{"id":18806,"date":"2023-07-24T16:07:29","date_gmt":"2023-07-24T14:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=18806"},"modified":"2023-07-24T18:15:13","modified_gmt":"2023-07-24T16:15:13","slug":"krieg-ein-jahrhundertfehler-egon-bahr-zum-100-geburtstag-ist-sein-erbe-noch-gefragt","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/publikation\/krieg-ein-jahrhundertfehler-egon-bahr-zum-100-geburtstag-ist-sein-erbe-noch-gefragt\/","title":{"rendered":"Krieg \u2013 ein Jahrhundertfehler: Egon Bahr zum 100. Geburtstag. Ist sein Erbe noch gefragt?"},"content":{"rendered":"<p><em>Als die russischen Truppen am 27. Februar 2022 in die Ukraine einmarschierten, sprach Olaf Scholz im Deutschen Bundestag von einer \u201eZeitenwende\u201c. In den Wochen und Monaten danach wurde deutlich, was die SPD-gef\u00fchrte Koalition darunter versteht: ein neues Sicherheitsdenken, das auf eine l\u00e4ngerfristige Konfrontation mit Russland ausgelegt ist und in die Logik milit\u00e4rischer Blockbildung f\u00fchrt. Im folgenden Essay erinnert Daniela Dahn an Egon Bahr, der vor 60 Jahren mit der SPD Willy Brandts die ersten Schritte zu einer \u00dcberwindung der damaligen Ost-West-Konfrontation einleitete.<\/em><\/p>\n<p>Mit 93 Jahren hielt Egon Bahr seine letzte Rede, drei Wochen vor seinem Tod. Kein Zufall: in Moskau. Der Vordenker sozialdemokratischer Entspannungspolitik zwischen Ost und West fragte darin, ob die Ostpolitik der 60er Jahre wiederholbar sei. Viele Konflikte seien konstant geblieben, aber neue hinzugekommen, die f\u00fcr ein B\u00fcndnis beider Seiten spr\u00e4chen. \u00abNiemand n\u00e4hme einen Schaden, wenn die Situation auf der Krim respektiert wird, ohne zeitliche Begrenzung.\u00bb Man m\u00fcsse \u00abdie Hand am Puls des Anderen halten\u00bb, um \u00dcberraschungen und Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden. Eine neue Entspannungspolitik sei sowohl wegen unserer schmerzhaften Geschichte wie auch im wohlverstandenen Eigeninteresse das Gebot der Stunde. Egon Bahr wollte auf einen Zustand hinwirken, in dem Europa mit Russland, unter Mitwirkung der USA, zu einem attraktiven Kontinent des stabilen Friedens in einer interpolaren Welt wird.<\/p>\n<p>\u00abDas ist mein Traum.\u00bb<\/p>\n<p>Was h\u00e4tte Egon Bahr zur Invasion russischer Truppen in die Ukraine gesagt? Man muss der Versuchung widerstehen, ihm nun Worte in den Mund zu legen, es empfiehlt sich, bei den vielseitigen \u00c4u\u00dferungen zu bleiben, die er hinterlassen hat. Der langj\u00e4hrige Direktor des Hamburger Instituts f\u00fcr Friedensforschung wollte das Recht des St\u00e4rkeren in die St\u00e4rke des Rechts verwandelt sehen, jeder kriegerische Einsatz ohne UN-Mandat war ihm ein gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfender Aggressionskrieg, wie damals der Nato-Krieg gegen Restjugoslawien. \u00abAlle erkennbaren Probleme, denen sich die Welt gegen\u00fcbersieht, sind nicht milit\u00e4risch l\u00f6sbar\u00bb, hat er in seinem Buch \u00abOstw\u00e4rts und nichts vergessen\u00bb beschworen. Er h\u00e4tte vermutlich genauso wie wir Heutigen den Krieg in der Ukraine scharf verurteilt und zutiefst bedauert, auch weil man in dem Leid aller Beteiligten und der sinnlosen Zerst\u00f6rung keine Wahrung russischer Interessen erkennen kann. Dieser Krieg l\u00f6scht neben vielen Hoffnungen auch alle einstigen Erfolge der Entspannungspolitik aus. Schon hei\u00dft es, man m\u00fcsse Abschied nehmen von der Sehnsucht nach einer entmilitarisierten Welt. Sicherheit in Europa m\u00fcsse nun gegen Russland durchgesetzt werden, eine Erw\u00e4gung, die Bahr immer f\u00fcr ausgeschlossen hielt. Wandel durch Ann\u00e4herung \u2013 sein ber\u00fchmtes Motto \u2013 alles nur noch Folklore. Mit seiner ber\u00fchmten Tutzinger Rede hatte Egon Bahr schon 1963 den Grundstein f\u00fcr ein Umdenken gelegt. Die bisherige Politik des Drucks und Gegendrucks habe nur zur Erstarrung der Beziehungen gef\u00fchrt, wolle man eine \u00d6ffnung, scheide \u00abdie Politik des Alles oder Nichts\u00bb aus. Mit der Forderung, auch die Interessen der anderen Seite ber\u00fccksichtigen zu m\u00fcssen, berief er sich auf Kennedy. Diese Haltung sei \u00abrasend unbequem\u00bb, aber alternativlos.<\/p>\n<p>Heute stellt sich die Frage, ob die an Entspannung Interessierten zu viel auf Brandt und Bahr geh\u00f6rt haben, oder eher zu wenig. Der Westen hatte die Chance, etwa den Sowjets f\u00fcr ihren gutwilligen und politisch bedingungslosen Truppenabzug aus ganz Osteuropa mit einem Friedenskonzept unter Einbeziehung Russlands zu danken. Als der Starke h\u00e4tte der Westen die Verantwortung f\u00fcr ein solches Angebot \u00fcbernehmen m\u00fcssen. Dass er stattdessen auf Konfrontation durch Aufr\u00fcstung und Nato-Osterweiterung setzte, hat Bahr als einen Jahrhundertfehler bezeichnet. Er h\u00e4tte es begr\u00fc\u00dft, wenn sich das B\u00fcndnis aufgel\u00f6st und als gesamteurop\u00e4isches Sicherheitssystem neuformiert h\u00e4tte. Damit war er in der SPD nicht allein.<\/p>\n<p>In jenem Buch zitierte er Helmut Schmidt: \u00abDas k\u00f6nnte den Amerikanern so passen, wenn durch eine weitere Ausweitung der Nato die Spannungen zu Russland zunehmen und damit Europa schutzbed\u00fcrftiger wird. Die Nato geh\u00f6rt nicht Amerika.\u00bb Sehr wahrscheinlich w\u00fcrde Egon Bahr heute zu den verbliebenen unabh\u00e4ngigen Denkern geh\u00f6ren, die sagen, dass es nicht zu diesem Krieg gekommen w\u00e4re, wenn die Nato sich nicht wie ein Rollkommando nach Osten ausgedehnt h\u00e4tte. Auch Noam Chomsky sieht dieses schwere Kriegsverbrechen von der Vorgeschichte provozierti, wie sein ber\u00fchmt gewordener Kollege John Mearsheimer, der die USA verantwortlich macht, die Ukraine in ein De-facto-Mitglied der Nato verwandelt zu haben.ii Sie h\u00e4tten die Ukraine behandelt, als geh\u00f6re sie ihnen, erg\u00e4nzt der Soziologe Wolfgang Streeck.iii<\/p>\n<p>Der Kreml hat allen Grund, sich verraten, bedroht und erbittert zu f\u00fchlen, aber nicht den geringsten Grund, noch so berechtigte Sicherheitsinteressen durch Kriegsverbrechen durchsetzen zu wollen. Dabei reagieren die schw\u00e4cheren Br\u00fcskierten oft schlimmer als die starken Herausforderer, siehe das Aleppo-Syndrom. Doch selbst beim Zerbomben ganzer St\u00e4dte sind die USA mit schlechtem Beispiel vorausgegangen, wie man im irakischen Mossul verdeutlicht bekam.iv<\/p>\n<p>Das ist keine Rechtfertigung, sondern das Bestehen darauf, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln. Jedes Kind beteuert im Streit, nicht angefangen zu haben \u2013 ein fr\u00fch verinnerlichtes Ma\u00df f\u00fcr Gerechtigkeit. Die Gro\u00dfmedien geben gern den Anfang eines Narrativs vor, demnach hat der Ukraine-Konflikt mit der Annexion der Krim begonnen. Bahr stand in engem Austausch mit seinem Genossen Erhard Eppler, der damals fragte: \u00abWarum ist niemand auf die Idee gekommen, mit Putin \u00fcber das Assoziationsabkommen zu reden?\u00bb Er h\u00e4tte sich kaum auf die Vertragstreue eines Jazenjuk, den \u00abMann des State Departments\u00bb, verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Immer ist der Schnee von gestern die Sintflut von heute. Der jetzige Angriffskrieg setzt neue Pr\u00e4missen und muss zu neuen Schl\u00fcssen f\u00fchren. Aber bitte ohne Verbote zu urs\u00e4chlichem Denken, das f\u00fcr Bahr elementar war, und ohne Gebote zu ausschlie\u00dflicher Diffamierung. Derzeit obsiegt eine Quasi-McCarthy-Stimmung, in der nur noch Bekenntnisse z\u00e4hlen: Geh\u00f6rst du zu uns oder zu denen? Bist du ein Good Guy oder ein Bad Guy? Die 27.000 PR-Spezialisten des Pentagon mit ihrem Jahresbudget von f\u00fcnf Milliarden Dollar werden sich die H\u00e4nde reiben \u00fcber diesen einfachen Coup: Der Hinweis auf moralische Doppelstandards ist jetzt genauso verp\u00f6nt wie der auf strukturelle Zusammenh\u00e4nge. Einsch\u00fcchterungsversuche hat zu seiner Zeit auch Egon Bahr erfahren, er war ungehalten \u00fcber derart \u00abwiderliche Heckensch\u00fctzen\u00bb.<\/p>\n<p>Wird sich die SPD unter all den Umst\u00e4nden zum Erbe der Ostpolitik von Willy Brandt und Egon Bahr bekennen? Immerhin hat sie jahrzehntelang funktioniert und war die Voraussetzung der deutschen Einheit. F\u00fcr diese Politik bestand daher ein klarer demokratischer Auftrag: noch im April 2018 ermittelte Forsa, dass 94 Prozent der Deutschen gute Beziehungen zu Russland f\u00fcr wichtig halten. Wie schnell das geht. Erst wird man zum Feindbild, dann tats\u00e4chlich zum Feind. Die 100 Milliarden Euro Sonderfonds f\u00fcr die Bundeswehr, die Kanzler Scholz staatsstreichartig durchgezogen hat, werden schon deshalb nicht mehr Sicherheit bringen, weil sie den drohenden Klimakollaps beschleunigen. SPD-Fraktionsvorsitzender M\u00fctzenich beklagte zu Recht, die Jungen werden uns daf\u00fcr verurteilen, dass wir ihnen keine bessere Welt \u00fcbergeben. Eine Schuld, die wir abtragen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Man wisse nicht, so Bahr 2001v, wie Russland sich entwickeln werde, es sei aber geneigt, sich Europa zuzuwenden. Die Bereitschaft zur Kooperation, etwa bei der R\u00fcstungskontrolle, nicht auszunutzen, w\u00e4re t\u00f6richt und ein historischer Fehler. Er sei kein Antiamerikaner, die gr\u00f6\u00dfte Weltmacht k\u00f6nne durch nichts ersetzt werden. \u00abFabelhaft. Sollen sie ihre Sachen machen. Aber soweit wir das mit den Europ\u00e4ern schaffen, erledigen wir unsere Angelegenheiten jetzt europ\u00e4isch. Wenn wir das nicht machen, bleiben wir Protektorat.\u00bb<\/p>\n<p>Die Emanzipation von Amerika war f\u00fcr Bahr ein zentrales Anliegen. Denn die Nato sei \u00abzu einem Instrument im Interesse der hegemonialen Strategie der Vereinigten Staaten\u00bb geworden. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr einen European way of life. \u00abIn der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erz\u00e4hlt\u00bb, brachte er 2013 einer erstaunten Schulklasse in Heidelberg bei.<\/p>\n<p>Ein Europa als Kontinent stabilen Friedens blieb nicht der einzige unerf\u00fcllte Traum Egon Bahrs. Als junger Mann h\u00e4tte er gern Musik studiert, wurde aber wegen seiner j\u00fcdischen Gro\u00dfmutter nicht an die Universit\u00e4t zugelassen. (Was seine Kollegen von der CDU gelegentlich bedauert h\u00e4tten.) Er hatte eine Vorliebe f\u00fcr russische Musik, besonders Schostakowitsch und Tschaikowsky.<\/p>\n<p>\u00abWer sich mit Russland einl\u00e4sst, kann die Ber\u00fchrung mit Tragik nicht vermeiden.\u00bb Mit diesem Gedanken begann Egon Bahr sein Nachwort f\u00fcr das Erinnerungsbuch von Wjatscheslaw Keworkow, die Schl\u00fcsselperson seines einst von Henry Kissinger eingef\u00e4delten \u00abback channel\u00bb nach Moskau. Das war eine offizielle, aber verdeckte Verbindung zwischen Entscheidungstr\u00e4gern. Ein Kanal, der viele Jahre vertrauensvoll funktioniert und wom\u00f6glich manch Ungemach in den Beziehungen vermieden hat. Die Dimension der Tragik bezog er hier auf die generelle Unf\u00e4higkeit der M\u00e4chtigsten in einem m\u00e4chtigen Staat, sich aus den Zw\u00e4ngen ihres Systems zu l\u00f6sen und stattdessen zuzulassen, dass die Kleineren im historischen Strudel in die Fehler und Irrt\u00fcmer hineingezogen werden.<\/p>\n<p>Als Bahr mit 89 noch einmal heiratete, war auch Valentin Falin geladen und sein Freund Wjatscheslaw Keworkow, der die Verhandlungen mit Egon Bahr vorangetrieben hatte, die 1970 zum Moskauer Vertrag f\u00fchrten. Der wohl wichtigste Erfolg seiner Politik. All diese Anstifter einstiger Verst\u00e4ndigung leben nicht mehr. Heute sind alle Vertr\u00e4ge nichtig, es geht nur noch darum, sich gegenseitig den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Schaden zuzuf\u00fcgen. Der Weg dahin wird uns noch lange umtreiben.<\/p>\n<p>Eins hat der unbequeme Egon Bahr jedenfalls erreicht. Zu seinem hundertsten Geburtstag ist er durchaus pr\u00e4sent und besch\u00e4ftigt die Gem\u00fcter. Gratulation!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daniela Dahn Jahrgang 1949, ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie geh\u00f6rte 1989 zu den Mitbegr\u00fcnderinnen des Demokratischen Aufbruchs in der DDR; engagiert sich seit Jahren f\u00fcr den Schutz der B\u00fcrgerrechte, u.a. im Beirat der Humanistischen Union und in der Bewegung \u201eAufstehen\u201c. Zuletzt erschien von ihr: \u00bbIm Krieg verlieren auch die Sieger \u2013 Nur der Frieden kann gewonnen werden\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmerkungen:<\/p>\n<p>i <a href=\"https:\/\/truthout.org\/articles\/noam-chomsky-us-military-escalation-against-russia-would-have-no-victors\/\">https:\/\/truthout.org\/articles\/noam-chomsky-us-military-escalation-against- russia-would-have-no-victors\/.<\/a><\/p>\n<p>ii <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JrMiSQAGOS4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JrMiSQAGOS4<\/a>.<\/p>\n<p>iii <a href=\"https:\/\/newleftreview.org\/sidecar\/posts\/fog-of-war\">https:\/\/newleftreview.org\/sidecar\/posts\/fog-of-war<\/a>.<\/p>\n<p>iv Sowohl das irakische Mossul wie auch das syrische Aleppo waren Al-Qaida Hochburgen. Bis heute hat sich die von den Nato-konformen Medien verbreitete M\u00e4r gehalten, wonach die US-gef\u00fchrte Allianz in Mossul nur gezielte Schl\u00e4ge gegen islamische Milizen gef\u00fchrt hat, w\u00e4hrend die russischen Bomben auf Aleppo brutal die ganze Stadt in Schutt und Asche legten und wahllos Zivilisten t\u00f6teten. Unerw\u00e4hnt bleibt, dass nach neunmonatigem Bombardement auch die gesamte Altstadt und die H\u00e4lfte aller Geb\u00e4ude in West-Mossul in Tr\u00fcmmern lag und nach Studien in der viel einwohnerreicheren Stadt 87 000 Tote gesch\u00e4tzt werden. Selbst US-Kommandeure sprachen von einer der t\u00f6dlichsten Stadt-Schlachten seit dem Zweiten Weltkrieg. Ausgeblendet bleibt auch, dass, bevor Russland in Syrien auf Bitten von Pr\u00e4sident Assad gegen die ein Kalifat anstrebenden Islamisten in den Krieg eingriff, bereits f\u00fcnf Jahre lang vier von f\u00fcnf UN-Vetom\u00e4chten in Syrien ohne UN-Mandat bombten, ohne R\u00fccksicht auf Hunderttausende Opfer. Siehe auch S. 108 ff. in diesem Buch.<\/p>\n<p>v Interview in der Zeitschrift vorg\u00e4nge; Berlin, 21.4.2001.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[6],"tags":[],"autoren":[176],"publikationen":[3228],"class_list":["post-18806","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-frieden","autoren-daniela-dahn","publikationen-239-240-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Krieg \u2013 ein Jahrhundertfehler: Egon Bahr zum 100. Geburtstag. 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