{"id":19226,"date":"2024-03-25T16:10:11","date_gmt":"2024-03-25T15:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?post_type=publikation&#038;p=19226"},"modified":"2024-03-25T16:14:08","modified_gmt":"2024-03-25T15:14:08","slug":"gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik","status":"publish","type":"publikation","link":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik"},"content":{"rendered":"<p class=\"v-teaser-western\"><em>W\u00e4hrend der Begriff Abolitionismus im 19. Jahrhundert noch die Forderung nach Abschaffung der Sklaverei bedeutete, hat sich bis heute der Begriff auf verschiedenste kriminalpolitische Abschaffungsforderungen ausgedehnt. Johannes Feest geht der vielleicht prominentesten Form auf den Grund: dem Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus. Dazu rekonstruiert er nicht nur die Geschichte und den Forschungsstand des Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus im 20. und 21. Jahrhundert, sondern systematisiert verschiedenste Ans\u00e4tze und Strategien mit verschiedener Radikalit\u00e4t zu einer Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse wie auch die juristische Kritik daran.<\/em><\/p>\n<p class=\"v-teaser-western\"><em>Dabei geht es ihm jedoch eher um die Gemeinsamkeiten der abolitionistischen Konzepte, als um theoretische Differenzen. F\u00fcr Feest ist der Abolitionismus eine Haltung und rechts- und sozialtheoretisch fundierte Bewegung zur Abschaffung von Gef\u00e4ngnissen. Gegen die Kritik am Abolitionismus als illusion\u00e4r, argumentiert er, dass der Abolitionismus eine langfristige Strategie und konkrete humane Utopie der Emanzipation sein kann.<\/em><\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>Das Wort Abolitionismus bezeichnet Lehren und Bestrebungen zur Aufhebung rechtlich institutionalisierter Zwangsverh\u00e4ltnisse und Sanktionsformen. Im 19.Jahrhundert war es vor allem im anglo-amerikanischen Raum zun\u00e4chst mit dem Kampf gegen die Sklaverei, dann auch mit dem gegen die Reglementierung der Prostitution verbunden. Als Abolitionisten bezeichneten sich dort aber auch damals schon die Anh\u00e4nger einer Abschaffung der Todesstrafe. Heutzutage bezeichnet das Wort Abolitionismus auch eine im engeren Sinne kriminalpolitische Str\u00f6mung, die auf die Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse und des Strafrechtssystems sowie eine Neudefinition der bisher als Kriminalit\u00e4t bezeichneten Ph\u00e4nomene und auf einen v\u00f6llig anderen, weniger Leid verursachenden Umgang mit diesen Situationen abzielt. (Scheerer 1991: 287)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Dieser Versuch einer lexikalischen Definition erweist sich nach wie vor als zutreffend. Was ihre ersten beiden S\u00e4tze betrifft, so hat der Begriff inzwischen erhebliche Ausweitungen erfahren. Er wird nicht nur auf die Polizei (Loick 2018), sondern, insbesondere in den USA, auf immer mehr Herrschaftsph\u00e4nomene ausgedehnt: auf Grenzen und Fl\u00fcchtlingslager, Familie, Schule, Universit\u00e4t, Sozial- und Arbeits\u00e4mter, Psychiatrische Anstalten (Loick\/Thompson 2022: 42); leider noch nicht auf den Krieg, obwohl der Pazifismus eindeutig eine Form von Abolitionismus ist. Das ist im Einzelnen anregend, insgesamt wohl der Versuch, viele verschiedene soziale Bewegungen zu einer Art revolution\u00e4ren Kraft gegen Kapitalismus und \u00f6kologische Zerst\u00f6rung zusammenzuf\u00fchren (Loick\/Thompson 2022: 36ff.; vgl. auch Scheerer 2022). \u00dcber den gegenw\u00e4rtigen Zusammenhang einer kritischen Kriminalpolitik geht das weit hinaus. Ich beschr\u00e4nke mich daher auf den <i>Abolitionismus<\/i> als kriminalpolitische Str\u00f6mung, wie er in den letzten beiden S\u00e4tzen der obigen Definition umrissen wird. Dieser kriminalpolitische oder p\u00f6nale Abolitionismus<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote1sym\" name=\"sdendnote1anc\"><sup>i<\/sup><\/a> steht in engem Zusammenhang mit der kritischen Kriminologie. Ebenso knapp wie klar hat dies Alessandro Baratta (2019: 22) ausgedr\u00fcckt: \u201eDie Kritische Kriminologie analysiert die Widerspr\u00fcche und Grenzen des Strafrechtssystems. Ihre epistemologische Grundlage ist die Erkenntnis, dass Kriminalit\u00e4t keine nat\u00fcrliche Eigenschaft der Subjekte und ihres Verhaltens darstellt, sondern eine Eigenschaft, die diesen in Definitionsprozessen attribuiert wird\u201c. Und Sebastian Scheerer (2018: 167f.) hat beschrieben, wie sich in Deutschland im Sommer 1969 aus verschwundenen Reformhoffnungen \u201eeine radikalisierte Sicht auf das Gef\u00e4ngnis innerhalb der kritischen Kriminologie\u201c entwickelt hat. Einem breiteren Publikum zug\u00e4nglich gemacht hat diese Sicht der ehemalige Gef\u00e4ngnisleiter Thomas Galli (2016; 2017; 2020).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"gefaengnisse-abschaffen\">Gef&auml;ngnisse abschaffen<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Es gibt nicht einen, sondern viele p\u00f6nale Abolitionismen (vgl. Smaus 1986; Feest\/Paul 2008). Gemeinsam ist allen die Forderung, Gef\u00e4ngnisse abzuschaffen. Die Begr\u00fcndungen daf\u00fcr sind unterschiedlich, verst\u00e4rken sich aber gegenseitig:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eGef\u00e4ngnisstrafe (<i>imprisonment<\/i>) ist moralisch verwerflich und unhaltbar und muss abgeschafft werden\u201d (Knopp et al. 1976).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eDiese Institutionen sind ein \u00dcbel in sich selber, geradeso wie die Folter, ja sie sind eine Art Folter!\u201c (Herman Bianchi, zitiert von van Dijk 1989: 438)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Freiheitsstrafe hat keine intellektuelle Rechtfertigung; die \u00fcblichen Straftheorien sind unhaltbar (Steinert 1976; \u00e4hnlich Mathiesen 1979).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Das Gef\u00e4ngnis ist eine politische Waffe der Herrschenden (Mitford 1977: 12).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Gef\u00e4ngnisstrafe ist \u201eeine sinnlose Form von Schmerzzuf\u00fcgung, die nichts bringt. Dieses Leiden ist sinnlos\u201c (Hulsman 2023: 72; \u00e4hnlich Christie 1986).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eStrafrecht ist die Darstellung von Herrschaft mit Menschenopfern. Abolitionisten haben einen zun\u00e4chst ganz bescheidenen Wunsch. Die Menschenopfer sollen aufh\u00f6ren\u201c (Steinert 1988: 1).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">B\u00f6ses mit B\u00f6sem zu vergelten ist in einem laizistischen Staat nicht hinnehmbar (Ferrari\/Pavarini 2018: These 1).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eEs ist an der Zeit, das Gef\u00e4ngnissystem als globales Desaster wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren. Es ist nicht nur gescheitert, es ist auch kontraproduktiv.\u201c (Scheerer 2018: 175).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">\u201eDer Freiheitsentzug in Gef\u00e4ngnissen stellt eine ebenso unn\u00f6tige wie menschenunw\u00fcrdige Einrichtung dar\u201c (Feest et al. 2019: These 2).<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In der abolitionistischen Literatur gibt es aber so gut wie keine Auseinandersetzung zur Frage, wann ein Gef\u00e4ngnis ein \u201eGef\u00e4ngnis\u201c ist. Es ist aber kaum zweifelhaft, dass es prim\u00e4r um Anstalten zur Verb\u00fc\u00dfung von Freiheitsstrafe geht. Aus den Beispielen bei Bianchi<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote2sym\" name=\"sdendnote2anc\"><sup>ii<\/sup><\/a> geht hervor, dass er auch die Untersuchungshaft im Auge hat. Auch Mathiesen meint sicherlich nicht nur Strafanstalten im engeren Sinne (sein erstes Buch handelt von einer Sicherungsanstalt, der erste Erfolg von KROM war die Abschaffung des Arbeitshauses). Hulsman ist an der Frage nicht interessiert, weil er ohnehin das ganze Strafsystem (<i>penal system<\/i>) abschaffen m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Nur in dem Buch <i>No Prison<\/i> findet sich eine genauere Auseinandersetzung mit dieser Frage. Sollen wirklich alle Gef\u00e4ngnisse abgeschafft werden? Und sollen alle \u201egef\u00e4hrlichen Straft\u00e4ter\u201c freigelassen werden? Die Antwort ist zugleich einfach wie schwierig. Sie ist einfach, weil Abolitionismus bedeutet, dass Strafanstalten total beseitigt werden sollen, wie immer sie auch genannt werden. Die Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse bedeutet die Entfernung der Freiheitsstrafe aus den Strafgesetzb\u00fcchern, sodass kein Gericht sie mehr \u00fcber jemand verh\u00e4ngen kann. Sie ist zugleich unbefriedigend, da die Abschaffung der Strafhaft nicht das Ende aller Formen von Einsperrung bedeutet. Beispiele solcher, nicht prim\u00e4r als Strafe gedachten Einrichtungen sind Erziehungsanstalten, Untersuchungshaftanstalten, Forensische Kliniken, Abschiebehaftzentren, Konzentrationslager und andere Beispiele f\u00fcr Administrativhaft. \u201eDiese wichtigen gef\u00e4ngnisartigen Institutionen m\u00fcssen als solche untersucht werden, sie fallen jedoch nicht in den Bereich des Abolitionismus i.e.S.\u201c (Feest\/Scheerer 2018: 38f.)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote3sym\" name=\"sdendnote3anc\"><sup>iii<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"einige-strategien\">Einige Strategien<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Auch was die Strategien zur Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse betrifft, gibt es mehrere Schulen, die sich nicht notwendigerweise ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"strategie-der-negation\">Strategie der Negation<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Wie oben erw\u00e4hnt, war Mathiesen sehr einflussreich mit seiner \u201eStrategie der Negation\u201c. Nur \u201enegative\u201c Reformen<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote4sym\" name=\"sdendnote4anc\"><sup>iv<\/sup><\/a> sollten angestrebt werden, nur solche, die das System nicht st\u00e4rkten (vgl. Mathiesen 1979). Diese konnte allerdings auch als Absage an jegliche Reformbem\u00fchungen (miss-)verstanden werden. Mathiesen hat sich sp\u00e4ter von einem solchen dogmatischen Verst\u00e4ndnis seiner fr\u00fchen Begriffsbestimmung distanziert: \u201eDamals dachten wir [&#8230;], dass positive Reformen, welche die Gef\u00e4ngnisse humaner machen, zugleich das System verst\u00e4rken. Es ist jedoch zweifelhaft, ob das wirklich so ist\u201c (Mathiesen 2015: 24). Er h\u00e4lt zwar an der Auffassung fest, dass Abolitionist*innen sich nicht mit \u201eSystem-Rechtfertigung\u201c befassen, sich nicht mit der Verfeinerung des Bestehenden besch\u00e4ftigen sollten. Aber er bietet jetzt auch eine positive Definition des Abolitionismus an:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>Abolitionismus ist eine Haltung. Es ist die Haltung \u201anein\u2018 zu sagen\u201c. Er erl\u00e4utert dies wie folgt: \u201eIch wollte damals zweifellos Strategien f\u00fcr konkrete Abschaffungen entwickeln und das m\u00f6chte ich immer noch. Dazu geh\u00f6ren auch kleine Abschaffungen, die kleine Siege bedeuten und zum Paradigma des Abolitionismus geh\u00f6ren. Das ist ein wichtiger Aspekt, der heute nicht \u00fcbersehen werden sollte. Aber ich war auch bestrebt, eine abolitionistische Haltung zu entwickeln und zu n\u00e4hren, eine st\u00e4ndige und zutiefst kritische Haltung zu Gef\u00e4ngnissen und Strafsystemen als menschliche (und unmenschliche) L\u00f6sungen (Mathiesen 2015: 32).<\/p>\n<\/blockquote>\n<h4 class=\"\"><span id=\"strategie-der-attrition\">Strategie der Attrition<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Quakerinnen um Fay Honey Knopp legten fr\u00fchzeitig eine Strategie vor, die sie, in aller Bescheidenheit, zur nicht allein seligmachenden erkl\u00e4rten. Sie nannten diese Strategie <i>attrition<\/i>, das hei\u00dft Abbau des Gef\u00e4ngnissystems durch einen graduellen Prozess von Abnutzung, Verschlei\u00df, Zerm\u00fcrbung. Das System soll von verschiedenen Seiten her abgebaut werden. F\u00fcnf Hauptpunkte werden genannt:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Der Verzicht auf jegliche Gef\u00e4ngnis-Neubauten (<i>moratorium<\/i>),<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">die Entwicklung von zus\u00e4tzlicher Entlassungsm\u00f6glichkeiten (<i>decarceration<\/i>),<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">die Entwicklung von Alternativen zur Einsperrung (<i>excarceration<\/i>),<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">die Beschr\u00e4nkungen der Einsperrung auf Wenige (<i>restraint of the few<\/i>)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">und der Aufbau einer aufnahmebereiten Gesellschaft (<i>caring community<\/i>) (Knopp et al. 1976; Knopp 1991).<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dies ist offensichtlich ein Minimalismus oder Reduktionismus im Gewand des Abo-litionismus. Er zeugt von politischem Realismus und ist nach wie vor sehr lesenswert und hilfreich.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Dem in Deutschland ver\u00f6ffentlichten <i>abolitionistischen Manifest<\/i> liegt ein \u00e4hnlicher Gedanke zu Grunde (Feest et al. 2019): Die Abschaffung von Strafanstalten wird zum Langzeitprojekt erkl\u00e4rt, mit dem Abbau m\u00fcsse jedoch sofort begonnen werden. Als Einstieg wird angeregt, die Ersatzfreiheitsstrafe ersatzlos abzuschaffen; die Durchsetzung von Geldstrafen solle ausschlie\u00dflich zivilrechtlich erfolgen (These 3). Die Untersuchungshaft solle weitestm\u00f6glich vermieden werden, etwa durch die Erm\u00f6glichung sozialer B\u00fcrgschaften (These 4). Ferner werden Regelungen au\u00dferhalb des Strafrechts vorgeschlagen \u201eetwa im gesamten Drogenbereich, bei Schwarzfahren und Ladendiebstahl\u201c (These 5).<\/p>\n<h4 class=\"\"><span id=\"strategie-der-ent-totalisierung\">Strategie der Ent-To&shy;ta&shy;li&shy;sie&shy;rung<\/span><\/h4>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Nach Erwing Goffman ist das Gef\u00e4ngnis der Prototyp einer totalen Institution. \u201eEine totale Institution l\u00e4sst sich als Wohn- und Arbeitsst\u00e4tte einer Vielzahl \u00e4hnlich gestellter Individuen definieren, die f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit von der \u00fcbrigen Gesellschaft abgeschnitten sind und miteinander ein abgeschlossenes, formal reglementiertes Leben f\u00fchren\u201c (Goffman 1973: 7). Ein Blick auf die Realit\u00e4t zeigt, dass viele Gef\u00e4ngnisse von diesem Extremtyp abweichen: Insbesondere die Abschottung von der Gesellschaft ist durch Besuchsm\u00f6glichkeiten, Briefkontakte und Medienzugang teilweise aufgehoben. Der sogenannte Angleichungsgrundsatz fordert eine m\u00f6glichst weitgehende Normalisierung des Gefangenenstatus in faktischer wie rechtlicher Hinsicht. Die Schriftstellerin und Aktivistin Jessica Mitford hat die Logik und Dynamik dieser Entwicklung wie folgt beschrieben: \u201eDurch das Bestreben, die Rechte des Gefangenen als B\u00fcrger und Arbeiter zu etablieren, wird die Trennung zwischen ihm und denen drau\u00dfen verringert. In einem entscheidenden Sinne ist die innere Logik einer solchen Bewegung die Abschaffung des Gef\u00e4ngnisses, da in dem Ma\u00dfe, in dem solche Trennungen verwischt werden, das Gef\u00e4ngnis seiner lebendigen Funktion entkleidet wird\u201c (Mitford 1977: 30). Wolfgang Lesting hat dies mit Thomas Mathiesens Konzeption verglichen (und dabei bereits dessen \u201epragmatische Wendung\u201c ber\u00fccksichtigt). Er kommt zum Ergebnis: \u201eF\u00fcr die kriminalpolitischen Initiativen kann die Normalisierungsidee zum Einstieg in eine abolitionistische Kriminalpolitik [&#8230;] werden. Weil der Angleichungsanspruch des Strafvollzugsgesetzes (zus\u00e4tzliche) Legitimationsdefizite schafft, bietet er einen entscheidenden strategischen Ansatzpunkt f\u00fcr eine Kritik des Gef\u00e4ngnissystems\u201c (Lesting 1988: 118).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"abolitionismus-als-bewegung\">Aboli&shy;tio&shy;nismus als Bewegung<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Als internationaler Bezugspunkt der Abolitionist*innen existiert bisher nur die 1983 gegr\u00fcndete <i>International<\/i> <i>Conference on Prison Abolition <\/i>(ICOPA), deren Name sp\u00e4ter um <i>Penal Abolition<\/i> erweitert wurde. Initiiert wurde die ICOPA von Ruth Morris, einer kanadischen Quakerin, die sp\u00e4ter auch den Begriff <i>Transformative Justice<\/i> pr\u00e4gte (Morris 2000). Die (normalerweise) alle zwei Jahre stattfindende Konferenz hat eine Alleinstellung als globales Forum der Gef\u00e4ngnis- und Strafrechtskritik. Auf ihren Tagungen treffen sich Gefolgsleute des Abolitionismus mit solchen aus dem Lager der <i>Restorative Justice<\/i>, der <i>Transformative Justice<\/i> und anderen strafrechts- und strafvollzugskritischen Gruppen (Hagemann 2023)<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote5sym\" name=\"sdendnote5anc\"><sup>v<\/sup><\/a>. Zuletzt hat die ICOPA im Jahre 2018 in London stattgefunden. Nach einer durch Corona entstandenen L\u00fccke, soll \u00fcber Zeit und Ort der n\u00e4chsten Konferenzen Ende 2023 entschieden werden (nach Auskunft von Justin Pich\u00e9).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">In den USA strebt auch die 1997 gegr\u00fcndete Vereinigung <i>Critical Resistance<\/i> den Aufbau einer internationalen Bewegung an. Sie beruft sich auf die Kritische Kriminologie, aber auch auf W. E. B. DuBois. Zu den Gr\u00fcnder*innen geh\u00f6ren Ruth Gilmore Wilson und Angela Y. Davis. Das auf ihrer Homepage verk\u00fcndete Motto lautet \u201eAbolition now. Building an international Movement to abolish the prison industrial complex\u201d<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote6sym\" name=\"sdendnote6anc\"><sup>vi<\/sup><\/a>. Die Abschaffung des <i>Prison Industrial Complex<\/i> (PIC) ist eine politische Vision mit dem Ziel, Einsperrung, Polizei und \u00dcberwachung zu eliminieren und dauerhafte Alternativen zu Strafe und Einsperrung zu schaffen. Die Zeitschrift der <i>Critical Resistance<\/i>, <i>The Abolitionist<\/i>, erscheint dreimal pro Jahr, wird im Abonnement verkauft und gratis an interessierte Gefangene abgegeben. In deutscher \u00dcbersetzung sind wichtige Beitr\u00e4ge der Protagonist*innen abgedruckt im Abolitionismus-Reader von Daniel Loick und Vanessa Thompson (2022). \u00dcber die USA hinaus, hat auch das <i>Journal of Prisoners on Prison<\/i> Bedeutung. Angeregt auf der dritten ICOPA in Montreal, erscheint die Zeitschrift seit 1988 und ist der abolitionistischen Bewegung verbunden geblieben. Die Beitr\u00e4ge werden von Gefangenen und ehemaligen Gefangenen verfasst und vor der Ver\u00f6ffentlichung einem peer-review-Verfahren unterzogen. Seit 2018 erscheint die Zeitschrift im Rahmen der Ottawa University Press. Herausgeber ist der Kriminologe und Abolitionist Justin Pich\u00e9.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Von besonderer Bedeutung war das Erscheinen des ersten internationalen <i>Handbook on International Handbook on Penal Abolition<\/i> (Coyle\/Scott 2021). Es stellt die bisher umfassendste Sammlung von Originalbeitr\u00e4gen \u00fcber abolitionistische Bewegungen weltweit dar. \u201eKriminalpolitische Abolitionisten in aller Welt haben stets darauf hingewiesen, dass alle Formen staatlicher Zuf\u00fcgung von Schmerz und Schaden moralisch und politisch ungerechtfertigt sind und dass gewaltlose, statt dessen an Bed\u00fcrfnissen orientierte soziale Organisation und Intervention gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen\u201c (Coyle\/Scott 2021: 2). Der Begriff <i>penal abolition<\/i> wird daher in einem weiten Sinne verwendet: Der Band enth\u00e4lt Beitr\u00e4ge \u00fcber Strafhaft, Untersuchungshaft, psychiatrische Unterbringung, Abschiebungshaft, und er geht dabei dem Zusammenhang mit Kolonialismus, Rassismus und Sexismus nach. Die europ\u00e4ischen Theoretiker*innen des Abolitionismus werden nur am Rande erw\u00e4hnt, das Handbuch der Quaker gar nicht. Im einleitenden Essay der Herausgeber werden sechs Nuancen (<i>hues<\/i>) des Abolitionismus unterschieden: erstens eine theoretische Perspektive, zweitens eine Kritik der Straf-Sprache, drittens eine soziale Bewegung, viertens Strategien zum Abbau des Strafapparats, f\u00fcnftens eine Philosophie\/Ethik des Strafens und sechstens eine revolution\u00e4re Praxis. Das allein ist sehr lesenswert und m\u00fcsste Gegenstand universit\u00e4rer Seminare werden. Das Buch ist jedoch zu teuer, um weite Verbreitung zu finden. Sein langfristiger Einfluss auf die abolitionistischen Bewegungen bleibt abzuwarten.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"argumente-gegen-den-abolitionismus\">Argumente gegen den Aboli&shy;tio&shy;nismus<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Die Vorstellungen und Forderungen des kriminalpolitischen Abolitionismus sind nicht ohne Widerspruch geblieben. Eine eingehende, kenntnisreiche Kritik des Abolitionismus haben vor allem zwei Autoren vorgelegt: der deutsche Jurist und Kriminologe G\u00fcnther Kaiser und der argentinische Kriminalwissenschaftler Maximo Langer. Als wichtigste Einw\u00e4nde werden vorgebracht: der utopische\/illusion\u00e4re Charakter, die mangelnde Praktikabilit\u00e4t und die Gefahren von Rechtsunsicherheit und Selbstjustiz sowie die Immunisierung gegen Kritik. Angesichts der Verschiedenheit der abo-litionistischen Positionen treffen diese Einw\u00e4nde einzelne ihrer Vertreter*innen mehr als andere.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ein durchaus ernst zu nehmendes Argument ist die Entformalisierung als Gefahr von Rechtsunsicherheit und von Selbstjustiz. Dazu schreibt Kaiser:<\/p>\n<blockquote class=\"western\">\n<p>Gerade im Hinblick auf verfassungsrechtliche Vorgaben und Garantien erscheint die Vorstellung, dass Sanktionen von \u201aautonomen\u2018 Instanzen oder einzelnen B\u00fcrgen abh\u00e4ngig w\u00e4ren \u00e4u\u00dferst befremdlich, in engem Zusammenhang damit steht die Willk\u00fcrgefahr. Wo sich aber der Abolitionismus von juristischen und rechtsstaatlichen Verfahren sowie vom Menschenrechtsansatz zugunsten einer Entformalisierung entfernt, stellen sich die erw\u00e4hnten Bedenken verst\u00e4rkt ein\u201c. Deshalb seien die praktisch-kriminalpolitischen Implikationen der abolitionistischen Perspektive \u201aunannehmbar\u2018. (Kaiser 1988: 286)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Das kann aber schwerlich dann gelten, wenn sich der Abolitionismus schrittweise im Rahmen von Verfassung und Rechtsstaat entwickelt. Das wird auch vom garantistischen Fl\u00fcgel des Abolitionismus so gesehen, weshalb Baratta (2003: 227; vgl. auch Baratta 2019) \u2013 vorl\u00e4ufig \u2013 f\u00fcr ein minimales \u201eStrafrecht in den Grenzen der Verfassung\u201c pl\u00e4diert<a class=\"sdendnoteanc\" href=\"#sdendnote7sym\" name=\"sdendnote7anc\"><sup>vii<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Ein weiterer Einwand betrifft die Ineffizienz alternativer Verfahren. So hei\u00dft es bei Kaiser (1988: 387): \u201eDass und wie wenig alternative Konfliktl\u00f6sungsmechanismen in der Lage w\u00e4ren, die sogenannte Gewalt in der Familie und schwere Wirtschaftsstraftaten zu bew\u00e4ltigen oder auch \u201anur\u2018 das Verkehrs- und Umweltrecht wirksam durchzusetzen, ist offenkundig\u201c. Das k\u00f6nnte gegen eine vorschnelle Abschaffung jeglicher staatlichen Polizei sprechen, aber nicht gegen den Abbau des Gef\u00e4ngniswesens und die F\u00f6rderung spezifischer au\u00dferstrafrechtlicher Strategien in den von Kaiser genannten Problembereichen.<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Eine positivere Einstellung zum Abolitionismus kennzeichnet den ausf\u00fchrlichen Artikel von Maximo Langer (2020). Er berichtet davon, dass w\u00e4hrend seiner juristischen Ausbildung in Buenos Aires der kriminalpolitische Abolitionismus eine gro\u00dfe Rolle gespielt habe, im Gegensatz zum v\u00f6lligen Fehlen dieses Gegenstandes Ende der 1990er Jahre in Harvard. Er sieht als wichtigste Herausforderung die Frage, wie man ohne Polizei und Gef\u00e4ngnisse mit schwerwiegend sch\u00e4digendem Verhalten umgehen soll. Als Beispiele nennt er Mord, Vergewaltigung, h\u00e4usliche Gewalt, schwere K\u00f6rperverletzungs- und Raubdelikte sowie Brandstiftung. Hinzukommen massenhafte Menschenrechtsverletzungen (Holocaust, Genozide, Apartheid etc.). Er findet, dass diese Frage von den Fans des Abolitionismus mit Ausweichen, Verschiebung der Antwort auf eine utopische Gesellschaft oder mit einem R\u00fcckzug auf einen strafrechtlichen Minimalismus (dem Langer selbst anh\u00e4ngt) beantwortetet wird (Langer 2020: 58). Das trifft drei Schwachpunkte der abolitionistischen Literatur. Nur auf einen soll hier kurz eingegangen werden:<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Auch Kaiser (1987: 1036) findet, der Abolitionismus sei \u201eutopisch\u201c und auch in seinen gem\u00e4\u00dfigten Formen \u201erealit\u00e4tsblind und sozialromantisch, ja totalit\u00e4r\u201c. Der Begriff <i>totalit\u00e4r<\/i> passt allerdings auf keine der oben erw\u00e4hnten Richtungen des Abolitionismus, schon gar nicht auf das Ziel einer Abschaffung von totalen Institutionen. Dagegen spricht auch die staatskritische Haltung mancher Abolitionist*innen, die man im weitesten Sinne als anarchistisch (vgl. Cuellar 2023), schwerlich aber als totalit\u00e4r bezeichnen kann. Dem Vorwurf des Utopismus ist entgegenzuhalten, dass es f\u00fcr die meisten Abolitionist*innen nicht um abstrakte, in die ferne Zukunft verlegte und unrealistische Gesellschaftsentw\u00fcrfe geht, sondern um \u201ekonkrete\u201c (Bloch 1967) oder \u201ereale\u201c (Wright 2010) Utopien. Davon spricht man, wenn Ans\u00e4tze schon in der Gegenwart vorhanden sind. Beispiele daf\u00fcr sind offene und \u201efreie Formen\u201c des Strafvollzuges, aber auch zivilgesellschaftliche und zivilrechtliche Formen der Konfliktverarbeitung (Hulsman\/Bernat de Celis 2023: 137ff.). Vieles davon entwickelt sich, auch ohne ausdr\u00fccklichen Bezug auf den Abolitionismus, im Rahmen der Bewegung f\u00fcr eine <i>Restorative Justice <\/i>(Hagemann 2023). Kurzum: \u201eAbolitionismus ist kein Quietismus, der bis zu einem messianischen Ereignis die H\u00e4nde in den Scho\u00df legt\u201c (Loick\/Thompson 2022: 45f., mit Beispielen f\u00fcr \u201enichtreformistische Reformen\u201c). Das entspricht auch Mathiesens zentralem Konzept des \u201eUnfertigen\u201c, wonach es nicht nur um das Anstreben eines umfassenden und langfristigen Ziels geht, \u201esondern auch gleichzeitig um die ganz nahe Zielsetzung, falls notwendig, auf einem sehr begrenzten Teilfeld\u201c (Mathiesen 1979: 182).<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"fazit\">Fazit<\/span><\/h3>\n<p class=\"v-absatz-ohne-western\">Vor Jahrzehnten wurde der Abolitionismus als eine Bewegung bezeichnet, \u201edie im Begriffe steht, in der Gesetzgebungspolitik der Bundesrepublik, aber auch im westlichen Ausland, Einfluss zu gewinnen\u201c (Kaiser 1987: 1029). Diese Prognose hat sich zwar als verfr\u00fcht erwiesen, aber vielleicht kann ein erstarkender Abolitionismus etwas Bewegung in unsere z\u00f6gerliche Kriminalpolitik bringen. Aber schon jetzt ist der intellektuelle Abolitionismus sehr real, als \u201eProgramm des denkerischen \u201aProbehandelns\u2018, in dem festgehalten wird, was sogar empirisch offensichtlich ist: dass die Konflikte und sonst schwierigen Situationen, die unter \u201aKriminalit\u00e4t\u2018 ver- und behandelt werden, auch anderes bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen \u2013 ohne Einschalten der staatlichen Strafgewalt, wie es in Alltagspraktiken im Gro\u00dfteil der vergleichbaren F\u00e4lle (was \u201aDunkelfeld\u2018 genannt wird) ohnehin geschieht\u201c (Cremer-Sch\u00e4fer\/Steinert 2021: 251f.).<\/p>\n<p class=\"v-absatz-einzug-western\">Der Abolitionismus ist also eine Haltung, eine vielgestaltige Bewegung, mit unterschiedlichen Strategien zur Abschaffung von Gef\u00e4ngnissen und anderen unmenschlichen Praktiken, gen\u00e4hrt von verschiedenartigen Theorie-Ans\u00e4tzen. Viele halten den kriminalpolitischen Abolitionismus f\u00fcr utopisch und illusion\u00e4r und erst recht den Versuch einer Ausweitung auf andere repressive Institutionen. Als langfristige Strategie und konkrete humane Utopie verdient er jedoch sehr ernst genommen zu werden.<\/p>\n<p class=\"v-autoreninfo-western\"><em><strong class=\"western\">Prof. Dr. <\/strong><strong class=\"western\">Johannes Feest<\/strong> hat Rechtswissenschaft in Wien und M\u00fcnchen sowie Soziologie in T\u00fcbingen und in Berkeley studiert. Er war von 1974 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 2005 Professor f\u00fcr Strafverfolgung, Strafvollzug und Strafrecht an der Universit\u00e4t Bremen. Von 1995 bis 1997 leitete er das International Institute for the Sociology of Law im baskischen O\u00f1ati. Im Ruhestand k\u00fcmmert er sich verst\u00e4rkt um Fragen des Strafvollzuges und der Sicherungsverwahrung. Von 1977 bis 2011 leitete er das Strafvollzugsarchiv. Seit 2009 ist er Mitglied der Jury des Ingeborg-Drewitz Literaturpreises f\u00fcr Gefangene. Von 2011 bis 2014 war er Vorsitzender des Beirats des Instituts f\u00fcr Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien. Er ist Mitglied im Beirat des Kriminologischen Journals und Mitglied im Schildower Kreis, welcher sich f\u00fcr die Legalisierung von Drogen einsetzt. Seit 2022 ist der Vorstandsmitglied der Humanistischen Union.<\/em><\/p>\n<h3 class=\"\"><span id=\"literatur\">Literatur<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\">Baratta, Alessandro 2019: Criminologia critica e critica del diritto penale: introduzione alla sociologia giuridico-penale, Milano.<\/p>\n<p align=\"justify\">Baratta, Alessandro 2003: Kriminalpolitik und Verfassung. \u00dcberlegungen zum minimalen Strafrecht und zur Sicherheit der Rechte, in: Kritische Vierteljahresschrift f\u00fcr Gesetzgebung und Rechtswissenschaft, Jg. 86, H. 2, S. 210-231.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bemmann, Kai 2002: Im Bannkreis des Heiligen. Freist\u00e4tten und kirchliches Asyl als Geschichte des Strafrechts. Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bloch, Ernst 1967: Auswahl aus seinen Schriften, hrsg. v. Holz, Hans-Heinz, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\">Christie, Nils 1986: Grenzen des Leids, Bielefeld.<\/p>\n<p align=\"justify\">Coyle, Michael J.\/Scott, David (Hrsg.) 2021: The Routledge International Handbook on Prison Abolition, London\/New York.<\/p>\n<p align=\"justify\">Cremer-Sch\u00e4fer, Helga\/Steinert, Heinz 2021: Straflust und Repression. Zur Kritik der populistischen Kriminologie, 2. Auflage, M\u00fcnster.<\/p>\n<p align=\"justify\">Feest, Johannes et al. 2019: Manifest zur Abschaffung von Strafanstalten und anderen Gef\u00e4ngnissen, abrufbar unter <a href=\"https:\/\/strafvollzugsarchiv.de\/abolitionismus\/manifest\">https:\/\/strafvollzugsarchiv.de\/abolitionismus\/manifest<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\">Feest, Johannes\/Paul, Bettina 2008: Abolitionismus: einige Antworten auf oft gestellte Fragen, in: Kriminologisches Journal, H. 1, S. 6-21.<\/p>\n<p align=\"justify\">Feest, Johannes\/Scheerer, Sebastian 2018: Against penitentiaries, in: Pavarini, Massimo\/Ferrari, Livio (Hrsg.): No Prison, Capel Devi, S. 13-54.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ferrari, Livio\/Pavarini, Massimo 2014: NO PRISON: Manifesto, auch abrufbar in mehreren Sprachen unter: <a href=\"http:\/\/noprison.eu\/home\/page2.html\">http:\/\/noprison.eu\/home\/page2.html<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\">Galli, Thomas 2016: Die Schwere der Schuld, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\">Galli, Thomas 2017: Die Gef\u00e4hrlichkeit des T\u00e4ters, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\">Galli Thomas 2020: Weggesperrt. Warum Gef\u00e4ngnisse niemand n\u00fctzen, Hamburg.<\/p>\n<p align=\"justify\">Goffman, Erving 1973: Asyle. \u00dcber die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen, Frankfurt am Main.<\/p>\n<p align=\"justify\">Hagemann, Otmar 2023: Restorative Justice. Heilung, Transformation, Gerechtigkeit und sozialer Frieden, K\u00f6ln.<\/p>\n<p align=\"justify\">Hulsman, Louk\/Bernat de Celis, Jacqueline 2023: Pain in Vain \u2013 Challenging the Penal System, in: Pich\u00e9, Justin (Hrsg.): Pain in Vain. Penal abolition and the legacy of Louk Hulsman, Ottawa, S. 23-145.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kaiser, G\u00fcnther 1988: Kriminologie. Ein Lehrbuch, Heidelberg.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kaiser, G\u00fcnther 1987: Abolitionismus \u2013 Alternative zum Strafrecht? Was l\u00e4\u00dft der Abolitionismus vom Strafrecht \u00fcbrig? In: K\u00fcper, Wilfried (Hrsg.): Festschrift f\u00fcr Karl Lackner, Berlin\/New York.<\/p>\n<p align=\"justify\">Knopp, Fay H. 1991: Community Solutions to Sexual Violence. Feminist\/abolitionist perspectives, in: Pepinsky, Harold E.\/Quinney, Richard (Hrsg.): Criminology as Peace-Making, Bloomington, S. 181-193.<\/p>\n<p align=\"justify\">Knopp, Fay H. et al. 1976: Instead of Prisons, a handbook for abolitionists, Syracuse\/New York, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.prisonpolicy.org\/scans\/instead_of_prisons\/\">https:\/\/www.prisonpolicy.org\/scans\/instead_of_prisons\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\">Langer, M\u00e1ximo 2020: Penal Abolitionism and Criminal Law Minimalismus, in: Harvard Law Review, Jg. 134, H. 42, 42-77.<\/p>\n<p align=\"justify\">Lesting, Wolfgang 1988: Normalisierung im Strafvollzug. Potential und Grenzen des \u00a7 3 Abs. 1 StVollzG, Pfaffenweiler.<\/p>\n<p align=\"justify\">Loick, Daniel 2018: Kritik der Polizei, Frankfurt am Main\/New York.<\/p>\n<p align=\"justify\">Loick, Daniel\/Thompson, Vanessa (Hrsg.) 2022: Abolitionismus. Ein Reader, Berlin.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mathiesen , Thomas 1974: The Politics of Abolitionism, Bergen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mathiesen, Thomas 1979: \u00dcberwindet die Mauern. Die skandinavische Randgruppenbewegung als Modell politischer Randgruppenarbeit, hrsg. und eingeleitet von Schumann, Karl F., Neuwied\/Darmstadt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mathiesen, Thomas 2015: The Politics of Abolition Revisited, Milton Park.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mitford, Jessica 1977: F\u00fcr die Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse, Teltge-Westbevern.<\/p>\n<p align=\"justify\">Morris, Ruth 2000: Stories of Transformative Justice, Toronto.<\/p>\n<p align=\"justify\">Pavarini, Massimo\/Ferrari, Livio (Hrsg.) 2018: No Prison, Capel Devi.<\/p>\n<p align=\"justify\">Radbruch, Gustav 1932: Der Erziehungsgedanke im Strafwesen, in: Monatsbl\u00e4tter des deutschen Reichszusammenschlusses f\u00fcr Gerichtshilfe, Gefangenen- und Entlassungsf\u00fcrsorge der freien Wohlfahrtspflege, Jg. 7, S. 103-109.<\/p>\n<p align=\"justify\">Scheerer, Sebastian 1991: Abolitionismus, in: Sieverts, Rudolf\/Schneider, Hans Joachim (Hrsg.): Handw\u00f6rterbuch der Kriminologie, Berlin, 287-300.<\/p>\n<p align=\"justify\">Scheerer, Sebastian 2018: Abschaffung der Gef\u00e4ngnisse. Prison abolition, in: Kriminologisches Journal, Jg. 50, H.3, S. 167-177.<\/p>\n<p align=\"justify\">Scheerer, Sebastian 2022: Rezension: Abolitionismus. Ein Reader, hrsg. Von Daniel Loick &amp; Vanessa Thompson, 2022, in: Criminologia.de, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/criminologia.de\/2022\/09\/rezension-abolitionismus-ein-reader\/\">https:\/\/criminologia.de\/2022\/09\/rezension-abolitionismus-ein-reader\/<\/a>.<\/p>\n<p align=\"justify\">Smaus, Gerlinda 1986: Gesellschaftsmodelle in der abolitionistischen Bewegung, in: Kriminologisches Journal, Jg. 18, H. 1, S. 1-17.<\/p>\n<p align=\"justify\">Steinert, Heinz 1976: \u00dcber die Funktionen des Strafrechts, in: Neider, Michael (Hrsg.): Festschrift f\u00fcr Christian Broda, Wien, S. 335-371.<\/p>\n<p align=\"justify\">Steinert, Heinz 1988: \u201eSicherlich ist Zweifel am Sinn von Strafe, von Freiheitsstrafe erlaubt\u201c. \u00dcber Abolitionismus als intellektuelle Praxis, in: Schumann, Karl F.\/Steinert Heinz\/Vo\u00df, Michael (Hrsg.): Vom Ende des Strafvollzugs. Ein Leitfaden f\u00fcr Abolitionisten, Bielefeld, S. 1-15.<\/p>\n<p align=\"justify\">Van Dijk, Jan 1989: Strafsanktionen und Zivilisationsprozess, in: Monatsschrift f\u00fcr Kriminologie und Strafrechtsreform, Jg. 72, S. 437-450.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wright, Erik Ohlin 2010: Envisioning real Utopias, New York.<\/p>\n<h3 class=\"v-zwischen&uuml;berschrift-2-western \"><span id=\"anmerkungen\">Anmerkungen:<\/span><\/h3>\n<div id=\"sdendnote1\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote1anc\" name=\"sdendnote1sym\">i <\/a>Die \u00dcbertragung dieses Begriffs auf das Gef\u00e4ngnis geht auf Mathiesens <i>The Politics of Abolition<\/i> (1974) zur\u00fcck. Dieses Buch beruht seinerseits auf einer norwegischen Fassung unter dem Titel <i>Det uferdige<\/i> von 1971, welches nunmehr das erste Kapitel seines oben genannten Hauptwerks bildet. Dessen erster Satz lautet; \u201eI have gradually acquired the belief that the alternative lies in the unfinished, in the sketch, in what is not yet fully existing. The \u201afinished alternative\u2019 is finished in a double sense of the word\u201d (Mathiesen 2015: 47).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote2\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote2anc\" name=\"sdendnote2sym\">ii <\/a>Herman Bianchis Vorstellungen von Freipl\u00e4tzen haben sich zwar in der Kriminalpolitik bisher nicht durchgesetzt, sie sind aber Vorbild f\u00fcr das Kirchenasyl geworden (Bemmann 2002).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote3\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote3anc\" name=\"sdendnote3sym\">iii <\/a>Man muss sich aber fragen, ob alle Formen der Einsperrung, etwa kurzfristige und\/oder komfortable, immer noch unter Steinerts Kategorie der \u201eMenschenopfer\u201c fallen. Daran zweifelt offenbar auch Scheerer, selbst wenn diese der Vollstreckung von Freiheitsstrafe dienen (<a href=\"https:\/\/www.rescaled.org\/replacing-prisons-with-detention-houses\/\">https:\/\/www.rescaled.org\/replacing-prisons-with-detention-houses\/<\/a>).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote4\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote4anc\" name=\"sdendnote4sym\">iv <\/a>Schon 50 Jahre vorher hatte Gustav Radbruch in einer Rede vermerkt, dass \u2013 zumindest in n\u00e4chster Zeit \u2013 \u201eunsere Kriminalpolitik wesentlich negative Kriminalpolitik\u201c bleiben soll (Radbruch 1932: 107).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote5\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote5anc\" name=\"sdendnote5sym\">v <\/a>Zur konzeptuellen Beziehung von <i>Restorative Justice<\/i> und <i>Transformative Justice<\/i> vgl. den Beitrag von Otmar Hagemann in diesem Heft.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote6\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote6anc\" name=\"sdendnote6sym\">vi <\/a><a href=\"https:\/\/criticalresistance.org\/\">https:\/\/criticalresistance.org\/<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdendnote7\">\n<p class=\"sdendnote-western\"><a class=\"sdendnotesym\" href=\"#sdendnote7anc\" name=\"sdendnote7sym\">vii <\/a>Zum Garantismus vgl. auch meinen Beitrag zum minimalen Strafrecht in diesem Heft.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"featured_media":19227,"template":"","categories":[2977,2957],"tags":[3168,3213,681,3053,667],"autoren":[220],"publikationen":[3419],"class_list":["post-19226","publikation","type-publikation","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-strafrecht-2","category-strafvollzug","tag-abolitionismus","tag-gefaengnis","tag-rechtspolitik","tag-strafrecht","tag-vorgaenge-artikel","autoren-johannes-feest","publikationen-vorg-243"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"W\u00e4hrend der Begriff Abolitionismus im 19. Jahrhundert noch die Forderung nach Abschaffung der Sklaverei bedeutete, hat sich bis heute der Begriff auf verschiedenste kriminalpolitische Abschaffungsforderungen ausgedehnt. Johannes Feest geht der vielleicht prominentesten Form auf den Grund: dem Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus. Dazu rekonstruiert er nicht nur die Geschichte und den Forschungsstand des Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus im 20. und 21. Jahrhundert, [weiterlesen]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Humanistische Union\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-03-25T15:14:08+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"915\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"752\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@humunion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/\",\"name\":\"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/03\\\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg\",\"datePublished\":\"2024-03-25T15:10:11+00:00\",\"dateModified\":\"2024-03-25T15:14:08+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/03\\\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2024\\\/03\\\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg\",\"width\":915,\"height\":752},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/publikation\\\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Publikationen\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"vorg\u00e4nge\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"vorg\u00e4nge Nr. 243: Kritische Kriminalpolitik\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/publikationen\\\/vorgaenge\\\/vorg-243\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":4,\"name\":\"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"name\":\"Humanistische Union\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#organization\",\"name\":\"Humanistische Union e.V.\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/09\\\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg\",\"width\":1000,\"height\":536,\"caption\":\"Humanistische Union e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.humanistische-union.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/x.com\\\/humunion\",\"https:\\\/\\\/mastodon.social\\\/@humunion\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/humanistischeunion.bsky.social\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union","og_description":"W\u00e4hrend der Begriff Abolitionismus im 19. Jahrhundert noch die Forderung nach Abschaffung der Sklaverei bedeutete, hat sich bis heute der Begriff auf verschiedenste kriminalpolitische Abschaffungsforderungen ausgedehnt. Johannes Feest geht der vielleicht prominentesten Form auf den Grund: dem Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus. Dazu rekonstruiert er nicht nur die Geschichte und den Forschungsstand des Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus im 20. und 21. Jahrhundert, [weiterlesen]","og_url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/","og_site_name":"Humanistische Union","article_modified_time":"2024-03-25T15:14:08+00:00","og_image":[{"width":915,"height":752,"url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_site":"@humunion","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"21\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/","name":"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik - Humanistische Union","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg","datePublished":"2024-03-25T15:10:11+00:00","dateModified":"2024-03-25T15:14:08+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/vorg243_U1_page-0001-2-e1711379590364.jpg","width":915,"height":752},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/publikation\/gefaengnis-abolitionismus-als-kritische-kriminalpolitik\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Publikationen","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"vorg\u00e4nge","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"vorg\u00e4nge Nr. 243: Kritische Kriminalpolitik","item":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/publikationen\/vorgaenge\/vorg-243\/"},{"@type":"ListItem","position":4,"name":"Gef\u00e4ngnis-Abolitionismus als Kritische Kriminalpolitik"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#website","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","name":"Humanistische Union","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#organization","name":"Humanistische Union e.V.","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/HU-LOGO-blau_RGB-high-scaled-e1704725806773.jpg","width":1000,"height":536,"caption":"Humanistische Union e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/x.com\/humunion","https:\/\/mastodon.social\/@humunion","https:\/\/bsky.app\/profile\/humanistischeunion.bsky.social"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation\/19226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikation"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/types\/publikation"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media\/19227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/media?parent=19226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/categories?post=19226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/tags?post=19226"},{"taxonomy":"autoren","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/autoren?post=19226"},{"taxonomy":"publikationen","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.humanistische-union.de\/hu-json\/wp\/v2\/publikationen?post=19226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}