{"id":18809,"date":"2023-07-24T16:18:46","date_gmt":"2023-07-24T14:18:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=18809"},"modified":"2025-02-26T11:51:32","modified_gmt":"2025-02-26T10:51:32","slug":"die-friedensethischen-kontroversen-gehen-weiter-zur-friedensethischen-diskussion-in-den-evangelischen-kirchen-im-hinblick-auf-den-russland-ukraine-krieg","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/publikation\/die-friedensethischen-kontroversen-gehen-weiter-zur-friedensethischen-diskussion-in-den-evangelischen-kirchen-im-hinblick-auf-den-russland-ukraine-krieg\/","title":{"rendered":"Die friedensethischen Kontroversen gehen weiter: Zur friedensethischen Diskussion in den evangelischen Kirchen im Hinblick auf den Russland-Ukraine-Krieg"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\"><em>Seit dem \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine diskutieren die evangelischen Kirchen auf allen Ebenen dem Revisionsbedarf f\u00fcr die evangelische Friedensethik \u2013 und zwar mit Bezug auf die EKD-Denkschrift \u201eAus Gottes Frieden leben \u2013 f\u00fcr gerechten Frieden sorgen\u201c (2007). Die Diskussion bewegt sich im Spannungsfeld von messianischer Ethik der Gewaltlosigkeit und einer politischen Ethik des geordneten staatlichen Gewaltmonopols. Die Kritik an EKD-Dokumenten reicht vom Vorwurf fundamentaler theologischer Verirrung bis zu politischer Naivit\u00e4t und Realit\u00e4tsverweigerung. Gegen diese Kritik stellt der Autor die unterschiedlichen Ans\u00e4tze auf dem Weg zur Gewaltfreiheit. Er verweist u.a. auf das Konzept von \u201eFriedenslogik statt Sicherheitslogik\u201c, dass er als \u201eeine s\u00e4kulare Anwendung der biblischen Bergpredikt\u201c zusammenfasst. Er pl\u00e4diert f\u00fcr ein Ende der Kriegshandlungen und den Einstieg in Verhandlungen der Kriegsparteien.<\/em><\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Wie zuletzt nach dem Doppelbeschluss der NATO 1979 stecken die evangelischen Kirchen in Deutschland in einer neuen friedensethischen Debatte, ausgel\u00f6st durch den v\u00f6lkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar 2022. Es geht auf allen Ebenen der evangelischen Kirchen (EKD, Landeskirchen, Gemeinden, Initiativen und Gruppen sowie in der \u00d6kumene) um Fragen der Revision evangelischer Friedensethik seit der Denkschrift der EKD \u201e<i>Aus Gottes Frieden leben \u2013 f\u00fcr gerechten Friedens sorgen<\/i>\u201c (2007).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"anschluss-an-die-realitaet-gewalt-fuer-recht-und-frieden\">Anschluss an die Realit&auml;t? Gewalt f&uuml;r Recht und Frieden?<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der ehemalige Milit\u00e4rbischof der Bundeswehr Harmut L\u00f6we ist skeptisch: \u201e<i>Die Formel \u2018gerechter Friede\u2018 klingt verlockend, aber sie ist wenig klar, vieldeutig, ein utopisches Leitbild. Wird sie zum alleinigen Imperativ, fehlt ein Begriff, um Angriffskriege von Verteidigungskriegen zu unterscheiden.<\/i>\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a> Roger Mielke, Milit\u00e4rdekan am Zentrum f\u00fcr Innere F\u00fchrung der Bundeswehr in Koblenz, fordert von der akademischen Ethik und der kirchlichen Ethik in synodalen Beratungs- und Entscheidungsprozessen, die evangelische Friedensethik m\u00fcsse \u201e<i>anschlussf\u00e4hig<\/i>\u201c, also \u201e<i>wirklichkeitsges\u00e4ttigt argumentieren, wenn sie au\u00dferhalb der Binnenr\u00e4ume geh\u00f6rt werden will. Diese Wirklichkeitss\u00e4ttigung muss sich den Ambivalenzen des Politischen ausdr\u00fccklicher stellen als dies im \u201aFormalismus\u2018 der kantianisch gepr\u00e4gten Denkmuster des \u201aliberalen Friedens\u2018 vielfach geschehen ist.<\/i>\u201c Mielke warnt vor einem \u201e<i>normativen Wolkenkuckucksheim<\/i>\u201c. Er kommentiert deshalb scharf das \u201e<i>Friedenswort 2018. Auf dem Weg zum gerechten Frieden<\/i>\u201c der Evangelischen Kirche im Rheinland, weil es die Balance der EKD-Friedensdenkschrift \u201e<i>zwischen pazifistischer Pflichtenethik und \u201arealistischer\u2018 G\u00fcterethik aufl\u00f6st<\/i>\u201c und eindeutig \u201e<i>in pazifistischer Weise<\/i>\u201c argumentiert. Er erkennt das \u201e<i>relative Recht<\/i>\u201c einer funktionierenden R\u00fcstungsindustrie und bewaffnete Streitkr\u00e4fte an. \u201e<i>Die Rahmenkonzepte der politischen Ethik und der biblischen Hermeneutik<\/i>\u201c des Friedenswortes sollten \u00fcberarbeitet werden. \u201e<i>Insbesondere die Spannung zwischen einer messianischen Ethik der Gewaltlosigkeit und einer politischen Ethik des geordneten rechtserhaltenden staatlichen Gewaltmonopols ist auszuweisen<\/i>\u201c.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Ethiker Johannes Fischer attestiert der Kundgebung der EKD-Synode 2019 ebenso wie anderen Dokumenten der EKD eine \u201e<i>fundamentale theologische Verirrung<\/i>\u201c sowie \u201e<i>politische Naivit\u00e4t und Realit\u00e4tsverweigerung<\/i>\u201c. Bei der Initiative \u201e<i>Sicherheit neu denken<\/i>\u201c vermisst er eine \u201e<i>Auseinandersetzung mit den desillusionierenden Realit\u00e4ten der Gegenwart wie der erfolgreichen Niederschlagung und Erstickung des zivilen Widerstandes in Hongkong, Belarus oder in Russland<\/i>\u201c. Denn ein ziviler Widerstand h\u00e4tte gegen skrupellose autorit\u00e4re Regime mit einem starken \u00dcberwachungs- und Sicherheitsapparat keine Chance. Das \u201e<i>eigentliche Skandalon<\/i>\u201c sei, dass man \u201e<i>zwischen den Fragen des Glaubens und den Fragen der (Sicherheits-) Politik nicht zu unterscheiden imstande oder willens<\/i>\u201c sei. Die Spannung zwischen Gewalt und Gewaltfreiheit vermeide die \u201e<i>dilemmatische Struktur<\/i>\u201c christlicher Existenz nur dadurch, \u201e<i>im Rahmen der politischen Verantwortungs\u00fcbernahme<\/i>\u201c \u2026 \u201e<i>Gewalt nach M\u00f6glichkeit zu vermeiden und da, wo die \u201aAndrohung und Aus\u00fcbung von Gewalt\u2018 (Barmen V) unvermeidlich ist, diese nach M\u00f6glichkeit zu minimieren<\/i>\u201c. Dabei beruft sich Fischer auf Dietrich Bonhoeffer und dessen Rede von \u201e<i>Wirklichkeitsgem\u00e4\u00dfheit<\/i>\u201c, das Gegenteil von Realit\u00e4tsverweigerung. \u201e<i>Wirklichkeitsgem\u00e4\u00dfes Handeln muss sich vielmehr an dem ausrichten, was die jeweilige Situation erfordert.<\/i>\u201c Die Gewaltfreiheit d\u00fcrfe kein christliches Prinzip werden und gegen eine Politik gewendet werden, \u201e<i>die durch Abschreckung im Rahmen des Nato-B\u00fcndnisses kriegerische Aggressionen wie jetzt in der Ukraine zu verhindern<\/i>\u201c sucht.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>iii<\/sup><\/a> Konkret laufen diese Positionen z.B. auf eine friedensethische Gleichwertigkeit der milit\u00e4rischen Gewalt im Rahmen der \u201e<i>rechtserhaltenden Gewalt<\/i>\u201c (fr\u00fcher \u201e<i>ultima ratio<\/i>\u201c) und der Gewaltfreiheit (fr\u00fcher \u201e<i>prima ratio<\/i>\u201c) hinaus. Der Vorrang der Gewaltfreiheit als prima ratio (Kundgebung der EKD-Synode) 2019 entfiele.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"dagegen-steht-der-weg-der-gewaltfreiheit\">Dagegen steht: Der Weg der Gewalt&shy;frei&shy;heit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der Mennonit Fernando Enns, Mitglied des Zentralausschusses des \u00d6kumenischen Rates der Kirchen (\u00d6RK), analysiert kritisch die Rede von der \u201eZeitenwende\u201c in zentralen Bereichen: Politisch sollten damit die massiven Investitionen und die Schuldenaufnahme f\u00fcr Milit\u00e4r und R\u00fcstung legitimiert werden. Friedensethisch w\u00fcrden bereits erzielte \u00f6kumenische Konsense zum Leitbild des Gerechten Friedens in Frage gestellt. Er mahnt die \u201e<i>genuine Perspektive der Kirchen<\/i>\u201c an, die sich erheblich von \u201e<i>nationalen politischen Stimmen unterscheidet<\/i>\u201c, \u201e<i>die in den jeweiligen Konflikten, Kriegen, ungerechten wirtschaftlichen Strukturen immer schon Partei mit eigenen Interessen sind<\/i>\u201c, im schlimmsten Fall auch \u201e<i>schlicht der jeweiligen nationalen Propaganda<\/i>\u201c folgen und nach \u201e<i>theologischen Legitimationen f\u00fcr das (sogar kriegerische) Handeln ihrer Regierungen<\/i>\u201c suchen. Der \u00d6RK trete dem mit der Position \u201e<i>Let the Church be the Church<\/i>\u201c entgegen.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>iv<\/sup><\/a> In konsequenter Weise beschloss die 11. Vollversammlung des \u00d6RK in Karlsruhe 2022 zum Krieg in der Ukraine:<\/p>\n<p class=\"v-zitat-western\">\u201e<i>Als Christinnen und Christen aus verschiedenen Teilen der Welt erneuern wir den Ruf nach einem sofortigen Waffenstillstand, um das Sterben und die Zerst\u00f6rung zu stoppen, und nach Dialog und Verhandlungen, um einen nachhaltigen Frieden zu erreichen. Wir appellieren an alle Konfliktbeteiligten, die Grunds\u00e4tze des internationalen V\u00f6lkerrechts insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung und der zivilen Infrastruktur sowie die humane Behandlung von Kriegsgefangenen zu respektieren.<\/i>\u201c<\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Gefordert wird auch, das Atomkraftwerk Saporischschja nicht milit\u00e4risch anzugreifen.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>v<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Einklang mit diesem \u00f6kumenischen Konsens gilt als Referenzpapier die Kundgebung der 12. Synode der EKD \u201e<i>Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens<\/i>\u201c in Dresden 2019. Sie erinnert an die Erfahrungen von Menschen, Gemeinschaften und Staaten, Probleme auf gewaltfreie Weise zu bearbeiten.<\/p>\n<p class=\"v-zitat-western\">\u201eAuf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens h\u00f6ren wir Gottes Ruf in die Gewaltfreiheit. Wir folgen Jesus, der Gewalt weder mit passiver Gleichg\u00fcltigkeit noch mit gewaltsamer Aggression begegnet, sondern mit aktivem Gewaltverzicht. Dieser Weg transformiert Feindschaft und \u00fcberwindet Gewalt, und er achtet die W\u00fcrde aller Menschen, auch die von Gegnerinnen und Gegnern \u2026 Das Leitbild des Gerechten Friedens setzt die Gewaltfreiheit an die erste Stelle \u2026Vom Gerechten Frieden her zu denken hei\u00dft, den Grundsatz zu befolgen: \u201aWenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor.\u2018 Deshalb setzen wir uns mit ganzer Kraft f\u00fcr die Vorbeugung und Eind\u00e4mmung von Gewalt ein.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>vi<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Diese grunds\u00e4tzlichen Aussagen werden dann detailliert in weiteren Kapiteln zu nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz, gesellschaftlichem Frieden, der europ\u00e4ischen Verantwortung f\u00fcr den Frieden sowie die Herausforderungen durch Automatisierung, Cyberraum und Atomwaffen im aktuellen zeitlichen Kontext konkretisiert.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Im Jahre 2022, drei Jahre sp\u00e4ter, sieht Christoph Schneider-Harpprecht, Mitverfasser des Diskussionspapiers der badischen Landeskirche 2013\/2016 \u201e<i>Richte unsere F\u00fc\u00dfe auf den Weg des Friedens<\/i>\u201c unter neuen politischen Rahmenbedingungen die evangelische Friedensethik in drei Dilemmata gefangen: Moralische Rechtfertigung von milit\u00e4rischer Gewalt gegen die russische Aggression? Unterst\u00fctzung des ukrainischen Abwehrkampfes durch ausl\u00e4ndische Regierungen? Unterst\u00fctzung des milit\u00e4rischen Handelns durch Akteure der Zivilgesellschaft einschlie\u00dflich der Kirchen oder Konzentration auf diplomatische Bem\u00fchungen und zivile Hilfe f\u00fcr die Menschen in Not?<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>vii<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Krieg um die Ukraine hat die NATO und damit Deutschland durch die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung (Lieferung von Waffen, Ausbildung von Soldat*innen usw.) zwar nicht zu einer v\u00f6lkerrechtlichen Kriegspartei gemacht. Sie tragen aber den Krieg politisch und wirtschaftlich mit. Die Bev\u00f6lkerung und mit ihr Mitglieder der Kirchen sind deshalb verunsichert. Das Konzept <i>\u201eFriedenslogik statt Sicherheitslogik\u201c <\/i>vermittelt Kriterien der Unterscheidung. Sicherheitslogik sieht als Problem Bedrohung, Gefahr und Unsicherheit und reagiert mit Gefahrenabwehr und Verteidigung. Friedenslogik dagegen sieht als Probleme stattfindende oder bevorstehende Gewalt und reagiert mit Gewaltpr\u00e4vention und Gewaltabbau. Sicherheitslogik kann im Krieg nur zwischen Freund und Feind unterscheiden. Friedenslogik dagegen versucht vom Ziel des Friedens her zu denken und setzt auf Prinzipien wie z.B. Konflikttransformation, Konfliktanalyse, auf kooperative Konfliktbearbeitung durch Deeskalation, gewaltlose dialogische und prozessorientierte Konfliktbearbeitung. Entgegen einem bellizistischen Fehlschluss verschlimmert friedenslogisches Agieren keine Gewalt, sondern geht sie im Gegensatz zur Sicherheits- und Kriegslogik an der Wurzel an. Friedenslogik ist eine s\u00e4kulare Anwendung der biblischen Bergpredigt.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote8sym\" name=\"sdendnote8anc\"><sup>viii<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Zivilgesellschaftliche pazifistische Gruppen melden sich zu Wort: Versagt hat nach der Analyse von Theodor Ziegler nicht der bisher nicht praktizierte Pazifismus, sondern wiederholt die milit\u00e4rische, auf Abschreckung basierte Sicherheitspolitik.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote9sym\" name=\"sdendnote9anc\"><sup>ix<\/sup><\/a> Die internationale Konferenz und Mitgliederversammlung von <i>Church and Peace<\/i>, einem europ\u00e4ischen friedenskirchlichen Netzwerk, unterstrich im Oktober 2022 in Crikvenica, Kroatien, \u201e<i>dass der Krieg in der Ukraine nicht als Beweis f\u00fcr die Unwirksamkeit von Gewaltfreiheit herhalten kann, denn eine konsequent gewaltfreie \u201awestliche\u2018 Sicherheitspolitik wurde bisher nicht entwickelt.<\/i>\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote10sym\" name=\"sdendnote10anc\"><sup>x<\/sup><\/a> W\u00fcrttembergische Pfarrer*innen sagen Nein zu Waffenlieferungen und Aufr\u00fcstung.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote11sym\" name=\"sdendnote11anc\"><sup>xi<\/sup><\/a> Ein zentraler theologischer Streitpunkt ist die Bedeutung der Bergpredigt Jesu (Matth\u00e4us 5-7).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auch das Szenario und die <i>Initiative Sicherheit neu denken <\/i>spiegeln die Friedensbotschaft der Bergpredigt, entwickelt im Auftrag der badischen Landeskirche. Das Szenario gr\u00fcndet auf erprobten Konzepten der Zivilgesellschaft und dem Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung des Aktionsplanes \u201e<i>Zivile Krisenpr\u00e4vention, Konfliktl\u00f6sung und Friedenskonsolidierung<\/i>\u201c (2014). Die Initiative hat mit 40 deutschen und drei europ\u00e4ischen Organisationen, Fachstellen vieler Landeskirchen, Pax Christi, IPPNW sowie 120 ausgebildeten Multiplikator*innen und 300 \u00f6ffentlichen Veranstaltungen im Jahre 2021 eine breite \u00d6ffentlichkeit erreicht. Gefordert wird eine nachhaltige Friedensgestaltung, weil insbesondere unsere Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik mit der Fixierung auf das Milit\u00e4r irrational ist. Im Jahre 2022 bringt sich Sicherheit neu denken aktiv bei der von der Bundesregierung geplanten Nationalen Sicherheitsstrategie ein. Geplant ist eine Kampagne f\u00fcr einen Paradigmenwechsel zu Ziviler Sicherheitspolitik. Das Netzwerk peace4future, 2021 begonnen, bringt die Initiative der j\u00fcngeren Generation n\u00e4her.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote12sym\" name=\"sdendnote12anc\"><sup>xii<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auf der Ebene der EKD wirbt der <i>Friedensbeauftragte des Rates der EKD<\/i>, Landesbischof Friedrich Kramer, aus theologischer und ethischer Sicht dezidiert f\u00fcr die Gewaltfreiheit und f\u00fcr eine \u201e<i>Kirche, die zum Frieden und zur Vers\u00f6hnung ruft und auf die M\u00f6glichkeiten ziviler Verteidigung und gewaltfreier Konflik<\/i><i>t<\/i><i>bearbeitung<\/i>\u201c verweist. Er w\u00fcnscht an Stelle von Waffenlieferungen humanit\u00e4re und medizinische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Menschen in der Ukraine und einen sofortigen Waffenstillstand aus Gr\u00fcnden der Idee der menschlichen Sicherheit. Das Zwei-Prozent-Ziel der NATO h\u00e4lt er kontextuell f\u00fcr falsch und unangemessen, weil es \u201e<i>allein auf milit\u00e4rische Sicherheit setzt<\/i>\u201c. Es schr\u00e4nke R\u00fcstung nicht ein und beg\u00fcnstige eine \u201e<i>Politik der Abgrenzung und Abschreckung und der nationalen Aufr\u00fcstung<\/i>\u201c. \u201e<i>Die Behauptung, dass durch Waffenlieferungen Kriegsverbrechen und das Sterben von Zivilisten verhindert werden, steht dem Wissen gegen\u00fcber, dass mehr Waffen mehr Gewalt und mehr Tote bedeuten<\/i>\u201c. Und ausdr\u00fccklich theologisch: \u201e<i>Die Aufgabe der Kirche Jesu Christi ist es, auf der Seite der Opfer zu stehen und Jesus in seinem Weg der Gewaltlosigkeit zu folgen<\/i>.\u201c<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote13sym\" name=\"sdendnote13anc\"><sup>xiii<\/sup><\/a> Denn das christliche Ethos sei \u201e<i>grundlegend von der Bereitschaft zum Gewaltverzicht (Matth\u00e4us 5,38ff) und vorrangig von der Option f\u00fcr die Gewaltfreiheit bestimmt<\/i>\u201c. Als gemeinsame Grundlage f\u00fcr das notwendige friedensethische Nachdenken erkennt er die Denkschrift der EKD von 2007 und die Kundgebung der EKD-Synode von 2019, die allerdings von einigen Stimmen als \u201e<i>naiver Pazifismus<\/i>\u201c infrage gestellt w\u00fcrden. Die neue Grundlegung der EKD-Friedensethik sei bereits in der von seinem Vorg\u00e4nger Renke Brahms 2021 angeregten sogenannten \u201e<i>Task Force Frieden<\/i>\u201c angedacht worden.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote14sym\" name=\"sdendnote14anc\"><sup>xiv<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Er, Kramer, habe nun das vom Rat der EKD gebilligte neue Gremium \u201eFriedenswerkstatt\u201c ins Leben gerufen. Es solle \u201e<i>in breiter Aufstellung z\u00fcgig dar\u00fcber beraten, wie die Weiterentwicklung der Friedensethik zeitnah erfolgen kann und wie dar\u00fcber hinaus auch die anderen Beschl\u00fcsse der Friedenssynode 2019 in Dresden und der Tagung der 13. EKD-Synode im November 2021 um Friedensthema umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/i>\u201c Es solle ein \u201e<i>breiter angelegter partizipativer Verst\u00e4ndigungsprozess<\/i>\u201c mit \u201e<i>unterschiedlichen Akteur*innen<\/i>\u201c zu einer \u201e<i>richtungsweisenden Orientierung und nicht nur zu einer blo\u00dfen Addition unterschiedlicher Positionen<\/i>\u201c f\u00fchren, der \u201e<i>einer breiteren Akzeptanz und Aufmerksamkeit<\/i>\u201c dient. Der Prozess sieht drei Schritte vor: 1. Konsultationsprozess zur Weiterentwicklung der Grundlegung evangelischer Friedensethik, 2. Erprobung des neuen Grundlagentextes in einem \u201aB\u00fcrgerrat\u2018 zu friedenspolitischen Streitfragen, 3. Konsultationsprozess zur Friedenspraxis im Raum der EKD und der internationalen \u00d6kumene.<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote15sym\" name=\"sdendnote15anc\"><sup>xv<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"kontroversen-sind-weiterzufuehren-fair\">Kontro&shy;versen sind weiter&shy;zu&shy;f&uuml;hren &ndash; fair?<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Synode der EKD vom 6.-9. November 2022 in Magdeburg hat einen \u201e<i>Beschluss zu Frieden \u2013 Gerechtigkeit \u2013 Bewahrung der Sch\u00f6pfung<\/i>\u201c gefasst, der die streitige Debatte zur Reaktion auf den Ukrainekrieg auch unter Ber\u00fccksichtigung der pazifistischen Stimmen b\u00fcndelt:<\/p>\n<p class=\"v-zitat-western\">\u201eSo unstrittig die Solidarit\u00e4t mit den Opfern in diesem Krieg ist, so kontrovers wird in unserer Kirche dar\u00fcber gestritten, welche konkreten Mittel zur Unterst\u00fctzung der Ukraine geeignet und ethisch zu rechtfertigen sind. Es ist gut, wenn die Kirchen einen Raum bieten, um \u00fcber solche Fragen offen und in gegenseitigem Respekt zu sprechen. Uns eint dabei das Bewusstsein, dass dieser Krieg so schnell wie m\u00f6glich beendet werden muss. Am Ende m\u00fcssen Verhandlungen stehen, die einen R\u00fcckzug der russischen Truppen und die Wiederherstellung der Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine zum Zielhaben. Nur so kann deutlich gemacht werden, dass milit\u00e4rische Aggressionen und imperiale Anspr\u00fcche nicht belohnt werden. Krieg kennt nur Verlierer. Gewonnen werden kann nur ein gerechter Friede.\u201c<sup><a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote16sym\" name=\"sdendnote16anc\">xvi<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><strong class=\"western\">Ulrich\u00a0Frey<\/strong> ist Mitglied des Vorstandes der Martin-Niem\u00f6ller-Stiftung e.V. und des \u00d6kumenischen Instituts f\u00fcr Friedenstheologie; Mitarbeit zu Friedensfragen in der Evangelischen Kirche im Rheinland. eMail: ulrich.frey@web.de.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen<\/span><\/h3>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a>L\u00f6we, Hartmut, Mit Gewalt f\u00fcr Recht und Frieden sorgen, FAZ 11.8.22.<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/staat-und-recht\/kirche-und-krieg-mit-gewalt-fuer-recht-und-frieden-sorgen-18234908.html\"> https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/staat-und-recht\/kirche-und-krieg-mit-gewalt-fuer-recht-und-frieden-sorgen-18234908.html<\/a> (Zugriff 29.10.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a>Vgl. Roger Mielke, An der Epochenschwelle \u2013 Evangelische Friedensethik revisited \u2013 anl\u00e4sslich des \u00dcberfalls Putins auf die Ukraine, in: epd Dokumentation Nr. 12, 22.5.2022, Stimmen aus Kirche und Friedensgruppen zum russischen Angriff auf die Ukraine, S. 54-58, S. 57; Roger Mielke, Kommentar zum \u201eFriedenswort 2018. Auf dem Weg zum gerechten Frieden\u201c der Ev. Kirche im Rheinland, Manuskript 13.1.2019; \u00e4hnlich: Christoph Strohm, Ambivalenzen des (biblischen?) Ethos der Gewaltfreiheit. Kurzvortrag auf dem friedensethischen Studientag der Landessynode der Evangelischen Kirche in Baden am 25.10.2022, <a href=\"https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/498447\/christoph-strohm---synode-vortrag-22-10-25.pdf\">https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/498447\/christoph-strohm&#8212;synode-vortrag-22-10-25.pdf<\/a> (Zugriff 2.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii <\/a>Johannes Fischer, Ein Scherbenhaufen \u2013 Kritische Anmerkungen zur offiziellen Friedensethik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). in: epd Dokumentation Nr. 12, 22.5.2022, Stimmen aus Kirche und Friedensgruppen zum russischen Angriff auf die Ukraine, S. 59-62, S. 60-62; \u00e4hnlich: J\u00f6rgen Klu\u00dfmann, Recht schaffende Gewalt als Option. Eine Kritik der kirchlichen Initiative \u201eSicherheit neu denken\u201c,<a href=\"https:\/\/zeitzeichen.net\/node\/9676\"> https:\/\/zeitzeichen.net\/node\/9676<\/a> (Zugriff 1.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv <\/a>Vgl. Fernando Enns, \u201eDie Liebe Christi bewegt, vers\u00f6hnt und eint die Welt. Einsichten aus der internationalen \u00d6kumene\u201c beim Studientag der Evangelischen Landeskirche in Baden 23.-25.10.2022, S.\u00a01, 3.<a href=\"https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/49838\/fernando-enns-die-liebe-christi-bewegt.pdf\"> https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/49838\/fernando-enns-die-liebe-christi-bewegt.pdf<\/a> (Zugriff 29.10.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v <\/a>\u00d6kumenischer Rat der Kirchen, Erkl\u00e4rung der 11. Vollversammlung: Krieg in der Ukraine, Frieden und Gerechtigkeit in der Region Europa, S. 2. <a href=\"https:\/\/www.oikoumene.org\/de\/resources\/documents\/war-in-ukraine-peace-and-justice-in-the-european-region\">https:\/\/www.oikoumene.org\/de\/resources\/documents\/war-in-ukraine-peace-and-justice-in-the-european-region<\/a> (Zugriff 2.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi <\/a><a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/kundgebung-ekd-synode-frieden-2019-51648.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/kundgebung-ekd-synode-frieden-2019-51648.htm<\/a> (Zugriff 1.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">vii <\/a>Vgl. Christoph Schneider-Harpprecht, \u201eEvangelische Friedensethik im Konflikt. Was ist die Aufgabe der Kirche angesichts des Krieges?\u201c beim Studientag der Evangelischen Landeskirche in Baden 23.-25.10.2022. <a href=\"https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/498329\/christoph-schneider-harpprecht---friedensethik-vortrag-landessynode-24.10.2022.pdf\">https:\/\/www.ekiba.de\/media\/download\/integration\/498329\/christoph-schneider-harpprecht&#8212;friedensethik-vortrag-landessynode-24.10.2022.pdf<\/a>, S. 1, 2 (Zugriff 1.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote8\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote8anc\" name=\"sdendnote8sym\">viii <\/a>Plattform Zivile Konfliktbearbeitung: Friedenslogik statt Kriegslogik. Zur Begr\u00fcndung friedenslogischen Denkens und Handelns im Ukrainekrieg, Mai 2022, S. 3-6, <a href=\"https:\/\/pzkb.de\/friedenslogik\/\">https:\/\/pzkb.de\/friedenslogik\/<\/a> (Zugriff 2.11.2022); vgl. auch: Sabine Jaberg, Acht Argumente f\u00fcr eine friedenslogische Herangehensweise, in: FriedensForum 5\/2022, S. 45-46; zu Verhandlungen im Rahmen der Vereinten Nationen: Hanne-M. Birckenbach, Kluge Verhandlungsprozesse sch\u00fctzen und unterst\u00fctzen, in: FriedensForum 5\/2022, S. 18-19.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote9\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote9anc\" name=\"sdendnote9sym\">ix <\/a>Ziegler, Theodor: Der Ukrainekrieg aus pazifistischer Sicht. Unver\u00f6ffentlichtes Manuskript, 1.9.2022.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote10\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote10anc\" name=\"sdendnote10sym\">x <\/a><a href=\"https:\/\/www.church-and-peace.org\/\">https:\/\/www.church-and-peace.org\/<\/a>(Zugriff 2.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote11\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote11anc\" name=\"sdendnote11sym\">xi <\/a><a href=\"https:\/\/www.evangelische-friedensarbeit.de\/meldungen-friedensarbeit\/christinnen-sagen-nein-zu-waffenlieferungen-und-aufruestung\">https:\/\/www.evangelische-friedensarbeit.de\/meldungen-friedensarbeit\/christinnen-sagen-nein-zu-waffenlieferungen-und-aufruestung<\/a> (Zugriff 2.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote12\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote12anc\" name=\"sdendnote12sym\">xii <\/a>Sicherheit neu denken: www.sicherheitneudenken.de.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote13\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote13anc\" name=\"sdendnote13sym\">xiii <\/a>Friedrich Kramer, Mehr Waffen, mehr Tod. Gespr\u00e4ch mit dem Friedensbeauftragten Friedrich Kramer \u00fcber seine Position zum Ukrainekrieg, in: Zeitzeichen, Juli 2022, S. 8-11.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote14\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote14anc\" name=\"sdendnote14sym\">xiv <\/a>Friedrich Kramer, Bericht \u00fcber die Friedensarbeit der EKD, Drucksache VI c\/1, 3. Tagung der 13. Synode der ED 6.-9. November 2022 in Magdeburg, S. 6-10 (Zugriff 9.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote15\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote15anc\" name=\"sdendnote15sym\">xv <\/a>Friedrich Kramer, Bericht \u00fcber die Friedensarbeit der EKD, Drucksache VI c\/1, 3. Tagung der 13. Synode der ED 6.-9. November 2022 in Magdeburg, S. 8-10 (Zugriff 9.11.2022).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote16\">\n<p><span style=\"font-size: xx-small;\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote16anc\" name=\"sdendnote16sym\">xvi <\/a>Evangelische Kirche in Deutschland, Beschluss zu Frieden \u2013 Gerechtigkeit \u2013 Bewahrung der Sch\u00f6pfung, 3. Tagung der 13. Synode der EKD 6.-9.11.2022 in Magdeburg,<a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/beschluss-frieden-gerechtigkeit-bewahrung-der-schoepfung-76163.htm\"> https:\/\/www.ekd.de\/beschluss-frieden-gerechtigkeit-bewahrung-der-schoepfung-76163.htm<\/a> (Zugriff 10.11.2022); Die Ratsvorsitzende der EKD, Bisch\u00f6fin Annette Kurschus, ist der Meinung, \u201ewir m\u00fcssten jetzt nicht unsere gesamte Friedensethik \u00fcber den Haufen werfen. Wir sollten sie aber einer kritischen Pr\u00fcfung unterziehen und neu diskutieren. Die schmerzlichen Lernprozesse, die wir gerade durchleben, m\u00fcssen sich in unserer Friedensethik niederschlagen\u201c. (EKD-Ratsvorsitzende pl\u00e4diert f\u00fcr eine Reform der Friedensethik, in: epd-Dokumentation Nr. 12, 22.5.2022. S. 66).<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","categories":[6,3],"tags":[],"autoren":[161],"publikationen":[3228],"class_list":["post-18809","publikation","type-publikation","status-publish","hentry","category-frieden","category-staat-religion-weltanschauung","autoren-ulrich-frey","publikationen-239-240-vorgaenge"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die friedensethischen Kontroversen gehen weiter: Zur friedensethischen Diskussion in den evangelischen Kirchen im Hinblick auf den Russland-Ukraine-Krieg - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/239-240-vorgaenge\/publikation\/die-friedensethischen-kontroversen-gehen-weiter-zur-friedensethischen-diskussion-in-den-evangelischen-kirchen-im-hinblick-auf-den-russland-ukraine-krieg\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die friedensethischen Kontroversen gehen weiter: Zur friedensethischen Diskussion in den evangelischen Kirchen im Hinblick auf den Russland-Ukraine-Krieg - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Seit dem \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine diskutieren die evangelischen Kirchen auf allen Ebenen dem Revisionsbedarf f\u00fcr die evangelische Friedensethik \u2013 und zwar mit Bezug auf die EKD-Denkschrift \u201eAus Gottes Frieden leben \u2013 f\u00fcr gerechten Frieden sorgen\u201c (2007). 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