die Orientierung verlorengegangen. Durch Mi\u00dfachtung des Willens Gottes stehen wir heute mitten in der Aufl\u00f6sung aller sittlichen Ordnungen. So wird der Mensch, das Ebenbild Gottes, in seiner Pers\u00f6nlichkeit zerr\u00fcttet; eine t\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr den Fortbestand unseres Volkes ist die Folge. Gott hat dem Ungehorsam, der Ihn verh\u00f6hnt, Sein Gericht angedroht. Wir aber haben die Katastrophe von 1945 praktisch schon vergessen. Auch damals waren Gottes Gebote mi\u00dfachtet worden.&#8220;<\/p>\n<p>Diesem erschreckend archaisierenden Text h\u00e4lt das <i>Sonntagsblatt <\/i>entgegen, &#132;blinder moralischer Geist&#8220; sei f\u00fcr den Fortbestand des Volkes &#132;gef\u00e4hrlicher als Crime und Sex&#8220;. Die gegenw\u00e4rtige moralische Situation der Gesellschaft werde von den Unterhaltungschaffenden nicht erzeugt, sondern lediglich widergespiegelt. Die Aktion, die &#132;r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt, aus der Sehnsucht nach einer fr\u00fcheren Gesellschaft&#8220; urteile, \u00fcbersehe dabei, da\u00df auch das Ethos sich geschichtlich wandeln k\u00f6nne. Christus komme in diesem &#132;scheinchristlichen Aufruf&#8220; nur als der Anlasser f\u00fcr den moralischen Motor vor. &#132;Aber ist Christus f\u00fcr die Moral gestorben? Galt sein Gericht nur der sexuellen Unmoral und nicht ebensosehr der L\u00fcge und der Lieblosigkeit?&#8220; Den Initiatoren der Aktion, die unter anderem von Pr\u00e4ses Scharf, Bischof Dietzfelbinger und Pr\u00e4ses Wilm unterst\u00fctzt wird, solle besonders der Umstand zu denken geben, &#132;da\u00df ihre Beurteilung von Crime und Sex in der Unterhaltung von den Nationalsozialisten volle Zustimmung erhalten h\u00e4tte&#8220;. Auch das von Bischof <i>Dibelius<\/i> herausgegebene Berliner &#132;Sonntagsblatt &#151; Die Kirche&#8220; hat inzwischen in einem Artikel &#132;Nein zur Aktion Saubere Leinwand&#8220; gesagt. Diese Aktionen, die sich als &#132;B\u00fcrgeraktionen&#8220; ausg\u00e4ben, wurzelten vornehmlich in s\u00fcddeutschen Kleinst\u00e4dten. Es sei auch offensichtlich, da\u00df ein gewisser Zusammenhang zu den CDU-Abgeordneten um Prof. <i>S\u00fcsterhenn<\/i> bestehe, die durch eine Grundgesetz\u00e4nderung die Freiheit der Kunst durch eine Bindung an das Sittengesetz einzuschr\u00e4nken trachteten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bindung des Staates an das &#132;christliche Ethos\u00ab hat sich allerdings auf einer Juristentagung des Evangelischen Dekanats M\u00fcnchen in der Evangelischen Akademie Tutzing der konservative evangelische Theologe, Prof. Dr. <i>Walther K\u00fcnneth<\/i>, Erlangen, ausgesprochen. K\u00fcnneth meinte, der Begriff der &#132;Guten Sitten&#8220;, der nicht nur im Strafrecht, sondern auch in der Verfassung der Bundesrepublik und des Freistaates Bayern eine hochbedeutsame Rolle spiele, verliere heute mehr und mehr seinen einstigen, vom christlichen Ethos getragenen Sinngehalt. Wenn der in der Pr\u00e4ambel des Grundgesetzes und der Verfassung Bayerns genannte Name Gottes nicht zu einer &#132;Phrase oder zu einer nichtssagenden Etikette&#8220; werden solle, m\u00fcsse der Staat daf\u00fcr Sorge tragen, da\u00df das christliche Ethos die Grundlage der Auffassungen von &#132;guten Sitten&#8220; bleibe. Es gebe Grenzen f\u00fcr die religi\u00f6se Neutralit\u00e4t des Staates, wenn er seine Pr\u00e4ambel zur Verfassung ernst nehmen wolle, meinte K\u00fcnneth; dabei gehe es nicht um eine konfessionelle Sondermoral, sondern um die Fundamente menschlicher Existenz und des Zusammenlebens in der Gesellschaft schlechthin.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen ist die Aktion &#132;Saubere Leinwand\u00ab Anfang Juni mit sehr gro\u00dfem Einsatz gestartet worden, ohne da\u00df sie allerdings bisher einen nennenswerten gro\u00dfen Unterschriftenerfolg melden konnte. Sie wird unterst\u00fctzt von der katholischen Kirche, evangelischen Stellen und der CSU. In der Erkl\u00e4rung des Komitees hei\u00dft es u. a.: &#132;Die Kunst sollte nicht durch Mi\u00dfbrauch ihrer Freiheit das Gemeinwohl in Frage stellen. Gesetzgebung und Kontrollorgane haben diese Entwicklung bisher nicht verhindert. Verantwortungsbewu\u00dfte Staatsb\u00fcrger wehren sich gegen den zersetzenden Einflu\u00df solcher Filme. Sie lassen sich nicht mehr mit dem Hinweis auf den ge\u00e4nderten Zeitgeschmack bel\u00fcgen. Stattdessen w\u00fcnschen sie als freie B\u00fcrger in Verantwortung gegen\u00fcber der Gesellschaft saubere Filme, die informieren, unterhalten und zur Besinnung anregen&#8230;&#8220; Der Sprecher des Komitees, ein Rechtsanwalt <i>Carlheinz Zimmer-mann<\/i>, verstieg sich in seiner \u00f6ffentlichen Erkl\u00e4rung der M\u00fcnchener Aktion zu folgenden Feststellungen: &#132;Nicht nur am Illustriertenmarkt, auch am Filmmarkt sind die Tendenzen zur Zerst\u00f6rung, Leugnung, Verantwortungslosigkeit und Perversion unverkennbar in den letzten Jahren in einem Ausma\u00df gewachsen, deren Grund im Nihilismus und deren Absicht in der Befreiung von jedem Wert schlie\u00dflich liegt. Dagegen wendet sich die Bev\u00f6lkerung, weil der Frontalangriff gegen die Gesellschaft und ihre Jugend die Selbsterhaltungskr\u00e4fte mobilisiert, auch wenn einzelne Pers\u00f6nlichkeiten oder Gruppen dieser Gesellschaft existentielle Gefahren bewu\u00dft oder unbewu\u00dft ignorieren &#8230; Wer nein zur B\u00fcrgeraktion sagt, unterst\u00fctzt damit jene, welchen entweder ihr Tanz um das goldene Kalb oder ihre pseudoavantgardistische F\u00fchrerschaft oder gar ihre W\u00fchlarbeit zugunsten des Kommunismus mehr gilt als Verantwortung f\u00fcr unser Volk und dessen Jugend.&#8220;<\/p>\n<p>Der <i>Bayerische Jugendring<\/i>, in dem alle Jugendorganisationen vereinigt sind, nahm die M\u00fcnchener Erkl\u00e4rung Zimmermanns zum Anla\u00df, von der Aktion &#132;Saubere Leinwand&#8220; abzuraten. Die bisherige Zur\u00fcckhaltung des Jugendringes beruhe auf der \u00dcberlegung, es sei wirkungsvoller, &#132;durch Jugendfilmveranstaltungen sowie durch die Verwendung von Filmen als Arbeitsmittel planm\u00e4\u00dfige Jugendfilmerziehung zu betreiben, als nach staatlichen Verboten zu rufen&#8220;. Die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen reichten f\u00fcr einen wirkungsvollen Schutz vor schlechten Filmen aus. &#132;Der Bayerische Jugendring konnte deshalb den Kreisjugendringen und Jugendverb\u00e4nden nicht empfehlen, sich an solchen Aktionen zu beteiligen, die auf eine Einschr\u00e4nkung unserer freiheitlichen Grundordnung hinauslaufen.&#8220; Auch seien die Akzente der Aktion nicht richtig gesetzt. Man wende sich vordergr\u00fcndig gegen den Sexfilm, w\u00e4hrend Streifen, die den Krieg und die rohe Gewaltanwendung verherrlichten, eine weit gr\u00f6\u00dfere Jugendgef\u00e4hrdung darstellen k\u00f6nnten. Mit Genugtuung habe darum der Jugendring davon Kenntnis genommen, da\u00df auch &#132;zahlreiche verantwortungsbewu\u00dfte Filmp\u00e4dagogen Bedenken sowohl gegen die ganze Protestaktion als auch gegen bestimmte Formulierungen in den Aufrufen angemeldet haben&#8220;.<\/p>\n<p>Bei der Pressekonferenz der <i>Humanistischen Union<\/i>, bei der sie ihre \u00d6ffentliche Warnung vor der Aktion Saubere Leinwand (s. vg 6\/65, 245) der \u00d6ffentlichkeit \u00fcbergab, legte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der HU, <i>Rainer Haun<\/i>, Informationen vor \u00fcber die einsch\u00fcchternden Auswirkungen der &#132;Aktion Saubere Leinwand&#8220; auf die Spielpl\u00e4ne der Filmtheater in S\u00fcddeutschland. Als Ma\u00dfstab treten dabei \u00fcberall die Bewertungsurteile der Katholischen Filmkommission f\u00fcr Filme auf, die von der Freiwilligen Selbstkontrolle, teils mit Schnittauflagen, freigegeben wurden. Aufgrund der Beeinflussung durch die Aktion k\u00f6nnen danach in mehr als 150 Orten S\u00fcddeutschlands Filme nicht mehr vorgef\u00fchrt werden, die von der Katholischen Filmkommission mit der Note 4 (Abzulehnen) versehen worden sind (z. B.: Immer wenn das Licht ausgeht, Das L\u00e4cheln einer Sommernacht, De L&#8217;amour, Die Bienenk\u00f6nigin, Erstens, zweitens, drittens, Mutter Johanna von den Engeln, Au\u00dfer Atem, Die Liebenden). In 44 Orten k\u00f6nnen dar\u00fcberhinaus auch keine Filme mehr aufgef\u00fchrt werden, die die Note 3 (Abzuraten) erhalten haben (z. B.: Der Diener, Tagebuch einer Kammerzofe, Die Tote von Beverly Hills, Das M\u00e4dchen Irma la Douce, Schlo\u00df Gripsholm, Die Geschichte der Nana S., Jules und Jizn, u. a.). Zu den Orten, in denen die Filmtheater nicht mehr frei \u00fcber ihr Filmprogramm disponieren k\u00f6nnen, z\u00e4hlen u. a.: Regensburg, Amberg, Ingolstadt, Freising, F\u00fcssen, Kaufbeuren, Straubing, Eichst\u00e4tt, Kronach, Dillingen, Donauw\u00f6rth, Rottenburg, Alt\u00f6tting, Leutkirch, Markt Schwaben, Rott am Inn, Saulgau, Plattling, Berchtesgaden, Bad Wiessee, Vilsbiburg usw.<\/p>\n<p>In Memmingen hat die Stadtpolizei die Aktion &#132;Saubere Leinwand&#8220; damit &#132;unterst\u00fctzt&#8220;, da\u00df sie an alle Filmtheaterbesitzer ohne sonstigen Anla\u00df die Abschrift eines Urteils des Bayerischen Obersten Landesgerichts geschickt hat mit dem Begleitschreiben: &#132;Anbei \u00fcbersende ich Ihnen zu Ihrer Information eine Abschrift des Urteils des Bayerischen Obersten Landesgerichts, unterzeichnet M\u00fcller, Polizeiamtmann, Leiter der Stadtpolizei Memmingen.&#8220; Das Urteil erging gegen eine M\u00fcnchener Filmtheaterbesitzerin, die ein (1) von der FSK nicht freigegebenes Foto ausgeh\u00e4ngt hatte, deshalb gegen das GjS verstie\u00df und zu 100 Mark Geldstrafe, ersatzweise 20 Tage Gef\u00e4ngnis, verurteilt wurde. Die Memminger Filmtheaterbesitzer haben auf diese polizeiliche Einsch\u00fcchterung hin den Verleihfirmen mitgeteilt, sie k\u00f6nnten Filme, die die kirchliche Note 4 erhalten haben, nicht mehr zum Einsatz bringen.<\/p>\n<p>Die Bundesrepublik ist das Land mit den meisten Jugendschutzgrenzen und der strengsten Filmkontrolle. Die Information der HU legte einen Vergleich zwischen der Bundesrepublik, Frankreich und England vor. Danach sind in der Bundesrepublik freigegeben ab 6 Jahren 12,1 %, ab 12 Jahren 31,8 %, ab 16 Jahren 32,2\u00a0% und ab 18 Jahren 23,8\u00a0% der Filme. In Frankreich sind 55\u00a0% der Filme uneingeschr\u00e4nkt frei ab 3 Jahren, f\u00fcr Jugendliche unter 18 Jahren sind 6\u00a0% verboten, nur f\u00fcr Erwachsene geeignet, aber f\u00fcr Jugendliche nicht verboten sind 35\u00a0% der Filme. In England sind freigegeben ab 0 Jahren 40 %, f\u00fcr Jugendliche in Begleitung Erziehungsberechtigter 36 %, f\u00fcr Erwachsene ab 16 Jahren die restlichen 24\u00a0% der Filme. Von der FSK verboten wurden wurden seit ihrem Bestehen insgesamt 63 Spielfilme. Eine Gesamtzahl der Filme, die nur mit Schnittauflagen freigegeben wurden, liegt nicht vor, es gibt erst Zahlen f\u00fcr 1963 und 1964. 1963 sind von 417 gepr\u00fcften Filmen 109, 1964 von 424 gepr\u00fcften Filmen 131 Filme nur mit Schnittauflagen freigegeben worden. Unter den beschnittenen Filmen waren 1963 42 und 1964 46 Filme, die ohnehin nur f\u00fcr Erwachsene ab 18 Jahren freigegeben wurden. Obwohl die Bundesrepublik ein ausgebautes System von Jugendschutzgrenzen hat (6 Jahre, 12 Jahre, 16 Jahre, 18 Jahre), will die Aktion &#132;Saubere Leinwand&#8220; noch eine f\u00fcnfte Grenze, die von 21 Jahren einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die einzige Stellungnahme einer katholischen Stelle gegen die &#132;Aktion Saubere Leinwand&#8220; vermeldeten inzwischen die <i>Aachener Nachrichten<\/i> vom 25. Juni aus dem Kreis Schleiden in der Eifel. Dort hat der katholische Pfarrer der Gemeinde Marmagen, <i>Froitzheim<\/i>, in einem offenen Brief an den Landrat des Kreises und die Initiatoren der Aktion mitgeteilt, er k\u00f6nne die Aktion nicht nur nicht unterst\u00fctzen, sondern sehe sich verpflichtet, ihr leidenschaftlich Widerstand entgegenzusetzen. Pfarrer Froitzheim erkl\u00e4rt, die Aktion &#132;Saubere Leinwand&#8220; bausche den Sachverhalt ungeb\u00fchrlich auf und mache damit die Lage des Films noch schwieriger, indem sie dem B\u00fcrger das Kino g\u00e4nzlich verleide. Unmoral sei von eh und je eine Begleiterscheinung der Wohlstandsgesellschaft gewesen und nicht allein der Film, sondern auch andere Wirtschaftszweige verdienten an ihr. Die &#132;Aktion Saubere Leinwand&#8220; laste allein dem Film an, was\u00a0 Schuld der ganzen Gesellschaft sei, sie vernebele die Situation und leiste Heuchlern und Pharis\u00e4ern Vorschub. Die Ablehnungen der Katholischen Filmkommission seien nicht nur aus moralischen, sondern auch aus politischen und weltanschaulichen Gr\u00fcnden erfolgt. Er k\u00f6nne nicht feststellen, da\u00df die Filmwirtschaft auffallend h\u00e4ufiger, als immer schon \u00fcblich, Filme minderen moralischen Gehalts anbiete. Die Initiatoren der Aktion seien weithin unbekannt, bekannt seien aber die Methoden, die weithin angewandt w\u00fcrden. Der Pfarrer verweist auf das oben zitierte Beispiel aus M\u00fcnchen und stellt dazu fest, dieser Ton sei zu bekannt, als da\u00df er gef\u00f6rdert werden d\u00fcrfe. Der deutsche Film habe sich in der FSK ein Organ geschaffen, das vor Ausw\u00fcchsen im Filmangebot sch\u00fctzen solle. Man k\u00f6nne \u00fcber manche Freigabebescheide zwar anderer Meinung sein, sicher aber sei, da\u00df hier mit gro\u00dfer Verantwortung um jede Entscheidung gerungen werde. Die &#132;Aktion Saubere Leinwand&#8220; aber fege diese zwanzigj\u00e4hrige Arbeit einfach vom Tisch und trete mit dem Anspruch auf, die erste H\u00fcterin der Moral zu sein. Damit betreibe sie Ehrabschneiderei und Hochstapelei. Pfarrer Froitzheim f\u00e4hrt fort, die Aktion habe zum Ziel, den Bundestag zu einem Gesetz gegen die Unmoral im Film zu bewegen. Es sei aber auch unter katholischen Gesellschaftswissenschaftlern umstritten, ob ein solches Gesetz n\u00fctzen k\u00f6nne. Die Freiheit sei ein sehr diffiziles Gut, ihre Verteidigung erfordere strenge Selbstdisziplin. Das geringste Zuviel an praktischer Sorge verkehre sie im Nu in Unfreiheit. Es sei unverantwortlich, an der Aufgabe, das rechte Ma\u00df zwischen Freiheit und Gesetz zu finden, einen anonymen Volksaufstand zu beteiligen. Der Pfarrer schlie\u00dft mit der Feststellung: Wer dem Kino wieder solidere Qualit\u00e4t geben wolle, und dies sei das einzige und entscheidende Problem, der m\u00fcsse ihm das entsprechende Publikum wieder zuf\u00fchren. Der kranke Film werde nicht gesund durch Proteste, sondern nur durch volle H\u00e4user. Darum rufe er die Veranstalter der &#132;Aktion Saubere Leinwand&#8220; auf, diese sofort abzubrechen und dem Film durch regelm\u00e4\u00dfigen Besuch zu helfen. Nur dieses Beispiel k\u00f6nne heilend wirken.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[],"tags":[667],"autoren":[1960],"publikationen":[1395],"class_list":["post-12596","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","tag-vorgaenge-artikel","autoren-vorgaenge","publikationen-7-1965"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Von der \u201eSauberen-Leinwand&quot;-Front - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Von der \u201eSauberen-Leinwand&quot;-Front - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Aus: vorg\u00e4nge Heft 7\/1965, S. 316-318 (vg) Der Gesetzentwurf des CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Adolf S\u00fcsterhenn (s. vg 6\/65, 245 f, 259 ff), mit dem Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst an die &#132;allgemeine sittliche Ordnung&#8220; gebunden werden sollen, ist zwar in diesem Bundestag nicht mehr behandelt worden, aber die CDU\/ CSU-Bundestagsfraktion billigte am 29. Juni mit [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/publikation\\\/von-der-sauberen-leinwand-front\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/publikation\\\/von-der-sauberen-leinwand-front\\\/\",\"name\":\"Von der \u201eSauberen-Leinwand\\\"-Front - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"1970-01-01T15:26:00+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/publikation\\\/von-der-sauberen-leinwand-front\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/publikation\\\/von-der-sauberen-leinwand-front\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/publikation\\\/von-der-sauberen-leinwand-front\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge 7-1965\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/7-1965\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Von der \u201eSauberen-Leinwand&#8220;-Front\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Von der \u201eSauberen-Leinwand\"-Front - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Von der \u201eSauberen-Leinwand\"-Front - Humanistische Union","og_description":"Aus: vorg\u00e4nge Heft 7\/1965, S. 316-318 (vg) Der Gesetzentwurf des CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Adolf S\u00fcsterhenn (s. vg 6\/65, 245 f, 259 ff), mit dem Wissenschaft, Forschung, Lehre und Kunst an die &#132;allgemeine sittliche Ordnung&#8220; gebunden werden sollen, ist zwar in diesem Bundestag nicht mehr behandelt worden, aber die CDU\/ CSU-Bundestagsfraktion billigte am 29. Juni mit [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/","og_site_name":"Humanistische Union","twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"12\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/","name":"Von der \u201eSauberen-Leinwand\"-Front - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"datePublished":"1970-01-01T15:26:00+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/publikation\/von-der-sauberen-leinwand-front\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge 7-1965","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/7-1965\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Von der \u201eSauberen-Leinwand&#8220;-Front"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/12596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=12596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=12596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=12596"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=12596"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=12596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}